Forex und CFD Trading

Forex und CFD Trading für Einsteiger – als ich diesen Artikel geschrieben habe, war ich mir der großen Verantwortung bewusst. Und das wird sich nicht allzu schnell ändern. Mir ist klar, dass Blackwater.live eher eine Nische ist, da Forex (FX) und CFD Trading für die meisten Menschen im deutschen Sprachraum zu exotisch ist oder gar gefährlich. Viele haben irgendwelche Horrorgeschichten gehört. Ich möchte damit etwas aufräumen, aber ohne Risiken zu relativieren.

 

Risk comes from not knowing what youre doing. – Warren Buffet

 

Warren Buffet sagte also, das Risiko davon kommt, dass man nicht weiss was man tut. Und das stimmt nicht nur, dass ist sogar ein weit verbreitetes Problem. Als Beispiel möchte ich euch einfach einmal meine Erfahrungen mit Menschen in den letzten Monaten berichten, gerade wenn es um CFD’s und Bitcoins ging. Zieht selbst eure Schlüsse daraus:

 

Kryptowährungen gibt es schon eine ganze Weile und auch mehr, als nur den Bitcoin. Als der Bitcoin durch die Bildzeitung und andere immer mehr gehypt wurde, ging der übliche Effekt los, den ich zynisch als Rattenfängerei bezeichne. Jeder wollte dabei sein. Instagram Posts tauchte auf mit sagenhaften Reichtum. Typen mit zwei und mehr schönen Frauen tauchten auf, Party auf dem Boot. Ein anderer postete von Thailand aus. „Vorher habe ich im Baumarkt gearbeitet, nun lebe ich in Thailand„.

Ende 2017 war ich auf einer kleinen Party eingeladen. Dort kam das Thema auch auf. Der erste sprach mich an und meinte, damit kann ich doch meine Altersvorsorge aufbauen. Sein Püppchen von Frau meinte, in der Firma nehmen Kollegen Kredit dafür auf und haben schon X Prozente gemacht. Mit Bitcoin werden wir reich. Was den Vogel dabei abgeschossen hat, da waren Banker dabei! Ja genau die, die dem Kunden die tolle Finanzplanung machen und der „kompetente“ Ansprechpartner vor Ort sind.

Aber was denkt ihr, was meine Antwort war?

Ich sprach von reproduzierbaren Erfolgen, davon, dass es Risikomanagement bedarf, von der 2% Regel (niemals mehr als 2% pro Trade riskieren). Ich habe Bitcoin nicht per se verteufelt. Aber Bitcoin zu traden erfordert die gleichen Maßnahmen wie sonst auch im Trading.

 

 

Denkt ihr, dass wollte einer hören?

Als ich das erklärte, sah ich die Gesichter nach und nach weniger gierig aussehend. Die weibliche Zunft war gleich wieder bei kosmetischen Themen, die Jungs meinten, ach ne, das ist zu kompliziert.

Ich will weiter gar nicht darauf eingehen. Aber diese Geschichten wiederholen sich immer und immer wieder. 2000/2001 hatten wir das mit Aktien, später CFDs, dann Forex, dann Bitcoin und wer weiss was morgen kommt. Sobald ein Thema in die breite Öffentlichkeit kommt, wollen alle dabei sein. Und wenn zumindest sehr viele dabei sind, passiert das, was immer passiert: Die Big Player machen Kasse. Übrigens, wo steht der Bitcoin heute? (02.10.2018)

Der Typ, der auf Instagram aus Thailand postete war später mit weniger freudigem Gesicht auf seinem durchgesessenen Sofa in NRW wieder zu sehen und seine schicke Plastikfreundin weg.

Dabei liegt es nicht einmal daran, dass die sogenannten Big Player so super Nerds sind. Viele sind einfach Menschen, die eben traden und nicht zocken. Und Trading hat Regeln zum Thema Risikomanagement, Zeit und vieles mehr.

Ich habe geschrieben, dass es vor dem Bitcoin andere Hypes gab. Verdient denn heute keiner Geld mit Aktien, CFDs, Forex & Co.? Doch klar. Aber da wird eben nicht mehr viel drüber geredet. Die breite Öffentlichkeit, zumindest der Teil, der von den Massenmedien und auch sozialen Medien gesteuert ist, ist wie ein kleines Kind zu sehen. Permanent braucht es Schlüsselreize um zu stimulieren und die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Und schnelle Themenwechsel. Und klar, es muss einfach sein.

 

Risikomanagement, Ausdauer, Geduld? Bäh, kompliziert und das lange warten. Will ich nicht.

Tolle Frauen, dicke Autos, reich über Nacht? Ja, das will ich!

 

Und wieder wird ein Schaf geschlachtet. Aber es ist halt auch ein besonders dummes, dass muss ich hinzufügen. Und so schnappt Falle um Falle zu.

Ich hatte an dieser Stelle auch schon einmal geschrieben, dass ich dies bei dem ETF Thema ähnlich sehe, auch wenn hier nicht sofortiger Reichtum versprochen wird. Aber immerhin die Rente mit 40. Werden Leute mit 40 in Rente gehen, weil sie ETF’s besparen? Ich glaube schon. Aber die große Mehrheit die dies tut, wird im nächsten Crash aussteigen und danach vielleicht einen Riester abschliessen. Ich will nicht zynisch sein, aber es fällt schon manchmal schwer nach 15 Jahren Finanzindustrie. Aber was ich dem entgegen setze sind Posts wie der heutige, meine lieben Leser. Und das ihr diesen Post lest, dass stimmt mich dann für einen Teil wieder positiv. Daher will ich wiederholen, wie Forex und CFD Trading funktioniert.

 

Egal ob man also Forex, sprich Währungen oder eben Aktien CFD’s tradet, man geht wie folgt vor:

 

  1. Ich nehme den Teil von meinem Vermögen, denn ich riskieren kann. Man nennt das auch Risikokapital. Ich muss mich innerlich von diesem Geld verabschieden.
  2. Ich suche mir einen echten ECN Broker? Warum? Lest HIER in einem extra Fenster nach. Falls ihr das nicht lesen wollt, mach ich es kurz: Die meisten Broker handeln gegen euch und eurer Verlust ist ihr Gewinn. Ihr werdet gemolken.
  3. Ich brauche eine langfristige Strategie. Alles unter einem Jahr ist unrealistisch. Entweder entwickle ich diese Strategie selbst, oder ich kaufe sie ein. Mehr dazu später.

 

 

Strategie

Eine Strategie beinhaltet Risikomanagement, ein festes Ziel und einen Weg auf dieses Ziel hin. Ich kann diese selbst erarbeiten, Charts lesen lernen, die Märkte studieren und mehr, oder aber ich kaufe diese Strategie.

Die Strategie, die Blackwater.live anbietet, ist langfristig ausgerichtet. Immer wieder betone und erkläre ich warum. Wir betreiben kein Casino und zocken nicht. Wir riskieren immer einen kleinen festen Prozentsatz unseres Kontos für einen Trade. Wir traden auf der Zeitachse die Statistik. Das bedeutet, dass wir auf Jahressicht mehr gewinnen, als verlieren. Und das gilt es durchzuhalten. Und ergibt sich einmal kein klares Bild, dann sitzen wir das ganze auch einmal aus, so wie gestern Abend übrigens.

Jede Vermögensaufbaustrategie setzt auf den Zinseszinseffekt. Gewinne werden also auch weiter angelegt. Dieser Effekt ist so mächtig, dass er wohl schon als das 8. Weltwunder bezeichnet wurde. Schauen wir uns folgendes an:

Jemand spart in einen S&P500 ETF über 30 Jahre jeden Monat 100 EUR rein. Die durchschnittliche Wertentwicklung lag bei 6% p.A. Es gab also gute und schlechte Jahre, aber im Schnitt waren es 6%. Was kommt dabei heraus?

 

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Ihr seht es: 97.953,09 EUR. Ich habe die geringen ETF Kosten von ca. 0,1% im Jahr mal aussen vor gelassen, die meisten FinanzBlogger rechnen im Schnitt auch nicht mit 6% p.A., sondern mit bis zu 9% p.A.

Es braucht in jedem Fall Zeit und damit Geduld. Und die 6% p.A. sind eine durchschnittliche Wertentwicklung. Es wird Crashs geben, mit -40%. Es wird Jahre geben, manchmal mehrfach in Folge, mit 20, 30, 40% Gewinn. Das muss man emotional durchhalten.

 

 

Forex 

Bei Forex ist das nichts anderes. Nur wie ich immer sage, passiert das, was man auf den Aktienmärkten im Jahr erlebt, hier im Monat. Und manchmal sogar wöchentlich. Also alle Höhen und Tiefen die es gibt. Und das liebe Leser, dass muss man erst einmal aushalten können. Daher sollte man nur reines Risikokapital einsetzen. Geld, welches man verlieren kann und an das man keine emotionale Bindung hat.

Wie sehen denn Forex Ergebnisse aus? Nun, wenn man sich so im Netz umschaut, bekommt man unterschiedliche Ergebnisse. Zweifellos waren die Jahre vor 2008/2009 die besten, mit monatlichen Erträgen von 20% und mehr. Das gab es wirklich. Aber nie vergessen, dazu muss auch etwas riskiert werden. Und man muss es psychologisch aushalten können ohne Psychopharmaka.

Mit der 2 % Regel sind aus meiner Sicht und Erfahrung im heutigen Forex Markt auf täglicher Basis ca. 10% im Monat erzielbar, mit länger laufenden Swing Trades die Hälfte. Es kann mehr oder weniger sein. Mit dem Sweet16 Modell erzielen wir am Start auf einen höheren Ertrag ab, durch ein spezielles Risiko Modell. Mit wachsender Kontogröße reduzieren wird das Risiko dann.

Das hört sich nicht nach tollen Frauen und dicken Autos an, ich weiss. Aber ist es nicht vielleicht besser, sein Geld nicht in Mädels und Autos zu investieren, sondern in sich selbst? Oder -und das ist die Kür- vielleicht sogar anderen helfen zu können?

Ich weiss, dass ich im Bereich Forex/CFD/Krypto und Co. damit ein Outlaw bin. Ich verstosse gegen deren Gesetze, zumindest die des Mainstreams, die nun sagen, ich bin spiessig, zu vorsichtig und was weiss ich noch. Aber schaut mal:

Blackwater.live - Sweet16

Mit einem Kapitaleinsatz von 5.000 EUR lassen sich innerhalb von 31 Monaten ebenfalls knapp 100.000 EUR erzielen. Selbst wenn es doppelt so lange dauern würde, wäre das Ergebnis immer noch hervorragend.

Der ETF Sparplan im Vergleich hat einen Kapitaleinsatz von 36.000 EUR und benötigt 30 Jahre!

 

 

Seht ihr, was der Kern dieser Überlegung ist?

Beides braucht Geduld. Beides braucht Ausdauer.

Blackwater.live - Geduld und Ausdauer
Kein Investment der Welt wird einen über Nacht reich machen. Es braucht immer Geduld, Ausdauer und einen langen Atem.

 

Beides ist Vermögensaufbau. Es sind zwei unterschiedliche Anlageklassen.

Beides wird Höhen und Tiefen haben, gute und schlechte Zeiten. Aber wir wissen, dass es funktioniert. Nur ist die Frage, ob wir es durchhalten. Oft werde ich gefragt, wenn das so ist, warum macht es dann nicht jeder?

Heute will ich diese Frage wieder beantworten. Erstens, habt ihr am Anfang des Posts gesehen, wie viele aus der „Gruppe Jeder“ denken. Jeder ist die Masse und mal offen gefragt, war das schon jemals das richtige, was die Masse der anderen macht? Überlegt selbst.

Auch die „Gruppe Jeder“ weiss übrigens inzwischen, dass man mit ETF’s Vermögen aufbauen kann. Und 100.000 EUR sind doch nicht schlecht mit 100 EUR Sparrate, oder? Warum machen die das nicht alle?

 

Antwort:  Weil sie abbrechen aus Ungeduld, abbrechen wenn die Börse crasht, weil ihnen der Wille und der Biß fehlt etwas durchzuziehen. Was sie oft machen, ist von einem supererfolgreichen Versicherungsvertreter sich eine maßlos überteuerte Fondspolice verkaufen zu lassen. Oder einen Riester abschliessen, weil es ja tolle Förderung gibt. (die komplett von den Kosten aufgefressen wird)

Das nennt sich Zwangssparen. Einen ETF Sparplan kann man jederzeit auflösen, die Versicherung und den Riester, dass ist schon schwerer und kostet richtig.

Bei Forex mit einem Trading Plan ist es das gleiche. Es macht aus den gleichen Gründen nicht jeder: Es ist Psycho Business und wenn man es nicht durchhält, bricht man eben ab.

Schwierige Zeiten, in denen es nicht so läuft, sind immer Zeiten, in denen Menschen ihre Meinung ändern. Auch wenn sie das faktisch alles vorher wussten, wussten das es diese Zeiten gibt und das diese Zeiten „Part of the Game sind“. Und ich denke, dass wird sich auch dieses Mal wiederholen.

Eine ruhige See macht noch keinen guten Seemann!

Ich hatte es erwähnt, das Marktrisiko ist da und es wird größer:

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Bildquelle: Bloomberg

 

Christine Lagarde vom IWF hat dieser Tage die Aussage getroffen, dass die Risiken in den Märkten immer klarer und deutlicher werden, um es mal frei zu übersetzen.

Das will natürlich keiner hören, schon gar nicht der Finanzvertrieb und Co. Und das ist kein Signal auszusteigen (außer aus überteuerten Fonds), sondern sich zu überlegen, was kaufe ich nach dem Crash.

Aber vorher ist noch eines Wichtiger, egal welchen Weg ich im Vermögensaufbau gehe:

Werde ich den absoluten Willen und Biß haben es durchzuziehen? Will ich ein Vermögen zur Altersvorsorge aufbauen, habe ich die Geduld dafür? Bin ich bereit neue Wege zu gehen? Bin ich bereit anders als die Mehrheit zu handeln?

 

 

„Manche Menschen würden eher sterben als nachzudenken. Und sie tun es auch.“

Bertrand Russel

 

Blackwater.live im Oktober 2018

Zu unserem FX Programm Sweet16 geht es HIER.

3 Kommentare zu „Forex und CFD Trading

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  1. Es gibt so viele gute Beispiele von Menschen die gezeigt haben, bevor man an der Erreichung eines Ziels scheitert wegen Anderen, Umständen oder Fehlern, scheitert man an sich selbst. Insofern kann ich diesem Post nur zustimmen.

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  2. Die meisten Menschen wollen nur die Vorteile haben, die die Arbeit von anderen bringt, aber nicht die Arbeit selbst. Sie sehen nicht die Zeit und die Mühe die Erfolg kostet. Es ist doch wie beim Abnehmen auch. Am liebsten schlank über Nacht.

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