Der hohe Preis des Materialismus

„Habsucht schiesst Liebe zu Geld in sich, nach dem es keinen Weisen je gelüstet hat. Wie von giftigen Stoffen durchdrungen, entnervt sie Leib und Seele jedes Mannes; immer ist sie maßlos unersättlich und lässt sich weder durch Fülle noch durch Mangel mindern.“

Sallust (86 – um 35 v. Chr.), eigentlich Gaius Sallustius Crispus, römischer Geschichtsschreiber und Politiker

 

 

„15 (…) Denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat. 16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. 17 Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun, da ich keine Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann? 18  Und er sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter aufspeichern 19 und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und sei guten Mutes! 20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören was du bereitet hast?“

Lukas 12:15-20, Schlachter 2000 Übersetzung

 

 

 

Geht es hier um Materialismus? Und welchen Materialismus meinen wir, wenn wir daran denken?

 

Wiki sagt:

Schon bei La Mettrie hat der Begriff eine zentrale Bedeutung gewonnen. In seiner Schrift L’homme machine (Der Mensch – eine Maschine) aus dem Jahre 1747 heißt es: „Ich führe die philosophischen Systeme von der menschlichen Seele auf zwei zurück. Das erste und älteste ist das System des Materialismus; das zweite ist das des ‚Spiritualismus‘.  (…)

Hier wird ein grundsätzlicher Gegensatz zwischen Materialismus und Spiritualität aufgezeigt, den es definitiv gibt, wie wir noch sehen werden. Aber ist es diese Art Materialismus die ich meine oder eher diese:

Konsumismusauch Konsumerismus oder Konsumentismus (von lateinisch consumere – verbrauchen), ist eine Lebenshaltung, die darauf ausgerichtet ist, das Bedürfnis nach neuen Konsumgütern stets zu befriedigen. Es kann zum Beispiel der gesellschaftlichen Distinktion oder dem Streben nach Identität, Lebenssinn und Glück dienen.

 

Ein Artikel oder Blogeintrag über Materialismus muss auch heute noch stets mit einer Begriffserklärung beginnen. So hätte die Artikelüberschrift auch lauten können: Materialismus – eine Begriffserklärung. Oder: Materialismus – eine Abhandlung. Denkbar gewesen wäre auch: Materialismus – Folgen einer fehlgeleiteten Lebenseinstellung. Der Fantasie, eurer Fantasie, sind da keine Grenzen gesetzt. Dem Materialismus selbst sind eine Menge Grenzen gesetzt: Durch große Teile der Weltbevölkerung, die darunter leiden, die Ressourcen der Erde, unseren Geldbeutel und am Ende auch durch die Folgen für den Einzelnen in seinem Leben. Und darum soll es gehen.

 

Materialismus ist eine Einstellung, die materielle Dinge sehr hoch bewertet. So können Smartphones, Autos, Häuser und alles was man sonst kaufen kann wichtiger als Menschen werden. 2012 gab es einen Bericht, in dem ein Schüler eine Niere für ein iPad verkaufte. (Quelle) Immerhin war es seine eigene. Das zeigt, dass Materialismus nichts mit Reichtum zu tun hat, auch arme Menschen können materialistisch sein und die Konsumgesellschaft ist auch genau darauf ausgerichtet. Denn dafür gibt es ja Kredit. HIER ein Artikel von mir dazu.

Kritik wurde und wird eine Menge an Materialismus geäußert. So heisst es ebenfalls bei Wikipedia: Als „alltäglicher Konsumismus“ wird die in den deutschen Kaufsuchtstudien empirisch belegte Tendenz vieler Menschen beschrieben, sich mit Produkten oder Dienstleistungen zu identifizieren und ihr Selbstwertgefühl davon abhängig zu machen. Dabei werden Produkte mit kommerziellem Markennamen und statushebenden Versprechungen vorgezogen. (…)

Der französische Soziologe Jean Baudrillard formulierte 1970 die Befürchtung, dass der massenmedial produzierte Schein die Wirklichkeit „einstürzen“ lasse. Das moderne Individuum lebe in einer fiktiven „Spektakelrealität“. Dem könnte man einfach den Satz eines bekannten Films entgegen setzen: “Sich Federn in den Arsch zu schieben macht dich zu keinem Huhn.” Aber so einfach ist es bekanntlich nicht.

 

Blackwater.live - Gesellschaft und Werte
Geschäft oder gesellschaftlichen Phänomen mit Folgen? Konsum auf Kosten der Mitmenschen und der Umwelt. Das Beispiel zeigt, Materialismus hat nichts mit „reich sein“ zu tun, er ist eine Lebenseinstellung.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Material vor Mensch

Natürlich sind die Annehmlichkeiten westlichen Lebens schön. Wir haben Strom, fliessendes und saubares Wasser, uns fallen keine Bomben auf den Kopf und genug zu essen haben wir auch. Während andere Menschen auf der Erde nicht auf die erforderliche Mindestkalorienzahl pro Tag kommen, müssen bei uns die Fettgürtel abgebaut werden, teilweise wird dies mit obskuren Methoden für viel Geld versucht. Fragt man Menschen in manchen Teilen der Welt ob sie gegessen haben, so muss man vor allem fragen wann. So berichtete es mir vor kurzem jemand, der in diesen Teilen der Welt Menschen hilft. Sonst kann die Antwort lauten: Ja habe ich. Aber gemeint ist: Ja, vor drei Tagen.

Die Grundbedürfnisse wie Nahrung und Wohnen abzudecken sollte nur wenigen Menschen in der westlichen Welt schwer fallen und wenn es ein bißchen mehr ist, dann ist es auch schön und absolut verständlich. Aber ab welchem Punkt kommt es dann so weit, dass Dinge kaufen mehr wert ist als Menschen?

Das lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Und es soll auch nicht um eine Verurteilung von einzelnen Menschen gehen. Diese Frage müssen wir alle uns als Gesellschaft stellen ohne daraus Regeln abzuleiten, was in der Geschichte in aller Regelmäßigkeit in die Katastrophe führte. Da wir in Deutschland in einem politischen System der Umverteilung leben, wird von staatlicher Seite schon einiges getan, was in anderen Ländern nicht der Fall ist. Man betrachte nur den Bundeshaushalt und die Position „Soziales“. Das System ist unvollkommen, wird missbraucht, ist ineffizient und es geht hier nur um ein Land. Alles richtig. Aber selbst ich sage an dieser Stelle: Immerhin gibt es schon mal etwas.

Wenn der Einzelne der in Deutschland lebt nun seine Grundbedürfnisse abgedeckt hat und darüber hinaus eine schöne Freizeit hat, den ein oder anderen Luxus sogar geniessen kann, ist dann jeder weitere Euro nur für sich selbst nicht genau das, wovon wir hier sprechen: Materialismus?

Diese Frage muss jeder für sich durchdenken und auch wo die Grenze dazu verläuft. Im Regelfall meistens nah in dem Bereich „benötigen“ oder „will haben!“. Und solange im tiefroten „will haben“ Bereich konsumiert wird, aber gleichzeitig andere Menschen unverschuldet nichts zu essen haben, ist die Gesamtsituation makaber.

 

Blackwater.live - Protest
Gesellschaft in Auflösung. Materialismus ist weder für den Einzelnen noch für die menschliche Gesellschaft als Ganzes die Lösung für dringende Probleme.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Eine Gesellschaft in Auflösung

Ein Phänomen welches mir und vielen anderen immer wieder auffällt ist, dass der Gesellschaftliche Zusammenhalt sich zunehmend auflöst. Nicht nur an den Bruchlinien Religion und Politik, wie es Samuel P. Huntington in seinem Buch Kamp der Kulturen schon beschrieb. (Hier bei Amazon. Nein, ich bekomme nichts dafür!)

Sondern selbst in kleineren Einheiten wie (Glaubens-) Gemeinden, Vereinen und selbst Familien kann man sehen, sobald der Fokus sich auf den Konsum und die Interessen des Einzelnen verschiebt, löst sich der Zusammenhalt auf. So manche Familie saß früher gemeinsam beim Abendbrot zusammen, heute sitzen die Kinder lieber an der Playstation oder am WhatsApp Smartphone. Früher war manche Glaubensgemeinde eng wie die Urkirche, heute geht lieber jeder seinen eigenen Interessen nach. Früher waren viele Vereine stark und hatten immer Nachwuchs, heute beklagen sich fast alle über Mitgliederschwund und nur noch die Alten sitzen im Vereinshaus. Dieses Problem ist allgemein bekannt, aber ich durfte letztens einen Schützenverein besuchen und dachte erst ich wäre im Altersheim gelandet.

Mitgliedschaften werden zu Farce, die wirkliche Liebe hängt am Selbstwohl, welches man durch den Konsum pflegt und auch die meisten Gespräche drehen sich nur noch darum. Ob die „Mitgliedschaft“ in einer Familie einmal genauso bedeutungslos wird, werden die nächsten Jahre zeigen. Die Diskussion zur Verstaatlichung von Kindern wird wieder geführt (Quelle), viele Kinder sehen ihre Eltern nur noch als Erzeuger. Kein Wunder, wenn die Eltern kein Wertesystem mehr vorleben (können) und sinngemäß sagen: Der liebe Gott hat die Blumen gemacht, aber der BMW vom Papa kommt aus München. Amen.

In Ländern und Kulturen der Welt, in denen der Materialismus noch nicht so weit voran geschritten ist, hat die Familie einen viel höheren Stellenwert, Gemeinschaften aller Art halten fester zusammen und sind füreinander da. Natürlich kann man es nicht pauschalisieren und es gibt viele Einzelfaktoren, die auch P. Huntington beschrieb. Aber grundsätzlich werden die meisten von euch, die in der Welt rumgekommen sind, diese Erfahrungen gemacht haben. Ärmere Menschen in Kulturen die noch nicht durch und durch von der Konsumwelt infiziert sind, teilen eher das wenige was sie haben und legen mehr Wert auf Familie und Freundschaften.

 

Blackwater.live  - Leben in der Blase
Leben in einem Labyrinth von Materialismus und Konsum macht es schwer persönliches Glück zu finden. Ganz im Gegenteil: Es macht viele Menschen depressiv und unglücklich.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Ein Rezept für persönliches Unglück – und das der anderen

Wie sagte es nochmal der zu Anfangs zitierte Soziologe Jean Baudrillard? „Der massenmedial produzierte Schein lässt die Wirklichkeit einstürzten. Das moderne Individuum lebt in einer fiktiven „Spektakelrealität“.“ Das war 1970.

Was konnte man 1970 denn in Deutschland konsumieren und kaufen, um beispielsweise ein für damalige Verhältnisse hohes Gehalt von 4.000,00 DM netto auszugeben? Abgesehen von hochpreisigen Dingen, wie Immobilien oder Autos, war das gar nicht so einfach. Ihr könnt gerne mit Menschen sprechen, die damals bereits im „konsumfähigen“ Alter waren. Genau das habe ich getan. Im Vergleich zu heute, war die Produktwelt auf allen Ebenen winzig im Vergleich zu heute.

Die letzten fast 50 Jahre hat sich die Konsumwelt dramatisch verändert. Nicht nur das Warenangebot ist riesig, durch die kreditfinanzierte Wirtschaft ist es viel größeren Schichten der Bevölkerung möglich zu „shoppen bis der Arzt kommt“. Und wen wundert es, Anfang der 70er Jahre brach das damalige goldgedeckte-Dollarwirtschaftssystem zusammen (Bretton-Woods) und die inflationsbasierte Wirtschaft nahm Gestalt an. Ein Umstand, der immer gerne vergessen wird (oder manche wissen es nicht) und maßgeblich für den Anstieg alle Liquiditätsindices weltweit verantwortlich ist. Heute soll es nicht darum gehen, ob dies die nächsten 30 Jahre auch so weiter geht, was vor allem für passiv Investoren wichtig ist. Heute geht es um den persönlichen Preis, den jeder zahlt, der ein Konsumentenleben führt.

Wie bereits geschrieben, verschieben sich die Prioritäten von Menschen weg zu „Dingen“ im Materialismus. Das wird von den wenigsten leider bewusst verstanden, denn die meisten suchen nach Regeln. Ab wann ist es Materialismus? Ab wann bin ich matrialisch eingestellt? So lauten häufig die Fragen.

In einem Leben, in dem die Prioritäten stimmen, nimmt das Glück schon bis zu einem gewissen Grad zu, wenn mehr materielle Güter da sind. Die schon öfters von mir beschriebene Maslow-Pyramide zeigt das ganz gut. Es macht glücklich mit Freunden zusammen zu essen, überhaupt genug zu essen zu haben. Es macht auch glücklicher auf einer bequemen Matratze zu schlafen, statt auf dem nackten Boden. Und ich meine es ganz ernst: Es ist schön Strom und fliessendes Wasser zu haben.

Aber dann kommt dieser Punkt, indem die Dinge die Kontrolle über uns übernehmen. Und der ist doch sehr individuell und hat auch sehr viel mit Selbstbeherrschung zu tun.

Als Ex-Banker mit jahrelanger Berufserfahrung mit wirklich reichen Menschen (auch nach deutschen Maßstäben) würde ich sagen, es hängt auch viel vom Verhältnis Lebensalter zu Geld ab und ich werde bei anderer Gelegenheit darauf noch mehr eingehen. Aber an dem Punkt, an dem der größere Teil unserer freien Zeit davon bestimmt wird, nicht das zu tun was wirklich wichtig ist, nämlich für unsere Mitmenschen da zu sein, über das Leben nachzudenken, das Leben bewusst zu geniessen, ab dem Punkt sind die Würfel gefallen. So sagt es meine bescheidene Erfahrung.

Das produziert die ganzen unzufriedenen Gesichter, teilweise voller Bitterkeit und Neid, die zwar Immobilien besitzen, Luxusurlaube erleben, in Luxusrestaurants essen gehen und die Zeit und das Geld haben jeden kleinen Gesundheits- und Abnehmtrend mitzumachen, sich aber nicht mehr freuen können. Sie können einfach nicht glücklich sein und wissen nicht einmal warum. Deswegen geht die Suche nach dem Glück immer weiter. Das trifft übrigens auch auf Millionen Menschen zu, die vermutlich die zitierten Texte kennen und sich Christen nennen, aber sie nicht wirklich verstanden haben. Denn es ist genau so wie es da steht und nicht „irgendwie anders gemeint“Mit „es war nicht so gemeint“, fängt doch schon die erste Lüge an, die in der Bibel erwähnt wird.

An der Stelle möchte ich anmerken, dass ich es geradezu absurd finde, dass in Social Media und anderen Orten noch für ein falsches Mindset geworben wird. „So wirst Du superreich, die Gesetze der Superreichen“ und ähnlicher Quark wird als erstrebenswertes Lebensziel dargestellt. An der Aufmachung sieht man dann: Es geht nur um sich selbst, um Luxus leben und kaufen, um den puren Hedonismus. Selbst wenn jemand das Ziel erreicht, wird genau das passieren, was ich oben aus der Bibel zitierte: „Du Narr! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören was du bereitet hast?“ Wir müssen alle sterben, keine neue Erkenntnis. Daran werden auch Wunderpillen und der Besuch bei Privatarzt auf Rechnung Dr. von Klangschalen-Energieheilung nichts ändern.

Aber bis das passiert, wird ein Leben in permanenter Unzufriedenheit geführt. Bloss nicht überanstrengen, ausser es geht um den Kauf neuer Rolf-Benz Möbel oder ein neues 100 TEUR Auto. Natürlich kann jeder mit seinem Geld tun und lassen was er will und wie meine Leser wissen, bin ich Lichtjahre von der Propagierung des Sozialismus entfernt. Aber die Frage sei gestattet: Was für Menschen leben in einer solchen Seifenblase und lassen auf dem gleichen Planeten Millionen andere im Dreck leben und sterben?

Damit wird klar, es ist nicht das Geld, es ist das viel zitierte Mindset von Menschen. Denn man kann mit Geld sehr viel Gutes tun. Und interessant ist, dass die Menschen, die das tun die glücklicheren Menschen sind. Die Botschaft auf den meisten Blogs und Social Media ist falsch! Nicht Reichtum macht glücklich, sondern was man damit tut. Wie soll also eine ganze Generation, die mit aller Kraft ein rein ich-bezogenes Mindset lernt glücklich werden? Nicht der Klimawandel wird am Ende die Erde ruinieren, sondern Menschen, die einfach nicht verstehen wollen, dass wir eine Menschheit sind und die Welt nicht am Zaun des Gartens endet und bei meiner Immobilie. Klimawandel ist (möglicherweise) nur eine Folge solchen Denkens.

 

Blackwater.live - Hawaii
„Oia I ka maka ma ke akua.“ Übersetzung aus dem Hawaiianischen: Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Hawaiianisch klingt wie vom Ozean geküsst. Die hawaiianische Sprache und Kultur beinhaltet viel Weisheit, die uns verloren gegangen ist.

Quelle: nicht eigen!  gettyimages/istock

 

 

 

Sind wir glücklich?

Die meisten von uns werden kurzfristig kaum Nachteile haben, wenn sie ihr ganzes Gehalt ausgeben und sagen, „ich lass es mir richtig gut gehen“. Wir können kurzfristig kaum etwas an der Gesamtsituation von anderen Menschen in der Welt ändern.

Der Materialismus verschiebt den Fokus von Spiritualität auf Dinge. Diese „Dinge“ kosten Geld, dieses Geld erhalten wir für unsere Arbeit (Zeit) oder noch schlimmer durch Kredit. Den müssen wir mit noch mehr Arbeit zurück zahlen plus Zinsen. Auch für die Zinsen müssen wir arbeiten. Durch immer mehr Arbeit haben wir immer weniger Zeit. Ein oft schon beschriebenes perfides System moderner Sklaverei. Die Dinge fangen an uns zu besitzen, nicht wir besitzen die Dinge.

 

Aber wie kann ich rausfinden, ob ich bereits voll gefangen in meinem eigenen Unglück bin?

Durchdenken wir folgende Überlegung: Wer sind wir selbst? Wenn wir denken, atmen, uns bewegen? Wir sind doch ein einziges Wunder. Mit einer materialistischen Einstellung ist man fokussiert auf spannende Gadgets und Geräte, tolle Autos und Häuser. Aber liegt man auch mal auf einer Wiese und betrachtet sich selbst, seine Hände und Füsse und denkt, „wow, ist das faszinierend!“ Es ist nur ein Beispiel, aber ist uns bewusst, wie kompliziert es für Wissenschaftler und Ingenieure ist, eine einfache mechanische Hand zu konstruieren, die nicht mal annähernd so gut wie unsere biologische Hand ist?

Nehmen wir eine Blume in die Hand und riechen daran. Allein wie sie sich anfühlt. Wir können sie halten ohne sie zu zerdrücken, Millionen von Riechzellen in unserer Nase arbeiten daran, den Duft zu verarbeiten und in unserem Gehirn werden Erinnerungen und Bilder dazu abgerufen. Laufen wir durch den Wald, sehen wir das satte grün, atmen die frische Luft in unsere Lungen. Überhaupt dass wir Sehen können, in all den Farben und der räumlichen Tiefe.

Führen wir mit geliebten Menschen Gespräche, tauschen Erlebnisse und Erinnerungen aus, nehmen unsere Frau oder unseren Mann in den Arm und nehmen jede Sekunde bewusst war. Oder schauen wir uns einmal Tiere an. Wie viele Details wir an Tieren entdecken können, wie alles perfekt in der Natur zusammenarbeitet. Oder legen wir uns bei einer sternenklaren Nacht einmal auf den Rasen. Vielleicht hat der ein oder andere sogar die Möglichkeit, dies in der Wüste oder im Gebirge zu machen, wenn der Himmel noch klarer zu sehen ist. Millionen von Sternen, eine unendliche Weite, abgestimmt auf Sekundenbruchteile, auf Zentimeter genaue Abstände, damit alles perfekt funktioniert.

 

 

  • Wann hast Du das alles zuletzt gemacht?
  • Wann hast Du zuletzt darüber nachgedacht und nicht über den grauen Alltag?
  • Wann hast Du zuletzt einen kleinen Vogel im Wald beobachtet?
  • Wann hast Du zuletzt eine Tierfamilie beim Spielen gesehen?
  • Wann warst Du zuletzt in der Natur und dankbar für so viel Schönheit und Liebe?
  • Wann hast Du zuletzt über die Weite des Universums nachgedacht?
  • Wann hattest Du zum letzten Mal Mitleid mit Menschen, denen es schlecht geht?

 

 

Das ist das echte Leben! Nicht Dinge sind wichtig, Menschen sind wichtig. Nicht Gadgets sind faszinierend, die Natur ist es mit all ihren Wundern, Farben und Formen. Keine Sekunde in der Natur gleicht der anderen. Und all das kostet uns nichts, ganz im Gegenteil. Wir bekommen dafür Kraft, Energie, tanken auf. Es ist immer wieder spannend, wenn Wissenschaftler herausfinden, wie gut uns die Natur tut. Beispielsweise die vorherrschende Farbe Grün in der Vegetation, die beruhigend und entspannend auf uns wirkt.

Zum Schluss möchte ich heute die beiden Anfangs genannten Definitionen von Materialismus zusammen führen. Um die eine ging es in diesem Artikel, den Materialismus gemeint als Konsumismus. Die andere ist die, die man früher meinte. Materielles vor Spirituellem. Nach dem Motto: Ich glaube nur was ich sehe, das ist die Realität! Aber lassen wir allen Hokuspokus und Missbrauch von Menschen aussen vor und denken wir über obige Fragen nach, woher all das kommt, warum es so perfekt und präzise ist, warum so viel Liebe darin steckt, so viel Macht, so viel Detailverliebtheit.

Dann wird klar, real ist nicht nur was wir sehen. Real ist auch alles, was wir nicht sehen und nicht wissen, aber es noch nicht entdeckt haben. Was im Verborgenen wartet darauf entdeckt zu werden, wenn wir über unsere Grenzen hinaus gehen und uns bewusst darauf einlassen.

Es ist eine Lebensaufgabe darüber nachzudenken und zu forschen. Und es hat einen kleinen aber schönen Nebeneffekt: Es macht glücklich.

 

Blackwater.live - Das Universum
Die unendliche Weite aus „Raumschiff Enterprise“ ist nicht nur eine Kulisse. Sie ist echt. Und sie ist ein Beweis für vieles. Nur nicht für den Zufall.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

„Infinitum non capax infiniti“ („das Endliche ist nicht fähig, das Unendliche zu erfassen“)“

Immanuel Kant (1724-1804)

31 Kommentare zu „Der hohe Preis des Materialismus

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  1. Diesen Artikelpost zu lesen(können die das? Pisa Studie) und darüber sich mal Gedanken zu machen hilft sicher mehr als Freitags die Schule zu schwänzen🙄

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    1. Grundsätzlich finde ich das Engagement der Jugendlichen gut. Aber auch mir fällt auf, dass diese die Sachverhalte nicht erklären können. Und dadurch frage ich mich dann schon, um was es wirklich geht. Um Freitags schulfrei zu haben? Um cool zu sein? Weil es gerade „in“ ist? Mehr Aufklärung wäre wünschenswert.

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  2. Super geschrieben. Gerade bei dem Wort Wertegemeinschaft dachte ich schon oft, was damit wohl gemeint sein soll. Dieses Wort wurde in Europa schon oft verwendet.

    Klima ist sicher ein Problem. Aber ich denke auch es ist nur eine Art Ablenkung von anderen Problemen, da es nur vordergründig angegangen wird.

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  3. Thema Klimawandel: Es ist traurig!!! Mit Recht gehen junge Menschen demonstrieren um Sorge für ihre Zukunft. Aber ich denke sie ahnen nicht, wie sie missbraucht werden in den ganzen Interessenkonflikten. Wenn es um Klimaschutz gehen würde, hätten wir keine Verbrennungsöfen, wenig Plastikverpackungen/Plastikmüll und der Konsum-Terror würde auch der Vergangenheit angehören. So wie bei BW schon beschrieben, Konsum und Materialismus sind die Ursachen und da sind die Freitags-Demonstranten voll dabei. Schon mal die Handys von denen gesehen? Deren Kleidung? Klassenfahrten mit Flugzeugen? Pauschalurlaub und für 99 Euro nach Malle zum saufen?

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  4. Klimawandel? Wir müssen keine Angst haben! Wir haben 14,5°C. Normal ist zwischen 12°C Eiszeiten und 22°C Warmzeiten. Wir liegen also um mehr als 2° unterhalb des Durchschnitts. Und das ist völlig im Rahmen für unser Holozän. Denn Klimaänderungen, die es seit Milliarden Jahren immer schon gegeben hat und die völlig normal sind, an die muss man sich anpassen und kann sie nicht verhindern, genauso wenig, wie man Unwetter verhindern kann. Ich würde sagen wir passen uns an Klimaveränderungen an und konzentrieren uns auf den Umweltschutz. Beispielsweise Wasser in Glasflaschen kaufen. Oder auch Joghurtbecher. Die jetzt verbotenen Papiertüten an der Kasse sind genau so sinnlos weil Heuchelei wie manche Bewegung, die dann aber als Klassenfahrt irgendwo mit dem Flugzeug hinfliegt. Das arme Mädchen Greta wird missbraucht von bestimmten Interessengruppen.

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  5. Hallöchen zusammen! Mein Kompliment an den Bloginhaber! Eine sehr gute Seite, die ich gerne besuche. In der Finanzblogszene recht einmalig von der Art und den Inhalten.

    Ich habe hier schon mehr über Finanzen, Psych und Reli gelernt als überall sonst.😂😂

    Eine Frage: Wie ist denn die Meinung hier zu Klimawandel und Fridays for Future? Irgendwie sagt mir mein Gefühl, hier bekomme ich eine fundiertere Aussage als in Facebook.

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    1. Hallo Leni, der Klimawandel an sich wird von kaum jemand bestritten. Die Frage war und ist immer nur, welchen Einfluss der Mensch darauf hat. Die Bewegung „Fridays for Future“ und andere machen sich berechtigt Sorgen um die Erde und die Zukunft. Aber ich bin mir nicht immer sicher a) wie ernst das wirklich gemeint ist b) ob da wirklich der ganze Sachverhalt in seiner Komplexität gesehen wird und c) ob diese Bewegung nicht Spielball von politischen Interessen ist.

      Denn die Problematik was die Zerstörung des Planeten angeht ist sehr viel größer als nur der Klimawandel, denk mal nur an das Thema Müll, Überbevölkerung etc. Leider zeigen viele Anhänger von solchen Bewegungen ein sehr zweifelhaftes Verhalten. Also auch wenn die Sache inhaltlich richtig sein mag, so wird sie durch die Umsetzung oft diskreditiert. Jeder einzelne von uns sollte sich deswegen aber nicht von der Verantwortung los sagen. Weniger Plastik benutzen, nicht gedankenlos mit der Umwelt umgehen. Es ergeben sich sehr individuelle Fragen. Brauche ich zwei Autos, muss es ein 3 Liter Auto mit 250 PS sein usw. Mit Verboten wird sich so etwas nie regeln lassen, es ist eine Frage von Verständnis und dem persönlichen Willen, etwas im eigenen Leben zu ändern. Und es ist ein globales Problem, was global gelöst werden müsste. Die USA oder China werden sich freuen, wenn Deutschland z. B. seine eigene Autoindustrie zerstört. Hier kommt also noch eine wirtschaftspolitische Komponente mit ins Spiel.

      Schön, dass Du Dir Gedanken machst. Lass Dich davon nicht ab bringen, schau wo Du persönlich etwas Gutes tun kannst. Damit bist Du auch ein Vorbild für andere.

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    2. @lini@bw Habe es mal geschrieben. Ich würde nicht sagen Menschen ändern sich nicht oder können sich nicht ändern. Die meisten wollen nicht, stimmt. Aber es braucht auch Zeit. Und wenn jeder denkt es ändert sich nix, dann passiert auch nie etwas. Aber demonstrieren gehen? Ok, ich denke da wird es mehr helfen jeden Tag im eigenen Leben etwas zu tun. Keine Plastik, nicht zu McDoof gehen, lieber selbst kochen. Spart auch Geld.

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      1. Oder von Mama machen lassen und mitnehmen. Bestes Essen ever in der Mittagspause und duftet durch das ganze Büro😂😂 Wenn Kollegen draussen sich Essen holen kostet es nie weniger als 5eur und ist selten gesund+Plastikmüll.

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  6. Ein bemerkenswerter Artikel. Den Preis sehe ich auch im Klimawandel, der zerstörten Umwelt und gesellschaftlichen Problemen. Gute Frage wohin alles führt…

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  7. Nebenbei bemerkt, der Post ist Hammer! Ich habe das Podcast auch positiv bewertet. Eine sehr gute Ergänzung und dein Zeitformat zwischen 20 und 30 Minuten gefällt mir sehr gut.

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  8. Es wird einfach zu viel für selbstverständlich genommen und bei der jungen Generation scheint dies noch viel mehr der Fall. Hängen nur noch am Handy und können sich kaum mehr als fünf Minuten auf einen komplexeren Sachverhalt konzentrieren. Mit Dankbarkeit ist heute nicht weiter zu kommen.

    Schön gläubige Menschen zu sehen und mal deren Sichtweise zu lesen. Ich gebe zu, ganz unsympathisch ist mir das nicht, auch wenn ich mich als Atheisten bezeichnen würde.

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  9. Irgendwie konnte ich gestern mit dem Lesen nicht aufhören und musste heute morgen weiter lesen. Was du schreibst und erklärst ist genau was ich denke, ich hätte es nur nicht so schön zu Worten machen können. Ich denke die Menschen haben durch die Art zu leben heute ihre Dankbarkeit verloren und sind einfach arrogant. Sie gehen durch die schöne Natur und sehen alles und wie alles perfekt zusammen passt, aber sagen „ist ja ein ganz netter Zufall“. Dann gehen sie zu ihrem neuen Haus und sagen, „es ist gut gebaut, die Handwerker haben gute Arbeit geleistet“. Andere sind fasziniert und haben Freude an einem neuen Telefon oder Auto oder was weiss ich was und nehmen die viel grösseren Dinge um sie herum für selbstverständlich.

    Eine moderne Welt in der wir leben, aber leider ist auch etwas verloren gegangen.🥺

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    1. Hallo Saliha und willkommen hier! Das hast Du sehr gut beschrieben mit Deinem Kommentar. Das etwas verloren gegangen, ist kann man ganz gut erkennen. Durch die Dinge, durch die es ersetzt wurde. Für die viele Menschen (es gibt immer Ausnahmen, ganz klar) braucht es immer einen Mittelpunkt im Leben. Andere, Sachen, ein Hobby usw. Hier kann man vieles einsetzen. Aber ob diese Dinge ersetzen können ist eine ganz andere Frage und die muss jeder in Eigenverantwortung individuell beantworten. Meine bescheidene Erfahrung sagt mir nur, dass wenn wir nach nicht materiellen Werten leben, glücklicher sind. Ein Beispiel ist das Thema Helfen, ein anderes das Thema Glauben. Und wer durch die Natur läuft, darüber nachdenkt und nach und nach dankbar wird hat eine andere Perspektive wie der, der sich nur freut wenn er ein neues Smartphone bekommt. (oder Auto etc.)

      Das ist noch ganz neutral beschrieben und sicher so gut nachvollziehbar. Es geht jetzt nicht um Religion etc. Ich mache ein Beispiel: Wenn ich durch einen Ort fahre, in dem alle aus der Kirche (beispielsweise, es geht nicht darum ob es richtig/falsch ist in der Kirche zu sein) ausgetreten sind, aber nun drei Studios für spirituelle Klangschalenheilung und transzendentale Meditation entstanden sind und ausgebucht sind, dann sehe ich da schon einen Zusammenhang. Andere Suchen die Kräfte des Universums und Heilwasser.

      Ich denke dies beschreibt ganz gut, was verloren gegangen ist.

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      1. Gut erklärt Black, Klangschalenhokuspokus, ich musste laut loslachen. Der von dir mal erwähnte Energieheiler hat für mich die Taube vom Dach geschossen. Man kann niemanden seinen Glauben absprechen und ich denke manche Menschen glauben auch an solche ausgefallene Extreme. Allerdings ist immer wieder auffällig: Damit kann man leicht Menschen manipulieren und gutes Geld verdienen. Und wenn alles, was gegen meinen Glauben spricht als vom Feind (Satan, Gegner, Zweifler, Ex-Gläubige oder wer auch immer) abgetan wird und alles was dafür spricht von „oben“ kommt, dann ist mit dieser Wahrnehmung wohl jeder auf dem richtigen Pfad. lol

        Also nicht für ungut, aber das finde ich eher abschreckend. Daher finde ich die Gedanken auf deinem Blog so gut. Es ist sehr frei und offen durchdacht.

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      2. Den Satz habe ich noch gesucht und gefunden, dürfte dir gefallen: Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.

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  10. aus psalm 19 (1). gott weiss was uns gut tut – alle Dinge, die schön und gut sind fangen an uns zu zerstören wenn sie nicht in richtiger relation zu uns und dem Herrn stehen. Eine Ehefrau ist wunderbar, jedoch wird sie überfordert und die Balance kippt wenn ich sie vergöttere. Geld ist toll aber wenn ich glaube dass ich mir nur einen Tag länger kaufen kann bin ich ein Narr – deswegen spenden wir. Gott gebührt unser Leben als Dank für Jesu Opfer und als Lohn bekommen wir seinen Frieden. Deine Beiträge gefallen mir. lg matthias
    (1) Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. 3 Ein Tag sagt’s dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern, 4 ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme. 5 Ihr Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden der Welt. Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht; / 6 sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen die Bahn. 7 Sie geht auf an einem Ende des Himmels / und läuft um bis wieder an sein Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.

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  11. Über Deine letzten Fragen musste ich nachdenken. Es ist nicht so wie als wenn ab einem gewissen Punkt man sicher wäre und das Leben nicht doch wieder oberflächlich weerden kann. Es ist wie in einen Fluss zu springen und gegen die starke Strömung zu schwimmen. Es hängt einfach viel davon ab was ich mir ansehe und mit welchen Leuten ich zu tun habe. Du weisst ya. 😊😘 Seeeehr guter Artikel Martin!

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    1. Ja natürlich. Mit wem kann man heute über Natur reden? Schau mal wie schön der Garten ist und die süssen Tiere. Oder der Sternenhimmel? Ähm joa, ganz nice. Aber hast du schon mein neues Auto gesehen? 😂 So läuft es doch.

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    2. Guten Morgen Malak(ktbmek), das ist ein entscheidender Punkt! Ich habe den Gedanken von einer anderen Stelle, aber er passt sehr gut. Nahrung, die wir essen, verändert uns mittel- bis langfristig. Sie hilft uns gesund zu sein oder macht uns krank. Es ist absurd anzunehmen, dass ich mir alles mögliche anschauen kann, ohne dass es sich auf meine Psyche und meine Ziele und Wünsche auswirkt. Eigentlich ein einfacher und klarer Sachverhalt, aber dennoch wird er stark unterschätzt.

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  12. Die Leute sind einfach satt mit Scheiss den sie nicht brauchen. Jeder hockt in der eigenen Hütte mit nem fetten Flatscreen, Laptop, Iphones und Tabletts, zwei Autos, Hobbys und Unmengen von Konsumkram. Trifft man sie irgendwo an geht es nur um kaufen, kaufen, kaufen. So sehen die Gesichter dann auch aus. Davon kommt keine Freude im Leben.

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  13. Ein sehr guter Artikel. Ein Kommentar zum Konsum, neben den Statussymbolen, stimme ich Dir zu, dass es früher weniger zu konsumieren gab. Früher musste ich für bestimmte Dinge in die nächste große Stadt fahren. Wenn man überhaupt wusste, dass es Ding X überhaupt gibt. Heute sehe auf vielen Smartphones Amazon, welches die Tipps für den nächsten Konsumkauf liefert. Ein Klick und morgen/übermorgen ist die Sache dann auch schon da. Ich denke, diese deutlich einfachere Verfügbarkeit von Konsum macht viel aus. Und ich bin da auch nicht vollständig immun gegen.

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    1. Hallo Fuseboroto, danke für Deinen Kommentar! Immun gegen Konsum sind wohl die wenigsten. Da nehme ich mich nicht aus. Man muss schon ganz bewusst dagegen vorgehen durch nachdenken und Kaufbremsen. Bei jeder größeren Anschaffung darüber nochmal schlafen und was ich persönlich hilfreich finde, sich Dokus anschauen von anderen Gebieten der Erde. Wie leben Menschen dort, was benötigen sie? Persönlich schaue ich mir auch gerne die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen an. Eine wirklich großartige Hilfsorganisation. Das verändert die Perspektive auf das Leben und dann wird Amazon auch weniger wichtig. Wenn ich etwas brauche, bestelle ich dort auch mal. Aber die erste Veränderung die ich feststellte war, dass mir eher egal ist wann das Zeug ankommt. Daher bin ich auch kein Prime Mitglied. Für einen damaligen Kollegen war es unvorstellbar, dass ich mal mehr als einen Tag auf eine Bestellung warten kann. 🙂

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  14. Du gibst diese Woche ja Vollgas😂 Aber diese Art von Postings sind es, die ich nur mit einem Glas Rotwein lese und denke, was geht bei dir ab? 😂

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  15. Moin Black, deine Verbindungen von Philosophie mit Finanzen und die ganze Message ist gigantisch. Ich bezweifle, dass du damit riesig Reichweite erzielst. In Zeiten von Insta mit lauter good-feel und get-rich Inhalten eher unmöglich. Aber auch wenn es ist wie es ist, deinen Blog lese ich sehr gerne weil er so ist. Und wenn wir schon von Blasen reden, dann bleib du in deiner Blase und lass dich nicht verbiegen.

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