Warum Du finanzielle Freiheit NICHT anstreben solltest

9 Die aber reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Begierden, welche die Menschen in Verderben und Untergang versenken. 10 Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben.

–  1.Timotheus 6:9,10 Elberfelder Bibel

 

 

Heute suchen viele Menschen nach Anleitung und Rat in ihrem Leben, nach einer Inspiration oder Zielen, die sie anstreben sollen. Nachdem viele von der institutionalisierten Religion und/oder ihren Mitgliedern enttäuscht sind, wenden sie sich anderen Glaubenssätzen zu, wie dem fliegenden Spaghettimonster, dem Karma, dem Universum, Gesundheitskulten oder anderen „Energiequellen“. Liebe Leser, keine Sorge, dies wird kein Post des lokalen Kirchenvereins, dass wird es bei mir nie geben. Mit Texten aus den alten Schriften der Menschheit wie der Bibel, dem Koran oder der Torah will ich einfach immer mal wieder aufzeigen, dass das Wissen in diesen Büchern uns enorm weiter helfen kann. Dazu braucht es keine Religion, Glauben ist etwas sehr persönliches. Man kann also beispielsweise die Bibel betrachten und etwas daraus lernen, ohne sich über eine Kirche und deren unbiblische Bräuche und Praktiken aufzuregen. Der ein oder andere wird feststellen, dass was man in diesen alten und wertvollen Büchern findet, hat nicht im entferntesten mit der institutionalisierten Religion zu tun. Das viele Menschen ohne eine Institution ihrem Glauben oder Schöpfer offenbar nicht gewogen bleiben können, ist ein Thema für die Sozialpsychologie.

Ich weise ganz gerne darauf hin, dass diese Bücher so viel Weisheit enthalten, dass man auf das Universum, Wunderheilmittel oder das Karma als Glaubenssatz gut und gerne verzichten kann. Niemand braucht einen Guru, einfach selbst lesen und verstehen. Wie immer gilt: Die, die sagen ihr könnt das nicht selbst sind die, die euch abhängig machen wollen. Ganz wie in der Finanzberatung. 🙂

Ok, dies kurz zur Erklärung. Diese Erklärung gilt nicht nur für diesen Artikel sondern ganz allgemein.

 

 

Finanzielle Freiheit

Unzählige Blogs und Podcasts drehen sich um die finanzielle Freiheit, tausende Menschen wollen Dir helfen finanziell frei zu werden. Wie ich schon öfters angeschnitten habe, habe ich das Gefühl sowohl die Anzahl der Blogs, als auch die Anzahl der Menschen, die für den Begriff „finanzielle Freiheit“ werben korrelieren eng mit der Entwicklung der weltweiten Aktienindizes. Ihr könnt gerne mal überlegen, wann diese ganze Denkweise populär wurde und wann welcher Finanzblog ins Leben kam. Die meisten nach 2008. Wir haben also über 10 Jahre einen Bullenmarkt, es war geradezu einfach Geld zu vermehren, eine ganze Generation kennt nur steigende Märkte. Mit den steigenden Märkten kamen immer mehr Leute auf die Idee, „hey ich kann ja mit 50 in Rente gehen“, es gibt jedes Jahr 6% am Aktienmarkt.

Ich will das grundsätzlich nicht verurteilen. Auch Blackwater.live kam erst vor kurzem „auf den Markt“, war vorher einfach ein privater Blog, wie eine Art Gedankenbuch geschrieben. Aber unsere Ausrichtung ist auch nicht an den Aktienmarkt gebunden oder an Affiliate-Programme.

Finanzielle Freiheit ist an sich eine feine Sache, es bedeutet ein gewisses Maß Unabhängigkeit und zu tun oder zu lassen was man möchte. Es ist nicht notwendig arbeiten gehen zu müssen. Oft fallen damit aber auch Lebensinhalte weg, denn wenn man nicht mehr lebt um zu arbeiten, für was eigentlich dann?

So manch eine(r) wird nun lächeln. Euch fallen tausend Dinge ein, die ihr dann tun würdet und das ist gut. Aber denkt den Gedanken wirklich mal ernsthaft durch. Wir kommen später nochmal darauf zurück.

Finanzielle Freiheit bedeutet ganz praktisch so viel Geld zu haben, dass man seine monatlichen Ausgaben komplett decken kann und dies bis zum Ende des Lebens. Ich gehe hier nicht auf die Finessen ein, ob das Kapital aufgebraucht wird oder die 4% Verbrauchsregel gilt und vieles anderes. Nur ganz grundsätzlich sollte klar sein, was finanzielle Freiheit ist, damit ihr gedanklich alle bei mir seid. Die meisten von uns würden dies als „reich sein“ beschreiben. Denn die Summe, die man dafür benötigt, muss man individuell ausrechnen und betrachten. Sie dürfte aber in den seltensten Fällen unter 300.000 EUR liegen. Selbst wenn jemand im Monat nur 1.000 EUR benötigt, sind das 12.000 EUR im Jahr und auf beispielsweise eine Restlebenserwartung von 40 Jahren dann 480.000 EUR. Diese einfache Rechnung geht von 0% Zinsen aus und dem Verbrauch des Kapitals.

Wenn heute jemand 480.000 EUR auf der hohen Kante hat, gehe ich davon aus, dass 90% aller Deutschen sie oder ihn als „reich“ bezeichnen würden.

Mit dem Begriff „finanzielle Freiheit“ als Lebensziel ist also schon im weitesten Sinne das Streben nach Reichtum gemeint, was notwendigerweise und leider auch tragischerweise selten mit dem Streben nach Glück in Verbindung steht. Auch das will ich euch noch aufzeigen. Manch einer wird sagen: Ja, aber Blackwater.live mit seinen Ideen und dem Sweet16 Projekt steht doch auch dafür. Aber das stimmt nicht ganz. Den feinen aber wichtigen Unterschied werde ich euch mit diesem Post erklären. Kommen wir aber nun erst mal zu den Problemen, die sich auf dem Weg zur finanziellen Freiheit ergeben.

 

Blackwater.live - Immobilienblase
Märchenschlösser lassen sich am besten verkaufen. Sie sind fast nichts wert, bringen aber einen hohen Gewinn für den der sie verkauft.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Problem: „Raubritter“

„Als Raubritter bezeichnet man diejenigen Angehörigen des ritterlichen Standes, die sich durch Straßenraub und Plünderungszüge bereicherten. Diese Entwicklung soll im Spätmittelalter eingesetzt haben und vor allem eine Folge der Verdrängung der Naturalwirtschaft durch die Geldwirtschaft gewesen sein. Neuere historische Arbeiten plädieren dafür, den ideologisch belasteten Begriff „Raubritter“ im wissenschaftlichen Gespräch ganz zu vermeiden. (…)“

Quelle: Wikipedia

 

Wem das nun doch irgendwie komisch vorkommt und wer da noch keine Parallele zu heute sehen kann, dem will ich etwas auf die Sprünge helfen. Vorweg sei gesagt, nicht jeder Preis den wir für etwas bezahlen ist Raubrittertum. Wir werden sehen.

Es ist zweifellos so, dass wir für Waren und Dienstleistungen einen Preis bezahlen müssen. Preis und Wert ist in den seltensten Fällen identisch. Wie andere schon schrieben: Preis ist was man bezahlt, Wert ist was man bekommt. Dieser kleine Satz hilft bei vielen Kaufentscheidungen ungemein, eine echte Konsumbremse sozusagen.

Auf dem Weg zur finanziellen Freiheit und Unabhängigkeit werden wir Geld bezahlen müssen. Für eine Finanzkonstruktion wie einen ETF, Transaktionskosten, für Wissen und Strategien zahlt man Geld. Niemand arbeitet umsonst, auch wenn niemand den Erfolg garantieren kann. Garantiert ist nur der Tod und die Steuer, wie wir alle wissen. Aber die meisten Leser sind mit mir sicher einig, dass „es nicht versucht zu haben schlimmer ist als zu scheitern.“ Denn wir Menschen brauchen Ziele und leben auch von Hoffnung auf Ereignisse in der Zukunft.

Dies ist bei jedem etwas anderes, vom Feierabendbier (Zukunft) bis zu einem Leben nach dem Tod (Zukunft). Und wie ihr an dem Beispiel seht, stirbt Hoffnung nicht unbedingt zuletzt, wie ein zynisches Sprichwort sagt, sondern Hoffnung erfüllt sich auch nicht selten einfach mal. Und das ist schön so.

Gut soweit. Aber auf unserem hoffnungsvollen Weg zur finanziellen Freiheit gibt es auch Unmengen an Menschen und Unternehmen die vorgeben diese erreicht zu haben, um dann ihren Weg uns zu verkaufen. Damit kann man gutes Geld verdienen, manche wurden zu Millionären. Allerdings sei hier ganz deutlich als Insider Information gesagt: Manche wurden zu Millionären, die meisten aber nicht. Sie wären es nur gerne. In unserer heutigen liquiditätsgefluteten Kreditwirtschaft kann man so manches märchenhafte Leben auf Pump führen. Und eine Regel bei den „Raubrittern“ ist, selbst reich auszusehen, auch wenn man es nicht ist. Denn wer soll sonst ihnen folgen? Diese Logik entspringt einem Glaubenssatz, der in vielen Multilevelmarketingunternehmen angewendet wird, aber durchaus auch in Pyramidensystemen und anderen Formen des Vertriebs. Was verkauft wird spielt wie immer keine Rolle. Viele Vertriebsorganisationen haben psychologische Mechanismen wie Sekten, da gehören Glaubenssätze dazu. Nicht selten findet man daher Menschen aus der institutionalisierten Religion (wozu auch Sekten gehören) auch dabei wieder, Gesundheitsprodukte aggressiv zu vermarktem. Es ist eine Art Religion in der Religion.

Wenn uns finanzielle Freiheit versprochen wird, von Menschen die davon leben diese zu versprechen, wird es in den meisten Fällen Raubrittertum sein. Eine Art moderne Wegelagerei. In YouTube sehen wir Menschen mit teuren Autos, andere winken mit Geldbündeln um sich und sagen selbstgefällig, die paar Euros sind für sie ein „piece of shit“. Wieder andere leben von Seminaren für sagenhaften Reichtum. Gemeinsam haben sie aber alle einen hohen Unterhaltungswert (positiv), sektenartige Glaubenssätze (wer’s mag) und das sie nicht davon abhängig sind, ob wir das versprochene Ziel jemals erreichen. (negativ)

Persönlich möchte ich hinzufügen, dass der Erfolg solcher Marketingpersonen und Unternehmen massgeblich damit zusammen hängt, dass viele Menschen (1) Anleitung und Ziele im Leben suchen (2) von der Religion enttäuscht sind, die ihnen früher dies vermittelt hat und (3) sie glauben mit Reichtum auch glücklich zu werden. Eine klassische Marketinglüge, die aber zugegebenermaßen perfekt funktioniert. Nur mit Sex kann man wohl noch besser verkaufen.

Da dieses Raubrittertum eine Illusion verkauft und man diese Illusion teuer bezahlt, mit Geld und was noch schlimmer ist mit Zeit, ist dies eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu dem Ziel „finanzielle Freiheit“. Wie eine Art Labyrinth. Oder eine Leiter zu einem Luftschloss. Oben angekommen erkennt man, da ist nichts. Aber die Leiter, also der harte und schmerzhafte Weg dahin, der ist echt.

 

Blackwater.live - Labyrinth
Das Leben kann wie ein Labyrinth sein, ohne ein Ziel kein Ausweg. Wenn man nicht weiss was einen glücklich macht, findet man auch kein Glück.

Quelle: shutterstock

 

 

Warum nicht danach „streben“? – Das Gefängnis

Hier will ich nochmal unseren Text aufgreifen und mit einem anderen Text aus der Schrift verbinden. Ihr werdet erstaunt sein, was man daraus lernen kann.

 

7 Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und es ist klar, dass wir auch nichts hinausbringen können. Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen! Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen. 10 Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht.

  1. Timotheus 6:7-10, Schlachter 2000 Übersetzung

 

 

Der Vers 7 bringt uns den Gedanken in Erinnerung, dass wir nichts zu Beginn unseres Lebens hatten und logischerweise auch nichts mitnehmen, wenn wir sterben. Die Konsequenzen aus dem „Du lebst nur ein Mal“ Gedanken, wie sie heute oft gezogen werden, halte ich für fatal. Er bringt in allen Lebensbereichen übermäßig hohe Risiken mit sich. Richtig ist aber bewusst zu Leben, jeden Tag zu geniessen, das Leben nicht als selbstverständlich zu sehen. Wenn ich „weil ich nur ein Mal lebe“ beispielsweise auf Pump mir einen Porsche kaufe, obwohl ich es mir nicht leisten kann, dann wird das Erleben der nahen Zukunft schon zum Supergau.

Aber der Vers 9 und 10 hat es dann wirklich in sich. Und wenn ihr ganz unvoreingenommen darüber nachdenkt, wird es euch wie mir ergehen:

Wie viele von denen die unbedingt reich werden wollen, sind wirklich glücklich? Wie sieht es hinter der Marketingfassade des Erfolgs aus?

Oft wird ein unglaublich hoher Preis bezahlt, Familien und Freundschaften gehen kaputt, alles dreht sich nur noch um das eine Ziel.

Aber selbst wenn es wirklich erreicht werden würde, was bleibt dann vom Leben noch übrig? Jeder von uns kennt einige Beispiele von Menschen, die auch nach Erreichen eines Ziels nicht aufhören können zu arbeiten und ihr Unternehmen oder ihr Depot beständig vergrößern müssen. Meist endet das Leben aber so vorausschaubar wie es der Buchtitel „Tod in Venedig“ von Thomas Mann verheisst.

 

 

16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. 17 Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann? 18 Und er sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter aufspeichern 19 und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und sei guten Mutes! 20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören, was du bereitet hast? 21 So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott!

Lukas 12:16-21, Schlachter 2000 Übersetzung

 

Kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder? Wer kennt solche Menschen nicht? Es geht nicht darum zu urteilen, nur darum daraus etwas zu lernen. Viele Leute häufen Unmengen an Geld und Dinge auf, bekommen dann aber beispielsweise eine schwere Krankheit diagnostiziert. Auf einmal wird alles unwichtig. Man bedauert nicht mehr Zeit mit der Familie verbracht zu haben, mit echten Freunden, in der Natur. Das was eigentlich im Leben glücklich macht, wird plötzlich wieder sichtbar. Vorher gab es nur die Firma, nur das Geld. Auf einmal wird alles wertlos was bisher wertvoll schien und der Blick auf das Wesentliche wird freigegeben.

Ich schreibe euch das, weil ich es im Private Banking Segment von Banken schon oft in meinem Berufsleben erlebt habe. Vermögende Menschen würden alles geben was sie haben, um nur noch etwas länger leben zu können. Noch etwas Zeit mit ihren Liebsten zu haben. Oft wird das erst erkannt, wenn alles zu spät ist.

Zu diesen Leuten kann jeder von uns werden, auch die oben genannten Raubritter in Form von Marketingsellern, „erfolgreiche“ Multilevelmarketer und andere Erfolgsversprecher gehören dazu. Gefangen in einem Rad, was sie eigentlich überwinden wollten. Für sich und andere.

 

 

Blackwater.live - einfaches Glück
Können wir uns noch über kleine Dinge freuen?

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Keine Ziele mehr im Leben?

Kommen wir zum Eingangsgedanken über die finanzielle Freiheit zurück. Nehmen wir an, wir erreichen sie. Stellt euch vor wie es wäre. Ihr habt es geschafft. Ihr habt Summe X, ihr müsst nicht mehr arbeiten. Ihr müsst nichts mehr für Geld tun, ihr habt genug davon. Ihr macht alles was ihr schon immer mal tun wolltet. Vielleicht reisen, mal ein schickes Auto fahren, euch etwas gönnen. Aber das sind nicht unbedingt Ziele. Vorher hattet ihr ein Ziel. Ihr habt es erreicht. Was bleibt euch nun noch im Leben?

Das ist eine sehr wichtige Frage, die man beantworten muss BEVOR man an diesem Punkt ankommt. Denn die meisten sind nicht mehr in der Lage diese Frage zu beantworten, wenn sie ihr Ziel erreicht haben. Das sind all die Unternehmer, die nicht aufhören können zu arbeiten. All die Vermögenden, die dann den Rest ihres Lebens damit verbringen, ihr Vermögen zu schützen und hinter jedem Mitmenschen ein potentielles Betrugsrisiko sehen. Geld zu bekommen ist ein gutes Gefühl, es zu haben vielleicht nicht unbedingt.

Das wegfallende Ziel mit Erreichen der finanziellen Freiheit ist eines der größten Probleme. Daher ist das Streben nach Reichtum, wir würden sagen das Streben nach finanzieller Unabhängigkeit und Freiheit mitunter fatal.

 

  • Wir konditionieren uns über Jahre darauf.
  • Wir sehen nicht mehr was wichtig ist im Leben.
  • Wir nehmen Dinge wie Gesundheit und Familie für selbstverständlich.
  • Wir „zahlen“ zu viel Zeit für zu wenig Geld.
  • Wir verpassen es einfach nur glücklich zu sein.

 

 

 

Das Streben nach Glück

Dieser Blogpost ist etwas größer als gedacht geworden, seht es mir bitte nach. Darin steckt das Extrakt jahrelanger Erfahrung mit vermögenden Menschen. Man kann eine Menge von ihnen lernen. Viele Seminare heute vermitteln dieses Wissen gegen viel Geld, nennen es das Wissen der Reichen. Es wurden Bücher darüber geschrieben.

Das eigentlich wichtige Wissen der Reichen ist aber nicht der Weg zum Reichtum, der sich für die meisten solcher Seminarteilnehmer oder Multilevelmarketingfans eh nicht reproduzieren lässt. Sondern das eigentlich wichtige Wissen wären die Aussagen dieser reichen Menschen, wenn sie am sterben sind. Dafür macht es durchaus Sinn Geld zu bezahlen, denn dann weiss man, was man besser nicht im Leben tut.

Statt nach Reichtum oder finanzieller Freiheit zu streben, sollten wir nach Glück streben. Geld ist nichts verkehrtes. Ich habe schon oft geschrieben, dass es Energie ist. Aber ich meine damit nicht diese New Age Denkweise oder die Vereinigung mit dem Universum, sondern die Energie von den Menschen, die es erwirtschaftet haben.

Wenn sich mancher Millionär (wenn er es wirklich ist) publikumswirksam in YouTube mit einem Bündel Geld filmen lässt und sagt es wäre ein „piece of shit“, dann ist das an Zynismus nicht zu überbieten. Für dieses Geld sind Menschen gestorben, andere werden deswegen umgebracht, für manche bedeutet es ein Jahr lang Nahrung und wohnen mit der Familie. Wenn wir Geld in die Hand nehmen und betrachten, sollten wir an all das denken. Das macht Geld zu etwas besonderem, was wir nicht einfach zum Fenster rauswerfen. Und wir werden selbst über 5 Euro niemals denken, dass es nichts wäre.

Nach Glück zu streben bedeutet, das wirklich Wichtige in unserem Leben nicht aus den Augen zu verlieren. Das mag unsere Gesundheit sein, unser Leben, unsere Liebsten, für viele auch ihr Glaube. Das verschafft uns einen gewissen Abstand zu Geld und materiellen Dingen. Und es scheint paradox, aber darin liegt die verborgene Lösung auf dem Weg zu echter Freiheit.

 

Viele streben heute nach Reichtum um glücklich zu werden. Vielleicht sollten wir aber nach Glück streben um reich zu werden.

 

Blackwater.live - Das Streben nach Glück
Es ist besser nach Glück zu streben statt nach Geld.

Quelle: shutterstock

 

 

“It is better for you to be free of fear lying upon a pallet, than to have a golden couch and a rich table and be full of trouble.”

– Epicurus

51 Kommentare zu „Warum Du finanzielle Freiheit NICHT anstreben solltest

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  1. Es ist doch auch schon etwas lächerlich wie jeden Tag neue Seiten wie Pilze aus dem Boden kommen zu diesem Thema. Jüngling, 22, Finanzexperte, Hausfrau, 46 mit 5 Kindern, Lebensplanerin, Unternehmer, Hartz4 Zuschuss, erfolgreich auf XIng. Das Internet hat viele Vorteile, es ist aber auch eine riesige Seifenblase.

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  2. Einer eurer besten Artikel, komplett anders gedacht und nicht dem üblichen Mainstream verfallen. Kurze Überlegung: Soll ich eher einem 25 jährigen BWL Studenten glauben, der mir den Weg der finanziellen Freiheit weisen will und alles superpositiv sieht, seit er aus der Windel gekommen ist oder glaube ich dem eher zynischen und etwas abgebrühten BW.live Statement (wir sterben eh alle, think negative, enjoy small moments). Mmmm… Ersteres klingt nach Sahnetorte, zweitens nach Knäckebrot aber irgendwie doch realistischer. …. bringt mir das Knäckebrot. Darf ich wenigstens einen Tee dazu haben?

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  3. Hallo zusammen Leute! Gelungener Artikel. Wenn ich es richtig verstanden habe geht es nicht darum zu sagen, finanzielle Freiheit ist schlecht, sondern man sollte es nicht um jeden Preis und ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen. Weil finanzielle Freiheit an sich ist etwas positives, so seht ihr es auch, korrekt? Denke mal ihr meint es so. Also kein trockenes Brot essen und Wasser trinken um mehr zu sparen.😂😂 Derzeit kann man ja etwas verzweifeln weil an den Aktienmärkten gar nichts mehr geht und sonst auch alles Flaute ist. 🙄

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  4. @Kati Wir Männer sind vielleicht sogar die schlechteren Anleger, da wir uns oft/immer etwas beweisen müssen. Diesen Kommentar poste ich mal anonym.😂

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  5. Banking für Frauen war ein Thema weswegen ich zu euch gefunden habe. Frauen sind nicht nur paar Brüste und Kurven, es ist ein Gehirn welches anders denkt. Geschlecht ist vor allem Denken, dann die weichen Kurven😉 Nicht alls dumme Kuh eingestuft zu werden sondern endlich ernst genommen zu werden finde ich auf bwlive gut. Ich mag die klassischen Werte hier und vor allem “ohne Rücksicht auf Verluste” loszuschreiben. Du musst einfach schreiben Mr. BW. 😉

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    1. Dieses in Klassen, Schubladen und Gruppen zuordnen empfinde ich als sehr deutsch. Macht hier sicher keiner, daher mußt du dir darum schon mal keine Gedanken machen. Kurven beeinflussen sicher nicht das Denken, aber das Gehirn und die Sozialisierung sehr wohl. Letztenendes bist du mit ohne ohne “Kurven” auf finanziellen langfristigen Ertrag und beispielsweise ETFs angewiesen und da ist es egal was du zwischen den Beinen hast 😉😂

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  6. Was ein schöner Blog. Erst dachte ich hmm komisch, bisl dark mode…😂 Aber er ist mit Herz geschrieben, hat viele gute Ideen, sogar mal an uns Frauen wird gedacht, selten gut. Ich könnte stundenlang lesen und dem Podcast zuhören. Bitte mehr mehr mehr davon, ich empfehle auch gerne weiter! Soll keine Fanpost sein, einfach nur ein Wunsch einer 31 jährigen mit etwas Zeit neben Beruf und stressigen Privatleben. Du bist meine Zerstreuung😂😂😂

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  7. Ein reiner Fokus auf die Kohle ist sicher falsch. Leider ist das Leben heute sehr teuer und mit Kindern sowieso. Heute kann man die nicht nur mit Luft und Liebe grossziehen, wobei meine letzteres im Übermaß bekommen. Als Mutter ist mein Verständnis von Mutter sein voll für sie da zu sein und die Kids nicht als Showobjekt zu sehen um mich selbst zu definieren. Sehe ich leider sehr oft heute. In dem Fall besser ein Haustier kaufen. Wir haben eine sehr hohe Sparquote dank Haushaltsbuch und gutem Job. Ich sage jetzt nicht wir wollen unbedingt die Million mit 60 knacken, aber wenn es entspannt klappt sage ich nicht nein. Aber erst mal müssen die Mädels gross werden, was ordentliches studieren (damit sie nicht im Nagelstudio landen *lol*) und dann schauen wir weiter. Letztens haben sie mit ihrem Taschengeld mit ein Shirt mit #Supermum darauf gekauft. Unbezahlbar!!

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    1. Super, auch das mit dem Shirt von den Kindern! Danke für den Kommentar, der macht Hoffnung auf die nächste Generation und vermittelt ein positives Mutterbild! Vielen Dank!

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      1. Ein positives Mutterbild? Ist mir leider vergangen. Ich sehe nur Whatsappende Mütter mit Kinderwagen, vermutlich mit dem Verhältnis schreibend, aber dafür wenig Aufmerksamkeit für das Kind. Kinder sind heute doch ein Statussymbol von weniger gebildeten Schichten die eine Ausrede brauchen, weil sie nicht abnehmen können oder sonst im Leben nichts auf die Reihe bekommen. Sorry.

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      2. Die guten Mütter (daran glaube ich fest) in allen Ehren. Aber es stimmt schon, Kinder werden leider oft aus kruden Beweggründen in die Welt gesetzt. Traurig für die Kinder. Leider gibt es keinen “Führerschein” für Kinder, vielleicht sollte es ihn geben. Für viele wäre eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben, der Partnerschaft und anderen Dingen hilfreicher als einfach schwanger zu werden. Deine/Ihre Beobachtungen kann ich leider nur bitter bestätigen. Aber ich glaube auch an die verantwortungsbewussten Mütter, die ihre Rolle wirklich gut ausfüllen!

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  8. Ja, das ist schon richtig, dass das Endziel nicht Geldakkumulation richtig sein sollte. Aber antike Philosophie und Ethik lehrt, dass Glück nicht mehr ist als die Differenzierung zwischen notwendigen Bedürfnissen, also Essen, Trinken, Schlafen, ein Dach über dem Kopf, notfalls auch nur eine Tonne sowie Freunde, mit denen man sich über Gott und die Welt unterhalten kann. Darüber hinaus künstlichen Bedürfnissen, also Sex, materieller Reichtum, Statussymbole, etc. Mit Fokus auf die notwendigen Bedürfnisse und Verzicht auf Künstliche wird man objektiv langfristig glücklich, so die antike Philosophie.
    Wenn man das jetzt ernst nimmt, und zufällig gerne in einem Beruf arbeitet, bei dem man viel Geld verdient, sehe ich nicht, wo das Problem ist, wenn man sich dann dann folgerichtig auf die notwendigen Bedürfnisse fokussiert und dann als Nebeneffekt eine monatliche Sparrate von >60% hat.

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    1. Spricht auch nichts dagegen, sehe ich auch so. M.E. ging es in dem Artikel um einen falschen Fokus und um „es über das Knie brechen“ wollen. Das kann durchaus zu Problemen führen.

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  9. Anstreben (komisches Wort) will ich finanzielle Freiheit auf keinen Fall wenn ich dann krank bin oder meine Familie verliere. Ich denke etwas dafür zu tun ist gut, aber was nützt es erst mit 50 zu leben und vorher auf alles zu verzichten? Ich denke man muss ausgewogen sein. Den Moment zu geniessen ist wichtig und dafür brauche ich nicht Kredite. Das kommt alles von der Werbung. Oh, ich kann den Moment nur und xy Klamotten geniessen, sonst fühlt sich die Sonne anders an.😂😂

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  10. Hallo Blackwater, nach allem was ich lese müsstest du den Blog eigentlich in Life and More oder ähnlich umbenennen. Bei so viel Themen die gestreift werden und der Art der Artikel kannst du mit dem Blog viel mehr erreichen wie nur finanzielle Ideen vermitteln, wobei das auch schon ein enorm grosses Thema ist. Vielleicht gibt es ja noch mehr Ideen…

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  11. Ein wunderbar anderer Artikel. Gerade diese Gedankenanstösse tun wirklich gut. Über den Tellerrand des eigenen Depots blicken, dankbar sein, zufrieden sein. Danke für wieder einen grossartigen Artikel!

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  12. Eine sehr coole Seite, auch von dem schlichten s/w Style her. Natürlich alles Geschmacksache. Ich schätze die Abwechslung in der Szene und ihr seid nach einem guten Jahr Existenz doch eine etablierte Abwechslung! Auf ein weiteres gutes Jahr!

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  13. Ein neuer Blog, eine neue Idee. Genauer gesagt eine alte Idee in ein neues Gewand gekleidet: Die Finanzphilosophie ist in der deutschen Bloggerei angekommen. Ihr seid die Mitbegründer wenn nicht gar mehr. Finde ich klasse. Verbunden mit den Bildern und den Kommentaren dazu, ein echter Mehrwert. Das breite Publikum welches sich hier gefunden hat, ebenfalls etwas besonderes. Selten werden so unterschiedliche Menschen angesprochen, nicht nur alte Hasen wie ich. Willkommen bei meinen persönlichen Top 10 Blogs im Netz!

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  14. Endlich sagt jemand mal das Gegenteil! Einer will mit 40 in Rente, der andere stellt Butter selbst her, wieder ein andere liebt Geld und kauft sich Häuser. Nicht meins! Das ein Blog über Geldvermehrung schreibt und dann für Zurückhaltung und Spenden wirbt, dies ist mal etwas erfrischend neues. Dazu dieser kulturelle und philosophische Aspekt. Gefällt mir sehr gut!

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  15. Hab Dich einfach mal etwas weiter empfohlen und hoffe Du bist mir nicht böse. Aber ich glaube das bist Du nicht. Nur an Menschen die sich sicher für Deine schönen Gedanken und Ideen interessieren.😊

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  16. Heyllo 😂 Ich lese meistens einfach nur mit, hab bisher nur ein Mal kommentiert. Aber du hast was von Vorschlägen geschrieben für neue Posts und so. Wie wäre denn was zum Thema Auswandern? Das wird für viele immer wichtiger. Gut ausgebildete und flexible Menschen. Alleine in meinem Umfeld kenne ich drei Leute die dieses Jahr noch wegziehen werden. Nicht mal wegen Geld (Steuer etc.) Wegen der Lebensqualität und der Familie. Wäre das nix zum schreiben?

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  17. Hi BW, danke nochmals für den coolen Austausch hier, hat mir schon sehr geholfen. Gute Informationen und spannende Leute auch in den Kommentaren. Echte Diversity😂 😂

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  18. Dieser Blog ist eine sehr willkommene Abwechslung in der Bloglandschaft! Klein aber fein. Ich hoffe ihr macht noch lange weiter so!

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  19. Das stimmt zu 100%. Ein wirklich schönes Blog, sehr sehr abwechslungsreich, schöne Gedanken und unerwartet tief. Ich gebe zu von vielen Dingen habe ich gar kein Wissen. bunq wurde mir empfohlen, von meinem Freundeskreis haben inzwischen bis auf zwei alle bunq. Noch vor einem Monat waren alle bei Postbank, Sparkasse und anderen. Dann hat uns die ganze Dynamik mitgerissen. Dein schöner Blog wurde von mkekk (auch im Forum) empfohlen, Empfehlungen von Freunden schenkt man gerne Vertrauen und Aufmerksamkeit. Zu IB kenne ich einige Seiten im Netz, ist nicht neu für mich weil ich schon lange auf der Suche danach bin. Du hast sehr schön darüber geschrieben, gefällt mir sehr sehr gut. Ich möchte mich mehr mit meinen ganzen Finanzen beschäftigen und habe jetzt erst richtig angefangen. Mir ist wichtig niemanden durch mein Geld zu schaden oder Leid zuzufügen.

    Weisst Du ob es bei bunq auch mal ein Konto für ETF geben wird?

    Gibt es noch andere Banken wie bunq die auch so handeln und die empfehlenswert sind?

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    1. Hallo mktub, es gibt Alternativen, aber es sind keine Fintechs. Die haben nicht diese modernen Funktionen und Vorteile. Ob bunq auch mal ein Depot anbietet ist Stand heute noch unklar. Bei bunq bist du wirklich gut aufgehoben, eine sehr gute Wahl!

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      1. Ok hmm, bunq scheint doch die beste Wahl zu sein. Ich mag auch die Einstellungen sehr. Über die Farben der Karten man streiten, eine schlichtere würde mir besser gefallen zb komplett schwarz. Aber ist auch fast schon egal durch ApplePay❤️. Jetzt mache ich mich an die Umstellung meiner Abbuchungen bei bunq und hoffe das klappt alles.

        Ich habe jetzt auch schon andere Artikel gelesen und muss einfach sagen es gefällt mir sehr, eine schöne Art zu schreiben, besondere Gedanken die mich zum nachdenken bringen. Eine besondere kleine Insel im Internet.😂
        Ich freue mich wenn es noch mehr Austausch hier gibt. Gerade was Werte angeht oder tiefe Gedanken. Es ist sehr selten in unserer Welt geworden, alles geht nur noch um essen, trinken und den Besitz. Sollten wir nicht mehr nachdenken als nur über Oberflächlichkeiten? Du hast mit deiner Seite etwas schönes gestartet, gaaaaaanz vielen Dank!

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  20. Nicht ausgefüllte Leben sind oft so. Dann werden sie von etwas anderem ausgefüllt. Stimmt schon lieber BW, ohne IHN fehlt etwas. Menschen können es akzeptieren oder nicht, ich sehe es wie Du. Wenn sie es nicht akzeptieren suchen sie sich Ersatz. Auch die die in einer Religion sind aber nicht mit ganzem Herzen werden so, daran kann man es ganz gut erkennen. Wenn mein Glaube mich wirklich erfüllt, was brauche ich denn dann noch mehr?? Oft denken Menschen über mich ich bin nicht frei, so merke ich es in Gesprächen. Lernen sie mich besser kennen ändert sich das. Und ich erkenne sie sind unglücklich, weil ihnen etwas im Leben fehlt. Was bedeutet sogenannte Freiheit denn wenn man unglücklich ist? Was ist Freiheit? Darüber sollten wir mal reden (würde ich gerne) oder Du solltest mal darüber schreiben. Ich glaube durch Glauben wird man viel freier als es einem ein Staat oder System je garantieren oder gewähren könnte. Ich weiss wie es ist in einem unfreien System zu leben und sich doch frei zu fühlen.

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  21. Das Problem welches du beschreibst lässt sich doch mit einem Wort beschreiben: Organisationsfetisch. Wenige Menschen können selbstständig denken geschweige denn glauben. Sie brauchen immer andere dafür. Es bleibt aber nicht auf Religion beschränkt. (im klassischen Sinne) Wenn die nicht reicht tritt man in eine Ernährungssekte ein. Oder gleich beides. Dein Artikel ist gut auf den Punkt gebracht. Bleib freigeistig, schreib weiter. Daumen hoch!

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  22. Ohne Kreditkarten werde ich gefühlt reicher😂 aber fühle mich nackt. Die Fallen (Vera…) die du beschreibst habe ich selbst noch nicht erlebt, aber davon gehört. Für mich wird der Hauptpunkt erst mal bleiben mehr einzunehmen als auszugeben und mein Shopping-Problem zu lösen. Schau mir bewusst schon kaum noch Werbung an. Es beginnt zu wirken. Aber eines musst du zugeben, wir Frauen brauchen schon paar Dinge mehr wie Männer und gehen nicht nach einer Dusche mit T-Shirt und Jeans aus dem Haus. Und das gefällt euch ja 😉 kostet aber Geld. Ich glaube kaum das frugal lebende Frauen besonders ansprechend wirken…. Daher sollte hier der Weiblichkeit Punkte gut geschrieben werden.😂

    @Wendy: Schnöde Sekretärin? Das ist doch kein schlechter Job. Ich weiss nicht ob man von seinem Job so viel Spannung erwarten sollte. Kann ja nicht jeder zum Mond fliegen.

    Zitat: Erledigungen, für die andere Urlaub nehmen müssen, kann ich problemlos nach der Arbeit machen. Im Sommer ist es früh genug, um noch an den See zu fahren und und und.

    Du bist meine Heldin des Tages!!! Ein First-Class Argument!

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    1. @leyla1988: Dankeschön – Heldin zu sein ist auch mal schön. Ich mag meinen Job. Er ist seit 25 Jahren immer noch abwechslungsreich, ich gehe eigentlich immer (na ja – nicht JEDEN Tag) gerne in die Arbeit.
      Und – ehrlich – mir fehlt der Ehrgeiz, ich möchte nicht nur leben um zu arbeiten. Ich möchte nicht alles auf „wenn ich mal in Rente bin“ schieben – sondern schon jetzt mein Leben genießen.

      Damit meine ich nicht, mein Geld zum Fenster rauszuschmeißen – sondern jeden Tag in meinem Leben Lebensqualität zu haben. Und für mich ist ein freier Kopf nach Feierabend Lebensqualität.
      Für mich ist ein Chef, der am Brückentag jeden Mitarbeiter frei nehmen läßt und unausweichliche Termine an diesem Tag selbst übernimmt mehr wert als eine Karriere in einer Firma, wo jeder gegen jeden nach oben strebt.

      Ich habe unheimlich Glück gehabt (und ja – ich hab es auch anders erlebt vorher).

      Nicht jeder muß den Ehrgeiz haben, Kapitän zu werden – es braucht immer auch Matrosen 😉

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  23. Ich danke euch für diese Aufklärungsartikel. Lerne sehr viel daraus und fühl mich irgendwie gut auf viele Situationen vorbereitet. Ich bin erst 18 und schon etwas hilflos mit vielen Dingen. Viele meiner Freunde wurden schon böse reingelegt und betrogen. Bei Finanzen und auch bei dem was ihr beschreibt. Ich lese euch so gerne und bin froh die Erfahrung von euch lesen zu können. Bevor ich was mache maile ich euch auf jeden Fall und frage nach. LG SV

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  24. Ein sehr gut geschriebener und informativer Artikel. Eine sehr gute Aufstellung. Da kann sicherlich der ein oder andere was mit anfangen. Ich finde es wichtig, sich immer mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten auseinander zu setzen. So findet jeder etwas passendes. 🙂

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  25. Cooler Artikel. Network Marketing und die ganzen ähnlichen Systeme sind im mildesten Fall Betrug, wenn auch legalisiert. Die meisten Mittelchen und Produkte machen einen nicht gesünder (ausser man ernährt sich ohnehin sehr ungesund), sie spielen nur mit Ängsten(vor Krankheit) oder Hoffnungen (auf mehr Gesundheit). Es gibt diese Strategien auch mit Putzmitteln und was weiss ich noch alles, aber gerade bei Gesundheit und Ernährung ist es mir sehr vertraut. Du hast es schon ganz gut erklärt: Psychotricks, Ähnlichkeit mit Sektenstrukturen. Besonders leichtgläubige Menschen werden hier am schnellsten in diesen System gefangen, daher verwundert auch nicht, wenn diese dann gleichzeitig noch bei einer Religions-Guru-Orga sind. Die Ähnlichkeiten und Mechanismen sind frappierend. Selbstständiges Denken ist nicht jedermanns Sache, erst recht nicht alleine gegen eine Gruppe. Network Marketing ist sicher eine Strategie finanziell frei zu werden, aber nur für die wenigen die oben auf der Vertriebspyramide stehen und sich eine lustige Story ausgedacht haben, die andere dann verkaufen. Liebe Grüsse Marco

    PS: Tolles Projekt dein Blog

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    1. Pyramidensysteme oder MLM leben von der Geldgier einiger(an der Systemspitze) und davon dass Leute damit zusätzlich Geld verdienen wollen oder davon träumen ihren Hauptjob los zu werden. Um das Produkt geht es nur sekundär. Es wird mit eine schönen Geschichte vermarktet. Hier ähneln sich alle Systeme sehr. Die „Gläubigen“ des Systems sind unten die, die an das Produkt glauben und „oben“ die, die an das Geld glauben.

      Es ist ein sehr margenträchtiges Business, alle Ebenen verdienen mit. Da sollte schon klar sein, das Produkt selbst ist kaum etwas wert. Es ist nicht verboten oder illegal wie Schneeballsysteme, aber moralisch sehr fragwürdig.

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  26. Schon wieder so ein böser, subversiver Beitrag über letzte Dinge und unsere
    Endlichkeit im Tod. Kann bzw. darf man so etwas in einem Finanzblog (wenn auch in einem ganz besonderen) seiner Leserschaft eigentlich zumuten, ohne vorher eine Gefahrenwarnung über seelische Risiken und Nebenwirkungen voranzustellen?

    Ich denke man muss das sogar!

    Zu viele Blogs verlieren sich in finanztechnischen Detailfragen und Belanglosigkeiten wie die Höhe der Sparquote und ähnlichem Unfug. Der Begriff „Finanzielle Freiheit“ wird dabei in allen Definitionen beschrieben. Die Wege, die dorthin führen in ihren auch noch so kleinen Verästelungen untersucht und diskutiert; …

    Ach, warum fällt mir jetzt gerade der Begriff „Finanzpornographie“ ein?

    Was, wenn man die „Finanzielle Freiheit“ dann erreicht hat? Woran merkt man das überhaupt? Was verändert das bei mir? Ist auf einmal alles anders? Und, bin ich jetzt glücklich?

    Worauf will ich hinaus?
    Wenn du im Krankenhaus liegst, extreme Schmerzen erduldest und die ärztlichen Prognosen wenig Hoffnung geben, dann relativieren sich alle deine Ziele und Wünsche. Dann ist es schon Glück, einen Schluck Leitungswasser zu trinken.

    Solche Situationen zu durchleben (was ich hier keinem wünsche) verändert „Alles“! Du wirst demütig und dankbar. Deine Ziele (zB. die Finanzielle Freiheit) die du zuvor sorgfältig vermessen und geplant hattest, werden unscharf oder verschwinden im Nebel der Bedeutungslosigkeit.
    An ihre Stelle tritt das Glück, etwas was man weder planen noch greifen oder gar messen kann. Zu subjektiv ist es. Planbar ist es auch nicht, aber du kannst es zulassen und es entdecken.

    Die Beiträge bei Blackwater.live unterscheiden sich wohltuend vom „Tunnelblick“ der Mitbewerber. Deshalb bin ich gerne Gast auf dieser Seite.

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    1. Subversiver Blog😂 Der Kommentar gefällt mir gut. Das ist gerade das gute an dem Blog, jemand schreibt einfach durch ohne sich selbst zu beschränken, manche sagen zensieren. Gut, die Postings müssen nicht immer Friedhof sein. Aber ist doch mal was anderes und ja Leute, am Ende liegen wir alle da und die schaufeln Erde über uns. Das Scheissgeld ist dann wertlos, vorher sind alle dem hinterher gelaufen. Es ist doch nur da die Zeit vorher mit schönen Dingen zu füllen. Btw wo bleibt mein Champagner😂

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  27. Der Grund warum ich lieber auf Geld verzichte und trotz Masterstudiums nicht in einer Bank weiter arbeite. Lieber ein ehrlicher Job und ein gutes Gewissen. Nachts ruhig schlafen können. Das ist eine Menge wert, auch der Verzicht auf Gehalt. @Wendy: Genau das verstehe ich unter Schmerzensgeld. Angeblich gute Jobs werden oft mit einer Gehaltskomponente und einem Schmerzensgeld bezahlt. Das Gehalt entspricht meist dem aus anderen Branchen, Schmerzensgeld ist für unsere Gesundheit. @BW: Was ist eigentlich aus Lara geworden?

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    1. Was soll aus mir geworden sein? Ich bin nicht verschwunden und auch nicht im Garten vergraben. Es gibt in Banken auch Bereiche ohne Vertriebsdruck, da arbeite ich. Denke das meinst du mit deiner Nachfrage. Den Vertrieb kenne ich von früher. Müsste ich zurück, würde ich es ganz sicher nicht mehr machen. Eher lebe ich in einem Dorf an der französischen Atlantikküste, dort gefällt es mir ganz gut.😂

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    2. Wenn ich von meinem Job heim komme, dann direkt abschalten kann, Freitags mittags in der Sonne in meinem Garten sitze, einen Tee trinke und nur noch an schönes denke, dann weiss ich wie froh ich bin nicht mehr in der Bank zu arbeiten. Bankerin bleibe ich innerlich immer auch ohne Bank.😊😁

      Sich über Blumen freuen, ein leckeres Essen, die kleinen Dinge im Leben machen es so lebenswert.

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  28. Guten Morgen BW, damit hast du wieder voll ins schwarze getroffen. Wie ich dich kenne hätte der Artikel sicher noch länger werden können. Es bleibt immer etwas übrig zum weiterdenken. Mal schaun wo deine Reise und die deines Blogs hinführt. Bis jetzt ist es wie die Reise im Orientexpress. Und dies meine ich nicht wegen den vielen Lesern des „östlichen Mittelmeeraumes“ sondern weil dieser Zug etwas ganz besonderes war. Er fuhr durch schöne Landschaften.😂

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  29. Da steckt viel viel Wahres drin. Mein Ziel ist nicht unbedingt das der „FIRE“ Bewegung (ich habe schlicht und ergreifend zum einen viel zu spät begonnen bzw. ETF gab es nicht – ich habe anders investiert). Mein Ziel ist, daß ich nicht unbedingt arbeiten muß bis 67, daß mich die Abzüge jedoch nicht in die Altersarmut bringen. Ich arbeite daran, mehrere Säulen der Altersvorsorge zu haben – und das als Frau allein auf die Beine zu stellen – weil ich mich nie auf das vermeintliche Polster einer „Versorgungsbeziehung“ zurücklehnen konnte.

    Und ich sehe mich da auf einem guten Weg. Ohne dabei auf diesem Weg alles außer Geld aus den Augen verloren zu haben.

    Ich habe jetzt schon (und das seit Jahren) eine ordentliche Work-Life Balance, da ich „nur“ 35 Stunden arbeite. Ich habe keinen Super-Karriere-Job – aber dafür einen, bei dem ich nicht abends noch Firmen-Emails checken muß und im Urlaub an der langen Leine hänge.

    Und mir war immer klar, daß Geld allein nicht glücklich macht – ich habe relativ jung einen sehr gut bezahlten Job ausgeschlagen, weil ich WUSSTE (nicht ahnte – sondern wußte), daß ich in diesem Job in dieser Abteilung jeden Tag ungern in die Arbeit gehen würde – und jedes Gehalt am Monatsende als Schmerzensgeld betrachten würde.

    Wirtschaftlich sicher keine ideale Entscheidung – Zufriedenheitsmäßig war der andere Job aber mein Traumjob.

    Das aktuelleste, traurigste Beispiel für „Geld macht Dich nicht glücklich“ dürfte die Familie von Anders Holch Povlsen sein. Ich vermute, die beiden Eltern würden jeden Cent ihres Geldes dafür geben, wenn dafür ihre 3 Kinder noch leben würden.

    Kein Geld zu haben kann einen sehr unglücklich machen – aber der Umkehrschluß funktioniert nicht so simpel…. man darf allerdings sein Glück nicht ausschließlich in materiallen Dingen sehen…

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    1. Hey und hallo mr. BW! Danke für deine Hilfe für meine Schwester und die guten Ideen. Ich mag auch deine Artikel sehr. Das wird jetzt keiner glauben, aber durch deine Hilfe haben wir einfach mal so 5.000 EUR an Bankgebühren gespart. Für uns ist das ein Familienurlaub. Da können wir dich direkt mitnehmen.😂 Danke für alles und weiter so mit dem was du schreibst!

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    2. Hi Wendy, thanks for your story! Genau was ich gerade brauche, an so einer Kreuzung im Leben stehe ich gerade auch. Arbeitszeit reduzieren oder anderen Posten annehmen, bei dem dies auf keinen Fall akzeptiert wird. Natürlich bekomme ich auch ein paar Privilegien (Dienstwagen), aber wäre viel unterwegs und die üblichen Überstunden kommen auch dazu. Als Frau mit Anfang 30 ist es nicht so einfach zu entscheiden. Kinder will ich glaube ich keine, derzeit fehlt mit auch der andere Part dafür und nach einer nicht so schönen Beziehung reicht es mir auch erst einmal. uff, überlegen, überlegen…

      In welchem Job arbeitest du wenn ich fragen darf?

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      1. Hi lalamimimi

        ich bin eine schnöde Sekretärin (ich nenne mich an guten Tagen Office-Managerin, an schlechten Mädchen für alles).

        Gelernte Industriekauffrau (Mitte der 80er Jahre) beim Autobauer mit dem Stern. Wäre ich da geblieben, hätte es durchaus mit genug Ehrgeiz Karriereperspektiven intern gegeben – gezogen hat es mich aber nach der Ausbildung erstmal in eine ganz andere Branche – Reiseindustrie. Zwischenzeitlich stand eben nochmal eine Rückkehr zum Autobauer zur Diskussion – mit der besagten verhaßten (aber gut bezahlten) Abteilung. Und ich habe mich dagegen entschieden – und bereue es bis heute nicht (ok – vielleicht manchmal…)

        Stattdessen Entscheidung für den 35 Stunden-Job mit Feierabend um 15 Uhr. Und Lebensqualität. Und immer, wenn ich mir überlege, für wieviel Geld mehr ich bereit wäre, das aufzugeben, stelle ich fest, daß mir niemand soviel mehr bezahlt, daß ich in Versuchung kommen.

        Erledigungen, für die andere Urlaub nehmen müssen, kann ich problemlos nach der Arbeit machen. Im Sommer ist es früh genug, um noch an den See zu fahren und und und.

        Mein Einkommen ist „deutscher Durchschnitt“ – oder anders: Es ergibt genau 1 Rentenpunkt pro Jahr.

        Klar – mehr wäre nett. Aber was würde von mir eingefordert für „mehr“ und wieviel bliebe davon bar übrig – und auf was rechnet sich das dann um?

        Das muß man sich ausrechnen. Und überlegen, ob es einem das wert ist.

        Ich fahre mehrgleisig in der Vorsorge – Gesetzlich, Wohneigentum (darüber kann man sicher diskutieren, ob das sinnvoll ist – aber wenn man sich dafür entschieden hat, soll man es auch durchziehen), private Pensionskasse und ETF.

        Nicht alles würde ich heute noch genauso machen mit heutigem Wissen in „Investitionshinsicht“ – aber ich bin auch über 50 – und es gab damals manche Produkte nicht und auch manche Informationen nicht.

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    3. Hi Wendy, ich finde deinen Job gar nicht so schnöde, wichtig ist doch er macht halbwegs Spass. Durch deinen Bericht hast du mir echt geholfen. Ich bin erst 33🙄😩😩 oder schon. 😂 Seit einiger Zeit mach ich mir Gedanken, da viele Leute in meinem Umfeld nicht so glücklich aussehen. Die arbeiten alle unglaublich viel und brauchen dann viel Urlaub und Ablenkung davon. Denke wenn ich mein Leben richtig gestalte, kann ich mir das sparen. In die Kinderfalle bin ich schon mal nicht gegangen. Von den Kinder machen glücklich Leuten sehen auch nicht wirklich viele happy aus. Ich werde mein Leben jedenfalls eher nach Glück ausrichten und nicht nach Hardcorearbeit. Ich bin im Sommer auch lieber am See statt im Büro. 😂Danke für deine Erfahrung!

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