Das Streben nach Glück (1)

 

Glück

/Glǘck/
Substantiv, Neutrum [das]
  1. 1.

    [ohne Plural]

    etwas, was Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände ist; besonders günstiger Zufall, günstige Fügung des Schicksals
    „großes, unverdientes, unverschämtes Glück“
  2. 2.

    [ohne Plural]

    das personifiziert gedachte Glück (1); Fortuna
    „das Glück ist blind, launisch, wechselhaft“

 

 

 

Neid

/Neíd/
Substantiv, maskulin [der]
  1. Empfindung, Haltung, bei der jemand einem anderen einen Erfolg oder einen Besitz nicht gönnt oder Gleiches besitzen möchte
    „Neid empfinden“

 

 

 

Alle Menschen wollen glücklich sein. Mit diesem Satz stimmt sicher jeder überein. Und das wird es vermutlich bei diesem Artikel auch schon gewesen sein, denn nun beginnen die individuellen Gedanken zu diesem Thema.

Um glücklich zu sein, streben viele nach Glück und es scheint so, wie wenn das bei den meisten mit Geld verbunden ist. Mit dem Geld kann man Dinge kaufen und die erzeugen vermeintlich Glück. Warum ich das behaupte? Weil die ganzen Werbebotschaften so aufgebaut sind und weil Millionen von Menschen diesen folgen. Ganz abwegig zu sein scheint es also nicht.

Vor Jahren las ich mal einen Artikel, der eine ähnliche Aussage traf. Der Artikel sagte aus, dass es bei dem negativen Gefühl Neid nicht um die Tatsache geht, dass Person X darauf neidisch ist, dass Person Y beispielsweise ein neues Auto besitzt. Sondern es geht um die vermeintlich positiven Gefühle, die Person Y durch dieses neue Auto erfährt. Wenn diese These stimmt, wird das Gefühl Neid noch viel negativer, als es ohnehin schon ist. Das Schlimme bei Neid ist nicht nur, dass er das persönliche Glück verhindert, er zerfrisst auch regelrecht die eigene Psyche im Laufe der Jahre. Wenn man es denn zulässt, denn jeder hat die Wahl solche Gefühle zu bekämpfen und sich anders zu konditionieren.

Die berühmte Havard University führte ein Experiment durch, welches vielen bekannt ist und in abgeleiteter Form oft erzählt wird:

 

Man befragte Studenten ob…

…sie (1) ein Jahreseinkommen von 100.000,00 USD haben wollen während alle anderen 200.000,00 USD bekommen oder…

…sie (2) ein Jahreseinkommen von 50.000,00 USD haben wollen während alle anderen 25.000,00 USD bekommen.

Die Mehrheit entschied sich für Variante 2. Und das waren keine Deutschen.

 

 

Psychologen unterscheiden heute drei Arten von Neid, wovon nur eine positiv ist und sich die Frage stellt, ob dies dann per Definition überhaupt Neid ist. Aber wir werden sehen.

 

 

  • Destruktiver Neid

Ein negatives Gefühl, welches mit Missgunst zusammen hängt. Man will dem anderen nichts gönnen. Wenn man etwas nicht haben kann, dann soll es keiner haben. Und so macht man Erfolge auch anderen eher kaputt, wie sich mit ihnen zu freuen. Bei diesem Typ Neid stellt man anderen Fallen und Intrigen, hetzt hinter ihrem Rücken und torpediert ihre Erfolge.

 

 

  • Depressiver Neid

Ein lähmendes Gefühl, welches das eigene Selbstwertgefühl untergräbt. Das geht bis zur Besessenheit. Weil man nicht erreichen kann, was andere haben oder machen können, wird man depressiv. Man muss ständig daran denken. Der krankhafte Vergleich mit den anderen bestimmt das ganze eigene Leben. Objektivität geht verloren, an jedem Erfolg eines anderen findet man etwas zu kritisieren. („Ja aber, ich hab mal noch einen Hinweis, etwas Kritik muss ich doch üben“ etc.) Am Anfang sieht man es vielleicht noch als Wettbewerb, doch spätere Phasen des Lebens sind so eingetrübt, dass man es Menschen regelrecht ansieht. Lebensfreude strahlen solche Gesichter nicht mehr aus.

 

 

  • Positiver Neid

Das was man bei anderen sieht, spornt einen zu eigenen Erfolgen an. Man arbeitet hart, auch an sich selbst, um gleiches zu erreichen. Aber auch dieser Zustand kippt meist und daraus wird krankhafter Ehrgeiz. Daher ist auch „positiver Neid“ nicht wirklich etwas Gutes.

 

 

Am Ende führt Neid immer zum Schaden. Manche gehen so weit sich selbst zu schaden, nur um den anderen noch mehr zu schaden. Neid verhindert die eigene Zufriedenheit und damit das echte Glück im Leben. Hat man so etwas in seinem Umfeld, so bleibt einem in letzter Konsequenz nur eine klare Abgrenzung übrig, so die Aussage von Psychologen.

 

Blackwater.live - Neid
Fehlendes Lebensglück, Neid und innere Konflikte habe viele dramatische Folgen: Depressionen, Suchtkrankheiten, psychosomatische Krankheiten, Verleumdungen, Intrigen und ein Doppelleben, um nur einige zu nennen.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Neid und Glück

Den Deutschen sagt man regelmäßig nach, dass Neid eine ihrer Grundeigenschaften wäre. So wie man das „dolce vita“ mit Italien verbindet, wird Neid mit Deutschland verbunden. Daher kam auch die Wortschöpfung „Neidgesellschaft“ ins Leben. Jemand kommentierte einen solchen Artikel über die Deutschen und den Neid einmal mit folgender Geschichte:

In den USA hat der Nachbar ein neues Auto. Das fällt auf. Der Bewohner nebenan erkundigt sich nach den Vorzügen des neuen Autos und wie der Nachbar so erfolgreich ist, um von ihm etwas zu lernen und ebenfalls erfolgreicher zu sein. Die gleiche Situation in Deutschland sieht dagegen so aus: Man hat ein neues schickes Auto. Der Nachbar sticht einem aus Neid die Reifen kaputt.

Sicher etwas überspitzt, aber auch nicht ganz abwegig und auch schon so vorgekommen. Wie viele Ratschläge, Anmerkungen und „Tipps“ von unseren Mitmenschen erhalten wir denn, weil diese es gut mit uns meinen und möchten, dass wir uns beispielsweise beruflich und als Mensch verbessern und ein schöneres Leben geniessen?

Und wie viele dieser Ratschläge, Anmerkungen und „Tipps“ erhalten wir, um uns ein schlechtes Gefühl zu vermitteln, weil jemand seinen Neid abladen will oder sonst irgend welche persönlichen Probleme mit uns hat? (wovon wir oft nicht ein mal wissen)

Geschichten aus dem Arbeitsleben oder auch aus der Freizeit, im Verein und sonst wo sprechen Bände darüber. Und diese Geschichten zeigen auch, dass es selten um die Sache geht, sondern die erwähnte Beschreibung von Neid nicht ganz abwegig ist. Es geht um die vermeintlichen Glücksgefühle des anderen, die man auch haben will. Es wird einem nicht gegönnt. Übersehen wird leider, dass die Menschen, die anderen etwas gönnen, großzügig und dankbar sind, die glücklichen Menschen sind. Dahingegen enden neidische Menschen im übertragenen Sinne meist so, wie wenn man ein paar Ratten in einem Eimer mit einem Stück Schinken gefangen hält. Am Ende überlebt im besten Fall nur eine.

 

Beispiele gibt es viele. Solche wie diese:

Eine Frau sieht ihr ganzes Lebensglück im Kinderkriegen. 20 Jahre und 50 Kilo später merkt sie, das führt doch nicht zu Glück und neidet es denen, die keine haben. Diese eingeschränkte Wahrnehmung verhindert, dass sie bewusst mit erlebt, wie ihre Kinder groß werden. „Ach ging das schnell“. So zahlt sie die Rechnung doppelt.

Jemand ist in seinem Job erfolgreich. Die Kollegen neiden ihm das und fangen an ihn systematisch zu mobben. Das ist schlecht für die Firma und die Kunden. Alleine dieses Beispiel, produziert jährlich Millionenschäden in deutschen Unternehmen.

Im Verein XYZ ist Herr Müller auf Herrn Meier neidisch, weil dieser besser bei den Vereinskollegen ankommt. Deswegen gibt Herr Müller Herrn Meier dauern wohlgeleinte Ratschläge, die aber in Wirklichkeit nur darauf abzielen, Herrn Meier eins auszuwischen.

 

 

Das fatale an Neid ist, dass die Menschen, die von dieser „Seuche“ infiziert sind, nach und nach davon beherrscht werden. Und ihr Leben dreht sich mehr und mehr um das Leben der anderen. Was besitzen andere? Wie erfolgreich sind andere? Was erleben andere? So konditioniert man sich jeden Tag mehr und mehr darauf, was bei anderen im Leben so abläuft und verliert die Kontrolle über sein eigenes Leben. Wie weit diese Seuche verbreitet ist, sieht man an diversen Social Media Funktionen. Gerade die Funktion von WhatsApp und Co. Statusmeldungen abzugeben und bei anderen zu sehen, untermauert diese These.

Wie viel Zeit wird damit verbracht, das Leben anderer zu stalken? Wie viel Zeit wird für für die Erstellung von Status und Posing’s /Posting’s genutzt? Und wieviel von dieser verbrauchten Zeit ist denn Zeit, die mich persönlich wirklich weiter bringt?

Was nützt es mir zu sehen, wie viele Kilos die Frau oder Freundin eines Bekannten abgenommen hat und dass sie jetzt keine Speckröllchen mehr hat? Einen Winter später hat sie wieder welche und wird das auch dokumentieren. Welche Auswirkungen hat das auf mein Leben und mein Glück?

Was nützten die ganzen Posing’s über glückliche und nach aussen getragene Zweisamkeit von Pärchen, bei denen ein paar Monate später die Beziehung an die Wand fährt? (Leider schon oft erlebt) Es nützt nichts das anzuschauen und statt eine Serie von Glücksbildern in das Internet zu stellen, wäre eine Paartherapie vielleicht sinnvoller gewesen.

Oft sind die geposteten „Status“ eines Lebens in WhatsApp und Co. der Wunschzustand. Diese These kann jeder selbst für sich durchdenken, es ist auch keine wissenschaftliche Aussage, nur eine Beobachtung. Die, die dauernd glückliche Pärchenbilder posten sind oft die, mit den größten „Risiken“ in der Beziehung. Die, die viel Glücklichkeit nach aussen vermitteln, oft die depressivsten Zeitgenossen von allen. Die, die ach so wohlhabend sind, sind meist im größten Schuldenturm. Aber der Wunschzustand wird nicht erreicht indem man Zeit damit verbringt, seine Außenwirkung in Social Media aufzuhübschen, sondern indem man Zeit für sich nutzt und nachdenkt, um dann das eigene Leben wirklich zu verändern.

 

Blackwater.live - Neid und Glück
Vielen Menschen steht der destruktive Neid ihrem eigenen Lebensglück im Weg.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Das Leben der anderen – Lebenszeitverschwendung

„Das Leben der anderen“ hiess mal ein Film über die untergegangene DDR. Der Film ist wirklich sehenswert gewesen. Im gelebten Sozialismus gab es nicht viel Abwechslung und durch das Spitzelsystem und fehlende Perspektiven war das Leben der anderen spannender als das eigene. Unter den damaligen Umständen wäre das sogar noch irgendwie verständlich gewesen. Wobei, auch da gab es Menschen, die die Freiheit wirklich liebten alles versuchten um aus diesem Freiluftgefängnis auszubrechen. Ich habe öfter über bekannte Beispiele solcher Menschen nachgedacht, die sich nicht in einem System gefangen nehmen lassen wollten und dafür alles getan haben, um daraus auszubrechen.

Umso fataler ist es, dass viele Menschen sich das heute freiwillig antun. Und damit meine ich nicht alleine den Aspekt sein Leben in einer Echokammer zu führen, die immer nur die vorgefassten Meinungen bestätigt und alle fremden Ansichten, Eindrücke und sogar Fakten unterdrückt, um das eigene Lebens-(Lügen)gebäude aufrecht zu erhalten.

Heute meine ich damit einzig und alleine die Fokussierung auf das Leben der anderen. Vor noch 15-20 Jahren betrachtete man Fernsehen als Lebenszeitverschwendung, wobei es natürlich schon darauf ankam, was man sich angeschaut hat. Heute ist es Social Media und hier insbesondere der Status der Leben von anderen Menschen. Dem wohnt natürlich auch eine gewisse „Sensationsgeilheit“ inne. Waren es früher vielleicht Serien im Fernsehen, ist es heute das Leben der „Freunde“. Es ist einfach spannend zu wissen, ob Marcel ganz cool auf Malle seine fünf Bier in den Pool gepinkelt hat oder ob Susi wieder kurz vorm Fremdgehen ist, was sich durch vermehrte sexy Posen ankündigt. Und die Kinder dürfen nicht fehlen. Klar ist es eine Leistung X Kinder „durchgepresst“ zu haben, wie es meine Leserin Sandra mal in den Kommentaren geschrieben hat und keiner stellt das in Abrede. Sie richtig zu erziehen, wäre allerdings eine größere Leistung, aber die ist schwierig über Social Media vermittelbar. Und Boris ist unglaublich erfolgreich und muss das natürlich auch der ganzen Welt mitteilen. Glück muss man schliesslich sehen können. Also ein verwegenes Bild von seinem unrasierten Gesicht und seines neuen Schuldenautos. Dies zeigt, er hat einen Job und kann den Kredit bezahlen. Wie toll. Es hab Zeiten, da hat man den Wert eines Menschen noch nicht am persönlichen Cashflow fest gemacht.

Vieles dreht sich heute um optische Eindrücke und es erinnert etwas an einen Satz, den ich vor Jahren hörte: „Warum beschweren sich eigentlich Menschen oft über ihr Aussehen und keiner über seinen Charakter?“

 

Für das eigene Leben bringen diese ganzen „Informationen“ natürlich nichts. Im besten Fall verschwenden sie die eigene Lebenszeit, im schlimmsten Fall leidet man an Reizüberflutung und wird depressiv. Dafür gibt es gerade bei Teenagern erste Anzeichen, die durch so viel „ge-postetes“ und „ge-shartes“ Lebensglück sich fragen, warum sie selbst nicht so viel Glück im Leben haben. (hier und hier zwei von mehreren Quellen)

Falls das ein Teenie liest, will ich hier der Antwort nicht schuldig bleiben:

 

Lieber Teenie, die ganze Social Media Welt ist ein überwiegender Fake von Menschen, die ihr eigenes Leben nicht in den Griff bekommen und es ist meistens genau das Gegenteil die Wahrheit, von dem was Du siehst. Deine Freundin X ist nicht mit ihrem Freund glücklich, sondern vermutlich gerade dabei, sich einen anderen zu suchen. Freund Y ist nicht reich, sondern pleite und Freundin A nicht glücklich, sondern sitzt gerade mit einer Rasierklinge in der Hand auf dem Fussboden. Die Mutter von x Kindern, die dauernd neue sexy Posen von sich postet, sucht nach Wegen aus Ihrer Ehe. Falls Deine Eltern Social Media „Opfer“ sind, dann schau sie Dir an, wie sie auf der Couch mit ihrem Handy liegen und frage Dich, ob Du später auch so leben willst. Wenn ja, dann ok. Wenn nicht, dann ist dieser Satz für Dich:

Du kannst glücklich sein. Denn Du hast noch Dein ganzes Leben vor Dir. DEIN Leben. Und Du kannst nicht alles erreichen, wie es oft behauptet wird. Aber sehr vieles, wovon andere nur träumen und Sprüche posten. Du kannst die schönsten Orte dieser Welt entdecken, spannende Menschen kennen lernen und viele Geheimnisse dieses Lebens für Dich selbst entschlüsseln. Das alles ist möglich. Nur solltest Du Dich von Social Media zu 90% verabschieden oder am besten ganz. Das echte Leben findet da draussen statt und nicht in Social Media!

 

Innere Leere kann man immer füllen, egal ob mit dem neusten Smartphone oder tausend Facebook Freunden. Aber besser wäre es, wenn Du Dich auf die Suche nach nachhaltigeren Lebensinhalten machst.

 

Blackwater.live - Oahu
An meine jungen Leser: Kein Social Media Posting oder Status von anderen kann Dir das Rauschen des Meeres, den Duft der Küste oder das Gefühl, den Sand zwischen Deinen Zehen zu spüren, vermitteln. Das ist das echte Leben, das „Leben der anderen“ steht solchen Erlebnissen im Weg. Lass nicht andere Dein Leben mit Inhalten füllen, lebe und erlebe selbst.

Quelle: eigen

 

 

 

Das Streben nach Glück

Das Streben nach Glück hat mit Neid und dem Leben von anderen Menschen nichts zu tun. Glück ist für sich genommen etwas, was es zu erreichen gilt. Und ein Bestandteil davon ist Zufriedenheit. Damit wird auch klar, dass Glück nicht durch Geld oder Dinge erreicht wird, aber erst Recht ist es nichts, was ich anderen sozusagen stehlen kann.

Ich bin selbst für mein Glück verantwortlich und muss diesen Zustand für mich selbst erreichen, muss mit mir im Reinen sein und zufrieden werden oder sein. Das kann ich nur erreichen, wenn ich nachdenke. Schon viele Menschen haben bewiesen, dass das Glück nicht von äußeren Umständen abhängig ist. Darunter waren Menschen wie Mahatma Gandhi, Menschen in Gefängnissen und sogar Menschen, die unter großer Armut gelitten haben. Mahatma Gandhi sagte einst: „Glück ist, wenn das, was du denkst, sagst und tust im Einklang miteinander ist.“

Das wird aber niemals funktionieren, wenn ich eine Rolle spiele, wenn ich mein Leben nach dem Leben von anderen ausrichte und wenn ich nicht ich selbst bin oder nicht sein darf. Die glücklichen Menschen waren und sind doch die authentischen Menschen. Und die Unglücklichen die, die sich verstellen, ein sogenanntes  Doppelleben führen (warum auch immer) und versuchen einem Maßstab von irgend welchen anderen Menschen oder sozialen Systemen zu erfüllen. Das bedeutet nicht, dass soziale Systeme oder Glaubenssätze per se schlecht sind. Es geht um Einklang, wie wir noch sehen werden.

Ich habe das selbst die letzten Jahre ernsthaft immer wieder durchdacht, sonst würde ich diese Position heute nicht vertreten. Das größte Potential entfaltet ein Mensch, wenn er wirklich er selbst sein kann und darf. Jegliche Änderung muss aus sich selbst heraus erfolgen, sonst doktert man nur an Symptomen herum, weshalb auch viele Regel basierte gesellschaftliche Ansätze sehr unvollkommen sind. Als Beispiel würde mir Folgendes einfallen:

 

Ich möchte in meinem Leben frei sein und Freiheit ist für mich der wichtigste Wert. Aber aus gesellschaftlichen Gründen werde ich Familienvater oder Familienmutter. In meinem innersten ist es nicht meine Wahl. Aber ich unterdrücke diese Zweifel und denke, es wird schon gut werden. Außerdem sind Babys ja so süss.

Ich bin in einer Religion, an deren Inhalte ich nicht glaube. Aber weil ich darin aufgewachsen bin und aufgrund sozialer Folgen eines Wechsels/Ausstiegs bleibe ich sozusagen Mitglied. Der Beginn eines klassischen Doppellebens.

Meine Meinung entspricht in vielen entscheidenden Punkten nicht dem meines sozialen Umfelds. Aber um des Friedens willen, halte ich mich immer zurück und unterdrücke mein Inneres.

 

Man könnte noch viele Beispiele anführen und dem geneigten Leser fallen sicher auch hunderte ein. Natürlich gibt es nicht immer Konsens. Und es geht natürlich auch um die Schwere des inneren Konflikts. Aber wir reden hier von Lebensglück, also eine gewichtige Größe. Bin ich in so einem Konfliktfeld, muss ich es lösen um glücklich zu werden. Wenn ich mich sozusagen selbst zensiere und unterdrücke was in mir ist, dann hat das Folgen. In jungen Jahren steckt man so etwas noch eine Zeit lang weg, aber je älter man wird, desto schlimmer wird es. Deshalb sind die Folgen umso dramatischer und auch ab einem gewissen Punkt kaum zu übersehen:

Depressionen, Suchtkrankheiten, psychosomatische Krankheiten, Doppelleben.

 

Und womit kann man das wunderbar kaschieren? Richtig, mit Social Media. Da schliesst sich der Kreis wieder. Social Media ist der Lack, der auf die faulende Stelle der Seele aufgestrichen wird. Wieder, wieder und wieder. Nur dummerweise fault es darunter weiter. Es gibt am Ende keinen Weg zum Glück wie den, den wir mit uns selbst finden müssen. Das Glück hat kein anderer, es steckt nicht in Dingen und wir können es auch nicht von anderen stehlen. Daher führt kein Weg am Nachdenken vorbei.

Menschen nehmen sich Urlaub, um vier Wochen irgendwo hin zu fliegen und sich abzulenken, um wieder aufzutanken. Vielleicht macht es Sinn Urlaub zu nehmen und alleine über sein Leben nachzudenken und mit seinem Inneren ins Reine zu kommen. Neid und Social Media sind zwei Dinge, die diesem „ins Reine“ kommen im Weg stehen. Der Neid wegen der verzehrten Wahrnehmung und Social Media wegen der permanenten Ablenkung und weil es das zur Schau gezeigte Leben der anderen über unser eigenes erhöht. Es gibt kaum eine sicherere Kombination, um unglücklich zu sein.

Aber genau sowenig ist es fast unmöglich, in den Schlaf der Unglücklichen zurück zu kehren, wenn man erst einmal die Lunte des Nachdenkens angezündet hat. Eine von Zweifeln geschwängerte Luft, lässt einen nie mehr den Weg eines lebenslangen Suchens verlassen. Und ausnahmsweise trifft der aus meiner Sicht triviale und oft missbrauchte Spruch voll zu: Der Weg ist das Ziel.

 

Blackwater.live
Glück in Momenten.

Quelle: eigen

 

 

 

„Da es ja immer noch ich bin, der zweifelt, kann ich an diesem Ich, selbst wenn es träumt oder phantasiert, selber nicht mehr zweifeln.“

„Indem wir so alles nur irgend Zweifelhafte zurückweisen und für falsch gelten lassen, können wir leicht annehmen, dass es keinen Gott, keinen Himmel, keinen Körper gibt; dass wir selbst weder Hände noch Füße, überhaupt keinen Körper haben; aber wir können nicht annehmen, dass wir, die wir solches denken, nichts sind; denn es ist ein Widerspruch, dass das, was denkt, in dem Zeitpunkt, wo es denkt, nicht bestehe.“

– René Descartes, Meditationes de prima philosophia, (1641)

39 Kommentare zu „Das Streben nach Glück (1)

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  1. Tolle Artikel, super Blog. Ich sehe nur den Konflikt bei Religion nicht ganz wie du. Beim Christentum jedenfalls nicht. „Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“
    ‭‭2. Korinther‬ ‭3:17‬ Das Christentum ist für mich ein frei machender Glaube. Absurd sind (wie du oft schreibst) die Menschen, die frei gemacht gleich wieder ein neues Gefängnis bauen. (Kirche) Im Islam kenne ich mich nicht aus, aber was ich bisher gelesen habe zeigt. es geht mehr um Regeln, auch wenn viele mit Herzen diesen folgen. Das finde ich wieder interessant. Aus Zwang sollte niemand etwas tun.

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  2. Das Streben nach Glück führt nur durch die Überwindung des Neides zum Ziel. Dafür braucht man ein Mindestmaß an Intelligenz, Empathie und Charakter.
    Wohin Neid führt, wenn er eine Gesellschaft dominiert, erfährt man in einem überaus klugen Artikel bei „Heise online“, auf den ich über diesen Link hinweisen und als Debattenbeitrag hinzufügen möchte.

    https://www.heise.de/tp/features/Vom-hasserfuellten-Neid-auf-die-Kinderlosen-zur-Kritik-der-heimatlosen-Globalisten-4572995.html

    Übrigens: Ein weiterer toller Blogartikel von BW mit dem Ziel den Einzelnen mit sich selbst zu befrieden. Dafür ganz herzlichen Dank an BLACKWATER.

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    1. Ein guter Kommentar und ein empfehlenswerter Link. In dem Artikel fand ich diesen Satz treffend: „ Die Abgrenzungen zu den „Volksfremden“ sind dann je nach historischen Rahmenbedingungen willkürlich und verdanken sich dem Bedürfnis, mit der Ausgrenzung zugleich auch einen Sündenbock zu konstruieren, der nicht nur nicht dazugehört, sondern auch die Schuld daran trägt, dass die braven Knechte nicht so recht vom Fleck gekommen sind.“

      Es geht doch immer um Sündenböcke für eigenes Versagen. Und was ist heute „volksfremd“ und vor allem was nicht? Was ist Volk? Wenn ich durch meine Heimatstadt fahre sehe ich einen bunten Mix, sehr ähnlich dem was ich hier auf der Seite sehe. Bei Afd und all den anderen Hatern frage ich mich, wie stellen die sich das vor? Alle Ausländer aus Deutschland raus? Das ist Wahnsinn!

      Es geht im Neid. Vielleicht wie Blackwater schreibt, um den Neid auf das Glück von anderen.

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    2. Der deutsche Michel und die anderen – eine ewige Diskussion. Ob mit oder ohne Kinder. Ich kenne genug Paare mit Kindern. Da sitzt er frustriert rum und hat eine Kratzbürste als Gattin inkl. mit missratenen Wohlstandkindern die nichts im Leben alleine können. Ja, ja, mit Kindern ist man ja so glücklich. Das Problem liegt mE wo anders.

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    3. Oh die Kinderlosigkeit, ein Streit…🙄 Mit Kindern = glücklich, ohne Kinder= unglücklich. Ich glaube es müsste so heissen: Mit Sinn im Leben = glücklich, ohne Sinn im Leben= unglücklich. Kinder sind kein Sinn im Leben, nur Ersatz. Manche besorgen sich dann Ersatz vom Ersatz, zum Beispiel Hunde und Katzen. 😂 Aber mit Ersatz wird man nie glücklich. Wenn vorher schon Sinn da ist, dann wird auch mit den Kindern richtig schön. Vor allem kann man ihnen etwas weiter geben was viel mehr Wert als Geld hat.

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    4. Oh bitte bitte bitte liebe Frauen ohne Antrieb und Aufgaben im Leben, lasst nicht die Kinder dafür bezahlen. (Indem ihr welche bekommt.) Bleibt in euren WhatsApp Gruppen, tratscht und klatscht beim Kaffee weiter rum, kauft euch Hunde oder andere Spielsachen, aber um Gottes Willen macht keine Kinder! Kinder sind kein Ersatz für andere Probleme!

      Sorry, ich melde mich hier nie groß zu Wort, aber jetzt musste ich es tun! Der verlinkte Artikel bringt mich gerade zum kotzen. Diese aggressiv, militanten und halbgebildeten Mütter sind wohl kaum die besseren Menschen, nur weil sie ein Balg auf die Welt bringen, welches sie nicht einmal richtig erziehen können. Und mit Globuli lässt sich das Problem nicht lösen. Vielleicht mit Schulbildung vor dem Gebären.

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    5. Auch von meiner Seite vielen Dank an Blackwater für diesen Artikel. Was Gerhard schrieb „Dafür braucht man ein Mindestmaß an Intelligenz, Empathie und Charakter.“ trifft es sehr genau und wird genau das Problem sein. Das ist doch was fehlt in unserer Gesellschaft. Der Auto des verlinkten Artikels macht gleich wieder ein Faschismus-Faß auf, als wenn es keine anderen Probleme gäbe und alles in Deutschland auf den Faschismus zurück zu führen ist. Ich sehe es wie einige der Damen hier schon geschrieben haben, es ist eine Werte Frage. Ich muss nicht den Glauben von Menschen teilen, aber ich stelle fest, dieser ist oft Wert stiftend und damit lebt es sich doch ganz anders. Leider scheint unsere Gesellschaft insgesamt mehr und mehr zu zerfallen und immer mehr Menschen wissen wenig mit ihrem Leben anzufangen.

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    6. Die nie enden wollende Sinn – und Glücksfrage.😉 Ich behaupte mal, es braucht auch sehr viel Mut sich bestimmten Fragen zu stellen. Man muss neue Wege gehn. Es ist einfach zu sagen man macht das und ist offen für Diskussionen und Gedanken. Es wirklich zu sein, ist etwas anderes. Das liegt auch daran, das man Sicherheit verliert und das eigene Fundament im Leben in Frage gestellt wird.

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  3. Ja der „durchgepresst-Spruch“ ist meiner. 😂 Erziehung ist Vorbild sein und so sein wie man es sagt. Sonst wird man unglaubwürdig und die Kids merken so etwas sofort. Wie ich schon mal sagte, Mutter wird Frau aus Liebe oder aus Egoismus. Oder es war ein Unfall.😂😂 Aber meine Kinder sind nicht die Opfer meines Lebens, weil ich es nicht auf die Reihe bringe und mich darüber definieren muss. Natürlich bin ich stolz auf meine, aber ich brauche sie nicht als Status(Symbol) ins Internet posten. Die werden sich bedanken, wenn sie volljährig sind. Ich stimme dir 100%ig zu, Kids gehören nicht ins Netz. Es sollt wirklich der schon oft diskutierte Führerschein für Eltern eingeführt werden. Die erste Stufe wäre schon mal: Grundfertigkeiten: Gesund kochen können, pädagogisch wervolles von Müll unterscheiden können, Zeitmanagement(Haushalt, saubere Wohnung etc), genug Schulbildung um bei den Hausaufgaben helfen zu können(auch ein riesen Problem bei den ganzen Müttern von heute). Um auf dein Posting zurück zu kommen: Whatsapp und Co, dafür habe ich kaum Zeit. Und das trotz einem Ehemann, der mich gut unterstützt. Sprich: ein Erwachsener.😂

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  4. Hiiii ich bin Lisa u auf den Post über goooogle gefunden. Was du schreibst mit Leben noch vor mir u nicht zu sehr Fb schauen fand ich mega. Bin erst 17 und alle denke sie werden insta stars. 😂😂😂 Deine Seite ist wirklich einfach nur aws. Ich bin heute raus und war einfach nur unter Strom wie ie. Daaaankeee!!

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  5. Die Veränderungen durch das Internet sind sicher kaum zu unterschätzen. Es hat die menschliche Gesellschaft mehr verändert, als die industrielle Revolution. Und es ist nicht absehbar, welche gesellschaftlichen Auswirkungen das noch haben wird. Umso schöner finde ich, wenn auch klassische Vorstellungen und Werte erhalten bleiben. Oder auch die Vielschichtigkeit von Sprache. Bei der Facebook-Jugend merkt man zwar, alle haben Abitur oder studieren sogar, alle haben es gelernt alles zu hinterfragen. Aber wirklich denken können sie trotzdem nicht.😂 Und es fehlt so grob an Allgemeinbildung, dass es erschreckend ist. Mein Opa, etwas konservativ (man möge es verzeihen) meinte, wenn es heute Krieg mit Polen gäbe, wüsste von denen keiner in welche Richtung er fahren muss. Das ist eine ganz gute Zustandsbeschreibung. Bildung erfolgt durch die Gamescom.😉

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  6. Natürlich lebe auch ich nicht unter einem Stein und habe die letzten 30 Jahre Internet und was damit zusammenhängt verschlafen. Und natürlich habe ich auch Wünsche, zu deren Erfüllung letztlich Geld notwendig ist.

    Natürlich nutze ich auch manches an Social Media.

    Nur – was ich nie gemacht habe – mich daran gemessen, was da „gepostet“ wird. Denn Social Media ist für mich auch etwas, wo Menschen sich ein neues virtuelles Leben aufbauen, das eben nichts mit der echten Lebensrealität zu tun hat. Das ist nichtmal was neues – neu–ist nur, daß man größere Kreise daran teilhaben läßt – aber im Endeffekt ist es das Gleiche, was man früher im Familienfotoalbum gemacht hat – da kleben auch keine Bilder drin vom Ehedrama, vom vermurksten Weihnachtsfest und dem urlaub, der eine einzige Pleite war. Da kleben Fotos von lächelnden Menschen, die freudig Päckchen auspacken, pausbäckigen Kindern, die natürlich keinen Wutanfall vor der Kamera haben und auch das einzige Foto mit Sonne am Strand von einem Urlaub, der sonst verregnet war.
    Deswegen wird auch der Blick in die Vergangenheit oft zu verklärend – denn man dokumentiert oft nur die schönen Dinge – und verdrängt die schlechten. Und schon war früher alles viel besser.

    Für mich sage ich mir: Ich lebe gut, ich spare, ich kann mir viele meiner Wünsche leisten. Es wird – ganz egal, wieviel Geld ich jemals verdiene, im Lotto gewinne (dazu müßte ich spielen – aber das ist ein anderes Thema), erbe oder sonstwas – IMMER jemanden geben, der mehr hat, mehr ausgibt, mehr scheint. Deswegen neide ich niemandem etwas. Zum einen guckt man nicht hinter die Fassade – auch reiche Leute erleiden Schicksalsschläge und sind nicht unbedingt glücklicher im Alltag. Und – der Neid würde nie aufhören. Weil ja immer jemand mehr hat als Du. Und brauch ich das MEHR überhaupt? Wollte ich es überhaupt, bevor ich davon erfahren habe, daß es XYZ hat?

    Versteht mich nicht falsch – auch ich habe selbstverständlich Gelegenheiten, wo ich etwas bei jemandem sehe, was ich auch gerne hätte. Nur – ich neide es demjenigen nicht. Entweder es ist für mich auch erreichbar – wenn ich es also dringend und unbedingt will, strenge ich mich entsprechend an. Oder aber es ist ein Anflug von „oh – will ich auch“ – der schnell vorübergeht, wenn ich ein bißchen darüber nachdenke.

    Neid – im Sinne von mißgönnen – auf etwas habe ich tatsächlich nie. Weder auf materielle noch auf immaterielle Dinge.

    Mag auch daran liegen, daß ich in einem Freundeskreis und einer Familie von „Teilern“ lebe. So muß ich nicht alles selber haben – oft hat es ein Freund oder Verwandter, der gerne herleiht. Werkzeug, großes Auto zum Möbeltransport, Fensterputzgerät, großer Reisekoffer….. wenn ich oder jemand anderes was braucht – mit ziemlicher Sicherheit hat es jemand anders, der gerne aushilft. Das spart unglaublich viel Geld langfristig gesehen. Denn wie oft nutzt man den Elektrotacker wirklich? Oder den teuren Koffer?

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    1. Den Vergleich mit dem Photoalbum finde ich sehr gelungen. Und auch die Familie der „Teiler“. Ich mag den Blackwater Blog sehr, aber die Kommentare sind auch immer sehr lesenswert.

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    2. Zitat: Natürlich lebe auch ich nicht unter einem Stein und habe die letzten 30 Jahre Internet und was damit zusammenhängt verschlafen.

      So lange gibt es das WWW für jeden ja noch gar nicht. Ich kann mich erinnern, dass ich 1999 mal ganz vorsichtig mit Lycos reingeschaut habe, das war sauteuer und wurde im Minutentakt abgerechnet.
      Also ganz so viele Jahre hast du dann doch nicht versäumt.

      Ich kann mich noch erinnern, dass in meiner Jugend das CB Funken aufkam. Das war unser Socialmedia. War genauso spannend.
      Unsere Eltern haben damals auch mit dem Kopf geschüttelt.
      Der Vorteil war, es wurde nichts dauerhaft gespeichert.

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  7. Glück und Neid sind etwas gegensätzliches, sehr gut beschrieben. Durch Neid bin ich nur glücklich, wenn die anderen unglücklich sind. Und selbst das hält nur kurz an, bis es wieder ein neues „Opfer“ gibt, welches ein bessere Auto, ein größeres Haus, eine schönere Frau oder mehr Fähigkeiten hat. Neid ist eine gesellschaftliches Problem und durchweg destruktiv.

    Danke für die immer guten Artikel!

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  8. Sehr guter Post, ich schliesse mich den anderen an. Teil 2 sollte eine Art Umsetzung des ersten Teils sein, aber ich lass mich wie immer überraschen. Der Teil der an die Teenies gerichtet ist, gefällt mir besonders gut. Werde ich meiner Tochter zeigen, wenn sie mir zuhört. 😉 Teenies, zwei davon daheim und du denkst eine Atombombenexplosion ist angenehmer. Für ist Status posten der Lebensinhalt. Status heute: Der Vater nervt.

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    1. Hallo Gert, über Deinen Kommentar mit den Töchtern musste ich herzlich lachen. Der nicht jugendfreie Link wurde gelöscht, kannst den Artikel gerne den Töchtern zeigen. Bin gespannt ob es hilft.

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    2. Willkommen im Club!
      Keine Bange, eir haben unsere Mädels auch groß bekommen und sind heute zwei Junge Damen.
      Die Pubertät ist schon spannend. Da wird jede Nacht der Stecker gezogen und morgens wacht ein Mensch auf, den die Eltern gar nicht kennen. Halt durch, es wird nicht besser aber anders

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  9. Cooler Artikel Black. Wie hältst du es denn mit Social M? Dass du sicher keine Whatsapp Statis postest ist mir nun klar. Sehe ich selbst ähnlich. Es ist einfach nur peinlich. Storys wie die von dir beschriebenen kenne ich auch viele. Halbnackt die Frau im Urlaub und der Typ im neuen BMW. Bezeichnen sich beide aber als gläubige Menschen, gute Eigenschaften blabla. Ich meine jeder kann das machen wie er will. Aber Heuchelei geht mir so was von auf den Keks. Dann lieber dazu stehen.

    Was ganz anderes. Wenn ich überlege wie viel Zeit das alles kostet, dann wird das Problem noch heftiger. Ich habe mir und meiner Frau letztens ein Handy freies Wochenende gegönnt. Erst war es komisch, dann genial. Kann ich jedem empfehlen.

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  10. Ohhh, da schreibst du was. Fb und Wap macht wirklich abhängig. Es stimmt alles was du schreibst, aber es braucht auch Tipps davon weg zu kommen bwm. Mit dem Posing sehe ich es ähnlich, anständige Mädels machen so was nicht, auch wenn sie kein Hijab tragen. Und verheiratet schon drei Mal nicht.

    Mach doch ein Artikel, etwa so: in 5 Schritten weg von Wap u FB😂😂p

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    1. @cbc Ich nutze Social Media nur sehr eingeschränkt. Ab und an mal Twitter, Whatsapp habe ich schon länger nicht mehr. Als ich es noch hatte, habe ich auch die Storys wie von Dir beschrieben gesehen, auch ähnliche Situationen. Furchtbar. Die Idee mit der Handy freien Zeit ist sehr gut, das führt zu Nebenwirkungen: Man liest auch mal wieder ein gutes Buch.

      @Seda Es ist definitiv nicht leicht die Kontrolle darüber zu behalten, daher habe ich es auch als Problem beschrieben. Die Idee mit den 5 Schritten ist gespeichert.😉

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  11. Sehr humorvoll und klar erklärt – Spitze! Im Unterschied zu Neid kann Zweifel sehr konstruktiv und befreiend sein. Es erinnert mich an einen Satz, „die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit.“ Ohne Nachdenken und Zweifel an bestehenden Erkenntnissen würde der Mensch heute noch mit Fellen rumlaufen. 😂

    Was du über die Stati? Statuse? Status? in Whatsapp schreibst stimmt.😂 Bekannte (verheiratet) posiert wochenlang rum, meldet sich bei Pole Dance an, nimmt ab, ist oft in Clubs. Letzte Woche kam raus, sie geht fremd. Ehe kaputt, 2 Kinder. Letztes Jahr das gleiche bei einer Freundin. Ob es bei Männern auch so ist weiss ich nicht. Da geht es eher um sozialen Status, so denke ich. Aus diesen Whatsapp Meldungen kann man viel über den Seelenzustand erfahren. Aber ob es einen menschlich weiter bringt? Zweifelhaft😂

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    1. Interessant was du schreibst. Diese Pole Dance Seuche geht mir auch auf den Keks. Muss ich halbnackt sexy an einer Stange posen um mich besser oder attraktiver zu fühlen? Jetzt mag der Einwand kommen, das ist doch Sport. Akrobatik und so… tja Leute Sex kann auch Sport sein..🙃

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      1. Hat dieses PoleDance? nicht mit Prostitution zu tun?? Egal, Schönheit soll doch von innen kommen, solche Dinge machen Menschen doch nicht schön. Intimes gehört ins Schlafzimmer und nicht auf die Strasse. Und ich frage mich was solches Verhalten dann aussagen soll? Wie es auf Männer wirkt ist bekannt.🙄 Kann jeder denken und machen wie er will, aber ich kann es persönlich nicht verstehen und ordne so etwas der Schmuddelecke zu. (sagt man das so?)

        Der Artikel ist gut, erinnert aber mich auch daran nicht zu viel Zeit mit dem Handy zu verbringen. Manchmal ist es schwer.

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      2. Danke für diesen Artikel zum Wochenende hin. Genug um wieder über das Zeitmanagement etwas nachzudenken und sich zu optimieren. Der Blog ist hochgelobt worden, aber wenn ein Artikel mir gefällt, schreibe ich es trotzdem mal noch dazu.

        Pole Dance:

        Ich weiss nicht ob der Link Jugendfrei ist, aber es beantwortet die Frage :)))

        xxxxx

        Allerdings leben wir in komischen Zeiten. Manche Menschen werden frommer und suchen die Nähe zu Gott, was ich hier auch immer wieder den Kommentaren entnehmen kann. Andere suchen offenbar die Nähe zum Rotlicht oder was auch immer. 🙂

        Machs gut und besser, bis demnächst!

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      3. Hallo Marco, ja das war Pole Dance, ich habe den Link aber rausgenommen, da ich nicht weiss ob hier auch Minderjährige mitlesen. Schlimm genug, dass so etwas als harmloser Sport verkauft wird.

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      4. @ wuestenrose88🌹ich sehe es ähnlich wie du. Auf die innere Schönheit kommt es an und trotzdem mag Frau es sich hübsch zu kleiden oder gar zu schminken. Es kommt immer auf den Stellenwert dem man Schönheit beimisst an und ob man sich dadurch definiert.
        Jedoch vergeht Schönheit, was bleibt ist der Charakter. Deswegen be soul food – Not eye candy.

        Bezüglich dem Pole Dance so geht es vielen ähnlich wie dir. Viele denken an den anrüchigen Schuppen bei dem man Frauen leicht bekleidet gegen Geld beim Tanzen zu sehen kann usw.. Tatsächlich hat Pole Dance seinen Ursprung aus der asiatischen Akrobatik die hauptsächlich von Männern betrieben wird. Nachzulesen auf https://de.m.wikipedia.org/wiki/Poledance
        (Ich hoffe BW gibt es frei)

        Ist es also nur ein Vorurteil? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber die Geschichte von Anne bestätigt dieses „Vorurteil„

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      5. Schönheit ist etwas, was wir in der Schöpfung sehen, in Farben die wir mögen oder vielleicht auch in Formen. Es ist etwas zum sich daran freuen. Aber heute ist es vermischt und verändert, wird als ordinär und freizügig dargestellt. Und es ist auch zu fragen, für wen welche Schönheit gemacht ist. Eine Blume am Wegesrand ist für alle Menschen da, die vorbei kommen. Aber ein privater Garten ist für den, dem dieser Garten gehört. Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen privat und intim und öffentlich.

        Unter manchen schlimmen Umständen sind Menschen gezwungen mit solchen Dingen wie diesem Tanz Geld zu verdienen. Vielleicht sogar mit Gewalt. Das ist schrecklich. Das dann freiwillig als Hobby zu machen ist … ohne Worte. Ich habe das in google eingegeben um es zu suchen und zu verstehen und die Bilder sind eindeutig.

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      6. Bah igitt es ist echt eklig. Habe es auch gegoogelt, zum Glück nicht im Geschäft. Da kann man sonst was sonst denken.

        Bei Social Media sehe ich es so. Es kann für gute Sachen benutzt werden und für schlechte. Du hast tv als Beispiel genommen. Da kann man auch gute Dinge sehen oder erwas lernen oder sich echten Müll anschauen. Man kann auch seine Zeit verschwenden. Aber es ist auch etwas Ansichtssache. Jemand denkt er verwchwendet seine Zeit einen Kommentar auf einem Blog zu schreiben oder einen Blog zu lesen. Ich dachte das auch, lese aber bei dir soo gerne mit und kommentiere auch mal. Für mich ist es hier keine Zeitverschwendung, sondern Gedanken austauschen und es sind Menschen da, die wie ich fühlen. Also urteilen darf man nicht zu hart lieber Martin. Ich weiss aber wie du es meintest und stimme dir zu. Wenn man einem Teenie das Handy weg nimmt, dann bricht die Welt zusammen. Ich habe meiner Schwester vor ein paar Jahren das Handy für einige Stunden weg genommen, weil sie lernen musste. Ähm, es war ein Weltuntergang. Es war vielleicht auch ein schwieriges Alter. Und da konnte man nur smsn. Und was aus der sms alles geworden ist.😂 Jetzt kommt meine offline Zeit bald. Das Wochenende. Ich nehme deine Worte als Grund und versuche dieses Wocheende ohne Handy zu sein. 😊😊😘

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      7. Vor zwei Jahren war ich in der USA um einen Kumpel aus Studienzeiten besuchen. Er hat mich in einen Club eingeladen, da tanzten die Mädels an der Stange – gegen Geld. Sah heiss aus. Danach waren wir Burger essen. Jedem das seine sag ich. Wenn jemand gerne an Stangen tanzt, dann schön. Es gibt genug Männer, denen das gefällt. Ich gehöre dazu.😂

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      8. @Fan Na lecker🙃🙄 Die Welt wäre besser, wenn Frauen so etwas nicht machen müssten und Männer es nicht als Unterhaltung konsumieren würden.

        Pole Dance als Sport finde ich merkwürdig. Mag sein, dass die Ursprünge in China liegen. Aber jeder verbindet es mit Sex und Strip Clubs. Die Kommentare sagen schon alles. Es gibt viele Beispiele, wo auch ursprünglich harmlose Dinge missbraucht wurden und heute jeder nur an das negative denkt/ es damit verbindet. Ich will dieses Thema hier nicht auswalzen, aber ich glaube man muss als Frau ein Minderwertigkeitsprobleme haben, wenn man sich so verkauft. Oder Geldprobleme. Damit passt es zum Finanzblog😁😉

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    1. Doch es kann Nutzen haben, aber man muss sehr diszipliniert sein. Was den Kontakt zu Familie und Freunden angeht oder auch das Teilen von Fotos, da sind Plattformen mit weniger “Social-Funktionen” effizienter. Apple intern oder plattformübergreifend auch Telegram. So meine persönliche Erfahrung.

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