Die Revolution – sein Leben ändern

 

„Wenn du etwas haben möchtest, was du noch nie gehabt hast, dann mußt du etwas tun, was du noch nie getan hast.“

-chinesisches Sprichwort

 

 

„Ein Gedanke ist wie ein Virus, resistent, hochansteckend und die kleinste Saat eines Gedanken kann wachsen.“

-unbekannt

 

 

Was wäre, wenn Du Dein Leben ändern würdest? An einem Tag wachst Du morgens auf und machst alles anders, als Du es bisher getan hast. Du stellst alles auf den Kopf. Vielleicht fallen Dir zunächst einfache Sachen ein. Statt teuren Kapselkaffee trinkst Du nun Kaffee aus einer Frenchpress. Günstiger, umweltschonender. Statt unnötigen und teuren Markenklamotten, kaufst Du langlebige Jeans, T-Shirts und Pullis von No-Name. Sieht vielleicht nicht so schick aus. Aber mal im Ernst, wen stört es? Du verkaufst Dein teures Auto oder löst es aus dem Kreditvertrag und kaufst für kleines Geld ein gebrauchtes Auto.

Das klingt noch recht einfach, technisch gesehen. Was viel schwerer sein dürfte, ist das Mindset dahinter.

Ja, ich weiss. Ein furchtbares Wort. Wir kennen es von „werde reich und glücklich“ Büchern und Motivationsveranstaltungen aller Art. Wenn nicht, haben wir auch nichts verpasst. Mindset wird meist wie folgt verkauft: Du kannst alles erreichen, Astronaut werden oder Bundeskanzler, alles findet in Deinem Kopf statt. Vielleicht kannst Du sogar fliegen, alles Kopfsache. Wer nun nicht auf ein zehnstöckiges Haus klettert, der hat mich verstanden.

Aber dennoch ist Mindset, also unsere Einstellung wichtig. Es beeinflusst die Ergebnisse unseres Lebens. Wie wir an Dinge heran gehen, wie wir andere Menschen sehen und sie behandeln. Und das bekommen wir natürlich reflektiert. Und es hat mit Glücklichsein zu tun.

 

Eine klassische deutsche Sozialisierung ist die Vollkaskomentalität. Die meisten Leser dürften wissen was damit gemeint ist. Ich will es für alle anderen umreissen. Vollkaskomentalität bedeutet abgesichert sein. In allem was ich tue. Die meisten Deutschen sind überversichert. Man kann fast alles versichern, was nie eintreten wird. Und was wahrscheinlich eintritt, kann man nicht oder nur gegen viel Geld versichern. So ein Leben mit angezogener Handbremse hat natürlich keinen großen Erwartungswert was Glück und Spannung angeht. Da wir nur eines haben und nicht sieben, wie eine Katze, macht es Sinn darüber nachzudenken.

Ein abgesichertes Leben bezieht sich nicht nur auf Versicherungen, also finanzielle Angelegenheiten. Das Mindset dahinter limitiert auch sonst alles zugunsten der Sicherheit. Ich möchte es etwas überspitzt darstellen, um dies deutlich zu machen: Statt interessante Länder und Orte kennen zu lernen, reist Michel A(bgesichert) nur in den Schwarzwald, statt seinen Traumberuf als Arzt im Einsatz für andere Menschen im Ausland anzustreben, hat er sicherheitshalber Verwaltungswissenschaften studiert und arbeitet bei der Stadt. Statt die rassige und spannende Sizilianerin zu heiraten ging er auf Nummer sicher und hat sich für Ingrid Spiessig entschieden. Die war leichter und sicherer zu gewinnen und ist sehr viel angepasster an die Mehrheitsgesellschaft.

Michel A(abgesichert) ist gegen alles versichert. Nichts kann ihm passieren. Scheinbar kein Ereignis kann ihn aus der Bahn werfen. Doppelten Boden für alles, keine unvorhergesehenen Ereignisse. Und keine Frage, durch seinen Fleiss und seinen doch gut bezahlten Job, ist er finanziell schon erfolgreich. Er hat alles, erwirbt sogar mehrere Immobilien. Altersvorsorge ist auch kein Thema für ihn. Aber eines hat er nicht: Lebensfreude. Und diesen Default, dieses Ereignis, dieses Dasein als unglücklicher und unzufriedener Mensch war nicht vorhersehbar. Für ihn zumindest nicht. Fest abgesicherte Freudlosigkeit mit doppeltem Boden und leidenschaftsloser Lebenspartnerin.

Ein Leben mit angezogener Handbremse führt selten zum Glück. Meistens zu Reue für all die verpassten Gelegenheiten und zum Selbsthass, warum man nicht mutiger war. Dies schreibe ich nicht nur aus den Erfahrungen mit vielen Menschen der letzten Jahre, sondern dies belegen auch viele Beobachtungen, die jeder machen kann.

Je vermögender Menschen sind, je mehr Geld und Zeit da ist, desto unglücklicher werden viele (nicht alle!) Menschen. Denken wir an viele vermögende Menschen aus dem öffentlichen Leben. Aber ist das Geld wirklich das Problem? Oder ist es das was ich mit dem Geld mache? Führt Geld und Wohlstand zu dem Dauerbesuch bei den Psychiatern und der Flatrate für Psychopharmaka, oder ist es nicht die Sinnlosigkeit des Daseins, keine Aufgabe zu haben, sich wertlos und nicht gebraucht zu fühlen?

Viele Menschen haben wirklich alles in diesem abgesicherten und wohlgeplanten Leben. Sie „besorgen“ sich alles, was es für Glück zu brauchen scheint. Ein Haus oder mehrere, Kinder, einen Partner. Sie sind fleissig und haben gut bezahlte Jobs. Erreichen „etwas“. Nur das verdammte Glück will sich einfach nicht einstellen. Warum? Warum nur kann ich einfach nicht glücklich sein? Habe ich es nicht verdient? Kann man Glück verdienen?

 

Blackwater.live - Transformation
Es ist schwer sein Leben zu ändern, aber nicht unmöglich.

Quelle: istock/gettyimages

 

 

 

 

Ver·än·de·rung

/Verä́nderung/
Substantiv, feminin [die]
  1. 1.
    das Verändern (1)
    „an etwas eine Veränderung vornehmen“
  2. 2.
    das Sichverändern, das Anderswerden
    „in ihr geht eine Veränderung vor“

 

 

Menschen wollen dauernd etwas ändern. Die Welt, die Politik, ihr Leben. Oft sind die Ziele dann doch zu hoch und dann landet man bei den kleinen Dingen. Ich will weniger trinken, Bauch-Beine-Po trainieren, das Spiegel-Abo kündigen, nachdem der Kommentarbereich nur noch beim Sahneeis und Tuttifrutti Artikeln freigeschaltet ist.

Ja, die Änderung. Sie fällt uns so schwer. Jeder Morgen ist ein ein guter Zeitpunkt für eine Änderung und dann finden wir doch wieder Gründe nichts zu ändern und alles bleibt wie es ist. Die letzte Zigarette ist die erste von der neuen Schachtel, das letzte Bier das erste von dem neuen Kasten und der fleissige Vorzeigeehemann wollte doch endlich treu sein. Was sind wir nur für Menschen? Warum bekommen das die meisten von uns einfach nicht auf die Reihe? Und warum macht es so viel Freude über Menschen zu reden, die an ihren Änderungszielen scheiterten und zerbrachen und am Ende deren Zustand schlimmer ist wie der erste?

 

 

„43 Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Stätten und sucht Ruhe und findet sie nicht. 44 Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich gegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es leer, gesäubert und geschmückt. 45 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er; und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird zuletzt mit diesem Menschen schlimmer als zuerst. So wird es auch sein mit diesem bösen Geschlecht!“

– Die Bibel, Schlachter Übersetzung, Matthäus 12:43-45

 

 

 

Kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder?

Wer mag kann das hier auf dem Bibelserver in verschiedenen Übersetzungen nachlesen. Aber ihr werdet mir sicher zustimmen, es ist ein Klassiker: Wir wollen etwas in unserem Leben ändern und sei es nur durch eine Diät. Und am Ende sind wir fetter als zuvor. Keine Sorge, der Autor hat damit auch schon seine Erfahrungen gemacht. Es ist also offenbar nicht ganz einfach. Und warum?

Die Motivation war nicht gross genug. Unsere Liebe zu unserem Zielbild war nicht so stark wie die Liebe zu Schokolade. Und die Schokolade können wir sofort haben, unser Ziel abzunehmen liegt in der Zukunft. Dinge die in der Zukunft liegen, sind für uns meist weniger greifbar und oft damit auch weniger wert wie Naheliegendes.

Aber im Vergleich zum Glück, dem Glücklichsein, ist Abnehmen sogar noch eine einfache Übung.

 

Blackwater.live - Selbstmitleid
Selbstmitleid hilft uns nicht unser Leben zu ändern. „Ich habe nie ein wildes Tier gesehen, das Selbstmitleid empfand. Ein kleiner Vogel wird tot von seinem Ast fallen, weil er erfroren ist, ohne jemals Selbstmitleid empfunden zu haben.”  – David Herbert Lawrence

Quelle: istock/gettyimages

 

 

 

stre·ben

/ˈʃtreːbn̩,strében/
schwaches Verb
  1. 1.
    sich zielbewusst, unbeirrt auf möglichst kurzem Weg und ohne sich ablenken zu lassen an einen bestimmten Ort begeben
    „zur Tür, ins Freie, nach vorne streben“
  2. 2.
    sich unter Anstrengung aller Kräfte, unbeirrt um etwas bemühen
    „nach Reichtum, Erfolg streben“

 

 

 

Das Streben nach Glück

Wir wollen glücklich sein. Das wird natürlich ausgenutzt, was nichts neues ist. Viele Menschen verbinden mit Geld und Wohlstand Glück. Oder mit dem Kauf von Gegenständen. Es ist die Werbegrundlage für den klassischen Materialismus. Mehr besitzen bedeutet mehr Glück, so die Botschaft.

Einige merken, so funktioniert es nicht. Sie wenden sich dann Lebensratgebern und Coaches zu, kaufen deren Bücher und besuchen deren Veranstaltungen. Meistens ändern sich deren vermittelte Erkenntnisse auch alle paar Jahre. Die Bücherflut zum Thema Glück und Lebenplanung scheint jedenfalls unendlich zu sein. Gebt zum Spass mal bei google die Begriffe Glück oder Erfolg ein. Bei dem Wort Erfolg habe ich 150.000.000 Treffer in deutscher Sprache erhalten.

Die allermeisten dieser Erfolgs- und Glücksstrategien appellieren nur an den eigenen Hedonismus. Purer Eigennutz steht im Vordergrund. Selbst die Dankbarkeit wird inzwischen dazu missbraucht. Ich muss dankbar sein, dann bin ich erfolgreich und glücklich. Wie schon einmal beschrieben, ist die Dankbarkeit aber keine Hure, die sich dazu mißbrauchen lässt eigene egoistische Ziele zu erreichen. Tief empfundene Dankbarkeit ist ein echtes Gefühl aus dem Herzen, welches nicht durch Kalkül entsteht. Und wem soll ich eigentlich dankbar sein? Meinem Bankkonto? Mastercard? Dem fliegenden Spagettimonster? Dem Universum?

Wem danke ich, wenn ich am Strand einen Sonnenuntergang sehe und mich meines Lebens erfreue? Wem danke ich, wenn ich mein Neugeborenes im Arm halte und sein Herz schlagen spüre?

 

Dankbarkeit ohne zu wissen wem oder was man dankbar sein soll, ist einfach fehlgeleitet. Und Dankbarkeit ist kein Selbstzweck um reich und glücklich zu werden. Genau so wird dies allerdings in aktuellen Seminaren und Büchern verkauft. Ob es diesmal andere Ergebnisse als in den letzten Jahrzehnten geben wird, in denen solche Lebensratgeber verkauft werden? Sind die Glücksgurus dieses Mal auf dem richtigen Weg? Ich könnte hier eine lange Liste von gescheiterten und populären Lehrmeinungen der letzten Jahre einfügen.

Es ist keine Frage, dass Menschen eine Menge Kraft für das Streben nach Glück einsetzen. Es liegt also nicht daran, dass Menschen nicht glücklich sein wollen. Sie wollen es, mit ihrer ganzen Kraft. Nur ist der Weg nachweislich und offenbar nicht der richtige. Wenn man diesen Weg lange genug gegangen ist, wird es immer schwerer ihn zu ändern. Manch einer verfällt dann in das Selbstmitleid der verpassten oder ungenutzten Chancen. Ach hätte ich nur, würde ich nur, könnte ich nur. Alleine in dieser Phase des Selbstmitleids können weitere Jahre des Lebens vergehen, ohne das sich etwas ändert. Am Schluss bleibt nur Bedauern.

 

 

Blackwater.live
„Von allem nichts gewusst“ – oder nichts wissen wollen. Das Leid und die Lebensumstände von unseren Mitmenschen verändert unseren Blick auf das Leben und das was es für das Glücklichsein wirklich braucht.

 

 

 

ge·ben

/gében/
starkes Verb
  1. 1a.
    (durch Übergeben, Überreichen, [Hin]reichen, Aushändigen) in jemandes Hände, Verfügungsgewalt gelangen lassen
    „jemandem die Speisekarte, dem Portier den Schlüssel, einem Kranken das Essen geben“
  2. 1b.
    als Geschenk, Spende in jemandes Besitz gelangen lassen
    „der Vater gibt dem Kind Geld für ein Buch“

 

 

 

Geben macht glücklich – was wir wollen ist selten das, was wir brauchen

Entgegen allen Glücksgurus und anderen gescheiterten Lebenstipps macht Hedonismus und purer Eigennutz nicht glücklich. Ein Heer von Depressiven breitet sich in der ganzen westlichen Gesellschaft aus. Es scheint fast so zu sein, dass man die Wahl zwischen totaler Ablenkung oder tiefer Depression hat. Dazwischen scheint wenig Platz zu sein. Je größer die Selbstfokussierung, desto größer das Problem mit sich selbst.

Interessant ist aber, was alle drei großen monotheistischen Glaubensrichtungen dazu sagen. Immerhin ist es Jahrtausende altes Wissen und kulturstiftend für unseren Teil der Erdoberfläche:

 

 

„Die Almosen sind nur für Arme und Bedürftige, für die, die sie eintreiben, für die, deren Herzen gewonnen werden sollen, für die Sklavenbefreiung, für die Schuldner, die Sache Gottes und den mittellosen Reisenden. (…) „

Quran Sure 9 Vers 60 über die Zakat, die Almosensteuer, eine der fünf Säulen des Islam

 

 

„Wenn unter dir ein Bedürftiger sein wird, irgendeiner deiner Brüder, in einem deiner Tore, in deinem Land, das Er, dein Gott, dir gibt, verfestige nicht dein Herz. Verschliesse nicht die Hand vor deinem bedürftigen Bruder. Nein, öffnen sollst du – öffne ihm deine Hand! Leihen sollst du – leihe du ihm genug woran es ihm mangelt.“

Tora, 5. Buch Mose 15:7-8

 

 

“ (…) Geben ist glückseliger als Nehmen!“

Apostelgeschichte 20:35, Schlachter 2000 Bibel

 

 

 

Das entspricht auszugsweise dem kompletten Gegenteil dessen, was die inflationäre Bücherflut von Amazon uns lehren will.

Es geht hier nicht nur um Spenden, sondern ihr erratet es sicher, um das Mindset. Wieder dieses Wort. Ich hasse es, weil es so oft missbraucht wird. Aber ein Mensch der die Grundausrichtung hat auf andere zuzugehen, also ein grosszügiges Herz besitzt und gerne gibt, der erlebt natürlich ganz andere Resonanzen, als jemand der sich verschliesst. Geben löst Freude bei anderen aus und diese spiegelt auf uns zurück. Geben hat auch mit Vergebung zu tun. Dem anderen vergeben und nicht nachtragen. Vergebung löst in uns den Zorn oder sogar Hass auf andere und wir werden frei von negativen Gefühlen. Alles was in dieser Grundhaltung, dem „Mindset Geben“ steckt, ist das komplette Gegenteil von Hedonismus und Materialismus. Geben ist auf Menschen bezogen, nicht auf Dinge. Menschen sind wichtiger als leblose Gegenstände und Geld.

 

Der Materialismus und Hedonismus ist auf uns fokussiert, ich will haben, ich will kaufen, ich will Geld. Mein Haus, mein Auto, mein Leben. Er ist auf Abschottung und Besitzstandswahrung ausgerichtet und auf Geiz. Und mal unter uns, so sehen doch die meisten Gesichter beim Einkaufen oder in der Fussgängerzone in Großstädten aus, oder?

Aber abgesehen davon, führt dieser Ansatz sicher nicht in eine rosige Zukunft auf dieser Erde. „Für die Bedürfnisse aller Menschen ist genug da, aber nicht für deren Gier“, so die bekannte Aussage von Mohandas Karamchand Gandhi.

 

Blackwater.live - 1789

Quelle: istock/gettyimages

Re·vo·lu·ti·on

/Revolutión/
Substantiv, feminin [die]
  1. 1.
    auf radikale Veränderung der bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse ausgerichteter, gewaltsamer Umsturz[versuch]
    „die Französische Revolution“
  2. 2.
    umwälzende, bisher Gültiges, Bestehendes o. Ä. verdrängende, grundlegende Neuerung, tief greifende Wandlung
    „eine Revolution in der Mode, in Fragen der Kindererziehung“

 

 

 

 

Die Revolution

Revolutionen gibt es kleine und grosse. Aus kleinen können große werden. Menschen werden nicht durch Zwänge nachhaltig etwas ändern, sondern weil sie es wirklich wollen. Und wirklich wollen tun sie es oft, weil sie es bei anderen sehen. Durch Vorbild. Der Wille wächst, wie eine kleine Pflanze. Der Wille etwas zu durchbrechen und für immer hinter sich zu lassen und sei es unsere eigene Persönlichkeitsstruktur.

Einer sagt, er will nicht mehr rauchen. Er will es wirklich nicht mehr. Und weil er es will, nicht weil er es soll, schafft er es auch. Er erzählt es zehn anderen Menschen. Die machen das gleiche. Aus zehn werden hundert. Aus hundert werden hunderttausende. Am Ende gibt es keine Zigarettenindustrie mehr.

Ganze politische Systeme wurden schon gestürzt und alles begann mit einer Hand voll Menschen, die stark genug waren etwas wirklich zu wollen. Aber selbst die größten und mächtigsten Revolutionen begannen immer mit einem Menschen, der eine Idee hatte um etwas zu ändern.

In der heutigen Zeit findet die größte Revolution höchstwahrscheinlich in uns selbst statt. Bekanntes in Frage zu stellen, nachzudenken und unser Leben zu ändern. Unsere ganze Gesellschaft ist auf „followen“ aus, wie es vor kurzem ein Leser schrieb. Ein unsichtbarer Konformitätszwang umgibt uns, Haltung und „gut sein“ wird immer wichtiger. Was immer das bedeutet. Aber verlieren wir uns im „followen“ nicht selbst? Ist das wirklich was wir wollen? Die Zahl der glücklichen Menschen nimmt bislang nicht durch die neu gesetzten gesellschaftlichen „Werte“ zu.

 

Unsere Einstellung ist wichtig, unser Mindset. Nein, Du kannst nicht alles werden was Du willst, denn unsere Leben sind limitiert. Von Umständen, die wir oft selbst nicht beeinflussen können. Aber sie sind nicht so limitiert wie wir denken. Und genau hier liegt ein Geheimnis verborgen. Indem wir unser Leben von Grund auf ändern und neu durchdenken und neue Ziele festsetzen, werden wir neue Erfahrungen machen. Das wird uns an Orte bringen wo wir noch nie waren, zu Menschen, die wir nie kennen gelernt hätten, in Situationen, die wir uns nie erträumt hätten.

Der kleinste gemeinsame Nenner, den wir im menschlichen Miteinander haben, ist Mensch zu sein. Diesen Gedanken eines Lesers zu meinem letzten Artikel finde ich sehr gut. Darin steckt auch eine der Lösungen, für die aufgeworfene Frage des Artikels.

 

Wir können uns ändern, wenn wir es wollen. Wir werden höchstwahrscheinlich nicht Astronaut. Und auch nicht Bundeskanzler. Aber wir werden wahrscheinlich eines sein:

Glücklich.

 

 

Blackwater.live - Love
Dankbarkeit ist eine Lebenseinstellung. Aber wem dankbar sein?

Quelle: istockphoto/gettyimages

 

 

 

 

„Unter allen Ständen finden wir Menschen von intellektueller Überlegenheit und oft ohne alle Gelehrsamkeit. Denn natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.“

– Arthur Schopenhauer

18 Kommentare zu „Die Revolution – sein Leben ändern

Gib deinen ab

  1. 2019 war bisher für mich kein leichtes Jahr. Ich habe meine Stelle verloren und bin immer noch arbeitslos. Danke für die vielen guten Blogartikel, die mich motivieren und immer zum Nachdenken bringen. Irgendwie machen mir deine Texte immer Hoffnung, weil es mir hilft nicht nur eigene Probleme zu sehen. Viele deiner Texte sind wie ein Blick aus der Vogelperspektive.

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  2. Hey, ich freue mich schon auf nächste Woche und den Beitrag zum Thema Finanzen und Frauen, der schon versehentlich online war. ;-))))))) Aber ich war nicht ganz schnell genug, also warte ich und warte… Schönes Wochenende und bis nächste Woche!

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  3. Hallo Blackwater, ich lese schon Monate passiv mit. Nachdem das web mehr und mehr von Lifestyleexperten, Lebensratgebern und Coaches als Werbeplattform genutzt wird, ist deine Seite positiv anders. Den letzten Erfolgsexperten auf den ich getroffen bin, der nannte sich tatsächlich “Premium Experte”. Ich frage mich was noch alles Premium in diesem Land wird, obwohl es genau das Gegenteil ist. Leute geilen sich auf Powerdays auf, sind Premium, geil auf Erfolg und alles ist nur toll, nur Herausforderungen und alles ist möglich.

    Das ist INFANTIL. Eine Generation von Schwachmaten erobert die digitale Welt.

    Danke für deine Seite mit klassischen und bewährten Ideen. Auch Dein Ansatz alte Bücher zu lesen und dieses Wissen zu nutzen gefällt mir sehr gut. Mal sehen was aus den Marketing- und Coachingfuzzies wird, wenn sie mal erwachsen sind. (manche werden es nie, verhalten sich mit 50 noch wie 18).

    Deine Seite ist wirklich erfrischend anders und mutig. Danke für deine viele Mühe!

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  4. Geben macht glücklich – was Jahrtausende alte Weisheiten sagen, entdecken Wissenschaftler heute gerade wieder neu. Aber bei den meisten Menschen wird die Anwendung schwierig sein. Gerade wenn man in Mitteleuropa lebt, ist es schwer. Die Werbung, die Freunde und Bekannten, einfach das ganze persönliche Umfeld eines Menschen promotet meist das Gegenteil. Du hast schon richtig erkannt, glücklich sehen die meisten Gesichter heute nicht aus, von den ganz Depressiven mal zu schweigen. Aber wollen die wirklich was ändern? Meiner Erfahrung nach nicht. Könnte, sollte, mal schauen, alles bleibt gleich. Also lenkt man sich weiter ab. Sorry wenn ich es so sage, aber die meisten sind doch selbst schuld und wollen gar nichts ändern. Also bitte, dann soll es mir egal sein.

    Ich finde es cool was du hier leistest und merke du willst etwas bewegen. Und statt die dreifach geschiedene Doppelnamenpsychotante zu zitieren(davon gibt es viele und die Wissenschaft ändert ihre Meinung alle zehn Jahre) nutzt du altes Kulturgut. Ich wusste weder was in der Bibel u.a. steht, noch hätte ich gedacht man kann das heute noch anwenden. Bin baff. Also weiter so mein Lieber. Aber sei nicht enttäuscht wenn Menschen sich nicht ändern.

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    1. Ich würde nicht sagen Menschen ändern sich nicht oder können sich nicht ändern. Die meisten wollen nicht, stimmt. Aber es braucht auch Zeit. Und wenn jeder denkt es ändert sich nix, dann passiert auch nie etwas.

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  5. Für mich stellt sich die Frage, wie finde ich heraus wer oder was eine gute Hilfsorganisation ist und wer nicht? Es gab bereits viele negative Berichte dazu. Warum hast du Blackwater dich für Ärzte ohne Grenzen entschieden, wie du letztes Jahr geschrieben hast? Warum ausgerechnet die? Und wo kann ich mich da informieren?

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    1. Google ist dein Freund, auch bei dieser Frage.😂 ÄoG ist durch die Mitarbeiter dort viel stärker geprägt als andere. Sie sind politisch neutral und haben dadurch auch mehr Möglichkeiten vor Ort. Ausserdem sind sie finanziell unabhängig von anderen Organisationen.

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    1. Die Frage hatten wir schon einmal und die Antwort war ja. Ist einfach einzubauen. Ich spende jeden Monat 5% vom netto automatisch an ÄoG und dann nochmal flexibel, je nachdem was übrig bleibt.

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  6. Nice der Artikel. Hab das Podcast gehört und bin gespannt was du vorhast. Schönes Weekend und Grüsse vom schwäbischen Meer.😂😎

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  7. Black du schiesst echt den Vogel vom Dach mit diesen Artikeln. Auch wenn ich es schon mal geschrieben habe, es muss sein. Einfach eine gute Arbeit, die du da leistest. Danke für diese nachdenklich stimmenden Artikel. Was mir besonders gefällt ist, dass du absolut gegen den Mainstream schreibst und damit auch nicht locker lässt. Mach bitte weiter so!

    PS: Bei mir geht die WP Anmeldung nicht, daher heute anonym.

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  8. Wie schön!! ❤️ Du hast Zakat erwähnt, ein besonderer Gedanke. Das ist eine Art erstes Sozialsystem überhaupt gewesen. So war auch für die Ärmsten immer gesorgt. Niemand soll vermögend sein ohne auch Verantwortung zu übernehmen. Aber noch besser ist es, wenn Menschen das von selbst erkennen. Ein wieder wertvoller Artikel von Dir. Auch die Frage „wem Dankbar sein?“ finde ich gerade in diesem Zusammenhang einfach perfekt. Mehr muss ich glaube ich nicht schreiben. 😉

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    1. DAS ist sooo süss von dir!! Danke für den schönen Post. Ich wünsche mir es gäbe mehr Menschen wie dich. Normalerweise würde ich das nie schreiben, aber es ist so voller Herz was ich von dir lese und ich glaube ich täusche mich da nicht. Ich wusste nicht was in der Bibel und in der Tora steht, aber du hast mich echt neugierig gemacht. Wirklich so ein schöner Blog von dir!❤️❤️😊😊 Und es ist so schön wie du dir um Menschen Gedanken machst.

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  9. Hallo liebe Leser und Freunde, hört euch bei Gelegenheit auch den Podcast zu diesem Artikel an. Dieser Artikel ist der erste, der auf ein zukünftiges Projekt hinweist. Derzeit arbeite ich an einem Weg die Arbeit mit Spenden zu verbinden, wie ich es letztes Jahr schon mal gemacht habe. Damals war es nur ein Experiment, aber es soll ein fester Bestandteil von Blackwater.live werden.

    Mehr Informationen dazu gibt es gegen Ende September.

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