Das Bild und die Wahrheit

‘It pays to know where you are on the bigger picture’ 

 

 

 

Was ist ein Bild?

 

Bild (von althochdeutsch bilidi ‚Nachbildung‘; ursprünglich ‚Wunder‘ oder ‚Omen‘) steht für

  • Bild, erkenntnistheoretisch kurz für das Abbild.

 

Abbild bezeichnet ein Bild und seine Beziehung zu einem darauf abgebildeten wiedererkennbaren Gegenstand. Ein Abbild kann einen natürlichen Ursprung haben (z. B. Schatten, Spiegelbild) oder künstlich geschaffen sein (z. B. Gemälde, symbolisches Zeichen).

 

 

„Der Seele Grenzen kannst du nicht ausfinden, und ob du jegliche Straße abschrittest; so tiefen Grund hat sie“,[1] „er behauptete, dass die Sehkraft täuscht“,[2] und „sich die Leute im Kennenlernen der sichtbaren Dinge irren“.[3]   (Heraklit)

 

Quelle: Wiki

 

Bilder sind faszinierend. Hat man erst einmal seinen favorisierten künsterlischen Stil gefunden, kann einen die Malerei in seinen Bann ziehen. In Bildern steckt viel Emotion und auch stets eine Botschaft. Natürlich ist nicht immer zweifellos klar, ob die Botschaft die bei uns ankommt auch die ist, die der Künstler transportieren wollte. Was in jedem Fall durch ein Bild transportiert wird sind Informationen. In der deutschen Sprache ist dies auch erkenntlich. Menschen, die viel wissen gelten als gebildet. Diese Wortschöpfung stammt aus einer Zeit, in der nicht viele Menschen lesen konnten. Im frühen Mittelalter war ein Weg sich Wissen anzueignen Bilder anzuschauen. Wer viele Bilder gesehen hatte, war durch die Bilder dann gebildet.

Bilder können behaupten die Wirklichkeit abzubilden, beispielsweise in Form von Landschaftsbildern. In der abstrakten Malerei bilden sie Emotionen ab. Dies habe ich immer als besonders unzugänglich empfunden, weil sich mir einfach nicht erschliesst wie wir zweifellos sicher sein können, welche Emotionen der Maler und Schöpfer eines Bildes wirklich hatte. Es gibt natürlich Menschen die behaupten, sie können dies sehr genau erklären und bestimmen. Aber wie schon so oft sind solche Deutungen doch sehr zweifelhaft, erst recht wenn sie mit Bestimmtheit dargebracht werden, was für mein Empfinden stets auf ein Fehlen von eigener Bescheidenheit hindeutet. Denn meistens war der Deuter des Bildes nicht bei der Schöpfung des Bildes dabei.

Aber was würdet ihr sagen: Ist ein Bild die Abbildung der Wirklichkeit, sei es nun die physische oder eine emotionale Wirklichkeit?

 

„Philosophen haben im Rahmen der Erkenntnistheorie immer wieder gefragt, in welchem Verhältnis Urbild und Abbild zueinander stehen und aus unterschiedlichen Perspektiven Abbildtheorien darüber entwickelt, inwiefern menschliche Erkenntnis ein Abbild der Wirklichkeit ist.“ (…)  

Zitat: Wikipedia.

 

Wir wollen uns nicht zu lange daran aufhalten, noch wollen wir unter die Philosophen gehen. Die meisten Menschen heute würden mir sicher zustimmen, dass ein Bild nur ein Ausschnitt der Wirklichkeit ist, die der Künstler zum Zeitpunkt des Erschaffens wahrgenommen hat. Und es ist eben die Wahrnehmung des Künstlers. Damit ergibt sich die Frage, ob ein Bild Wahrheit ist. Es wird also immer komplizierter. Vielleicht nennt man es deshalb einfach Kunst, erfreut sich daran und lässt es damit gut sein.

Schon die Bibel weisst in 1. Korinther 13:9-12 auf dieses Problem hin:

 

„Es müssen auffhören die Weissagungen, und auffhören die Sprachen, und das Erkenntnis selbst wird auffhören. Denn unser Wissen ist stückwerck, und unser Weissagen ist stückwerck […] Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem tunckeln Wort, Denn aber von angesicht zu angesicht.“

(Übersetzung nach Luther 1545)

 

Ich finde alte Übersetzungen recht spannend, da ich auch die alte Sprache mag, in einer neueren könnt ihr es HIER auf dem Bibelserver ganz neutral nachlesen.

 

 

 

Ein Leben von A nach B

 

Da wir alle nicht ewig leben, sondern nur von Zeitpunkt A nach Zeitpunkt B, haben wir auch nur eine gewisse Zeit Geld anzusammeln um damit etwas zu tun. Wie schon oft beschrieben ist Geld Energie. Nicht dass ich an New Age und die Kraft des Universums glauben würde, sondern an die Kraft dahinter, so ist Geld eben bei Menschen konservierte Lebenszeit und Arbeitskraft. Im Prinzip wissen das auch alle Menschen, die über Geld nachdenken. Und für die meisten von uns ist klar, wir werden nur einen gewissen Betrag davon im Leben maximal zur Verfügung haben. In der Finanzindustrie hat man früher davon gesprochen, dass ein durchschnittlicher Mitteleuropäer einen Cashflow von ca. einer Million Euro in seinem Leben auslöst. Ungeachtet dieser Zahl ist klar, je nachdem wofür ich mein Geld ausgebe, setze ich damit Akzente und offenbare klar was mir im Leben wichtig ist und was nicht. Diese Aussage gilt natürlich nur, wenn ich selbstbestimmt meinen Geldfluss steuern kann. Bin ich dazu aufgrund früherer Entscheidungen (z.B. Verschuldung) oder Umständen (Pflege der Eltern, bestimmte Verpflichtungen) nicht mehr in der Lage, ist dies natürlich anders zu sehen. Aber gehen wir mal von einem Menschen aus, der seinen Cashflow frei steuern kann und sehen wir uns ein paar Beispiele an. Die Klarheit ist bestechend, auch wenn sie heute sicher durch die meisten Menschen relativiert werden würde, da unsere westliche Gesellschaft dazu neigt alles vorsichtig und vermittelnd weichzuspülen, um so viel wie möglich „Balances“ und Kompromissbereitschaft zu erzeugen. Wie gut das funktioniert sehen wir ja, aber dies ist ein anderes Thema.

 

Blackwater.live - alte Schriften
Aus den alten Schriften der großen Weltreligionen kann man viel lernen. Man sollte aber unvoreingenommen sein und sich nicht von Menschen etwas hineindeuten lassen, was da nicht steht. Dann wird man überrascht sein wie viel Kraft diese Bücher haben.

Quelle: shutterstock

 

 

„Klaus A.“

Klaus A. (35) „verdient“ (furchtbares deutsches Wort für Einkommen/Gehalt) im Monat 4500,00 EUR netto und gehört damit zu einem Spitzenverdiener in Deutschland. Er hat keine finanziellen Verpflichtungen und ist Single. Er benötigt natürlich Geld für Wohnen, Auto, Kleidung und Nahrung. Nehmen wir mal folgende Haushaltsrechnung bei ihm an:

 

4500,00 EUR Einkommen pro Monat

  • -1500,00 EUR für Miete, Auto, Kleidung, Nahrung
  • -1500,00 EUR Sparen für Altersvorsorge und Rücklagen
  • -1480,00 EUR für Luxus und Freizeit
  • -20,00 EUR für Wohltätigkeit und Spenden

 

 

Dies ist ein nicht repräsentativer Fall und sicher auch sehr überspitzt. Aber wie ich als Ex-Banker weiss, nicht so selten wie viele Leser vielleicht denken. Und da ich meine Erfahrung in einer fiktiven Person dargelegt habe, ist es keine Wertung eines Individuums.

Die beiden größten Posten sind zweifellos notwendig. Wir wollen der Einfachheit halber nicht auf den Typ des Autos eingehen oder welches Optimierungspotential Klaus A. hier hat. Lassen wir es einfach mal so stehen. Es ist auch zweifellos so, dass wir Menschen uns selbst lieben, sofern wie psychisch halbwegs gesund sind. Also gönnt man sich auch mal etwas und genießt auch den ein oder anderen schönen Moment.

Nun bitte ich euch das Beispiel mal so zu nehmen wie es ist und ehrlich nachzudenken, ganz für euch persönlich. Schaut euch die letzten beiden Posten der Haushaltsrechnung an. Klaus A. gönnt sich selbst für 1480,00 EUR oder 32,8% seines Gehaltes im Monat  Luxus in seinem Leben und nur 20,00 EUR oder 0,44% sind dafür vorgesehen seinen Mitmenschen zu helfen. Das Klaus A. hier überhaupt etwas für sie gibt zeigt, er ist sich schon dessen bewusst, dass viele seiner Mitmenschen auf der Erde leiden.

Unsere heutige Gesellschaft mit ihren Balances und der chronischen Weichspülerei würde daraus natürlich keine Wertung machen. Aber ich frage ja auch nicht die Menschen in einer Masse (mit der darin vorherrschenden Dynamik) sondern euch persönlich:

Ist es nicht so, dass Klaus A. die Mitmenschen so gut wie egal sind und er lieber sich selbst verwöhnt während andere bitter leiden?

Jetzt kommen wir zu unserem Bild einmal zurück. Wie zu Eingang beschrieben ist ein Bild wohl eher nicht die Wirklichkeit und nicht die Wahrheit eines Sache. Aber es ist nett anzuschauen und man kann sich damit auch ablenken.

Die Lebensführung von Klaus A. ist wie dieses Bild. Sie blendet die Wirklichkeit aus und reduziert das Leben von Klaus A. auf seine selbst geschaffene Wirklichkeit, umgeben in einer Welt schöner teurer Gegenstände, schönen Urlauben, einem zweifellos überzogenen Hedonismus und lässt ein paar Krümel oder 0,44% seines Gehaltes für seine Mitmenschen. Davon will er zweifellos nichts wissen.

Es gibt nicht wenige dieser Menschen, wie schon erwähnt. Manche haben sogar noch eine vermeintlich moralische Argumentation wie „die Welt geht eh unter“ und „“man kann niemanden „von denen“ helfen, dass kann nur Gott““ und ähnliches. Und während nur Gott „denen“ helfen kann, kauft man sich seinen XXL 4K Fernseher, seine 20TEUR Uhr oder lässt sich es in Südtirol gut gehen. Es geht hier nicht um Wertungen von einzelnen Handlungen, sondern um die Verhältnismäßigkeit eines Sache zu einer anderen.

Diese „es ist mir egal“ -Argumentationen aus europäisch-christlichen Kreisen finde ich besonders traurig, denn selbst andere nichtchristliche Kulturen dieser Welt haben Gebote seinen Mitmenschen zu helfen, wie bereits HIER schon mal bei Muslimen erklärt.

Aber haben wir als Europäer keine kulturell-religiös-geschichtliche Grundlage unseren Mitmenschen zu helfen? Klar haben wir die:

 

 

Ein Schriftgelehrter stellt Jesus die Frage, was zum Erwerb des ewigen Lebens zu tun sei. Jesus fragt ihn nach den diesbezüglichen Aussagen der Tora. Darauf zitiert der Schriftgelehrte das Schma Jisrael als das zentrale jüdische Glaubensbekenntnis mit der Aufforderung zur Gottesliebe (Dtn 6,5 EU) und verbindet es mit dem Gebot der Nächstenliebe (Lev 19,18 EU):

 

„Höre Israel, der Ewige ist Gott, der Ewige ist einzig. (Dtn 6:4) Gepriesen sei Gottes ruhmreiche Herrschaft immer und ewig! (mJoma 6:2) Darum sollst du den Ewigen, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. (Dtn 6:5)“

– Das jüdische Gebetbuch; Hsgb. v. J. Magonet und W. Homolka; Gütersloh 1997

 

„Du sollst dich nicht rächen, auch nicht Zorn halten gegen die Kinder deines Volkes. Liebe deinen Nächsten, wie du dich selbst liebst. Ich, der Ewige.“

– Lev 19:18

 

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.“

– Lk 10,27

 

 

Nachdem dann der Schriftgelehrte recht verlogen fragte, wer denn der Nächste sein, erzählte Jesus die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Diese Geschichte kennen die meisten von uns, man kann sie hier nachlesen. Kurz zusammengefasst ging es darum, dass ein Mann auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho überfallen wurde und liegen gelassen wurde. Er war hilflos, verletzt und ausgeraubt. Ein vorbeikommender Levit und auch ein Priester ignorierten diesen Mann. Dabei hätte man wohl gerade von ihnen erwartet gutes zu tun. (kommt uns sicher bekannt vor) Schließlich kam ein Samariter vorbei und hatte Mitleid, half diesem Mann und sorgte dafür, dass es ihm wieder besser ging. Dazu muss man sagen, dass der Mann Jude war und Samariter und Juden keine Freunde waren, um es mal nett auszudrücken. Nach dieser Erzählung sagte Jesus, dass jeder ebenso handeln sollte wie dieser Samariter es getan hat.

 

Natürlich hätte es Jesus auch egal sein können und er hätte sagen können:

  • Die Welt geht eh unter und mein Himmelreich löst alle Probleme.
  • Menschen sterben sowieso.
  • Du musst an dich selbst denken, sonst macht es keiner.

 

Hat er aber nicht.

 

Für Jesu Nachfolger (so bezeichnen sich ja alle Christen) mal wieder harter Tobak, aber es wird ja gerne ein Teil der Bibel weg gelassen und ein anderer, den EIGNEN Überzeugungen passenderer Teil heran gezogen.

Aber selbst für jemand der nicht aktiver Christ, Muslim oder etwas anderes ist, sondern den Gedanken der Aufklärung und des Humanismus folgt, sollte die Hilfe für die Mitmenschen ein Teil seines Lebens ausmachen. Natürlich ändert es nicht die Welt und die Politik und Probleme werden nicht gelöst. Aber es macht die Welt zu einem etwas besseren Ort und selbst wenn es nur für eine kleine unbedeutende Menschenseele ist. Interessanterweise sagte der zitierte Jesus Christus, dass selbst kleine Vögel für Gott nicht unbemerkt bleiben, wie können wir da behaupten andere Menschen wären wertlos, minderwertig oder einfach egal? Vielleicht gibt es ja doch eine größere Macht, der eine solche gute Tat doch nicht egal ist. 🙂  (Matt. 10:29-31)

 

Je mehr unser Leben wie das von Klaus A. nur ein Bild der Wirklichkeit ist, desto mehr leben wir in einer Traumwelt und umso mehr werden wir nur an uns denken. Wir tun dies, weil es vermeintlich glücklich macht alles auszublenden, was auf dieser Welt passiert und nur an uns zu denken. Und dies wird uns von der Werbung und vielen Mitschenschen auch so eingeredet. Aber wo sind all die glücklichen Menschen, die nur an sich selbst denken? Sieht eine Fussgängerzone im reichen Deutschland oder eine Shopping Mall nach lauter tiefglücklichen Menschen aus?

Mich hat es persönlich immer wieder fasziniert, das Menschen, die viel Leid gesehen haben und sich engagiert haben glücklicher sind als die, die nur an sich selbst denken. Sie finden auch in schwerwiegenden Krisen auf dieser Welt kleine Momente des Glücks die Ihnen mehr geben, als manchem hier seine tausende Euro teuren Wellnessurlaube oder was auch immer. Welche Überlegung dahinter sein kann und warum dies so ist, könnt ihr auch in meinem letzten Artikel lesen. (Hier)

 

Viele interessante Berichte findet man auch bei Ärzte ohne Grenzen.

Diese Organisation finde ich besonders faszinierend, sowohl von den Einsatzgebieten (sie haben Projekten in mehr als 70 Ländern) als auch von den Persönlichkeiten die dort arbeiten und auf eine Menge in ihrem Leben verzichten um viel Herz und Menschlichkeit zu gewinnen. Natürlich kann man auch daran etwas schlechtes finden und solche Engagements auf seinem durchgesessenen Wohlstandssofa bewerten, gleich nachdem man seinen Leserkommentar bei einer (Online-)Mainstreamzeitung zu Lage der Welt abgegeben hat. Ihr wisst was ich meine, wäre es nicht so traurig, wäre es zum lachen.

Aber wenn in solchen Menschen doch noch irgendwie ein Rest an Menschlichkeit und Lust auf die große Welt ist, aber nicht die Möglichkeiten dazu, dann ist eine Hilfsorganisation ein guter Weg um etwas zu tun.

 

Blackwater.live -  Anderen Menschen helfen
„Und wer eine einzige Seele rettet, Rettet die ganze Welt…“ (Jerusalem Talmud, Sanhedrin, 23a-b)

Quelle: shutterstock

 

Bei meinem letzten Artikel kamen einige Mails zu der Frage, ob man in das 3-Konten-Modell nicht fest das Thema Spenden einbauen sollte. Natürlich kann man dies machen, aber ich würde es jedem einzelnen überlassen wollen. Warum?

Weil ein wirklich gutes Gefühl etwas richtiges getan zu haben nur aus einer bewussten Tat kommt. Darauf will ich gleich noch einmal eingehen. Beweggründe sind wichtig um den positiven Effekt einer Tat zu erleben. Heute wird viel gespendet weil es en vogue ist, weil man das so macht, damit eine Firma sich damit in die Kamera stellen kann oder wie ich es bei Banken erlebte, damit der Filialdirektor sich mit ein paar Kindern im Heim ablichten kann um danach angewidert schnell zu verschwinden. Wieder andere glauben an die Kraft des Universums und denken sie werden reich, wenn sie Geld spenden, damit „das Universum“ etwas zurück gibt. Naja, lassen wir das…

Eine bewusste Tat aus einer echten eigenen Überzeugung ist was ein Wohlbefinden schafft. Glaube weil andere etwas glauben ist kein eigener Glauben, ist nur ein geborgter Glaube. Deswegen soll ein Artikel wie dieser auch zum eigenen Denken anregen und ist keine Aufforderung etwas zu tun. Jedenfalls nicht im weitesten Sinne.

Der von mir geschätzte Ludwig von Mises sagte einst:

 

“Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden.”

Ludwig von Mises, Im Namen des Staates oder die Gefahren des Kollektivismus

 

Dies war zu seiner Zeit noch in erster Linie auf den Staat und seine damaligen Hauptdruckmittel bezogen, lässt sich aber durchaus auf unsere heutige Zeit mit veränderten Umständen übertragen. Menschen verhalten sich im Kollektiv immer anders wie sie es als einzelne tun würden, was ich (wie ihr sicher auch) schon allzu oft beobachten konnte. Da stellt sich natürlich immer die Frage nach der Echtheit einer Überzeugung. Dies ist bei Wohltätigkeit und Spenden nichts anderes.

Man kann Menschen durch Druck oder Manipulation zu vielem bringen, aber aus meiner persönlichen Überzeugung ist dies alles wenig wert, wenn es nicht dem eigenen Herzenswunsch entspricht.

Wenn Glaube Berge versetzen kann aber nicht einmal stark genug ist das eigene Leben zu ändern, dann brauchen wir wohl mehr davon. Den Glauben etwas verändern zu können, bekommen wir aber nicht in dem wir uns vor ein Bild setzen und sagen, dies ist die Wirklichkeit. Dazu müssen wir schon aufstehen und uns in Bewegung setzen und uns weder selbst etwas vormachen, noch uns von anderen etwas vormachen lassen.

In diesem Zusammenhang finde ich den Begriff „echo chamber“ interessant.

 

„In news media, echo chamber is a metaphorical description of a situation in which beliefs are amplified or reinforced by communication and repetition inside a closed system. By visiting an „echo chamber“, people are able to seek out information which reinforces their existing views, potentially as an unconscious exercise of confirmation bias. This may increase political and social polarization and extremism.“

Quelle: Wiki

 

Das Phänomen ist vor allem durch soziale Medien und Nachrichten Medien bekannt geworden. Menschen suchen nach Informationen und bekommen beispielsweise durch Algorithmen immer die Informationen präsentiert, die zu ihrer Denkweise und Einstellung passen.

Aber auch ganz ohne Algorithmus schaffen viele Menschen sich so eine „Echokammer“. Sie umgeben sich nur mit Menschen und „Fakten“ die zu ihrer bisherigen Einstellung und Denkweise passen. So „prüfen“ sie ihren Glauben und sind sich dann umso sicherer, dass dieser stimmt. Selbst handfeste Beweise und Quellen lassen sich so deuten, dass alles „passt“. Und es ist natürlich auch viel bequemer nicht die Konsequenzen zu ziehen und Zweifel ungeprüft zu unterdrücken. Wie gefährlich dies ist, hat die Geschichte immer wieder gezeigt. So wird die Wirklichkeit durch ein Bild ersetzt und alle die davor sitzen sind sich einig, dieses Bild ist wunderschön.

 

Aber ist es auch die Wahrheit?

 

Blackwater.live - Theater
Manche Theatervorstellung mag unglaublich realistisch erscheinen, aber sie ist nicht das echte Leben. So wie ein Bild bestenfalls nur eine Abbildung der Wirklichkeit ist, so ist Wahrnehmung nur ein Ausschnitt aus der Wahrheit.

Quelle: shutterstock

 

 

“Cat: Where are you going?
Alice: Which way should I go?
Cat: That depends on where you are going.
Alice: I don’t know.
Cat: Then it doesn’t matter which way you go.”

― Lewis Carroll, Alice in Wonderland

28 Kommentare zu „Das Bild und die Wahrheit

Gib deinen ab

  1. Hallo zusammen! Erst einmal vielen Dank für die Mailflut und die wirklich sehr netten Emails. Würde ich sie in ein zusammen fassen, es könnte ein Buch sein. So viel Feedback und Gedanken zu diesem Thema hätte ich mir nicht vorstellen können. Vielen Dank!

    Natürlich ist Blackwater.live was den Blog angeht absolut frei und niemandem verpflichtet. (anders als bei dem Sweet16 Projekt) Daher denke ich nun vorher nicht nach für wen ich jetzt etwas schreiben könnte oder was ich besser weg lasse etc. Sondern ich schreibe wie es mir „in die Feder“ kommt.

    Aber kurz zur Erklärung: Der Blog ist eine Mischung aus Finanzblog, ethischen Gedanken und was in Zukunft noch so dazu kommt. Es gibt also keine „neue Schiene“ oder Richtung, sondern es kommt mal etwas von einem Thema und dann wieder von einem anderen Thema. Aber der Blog wird nicht esoterisch, soviel kann ich sicher sagen. 🙂

    Gefällt mir

    1. Mir gefällt eure Mischung. Esoterik ist für mich eher Hokuspokus, Wunderheilung, Bildchen anbeten und ähnliche Volksverblödung. Bibel, Koran oder Torah zitieren und zeigen was man daraus lernen kann (für Finanzen und den Alltag) ist doch etwas ganz anderes wie plumpe Esoterik. Welche Grundlage haben den sonst viele Blogger die darüber schreiben? Das Universum oder irgendwelche Quacksalber auf Drogen. Wenn ich eure Artikel lese merke ich aber, hier kennt sich wirklich jemand aus.

      Gefällt mir

  2. Ok ok ok, wenn es um Leser geht, ich bin hier😂 Hab mich nun auch mal angemeldet und dem Druck nachgegeben😂 (wer gemeint ist weiss es) Vielleicht sollten wir uns in vielen Bereichen im Leben aktiver verhalten und nicht nur einfach schweigend mitlesen oder beobachten. Alles zu diesem schönen Blog ist ja schon gesagt worden und wenn mir noch etwas einfällt schreibe ich es.😊

    Gefällt 1 Person

  3. Also ich gehöre zu den Lesern die gerne auch mal etwas Tiefgang vertragen. Ich bestimme selbst die Zeit wann ich das lese. Habe euch abonniert und wenn ein Artikel kommt schau ich nach was es ist. Fintech, Investments etc. lese ich meist in der Bahn, schwere Kost habe ich mir am Wochenende schon in aller Ruhe gegönnt. Mein Vorschlag wäre (ist aber kein muss): Ordnet doch bei Gelegenheit die Kategorien etwas. Dann findet man sich da schneller zurecht. Sonst bleibt mir nur zu sagen: Weitermachen 🙂

    Gefällt mir

  4. Dein Blog – Deine Regel. Du kannst schreiben wonach dir ist. Den Charakter des Blogs finde ich grundsätzlich sehr spannend und auch wohin er sich noch entwickeln wird. Natürlich wirst du immer mal Leser verlieren, andere dafür gewinnen. Würdest du nun anfangen über Fischzucht im japanischen Meer zu schreiben wäre es sicher kontraproduktiv. Aber Ethik in den Finanzen ist definitiv auch an Glaubenssätze gekoppelt, welche auch immer das sind. Niemand der sich dafür interessiert kommt da einfach so drauf. Daher finde ich dein Blog superspannend und auch die Kommentare der Mitleser. Und auch ich wurde dadurch zum bunq Kunde, mit das Beste was mir passieren konnte. Bleib wie du bist, du gehst deinen Weg.

    Gefällt mir

  5. cusn hat es genau getroffen. Du schreibst sehr wertvolle und schöne Gedanken und es ist dein gutes Recht dies zu tun. Deine Artikel über Finanzen oder Konten finde ich sehr praktisch und sie helfen auch. Aber deine Posts zu Ethik und den Schriften sind echt etwas ganz besonderes und damit solltest du nicht aufhören. Manchen Lesern gefällt es, anderen nicht. Ich habe deinen Blog weiterempfohlen und zwei Freundinnen lesen ihn nun auch. Letztens haben wir sogar darüber diskutiert. 😂😂 Mach einfach weiter wonach dir ist und lass uns teilhaben.😊

    Gefällt mir

  6. Grüße Dich, Blackwater.
    Dein Blog habe ich Anfang des Jahres entdeckt. Seitdem lese ich jeden Artikel, den Du veröffentlichst. Dein Blog ist sogar der erste, bei dem ich nicht nur die Artikel, sondern auch die Kommentare abonniert habe. Daher habe ich auch diese hier gelesen:

    „Aber bitte nicht übertreiben

    „bleibt wie du bist, aber übertreib’s nicht, weil ab und an brauche ich auch was leichtes zu lesen“

    „Der nächste Artikel muss aber wieder etwas entspannter werden“

    „Du bist uns jetzt echt mal wieder einen Banking Artikel schuldig lieber BW!“

    „Aber wenn du davon weiter schreibst musst du es echt von dem Finanzblog trennen“

    Nanu, was ist den hier los?
    Zwei aufeinanderfolgende Artikel mit Bibelzitaten. Was erlauben Blackwater?

    Blog/Weblog:
    „tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Webseite“ (duden.de)

    „öffentliches Tagebuch im Internet“ (de.wiktionary.org)

    Mein lieber, lass Dir nix erzählen. Weder übertreibst Du noch musst Du, was Deine Leser von Dir wollen. Das ist Dein Blog.

    Du bietest hochwertige Inhalte, die das Potenzial haben das Leben anderer zu bereichern – kostenlos. Das verdient Wertschätzung. Dem wird das Sprichwort „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ nur im Ansatz gerecht.

    Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Da kommen Werte häufig zu kurz. Überall Fastfood, Smalltalk, Light-Produkte. Mich dürstet es nach Ausgleich. Daher genieße ich jeden Artikel von Dir. Mundet mir jeder? Nein, aber sie sind gleichwohl Slowfood, Bigtalk und heavy, also nicht im Gehalt reduziert. Und das ist gut so!

    Über Gott und die Welt reden. Sich mit weltlichem zu beschäftigen entspannt die Leute, aber mit göttlichem stresst sie. Das erklärt vermutlich den Gegenwind hier.

    So wie ich das sehe, resultieren allerdings so einige Missstände in der Welt daraus, dass Menschen sich von der göttlichen Botschaft entfernen. Daher begrüße ich, als Muslim, Deine Bibelzitate!

    Du hast diese Gedanken und Gefühle, dann schreib sie weiter nieder und teile sie – bitte.

    Sollten sich nun einige hier „umorientieren“, weil Du ihnen zu „esoterisch“ wirst, dann lass Dir aus Erfahrung gesagt sein: Wenn n gehen, werden n bzw. n+ andere kommen.

    „Sei Du selbst. Alle anderen sind bereits vergeben.“
    – Oscar Wilde

    Gefällt mir

    1. Cusn hat es genau auf den Punkt gebracht. Blackwater steht für Freiheit, wie es sonst auch keiner tut. Also hat Er/Sie auch das gute Recht auf dem eigenen Blog zu schreiben über was er/sie will. Und ich als Follower habe(n) die Freiheit zu entscheiden ob ich es lese oder nicht. Aber zu lesen und sich hinterher zu beschweren, es wäre zu schwere Kost ist abgegebene Verantwortung. Schließlich habe ich die Entscheidung getroffen zu Lesen was Blackwater schreibt. Und sorry, ich bin überzeugt, das ethisches Banking ohne irgend eine Art von Glauben nicht möglich ist. Und selbst wenn dieser Glauben „moralische Prinzipien“ oder „Werte“ heißt.

      Gefällt mir

    2. @cusn Mit nicht übertreiben meine ich es nicht böse, das weiss BW schon selbst. Und ich denke so oder so findet die Seite viele Leser, es ist nur die Frage welche Art Leser es sind. Und das hängt von den Inhalten ab. Ich habe noch nie vorher auf einem Blog kommentiert, in meinem ganzen Leben nicht. Und habe mich hier extra angemeldet. Andere tun nichts anderes und verfolgen hundert Blogs gleichzeitig. Mit manchen Themen bekommt man vielleicht mehr Leser oder mehr Aufmerksamkeit, mit anderen Themen treue Leser und echte Fans😉☺️

      Gefällt mir

  7. Hallo zusammen! Vorweg: Ein super Finanzblog und viele spannende Themen! Auch ich freue mich hier auf weitere Ausarbeitungen zu Fintechs und Investments. Gerade als Ex-Banker könnt ihr hier viel Wissen vermitteln, was andere so nicht haben. Zu den philosophischen Artikel: Einfach nur gigantisch! Nur sehe ich das Problem dies zu vereinen. Entweder teilt ihr es in zwei Blogs oder ihr findet einen gewissen Ausgleich. Das würde ich am besten finden, denn es ist ein Teil der Seite und macht auch deren Reiz aus, solange es wie gesagt ausgeglichen ist. Denn auch die philo-Posts sind für sich genommen mehr als ich in drei Religionsgemeinschaften in 15 Jahren gelernt habe. Ich lese immer noch gerne die Bibel, wie der Verfasser des Blogs wohl auch😂. Aber auf Menschen mit ihren dogmatischen und fanatischen Aussagen und irgendwelchen sozialen Druck habe ich keinen Bock mehr. Seit dem fühle ich mich auch wirklich frei. Und genau dies verspricht die Bibel ja auch, aber keine Religionsgemeinschaft. Religion hat den Glauben vieler zerstört und viele Leben auch. Meinen Erlebnissen nach sind oft die am wenigsten gläubig, die in irgend eine Gemeinde rennen. Nur im Schauspielern sind sie gut. Aber zurück: dieses Thema Freiheit und Finanzen lässt sich super verbinden. Daher macht weiter so, aber ausgewogen bleiben. Was mir auch sehr zusagt ist wie viele Muslime sich hier auch schon geäußert haben. Selten so viel Offenheit gesehen. Daher ist euer/dein Blog wirklich grosse Klasse und viel viel mehr als nur ein Finanzblog!

    Gefällt mir

  8. Seit deinem Artikel “Was ist Wahrheit?” bin ich einfach nur tief beeindruckt von dem was du denkst und schreibst. Vor allem verstehst du es eine Verbindung zwischen drei Religionen zu bauen und benutzt dafür eigentlich nur wenig Worte und Gedanken. Wenn ich überlege wie viele Bücher geschrieben wurden mit diesem Ziel. Aber viele Leser kommen auf Blackwater wegen der alternativen Sicht auf Finanzen oder wegen bunq & Co., der Finanzethik. Das darfst du nicht vergessen. Wegen mir könnteste du jede Woche solche Artikel schreiben und wir treffen uns mal und tauschen uns aus.😂 Aber für deinen Blog wird es am besten sein diese Balance zu halten und daher würde ich auch sagen, nicht übertreiben. Wäre schade für deine Reichweite denn ich denke, wer weiss wohin die Gedanken von Blackwater noch kommen. Mehr Gehör hätten sie verdient und ich untertreibe noch stark damit. Du solltest dich niemals gedanklich einschränken lassen, weder durch andere noch in dem du dich selbst (bzw. deinen Blog) vielleicht falsch positionierst. Also die Balance ist es einfach meine ich… hoffe du verstehst mich. Nein, eigentlich bin ich sicher du verstehst mich.😉

    Gefällt mir

  9. Du beginnst die Rechnung mit 4500 Netto, blendest aber völlig den Teil aus, der zum Brutto fehlt: Steuern und Abgaben. Ein Gutverdiener mit 4,5k Netto zahlt damit erheblich mehr an die Gesellschaft, als er diese kostet. Somit zahlt er jeden Monat eine vierstellige Summe für seine Mitmenschen – sicherlich nicht greiwillig, aber er bezahlt sie.

    Gefällt mir

    1. Aber das wäre doch eine ganz andere Frage, es ging doch darum was man von Herzen macht. So hatte ich es verstanden. Der deutsche Staat nimmt den Bürgern vieles ab (böse Zungen behaupten auch das Denken) und verteilt um. Dieses „geben macht glücklich“ Ding beruht aber auf Freiwilligkeit. @BW: Damit hast du echt ein Fass aufgemacht😂

      Gefällt mir

  10. Sehr interessante und tiefe Gedanken, die mich doch sehr positiv berühren. Nichts was man von einem Finanzblog erwarten würde. (ja ich weiß, ihr seid kein reiner Finanzblog). Ich bin gespannt wie ihr in Zukunft das Spenden-Thema einbauen werdet. Gibts von bunq und Revolut mal was neues?

    Gefällt mir

  11. Ihr solltet echt was mit Charity/Spenden mit einbauen, finde es eine gute Idee. Muss nicht dauernd wiederholt werden, aber einfach ein Konzept dazu. Würde sehr zu euren Gedanken passen. Vielles ist auf der Welt nicht ertragbar und daher ist es schwer sich dauernd damit zu beschäftigen. Aber vergessen ist auch falsch.

    Gefällt mir

  12. Der Artikel und der vorherige sind absoluter Wahnsinn. Zusammen mit „was ist Wahrheit?“ geil geschrieben und ein wirklich unglaublicher Gedankengang. Daher mein fettes Lob! Aber wenn du davon weiter schreibst musst du es echt von dem Finanzblog trennen, was schade ist. Daher sehe ich es ähnlich wie hier schon kommentiert, mach es nicht zu oft. Jetzt ist glaube ich eh alles erst mal gesagt😂😂😂 Ich würde mich über bunq Updates oder einen Finanzplanungs/Lebensführungsartikel freuen.😊

    Gefällt mir

  13. Ist schon etwas off-Topic mit Ausnahme der Spendensache, aber sehr interessant für mich. Mit solchen Gedanken hab ich nicht viel zu tun. Getrennt von Kirche usw so mal darüber nachzudenken habe ich noch nie gemacht. Vielleicht ist es auch genau der Fehler das eine mit dem anderen zu verbinden. Viele Menschen sind gläubig oder denken auch gerne mal über die großen Fragen des Lebens nach, wollen aber nicht bevormundet werden durch andere Menschen die meinen die „Wahrheit“ zu kennen. Das ist sowas von arrogant und überheblich, wie du ja auch geschrieben hast. Interessanter Post, ganz anders. Mal sehen wie du von da nun wieder zur Finanzplanung kommst😂😉

    Gefällt mir

  14. Heyyyy, wie ich schon mal geschrieben habe, heftig für einen Finanzblog. Aber heftig im guten. Was die anderen so geschrieben haben stimmt schon. Man muss Glauben von Menschen trennen. Es ist doch etwas persönliches und ganz privates. Daher gefällt mir schon was du so zu diesem Thema schreibst. Du nimmst das gute raus und lässt die Nachteile weg. (was von Menschen kommt) Ich wusste gar nicht was so in der Bibel steht. Als Muslimin hatte ich damit nie so viel zu tun, musste aber als Schülerin mal mit in die Kirche mit der Schulklasse. Ein zwei Mal. Ist mir jetzt auch nicht so positiv in Erinnerung geblieben und ich bin in Ethik gewechselt. SO geht es sicher vielen, weswegen keiner davon was wissen will. Man sieht die Menschen und die ganze Verlogenheit und dann sagt man nein danke. Die Verse aus der Bibel scheinen wenig mit dem zu tun zu haben was man Kirche nennt.

    Also ich sage mal danke für 1. ich hab so viel gelernt aus der Bibel wie noch nie und weiss jetzt mehr als viele deutsche Kollegen ;-))))) und 2. weil die Gedanken zum Helfen für andere sehr schön sind, auch wenn ich nicht deine Gedanken alle verstanden habe. Und 3. bleibt wie du bist, aber übertreib’s nicht, weil ab und an brauche ich auch was leichtes zu lesen oder mal wieder einen bunq Bericht etc. Daher freue ich mich auf den nächsten Post.

    LG
    Sibel

    Gefällt mir

  15. Der Artikel ist echt heftig und sehr tief, gar nicht so einfach zu begreifen was da so in dir vor sich geht. Aber es muss eine Menge sein. 🙂 Ich ziehe für mich auf jeden Fall den Schluss mehr nachzudenken und mich soweit ertragbar auch mit dem Leid von anderen Menschen auseinander zu setzen. Aber jeder von uns hat natürlich auch eine Grenze dessen was man ertragen kann. Wie Menschen in Hilfsorganisationen dies schaffen bleibt mir oft ein Rätsel. Ich habe auch schon Berichte über Ärzte ohne Grenzen gesehen und bin geschockt gewesen. Wie die so viel Leid aushalten. Ich glaube ich würde durchdrehen. Alles in allem ist dein Artikel ein wertvoller Artikel, keine Frage. Aber man muss es einfach auch ertragen können. Daher ist die Idee so eine Organisation zu unterstützen sicher eine sehr gute, aber nicht jeder kann sich die Details der Arbeit von denen anschauen. Das hat nicht etwas mit wegschauen zu tun. Klar gibt es diese Leute auch, aber viele würden es einfach nicht aushalten.

    Heftig also. Aber deine Mission ist erfüllt, jetzt brauchen wir wieder was praktisches und da schliesse ich mich den anderen an.

    Gefällt 1 Person

      1. Ich mich auch, bitte wieder mehr Themen mit zumindest mal Fokus auf das Fachliche. Nebenaspekt können diese Themen ja gern weiter bleiben, das macht die Seite ganz klar (auch) aus, aber wenn das jetzt so oft zum Hauptaspekt wird, werde ich mich auch eher umorientieren. Geht ja anscheinend den meisten anderen Lesern ähnlich, wenn man die Kommentare so überfliegt.

        Gefällt mir

  16. Leider muss ich für mich sagen, das mir das hier zu sehr in die Glaubensecke geht und mir zu spirituell wird, sorry…

    Der Hospizbeitrag von letzter Woche war für mich schon grenzwertig, der hier ist dann doch drüber.

    Mir haben die Beiträge viel besser gefallen, als das hier noch nicht so “Esoterisch” war. Lebensplanung. Finanzen, Investments außerhalb vom Mainstream, FX. Das waren die Themen, für die ich hier wirklich sehr gern gelesen habe.

    Für die “neue Schiene”, nein, sorry, da bin ich leider raus.

    Gefällt mir

    1. Hi Sebastian, klar ist ja auch Geschmacksache. Kommt aber auch wieder, wie schon geschrieben. So ein Blog sind einfach geschriebene Gedanken und mal geht es in eine Richtung, mal in die andere. Der Blog wird nicht esoterisch werden😂 ist aber auch kein reiner Finanzblog, sondern irgendwo dazwischen. Ich schreibe immer an verschiedenen Themen und mal mehr und mal weniger. Aber es hängt natürlich auch von den eigenen Umständen ab was dann wann fertig wird, dass mal so als kleiner Einblick. Nächste Woche ist beispielsweise wieder ein sehr praktisches Thema fertig, was auch schön länger in Planung war. Vielleicht schaust Du einfach mal rein.

      Gefällt mir

      1. Blogeinträge sind doch immer Geschmacksache denke ich. Manche mag man, manche nicht. So geht es mir mit allen Blogs die ich lese. Bei Blackwater gefällt mir dieser Glaubensansatz ohne Religion sehr gut und soweit ich es beurteilen kann, geht es heute doch vielen Menschen so. Religion hat so viel Leid verursacht. In der Bibel zu lesen und daraus zu lernen und dies von fanatischen Menschen zu trennen ist doch genau das Richtige. Wäre auch bei anderen Religionen angebracht. Ansonsten ist Wohltätigkeit natürlich wichtig und die aufgeworfenen Fragen regen mich sehr zum Denken an. Aber bitte nicht übertreiben, Du bist uns jetzt echt mal wieder einen Banking Artikel schuldig lieber BW!

        Gefällt mir

      2. Hi,

        das hoffe ich sehr, ich mag den Blog hier sehr gern und fände es schade, wenn das hier so in die „Esoecke“ abrutscht.

        Gruß

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: