Was ist Bid, Ask und der Bid-Ask Spread?

Was ist Bid, Ask und der Bid-Ask Spread?

Sicher habt ihr schon in eurer Handelsplattform Bid und Ask gesehen und das dazwischen ein Unterschied liegt, der sogenannte Spread. Zu Deutsch ist Bid und Ask der Geld und Briefkurs. Was bedeuten diese Begriffe?

Bid (englisch bieten, im Kontext: der Geldkurs) ist der höchste Preis zu dem eine Person oder Institution (Bank oder Broker) bereit ist, ein Währung zu kaufen. Bei Wertpapieren ist das der gleiche Begriff, aber wir sind ja ein FX Blog. Es handelt sich also um den Angebotspreis –  den gewünschten Kaufpreis. Möchte ich also verkaufen, bekomme ich den Bid-Kurs, da dieser aus Sicht der Bank oder des Brokers als Kaufkurs angeboten wird.

Ask (englisch für Nachfrage, im Kontext Briefkurs) ist der geringste Preis, zu dem ein Händler bereit ist zu verkaufen. Das ist also der Preis, zu dem ich kaufen kann.

Mit der englischen Variante Bid und Ask ist das ganze eigentlich einfacher zu verstehen, wie mit den Begriffen Geldkurs und Briefkurs.

Was ist der Spread?

Spread bedeutet übersetzt  „Spanne“ oder „Differenz“. Der Bid-Ask Spread, zu deutsch Geld-Brief Spanne, ist also der Abstand zwischen den beiden Kursen. Der Ask-Kurs (Briefkurs) ist grundsätzlich etwas höher als der Bid-Kurs (Geldkurs). Das liegt unter anderem daran, dass der Verkäufer einen möglichst hohen Preis erzielen will, der Verkäufer dagegen einen möglichst niedrigen.

Der Spread ist etwas, was in unser Trading einkalkuliert werden muss. Wenn wir zum gleichen Zeitpunkt kaufen und verkaufen würden, machen wir aufgrund des Spreads einen Verlust. Für den Broker oder die Bank ist es hingegen ein Gewinn. Den Spread müssen wir also mit unserem Trade auf jeden Fall verdienen.

Merksatz: Der Geldkurs (Bid) ist immer niedriger als der Briefkurs (Ask)

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(Beispiel für einen engen Spread von 0,00005 im EUR/USD um ca. 22:30 MEZ)

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(Auch in der Markttiefe sieht man, dass gehandelte Liquidität maßgeblich der Grund für den engen Spread sind)
Durch was wird die Größe des Spreads bestimmt?

Überwiegend ist der Spread ein Ausdruck der Liquidität. Wird ein Währungspäärchen häufig gehandelt und finden viele Umsätze statt, so ist der Spread sehr eng. Beispiele hier für sind GBP/USD, EUR/USD, USD/JPY oder GBP/JPY.
Das hingegen russischer Rubel oder die türkische Lira Spreads von über 50 Pips aufweisen, dürfte euch nicht verwundern.

Der andere Faktor sind die Geschäftsmodelle der Broker. Wir hatten bereits hier darüber berichtet: https://blackwater.live/2018/01/03/forex-broker-wahl/

Dies ist enorm wichtig. Manche Broker, die Market Maker, bieten den Handel ohne Ordergebühren an, greifen aber bei dem Spread ordentlich zu. Daran kann ein ganzes Handelsmodell scheitern. Unsere Signale beispielsweise, sind mit Market Makern nur schlecht zu handeln.

Worauf sollte ich achten?

Die Spreads sollten so niedrig als möglich sein, da man die Differenz erst einmal verdienen muss und zweitens der Handel von vielen Systemen, auch unserem, nur effizient und 1:1 funktioniert, wenn man enge Spreads hat. Ein echter ECN Broker, wie wir schon öfters geschrieben haben, nimmt eine Ordergebühr oder Kommission, hat aber dafür einen echten Marktspread. Und dieser ist bei Pärchen wie GBP/USD oder EUR/USD nun mal selten mehr als 1 Pip.

3 Kommentare zu „Was ist Bid, Ask und der Bid-Ask Spread?

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