Haben und sein

 

„33 Verkauft euren Besitz und gebt Almosen! Macht auch Geldbeutel, die nicht alt werden! Verschafft euch einen Schatz, der nicht abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn frisst! 34 Denn da wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“

Lukas 12:33, 34 Einheitsübersetzung

 

 

 

Leben kommt nicht aus den Dingen die ein Mensch besitzt. Wir können unser Leben nicht verlängern durch unseren Besitz. Es gibt Menschen, die Millionen besitzen und alles geben würden für nur einen Tag weiteren Lebens. Für ihr eigenes oder das ihrer Kinder.

Vor vielen Jahren war ich für zwei Wochen in einem Hospiz im Rahmen meines Zivildienstes. Es gab dort auch eine Abteilung für Kinder. Das Urteil über alle Menschen ist, dass wir sterben müssen. Ich denke auch unsere atheistischen Leser erkennen das an. Besonders traurig ist natürlich, wenn die „Vollstreckung“ des selbigen dann schon in den ersten Lebensjahren statt findet. Eltern gingen ein und aus in diesem Hospiz und versuchten es den Kindern so einfach wie möglich zu machen. Aber Sterben ist gar nicht so einfach, wenn es nicht schnell abläuft. Oft lasen sie ihnen Geschichten vor. Ab und an gab es einige normale Momente, normal für ein Kinderleben. Manchmal spielten sie miteinander, sofern sie es noch konnten. Die Eltern hätten sicher alles gegeben um ihr Kind zu retten oder sein Leben etwas verlängern zu können. So blieb ihnen nur den Weg des Kindes zu begleiten und die letzten Tage so angenehm wie möglich zu machen.

Eine Mutter sagte mir damals: „Leben Sie ihr Leben junger Mann, schon morgen kann es auch Ihnen so gehen. (es ging um Krebs) Ich würde alles was ich habe geben, könnte ich mein Kind damit retten.“

Es ging mir nicht gut und ich hatte solche Herzschmerzen, dass mir das Atmen schwer fiel und ich bin an die frische Luft gegangen. Es war so beklemmend, eine für mich so übermächtige Situation, die ich nicht ertragen konnte, wie eine dunkle Wolke die sich über mir zusammen zieht. So ein Kindergesicht zu sehen, das jeden Tag ein bißchen mehr stirbt ist etwas anderes wie dies bei einem älteren Menschen zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich drei ältere Menschen bis zum Tod begleitet. Und doch habe ich diese eine Situation nie vergessen. Ich frage mich zugegebener Weise auch oft, ob ich denn wirklich lebe, oder ob ich nur ein lebender Toter bin.

Manche der Eltern damals waren zweifellos vermögende Menschen. Andere weniger. Machtlos waren beide Gruppen. Was aber nach meinem damaligen Erleben beide Gruppen über das Leid hinaus verband ist die Erkenntnis, dass der Besitz nichts ändert an dem grundsätzlichen Problem, wann für uns der Zeitpunkt gekommen ist und wir sterben müssen. Das vom Verstand zu wissen ist eine Sache, es mit dem Herz zu fühlen eine andere.

Mir erschien dieser Ort so unheimlich und doch besonders zu sein. Es war ein älteres Haus in einem besseren Viertel einer schönen süddeutschen Stadt. Eine Strasse weiter stand ein altes Krankenaus. Das in solchen Gebäuden, mit einer zeitlos schönen und eleganten Architektur des späten 19. Jahrhunderts und dem Charme vergangener Zeiten, sich unbegreifliches Leid abspielt war eine Ambivalenz, die mich bis heute kalt berührt und zugleich fasziniert. Außerhalb dieser beiden Gebäude beinhaltete das Leben die gewohnte Oberflächlichkeit und Zerstreuung. Betrat man aber ein Gebäude, war es wie der Vorhof zu einer emotionalen Hölle.

Tod und Leid ist etwas, was wir Menschen gerne aus unserem Leben fern halten und besondere Plätze dafür haben. Friedhöfe sind friedlich, aber vor allem sind sie meist am Rand einer Stadt, eingebettet in parkähnlichen Landschaften um dem Tod und dem Sterben ein versöhnlicheres Antlitz zu geben. Aber es ist eben nur ein Schein, in der Wirklichkeit ist der Tod so kalt und grau wie ein Gesicht aussieht, aus dem das Leben zu entfliehen beginnt.

Vielleicht wäre es anders auch gar nicht auszuhalten, so dachte ich später. Wir können Tod einfach nicht ertragen. Denn viele Menschen, die an solchen Orten arbeiten, haben oft mit Süchten zu kämpfen, klassischerweise Alkohol und Nikotin. Wer will es ihnen verdenken.

 

Blackwater.live - Engel
„Würde alles geben, wenn mein Kind noch ein paar Tage länger leben könnte.“ Wie schnell materieller Besitz wertlos sein kann zeigt sich im Sterbeprozess.

Quelle: gettyimages/istockphoto

 

 

Die gleiche Stadt –  und doch zwei Welten

Etwa 30 Gehminuten entfernt von diesem Ort liegt die wunderschöne Fussgängerzone der Altstadt. Die Stadt war im zweiten Weltkrieg als eine der wenigen größeren deutschen Städte verschont geblieben. Sie war geprägt von nobeln Geschäften, Boutiquen und Kaufhäusern. Diese Zeit ist schon einer Weile her, das Internet steckte noch in den Kinderschuhen. Daher waren die Innenstädte noch nicht so konsum-synchron mit den immer gleichen Markenstores besetzt und es gab auch mehr Inhaber geführte Cafe’s statt nur Starbucks und Coffee Fellows.

Als besonders krass empfand ich es nach meiner Arbeit in die Innenstadt zu gehen und das Treiben zu beobachten. Ich denke jeder von uns, der innerhalb kurzer Zeit von einem emotional belastenden Ort zu einem Ort der Ablenkung und Zerstreuung wechselt wird dieses Gefühl haben. Mit Sicherheit kann man eine Shopping-Meile auch anders bezeichnen. Aber ich will ganz bewusst schreiben, dass es ein Ort der Ablenkung ist.

Denn was von den Dingen die dort verkauft werden brauchen wir wirklich zum Leben?

 

 

Wünsche und Bedürfnisse

Den Unterschied zwischen Wünschen und Bedürfnisse von uns Menschen haben Wissenschaftler schon viele Jahrzehnte untersucht. Im Wesentlichen haben sich Bedürfnisse über die Jahrtausende nicht geändert. Wir wollen nachts an einem sicheren und trockenen Ort schlafen, wir brauchen Nahrung und Wasser und wir benötigen Bekleidung. Vieles davon nehmen wir in unserem Teil der Welt für selbstverständlich. Dabei ist schon die Vorstellung keine Schuhe zu besitzen enorm. Stellen wir uns vor, unser Fuss würde immer über nackten Strassenboden laufen oder in der beschriebenen Fussgängerzone den Boden berühren, der voller Schmutz ist.  Wir würden jeden kalten von Menschen gemachten Untergrund spüren. Nachts würden wir auf einer Parkbank übernachten und wären der Witterung ausgesetzt. Regen, Sturm, Sonne, Hitze. Darüber nachzudenken ändert schon einiges, man läuft viel bewusster mit seinen ausgelatschten Chuks durch die Stadt. Ein Freund von mir erzählt mir vor kurzem, wie er in der Osttürkei als Kind mit alten gefundenen Schuhsolen und Klebeband sich selbst Schuhe machte. Darüber nachzudenken, dass selbst die Befriedigung unserer Bedürfnisse nicht selbstverständlich ist, ändert unseren Blickwinkel. Vielleicht schmeissen wir nicht so schnell Dinge weg und nutzen sie länger.

Bedürfnisse haben sich in der Tat wenig verändert, aber die Wünsche sind sehr viele geworden. Und die meisten verbinden Wünsche oder die Erfüllung dieser mit Lebensqualität. Und ich schreibe hier ganz bewusst von materiellen Wünschen, denn mit diesen werden die meisten Geschäfte gemacht und unsere Welt in Bewegung gehalten. Das sehen wir wenn wir Werbung schauen. Ich habe mir die letzten Tage einmal bewusst Werbung angeschaut. In den allermeisten Fällen geht es um ein materielles Produkt, welches mir mehr Komfort im Leben verspricht. Oder sogar mehr Glück, wenn man der Werbebotschaft folgen darf. Häufig kommen Autowerbungen vor, Körperpflegeprodukte, Nahrungsmittel jenseits des Bereichs des Lebensnotwendigen. (Süßigkeiten aller Art)

Ein nicht materielles Produkt wäre beispielsweise die Werbung einer Partnervermittlung für deren Leistungen einen passenden (Lebens) -Partner zu finden. Das ist die häufigste Werbung für ein nichtmaterielles Produkt gewesen. Natürlich ist dies keine repräsentative Beobachtung, sondern nur meine.

 

 

Die Gefahr der vielen Möglichkeiten

Viele der Dinge die wir heute kaufen können, verschaffen uns Unmengen an Möglichkeiten. So können wir mit einem neuen Smartphone und dem passenden Tarif dazu nicht nur telefonieren, wir können im Internet surfen, chatten, Videotelefonie mit 10 Leuten gleichzeitig betreiben und das in ganz Europa und darüber hinaus. Oder mit einem neuen SUV als Auto können wir auch durch das Gelände fahren und Bäche durchqueren und darin schlafen, die aktuellen Musikboxen können nicht nur jede Musik auf Sprachbefehl hin abspielen, sondern per Sprache gleich auch bei Amazon einkaufen oder das Internet durchsuchen. Schön soweit. Und wer braucht das alles? Brauchen wir das wirklich?

Ich muss unweigerlich gerade an die Spieltheorie von Dr. John Nash denken, der nach freier Erzählung mathematische Überlegungen beim Dating von Frauen in einer Bar angewendet haben soll. Er versuchte zu berechnen, bei welcher Vorgehensweise er erfolgreich mit einem Date die Bar verlassen würde und wie viele Frauen er ansprechen müsste, um das Ziel zu erreichen. Und wie es für einen Mathegenie üblich ist, hat er diese Überlegung natürlich auch im Hinblick auf Effizienz durchgeführt. Man will ja nicht den ganzen Abend für dieses Unterfangen benötigen.

Diese Geschichte ist recht frei überliefert worden, aber ich finde man kann eine Menge daraus lernen, denn die wesentlichen Parameter sind für uns auch in anderen Lebensbereichen gleich. Wir haben eine begrenzte Zeit aktiv zu leben (analog die aktiv genutzte Zeit, die Nash in der Bar war), wir müssen auf Opportunitätskosten achten, denn wenn wir das eine kaufen und dafür Zeit investieren, können wir diese Zeit schon nicht mit etwas anderem verbringen (analog die Zeit, die Nash brauchte um mit einer Frau zu flirten und nicht mit einer anderen sprechen konnte) und wir wollen, wenn wir dann die richtige Entscheidung getroffen haben, (analog als Nash die richtige angesprochen hatte, die mit ihm mitging) dann mit den Früchten dieser richtigen Entscheidung so lange wie möglich leben und sie geniessen. (analog Nash, wenn das richtige Mädchen ihn dann heiratet).*

Opportunitätskosten sind mit die höchsten Kosten, die wir im Leben haben. Und sie sind einer der größten Gründe, warum vom bewusst gelebten Leben oft so wenig übrig bleibt.

 

 

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(*Die Ehe von Dr. John Nash mit Alicia Larde hielt mit einer langen Unterbrechung zwanzig Jahre, mit ca. 30 Jahren wurde eine schwere Schizophrenie bei ihm diagnostiziert. Er und seine Frau starben bei einem Verkehrsunfall 2015.)

 

Blackwater.live - Friedhof
Was vom Leben übrig bleibt: Im Regelfall nichts, nur Staub.

 

Quelle: gettyimages/istockphoto

 

 

 

Der Eisberg

Die meisten Menschen machen sich heute Gedanken um Dinge, die sie besitzen wollen. Meistens sind dies alles sichtbare und materielle Dinge. Sie verwenden Unmengen an Zeit darauf das Internet nach Shoppingaspekten zu durchforsten. Und dann stellen sie sich vor, wie gut es ihnen gehen würde, wenn sie dies oder jenes dann endlich besitzen. Sie werden darauf konditioniert das Glück mit Besitz zu erreichen. Das funktioniert so bestechend gut, dass selbst religiöse Menschen komplett umgedreht werden und ein Großteil ihrer Zeit nicht mehr mit ihrem Glauben oder spirituellen Gedanken verbringen, sondern nur noch mit dem Streben nach Besitz, dem Kaufen und dann den Folgen daraus verbringen: Pflege, Wartung, Upgrades, Folgekosten.

Wenn das schon gut bei Menschen funktioniert die an eine spirituelle Ebene glauben, umso mehr natürlich bei denen die es nicht tun. Und hier muss man klar unterscheiden: Ich meine jetzt nicht die, die spirituelles Gedankengut mit Geld kombinieren im Sinne von „denk dich reich“, das Universum gibt dir Geld wenn du glaubst.“ Diese Variante finde ich besonders perfide, als wenn Geld auf einer höheren Ebene noch eine Rolle spielen würde. Ich denke wenn ein Mensch sich spirituell mal so weit nach oben gedacht hat, ist er weitestgehend frei von materiellen Gedanken. Aber das sei nur nebenbei erwähnt.

 

Wie wohl alle wissen, besteht ein Eisberg meist aus einer Spitze Eis die über Wasser ist und einem größeren Teil, der unter Wasser ist. Das Paredo Prinzip ist daraus abgeleitet, die uns allen bekannte 80/20 Regel. Und hier würde ich auch die Opportunitätskosten sehen, die viele Menschen nicht berücksichtigen. Diese stellen sehr oft auch den größten Teil der Gesamtkosten bei einem Vorhaben da. Sichtbar aber doch nicht gesehen.

In der überlieferten Geschichte von Dr. John Nash ist klar, er kann nur mit einem Mädchen nach Hause gehen und es sollte das richtige Mädchen sein. Denn dieses eine hindert ihn daran, mit den anderen die Zeit (oder das Leben) zu verbringen. Es muss also (1) die richtige sein und (2) es kostet den Verlust oder die entgangenen Chancen mit den anderen Damen das Leben zu verbringen. Zu Dr. Nash’s Zeiten war die Welt noch nicht ganz so promiskuitiv wie heute, es ging am Ende um das Heiraten. 🙂

Aber (3) mal angenommen, die Damen in der Bar waren alle von gleicher Qualität (intellektuell anspruchsvoll, schön, treu) ging es hier aber um das Abwägen von gleichwertigen „Gütern“.

Und da liegt ein weiterer „Hase begraben“:

Denn die heutige Zeit beinhaltet die Gefahr einen schlechten und ungleichen Deal zu machen. Denn ich tausche meine Lebenszeit, die ich mit einem materiellen Produkt verbringe gegen die Lebenszeit ein, die ich mit etwas nicht materiellen und wertvolleren verbringen könnte. Mit der Familie beispielsweise, in der Natur, auf der Suche nach höherem und spirituellen Dingen.

Dazu kommt noch, dass ich für das materielle mehr Zeit „zahlen“ muss als für das nicht materielle. Denn um das materielle Produkt zu kaufen, muss ich Geld aufwenden, welches ich wieder nur für Lebenszeit (Arbeit) erhalte. Wenn ich nun noch in einem teureren Land wie Deutschland lebe und hier die Lohnnebenkosten und Steuern betrachte, dann wird dieser Deal immer nachteiliger. Der Gang in den Wald oder die Zeit mit der Familie wird nicht besteuert, dass neue Smartphone und die kostenpflichtigen Apps sehr wohl, von teureren Vergnügungen einmal ganz zu schweigen.

Lassen wir es nicht zu einer reinen Gedankenübung werden. Wir alle müssen arbeiten um Geld zu verdienen und Arbeit definiert auch viele von uns bzw. sie schafft auch Identifikation und Identität. Vielen Menschen gibt sie auch Halt und Stabilität. Das sehe ich immer wenn Menschen aus irgendwelchen Gründen nicht mehr arbeiten. Egal ob reich oder arm, meistens verliert sich das Leben in Schlaf und unstrukturiertem Vergnügen. Das soll nicht wertend sein, es erfordert enormen Willen und Kraft sein Leben zu strukturieren, wenn man es eigentlich gar nicht muss.

Aber wenn wir arbeiten um unseren Besitz zu halten, der weit über unsere Bedürfnisse hinaus geht, dann besitzen die Dinge die wir haben doch uns und nicht wir sie. Ich habe die letzten Jahre oft gesehen, wie Menschen gerne anders leben würden, es aber wegen ihren Besitztümern nicht konnten. Und das ist eine ganz neue Dimension für mich gewesen. Denn beruflich kannte ich auch Menschen die anders leben wollten, es aber aus Mangel nicht konnten. Der Wohlstandsmensch könnte es aber praktisch von heute auf morgen, aber sein „Herz“ hält ihn davon ab. Und wo ist sein Herz?

 

 

Blackwater.live
Markus 10:25 und folgende Verse. „Ist bestimmt nicht so direkt gemeint gewesen!“ Meist sagen dies Menschen, auf die genau der Text zutrifft, die aber lieber in ihrem Unglück verweilen.

Quelle: gettyimages/istockphoto

 

 

Das „Nadelöhr“

„Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingehe.“ 

– Markus 10:25, Textbibel 1899

 

Dies ist kein christlicher Blog, sondern ein finanz-heuristischer Blog, wie einige Leser mir schrieben. Diese Bezeichnung habe ich wohlwollend und gerne übernommen. Aber aus den christlichen Schriften kann man eine ganze Menge lernen, ganz unabhängig des Glaubens und ich denke ihr werdet das bestätigen. Denn mal ganz losgelöst von dem Königreich der Himmel zeigt dieser Text enorm eindrucksvoll, dass materielle Dinge den geistigen Dingen im Weg stehen. Und die bisherige Erfahrung zeigt, eine Relativierung dieser Aussage ist wirklich nicht angebracht.

Was ich mich bei diesem Text immer wieder gefragt habe ist, ob es das Geld war, heute würden wir liquides Vermögen sagen, oder die Dinge die man mit Geld kaufen kann, die zu dieser Aussage von Jesus an seine Jünger führte. Daher will ich euch mal den Rest der Passage zeigen, dieses Mal wieder aus der Einheitsübersetzung:

 

17 Also sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun um das ewige Leben zu erben? 18 Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut ausser der eine Gott. 19 Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! 20 Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. 21 Da sah Jesus ihn an, umarmte ihn und sagte: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! 22 Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. 23 Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!

Markus 10: 17-23, Einheitsübersetzung

 

Offensichtlich hatte der Mann viele Besitztümer, zu damaligen Zeit waren dies meist Immobilien, Ländereien und Viehherden. Er hätte diese also erst verkaufen müssen um Cash zu machen und es dann den Armen zu geben.

Hängt das Herz eher an einer Zahl auf dem Konto oder hängt das Herz eher an den Dingen die man kaufen kann oder gekauft hat? Wie emotional sind 500.000 EUR auf dem DKB Cash oder 500.000 EUR im Elternhaus? Wie emotional sind 50.000 EUR auf dem Konto oder 50.000 EUR in einem schicken Cabrio?

Es mag Ausnahmen geben, aber meiner Erfahrung nach als Ex-Banker würde ich klar sagen, die allermeisten Menschen hängen an den „Dingen“ und nicht an den digitalen Zahlen auf dem Konto. Ein guter Gegenbeweis war auch immer zu sehen, wie lange Menschen geerbten Cash widerstehen konnten. Nach meiner Erfahrung ist es so, dass 19 von 20 Menschen anfangen zu shoppen und unnötiges Zeug zu kaufen, wenn sie beispielsweise 100.000 EUR erben. Und das ist genau das, was sie dann unfrei macht. Das Geld (macht teilweise frei, sagt selbst die Bibel) ist weg, Besitz mit Opportunitätskosten angeschafft. Die Selbstversklavung ist perfekt. Und bedenken wir, heute muss man noch nicht mal Geld haben, es gibt ja noch Kredit. Mehr dazu könnt ihr hier lesen: „Das Kreditmindset.“

 

Jetzt will ich losgelöst von der christlichen Botschaft noch auf eine andere Überlegung mit euch eingehen. Wie gesagt, dazu muss man kein Christ sein oder daran glauben. Viele von euch sind Atheisten, Agnostiker oder Muslime und mehr. Aber das erstaunliche ist, dass es immer Verbindungen und gemeinsame Nenner gibt. Und das es keine spirituelle Ebene gibt, dass streiten nur wenige wirklich ab.

In dem Lukas Text zu Eingangs steht, „gib es den Armen“. (Lukas 12:33,34) Ich will mit euch noch final eine Überlegung durchgehen, die etwas mit Glück zu tun hat. Bereit?

Stellt euch vor, ihr bekommt 100.000 EUR. Von heute auf morgen. Ihr könnt sie für Konsum ausgeben, was leider die meisten Menschen nach meiner Erfahrung machen. Aber ihr könntet auch einen Teil davon spenden. Bei der Summe könntet ihr auch direkt dorthin fahren, wo Menschen Hilfe brauchen. Es müsste ja nicht mal das ganze Geld sein. Selbst wenn ihr nur einen Teil des Geldes nehmt und in einem armen Land der Welt Menschen vor Ort helft, wäre es eine große Tat für einen Mensch. Stellt euch mal vor, es wären nur 20% des Geldes, welches ihr auf diese Weise spenden würdet.

Stellt euch weiter vor, es wäre ein armes Dorf und die Menschen hätten ein Bewässerungsproblem. Durch eine Spende von euch kann ein Brunnen gebaut werden, die Menschen können mehr Nahrung produzieren und müssen nicht mehr Mangel leiden. Ihr würdet das Leben von vielen unmittelbar verbessern. Eines Tages besucht ihr dieses Dorf und es hat sich rumgesprochen, dass ihr kommt. Stellt euch vor wie diese Menschen euch dankbar wären, die Kinder euch entgegengelaufen kämen und euren Namen freudig rufen, die Menschen euch umarmen würden, vielleicht ein Dorffest an einem Abend ausrichten würden. Von euren 100.000 EUR habt ihr nur einen Teil gespendet.

 

Würdet ihr das jemals vergessen?

Würde es euer Leben verändern?

Wärt ihr glücklichere Menschen?

Würdet ihr die Welt mit anderen Augen sehen?

 

Und gestattet mir noch eine Frage: Was denkt ihr? Könnt ihr euch mit den verzichteten 20.000 EUR etwas kaufen, was so viel Glück in euch auslöst wie all das Glück und die Freude, die ihr den Menschen bereitet habt?

Es bedarf keiner Askese im eigenen Leben um das Leben von anderen zu ändern und sein eigenes noch dazu. Aber wie absolut konträr dies zu der Konsumbotschaft der Werbung ist. Würde man durch Dinge kaufen glücklich werden, gäbe es wohl in unserem Teil der Welt nur glückliche Menschen. Aber ein Großteil läuft in ihrem selbst geschaffenen Gefängnis umher und die größte Freiheit ist das Holzkohlegrillen bis der Nachbar sich beschwert. Das wirkliche Glück ist aber wohl das, welches man anderen bereitet, die es dann tausendfach zurück geben. Da kommt kein Zinseszinseffekt gegen an!

 

Blackwater.live - Armut
Fünf Flugstunden vom Wohlstand entfernt – Syrien.

Quelle: gettyimages/istockphoto

 

 

 

Es ist nie zu spät

Im Gegensatz zu den Eltern der Kinder aus dem Anfangs erwähnten Hospiz weiss keiner von uns wann er stirbt. Den Kindern hat man das damals (soweit ich weiss) nicht gesagt. Da wir es nicht wissen, sollten wir auch nicht in Angst vor diesem Zeitpunkt leben. Wir sollten vor allem leben!

Die Konsumgesellschaft hat aus diesem Gedanken ein echt perfides und zuweilen auch perverses Mindset geschaffen. Das wir, weil wir nur wenig Zeit haben, deswegen besonders viel materielle Träume verwirklichen müssen. Häuser kaufen, Autos, Fernseher und vieles mehr. Und viele haben das getan und mir selbst ging es lange Zeit auch so.

Aus den Kindheitsträumen als Meeresbiologe zu arbeiten oder durch die Mongolei auf einem Pferd zu reiten wurde nichts. Der ganz normale Werdegang und eine Umgebung von Menschen, die einfach nur von A nach B denken und C nicht für möglich halten hat auch mich geprägt. Kinder leben eben durch die Vorbilder um sie herum. Diese Vorbilder streiten es ab wenn es schief geht und rühmen sich wenn es gut geht.

Aber ich glaube an die Macht der kleinen Schritte. Und unabhängig des Ausgangs sind wir Menschen doch so, dass wir kämpfen müssen, es ist unsere Natur. Genauso wie es unsere Natur ist, nach höherem zu streben um das Höhere zu finden. Aber wann haben wir angefangen mit dem „Höheren“ ein Carupgrade oder die vermietete Zweitimmobilie zu meinen?

Wann haben wir unser Denken und unser Herz eingetauscht gegen ein Haufen „Produkte“? Oder gegen von anderen vor gedachte Überlegungen, wie wenn man lieber Babybrei isst statt Steak?

 

Die Mutter eines krebskranken Kindes kann dessen Leben nicht retten, nicht verlängern. Sie kann auch keinen Deal machen gegen Geld, nicht einmal gegen ihr Leben, auch wenn sie nichts lieber tun würde. Sie kann das Kind nur versuchen abzulenken. Wenn die Schmerzen zu groß werden, bekommt das Kind Morphin. Wenn es erträglicher ist, kann sie ihm aus einem Buch vorlesen.

Aber brauchen wir als gesunde Menschen so viel Ablenkung und im übertragenen Sinne Morphin für unser Leben? Haben wir ein Leben aus dem wir flüchten müssen? Warum ändern wir es dann nicht?

Die Antwort hängt wohl damit zusammen, wie gesund unsere Seele ist.

 

 

Blackwater.live - Orakel von Delphi
Γνῶθι σαυτόν Gnṓthi sautón „(Mensch) Erkenne dich selbst!“ – Orakel von Delphi. Was gewinnen wir, wenn wir unsere eigene Seele verlieren?

Quelle: shutterstock

 

 

“Life is a succession of lessons which must be lived to be understood. All is riddle, and the key to a riddle is another riddle.”

– Ralph Waldo Emerson

22 Kommentare zu „Haben und sein

Gib deinen ab

  1. Hammer Blog, sehr gute Gedanken! Mehr lässt sich dazu kaum sagen. Ich habe euch eher durch Zufall gefunden, eine Facebook Verlinkung war die Ursache.😂 Ihr seid unbekannt und ich glaube sonst gibt es kaum einen Weg wie man auf diese Seite trifft, daher freut es mich umso mehr es geschafft zu haben. Ich habe mich direkt mal bei eurem Email Verteiler angemeldet.😉

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  2. Hallo liebe Leser von Blackwater.live, ich konnte dieses Mal nicht jedem von euch antworten, da es wirklich viele Mails und Kommentare waren. Aber ich habe sie alle gelesen. Euer Feedback ist sehr wertvoll für mich und ich hätte auch nicht gedacht, dass manche sich so berührt von den Gedanken fühlen. Es ist auch toll was ihr alles in eurem Leben macht um anderen zu helfen und die Welt zu einem etwas besseren Ort für unsere Mitmenschen zu machen. Der nächste Artikel wird wieder etwas praktischer sein, es kommt immer darauf an was mir gerade so aus der Feder kommt. Aber das Thema Spenden und Helfen werden wir in Blackwater.live mehr und mehr einbauen, sobald wir noch einige andere Bausstellen erledigt haben.😉 Vielen lieben Dank für all die netten Worte von euch und allen ein schönes Wochenende!

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  3. Herzlichen Dank für diesen Gedanken zum Wochenende! Darüber werde ich mir meine Gedanken machen müssen. Ich kenne diese Texte aus meine Jugend, habe aber diesen Zusammenhang so auch noch nicht gesehen. Auch ich möchte mich an dieser Stelle als begeisterter Leser outen, auch wenn ich wie die meisten ein passiver Leser bin. Es ist immer wieder ein Genuss und es ist schön wie Blackwater.live die Bloglandschaft bereichert. Den Wohltätigkeitsgedanken solltet ihr auf jeden Fall weiter verfolgen.

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  4. Ein schöner und humanistischer Gedanke. Wenn wir uns als Menschen umeinander kümmern und nur etwas weniger egoistisch sind, könnte die Welt ein viel besserer Ort für uns alle werden. Aber leider scheint eher das Gegenteil einzutreten, mehr und mehr… Ich bin gespannt was bei der Europawahl heraus kommt. Überall auf der Welt wird gezündelt und wir sind den Politikern ausgeliefert.

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  5. Man BW ehrlich… mein Herz…. also das ist wirklich ein trauriger Post und zugleich schön. Ich verdränge so Gedanken eigentlich immer, denke es geht vielen so. Ich glaube man wird depressiv wenn man zu lange über sowas nachdenkt. Irgendwie schützen wir uns auch durch die Ignoranz. 🙄 Nur was ich daraus wieder sehe oder lerne, was nützt mir Geld und das ganze Zeug wenn ich krank werde? Sparen ist schon wichtig, aber mal ehrlich, will ich 100 werden mit Millionen? Mit anderen teilen oder helfen macht wirklich glücklicher wie NUR Zeug selbst zu besitzen und immer mehr mehr mehr zu wollen. Ich danke dir für diesen schönen Eintrag!

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  6. Das ist einfach euer/dein Ding, ich liebe diese Art von Postings. Was gibt es besseres morgens mit einem Milchcafe vor dem Pc zu sitzen, Chef noch nicht da, erst mal die Lieblingsblogs zu lesen? Richtig, nichts😂😂 Und ihr seid definitiv einer meiner Lieblingsblogs. Da ich keine Leseratte bin, also Bücher und so, … ist es mit den Blogs gerade richtig für mich. Kürzer zu lesen, abwechslungsreich. Finanzblogs nicht nicht so meins gebe ich zu, aber ihr habt mich irgendwie durch diese Abwechslungen doch bekommen.😂😂

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  7. Die anderen haben schon alles gesagt, bleibt mir nicht mehr übrig :(( Ein sehr berührender schöner Post. Ein zartes Danke und ein schönes Wochenende euch allen! Ich hab schon morgen frei :))))

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  8. Um es gleich vorweg zu sagen, ich bin wie viele andere ebenfalls keine Kirchgängerin und tue mich schwer mit einer religiösen Botschaft. In einem anderen Artikel hast du auf den Bibelserver verlinkt und ich habe dort in einer Bibel die Texte von dir nachgelesen. Mir war es nicht ganz so bewusst was alles in der Bibel steht. In Kirchen (weiss ich von meinen Eltern und ich bin früher Sonntag noch mit gegangen) wird kaum noch über einen Bibeltext gesprochen. Es sind eher Botschaften wie aus der Politik oder ein Allgemeines „seid lieb zueinander und toleriert alles“. Jetzt bin ich zum einen wirklich total von der Bibel überrascht, überrascht auf einem Finanzblog (ok, ihr seid mehr als das) so etwas zu finden und überrascht wie eine solche Botschaft mich doch irgendwie anspricht. (und verwundert über mich selbst, aber das ist ein anderes Thema). Blackwater.live ist sicher nicht besonders bekannt, aber ja mehr sich das die nächsten Jahre ändert und davon gehe ich aus, um so mehr solltet ihr diesen Spendenthematik und Offenheit für andere Kulturen ausbauen. Ich denke damit könnt ihr viel erreichen und je mehr Menschen gutes tun, umso mehr wird unsere Erde ein kleines bißchen besser für all die auf ihr leben. Aber um nochmal auf den Artikel zu kommen: Das sind einfach sehr tiefe und auch persönliche Gedanken und ich werde noch eine ganze Weile darüber nachdenken. Und selbst wenn ich die Texte in der Bibel vorher gekannt hätte, so hätte ich sie sicher nicht so gesehen, wie ich sie jetzt sehe. Faszinierendes Buch. Man sollte die Kirche vielleicht wirklich „im Dorf lassen“ und die Bibel unabhängig von dem lesen was Menschen sagen oder glauben zu wissen. Danke nochmal für den Artikel!

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  9. Über den „Finanzwesir“ fand ich zu „Blackwater“ und bin seither begeisterter und bisher „stiller“ Mitleser. Der aktuelle Blogartikel veranlasst mich zu meinem ersten Kommentar bei euch.
    „Haben und Sein“ ist weit mehr als man auf einem Finanzblog zu erwarten hofft. Der Beitrag wendet sich an den ganzen Menschen und nicht nur an seinen ökonomischen Teil.
    Dieser ganzheitliche Ansatz ist sehr selten und ich schätze ihn deshalb ganz außerordentlich.
    Der Blogbeitrag ist keine leichte Kost; er berührt mich emotional und zwingt mich zum intensiven Nachdenken. Als ich damit durch war, dachte ich: was für eine anrührende und aufrüttelnde Predigt!
    Als christlich sozialisierter Agnostiger (und immer noch steuerzahlendes Mitglied meiner Kirche) sind mir die Stellen aus der Bibel durchaus vertraut. Aber bisher hat noch kein Pfarrer es verstanden sie mir dergestalt nahezubringen, so dass sie mich so berührt haben.
    Die Anregung von CW, die Spendenidee in das Kundenmodell aufzunehmen unterstütze ich nachdrücklich. Ergänzend möchte ich noch bemerken, dass es nicht immer Geld sein muss, mit dem hilft. Auch tätige -im Sinne von anpackender und praktischer- Hilfe im unmittelbaren sozialen Umfeld kann einen wertvollen Beitag leisten. Denn gerade diese Hilfe im sozialen „Nahfeld“ schärft den Blick für Missstände und Leid.

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  10. Schön zu sehen wie ihr euch immer wieder für Gedanken über Leben und Menschlichkeit einsetzt. Man merkt wirklich diese Themen liegen euch auch am Herz. In unserer heutigen schnellebigen Zeit ist dies doch selten geworden.

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  11. Wieder ein top Artikel von euch. Ich finde diesen Wechsel ganz gut in den Themen. Mal Finanzplanung, mal Philosophie, mal praktische Umsetzung. Bin gespannt was noch so alles kommt. LG

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  12. Ein wirklich sehr guter Artikel, gerade die Idee mit den Spenden. Ich habe mal irgendwo gelesen „nicht die glücklichen sind die dankbaren, sondern die dankbaren sind die glücklichen“. Da ist sicher viel Wahrheit dabei. Müsste man das nicht in das Kontenmodell von euch einbauen?

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    1. @CW. Spenden ins Kontenmodell einzuführen ist eine gute Idee. Und gleichzeitig hat es für mich etwas von einem Regelwerk. Spenden sollten von Herzen kommen daher sträube ich mich persönlich gegen den Gedanken aus einer Herzensangelenheit eine Regel zu machen. Ist aber nur meine bescheidene Meinung…

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  13. Leben & Tod zu reflektieren hilft ein besseres und sinnerfülltes Leben zu führen, da habe ich gar keinen Zweifel. Und auch seinen Mitmenschen zu helfen und an sie zu denken ist ureigenstes altes Christentum. Wobei ich meine dies auch im Islam gelesen zu haben?? Mir gefällt die Einbindung von alten Schriftzitaten und was ihr daraus macht. Macht weiter so!

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    1. Das ist eine der Säulen des Islam. Sure Ibrahim (14), Vers 31 zB. Der Gedanke geht sogar noch weiter. Beispielsweise sagte Imam Abu Hanifa „Geiz ist das Ergebnis der Verbundenheit zum Diesseits; Großzügigkeit dahingegen ist die Frucht der Abwendung vom Diesseits“. Dieses Zitat mag ich besonder. Oft werden Dinge einfach verdreht oder falsch dargestellt oder sogar missbraucht.

      BW es ist einfach unbeschreiblich was du für Gedanken zu diesen ganzen Dingen hast. Aber jetzt wo ich deine Erlebnisse lese, wird mir immer mehr auch klar warum. Wir Menschen werden einfach geprägt von dem was wir erleben, auch dem Leid. Ich will nicht sagen es ist gut so, aber wenn es verändert so wie es dich verändert hat, dann macht es Menschen auch wertvoller. Wenn sie dann danach nachdenken und ihr Leben und die Welt damit verändern. Grossen Respekt habe ich wie feinfühlig du mit religiösen Gefühlen umgehst, ich habe einfach das Gefühl du verstehst es. Das ist wirklich selten geworden. Manchmal denke ich die ganzen Medien bringen nur all das Schlechte nach oben und vergrössern den Hass. Was nützen uns dann Medien wenn es immer schlimmer wird aufeinander zu zu gehen. Ich weiss es wird nicht jedem gefallen was ich schreibe, aber ich respektiere andere, aber ich will auch respektiert werden. Weiss nicht ob es die richtigen Worte sind. Hoffe es.

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  14. Echt heftig für einen Finanzblog. Aber guuut. Aber ihr seht euch ja nicht nur als Finanzblog. Hmm. Aber zwischen Kontenmodellen und Portfolio dann so ein Tiefgang durch Sinnfragen, ich hab da gar keine Worte für. Obwohl doch, es ist eine Art emotionale Achterbahnfahrt. Zumindest kann man nicht einschlafen dabei. Aber es ist auch wie am Herz operieren, die Blackwaterseite kann man nur bewusst lesen oder gar nicht. Danke für das Teilen der Gedanken! Freu mich auf den/die nächsten Artikel!

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  15. Puhh, so ein Post überfordert mich emotional so wie dich deine Erlebnisse damals. Aber es ist wichtig auch darüber nachzudenken. Menschen sagen oft der Tod ist ein Teil von Leben. Dieser Satz klingt wirklich komisch. Lieber BW😉, sowas sollte ich mal nach der Arbeit lesen und nicht davor, jetzt bin ich nur noch nachdenklich🙄 Aber was Shopping angeht gibt es vielleicht auch einen Mittelweg. Frauen haben grundsätzlich mehr Klamotten als Männer und Farben und Style wechseln ist Teil unserer Seele.😂 Es ist also nicht immer nur Ablenkung. Ich denke wenn man auf Nachhaltigkeit achtet ist viel getan und es nicht übertreibt. Den Charity Gedanken in deinem Kommentar finde ich gut. Weiss nicht wie das letztes Jahr war, aber sowas einzubauen wenn es von Herzen kommt ist immer besonders. Und das kommt es bei dir sicher! Um mich herum habe ich schon ein Gefühl es ändert sich langsam was und mehr Menschen fühlen sich verantwortlich. Auch für andere und die Welt auf der sie leben. Sooo ich muss los😘 bis bald

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  16. Mr. Blackwater dich sollten sie echt bei Ärzte ohne Grenzen reden lassen um Spenden einzusammeln😂 Aber ganz ernsthaft: Gute Gedanken sind das. Auf Charity bin ich gespannt, zuletzt hat der Markt das ja nicht hergegeben, aber das damalige Projekt fand ich sehr gut. Gerne wieder. Der Post ist mal wieder was anderes, sehr abwechslungsreich bei euch.

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  17. Danke für diesen sehr persönlichen Artikel. Ich glaube ich muss ihn nochmal in Ruhe daheim lesen. Leben und Tod sind große Themen, nicht so einfach darüber nachzudenken. Und wenn man Verluste erlitten hat noch schwieriger.

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  18. Anmerkung Blackwater 04/2019: Sobald wir nach unser Umstrukturierung wieder Fahrt in FX aufnehmen, wollen wir wieder ein Charity Projekt wie letztes Jahr machen. Mehr Info kommt sobald es soweit ist.

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