Geld & Kinder

Heute soll es drum gehen, welchen Start man seinen Kindern in das Leben ermöglicht. Ich bin wirklich nicht der Überzeugung, das man seinen Kindern viel Geld schenken oder vererben sollte, sondern viel wichtiger ist es ihnen eine solide Finanzbildung und den Umgang mit Geld zu ermöglichen.

Kinder sollten das so früh wie möglich lernen. Mancher fragt sich, wie ich zu dieser Überlegung gekommen bin.

Wenn ich mir heute die Teenies und jungen Erwachsenen anschaue, bin ich wirklich schockiert. Der Yolo Gedanke herrscht vor. Die die das noch nicht kennen: You only life once. Zu deutsch: Du lebst nur einmal. Das stimmt. Aber daraus abzuleiten heute so zu leben, wie wenn man morgen tot ist, ist sicher nicht ideal. Der Morgen kommt und man lebt dummerweise immer noch. Nur ohne Gesundheit und um beim Thema zu bleiben, ohne Geld.

Nach den aktuellen Studien ist es nicht nur so, dass ein Großteil der Deutschen zwar glauben sich mit Geld auszukennen, aber leider im Umgang damit total entgegengesetzt handeln. Und das trifft erst recht auf deren Kinder zu. In meiner Heimat ist das natürlich auch nicht besser.

Teure Handyverträge, Ratenkauf, die ersten großen Schulden für Küche und Auto schon mit Anfang 20. Es geht hier und heute wirklich nicht um die Tiefen der Finanzmärkte. Und ich sage auch nicht, dass die Kids alle BWL verstehen müssen. Sondern es geht um die schwäbische Hausfrau, wie es oft heisst. Um sparen und nicht mehr ausgeben wie das was ich habe und eine intelligente Nutzung von Konten und Karten.

Viele Banken, auch die von uns empfohlene DKB hat extra Konten und Karten für Jugendliche, so dass die Eltern noch die Hand darauf haben und nichts passieren kann, aber ihrem Nachwuchs den Umgang damit gut erklären können und sie zu mündigen Bürgern in Punkto Geld heranziehen können.

Was spricht den dagegen seinem Kind eine Prepaid Master oder Visacard zu geben? Die Welt von morgen kennt kein Bargeld.

Manche uninformierte Eltern schreien nun auf. Was? Eine Kreditkarte für mein Kind? NEIN.

Eine Prepaid Karte. Da lädt man vorher Geld darauf und das Kind lernt, wie man damit zahlt und sich das Geld einteilt. Das Kind lernt den Umgang mit Online Banking unter Aufsicht der Eltern. Das setzt voraus, dass sich manche Mutter mal mehr damit beschäftigt, anstatt nur Kaffeeklatsch zu betreiben und mancher Vater für seine Kinder auch in diesem Punkt da ist.

Es gibt viele Studien die zeigen, dass es Kinder ohne die finanzielle Vorbildung schwerer als andere haben und oft in Schuldenfalle und andere Fallen tappen. Wie schade, denn das muss nicht sein.

Oder denken die Eltern, das Kind heiratet schon einen reichen Sugardaddy (wenn das Kind ein Mädchen ist) oder wird Fussballer und hat ausgesorgt, wenn es ein Junge ist?
Ich bitte jetzt schon darum mich nicht für diese Aussage zu klassischem Rollendenken zu verurteilen. Meine Herkunft ist östlich von Deutschland, da zählt Familie noch mehr als hier vielleicht. Vor allem mit Mum und Dad. Also ganz traditionell.

Sinnvoll ist durchaus auch für seine Kinder zu sparen. Warum will ich heute noch mal ganz kurz anreißen. Der S&P 500 in den USA rentiert mit 6% p.A. im Durchschnitt, wenn man sich die letzten 30 Jahre anschaut. Gerne kann man auch einen globalen Index wie den MSCI Word nehmen. Darauf ein Sparplan je Kind mit 25 EUR. Ab sagen wir 20 übernimmt das Kind den Sparplan und spart bis 60 weiter. Soweit easy peasy und ganz klar, oder?

Wenn das Kind 20 Jahre alt ist, sind das EUR 11.300. Draus werden bis zum 60zigsten Lebensjahr EUR 165.000

Keine schlechte Vorsorge, hmm? Und das mit 25 EUR im Monat.

Ok, bevor ich wieder durchdrehe mit Mathe (das ist immer so ein Mindfxxx), das ganze noch schnell mit EUR 50 im Monat. Ganz einfach: Daraus wird das doppelte bis das Kind 60 ist: EUR 330.000.

Wie viel muss das Kind denn selbst sparen, wenn die Eltern keine Lust haben sich um ihre eignen Kinder zu kümmern, der Vater lieber auf dem Sofa sitzt und die Mutter mit Handychat und Freundinnen beschäftigt ist? (*Zynismus off*)

Nun wenn das Kind dann mit 20 Jahren anfängt zu sparen… wenn!! , dann sind es EUR 172 im Monat:

Bildschirmfoto 2018-03-21 um 11.58.38

Krass oder? Spielt ruhig mit dem Rechner auf https://www.zinsen-berechnen.de berechnen etwas rum. Sorry für den schlechten Screenshot heute, bin gerade im Zug..;-)

Man kann für seine Kids also so viel gutes tun und ihnen eine Menge ersparen. Wir sind als 3 Mädels nie unwissend geblieben. Unser Dad hat sich immer viel mit uns beschäftigt und uns schon sehr früh beigebracht, das man Geld sparen muss und nicht abhängig von anderen sein soll. Und das obwohl wir ein traditionelles Familienleben hatten, wo Mädchen noch Mädchen sind und Jungs eben Jungs. Aber Geld ist wichtig und der richtige Umgang damit ein guter Start in das Leben. Auf für Mädchen.

4 Kommentare zu „Geld & Kinder

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  1. Finde es sehr gut mal aus Sicht einer Frau das zu lesen und das es Frauen gibt die sich dafür interessieren. Wenn ich an die Frauen in meinem Umfeld denke, die haben von fast nichts Ahnung wenn es um Geld/Finanzen geht. Wie sollen sie da ihren Kindern etwas beibringen? Aber das scheint ja oft eh grundsätzlich Fehlanzeige zu sein. Ist die Brut einmal gezeugt, verliert man schnell das Interesse. Dabei sind das kleine Menschen und kein Stoffpuppen.

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  2. Mit Kindern hat man meistens auch kein Geld, so kommen vielleicht die Kinder zu Geld😂 Wir sind 6 Geschwister, da konnten meine Eltern auch nicht mehr viel sparen.

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