Die Rezession kommt

»Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll!«

– Ludwig von Mises

 

 

„Es gibt Momente im Leben, in denen jeder Mensch den Realitäten ins Auge sehen muss, ob er will oder nicht.“

– Ehud Olmert

 

 

 

 

Ist das die vielbeschworene und verdammte Finanzpornografie? Ist dieser Artikel aus dem Jahr 2008 oder 2019? Und wenn er aus dem Jahr 2019 ist, woher wissen wir, dass die Rezession kommen wird?

Die Antwort darauf ist in etwa ähnlich zu sehen, wie die Aussage eines Zeitungshoroskops: „Lieber Zeitungsleser, ihr Horoskop für die Zukunft: Eines Tages werden sie sterben!“

Und genau so ist es. Nur wann das genau sein wird, dass weiss niemand. Sicher ist nur, es wir wird passieren.

Eine Rezession ist von folgenden Faktoren gekennzeichnet:

  • Abschwächung der Hochkonjunktur (bereits festgestellt)
  • pessimistische Prognosen für die Wirtschaftslage (bereits eingetrübt)
  • Rückgang der Nachfrage (in Teilbereichen der Industrie festgestellt)
  • überfüllte Lager (nicht bekannt)
  • a. Abbau von Überstunden und b. beginnende Kurzarbeit (a: bereits festgestellt)
  • fehlende Investitionen
  • teilweise Stilllegung von Produktionsanlagen (bahnt sich an)
  • a. stagnierende oder sinkende Preise, b. Löhne und Zinsen (a.: wird dank EZB nicht passieren)
  • fallende Börsenkurse (siehe Märkte)

 

 

 

Nach über 10 Jahren weitestgehend ungestörten Börsenbooms und einem kreditfinanzierten Wirtschaftswachstum, welches aber die meisten strukturellen Probleme der letzten Krise nicht gelöst hat, trüben sich die Wolken nun am Horizont zunehmend ein. Natürlich kann sich das auch nochmal kurzfristig ändern und ich habe keinen Zweifel daran, dass die EU alles versuchen wird um diese Entwicklung zu stoppen. Und sei es das vielbeschworene „Helikoptergeld“. Geldgeschenke an die Bürger um die Binnenwirtschaft zu stärken.

Da es viele unbekannte Faktoren in dieser ganzen Betrachtung gibt, finde ich es schwer einen Zeitpunkt für den Eintritt in die rezessive Phase vorher zu sagen und fast sämtliche Wirtschaftswissenschaftler liegen hier auch regelmässig falsch.

Fakt ist nur, die Rezession wird kommen und sie wird einige Probleme deutlich verstärken, die nicht gelöst sind. Dazu gehört das schwer angeschlagene europäische Bankensystem, insbesondere aber auch die ehemaligen deutschen BankenStars Deutsche Bank und Commerzbank, die beide wohl in diesem Leben nicht mehr das Licht der ertraglichen Sonne sehen werden. Aber auch hunderte Genossenschaftlicher Banken und Sparkassen haben ein echtes Ertragsproblem. Oder glaubt jemand ernsthaft, diese Institute könnte ihre weggebrochenen Zinserträge durch Provisionserträge ausgleichen? Da ist es vermutlich realistischer ein Casino in Vegas aufzumachen, wie es mal eine deutsche Großbank getan hat.

Das Problem, welches Banken mit der Zinssituation haben, haben aber auch andere Unternehmen. Man schätzt es gibt derzeit etwa 25% sogenannte Zombiunternehmen. Das sind Unternehmen, die nur aufgrund der niedrigen Zinsen, sprich der billigen Kredite überleben. Die sind sozusagen schon wirtschaftlich tot. In der Krise werden diese final zusammenbrechen und eine erste Welle von Arbeitslosen auslösen. Diese Privathaushalte werden dann ihre Kreditraten für Immobilien und Konsum nicht mehr zahlen können und die ersten Ausfälle bei Hypothekenkrediten werden auftreten.

Letztenendes wird der Staat auch seine ewig in die Zukunft gerechneten positiven Wirtschaftprognosen nicht halten können. Steuereinnahmen werden einbrechen und für das Sozialsystem wird diese sich entwickelnde Krise ein Brandbeschleuniger werden.

All das sind keine Geheiminformationen und es wurde und wird schon eine Menge dazu geschrieben. Und ungeachtet ob diese Situation nun ab 2020 oder später über uns herein bricht, sie wird kommen. Die Frage ist nur, was kann man als Privatperson tun? Wie wirkt sich das auf unser Leben aus? Muss ich in den Regenwald flüchten und mich mit Waffen verschanzen?

 

Blackwater.live - Gebirgssee
Was würde mit Abfall auf der Wasseroberfläche dieses Sees passieren, wenn man kontinuierlich Wasser in den See pumpen würde? Diese Überlegung hilft die Preisanstiege vieler Assetklassen der letzten Jahre zu verstehen. Goldman Sachs nennt das die Folgen „Überschussliquidität“.

Quelle: gettyimages/istockphotos

 

 

 

Erinnerungen – früher war alles besser?

Je nach Alter kann der ein oder andere sich sicher an verschiedene rezessive Phasen der Weltwirtschaft zurück erinnern. Die letzte Krise liegt nun schon über 10 Jahre zurück. Die Welt war damals am Rande eines finanziellen Supergaus, ausgelöst durch US-Immobilienkredite im Hochrisiko-Segment, die in Wertpapieren verbrieft wurden und später ausfielen. Unterlegt mit so gut wie keinem Eigenkapital, rissen diese Geschäfte riesige Löcher in die Bankbilanzen. Sogar Bilanzierungsregeln wurden damals geändert, um die Kernschmelze aufzuhalten. Die Weltwirtschaft brach so schnell und abrupt ein, dass das Gesamtsystem ernsthaft in Frage gestellt wurde. Diese Vorgänge sind heute Geschichte. Es wurde viel darüber geschrieben, so gut wie aus jedem Blickwinkel.

Ich kann mich noch heute daran erinnern, wie wenn es gestern wäre. In vielen Betrieben wurde auf Kurzarbeit umgestellt, Frau Merkel erklärte die Spareinlagen sind sicher, Banken wurden mit Milliarden gerettet. Es schien als wenn Deutschland eher glimpflich davon gekommen wäre und so wird es heute noch oft geschrieben. Dass die Bankenrettungen so viel Geld kosteten, dass es im Verlauf der Jahre 2012/2013 zu einer ernsten Währungskrise in der EU kam, wird oft vergessen. Aber dies war der Preis für die Rettung. 2012 musste Mario Draghi (EZB) dann erklären, der Euro wird gerettet, was immer es kosten würde. Spätestens ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich dieses Monster und der Interbankenhandel war nie wieder das was er mal war. Das war auch die Einleitung der nächsten Phase. Das Geld wurde immer billiger und die EU versuchte die Inflation anzuheizen, zweifellos auch um sich so langfristig zu entschulden. Geklappt hat dies bislang nicht, aber es gibt etwas „Hoffnung“. Quelle: NZZ. 

So viel billiges Geld am Markt, so viel kreditfinanzierte Jobs und Unternehmen, all das musste Auswirkungen haben. Und erleben wir bis zum heutigen Tag einen beispiellosen Immobilienboom in Deutschland, selbst „Mäxchen und Maxine“ mit Niedrigeinkommen wohnen heute in der eigenen Hütte. Und braucht man sonst Geld, bekommt man es von den Banken hinterher geworfen, man muss nur in seinen Briefkasten schauen. Eine ganze Generation junger Menschen weiss nur aus Büchern was fallen Aktienmärkte sind und wir haben jeden Tag zig neue Finanzblogs am Start, deren Autoren sich mit 40 in finanzieller Freiheit sehen. Überhaupt, finanzielle Freiheit wurde zu dem Thema einer ganzen Bloggergeneration schlechthin. Sie scheint so greifbar nah und das für jedermann. Fast wie der Trabant in der DDR. Jeder sollte einen haben können und doch kam es ganz anders.

Im Prinzip sind diese Träume aber auf einer „Zombifizierung“ der Wirtschaft aufgebaut, wie es die NZZ nun schrieb. Wir erinnern uns, die NZZ gilt als „Westfernsehen“, insofern ab und an eine abwechslungsreiche Quelle. Wie ich auch auf Blackwater.live schon öfters schrieb, gleichen die aktuellen Abläufe in der Wirtschaft einem Vollrausch. Man trinkt immer weiter, nur um den Kater am Morgen danach nicht aushalten zu müssen. Je länger diese Phase aber andauert, desto schlimmer wird das Erwachen dann sein. Quelle: NZZ.

 

 

Wie kann man sich darauf vorbereiten?

Ungeachtet ob die Rezession nun direkt vor unserer Haustür steht oder nicht, so kann man sich darauf vorbereiten. Jeder Tag, an dem die wirtschaftliche Situation stabil bleibt ist ein geschenkter Tag, der dafür genutzt werden kann.

Vieles was auf Blackwater.live schon geschrieben wurde, geht unabhängig von der Wirtschaftsphase in die Richtung Sparen und freiwilligen Konsumverzicht. In der Rezession werden sich aber viele darauf einstellen müssen. Ob sie es wollen oder nicht.

Heute habe ich einmal drei nicht rein materielle und sieben materielle Themengebiete zusammengetragen. Sie sind in einer Krise wichtig bzw. man kann sich heute schon auf sie vorbereiten.

 

 

 

Blackwater.live - Geschichte wiederholt sich
Vorbereiten sollte man sich bevor es soweit kommt. Auch wenn es manche vergessen haben, Wirtschaft ist zyklisch und rezessive Phasen gehören dazu. Dazu kommt aber auch, dass niemand garantieren kann, dass Deutschland für immer ein reiches Industrieland bleibt.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

10 Tipps für die Vorbereitung

 

1. Haushaltsrechnung – Ausgaben senken

Spätestens jetzt sollte man eine Haushaltsrechnung aufstellen und beispielsweise das 3-Konten Modell umsetzen. Es ist so einfach wie Essen bei McDonald. Nur in gesund. Alle unnötigen Ausgaben zusammenstreichen, Abos kündigen, Luxusausgaben einschränken oder ganz weg lassen.

Wenn meine Haushaltsrechnung (oder die gemeinsame mit dem Partner) jetzt schon „auf Kante genäht“ ist, also kaum Spielraum hat, dann werde ich bei Kurzarbeit und dem Wegfall des Jobs massive Probleme bekommen. Das liegt auf der Hand. Es gibt heute viele junge Paare zwischen 25 und Ende 40, die Gehälter jenseits von gemeinsamen 4.000,00 Euro netto haben, aber es schaffen durch zwei Spassautos, eine schuldenfinanzierte Eigentumswohnung und einem bequemen Luxuslebensstil das ganze Geld zum Fenster aus zu werfen. Wer so auf Risiko lebt (aber ohne die Chancen, das Geld wird einfach verkonsumiert) muss hoffen, dass alles immer gut geht, der Arbeitgeber niemals insolvent geht und der Wirtschaftsboom 50 Jahre am Stück anhält. Das ist absurd.

Es klingt wie selbstverständlich eine Haushaltsrechnung zu machen. Und doch ist es dass laut meiner langjährigen Bankerfahrung nicht. Da sieht ein primitives und buntes Bankprogramm, welches genau das macht, schon innovativ aus und die Bankberaterin oder der Bankberater erzählt von noch nie gehörten Weisheiten. Dabei ist es nur eine simple Einnahmen- und Ausgabenrechnung. Mit dem 3-Kontenmodell kann man das ganze viel klarer haben und ohne teure Verkaufsshow.

 

 

2. Freunde

Freunde sind in Krisensituationen besonders wichtig. Gerade wenn man arbeitslos wird, was auch eine enorme psychische Belastung sein kann, dann ist es gut Halt zu haben und sich gegenseitig mental zu stärken. In wirtschaftlich guten Zeiten mögen Entertainment-Freunde reichen, da es um das blosse Bespassen geht. (wer’s mag) Aber wenn es hart auf hart kommt, dann braucht es wirkliche Freunde, denen man auch vertrauen kann.

Gemeinsam kann man vielleicht auch neue Ideen entwickeln und so manches Business ist aus der Not entstanden.

 

 

3. Sport

Hier mag der ein oder andere vielleicht lächeln. Was hat den Sport mit einer Rezession und einem Jobverlust zu tun? Naja, in so einer Phase hat man mehr Zeit. Das wichtigste was man hat, ist die eigene Gesundheit. Warum die freie Zeit nicht dafür dann nutzen? Außerdem stärkt Sport das Selbstbewusstsein und ist das erste was empfohlen wird, wenn man mal depressiv verstimmt ist. Der Sport lässt sich auch gut mit Freunden kombinieren. Es ist allemal besser als anzufangen zu trinken oder sich total gehen zu lassen.

 

 

 

4. Kredite

Das billige Geld lockt nach wie vor und jeden Tag nehmen tausenden Menschen weiter Konsumkredite auf und leben wie wenn es kein morgen gibt. Das sollten wir auf keinen Fall tun, egal wie niedrig die Zinsen sind. Kredite dieser Art schnüren uns sozusagen die Luft ab, sie reissen ein Loch in unsere Haushaltsrechnung. HIER habe ich bereits einmal einen Artikel zu dem Thema Kredit geschrieben.

Kredite sind ein mächtiges Instrument. In der klassischen Volkswirtschaftslehre werden Kredite zur Investition und Expansion von Unternehmen benutzt. Dem 0815 Bürger wird genau das als grundlegend falsch erklärt, aber Kredite um Flachbildfernseher, Autos und Urlaube zu finanzieren sind natürlich voll ok. „Reich aussehen“ durch Kredit.

„Warum sich nicht ein paar Wünsche erfüllen, Sie haben es sich verdient!?“ 

Ach wirklich, haben wir es verdient in einem Sumpf von Konsumschulden zu ertrinken? Konsumentenkredite können in 99% aller Fälle eigentlich nur aus einem Grund verkauft werden: Materialismus und Habgier. Denn in den wenigsten Fällen sind die finanzierten Dinge wirklich lebensnotwendig.

 

 

5. Immobilien

Dieses Thema hängt eng mit dem Punkt Kredit zusammen. Es gibt günstige Immobilienkredite. Aber genau das hat dazu geführt, dass wir in vielen Regionen eine Überhitzung des Marktes vorliegen haben und die Preise viel zu hoch sind. Erwerbe ich heute eine Immobilie mit dem billigen Geld, dann habe ich beim Eintritt in die Rezession ein Problem durch die Abwertungen der Immobilien. Und diese wird kommen. Wenn Menschen ihre Arbeit verlieren, werden sie die Hypothekenkredite nicht mehr zahlen können und viele werden ihre Immobilie verkaufen müssen. Es wird Druck auf die derzeitige Preise geben.

Das kann selbst in sehr strukturstarken Regionen passieren. Nehmen wir den Großraum Stuttgart als Beispiel. Heute noch undenkbar, aber glauben wir wirklich an die Preisstabilität des Immobilienmarktes, wenn Daimler Absatzprobleme bekommt und die ersten Zulieferer trotz Niedrigzinsphase Insolvenz anmelden? (hier und hier ) Die ersten Abwicklungs – Kanzleien bauen ihre Präsenz in Baden-Württemberg aus. Ganz in der Erwartungen einer strukturellen Automobilkrise. (Quelle) Wir reden hier also noch nicht einmal von einem Rezessionsproblem.

Das soll nur mal als kleines Beispiel dafür dienen uns besser vorstellen zu können, dass Immobilien kein Allheilmittel der Geldanlage sind, mal ganz davon abgesehen, dass die Nettorendite des Immobilienmarktes eh nicht berauschend sind, auch wenn viele das glauben. (Quelle: Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung)

Für den Immobieilienkauf wird es bessere Zeiten geben, dann wenn die Zwangsversteigerungen beginnen. Wer unbedingt eine Immobilie in Deutschland kaufen will, sollte dies dann mit entsprechenden Eigenkapital tun.

Bin ich derzeit hoch verschuldet in einer Immobilie investiert, dann wäre vor der Rezession noch eine gute Gelegenheit dieses Geschäft glatt zu stellen. Grundsätzlich besteht jetzt noch die Möglichkeit offen zu guten Preisen aus dem Immobilienmarkt auszusteigen. Dennoch glauben die meisten das Märchen vom Glück der eigenen Schuldenimmobilie, welches sich für nicht wenige in der Krise in einen Horror verwandeln wird.

 

 

 

6. Aktien

Das beliebte Thema der Finanzbloggerei: Aktien, meist in Form von ETFs eingekauft. Eine schöne Anlageklasse, die dann natürlich bluten muss. Die Kurse werden weg brechen, manches Unternehmen wird es nicht überleben. Hier möchte ich Wiki zitieren und verlinken, ich hatte den Begriff „Zombieunternehmen“ schon angeführt:

 

Anteil des in Zombiefirmen gebundenen Kapitals[10]
Staat Anteil (2007) Anteil (2013)
Griechenland keine Angabe 28 Prozent
Italien 7 Prozent 19 Prozent
Spanien 8 Prozent 16 Prozent
Deutschland keine Angabe 12 Prozent

Quelle: Wikipedia

 

Die Zahlen von Wikipedia sind von 2013. Aktuelle Schätzungen des Volkswirts und Risikomanagers Dr. Markus Krall gehen von bis zu 25% Zombiunternehmen in Europa aus.

 

 

Aber: Grundsätzlich ist dies eine der besten Anlageklassen, wenn man es richtig anstellt. Keine Einzelaktien kaufen, sondern immer marktbreite ETFs. Am besten auf den MSCI Word. Damit kaufe ich sozusagen die ganze Welt. Es braucht nicht zehn Positionen oder mehr in einem Depot, sondern nur einen globalen ETFs. HIER gibt es von mir schon einen Artikel dazu.

Die Anlageklasse Aktien erholt sich nach einer Krise am schnellsten. Natürlich gibt es Szenarien, in denen dies nicht der Fall ist, weil Teilmärkte sich nicht synchron verhalten. Aber nochmal: Dieses Problem kann man durch eine marktbreite Investition umgehen. Sollte man bislang noch nicht so aufgestellt sein, dann kann man es jetzt nachholen. Alle Nischen abbauen, Einzelwerte abstossen und sich breit diversifiziert aufstellen.

Erzählt einem die Hausbank nicht. Aber die hat 2007 vermutlich auch von alternativlosen Investments in Schiffs- und Containerbeteiligungen und teuren Fonds gesprochen. 🙂

Ein Wort zur Vorsicht möchte ich allerdings auch hinzufügen: Die Notwendigkeit in Aktien zu investieren sollte nicht die Tatsache ausblenden, dass jeder Mensch eine persönliche Risikoneigung hat. Und an die sollte man sich stets halten, egal wie gut eine Anlage einem gefällt. Dazu gibt es HIER auch einen Artikel von mir.

 

 

7. Anleihen

Eine der schlechtesten Anlageklassen, die Schulden von Staaten und Unternehmen. Abgesehen davon, dass es hier seit Jahren schon keine richtige Risikogewichtung bzw. einen Risikoausgleich in Form von angemessenen Zinsen gibt, sind hier echte Ausfälle im Krisenfall zu erwarten.

Den meisten Leser dürfte das bewusst sein. Und doch gibt es immer wieder klassische Bankkunden, die riesige Anleihedepots haben, weil es ja so schöne Zinserträge gibt und Aktien Spekulation und Teufelszeug sind. Meiner Erfahrung nach ist es leider so, dass die meisten dieser Anleger die Renditen ihrer Depots nicht korrekt ausrechnen können und nur den Zinskupon sehen, Anleihen aber oft zu Kursen von deutlich über 100% gekauft haben. Ich kann mich noch gut an einen Kunden vor einigen Jahren erinnern, der ein eine Million Euro Depot komplett mit Anleihen bestückt hatte. Eingekauft wurde immer nur nach möglichst hohem Kupon. Nachdem ich ihm die wahre Rendite des Depots ausgerechnet hatte, wollte er es nicht wahr haben. Er war so geblendet von den Zinskupons, dass er bei seiner Depotaufstellung blieb. Wer so denkt, kann sich aber genauso gut aus dem eigenen Vermögen Geld „auszahlen“ und sich dann einreden, es wären Zinsen. So kann jeder auch heute seine 5% p.A. haben und ganz ohne Ausfallrisiko.  🙂

 

 

8. P to P Kredite

In den letzten Jahren eine immer beliebter werdende Anlageklasse. Ganze Blogs berichten nur darüber. Das Investieren in private Kredite, die ähnlich wie über Ebay sozusagen verkauft werden. Als Anleger kann man sein Geld privaten Darlehensnehmern geben und dies recht breit gestreut. Dafür erhält man Zinsen. Ist bei Wikipedia HIER ganz gut erklärt.

Ich will heute nicht weiter darauf eingehen, vielleicht bringe ich hierzu mal einen extra Artikel. Klar ist sicher, dass die Ausfallrisiken dieser Kredite steigen, wenn es zu einem Wirtschaftsabschwung kommt, da Menschen ohne Jobs ihre Probleme haben werden die Kredit zurück zu bezahlen. P to P Kredite sind sicherlich nicht grundsätzlich schlecht, aber sie sind sicher keine krisensichere Anlage in einer rezessiven Phase.

 

 

 

9. Währungen

Sind kein Investment im eigentlichen Sinne, es gibt kein „Buy and Hold“ und die Denkansätze aus der Passiv-Investieren-Welt lassen sich nicht übertragen.

Man kann sie aber traden, was ein grundsätzlich anderer Ansatz ist. Die Liquidität ist in den Hauptwährungen so gut wie immer hoch, da selbst in schweren Krisen alle Wirtschaftsgüter über die jeweiligen Währungen gekauft und verkauft werden. Dazu kommt, dass die Volatilität (Schwankung) in Krisensituationen stark ansteigt, was prinzipiell mehr Optionen im Trading schafft.

Enorm wichtig ist aber die Wahl eines echten ECN Brokers. Hier möchte ich nochmal einen älteren Artikel dazu verlinken, den ich gegen Ende des Jahres neu auflegen werde. Gerade in Krisen ist es absolut wichtig im echten Devisenmarkt zu sein und nicht den Broker als Gegenpartei zu haben. Nicht nur wegen dem bestehenden Interessenkonflikt, sondern auch wegen dem Ausfallrisiko. Leider ist dieser Punkt auch im Jahr 2019 im deutschen Internet so gut wie unbekannt.

Wenn man an Währungen denkt, denkt man recht schnell auch an die Kryptowährungen. Hier lässt sich derzeit aber schwierig voraussagen, wie sich diese in einer echten Krisensituation verhalten. Es fehlt auch noch einiges an Transparenz. Ich bin dem Thema grundsätzlich nicht abgeneigt, wäre aber vorsichtig unter extremen Umständen hier „investiert“ zu sein.

 

 

10. Absicherung bei einem „Doom Szenario“

Manchmal kommt das Argument, wenn die Wirtschaft einbricht sind Aktien und anderen Anlagen auch nichts mehr wert. Das ist ein klassisches Doomszenario, der totale Systemzusammenbruch.

Wenn man davon ernsthaft ausgeht, dann bitte aber Land zur eigenen Nahrungsmittelproduktion erwerben und Waffen zum verteidigen. Außerdem Zigaretten und Alkohol als Tauschmittel besorgen. Ich möchte das nicht lächerlich machen, aber das wäre die Konsequenz wenn man wirklich davon ausgeht, dass ein solches Szenario eintritt. Was ich aber amüsant finde ist, wenn Einzelpersonen sich den Tresor daheim mit Gold füllen, in Erwartung eines totalen Systemzusammenbruchs. Gerade diese Menschen überleben nachweislich solche Szenarien nicht.

Ich habe in aller Ernsthaftigkeit HIER einen externen Artikel aus Zeiten des Bosnienkriegs verlinkt. Die Seite selbst bitte ignorieren, der Bericht ist aber sehr aufschlussreich und interessant. Alle, die Gold zur Absicherung eines Doomszenario’s kaufen, sollten ernsthaft diesen Artikel lesen. Vielleicht wird dann klar, dass ein wirkliches Doomszenario doch etwas anders abläuft, als es sich die Wohlstandsgeneration vorstellt.

 

Blackwater.live - Finanzpornographie
Finanzpornografie: „Erregendes“ Bild- und Textmaterial, welches dazu geeignet ist den Leser und Betrachter in Panik oder Verzückung zu versetzen. Meistens führt es zur „Scheidung“ von bisherigen Geldanlagen und leidenschaftlichen Entscheidungen für neue.

Quelle: gettyimages/istockphotos

 

 

Was ist Finanzpornografie?

Zur Erklärung für alle neuen und/oder jüngeren Leser von blackwater.live möchte ich heute noch kurz erklären, worum es sich bei diesem Begriff handelt. Er taucht in verschiedenen deutschen und englischen Finanzblogs auf. Finanzpornografie sind u.a. die ganzen reißerischen Artikel und Magazincover, die einen zu Handlungen bewegen sollen, deren Ausführung meistens aber sinnlos ist.

 

 

Beispiele:

  • Mit diesen Fonds werden Sie reich.
  • Deutschlands beste Geldanlage.
  • In 8 Jahren zum Millionär.
  • Rette Dein Geld!
  • Der Crash komt.
  • Diese Fondsmanager sind ihr Geld wert.

 

 

War das heute Finanzpornografie?

Das liegt sicher im Auge des Betrachters. Ich sage klar nein, denn die ganze Blackwater.live Seite ist nicht auf kurzfristiges Handeln ausgerichtet. Vermutlich wird jeder Finanzblog mal die ein oder andere Phrase aufgreifen, die man als Finanzpornografie werten kann. Aber entscheidend ist die Motivation dahinter. Und Blackwater.live ist für all die Menschen geschrieben, die grundsätzlich das Leben reflektieren und etwas ändern möchten, egal ob nun eine Krise bevor steht oder nicht.

In den letzten Jahren sind viele neue Finanzblogs entstanden. Grundsätzlich finde ich das gut. Aber viele von den Autoren waren in der letzten Krise noch Teenager oder haben keine Erfahrung mit komplexeren Finanzsituationen, wie sie in einer Krise auftreten. Das hat mich heute dazu bewogen, diesen Artikel zu schreiben. Ich möchte niemanden seine Finanziell-frei-mit-40-Fantasien nehmen, sondern nur ganz vorsichtig darauf hinweisen, dass es auch anders kommen kann.

Dieser Artikel ist keine zeitlich datierte Vorhersage einer Rezession. Sicher ist nur, sie kommt in den nächsten Jahren. Und die Anzeichen mehren sich langsam. Bekommen wir noch etwas Zeit bis dahin, dann ist es gut und wir können diese sinnvoll nutzen. Es ist leichter sein Leben freiwillig downzugraden und sich von Materialismus und Konsumsucht zu befreien, als dazu gezwungen zu werden.

Und wenn man es freiwillig tut, dann entdeckt man auch, dass es viel schönere Dinge im Leben gibt, als ein Leben auf Pump und voll von Ablenkungen. Ein Waldspaziergang kostet uns beispielsweise nichts. Er bringt frische Luft in unsere Lungen und hilft uns nachzudenken. Und er ist garantiert nicht durch eine Rezession gefährdet.

 

 

 

„Deal with probabilities, not absolutes.“

– unbekannt

26 Kommentare zu „Die Rezession kommt

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  1. Hey, toller Beitrag und guter Podcast!

    Beim Anleihenthema gehe ich aber nicht ganz mit.

    Für mich gehören Anleihen auf jeden Fall nach wie vor in ein langfristiges Portfolio. Über einen globalen Bond-ETF oder klassischen Indexfond lässt sich das auch einfach umsetzen, in DE (leider…) nur über ETF.

    Für meinen Teil habe ich mich schon vor längere Zeit auf ein klassisches Portfolio nach Jack Bogle festgelegt, sprich mein Investment besteht aus 60% Aktien und 40% Bonds, beides global und je ein ETF.

    Aber auf keinen Fall würde ich Anleihen als „sicheren Portfolioteil“ sehen und erst recht nicht als Tagesgeldersatz. Sie liefern aber nach wie vor Rendite und nehmen etwas Schwankung aus dem Depot.

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    1. Es gibt mittlerweile die Vanguard Index Fonds als irische Version auch für kleines Geld. Das sind institutionelle Tranchen, die offiziell erst ab einem 7stelligen Erstbetrag zu kaufen sind.
      Mein Depotanbieter verkauft mir die Dinger ab 25€ als Sparplan.
      Ich weiß nicht, ob ich Werbung machen darf, es sind Global Stock, Emerging Markets und Global Bond EUR Hedged.
      Es muss nicht immer ein ETF sein.

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    2. Ich glaube dies mein Black doch: Bonds sind nicht als risikoarmer Teil zu sehen, die Risiken passen selten zu den nicht vorhandenen Chancen (Totalausfall in rezessiven Phasen vs. Niedrigzinsen). Um Schwankungen rauszunehmen kann man auch Tagesgeld nutzen (wenig Risiko/vs keine Zinsen). Aber ob der Totalausfall als Risiko für paar Zinsen gerechtfertigt ist? Ich weiss nicht…

      Ist jedem selbst überlassen.

      Ich bin gespannt wann wir wirklich in die Rezession kommen. Wie siehst du die Lage Black?

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      1. Keine Zinsen im Anleihebereich stimmt einfach nicht.

        Der Barclays Global Aggregate hat 2019 bis jetzt etwa 7,x% Rendite gebracht. Das ist meilenweit vor Tagesgeld mit 0,x%. Selbst über 5 Jahre kommen immer noch deutlich mehr als 3% rum.

        Und das Ausfallrisiko von >4000 Anleihen würde ich auch als eher gering bewerten. Und das Totalausfallrisiko gibt es bei Aktien genauso so.

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      2. Hallo zusammen, das ist ein ewiger Streitpunkt, auch auf anderen Seiten (Wesir und Co.). Dazu werden wir keine allgemein gültige Wahrheit finden, denn Anlegerentscheidungen sind immer individuell motiviert und getroffen.

        Ich persönlich habe meine Erfahrungen mit Anleihen vor vielen Jahren gemacht und habe selbst bei einem der damalig größten Begleiter vom Emissionen gearbeitet. Das hat mich gerade in der Krise geprägt und daher neige ich zu einer Gewichtung mit Aktien-ETFs (für die Chance/Risiko Komponente) und Tagesgeld, die zur eigenen Risikoneigung passt. Erfahrungsgemäß ist dies für viele Anleger auch leichter nachvollziehbar. Aus der Bankerfahrung (wie beschrieben) habe ich auch den Eindruck gewonnen, dass das Instrument Aktie besser verstanden wird. Habe ich ein Anleiheportfolio (welcher Art auch immer) mit unterschiedlichen Durationen, kann es zur Steuerpflicht trotz massiver Kursverluste kommen, was denn Anleger zum Dauerinvestor macht und für die meisten schwer nachvollziehbar ist.

        Aber wie gesagt, es gibt hier kein allgemeines richtig und falsch, nur ein individuelles. Für viele junge Leserinnen und Leser die Vermögensaufbau betreiben (wie es sie hier gibt) ist ein Einstieg in einen Welt ETF als Sparplan schon mal das Richtige, statt irgendwelche überteuerten Produkte bei der Bank zu kaufen.

        @cc Wann die Rezession kommt? Ernsthafte Frage? Sie kommt irgendwann. 🙂
        Im Ernst: Die EZB wird alles tun um sie zu verhindern. Das Jahr 2020 geistert in google durch die Gegend, aber nach all den Rechtsbrüchen die wir erlebt haben, wird jedes Mittel Recht sein, eine wirtschaftliche Abkühlung zu verhindern. Das wird am Ende die gesamte Lage verschlimmern.

        Der Artikel ist allgemeingültig und nicht auf eine Jahreszahl festgelegt.

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  2. Ein bemerkenswert anders geschriebener Beitrag und Blog. Schön mal ohne Werbebanner und Affiliate einen Blog lesen zu können.

    Erfrischend ist auch die ganze Einstellung des Autors. Die „Gerhirnwäsche“ von jahrelanger Beeinflussung des Systems scheint nicht funktioniert zu haben. Im Ausland aufgewachsen oder in einem Kloster? Anders kaum erklärbar, bitte nicht falsch verstehen.

    Eine Nahtoderfahrung wäre noch denkbar…

    Ich bin restlos begeistert und klebe an den Beiträgen.

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    1. Herzlichen Dank! Nein, ich bin in Deutschland aufgewachsen, in einem Umfeld, welches den üblichen Materialismus auslebt (Häuser, zwei Autos, Globuli und Saugroboter) und natürlich abstreitet, dass es Materialismus ist. Ich habe vermutlich einfach genug natürliche Abwehrkräfte gegen Konformitätszwang mit in die Wiege gelegt bekommen. Die Nahtoderfahrung erlebe ich in deutschen Innenstädten öfters.

      Vielen Dank fürs Lesen!

      PS: In Deutschland nicht materialistisch zu sein ist allerdings extrem schwer. Daher soll nichts auf dieser Seite eine Verurteilung sein, sonder animieren Dinge zu ändern. Langsam, nach und nach und gemeinsam. Für die, die es wollen. Menschen sind mehr wert als Dinge. ❤️

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  3. Ja natürlich wird sie kommen und es wird ein Schock werden, der dann viele Folgen auslöst. Ich finde es gut, dass es bei dem Artikel nicht um zeitliche Ankündigungen geht. Die Rezession kommt – eines Tages. Aber je länger sich es hinzieht, desto heftiger wird das Erwachen werden. Von Weltuntergang spricht keiner, der deutsche Michel hat nur eben nach so langer Zeit vergessen was Krise ist.

    Und die Südeuropäer sollen bitte nicht so über ihre Verhältnisse leben, so sagt der Michel dann selbstgerecht. Nur macht er das selbst. Der Bundeshaushalt spricht Bände.

    Dazu kommt diese ewige Rückwärtsdenke im Lande. Wenn man sich auf der Strasse die klassisch deutsche Bevölkerung anschaut, dann will doch keiner behaupten die wären anderen Nationen in Punkto Intelligenz, Skills oder Innovationsfähigkeit überlegen? Black, schon bei einem deiner Lieblingsthemen zeigt sich dies, dem Bargeld. Und so zieht es sich durch fast alle Lebensbereiche. Was aus den Kindern von denen erst wird? Sie sind wohl nicht ohne fremde Hilfe lebensfähig. Aber es gibt ja die Erbschaft und dann Hartz4.

    Nach uns die Sintflut.

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  4. Mir gefällt die Abwechslung auf deinem Blog. Mal ein tiefgründiger Artikel, mal etwas über bunq, dann auch mal einen wie diesen. Danke dir sehr für deine Arbeit an diesem Blog. Eine echte Bereicherung für uns Nicht-Finanzmenschen.

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  5. Kaum aus dem Urlaub zurück und dann lese ich gleich zwei Postings die sich wie Schläge anfühlen. Einer ist hier, https://skillupurlife.com/2019/07/01/jeden-tag-um-430-uhr-aufstehen/ der steht um 4:30 freiwillig jeden Tag auf -Hilfeeeeeeeee! und dann deiner, Probleme mit Jobs in der Zukunft, Ojeeeee.🙄 Also was tun BW-M?? Um 430 kann ich nicht aufstehen, das ist Folter. Aber ich spare fleissig, höre auf deine Ideen und freu mich auf neue😉 und hänge an deinenZeilen. Also ich bin wieder da und es war sooo schön im Urlaub und hat mich an manchen Stellen an deinen Griechenland Post erinnert. Und Gemüseurlaub macht nicht fett.😂😂

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  6. Guter Beitrag. Führt einem vor Augen, was man eh immer auf dem Schirm haben sollte.

    Das Schöne an Wirtschaft und Finanzen ist ja, dass es so viele Parallelen zu anderen Lebensbereichen gibt. Das Beispiel mit dem Saufen und dem Kater ist schon gut gewählt. Ähnlich ist es mit guter Laune: Wenn man krankhaft versucht, dauerhaft gut drauf zu sein, wird man irgendwann krank oder muss nachhelfen. Das Nachhelfen verschlimmert das anschließende Tief dann allerdings bloß. Anders sieht es aus, wenn man die schlechten Phasen akzeptiert und einfach zulässt.

    In diesem Sinne: Lass es dir auch einmal schlecht gehen!

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  7. Danke für den Wertvollen Beitrag. Die Rezession wird kommen, soviel steht fest und wahrscheinlich dann wenn keiner damit rechnet. Der Zyklus wiederholt sich selbst wenn alle glauben, dass war’s jetzt aber endgültig. Ich kann nur jedem das Video von Ray Dalio „Wie funktioniert die Wirtschaftsmaschine“ empfehlen und hier verlinken falls Black das erlaubt:

    Als ich den Beitrag über Bosnien gelesen haben wurde mir mal wieder bewusst wie viel Glück man eigentlich hat ein Dach über den Kopf zu haben und den Luxus sich stundenlang zu überlegen was heute gekocht wird. Das alles ist ein großes Geschenk und leider schätze ich das zu selten. Danke für die Erinnerung.

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    1. Ein Video welches jeder mal gesehen haben sollte! Ersetzt doch in der Oberstufe alle sinnlosen Fächer (alle nicht-MINT Fächer) und zeigt solche Videos. Dann hat dieses Land noch eine Zukunft. Ansonsten dürfen die ganzen immer dicker werdenden Wohlstandskinder in Zukunft den Chinesen die Hemden nähen. Und auch darum werden sie betteln müssen.

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  8. Etwas Aufmerksamkeit muss sein und dafür finde ich eine entsprechende Überschrift auch völlig in Ordnung. Der Artikel ist moderat, kein Weltuntergangsszenario oder ähnliche Aussagen. Und wie du schreibst, irgendwann kommt die Rezession und der Einbruch. Persönlich halte ich ihn auch für überfällig, vor allem nach so langer Zeit. Der Artikel ist dadurch fast zeitlos. Da du sonst auch sehr oft vom Downsizing schreibst, sollten alle die daran arbeiten, weniger ein Problem mit einer Rezession haben. Rücklagen bilden, mit nur einem Gehalt statt zwei klar kommen, weniger Kram kaufen. Dann ist es halb so wild.

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    1. Hallo Sven, danke für Deinen Kommentar. Ja genau so soll der Artikel auch zu verstehen sein. Keine Panikmache, ganz sicher nicht. Und eine Glaskugel die auch funktioniert hat niemand. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession steigt logischerweise mit jedem weiteren Tag in der bisherigen Boomphase. Und irgendwann ist sie da. Aber genauso wie man mit einem zweiwöchigen Abnehmplan scheitern wird, statt eine echte Ernährungsumstellung zu machen, so bringen panische Aktionen auch nichts. Aus vielen anderen Gründen sollte man sparen und von dem Materialismus weg kommen, so wie oft hier erklärt. Nochmals danke für Deinen Kommentar!

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  9. Guten Morgen zusammen! Eine kommende Rezession wird viele Menschen hart treffen, die es sich jetzt noch gar nicht richtig vorstellen können. Die Frage ist, welche Jobs es zuerst treffen wird? Und welche Möglichkeiten hat die EU oder die Bundesregierung eine Rezession abzuwenden?

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    1. Die Jobs in den Zombies zuerst.😂 Klassiker sind sonst aber die Baubranche, Machinenbau… Die Brüssler versuchen es doch schon seit Jahren abzuwenden mit immer neuen Schulden.

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    2. Die EU wird alles tun, wie bereits 2012, um die Folgen zu mindern bzw. einen Abschwung erst gar nicht zuzulassen. Und vielleicht klappt das auch. Aber dann wird das Problem grösser und grösser. Und es gibt nicht ein Beispiel in der Geschichte, in der auf Dauer die Verhinderung eine Krise mit immer neuen Schulden/Geldpresse funktioniert hätte. Strukturelle Probleme wie wir sie möglicherweise in der Autoindustrie bekommen, kann der Staat auch erst einmal abfedern (siehe Frankreich), aber auch diesem Problem wird man sich langfristig stellen müssen. Also lieber vorbereitet sein und nicht so leben als wenn alles immer “gut” bleibt. Und darum ging es in diesem Artikel.

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  10. Wer vorher informiert ist, ist vor allem mental im Vorteil und daher meinen herzlichen Dank an Blackwater, nicht erst seit heute. Mir gefällt dieser Ansatz zusammen zu arbeiten um Geld zu verdienen, aber sehr bescheiden zu sein und anderen zu helfen. Das ist wirklich außergewöhnlich.

    Was die Rezession angeht: Im freiem Markt würde ich dir mit der vermuteten Rezession zustimmen. Aber diese Betrüger bei EZB, EU und Co. werden den Zustand noch ein paar Jahre hinaus ziehen. So lange es möglich ist. Die dann folgende Krise wird ungeheuerlich werden. Und da stimme ich dir wieder 100%ig zu.

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  11. Das wird für 95% der deutschen Bevölkerung ein böses Erwachen, die meisten Bürger glauben das nicht und halten es für Spinnerei, sprecht mal mit dem normalen Bürger der zeigt euch den Vogel. Bis dahin wird die EZB die faulen Kredite bei den Banken zu Nominalkurs abkaufen. Ansonsten herzlichen Dank, es war wieder treffend, bündig und sehr informativ!

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