McDonalds und das Banking

Heute wollen wir uns gedanklich in eine andere Welt hinein versetzen und lernen, was wir für unser Banking daraus ableiten können. Es ist die Welt von McDonalds, die Gründe für den Erfolg dieses Unternehmens.

Jeder von euch, der hier liest, kann sich gerne einmal gedanklich in einen Zeitpunkt in seiner Kindheit hinein versetzen, bei dem er sich erinnern kann, wie er mit McDonalds in Berührung kam und welche Gefühle er damit verbindet. McDonalds versteht es perfekt schon Kinder positiv auf die Marke zu konditionieren. Bei mir war es immer der Vanille Milchshake und die Cheeseburger, später der BigMäc, der aus meiner Sicht von seiner Sauce lebt und der für den Fast Food Burger schlechthin steht. Ab und an gehe ich heute noch gerne zu McDonalds, vor allem in den USA. Man sollte es nur nicht übertreiben.

Das aus McDonalds jemals ein multinationaler Megakonzern wird ist schon eine beeindruckende und erstaunliche Geschichte der modernen Wirtschaft. Am 15. Mai 1940 gegründet, ist McDonalds mit einem Gewinn von 5,4 Milliarden USD auf Platz 241 der weltgrößten Unternehmen. (Geschäftsjahr 2017, Forbes Global 2000)

Ein Imperium aufgebaut auf Burger. Wer über McDonalds nachdenkt, muss über Burger nachdenken. Hier ist die Herkunft nicht klar. Klar ist nur, dass der Hamburger ein einfaches Essen ist. Fleisch zwischen zwei Brötchenhälften mit etwas Tomaten, Salat, Zwiebel, Sauce, wie es beliebt. Burger sind schnell und einfach zu machen und lecker.

Je einfacher ein Rezept ist, desto wertiger müssen die Zutaten sein um ein perfektes Ergebnis zu erzielen, so sagt man in Italien, einer Hochburg der Kulinarik.

Nichtsdestotrotz entstammen Hamburger der gleichen Denkweise, wie viele andere beliebte Fast Food Gerichte. Pizza, Döner und Fallaffel – einfach und unkompliziert.

 

 

Das Prinzip „denke arm“

Freunde von mir erklärten mir dies bei der Nachfrage nach einigen Rezepten aus anderen Regionen dieser Welt. Sie sagten, „du musst arm denken“, dann kommst du hinter die Geheimnisse vieler alter Rezepte, da die Menschen in der Vergangenheit oft wenig hatten. Hinter diesem Prinzip steckt auch, dass es einfach ist, weil es nur wenige Zutaten gab. Es ist schon amüsant, dass ausgerechnet die Sterneküche heute sagt, dass die meisten Spitzengerichte aus nur drei dominierenden Zutaten bestehen.

Merkt ihr was?

Wenn ihr bis hierher gelesen habt ist es gut, denn nun kommt der wichtige Teil für uns. Denn diese Grundsätze lassen sich auch auf andere Gebiete anwenden. Das Banking und die Geldanlage.

„Denke arm“ bedeutet beim Kochen: Einfach, wenige Zutaten, günstig, leicht umzusetzen und man wird satt. Mehr braucht es nicht.

„Denke arm“ in der Geldanlage und im Banking bedeutet: Einfach, wenige Finanzinstrumente/Produkte, günstig, leicht umzusetzen und man hat alles übersichtlich im Griff. Mehr braucht es nicht. Zusätzlich habt ihr noch den Bonus, dass „denke arm“ euch immer auf dem Boden der Tatsachen hält, egal wie gut es euch finanziell geht. Ihr bleibt immer bescheiden was euch zu netten Menschen macht, mit denen man gerne zu tun hat, selbst wenn ihr im Geld schwimmt. Das kann man sicher nicht von vielen wohlhabenden Menschen sagen.

 

Umsetzung –  das 3 Konten Modell

Wir haben HIER bereits schon einmal über das 3 Konten Modell geschrieben, wollen es aber heute wieder aufgreifen und auch unseren neuen und jüngeren Lesern näher bringen. Es ist die Basis jeglicher Finanzplanung. Ihr könnt es in jeder Phase eures Lebens nutzen. Es wächst mit euch, ihr wisst immer wo ihr steht. Es kann immer angepasst werden und manche Details der Ausgestaltung sind ganz euch überlassen. Nur: Denkt arm! Nicht zu kompliziert machen.

 

So sieht unser Modell aus: Das Hauptkonto.

Hauptkonto ist die DKB. Es ist die Bankverbindung, wo ihr ein kostenloses Girokonto bekommt und eine Visa Karte, mit der ihr weltweit an allen Automaten kostenlos Geld abheben könnt. Außerdem könnt ihr dort ein kostenloses Depot eröffnen. Das brauchen wir später noch und werden es in diesem Artikel noch besprechen.

Auf dem Hauptkonto geht euer Gehalt ein und alle anderen Geldeingänge. Lasst alles hierüber laufen. Euer erster Schritt ist also ein Konto mit Depot bei der DKB zu eröffnen. Es kann auch eine andere Bank sein, wenn diese euch die Möglichkeit bietet kostenlos ein Konto zu führen, ein Depot (Achtung: ETF-Sparpläne müssen möglich sein und das so günstig wie möglich) und eine Karte, mit der ihr wirklich überall  kostenlos Geld abheben könnt. Die besten Erfahrung haben wir aber mit der DKB gemacht. Einige Gedanken zum besten Girokonto findet ihr bei uns auch HIER unter einem neuen Fenster.

Von diesem Hauptkonto werden alle eure festen monatlichen Ausgaben/Kosten abgebucht. Miete, Raten, Versicherungen. Wirklich alles. Wir werden das gleich individuell zeigen, denn unser „Finanzfrischling“ Rene hat mit uns gesprochen und genau das umgesetzt. Wir werden an ihrem Beispiel direkt erklären wie das geht.

 

Invest-Konto

Euer zweites Konto ist für Investments, Liquidität und Rücklagen gedacht. Hier haben wir über Monate eine Menge Ideen von Lesern erhalten und es gibt hier keinen Grund sich auf eine Idee festzulegen. Zwei wollen wir euch vorstellen.

 

  1. Ihr nutzt ein zweites DKB Visa Kartenkonto dafür. Kostet euch nichts und ihr könnt sogar bar direkt abheben, wenn ihr euch das Konto mit Karte ausstellen lasst. Es gibt eine Tagesgeld übliche Verzinsung, die dem Markt angepasst wird. Die Einlagensicherung greift sowieso.
  2. Wenn euch Ethik wichtig ist, eröffnet ihr bei bunq eine Bankverbindung. Braucht ihr mehr Informationen zu bunq von uns? Dann HIER schauen. Dort könnt ihr bis zu 25 IBAN Konten führen inklusive Einlagensicherung und allen Funktionen, Karten und vielem mehr. Dort richtet ihr euer Investmentkonto ein und könnt auch auch das folgende Spasskonto eröffnen.

 

 

Ihr könnt mit der DKB euer Hauptkonto und auch euer Investkonto abdecken und braucht nur noch ein Spasskonto.

Oder

Ihr nehmt die DKB als Hauptkonto und nutzt bunq für euer Investkonto- und Spasskonto, wenn ihr Freude an einem Fintech mit Banklizenz und ethischem Ansatz habt.

 

 

Das Spasskonto

Hier kommt euer Geld hin, welches ihr für das Wochenende braucht, essen gehen, Party machen, mit der Freundin ins Wellness, alles wo ihr euch selbst einmal richtig belohnen wollt. Das ist auch das Konto für Internet Shopping.

Aus den genannten Gründen sollte dies ein Konto sein, bei dem ihr eine Mastercard oder Visa bekommt, überall kostenlos abheben könnt und wegen dem Internet Shopping die Karten in Echtzeit steuern könnt.

In Frage kommt N26, Revolut oder bunq. Unser Favorit ist durch die ganzen Entwicklungen der letzten Monate bunq geworden. Wir haben unsere Artikel dazu verlinkt, sie öffnen sich immer unter einem extra Fenster.

 

Heute, am 14.11.2018 habe ich aber noch eine kleine Überraschung für euch: Bei der DKB gab es nun auch ein Update für die Visa Karteneinstellungen. Auch hier könnt ihr nun diese Karte über die App steuern.

 

Hier nun aber unser 3- Konten Modell:

Blackwater.live - 3 Konten Modell

 

 

Wie geht es nun weiter?

Ihr habt euer Hauptkonto eingerichtet mit dem Depot dazu. Das Investkonto auch und sogar das Spasskonto. Sehr gut! Alle anderen Bankverbindungen kündigt ihr bitte. Sonst wird das unübersichtlich.

Im Idealfall ist eure Aufteilung wie oben in der Grafik aufgezeigt. 100% eures Gehalts und aller anderen Gelder gehen auf euer Hauptkonto ein. 20% werden auf das Investkonto gebucht, 10% auf euer Spasskonto. Wenn ihr weniger wie 70% Ausgaben im Monat habt, dann ist das sehr sehr gut.

Nehmen wir an, ihr habt nur 50% an fixen monatlichen Ausgaben. Dann verteilt die anderen 50% doch so: 35% auf euer Investkonto, 15% auf euer Spasskonto. Vielleicht fragt ihr euch, warum denn das Spasskonto erhöhen? Ganz einfach. Denkt ihr noch an McDonalds und die positive Konditionierung? Belohnt euch!

Das ist ein mächtiges Instrument. Wenn ihr euch selbst belohnt für etwas was ihr erreicht habt, ist das ein positiver Verstärker in eurer Psyche. Daher dürft ihr auch den Betrag an das Spasskonto erhöhen. Wenn ihr diese Rechnung immer prozentual umsetzt, wächst dieses 3 Kontenmodell mit euerem Leben. Egal ob ihr nun 1.500 EUR netto im Monat bekommt oder 15.000 EUR netto. Das spielt keine Rolle. Euer Kontensystem bewältigt das alles.

 

 

Was passiert mit dem Geld auf dem Investkonto?

Zuerst einmal nichts. Ihr benötigt einen Sicherheitspuffer von 6-12 Monatsnettogehältern. Diesen spart ihr an. Falls ihr mal euren Job verliert, der/die/das Vorgesetzte ein A… ist und ihr kündigen müsst und ähnliche Situationen. Also spart erst einmal dieses Geld an. Das angesparte Geld nennen Banker auch Liquidität, also Flüssiges. Und davon sollte man immer eine Hand breit „unter dem Kiel“ haben, sonst setzt das Boot auf den Grund auf.

Ich will das sehr deutlich an einem Beispiel aus dem echten Leben zeigen.

 

Situationsbeispiel Nr. 1

Arbeitnehmer A wird von Chef B gemobbt auf übelste Weise. Wir kürzen das mal ab zum finalen Gespräch:

B zu A: Gibt sich völlig überheblich und verachtend und grinst bei der Übergabe eine Abmahnung, die auf der Größenordnung von Mäusekot basiert.

A zu B: „Jeder kann mal Pech haben und ein A… als Chef. Nun also ich. Aber nicht jeder muss sich das geben. Hier meine Kündigung.“

 

Situationsbeispiel Nr. 2

Arbeitnehmer A wird von Chef B gemobbt auf übelste Weise. Wir kürzen das mal ab zum finalen Gespräch:

B zu A: Gibt sich völlig überheblich und verachtend und grinst bei der Übergabe einer Abmahnung, die auf der Größenordnung von Mäusekot basierte.

A zu B: „Bitte erniedrige mich weiter, ich arbeite ja so unheimlich gerne hier. Ich muss Haus, Schulden, meine zwei Autos, Katze und Hund und Maus bezahlen.“

(alle Namen wurden geändert)

 

Ihr seht was das Problem ist. Manchmal ist es allerdings auch nur die Waschmaschine, die kaputt geht.

Daher: 6-12 Monatsgehälter zuerst ansparen.

Wenn ihr das geschafft habt, dann kommt euer kostenloses Depot mit Sparplänen ins Spiel. Natürlich kann es auch sein, dass ihr jetzt schon Geld habt und diese 6-12 Monatsgehälter nicht mehr ansparen müsst und sogar Geld zum Anlegen im Depot übrig ist. Meinen Glückwunsch. Dann könnt ihr gleich starten.

Das Geld, dass ihr auf dem Depot anlegt, ist langfristig angelegt. Das ist euer Kapital, an das ihr nicht rangeht. Wir haben schon einmal angefangen aufzuzeigen, wie sich dieses Geld anlegen lässt – nach Risiko. HIER. Es folgt bald noch mehr. Heute wollen wir unseren Fuss ins kalte Wasser wagen. Aber: Denkt arm! Wir denken arm. Also: Einfach, unkompliziert und unter uns. Anbei seht ihr eine PDF Übersicht von iShares zu dem Thema ETF’s. Wie ihr seht gibt es alles:

IShares ETFs

Aber was brauchen wir?

 

 

Aktien-ETF’s

Wir besparen Aktien – ETF’s. Es geht um folgenden einfachen Gedanken: Weltweit wächst die Wirtschaft langfristig. Manche Länder steigen auf, andere ab, es gibt gute und schlechte Zeiten. Die ganzen Unternehmen die ihr kennt, auch McDonalds, VW, Samsung, Apple & Co. wachsen. Manche gehen Pleite, neue kommen. Ein Kreislauf. Aber alle zusammen genommen erwirtschaften sie Geld. Da niemand weiss, welche morgen davon existieren und welche neu dazu kommen, kauft man einen Index. In diesem sind alle Unternehmen weltweit dabei.

Blackwater.live
Dies ist der 100 jährige Dow Jones Chart. Langfristiges Wachstum, langfristige Handelsvolumenszunahme. Heute wollen wir es konstruktiv sehen. Das ist kein Backtesting, sondern echt. Die rückgerechnete Entwicklung des MSCI World ist eine ähnliche. 

Manche nehmen den Dow Jones oder den S&P 500. Das sind amerikanische Unternehmen, dass Geld wird aber global verdient, wie bei McDonalds. Daher ist auch das ein gangbarer Weg. Wir wollen es aber noch einfach halten. Wir nehmen gleich die ganze Welt.

Für uns sind zwei wichtig: MSCI World und MSCI Emerging Markets. Das ist wie der DAX, den ihr aus den deutschen Nachrichten kennt. Nur sind im DAX nur die 30 größten deutschen Unternehmen enthalten. Die MSCI’s enthalten global die größten der Industrienationen und die der BRIC Staaten, Brasilien, Russland, Indien, China. Alles in zwei verschiedenen Indices.

Damit habt ihr alles relevante abgedeckt. Ihr müsst euch nie Sorgen machen, welches Land gerade gut da steht, ob es CocaCola morgen noch gibt, alles egal. Wenn ihr einfach sozusagen alle Unternehmen kauft, seid ihr immer dabei. Ein Land gleicht ein anderes aus, ein Unternehmen das andere.

Der MSCI World und der MSCI Emerging Markets sind der Motor. Und wir legen dort Geld an, monatlich oder einmalig, weil es langfristig wächst. Das müssen wir sehr günstig machen. Keine teuren Fonds oder Bankprodukte! Im Online Banking der DKB oder Comdirekt könnt ihr nach ETF’s suchen, die in den MSCI World oder MSCI EM investieren. Diese kosten im Jahr zwischen 0,1% und 0,7%, wobei 0,7% schon die teureren sind. Das sind meist in EUR abgesicherte ETF’s, deren zugrundeliegende Werte aber vorwiegend in USD gehandelt werden.

Aber das ist viel besser als Bankfonds mit 2% Jahreskosten und bis zu 5% Ausgabeaufschlag oder noch teurere Versicherungen. (Fonds- oder Indexpolicen)

Wenn ihr HIER klickt oder das extra Fenster noch offen habt, dann seht ihr die „Kuchen“. Dort ist immer ein Teil „riskobehaftet“ und einer mit weniger Risiko. Je nach euerer Risikoneigung legt ihr das Geld an. Unser Sweet16 Programm gehört auch zu dem Risiko behafteten Teil, dass möchten wir hier nochmal erwähnen.

„Ins Risiko“ zu gehen bedeutet auch eine Belohnung zu bekommen, wenn es klappt. Das nennt sich Rendite. Die beiden sind wie ein Paar. Eng zusammen. Der Risikoteil eures Kuchens ist der Motor.

 

Blackwater.live - Risiko und Rendite sind ein Paar
Risiko & Rendite sind ein Paar. Es gibt sie nur zusammen. Und beide sind etwas verrückt und manchmal unberechenbar. In jedem Fall aber leidenschaftlich.

 

Einschub: Ein Nebengedanke.

Falls ihr nun die supertolle Ansprache eures Bankverkäufers, eines Versicherungsverkäufers, dem Weihnachtsmann oder Imbissbudenwilli mit seiner Strukturvertriebserfahrung im Kopf habt und denkt, vielleicht ist seine Anlage ja besser, wer weiss, dann kann ich euch beruhigen:

Jede dieser Anlagen bringt nur ein Plus für euch, wenn die Aktienmärkte wachsen. Der Motor ist immer der selbe, egal welche Hülle darum gebaut ist, egal was euch jemand erzählt. Der Punkt ist nur: Die genannten Personen verkaufen euch alle Anlagen, von denen sie selbst oder die Bank oder ihr Vertrieb leben muss. Das verursacht hohe Kosten, die euren Gewinn verringern oder sogar vernichten. Daher Finger weg!

Hier könnt Ihr mehr dazu lesen: Kostenlose Bankberatung?

 

Blackwater.live - Gebühren von Filialbanken vernichten die Rendite
Finanzprodukte aus dem Finanzvertrieb sind wie dieses Fahrrad ohne Räder: Unbrauchbar. Ohne Performance. Diese wird regelmäßig durch Gebühren und Provisionen vernichtet. Für den Kunden bleibt nicht viel netto übrig. Über Jahre kostet das den Kunden ein Vermögen.

 

 

Der andere Teil: Die Stabilität.

Hier habt ihr zwei Möglichkeiten: Tagesgeld oder einen Anleihen ETF höchster Güte, deutsche Staatsanleihen, Kurzläufer. Das gibt es auch als ETF. Wichtig ist, dass ihr immer den ganzen Kuchen seht.

Wenn ihr derzeit nach ETF’s auf Anleihen (andere Wörter: Renten, Bonds) sucht, dann werdet ihr heraus finden, dass diese fast keine Rendite bringen, viele sogar Minus. Das ist die Folge der Politik des billigen Geldes. Daher ist es wirklich eine Alternative nach Tagesgeldkonten zu schauen oder beispielsweise dem DKB Visa Kartenkonto. Auf diesem wird Guthaben auch verzinst.

Machen wir ein Beispiel: Ihr habt alles wie besprochen eingerichtet. Ihr habt auch die 6-12 Monatsgehälter auf der Seite. Ab jetzt könnt ihr investieren. Nehmen wir weiter an, ihr habt 10.000 EUR nun frei und 200 EUR im Monat gehen auf das Invest Konto. Schaut euch die „Kuchen“ gerne nochmal an.

Wieviel Risiko/Schwankung vertragt ihr? Nehmen wir an, ihr seid 30 Jahre jung und wenn die 10.000 EUR um 10% schwanken, also auch mal zu 9.000 EUR werden, wäre das ok für euch.

Was bedeutet das? Nun, die Börse kann sich locker mal halbieren wenn es einen Crash gibt. Sweet16 auch. Risikobehaftet Anlagen schwanken.

In diesem Fall würdet ihr also von den 10.000 EUR nur 2.000 EUR in MSCI World oder MSCI Emerging Markets ETF anlegen. Denn wenn sich diese halbieren können, dann werden daraus 1.000 EUR. Insgesamt verbleiben also 9.000 EUR.

Die 8.000 EUR für risikoärmere Anlagen in dem Beispiel würden auf dem Tagesgeld oder einem ETF liegen, der ausschliesslich sehr sichere Anlagen wie Deutsche Staatspapiere abdeckt.

Grundsätzlich sagt man, je jünger ihr seid, desto mehr könnt ihr ins Risiko gehen. Ihr habt Zeit, 20, 30, 40 Jahre. Und damit könnt ihr ein riesiges Vermögen aufbauen. Schwankungen sind dann nicht relevant. Aber es muss zu euch persönlich passen. Und in unserem erwähnten Beispiel ist die Verteilung der 10.000 EUR sehr konservativ, da die Person 30 Jahre jung ist.

Ich weiss, wir können hier viel schreiben. Das ist auch nichts neues oder keine Geheimwissenschaft. Wir wollen es nur all denen näher bringen, die sich noch nicht trauen oder Fragen haben. Was immer hilft, sind praktische Beispiele. Und so haben wir jemand, der gerne Stellung nimmt und wo wir sehr viele Fragen beantwortet haben. Jemand der all das in der letzten Zeit umgesetzt hat.

 

 

„Finanzfrischling“

Sie nennt sich selber „Finanzfrischling“, da sie vorher wenig Ahnung hatte. Unsere Leserin Renesmee oder einfach nur Rene. Sie ist 24 Jahre jung, hat Abi gemacht, Betriebswirtschaft studiert und arbeitet erst einmal bei ihrem Vater im Betrieb um Berufserfahrung zu sammeln. Hier ein Auszug aus unserem Gespräch.

Rene

Blackwater: Hallo Rene, schön das du dich bereit erklärt hast mit uns zu sprechen und über deine Erfahrungen zu berichten. Wie warst du denn bisher finanziell aufgestellt?

Rene: Hi! Das ist ja das Problem, hättest du mich das vor 3 Jahren gefragt, ich hätte es nicht einmal gewusst. Berge von Ordnern daheim, Papiere die sich stapeln. Null Durchblick. Selbst wenn ich eine Million Euros gehabt hätte, ich hätte es vermutlich nicht gemerkt. Dazu kam, dass ich auch Verträge abgeschlossen habe, von denen ich nicht einmal wusste was das ist. Wurde überrumpelt und zugetextet wie toll alles wäre.

Blackwater: Wann und warum hast du beschlossen das zu ändern?

Rene: Einerseits hat mein Studium mich dazu motiviert. Ich dachte immer, dass ist doch peinlich Betriebswirtschaft zu studieren und nicht mal seine eigenen Finanzen unter Kontrolle zu haben. Irgendwann reichte es mir und ich war sauer über mich selbst. Das passierte, nachdem ich jeden Monat Abbuchungen für Finanzverträge hatte und nicht mal wusste wofür oder was da drinnen sich verbirgt. Es tat weh. Dann fing ich an zu googeln.

Blackwater: Und bist auf Blackwater.live gestossen?

Rene: Neeeee (lacht), man findet euch nicht so einfach. Ich traf auf verschiedene Finanzblogs. Aber es war einfach zu kompliziert. Es gibt sehr gut geschriebene. Aber durch diese Menge an Infos wirkt es eher abschreckend. Deutsch ist jetzt auch nicht meine Muttersprache, was es noch schwerer macht. Es hat mich nicht angesprochen. Einige Zeit später erzählte mir eine Freundin von Blackwater und die hat euch über Twitter gefunden. Irgend jemand hatte das verlinkt. 

Blackwater: Dafür das Deutsch nicht deine Muttersprache ist, ist es aber gut. Wie ging es dann weiter?

Rene: Danke, ich geb mir Mühe. Ich habe mir an einem Wochenende fast alles durchgelesen, auch den alten Eintrag über das 3 Konten Modell, die beste Bank und andere. Aber die beiden motivierten mich. Soll ich weiter erzählen?

Blackwater.live: Ja klar.

Rene: Ich habe das 3 Kontenmodell bei mir damals eingerichtet, also nach dem alten Artikel. Aber noch mit meinem alten VR-Bankkonto. Habe mir auch alles in eine Excel Tabelle aufgeschrieben und endlich mal gesehen wo ich stehe. Da ich aber Unmengen an Fragen hatte, hab ich euch angeschrieben und…

 

Blackwater:    …wir haben lange Mails erhalten.

Rene: Ja genau. (lacht). Aber es war wirklich schön und ich hab auch alle meine blöden Fragen loswerden können ohne mich schlecht zu fühlen oder wie völlig doof. So kam ich mir vorher immer vor. Jedenfalls habe ich nun euer vorgeschlagenes Modell auch ganz umgesetzt und bin die alte Bank los. Und ich habe wirklich Spass an meinen eigenen Finanzen gefunden und euch weiter empfohlen. Und Freunde fangen auch an sich Gedanken zu machen. Ich merke es an den Fragen. Normalerweise ist das kein Thema unter uns gewesen, jetzt helfen wir uns gegenseitig. Zwei Freundinnen und ich haben zusammen bei bunq ein Paket gemacht und fühlen uns richtig gut dabei auch noch bei einer ethischen Bank zu sein. Außerdem machen diese Einstellmöglichkeiten auch Spass.

 

Blackwater: Wie hast du denn mit dem Depot die ETFs gekauft? War das schwer?

Rene: Zuerst dachte ich, xxxxxxxx (Übersetzt: OMG) wie soll ich das hin bekommen? Ich hatte euch ja auch gefragt. Aber mit der Wertpapiersuche war es einfach. Nach ETFs suchen, dann Aktien ETFs, dann global. Wegen der Währung hatten wir ja gesprochen, ich hab mich für Euro abgesichert entschieden. MSCI ETFs gibt es sehr viele. Ich habe den von Ishares genommen. Habe es als Sparplan angelegt mit Ausführung 4 Mal im Jahr. Wie du gesagt hast nehme ich immer den Tagesgeld Teil und den ETF Teil zusammen als eine Anlage und sehe nicht nur eins davon. Mit zusammen meine ich den Kuchen. Ich mag Kuchen.

 

Blackwater: Vielen Dank Rene. Auch das wir deine kleine Excel Tabelle nutzen dürfen um zu zeigen, wie du das umgesetzt hast und das du uns offen erzählt hast welche Erfahrung du gemacht hast. Die ein oder andere Freundin liest das ja vielleicht, daher danke für so viel Offenheit.

Rene: Das macht mir nichts aus. Privat gibts bei uns eh nicht so. (lacht)

 

(Anmerkung Blackwater: Das Paket was Rene meint, ist das „bunq pack“. Gemeinsam spart man sich Kontoführungsgebühren)

 

Blackwater.live - Finanzplan
Rene hat eine wirklich hohe Sparquote und hat das 3 Kontenmodell umgesetzt. Für ihre Finanzplanung nutzt sie eine einfache Excel-Vorlage, die sie auch auf dem Handy hat.

 

Wie ihr oben sehen könnt, hat sich Rene alles eingetragen mit einer einfachen Excel Vorlage, die ihr überall im Netz findet. Bei den Office Programmen von Microsoft und Apple ist diese Vorlage auch schon dabei. Man muss also auch hier kein Experte sein, nur nutzen was schon da ist.

Ohne einen Finanzplan oder zumindest einen einfachen Haushaltsplan, verliert man den Überblick und muss schon extrem diszipliniert sein. Für die meisten Menschen ist so ein Plan also der richtige Weg.

 

Blackwater.live - Finanzplan "Rene"
„Balance“ – Rene hat sich für eine ca. 50/50 Verteilung von Risiko behafteten und risikoarmen Anlagen entschieden. In ihrem Alter und mit Ihrem Anlagehorizont eine vorsichtige Vorgehensweise. Außerdem hat sie zusätzlich noch genug Geld anderweitig gespart.

 

 

Auch diese obige Vorlage ist eine simple Excel Anwendung. Je nachdem wo ihr euch vom Risiko seht, verteilt ihr eure Anlagen. Ich weiss, ich wiederhole mich. Schaut euch HIER nochmals die Kuchen an. Rene findet sich bei „Balance“ wieder. Mit Sweet16 startet sie ab Januar 2019. Auch diese Anlage gehört zum „Motor“.

 

Blackwater.live - Mobile Banking
„Denke arm“ – Rene hat ihr Banking inklusive 3-Konten Modell komplett auf dem Handy. Sie weiss immer wo sie mit ihren Finanzen steht.

 

 

 

Denke Arm!

Immer wieder muss ich an diese Aussage von Freunden denken. Arm = Einfach. Denn unübersichtliches & kompliziertes frustriert einfach nur.

So wie ein einfaches Gericht satt machen soll, so soll die Geldanlage einem Ziel dienen. Das ganze Banking muss klar strukturiert und für euch übersichtlich sein.

Aus alter Private Banking Erfahrung und jahrelanger Erfahrung aus dem Bankvertrieb muss ich sagen, dass ist leider bei den wenigsten Menschen so. Jüngere haben oft kein Interesse, anderen steht der Stolz oder die Besserwisserei im Weg. Aber ein einfaches Excel-Sheet würde schon klar aufzeigen wo man wirklich steht. Die klassischen Vertriebsbanken und der Finanzvertrieb als solches hat natürlich auch kein Interesse daran, dass Menschen selbstständig denken und ihre Finanzen selbst in der Hand haben. Aber ok.

Wenn ihr Lust habt das für euch zu ändern, dann setzt doch folgende Schritte um:

 

  1. Installation des genialen 3-Konten Modells.
  2. Kündigung aller alten Bankverbindungen.
  3. Ansparen der 6-12 Monats Reserve.
  4. Start mit dem Investieren nach den „Risiko-Kuchen“

 

Ihr braucht keine komplizierten Anlagen, Versicherungen, Riesterverträge und das ganze undurchsichtige Zeug. Ihr benötigt nur zwei einfache Excel-Vorlagen und die vier genannten Schritte. Nachdem ich vor Monaten schon von einer Hausfrau berichtete, die sich mit FX-Trading beschäftigte, kann ich heute von einem „Frischling“ berichten, einer 24-jährigen. In ihrer Umsetzung steckt mehr Professionalität als in so manchem Private Banking Vermögensstatus auf Hochglanzpapier. Aber die Optik kann das Ergebnis einer Endabrechnung nicht verschleiern. Dies meisten Papiere in Bankdepots können nicht einmal die Vertreter der Fondsgesellschaften erklären, geschweige den der Bankverkäufer. Die großen Investoren dieser Welt wie Warren Buffet investieren niemals in intransparente Anlagen, die nicht verständlich sind.

Natürlich heisst das nicht, wenn ihr jetzt „nur Sparbuch versteht“, dass dies dann eure passende Anlage ist. Sondern ihr informiert euch über eine Anlage und wenn sie nachvollziehbar ist und ihr sie wirklich verstanden habt, dann kommt diese Anlage in Frage. Dann bleibt nur noch die Frage nach dem Risiko. Die interessanten Anlagen sind in der Regel auch die risikobehafteten. Damit sind wir wieder beim Kuchen und ihr wisst anhand eures Risikoprofils, wie viel ihr investieren könnt.

Gar nicht so schwer, oder?

Jetzt seid ihr dran!

 

Blackwater.live - einfache Finanzen
Kein Bock auf Finanzen? In 9 von 10 Fällen weil es unnötig kompliziert und verwirrend ist, obwohl das nicht sein müsste.

 

 

„Die meisten von uns haben die Wahl, aus dieser Welt entweder einen Palast oder ein Gefängnis zu machen.“      – John Lubbock

82 Kommentare zu „McDonalds und das Banking

Gib deinen ab

  1. Der Artikel ist zwar schon etwas älter, also sorry für’s Kommentieren. 🙂 Aber ich bin gerade am Lesen des gesamten Blogs, da passiert so etwas.

    Ein Punkt, der mir sofort aufgefallen ist, ist die Aussage, dass man „arm denken“ soll. Beim Kochen ist das ja nachvollziehbar, aber gerade bei der Finanzanlage sollte man meiner Meinung nach „reich“ denken.

    Mir ist zumindest aufgefallen, dass viele Freunde und Bekannte, die Schwierigkeiten mit dem Geldfluss haben – also arm snd im Sinne von wenig Ahnung -, zu 99% Konten bei der Sparkasse und anderen Filialbanken haben und sich auch sonst nur wenig bzw. gar nicht mit Anlegen und Optimieren der Geldströme am Hut haben, was oftmals in teuren Riesterrenten als Illusion der Altersvorsorge resultiert. Und die zahlen dann dafür noch Haufen Gebühren, damit die so über den Tisch gezogen werden.

    Ich finde, das man „reich denken“ sollte. Natürlich nicht überheblich, aber mit dem gesunden Selbstvertrauen, dass man sein verdientes Geld nicht Banken in den Rachen schieben sollte, sondern eigenverantwortlich sich selber um seine finanzielle Intelligenz kümmert.

    Sorry fürs abschweifen! Aber das hat der Blog so an sich, weil der wirklich über den Tellerrand hinaus schaut. Vielen Dank dafür! Die zahlreichen Blogs, in denen auf die 2. Kommastelle ausgerechnet wird, was man nach 35,2 Jahren um 15 Uhr nachmittags im Depot hat, wenn man monatlich 100 EUR spart, öden mich nur noch an. Am besten noch mit Analysen, ob man lieber am 01. des Monats um 9 Uhr früh oder am 3. des Monats 15:30 Uhr nachmittags kauft. 😀 Da hebt ihr euch schon erfrischend davon ab.

    VG Markus

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    1. Hallo Markus und willkommen! Kein Problem wegen dem Kommentieren, der Artikel hat ja noch Gültigkeit. Ich verstehe was Du meinst, es ist vielleicht auch die Frage was früher „arm denken“ war und was es heute ist bzw. wie man es definiert. Ich meinte damit am Boden zu bleiben, eher sparsam zu sein und die Finanzen übersichtlich zu halten. Bei vielen „armen“ Haushalten passiert heute aber genau das Gegenteil und sie denken und leben reich, eben auf Pump und ohne Überblick. Dann wird noch der dritte Grossbildfernseher angeschafft usw. Was Du schreibst stimmt, ganz klar. Ich höre auch öfters die Aussage, „was soll ich mich mit Informationen zu Geld beschäftigen, das ist nur etwas für Leute die Geld haben“. Oder: „Dich interessiert es, weil du in der Bank gearbeitet hast.“ Ich bin kein Gemüsebauer, finde es aber dennoch wichtig zu wissen ob Kartoffeln gesund sind oder welches Gemüse essbar ist und welches nicht. Finanzen betreffen uns alle und mehr Finanzbildung würde viele der heutigen Probleme in Deutschland lösen. Ich freue mich jedenfalls dass Dir die Seite gefällt.

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  2. Wäre mir vor Jahren Banking so erklärt worden, hätte ich mir eine Menge Ärger ersparen können. Es sollte viel mehr Aufklärungsarbeit geben, am besten schon in den Schulen. Die Kids von heute lernen alles mögliche, nur nicht den Umgang mit Geld, Kredit, Investments etc. Ein gefundenes Fressen für den Strukturvertrieb und Bankster.

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  3. Voll gut erklärt mit dem Risiko. Icj werde mich auch mal an einige Änderungen nun ranwagen und euch fragen wenn ich nicht weiter komme.

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  4. Hey,

    Danke für eure vielen Artikel. Habe mit die ganze Nacht um die Ohren geschlagen und mir Gedanken gemacht wie ich was umsetzen kann. Hänge an einigen Stellen.

    Vorab: ich nutze derzeit ein ca. 5+ Konten Modell. Wieso? Teils aus den von euch genannten Gründen, teils Dummheit (Altlasten usw. ). Zu letzterem habt ihr schon etwas in meinem Kopf aufgeräumt. Danke!

    Warum tue ich mir schwer – grundsätzliches:
    -Ich habe 2 Konten bei unterschiedlichen genossenschaftlichen Banken. Eines ist mein derzeitiges Gehaltskonto welches seit meinem 5. Lebensjahr besteht. Das andere habe ich letztes Jahr leider geerbt. Vorteil bei 1, ich zahle nur 3,45 monatlich, bei 2 zahle 2,85 und das dazugehörige Depot ist kostenlos für mich.

    -Zusätzlich habe ich ein Konto bei einer Spasskasse welches am Anfang ein WG-Konto war und mittlerweile das Haushaltskonto meiner Frau und mir ist.

    -dazu haben wir bei der DKB ein Konto. Miete inkl. NK +2monatspuffer. Dazu nutzt sie die Kreditkarte, wenn wir in den Urlaub gehen.

    -ein Tagesgeldkonto bei consors (keine Kontoführungsgebühr)

    -Kreditkarte bei Santander (keinerlei Nebenkosten, abheben so viel man will, nur die jährliche Gebühr =monatlich ca. 1,50€)
    -N26 für Apple Pay als reines “ich Buche kleine Beträge für den täglichen Gebrauch drauf”-Konto. Free version

    So, das als Vorwort 😀

    Wie gesagt, die Gründe für die vielen Konten kommen zum Großteil euren genannten gleich.
    Jetzt überlege ich, wie ich Evtl das ein oder andere reduzieren kann.

    Der große Knackpunkt: habe jetzt mehrfach gelesen das keine DKB mehrfachkonten möglich sind. Zum Beispiel eines für mich und eines für meine Frau.
    Dann würde ich, zum Beispiel über bunq Premium , das haushaltskonto und das mietkonto jeweils gesondert laufen lassen. Und meine Frau bekommt eine der Karten für das haushaltskonto. Über bunq hätte ich tatsächlich alle Gründe für die verschiedenen Konten gelöst.
    Und das Premium Modell rechnet sich, derzeit, wenn ich die anderen Konten kündige. Auch ohne evtl. Nebenkosten in besonderen Anwendungsfällen. Nur an die Santander kommt bisher nichts ran. Aber das ist egal.

    Hoffe ihr versteht so langsam meine Denke und meine Probleme.

    Auch sehe ich nicht ob ich über bunq virtuelle KKs erstellen kann um online zu zahlen. Sehe da den Vorteil von Revolut. Andererseits kann ich mit Revolut das Kontensplitting vermutlich nicht darstellen, oder? Also Miete, Haushalt, sparen. Oder geht das?

    Bin mittlerweile unglaublich verwirrt und meine Gedanken rasen wie verrückt. Liegt vielleicht auch am Schlafmangel.

    So, jetzt ihr 🙂

    Danke und liebe Grüße

    Liken

    1. Vielen Dank für Deinen Kommentar. Mehrere Konten zu haben ist fast immer sinnvoll. Aber es muss natürlich auch noch übersichtlich bleiben. Aus Nostalgiegründen ein Konto zu haben kann ich schon verstehen. Das kommt relativ häufig vor. Aber am Ende ist die Frage, ob man es wirklich braucht. Du schreibst deren Depot ist kostenfrei. Aber wie sieht es denn mit den Transaktionskosten aus?

      Einen wirklichen Vorteil kann ich bei den Filialbankkonten bei den meisten Menschen nicht erkennen. Hat man viele Bargeldtransaktionen, ist es noch nachvollziehbar. Aber sonst kaum. Filialbanken „lösen“ meist nur Fälle, die es bei anderen Banken gar nicht erst gibt. 🙂

      Aber kommen wir mal zu Deinen Fragen. Bei der DKB kann man durchaus auch Mehrfachkonten führen. Die klassische Konstellation ist ein Gemeinschaftskonto und dann jeweils für jeden ein privates Konto. Das ist kein Problem. Sollen es aber wirklich mehrere Konten sein um Zahlungsströme besser auseinander zu halten, ist bunq doch erste Wahl. Seit dem letzten Update hat bunq auch virtuelle Mastercards, ganz wie Du es von Revolut kennst. Apple Pay haben sie auch, insofern kannst Du Dir auch N26 sparen. Bei einer Zusammenlegung von Deinen Konten bzw. die Kündigung der Filialbankkonten wirst Du sehr viel mehr Übersichtlichkeit haben. Und Dein Mehrkontenmodell machst Du dann mit Deiner Frau bei bunq. Die DKB würde ich behalten. Das Depot ist gut, die Visa von denen sowieso. Durch einen kleinen Dauerauftrag könnt ihr dort auch noch Aktiv Kunden sein mit all den Vorteilen die das bringt.

      Hilft Dir das schon mal weiter?

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    2. Zu DKB: für jeden ein eigenes Konto. Dazu noch ein Gemeinschaftskonto.

      Tagesgeld Consors: kostenlose TG-Konten gibt es „wie Sand am Meer“. Zudem mit besseren Zinsen wie consors. Rabo, Moneyou, ING, PSD. Beispiel zur DKB: dort kannst du zusätzlich noch ein weiteres Visa/TG-Konto einrichten. Als Aktivkunde gibt’s 0,2%

      Die Santander 1+ Visa ist mittlerweile kostenlos.

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    3. So ging es mir am Anfang auch. Dann habe ich gestartet und erst alles mir mal aufgeschrieben und aufgemahlt und mit mein Kontensystem erstellt. Es macht dann auch richtig Spass. Und den alten Müll habe ich gekündigt😂

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  5. Hallo Blackwater, vorab möchte ich sagen, dass ich Eure Seite sehr gut finde und vor allem den Austausch in den Kommentaren zu den Artikeln sehr nützlich finde.

    Aktuell verwalte ich meine Finanzen mit YNAB, was auch ganz gut funktioniert. Durch den McDonalds-Artikel habe ich mich allerdings gefragt, ob das 3-Konten-Modell das Ganze vielleicht vereinfachen würde und ich YNAB nicht mehr bräuchte. Allerdings erschliesst sich mir das 3-Konten-Modell noch nicht ganz und ich hoffe, dass Ihr mir vielleicht sagen könnt, wo ich gedanklich falsch abbiege bzw. mir den richtigen Weg zeigen 😉

    1. Wie werden im 3KM Sparziele abgebildet, z.B. ein größerer Urlaub, neue Brille, etc. ? In YNAB könnte ich dafür Kategorien definieren und Geld hinzufügen

    2. Wie werden jährliche Kosten abgebildet, z.B. Versicherungen? Einmalbetrag/12 ergibt monatliche Fixkosten für den Finanzplan?

    3. Ist der Notgroschen für Unerwartetes dann ebenfalls das Invest-Konto?

    4. Wie verhält es sich mit Kosten, die ab und an mal anfallen, z.B. Medikamente, Friseurbesuch, Einkauf im Drogeriemarkt, Kleidung, etc. Das sind ja Dinge, die nötig sind, aber da kann man nicht unbedingt direkt beziffern, wie die Fixkosten sind. Einfach verteilen nach Fixkosten-Konto oder Spaßkonto?

    Vielen Dank vorab und viele Grüße
    M.

    P.S. bitte verzeiht mir, wenn ich da vielleicht etwas zu detailliert an die Sache rangehe, aber wenn man schon ein paar Jahre YNAB macht, denkt man nur noch in Kategorien 🙂

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    1. Hallo M, vielen Dank für Dein nettes Feedback und schön das Dich Blackwater.live motivieren konnte. 😉

      YNAB ist natürlich ein Begriff. Aber mit dem 3 Kontenmodell und beispielsweise bunq fährt man eigentlich optimal. Denn Du kannst ja bis zu 25 IBAN Konten erstellen und dann hast Du mehr als nur Kategorien. Mit echten eigenständigen Konten geht das Ordnen nochmal besser.

      Jährliche Kosten werden genauso abgebildet wie Du geschrieben hast. Den Notgroschen baust Du über die 6-12 Monatsreserve mit ein und wie gesagt, bei bunq am besten auch auf einem extra Konto. Alternativ bei der DKB auf einem zweiten Visa Tagesgeld.

      Zu Deiner letzten Frage: Das habe ich als Umlage bei Fixkosten mit drinnen.

      PS: Gerade wenn man aus dem YNAB Bereich kommt, ist bunq die perfekte Lösung. Das 3 Kontenmodell ist ja keine starre Lösung. Wie wir es beschrieben haben bietet es eine gute Grundstruktur, lässt sich aber durchaus erweitern. Hier sei auch das Thema Spenden erwähnt.

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