News: Auswandern & Blackwater – Portfolio

Hallo liebe Follower, Leser, Sweet16 Mitglieder und Kunden. Ihr habt es vermutlich schon im Kalender gesehen, so nach und nach wird Blackwater.live erweitert und neue Themen kommen dazu. Uns fehlt ja auch noch einiges, aber nichts wird vergessen. Da dies heute kein reiner News Eintrag werden soll, erwähne ich nur ganz kurz, was ihr die nächste Zeit erwarten könnt und wie es weiter geht.

 

  • Zypern – Auswandern. Das wird ein großes Thema.
  • Blackwater – Portfolio. Wir wollen nicht den Index schlagen, aber die Bank.

 

 

Auswandern – warum ist das ein Thema?

Blackwater.live dreht sich um Finanzen. Unweigerlich merkt man, dass ist ein riesiges Thema. Nicht nur Sparen, Altersvorsorge, alternative Anlagen wie FX-Trading sind ein Thema, sondern das ganze Leben rund herum.

Die meisten von euch sind in Deutschland steuerlich ansässig, leben in Deutschland. Das hat seine Vor- und Nachteile. Wir wollen keine Anti – Deutschland Kampagne starten. Aber wir wollen ganz realistisch betrachten, welche Entwicklung hier auf uns zukommt. Natürlich kann die Welt vorher untergehen oder ähnliche Doom-Szenarien treten ein. Klar. Aber das ist kein Grund sich nicht realistisch mit der Zukunft zu beschäftigen, falls es eben anders kommt. „Future is a trickster“, wie es im Englischen heißt. Und wenn der Worst-Case Fall dann der ist, dass man 30 Jahre auf ein Doom-Szenario gewartet hat, ganz frei nach dem Gedanken: Ich brauche mich um das Alter nicht zu sorgen, die Welt geht eh unter, dann ist es schon etwas blöd, wenn sie nicht untergeht.

Was erwartet uns in Deutschland?

  • exorbitante Steuerbelastung
  • explodierende Sozialkosten
  • kultureller Wandel
  • Altersarmut

 

Das die Steuerbelastung jetzt schon gigantisch ist, sollte jedem bekannt sein. Nehmt eure Gehaltsabrechnung in die Hand oder schaut euch euren Steuerbescheid an. Ich will hier nicht alle Steuerarten aufzählen. Ihr zahlt Lohnsteuer, der Lohnsteuerspitzensatz beträgt 42%. Fast 10% der einkommensteuerpflichtigen Deutschen zahlen diesen, 4,2 Millionen Menschen. Dafür muss man nicht ein Riesengehalt haben, ein Single ist ab 54.000 EUR Bruttojahresgehalt dabei.

Ein Ehepaar ohne Kinder und einem monatlichen Einkommen von 4040 Euro zahlt 47 Prozent Steuern und Abgaben, eine Familie mit zwei Kindern und 6170 Euro monatlichem Einkommen 44 Prozent. Dazu kommen die Sozialabgaben.

Deutschland hat einer in schon 2016 veröffentlichten Studie der Industrieländerorganisation OECD zufolge die zweithöchste Steuer- und Abgabenlast aller Industrienationen. Für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener lag die Belastung 2016 demnach bei 49,4 Prozent des Arbeitseinkommens.

Dazu kommt die Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Zwangsabgaben wie GEZ und vieles mehr, verschiedene Schätzungen sagen, dass die direkte und indirekte Belastung bei 70% + liegt. Damit wird ein System finanziert, das rechnerisch zum Scheitern verurteilt ist.

Die Steuerbelastung auf Renten wird bis 2040 auf 100% steigen. Das heisst, eure Rente wird zu 100% steuerpflichtig sein, so wie es ein Gehalt heute ja auch ist. Daher stimmt die Aussage, dass die Renten nicht gesenkt werden. Brutto ist das auch nicht nötig. Aber die Steuern auf die Rente steigen, da eben der Anteil der Rente der versteuert werden muss steigt. Auf die Rente sind natürlich auch Sozialabgaben zu zahlen.

Ich will nicht zu weit ausholen, diese Informationen sind keine Geheimwissenschaften, sondern überall nachzulesen. Auch das nach heutigen Schätzungen mehr als 60% der Bevölkerung im Alter Flaschen sammeln darf, also von der Altersarmut betroffen ist.

Dazu nur ein ganz kleines Beispiel, um das zu verdeutlichen. Ein heute 35 jähriger, der einen Rentenbescheid erhält, auf dem ihm ausgewiesen wird, dass er 2000 EUR Rente bekommt, wird sich vermutlich freuen. Aus meiner Erfahrung als Banker weiss ich das. „Ach wie toll, 2000 EUR. Das reicht locker“.

Das stimmt natürlich nur, wenn er bis 67 durcharbeitet. Nur ist es eben so, dass dieser 35 jährige seine 2000 EUR Rente zu 100% versteuern muss (ab 2040) und darauf Sozialabgaben zahlen muss. Das wird, wenn er in Rente geht, so sein, wie wenn dieses Geld heute sein Bruttogehalt ist. Klar soweit?

Ok, dann gebt das mal bei Nettolohn ein. Was kommt raus? 1390 EUR. Und das ist optimistisch, denn ich bin davon ausgegangen, dass die Sozialabgaben bis dahin auf dem gleichen Stand bleiben.

 

Aber wir haben etwas vergessen.

  1. Gilt für den heute 35 jährigen die 67 Rente? Es wird schon von 70 Jahren gesprochen.
  2. Inflation. Nein, sie muss nicht hoch sein. 2% EZB Rate reicht schon.

Das mit den 67 lassen wir aussen vor, ich habe euch versprochen, kein Doom-Szenario. Aber die 2% Inflation rechne ich fairerweise mal nur auf 30 Jahre aus. Was kommt da raus? Seht selbst:

Blackwater.live - Inflation
Blackwater.live – Inflation

 

767,38!! EUR.

Das wird die Kaufkraft der Nettorente dann in 30 Jahre sein. Wenn ihr es nicht glauben könnt, gebt die 1390 EUR hier selbst in den Rechner ein: HIER.

Davon ist natürlich noch Miete zu zahlen oder Rücklagen zu bilden, wenn es die eigene Immobilie ist. Und Nahrungsmittel, Kleidung und und und.

Deswegen haben die Banken recht wenn sie sagen, Altersvorsorge ist ein MUSS. Stimmt. Nur bitte nicht mit Riester und Versicherungen. Denn Riester ist zu 100% steuerpflichtig wie die Rente auch und Versicherungen kosten euch ein Vermögen an Abschluss- und Vertriebskosten. (der Riester übrigens auch.) Riester & Co. sind nichts anderes, wie eine Subvention der Versicherungsindustrie durch den Staat. Maschmayer sei dank.

 

Kein Problem, oder?

Das ganze wird in einem Umfeld stattfinden, dass alles andere als einfach sein wird. Wir erleben einen starken kulturellen Wandel in Deutschland. Das muss nicht negativ sein, dass ist nun persönliche Geschmacksache. Daher beschreibe ich dies mal aus meiner Sicht:

 

Meine Frau hat eine andere Kultur und lernt schnell neue Sprachen. Wir überlegen uns aus persönlichem Interesse arabisch zu lernen. Wir haben einen gemischten Bekanntenkreis, Deutsche, Russen, Türken usw. Letztens waren wir Halay tanzen, ein kurdischer Volkstanz. Wir haben türkisch gegessen, uns mit Muslimen über Ihren Glauben unterhalten. Geht alles.

Warum erzähle ich das? Wir können das, es macht Spass, sorgt für Abwechslung. Aber wir machen das freiwillig. In Zukunft wird das ein MUSS sein. Und das kann vielleicht nicht jeder oder will vielleicht nicht jeder. Ich weiss, dies ist ein heikles Thema, aber es gehört dazu und ich muss es erwähnen. Auch mit diesem kulturellen Wandel wird nicht jeder klar kommen können und das hat nichts mit politischen Ansichten zu tun. Ihr wisst, da sind wir ganz neutral.

Ihr seht, eine Vielzahl vom Veränderungen kommen auf uns zu. Manche sind ein Problem, wie die Altersarmut und das Sozialsystem, andere können eines werden, wenn man mit den anstehenden Veränderungen der Gesellschaft nicht klar kommt.

 

Wie mit diesen Problemen umgehen?

Das wichtigste ist: NICHT ABLENKEN! 

Ignoriert das nicht. Es ist unausweichlich. Statt dessen ist es wichtig kreativ und unternehmerisch an die Sache heran zu gehen. Ihr müsst euer Schicksal selbst in die Hand nehmen und nicht darauf vertrauen, dass der Staat für euch sorgt oder das Schicksal es schon irgendwie gut meint.

Daher ganz konkret und das werden die Schwerpunkte von Blackwater.live sein:

  • Altersvorsorge: Baut Vermögen auf. Mit ETF’s, FX und sparen im Alltag. Wie werden wir nun immer mehr zeigen. Einen Plan gibt es schon mit Sweet16. Zu ETF’s und anderen Themen kommt demnächst einiges bei uns.

 

  • Wenn ihr könnt, setzt euch mit anderen Kulturen auseinander, lernt eine neue Sprache. Ich weiss, dass ist nicht jedermanns Sache. Aber wenn ihr könnt, macht es. Es verändert euren Blickwinkel auf die Welt und die Menschen. Das ist keine Floskel von Politikern, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, sondern echte persönliche Erfahrung. Die eigenen Probleme erscheinen mitunter gering, wenn man erzählt bekommt, was manche Menschen erlebt haben.

 

  • Oder: Wandert aus. Das ist ganz legitim. Dazu wollen wir bald mehr berichten.

 

 

Auswandern: Erste Gedanken

Kyrenia Castle view in Northern Cyprus

Diese Option gehört aus meiner Sicht ganz klar mit in die Planung. Dazu gibt es schon eine Menge Informationen, beispielsweise bei staatenlos.ch von Christoph.

Wir wollen uns dauerhaft und konkret mit Zypern beschäftigen und euch daran teilhaben lassen, da wir mit Zypern schon eigene Erfahrungen haben und dies vermutlich (Stand heute) auch für uns in Frage kommt. Wir werden euch daran teilhaben lassen. Daher starten wird demnächst hier mit dem ersten Zypern-Post.

Zypern ist ein sehr dynamischer Staat mit sehr niedriger Steuerbelastung, einem hervorragendem Krankenversicherungssystem und vielen Vorteilen für Unternehmen und digitalen Nomaden. Es ist einfach ein Unterschied ob ich, wenn ich im Jahr 100.000 EUR verdiene beispielsweise 12,5% Steuern als Unternehmer zahle oder eben 40%. Mal abgesehen davon, dass internationale Kapitalerträge von Non-Dom EU Bürgern in Zypern steuerfrei sind. Das aktuelle Steuerdeal ist für die nächsten 17 Jahre garantiert, um mal so einen kleinen Vorgeschmack zu geben.

Hier geht es nicht darum reich werden zu wollen, nicht darum einfach nur keine oder wenig Steuern zahlen zu müssen. Mein Ansatz ist ein ganz anderer: In Deutschland muss man eine Menge arbeiten und Geld verdienen, um netto überhaupt genug raus zu bekommen, um beispielsweise eine Familie zu ernähren oder ein halbwegs normales Leben zu führen. Kurz: Arbeit lohnt sich immer weniger. Ich kenne inzwischen genug Unternehmer, die versuchen nicht zu viel zu verdienen. Das muss man sich einmal vorstellen.

Bei Blackwater.live geht es nicht darum Politik zu diskutieren oder ein System zu verändern. Es geht um Eigenverantwortung, die einzige Art von Verantwortung auf die man sich verlassen kann, und darum das Beste aus den vorliegenden Daten zu machen. Das kann auf vielerlei Weise geschehen.

 

Blackwater Portfolio

Einige von euch wissen bereits eine Menge über ETF’s, darüber wie teuer Bankberatung ist und das was Lara, Salome und ich immer wiederholen: Kosten vermeiden, Kosten vermeiden!

Das ist das A und O in der Finanzplanung. Nun haben wir viele Blogger und Kollegen, die hervorragende Arbeit leisten, indem sie den Index schlagen, beispielsweise mit eigenen Aktiendepots. Oder sie empfehlen ETF’s, die zumindest die gleiche Rendite wie der Index haben.

Als Ex-Banker kenne ich aber nicht nur Menschen, zu denen dies 100% passt, die also sozusagen „risikobereit“ sein, für die Aktien genau das richtige sind.

Sondern es gibt eine große Anzahl von Menschen, die eher scheu sind, defensiv, nicht zu viel Schwankungen in der Geldanlage wollen. Und für diese ist es das falsche 100% in Aktien – ETF’s investiert zu sein und auch das Programm Sweet16 ist das falsche. Diese Menschen möchten entweder aufgrund der persönlichen Risikobereitschaft oder aufgrund ihrer Lebensumstände keine Anlage, die 40% oder sogar 50% Schwankung hat.

 

Aber was tun? Es gibt keine Zinsen. 

Hier kommt ein Portfolio ins Spiel. Früher hatte man einfach eine Anlage und die warf meinetwegen 4% Zinsen p.A. ab.

Blackwater.live - Portfolio
Blackwater.live – Portfolio

Wir wollen es griffig formulieren: Heute sind mehrere Anlagen eine Anlage.

Ein Kunde ist beispielsweise, sagen wir „risikoscheu“. Er verträgt nur maximal 10% Schwankung im Jahr. Mehr macht ihn unruhig und sorgenvoll. Es entspricht einfach nicht seiner persönlichen Risikoneigung.

Da es aber keine Zinsen mehr gibt, unser Kunde aber Wachstum auf sein Kapital benötigt, braucht er einen „Motor“, eine Anlage die ihm Wachstum bringt. Alleine für sich genommen, wäre diese Anlage völlig falsch. Beispielsweise eben Aktien. Denn unser Kunde ist ja „risikoscheu“.

Aber eingebunden mit anderen Anlagen in einem Portfolio sieht das ganze anders aus. Die Aktien sind nur ein Teil des ganzen Kuchens. Nehmen wir mal an, dieser Teil wären 25%. Also 75% der Anlagen sind genau das, was für unseren Kunden auch als Einzelanlage passen würde, sicher, ohne große Schwankung. Aber eben auch ohne großen Ertrag. Die Aktien sind eingebettet in diese Anlagen. Selbst wenn die Aktien sich in einem Crash nun halbieren, wie 2007/2008, so hat unser Kunde eine Schwankung von 12,5%. Haben wir ein ordentliches Aktienjahr, beispielsweise mit 10% Zuwachs, dann hat unser Kunde 2,5% Wachstum auf sein Gesamtportfolio.

Das ist nun ganz vereinfacht ausgedrückt, die Profis unter euch wissen das. Aber es hilft sich vorzustellen, wie man ein Portfolio bauen kann. Ich habe hier noch vieles unberücksichtigt gelassen, denn auch die konservativen 75% bringen keine 0% Ertrag und so ein Portfolio kann man auch noch mit Derivaten sichern. Wohlgemerkt sichern, nicht hebeln, wie es manche Bankprodukte machen, deren wahres Aktienexposure durch die Derivate locker doppelt so hoch ist, wie nur nach der Anlageklasse Aktien ausgewiesen.

Aber entscheidend ist, dass so ein Portfolio nicht mehr wie zwischen 0,1- 0,4% im Jahr kosten muss und keine 2% p.A. + Ausgabeaufschläge bei einer Bank und einem Verkäufer, der einem noch 2 Mal im Jahr etwas neues dazu verkaufen will.

Wir wollen bei Blackwater.live eigene Portfolios starten, aufzeigen wie wir das machen. Uns geht es nicht darum den Index zu schlagen. Wer das aber gerne möchte, darf sich auch an uns wenden, wir haben einige Kollegen, die dies regelmäßig machen, wie beispielsweise Christian Thiel. Er ist hervorragend darin und sein Wikifolio ist bekannt.

Die Portfolios, die wir aufbauen und erklären, sind eigentlich typische Bankportfolios, nur ohne deren exorbitante Kosten, da wir dies mit ETF’s umsetzen. Wir zeigen die jährlichen Wertentwicklungen auf und jeder kann dies auf unserer Seite dann einfach nachvollziehen. Starten wollen wir per 01.01.2019 damit offiziell.

So, nun wurde der Post etwas länger als gedacht, aber jetzt wisst ihr, an was wir so arbeiten und was euch in Zukunft noch erwartet. Wir sind mit Konten gestartet, haben unseren FX Service eingebaut und wollen nun auch anderen Bankthemen erklären und abdecken.

 

 

27 Kommentare zu „News: Auswandern & Blackwater – Portfolio

Gib deinen ab

    1. Steuern zahlen, Bargeld, morgens im Bademantel vor dem PC sitzen und weltpolitische Artikel mit eigener Erfahrung kommentieren und Lösungen zu globalen Fragen aufzeigen, seinen Nachbarn hassen weil er ein besseres Auto hat.😂😂

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  1. Jedes Jahr verlassen viele tausende Menschen Deutschland, ich meine es wären um die 100.000 und dazu auch noch recht qualifizierte, u.a. Akademiker. Das ist schon ein grosses Thema. Die Frage die sich mir da stellt ist, warum machen die das? Und da scheinen Steuern schon ein grosses Thema zu sein. Man darf hier nicht nur die Lohnssteuern nehmen. Laut BMF wäre übrigens der Grenzsteuersatz bei dem Pärchen mit 100.000 EUR bei knapp 40%. In der Spitze ihrer Steuerbelastung gehören die also schon zu den Top Verdienern in Deutschland, was für mich ganz andere Fragen aufwirft. Aber wenn man die ganzen indirekten Steuern und das ausufernde Sozialsystem sieht, dann gebe ich dem Autor schon recht, zumindest bringt es mich zum nachdenken. Aber es spielen sicherlich auch andere Dinge in den Auswanderungswunsch mit rein. Lebensqualität, Jobs und selbst die Mentalität hier ist nicht jedermans Sache. Es bleibt eben eine individuelle Entscheidung. Schön ist es, dass dank der EU so eine Auswanderung ja nicht so unwägbar oder unmöglich ist, sondern eine echte Option. Für den einen ist ein grosser Sozialstaat das bessere Zuhause, der ihm auch vieles abnimmt, der andere ist eher eigenverantwortlich besser aufgehoben und kann sich da entfalten.

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    1. „Für den einen ist ein grosser Sozialstaat das bessere Zuhause, der ihm auch vieles abnimmt,” Der ihm vor allem das Denken abnimmt😂 Dieser Staat ist doch mehr und mehr das zu Hause von Menschen, die ohne ihn gar nicht leben können. Ich will das gar nicht schlecht reden, es ist erst einmal ein Zustand, den man beobachten kann. Die Wertung überlasse ich anderen.

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  2. Ein offensichtlich emotionales Thema, da viele Menschen ihren Lebensentwurf in Frage gestellt sehen. Das scheint auch der Kern der Kritik zu sein und dagegen wird der Autor nichts machen können, egal wie er es verteidigt. Es gibt auch Menschen die Kuba und Nordkorea gut finden und Argumente dafür finden. Selbst beim dritten Reich fanden Menschen das gut. Also soll doch jeder glücklich werden wie er es mag. Die einen im schönen und teueren Deutschland, mit der guten Polizei und den neuen Strassen, die anderen auf Zypern. Ist doch okay Leute. Habt einfach Freude am Leben!

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  3. Hallo,
    oben heißt es:
    „Ein Ehepaar ohne Kinder und einem monatlichen Einkommen von 4040 Euro zahlt 47 Prozent Steuern und Abgaben, eine Familie mit zwei Kindern und 6170 Euro monatlichem Einkommen 44 Prozent. Dazu kommen die Sozialabgaben.“

    Ich bin neugierig wie du auf die Steuersätze von 47 und 44% kommst? Soli und Kirchensteuer?

    Im Allgemeinen ist zu beachten, dass zB der erwähnte Spitzensteuersatz („Grenzbelastung“) für jeden Euro oberhalb der jeweiligen Grenze gilt. Darunter gilt ja der progressive Steuersatz, heißt, der durchschnittliche Steuersatz ist der reale Steuersatz auf das gesamte Gehalt. Klingt dann am Ende nämlich etwas weniger dramatisch 🙂

    Grüße,
    Malte

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    1. Hallo Malte, Du hast recht. Das war eine alte Angabe vom Spiegel. Ich hab mal geschaut. Der Spitzensteuersatz lag in DE sogar mal bei 56%. Es geht also aufwärts mit der Nation. Merci für Deinen Beitrag, aktuell sieht es so aus: In Deutschland zahlen rund vier Millionen Einwohner den Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Er wird ab einem jährlich zu versteuernden Einkommen von 53.666 Euro fällig. Also Entwarnung 😂 In den meisten anderen Staaten dieser Welt ist diese Grenze viel höher. Vermutlich liegt dies daran, dass wir die besten Strassen der Welt haben und die beste Polizei, das muss alles bezahlt werden. 😂 Ne Spass beiseite… jeder weiss selbst seine Schlüsse zu ziehen im Land der Freiheit und des Wohlstandes und der Sicherheit. Aber es ist wirklich nicht so dramatisch und ich denke am Ende wird alles gut.😂😂😂

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    2. Für die, die das anders sehen wollen wir Lösungen aufzeigen, auch innerhalb Europas. Warum soll man nicht die Vorteile der EU nutzen, zB Freizügigkeit. Ob man nun 42% Steuern zahlt oder nur 12,5%, das sind bei 100.000 EUR ein GAP der so gross ist, dass man davon leben kann. Zu zweit. Sozialabgaben noch nicht mal erwähnt. Nicht jeder sieht DE am unter gehen, aber man kann sich ja dennoch für ein anderes EU Land entscheiden. Und das ist wirklich klasse. Ein Hoch darauf!

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      1. Mein Kommentar bezog sich nicht auf den Kontext des Blogposts sondern ausschließlich auf die Herkunft des genannten Steuersatzes. In der Angabe von Spiegel/Handelsblatt sind die Sozialabgaben (dort nur Abgaben genannt) mit drin. 44/47% ist aus Steuern/Sozialversicherung zusammengesetzt.

        Bei 100k zahlt man zu zweit auch hier bei weitem keine 42% Steuern 🙂

        Zum Artikel selbst:
        Leben und leben lassen, sehe ich genauso 😉

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      2. Merci für deinen Post und die Infos, sowas bereichert einen Blog/Forum immer und bringt Leben rein. Und mich bringt es auf eine Idee für einen neuen Beitrag. 😊Wir sind ja kein Auswanderer Forum, aber es scheint vielen doch wichtig zu sein und da es heute einfach den je möglich ist(zumindest in der EU), ist es wohl auch eine realistische Option.

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  4. Hallo, in obigem Beitrag schreibst Du:

    „Das stimmt natürlich nur, wenn er bis 67 durcharbeitet. Nur ist es eben
    so, dass dieser 35 jährige seine 2000 EUR Rente zu 100% versteuern muss
    (ab 2040) und darauf Sozialabgaben zahlen muss. Das wird, wenn er in
    Rente geht, so sein, wie wenn dieses Geld heute sein Bruttogehalt ist.
    Klar soweit?

    Ok, dann gebt das mal bei Nettolohn ein. Was kommt raus? 1390 EUR. Und
    das ist optimistisch, denn ich bin davon ausgegangen, dass die
    Sozialabgaben bis dahin auf dem gleichen Stand bleiben.“

    als Rentner zahlt man ja von seiner Rente nicht „Sozialabgaben“ wie ein
    Arbeitnehmer, sondern nur Kranken- und Pflegeversicherung … also ca.
    8,5% gegenüber ca. 20% Abzüge …

    „Aber wir haben etwas vergessen.

    2. Inflation. Nein, sie muss nicht hoch sein. 2% EZB Rate reicht schon.“

    die Rente wird jedes Jahr erhöht und gleicht die Inflation zumindest zum
    Teil aus … in den letzten Jahren lagen die Zuwächse sogar häufig über
    der Inflationsrate …

    Es sieht also nicht ganz so „schlimm“ aus, wie berechnet …

    Die Grundaussage, daß man zusätzliches Einkommen benötigt, stimmt
    natürlich …

    Gruß,

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    1. Hi, da hast du recht, wenn der Rentner nicht nebenher für mehr als 450 EUR arbeitet, zahlt er dann nicht Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung ein.

      Bei der Inflation ist das so eine Sache. Die Bruttorenten steigen, die Nettorenten sinken aber wegen dem Anstieg der Bemessungsgrundlage bis 2040. Das muss rechnerisch auch so sein, weil das System sonst noch schneller an die Wand fährt. Es ist rein durch Umlage finanziert und jeder kennt glaube ich die Rechnung, das in Zukunft immer mehr Rentner auf immer weniger sozialversicherungspflichtige Erwerbstätige kommen. Der Haushaltsposten Soziales hat jetzt schon einen Anteil von 30% im Bundeshaushalt. Das bei dem grössten Haushalt den wir je hatten durch den Wirtschaftsboom. Die Politik rechnet sich das langfristig schön.

      Also ganz klar, man muss etwas tun und das ist das, wozu ich ja immer motivieren will.
      Und es gibt mehrere gute und gehbare Wege.

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      1. „Da hast du recht, wenn der Rentner nicht nebenher für mehr als 450 EUR arbeitet, zahlt er dann nicht Arbeitslosversicherung und Rentenversicherung ein.“

        auf den Rentenbetrag aber auch dann nicht …

        „Bei der Inflation ist das so eine Sache. Die Bruttorenten steigen, die Nettorenten sinken aber wegen dem Anstieg der Bemessungsgrundlage bis 2040. Das muss rechnerisch auch so sein, weil das System sonst noch schneller an die Wand fährt. Es ist rein durch Umlage finanziert und jeder kennt glaube ich die Rechnung, das in Zukunft immer mehr Rentner auf immer weniger sozialversicherungspflichtige Erwerbstätige kommen. Der Haushaltsposten Soziales hat jetzt schon einen Anteil von 30% im Bundeshaushalt. Das bei dem grössten Haushalt den wir je hatten durch den Wirtschaftsboom. Die Politik rechnet sich das langfristig schön.“

        Im Prinzip ja, es gibt aber auch Ökonomen, die darauf hinweisen, daß es
        außerdem noch den Faktor „Produktivität“ gibt … sprich, wenn weniger
        Einzahler jeweils mehr verdienen, können sie auch mehr Rentner
        finanzieren …

        Habe den Nettobetrag mal nachgerechnet:

        Bei € 2.000,- Rente im Monat bleiben „netto“ (nach Abzug von Kranken-,
        Pflegeversicherung und Steuern) noch € 1.579,-

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      2. „Bei € 2.000,- Rente im Monat bleiben „netto“ (nach Abzug von Kranken-,
        Pflegeversicherung und Steuern) noch € 1.579,-“

        Jetzt bleibt natürlich die Frage offen, was die 1579 EUR dann an Kaufkraft haben, sprich ist es die Hälfte, wie bei der 2% Inflationsannahme oder nicht. Und hier kommt es natürlich auch auf eine eigene Einschätzung an, die jeder für sich treffen muss. Wie verändert sich meine Heimat, macht es Sinn zu bleiben oder nicht, wie baue ich Vermögen auf und all die Themen die da mit daran hängen.

        Da können wir mit Blackwater.live auch nur unsere Einschätzung abgeben und einen Weg aufzeigen. Aber klar, wir wissen, dass Internet lebt von der Vielfalt der Ansichten und Lebensweisen. Daher vielen Dank nochmals für den super Beitrag „R“!!

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    2. Schwierig, ich wollte mich jetzt auch nicht auf den Staat verlassen und denke, man muss selbst schon einiges tun um später nicht von Altersarmut betroffen zu sein. Und arbeiten bis 70? Wie soll das gehen? Mit 50 gibts schon Probleme. Also je früher man anfängt sich etwas aufzubauen, desto besser…Es gibt auch eine Menge Länder die interessant sind…

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  5. Zitat: „Ich brauche mich um das Alter nicht zu sorgen, die Welt geht eh unter, dann ist es schon etwas blöd, wenn sie nicht untergeht.“ Hat mich sehr zum Lachen gebracht, trifft es aber auf den Punkt. Alle leben dieses du-lebst-nur-ein-Mal Leben, wer weiss ob ich morgen sterbe. Und dann sterben sie doch nicht und die Welt dreht sich weiter. Gut geschrieben!

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  6. Hallo! Also mir macht die Zukunft schon Angst und Sorge und meistens verdränge ich das. Da aber immer mehr Blogs darüber berichten und auch grosse Seiten, ist es wohl wie es ist. Und ist ist inzwischen auch kein Geheimnis mehr. Ich danke euch für die Information, aber auch für die konstruktive Lösung. Es wird wohl so sein, dass ich im Alter nicht in DE lebe. Eine 27 jährige

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    1. Hallo Lisa, danke für deinen Kommentar. Mit 27 stehen dir sehr viele Möglichkeiten offen. Und es macht Sinn, sich mit neuen Wegen zu beschäftigen. Wenn du an das Alter denkst, dann kannst du über Rollatoren nachdenken, wie der Blick aus dem Zimmer des Altenheims ist, oder eben wie es ist, gute mediterane Luft zu atmen und die Sonne auf der Haut zu spüren. Du hast es jetzt in deiner Hand. Mit 27 hast du den Zeitfaktor voll auf deiner Seite und brauchst keine alzu grossen Sorgen zu haben. Vermögensaufbau und neue Wege gehen sollten bei dir ganz vorne auf der To do Liste stehen und das macht wirklich Spass.

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    1. Sehr gerne, das ist an sich ein Riesen Thema für die meisten Menschen in Deutschland und darüber mal ganz unaufgeregt und neutral zu schreiben nicht verkehrt, zumal jeder seine individuelle Lösung dafür finden muss und kann. Den Kopf in den Sand zu stecken ist der schlechteste „Plan“. Und es gibt auch innerhalb der EU viele nette Fleckchen. 😉

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