Die 10 besten Tipps der Lebensplanung

 

„Umwege erhöhen die Ortskenntnis.“

– unbekannt, wird aber oft Kurt Tucholsky zugeschrieben.

 

 

„Die Wissenschaft nötigt uns, den Glauben an einfache Kausalitäten aufzugeben.“

– Friedrich Nietzsche

 

 

 

Die meisten Leser kennen den Begriff der 10 Gebote, (hebräisch עשרת הדיברות aseret ha-dibberot) Er stammt aus dem Tanach, der hebräischen Bibel. Diese 10 Gebote finden sich aber in jeder christlichen Bibel wieder. Der Tanach oder Tenach (hebräisch תנ״ך TNK) ist eine von mehreren Bezeichnungen für die Hebräische Bibel, die Sammlung Heiliger Schriften des Judentums. Der Tanach besteht aus den drei Teilen: Tora‚Weisung‘, Nevi’im ‚Propheten‘ und Ketuvim ‚Schriften‘. TNK ist das Akronym der Anfangsbuchstaben dieser Teile (תנ״ך). Sie enthalten insgesamt 24 in hebräischer Sprache verfasste Bücher. Das Christentum hat alle Bücher des Tanach übernommen und, in etwas anderer Anordnung, als Altes Testament kanonisiert. Das als kleiner Hintergrund für alle, denen dieser Fakt nicht bekannt ist.

Kulturell und theologisch stützt sich das spätere Christentum und auch der Islam darauf, so das die Menschen in unserem Kulturkreis mit den Inhalten vertraut sind, wenn manchmal auch nur ganz unbewusst. Noch interessanter wird dies an den Werten und Normen, die bis in unsere Zeit hinein gelebt werden ohne oft zu wissen, woher sie eigentlich kommen.

Der heutige Artikel wird kein theologischer Artikel, sondern wie ich schon öfters schrieb, möchte ich gemeinsam auf eine kleine gedankliche Reise mit euch gehen und zeigen, was man aus diesen 10 Geboten für seine Finanzplanung und sein eigenes Leben an Wissen gewinnen kann. Es ist nicht nur ein Gewinn an Lebensqualität, sondern in einer Zeit von allem möglichen kommerzialisierten Hokuspokus – von „Klangschale bis Kräfte des Lichtes im Universum“ – eine fast schon konservative Wissensquelle. Nachweislich hat die Umsetzung dieser Informationen die Menschen in den letzten 3000 Jahren glücklicher gemacht und Hochkulturen und Rechtssysteme entstehen lassen, was man vom fliegenden Spaghettimonster und irgendwelchen westdeutschen Provinzdruiden und ihren esoterischen Ergüssen nicht gerade behaupten kann. Blackwater.live ist KEIN esoterischer Blog, alles was hier zu solchen Themen geschrieben wird, stammt aus der jüdisch-christlich-islamischen Kultur und wird ohne Dogmen umgesetzt. Es geht schliesslich darum zu denken und das Wertvolle (die echten Inhalte) von dem Wertlosen (was Menschen glauben, was der Inhalt wäre, Tradition etc.) zu trennen.

Wer bis hierhin gelesen hat, dem empfehle ich weiter zu lesen. Am Ende des Artikels hat man etwas mehr Allgemeinbildung und kann mehr Lebensqualität gewinnen. Versprochen.

Schauen wir uns zunächst kurz die Quelle an. Man findet sie im Tanach oder an zwei Stellen in jeder Übersetzung einer Bibel, (2. Mose 20:2-17 und 5. Mose 5:6-21) wobei die Übersetzungen der Bibeln je nach Hintergrund leicht verändert den Text wiedergeben, mehr dazu seht ihr noch. Hier die 10 Gebote aus der Schlachter 2000 Bibel. Diese verwende ich sehr gerne, da sie keine Sonderlehren stützt, beispielsweise durch eine tendenziöse Auslegung. Übersetzungen sind immer auch Interpretationen, da sind sich Sprachwissenschaftler einig. (Quelle: Universität Heidelberg.) Wenn man alle bekannten deutschen Bibelübersetzungen vergleichen will, empfehle ich wie immer den Bibelserver. Eine bislang objektive Quelle.

 

 

„Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, 6 der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. 7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. 8 Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; 10 aber am siebten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innhalb deiner Tore lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt. 12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! 13 Du sollst nicht töten! 14 Du sollst nicht ehebrechen! 15 Du sollst nicht stehlen! 16 Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten! 17 Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch sein Esel, noch irgend etwas, was dein Nächster hat!“

          – 2.Mose (Ex) 20:2-17, Schlachter 2000 Bibel

 

 

Wenn ihr das mit dem Tanach vergleicht, merkt ihr gleich, das an den Stellen wo HERR steht im Tanach JHWH steht (hebräisch יהוה ) Das ist der unvokalisierte Eigenname des Gottes Israels im Tanach. In den eng verwandten semitischen Sprachen (arabisch, aramäisch, hebräisch) werden Vokalzeichen benötigt, um die richtige Aussprache zu benutzen. Die Wörter bestehen nur aus Konsonanten. Beispiel: arabisch ISLAM (إسلام) steht nur als slm geschrieben. Das ist auch die Wurzel für andere Wörter. Unter anderem Frieden (Selam, slm), sich hingeben (aslama, slm). Das nur als kleines Verständnisbeispiel. Altes Hebräisch kann übrigens durch arabische Wurzeln rekonstruiert werden. Das ist eine gängige Praxis und zeigt wie verwandt diese Sprachen sind. Angesichts politischer Zustände wirkt das fast etwas absurd.

Hat man die Vokalzeichen nicht oder sind diese in Vergessenheit geraten, weiss man die original Aussprache nicht und jede Rekonstruktion ist pure Spekulation. Das trifft gerade auf das Hebräische sehr zu, da diese Sprache um das Jahr 200 n. Chr. in Palästina nicht mehr im Alltag gesprochen wurde und erst von Eliezer Ben-Jehuda in den 1880er Jahren wiederbelebt wurde. Hebräisch hatte also eine Art „Sprachpause“ von ca. 1800 Jahren, was vielen Lesern der Bibel eine unbekannte Tatsache ist.

 

Zu Beginn der Zehn Gebote stellt er (Gott) sich seinem Volk wie folgt vor:

אנכי יהוה אלהיך אשר הוצאתיך מארץ מצרים מבית עבדים
לא יהיה־לך אלהים אחרים על־פני

„Ich bin der HERR (JHWH), dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. Du sollst keine andern Götter haben neben mir.“  
 2.Mose (Ex) 20:2-3, Elberfelder Bibel

 

 

Das dieser Name von den Juden als heilig betrachtet wurde und wird, wird er in Synagogen nicht ausgesprochen und spätere Bibelübersetzer haben in oft entfernt oder ersetzt. Das zweite Gebot besagt, der Name darf nicht entehrt bzw. missbraucht werden. Dieser Tatsache ist die gängige Praxis geschuldet. Dem gegenüber steht allerdings ein Text, den ich euch nicht vorenthalten will, weil er unglaublich informativ ist:

 

“ (…) und die Propheten, die selbst erfundenen Betrug weissagten, 27 haben sie nicht im Sinn, bei meinem Volk meinen Namen in Vergessenheit zu bringen durch die Träume, die sie einander erzählen, gleichwie ihre Väter meinen Namen vergessen haben über den Baal?“

– Jeremia 23:26,27 Schlachter 2000 Bibel

 

Vergessen werden sollte dieser Name also auch nicht. Und Prophetie mit selbst erfundenen Betrug? Kommt uns sicher auch bekannt vor. Die übliche Manipulation von Menschen durch Religion war schon immer ein Problem. Bleiben wir also beim reinen Extrakt schauen nach diesem kleinen Ausflug, was wir aus diesen 10 Geboten nutzen können. Wer bis hierhin gelesen hat, hat intellektuell schon genug „Futter“ für manches spannende Gespräch mit seinen Mitmenschen. Falls es mal um mehr wie Fussball, Depot und den nächsten Urlaub gehen soll. 🙂

 

Blackwater.live - Old City of Jerusalem
Jerusalem, hebräisch ירושלים, Jeruschalajim [jeʁuʃa’lajim]; arabisch القدس al-Quds ‚die Heilige‘; altgriechisch Ἱεροσόλυμα Hierosólyma, oder Ἰερουσαλήμ Ierousalḗm [f., indecl.]; lateinisch Hierosolyma. Ein Sehnsuchtsort von Milliarden Menschen, ein Ort an dem vieles begann und laut den Schriften vieles enden wird. Zweifellos ein Ort für Gänsehaut und Emotion.
Quelle: gettyimages/istock

 

Wie schon erwähnt, soll es nicht um eine religiös-esoterische Betrachtung der 10 Gebote gehen, sondern um den praktischen Nutzen für das Leben. Und da alles Sehen perspektivisch ist, ist dies mein jetziger Blick darauf. Ich bin gespannt wie ihr das seht und wie euer Blickwinkel darauf ist und freue mich schon jetzt auf eure Kommentare. Fangen wir an.

 

 

Erstes Gebot

„Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe.“

 

Die Verse der Bibel und des Tanach sind nicht die Nummerierung der Gebote. In dem Lehrbuch „Tanach – Lehrbuch der jüdischen Bibel“ (Hanna Liss, 4. Auflage, Band 8, Universitätsverlag Winter, Heidelberg) wird dies deutlich. Es spielt für uns heute keine weitere Rolle.

Dieses erste Gebot ist eine Erinnerung für Israel und ihre Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten. Hier kann man für sich selbst ableiten dankbar zu sein, dass wir in einem weitestgehend freien Land leben dürfen. Etwas wofür wir selbst nichts können, denn wir wurden hier geboren. Aber diese Freiheit zu schätzen, ist der Schlüssel. Was mache ich mit dieser Freiheit? Nutze ich sie nur für Trivalvergnügen, Fussball, Pornhub und Essen und Trinken? Ihr wisst, ich schreibe direkt. Mit diesen Dingen sind sehr viele Menschen ausschliesslich beschäftigt. Es ist eine innere Leere, die es zu füllen gilt. Oft entsteht diese aus mangelndem Nachdenken und fehlender Dankbarkeit. Es ist keine Frage, dass man innere Leere mit Belanglosen füllen kann und sich dann beschäftigt und erst einmal „satt“ fühlt.

Aber mit dem was man durch sehen und hören aufnimmt ist es ähnlich wie mit dem, was man als Nahrung durch den Mund aufnimmt. Es ernährt nicht nur, langfristig verändert es auch. Zum Guten oder zum Schlechten. Ich kann auch von McDonalds satt werden. Aber wenn das meine Hauptnahrung ist, wird das Folgen haben. Die Dinge, die wir uns ansehen und mit denen wir uns beschäftigen haben auf unser Denken Einfluss. Wenn ich mir jeden Tag anschaue was es alles zu kaufen gibt, bekomme ich das Gefühl es haben zu müssen. Konsumdruck entsteht. Wenn ich mir jeden Tag Börsennews anschaue, werde ich gierig oder bekomme Ängste, von Dr. Gert Kommer als Finanzpornographie bezeichnet. Und wo wir schon dabei sind: Wenn Pornhub meine Startseite ist, werde ich auf Dauer wohl ein eher einseitiges Bild vom menschlichen Miteinander zwischen Männern und Frauen bekommen. Scheint alles logisch zu sein, und doch…

 

…ein paar Quellen als Auszug:

Über Konsum und Depression im Südkurier: Hier.

Ein Klassiker, Tim Schäfer über Finanzpornographie: Hier.

Pornographie: Hier , Hier und Hier.

 

 

 

 

Zweites Gebot

„Du sollst keine anderen Götter neben mir haben! 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist.“

 

Und hier sieht man schon, wie eines in das andere greift. Was ist „ein Gott“ für Menschen? Nach der Überlieferung können dies belebte und unbelebte Dinge sein. Fussball kann zum Gott werden, das Essen und Trinken, Autos, Uhren, alles was uns vereinnahmen kann. Oft sind es doch recht triviale Dinge im Vergleich zu den Möglichkeiten, die ein Mensch hat.

Es ist in etwa so, wie wenn wir eine hochseetüchtige Yacht geschenkt bekommen haben. Mit dieser können wir die ganze Welt erkunden. Aber statt in See zu stechen, legen wir im Hafen an, gehen in die nächste Fussballkneipe und trinken Bier und Wein und lassen uns Geschichten von der Welt von anderen erzählen. Die Yacht liegt ungenutzt im Hafen. Stechen wir doch lieber in See und entdecken wir die Welt, die Menschen und alles was es sonst noch zu entdecken gilt. Und diese Reise beginnt nicht im Reisebüro, sondern in unseren Herzen und unserem Denken. Hier muss der erste Schritt statt finden.

Substitution (von spätlateinisch substituere ‚ersetzen‘) ist in diesem Fall das Problem. Ist das was wir tun, wirklich das was wir wollen? Ist das was wir wollen, das was wir brauchen? Zumindest die erste Frage sollten wir mit etwas Denken ergründen können. Die Substitution besagt nicht, dass das Ersetzte (Substitutionsgut) auch gleichwertig ist, nur das es ersetzt ist. Ein Big Mac ersetzt keine liebevoll gekochte Mahlzeit, ein Bild nicht die Wirklichkeit, Süchte nicht echte Erfüllung. Und spirituelle Sehnsüchte und den Wunsch an etwas glauben zu wollen und zu können, den können wir sicher nicht mir Dr. Hokus-Pokus-Klangschalen Marie und ihrem Spiegel-Bestseller „Wie finde ich mein inneres Ich in der Kloschüssel“ ersetzen.

Wenn man nichts isst, verhungert man. Isst man das Falsche, wird man krank. Wenn man die Seele nicht ernährt, verkümmert sie. Ernährt man sie falsch, wird sie krank. Und ist unsere soziale Umwelt nicht ein deutlicher Beweis dafür, dass dies so ist?

 

Blackwater.live - Substitution und Scheidung
Dieses Kind wird mit seinem Teddy die Eltern nicht ersetzen können. Laut Psychoanalytikern wird es später als Scheidungskind aber genau das versuchen, nur nicht mit einem Stoffteddy. Für unser Glück ist es enorm wichtig, solche Substituierungen im eigenen Leben zu erkennen.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Drittes Gebot

„Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen! Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.“

 

Das dritte Gebot ist für eine rein neutrale Betrachtung schwieriger. Für Gläubige Christen, Juden und Muslime ist hier klar, dass Gott, JHWH, Allah kein Kumpelbegriff ist, den man bei jeder Gelegenheit benutzt, wie wenn es nur ein Sprichwort ist.

Für jemand der Agnostiker oder Atheist ist, kann man aber auch daraus etwas lernen: Das was anderen heilig ist, sollte man respektieren. Das fördert auch das Zusammenleben miteinander. Auch wenn ich nicht gläubig oder anders gläubig bin, kann ich mit Respekt eine Moschee, Synagoge oder Kirche betreten, da es meinen Mitmenschen sehr viel bedeutet. Und vielleicht gewinne ich durch mein Verhalten Freunde. Etwas was diese Welt so bitter nötig hat – kulturübergreifende Verbindungen und Freundschaften.

 

 

 

Viertes Gebot

„Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn!“

 

Hier habe ich wieder etwas Allgemeinbildung für euch, falls noch nicht bekannt. In katholischen Bibeln steht hier, „heilige den Feiertag“.

Unter anderem den Sonntag. Das ist aber niemals im Tanach gemeint gewesen, denn der Sabbattag ist der letzte Tag der Woche, der Samstag! Er trägt schon im Tanach einen eigenen Namen, während die übrigen Wochentage im Hebräischen bis heute mit ihren Ordinalzahlen benannt werden. Also eins bis sechs und dann der Sabbat. Die Sonntagsheiligung geht auf Kaiser Konstantin zurück. Im Jahre 321 erklärte Kaiser Konstantin den Dies solis zum verpflichtenden Feiertag, auch für die Christen und Mithrasanhänger. „Alle Richter und Einwohner der Städte, auch die Arbeiter aller Künste, sollen am ehrwürdigen ‚Tag der Sonne‘ ruhen.“ Dieser ehrwürdige Tag der Woche, der erste Tag der Woche, ist der Sonntag. Sonntag ist der Tag der Sonne. Hier haben wir einen nicht christlichen Einfluss auf das frühe Christentum, welches jüdisch geprägt war. Später wurde die Judaisierung explizit verboten. Durch kirchliche Konzile ist so einiges in heutige Glaubensgemeinschaften gekommen, was aus ganz anderen Quellen stammt und mancher würde sich verwundert die Augen reiben, wenn er das alles nachlesen würde.

Der Sabbattag sollte ein Tag in der Woche sein, der nur für geistig-spirituelles dient, aber auch zur Entspannung, Erholung und auch für Essen und Trinken. Für ein glückliches Miteinander. Daher war geboten am Vortag, dem Freitag, alle Arbeiten abgeschlossen zu haben, auch das Kochen für den Sabbat. Arbeiten am Sabbattag war und ist untersagt.

Das muss man erst einmal auf sich wirken lassen, dann wird aber das wahre Potential dieses Gebotes klar. Und ich sage es wieder: Für alle Menschen. Wenn man die ganze Woche fleissig arbeitet, braucht man Erholung. Und man weiss, ich kann mit auf den Sabbat (Samstag) freuen, dann da geniesst man den Tag mit der Familie und Freunden, denkt über das Leben und die Schöpfung nach, ist dankbar für die eigene Existenz. Im Sabbat steckt also sehr viel drin. Das (1) man nicht arbeiten muss und soll, (2) das Nachdenken über das Leben und die Natur(Schöpfung), (3) mit der Familie und Freunden zusammen zu sein, (4) auch Essen und Trinken bewusst zu geniessen. Der Sabbat strukturiert die Woche und ist immer ein kurzfristige Ziel, was einen anspornt fleissig zu sein und sein Bestes zu geben, um dann den Sabbat (Samstag) zu geniessen.

Das hört sich auf den ersten Blick wieder logisch und klar an. Und doch wird eine Menge Geld mit „Entschleunigungstipps“ für das Leben verdient. Dabei könnte man doch einfach mal den Sabbat ausprobieren. Am Freitag die Woche abschliessen und bereits für Samstag alles notwendige vorbereitet haben. Am Samstag ist man offline, geniesst die Natur, ist mit Freunden und Familie zusammen. Ganz ohne Ablenkungen. Manche Familien haben so einen Samstag. Aber ohne Ablenkungen? Ohne WhatsApp, ohne www, ohne nebenher mal dies oder jenes tun? (Einkaufen etc.) Das macht genau den Unterschied zwischen bewusst und unbewusst aus und den Unterschied zwischen einem Samstag und einem Sabbat. Und als besonderes Highlight für die nächste Erzählung bei Freunden ist der Sabbat auch nicht schlecht. „Sabatt? Ihr macht waasssss????“ 🙂

 

Blackwater.live - Nachdenken
Das Sabbat (Samstag) ist nicht nur Wochenende und Party, sondern eine perfekte Zeit um das Leben zu entschleunigen und zum Nachdenken. Vielleicht in der Natur die Umgebung bewusst wahr zu nehmen und auch sich mit seinem eigenen selbst auseinander zu setzen.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Fünftes Gebot

„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt!“

 

Ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern zu haben und sich um sie zu kümmern, ist eine schöne Vorstellung. In der heutigen Zeit aber leider immer seltener. Als Banker habe ich über viele Jahre miterlebt, wie die Kinder (Erben) oft nur darauf warteten, bis ihre Eltern starben, damit man schnell das Erbe aufteilen konnte. Ich erinnere mich an Szenen, in denen noch während des Sterbeprozesses Kreuzfahrten gebucht und Autos bestellt wurden. So auf das Materielle fokussiert und voller Undankbarkeit, wie ein Haufen Hyänen, die darauf warten, ihr Opfer endlich in Stücke reissen zu können. Daher finde ich persönlich das fünfte Gebot sehr berührend.

Vater und Mutter zu ehren ist viel mehr als nur auf ein Erbe zu warten oder zu schauen, dass sie im Pflegeheim zwei Mal am Tag im Bett gedreht werden. Der Alterungsprozess ist eine bisweilen grausame Angelegenheit oder wie es eine liebe ältere Freundin zu mir sagte: „Älter werden ist nichts für Feiglinge.“

Aber wir alle werden älter. Und irgendwann sind wir die, die Hilfe benötigen. Sich in die Lage von Älteren und Eltern hinein zu versetzen, macht uns demütiger und dankbarer für unsere jetzige Lebenskraft und Gesundheit.

Manchmal habe ich einen Eindruck, je älter Menschen werden, desto mehr werden sie wieder wie Kinder. Nicht nur die Bedürftigkeit nach Hilfe, sondern auch im Verhalten. Jahrelang hat man gespart, was sich selbst in kleinen Dingen bemerkbar machte. Ich weiss noch, wie ich mit meinen Eltern als Jugendlicher ab und an mal essen ging, zu ihrem griechischen Stammrestaurant. Es war immer etwas besonderes. Sie teilten sich meist ein paar Vorspeisen. Wenn ich dann ein Hauptgericht bestellte, dann kam immer der Hinweis, die Karte nicht von unten zu lesen, also von den höchsten Preisen zu den niedrigsten zu gehen. Wenn wir heute gemeinsam essen gehen, ist es oft umgekehrt. Die Eltern gönnen sich mehr und essen fleischlastiger. Es ist amüsant.

Es ist nur eine kleine persönliche Erfahrung die mir zeigt, wie sich Dinge und Rollen ändern. Aber die Eltern zu ehren bedeutet mit ihnen Zeit zu verbringen und für sie da zu sein, wenn sie älter werden. Während ich diese Zeilen schreibe, wird mir selbst wieder klar, hier möchte ich noch mehr tun. Für viele von euch kommt die Weihnachtszeit und sicher nicht wenige verbringen diese Zeit mit der Familie, was auch wirklich schön ist. Wenn man sich bemüht und nicht streitet, sondern diese Zeit zum Nachdenken mit der Familie und den Eltern nutzt, dann sind diese Feiertage wirklich wertvoll, auch wenn Weihnachten kein christliches Fest ist, aber dazu mehr ein anderes Mal.

 

 

 

Sechstes Gebot

„Du sollst nicht töten!“

Ab dem sechsten Gebot wird es erst einmal kurz und deutlich. Nicht zu töten erspart einem juristische Verfolgung und das Gefängnis. Es sollte eigentlich klar sein, wie sich dieses Gebot auf unser Leben und die Finanzen auswirkt. Aber hier gibt es Querverse, die das Ganze noch erweitern und dann wird klar, es geht schon um das, was in unseren Gedanken vorher passiert.

„(…) jeder der seinen Bruder fortgesetzt hasst, ist ein Menschenmörder, (…)“

– 1. Johannes 3:15, Menge Bibel

 

„Ich aber sage euch: Jeder, der seinen Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. (…)“

– Matthäus 5:22, Schlachter Bibel

 

 

Hier muss man wissen, dass mit Bruder nicht nur Verwandte gemeint sind, sondern alle Menschen. Wenn ich dauernd in mir Neid (siehe zehntes Gebot) Hass und Zorn auf andere Menschen in mir trage, wirkt sich das logischerweise schon vorher auf mich und andere aus. Manche Menschen kommen aus dieser Spirale von Hass und Zorn nicht mehr heraus und werden von regelrecht gefangen gehalten, was wir gerade in heutigen Zeiten sehen können. Ich habe im Kommentarbereich vor kurzem erst geschrieben, dass wieder eine Menge Spam angekommen ist. Manches davon ist so deutlich gegen Menschen gerichtet, dass man es direkt der Staatsanwaltschaft übergeben kann. Aber ganz abgesehen davon: Was geht in solchen Menschen vor, dass sie so viel Energie verwenden andere anzugreifen und zu beschimpfen?

Dass unterdrückte Gefühle nicht gerade zur eigenen Gesundheit beitragen, ist heute bekannt. Wer hasst schadet sich selbst. Und ich denke, wenn ihr an Personen denkt, die so negativ und voller Hass sind, dann wird euch auch aufgefallen sein, dass man dies an ihren Gesichtern regelrecht ablesen kann. Zorn und verletzte Gefühle kann man besser mit Sport abbauen als an seinen Mitmenschen.

 

 

XX
Fehlende Aufmerksamkeit oder purer Egoismus? Die Gründe warum Männer und Frauen fremd gehen mögen unterschiedlich sein, das Resultat ist das gleiche.

 

 

Siebtes Gebot

„Du sollst nicht ehebrechen!“

 

Ein in der heutigen Zeit doch erstaunliches Gebot. Auf vielen Finanzblogs wurde von dem Vermögensrisiko „Scheidung“ bereits geschrieben. Wie man sich absichern kann, welche dramatischen Auswirkungen es hat, wenn man es nicht tut. Es wurde über Eheverträge und die Auswirkungen auf die gesetzliche Rente geschrieben, wie man das Sorgerecht für seine Kinder bekommt und über die Notwendigkeit einer Rechtsschutzversicherung.

Eine der bekanntesten Gründe neben der Zerrüttung (Auseinanderleben) der Ehe ist das Fremdgehen. Hier gibt es bis heute wenig belastbares statistisches Material. Die meisten Studien und Umfragen weisen sicher hohe Dunkelziffern aus. Wenn man danach sucht, findet man meist Ergebnisse, die bei etwa 25% „Fremdgehrate“ bei Männern liegen und etwas weniger (angeblich) bei Frauen. Wobei das bedeuten würde, dass etwas weniger Frauen eine Überzahl an Männern anziehen. Eine These, die sich nicht unbedingt mit den Erfahrungen aus dem Leben decken, aber das kann sich jeder gerne selbst durchdenken. Die Partnervermittlungsagentur Parship hat eine Online Umfrage durchgeführt, bei der 25% aller Männer angaben schon fremdgegangen zu sein und etwa 13% aller Frauen. 2008 veröffentliche die Göttinger Georg-August Universität eine Studie. Dort gaben 55% der befragten Frauen und 49% der befragten Männer an, bereits einmal fremd gegangen zu sein. In Zeiten von Tinder & Co. wird sich da sicher nicht viel verändert haben, wenn dann zum negativen.

Match.com und Statista haben einige Studien der letzten Jahre zusammen getragen. Es wurde ein Index veröffentlich, unter welchen Nationen wie viel Prozent der Erwachsenen (männlich und weiblich) fremd gegangen sind. Deutschland war mit 45% immerhin auf Platz 3. (Quelle) Es gibt immer neue Studien und Umfragen dazu und mit immer neuen Zahlen. Ungeachtet der Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den Gründen für das Fremdgehen, gibt es eine hohe Dunkelziffern, denn Fremdgehen gilt mit seinen Konsequenzen – anders als vermutet – nicht als Kavaliersdelikt. Aber es ist der Hauptgrund für eine Scheidung.

In jedem Fall ist es nicht nur finanziell besser sich nicht scheiden zu lassen, sondern auch für die eigene Gesundheit. Gerade wenn man an den ganzen emotionalen Stress denkt oder an das Wohlergehen der eigenen Kinder, wenn man welche hat. Sollten die nicht das ein und alles für einen sein? Sagen das Eltern nicht ständig, wenn man sie über ihre Kinder reden hört?

Scheidung ist in Deutschland nach wie vor auch ein Armutsrisiko, vor allem für die betroffenen Frauen, was an den unterschiedlichen Erwerbsbiographien liegt.

 

 

Achtes Gebot

„Du sollst nicht stehlen!“

 

Auch hier dürfte ganz klar sein, Diebstahl ist mehr als nur ein Verstoss gegen heutige Gesetze und Normen. Diebstahl zerstört auch Vertrauen und das menschliche Miteinander. In Ländern in denen die Kriminalität in diesen Bereich steigt, macht sich Unsicherheit breit. Wenn es zu staatlichen Diebstahl kommt (Enteignungen) geht die Rechtssicherheit verloren und Investitionen bleiben aus. Diebstahl ist definitiv kein Kavaliersdelikt, sondern eher mit Krebs in einer Gesellschaft zu vergleichen. Wenn er sich ausbreitet sind alle davon betroffen. Alle haben Nachteile.

 

 

Neuntes Gebot

„Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!“

 

Ein weiterer sehr weit reichender Punkt. Falschaussagen führen zu fehlender Rechtssicherheit in Gerichtsprozessen, das Denunzieren von anderen Menschen zerstört Vertrauen. Gerade in der deutschen Geschichte, hatte das Denunzieren und Anschwärzen von Mitmenschen schon mindestens zwei Mal Hochkonjunktur, im  3.Reich und in der DDR. Menschen, die in der DDR sozialisiert sind (und selbst die Generation danach) hat dieses Grundmisstrauen oft noch in sich. Nur nicht negativ auffallen, immer stromlinienförmig und angepasst sein. Bei Bedarf schnell die Seiten wechseln.

Das falsche Zeugnis gegen den Nächsten, heute würde man Falschaussage und Denunzieren sagen, hatte in diesen beiden Unrechtsstaaten seine Blüte. Eine Gesellschaft, die durchsetzt ist von Spitzeln, kann nicht mehr atmen, nicht frei leben und denken. In Folge gibt es auch kaum Produktivität und Weiterentwicklung.

Aber selbst in einer weitestgehend freien Gesellschaft ist klar, wenn auf Zeugenaussagen kein Verlass mehr ist, greift dies die Substanz einer Gesellschaft auf Dauer an und führt zu weiterem Unrecht in Folge. Boshaftes Gerede, Mobbing und Psychoterror am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld zerstört Menschen seelisch. Wer bereit ist das seinen Mitmenschen anzutun, auf den trifft auch gleich das erweiterte sechste Gebot wieder zu. (…) jeder der seinen Bruder fortgesetzt hasst, ist ein Menschenmörder, (…)“

 

Blackwater.live - Neid und Glück
Ein Gesetz gegen Neid? Das zehnte Gebot sollte genau das sein. Neid ist destruktiv, für uns und andere.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Zehntes Gebot

„Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch sein Esel, noch irgend etwas, was dein Nächster hat!“

 

Die Gebote sechs bis neun finden ihren Höhepunkt im zehnten Gebot, was seiner Zeit weit voraus war. Die Gesetze der Hochkulturen dieser Zeit haben immer nur die Handlungen sanktioniert, nicht die Ursachen. Auf die Beweggründe zielte kein Gesetz aus dieser Zeit ab.

Nicht zu begehren, also nicht gierig und neidisch auf den Nächsten, den Mitmenschen zu sein, das geht weit darüber hinaus. Hier sind wir bei dem heute so beliebten Wort „Mindset“. Wie ist meine Grundeinstellung? Gönne ich anderen Glück und Besitz oder neide ich es ihnen. Teile ich gerne mein Glück oder schiele ich neidisch auf das der anderen. Das zehntes Gebot hat das Begehren auf alles erweitert, materielle Dinge, den Ehepartner und alles was der Nächste hat. Also auch Fähigkeiten, Status, Ansehen. Damit ist es eines der umfangreichsten Gebote und eines der weitest reichenden. Bei diesem Gebot ging es nicht um ein juristisches Gesetz, wie wir es von der römischen Rechtsgeschichte kennen. Sondern dieses Gebot zielte auf den eigenen Herzenszustand ab. Jemand drittes konnte nicht ohne weiteres beurteilen, ob sich jemand daran hält oder nicht. Das war nur an den Folgen erkennbar. Das Gebot hatte also denn Sinn Menschen zum Nachdenken zu bringen um die eigenen Beweggründe zu hinterfragen.

Über das Thema Neid und Begehren habe ich diesen Artikel vor kurzem geschrieben:

Das Streben nach Glück (1)

 

Es gibt aber auch Unmengen an Studien und Material zu den Auswirkungen auf die menschliche Psyche. „Neid ist eine Deklaration der Minderwertigkeit“, so sagte es einst Napoleon.

„Neid, das Gift im Auge des Betrachters“, so schrieben es die Psychoanalytiker und Herausgeber des Buches „Neid – Zwischen Sehnsucht und Zerstörung“. (Das Buch ist bei Amazon nur noch gebraucht erhältlich.)

Dieses zehnte Gebot der zehn Gebote hat also nicht nur auf andere und die Gesellschaft als Ganzes Auswirkungen, sondern vor allem auf uns selbst und unseren Blick auf unsere Mitmenschen, die Welt und unser eigenes Glück.

 

 

 

סיכום

ملخص

Zu·sam·men·fas·sung

/Zusámmenfassung/
Substantiv, feminin [die]
  1. 1.
    das Zusammenfassen (1); das Zusammengefasstwerden
    „die Zusammenfassung der einzelnen Gruppen in Dachverbänden“
  2. 2.
    kurz zusammengefasste schriftliche oder mündliche Darstellung von etwas
    „eine Zusammenfassung der Ereignisse“

 

 

In einer Welt, vor allem die der Blogger, Mindset-Suchern und Internetglückssuchern, die jedes Jahr hunderte Millionen von Euros und Dollars für Lebensweisheiten, Motivationsanleitungen und Psycho-Coachings ausgeben, die auf der Suche nach Anleitung zwischen Wünschelroute, Klangschale und Guru sind, die ihre psychische und physische Gesundheit zu ihrem Gott machen oder nach der kosmischen Kraft des fliegenden Spagettimonsters suchen, in dieser Welt ist es doch erstaunlich zu wissen, dass alles was wir wissen müssen, schon vorhanden ist. Und vor allem kostenfrei.

An sehr junge Leser gerichtet könnte ich zusammenfassend schreiben: Es sind die besten 10 Lifehacks für euer Leben. Ihr lebt gesünder, im Einklang mit der Natur, mit den Eltern, besucht mal wieder den Opa, lebt glücklich mit eurem gut ausgewählten Partner, landet nicht im Knast, gebt keine unnötige Kohle für Konsum aus, seid total tiefenentspannt am Samstag ohne Gras zu rauchen und habt einfach ein megageiles Mindset. Ausserdem könnt ihr den Pfarrer in der Kirche mal fragen, was er von der Substitutionstheorie hält und warum der Sonntag heilig ist und nicht der Samstag.  🙂

 

Die Grundlagen unserer Zivilisation, frühe Rechtssysteme, auf der viele heutige Gesetze basieren, kommen letztlich aus dem Tanach, der jüdischen Bibel. Von dort fanden diese Anleitungen Eingang in das sogenannte alte Testament der christlichen Bibel und in den Quran. Die meisten, die diesen Artikel gelesen haben und darüber nachgedacht haben werden merken, diese Anleitungen sind zeitlos und es ist erwiesen, dass man damit glücklicher lebt und ganz nebenbei seine Finanzen schont. Man muss also nicht erst tausende Euros ausgeben, für unbewiesene Theorien über Mindset und Erfüllung, die heute so lauten und morgen ganz anders. Die vielleicht einzige Erfüllung haben in finanzieller Hinsicht deren Autoren. In einer Bibel lesen kostet nichts, beispielsweise über den Bibelserver. Und wer gerne eine in den Händen hält, investiert zwanzig Euro in eine Schlachter 2000 Bibel. Die ist bekannt für ihre Texttreue und stützt keine kirchengemeindlichen Auslegungen.

Am Ende kommt es aber wie immer auf das Nachdenken an. Frei von Tradition, Menschen und Zwängen. Frei von Dogmen. Einfach auf sich wirken lassen. Denn bekanntlich ist „Denken reden mit sich selbst.“  (Immanuel Kant)

 

 

Blackwater.live - Gute Gewohnheiten
Auf den Spuren unserer Zivilisation losgelöst von dogmatischen Zwängen. Heute ist Wissen verfügbar, für das früher tausende Menschen grausam gestorben sind. Was ist daran so wertvoll, dass Menschen diesen Preis bezahlten?

 

 

 

“Der Glaube, der auf Autorität beruht ist kein Glaube. Die Bedeutung der Autorität ist das Maß für den Verfall der Religion, das Maß dafür, wie sehr der Geist bereits aus ihr entwichen ist.”

– R. W .Emerson

63 Kommentare zu „Die 10 besten Tipps der Lebensplanung

Gib deinen ab

  1. Wer wäre schon bereit sich so radikal selbst zu hinterfragen, sich einzugestehen dass er spirituell bequem geworden ist, dass er respektlos gegenüber Menschen von anderen Glaubens war, weil ja nur die eigene Richtung ‘wahr’ ist? Wer möchte das schon? Sicher die wenigsten Menschen. Und je älter man wird, desto schwerer wird es. Wer möchte sich von seinem Sofa der spirituell-geistigen Flatrateversorgung erheben, (bw Stichwort: abgegebene Verantwortung) den Service des spirituellen McDonalds Unternehmen (Kirche-Glaubensgemeinschaft) abbestellen und selbst anfangen zu (nach)denken und zu forschen? Wer möchte noch einmal neu anfangen? Noch einmal radikal alles hinterfragen, was er gelernt hat und was einem die Eltern eingetrichtert haben? Ich denke innerlich wissen viele Menschen, dass das Meiste anerzogen ist. Wäre man woanders geboren oder bei anderen Menschen aufgewachsen, hätte man einen anderen Glauben. Also nichts von Gott erwählt, sondern das Glück oder Unglück einer Geburt. Wenn dann nur eine Gruppe Menschen den wahren Glauben haben, haben die Milliarden anderen einfach Pech. Aber klar, Gott ist Liebe und so. Sich solche Dinge einzugestehen, ist der Anfang einer neuen Offenheit gegenüber seinen Mitmenschen. Und es ist ein Killer der Selbstgerechtigkeit, die in vielen Religionen wohnt. Zum Jahresende wünsche ich dir und allen anderen schöne Weihnachten und einen guten Rutsch! Der Blog ist eine grosse Bereicherung in der ‚Bloggerei‘ mit einer ganz neuen Art Sachverhalte zu durchdenken. Grossartig und bitte weiter machen, alles andere wäre Verschwendung.

    Liken

    1. Moin @JD,
      sich hinterfragen und hinterfragen lassen ist immer gut …
      Los geht’s:
      1) Bist du spirituell bequem (geworden)? Was glaubst Du?
      2) Was ist Wahrheit (Erde kreist um Sonne)?
      Gibt’s ueberhaupt Wahrheit (oder alles Illusion, alles relativ)?
      Kann alles „irgendwie“ gleich wahr sein (die Mittelmaessigkeit, verhindert jeden Streit)?
      Was ist Wahrheit fuer dich?
      3) durch das Internet sind die Moeglichkeiten zu Hinterfragen, autodidaktisch zu lernen, so gut wie kaum jemals zuvor. Ausser Neugier, Wissbegier, eine Grundbildung, evtl noch englisch und schwups kann man in allem was einen interessiert durch Kreuz-Recherchen „Meister“ werden.
      Beim Glauben ist es zB interessant, dass es manche Religionen in sehr vielen verschiedenen ethnischen Kulturen gibt, andere nur bei den Migranten deren Ursprungskultur.
      Echte Glaubensfreiheit gibt es wiederum nur in manchen geographischen Laendern, bzw in anderen Laendern werden „falsche Religionen“ bis auf’s Blut verfolgt (vgl Opendoors.de)
      4) was heisst Pech? Nur weil eine Minderheit eine Sicht auf etwas hat, heisst es ja nicht, dass die Mehrheit recht hat, oder (denk an die-Erde-ist-eine-Scheibe-Zeitalter)
      Oder ganz aktuell: Nur eine Minderheit in D setzt auf Unternehmengsbeteiligungen fuer die Altersvorsorge (Aktien). Hat jetzt die Mehrheit recht?
      Welcher Mehrheit gehoerst du an?
      5) Offenheit gegenueber Mitmenschen, heisst unvoreingenommen zu sein, sie fair zu behandeln, zu tolerieren, obwohl sie Aktien zur AV ablehnen 😉 das gilt auch fuer Anders-Glaeubige (jedenfalls aus christlicher Sicht).

      Du siehst, so einfach kommt man nicht vom Haken! Mich interessiert deine Sicht auf 1-5).

      Dir auch frohe Weihnachten
      LG Joerg

      Liken

  2. Oje, bei mir war das irgendwie anders als bei euch. Ich schreibs mal, auch wenn ich mich nicht ganz traue, aber es ist anonym. Und ich finde es wirklich interessant und spannend hier und sage schon mal danke. Mir ging es seit ich 16-17 Jahre alt bin so. Bin in einer muslimischen Familie aufgewachsen. Ich habe den Koran ihre Auslegungen direkt hinterfragt. Habe den Koran zum größten Teil gelesen und auch Koran schule für 3 Monate besucht. Und was ich dann gefunden habe war nur Lug und Trug, sorry wenn ich es so direkt sage. Ich wusste, dass der Gott den sie predigen nicht sein kann. Ich sag nicht unbedingt es ist der Koran, aber wie er ausgelegt wird und benutzt wird. Nur damals schon habe ich mit meinem Schöpfer mit einfachen Worten geredet. Ich habe meine Familie und alle die mich da rein zwingen wollten verlassen. Auch als sie mir gedroht haben mich umzubringen oder Zwangszuverheiraten an einem einsamen Ort wo ich nicht wegkomme. Ein innerer Trieb hat mich zu einem Punkt gebracht wo ich wusste lieber sterben als so zu leben. Es war für mich schlimmer in einer Lüge zu leben als zu sterben. In diesem Augenblick habe ich die Angst vor dem Sterben verloren. Und trotz allem wusste ich es gibt ein Gott. Nachdem ich überlebt und mich befreit hatte, bin ich auf die Suche. Habe Psychologie, Sozialpädagogik studiert, Theologie Vorlesungen besucht, Philosophie Seminare belegt, Buddhismus, Yoga etc. Ich habe überall gesucht. Es tut mir leid wegen des muslimischen Mädels hier, aber für mich hat sich das alles falsch angefühlt. Vielleicht lags auch an den Menschen, der Auslegung, meiner Verwandtschaft, ich weiss nicht. Wenn ich euch so lese, scheint es anders zu sein und ich hatte nur Pech.

    Vor paar Jahren habe ich sporadisch die Bibel angefangen zu studieren. Mit freien Christen, mal mit ZJ, mal Adventisten. Aber für mich gab es immer was, was einfach nicht passte, jede Gruppe hat Sachen wo die Bibel sagt nein, kann und darf nicht sein. Immer wieder Widersprüche an einer gewissen Stelle. Bei jeder Gruppe woanders. Mein Gespräch mit Gott habe ich nie aufgegeben….. Irgendwann habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass ich erhört werde und habe einfach mein Leben gelebt, versucht gut zu sein und das Gespräch mit Gott habe ich beendet. Mir ging es zusehends schlechter mental, ichhabe auch Therapie gemacht. Dann fing ich mit einer Freundin wieder an zu studieren. Ich lernte Gott kennen richtig kennen, den ich studierte auch eigenständig und lernte Jesus eigentlich richtig zum ersten Mal kennen. Ich fing wieder an mit Gott zu sprechen so innig so wunderbar, dass ich unglaubliche Erfahrungen gemacht habe. Sogar mein Mann konnte es miterleben. Ich habe viele Psychologie Bücher und andere Lehrbücher durch gewälzt, aber ein Buch wie die Bibel kann nur von Gott sein. Ich weiß dass unser Schöpfer und Jesus mich gelenkt haben. Denn anders ist es nicht zu erklären, auch nicht mit der Psychologie, was da mit mir passiert ist. Und ich sehe die Früchte an mir und an meiner Familie, mehr brauche ich nicht mehr. So geht es mir. Vielleicht lacht macher mich aus, aber ich glaube an Gott und dass er alles gemacht hat. Nur glaube ich nicht nur einer Religion hat den richtigen Weg, aber auch nicht alle haben den richtigen Weg. Wenn man Gott sucht findet man ihn.Einfach mit beten beginnen. Wo bist du, ich möchte dich kennen lernen. Jeden Tag. Und dann erleben was passiert. Es ist einfach so.

    Liken

    1. Hey, mir tut es sehr leid was du erlebt hast. Sehr. Oft wird Kultur mit Islam zusammen geworfen. Viele schreckliche Dinge passieren dann und dann sagt man, der Islam macht das so und so. Was du geschrieben hast wegen deiner Familie und was du erlebtest hat mich wirklich sehr traurig gemacht.🥺 Ich denke alles kann negativ benutzt werden oder um Menschen zu manipulieren und auch was auf vielen Quranschulen gelehrt wird kommt irgendwoher, aber nicht daher wo es herkommen sollte. Manche Auslegungen sind Hadithen und nicht aus dem Quran und dann sagt man, das sagt der Quran so und so. Tut mir leid wegen deiner Familie🥺🥺

      Liken

  3. Es tut mir leid was manche hier erlebt haben. Das lasse ich einfach mal so stehen. Aber welche Frage kommt dann immer, wenn man so etwas hinter sich hat? “Wo soll ich denn dann hin?” Dieser Abhängigkeitsgedanke von einer Gemeinde/Organisation/Kirche ist furchtbar und gleicht einem Götzendienst à la carte. Ich gebe Wüstenrose88 recht, es gilt vorher zu überlegen bei wem man sich anschliesst, wenn man sich überhaupt irgendwo anschliessen sollte.

    Gemeinschaft, Zusammenhalt, Unterstützung – all das brauchen Menschen und ich sehe es nicht als Zeichen von Schwäche an. Dies kann man in einer Gemeinschaft bekommen, vielleicht sogar besonders intensiv in einer Glaubensgemeinschaft. Aber der Glaube an sich kann und darf nicht daran hängen. Es ist wie Götzendienst. Nur wenn ich diese Holzfigur habe, wenn ich diese Mariafigur habe, dann kann ich beten. Und was ist mit der Natur, der Schöpfung und alles was ich sehe? Überall ein Zeugnis Gottes, aber nein, ich brauche einen Götzen für den Glauben. Verrückt.

    Also Gemeinschaft und Freunde, ja gerne. Es hilft. Aber bitte nicht zur Ersatzreligion werden lassen.

    Gefällt 1 Person

  4. Hi, hi , meine Story zu Reli. Ich komme aus dem schönen Osten Europas. Ist schön da, solltet mal hinfahren. Meine ganze Familie (Eltern, kleiner Bruder und ich) waren in einer Religion bz Glaubensgemeinschaft. Welche will ich nicht sagen, da einige Freunde noch da drinnen sind und nicht alle Menschen da schlecht sind. Offiziell dürfen die mit mir allerdings nichts zu tun haben, weil sie mich als böse und schlecht sehen. Und sonst würden die selbst rausfliegen. Die paar Freunde da drin halten sich nicht an deren Regeln, deswegen ist es so. Die restliche Verwandtschaft hat allerdings den Kontakt abgebrochen. Auch mein geliebter Cousin, zu dem ich immer ein inniges Verhältnis hatte. Ich habe ihn eines Tages beim Arzt getroffen und wollte ihn umarmen und habe ich angesprochen, er wiess mich eiskalt ab und sass nur peinlich berührt dann im Wartezimmer. Das war der Auslöser für meinen Zusammenbruch. Psycharzt, Klinik, professionelle Hilfe danach. Es hat geholfen, ich kam darüber hinweg. Erst durch die Hilfe wurde klar wie sehr mein Denken damals beeinflusst wurde und manches auch zerstört. Ein anderes Erlebnis will ich noch sagen, das hatte ich bei meiner Arbeit. Ich arbeite damals als Erzieherin in einem Kindergarten. Damals hatte ich einen Jungen in der Gruppe, dessen Eltern auch in der Gemeinde waren, die wussten aber nicht dass ich da arbeite. Er sprang über die Tische und meinte, ich bin tot und ich hätte ihm gar nichts mehr zu sagen. Weil ich aus der Gemeinde raus bin, liebt mich Gott schliesslich nicht mehr und ich werde sterben, so denken die. Und der Junge lachte und sagte immer: Lara du bist tot, Lara du bist tot. Am Folgetag stand die Mutter des Jungen beim Chef im Büro um sich zu beschweren und um zu bitten das ich die Gruppe wechseln soll, sie würde sich sonst beschweren und es würde bis nach ganz oben gehen. Da wir aber eine religiös gemischte und freie Einrichtung sind, wurde das abgeblockt. Toleranz gilt schliesslich für alle. Binnen einer Woche hatte sie Mutter den Jungen abgemeldet, die Monate danach wurden alle Kinder aus der Gemeinde nach und nach von ihren Eltern abgemeldet. Hier ist man also superstreng und konsequent. Ich weiss aber von meinen Freunden da drinnen, dass sonst die pure Doppelmoral dort ist. Viele führen ein Doppelleben, leben im Grenzbereich und reden sich Sachen schön. Mehr will ich auch gar nicht ausholen, könnte ein Buch darüber schreiben.

    Was ich aber sagen möchte ist, ich habe danach gebetet, wirklich angefangen zu beten. Wirklich angefangen die Bibel zu lesen. Und DAS hat mir die Kraft gegeben den Psychoterror durchzuhalten. Und professionelle Hilfe, wie erzählt. Und nachdem ich endlich frei von Menschen und ihren Ideologien ein Leben aufbauen konnte, bin ich meinem Schöpfer wirklich nah gekommen, wurde wirklich gesegnet. Ich glaube die wenigsten wissen wie es ist ein persönliches Gebetsleben und eine persönliche Freundschaft zu Gott zu haben. Sie kennen nur das Kollektiv durch die Religion. Dadurch beraubt man sie echter spiritueller Erfüllung. Wenn ihr das lest, denken manche omg niemals will ich damit zu tun haben. Ich möchte aber sagen: Habt niemals mit Religion zu tun. Aber verschliesst euch nicht vor einem echten und schönen Glauben und der Bibel. Ich bin nicht von gestern und geniesse mein Leben heute, bin Mitte 30 und wenn ihr mich sehen würdet, würdet ihr nie denken die ist gläubig. Weil ich einfach was aus mir mache und mich nicht gehen lasse und außerdem habe ich gute Gene. *lol* Das Leben kann hart sein, aber lasst euch nicht besiegen. Es gibt Hilfe aus der Bibel, es gibt viele gute Menschen überall auf der Welt und nein, nicht alles ist böse und falsch. :))

    BTW: Mega Seite Black, danke!🌹🌹🌹🌹🌹🌹 Ich lese deine Seite wegen den Finanzthemen, aber manchmal diese Artikel über das Leben und Glauben finde ich super. Weil du so offen bist. Das ist gut. Die meisten Menschen können es vielleicht nicht sein, weil ihnen religiöse Gruppen Halt geben und sie ohne nicht leben können. Dabei sollte der von Gott kommen.

    Liken

    1. Mmm, mir tun manche Geschichten hier leid. Was lese ich da, es hört sich an wie Mobbing. Ich möchte so etwas nicht kleinreden, es ist schlimm. Aber eines möchte ich auch sagen. Wenn man sich einer Gemeinschaft anschliesst, muss man sich das doch immer vorher gut überlegen, oder? Es geht hier nicht um kleine Dinge, sondern um Glauben. Daher kommt auch das Wort Glaubensgemeinschaft. Wenn ich diese dann verlasse ist es was es ist: Verrat an den anderen. So werden die meisten Menschen es empfinden, egal von welcher Glaubens-gemeinschaft wir hier sprechen. Ich meine keine anonymen grossen Religionsgemeinschaften. In kleinen Gruppen ist man viel enger und weil man sich hilft und füreinander da ist, sind schnell auch Gefühle verletzt. Wir sind wie eine Familie und füreinander da. Wenn jemand dann sagt, ich will mit euch nichts mehr zuntun haben, ihr seid dumm und blöd, wie sollen wir uns dann fühlen? Kann sich jeder sekbst fragen. Ich meine jetzt nicht Glauben, ich meine einfach das menschliche. Manches was ich gelesen hab geht über verletzte Gefühle raus. Das sind dann Menschen die einen schlechten Charakter haben. Die gibt es leider überall. Ich will nichts in Schutz nehmen, versteht mich nicht falsch. Es hat immer mehrere Sichtweisen und man muss nachdenken. Ich kenne mich auch nicht mit diesen christlichen Gruppen aus und ich möchte auf keinen Fall Regeln von Sekten verteidigen! Ich meine nur die menschlichen Verhaltensweisen die es überall gibt. Auch wenn sie nicht schön sind.

      Liken

    2. ich habe meine Ansichten allgemein schon geschrieben. Aber wegen dem Kommentar von ‘Jacke wie Hose’ will ich ergänzen: Kindesmßbrauch ist das wiederwärtigste was es gibt. Meiner Meinung nach verdienen solche Menschen den Tod. Das sind keine Menschen, es sind MONSTER! Punkt.

      Liken

    3. Darum heisst es auch niemals Sklaven von Menschen zu werden: ( 1.Korinther 7:23) Einer der vielen Texte die zeigen und warnen. Und wenn man sich daran hält, können diese ganzen Horrorerfahrungen nicht passieren.

      Liken

  5. Ich halte mich generell von Menschengruppen fern, denn wenn dann Freundschaften nur auf Prämisse der Religion entstehen, sind es keine Freundschaften. Lieber habe ich einen grossen Freundeskreis mit vielen verschiedenen Menschentypen. Das bedeutet Vielfalt. Und Unabhängigkeit, ich möchte nicht erpressbar sein. Bei nichts. Wer weiss wie viele Leute nicht in einer Religion wären, wenn sie gehen könnten ohne soziale Kontakte zu verlieren. Und wie viele glauben wirklich?? Wer weiss…

    Mir sind auch die lieber, bei denen es von Herzen kommt. Bei einigen merkt man es hier.

    Liken

  6. Ich möchte mich mal trauen mich hier auch zu äussern. Ich lese schon eine Weile mit und diese kleine Seite ist wie eine Praline – voller Schätze zum Nachdenken. Aber die Kommentare hier sind Gold wert wenn es um Glauben und Leben geht. Meine Ausgangslage: Ich denke zu behaupten es gäbe keinen Gott, ist genauso ein Glaube und eine Theorie wie die Behauptung, es gibt einen Gott. Es gibt so viele Dinge zwischen Himmel und Erde die wir nicht verstehen und die wir nicht wissen. Vieles ahnen wir nicht einmal.

    Wir sind wie Ameisen, die über den Fuß eines Menschen laufen und sich nicht im geringsten bewusst sind, wo sie sich befinden. Erzähle einer Ameise etwas von Köln oder Berlin. Sie wird es nie verstehen. Wir Menschen sind auch so. Wenn es denn einen Schöpfer gibt, dann kennen wir nur die Säume seiner Wege.
    Es ist anmassend von uns Menschen irgendwelche Behauptungen(BW spricht von Dogmen) aufzustellen man wüsste was der Schöpfer ist, genauso anmassend empfinde ich aber auch fest zu behaupten, es gibt ihn nicht. Wir wissen einfach nichts.

    Jetzt gibt es die Inhalte der Bibel, die jüdischen Inhalte und auch den Koran, die alle sehr viele Paralellen aufweisen. Hunderte Prophezeihungen sind darin, alle erfüllt. Das ist beeindruckend und genausowenig durch Zufall möglich, wie die Natur oder das Universum Zufall sein kann. Ich denke darin liegen Antworten verborgen. Und es macht Spass sich die Zeit zu nehmen darin zu lesen und diese Suche zu Gott zu starten.

    ABER: Darin liegt auch das ganze Potential an Missbrauch. Missbrauch durch Religion, die Millionen Tote auf dem Gewissen hat, die tausendende wenn nicht hundertausende Kinder missbraucht hat, die Menschen versklavt und eine Wurzel menschlichen Leids ist, bis zum heutigen Tag. Gäbe es eine wahre Religion, dann wäre diese doch so wie der Schöpfer sich in seinen Büchern an uns beschreibt. Heilig, rein, sauber. Religionen die für Kriege, Leid, Kindesmissbrauch und Irrlehren (gleich mehr) können wohl kaum als wahr gelten. Irrlehren gibt es viele. Eine ist das Folgen von Menschen, vor der alle Schriften warnen. Explizit, eindeutig, klar. Und doch folgen die meisten Christen, Muslime und Juden Menschen. Viele dachten mal sie folgen Christus, Gott(Allah), Jahre später folgen sie nur noch Menschen. Es hat sich im Laufe der Jahr verändert und am Ende redet man sich in seinem Glaubensleben alles schön. Es ist ja nicht so schlimm wie bei anderen, etwas Wahrheit ist noch daran, besser so als bei den anderen. Was ein fauler Kompromiss. Oscar Wilde sagte mal: Die schlechten Päpste liebten die Schönheit fast so leidenschaftlich – nein ebenso leidenschaftlich – wie die guten Päpste das Denken hassten.Das Denken hassen. Warum machen Menschen das? Eine Antwort: “Es gibt verhältnismäßig viele Menschen, die sich gerne einer Überautorität oder einem Über-Ich in die Arme werfen. Man deponiert das kritische Denken, die eigene Persönlichkeit, die Entscheidungsfreude, ja sogar das Gewissen in der Garderobe des Machtausübenden und fühlt sich dabei noch hochmoralisch und als Muster der Treue und des Gehorsams.“ (Dr. R. Stecher: „Werte im Wellengang“, S. 53)”Ist es nicht so? Ich lese hier von einigen Christen und Muslimen, die einfach nur ihren Glauben ausleben und mit ihrem Schöpfer sind. Das gestaltet ihren Tag. Und so soll es doch sein. Persönlich, innig, echt. Nicht von Menschen gesteuert und missbraucht. Wenn der Glaube und die Freundschaft mit meinem Schöpfer mich erfüllt brauche ich keine Ersatzgötter durch Menschen, Religion und Kult. Man mag meinen Kommentar kritisieren. Aber solange das nicht verstanden wird geht es weiter mit Krieg, Verführung, Kindesmissbrauch und Lügen. Und ja Blackwater, die zehn Gebote zu halten ist etwas sehr wertvolles, es sind wirklich gute Anweisungen für das Leben. Allemal besser als Menschengeboten zu folgen, denn auch DASS wird doch klar in der Bibel verurteilt.

    Liken

  7. Ganz kurz: Hammer Blog, tolle Themen! Die Vielfalt der Leser ist auch ein Plus. Endlich mal ein Finanzblog, (ja ich weiss, ist kein 100prozentiger) bei dem auch viele junge Frauen sind, sonst sind es oft alte Säcke und 20jährige Kerle. Lese gerne weiter mit.

    Gefällt 1 Person

  8. Hallo Black, vielleicht ist dir dieses Buch bekannt: Als Augustinus irrte…: Entstehung der Substitutionstheorie, die Heilsgeschichte Israels und der Antisemitismus,

    Es ist sehr lesenswert, einfach mal bei Amazon suchen. Es erklärt die Entstehung der Substitutionstheorie. Andere haben es schon angesprochen, wer sich mit den Inhalten der Konzile beschäftigt weiss, keine der heutigen christlichen Gruppen hat noch etwas mit der Urkirche zu tun. JEDE Gruppe und Sekte hat Inhalte aus den Konzilen übernommen. Also braucht auch keiner so tun, als wäre er die einzig wahre Religion.

    Eigentlich sollte schon beim Lesen der Bücher Hesekiel, Jesaja und Jeremia klar werden, hier passt etwas nicht zusammen. Nicht zusammen mit heutigen Lehren. Allerdings erwarte ich auch nicht, dass jemand das kapiert und aufwacht. Danke an dieser Stelle an honigtoepfle. Kaum einer wird heute seinen sozialen Status aufgeben und Freunde und Familie womöglich verlieren, selbst wenn er die “Wahrheit” auf dem Silbertablet präsentiert bekommt.

    Was für mich zählt ist das Opfer Christi, sonst wären wir verloren. Und Christus ist für alle Menschen gestorben. Zum Glück! Gott liebt Menschen die ihn suchen und mit Herzen lieben. Hier sehe ich einige, die genau so denken und fühlen. Und darauf kommt es an. Alles andere kann man auf den Müllhaufen der Geschichte werfen. Jeder, der sich Mal mit der Entstehung seiner eigenen Religion beschäftigt, sollte das eigentlich erkennen können.

    Liken

  9. Unglaublich was hier abgeht. Fehlt nur noch ein Vertreter des Judentums. Ich habe viel dazu gelernt und danke euch allen! @Bw: Bleibt das noch ein Finanzblog?😂

    Liken

    1. Blackwater.live war und ist kein reiner Finanzblog. Finanzen stehen wegen FX und anderen künftigen Projekten zwar immer an vorderster Stelle, aber hier soll es auch immer um das Leben und Menschen gehen, nicht nur um leblose Zahlen und totes Kapital.

      @all: Auch wenn ich Gefahr laufe mich zu wiederholen, möchte ich mich nochmal für eure guten Kommentare bedanken. So viel Offenheit gibt es selten, schon gar nicht bei so einem Thema. Ausserdem sind Menschen mit so tiefgründigen Gedanken selten zu finden, zumindest trifft man sie nicht oft im Leben. Da ist einiges dabei gewesen, womit man sich ein Leben lang auseinander setzen kann, Nahrung für Herz und Sinn. Euch allen ein schönes Wochenende!

      Liken

  10. Salam Aleikum,

    ich habe es schon geschrieben und schreibe es wieder, ich bin beeindruckt über den Austausch hier. Das ist sehr selten. Nachdem viele Menschen mit christlichen Glauben geschrieben haben was negatives passiert, habe ich auch nochmal nachgedacht. Es ist erstaunlich, dass ausgerechnet im Christentum so viel Religionen und Sekten entstanden sind, die so unfrei machen. Es heisst über das Christentum es mache frei und ich kenne die Bibel durch meine Studien ganz gut, so steht es dort auch geschrieben.

    Über den Islam denken die meisten Menschen er macht unfrei. Aber hier wird meistens Religion mit Kultur durcheinander gebracht. Es ist nicht der Islam der unfrei macht, sondern jahrhunderte alte archaische Kulturen und Denkweisen, wie der Wahabismus, von dem auch der IS seine Idiologie ableitet. Das falsche Handeln von Muslimen kommt aber nicht vom Islam, so wie es bei den Christen nicht von der Bibel kommt, dem würde jeder zustimmen denke ich. Menschen machen Probleme und halten sich nicht an die Schrift. Der Islam selber ist in seiner ganzen Tiefe sehr frei und führt direkt zu unserem Schöpfer. Wenn man den Gott des alten Testaments, der sog. hebräischen Schriften kennt und darüber liest, dann merkt man doch, es ist der Gott des finalen Testaments, des Qurans. Wer will da ernsthaft behaupten es wäre Jesus/Trinität? Das sind doch ganz unterschiedliche Persönlichkeiten. Das sollte selbst beim Lesen der gesamten Bibel schon auffallen.

    Wir haben mit spätestens dem neuen Testament ein grosses Problem, welches cusn auch wieder aufgeworfen hat: Die Übersetzung. Ausgerechnet das neue Testament stützt vermeintlich die vielen Irrlehren, Trinität zb. Aber das was Jesus und seine Jünger erlebten fand alles im aramäisch-hebräischen Raum statt, sie haben aramäisch gesprochen. Die Aufzeichnungen darüber hat bis heute niemand gefunden. Es gibt nur Abschriften im griechischen und damit das Problem „stille Post“. Die ältesten Funde sind von Qumran, aber das sind Schriften der hebräischen Bibel und diese sind nicht das eigentliche Problem. Die Konzile haben den Rest dazu beigetragen alles zu beseitigen was wahr ist und hunderte Irrlehren etabliert, die man in allen Kirchen und christlichen Glaubensgemeinschaften findet. Wer sich damit beschäftigt(es gibt viel Quellen und Bücher dazu), der kann (wenn er es ernst meint mit der Wahrheitssuche) gleich aus seiner Kirche/Glaubensgemeinschaft austreten.

    Ich kann und möchte es nur kurz also schreiben: Sprache/Übersetzung und fehlende aramäisch/hebräische Dokumente sowie die ganzen Konzile machen es unmöglich eine Wahrheit dort zu finden.

    Der Qurantext ist aber durch das Arabische 1:1 die Botschaft, wie schon erwähnt, auch dank Mutawatir Tradierung. Das ist in der Islamwissenschaft belegt. Jetzt sagen mache, oh dann muss ich ja arabisch lernen, wie kann das dann für alle Menschen sein? (Gegenfrage: Wie kann ein verfälschtes Buch mit lauter Quellenproblemen für alle sein?)

    Es gibt heute gute Übersetzungen. Aha, dann ist es doch das gleiche Problem wie mit der Bibel? Nein. Der arabische Quran ist die 1:1 Quelle und wird direkt in die Zielsprache übersetzt. Die Bibel, vor allem das neue Testament (wir erinnern uns, fehlende aramäisch/hebräische Quellen) wurde ins englische übersetzt, die Sprache veränderte sich über die Jahrhunderte, aus dem englischen in die Zielsprachen, die Sprachen veränderten sich über die Jahrhunderte. Heute diskutiert man ob manches so oder so gemeint gewesen sein könnte. Pure Spekulation, aufgrund der Übersetzungsprobleme und fehlender Quellen unmöglich heraus zu finden, dazu kommt die idiologisch-geistliche Beeinflussung durch die damaligen Konzile und heutige Ansichten.

    Jemand der Gott nahe kommen will, muss dafür nicht arabisch lernen. Aber viele werden es wollen, weil sie von diesem Wunsch angetrieben werden. Und das Hocharabisch ist der Schlüssel zu einem 1:1 Zugang zu der Schrift. Dialekte haben sich verändert, aber die Inhalte sind durch Hocharabisch/klassisches Arabisch bewahrt worden.(wenn ich mir die ganzen Opfer anschaue die ich in den christlichen Sekten bringen muss, dann ist arabisch lernen direkt einfach)

    Du lieber BW hast die zehn Gebote angeführt, Gott sagt er ändert sich nicht. Steht alles in der Bibel, in den hebräischen Teil (sicherer) und dem griechischen Teil(unsicher). Aber bei den Christen scheint er sich dauernd zu ändern. Aber ist es nicht so, dass die Menschen und ihre Vorstellung ihn dauernd ändern wollen und das missbrauchen um andere zu täuschen? Wenn ich aber den Quran anschaue, dann sehe ich genau dies: er ändert sich nicht. Das ergibt doch viel mehr Sinn wie Spekulationen ohne richtige und sichere Quellen zu haben.

    Gott sagt er hasst die Gesetzlosigkeit und die hebräischen Schriften sagen was das Gesetz ist. Aber viele Christen sagen: Kannst machen was du willst, alles vergeben. Andere sagen es gibt kein Gesetz. Andere sagen, verteile Flyer. Oder nur bei uns wirst du gerettet. Tausende Spaltungen und Sekten, geht alles auf die Konzile zurück. Und immer wieder Täuschung durch Menschen. Nach so viel immer neuer Täuschung müsste es doch irgendwann mal genug sein. Das Feuer ist heiss, ich verbrenne mich. Gelernt? Nein, ich fasse noch tausende Male neu rein.🙃

    Wer nach der Wahrheit sucht findet sie. Aber dazu muss man auch das Quellenproblem bedenken. Und nochmal, frage dich ob der Gott des alten Testaments sich geändert hat oder nicht. Oder ob er Jesus ist? Wenn ich eine Persönlichkeit aus dem heutigen Leben nehmen würde, zb Angela Merkel😂 und dann später kommt dieses Wundermädchen Greta. Jeder würde sagen, dass sind zwei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten. Und wieder später hätten beide ein Buch geschrieben, ich würde doch sofort merken ob es Merkel oder Greta geschrieben hat. Die Persönlichkeit verrät es.

    Ich wollte eigentlich kein Buch heute schreiben, aber ein Letztes muss ich noch anmerken. Gerade weil es auch um Freiheit geht. Freiheit muss man richtig verstehen. Gott will, dass wir uns an Regeln halten, die gut für uns sind. Nicht was die Menschen oder selbst ernannte Führer sagen. Es sind nur wenige Dinge die sich Gott wünscht. Wenn jemand unter Freiheit versteht, er will vom Hochhaus springen und fliegen, dann geht das natürlich nicht. Ich schreibe das, weil manche Menschen immer alle Grenzen überwinden wollen, auch die, die für uns zum Schutz sind. Wer das tut wird immer erleben was passiert: keine gute Idee.

    So, jetzt ist gut für heute…

    Wasalam

    Ich kann mich cusn nur anschliessen: Wer gerne hinterfragt und nachdenkt, der wird in den klassischen Islam-Wissenschaften aufblühen. Das gilt auch für den Autor dieses Blogs😉

    Liken

  11. Dankeschön für deinen Artikel. Ich habe mir viele Gedanken darum gemacht, übelegt, lag lange wach. Auch die Kommentare hier sind Gold wert.

    Ich glaube, dass man in vielen Religionen ein abgestumpftes Gewissen bekommt, da diese einen so vereinnahmen, dass man kaum noch Zeit zum tiefen Nachdenken hat. Du musst dies tun, das tun, hier mehr leisten, wie Arbeiter in einer Fabrik. Aber enthöhlt nicht gerade das die Spiritualität? Stumpft nicht das eigene Gewissen ab? In vielen Kirchen, Gemeinden und Organisationen wird einem ja schon ein schlechtes Gewissen gemacht wenn man selbstbestimmt denkt und handelt, also gibt man seine Verantwortung an die Leitung ab(Menschen). Da man dann nicht mehr verantwortlich ist, schläft das Gewissen ein. Nur wenn man gegen die Regeln verstösst merkt man, da ist noch etwas wie Gewissen. Aber auch das ist manipuliert und missbraucht. Denn wie geht man mit Menschen um die anders denken? Die hinterfragen? Menschen werden benutzt, verleumdet, abgekanzelt und ignoriert ohne dass auch nur bei einem Einzigen das Gewissen reagiert. Am Ende sind sie ein Frack. Oh ja, Nächstenliebe und so, aber nur wenn du nach unserer Pfeife tanzt und nicht zu viel nachforschst.

    Eigentlich ist gerade diese Blogeintrag und die Vielfalt der Kommentatoren ein einziger Schatz hier. Denn dann wird jedem klar, wer sich auf Menschen verlässt ist verloren. Echte Spiritualität und Glauben kann nicht vorgegeben werden, wenn andere sagen was die Leitlinien sind, egal ob ein Papst, eine Gruppe Erleuchteter oder irgend ein Kanal, dann stimmt etwas nicht. Es wiederspricht nicht nur der Bibel, es ist der Anfang von Gedankenkontrolle und Psychoterror. Und jetzt muss man sich nur mal die wachsende Zahl der Depressiven anschauen, die in solchen System zu finden sind. Sie sind auf der Suche nach Ursachen, laufen von Arzt zu Arzt, nehmen Medikamente. Das ihre Depression von einem eingeredeten schlechten Gewissen und abgegebener Verantwortung kommen, darauf kommen die wenigsten.

    Ich möchte den Glauben, die Liebe zu Gott und die Bibel in meinem Leben niemals hergeben. Es ist das Beste was mir passieren konnte. Aber ich werde nie wieder in ein menschliches System eintreten, was mir sagt wie ich die Bibel zu verstehen habe. Denn genau davor warnt die Bibel an so vielen Stellen. Eine meiner liebsten Stellen:

    „Denn wer als Sklave in die Gemeinschaft des Herrn gerufen wurde, ist ein Freigelassener des Herrn, und wer als Freier berufen wurde, ist ein Sklave von Christus. Gott hat einen hohen Preis für euch bezahlt. Macht euch also nicht zu Sklaven von Menschen!“ (1. Korinther 7,22-23 – Neue evangelistische Übersetzung)

    PS: Danke für deinen Spitzenartikel und den Blog!! Das beste seit langem!

    @cusn und wuestenrose (die Studentin) Ich bin Christ, aber diese intelektuelle Herangehensweise im Islam war mir bisher noch nicht bekannt. Ich kenne vermutlich hier auch nur die FastFood-Gläubigen — gleiches Problem wie bei den Christen.

    Liken

    1. „diese intellektuelle Herangehensweise im Islam war mir bisher noch nicht bekannt. Ich kenne vermutlich hier auch nur die FastFood-Gläubigen — gleiches Problem wie bei den Christen.“

      Theoretisch sollte man über die „Exekutive“ die „Legislative“ erschließen können, aber praktisch … ist es zielführender sich gleich mit der „Legislative“ auseinandersetzen ohne Umweg über „Feiertags-Muslime“.

      So wie ich den Islam verstehe, ist der Intellekt der Schlüssel zum Islam, da im Großen und Ganzen die Schahada der Zugang zum Islam ist.

      Schahada bedeutet wörtlich ‚Zeugnis‘ auf Arabisch und lautet im Kontext Islam:
      „Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer ALLAH gibt, und ich bezeuge, dass Muhammad ALLAHs Gesandter ist.“

      Also:
      Zugang zu ALLAH über Intellekt.

      Zugang zum Islam, als von ALLAH für die Menschen vorgesehene Lebensweise, über Muhammad (s. a. s.).

      Schlüssel zu Muhammad (s. a. s.) wiederum über Intellekt.

      Ausführung des Islam mittels Herz.

      Wie man sieht, ist bei so einer essenziellen Thematik kein Bauchgefühl zugelassen – macht ja auch Sinn.

      Das erklärt auch, warum Wein bzw. jegliche Rauschmittel im Islam zu meiden sind:

      „Und sie fragen dich nach dem Khamr und dem Glücksspiel. Sag: ‚In beiden sind große Verfehlungen und Nutzen für die Menschen; doch ihre Verfehlungen überwiegen ihrem Nutzen.‘“
      – Quran, Sura 2, Aya 219

      „Der Satan will nur Feindschaft und Hass zwischen euch durch das Khamr und das Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an ALLAH und vom rituellen Gebet abhalten.“
      – Quran, Sura 5, Aya 91

      Khamr leitet sich von khamara ab, was „bedecken“ heißt. Khamr bezeichnet jedes Getränk bzw. Mittel, das den Verstand „bedeckt“, also berauscht.

      Rotwein mag ja gesund sein, aber Rauschmittel sind immer auch Suchtmittel und damit Anfang vom einem Teufelskreis. Wer seinen Verstand/Intellekt verliert, ist verloren – in jeglichem Sinne.

      So viel zum Stellenwert des Intellekt im Islam.

      „So wisse, dass es keine Gottheit außer ALLAH gibt!“
      – Quran, Sura 47, Aya 19

      Nicht glaube, nicht vertraue, nicht fühle und auch nicht kaufe XYZ ab, sondern wisse.

      Liken

  12. @Blackwater:
    Herzlichen Dank, für diesen sowohl informativen als auch anregenden Artikel. Die Zusammenhänge zwischen Judentum und Christentum (Tanach und Bibel) sind aufschlussreich für mich.

    @Alle
    Wegen den ganzen interessanten Kommentaren haben ich mich seit längerem wieder mit den klassischen Islam-Wissenschaften beschäftigt und mich infolgedessen aufs Neue in den Islam verliebt. Herzlich Dank, also auch an Euch.

    Ihr Menschen! WIR erschufen euch aus einem männlichen und einem weiblichen und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr euch kennenlernt.“
    – Quran, Sura 49, Aya 13

    Hier im Kommentarbereich geschieht dies auf eine wirklich schöne Art und Weise. 🙂

    Liken

  13. Ich verstehe deine Absicht deine Erkenntnis unter Leute zu bringen, denn jeder der erwacht, hat das Bedürfnis, dieses Wissen und die Eindrücke an Schlafende weiter zu geben. Ich selbst habe als Teenager Jahre mit Freikirchen und anderen verbracht, meine Zeit – statt zu saufen und zu vögeln – mit dem Bibelstudium verbracht. Keine schlechte Wahl. Die Bibel ist in einem Maße umfangreich, dass man schon ein paar Jahre braucht, um da einigermaßen durch zu kommen, ohne wenn und aber. Wer denkt er kann das mit paar Heftchen abkürzen, steht in der Mitte des Lebens vor einem seelischen Scherbenhaufen oder belügt sich dann noch massiver selbst weiter.

    Ich habe Jahre gebraucht um zu merken, dass gewisse Fragen und Nachforschungen auf Widerstand stoßen, wenn man sich mit christlichen Gemeinschaften beschäftigt. Ich habe mich mit verschiedenen auseinander gesetzt und auch deren Gottesdienste besucht. Wenn man aber erlebt, an welche Wand des Schweigens man stößt, die Sturheit die letztlich in Bosheit mündet, dann ist die Türe offen für weitere Fragen. Und dann wird es wirklich interessant.
    Diese Fragen allerdings sind grundsätzlicher Natur und stellen das gesamte christliche Gebäude in Frage. Dann kommt nämlich die Phase, wo die Quelle selbst – also die Bibel an sich – in Frage gestellt werden muss. Wenn man sich darauf ernsthaft einlässt, erwartet einen ein unüberschaubares Labyrinth an historischen Lügen – von Kaiser Konstantin, über Hieronymus bis zu Russel. Diese Forschungen verlangen wiederum Jahre. All die machtpolitischen Prozesse, bereits kurz nach Jesu Tod, die Zersplitterungen des „Christentums“, Strömungen, Interpretationen – und vor allem unzähligen Übersetzungen, haben bei mir zur Überzeugung geführt, dass die Bibel lediglich ein Überbleibsel des einstigen Wissens ist, strategisch zusammen gefügt aus – niemand weiß – welchen und wie vielen Schriften. Sicher ist, dass man die Lüge am besten in Wahrheiten einpackt, um nicht als solche entlarvt zu werden. 

    Die Bibelforschung innerhalb einer Kirche oder Organisation verlangt, dass geforscht und gesucht wird. Allerdings unter der Prämisse, dass die Bibel das Wort Gottes ist. Somit ist ein vorauseilender Glaubensakt erforderlich, um zum Glauben zu finden. Absurd! Allein die Tatsache, dass gewisse Dogmen nicht hinterfragt werden dürfen – unter Androhung von Sanktionen – beweist ausreichend, dass es sich nicht um die Wahrheit handeln kann. Dieses Konzept gilt gleichermaßen für Religion bis zu Politik (Verteufelung von Randgruppen) und Naturwissenschaft (Evolution). Wenn ich also Widerstand von der Durchschnittsmasse erhalte, ist dies eigentlich der einzige Wegweiser, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Es geht darum, dass „…die Wahrheit frei macht…“, wenn man sie erkennt. Du hast dies bereits schon einmal sehr gut geschrieben. Erst erkennen, dann… Aber beim Erkennen scheitert es doch, wenn Erkennen böse ist, nicht diskutiert werden kann und darf.

    Die Wahrheit zu erkennen ist DAS erstrebenswerte Ziel schlechthin. Allerdings habe ich die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass genau DAS zu 90% nicht gewollt ist!!! Menschen wollen geführt werden, sie haben panische Angst vor der Freiheit, da die Freiheit automatisch den Verlust des bisherigen Weltbildes bedeutet. Und dann auch noch selbstständiges Denken, oh nein, das geht gar nicht, Eigenverantwortung. Wie schlimm. Dieses neurotische Weghören, Ablehnen von Diskussion ist einerseits entwürdigend, andererseits zeigt es, dass dieser Mensch schlicht nicht reif ist für Wahrheit und Eigenverantwortung. Dies ist der Grund, weshalb ich längst aufgehört habe die Konfrontation zu suchen, nicht einmal mehr das Gespräch.

    Ich habe gelernt zu respektieren, dass ich diesem Menschen keinen Dienst erweise, wenn ich sie mit Denken und Fragen konfrontiere. Sie würden mental sterben wie ein Fisch, den ich aus dem Wasser hole, um ihm ein ein Haus zu zeigen. Meine Absicht dem Fisch gegenüber mag eine gute sein, das Ergebnis wäre tödlich. Man kann niemanden „erwecken“, denn die Wahrheit und die Wirklichkeit ist jederzeit und überall präsent und verfügbar. Ich muss sie keinem zeigen. Erst, wenn der Betreffende seinen Geist wirklich öffnet und die richtigen Fragen beginnt zu stellen, wird sich ihm Gott völlig von selbst offenbaren. Ich erlebe dies gerade in den letzten Jahren, als ein langjähriger Freund sich einer sog. Freikirche angeschlossen hat. Etwa so frei wie Adventisten und Co. Einerseits ist er wie die meisten ohnehin familiär geprägt. Die Eltern sind dort schon Mitglieder. Andererseits ist er von seinem Naturell her ein wenig ängstlicher Typ, der nach allem sucht was ihm ein wenig Sicherheit gibt. Wenn ich ihn von seinem Irrtum überzeuge, nehme ich ihm alles was er hat. Er würde sein gesamtes soziales Umfeld verlieren, wo er erstmal Halt und Sicherheit und Heimat findet, dann würde ihn sein Gewissen jahrelang quälen, er müsste wieder selbstständig denken lernen. Es wäre sein Untergang. Besser, ich lasse ihn pennen. Es ist nicht meine Aufgabe, ihm seinen Traum zu nehmen.

    Und deshalb möchte ich am Ende dieser Zeilen dich sehr loben für diesen offenen Blog, die Weite und Tiefe deiner Gedanken. Du bist sehr weit in dem Thema Freiheit unterwegs, weil du hinterfragst. Das merkt man. Menschen die so etwas mögen, werden deinen Blog lieben. Aber ich möchte dich auch warnen: Andere werden dich dafür hassen. Sehr sogar. Weil du eine Gefahr für ihr Weltbild bist. Im einfachsten Fall werden sie dich und den Blog ignorieren und so tun als wenn es das nicht gibt. Die besonders bösen Naturen werden hetzen, verleumden und würden dich vermutlich umbringen wenn sie könnten. Nicht falsch verstehen, war bei Jesus und allen anderen offenen Menschen auch so. Wer so denkt, wird früher oder später „umgebracht“. In echt oder sozial. Ich würde an deiner Stelle aber nicht aufgeben, denn dann bist du verloren. So weit wie du bist, kannst du dass sonst nur mit Alk & Co. unterdrücken. Daher solltest du weiter schreiben. Mein Rat ist aber: In deinem sozialen Umfeld würde ich oberflächlich bleiben. Das ist meine Erfahrung. Damit lebt es sich besser. Du brauchst nur ein Ventil. Ich lese gerne und schreibe in Notizbücher. Wenn du das Ventil hast, kannst du sonst immer auf der allgemeinen Ebene bleiben. Gibt viele Themen. Wetter, Essen, Urlaub, Spass. Alles ist schön, alles toll und Regenwetter schlecht. So in der Art. Das ist wirklich meine Empfehlung für ein entspanntes Leben unter den Schlafenden. Niemand wird gerne aufgeweckt, die meisten sind dann sauer.

    Liken

  14. Das Wort „Religion“ – eigentlich ein schönes, tiefes Wort und kommt aus dem Lateinischen. „Re“ steht für „zurück“ und „legion“ erinnert an „Verbindung“. Es geht also um eine Rückverbindung. Der Mensch sucht eine Rückverbindung zu Gott. Daher ist Religion eigentlich ein schönes Wort. Aber das, was der Mensch dann macht ist unbiblisch und sinnlos. Warum will ich aufzeigen und mit der Bibel belegen.
    Nichts was der Mensch heute braucht ist vom Himmel gefallen. Werkzeuge oder Computer beispielsweise. Sie wurden erfunden und gebaut. Sie sind nicht vom Himmel gefallen. Genauso ist es bei den vielen verschiedenen Religionen. Religionen sind auch Erfindungen der Menschen. Die Religionen sind nicht vom Himmel gekommen, sondern Menschen haben sich Religionen ausgedacht. Aber wozu ist die Religion da? Die Religion ist ein menschliches Mittel, um das Gewissen zu beruhigen. Eine einfache Überlegung: Selbst Menschen die irgendwo im Regenwald leben und noch nie etwas von Gott oder der Bibel gehört haben, sind Sünder. Sie wissen, dass sie Sünder sind und das ist im Übrigen der Grund für Krankheit und Tod, wie die Bibel zeigt. Im Römerbrief Kapitel 2 kann jeder nachlesen, dass ihr Gewissen es ihnen bezeugt. (Auch einer dieser Texte, der einen vom Hocker haut wenn man die Bibel noch nicht kennt) Sie spüren, dass sie vor Gott schuldig, dass sie Sünder sind. Suchen eine Verbindung zu Gott und bei dem Versuch, mit Gott ins Reine zu kommen, kommt es zu allen möglichen Verirrungen und Entgleisungen.

    Nochmal zurück. Religion ist ein Mittel, um das Gewissen zu beruhigen. Auch die allerbeste Religion ist nur ein Mittel, das Gewissen zu beruhigen. Und sie ist damit wertlos. Wenn du ein ehrlicher und suchender Mensch bist, dann lass dich bitte auf diesen Gedanken ein. Wenn nicht, dann wirst du ab hier eh nicht weiter lesen. Also, wo waren wir? Religion. Jede Religion stellt eine Gefahr dar. Karl Marx hatte sagte: „Religion ist das Opium des Volkes.“ Opium ist ein Betäubungsmittel, ein Beruhigungsmittel, dass über den wirklichen Zustand hinwegtäuscht. Genauso ist das mit der Religion. Die Sünde trennt uns von Gott. Manchmal tun wir Dinge, von denen unser Gewissen sagt sie sind falsch sind. Doch dann holt man seine Religion zur Hilfe und die Religion fängt an zu wirken: Das schlechte Gewissen geht weg, aber die Sünde bleibt. Wie ein Betäubungsmittel. Und jetzt komme ich zu einem Punkt, bei dem mir manche böse sein werden, aber was ich jetzt sage ist wahr: Die christliche Religion ist die gefährlichste aller Religionen. Sie ist darum so gefährlich, weil sie so gut wirkt. Sie ist das beste Beruhigungsmittel. Viele Menschen glauben sie haben mit der christlichen Religion die beste und wahre Religion. Sie beginnen sie auszuleben und fühlen sich besser. Das Gewissen ist beruhigt, die Pille beginnt zu wirken. Und es ist herrlich einfach. Genau darin steckt aber die grosse Gefahr, dass dieses Optium uns benebelt und das eigentliche Problem nicht löst. Ich will ganz offen sein: Egal ob ich evangelisch, katholisch, babtistisch, adventistisch, Zeuge Jehova oder was auch immer bin, diese Pille wirkt. So stark, dass man nicht mehr erkennt was wirklich in der Bibel steht. Und das will ich kurz zeigen.

    Ich habe verschiedene Gemeinschaften besucht, auch die genannten. Und überall einige Monate verbracht. Nicht nur zu Studienzwecken, sondern offen und suchend.

    Alle hatten eines gemeinsam: In unterschiedlichen Punkten Abweichungen und Dogmen, die nicht in der Bibel stehen oder so weit her geholt sind, dass man auch in einen durchwühlten Sandkasten eine Sandburg reininterpretieren könnte. Die einen haben eine Konfirmation, die nirgends in der Bibel zu finden ist. Die anderen verehren Bilder und Holzkreuze, wovor die Bibel warnt. Andere lehren eine unsichtbare Wiederkunft Christi, vor der Jesus selbst warnte und sagte: Glaubt ihnen nicht.(Matthäus 24:23-27, Markus 13:21,22 um nur zwei Stellen zu nennen), andere sagen es gibt einen Kanal Gottes, von dem die Bibel sagt NUR Christus ist das, wieder andere glauben nur sie werden gerettet und vieles mehr. Alles Optium. Beruhigungspillen. Gefährlich. Jeder meint er hat die Wahrheit für sich gepachtet und doch sagt die Bibel genau dass nicht. Und Jesus lehrte solches Gedankengut auch nicht. Das, was uns rettet ist etwas ganz anderes. Doch damit haben sich die meisten Menschen noch nie beschäftigt. Sie lassen sich einfach durch die christliche Religion beruhigen.

    Religion hat fast immer mit drei Dingen zu tun.Mit toten Gegenständen, mit Vorschriften, die nirgendwo in der Bibel zu finden sind und mit Menschen, zum Teil mit toten Menschen. Mit toten Gegenständen: Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum.. tja, dass höchste „christliche“ Fest. Oder viele tragen ein Holzkreuz um den Hals. Wieder andere besuchen bestimmte Stätte und küssen ein Kreuz. Es geht oft um Heilige, Bilder, Urkunden und mehr. Und um Vorschriften und Dinge, die nirgendwo in der Bibel zu finden sind, aber Menschen oder ein menschlicher Kanal weiss es natürlich besser. Und es geht um Menschen. Die Familie war schon immer dies und das, was sollen die Leute sagen, was denken andere über mich. Genau wo vor Jesus warnte.

    Jesus warnte eigentlich vor so allem was heute in diesen ganzen Religionen zu finden ist und doch sagen alle, sie folgen Jesus nach. Aber natürlich nur in den Punkten, in denen es ihnen passt. Ja, Religion ist ein Mittel zum Zweck, ein Mittel, mit dem man sein Gewissen beruhigen kann. Und je besser es wirkt, desto fataler ist es.

    Der Apostel Paulus war sicher einer der religiösesten Menschen, die es je gab. Wie hat er geeifert für seine Religion! Was hat er für Opfer gebracht! Wie viele Stunden mag Paulus gebetet haben! Paulus war ein Mann, der das Gesetz nicht nur studiert hatte, er war auch bemüht, danach zu leben. Und doch war alles umsonst, später gingen ihm die Augen auf. (Philipper 3,4-9):“Wenn es aufs Fleisch ankäme, auf fleischliche Vorzüge [religiöse Leistungen], dann könnte ich wohl auch mitsprechen. Meint jemand, sich auf irgendwelche religiösen Vorrechte stützen zu können, so könnte ich es erst recht. Ich bin vorschriftsmäßig am achten Tage beschnitten worden, ich stamme aus dem Volk Israel, ich gehöre zum Stamm Benjamin, ich bin von reinem hebräischem Blut. Was meine Stellung zum göttlichen Gesetz betrifft, so bin ich ein Pharisäer. Und ich war dabei so eifrig, dass ich sogar die Gemeinde des Herrn verfolgte.“

    Aber in Vers 7 sagt Paulus dann:
    „Aber was mir damals Gewinn schien, das habe ich, als ich Christus kennenlernte, für Schaden gerechnet. Ja, ich achte es auch jetzt noch für Schaden, im Vergleich mit der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu meines Herrn. Um seinetwillen habe ich das alles eingebüßt. Und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und allezeit in ihm erfunden werde. So habe ich anstatt meiner eigenen Gesetzesgerechtigkeit die Glaubensgerechtigkeit Christi, die Gerechtigkeit, die Gott durch den Glauben darreicht.“ Wenn es auf Religion ankäme, dann könnten viele die Hand heben und sagen: Ich hab so viel getan, so viel gepredigt, so viel Opfer gebracht, habe mich so bemüht. Paulus sagte aber, dass ist alles nichts. Nur wenn man Christus gefunden hat und sein Opfer wirklich annimmt und akzeptiert kommt man ins Reine mit Gott. Es ist schön wenn Menschen begreifen, dass eine Verpackung nicht ausreicht, es geht um 1.Petrus 1:3 und die Rettung anzunehmen. Wir können das ignorieren und einfach so weiter leben wie bisher. Wir können uns weiter einreden unsere guten Taten und Opfer retten uns und wir sind in der einzig wahren Religion. Aber dann sind wir betrogene Menschen. Unser Gewissen mag beruhigt sein, das Opium wirkt. Aber es bringt nichts, auch wenn es sich gut anfühlt. Oder wir fragen wie Paulus damals: „Herr was soll ich tun?“ Darauf erhielt er eine klare Antwort von Jesus. Und die hiess nicht werde Babtist, komm zu einer Organisation oder bete zu Maria.

    Bete innig und täglich zu Gott, lies die Bibel täglich und lerne den Willen Gottes und seinen Plan kennen, such dir Menschen die auch bibeltreu sind und sich nicht durch Religion ihren Glauben stehlen lassen und reine Interpretationschristen sind. Ein Bibeltext gefällt mir, der andere nicht und was ich nicht verstehe, da höre ich auf irgendwelche Auserwählten oder den Papst. In Johannes heisst es, jeder kann der heiligen Geist bekommen und verstehen. Glauben, beten, die Bibel lesen, ein grosses JA. Religion: Nein. Religion verführt Menschen und belügt sie. Leo Janz sagte treffend: „Die beste Religion betont die Notwendigkeit einer äusseren Umgestaltung. Das Evangelium beginnt jedoch mit einer inneren Umgestaltung.“

    Liken

    1. „Die Religionen sind nicht vom Himmel gekommen, sondern Menschen haben sich Religionen ausgedacht.“

      Nehmen wir mal an, es gibt einen Schöpfer und wir Menschen sind eins von dessen Geschöpfen. Definieren wir infolgedessen für einen Augenblick mal „Religion“ als Botschaft dieses Schöpfers an uns Menschen.

      Schöpfer = Sender

      Menschen = Empfänger

      Propheten = Boten und Vorbilder (fleischgewordene Botschaft)

      Daraus folgt:
      Es liegt an uns Menschen die Botschaften bzw. die Boten, aber auch den Sender auf Authentizität zu prüfen und bspw. „Stille Post-Phänomene“ auszuschließen.

      Im Rahmen der klassischen Islam-Wissenschaften ist dies geschehen. Der arabische Qurantext heute ist nachweislich 1:1 die selbe Botschaft, die Muhammad (s. a. s.) damals auf Arabisch verkündete – keine Stille Post, dank Mutawatir-Tradierung. Nur mal als Beispiel.

      Zum Thema Authentizität gab es hier im Blog bereits einen Austausch (Schlagworte: Aramäisch/Hebräisch und Konzil) und auch Teile des Kommentars von „honigtoepfle“ sind interessant.

      Wie gesagt, obliegt es jedem einzelnen Empfänger für sich selbst zu prüfen, ob „Religionen vom Himmel gekommen sind oder Menschen sich ausgedacht haben.“

      Vielleicht ist es ja auch eine Mischung aus beidem, was ganz gut erklären würde, warum es ein Altes, Neues und Finales Testament gibt. 😉

      Wer gerne hinterfragt und nachdenkt, der wird in den klassischen Islam-Wissenschaften aufblühen, so wie jegliche Wissenschaft früher dort aufblühte, wo Islam vorherrschte. Man sollte sich freilich nicht ablenken lassen und mit Unnützem beschäftigen, so wie viele Muslime im Laufe der Zeit.

      Liken

  15. Danke für die guten Gedanken zum grossen Thema Religion, Ethik, Glaube und Christentum. Viele deiner Überlegungen sind mir bekannt. Der christliche Glaube braucht keine Vermittlung durch Heilsbringer, Organisationen oder kirchliche Lehrautoritäten. Dass wir Christen aus Gnade vor Gott bestehen können, schwächt die Macht kirchlicher Autoritäten, ja macht sie gar überflüssig. Gäbe es nicht die Gnade, gäbe es nur das Gesetz und wir wären alle verloren, wie die Bibel es zeigt. Wenn ich so darüber nachdenke, es kommen ca. 200.000 Menschen täglich zur Weltbevölkerung hinzu, die meisten wären verloren ohne die Gnade, da alleine der Zuwachs auf der Welt durch Kultur, Umstände, Religion, sozialer Druck usw gar keine Chance hätte bewusst Christ zu werden und sich taufen zu lassen. Daran merkt man schon, dass „einzig wahr“ und „nur wer dies, das und jenes genau tut“ nur ein grosser Käse ist. Ausser man glaubt daran, dass Gott nicht Liebe ist und einfach mal hunderte Millionen Menschen verloren sind. Toller Gott, oder? Nein, er ist so nicht, wie wir aus der Bibel wissen und weil er weiss wie schwer es mal sein würde, hat er mit Christus eine Erlösung geschaffen. Christen benötigen um Kontakt mit Gott aufnehmen zu können auch keine menschliche Vermittlung, auch das steht deutlich in der Bibel. Von dieser Freiheit spricht Paulus, wenn er den Galatern zuruft:“Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasset euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen!” Gal. 5:1. Wir sollen uns diese Freiheit nicht nehmen lassen und uns wieder von menschlichen Religionen versklaven lassen.Nicht einmal der große Apostel Paulus wollte ein „Herr über den Glauben“ anderer sein, also in Glaubensfragen andere nicht beherrschen und lenken und richten (2. Kor. 1:24) Das Christentum ist also vom Grundgedanken her voll und ganz von Freiheit durchdrungen und Jesus Christus ist der Befreier dieses herrlichen Zustandes. Er verurteilte doch gerade immer die religiösen Unterdrücker, die Religion und menschliche Traditionen. Heute ist aber jede Religion von menschlichen Denken und Traditionen durchsetzt. Egal ob diese Religion erst hundert oder schon tausend Jahre alt ist.

    Viele Grüsse

    Sara

    Liken

  16. Guten Morgen,

    erst einmal Danke für diesen wunderbaren Blog! Du schaffst es wirklich praktisches mit spirituellem zu verbinden. Neben einem guten Konto und einem idealen Wertpapierdepot und geordneten Finanzen gibt es gleich noch einen sehr tiefen Einblick in eine andere Welt. Wow! Für mich als Atheist, ist es wirklich interessant die Kommentare hier zu lesen, die die gleiche Tiefe aufweisen und ich fange an besser zu verstehen, was Glauben ausmacht. Aber es liegt auch daran, dass es nicht unangenehm ist. Bisher bin ich immer von fanatisierten und einfältigen Leuten genervt worden. Ob es Samstag morgens war, ob es im Bekanntenkreis war, ob es mal bei einem freiwilligen Kirchenbesuch war. Offen sprechen ist gar nicht möglich, sobald man ohne Grenzen Sachverhalte durchdenken will, kommt eine katholisch-dogmatische und einfältige Antwort auf alles. Vielleicht kann man so weitere einfältige und begrenzt denkende Menschen gewinnen, mag sein. Ich finde es abstossend.

    Aber das ist nur die menschliche Seite, warum ich bisher einen Bogen um solche Themen mache. Man kann jedes Argument damit aushebeln, dass man die Logik nicht anerkennt, auf der es basiert. Wenn mir jemand erzählt, dass Gott „über” der Logik steht (das ist nicht einmal eine sinnvolle Behauptung), dann kann auch kein Argument gegen Gott funktionieren. Gott wird beispielsweise als transzendent und supernaturalistisch bezeichnet. Beides sind Begriffe haben einem Sinngehalt von Null, aber natürlich kann man damit Gott jedem Argument entziehen.

    Was ist aber das grösste Argument nicht an Gott zu glauben? Es ist das Theodizeeproblem von Epikur, der Fels des Atheismus. Epikur sagte:

    Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
    Dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
    oder er kann es und will es nicht:
    Dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
    oder er will es nicht und kann es nicht:
    Dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott,
    oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
    Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?

    Was meint ihr dazu?

    Ich sehe das Leid auf der Erde als zentrales Problem. Vielles davon durch Religion ausgelöst. Gut Blackwater, Du sagst keine Religion, statt dessen forschen und Glauben entwickeln/suchen wie auch immer. Das hört sich schon mal anders an. Ich habe an sich kein Problem mit Menschen, bitte nicht falsch verstehen. Aber Aussagen wie dass einige wenige Menschen (oder nur einer) irgend eine Verbindung zu Gott haben und alle diesen Menschen folgen müssen, (in fast allen Religionen gibt es das) weil nur sie ein spezielles Wissen haben, damit wurden Milliarden Menschen schon verführt und betrogen. Dank deinem Blog habe ich gelernt, es steht so nicht in der Bibel und davor wird gewarnt. 1:0 für die Bibel. Ich glaube ich werde in Zukunft manche Missionierer mal damit konfrontieren, warum sie denn Menschen folgen (Leiter, Papst, besonders Auserwählte), wenn die Bibel an so vielen Stellen davor warnt.

    Aber zurück zu Gott. Eine Gottheit kann sinnsuchenden Menschen meiner Ansicht nach verlorenes Urvertrauen suggerieren, in dem es Ängste nimmt und dem Suchenden eine gewisse Sicherheit und Orientierung in einer chaotischen Welt anbietet. Gott hat alles alles gemacht. Die Frage ist wenn Gott alles gemacht hat (erschaffen?), das Universum, wer hat dann Gott gemacht?

    @Black: Ich habe mir übrigens eine Schlachterbibel, einen Quran? und einen Tanach bestellt. Etwas dazu zu lernen kann nicht schaden.

    Liken

    1. Der, der alles gemacht hat unterliegt nicht den gleichen Gesetzmässigkeiten, ausser er würde es tun wollen. Wir haben einen Anfang, er nicht. Wir haben Zeit, er hat die Zeit gemacht. Ich habe vor einiger Zeit mal etwas gelesen, was es gut beschreibt: Unsere Definition von Gott ist der unerschaffene Schöpfer des Universums. Die Frage zu stellen, wer den unerschaffenen Schöpfer geschaffen hat, ist ähnlich als wenn man fragt, was für ein Geräusch die Ruhe macht. Unsere Vorstellung von Ruhe schliesst die Frage nach dem Geräusch der Ruhe aus. Aber wir machen das Gleiche wenn wir die Frage nach der Erschaffung des unerschaffenen Schöpfers des Universums stellen. Ich denke es beschreibt es ganz gut. Das Universum und eine klare Sternennacht ist auf jeden Fall ein guter Anfang für eine besondere Freundschaft. Das wusste schon mal jemand vor tausenden Jahren. 😉

      Gefällt 3 Personen

    2. Salam Aleikum zusammen,

      ja, die Universumsfrage. Ich denke wie schon geschrieben wurde, hier beginnen Freundschaften oder sie entstehen erst nie. Das Universum anzuschauen und zu sagen, Gott gibt es nicht, Zufall – was hat das für einen Sinngehalt? Sicher auch keinen über 0. Die heiligen Schriften sagen, Gott hat keine Begrenzung. Wir haben eine und wollen diese gedachten und erlebten Begrenzungen auf Gott übertragen um ihn zu verstehen. Das IST sinnlos und sinnfrei. Keith Ward schrieb mal:”Wenn man fragt, was das Universum verursacht hat oder warum es so ist, lautet die theistische Antwort, dass Gott das Universum ins Leben gerufen hat, um eine Reihe großer und unterscheidbarer Werte zu verwirklichen. Wenn man fragt, was Gott verursacht hat, lautet die Antwort, dass nichts eine Realität entstehen lassen könnte, die die Raum-Zeit vollständig überschreitet… Wenn man eine solche Idee nicht begreift, versteht man nicht, was Gott ist.”

      Es geht um Vorstellungskraft, was nicht das gleiche wie reine Phantasie ist. Vorstellungskraft kann Grenzen überwinden und Blicke in das Verborgene zulassen, die sonst nicht möglich sind. Leider zerstört die Art wie Menschen heute leben die Vorstellungskraft durch visuelle Reizüberflutung, Ablenkungen und die Sucht nach Spass. Ganz einfach: Die nächste Party ist wichtiger als ein paar Stunden in der Natur nachzudenken. So, jetzt nehme ich mal eine Bibel in die Hand, als forschende Studentin gefällt mir ein Text bei der Universumsfrage immer sehr gut: Psalm 10:4 “Der Gottlose sagt in seinem Hochmut: “Er wird nicht nachforschen! Alle seine Gedanken sind: “Es gibt keinen Gott!” Der Text ist auch über dreitausend Jahre alt. Damals hat noch keiner gesagt Gott gibt es nicht, er ist für heute geschrieben bzw. die letzten 150 Jahre nach Darwin. Es ist schon sehr hochmütig als sterblicher und kurz lebender Mensch ein Urteil über das Unversum zu fällen und zu sagen: Zufall. Wir verstehen nicht mal was Leben wirklich ist, können nicht eine Ameise zum leben erwecken, aber ja, es ist ZUFALL.

      Aber mich wundert eines noch mehr. Die Gesellschaft ist heute so aufgeklärt und bereit alles zu hinterfragen. Wäre es nicht Zeit mal zu hinterfragen, ob das was wir bisher hinterfragt haben, nicht doch das Richtige ist? Ich meine, wie logisch ist es anzunehmen, dass ein auf Sekunden abgestimmtes und Milliarden von Lichtjahren großes Universum mit all seinen Gesetzen Zufall ist? Ich will damit sicher niemand überzeugen, dies kann Gott ganz alleine schon durch seine Schöpfung. Wenn jemand dann nein sagt, dann will er es einfach nicht. Aber dann auch so sagen und nicht Fake-Gründe vorschieben.

      Wasalam

      Liken

    3. @Atheist

      Geh doch nochmal auf den Bibelserver, Psalm 146:3 und 1. Timotheus 2:5,6. Das sind nur zwei Texte, damit ist das Menschen folgen Thema erldigt. Nix Papst, nix spezielle Gruppe mit Geheimwissen, nix Auserwählte mit Zugang blabla. Damit bist du davon befreit, die Wahrheit macht frei.

      Zu der Frage nach der Schöpfung…die beiden Damen haben die m.E. perfekt beantwortet.

      Liken

      1. Hi, ich bin Celine und lese deinen Blog schon mehrere Monate mit gefunden habe ich es pe zufall mit dr google. Jetzt muss ich aber mal was schreiben. Meine Eltern sind in einer christlichen gemeinschaft, welche ist mal egal. Ich möchte raus, bin 15 fast 16 aber mein Vater ist voll dabei und meine Mutter auch. Ich habe es vor einem Jahr endlich gecheckt das das alles Mist ist. Da ich aber eine von ganz vorbildlichen bin, bin ich sozusagen vorzeige Kind. Ich kann nicht mehr und ich will das alles nicht mehr, aber ich weiß nicht wie ich es ihnen sagen soll. Ich habe wegen dem allen auch Depressionen bekommen weil ich deswegen auch gemobbt wurde. Ich habe mich getraut hier meinen Shit abzugeben, weil ich euch sehr nett finde. Ich hab auch an die Mailaddy geschrieben.Ich musste erst mal für mir einige dinge kapieren, weil ich mich vorher immer schlecht gefühlt habe wegen Schuldgefühlen und Angst. Jetzt überlege ich es nur noch wie ich es meinen Eltern beibringe.was ich auch immer schlimm fande ist wenn ich fragen hatte hiess es immer du musst gehorchen, die und die wissen es, später verstehst du es. es geht um gehorsam. gehorsam rettet ungehorsam tötet.Damit war immer jedes gespräch zu ende.ich dachte Wahrheit macht frei? Mich macht es zum sklaven. Sry falls da mehrere Grammatik/Rechtschreib Fehler drin sind 😂

        Liken

      2. Hallo Celine, willkommen auf Blackwater.live und danke für Deinen Kommentar! Ich wollte hier doch kurz Dir antworten, obwohl ich noch nie so lange für einige wenige Zeilen gebraucht habe. Es ist schön, dass Du so mutig bist und geschrieben hast. Ich weiss oft nicht wer meine Leser sind, bis sie zum ersten Mal mailen oder einen Kommentar schreiben. Es tut mir sehr leid, was Du erlebt hast und erleben musst. Es ist bestimmt sinnvoll, sich hier Unterstützung zu holen, es gibt viele Beratungsstellen für Menschen, die ähnliches erlebt haben. Deine Mail habe ich noch nicht bekommen, ich schau aber gerne nochmal nach. Ich kann Dir auch einige Links raussuchen, mit denen Du zu den Beratungsstellen findest. Ich möchte Dir an dieser Stelle aber auch eines sagen: Du bist nicht alleine. Jeder Mensch ist etwas ganz besonderes und hat es verdient geliebt zu werden. Und der Text den Du angeführt hast, den mit der Wahrheit, der ist wirklich so gemeint. Denn man wird frei von den negativen Gefühlen und auch von Zwang und Angst.

        Gefällt 3 Personen

      3. Allgemein diese ganzen Glaubensspekulationen – die Menschen werden manipuliert … Ich hasse sowas. Die Bibel – so habe ich es mal gelernt – ist ein Buch für alle Menschen. Ein Brief an uns. Man kann sie lesen und verstehen. Ich denke bei Koran ist es ähnlich? Könnt ihr mir ja schreiben. Ok soweit. Aber ne, da brauche ich dann noch einen Guro oder Leute die mir auslegen was ich verstehen habe? Das ist doch unlogisch. Hier fängt die Manipulation an. Leute bekommen Schuldgefühle und Ängste eingeredet und werden betrogen. Celine, dein Kommentar finde ich wirklich traurig. Bist du jetzt noch gläubig? Oder hast du Gott zusammen mit der Religion der Eltern abgeschrieben? Das solltest du versuchen zu trennen, es sei denn du bist dir sicher. Wieviel Leid, wieviel Trauer doch Religionsgruppen immer wieder im Namen von „Gott“ verursachen. Aber der hat sicher nichts mit solchen Fanatikern am Hut. Gott ist Liebe und hat es nicht nötig Menschen durch andere Menschen zu manipulieren, damit diese aus Angst und Schuld ihn anbeten. Aber betet man in so Gruppen Gott an oder nicht die Gruppe, Sekte, Orga, Kirche selbst oder deren Leitung?

        Liken

      4. Hiiii Celine, also erst einmal ich finde dich super sympathisch :), weil du so mutig bist und hier schreibst. Und auch wenn ich nicht einen solchen Stress dieser Art wie du erlebt habe:
        Die Situation mit den Eltern und auch das Leben in so einer christlichen Gemeinschaft und auch das Leben ‚danach‘ – bedeute für mich emotionalen Stress. Depressionen, ich hatte einen krassen Gewichtsverlust von fast 8 Kilo und bekomme seither,trotz häufigem Essen kein Kilo mehr auf die Rippen, was manchmal wirklich frustrierend ist und Angst vor einer Krankheit macht. Was ist wenn ich noch mehr abnehme? Auch wenn es doof klingen sollte, es beruhigt mich gerade enorm als ich hörte, dass ich nicht die Einzige mit solchen ‚Problemen‘ bin 😀

        Liken

      5. Hi Black, danke für den Artikel und Deine Gedanken. Gerade den Ansatz zu forschen und sich mit Glauben statt Religion auseinander zu setzen kann ich nur begrüssen, auch aus fachlicher Sicht. Was mich aber bewegt zu schreiben ist der Kommentar von Celine. Ich hoffe ihr kann geholfen werden.

        Vielen Menschen ist heute nicht klar, in welche Gefahr sie sich begeben, wenn sie ihren Glauben nicht frei leben können, sondern er von Gemeinschaften abhängt, die sich abgrenzen und keine Kritik zulassen und jegliche kritische Informationen ausblenden. (alles böse, alles gelogen, drinnen alle gut, draussen alle böse) Unerfüllbare Massstäbe vorzugeben, sorgt immer früher oder später für Schuldgefühle und Depressionen.Ein Klima von Schuld und Scham. Egal wie sehr man sich bemüht, man versagt immer, fühlt sich schlecht und „arbeitet“ noch härter. Heute wird es kaum noch offene Gehirnwäsche geben. Aber Gedankenkontrolle durch sozialen Einfluss. Der Einzelne glaubt er trifft selbstständige Entscheidungen, aber in Wirklichkeit wurde er dazu beeinflusst die eigene Kritik- und Entscheidungsfähigkeit abzuschalten. Das ist eine der Grundlagen für den nächsten Schritt, die Menschenführung. Das Problem bei Menschenführung in religiösen Gemeinschaften hat ein amerikanischer Sozialpsychologe mal gut auf den Punkt gebracht: Wenn Sie eine Elite/Kader von Menschen als Leitung haben, so haben Sie heute vielleicht noch keine totalitäre Sekte, aber fast hundertprozentig morgen. Ich meine dies bei dem Kollegen Steven Hassan gelesen zu haben.

        Auf den christlichen Glauben bezogen gibt es viele funktionierende Methoden Menschen zu manipulieren, aber genauso geht es auch mit anderen Religionen. Man nimmt die Bibel als Grundlage und spricht allen anderen den Heiligen Geist ab. Nur die eigene Gruppe hat ihn, nur die Führung versteht genau alles. Als jemand der sie neben dem Psychologiestudium auch viel mit christlicher Theologie beschäftigt hat und vor allem als gläubiger Christ kann ich nur sagen: Genau das sagt die Bibel nirgendwo. Ganz im Gegenteil. Die Opfer solcher Gruppen erkennen ihren Irrtum nicht und müssen sich an ihrem „Glauben“ festhalten, weil sie sich sonst eingestehen müssten, dem Heiligen Geist nicht gefolgt zu sein und dieser Irrtum verstärkt sich auf diese Weise ab einer gewissen Phase selbst. Man kann es vergleichen mit jemandem, der im Sumpf versinkt. Ab einer bestimmten Tiefe wird das Herausziehen sehr schwierig und danach unmöglich. Und am Schluss wird diese Falle noch als die bewahrende Hand Gottes gedeutet. Wer auf Christus vertraut, wird niemals eine Vernebelung seines Verstandes erleben. Sondern Erkenntnis, die schärfend und klärend wirkt. Wer auf Menschen vertraut, muss ab dem Punkt, an dem er sein Vertrauen von Christus weg auf Menschen lenkt, Abschied von seinem logischen Denken nehmen. Wer sich auf Menschen verlässt, weil er Freunde nicht verlieren will oder weil er die Anerkennung braucht oder weil er Sicherheit in der Gruppe sucht, kann sich nicht mehr auf den Christus verlassen. Die Führung durch den Heiligen Geist kann niemals durch noch so fromme religiöse Gruppen ersetzt werden. Wer Menschen-Lehren gegenüber nicht skeptisch bleibt, geht ein großes Risiko ein abhängig zu werden, depressiv und am Ende emotional und geistig vereinsamt. Nur wird er oder sie niemals erkennen warum, weil das Glaubensgebäude nicht hinterfragt werden darf(Gedankenstop), welches in Wirklichkeit eine raffinierte von Menschen gemachte Konstruktion ist. Und aus dieser kommen die meisten nicht mehr raus, andere müssten sich eingestehen, dass ihr Leben auf einer Lüge basiert.

        Einen Glauben zu haben und den Schöpfer zu suchen ist etwas wunderbares. Aber bitte niemals dies von Menschen abhängig machen. Beim Erdenmenschen gibt es keine Rettung, auch dies sagt die Bibel. Beste Grüsse aus dem Norden und mach weiter so. Dein Blog hilft vielen auf viele verschiedene Arten.

        Liken

    4. Bzgl. Theodizee:
      Jedem von uns ist schon mal subjektiv etwas Positives und subjektiv etwas Negatives widerfahren. Nun gibt es Menschen, die, wenn ihnen subjektiv etwas Negatives widerfährt, entweder aufschreien „Oh, Warum?“ (Atheisten) oder „Oh Herr, warum?“ (Theisten). Schreien diese auch analog auf, wenn ihnen subjektiv etwas Positives widerfährt?!

      Es handelt sich hierbei nicht um ein Theodizee-Problem, sondern um ein Anthropodizee-Problem bzw. nicht um ein Gerechtigkeits-Problem, sondern um ein Verständnis-Problem.

      Stell Dir mal folgendes vor:
      Ein Arbeitgeber verspricht einem Arbeitnehmer eine dauerhaft gesicherte Anstellung unter der Bedingung, dass dieser eine begrenzte Probezeit besteht. Sinn der Probezeit ist es, zu überprüfen, ob der Arbeitnehmer den an ihn gestellten Ansprüchen gerecht wird. Bei der Einstellung auf Probe stattet der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mit gewissen Befugnissen aus. Zudem kalkulierte er für das Verhalten des Arbeitnehmers während der Probezeit zwei mögliche Ergebnisse ein, d. h. zwei Ergebnisse sind vom Arbeitgeber gewollt: entweder wird der Arbeitnehmer den Ansprüchen gerecht oder nicht.
      Obwohl diese Ergebnisse sich diametral gegenüberstehen, entsprechen beide dem Willen des Arbeitgebers, welcher nach Ablauf der Probezeit aufgrund des (gewollten) Ergebnisses entscheiden wird, ob er den Arbeitnehmer weiterbeschäftigt oder nicht.

      Daraus ergibt sich im übertragenen Sinne, dass „Theos“ will, dass „Anthropos“ einen freien Willen besitzt, d. h., „Theos“ lässt von Beginn an die Möglichkeit des Verstoßes gegen seine Gebote zu. Deshalb bewegt sich „Anthropos“ immer im Bereich von „Theos“ Willen, unabhängig davon, welche Entscheidungen „Anthropos“ trifft.

      Zum besseren Verständnis muss zusätzlich zwischen dem Willen und dem Befehl bzw. dem Gebieten differenziert werden. In dem obigen Gleichnis waren beide Ergebnisse der Probezeit (Erfolg und Misserfolg) vom Arbeitgeber zwar gewollt, aber nicht befohlen oder erzwungen, d. h. obwohl der Arbeitgeber kein Versagen duldet, hat er die Möglichkeit des Versagens einkalkuliert, dabei jedoch weder Zwang ausgeübt, noch ein bestimmtes Verhalten befohlen.

      In Bezug auf den Willen „Theos“ bedeutet dies, dass alle Handlungen von „Anthropos“ dem Willen „Theos“ unterliegen, das aber nicht alle von „Anthropos“ vollbrachten Handlungen von „Theos“ befohlen sind oder von ihm angenommen werden.
      (© Amir M. A. Zaidan – Islamologische Enzyklopädie, Band 2)

      Oder um es mit Blackwater zu sagen:
      Das Problem ist das „abgegebene-Verantwortung-Mindset“.

      Bzgl. „wer hat dann Gott gemacht?“:
      Sehr gute Ausgangsfrage zum Nachdenken. Aber Achtung: Die Beantwortung dieser Frage erklärt wer, wie und das „Gott“ ist und könnte Dich zum Theisten machen 😉

      Bzgl. Quran:
      „Ich habe mir übrigens … einen Quran … bestellt. Etwas dazu zu lernen kann nicht schaden.“

      Wenn es Dir wirklich aufrichtig darum geht, dann nimm bitte „diesen“. Selbst wenn Du nur das Vorwort und den Glossar liest, hast Du etwas sehr wichtiges dazugelernt, nämlich den Stellenwert von Terminologie. Ansonsten kleiner Tipp: Lies von hinten nach vorne, d. h. Sura 114, 113, 112 usw.

      Liken

  17. @All: Ich möchte mich nochmal für eure unglaublich guten Kommentare gerade bei diesem Artikel bedanken! Das waren wirklich tiefe Einblicke und Gedanken, die jeden zum Nachdenken über sein eigenes Leben und den eigenen Glauben bringen sollten. Schön, dass wir so eine Vielfalt und Offenheit in den Kommentaren haben.

    Gefällt 5 Personen

    1. Danke für deine Artikel, für deine Gedanken, fürs Teilen und den Blog. Fühle mich hier akzeptiert und es geht sicher vielen anderen auch so.

      Liken

  18. Es lässt sich vieles mit diesem Satz zusammen fassen: glaubst du schon oder fühlst du noch. Wie schon von wuestenrose geschrieben kann man sich gut fühlen, weil man eine schöne Gemeinschaft geniesst, viele Freunde und Kontakte hat. Alles gut und schön. Aber kein Beweis für Glauben oder irgend eine wie auch immer geartete Wahrheit. Gerade durch die Kommentare wird klar, nette Gemeinschaft gibt es überall. Das Thema Gottesbeweis kann man nicht an irgendwelchen Erfahrungen festmachen, auch die gibt es überall. Die einen sagen dann, dass gibts nur bei uns und bei den anderen ist es unecht. Klar. Kausal logisch wäre eher: Es ist überall unecht oder überall echt. Als gläubiger Mensch tendiere ich zu letzterem. Mit einigen Ausnahmen bei Leuten mit Drogen und Medikamentenkonsum. Und paar Freaks gibt es natürlich auch. Aber es beispielsweise Augustinus von Hippo abzusprechen eine aussergewöhnliche Begegnung gehabt zu haben aber irgendwelchen halbseidenen psychisch labilen heutigen Gläubigen zuzusprechen (nur die der einzig wahren Kirche blabla, alle anderen nicht) ist doch Irrsinn. Ich stimme wegen diesen und anderen Punkten dir zu Blackwater, Religion zerstört und trennt, Glaube vereint. Hoffen wir, dass die Menschen das endlich erkennen. Manchen Leuten würde es helfen sich mal mit anderen Glaubensgemeinschaften auseinander zu setzen und nicht im eigenen Laden sich immer bestätigen zu lassen, was sie schon glauben zu wissen. Dann merkt der ein oder andere mal, dass er in einer Seifenblase sitzt.

    Liken

  19. Genau wie in dem Comic lief meine Ehe – Scheidung ab… Finde ich gut wenn die weibliche Seite mal nicht nur als Opfer dargestellt wird, gerade in den heutigen Zeiten. Das Fremdgehen wird sonst oft immer den Männer zugeschrieben. Spätestens seit Whatsapp hat sich das definitiv geändert…

    Guter Blog!

    Liken

  20. Wie ich schon geschrieben habe, in jeder Gemeinschaft muss man sich fragen, ob man wegen der Gemeinschaft glücklich ist oder wegen der Freundschaft zu Gott und weil einen der Glaube erfüllt. Aber Freunde sind wichtig und wenn man gleichen Glauben teilt, hat man mehr gemeinsam und mehr zum quatschen.😂 Ich finde wir haben eine sehr schöne Moscheegemeinde bei uns, wir helfen uns gegenseitig, sind füreinander da, grillen im Sommer zusammen, haben schon einen eigenen Kochwettbewerb gemacht, manche Schwestern würde ich sofort für Kochsendungen anmelden.😂Das ist alles schön und zu wissen jemand ist für einen da wenn es einem schlecht geht auch. Wir kümmern uns umeinander, um unsere Älteren, die wie viele Opas und Omas für mich sind und auch um die jungen und die vielen Kinder😂. Glaube verbindet, das ist ganz normal. Nur darf das Miteinander nicht den Glauben ersetzen, egal wie schön so eine große Extrafamilie ist.❤️

    Liken

  21. Guten Morgen! Nun, Religion ist nicht unbedingt mein Thema. Aber ich habe durch den Artikel und die Kommentare mehr darüber gelernt, als in den 30 Jahren davor. Ich freue mich über Abwechslung im Blog. Also gerne auch wieder die Finanzen vertiefen. Aber auch und ausdrücklich meinen Dank für solche Artikel wie diesen. Das ist schon ein echtes Bildungsangebot.

    Liken

  22. Unter einem kirchlichen Dogma kann es keinen Fortschritt in der Erkenntnis geben. Im Mittelalter bis lange in die Neuzeit wurde das durch Gewalt durchgesetzt. Heute gibt es viele Glaubensgemeinschaften und Freikirchen, die Gedankenstopmethoden und anderes anwenden und angeblich nur eine kleine Gruppe Menschen die wahre Erkenntnis haben und alle anderen müssen folgen. Genau davor warn die Bibel, aber irgendwie wird das immer überlesen…. zufällig…

    Religion bleibt für mich der grösste Feind des Glaubens und erschwert vielen Menschen ein echtes Glaubensleben zu führen. Religion versucht die Liebe zu Gott auf die Liebe zu einer Religion, Organisation oder Gemeinschaft zu lenken. Das ist die riesige Gefahr.

    Liken

  23. Die europäische Kultur ist eine Mischung aus christlichen Glauben, heidnischen Einflüssen, Aberglauben, griechischer Philosophie, römischen Recht und seit ca. dem 18. Jahrhundert aus den Erkenntnissen der Naturwissenschaften und Technik. In der heutigen Zeit kommen neue Dinge dazu, auch Esotherik und auch der Islam. Deswegen steht in unserem Grundgesetz, dass Forschung und Lehre frei sind, Religionsausübung muss gewährleistet werden und die Freiheit in Wort und Bild seine Meinung zu äußern, wird auch garantiert. Und ich finde das sehr gut so, auch wenn viele es gerne anders hätten. Alleine die Freiheit sich hier auf dem Blog mal austauschen zu können, ist ein in der Geschichte hart erkämpftes Gut. Aber freier Glaube ist es auch. Das letzte Bild bei dir Black, dieses sagt mehr als 1000 Worte. Jeder kann frei nachforschen und Schriften lesen. Bibeln, Koran was auch immer. Ich warne daher immer vor den Menschen, die das gerne verhindern würden. Und die finden sich in allen Lagern wieder, genauso wie es in allen Lagern freiheitsliebende Menschen gibt.

    Liken

  24. Wenn man den Artikel wertfrei betrachtet, kann man allem zustimmen. Es wirkt sich gut aus so zu leben. Wenn man die Herkunft dieser Anweisungen betrachtet, landet man bei dem üblichen Religionsthema und den Schlussfolgerungen, die wuestenrose91 schon angeschnitten hat. Sie scheint eine ausgeprochen intelligente junge Frau zu sein. (gerne als Kompliment verstehen)Oft wird die Gleichung aufgemacht Glaube ist nicht rational/unwissenschaftlich und automatisch dumm. Und Intelligenz ist immer rational/wissenschaftlich und damit automatisch wertvoll. Dazu braucht man keine Studie mehr und dies scheint Konsens bei vielen Menschen zu sein. Aber die Mehrheit der Menschheit gehört einer Religionsgemeinschaft an oder glaubt zumindest an ein Leben nach dem Tode. Ersteres hat sich oft rein pragmatische Gründe die man sich vergeistigt. “Es ist die einzig wahre Religion” (weil es mir so gut reinpasst und meine Freunde da sind …) Der Glauben an ein Leben nach dem Tod ist auch eine Art Schutzmachanismus um Ängste zu überwinden. Aber es ist dennoch nicht so einfach, denn es gibt viel unerklärbar “geistiges” auf dieser Welt. Der Beweis sind wir selbst. Wir haben ein Gewissen. Das sagt uns, wenn wir etwas falsch gemacht haben. Wenn wir es nicht haben, nennen uns die Anderen Soziopathen. Unser Gewissen lässt sich auch nicht herleiten und es wurden viele Untersuchungen gemacht. Beispielsweise als es um den Umstand ging, dass Heinrich Himmler seinen Schergen das Gewissen abtrainieren wollte, damit sie effektiver den Holocaust ausführen. Woher kam dieses Gewissen denn? Auch warum wir leben, lässt sich nicht erklären. Warum wir traurig sind, wenn unsere Eltern sterben. Warum sich Menschen für andere Menschen aufopfern, ist doch eigentlich irrational, oder? Die Intelligenz gibt dir keine Antwort darauf. Deswegen ist die Gleichung: Religion ist irrational ist unwissenschaftlich ist dumm genau das: DUMM.

    DUMM sind aber für mich Menschen, die nicht nachdenken, die nicht hinterfragen, nicht reflektieren, nicht den Glauben durchdenken wollen. DAS ist für mich sektenartig und dumm. Und das sind sicher überwiegend unintelligente oder manipulierte Menschen. Wenn etwas wahr ist, warum muss man dann Angst vor Nachforschungen, vor Bildung und freien Denken haben? Ich kenne Christen, die Denken dürfen und ich kenne welche, bei denen ist es verboten oder wird unterdrückt. Würde ich mich für eine Gruppe entscheiden und damit annehmen es gibt einen intelligenten Schöpfer, wäre wohl klar welche Gruppe näher an “ihm” ist. Dank wuestenrose91 habe ich aber heute etwas dazugelernt. Ich muss mein Islambild auch erweitern, ich kannte hier auch eher nur eine Gruppe. Jedenfalls ist der Glaube mehr als nur ein Korrektiv zum wissenschaftlichen Denken. Er ist eine praktische Lebenshilfe für Milliarden von Menschen und gibt ihnen Halt. Und das sollte doch schon ein wichtiger Grund sein, religiöses Denken wenigstens zu repektieren und nicht zu verdummen, wie das oft versucht wird. Die Gruppe von Menschen, die dies oft versucht sind aus meiner Erfahrung aber dann die, die einer Greta Thunberg hinterher kaufen oder der Homöopathie vertrauen. Das ist wirklich krude. Dann kann ich auch gleich glauben, es gibt Menschen als Gottes Sprachrohr auf der Erde. Oder aber ich mache das, was einer meiner besten Freund sagte, ein bibelfester und überzeugter Christ, der in ingesamt sieben Glaubensgemeinschaften war bis er sein Zuhause fand. Ich lese in der Bibel, dass es so eine Gruppe gar nicht geben kann und bete selbstständig zu Gott, anstatt mir von anderen Märchen erzählen zu lassen.

    Liken

    1. Viele stellen heute ganz selbstverständlich fest, dass sie Christen sind.Das Merkmal eines Christen ist laut der Bibel die Liebe. Aber wie leben wir diese Eigenschaft in unserem Leben aus? Wie sehen wir Menschen, die keine Christen sind? Sehen wir uns als Begünstigte oder sogar Elite? Welches Recht haben wir, über sie zu urteilen? Welches Recht haben wir überhaupt über irgend welche Menschen zu urteilen??Welcher Mensch hat Einfluß auf die Auswahl seiner Eltern und seinen Geburtsort? Oder auf die Umstände? Trägt ein Mensch eine Schuld, weil er in ein jüdisches, islamisches oder was auch immer Glaubengebäude hineingeboren ist? Welche Einfluß hatten wir darauf, dass schon unsere Eltern in ihren Glauben ausübten?(oder auch nicht) Wenn man ehrlich mit sich selbst ist, dann wird man ganz schnell ruhig bei so einem Thema. Nehmen wir an, ich bin in einem islamischen Land aufgewachsen, Eltern Muslime, um mich herum Muslime. Wer würde da dann Christ werden und sich von allem trennen? Vor allem wenn es eine schützende Gemeinschaft ist und der Glauben gelebt wird? Oder drehen wir den Spiess um. Alles das gleiche, nur als Christ. Nehmen wir mal an ich erkenne, der Islam ist eher mein Glaube. Dazu müsste ich mich damit beschäftigen, was die meisten schon nicht tun. Weil man ja schon weiss, man “hat” das richtige. Und woher weiss man das? Umfeld, Umstände, soziale Kontakte, Selbstbestätigungen in der Echokammer. Tja…

      Der echte christliche Glaube wie die Bibel ihn lehrt ist: Christus ist für alle Menschen gestorben und kein Mensch ist Richter. Das ist auch ganz gut so, wenn man ehrlich mal darüber nachdenkt. Sonst würde alleine die Geburt in diesem oder jenen Teil der Erde eine Priviligierung(oder auch nicht) sein. Natürlich auch ganz nach Glaubensansicht. Wenn man das offen durchdenkt, ist es klar. Kann oder darf man es nicht offen durchdenken, hat man ein ganz anderes Problem.😂😂

      Daher stimme ich zu, DUMM ist wer nicht nachdenkt und ignorant durch die Welt geht.

      Liken

  25. Den Comic finde ich lustig bis traurig. Aber er zeigt eine heutige gesellschaftliche Realität. Die Rollen verdrehen sich. Die Frauen gehen immer öfter fremd und eine Folge davon sind Kuckuckskinder. Hier bei uns in Österreich sollen es bis zu 7% sein.

    https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/oesterreich/674616_Weiss-der-Kuckuck.html

    Fremdgehen ist immer schlimm, aber Frauen sind heute keine Opfer mehr, sie sind Täter. Dem treudummen Erzeuger und Ernährer wird das Kind untergeschoben und er blecht für die Brut eines anderen. Das ist noch viel dreister als das Fremdgehen selbst. Die zehn Gebote kommen aus einer Zeit, bei der wohl eher die Männer das Problem waren.

    Liken

  26. Hi, ich bin durch meine Schwester auf deine Seite gekommen (die andere mit dem Blatt-Foto). Ich studiere Islamwissenschaften und bin Muslima. Viele verstehen den Zusammenhang nicht. Islamwissenschaften kann man theoretisch studieren ohne gläubig zu sein, so wie bei Theologie auch. Das nur am Rand.

    Ich bin aber gläubig und setze mich sehr damit auseinander. Auch über das Thema Glauben allgemein. Daher finde ich deinen Ansatz fast schon genial die einzelnen Bausteine zu trennen und einzeln zu durchdenken. Vor einigen Jahren wurde eine Metaanalyse durchgeführt, bei der über 60 einzelnen Studien einbezogen wurden. Es ging um die Frage des Zusammenhangs zwischen Intelligenz und Religiosität und es wurde eine deutliche, signifikant negative Korrelation zwischen Intelligenz und Religiosität festgestellt. Also je weniger intelligent, desto religiöser. Natürlich muss man sich hier Details anschauen, es ist nicht so wie es zunächst klingt. Ein bedeutsamer Unterschied ist der zwischen intrinsischer und extrinsischer religiöser Orientierung: Praktiziert man die Religion um ihrer selbst willen (erfordert echten Glauben) oder ist sie ein Mittel zum Zweck: Verhaltenskontrolle, soziale Bindungen, Sicherheit, Gemeinschaft. Also in etwa die Funktion eines Vereins für was auch immer, spielt eigentlich keine Rolle. Für die Menschen, für die es um diese praktischen Dinge ging, ging es nicht um echten Glauben, es war nur vorteilhafter für sie. Und den Glauben hat man sich dann eingeredet.

    Intelligenz macht nicht automatisch ungläubig. Der Glaube ist nur dann weniger von anderen Faktoren abhängig. Aber bei naiven und weniger intelligenten Menschen kann man mit Glauben
    als Manipulationsinstrument viel Schaden anrichten. Sie führen wohin man will, Geld aus den Taschen ziehen, ihnen alles Mögliche als Zeichen einreden. Und hier kommen nicht nur
    alle Religionen in Frage. Sondern es beantwortet auch die Frage, warum diese ganzen esoterischen Dinge funktionieren. Wunderwasser für viel Geld, nutzlose Zuckerkugeln als Heilung, Gegenstände als Schutz.

    Zurück zu dir. Das ist doch genau die Frage, die du dir stellst, oder? Mache ich eine Sache um der Sache wegen oder nicht? Ist es echt? Ist es bei anderen echt? Andere sind nicht / sollten nicht wichtig für meinen Glauben sein. Aber ganz unwichtig ist es auch nicht und sich das nicht zu fragen, wäre fast schon ungewöhnlich für uns Menschen als soziale Wesen.

    Was du aber hier schreibst und denkst ist genau der richtige Ansatz zu einem echten Glauben. Nicht aus Dummheit, Bequemlichkeit und „Vereinsleben“, sondern aus Wahrheit und Herz. Und das
    solltest du niemals niemals aufgeben! Das ist die Reise, die du eigentlich immer beschreibst.

    Und nun zum Allgemeinen: Ein wirklich schöner Blog. Darf ich mich mal „anmelden“ für einen Gastbeitrag?

    Gefällt 6 Personen

    1. Hallo Wuestenrose, willkommen auf der Seite und schön dass Du da bist. Melde Dich mal wegen Deiner Frage: blackwater.live (at) b-c-n.org direkt.

      @All Dieses Mal dauert es etwas, bis ich eure Fragen alle beantworten kann. Der Artikel ist von den Aufrufen her regelrecht explodiert und die erhaltenen Mails sind recht umfangreich. Vielen Dank für so viel Interesse und Resonanz! Ich freue mich immer, wenn euch die Informationen und Gedanken einen Mehrwert bringen und bei manchen die Leselust auf Bücher wecken.

      Nächste Woche gibt es wieder einen klassischen Finanzartikel, ich möchte versuchen das etwas abzuwechseln, so dass für jeden etwas dabei ist.

      Gefällt 5 Personen

    2. Es ist sehr schade, wenn Menschen durch negative Erfahrungen sich den Glauben nehmen lassen. Das sehe ich ganz genauso wie ihr. Nicht nur dass man von Menschen verletzt wurde, man lässt auch noch zu dass diese einem einen wertvollen Teil des eigenen Lebens nehmen. Ich weiss dies aus persönlicher Erfahrung, da ich jahrelang selbst “Mitglied” von so einer Gemeinschaft war. Das Schlimme ist der Moment wo du merkst: Du wurdest von den anderen nie wirklich um Deiner selbst Willen geliebt, sondern um deiner Funktionstüchtigkeit willen. Mehr tun, schlechtes Gewissen, Ängste und Schuldgefühle eingeredet bekommen. Manche werden krank daran und wissen nicht mal warum. Es war nie echt, es war alles nur Fassade. Egal, besser man erkennt die Lüge, als ewig in einer Scheinwelt zu leben. Menschen manipulieren Menschen und es geht um Macht. Andere spielen vielleicht gerne Computerspiele, manche Soziopathen spielen gerne mit Menschen. Und wo geht das besser als in der Ortsgemeinde. Die Geschichten wiederholen sich immer wieder.

      @Wüstenrose: Danke für deinen Kommentar und die Info’s. Wirklich sehr interessant. Ist die Religion Mittel zum Zweck? “Verhaltenskontrolle, soziale Bindungen, Sicherheit, Gemeinschaft.”

      DAS ist doch genau der Punkt. Für die einen wird ein Fetish befriedigt, andere wollen nicht alleine sein, es bietet Sicherheit und soziale Bindung. Klar fühlt man sich dann wohl und bestätigt. Aber ist es auch echter Glaube?? Liebe Wüstenrose, ich hätte nie gedacht, dass eine Muslima den Kern der Sache mal so voll trifft, aber ich hätte auch nie gedacht so einen alternativen Finanzblog wie Blackwater.live zu finden.

      Mitbdem Islam kenne ich mich nicht wirklich aus. Aber die Bibel hat mehrere gute Verse zum Beleg, dass Religion (Führung durch Menschen) im Christentum nicht gewohlt war. Drei meiner Lieblingsverse: “Galater 5:1 Zur Freiheit hat Christus uns befreit! Bleibt daher standhaft und lasst euch nicht wieder unter das Joch der Sklaverei zwingen! 1.Tim 2:5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle, als sein Zeugnis zur rechten Zeit. 1.Korinther 7:23 Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.” Damit sind 99,9% aller Kirchen und Glaubensgemeinschaften raus.

      Lieber Blackwater, nochmal mein herzlichen Dank an für diesen Blog. Ich freue mich was die nächsten Jahre hier noch alles kommt. Wer bis hierhin alles gelesen hat, hat sicher gelernt seine Finanzen zu organisieren. Aber vor allem hat er etwas gelernt, was andere ihr ganzes Leben nicht kapieren werden. Den Unterschied zwischen Glauben und Menschenwerk. Nochmal: Danke!

      Liken

      1. Dem kann ich nur zustimmen. Glaube verbindet Menschen, aber Religion ist instrumentalisierter Glaube und trennt Menschen, erzeugt Hass.

        Viele junge Menschen engagieren sich zum Beispiel neben ihrer Schule, Studium oder Beruf in der Arbeit für Flüchtlinge. Auch für Flüchtlinge aus muslimischen Ländern. Manche helfen sogar vor Ort, sogar in Kriegsgebieten wie dem Jemen und setzen ihr eigenen junges Leben auf’s Spiel. Für andere Menschen, in diesem Fall für Muslime. (@Blackwater: Ich freue mich auf dein Spendenprojekt im nächsten Jahr!!) Der Glaube und die Nächstenliebe sind ihnen wichtiger, als ihre Religion. Für sie ist Glaube nicht nur ein leeres Wort, nicht nur eine Floskel als wenn es helfen würde immer “Glauben” zu sagen. “Ach wie glaubensstärkend, ach wie toll der Glaube!” Grotesk. Was nützt es herumzujammer wie schlecht die Welt ist? Statt dessen anderen zu helfen bringt mehr, anderen und sich selbst. In einer Welt, die immer mehr Menschen pessimistisch und verzweifelt macht, tut es gut, zu sehen und zu erleben, wie Menschen Hilfsbedürftigen, ungeachtet ihrer Religion helfen. Und wer weiss wie es erst aussehen würde, wenn es die hundertausenden Helfer weltweit nicht geben würde, nicht all die Hilfsorganisationen, durch Spenden finanzierte Krankenhäuser etc.etc. Religionen verlieren immer mehr Ansehen und damit die gestaltende Kraft. Das ist so, weil Religionen die Menschen trennen. Wir sind die wahre – ihr seid die falsche Religion, wir sind gut, ihr seid schlecht. Und Studien zeigen, dass der religiöse Extremismus derzeit wieder zunimmt. Jesus hat aber mit seinem Wirken und Sterben hier auf der Erde, keine neue Religion gegründet und es soll mir bitte ein mal jemand zeigen, dass es anders ist.Er sagte: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr Liebe unter euch habt.” (Matt 5,17) Der Glaube wie Jesus ihn uns lehrte und vorlebte, beflügelt dagegen zu Eigenschaften wie Mitgefühl, Güte und dem Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben. Deshalb sind Menschen, die diese Eigenschaften ausleben und darin aufgehen so wichtig. Sie finden sich nicht ab mit trüben und deprimierenden Gedanken, sondern tragen glücklich die Liebe Gottes in die Welt. Dann bekommen Arme eine warme Mahlzeit, alte Menschen jemanden, der ihnen zuhört, Flüchtlinge Helfer die sie aufnehmen. Menschen helfen Menschen.

        Anstatt also Religion zu instrumentalisieren und sich selbst Führer zu ernennen, Menschen zu folgen und unbiblische Spekulationen aufzustellen, sollte man sich auf den Kern der Botschaft besinnen. Das gefällt mir auf dieser Seite so gut. Es geht um Nachdenken, um den Inhalt nicht um Religion. Hier einer meiner Lieblingstexte: Jakobus in Jak. 2:14: “Was hilft’s wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann dieser Glaube ihn selig machen? Wenn ein Mensch nackt ist und Mangel hat an täglicher Nahrung und jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch, ihr gebt ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat – was hilft ihnen das? So ist der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.”

        Uuuupps. Nicht nur Glaube blabla, Werke. Aber welche Werke? HELFEN. Wenn sich also alle gläubigen Menschen, vor allem solche, die sich Christen nennen, so engagieren, wird Glaube echt und tritt in Aktion. Die Welt heute brennt, Millionen sind auf der Flucht. Wenn wir helfen, egal wo Menschen leiden, dann wird der Glaube sichtbar und relevant. Nicht die Religionen, sondern der Glaube des Einzelnen, schenkt Menschen das, was heute so dringend gebraucht wird. Aus wenigen werden viele und es ändert sich etwas. Jeder kann lieben. Jeder kann seine Zeit und seine Talente nutzen, nicht für eine Religionsorganisation, sondern für Menschen, so wie es Jesus vorgelebt hat. Religionen vermitteln den Menschen keine echte Hoffnung. Der Glaube, wie ihn Jakobus fordert, ist der Gegenentwurf zu Pessimismus und Extremismus. Aus dem Glauben an Gott entsteht Kraft für das Gute – für Liebe, Gerechtigkeit und Würde für alle, für ALLE. Und wir haben als Christen nicht das Recht zu richten. Ich kenne auch viele Muslime die mit ganzem Herzen glauben und beten, die anderen helfen, die in Würde und Anstand leben. Die sind nicht alle vom IS genausowenig wie alle Christen fundamentalistische Evangelikale sind. Wer bin ich Urteile zu fällen? Sie lieben auch von ganzem Herzen Gott, mehr als mancher sogenannt christlicher Heuchler, der voller Hass auf sie blickt und das Christentum wohl nie verstehen wird. Jesus ist für alle Menschen gestorben, da er sich wusste wie schwer und kompliziert es mal werden würde.

        Das war wohl mein längster Internetkommentar. Aber dieser neuerlich gute bewegende Post nötigte mich regelrecht dazu.

        Liken

      2. Salam Aleikum alle zusammen,

        ich bin echt beeindruckt von den Kommentaren hier. Das macht direkt Hoffnung auf eine andere und bessere Welt. @Blackw, dich habe ich angeschrieben wie gewünscht. Die Position ist bisher sehr christlich geprägt, daher möchte ich auch etwas aus muslimischer Sicht erklären. Ihr werdet aber sehen, das Problem ist das gleiche: Kultur wird mit Religion durcheinander gebracht. Kukturelle Bräuche werden dem Islam zugeschrieben. Aber genausowenig wie alle Christen Kreuzfahrer oder Kinderschänder sind (Prozesse gibt es tausende weltweit), sind alle Muslime IS Anhänger. Wurde auch schon geschrieben, wie ich gesehen habe. Danke!

        Viele Muslime projizieren ihre Vorstellung von einem mächtigen Familienoberhaupt oder von einem archaischen (arabischen😂😂) Stammesvater, dem man unhinterfragt gehorchen und sich unterwerfen muss, auf ihre Vorstellung zu Allah. Demnach gestaltet sich die Beziehung zu Gott als Beziehung zwischen einem Befehlshaber und einem Befohlenen, einem Sklaven. Der Herr braucht seinen Sklaven, er ist auf seine Dienste angewiesen, um seine Herrlichkeit ausleben zu können. Braucht Gott aber unseren Dienst? Sicher nicht!!

        Die Beziehung des Gläubigen zu Gott wird auf eine Dimension reduziert, nämlich die des Gehorsams: Gehorsame werden für ihren Gehorsam belohnt, Ungehorsame entsprechend bestraft. Kommt sicher Katholiken auch bekannt vor. Es denkt sich ungefähr so: “Wir müssen einfach nur das tun, was Gott sagt, dann ist alles in Ordnung. Unser Verstand ist so begrenzt, dass er nie alles wird nachvollziehen können, daher soll man nicht krampfhaft versuchen, alles zu verstehen.“ Der Koran und die Sunna sind nur eine Art Bedienungsanleitung für das Funktionieren des Menschen und so wird das oft gelehrt. Das Argument ist: „Wie der Konstrukteur einer Maschine diese am besten kennt und für die richtige Nutzung eine Bedienungsanleitung beilegt, weiß Gott, der Schöpfer des Menschen, am besten, was für den Menschen gut und was schlecht ist. Und daher müssen wir uns an seine Anleitung halten – selbst wenn wir es nicht verstehen.” Die Fähigkeit des Menschen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, seine persönliche Gotteserfahrungen zu machen und diese zu reflektieren, für sich selbst zu entscheiden, wie er sein Leben entwerfen und auf Gott individuell ausrichten will – all das wird ignoriert und unterdrückt. Wäre es aber nicht unfair und unvollkommen von Gott uns Vernunft zu geben und den Willen und Wunsch zu verstehen, aber zugleich von uns zu erwarten dann diese Vernunft zu unterdrücken? Gott stellt sich uns aber anders vor. Er hat tausend Namen, wie auch in deinem Artikel einer erwähnt ist. Er stellt sich als der liebende, barmherzige Gott vor, der aus Liebe, echter bedingungsloser Liebe und Barmherzigkeit den Menschen erschaffen hat. Und er sucht Menschen die auch lieben und diese Liebe erwiedern. Dieser Gott interessiert sich für den Menschen und es geht nicht um ein juristisches Regelwerk, zu dem manche den Islam gemacht haben. Der Koran beschreibt die von Gott angestrebte Beziehung zum Menschen als Liebesbeziehung (Koran Sure 5, Vers 54).Manche reduzieren den Islam auf ein paar Äußerlichkeiten, denn Gott interessiert sich angeblich nur dafür, ob der Bart lang genug ist und ob die Mädels Hijab tragen. Wird der Mensch nur über die Fassade als fromm und gläubig definiert? Was ist mit dem Mensch und mit seiner Würde und mit seinem Status in der Schöpfung als das edelste Geschöpf Gottes? Und was ist mit der Liebe zu Gott, die sich in der Liebe zu seiner Schöpfung ausdrückt? Ist das nicht der eigentliche Kern, über den der Koran sagt „Wir haben dich, Mohammed, nur als Barmherzigkeit für alle Welten entsandt“ und über die Mohammed selbst sagte: „Ich wurde entsandt, um die guten Charaktereigenschaften zu vervollkommnen“? Ein Beispiel, weil ich so oft gefragt werde: Äußerlichkeiten sind kein Selbstzweck. Ich trage Hijab weil ich es möchte und weil es ein Teil meines Glaubens ist, weil ich darin die Würde als Frau sehe, im Gegensatz zu einem oft sexualisierten Rollenbild in vielen Ländern, in denen Frauen sich inzwischen freiwillig durch ihre Kleidung und ihr Verhalten zum Sexualobjekt machen. Aber ich stehe doch auch vor meinem Schöpfer der mich liebt. Das ist für mich nicht vereinbar. Abgesehen von die vielen Nebenfolgen, siehe das zynische Comic im Artikel.

        Wenn Glauben jedoch NUR noch als Fassade gelebt wird, wird ihr eigentlicher Kern ausgehöhlt. Wie ein Baum der unter der Rinde fault. Und das ist bei Religionen deutlich zu sehen, nicht aber bei echten Gläubigen, denen es um die Erwiederung der Liebe zu Gott geht. Er hat uns zuerst geliebt. Christen sagen wegen dem Opfer Christi, ich denke da aber schon an die Zeit davor: Unsere Erschaffung. Er liebte uns zuerst. Das eigentliche Anliegen des Islam ist, dass der Mensch sich vervollkommnet, um die Gemeinschaft Gottes zu erlangen.

        Wasalam

        Gefällt 2 Personen

      3. Ich bezeichne mich als Christ, akzeptiere aber alle Menschen und tausche mich mit ihnen auch aus. Das bereichert mein Leben. Die Geschichte der Menschheit nach Jesu Leben auf der Erde ist gepflastert mit Personen, die sich als das “Heil” oder als einziger “Rettungsweg” sahen, dabei sagt die Bibel deutlich, dass dies Schwachsinn ist und warnt vor solchen Leuten, da sie andere irreführen. Daher sollte es vielen helfen mal eine Bibel als Ganzes zu lesen und auch gerne das ein oder andere Geschichtsbuch. 😉 Bildung ist nicht gefährlich. 😉

        Pps Danke für diese Arbeit und diesen abwechslungsreichen Blog.

        Liken

  27. Hallo, ich frage mich, warum es so viele Menschen in unseren Breitengraden an esoterischen Schwachsinn wie Astrologie, Amulette, Homöopathie, Kartenlegen, Kristalle, Heilwasser und ähnliches glauben. Die Höflichkeit gebietet selbstverständlich, dass man es sich manchmal verkneift, seine Meinung kundzutun aber nachvollziehen will man es doch. Ich kann mir das nur so erklären: Religionsgemeinschaften, Vereinigungen und Menschen, die irrtümlich zu der verdrehten Anschauung gelangt sind, die allgemein gültige und einzige Wahrheit erlangt zu haben, entwickeln ein enormes Sendungsbewusstsein wie Verkäufer auf dem Marktstand. Also es geht entweder um Geld, wie mich dieser Link vermuten lässt:

    https://www.derstandard.at/story/2000101505822/granderwasser-auf-dem-weg-zum-physik-nobelpreis

    Oder ich muss mir das als kollektiven Wahnsinn vorstellen: :))

    Etwa so: Mir ist gerade das Himalaya-Zauber-Salz ausgegangen, welches man zur Entgiftung braucht. Aber in ein paar Tagen besorge ich euch gerne welches, gegen eine geringfügige Aufwandsentschädigung aus
    dem Super-Markt mit Anti-Agingeffekt auf Quantenbasis und mit innerem Lichquell-Quanten-Suberheileffekt. Im Einklang mit dem Universum. Universum kommt immer gut und Entgiftung sowieso. 🙂

    Wie dem auch sei. Die Aufklärung ist vorüber und ein Geist wurde durch einen anderen ersetzt. Aber ich gebe zu Black, da ist mir die klassische Version auch lieber. Jemand geht in eine Kirche, Moschee, was auch immer. Abgesehen von radikalen Sonderformen gibt es da wenige Zwänge. Ich kann kommen und gehen und es ist meine Privatsache. Ich respektiere auch andere Ansichten und Muslime, Christen und Juden. Was ich nicht verstehe ist esoterischer Schwachsinn und Zwänge und Manipulationen, bei dir als Dogmen beschrieben.

    Ich habe den empfohlenen Bibelserver schon öfters benutzt und auch Teile der Bibel durchgelesen, gerade Markus und Lukas?? (wie mal empfohlen), aber ich kann da bei weitem keine Zwänge und „einzige wahre XYZ“ feststellen, eher das komplette Gegenteil. Vielleicht sollten mal mehr Leute lesen was wirklich da steht anstatt auf menschliche Gurus zu vertrauen. Dieser neuerliche Artikel von dir ist wieder sehr gelungen. Gehirn anschalten ist wie das Licht anschalten. 🙂

    PS; ich wusste nicht ob ich es unter diesem oder dem letzten Artikel posten soll und habe mir den Vorpostern angeschlossen. 🙂

    Liken

  28. Ich denke die Tage von Manipulation und Dogmatismus Religion sind im Westen zumindest gezählt, denn die Möglichkeiten der Hinterfragung sind qualitativ so vielseitig geworden, daß viele erst mal geheim nachschauen und verstehen und dann ihren Ausstieg in die Freiheit ganz souverän und kontrolliert vollziehen oder sich erst gar nicht darauf einlassen. Es lebe das Internet. Aber das hat nichts mit Glauben zu tun, wie du ja immer gut mit solchen Artikeln zeigst. Denn wer wirklich von Herzen glaubt, kann sich auch ganz frei für etwas entscheiden, wie die jungen Damen hier auf dem Blog, die Hijab tragen. Andere lesen die Bibel ohne eine Kirche, was in der Bibel selbst auch so empfohlen wird.

    Aber dazu wurde schon viel geschrieben. Schön und wichtig finde ich, das Kinde nicht mit dem Bad auszuschütten. Religion missbraucht oft den Glauben, aber warum sollte man deswegen nicht glauben? Es gilt die Religion (Tradition, Erbe, Riten) zu trennen von dem Kern. Das können viele nicht und daher wenden sie sich gleich anderen Dingen zu. Das R. W .Emerson Zitat passt genial, das sollte man sich wirklich merken. Blutleeres und geistloses Festhalten an einem System welches man nicht hinterfragen darf: Genau das trifft doch auf die meisten Gruppen zu. Die zehn Gebote sind definitiv eine der besten Anleitungen im Leben und darüber nachzudenken auch. Aber Nachdenken…., oh, da ist ja dieses Problem mit dem Denken…Lieber ignorieren, ablenken, abschalten….

    Super Artikel!

    Liken

  29. Wie immer Spitzenklasseund ganz große Schule. Aber ein paar Dinge will ich mir doch erlauben anzumerken. 1. Ich zitiere: “Ich habe im Kommentarbereich vor kurzem erst geschrieben, dass wieder eine Menge Spam angekommen ist. Manches davon ist so deutlich gegen Menschen gerichtet, dass man es direkt der Staatsanwaltschaft übergeben kann. Aber ganz abgesehen davon: Was geht in solchen Menschen vor, dass sie so viel Energie verwenden andere anzugreifen und zu beschimpfen?”

    Das darf und wird dich doch nicht wundern? Bei den Themen die du angehst und mit einer Multikulti Leserschaft würdest du in einigen Teilen Deutschlands vermutlich öffentlich hingerichtet.(von kleinen religiösen Gruppen ganz zu schweigen, im Mittelalter war das Ketzerei, heute ist bekannt wer die Guten waren) Ganz im Ernst: Damit musst du leben. Ich wäre an deiner Stelle stolz, vor allem auf die Vielfalt der Leser und dieses doch sehr offene Forum, welches du hier ohne Zweifel geschaffen hast. In Zeiten von AfD und einer weiteren Radikalisierung der Gesellschaft, ist ein offener Blog etwas seltenes.

    2.Ich zitiere wieder: “Dieses Kind wird mit seinem Teddy die Eltern nicht ersetzen können. Laut Psychoanalytikern wird es später als Scheidungskind aber genau das versuchen, nur nicht mit einem Stoffteddy. Für unser Glück ist es enorm wichtig, solche Substituierungen im eigenen Leben zu erkennen.” (die Bildunterschrift bei dem Kind)

    Genau auf den Punkt getroffen. Hier kann ich nur fachlichen Backround vermuten oder du weisst selbst von was du sprichst, hast es durchlebt und analysiert oder analysieren lassen. Selten habe ich das so gut auf den Punkt gebracht gelesen, Chapeau!

    Die Karikatur über den Ehebruch und die Scheidung finde ich direkt weltklasse! Zynismus ist leider oft die pure Wahrheit.

    Das Zitat von R. W .Emerson ist von Feinsten: “Der Glaube, der auf Autorität beruht ist kein Glaube. Die Bedeutung der Autorität ist das Maß für den Verfall der Religion, das Maß dafür, wie sehr der Geist bereits aus ihr entwichen ist.” Es gab schon immer schlaue Köpfe und brilliante Analysten. Leider wurden diese selten gehört, die Masse neigt leider zum Selbstbetrug. Das soll es vorerst mal gewesen sein, ist doch eine ganze Menge Stoff zum Nachdenken. Klasse Arbeit von dir, ein riesiger Bogen über Kultur, Religion, Psychologie und persönliches Leben. Nochmals, Chapeau!

    Liken

  30. Tolle Aufbereitung alter Werte. Wie ich dich kenne, hätte der Post auch noch fünf mal länger werden können. Aber es ist so schon eine Menge zum Nachdenken und in sich gehen. Vielleicht hätte ich in der Schule besser aufpassen sollen😂. Aber es liest sich heute spannender wie es sich damals anhörte. (in meiner Erinnerung zumindest) Wenn man keine Leute umbringt und keine teure Scheidung hat, ist das natürlich gut für die Finanzen und besser wie jedes Börsenboomjahr😂😂

    Unglaublich was du für Ideen hast. Tim Schäfer schaffte es schon mit 2-3 sich dauernd wiederholenden Botschaften zum No 1 Finanzblog zu werden. Mal sehen wo du mit deinen 5000 Gedanken landest. 😂😂

    Liken

  31. Je mehr ich darüber nachdenke … es stimmt. Anstatt sich mit der eigenen Kultur, Geschichte und auch Religion zu beschäftigen, gehen Leute lieber in einen Meditationstempel. Seit du das mal erwähnt hast fällt mir auf, wie viele es davon gibt. Amulette sind auch stark im Kommen. Kannte ich bisher nur aus Dokumentationen über Afrika…

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: