Das Kredit – Mindset

13 Aber siehe da, lauter Freude und Wonne, Rindertöten und Schafeschlachten, Fleischessen und Weintrinken: »Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!«

Jesaja 22:13, Lutherbibel 2017

 

 

 

Überall liest man von dem Mindset in den heutigen Tagen. Es scheint fast so, als könnte man mit dem richtigen Mindset alles erreichen. Mindset zum Erfolg, Mindset zur Unabhängigkeit, Mindset zum Hunde Gassi führen. Es gibt für alles einen Mindset.

Wir wollen kurz bei dem Gedanken verweilen und mal so tun, wie wenn das Mindset des Einzelnen wirklich alles in der Welt ändern könnte. Nicht dass ich diese Vorstellung für realistisch halte, sie ist auch nur ein Kind ihrer Zeit, sondern weil man auch daraus etwas lernen kann.

Gibt es denn auch einen „Kredit – Mindset“?

 

 

Lebe heute! „Yolo“

Wenn man nach der Werbung geht, müssen wir jeden Moment voll geniessen. Das Leben ist kurz und so wird auch schon die Teenie – Generation davon geprägt. Dem aufmerksamen Zuhörer entgeht der Ausspruch „Yolo“ bei Teenies nicht. Eine Zeit lang wusste ich nicht was dies bedeutet, bis ich mich einfach mal getraut habe nachzufragen. „You only life once“, Du lebst nur einmal. Klar, stimmt natürlich, genauso wie man auch nur ein Mal geboren wird und ein mal stirbt. Natürlich weiss keiner, wann dies genau ist und so birgt die „Yolo“-Vorstellung natürlich eine gewaltige Gefahr in sich – das Erleben der Zukunft nach einer exzessiven Gegenwart.

Denn wer von der „Yolo“-Vorstellung erwarten würde, dass es hier um eine gesellschaftliche Veränderung oder gar um eine Revolution ala‘ 68er geht, der wird enttäuscht. Religiöse, politische oder andere tiefere Gesellschaftswerte sind hiermit nicht gemeint. „Yolo“ bedeutet einfach nur kompromisslos den Moment zu leben und wir haben uns das doch verdient, oder?

Kompromisslos den Moment zu leben bedeutet, ich gehe mit der Freundin meiner Freundin ins Bett, auch wenn das vielleicht nicht so gut ankommt, wenn es rauskommt. Wobei die Erfahrung zeigt: Alles kommt raus. Kompromisslos „Yolo“ ist auch sich heute zu betrinken und den Moment dadurch zu geniessen, ungeachtet ob ich morgen arbeiten gehen muss. Wer weiss denn, ob ich morgen noch lebe? Dann lieber heute geniessen. Und „Yolo“ nimmt natürlich ganz grundsätzlich keine Rücksicht auf andere Menschen, denn ICH bin ja so unglaublich wichtig, dass andere weniger wert sind. Manchmal könnte man sogar glauben, dass das innere ICH, wie Sigmund Freud es schon beschrieb, gegen uns ist, denn es nimmt auch auf uns selbst keine Rücksicht. Dieser Gedanke bahnte sich in mein Nachdenken, nachdem ich darüber sinniert habe, wie selbstzerstörerisch „Yolo“ eigentlich ist. Nicht nur, dass ein promiskuitives „ich poppe wild durch die Gegend und esse und trinke heute alles“ nachweislich zu gesundheitlichen Konsequenzen führt, es ist auch sehr sehr teuer.

Der Sofortgenuss erfordert natürlich ganz andere finanzielle Ressourcen. Die Zukunft schon heute zu geniessen, dass geht wunderbar mit einem Kredit. Kredit ist das Finanzprodukt schlechthin um den „Yolo“- Lifestyle zu bezahlen. Wie fatal dies ist, will ich ganz offen und klar einmal aufzeigen und auch die jahrelange Erfahrung als Ex-Banker einfliessen lassen.

Wie wir schon einmal beschrieben haben, ist Geld Energie. Es ist konservierte Lebenszeit und Energie. Denn Menschen haben dafür gearbeitet und tun es noch, ab und an klebt sogar Blut daran (nicht mal selten) und Geld steht stets im Mittelpunkt von Streit zwischen Menschen. Daher sagen viele Menschen Geld ist böse, dabei sollten sie mal in den Spiegel schauen. Geld ist Energie, aber es ist was gut und böse angeht neutral. Menschen sind es, die gut oder böse handeln und Geld spielt dabei eine Rolle.

Wir wollen vereinfacht mal nur zwei Mindsets betrachten, natürlich gibt es auch Mischformen dazwischen. Gängiger Konsens in der deutschen Gesellschaft (und in vielen anderen) war, sparen ist wichtig für Notfälle, ich kaufe mir etwas sobald ich das Geld habe und Geld wird nicht für unnötige Sachen ausgegeben. Ja, so war das einmal. Die Nachkriegsgeneration kenne ich als Banker ganz gut, sie möge als Beispiel dienen. Geld wird unmittelbar nur für das Lebensnotwendige ausgegeben, also Essen, Trinken (kein Alkohol), ein Dach über dem Kopf, Kleidung. Alles darüber hinaus wird gespart. Ich weiss nicht ob diese Generation religiöser war als die heutige, aber es klingt schon nach einem alten Bibelwort, dass „wir“ mit Nahrung und Bedeckung zufrieden sein sollten. Falls das noch jemand heute ernst nimmt, würde es mich fast wundern, denn wir sind geradezu lächerlich weit davon entfernt. Heute wird auch in diesem Glauben (leider) oft Wasser gepredigt und Wein gesoffen. Aber das ist vielleicht auch ein ganz allgemeines Problem mit einer immer weiter ausufernden Heuchelei in unserer Gesellschaft als solches.

Aber gut. Ihr wisst was ich meine und wir stellen der beschriebenen Gruppe die „Yolo“ Gruppe gegenüber. „Yolo“ will alles und jetzt. Essen, Trinken, Sex (mit möglichst vielen), sämtlichen Konsum auch ohne das Geld zu haben (Kredit) und grundsätzlich will man alles haben, von dem man sich Glück erhofft. Dazu gehören eben auch die Dinge, die einem anderen gehören (Gegenstände, Geld, Frau ((die Reihenfolge ist Zufall)). Wenn der andere damit glücklich aussieht, muss ich es auch haben. Jetzt kann ich mir manche Dinge nehmen, wobei der Partner schon sanft erobert werden muss. Aber wie komme ich an das Geld ohne kriminell zu werden? Gar nicht und das ist ja auch gar nicht nötig. Denn es gibt ja den Kredit. Moralisch gesehen kriminell, werden höchstens andere dadurch.

 

Blackwater.live - falsche Werte vermittelt
Falsche Werte vermittelt. Menschen lernen von Vorbildern, dies ist nicht nur bei Kindern so. Wenn die Hausbank wirklich eine gute und nachhaltige Finanzberatung macht, warum verleitet sie Kunden dann dazu für Konsumwünsche Kredite aufzunehmen?

Bildquelle: gettyimages

 

Also gehe ich zu meinem Briefkasten oder in meine Mailbox rein und siehe da:

„Sehr geehrter(e) Herr/Frau/Gemischt/Unentschlossen etc./ Müller, wir ihre liebe XYZ Bank, die nur an ihr Wohl denken und nur das Beste für Sie wollen, die wir selbstlos und ganzheitlich Sie beraten, wir haben hier etwas, womit Sie sich heute schon alle Wünsche erfüllen können. Und Sie wissen ja, nichts tun wir lieber als Ihre Wünsche zu erfüllen. Man lebt doch nur einmal. Also gönnen Sie sich einen Traumurlaub/die Silikonbrüste/ das Lifting/ das 1.500,00 EUR Handy/ das zweite und dritte Auto!

Da wir Ihre Daten schon von diversen Dienstleistern eingekauft haben, haben wir alle relevanten Daten schon in den Vertrag eingetragen, Sie müssen nur noch unterschreiben. Warten Sie nicht, leben Sie heute!“

Ihre Sie aus Liebe beratende XYZ Bank.

 

Toll. Schon alles vorbereitet. Und wie bequem. Und was ein Zufall, die wissen ja schon so viel über mich. Das nenne ich kundenorientiert.

Konsumkredite werden in der Regel nicht über die Kondition, sondern über die Ratenhöhe verkauft. Und so gibt es Kredite mit Laufzeiten von 120 Monaten. Ich denke, das wird in den nächsten Jahren sogar noch extremer werden.

Nun nehmen wir mal der Einfachheit halber an, wir haben zwei Haushalte mit zwei Ausgabeverhalten. Classic (siehe oben) und „Yolo“. Jeder Haushalt bekommt sozusagen 100 Geldeinheiten im Monat.

 

„Classic“ Haushalt

+100 Geldeinheiten

  • 30 Geldeinheiten Wohnen
  • 20 Geldeinheiten Auto
  • 15 Geldeinheiten Nahrung
  • 15 Geldeinheiten Versicherungen, Sonstiges.
  • 10 Geldeinheiten Vergnügen
  • 10 Geldeinheiten Sparen

 

 

„Yolo“ Haushalt

+100 Geldeinheiten

  • 30 Geldeinheiten Wohnen
  • 30 Geldeinheiten Auto (oft zwei Autos*)
  • 15 Geldeinheiten Nahrung
  • 15 Geldeinheiten Versicherungen, Sonstiges.
  • 20 Geldeinheiten Vergnügen (Vergnügungskosten oft viel höher)
  • 10 Geldeinheiten Kreditraten + Zinsen

 *es gibt Haushalte, bei denen die Kosten der Fahrzeuge bis zu 40% des Einkommens ausmachen.

 

Ihr könnt es nun glauben oder nicht, aber meiner Berufserfahrung nach (ich habe tausende Haushaltsrechnungen durchgeführt) ist dies genau der Unterschied zwischen einem „Classic-deutsch-Mindset-Mittelschicht-Haushalt“und zwischen einem „Yolo“ Haushalt, die fortan ewig als Sklaven arbeiten werden und am Ende in der Armut enden. Aber hey, Du lebst nur ein Mal! Und vielleicht bist Du morgen schon tot. Blöd wenn nicht.

Haben „Yolo“ – Leute noch Kinder, wird dieses Ausgabeverhalten gleich weiter gegeben, denn Kinder lernen bekanntlich vom Vorbild und Vorleben und nicht von dem was Eltern gerne hätten (das wissen viele Eltern komischerweise nicht). So wird das Mindset gleich an die nächste „Yolo“- Generation weiter gegeben. Willige Sklaven für die Konsumwirtschaft und die braucht man ja auch morgen, denn morgen werden die „Yolo“- Eltern mit Depressionen und/oder Burnout auf der Couch liegen. Ist sogar verständlich, bedenkt man diese Belastung.

Manch einer hat mich mal gefragt, warum solche „Yolo“ – Leute überhaupt Kinder haben, da sie ja so ichbezogen sind. Nun, hier liegt ein kleiner Denkfehler zugrunde, auf den ich früher auch reingefallen bin: Sie haben nicht Kinder TROTZ dass sie ein „Yolo“- Mindset haben, sie haben Kinder WEIL sie ein „Yolo“- Mindset haben. Die Kinder sind auch oft ein Produkt der Habgier. ICH WILL KINDER. Die sind so süss. ICH wollte immer Mutter sein, ICH definiere mich darüber Kinder zu haben. Kinder machen glücklich (auch ein gängiges Märchen, was per se so nicht stimmt) und deswegen will ICH Kinder. Spätestens ab der Pubertät interessieren sich die ach so vorbildlichen „Yolo“- Eltern dann nicht mehr für die Kinder und so kann man in vielen Städten nachts im Sommer beobachten, dass 13 jährige Mädchen bekleidet wie in den neusten Videos von YouPorn rumlaufen.

Man fragt sich, wo sind die Eltern? Meistens sind sie schon mit dem nächsten Selbstverwirklichungsprojekt beschäftigt. Denn im Alter von ca. Mitte 40-50 (so alt müssten die „Yolo“-Eltern sein, wenn die Kids Teens sind) arbeitet man ja schon wieder am eigenen Aussehen, der Körper muss wieder in Form gebracht werden und oh nein, der Sommer naht…  Für die eigene Zurschaustellung in Freibädern und ähnlichen Einrichtungen muss schon einiges getan werden, um dem Sexualstandard von 2019 entsprechen zu können.

Tja.. wenn man den Beruf des Bankers mal gewählt hat und ein paar Jahre auch im Kreditbereich verbracht hat, kann man schon zynisch werden. Aber leider spiegelt dies die Realität wieder. Es gibt definitiv ein Kredit – Mindset und es wird auch an die nächste Generation weiter gegeben. In den meisten Fällen ist es eine Folge von „Yolo“-Denken und/oder purer Habgier. Natürlich gibt es auch Menschen, die aus anderen Gründen da rein geraten. Für die haben wir nachher noch eine Hilfestellung.

Vorher wollen wir aber kurz die andere Seite der Medaille betrachten. Denn Kredite sind nicht per se schlecht. Sie können auch zu einem wirksamen Werkzeug werden. Dazu möchte ich erst den Klassiker aller VWL Gleichungen anführen:

I = S

 

Dies besagt in der klassischen VWL nichts anderes, wie das alle Investitionen der Sparleistung in einer geschlossenen Volkswirtschaft entsprechen. Mittler sind die Banken. Das ist heute sehr viel komplexer geworden, aber so war die Ausgangslage, als wir noch klassische Einzelstaaten hatten die weitestgehend einer reinen Binnenwirtschaft entsprachen. In dieser vereinfachten Gleichung steckt aber dennoch Wahrheit. Würde man alle Kredite der Welt über Nacht ersatzlos auslöschen, wäre auch ein Großteil der Vermögen „ausgelöscht“. Des einen Kredit ist des anderen Vermögen. Denkt in Ruhe mal darüber nach.

 

Blackwater.live - eiserner Willen
Der Feind in uns. Vielleicht ist es das schwerste was wir je tun mussten: Unsere Gewohnheiten besiegen und uns ändern. Aber Menschen können sich ändern, wenn sie es wollen.

Bildquelle: gettyimages

 

 

Kredit als Mittel zur Expansion

Wir haben gesehen und ich denke euch ist es auch klar, dass die Kreditaufnahme für Auto, TV, OPs, Urlaub und Smartphones heute gesellschaftlich akzeptiert wird. Dies war noch vor einigen Jahren weniger der Fall, als es heute ist. Aber es gab auch einiges weniger an Konsumgütern. Die Bedürfnisse des Menschen sind fast gleich geblieben, aber Wünsche gibt es X-fach mehr.

Die Meinung der Mehrheitsgesellschaft ist sicher kein moralischer Kompass, wie die Geschichte immer wieder gezeigt hat. Womöglich ist sogar das Gegenteil der Fall. Wo alle das gleiche denken, denkt niemand besonders viel.

Hier könnte ich mich nun in einem extra Post austoben, aber wir wollen es mit einen Finanzbeispiel zeigen, welches ihr gerne mal in eurem weiteren Bekanntenkreis testen könnt. Ihr erzählt zwei Geschichten und beobachtet mal die Reaktionen:

 

A.

„Hey Leute, ich habe mir einen neuen XXXL Fernseher gekauft. Er kann (zählt die Features auf). Es war ein Schnäppchen. Außerdem 0% Ratenfinanzierung. Tip Top.“

 

B.

„Hey Leute, ich habe einen Kredit aufgenommen um mit dem Geld zu arbeiten. Ich möchte es hier und hier investieren. Der Kredit war sehr günstig. (unter 4% p.A.)“

 

Nehmt die Reaktionen entgegen und lernt.  🙂

Nun kenne ich nicht jeden der Leser hier persönlich und so werden die Reaktionen unter Umständen auch anders ausfallen, als von mir erwartet. Aber ich bin mir recht sicher, dass ihr wisst was ich meine. Die Kreditaufnahme für Konsumgegenstände, die sofort an Wert verlieren, wird akzeptiert. In dem anderen Fall werdet ihr Kopfschütteln ernten. Und dies ist eine Folge von Mindset und Werbung. Oder habt ihr schon mal eine Kreditwerbung gesehen, in der für Kredite zum Investieren geworben wird? Nein. Es wird geworben um Konsumgüter zu kaufen.

Der Kauf von Dingen auf Kredit, die keinen wirklichen Wert haben oder deren Zeitwert rapide fällt ist ok, selbst wenn es Zinsen kostet.

Die Investition auf Kredit ist aber „Zockerei.“

Das ist umso interessanter, da wir ja die Gleichung I=S betrachtet haben. Und nun schaut euch mal all die Firmen rund um den Globus an. Expansion erfolgt über Kreditaufnahme. Natürlich sind hier viele Kennzahlen zu betrachten und es hängt auch von der Art der Investition ab. Aber grundsätzlich wird klar, dass es eine legitime und bewährte Strategie ist Kredit aufzunehmen, um mit diesem Geld mehr Geld zu verdienen. Dem steht stets ein Risiko gegenüber, dessen bewusstes Eingehen im Erfolgsfall mit einem Mehrertrag belohnt wird. Selbst wenn der prozentuale Ertrag sinkt, mag der absolute Ertrag sehr viel höher sein als vorher. Auf 100 Geldeinheiten 6% zu erziehen ist eine Sache, 4% nach Zinsen auf 100 eigenen und 100 geliehenen Geldeinheiten zu erhalten, ist eine andere. Wir haben hier kein konkretes Beispiel betrachtet, denn es soll ja um das Mindset gehen.

Interessant ist aber, dass finanziell erfolgreiche Menschen, beispielsweise erfolgreiche Unternehmer, genau so denken, wohingegen der klassische Konsument nur den Kopf schüttelt. Und an dieser kleinen Überlegung merken wir schon, das wir zwar nicht als Sklaven geboren werden, aber vielen ein völlig falsches Denken anerzogen wird. Entweder durch die Werbung oder die „Yolo“- Eltern. Jetzt kann man Werbung meiden, was ich jedem nur empfehlen kann. Meldet euren Kabelanschluss ab, empfangt keine Werbung im Briefkasten, meldet euch aus allen Newslettern ab. Das würde ich euch sogar unbedingt empfehlen!

Aber was macht man, wenn man „Yolo“ – Eltern hatte?

 

Blackwater.live - Familie & Werte
Besser einen Hund gekauft. Jugendliche: „Meine Mutter liebt sich selbst mehr als mich.“ Kinder als gesellschaftlicher Zwang oder um eigene Defizite zu kompensieren. Die denkbar schlechteste Grundlage um Kinder in die Welt zu setzen. 

Quelle: Die Zeit, 2016 / Bildquelle: gettyimages

 

 

Das Kind ist in den Brunnen gefallen.

So mancher Leser von Blackwater.live denkt vielleicht, hier sind nur Geldanlage-Typen unterwegs und dazu habe ich nie gehört und werde es nie tun. Ich habe Schulden, meine Eltern haben Schulden und das Leben ist Scheisse und man kann nichts ändern. Yolo.

Das stimmt aber so nicht und in vielen Fällen kann man etwas ändern. Wie schon gesagt, kann niemand etwas für „Yolo“- Eltern. Wenn ich die Kinder von solchen Eltern sehe, sehe ich zwar auch wie erschreckend unausweichlich deren Werdegang ist und die Eltern später sagen werden, „man hat es ja nicht wissen können, Hauptsache das Kind ist glücklich und … yolo… aber…“

… es gibt glücklicherweise auch Beispiele von Menschen, die die Wende geschafft haben. Dazu braucht es aber den unbedingten Willen. Und hier nochmals mein Tipp: Gehörst Du zu den „Kreditopfern“, so vermeide jegliche Werbung egal in welcher Form. Du musst diese Bilder und Wünsche aus dem Kopf bekommen. Und dies geht nur durch knallharten Entzug. Dies ist bei jeglichen Süchten geistiger und körperlicher Art so. Wer keine Pornos mehr schauen will, braucht Entzug. Wer kein Alkohol mehr trinken will/darf/muss, muss einen Entzug machen!

 

Blackwater.live - die sexualisierte Gesellschaft
Junge Frau: „Kann keine Banane mehr in der Öffentlichkeit essen“. Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich sexualisiert* durch Werbung und öffentliche und versteckte Pornographie. Glauben wir wirklich, dies bleibt ohne Folgen?

*Quelle: Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Pädagogik – Pädagogische Soziologie, Technische Universität Darmstadt (Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik)

 

 

Komischerweise ist dies bei Alkohol allen klar, wohingegen bei Pornographie, Konsum und jeglichen Materialismus dies nicht akzeptiert wird. Ist aber das gleiche. Wir essen ungesund, unser Köper wird krank. Wir „ernähren“ uns geistig ungesund, unsere Psyche wird krank. Und nun schauen wir uns im Sommer mal in der Stadt um, wie viele Frauen (zunehmend auch Männer) gekleidet sind und fragen wir uns ernsthaft, ob wir in einer sexualisierten Gesellschaft leben oder nicht und wenn ja, woher das kommt?

Ich schweife ab, wobei diese beiden Dinge enger zusammen hängen, wie es auf den ersten Blick scheint. Aber zurück zum Thema. Also: Werbung, nie wieder!

Wie gehen wir nun also vor, wenn wir Schulden haben und erkannt haben, wir sind ein Konsumopfer und bereits das Anschauen der Werbung eingestellt haben? (der erste Schritt!!)

Wir nehmen ein Blatt Papier zur Hand. Dort schreiben wir alles Guthaben auf, sofern vorhanden. Dann schreiben wir ALLE unsere Schulden auf. Auch Dispokredite, Kreditkarten, alles. Im nächsten Schritt machen wir eine Haushaltsrechnung über unseren IST Zustand.

 

Blackwater.live - IST Zustand
Vereinfachte Haushaltsrechnung. So oder so ähnlich sieht es bei Millionen von deutschen Haushalten aus.

 

Der “ *WTF – Moment“

* What the fuck?, im Internet gebräuchlicher Slang für „Was soll die Scheiße?“ oder „Was ’n das fürn Scheiß?“ (Quelle: Wikipedia)

 

Wir merken vielleicht zum ersten Mal im Leben, ich produziere jeden Monat nur Minus. Dadurch rutsche ich immer etwas mehr in den Dispokredit, Monat für Monat. Bis ich wieder einen neuen Ratenkredit benötige, um diese Schulden umzuschulden. Und genau so passiert es mit Millionen Deutschen Jahr für Jahr. Meine Rechnung ist vereinfacht, vielleicht ist dies bei Dir eine viel umfangreichere Rechnung. Mag sein. Dennoch, alles konsequent auf schreiben und nicht schön zu rechnen ist der Start unserer Sanierung. Typische Schönrechnerei ist sich zu sagen, bei dem Autokredit würde ein Gegenwert vorhanden sein. Das ist Quatsch. Ein Auto ist kein Wertgegenstand, sondern ein Gebrauchsgegenstand mit einem rapide fallenden Zeitwert. Selbst bei Immobilien kann man nicht pauschal von einem Gegenwert sprechen, aber dieses Thema behandeln wir ein anderes Mal.

Nun habe ich ja geschrieben, noch VOR der Haushaltsrechnung schreibt bitte ALLE eure Schulden auf. Rechnet diese einmal zusammen zu EINER Summe. Für diese Summe X braucht ihr nun einen günstigen Ratenkredit. Wie ihr wisst, haben wir ja als „Brot und Butter Bank“ die DKB. Sie hat einen günstigen Ratenkredit, mit einem bonitätsunabhängigen Zinssatz. Also höchst wahrscheinlich anders, als bei eurer bisherigen Hausbank, die für Lisa einen Kredit mit 10,5% p.A. hat und für Oskar einen mit 5,5% p.A., auch wenn beide die gleiche Laufzeit haben. Hier fliesst also die Kreditwürdigkeit unmittelbar in die Kondition des Kredites mit ein.

Bei der DKB bekommt ihr entweder den Kredit oder ihr bekommt ihn nicht. Aber wenn, dann ist er sehr günstig, ihr könnt Sondertilgungen machen und bleibt somit sehr flexibel. Hier kommt ihr zum DKB Kredit unter einem neuen Fenster:

DKB

 

Das ist sicher KEINE Kreditempfehlung, hier geht es um den Notfall. Wir sanieren unseren Haushalt und gewinnen die Kontrolle zurück. Wenn ihr also eure ganzen Schulden in den einen Kredit gepackt habt, werdet ihr im Regelfall sehen, die monatliche Rate ist viel günstiger, wie all die Einzelkredite.

Sehr gut soweit. Nun macht bitte Folgendes: Die DKB ist ohnehin eine solide Bank, wenn ihr nicht schon dort seid, solltet ihr dort euer Konto eröffnen. Lest euch gerne unseren letzten Artikel dazu durch.

 

In eurem Fall müssen wir etwas anders vorgehen, als bei den klassischen 3 Konten Modellen. Bei euch ist das Ziel, maximalen Überblick zu bekommen und nicht viele Optionen. Das kommt später. Jetzt verwirrt es noch zu sehr.

Daher: Kündigt ALLE anderen Bankverbindungen, ALLE Kreditkarten bis auf die DKB Visa. Schreibt der DKB, sie sollen den Dispokredit auf 0,00 EUR setzen und das Visakartenlimit ebenfalls auf 0,00 EUR. Ihr werdet nicht mehr aus dem Minus heraus Sachen kaufen, wir kaufen nur aus dem Guthaben Dinge. Haben wir kein Geld, können wir nichts kaufen.

Und nun gehen wir noch einen Schritt weiter. Ihr schreibt wieder eure Haushaltsrechnung mit der neuen Kreditrate. Im Regelfall solltet ihr ein Überschuss nun heraus bekommen, da die neue Rate niedriger ist und alle alten Kredite mit dem einen Kredit der DKB abgelöst sind.

Blackwater.live - SOLL Zustand
Endlich: Ein Haushaltsüberschuss. Diesen solltet ihr ansparen, bis ihr 6-12 Monatsgehälter Reserve habt. So gewinnt ihr Sicherheit.

 

Wenn ihr euch die vereinfachte Haushaltsrechnung anschaut, so seht ihr was ich meine. Natürlich wird dies bei euch viel komplexer mit den Einzelposten sein. Aber im Prinzip ist es immer das gleiche. Einnahmen –  Ausgaben = Minus oder Überschuss. Daraus erfolgt dann unsere Handlung.

Die Kredite zusammen zu fassen um die Rate zu senken, ist immer der wichtigste erste Schritt und dies rechnet euch auch die Filialmaus bei der Bank um die Ecke aus.

ABER wir wollen weiter gehen. Erstens könnt ihr diese Rechnung selbst einfach machen. Aber zweitens: Wir müssen an dem Mindset arbeiten und Konsumschulden in Zukunft vermeiden. Daher müssen wir auch andere Positionen der Haushaltsrechnung betrachten. Stelle Dir daher folgende Fragen:

 

  1. Solange es mir finanziell nicht gut geht, muss ich da dauern Essen gehen? Muss es immer ein Auslandsurlaub sein?
  2. Brauche ich die ganzen Abos wirklich: Netflix, Apple, YouTube Premium, Amazon Prime?
  3. Wieviel Geld gebe ich im Monat aus, was NICHT in meiner Haushaltsrechnung auftaucht? Dies sind Spontaneinkäufe, Freizeitkosten etc.
  4. Brauchen wir wirklich zwei Autos? Wie können wir mit einem Auto klar kommen?
  5. Habe ich vielleicht die falschen Freunde, da unsere Gespräche sich nur um Konsum und Gegenstände drehen?
  6. Muss ich immer die neusten Smartphones, TVs, Tablets, Schuhe etc. haben? 

 

Diese Fragen haben keine Priorisierung. Sie sind alle wichtig. Wir müssen an unser Mindset ran. Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, dann ist das sehr gut. Und vielleicht seht ihr euch wirklich als „Yolo“- Mensch. Ich möchte euch aber eines ganz deutlich sagen:

Trotz allem Zynismus, den wir hier auch im Artikel haben: Das ist keine Wertung. Fühlt euch nicht verurteilt. Es ist eher wie ein Eimer kaltes Wasser ins Gesicht, um euch aufzuwecken, weil wir es gut mit euch meinen. Das ist uns ganz wichtig! Ok? Wir haben schon viele Menschen in kurzer Zeit zum Umdenken bewegt, welches einen echten Mehrwert schafft. Nicht nur für den Einzelnen, am Ende für unsere ganze Gesellschaft.

Zurück zu unserem Problem: Keine Bank kann euch langfristig dabei helfen und auch nicht die Schuldnerberatung. Wir sind auch keine Schuldnerberatung!

Nur ihr selbst könnt euch helfen das Problem wirklich nachhaltig in den Griff zu bekommen. Dazu müsst ihr für euch überlegen, warum ihr ein selbstzerstörerisches Verhalten in euch habt, denn nichts anderes ist dieser exzessive Konsum. Was kompensiert ihr damit? Wenn ihr euch bei dem Kauf von unnötigen Gegenständen besser fühlt, warum ist das so? Warum fühlt ihr euch ohne Konsum womöglich leer? Diese Fragen könnt nur ihr euch selbst beantworten. Die sechs Fragen oben werden euch sicher dabei helfen.

Was ich hiermit auch sagen möchte ist, es ist mit einer Haushaltsrechnung nicht getan. Ihr werdet wieder in die Schulden kommen, wenn ihr das eigentliche Problem nicht löst. Dies kann durchaus auch an der Wahl von Freunden liegen. Wenn ihr nur Konsumopfer um euch herum habt, könnt ihr diese entweder dazu bringen mit euch gemeinsam aus den Schulden raus zu kommen und euch gegenseitig motivieren, oder ihr müsst die Freundschaft beenden. Es ist hart, aber Menschen die euch nicht gut tun, müsst ihr aus eurem Leben entfernen. Es geht nicht anders.

Blackwater.live - falscher Umgang
Keinen eigenen sinnvollen Lebensinhalt. Meist ist das das Leben anderer oder Konsum die Ersatzdroge um sich abzulenken.

 

Ich könnte noch viel zu diesem Thema schreiben, werde aber einiges in unserem neuen Podcast weiter verarbeiten. Wichtig mit diesem Post ist, dass wir alle unser Leben ändern können und niemand ein Konsumopfer bleiben muss, egal ob uns dies die Eltern vorgelebt haben oder wo auch immer wir diese Verhaltensweise erlernt haben. Wir haben sie erlernt, wir können sie auch wieder verlernen.

Entscheidend ist, dass wir Nachdenken. Und wir sollten ein Date haben mit dem Menschen, den wir am meisten lieben: Uns selbst.

Fragen wir in diesem Date, warum es soweit kommen konnte, wie wir unser Leben ab morgen gestallten wollen und was uns wirklich glücklich macht. Oder was uns fehlt. Spülen wir unsere Ersatzdrogen die Toilette runter. Wir sind mehr wert als nur Opfer einer reizüberfluteten und sexualisierten Konsumgesellschaft zu sein.

 

Und was ist nun mit der „Yolo“ – Einstellung?

Persönlich denke ich, dass dieser Begriff sich sicher noch einige Male ändern wird. Aber das Mindset dahinter bleibt, da es Jahrtausende alt ist. Nur haben heute mehr Menschen die Möglichkeit es auszuleben. Und die Werbung hat es als Marketinginstrument aufgegriffen um selbstverständlich völlig „uneigennützigen Unternehmen“ den Vorteil zu verschaffen, uns als Konsument dauerhaft zu versklaven. Durch das Leben auf Kredit verleben wir heute schon unsere zukünftige Arbeitskraft. Ein Risiko, welches X-fach höher ist als ein Investment auf Kredit.

Aber wie so oft sind in unserer Gesellschaft Werte und Ziele gesetzt, die für das Individuum nicht zwangsläufig das große Glück bedeuten. Vielleicht sogar den Untergang. Mit Psychopharmaka oder am Strick.

 

Blackwater.live -  das innere ICH
Eine gewaltige selbstzerstörerische Gefahr: Das Erleben der Zukunft nach einer exzessiven Gegenwart. Wie sehr muss man sich selbst hassen, um seinen inneren Kind das anzutun?

 

 

 

„Zwei Tragödien gibt es im Leben: Die eine, nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, die andre, es zu bekommen.“

 – George Bernard Shaw über das Begehren

31 Kommentare zu „Das Kredit – Mindset

Gib deinen ab

  1. Besonders schlimm resp. lächerlich ist doch die Kreditaufnahme für Autos, Urlaube oder Elektronikspielzeug. Unsere Gesellschaft wird immer mehr zu einer Gesellschaft auf Pump wie in den USA. Das wird ein Spass in der nächsten Rezession.

    Liken

  2. Gut erklärt, vor allem auch in dem Podcast dazu. Von Kredit zu Kredit zu leben ist eine Art antrainiertes Verhalten, welches schwer wieder los zu bekommen ist.

    Liken

    1. Gutes Podcast. Früher gab es mal den Begriff des ehrbaren Kaufmanns. Davon ist nicht mehr viel übrig. Ich war in einer Bank ( Schande über mich) und habe dort gleich am Schalter Kreditwerbung gesehen. Jetzt dem kalten Wetter mit einem Ratenkredit entkommen. Unglaublich. 🙄

      Liken

  3. Guten Tag! Ich bin durch finanzblogroll auf euren feinen Blog aufmerksam geworden. Mir gefällt eure Herangehensweise und ein durchweg unkonventioneller Blick auf den Finanzvertrieb. Ihr seid wie eine Art dritte Meinung. Liest sich alles sehr gut bei euch. Interessant ist auch, wie viele verschiedene Menschen ihr erreicht und vereinen könnt. Sowas ist in unserer heutigen Zeit doch sehr selten. Es trauen sich Menschen bei euch zu fragen und zu schreiben, die es sonst vermutlich nirgendwo tun. Daher ein ganz großes Lob von mir für dieses gelungene Projekt und die wertvolle Arbeit, die ihr damit leistet.

    Liken

  4. Wenn man euer 3 Kontenmodell umsetzt kommt man nie in die Situation Kredit zu brauchen. Also normalerweise. Kredit braucht man nur wenn die Finanzen nicht geregelt sind oder man einfach gierig ist. Und wenn ich mich so umschaue wollen die Leute alle Sachen haben, die sie sich nicht leisten können. Und warum? Weil sie alle verführt werden durch Werbung und materielle Dinge. Aber geistiges (ich meine Gedanken, Glauben) spielt keine Rolle mehr. Damit machen wir uns und die Welt kaputt. Sehr traurig. Menschen die wirklich nach Sinn suchen und Erfüllung in ihrem Schöpfer haben können nicjt so materialistisch sein. Oder sie spielen nur religiös sein vor. Es passt nicht zusammen.

    Gefällt 2 Personen

  5. Habe eure nette kleine Seite erst diese Tage zufällig entdeckt, bin ihr aber sehr positiv angetan. Ihr seid ja noch recht frisch dabei😂, aber ich freue mich schon jetzt eure Ansichten zu den ganzen noch unbehandelten Finanzthemen zu erfahren. Gruss gg

    Liken

  6. Diese ganze Problematik erledigt sich doch, wenn es in der Schule verpflichtend das Schulfach Finanzen o.ä. geben würde. Dies sollte praktisch und motivierend aufgebaut sein. Natürlich braucht es dann auch anderes Lehrpersonal. 🙄 Durch die vielen Veränderungen (Digitalisierung) sind die meisten Eltern mit ihrem eigenen Leben schon überfordert.

    Liken

  7. Meine Erfahrung (35 Jahre Beruferfahrung) zeigt, die meisten Paare hätten besser keine Kinder bekommen. Der Eindruck Kinder kompensieren nur eigene Lebensleere und andere Defizite (auch Persönlichkeitsdefizite) hat sich in meinem Beruf bei mir in den letzten Jahren immer mehr verfestigt. Die Kinder können am wenigsten dafür und doch sind sie die grössten Opfer mit unkalkulierbaren Folgen. Für alles benötigt man in diesem Staat eine Bescheinigung in Verbindung mit einer Prüfung. Nur Kinder kann Hinz- und Kunz in die Welt setzen und dann sagen, es wird schon irgendwie werden. Und so werden diese dann auch erzogen: Nach dem Bildungsstand einer unterbelichteten Mutter und einem Vater, der nie da ist oder kein Interesse hat. Das ist die Regel, nicht die Ausnahme. Ihr Artikel ist gut geschrieben und ich würde dem auch zustimmen. Jegliches Verhalten wird durch Vorleben erlernt, auch das finanzielle Ausgabenverhalten. Die Sozialpsychologie bestätigt das. Sie scheinen Erfahrung durch Beobachtungen gemacht zu haben und haben diese m.E. richtig verarbeitet und erklärt.

    Gefällt 1 Person

    1. Die vielen agressiven „Muttertiere“ mit ihrem schlecht erzogenen Balg werden dies wohl abstreiten. Wehe es wiederspricht jmd. einer Mutter. Es ist ungefährlicher sich einer Elephantenkuh sich in den Weg zu stellen. Aber ganz ernsthaft: Eigentlich ist es nicht lustig, sondern tieftraurig. Am meisten für die Kids, die jahrelang gegen unbewusst erlerntes Verhalten kämpfen werden.

  8. Bei euch merkt man ihr müsst nichts verkaufen und habt nichts zu verlieren. Ist natürlich super, so könnt ihr frei schreiben was Sache ist. Erfrischend anders in der Finanzwelt. Und mit diesem philo-Ansatz seid ihr doch einzigartig. Coole Sache.

    Liken

  9. .. deswegen habe ich seit Jahren YNAB. Die gute alte Umschlagmethode immer auf dem Smartphone dabei… so kann ich checken ob ich von die 5 Euro Budget in „Auswärts Essen“ in Sushi oder Döner investiere 😉

    „Die Kunst zu leben hat mit der Fechtkunst mehr Ähnlichkeit als mit der Tanzkunst, insofern man auch auf unvorhergesehene Streiche gerüstet sein muß.“

    Marc Aurel

    .. das Gleiche gilt auch für die Finanzen 😉

    Liken

  10. ey Leute… so ein geiler Blog! Danke für eure Erfahrungen und die klaren Worte. Lieber knallhart aber gut gemeint als schleimig und verlogen. Blackwater, einfach nur Hammer was ihr da immer wieder abliefert!! Ich feier euch!

    Gefällt 1 Person

  11. Naja naja, es ist nicht so einfach mit einer Familie durchzukommen und Kinder sind nicht gerade billig. Was ich erst lernen musste ist der Umgang mit Geld. Bringt einem auch niemand wirklich bei. Weder in der Schule noch sonst wo. Die Eltern leben was Geld angeht auch in einer anderen Zeit. Was du schreibst stimmt schon, es ist wie so oft eine Frage der Einstellung. Mit Kredit wird meistens alles noch viel schlimmer, mit Familie und Kindern sowieso. Heute haben wir trotz Familie eine Sparleistung von 1000 Euro im Monat und dürfen uns damit wirklich glücklich schätzen. Aber es bedeutet auch Verzicht, vieles gebraucht kaufen und wieder verkaufen. Und mein grosser Megatipp: Ein Haushaltsbuch führen!!!!! Ab und an kann man sich als Mutter dann auch mal Wellness gönnen. Ohne Schulden und ohne schlechtes Gewissen.

    Liken

  12. pua harte Worte wegen Kredit, aber dir vertrau ich da in der Absicht. Wer so lange als Banker gearbeitet hat, hat Erfahrung. Danke fürs Teilen deiner Erfahrung. Und wenn ich mal in solche Wünsche verfalle, schreib ich vorher um den kalten Eimer Wasser abzuholen.😉

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: