Metal Cards – braucht man Metal?

Revolut oder N26?

Pauschal und für alle wird man diese Frage wohl nicht beantworten können. Nachdem aber nun endlich Revolut seine Metal Version herausgebracht hat, wir die Preise und Leistungen von beiden kennen und vergleichen konnten, ergibt sich ein klareres Bild.

Daher haben wir gedacht, wir greifen vorerst final für dieses Jahr das beliebte Revolut vs. N26 Thema nochmals auf und vergleichen nur die Metal Varianten miteinander. Wir wollen aber auch eine klare Meinung abgeben. Und da wir unabhängig sind, können wir das auch ganz offen tun.

N26 Metal & Revolut Metal

 

Braucht man Metal?

Bei N26 erhält man eine wunderschöne Metal Card, die für meinen Geschmack noch etwas wertiger als die von Revolut aussieht. Es ist aber natürlich reine Geschmacksache. N26 will 16,99 EUR im Monat für die Metal Mitgliedschaft und es gibt Stand heute nur eine monatliche Zahlweise. Damit ist das Angebot deutlich teurer als Revolut Metal, dass mit 12,99 EUR zur Buche schlägt, aber auch jährlich bezahlt werden kann, dann für 135 EUR.

N26 Metal bietet einen bevorzugten Kundenservice, dann vor allem aber pauschale Rabatte bei Partnern, eine Mietwagenversicherung, die aber nur den Eigenanteil reduziert und im Prinzip leicht aufgebohrte Leistungen gegenüber der N26 Black Variante.

Revolut Metal hat alle Vorteile, die Revolut Premium auch hat, dazu die Möglichkeit 600 EUR im Monat kostenlos abzuheben, einen Concierge Service und Cashback. Auf einem Extra Konto erhält man bei Zahlungen außerhalb der EU 1% Cashback, innerhalb der EU 0,1%. Das hat mit der EU Gebührendeckelung bei Kreditkartenzahlungen zu tun, bei Beschwerden bitte nach Brüssel wenden.

Die Währung des Cashbacks kann jede sein, inklusive von Kryptowährungen. Das ist wirklich ganz nett soweit. Auch bei Revolut wurden die Versicherungsleistungen aufgebohrt, nicht nur bei Metal. Wenn der Flug oder das Gepäck mehr als 4 Stunden verspätet ist, erhält man die Kosten für Kleidung, Medikamente und die Aufwendungen für Essen und Warten am Flughafen erstattet. Das ist ganz ok.

Wenn ihr euch die Versicherungen bei beiden, N26 und Revolut anschaut, dann ist es bei beiden nichts weltbewegendes. Weswegen man am Ende doch wieder bei den Funktionen landet, die man bei N26 Black oder eben Revolut Premium eh schon hat. Wegen den Versicherungen lohnt es sich weder den einen noch den anderen Anbieter zu wählen. Es sind die Zahlungsverkehrsfunktionen, die es aus machen.

Und das ist der Grund, warum aus meiner Sicht Revolut eindeutig besser ist. Revolut Metal setzt mit dem Concierge Service (kennt man von Amex Platin) und dem Cashback nun noch eines drauf. Die Hauptargumente aber bleiben:

  1. Revolut hat GLOBALE Turboüberweisungen. In meinem Test kamen selbst Zahlungen nach Japan oder Thailand am selben Tag an. Bestätigt wurde das auch noch per Mail. Die Ausführung und die Ankunft. Top.
  2. Bei Revolut bekommt man bei Premium und Metal kostenlose Kartenlieferungen innerhalb von 3 Tagen. Weltweit per Kurier. Wie in der alten Amex Werbung.
  3. Unlimitierte FX Wechsel zu Interbanken Rate. Die große Stärke von Revolut.
  4. Die 25 kostenlosen Währungskonten.
  5. Kryptowährungen: BTC, LTC, ETH, XRP, BCH
  6. Untereinander Geld in Echtzeit Beamen. 24/7 verfügbar
  7. Vaults: Unterkonten zum Sparen. (heisst bei N26 Spaces) Bei Revolut kann man es allerdings so einstellen, dass Beträge aufgerundet werden. Immer wenn man mit der Karte zahlt, werden also ein paar Cent auf einem Vault gespart.
  8. Die extrem guten Karteneinstellungen, auch wenn ich die von der Bunq Bank inzwischen fast besser finde.

 

Die große Stärke von Revolut bleiben die Währungen. Mit Revolut Premium ist man eigentlich schon perfekt bedient. Wer nun noch die Sahnehaube oben drauf möchte mit der Metal Card, dem Cashback und dem Concierge Service, der zahlt dann am besten jährlich die 135 EUR. Das sind 11,25 EUR im Monat.

N26 wird mit dem Preis für Metal wirklich zum reinen Lifestyle Produkt. Sie haben derzeit den Vorteil der Banklizenz und damit Debit Karten, statt Prepaid. Aber das ist nun auch nur noch eine Frage von wenigen Monaten, da die Banklizenz schon beantragt wurde.

 

Fazit: N26 als auch Revolut haben eine Metal Card und damit oberhalb der N26 Black oder dem Revolut Premium Kontenmodell nun noch ein Produkt im Angebot. Teuer sind beide Varianten aus meiner Sicht. Nachdem wir die beiden schon mehrfach getestet haben und aus einander genommen haben, kommen wir doch zu folgendem Schluss:

  • In der Basisversion bekommt man bei N26 mehr, wenn man in Deutschland lebt. Das liegt alleine schon daran, das man 5 Mal om Monat kostenlos an allen Automaten Geld abheben kann. Hier ist Revolut auf 200 EUR p.M. limitiert. Alleine dieser Vorteil spart eine Menge Gebühren. Ein Basiskonto bei N26 ist also nicht verkehrt.
  • In der Premiumversion der beiden, also N26 Black / Revolut Premium ist Revolut durch die Unmengen an Features deutlich besser. FX, Fremwährungskonten, Expresslieferungen der Karten.
  • In den Metalversionen ändert sich das nicht groß. Beide werden nochmal teurer, wobei N26 im Wesentlichen für vermittelte Angebote einfach Rabatte gibt. Die Metal Card von N26 sieht etwas nobler aus, ist aber Geschmacksache.

 

Empfehlung: Einen guten Weg geht man, wenn man Revolut Premium wählt und somit die Hauptvorteile von Revolut nutzt. Das kombiniert mit einem soliden Girokonto mit Kreditkarte ist ideal um das 3 Kontenmodel aufzubauen. Wer mag kann sich unser neues Fintech Bunq dazu auch noch anschauen.

Die Metal Versionen von beiden sind wirklich mehr Lifestyle, die Metal Cards machen Eindruck durch ihr Gewicht von ca. 18g. Ich habe hier noch ein paar Bilder beigefügt, um einen Eindruck von den Karten zu vermitteln, die wirklich schön sind.

Die Begeisterung für Revolut ist nicht weniger geworden. Aber zum jetzigen Zeitpunkt finde ich, dass beide Anbieter sich mit den Metal Konten hart an der Grenze bewegen. Die Produkte sind sehr teuer und die Vorteile sind aus meiner Sicht nicht im gleichen Umfang mit gewachsen. Eine Ausnahme wäre vielleicht, wenn man außerhalb der EU die 1% Cashback abstauben kann, dann wäre man schon mit 13.500 EUR Umsatz im Jahr kostenlos dabei. Spannend wird es sein, wenn Revolut seine Banklizenz erhält und die Trading Plattform startet. Während N26 viel vermitteltes Geschäft hat (Versicherungen über Clark, Anlage über mehrere Anbieter, Kredit P to P Plattform) macht Revolut vieles selbst. Daher warten wir mal ab was passiert, wenn sie noch mehr „dürfen“ als jetzt.

 

Hier die N26 Konten im Vergleich:

N26 Kontomodelle im Vergleich

 

Und hier die Revolut Kontomodelle im Vergleich:

Revolut Kontomodelle im Vergleich

14 Kommentare zu „Metal Cards – braucht man Metal?

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  1. Guten Morgen die Damen zusammen! Dieser Artikel hat, nicht zuletzt durch eine Verlinkung in einem weiblichen Portal, doch für mehr Aufmerksamkeit gesorgt. Und ich hätte es nicht gedacht, aber das Interesse an Metal Cards ist höher als gedacht. Ob das nun optische Gründe sind, weil die Karten gut in der Hand liegen, oder weil man mit diesen Karten gut ins Gespräch kommen kann, ich weiss es nicht. Jedenfalls werden wir mal an dieser Sache nun doch dranbleiben, wenn das Interesse so hoch ist. Wie gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass dies für Frauen ein Thema ist bei diesem Artikel. Wieder etwas gelernt. 😉

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  2. Wer in anderen Ländern (auch in der EU) mal in einem Supermarkt war, weiß wie rückständig man hier in Deutschland ist. Wenn ich hier bei REAL, EDEKA und wie sie alle heißen kontaktlos mit der Karte zahlen möchte (dauert genau 10 Sekunden bis ich den Kassenbon in der Hand habe) muss ich bei fast jedem Einkauf der verdutzen Kassiererin erklären, was genau ich vorhabe. Bei einem kleinen Laden in der Nähe steht das Kartenterminal für Kunden unerreichbar neben der Kasse (mit langem Kabel) und wird einem erst zur PIN Eingabe gegeben. Bislang ist es mir erst einmal gelungen, dass der Kassierer meine Karte tatsächlich nur dran gehalten hat. Ansonsten heißt es „Aha?“ und schwupps, wird die Karte reingeschoben – was unweigerlich auch bei Kleinstbeträgen zur PIN Eingabe führt und den Prozess enorm verlängert. Bei einem anderen Laden möchte eine Kassiererin die Karte immer unbedingt anschauen um das Geschlecht des Vornamens zu kontrollieren. Was genau das bringen soll ist mir schleierhaft. Mit den Metallkarten habe ich das Problem, das viele Verkäufer die Karte in der Hand haben(auch so eine Unsitte) und dann fragen, ob man damit wirklich zahlen kann. Einer musste erst fragen. Das ist Schland 2018. Ich werde es heute erstmalig mit dem Telefon versuchen und mal sehen, was dabei herauskommt.

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  3. Hi hi, diese ganze Metal Karten ergeben für mich wenig Sinn, habe den Eindruck es ist eher Marketing. Da gefällt mir Bunq besser und ich habe mich nun bei denen angemeldet. Die bunten Karten führen auch jedesmal dazu, dass ich gefragt werde was das ist. Das Kontensystem von euch ist genial und lässt sich eig nur mit Bunq schon mehr wie perfekt umsetzen. Sehr coole Seite btw

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  4. Danke für die coole Seite, die ehrlichen & guten Berichte. Freue mich wenn die Themen mehr werden und noch breiter augestellt, da ich gespannt bin was ihr zu anderen Sachen sagt. Versicherungen, Immobilien etc.

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  5. Sie sehen gut aus, die N26 fast noch schöner wie die Revolut, aber der Preis… Das haben Marketingfuzzies entwickelt- brauchen tut man das wirklich nicht. Ich freu mich auch eher suf das Zahlen mit Handy.

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  6. Bunq mit Revolut in der mittleren Variante(Premium), falls man das Auslandsthema hat, ansonsten vielleicht nur bunq? Jedenfalls sind die Metal Vatianten zu teuer und ich sehr zumindest für mich da keinen Mehrwert der den Preis rechtfertigt. Sobald wir mit dem Handy zahlen (Apple pay & ) ist das mit den Karten eh erledigt.

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  7. Da wäre dann die Frage ob die Schweiz sich diesem EU Gesetz auch angeschlossen hat wegen der Kartengebühren. Könnte ich mir gut vorstellen. Russland mit Sicherheit nicht😂

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    1. Das wäre ein plausibler Grund. Mit der Gebührendeckelung bei Mastercard und Visa wurden die ganzen Benefits für Karteneinsätze schlechter, 1 Meile für 2 EUR Umsatz, Avios über Barclaycard in DE eingestellt etc. Das betrifft private Karten, keine geschäftlichen.

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    2. Auch in der Schweiz sind die Interchange Gebühren gleich oder ähnlich wie in der EU. Russland und die Türkei sind nicht in der EU und haben hohe Interchange Gebühren, aber trotzdem zahlt Revolut nur 0,1% Cashback. Für mich nicht nachvollziehbar was sich Revolut dabei denkt.

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  8. Du schreibst „außerhalb der EU 1% Cashback, innerhalb der EU 0,1%“

    Das stimmt so nicht.

    Richtig ist: „außerhalb des Kontinents Europa 1% Cashback, innerhalb der EU 0,1%“

    Die Schweiz ist ein gutes Beispiel.

    Liegt im Herzen Europas und doch außerhalb der EU.
    Cashback in der Schweiz = 0,1%

    Vermutlich gibt es auch in Russland nur 0,1%.

    Liste der europäischen Nicht-EU-Staaten: https://bit.ly/2QkfbDo

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