Geschichten aus 1001 Nacht

“Nothing in the world is more dangerous than sincere ignorance and conscientious stupidity.”

        – Martin Luther King Jr.

 

 

Als ich den Artikel über Islamic Banking (IB) angefangen habe zu schreiben, gingen viele schreckliche Ereignisse durch die Medien. Eigentlich müsste ich ja schreiben, sie gehen immer durch die Medien, nur manchmal bekommen sie mehr Aufmerksamkeit, manchmal weniger. Und schnell gewinnen viele den Eindruck einer Wertung. Und selbst wenn dies so ist oder wäre und die Opfer eines Anschlags laut den Medien mehr wert als die Opfer eines anderen sind, so sollten wir einen Schritt zurück treten und Abstand gewinnen. Denn es sind alles Menschen. Unsere Mitmenschen. Alle gleich viel Wert.

Mein Islamic Banking Post ist durch all diese Eindrücke ein anderer geworden und ich bitte dies zu entschuldigen. Es gibt kaum noch eine sachliche Herangehensweise wenn es um Religion und Menschen geht. Dabei wollen doch alle nur ihrem Schöpfer gefallen. Daher möchte ich einige persönliche Gedanken mit euch teilen und hoffe sie regen euch zum Nachdenken oder zu einem Gespräch an. Sie müssen euch nicht gefallen. Nichts ist schlimmer wie gefällige Worte, denn die bringen uns selten weiter. Aber alles was uns zum Nachdenken bringt, kann uns einen anderen Blickwinkel eröffnen. Und so will ich euch meinen heute mitteilen, so wie ich schon viele Mails mit euren bekommen habe und aufmerksam gelesen und darüber nachgedacht habe. Der heutige Post ist also nicht ganz auf Finanzen bezogen und ich hoffe ihr seht es mir nach.

Wenn ihr diesen Post lest, werden die Meldungen zu den jüngsten Ereignissen in Neuseeland und anderswo vermutlich schon wieder fast vergessen sein und das Establishment ist weiter gezogen, die leider oft nur reflexartig ausgesprochnen Beileidsbekundungen sind vorbei. Klar, „The Show must go on.“ Aber weil diese Show immer weiter läuft, wird sich auch nichts ändern. Und während die Show weiterläuft wird das Leid der Betroffenen nicht weniger. Es wird einfach nur vergessen.

 

Blackwater.live - Nachrichten
Reflexartig um Bedauern bemüht. Leider tragen Nachrichten immer seltener zu einer wirklichen Änderung auf der Welt bei.

 

Märchen und Geschichten

Menschen lieben Märchen und Geschichten. Die narrative Erzählweise ist eine der mächtigsten Lehrmethoden die es gibt. Alle grossen Religionsstifter bedienten sich dieser, berührten die Herzen ihrer Nachfolger. Bis heute. Mit Anleitung, Liebe, Einheit und einer Hoffnung. Man sagt die Hoffnung stirbt zuletzt. Das ist wohl so, ich dachte dies schon oft beim Tod älterer Menschen. Es ist das letzte woran sie sich klammern, bis sie beispielsweise dem Krebs oder einer anderen Krankheit erliegen. Manchmal, so habe ich es im Zivildienst erlebt, kann man ihnen eine Geschichte vorlesen und in ihnen keimt etwas Lebenswillen noch auf. Eine wenige Tage, bis sie ein letztes Mal ausatmen.

Bis zum heutigen Tage muss ich an die Erzählungen von 1001 Nacht denken. Eine umfangreiche Sammlung von Werken aus einer Welt, die mir als Kind so fremd schien. Und doch so faszinierend. Für mich war es damals das gleiche erzählerische Niveau, wie es die Bücher von Karl May hatten. Diese andere Welt war so geheimnisvoll. Andere Farben, andere Düfte ein anderes Aussehen. Die Städte märchenhaft schön, mit einer faszinierenden Architektur, so dass es fast schon unreell erschien. Mir kommt es manchmal so vor, dass die Welt meiner Kindheit eine andere war. Denn wenn Menschen anders waren als ich es gewohnt war, war es eher faszinierend als beängstigend. Natürlich hatte ich Respekt vor dem anderen, dem Ungewissen. Menschen mit anderen Emotionen, vielleicht sehr viel emotionaler als wir es in Mitteleuropa kennen.

Ich hatte das Glück an einer Schule in einem kleinen Stadtteil einer mittelgroßen Stadt in Süddeutschland zu sein, die keine große ideologische Prägung hatte. Es war noch nicht die Zeit, in der sich Schulen gegenseitig überboten tolerant zu sein und Feste der Kulturen zu veranstalteten. Es hingen noch keine Multikultiplakate an der Eingangstür, um zu zeigen wie super offen und tolerant man ist. Man musste es nicht beweisen, man war es einfach.

Abgesehen davon, war das alles auch gar nötig, denn wir waren einfach nur Kinder. Wir konnten noch Cowboy und Indianer spielen, ohne das jemand nach Diskriminierung gerufen hätte. Auch diesen Gedanken hatte ich für den Artikel schon verfasst, als genau das durch die Presse ging.

Wir hatten damals zwei Türkinnen in der Klasse. Es hat nie jemand gesagt, ihr seid so anders. Es hat auch keiner gedacht. Wir waren einfach eine Schulklasse. Und die Lehrer die wir hatten, waren inspirierend anders zu dem was ich oft heute höre. Schon ab der 5. Klasse verstanden sie es uns Interesse und Spannung an anderen Kulturen zu vermitteln, dass es wichtig ist, verschiedene Zeitungen (damals!!) zu lesen, um nicht nur eine Sicht der Dinge zu haben. Damals war das Spektrum der Berichterstattung zugegebener Weise auch etwas breiter. Das alles hat mich so geprägt, dass ich noch heute davon zehre. Interesse bei Kinder zu wecken ist etwas ganz anderes, als Indoktrination und Zwänge. Wer das versteht, ist ein wahrer Lehrer.

Ich mochte die Geschichten von Karl May, die mir ein Lehrer damals ans Herz legte. Die Geschichten die Karl May aus dem Nahen Osten erzählte und seine Aufzeichnungen waren so real und eindringlich beschrieben, dass man die duftgeschwängerte Luft der Gewürze eines Basars riechen konnte, dass man in Gedanken in Basra vor 500 Jahren steht und den Sand zwischen den Zehen durchrinnen spürt. Bei allen Emotionen und Erinnerungen die ich darüber abrufen kann war keine Angst. Da war nur Aufgeregtheit und der Wunsch selbst dort zu stehen. Karl May Bücher weckten Neugier und er wusste seinen Lesern andere Kulturen zu vermitteln, so dass man mit Spannung statt mit Ängsten auf diese zugehen kann. Mit Vorfreude, statt mit Ablehnung, mit Erleben statt mit Wertungen und mit Liebe statt mit Hass. Für eine ganze Generation von Leser ist dies wohl eines der grössten Vermächtnisse von Karl May. Für mich ist er trotz seiner eigenen ambivalenten Geschichte ein Held.

 

 

 

Die andere Welt

Als Kind der 80er Jahre war die Welt eine andere. Es gab kein Internet und damit auch weniger Informationsfluss. Und vielleicht dadurch auch weniger Manipulation. Es gab die Tagesschau. Ich liebte die Tagesschau. Meist ging es danach für uns als Kinder ins Bett. Auch die 80er Jahre waren im Nahen Osten schon eine schwierige Zeit. Bürgerkrieg im Libanon, Militärdiktatur in der Türkei, Iran-Irak Krieg. Nachrichten aus dem Nahen Osten waren oft mit Gewalt verbunden, mit Bildern von Leid und Tod. So ganz anders wie in den Karl May Büchern und in den Märchen von 1001 Nacht. In dem Alter kennt man keine Hintergründe. Und würde sie auch nicht verstehen. Es sind nur die Bilder, die sich einbrennen. Zu allem Übel (oder Glück) war mein Vater ein Sammler von Geo Magazinen. Er hatte alle Ausgaben, von Beginn an. Ich verschlang diese Magazine und habe sie gelesen und die Bilder angeschaut wie andere Donald Duck Hefte. Ich glaube meinen Eltern war dies zuerst nicht so ganz bewusst. Aber dadurch bekam ich natürlich eine ordentliche Dosis an Bildern und Berichten über Krieg und Gewalt ab. Und wo es davon besonders viel gab, dass habe ich ja bereits geschrieben.

 

Blackwater.live -  das innere ICH
Unbeschwerte Kindheit. „Childhood is measured out by sounds and smells and sights,
before the dark hour of reason grows.“  – John Betjeman

 

Und so wich das Bild von 1001 Nacht und Karl May langsam und wurde übermalt von Bomben, Terror, Krieg und Fundamentalismus. Mancher würden nun sagen, schreib doch gleich islamischer Fundamentalismus. Oder heisst es islamistischer Fundamentalismus? Wir haben so viele Worte für Dinge gefunden und geschaffen, nur um nicht werten zu müssen und politisch korrekt zu sein. Mein Eindruck ist nur, dass das Verschleiern von Problemen und Konflikten mit Worten niemals die Probleme lösen wird.

Je nachdem wie alt ihr seid, werdet ihr ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Aber spätestens der 11. September 2001 war eine Zäsur im Leben von uns allen. Hatte noch jemand Zweifel, dass Samuel Hunningtons Buch über „den Kampf der Kulturen“ die Wahrheit ist, so wurden diese an diesem Tag ausgeräumt. Ab diesem Tag bezeichnete die westliche Welt alle ihre Interventionen als Kampf gegen den Terror. Und die betroffenen Länder der Interventionen des Westens als Krieg gegen die Muslime. Ab da wurde alles viel komplizierter und die Gräben sehr viel tiefer, nahezu unüberwindbar. Es braucht keine fiktiven Filme über einen Krieg der Welten, diese Welt hat ihn bereits. Die Berichterstattungen haben dazu massgeblich beigetragen. Reine Neutralität hat es noch nie gegeben. Aber an diesem Tag wurde auch der letzte Funke davon ausgelöscht. Die Nachrichten sind völlig andere, ob ich beispielsweise in einem westlichen Land bin oder in der Levante. Dies ist auch einer der Gründe, warum ich immer eine Nachrichtendiät empfehle, wie ich es bei anderen Gelegenheiten hier auf dem Blog schon getan habe. Neutralität ist ein enorm hoher Wert. Aber ich weiss nicht wie es euch geht. Ich kenne Stand heute nicht einen einzigen Menschen, der wirklich neutral ist. Ich kenne welche, die vorgeben es zu sein. Im Herzen oder besser gesagt privat sind sie es aber nicht. Es gibt also eine vordergründige Neutralität, aber die des Herzens ist ein aus meiner Sicht und Erfahrung rein fiktiver Wert. Auch wenn er noch so schön klingt. Vielleicht gerade deswegen.

Wenn man heute die Nachrichten anschaut, egal welcher Weltanschauung diese entsprechen, so wird man immer beeinflusst. Man kann keine Informationen aufnehmen ohne dass dies Auswirkungen hat. Wir essen ja auch nicht etwas in der Erwartung, dass in uns nichts passieren würde. Vielleicht ändert eine Mahlzeit nichts an unserem Leben, es sei denn sie ist schwer vergiftet, aber jeden Tag etwas bestimmtes zu essen verändert uns. Zum Guten oder zum Schlechten.

Und wenn man Abends Nachrichten im Fernsehen schaut, kann schnell der Gedanke kommen, was stimmt mit den Menschen im Nahen Osten nicht? Woher kommt all dieser Hass? Das sind doch die gleichen Menschen, die für so viel Wärme, Gastfreundschaft und Nähe bekannt sind. Wie kann das sein? Wie passt das alles zusammen?

Blackwater.live - Islamic Banking (IB)
„Alles Terroristen“.  Manche Menschen sind durch die Berichterstattung von Medien so abgestumpft, dass sie nichts mehr für ihre Mitmenschen empfinden und alle pauschal verurteilen. Interessanterweise sagte dies ausgerechnet der Stifter des Christentums voraus. „…und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten;“ (Matthäus 24:12) Er beantwortet auch wer unser Nächster sein soll, den wir lieben sollen wie uns selbst, eines der beiden größten Gebote der heiligen Schrift: Lukas 10:29-37 (gerne mal HIER bei aufrichtigem Interesse nachlesen)  

 

Wir sehen jeden Tag die Gewalt, das Morden, verhungernde Kinder, Bomben, Blut. Tag für Tag. Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr. Ich habe mal überlegt, wenn jemand heute 18 Jahre alt ist, dann hat er in den Nachrichten über den Nahen Osten und Menschen muslimischen Glaubens vermutlich noch nie etwas positives in den Nachrichten gesehen oder gehört. Nur politische Appelle tolerant zu sein. Glaubt irgend jemand ernsthaft, dass wird zu Frieden führen? Oder gar zur Neutralität des Herzens, die ja die Voraussetzung für Frieden wäre, denn der Hass kommt aus dem Herzen, wie es übrigens alle Religionsstifter sagen.

Dies soll kein politisches Essay werden. Es ist nur ein Gedanke. Gedanken sind mächtig, weil sie zu Taten führen. Wie die Hawaiianer sagen: Alles ist zwei mal geschaffen worden. Erst der Gedanke, dann die Tat. Politik wird niemals Lösungen für Hass finden können, die dauerhaft funktionieren. Und sie kann Menschen auch auf Dauer nicht zwingen anders zu denken. Das wurde oft versucht und die Geschichte zeigt, es hat nie funktioniert. Erst recht wird es nicht mit Redeverboten oder politisch korrekten und von der Politik verordneten Formulierungen gelingen. Das was in unseren Herzen ist, bewegt uns Menschen zum Handeln. Und hier kommt den Medien eine viel größere Rolle zu, als der Politik. Aber wir haben es letztendlich in der Hand, welche Gedanken wir aus diesen in uns aufnehmen. Wenn ihr mir nicht glaubt, dann macht doch einmal folgendes Experiment: Schaut vier Wochen lang keine Nachrichten, außer dem Wetterbericht. Erlebt selbst was mit euch passiert. Das ist wie ein Detox.

 

 

Zwei Welten oder doch nur eine?

Jetzt mag der ein oder andere denken, einfach weg zu schauen macht die Dinge doch nicht unreell. Sie geschehen nun einmal und man kann es nicht ignorieren. Aber ich habe ja auch nicht geschrieben, dass sie nicht passieren, sondern das es nicht das ganze Bild ist, sondern nur ein Ausschnitt daraus.

Daher die Frage: Welche Welt ist denn nun die echte? Die von Karl May und von vielen anderen Reisenden des 18. und 19. Jahrhunderts, die den Nahen Osten als unbeschreiblich schön bezeichnen, die Menschen als herzlich und voller Liebe und Gastfreundschaft? Die von Reisebloggern und Journalisten, die berührt sind von den Menschen, der Geschichte und Kultur?

Oder ist die Welt der Bomben, des Tötens und der Kriege die echte Welt? Ist dort unten „nur Sand und Tod“, wie es der US-Präsident neulich sagte?

Vielleicht müssen wir lernen, dass beide Welten real sind und es viel mit unserer Erwartungshaltung zu tun hat. Wer zu viel Gewalt über die Nachrichten konsumiert und die Region bereist wird auch nur die Gewalt sehen. Zweifellos sind die Probleme riesig. Aber sie sind nicht nur einfach “intern”, weil dort Muslime, Juden und Christen leben. Sie werden auch von aussen geschürt. Ein Feuer kann man löschen, aber wenn dauernd wieder Öl reingeschüttet wird, ist es fast unmöglich. Und durch den einseitigen Konsum von Medienberichterstattungen wie ich sie beschrieben habe, wird dieses Bild immer weiter gegeben. Von Generation zu Generation. Das trifft für uns alle zu, egal aus welchem Volk oder zu welcher Religion wir gehören.

Mit Regeln und Verboten lösen sich keine Konflikte. Es ist doch schon eine moralische Bankrotterklärung, solche bis ins kleinste gehende Regeln aufstellen zu müssen. An das Fehlen von zwischenmenschlicher Liebe tritt das Gesetz.

Denn der Hass wächst im Herzen und in das Herz kann bekanntlich niemand hinein schauen.

Natürlich ist 1001 Nacht nur eine Märchensammlung und bei Karl May ist viel Fiktion enthalten. Aber mit dieser unverdorbenen und nicht vorbelasteten Sichtweise dieser Welt gegenüber zu treten, wird zu einem ganz anderen Ergebnis führen. Dort unten ist nicht nur “Sand und Tod”, es ist auch unglaublich viel Liebe und Warmherzigkeit. Die Geschichte ist belastet, aber sie ist auch Geschichte. Vergangenheit. Schon morgen könnte es anders sein. Alles wird zwei Mal geschaffen. Erst der Gedanke, dann die Tat. Es müsste nicht so sein.

 

Blackwater.live - Krieg, Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln?
„Nur Sand und Tod“. Eine sehr einseitige Sicht ist weder neutral noch hilft sie Frieden mit den Mitmenschen zu erreichen.

Quelle: Shutterstock, Homs in Syria

 

Islamic Banking (IB) – Verantwortung für meine Geldgeschäfte

Islamic Banking ist nicht nur für Muslime interessant. Denn ein Großteil der Grundsätze des Islamic Banking decken sich fast 1:1 mit den Ethik Banking Grundsätzen. Und deswegen will ich auch darauf eingehen und zeigen was die Überlegungen dahinter sind.

Es gibt immer mehr Menschen, die die Verantwortung in ihrem eignen Handeln sehen, auch wenn die Auswirkungen vielleicht nicht unmittelbar zu sehen oder gar selbst zu spüren sind. Bestes Beispiel ist der Plastikmüll. Noch vor wenigen Jahren ein typisch „grünes Thema“. Und die Grünen, man mochte sie eben oder eben nicht. Heute haben wir im pazifischen Ozean ein Plastikteppich so gross wie Hessen und NRW zusammen und den meisten ist klar, die Erde wird durch den Plastikmüll schwer geschädigt. Also spielt es doch eine Rolle, wo ich meine Plastikflasche entsorge und ist nicht egal.

Soweit so gut. Es tut sich also was. Denkt bitte nochmal an den schönen hawaiianischen Gedanken: Alles wird zwei Mal geschaffen.

Frage: Bin ich verantwortlich dafür, dass Menschen finanziell ausgebeutet werden oder durch Krieg leiden müssen? Direkt wohl kaum einer meiner Leser. Aber wenn ich bei einer Bank Kunde bin oder dort investiert bin, die selbst in Waffengeschäfte investiert ist oder durch Kreditgeschäfte die Not von Menschen bewusst ausnutzt. (Beispiel Aufkauf von Hypotheken in der Subprime Krise) dann bin ich dem Grundsatz nach genauso mit verantwortlich, wie für den Plastikmüll in den Ozeanen, wenn ich die Plastikflasche wegwerfe.

Dies soll nun keine Zeigefinger Manipilation werden. Nichts empfinde ich persönlich als schlimmer, als diese selbstgerechten Pharisäer, die dies dauernd tun und im stillen Kämmerlein ihren wahren Charakter verstecken. Sondern es geht darum uns in diese Sache reinzudenken.

Daher ein zweites Beispiel: Ich kaufe Aktien eines deutschen Rüstungskonzerns. Jetzt kann ich natürlich sagen, es gibt Ausfuhrbestimmungen und bestimmte Rüstungsgüter dürfen nicht ohne Genehmigung exportiert werden. Panzer beispielsweise. Aber dieser Konzern stellt vielleicht einfach nur ein Bauteil eines Aufschlagzünders her. Dieses Bauteil wird exportiert und die restlichen Teile der Freifallbombe werden woanders hergestellt. Eines Abends woanders auf der Welt wird eine dieser Bomben über einem Dorf abgeworfen. Klinisch sauber und ohne das der Pilot je eines der Gesichter der Menschen gesehen hätte, tötet diese Bombe dort 100 Menschen einer Hochzeit, verwundert hundert weitere, darunter Frauen und Kinder. Habe ich daran eine moralische Mitschuld wenn ich doch weiss, dass die Firma deren Aktien ich habe solche Bauteile herstellt?

Und hier würde nun jeder der an Islamic Banking oder Ethik Banking interessiert ist ja sagen. Und nochmal, es geht nicht um das “Leben der anderen” oder um den moralischen Zeigefinger. Es geht darum wie ich mich fühle, wenn ich das weiss. Wenn Du Dich hier angesprochen fühlst und sagst, es geht mir damit nicht gut und mein Gewissen lässt das nicht zu, dann ist dieser Post für Dich. Vielleicht bist Du Dir aber auch unsicher und willst das alles erst einmal durchdenken und reflektieren, dann ist dieser Post auch für Dich. Und vielleicht hast Du noch nie davon gehört und weisst gar nicht was mit Deinem Geld so passiert, auch dann bist Du hier richtig. Durch Nachdenken verändert man sein Leben. Erst der Gedanke, dann die Tat.

 

 

Die Regeln im Islamic Banking

Ein wichtiger Auszug:

Verbot unethischer Geschäfte (arabisch Harām): Waffenhandel, Drogenhandel, Tabak, Alkoholkonsum, Schweinefleisch, Prostitution und Pornografie. Bankgeschäfte dürfen diese Geschäfte nicht zum Inhalt haben.

Das absolute Zinsverbot (arabisch riba): Finanzkontrakte dürfen keine Zinsen tragen. Verboten sind deshalb alle Kredit- und Einlagengeschäfte, aus denen Kredit- oder Habenzinsen resultieren. Zulässig sind jedoch Mieten oder Leasinggebühren.

(…)

 

Es gibt noch andere Verbote, die ich aber hier nicht angeführt sind, da man dann sehr in die Details gehen muss. Spekulation ist beispielsweise auch anders definiert wie wir es kennen. Daher muss man sich dann sehr genau den einzelnen Fall anschauen. Es soll hier darum gehen, was der Gedankengang dahinter ist. Es sind also nicht unbedingt starre Regeln, sondern menschliches Leid soll verhindert werden. Das zeigt sich auch gut an dem Beispiel mit den Zinsen. Ein Mietzins ist nicht notwendigerweise mit menschlichem Leid verbunden, sondern ich zahle für die Nutzung einer Wohnung und eines Autos. (Leasing) Anders wäre es, wenn hier Wucher enthalten ist und die Notlage von Menschen ausgenutzt wird.

 

Blackwater.live
Von allem nichts gewusst.  „Gläubig ist niemand, der sich satt isst, wenn sein Nachbar an seiner Seite hungert.“ ( Ibn Abbas** ) Die Frage ist immer, was tun wir wenn keiner zusieht. Bei gläubigen Menschen stellt sich diese Frage nicht. „Er ist mit dir, wo immer du bist und er sieht jede deiner Taten.“ – Sure 57:4, Quran (Ein Beispiel, findet sich auch in der Thora und damit in der Bibel)

** ʿAbdallāh ibn ʿAbbās (عبد الله بن عباس‎; geboren 619 in Mekka; gestorben um 688 in Ta’if), im Überlieferungswesen im Allgemeinen als Ibn ʿAbbās zitiert, war ein Cousin des Propheten Mohammed und gilt als einer der ältesten Exegeten des Korans. Aufgrund seiner großen Bedeutung als religiöse Autorität hat er den Beinamen ḥabr al-umma („Gelehrter der Umma“) erhalten. Seine Überlieferungen werden sowohl von Sunniten wie von Schiiten respektiert. (Quelle: Wikipedia)

 

 

Islamic Banking und wir

Wie ihr seht, ist Islamic Banking (IB) nicht nur für Muslime interessant, denn es entspricht nahezu den Ethik Banking Standards. Und nicht alle Muslime setzen Islamic Banking um. Es kommt auf den Einzelnen an, so ist es nunmal bei uns Menschen. Und deswegen sind wir ja auch verschieden. Menschen kann man nicht mit Zwang ändern, man kann nur Herzen gewinnen. Aus dem Herz kommen die Überlegungen, wie Quran und Bibel sagen. Wenn im Herz der Wunsch ist sein Leben zu ändern und damit sein Handeln, dann ändert sich der Mensch. Ganz ohne Politik und Gesetze und Verbote. Einfach so.

Und das ist der Unterschied zu einer Gesellschaft, die oberflächlich tolerant und multikulti ist, diese Begriffe aber inzwischen durch ihr verborgenes Verhalten so in Misskredit gebracht hat, dass selbst ich, wenn ich „Multikulti und Toleranz“ höre nur die Augen verdrehe. Weil es oft zu völlig kruden und verdrehten Diskussionen über Gesetzgebungen führt, zu Überlegungen ob dies oder jenes rassistisch ist. Wer ein unvoreingenommenes Herz hat, würde sich kaum solche Überlegungen machen müssen. 

Aus dem Herzen kommen die Überlegungen eines Menschen, sagen die heiligen Schriften. Gute wie schlechte. Deswegen bringen Lichterketten und Plakate auch nichts. Es fehlt die Herzensbildung, wie es mal ein Lehrer sagte.

Heute versuchen einige Regierungs- und Kontrollsysteme zu etablieren, die auf der Reglementierung aller Menschen durch eine Handvoll Alleinherrscher basieren und nennen dies eine neue Ordnung. Aber dies ist nicht neu und es ist keine Ordnung. Und heute ist man so bemüht alles gleich machen zu wollen um den Frieden zu finden. Das resultiert daraus, dass man in Unterschieden und dem „anders sein“ ein Problem sieht. Aber nicht die Unterschiede sind das Problem, sondern dass wir keine Gemeinsamkeiten mehr sehen. Oft heisst es, das Fremde löst Ängste aus. Aber daran sieht man, wie sehr wir schon durch unseren Medienkonsum geprägt sind. Denn das Fremde kann auch einfach Faszination und Interesse auslösen. Und bei vielen Menschen ist dies glücklicherweise auch noch so.

Wer aber in seinem Herzen nicht nur politisch gewollte und verordnete Toleranz in einer Ecke findet, sondern Respekt und Liebe und echtes Interesse an seinen Mitmenschen hat, der muss sich um Multikulti und Verhaltensmassregeln keine Gedanken machen. Und auch nicht über die richtigen Formulierungen. Es ist seltener eine Frage was gesagt wird, sondern wie es gesagt wird.

Gegen Liebe gibt es kein Gesetz.

Blackwater.live - Liebe und Hass
Nicht aus dem Quran, einfach nur arabisch.

 

 

„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“      – Ignazio Silone

36 Kommentare zu „Geschichten aus 1001 Nacht

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  1. Du hast mich nicht enttäuscht, irgendwie wusste ich was in Dir vorgeht und glaube es noch zu wissen. Was für schöne Gedanken. Sie machen Freude auf eine bessere Zeit. Wenn man etwas wertvolles gefunden hat, will man es oft nur für sich behalten. So weiss ich nie ob ich Deinen Blog weiterempfehlen soll oder nicht. Deine Finanztipps lese ich auch sehr gerne, aber am liebsten immer noch Deine Gedanken, denen ich gerne folge.

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    1. Voll schön geschrieben, dem Autor würde ich am liebsten mal in einer Stunde mit einem Glas Wein zuhören. Seltene Gedanken, auch etwas sehr persönliches. Danke für‘s Teilen. Unsere Welt ist leider echt übel geworden.

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  2. Ich liebe Ihre hervorragenden Artikel! Blackwater hat damit wirklich seinen Platz gefunden. Eine Art hybrid – Finanzblog. Finanzen, Beispiele, Philosophie, Finanzpsychologie und Religion. Köstlich! Weiter so und so lange wie möglich!!!

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  3. Heisses Thema, gerade was Nachrichten angeht. Aber ich zitiere: „Nicht wissen, aber labern … wer Nachrichten mit gesicherten Informationen verwechselt, der frisst auch gelben Schnee.“ (Der Kabarettist und frühere NDR-Mitarbeiter Henning Venske)

    Oft und immer wieder berufen sich unsere Politiker zur Begründung ihrer Entscheidungen auf das Idearium der Westlichen Werte-Gemeinschaft, WWG. Die korporierten Leit- und Konzernmedien beten das Mantra nach, ohne seinen Substanzgehalt zu prüfen. Das Kombinat aus Politik und Medien bekundet volltönend, einem Wertekanon verpflichtet zu sein: „Wir, die Guten“: Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Humanität. Der Anspruch ist sogar gesetzlich verankert. Im Abgleich mit der politischen Praxis erweist sich allerdings: Hier werden nur Sprüche gekloppt. Die Journaille schmückt sich zwar mit der Ambition, kontrollierende „Vierte Gewalt“ im Staate zu sein, aber dahinter steckt – nichts.

    Bestes Beispiel ist Syrien: Die Bundesregierung steht, was ihre Syrienpolitik anbelangt, vor einem Scherbenhaufen. Fehler über Fehler, Unrecht über Unrecht, am schlimmsten: vorschnelle deutsche Parteinahme zugunsten antidemokratisch-islamistischer Oppositionskreise, Unterstützung unzweifelhaft terroristischer Verbände und Aktionen, völkerrechtswidriger Tornado-Einsatz, Mitwirkung an der unmenschlichen Sanktionspolitik gegen die syrische Bevölkerung. In keiner Phase des Krieges hat sie sich an den Interessen der syrischen Zivilgesellschaft orientiert. Man könnte meinen in Berlin regiert ein Irrenhaus!

    Daher haben meine Frau und ich unseren TV Anschluss nun abgemeldet und holen uns unsere News selbst mit Hilfe des www.

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    1. Yooaaa also wir können es ja nicht ändern, was alles auf der Welt passiert. Nachrichten sind schon manchmal wichtig, aber was bringt es zu viel davon zu sehen? Ich bin nicht ignorant und es soll nicht blöd klingen. ABer wenn ich hier bin, brauche ich die Staumeldungen mehr als was an einem anderen Ort passiert. Und bin ich an einem anderen Ort, ist dort wichtig was passiert. WIr dürfen einfach nicht vergessen, es geht vielen anderen Menschen schlecht. Daran denke ich oft. Aber es macht mich auch dankbar. Für was ich habe und ein kleines bißchen Glück im Leben. Und anderen kann man durch schon kleine Spenden heute gut helfen.

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    2. Bei dem Bibelserver Link habe ich den Text eingegeben, den Sie angeführt haben. So lerne ich auf meine älteren Tage direkt noch etwas dazu. Das war schneller als meine alte Bibel im Keller zu suchen. Diese Bücher sind wertvoll, man müsste nur öfters rein schauen. Einen Koran habe ich nicht, aber ich konnte per google die Texte nachvollziehen. Nochmals: Großartig!

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  4. Mutig mutig. Nun ist dein IB Post anders geworden und auch geprägt durch die Ereignisse. Aber es gehört schon was dazu sowas zu posten, da es kaum einen anderen Bereich gibt, der so viel unterschiedliche Meinungen (die heftig verteidigt werden) beinhaltet. Ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut😂 vor dir.

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  5. Deutschland stirbt eh aus😂 Aber daran sind nicht die Muslime schuld, sondern die Deutschen selber. Der kinderfeindliche Lifestyle, der Egoismus. Ich glaube es gibt kaum ein Volk welches sich selbst so hasst wie die Deutschen. Daher sind uns vielleicht Völker suspekt, bei denen es anders ist.😉

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  6. Ein schönes Statement. Es erinnert mich auch an meine eigene Jugend und Kindheit. Auch ich mochte die 1001 Nacht Geschichten oder Karl May. Noch heute werden diese Bücher gelesen, es gibt eine Karl May Stiftung. Was sich aber geändert hat, ist das Verhältnis zu Muslimen. Ich finde es schwer zu differenzieren. Durch muslimische Freunde weiss ich, die meisten wollen mit den Grausamkeiten im Namen des Islam nichts zu tun haben. Der IS hat tausende Muslime ermordet, damit dürfte es doch klar sein. Es sind Superradikale. Die meisten lieben aber einfach nur ihre Familie und wollen einfach in Ruhe leben. Sie haben ihre Traditionen, die haben Deutsche aber auch. Man muss nicht alles mögen. Aber Respekt muss sein. Leider sind auch die Einwanderungsdabatten nicht gerade förderlich.

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  7. meno… warum seid ihr nicht bekannter? Toll geschrieben. Es müsste nur viel mehr Leute lesen. Wenn ich sehe euch haben über tausend Leute abonniert, aber irgendwelchen Müll lesen 100Mal so viele Leute, dann ist es schon traurig. Wollt ihr euch nicht weiter bekannt machen?

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    1. Danke für Deine nette Worte! Unser Fokus liegt nicht darauf superbekannt zu werden. In erster Linie arbeiten wir an unserem Trading in Verbindung mit unserem Sweet16 Programm. Das Bloggen ist eine gute Sache. Nur die großen Blogs haben entweder sehr früh angefangen (+10 Jahre) oder sind von ehemaligen Journalisten betrieben, die dann von Ex-Kollegen und teilweise von deren Zeitungen/Webseiten gepusht werden oder aber es wird ein riesiges Kapital in die Bekanntheit investiert, weil man vorher schon eine Menge Geld mit anderen Geschäften verdient hat. Dann werden eher mainstreamtaugliche Meinungen verbreitet, klassischer Gratismut, wie bei uns mal jemand schrieb. Es sind nicht alle so, aber doch eine ganze Menge. Wir haben ausserdem die Erfahrung gemacht, dass selbst wenn wir über einen echten Skandal berichten würden, wir massiv geblockt werden. Von etablierten Webseiten und Social Media Profilen gibt es keinen Support, wenn das Thema nur ansatzweise brisant ist. Du würdest staunen, wie manche von den ganz „Mutigen“ sich verhalten, wenn die „Kameras aus“ sind. Es geht eher um Gefälligkeit und angepasst sein.
      Daher haben wir nicht so die hohen Erwartungen, was die Bekanntheit angeht. 😉

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  8. Die Blackwater Seite überrascht mich immer wieder. Sehr vielfältig, mal in die Richtung gedacht und mal in die andere. Dieser Post ist passend zu den letzten Geschehnissen. Aber vor allem kann man das euch abkaufen, wenn man schon einige Monate mitliest. Es klingt nicht wie ein politisches-muss-Bekenntnis und dem Zeitgeist geschuldet, sondern Gedanken von Menschen über Menschen und für ein vielfältiges und friedliches Miteinander. Gefällt mir.

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  9. Huuuch, so ein Thema würde ich auf einen Blog über Finanzen gar nicht erwarten. Andererseits ist die Blackwaterseite sehr vielfältig, weshalb ich sie auch so gerne lese. Jedenfalls finde ich den Gedanken die Menschen zu sehen, den du ja immer wieder ansprichst, sehr sehr schön. Und was nützen alle diese Finanzthemen und der Aufbau von Vermögen, wenn wir dann in einer schrecklichen Welt leben. Daher ist es doch gar nicht so anders, wenn ein solches Thema auf einem Finanzblog steht.

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  10. Wirklich gut geschrieben. Aber was ich wirklich fragen will und schon immer wollte und vielleicht bekomme ich hier ja Antworten:

    1. Wie sehen Muslime selbst die Gewalt die im Namen des Islam getan wird?
    2. Warum distanzieren sie sich nicht stärker davon?

    Ich möchte bitte nicht in eine rechte Ecke gestellt werden, ich will frage es aus echtem Interesse und weil ich es verstehen will. Der Artikel ist gut geschrieben und der Autor hat sehr viel dabei durchdacht. Aber mir fehlt die andere Seite. Wie werden wir denn als nicht Muslime gesehen?

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    1. Stell dir einmal folgendes vor: Du glaubst an Gott und bist mit einem Glauben verbunden. Es bedeutet dir sehr viel, es ist dein Leben. Es macht dich zu einem friedlichen Menschen, der einfach sein Leben mit Gott leben will. Jemand anders sagt dies auch, tötet aber andere Menschen im Namen dieses Glaubens. Okay soweit?

      Dann verlangt man von dir dich ständig zu rechtfertigen. Bei allem was passiert. Du sagst hey, so ist mein Glauben nicht, die missbrauchen es.

      So würde ich es mal erklären wollen. Und die Politik nutzt Religion aus um Menschen zu steuern. Es hat nichts mit dem eigentlichen Glauben zu tun. Warum sollen sich alle Muslime ständig von etwas distanzieren, was gar nicht unser wahre Glauben ist?

      Siehst du, so ist es. Und ehrlich gemeinte Fragen werden auch so beantwortet.😉

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      1. Bestes Beispiel, bitte alle Fussballer sofort rechtfertigen😂😂:

        Vor zwei Wochen gedachten Fans des #CFC im Stadion einem Neonazi. Jetzt will der Verein ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen. ZDF-Korrespondent Michael Bewerunge war bei dem ersten Heimspiel nach dem Eklat dabei. #Chemnitz pic.twitter.com/zUFWw9aQey

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      2. Ein schwieriges und belastetes Thema. Mich erinnert es stark an den Kampf der Kulturen aus dem zitierten Buch. Wenn jeder dem anderen die Freiheit zugesteht zu leben wie er will, sehe ich aber kein Problem darin.

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      3. Das freut mich sehr. Schau schon geht das alles wieder los in TV und Web. Es interessiert aber auch keinen wenn mir und vielen anderen es einfach nur leid tut. Nein, wir sind immer mit schuld. Egal was wir sagen oder tun. 🙄

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  11. Und ganz nebenbei noch: Besser als diese fettleibigen Gestalten, die nur auf dem Sofa sitzen und jammern. Davon wird die Welt nicht besser. Viele Mitbürger sind mehr mit ihrem Ranzen, den Immobilien und sich selbst beschäftigt und bekommen ausserhalb dieser Welt nicht mehr mit. Aufeinander zugehen bedeutet auch Bewegung!

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  12. Dankeee für diesen schönen Artikel, so viel Herz und Gefühl, hat mich sehr berührt. Dankeeee! Ich hab gerade bisl Stress, daher war ich länger off. Aber ich lese immer mit und ja, also was soll ich sagen. Okey, ich versuche es mal so: Hier in Deutschland geht alles um Anpassung. Aber eigentlich muss man doch nur gegenseitig Respekt haben vor dem anderen. Ich will nicht das Deutschland türkisch, arabisch oder was auch immer wird ( ich bin arabisch) noch werde ich deutsch. Das geht doch auch gar nicht, jeder von uns ist was er ist, hat Familie und Wurzeln. Aber warum muss auch alles gleich werden?? Jeder kann doch sein was er ist. Und das ist schön so. Wenn ich in Deutschland am Flughafen ankomme freue ich mich, weil alles genau gemacht wird, weil es sauber ist und sehr pünktlich. Ich liebe es. Fliege ich zu den Verwandten liebe ich die Sprache, das Essen die Luft, die Geräusche und die Luft. Gleich machen ist traurig und langweilig. Vielfalt, Verschiedenes, alles erleben. Wenn jeder einen Schritt macht klappt es. Heyyyyy ich liebe übrigens Kartoffelsalat in Bayern❤️❤️❤️❤️

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    1. Ein tolles Statement, mit das beste was ich jemals gehört habe. Danke für so viel Offenheit Banu (?). Deutschland ist ein Einwanderungsland. Sagt jeder aber offen seine Meinung, kann man damit umgehen und arbeiten. Ein erstklassiger Post und ein Hoch auf den Mut des Autors! Ich empfehle mich.

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    2. Hallo Banu, schön von Dir zu lesen! In Bayern gibt es so einiges leckeres. Schön wie Du das beschreibst, auch das Ankommen in Deutschland. So geht es vielen wie ich weiss. Die Gleichmacherei in Deutschland entspringt einer Art des Gerechtigkeitsempfindens und nimmt manchmal komische Züge an. Meistens wird dadurch aber nicht gleicher oder gerechter, nur die Probleme grösser.

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    3. Das ist so lieb von Ihnen geschrieben. Der Kartoffelsalat ist auch in Sachsen 1A. Sie sind eingeladen, wir freuen uns. Mehr von solchen Menschen wie Ihnen, dann könnte es so einfach sein!

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