DKB, Kredite, Vergleichsportale, Girokonto und Schulden

„Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.“

(Indisches Sprichwort)

 

 

Wir lieben Vergleichsportale. Sie geben uns ein Gefühl der Macht und der Auswahl. Und Auswahl und Optionen will jeder gerne haben. Wie realistisch die Versprechungen hinter diesen Portalen sind, dies sei einmal dahingestellt.

Wer heute in den Urlaub fährt, konnte sich bis vor kurzem von einem adipösen Fussballmanager den Flug empfehlen lassen. Ob er in die empfohlenen Flugzeuge selbst einsteigen würde (und könnte) sei mal dahingestellt.

Unseren Strom können wir auch jährlich umstellen lassen und haben so immer den günstigsten Anbieter, so die Versprechungen. Einiges an Nerven und Lebenszeit geht dabei drauf, aber unter Umständen spart man sich ein paar Euro’s ein. Vermutlich dürfte dieser Effekt zu Beginn am größten sein, dann aber über die Jahre abnehmen. Soweit so gut.

 

Und wer Kredite benötigt, der sucht natürlich auch nach Vergleichsportalen. Hier lassen sich hunderte bis tausende Euro sparen, aber auch verdienen. Und dies ist der Grund, warum es diese Portale gibt. Nach der eigenen „Hausbank“ sind diese Portale aber eine der großen Anlaufstellen im Internet. Die Menschen geben ein: „Hilfe ich brauche Kredit!“ Oder: „Was kostet ein Kredit?“ Oder: „Hilfe, Gericht kommt, brauche Kredit!“ So oder so ähnlich sehen nach Google Trends die Kreditgesuche aus.

Was die Menschen aber wirklich brauchen, ist ein Plan und nicht ein Produkt. Sie brauchen jemanden der ihnen aufzeigt, wie sie sich von dem Schuldensumpf befreien können. Und da landen sie dann meist wieder bei der Hausbank. Wie in unserem letzten Artikel beschrieben, hat die nicht das Interesse daran zu helfen, sondern möglichst ein hohes Kreditvolumen zu verkaufen. Dazu versucht man Kredite von anderen Banken gleich mit abzulösen. Eigentlich eine gute Sache, empfehlen wir ja auch. Einen neuen Kredit machen, alles zusammen fassen und danach alle Kreditkarten zerschneiden und den Dispokredit auf dem Konto löschen lassen. Oh, Moment mal, den zweiten Teil empfehlen diese Banken ja gar nicht.

Aber die Filialbanken versuchen auch ganz grundsätzlich in Zeiten von sinkenden Zinsen höhere Kreditvolumen zu verkaufen. Ganz wie in der Metzgerei zu Oma’s Zeiten: „Darfs ein bißchen mehr sein?“ Dem Metzger hinter der Theke zu urteilen vielleicht lieber nicht. Heute wissen wir, Wurst ist kein gesundheitsförderliches Nahrungsmittel und kaum einer weiss, was da heute so drin ist. Aber wie immer macht die Menge das Gift. Wenn ich kurz vor einem Feiertag das zweifelhafte Vergnügen habe mit einkaufen zu gehen, kann ich manche interessante Beobachtung im regionalen Markt machen: Die größten „Staus“ gibt es stets bei der Wursttheke, wohin gegen beim Fisch meist alles frei ist. An der Wursttheke werden riesige Mengen Schweinefleisch und Wurst auf Basis von Schweinefleisch verkauft. Rind, Lamm und Geflügel ist die Seltenheit. Erstaunlich auch die schiere Menge, die so manche einzelne Person kauft. 600 Gramm Aufschnitt, 400 Gramm Schinken, 300 Gramm Leberwurst und dann noch ein paar Hausmacher Dosenwürste. Der Wochenbedarf manches Alleinstehenden. Nicht nur das Aussehen lässt auf exzessiven Konsum schliessen, manche sichtbare Erkrankungen auch.

Wie schon ein vor einigen Jahren verstorbener Autor weltpolitischer Werke treffend schrieb, „alles exzessive ist scheisse“, so ist es auch bei der Wurst. Und ob man Schwein essen sollte ist eine Frage, die sich immer mehr moderne Menschen stellen. „Aber darf es ein bißchen mehr sein?“, dies ist auch heute eine gerne gestellte Frage beim Metzger. Und gerne sagen die Kunden „ja“, obwohl ein „nein“ die Krankenkasse freuen würde.

Nun will ich weder dem Metzger noch dem Bankverkäufer schlimmste Absichten unterstellen. Beide müssen verkaufen was „vom Hof“ muss. Aber für viele Kunden wäre es wichtig „NEIN“ zu sagen. Und viele brauchen kein Produkt, sondern einen Plan. Einen Ernährungsplan oder eben einen Finanzplan.

 

Blackwater.live - Abnehmen!!
Zu bestimmten Dingen „Nein“ zu sagen, kann unser Leben enorm verbessern.

 

 

Der „Plan“

Eine Kreditaufnahme im Ratenkreditbereich ist in den allermeisten Fällen eine Bankrotterklärung finanziellen Handelns. Und es ist berechtigt sich schlecht zu fühlen, auch wenn die meisten sich aufgrund des zu erwartenden und stets darauf folgenden Konsumrausches gut fühlen. Aber auch von diesem Rausch kommt man schnell herunter und dann tut es umso mehr weh.

 

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Du brauchst gar keine Kredite? Damit es so bleibt, schau mal hier:

 

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In unserem letzten Artikel haben wir bereits beschrieben, dass eine Zusammenfassung aller Schulden zu einem Ratenkredit notwendig ist, um die monatliche Belastung zu senken. In den allermeisten Fällen saniert man so seine Finanzen und hat wieder einen monatlichen Überschuss. Und vor allem gewinnt man die Kontrolle zurück. Eine feste Rate, ein Kredit. Der neue Kredit wird natürlich eine Weile laufen und wir würden sogar eine eher längere Laufzeit empfehlen, auch wenn dies absolut gesehen teurer ist. Für die Psyche und den Finanzplan ist es aber meist besser.

Wir haben einige Mails in kurzer Zeit auf unseren letzten Artikel erhalten und wollen mit diesem Artikel allgemein einmal darauf eingehen. Jemand hat uns auch direkt sein eigenes Beispiel gemailt und wir dürfen es allgemein verwenden, ganz anonym. Dafür schon einmal herzlichen Dank an Melanie! (Vorname durften wir nennen)

Melanie hat ihre Kredite zusammengefasst und einen Finanzplan aufgestellt und wir konnten gemeinsam ein paar Dinge klären. Sie liest schon bei uns einige Monate mit und hat auch erst im letzten Jahr angefangen sich mit Finanzen zu beschäftigen. Erst einmal hat sie ihre bisherigen Kredite aufgelistet. Ein erster wichtiger Schritt, denn viele wissen gar nicht was sie zahlen, wie hoch die Zinsen sind und damit die absoluten Kosten eines solchen Kredits.

 

Blackwater.live - Finanzplanung 1
„So viel? Oh maaan.“ Eine Bestandsaufnahme kann erst einmal etwas schockierend sein. Aber sie muss gemacht werden.

 

Sich wirklich vor Augen zu führen, wie viel Minus man hat und wieviel Zinsen man absolut zurück zahlen muss, kann erst einmal heftig sein. 815,00 EUR im Monat zahlt Melanie an Raten. Das tut jeden Monat richtig weh. Was sie damit gekauft hat? Eigentlich fast egal, denn keiner dieser Gegenstände ist so langlebig, wie die Kredite bis zur vollständigen Rückzahlung laufen.

MERKE: Kredite aufnehmen für Dinge, die rapide an Wert verlieren, ist finanziell gesehen absolut falsch! 

Viele Vergleichsportale empfehlen die Kreditaufnahme für Konsumgüter und schreiben dann immerhin, dass der Kredit nicht länger laufen sollte, als das Konsumgut nutzbar ist. Wir würden hier aber weiter gehen. Eine Privatperson ist kein Unternehmen, Nutzung kann nicht abgeschrieben werden, Kreditkosten auch nicht. Die Kreditrate muss aus dem Nettogehalt bezahlt werden. Der einzig legitime Grund für eine Kreditaufnahme eines klassischen Ratenkredits ist die Umschuldung, wie in unserem Fall beschrieben. Ziel: Kontrolle zurück gewinnen.

 

 

Der DKB Kredit

Unsere Empfehlung ist der DKB Kredit. Warum? Einfach weiter lesen…

DKB Kredit

Im nächsten Schritt hat Melanie dann verschiedene Kredite verglichen, die im Internet angeboten werden. Der DKB-Kredit hat einen Bonität unabhängigen Zinssatz. Entweder bekommt man ihn, oder nicht. Die Kredite auf Vergleichsportalen werben mit günstigen Zinsen, aber wenn man sich das Angebot berechnen lässt, ist der Zins viel höher.

Unter obigen Link könnt ihr eure eigene Rate in Ruhe ausrechnen und seht auch gleich, welches Zinsergebnis dabei heraus kommt.

 

Hier Melanie’s Ergebnis ihrer Vergleiche:

 

Blackwater.live - Finanzplanung 2

Ziel war eine niedrige Rate zu erhalten bei möglichst wenigen Kosten. 84 Monate Laufzeit fallen bei unterschiedlichen Anbieter sehr verschieden aus, wenn man sich die Angebote wirklich mal verbindlich berechnen lässt. Bis zu knapp 5.000,00 EUR an Zinskosten macht dies an Unterschied aus und damit eine Rate von 491,00 EUR bis 548,00 EUR im Monat für unsere Leserin Melanie.

In jedem Fall ist dies eine niedrigere Rate, als bei den ganzen Einzelkrediten vorher. Aber die Kosten wollen wir ja auch niedrig halten. Mit 4,78% auf einen Kredit über 84 Monate und für einen Single ist dies gerade noch vertretbar. Der Kredit hat keine Sicherheiten, was bei Konsumentenkrediten heute eh kaum noch üblich ist. Aber wie wirkt sich dies nun auf die Finanzplanung von Melanie aus? Hier sehen wir ihre vorherige Haushaltsrechnung:

 

 

 

Blackwater.live - Finanzplanung 3
„Zum ersten mal Angst gehabt!“ Seine monatlichen Einnahmen und Ausgaben aufzuschreiben, kann schockierend sein. Manche haben sogar Angst davor.

 

Bei Melanie kommt nur ein kleines monatliche’s Minus bei ihrer Haushaltsrechnung heraus. Aber schockierender ist wirklich zu sehen, wie viele Kreditraten sie zahlt. Aber positiv ist zu sagen, dass sie ein gutes monatliches Nettogehalt hat und sehr fleissig ist, denn sie hat noch einen kleinen Nebenjob. Würde der allerdings wegfallen, sähe es schon deutlich schlechter aus. Und dies zeigt, dass die Kreditaufnahme von Konsumkrediten ein echtes selbst gemachtes Gefängnis ist. Melanie ist mit ihrem Gehalt eine „gute“ Kreditnehmerin für jede Vertriebsbank, denn mit dem Haushaltsüberschuss ohne die Kreditraten ist es leicht ihr Kredite zu verkaufen. Und dies ist ja auch geschehen. Soviel zum Thema Verantwortung in der Finanzberatung. Aber Melanie hat auch eine eigene Verantwortung, dies müssen wir klar sagen. Und sie weiss das auch. Daher hat sie einiges in ihrem Leben geändert und nach dem Umsatteln mit der DKB sieht ihr Haushaltsplan nun so aus:

 

Blackwater.live - Finanzplanung 4
„Fühl mich einfach besser, befreiter.“ Nachdem der erste Schritt getan hat, bekommt man wieder Luft zum Atmen. Nun geht es aber erst richtig los.

 

Melanie hat nun einen Überschuss von 319,00 EUR im Monat. Aber keine Rücklagen, falls etwas passiert. Und keine Altersvorsorge. Dafür eine schicke Wohnung, ein schönes Auto, ein junges Alter (27) und ein gutes Gehalt. Was nun?

 

 

Mindset matter’s – das Money Mindset

An dieser Stelle würde auf jeder anderen Internetseite (oder fast jeder) eine Tonne an Bullshit auf euch einprasseln. Du kannst werden was Du willst, man lebt nur ein Mal, mit diesem Glaubenssatz fällt das Geld von alleine vom Himmel, hier ist das tolle XYZ Produkt oder es kommt einfach Tinder Werbung.

(für die, die diesen Artikel erst in vielen Jahren finden: Tinder war eine Plattform für Leute, die gerne Körperflüssigkeiten austauschen ohne dafür direkt zahlen zu müssen (z.B. direct debit im Bordell) )

Es ist klar, dass Melanie wie viele andere ihr grundsätzliches Problem mit dieser Umschuldung noch nicht gelöst hat. Denn die Frage ist, wie kam es überhaupt dazu? War es der klassische „Inflationslifestyle“, bei dem es immer neue und immer bessere Produkte braucht um glücklich zu werden? Brauche ich als Single eine 90qm Bude in top Lage? Muss ich einen neuen Mini fahren?

Diese Fragen kann sich nur jeder selbst beantworten. Aber es ist wichtig sie zu beantworten. Dann die Zukunft wird nicht von alleine gut und es werden auch keine Wunder geschehen. Du wirst womöglich kein Model und kein Fussballstar. Und die Gehaltserhöhungen werden auch nicht die nächsten 30 Jahre von alleine kommen, wenn sie überhaupt kommen. Daher ist es wichtig mit dem zu arbeiten, was wir haben. Eine Bestandsaufnahme machen, Schulden zusammenzufassen und abzubauen und gleichzeitig Vermögen aufzubauen.

Ich weiss, manche widersprechen mir hier. Aber es ist ungemein wichtig für die Psyche Guthaben aufzubauen und damit nicht erst zu warten, bis alles Minus weg ist. Die Haushaltsreserve von 6-12 Monatsnettogehältern aufzubauen schützt auch vor der Kreditaufnahme in Notfällen.

Wie so oft im Leben habt ihr die grundsätzliche Wahl zwischen einer Wahrheit, die womöglich unbequem ist und auch weh tun kann, oder ihr sucht euch Menschen und Unternehmen, die euch erzählen was ihr hören wollt. Verdienen tun aber die daran und nicht ihr. Wahlfreiheit ist mit das schönste in unserem Leben, aber damit ist auch eine Verantwortung verbunden. Jetzt sage ich bewusst nicht, die Verantwortung euch richtig zu entscheiden. Lassen wir das richtig und falsch mal weg. Sagen wir es so: Die Sache wird eben gut oder schlecht ausgehen, gemessen daran was wir in Europa für ein gutes Leben halten. Den Kopf in den Sand zu stecken, hilft uns aber in keinem Fall weiter.

 

Blackwater.live - Schlafen ist keine Lösung

 

„Instead of wondering when your next vacation is, maybe you should set up a life you don’t need to escape from.“

–  Seth Godin

37 Kommentare zu „DKB, Kredite, Vergleichsportale, Girokonto und Schulden

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  1. Es gibt vermutlich keine beste Bank (ausser in den Köpfen von gecoachten Bankstern), sondern man muss sich zusammenstellen was gut passt. Die DKB nutze ich seit vielen Jahren und bin hochzufrieden! Ihr habt es ganz gut beschrieben: Konditionen passen, Service ist gut und recht innovativ ist die DKB auch. Für die meisten Bankkunden dürfte sie erste Wahl sein.

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  2. Hallo ihr Blackwaters,
    ich lese eure Blogartikel gerne, v.a. auch deshalb, weil sie Themen (wie IB) berühren, mit denen ich sonst nicht in Kontakt komme. Außerdem gefällt mir, dass ihr einen weltoffenen, sozialen Eindruck erweckt, im Gegensatz zu vielen Finanzblogs, bei denen ich in Artikeln und noch mehr in Kommentaren oft populistische Untertöne, die bestenfalls dem sehr konservativen, schlechterenfalls dem rechten Spektrum entstammen, wahrnehme. Das eigentliche Thema eurer Website interessiert mich eher weniger; in meinen Augen sind die mithin philosophischen Themen und die Dienstleistung, die ihr erbringt, irgendwie fast etwas.. konträr? Ist vielleicht der falsche Ausdruck.. was ich aber vermitteln will — vielleicht ist es einen Moment wert, darüber nachzudenken, diese beiden Dinge komplett voneinander zu trennen. Eine Seite FX-Trading, Dienstleistung etc., eine Seite Blog mit allen Themen, die euch und den Lesern Spaß machen, den Horizont erweitern etc.

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    1. Mir gefällt euer Blog ebenfalls sehr gut. Ich kenne Forex? zu wenig um sagen zu können ob es konträr ist. Ich könnte mir vorstellen Währungen zu handeln ist ethisch weniger bedenklich als Aktien, durch die man doch an vielen schmutzigen Geschäften/Unternehmen der Welt beteiligt ist. Vielleicht ist dies ja auch eure Denkweise dahinter? Ich bin nicht euer Kunde, mich stört aber auch nicht das es eine Dienstleistung hier zu kaufen gibt. Es wird ja niemand gezwungen diese zu erwerben. Ich kann mich dem Kommentator von oben nur anschliessen, ihr seid weltoffen und anders als die anderen. Und wenn ich sehe wie Leute eure Banking Tipps schon umgesetzt haben, dann könnt ihr wirklich stolz auf euch sein!

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    2. Hallo zusammen, danke für die netten Zeilen! Klar könnte man das eine auch vom anderen trennen, aber die längerfristige Entwicklung (wir haben vor zu bleiben) wird noch zeigen, dass beides ganz gut zusammen passt. @C.Magnus hat den Punkt schon ganz richtig erkannt. Wir werden bald mehr dazu schreiben, derzeit sind wir mit der ewigen Brexit Story etwas stärker als erwartet beschäftigt. Aber es gibt eine Verbindung zwischen FX und den anderen Themen. Bitte um etwas Geduld. 🙂

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    3. Die gute Mischung macht‘s😂 Ich mag sowohl eure philosophischen Themen, aber auch praktisches Finanzwissen. FX ist noch neu für mich, aber ihr schreibt ihr bleibt, also läuft mir ja nichts davon. Solange ihr nicht plötzlich anfang über Küchen oder Autos zu schreiben, alles bene.😉

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  3. Scheint bei uns Mädels ein Problem zu sein, nur reden wir nicht darüber. Ich hab noch nirgendwo im www gelesen wie eine Frau schreibt, sie ist in die Miese über Barclaycard gekommen und eine andere (Leyla oder so?) wie sie vom Shopping da reingezogen wurden. Umso besser ist die BW Seite, auch wegen der Finanzsanierung. Ich bin nicht ganz so offen. Ich sage nur, ich werde es machen wie beschrieben. Danke euch für eure Seite!

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  4. Jetzt geb ich meinen Senf auch mal dazu. Bei mir fing es mit Barclaycard an als ich Studentin war. Mehr und mehr Miese, aber kaum bemerkt. Bei Barclaycard muss man ja nur sehr wenige Prozente zurück zahlen. Minus bleibt stehen und damit die Zinsen auf das Minus. Ich habe immer die Mindestrate hin überwiesen, aber es wurde logischerweise kaum weniger. Ich hatte das Glück nach dem Studium einen guten Job in einer großen Stadt in BaWü zu bekommen und konnte dann schell zurück zahlen. Ich glaube Barclaycard ist nicht schlecht, denn der Kundenservice war immer Spitze und sehr kulant. Aber man muss damit umgehen können. Ich habe immer noch die Barlcaycard, aber zahle immer alles zurück was ich auch ausgebe. Außerdem kann ich überall kostenlos damit abheben. Zufrieden bin ich also, aber ich würde jedem raten vorsichtig zu sein!

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  5. Selbstverständlich sind nicht alle Kredite schlecht. Aber ich verstehe was euer Ansatz ist. Und finanziell unerfahrene Menschen können hier wirklich große Probleme bekommen. Oft sind sie es auch, die diese Kredite benötigen/verlangen. Ihr sprecht euch zwar für große Eigenverantwortung aus, aber hier sollte der Staat wirklich die Auflagen erhöhen und wie bei Geldanlagen in Wertpapieren etc. mehr Vorsichtsmassnahmen ergreifen.

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  6. Der Kredit-Post ist echt der Hammer. Auf den meisten anderen Blogs werden eher Kredite verkauft. Ihr ratet davon ab. Außer zur „Sanierung“. Interessanter Begriff in dem Zusammenhang. Wenn Ex-Banker sagen nimm keinen Ratenkredit auf, dann muss etwas an der Sache sein. Danke für diese Warnung sage ich mal. Ich wollte mir ein neues Auto kaufen. Nach längerem Überlegen wurde mir klar, ich brauche kein neues Auto. Ich will es nur haben. Fällt mir schwer nein zu sagen. Aber wenn ich an die Zukunft denke, dann denke ich besser lasse ich es.

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  7. Die ganze Kreditvergabe sehe ich in Deutschland mit Sorge. Ich glaube es wird wie in den USA werden. Die Vergabe von Baukrediten wurde eigentlich von der EU etwas erschwert, was eine Blase verhindern soll. Wenn ich mich aber so umhöre, geht es munter weiter. Und die Preise steigen auch Jahr um Jahr. Offiziell gibt es keine Blase und man bemüht sich dies regelmäßig zu relativieren. Aber war es 2006-2008 in den USA nicht genauso? Alle Politiker und offiziellen Stellen haben das Problem klein geredet und am Schluss will es keiner gewesen sein. Ich sehe da schon Verbindungen. Wie es bei privaten Krediten aussieht weiss ich nicht. Aber mein Eindruck ist auch, alles wird auf Pump gekauft von Leuten, die in der nächsten Rezession garantiert ohne Job da stehen oder deren Job durch Digitalisierung in den nächsten Jahren eh verschwindet. Ihr schreibt doch ab und an so bibeltreu.(bin kein Christ, aber eure Zitate und Verbindungen machen mich neugierig auf die Bibel) Ich will es auch mal tun, diesen einen Satz kenne ich: Nach uns die Sintflut!

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  8. Überall gibt es Warnhinweise heute. Selbst bei viel geringeren Gefahren. Bei Krediten / Banken sollten auch fette Warnschilder stehen und wie bei den Zigaretten Bilder von Leuten, die die Folgen erlebt haben. Max, 57, verschuldet, geschieden… Das würde vielleicht helfen.

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  9. Ich muss das jetzt mal fragen, da ich selber schon etwas älter bin (knapp 40):
    Ist die Dame aus dem Beispiel jetzt in der jüngeren Generation (20-30jährige) eher ein ungewöhnlicher Fall wegen der m.M.n. sehr hohen Konsumschulden, oder eher die Regel?

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    1. Hallo Sebastian, ich hab hierzu keine statistischen Werte. Die private Verschuldung steigt grundsätzlich in den letzten Jahren, darin sind aber auch Immokredite enthalten. Aus der Bankerfahrung würde ich jetzt nicht sagen, dass dies der Regelfall ist, in dem Alter so verschuldet zu sein. Aber ich würde mal grob abschätzen, dass es um die 20-25% der Leute in dem Alter sind, die Miese haben. (Dispo, Kreditkarten, Kredite) Und es ist ein erlerntes Verhalten, was das wirklich tragische dabei ist. Bei vielen fängt es mit Handyverträgen an, dann über den Dispo und die 0% Finanzierungen, bis erstmals umgeschuldet wird. Dann geht es wieder von vorne los.

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      1. Deswegen möchte ich auch keinen Zins. Nicht nur wegen meinem Glauben oder weil es haram (verboten) ist. Ich sehe hier auch wieder warum es verboten ist. Durch die Zinsen wird die Lage des Menschen der Kredit nimmt noch schlechter. Ich finde es schön, du hast der Frau geholfen. Aber besser wäre es solche Kredite würde es erst gar nicht geben. Irgendwie fühlt es sich besser an dieses Zinsssystem nicht noch zu unterstützen.

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      2. Hallo und einen wunderschönen guten Morgen! Ich möchte mich den anderen nur anschliessen, denn auch ich freue mich auf das IB Posting. Aber mehr noch. Ich lese schon eine ganze Weile passiv mit. Das was du (ich darf du sagen?) an Themen abdeckst ist gewaltig und vielfältig. Und das in so kurzer Zeit. Bei vielen Artikeln dachte ich, er muss doch noch weiter schreiben. Oh nein, der Artikel ist zu Ende. Sehr berührt hat mich “Was ist Wahrheit?”. Irgendwie religiös ohne Religion zu sein. Und jeder Mensch der wirklich glaubt weiss, Religion ist Politik, aber echter Glaube ist Nähe zum Schöpfer dieser Welt und von Sonne, Mond und Sternen. So gross, da sind wir nur klein, geradzu winzig. Du hast es irgendwie so gut getroffen. Als du über IB geschrieben hast war das so respektvoll und mit Liebe, wenn alle so wären, würde vieles schreckliche gar nicht passieren, was wir heute erleben. Es gab doch auch viele Jahrhunderte des Zusammenlebens. Ich glaube es ist, weil niemand den anderen respektiert, sich niemand interessiert. Ich bin einfach nur fasziniert und finde du solltest viel mehr schreiben. Ist nur meine bescheidene Meinung. Teile diese Gedanken mit uns.😊☺️ Höre nicht auf zu schreiben. Schau, ich habe in meinem ganzen Leben nur 3 Mal im Internet was geschrieben. Eine Bewertung, ein Kommentar bei Facebook und diesen Eintrag bei dir jetzt. Ich sehe mich eher als Nicht-Digital und liebe Bücher und mein liebstes Buch kennst du sicher, ich weiss es ganz genau😉 Was ich sagen will, du hast mich einfach bewegt und viele andere sicher auch. Möge es dir weiter gut gehen und schreiben nicht vergessen.😉

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      3. Hallo und herzlichen Dank für Dein bewegendes Lob! Das hat mich wirklich sehr gefreut. Auch das Du überhaupt geschrieben hast, wenn Du es sonst so gut wie nie tust. Ich freue mich immer besonders, wenn jemand schreibt, der lange nur einfach mitgelesen hat und dann seine Eindrücke teilt. Nochmals vielen Dank von ganzem Herzen und Dir auch einen superschönen Tag!

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      4. Hier findet mehr Intergration und kulturelle Nähe statt als es 1000 Gesetze der Politik je erreichen würden. Leider habt ihr zu wenig Reichweite. Ich hoffe in den nächsten Jahren wird Blackwater viel bekannter!

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      5. Merhaba Blackwater! Will einfach nur sagen, alles stimmt was die anderen schon geschrieben haben. Ich kann da gar nichts neues nur schreiben. Sollst du nur wissen.

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      6. Danke Blackwater. Eine erschreckende Zahl, 20-25%. Aber gut, da muss man sich ja nicht wundern, unser Wirtschaft geht es wirklich gut, irgendwo her muss der ganze Konsum und das Wirtschaftswachstum ja kommen…
        BTW: 0%-Finanzierungen sind per se nichts schlechtes. Ich habe sowas auch desöfteren genutzt, obwohl ich das Geld eigentlich hatte. Es war allerdings investiert und hat eine höhere Rendite erwirtschaftet…

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      7. Hallo Sebastian, das ist meine Einschätzung. Also kein statistischer Wert. Der kann höher oder niedriger sein. Aber wenn ich über die ganzen Jahre in Banken nachdenke, dann würde ich diesen Wert nennen. 0% Finanzierungen sind nicht per se schlecht. Bier auch nicht. Aber wer Alkohol abhängig ist, sollte es meiden. Daher ist meine Empfehlung keine 0% Finanzierungen zu machen, vor allem nicht wenn man jung und finanziell unerfahren ist. Oder wenn man einfach (noch) nicht genug Selbstdisziplin dazu hat.

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  10. Mir gefällt wie ihr immer auch an die Eigenverantwortung appelliert. Gerade wenn man noch am Anfang seines Erwachsenenlebens steht, kann man sich sein Leben doch sehr versauen durch falsche Entscheidungen.

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  11. Die DKB Empfehlung ist wirklich gut. (und der Artikel natürlich auch) Ich wusste vorher gar nicht was ein bonitätsabhängiger Zins ist. Wieder was dazu gelernt.😊

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  12. Ich finde es soooo schön, ihr kümmert euch auch um Frauen, Muslime und alle die, für die es sonst kein Blog gibt. Also mit Finanzen und so. Bei euch merkt man echt, es ist von Herzen und ihr habt Ahnung. Ehemalige Bankleute, besser wie nur irgend was gelesen. Bitte bleibt und macht weiter. Danke, einfach nur danke!

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  13. Hahaha! 😀
    Blackwater, du verkennst die Realität: Tinder wird ebenso unwahrscheinlich die nächsten Jahr(zehnt)e aussterben wie finanzielle Allgemeinbildung es in die Gesellschaftsmitte schaffen wird. 😉

    Aber abgesehen davon hast du mal wieder ziemlich genau den Zeitgeist getroffen. Leider wie immer – gemessen an der Wichtigkeit des Themas – bei zu geringer Reichweite. Du solltest echt mal mehr in zu anderen Podcasts bzw. auf anderen Seiten erscheinen!bei

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    1. Das sage ich schon lange zu dem Thema Blackwater. Gemessen an dem was hier so steht und was BW liefert, wird dat Ding eines Tages durch die Decke gehen.(gleichbleibende Inhalte und Entwicklungskurve voraus gesetzt) Spannend zu verfolgen, aber noch bleibt es ein Inside-Underground Blog und auch das hat seine Vorteile. Entweder hat Blackwater eine Menge aufzuarbeiten oder einfach eine unerschöpfliche Phantasie für neue Ideen oder beides zusammen. Und er mag offensichtlich keine Menschen ohne Wertesystem, gerade wenn ich an den Weihnachtspost ( https://blackwater.live/2018/12/21/das-totale-koma/ ) denke, dann der ein oder anderen Seitenhieb (Tinder, verlogene Banker und am Anfang mal ein Post über irgendwelche Typen, die daheim nix zu melden haben etc.). „Best of“ finde ich aber immer noch den hier: https://blackwater.live/2019/01/18/was-ist-wahrheit/

      Da steckt derartig viel drin, auch unterschwellig. So etwas habe ich bisher noch nicht in einem deutschen Finanzblog gelesen. Blackwater es ist geil, mach einfach weiter so, wer immer du bist. Ich freu mich immer über neue Blogbeiträge.

      Die Seite hatte doch schon Geburtstag, oder??

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    2. Hehehehe, Tinder solltest Du direkt mal als Thema angehen. Vor dem Lesen mach ich mit ne Schokolade auf und werde beides in vollen Zügen geniessen.😂😂😂

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      1. Danke für die netten Worte @Anonymous und Bernd. Freut mich sehr zu lesen. Und Bernd, Du liegst nicht so falsch mit Deiner Einschätzung. 😉 Aufarbeitung ist immer gut…

        @Luna:

        Tinder, was ein Thema… darüber zu schreiben löst möglicherweise einen Shitstorm aus, den ich mir noch für einen besonderen Tag aufheben werde. Denn auch dazu habe ich schon eine nette Idee im Hinterkopf. Grundsätzlich ist es mit der Bloggerei so: Wenn man derjenige ist, der die Wahrheit schreibt, bekommt man auch viel Prügel ab. Schreibt man weichgespült (ostdeutsche Freunde würden vielleicht angepasst sagen) und über das schöne Wetter, ist der Blog überflüssig. Ich würde sagen, nur die Wahrheit bringt einen echten Mehrwert für alle Leser. Und so ist es mit off-topic Themen, aber auch mit den Finanzen.

        Tinder ist der exzessive und wertbefreite Konsum von Menschen, so wie Kredit der exzessive und wertbefreite Konsum von Gegenständen ist. Ich glaube beides ist nicht gut für uns. Aber so wie vermutlich jede zweite „brave“ Hausfrau (ja die gibts es NOCH) bei Tinder ist 😉 , nimmt auch fast jeder Kredite auf ohne darüber nachzudenken. Es zählt nur das hier und jetzt. Das morgige ist ein Risiko.

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  14. Klasse, gefällt mir sehr gut. Ein echter Mehrwert in der Finanzbloggerszene, Ex-Banker die mit ihrem Fachwissen helfen. Meine Empfehlung habt ihr!

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  15. Was ihr schreibt stimmt, wir werden mehr und mehr zu der amerikanischen Gesellschaft. Eine wachsende Unterschicht, die nur auf Kredit lebt. Und damit verschlimmert sich das ganze Problem. Die Frau in eurem Post verdient gut für ihr Alter, sehr gut sogar. Aber wenn solche Leute schon so verschukdet sind und da nicht raus kommen, dann sehe ich große Probleme in der Zunkunft auf uns (die ganze Gesellschaft) zukommen.

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    1. Früher hat man sich etwas gekauft, wenn man das Geld hatte. Heute wenn man Kredit bekommt. Es ist eine große Versuchung, gerade für finanziell unerfahrene Menschen. Daher finde ich eure Aufklärung sehr gut und auch die Anleitung wie man seine Finanzen in Griff bekommt, wenn man achon Kredite hat.

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