„Die Heuchelei ist die materia prima des Teufels, von der aller Lug und Trug, alle Schwachheit und Abscheulichkeit herrührt, von der nichts Wahres kommen kann. Denn die Heuchelei ist selbst eigentlich eine doppelt destillierte Lüge, eine Lüge in der zweiten Potenz.“  

– Thomas Carleyle

 

 

“Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen.”

– Friedrich Nietzsche

 

 

 

Es liegt leider noch kein Schnee. Vielleicht wird dieses Jahr auch keiner mehr fallen, die letzten Jahre war das eher ein seltenes Ereignis. Würde welcher fallen, würde das eher meinen Kindheitserinnerungen von Winter entsprechen. Ich bin auf einem Weihnachtsmarkt und laufe zwischen den einzelnen Buden hindurch. Heute habe ich mich ganz bewusst entschieden auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen und die Stimmung etwas einzufangen. Im Jahr 2019 in Deutschland. Während ich zwischen den einzelnen Geschäften und Holzbuden durchlaufe und die zimtgeschwängerte Luft rieche, die sich mit feinen Noten von Glühwein vermischt, träume ich ein wenig von meiner Kindheit in dem schönen Heidelberg. Um solche Erinnerung aufzugreifen und sie nicht entkommen zu lassen, um den Geist einer Zeit einzufangen, braucht es ein paar Eindrücke, die diese Gefühle auslösen und die Ruhe und die Zeit in ihnen zu verweilen. Frei schwebend durch die Zeit zu fliegen und keine Grenzen zu sehen, die uns unserer physisches Leben sonst setzt. Neben dem Weihnachtsmarkt steht die Heiliggeistkirche. Ich betrete das Gebäude und bewundere die Höhe dieses Kirchenschiffs. Eine kühle Luft weht hindurch und bringt die vielen kleinen aufgestellten Kerzen zum flackern. Alleine das beweist schon, es gibt Dinge die sind, die wir aber doch nicht sehen können. Wir können sie nur spüren. Wenn wir uns darauf einlassen. Und dazu braucht es wieder diese Freiheit. Eigentlich sollte die Aufklärung die Freiheit bringen. Sie hat Freiheit gebracht, von menschlicher Institutionalisierung des Glaubens. Aber sie hat auch etwas genommen: Die Vorstellungskraft, das schiere Vermögen zu verstehen, dass es mehr gibt als das Sichtbare. Aber diese kleinen Kerzen, sie beweisen es. Und meine Gedanken und meine Vorstellung, in der ich mich und diesen Ort gerade wie von aussen betrachte. Wir wurden beraubt, man hat uns bestohlen und uns damit an die Erde gebunden, auf der wir mit unseren Füssen stehen. Die Religion beraubte uns unserer Naivität, unserer Unschuld durch ihre Verbrechen und den Missbrauch in ihrem Namen und durch sie. Wie ein weisses Tuch, welches man in Blut tränkt und zusehen kann, wie es sich nach und nach tiefrot färbt. Man hat uns auch betrogen, durch all die Lügen. Die ganze Zeit, all die Jahrhunderte und bis zum heutigen Tag. Indem sich die Vorstellung einer menschlicher Einrichtungen zwischen uns und einen Schöpfer schob. Diese Einrichtungen, die völlig überheblich ihre Legitimität von ihm abgeleitet haben. Wie dreist und unverschämt, was ein Missbrauch. Menschen wurden missbraucht und sind millionenfach dafür gestorben. Wir wurden missbraucht und verführt, haben vielleicht auch andere verführt. Verführer, die verführt wurden. Opfer von Opfern und Mitläufer von Mitläufern. Aber was am Ende von all diesen Dinge steht ist geistige Leere, ausgebrannt, heruntergebrannt wie eine Kerze. Kraftlos und freudlos. Und so sehen die meisten aus, die diesen Missbrauch hinter sich haben und so werden die aussehen, die am Ende merken, dass dahinter nichts steht. Nichts.

Vielleicht ist es diese Angst vor dem Nichts, die die Menschen doch an etwas festhalten lässt. Und sei es noch so falsch.

 

Blackwater.live - Kirche
“Der Glaube, der auf Autorität beruht ist kein Glaube. Die Bedeutung der Autorität ist das Maß für den Verfall der Religion, das Maß dafür, wie sehr der Geist bereits aus ihr entwichen ist.”                    – R. W .Emerson

Quelle: eigen

 

 

Ich frage mich, ob wir uns diese Unschuld und Naivität wieder zurück holen können, die wir so oft in unserer Welt heute verloren haben? Und wenn wir sie uns schon nicht zurück holen können, kann es dann nicht ein bißchen wie vorher sein? Können wir wieder wie Kinder sein, die einfach nur spielen, herumrennen und sich frei uns unbeschwert fühlen? Wie Kinder die unschuldig sind, bevor man ihnen all die Lügen erzählt, die sie zum Erwachsenen machen? Und welche Zeit wäre dazu besser geeignet als Weihnachten? Ein Fest, welches immerhin über zwei Milliarden Menschen mit dem christlichen Glauben fest verbinden.

Kinder haben etwas, was die meisten von uns verloren haben. Sie haben Vorstellungskraft und Fantasie und sie müssen noch nicht hinter Geschichten und Erlebnissen boshafte Fallen und Übervorteilungen sehen. Deswegen sind sie auch noch nicht so abgeklärt und sehen die Welt noch in all ihren Farben, die sie wirklich hat. Sie lassen es zu mit dem Herz nicht nur zu fühlen, sondern auch zu sehen. Das ist auch der Aspekt, den Jesus Christus in Ihnen sah:

 

13 Da brachte man Kinder zu ihm, damit er sie berühre. Die Jünger aber wiesen die Leute zurecht. 14 Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes. 15 Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.

Markus 10:13-15, die Bibel, Einheitsübersetzung 2016

 

 

Für die Person Jesus Christus waren diese Kinder wertvoll, weil sie unschuldig und unbelastet waren. Wer unschuldig ist, der hinterfragt noch nicht. Das Hinterfragen kommt erst mit der Erfahrung der Lüge. Nun ist die Anatomie einer Lüge die, dass sie ausgesprochen wird um einen unehrlichen und unverdienten Vorteil zu erlangen. Sei dieser Vorteil materieller Natur oder um der Macht willen. Um andere Mensch zu etwas zu bewegen, was sie ohne die Lüge nicht tun würden. Und Religion ist ein beliebtes Mittel dazu. Religion ist immer Politik und sei es nur um der Religion selbst willen. Eine Religion kann sich von anderen abgrenzen, aber sie in intrinsisch doch politisch:

 

Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen.[1] Sehr allgemein kann jegliche Einflussnahme, Gestaltung und Durchsetzung von Forderungen und Zielen in privaten oder öffentlichen Bereichen als Politik bezeichnet werden.[2] Zumeist bezieht sich der Begriff nicht auf das Private, sondern auf die Öffentlichkeit und das Gemeinwesen im Ganzen. Dann können das öffentliche Leben der Bürger, Handlungen und Bestrebungen zur Führung des Gemeinwesens nach innen und außen sowie Willensbildung und Entscheidungsfindung über Angelegenheiten des Gemeinwesens als Politik beschrieben werden.[3]

Quelle: Wikipedia

 

 

Aber das ist genau das was Jesus Christus nicht lehrte. Er lehrte nur von der Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen. Er befreite Menschen aus Ideologie und Politik und wie wir merken, braucht es nur in wenigen Fällen eine Unterscheidung zwischen den Worten Politik und Religion. Religion ist auch ein politisches Instrument, ein sehr starkes sogar.

Es ist für unsere heutigen Gedanken egal, wie Du Jesus Christus siehst. Als historische Figur die er war oder als Sohn Gottes, als Gott oder als Prophet. Ich weiss, meine Leser haben ein breites Spektrum an Meinungen und verschiedene Glaubensansichten. Wir wollen einfach nur lernen und die Gedanken auf uns wirken lassen. Ihr könnt an einem Teil unserer gedanklichen Reise eine andere Abzweigung nehmen oder ihr könnt sie mit mir bis zu Ende gehen.

 

Blackwater.live - Heidelberg Altstadt 2019
“Childhood is measured out by sounds and smells and sights,
before the dark hour of reason grows.”
– John Betjeman

Quelle: eigen

 

 

 

Was ist Weihnachten?

Weihnachten ist das, was es für Dich ist. Für viele wird es eine bestimmte Jahreszeit sein, die sie mit Weihnachtsmärkten, Weihnachtsbäumen und dem Weihnachtsmann verbinden. Mit Weihnachtsgeld, welches alle gerne annehmen, egal was sie glauben. Mit Geschenken und mit dem Zusammensein der Familie an den Feiertagen und einem leckeren Essen. Und mit nur ein bis zwei dieser genannten Aspekte, wird Weihnachten zu einem Fest für alle, selbst für die, die es nicht feiern, nicht wahr? Da muss man nicht über die Definition von feiern streiten. Manche Menschen die nicht an Weihnachten glauben, feiern es vielleicht mehr als die, die daran glauben. Ich glaube ihr versteht was ich meine. In der einen oder der anderen Form ist Weihnachten ein Fest für alle geworden. Selbst in Damaskus steht zu Weihnachten ein Weihnachtsbaum, seit 2018 erstmals seit Kriegsbeginn wieder. Und in Ramallah im Westjordanland wurde dieser Tage auch einer aufgestellt. Nicht gerade Gegenden, die man damit verbinden würde.

 

Aber was ist Weihnachten wirklich?

Keine Sorge, ich werde nicht zu sehr in die Tiefe bei dieser Frage gehen. Nur brauchen wir diesen kleinen Vorlauf für die weiteren Gedanken. Weihnachten ist im Kern die Feier der Geburt Jesu Christi, der in vielen Malereien als kleines hilfloses Kind dargestellt wird. Er ist aus christlicher Sicht der Erlöser von Sünde und Tod, indem er für die Menschen starb. Aus muslimischer Sicht ist er ein Prophet, dessen Worte eine wichtige Bedeutung haben und dessen Anweisungen wichtig sind. Und aus einer agnostischen und atheistischen Sicht war er ein Wanderprediger. Er war in jedem Fall eine historische Person, wie wir heute wissen. Und seine Lehre wird von der letztgenannten Gruppe von Menschen als wichtige Soziallehre zur Versöhnung von Menschen anerkannt. Ich werde diese drei Gruppen von Menschen (und die vielen anderen, die es noch gibt) nicht miteinander überein bringen können, nur was wir aus der wirklichen Botschaft von Weihnachten lernen können, das wird am Ende gemeinsam sein.

Wir haben im Dezember jeden Jahres vier mal einen Advent. “Erst einen, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür”, so wird es von Kindern dieser Tage gesungen.

“Advent” (adventus) ist lateinisch und bedeutet Ankunft. Der Begriff “Advent” geht als Übersetzung auf den griechischen Begriff ἐπιφάνεια epipháneia „Erscheinung“ zurück.

Wenn ihr nun eine Bibel habt oder in einem extra Fenster auf den Bibelserver geht, dann gebt mal folgenden Text ein: Apostelgeschichte 1:1-14 Ihr könnt auch direkt den Link klicken. Ich habe heute mal die Lutherbibel 2017 verlinkt, in der ich persönlich den Text in diesem Fall am harmonischsten formuliert finde. Aber ihr könnt auch jede andere Bibel nehmen. Diese Szene beschreibt wie Jesus in den Himmel auffuhr und erklärte, er werde genauso wiederkommen wie er aufgefahren ist. Dies wird an anderen Stellen der Bibel bekräftigt, er kommt deutlich sichtbar wieder (Lukasevangelium). Und dieses Wiederkommen ist im Kern die Botschaft des Advent. Seit über 2000 Jahre feiern die Menschen diese Adventszeit bis zu Weihnachten, seit über 2000 Jahren ist er nicht wiedergekommen. Hier gibt es nun viele christliche Glaubensrichtungen, die sich die Wiederkunft alle unterschiedlich vorstellen, teilweise sogar unsichtbar. Und sogar schiitische Muslime erwarten eine Wiederkunft, die des zwölften Imam, Muhammad al Mahdi. (Wiki LinkEine sehr ähnliche Geschichte.

 

Interessant für uns alle – egal welchen Standpunkt wir haben – ist, wie wir in der Zeit zwischen den Jahrtausenden miteinander leben und umgehen sollten. “Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.” (Johannes 13:35 Lutherbibel 2017) Also kein rein äußerliches Erkennungszeichen, welches der Nährboden für Heuchelei und Zwänge wäre. Liebe ist keine Handlung, es ist eine Haltung. Sie ist eine Lebenseinstellung und sie ist viel stärker als wird denken, wie wir noch sehen werden. Und sie hat die Kraft alle Menschen zu vereinen.

Und was ist Weihnachten? Das Fest der Liebe, so wird es umgangssprachlich immer genannt. Nur hat die Person Jesus Christus nie davon gesprochen nur an Weihnachten Liebe zu anderen zu zeigen, sondern immer. Und Jesus Christus hat sich nicht davon gesprochen seine Geburt zu feiern, wenn sie denn an dem Datum von Weihnachten war, sondern seines Todes zu gedenken und das bis zu seiner Wiederkunft.                        (Lukas 22:19 Link )

Das Datum ist jedenfalls anders zu Stande gekommen und umstritten:

“Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember seit 336 in Rom belegt. Wie es zu diesem Datum kam, ist ungeklärt. Diskutiert wird eine Beeinflussung durch den römischen Sonnenkult: Kaiser Aurelian hatte den 25. Dezember 274 als reichsweiten Festtag für Sol Invictus festgelegt; zwischen diesem Sonnengott und „Christus, der wahren Sonne“ (Christus verus Sol) zogen frühe Christen Parallelen.[1]”

Quelle: Wikipedia (hier der ganze Bericht: Weihnachten )

 

Neben so vielen Dingen, die die Person Jesus Christus gesagt hat, wollen wir uns heute kurz die Aspekte heraus nehmen, die uns helfen in Frieden und mit Liebe miteinander und mit unseren Mitmenschen zu leben. Ich weiss, das hört man nicht oft wenn man in eine Kirche geht, aber es steht in der Bibel und ich verspreche euch, es ist wirklich interessant für jeden Menschen. Es erweitert die Perspektive im Leben deutlich und hat nichts mit gespielter und aufgesetzter Frömmigkeit zu tun, denn genau das wollte Jesus nicht. Jesus war entschieden gegen Menschen die so handelten, das bekannteste Beispiel sind die Pharisäer, die nur in den Augen von anderen Menschen fromm sein wollten, innerlich aber eine ganz andere Einstellung gegenüber den Mitmenschen hatten.

 

Blackwater.live - Love
“Im Wesentlichen Einheit, im Zweifelhaften Freiheit, in allem Liebe.”  (Augustinus Aurelius, Bischof von Hippo) Liebe ist keine Handlung, sie ist eine Haltung. Sie führt zu Frieden, Dankbarkeit und tiefer Zufriedenheit.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

“Richtet nicht!”

Friedrich Nietzsche sagte einst, “wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.” Das ist angenehm, oder? Als Mensch angenommen zu werden und akzeptiert zu werden. So wie man ist. Nicht verurteilt zu werden und abschätzig behandelt zu werden, sondern geliebt und akzeptiert zu werden. Darin steckt auch noch etwas ganz anderes: Wer beurteilt oder verurteilt uns denn? Andere Menschen. Und mit welchem Recht? Sind diese denn besser als wir? Oder gerechter, wie Jesus sagte? Wohl kaum. Wir sind einfach Menschen. Du und ich. Auch der Arme auf der Strasse, der Harz4 Empfänger, der Flüchtling. Auch der nervige Nachbar oder die böse Schwiegermutter.

Natürlich gibt es Verhalten, welches anderen schadet und falsch ist. Aber bei dem Richten ging es um die Selbstgerechtigkeit sich selbst höher als den anderen zu sehen, weil man vielleicht eine bessere Stellung oder mehr Geld hat. Das wird aus dem Quelltext klar:

 

“1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. 2 Denn wie ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. 3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? 4 Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: “Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen! – und siehe ein Balken ist in deinem eigenen Auge? 5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen.”   Lutherbibel 2017

 

Noch drastischer wird es mit der sehr bekannten Geschichte mit einer Ehebrecherin und den Pharisäern. Diese Geschichte ist weltbekannt und geht meines Erachtens noch tiefer. Ihr werdet sehen warum:

 

Jesus aber ging nach dem Ölberg. 2 Frühmorgens aber kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie. 3 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte 4 und sagen zu ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 5 In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du? 6 Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. 8 Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie aber dies hörten, gingen sie, einer nach dem anderen, hinaus, angefangen von den Älteren; und er wurde allein gelassen mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat niemand dich verurteilt? 11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!

Johannes 8:1-11, Elberfelder Bibel

 

Diese Frau wurde beim Ehebruch ergriffen, eine Sünde nach dem Gesetz Mose. Also ein Fehltritt, den die Gesellschaft damals sanktioniert hätte. Sogar mit dem Tod. Aber hier stellte sich auch wieder die Frage: Seid ihr besser als sie? Dann werft doch euren Stein. Jesus sagte nicht, dass es ok wäre die Ehe zu brechen. Er sagte zu dieser Frau, mach es nicht mehr. Aber er hat diese Frau auch nicht verurteilt. Er hat es damit bewenden lassen.

Das Beispiel zeigt, es gibt natürlich auch falsches Verhalten, welches anderen und uns selbst schadet. Ist gibt wohl nicht viele Menschen die sagen würden, dass Betrug und Lügen etwas positives sind. Richtig und falsch definiert sich nicht dadurch, was die Mehrheit macht. Das hat die Geschichte schon oft bitter bewiesen. Jede Gesellschaft stellt Leitlinien für sich auf und verankert diese juristisch. Und es gibt auch einen moralischen Kodex von Akzeptanz oder Missbilligung. Aber das Urteilen oder Richten, welches in den Texten gemeint war, war die Selbstgerechtigkeit von anderen. Von oben herab auf den Menschen zu blicken, der einen Fehler beging und diese Person noch quälen zu wollen.

Aber manchmal ist es auch das eigene Herz, was uns nicht loslassen mag. Manchen Fehler der Vergangenheit, den wir bereuen und immer wieder von uns selbst gerichtet und verurteilt werden. Ein Herz, welches uns schlaflose Nächte bereitet.

Aber die Aussage in Vers 11 ist einfach befreiend. Eine schwerer Fehler wurde begangen. Ja. Aber: Mach es einfach nicht mehr, es ist erledigt! Vielleicht sollten wir Fehler auch so sehen. Einfach nicht mehr tun. Lassen wir uns selbst frei. Und lassen wir andere frei, indem wir nicht über sie urteilen.

 

 

 

Nächs·ten·lie·be

/ˈnɛːçstn̩liːbə,Nä́chstenliebe/
Substantiv, feminin [die]
  1. innere Einstellung, aus der heraus jemand bereit ist, seinen Mitmenschen zu helfen, Opfer für sie zu bringen
    “etwas aus [reiner, christlicher] Nächstenliebe tun”

 

Liebe den nächsten wie dich selbst – die Nächstenliebe

 

14 Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt: “Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst!”    Galater 5:14, Lutherbibel 2017

Manche denken, das wäre eine Passage, die in der hebräischen Bibel nicht vorkommen würde, aber das stimmt nicht ganz.

„An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin JHWH.“    Einheitsübersetzung 2016

Lev. 3. Buch Mose, hebräisch וַיִּקְרָא

 

Schon zur Zeiten Jesu Christi suchten Menschen nach Wegen und Schlupflöchern dieses Gebot zu umgehen. Das hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert. Wir sind nur für unsere Leute da, nur wer hier Mitglied ist bekommt Hilfe, nur meine Familie ist wichtig. Es wäre soviel einfacher, wenn man die Nächstenliebe auf wenige Menschen beschränken könnte, oder? Aber wäre es auch richtig? “Der Nächste”, das hört sich schon nach nahe stehenden Menschen an.

Aber wer ist der Nächste?

 

 

Blackwater.live -  Anderen Menschen helfen
Wer ist in Wirklichkeit mein Nächster? Lassen wir sie leiden wegen den Versagens der Politik? Oder aufhetzen und spalten durch Presse und Hetze? Was kann sie dafür?

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Die Geschichte vom barmherzigen Samariter

” (…) und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.”

– 3. Mose 19:18 Elberfelder Bibel

 

Die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Bevor ihr nun eure Kindheitserinnerungen rauskramt, wollen wir uns den Bericht anschauen. Aus der Geschichte können wir etwas über Vermögen, aber auch etwas über Humanität lernen. Und wie beides zusammen gehört.

Die Geschichte läuft in Kurzform wie folgt ab. Ein religiöser Schriftgelehrter (vgl. Pfarrer, Priester etc.) fragt Jesus was er tun muss, um ewiges Leben zu erhalten. Jesus fragte mit einer Gegenfrage zurück, was denn in dem Gesetz geschrieben steht (jüdische Tora, oft einfach nur Gesetz Mose genannt). Der Schriftgelehrte antwortete, du sollst Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzer Kraft und ganzem Verstand lieben UND DEINEN NÄCHSTEN WIE DICH SELBST. (Lukas 10:27)

Das war richtig und steht so in der Tora. Daher hat Jesus nur gesagt, er solle genau dies tun und dann wird er ewiges Leben haben. Aber dieser Schriftgelehrte war ein Fuchs und fragte dann: “Ja, aber wer ist denn mein “Nächster””?

Und diese Frage beantwortet Jesus mit einer Erzählung:

 

Er erzählte von einem Menschen, der von Jerusalem nach Jericho hinab ging. Der Weg hat ein starkes Gefälle, Jerusalem liegt höher, das heutige Jericho (hebräisch יְרִיחוֹ; arabisch أريحا Ariha, DMG ʾArīḥā) liegt im Jordangraben und ist eine der am tiefsten gelegenen Städte der Welt. Damals ging man zu Fuss oder hatte einen Esel. Dieser besagte Mensch wurde von Räubern überfallen, ausgeraubt und verletzt zurück gelassen.

Jetzt kam zuerst ein Priester an dem Opfer vorbei, schaute weg und lief auf der entgegen gesetzten Seite weiter. Dann kam ein Levit vorbei und tat das gleiche. Hier müsst ihr wissen, dass diese beiden Gruppen das Gesetz, also die Tora, kannten und dennoch so handelten. Kommt uns bekannt vor, oder? Dann kam der barmherzige Samariter vorbei. Samariter und Juden waren keine Freunde, sondern so ziemlich das Gegenteil. Aber genau dieser war “in seinem Herz bewegt” und half dem Opfer. Er brachte das Opfer zu einer Herberge und zahlte dort zwei Denare, was zwei Tagelöhnen entsprach. Außerdem veranlasste er, das alles getan werde was nötig war und war bereit auch noch mehr zu zahlen, falls dies notwendig wäre.

 

Am Ende dieser Geschichte fragte Jesus den Schriftgelehrten, wer denn der Nächste dem geworden ist, der überfallen wurde. Der Schriftgelehrte verstand. Der, der Barmherzigkeit und Nächstenliebe gezeigt hatte. Daraufhin sagte Jesus zu diesem Schriftgelehrten, er solle es ebenso tun. Die ganze Geschichte findet ihr wie immer auf dem Bibelserver in einer Übersetzung eurer Wahl. (Lukas 10:25-37)

Historisch ist diese Geschichte eine der Grundlagen für die christliche Nächstenliebe.

(1) Der barmherzige Samariter hat selber etwas gehabt mit dem er helfen konnte. (2)Sein Herz hing nicht an dem Geld, sondern (3) sein Herz war bewegt von dem Leid dieses überfallenen Menschen. Der Mensch war mehr wert als das Geld. Und dieser Samariter war in der damaligen jüdischen Gesellschaft nicht jemand angesehenes. Die Samariter galten als Abspaltung und Abtrünnige von der jüdischen Religion und so wurden sie auch behandelt. Von einem solchen hätte man nie Hilfe erwartet. Die Menschen, die Status und Ansehen hatten, waren der Priester und der Levit. Und obwohl die das Gesetz Mose, also die Tora kannten, haben sie ihren leidenden Mitmensch einfach ignoriert.

Über das Opfer wird auch nicht berichtet, welchem Volk oder welcher Konfession es angehörte. (5) Es ging also nicht darum nur seinen “eigenen Leuten” zu helfen. “Der Nächste” war also jemand, dessen Namen noch seine Religion noch seine ethnische Herkunft erwähnt wurde. Er war einfach ein Mitmensch.

Diese Geschichte hebelt in einer Tiefe und Deutlichkeit jegliches “ja, aber nur wer dies, das oder jenes glaubt ist der Nächste” aus. In der christlichen Theologie untermauert diese Geschichte ganz klar, dass Jesus für alle Menschen gestorben ist, weil alle Sünder sind. Auch die ganz “Gerechten” und irgendwelche Besserwisser. Und auch, wenn das nicht der Hauptaspekt der Geschichte in diesem Fall war, so schliesst sich dieses Beispiel wieder daran an, wie Menschen miteinander umgehen sollten, bis Jesus wieder kommt. “Advent, Advent, ein Lichtlein brennt”, aber bitte nicht nur zu Weihnachten.

 

 

 

Unsere Unschuld zurück gewinnen…

Bis hierhin seid ihr die Reise mit mir gegangen und habt euch auf den Gedanken eingelassen und ich hoffe die Reise hat euch gefallen. Es ist die Weihnachtszeit und auch wenn dieses Fest so gar nicht christlich ist und nur durch menschliche Traditionen dazu wurde, so ist es doch die Zeit, in der viele Menschen sich auf so einen Gedanken aus der Schrift einlassen. Und das ist gut so, denn uns Menschen macht mehr aus, als nur Essen und Trinken.

Aber die Frage, die ich nicht beantwortet habe ist, wie gewinnen wir unsere Unschuld zurück? Wie können wir wieder ein bißchen wie ein Kind sein ohne Angst haben zu müssen, dass wir wegen dieser Unschuld und Naivität reingelegt werden? Und warum sollten wir das überhaupt wollen?

Viele von uns sind heute so in ihrem Leben gefangen, von Problemen beladen und verzweifelt. Wieder andere Fragen sich, was wird mit meinem Arbeitsplatz im kommenden Jahr sein? Doch es müssen nicht immer materielle Probleme sein, sondern können auch andere Sorgen sein. Um die Zukunft, um die Familie und um Freunde. Auch wenn wir in Deutschland in einem Gebiet der Erde leben, in dem es zwar auch viele Probleme gibt, aber welches doch einen relativen Wohlstand aufweist, so haben viele Menschen Depressionen und Existenzängste. Es werden jedes Jahr mehr. An viele andere, an die ich jetzt denke und die mir einfallen, haben Sorgen um ihre Heimat in der Krieg herrscht. Andere haben eine schwere Krankheit. Diese ganzen Probleme beschäftigen Menschen jetzt schon über zweitausend Jahre seit dem Leben Jesu Christi. Und davor war es auch nicht anders. Seit es Menschen gibt, machen sich Menschen Sorgen. Und seit es Menschen gibt, ist die Erde voll von Angst, Gewalt und Kriegen. Der Mensch schafft es offensichtlich nicht in Frieden miteinander zu leben.

Und doch ist die Botschaft die, das wir Liebe untereinander haben sollen, nicht andere richten und beurteilen sollen, was wir auch gar nicht können. Jesus Christus sagte, das ganze Gesetz wäre in den beiden größten Geboten erfüllt. Liebe Gott und Deinen Nächsten wie Dich selbst. (Matthäus 22:35-40, Link Bibelserver.)

Und das ist auch die Antwort auf die Frage, wie wir unsere Unschuld wieder erlangen können, diese kindliche Naivität, die uns in eine andere und bessere Welt führt. Durch die Liebe. Liebe führt in eine Welt, in der viel mehr möglich ist, mehr zu hören als unsere Ohren hören und mehr zu sehen, als unsere Augen sehen können. Eine Welt, in der wir einfach nur fühlen. Mit unserem Herz und unserem Sinn. Liebe füllt uns mit Dankbarkeit aus, für das was wir haben. Liebe hilft uns zu spüren, von Herz zu Herz mit unserem Nächsten mitzufühlen, dem es schlechter geht. Es sind unsere Mitmenschen. Schauen wir uns mal Bilder von ihnen aus Krisengebieten an und sagen wir direkt vor dem Bildschirm: Du, Du bist mein Bruder. Oder Du, Du bist meine Schwester. Denn es ist genau so. Und nicht nur ein Weihnachten, sondern an jedem Tag in unserem Leben.

Jemand sagte einmal: “Es gibt keine Hölle. Außer die, in der wir leben!” Aber wir können alle etwas tun, damit das nicht so ist. Jeder von uns kann einem anderen das Leben etwas leichter und schöner machen, dem Nächsten und damit sich selbst den Glauben an das Gute zurück geben und das Böse mit dem Guten besiegen. Und es muss nicht nur Geld sein. Das größte wird immer vergessen: Den Mitmenschen spüren lassen, dass wir ihn lieben. Liebe vermehrt sich noch viel mehr, als jeder Zinseszinseffekt Geld vermehrt. Und die Liebe kann viel mehr erreichen, als es Geld jemals könnte.

 

Aber haben wir nicht noch etwas vergessen?

“Liebe Gott von ganzem Herzen…” , wie soll das denn gehen, magst Du Dich jetzt fragen? Wobei manche von euch darauf eine Antwort haben, das weiss ich. Und dennoch ist es eine wichtige Frage. Manche gehen vielleicht in eine Moschee und verrichten ihr Gebet, andere gehen in eine Kirche und zünden eine der vielen Kerzen an, an denen ich vorüber gelaufen bin. Wieder andere sind ganz mit sich und ihrem Schöpfer in einer Freundschaft. Und es gibt auch Menschen, die in der Natur Gott Hand sehen, was auch laut den Schriften richtig ist. (Römer 1:20 Link) Die Frage, die sich den meisten aber immer stellt ist: Ist Gott eine Kraft oder eine Persönlichkeit? Die Antwort darauf, die jetzt auch logischerweise eine perspektivische Sicht ist, will ich nicht vorweg nehmen. Das ist der Weg einer anderen Reise. Aber diese Beginnt nicht auf einem Weihnachtsmarkt und nicht in einem Gebäude, so eindrucksvoll es auch sein mag. Sie beginnt auch nicht in der Natur, so faszinierend sie auch ist. Sie beginnt in unserem Herzen. Wir müssen uns im Herzen dafür entscheiden und diese Reise beginnen.

 

Blackwater.live - menschliches Auge
“Ich glaube nur was ich sehe.” Das menschliche Auge ist faszinierend. Aber der Mensch kann nur 1% des vorhandenen Lichtspektrums wahrnehmen. In anderen Worten: 99% von der Welt in der wir leben, bleibt unsichtbar.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Der Geist der Weihnacht

Ich bin schon einige Stunden durch die Stadt gelaufen, habe mir alte Gemäuer wie das Schloss angeschaut. Geschneit hat es heute nicht, aber die Altstadt liegt unter einem Nebelschleier. Die vielen Lichter scheinen hindurch. Es ist die Stadt, in der ich gross geworden bin, den Ort den man Heimat nennt.

Die Menschen sind mit Geschenke kaufen beschäftigt. Eigentlich etwas schönes, was man ohne Zwang machen sollte, ganz aus dem Herzen. Vermutlich wird auch auch in dieser Adventszeit Jesus Christus nicht wiederkommen. Aber was bleibt, sind seine Lehren, von denen wir alle etwas lernen können, egal ob wir Christen, Muslime, Juden, Atheisten oder Agnostiker sind. Füreinander da sein, ein Herz für unsere Mitmenschen haben. Nicht nur für die, mit denen wir an den Feiertagen zusammen sind und für unsere Familie. Lassen wir uns nicht von einer kalten Welt besiegen, besiegen wir das Böse mit dem Guten.

Die Weihnachtszeit sind die Feiertage, in denen wir etwas Zeit haben nachzudenken, vielleicht etwas tiefer in unseren Gedanken graben können, so wie ich das bei meinem Stadtbesuch machen konnte. An einem Ort länger verweilen und mehr sehen, als was sichtbar ist.

Wenn wir unsere Unschuld wieder zurück gewinnen von denen, die sie uns vielleicht genommen haben, egal ob es institutionalisierter Glaube oder die sogenannte Aufklärung war, dann werden wir mit dieser Unschuld und Naivität nicht schwach wie Kinder. Wir werden stärker, entdecken mehr, fühlen mehr. Es bereichert unser Leben. Ein liegen gebliebenes Blatt auf dem Boden verrät uns die Endlichkeit, fallende Schneeflocken die Schönheit, morgens Sonnenstrahlen im Gesicht die Liebe und ein klarer Sternenhimmel die Ewigkeit. Und ein Gebet – die Freundschaft. Wir fühlen dann nicht mehr nur mit unseren Händen, hören dann nicht nur mit unseren Ohren, wir sehen nicht nur mit unseren Augen.

Sondern mit unserem Herz.

 

 

 

Ich wünsche euch allen, egal was ihr glaubt und egal wer ihr seid schöne Feiertage und ein gesundes und glückliches Jahr 2020! Danke für die gemeinsame Reise!

 

 

Blackwater.live - Dezember 2019

 

 

“The real voyage of discovery consists not in seeking new landscapes, but in having new eyes.”

– Marcel Proust

90 Kommentare zu „Der Geist der Weihnacht

  1. Ein ganz wunderbarer Artikel, leider erst jetzt gesehen! Ich gebe ich dir recht, mit dem was du sagst. Was kann man anderes auch von einem System erwarten, welches Menschen ins Leben gebracht haben. Hierarchien haben kaum mit heiligen Geist zu tun. Willige Menschen, die sich diesen Systemen kritiklos unterwerfen und dies auch noch als Gottes Leitung bezeichnen. Für charakterschwache Menschen ein idealer Nährboden durch Wohlverhalten in “Machtpositionen” aufzusteigen. Jesus gebot eben nicht, ein neue Religionsorganisation nach seinem Weggang zu formen. Weil er über die Anfälligkeiten menschlicher Organisationen oder Religionssysteme wußte. Dies beweist sich heute immer wieder. Bleibt gesund und viele Grüße!

    1. Da bin ich mir als eher unbeteiligter Bibelleser sogar sehr sicher. Denn Anspruch und Wirklichkeit passen nirgends zusammen. Religion zur Ware! Ein Sonderangebot fürs Paradies oder den Himmel: “Werden Sie Mitglied bei XYZ oder Kirche ABC! Dann steht Ihnen ein Leben mit allem Komfort in Aussicht! Ist das nicht wunderbar?” Sie wollen wissen wie? Sehen sie sich naive Bildchen und Filmchen an und spenden sie. Mal ehrlich, das ist nivealos. Die Forschung ist doch heute bezüglich der Person von „Jesus von Nazareth“ recht eindeutig. Kein Religionsstifter, er prangerte doch genau das an was die organisierte Religion heute zum Vorschein bringt. Lügen, Heuchelei, Dogmen und vieles mehr. Kinderschänderei und ähnlichen Dreck gab es vermutlich damals noch nicht in dem Umfang wie heute. Jesus sehe ich als echten Revolutionär – er würde in jeder Kirche heute wohl rausgeworfen werden.😂 Was ein sympathischer Mann. 😉

  2. Religion kann auch nützen und wenn man sie jemand wegnimmt, hat aber wenig im Austausch anzubieten, dann stürzen viele ganz in ihrem Leben ab. (Alk, Drogen, Anti-Depressiva)Man selber hat ja die Ketten irgendwann gespürt, weil man angefangen hat, sich zu bewegen und gemerkt hat, dass da noch was besseres als das auf einen warten könnte. Eine Religion mit starren Regeln und einem (scheinbar gefühlt)wasserdichten Welt- und Menschenbild kann für viele einfach stützend und schützend sein, vor allem, wenn man eh schon genug Probleme hat (u.a. psychische). Da findet man Zugehörigkeit, eine Aufgabe von der man glaubt, sie sei wichtig und sinnvoll, Antworten auf sämtliche Fragen (i. S. der Komplexitätsreduktion), Hoffnung, Aufwertung des Selbst. Ich verstehe deine Artikel zu dem Thema Glauben und Freiheit und es klingt wie ein moderner Luther. Ich bitte das als Kompliment zu verstehen. Und auch die Bibel (ich bin studierte Theologin) zeigt diese Freiheit auf. Aber und hier wirklich ein aber, die meisten Menschen werden damit nicht klar kommen. Dann ist es besser sie sind in ihren Kirchen, Gemeinden und Sekten und haben das soziale Umfeld, welches sie stabil hält. Und ja, es hat mit Wahrheit (biblischer) wenig zu tun, aber es hilft. Eine Gesellschaft ohne Religion wäre noch schlimmer als alles was wir bisher gesehen haben. Wenn du dir das bewusst machst und deinen Fokus auf dich lenkst, hast du mehr Kraft für schöne Dinge. Das ist besser als Menschen mit spirituellen Krücken befreien zu wollen, die alleine nicht stehen können.

    1. Guten Morgen Katharina und danke für Deinen Kommentar! In Deinem Kommentar steckt sehr viel wertvolles und es ist wirklich so, dass es frustrierend sein kann Menschen etwas näher zu bringen, was sie eigentlich nicht wollen.

      Aber und hier kommt mein “aber” liebe Katharina, die meisten Leser dieser Seite sind nicht so, sondern nehmen die Gedanken mit und beschäftigen sich damit. Das merke ich an den vielen Emails bei solchen Artikeln. Ich stimme Dir zu, sehr viele Menschen brauchen geistige “Krücken” und werden auch schnell aggressiv, wenn man wirklich denkt und forscht, auch innerhalb der theologischen Inhalte(wie Du sicher weisst). Und es ist verständlich, denn es macht ihnen Angst und in vielen sozialen Konstrukten ist es explizit nicht erwünscht zu forschen(und das widerspricht übrigens der Schrift). Damit habe ich auch weitestgehend meinen Frieden gemacht und bemühe mich da meistens (manchmal werde ich rückfällig .) ) gar nicht mehr. Ich denke, wer mit so einer geistigen Krücke schon depressiv bzw. psychisch labil ist, wird ohne zu noch schlimmeren Problemen “flüchten”.

      Aber es gibt eben auch viele andere, bei denen es nicht so ist. Sich offen mit beispielsweise den Schriften zu beschäftigen, hat keinen Nachteil. Ganz im Gegenteil. Er einmal sind es die Grundlagen unserer Zivilisation. Dann gehört es zur gehobenen Allgemeinbildung und hat auch einen grossen historischen Wert. Wer das macht, gewinnt etwas für sich. Manche werden zu Atheisten (das sagt man Theologiestudenten nach, ich weiss aber nicht ob es stimmt?) die anderen werden auf einer viel tieferen Ebene davon berührt, die man mit FastFood (Religion) nicht vergleichen kann.

      Und ich hatte von Anfang an mit einem Artikel wie diesem gar kein Ziel, das sei noch gesagt. Ich schreibe auch einfach für mich selbst, merke dann aber durch die vielen Reaktionen, es interessiert doch einige. Und das ist unerwartet schön. Auch heute habe ich kein Ziel damit, außer einen Mehrwert zu liefern und das so neutral wie möglich. Aber da Du Theologin bist, stelle ich mir gerade (bzw. uns) die Frage: Ist das nicht der Kern des Evangeliums? Die Verbreitung einer Message ohne zu wissen was passiert und ohne Bedingungen und Rekrutierungen zu was auch immer? – die Frage war rhetorisch gemeint. 🙂

      Nochmal danke für Deinen Kommentar Katharina.

      PS: Bevor man an Wünschelrute, kosmische Heilkräfte, Wunderwasser oder Shamanentempel glaubt, kann man auch mal die Bibel lesen. ;))

      1. Zu der Zielgruppe gehöre ich nicht. Aber ich lese diese Artikel und gewinne für mich einen Mehrwert daraus. Die Dosis macht das Gift. Spass beiseite, dosiert finde ich deine Artikel erstklassig, nur jede Woche wäre es zu viel. Du hast mir alten Stoffel schon Themen erschlossen, die hätte ich als Jungspund bei dem alten Pfaffen nie kapiert.

      2. Zitat: „PS: Bevor man an Wünschelrute, kosmische Heilkräfte, Wunderwasser oder Shamanentempel glaubt, kann man auch mal die Bibel lesen. ;))“

        Wie das stimmt, ich habe grade mit meiner Frau telefoniert. Das machen wir jeden Morgen so. Unsere Tradition. Aber wir – ich mache das im Auftrag – möchten uns bedanken. Wir gehörten zu denen, die sich damals eine Schlachter Bibel bestellt haben und von deiner Begeisterung angesteckt wurden. Da wir uns nicht auskennen, haben wir nur die Texte gelesen, die du bisher in deinen Artikel erklärt und beschrieben hast. Es macht wirklich Spass darin zu lesen. Aber jetzt kommt’s, Achtung Trommelwirbel: Wir hatten zwei Gelegenheiten mit Leuten zu sprechen, die vermutlich auch die Bibel kennen. Die eine Gelegenheit war bei einem Fest des katholischen Kindergartens unser Tochter. Der Kinderkarten ist offen für alle Konfessionen und es war auch eine evangelische Familie dort. Wir kamen auf das Thema Bibel durch einen Segensspruch, den jemand auf eine Karte geschrieben hatte. Es war echt interessant und wir wurden gefragt, warum wir uns für die Bibel interessieren. Dann haben wir auf deinen guten Blog verwiesen. Das war Situation Nr. 1. Die zweite Situation war Samstag morgens. Wir waren bei Frühstück und es klingelt. Wir dachten es wäre DHL. Zeugen an der Tür. Ob wir einen Bibelkurs wollen. Wir haben mal direkt gesagt ok und einen Termin ausgemacht und sind gespannt, wie fit die sind mit den Themen, die wir schon von deinem Blog kennen. Dazu muss ich sagen, ich wusste vorher fast nichts. Aber nach inzwischen einem guten Jahr Bibel lesen und viel Nachdenken macht es Spass und es stehen viele Sachen darin, die wir nicht wussten. Wir würden uns keiner Religion anschliessen wollen, aber wir haben dieses Buch etwas mehr schätzen gelernt. Die Schlachter ist ein gute Übersetzung, einfach zu lesen wie von dir damals angekündigt. Wir sind sicher keine leichtgläubigen Jesusfans, sondern so ziemlich das genaue Gegenteil. Beide akademische Ausbildung und lachen über allen möglichen Scharlatan. Das als Hinweis. Erst durch die Art wie du hier Dinge erklärt hast haben wir gedacht, was haben wir zu verlieren? Bestellen wir uns doch einfach mal eine Bibel. Entweder ist es ein Märchenbuch mit Weihnachten und Osterhasen oder sie ist ein richtig gutes Buch. Nachdem meine Schwiegermutter dann anfing eine Art Seelenyoga zu betreiben dachte ich genau so, wie du es beschrieben hast. Dann kann ich auch mal in die Bibel reinschauen. Mir gefällt persönlich auch der Gedanke, dass man mit der Bibel prüfen können muss, ob eine Kirche die richtige ist. Christen müssen sich an die Bibel halten, Muslime an den Koran usw. Warum dann nicht mehr Menschen sich diese Bücher kaufen, statt irgend welchen selbsternannten Leuchten auf den Leim zu gehen – meiner Frau und mir erschliesst sich das nicht.

        Das als unser/mein Feedback zu deinem Blog. Bleib gesund und mach weiter so.

      3. @Lars & family
        Glueckwunsch, dass ihr Euch mit der Basis-Literatur beschaeftigen wollt, da ist die Schlachter-Bibel voll OK.

        Zeugen Jehovas, puh. Also aus meiner Sicht sind sie von der Lehre ziemlich weit weg vom Christentum.
        Vielleicht mal hier lesen? https://www.planet-wissen.de/kultur/religion/jenseits_der_traditionellen_kirchen/pwiediezeugenjehovas100.html
        “Die Zeugen Jehovas sehen Jesus als ein von Gott erschaffenes Wesen. Für sie ist er nicht Teil einer Dreieinigkeit, wie beispielsweise im christlichen Glauben.”
        Damit fehlt das zentrale Element der Erloesung, Rechtfertigung des Menschen vor Gott.
        Von der Art der Religion sind sie eher aehnlich zum Islam. Der Schwerpunkt liegt auf “Werken” also Menschliches-Tun ohne absoluter Sicherheit der Erloesung (in Christus), ohne Sicherheit fuer Gnade, ohne Sicherheit fuer Paradies. V.a. ohne doppelseitige Liebe (Gott liebt dich und du liebst Gott).

        Deren “Bibel” (Wachturm-Bibel) ist an entscheidenden Stellen ihrer Ideologie angepasst.
        Der Haupt- und drastischste Unterschied liegt in der Einschaetzung von Jesus Christus.
        Fuer mich: Erloeser, Freund, Meister, die Tuer, die Wahrheit, das Leben, wahrer Gott und wahrer Mensch, usw
        Nur in der Beziehung zu Jesus (Auferstanden, als Heiliger Geist in den Herzen der Glaeubigen wohnend) macht Christsein Sinn.
        Das kennen die wenigsten (alle?) Zeugen-Jehovas? Das Resultat ist eine regelbasierte Religion (Wachturm-Gesellschaft), keine freiheitliche Beziehung zu und mit Gott.

        Aber ihr seid ja wachsam … und erwachsen 😉

        Wenn ihr einen kostenlosen Bibelkurs machen wollt: lieber wo anders?
        zB hier: https://www.bibelstudien-institut.de/kurse/
        (hab’s nicht selber probiert, aber Referenz-Recherche/Cross-check scheint OK)

        LG Joerg

  3. In Ordnung, nach diesem Artikel verstehe ich auch die Blackwater Position. Daher rührt diese ungewohnt offene Art. Du schätzt Werte und Glauben oder Gläubigkeit, hasst aber Religion. Das ist m.E. mehr als verständlich, nach allem was wir gesehen haben und heute sehen. Und ist das nicht die urchristlichste Postion von allen, die des jüdischen Wanderpredigers Jesus von Nazareth? Ein Hohn der Geschichte, wer sich heute so alles auf Jesus beruft ohne zu verstehen, dass dieser keine Religion gründete. Das taten die Menschen später. Blackwater, der Artikel ist punktiert und bringt auf eine sehr klare Art deine Position rüber. Vielen Dank!

  4. Religion ist kein einfaches Thema, gerade wenn versucht wird es mit Glauben in Verbindung zu bringen. Genau das klappt meistens nicht. Meine Auffassung dazu ist: eine Kirche/Gemeinde/Organisation sollte ihren Mitgliedern dienen und nicht umgekehrt. Gottesdienst ist aber etwas anderes. Was verlangt Gott von Dir außer Gottes Wort zu halten, Liebe zu üben und demütig zu sein? (Micha 6:8) „Für einen Menschen gibt es nichts Besseres“, schrieb König Salomo, „als dass er essen und trinken und seine Seele Gutes sehen lassen sollte wegen seiner harten Arbeit“ (Prediger 2:24).Gott hat die Menschen geschaffen, um sich an ihnen zu erfreuen und die Bibel sagt, er beobachtet uns aufmerksam. Gott freut sich, wenn sich der Mensch freut. Dies bedeutet: Bei freiem Willen die freie Entfaltung der Persönlichkeit in den Grenzen dessen, was Gottes Wort gebietet. Und Gottes Wort gebietet, auch den Nächsten zu lieben, wie sich selbst, Gottes Gebote zu halten und demütig zu sein. Das bedeutet, die anderen Menschen auch zu achten. Wenn ein Christ also christliche Werte lebt und im Übrigen sein Leben fröhlich lebt unter Beachtung eben dieser christlichen Werte, dann freut sich Gott. Klingt das zu einfach? „Was hindert mich, getauft zu werden” (Apostelgeschichte 8: 36). Die Geschichte ist kurz und knapp. Kein grosses Klimbim, Procedere, Auflagen und Checks ohne Ende. Will heissen: Wer psychische Probleme, Druck und Ängste durch seine Religion verspürt, ist wohl kaum in einer christlichen Religion. Eher in einer Ableitung davon. Denn die Wahrheit macht frei und so sollte man sich dann auch fühlen.

    Ich bin freier Christ und habe auch von den Muslimen die äusserst interessanten Kommentare gelesen. Selten liest man so offene Kommentare von Menschen muslimischen Glaubens. Und ich kann und will und darf nicht beurteilen wie es ist, wenn jemand mit ganzem Herzen an Gott glaubt und Gutes tut, aber nicht Christ ist. Abraham war auch kein Christ und wurde Freund Gottes genannt. Ich habe einfach Vetrauen, dass Gott Liebe ist. Und das wir Menschen alle Brüder sind. Und dass Gott am Ende des Tages eine Lösung für all das hat.

  5. Hallo liebe Blogger und Leser, ich lese sehr gerne eure Kommentare zu den unterschiedlichsten interessanten Themen.Eure Kommentare zu Glaube und Religion beeindrucken mich. Leider haben über Jahrzehnte langer massiver Vertrauensmissbrauch und Machtmissbrauch seitens der Kirchen und Gemeinden mein Vertrauen zu den Menschen zerstört.Seit es die 1. Christen gibt werden die Schriften konsultiert, interpretiert, es wird nach “Zeichen” Ausschau gehalten und das Ende der Zeit, was auch immer das bedeuten mag, in buchstäblich tausend verschiedenen Versionen verkündet. Jede neue Interpretation war schon immer ein guter Anlass um eine neue Sekte ins Leben zu rufen. Das Ergebnis ist ein Babylon und eine Inflation von “christlichen Gemeinden” und “Bibelgruppen”. Alle sind davon überzeugt die ultimative Deutung und den wahren Weg gefunden zu haben. Ist es vernünftig zu glauben, daß ein Allmächtiges Wesen, das alles ins Dasein gebracht hat, den äußerst unzuverlässigen, vergänglichen und intelligenzmäßig sehr limitierten Menschen beauftragt die “absolute Wahrheit” zu verbreiten? Wenn das so wäre, dann müsste diese inhaltlich auch mal zur Abwechslung stimmen. Aber das ist nachweislich nicht so. Oder es wird ignoriert und ausgeblendet. Jeder sitzt in seinem eigenen Verein und ignoriert die Tatsache, dass es noch tausende anderer gibt, die auch alle toll, schön und wahr sind. Für mich ist das inzwischen ein einziges Märchen. Ein sehr gutes, aber immer noch ein Märchen.

    1. Salam Aleikum,

      aus persönlicher und wissenschaftlicher Sicht finde ich manche Kommentare sehr interessant. Es gibt eine gewissen Verwirrung im christlichen Lager. Nicht das es die bei Muslimen nicht gibt, aber die Gründe sind andere. Es gibt den Missbrauch in der Religion durch Menschen. Und das wird eines Tages Folgen haben, so sagen es die Schriften. Also entweder wissen das die Menschen nicht, die die Religion missbrauchen oder aber sie wissen es und handeln ganz bewusst, was die Tat umso schlimmer macht. Und die Folgen. Dieser Kommentar wird weh tun für jene Muslime, die ihr Leben lang nur die Tradition und die Lesung nur wenig oder oberflächlich und über Lippenbekenntnisse und weniger über Taten kannten. Wenn ein Muslim zu dieser Sorte von Menschen gehört, der lieber die Tradition aufrecht erhalten möchte als zu erfahren, was in der Lesung (Quran) wirklich steht, dann kann er/sie gleich aufhören zu lesen. Wenn er lieber Vorfahren, Vorväter, den Imam in der (Dorf)Moschee, sein/ihr soziales Umfeld zufrieden stellen und sein/ihre Illusion über sein/ihr eigenes Selbst schützen will, dann wird dieser kleine Kommentar wie eine versalzene Suppe daherkommen, in dem jedes Wort schwer durch Ihren Hals geht und im Magen dann erst so richtig säuert. Wer zudem den Propheten Mohammed auf unrealistische Weise als einen fehlerlosen Supermenschen betrachtet, aufgrund dessen die gesamte Schöpfung erschaffen sei laut einem erfundenen Ausspruch (Ḥadīṯ), und ihn als das beste Geschöpf unter den Geschöpfen betrachtet, dann wird er oder sie zu denen gehören, die mich damit zu Unrecht beschuldigt, dass ich den Propheten hassen würden, weil ich ihn so darstelle, wie er wirklich war: ein fehlerbehafteter Mensch, der aufgrund seiner Tugenden und seines Charakters einschließlich seiner Fehler dennoch als schönes (nicht schönstes!) Vorbild für uns gilt. Aufgrund seiner Fehler wissen wir, was wir nicht wiederholen sollten und aufgrund seiner Tugenden, die in der Lesung selbst beschrieben werden, können wir uns im Verrichten guter Taten üben. Gehört jemand aber zu jenen wenigen Menschen, die wirklich interessiert sind an dem, was Gott in der Lesung mitteilt, dann wird so jemand nicht ruhen und forschen.(das vermute ich bei dem Blogautor, anyway) Aufklärerisch eingestellte Menschen werden so erfahren, was in ihrer bisherigen Betrachtung auf unreflektierter Tradition und sozialen Umfeld fußte. Dieses Prinzip der Aufklärung ist in der Lesung selbst verankert ist (17:36). Diese im Geiste vernünftig denkenden Menschen werden vorgestellten Erkenntnisse weder vorschnell abweisen noch sich auf die Tradition berufen, weil sie sehr gut wissen, dass das Wort Gottes in der Lesung dieses Verhalten ablehnt (2:44, 10:100, 8:22, 10:38-39, 2:170, 23:24, 7:70, 11:62, 11:87, 26:74, 28:36, 34:43). Deswegen ist die Islamwissenschaft und der Islam etwas für Denker und nichts für naiv Glaubende. Das ist natürlich umso bitterer im Magen weil genau solche Leute den Islam missbrauchen und diese Leute im Fernsehen und anderen Meldungen auftauchen. Muslime brauchen selbst oft mehr Verständnis für die Schriften. Das würde sie weniger anfällig für Missbrauch machen. Ein Problem (aber auch die Lösung) mag Arabisch sein. Durch diese Form der Überlieferung kann der Quaran nicht verändert werden. Ganz anders als bei der Bibel.

      Bei den Christen sind die Grundlagen weiter verbreitet und in ihrer Sprache (die Bibel), aber es wird bewusst verdreht. Durch Übersetzungen, durch die Lehre. Aber was mich wundert ist, dass Christen beim Lesen der Bibel nicht hellhörig werden. Es wird vor „falschen Christussen“ gewarnt, die in der Endzeit auftreten werden. Und wem laufen die meisten Christen nach? Menschen die sich als ein Christus ausgeben. Sie nennen sich nicht Christus, sondern Weg, Kanal, Sprachrohr Gottes etc. Ich verstehe, dass man dann enttäuscht ist und sich mißbraucht fühlt, sobald der Schwindel auffliegt. Und bei jedem der nachforscht wird es auffliegen, der Rest schläft weiter. Aber wundern tut es mich. Ich habe verschieden Übersetzungen gelesen und dieser Blog hat mich auch wieder motiviert da etwas in die Tiefe zu gehen. Wieso fallen mir manche Dinge auf, die die Christen nicht merken? Es gibt wirklich unzählige Spaltungen und Richtungen in der “christlichen” Landschaft. Ich identifiziere mich logischerweise nicht damit. Aber dennoch möchte ich eine Idee mitgeben: Vielleicht liegt erst einmal der Schlüssel darin eine möglichst neutrale Bibel zu lesen und sich zu fragen, was das mit der eigenen Kirche oder Gemeinschaft zu tun hat oder haben soll. 🙂 Ab da geht die Reise dann weiter. Austrittserklärungen gibts als Download im Netz.

      So, jetzt ist es wieder gut für heute…

      Wasalam

      1. Wow, im Prinzip lese ich da raus was bw schon schrieb, aber in einer umfassend anderen Erklärung. Bibel lesen, Koran lesen, Tora lesen und dann nachdenken. Aber der Kommentar ist, sorry, einfach nur geil! Sorry für das Wort.

    2. In der Religion gibt es das, was es auch bei Privatpersonen gibt und Projektion genannt wird: Ein eklatanter Widerspruch zwischen Selbstdarstellung und Realität, innerer und äußerer Wahrheit. Leute demonstrieren gegen den Klimawandel, fliegen aber dauernd zum Urlaub durch die Welt. Andere sind gegen Kinderarbeit in Bangladesch, freuen sich aber auf die billigen Einkäufe bei Primark.

      So auch die Religion. Die wahre, na logisch. Jeder hat die Wahrheit für sich gepachtet, aber Gott vergessen. Daher kommt auch der ganze Schmutz vor. Kindesmissbrauch, Lügen und die vielen Aussagen sie nicht in der Bibel oder dem Koran stehen. Oder aber aus dem Zusammenhang gerissen sind.

      Ach die Wahrheit, jeder hat seine. Frei nach Ikea: Schläfst du noch oder forschst du schon?

      PS: Mir gefällt der Blackwater-Forscherdrang aber ich bin auch von Frau Wüstenrose beeindruckt. Schön, dass es solche Menschen gibt.

      1. Jeder Mensch stolpert in seinem Leben über die Wahrheit, die meisten stehen auf, klopfen sich den Staub von den Sachen und gehen ihrer Wege.

  6. Mir bleibt heute (erster offizieller Arbeitstag 2020) nicht weiter übrig als euch nochmal zu danken! So viele Mails und Kommentare, ich bemühe mich alle Fragen zu beantworten.

    An dieser Stelle möchte ich nochmal kurz etwas zu den Kommentaren schreiben:

    Ich schalte alles frei, wenn es keine reinen Werbelinks etc. sind. Leider kommt da immer wieder eine Menge Müll rein.
    Was ich auf gar keinen Fall freischalte sind Hasskommentare gegen Glauben, Menschen oder andere Kommentarschreiber.

    Leider kommt es gerade bei den Artikeln mit viel Herzblut von meiner Seite aus vor, dass unglaublicher Hass abgeladen wird. Gegen andersgläubige Menschen, gegen andere Ansichten und mehr. Es passiert viel Schlimmes auf der Welt, auch im Namen der Religion. Aber dafür Milliarden von Menschen verantwortlich zu machen ist grotesk. Egal ob es Christen oder Muslime sind. In JEDER Religion gibt es Missbrauch und Lügen. Aber es gibt auch in JEDER Religion aufrichtige Menschen, die einfach nur ihren Glauben in Frieden leben möchten. Es steht uns nicht zu zu richten und zu urteilen und Menschen zu erniedrigen, nur weil sie etwas anderes glauben als wir.

    Das sollten wir nie vergessen. Gerade im Jahr 2020 nicht. Es passiert schon genug Dreck auf dieser Welt. Lasst uns es besser machen!

    Euer Martin von Blackwater.live

    1. Das gehört zum Internetzeitalter dazu. Auch ich bin der Meinung, dass Demokratie nicht alles aushalten können muss. Es gibt Grenzen. Und andere Menschen zu beleidigen und anzugreifen geht gar nicht. Gut, dass du da so deutlich bist. Noch besser finde ich, dass dein Blog so eine offene Plattform ist und die Vielfalt so gross ist. Liebe Grüsse zum Jahresstart.😊

    2. Das Problem wird wohl heute jeder haben, der einen Blog oder eine Internetseite betreibt. Irgendwo müssen sich die ganzen Trolle austoben. Ich finde es sehr konsequent diese zu blocken.

    3. Unendliche Weiten – das Internet. Das hat auch Nachteile, ganz klar. Ich will gar nicht wissen welcher Müll in deinem Spam landet. Ich würde mich nur aufregen und es würde mich belasten. Daher auch meinen Respekt, dass du dir das “gibst” und wir hier ein sauberes Forum geniessen können.

  7. Und noch etwas, als Nachtrag: Religionsgebundenheit wird allzuoft zu einer Fessel. Dann steht nicht mehr die persönliche Nähe zu Gott im Mittelpunkt, sondern Formalismus. Und Formalismus ist tot. An diesem Punkt wird der
    Glaube nach und nach durch Handlungen ersetzt. Das Gewissen wird „freigekauft“ durch gute Taten. Aber genau das geht laut Bibel so nicht. Man kann sich selbst betrügen durch netten Umgang mit anderen, die sich auch selbst
    betrügen. Alle sind sich einig. Aber biblisch ist es nicht. Jetzt aber… frohes neues Jahr!

  8. Das schwierige Religionsthema. Ich habe es schon eine Weile auf deinem Blog verfolgt, auch unter dem anderen Artikel. Ein paar Worte von mir dazu: Es gab immer Gläubige, welche die Gemeinschaft suchten. Von dieser Gemeinschaft erwarteten sie Trost und Beistand in schwierigen Situationen des Lebens. Und wir wissen aus der Geschichte der ersten Christen, dass diese Bedürfnisse auch gestillt worden sind. Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ist etwas sehr Schönes und manche haben dies auf Deinem Blog als große Familie beschrieben. Nur benötigt man für eine hilfreiche Gemeinschaft keinen (Macht)Apparat und keine Organisation und keine Kirchen mit ihren Hierarchien, sondern von Gott gelenkte Herzen, die aus Liebe und Zuneigung reagieren. Man benötigt kein abgedroschenes Programm, keine endlosen Wiederholungen des immer Gleichen wie in einer Gehirnwäsche. Aber man benötigt den Geist Gottes, der Herzen lenken kann und Liebe lehrt. Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Religionsgemeinschaft, an deren Spitze aufrichtige und ehrliche Menschen stehen, die sich vor Gott verantwortlich fühlen. Und nehmen wir an, man möchte mit aller Demut und Ehrlichkeit den Menschen dienen, die sich angeschlossen haben. Ist es unter diesen Umständen nicht möglich, sich zu irren? Klar ist es möglich! Und schon deshalb muss jeder Mensch sein eigenes Gewissen und seine eigene Verantwortung wahrnehmen! Das aber führt unweigerlich zu einem Konflikt mit der Führung. Wie geht die Führung damit um? Hat sie die Charakterstärke sich kritisieren zu lassen, damit eine Änderung des Verhaltens möglich wird? Kommt man auf der Grundlage der Bibel zusammen? Oder ist es plötzlich eine Machtfrage? Wenn es eine Machtfrage  wird, dann ist es nicht mehr Christentum, dann ist es eine Sekte. Die Erfahrung zeigt, wenn eine Führung aus sichtbaren Menschen besteht(und nicht aus einer eher anonymen Gruppe), hat man vielleicht heute keine totalitäre Sekte, morgen aber garantiert. Menschen können NIEMALS Menschen leiten, so sagt es die Bibel durchgängig. Es kommt immer zu Lügen und Machtmissbrauch. Wie treten Religionsgemeinschaften heute auf? Alle versprechen sie die Rettung, aber nur in ihrer Gemeinde oder Gruppe. Und wie ist es, wenn man auf ein Wort hört, das nicht von Jesus kommt oder gekommen ist? In den Gemeinden und Kirchen hat man schon zu oft „Worte“ gehört, die unmöglich von Jesus stammten. Beispielsweise weil eine Gruppe von Menschen sich erhebt, sogar anmasst zu wissen was Gott will. Und jetzt gerät man in einen Konflikt: Soll man auf die Worte Jesu hören, oder auf die Worte von Menschen, die dem Wort Jesu widersprechen? Wenn man Jesus liebt, wird man auch auf sein Wort hören! Dann aber gerät man in einen Gegensatz zur Kirche oder Organisation. Denn sie wird es nicht dulden, wenn man sich für das Wort Jesu entscheidet. Gehorcht man aber dem falschen, nicht von Jesus stammendem Wort, dann liebt man Jesus nicht. Und das hat Konsequenzen für unseren Glauben. Christsein erfordert Mut! Die Wahrheit erfordert immer Mut, denn man macht sich damit Feinde. Es erfordert den Mut zur Wahrhaftigkeit und zur Treue gegenüber Gott, den Mut, einer ganzen entgöttlichten Welt zu widerstehen, die sich immer neue Ersatzreligionen sucht, statt echten Glauben zu suchen. Aber diese einfachen Ersatzreligionen sind bequem. Wie hat es mal jemand geschrieben: McDonalds statt 3-Gängemenü. Das trifft den Punkt perfekt.

    In diesem Sinne, mach weiter mit deinen spannenden Artikeln und alles Gute für 2020. Du bist auf dem richtigen Weg.

    1. Alsooo das Thema geht doch weiter😂 hihi. Irgendwie ist für mich als Muslima das seht spannend, aber ich will ich mal was deutlich sagen: Eine nette und warme Gemeinschaft und eine familiäre „Gemeinde“ ist nichts was es nur bei Christen gibt. So wird es immer dargestellt. Und bei uns bauen die nur Bomben oder was? Das ist totaler Quatsch!

      Wir kümmern uns um uns, sind wie eine Familie und füreinander da wie Wüstenrose schon mal geschrieben hat. Ich kann meinen Satz nur wieder holen *copy*ch habe schon mal geschrieben, ich kenne mich nicht so aus mit Religionen wie manche von euch. Es gibt viel Missbrauch und Lügen, aber das kommt immer wenn Menschen dazwischen sind. Wenn ich meinen Glauben lebe und mich an die Schrift halte, meine Freundschaft zu Gott habe, dann können Menschen sagen und lügen wie so wollen. Ich finde es schlimm 🥺 So ist es. Wenn Menschen zu Menschen gehen und denen folgen wollen, sind sie selbst schuld. Wenn sogar in der Bibel (ja die Bibel!) steht nicht auf Menschen hören, warum haltet ihr euch nicht daran? Natürlich gibt es auch im Islam Missbrauch durch Menschen, die die Schriften falsch auslegen oder anderen etwas erzählen, die nicht lesen und schreiben können. Aber eines ist sicher: Allah wird diese Menschen bestrafen. Wer so etwas tut hat es verdient. Aber ich will zu etwas schönen zurück. Glaube ist Wissen und Vorstellungskraft. Er ist im Herz. Und deswegen ist es etwas persönliches, eine persönliche enge Freundschaft mit Gott. Liebe in einer Gemeinschaft hilft und macht auch viel Spass. Aber das ist nicht die Basis für Glauben. Und man kann niemand zwingen. Wenn man es tut, gibt es nur Heuchelei und Lügen. Außerdem kann man Gott nicht betrügen. Entweder glaubt man und hat eine Freundschaft, dann möchte man Dinge tun die Gott gefallen und die er uns durch die Schrift sagt. Oder man glaubt nicht und will das alles nicht, dann braucht man nix vorspielen. Mslm Saliha

      1. Saliha 🙂 Danke für Deinen Kommentar. Ich gebe zu ich musste lachen wegen “Bomben bauen”. Das ist politisch nicht korrekt, hat aber den Nagel auf den Kopf getroffen. 🙂

        Und ja, wer Menschen in Glaubensfragen folgt ist verloren. Das ist ein Kern meines Artikels.

      2. Ich habe nichts gegen Muslime, aber ich finde vieles schrecklich was in islamischen Ländern passiert und auch wie Frauen oft behandelt werden. 😶

      3. Fairerweise muss ich sagen, hier ist zu etwas zundifferenzieren. Islamisch geprägte Länder sind meist keine Demokratien und viele Dinge die passieren scheinen eher in der Kultur oder Bräuchen verwurzelt zu sein und nicht im Islam. Und das sage ich als liberaler Christ. Nur wird dann nachher der Islam zur Begründung genutzt und viele Menschen können nicht lesen und schreiben und damit die Aussagen nicht überprüfen. Das Problem sehe ich schon. Und den Argumenten von Saliha kann ich da schon folgen. Wenn jemand ernsthaft glaubt und für sich das leben will, ist das ok. Nur sollte bei Missbrauch aufgepasst werden. Bei allen Religionen.

      4. Danke. Es gibt auch in christlichen Ländern Bräuche, die mit der Religion nichts zu tun haben. Und manchmal wird die Religion missbraucht und die Menschen wissen gar nicht was sie tun. Aber deswegen sage ich doch auch, es liegt doch am einzelnen Menschen und was er glaubt. Natürlich finde ich es verletzend wenn ich angeschaut werde wie wenn ich von einem anderen Stern komme. Heute wird alles toleriert, aber wenn jemand einfach in Ruhe seinen Glauben leben will, ist es auf einmal komisch. Oder es kam eine Zeit lang mal die Frage was ich vom IS halte? Als wenn ich dafür Expertin wäre.🙃

  9. Auch ich möchte mich anschliessen: Ein schönes neues Jahr 2020 und einfach weiter so! Ich liebe euren Blog und lese schon lange mit. Auf das Update zu den MSCI ETFs freue ich mich.

    1. Vielen Dank für all die netten Wünsche für das neue Jahr. Ich wünsche euch allen und euren Familien auch ein gesundes und schönes Jahr 2020 und das alles klappt, was ihr euch vorgenommen habt!

  10. Ich wünsche allen einen super Start in das Jahr 2020.
    Würde mich freuen, wenn es ein Update zu den Portfolios gibt. Wie haben sie sich in dem außergewöhnlichen Aktienjahr 2019 geschlagen?

  11. Viele haben schon geschrieben, was bleibt mir zu sagen? Ich sage es einfach. DANKE! Das war kein leichtes Jahr für mich. Ich bin immer noch ab und an sehr traurig, weil ich meinen Baba verloren habe und er fehlt mir sehr. Vor allem hat er sich um mich und meine Schwester gekümmert, weil unsere Mutter schön gestorben ist als wir noch klein waren. Wir haben mit seinem Tod ein Erbe bekommen und wussten auch nicht was wir tun sollen. Und was ich noch sagen wollte: Ich finde es wirklich unmenschlich und grausam wenn Leute einfach reingelegt werden obwohl sie Hilfe brauchen. Gerade wenn man nicht alles weiss oder nicht von hier ist, ist es echt mies. Man geht zu einer Baank und wird reingelegt und traut sich nix mehr danach. Ich bin so glücklich und dankbar für deinen Blog und die Hilfe von dir. Ich werde dafür immer dankbar sein und deswegen empfehle ich dich auch überall weiter. DANKE DANKE DANKE und ein schönes neues Jahr!!!!!!!!

  12. Lieber Blackwater, das war mal ein spannendes und verrücktes Jahr! Ich habe viel dazu gelernt und dankbar auf deinen Blog gestossen zu sein. Mehr oder weniger Zufall. Vor allem haben mich aber mehr und mehr deine tiefsinnigen Artikel fasziniert. Eine interessante Selbstreflektion und ein sehr offener Umgang damit. Das findet man sehr selten heute, da unsere Welt nicht nur schnelllebig, sondern auch etwas oberflächlich geworden ist. Ich wünsche dir alles Gute für das neue Jahr 2020 und bin sehr glücklich mitlesen zu können.

  13. Schönes neues Jahr schon jetzt und vielen Dank für den schönen Blog! Habe dich unter meinen Lieblingsseiten abgespeichert. Ich finde es schön, dass du deine ganzen Ideen und dein Wissen teilst, aber auch die anderen Gedanken über das Leben. Das tut mir gut manche Artikel von dir zu lesen. Ganz liebe Grüsse aus dem Norden!😘😊😊😊

  14. Dankeee für die Hilfe dieses Jahr für die ganze Arbeit, die Ideen Pläne und das schöne Podcast❤️❤️ So eine schöne Seite mal zu finden die mir soo sehr weiter hilft hätte ich nienieniee gedacht. Nochmal ein fettes Danke! 😘😘😘

  15. Hallo Blackwater, vielen Dank für deinen Blog und die Artikel. Dieser Artikel hat mich mehr berührt als jede Predigt in der Kirche. Und er ist fundierter als vieles was ich diese Tage gelesen und gehört habe. Erste Klasse! Ich wünsche dir schöne Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr!

  16. Vielleicht etwas kitschig, aber ich wünsche mal mit diesem kleinen Gedicht schöne Feiertage:

    “Mag die Welt ganz groß auch sein
    Zu Weihnachten, da geht es heim.
    Zu der Familie zurück.
    Ja die ist das größte Glück.
    Wenn die kleinen Englein singen.
    Wundervolle Lieder klingen.
    Dann ist es nicht die große Welt.
    Die uns wirklich gut gefällt.”

    Vielen Dank für die Mails und den coolen Blog. Wünsche dir eine schöne und besinnliche Zeit!

  17. Bei uns gab es an Weihnachten immer Kuttelsuppe und Ayran😂 Ich hab Weihnachten nie ganz kapiert und hab mir es dann sekbst so erklärt. Es ist kalt im Winter hier in Deutschland. Und dunkel. Also macht man überall Lichter hin und verschenkt Süssigkeiten und ist einfach extra nett miteinander, damit die Menschen nicht so traurig sind. Das finde ich schön. Aber darüber hinaus ist da keine Botschaft drin enthalten, es ist einfach ein Konsumfest. Wenn ich diese christliche Botschaft will, dann muss ich die Texte lesen die du angegeben hast und mein Leben danach ausrichten. Weihnachten feiern macht mich zu keinem guten Christ, so habe ich das verstanden. Jetzt bin ich eh kein Christ, aber ich finde es wichtig zu verstehen was da vor sich geht. Nur was ist dann ein Christ? Jemand der Christus nachfolgt? Ich sehe eher wie Menschen der Kirche oder anderen Menschen folgen und nicht mal diese Texte kennen. Danke für deine immer so guten Artikel! Wenn ich mehr wissen will hätte ich nicht mal jemand den ich fragen könnte, weil alles so sind wie beschrieben. Jeder weiss alles besser, echte Antworten gibt es keine. Ich melde mich im neuen Jahr mal wenn ich darf. Ich finde Offenheit wichtig und wenn man jemand findet der offen denken kann, dann ist es leider heute selten. Da helfen die Lichter im Dunkeln auch nix.

  18. Danke für eure vielen Kommentare und die netten Mails! Ich versuche jede Mail in Ruhe und mit Muse zu beantworten.:) Ich wünsche euch an dieser Stelle schöne Feiertage, einen gesunden Appetit und viel Freude mit euren Familien und Freunden. 2020 geht es hier dann weiter und es wird zweifellos ein spannendes Jahr werden!

  19. Glauben ist etwas, was zwischen Gott und einem selbst statt findet. Daher sind diese ganzen “meine Religion ist besser als deine” Diskussionen unreif. Natürlich denke ich für mich persönlich das Richtige zu tun, aber es ist sozusagen privat. Auf einer gewissen Ebene zumindest, weil ich mich ja auch als Muslima zu erkennen gebe. Der Religionsbegriff muss vielleicht auch erst definiert werden. Du schreibst oft zwischen den Zeilen, dass Glauben und Religion zwei verschiedene Dinge sind und ordnest der Religion Kulte und Handlungen zu. Werde ich ohne Religion ungläubig? Ganz sicher nicht, weil für mich Gott persönlich ist und auch mein Glauben persönlich ist. Religion ist auch Gemeinschaft und wir Menschen sind soziale Geschöpfe. Ich sehe auch die vielen Gefahren in der Religion, den Missbrauch von ihr. Und ich fühle da mit Dir. Deswegen bin ich bei diesem Thema hin und her gerissen. Mal sehen wohin wir uns noch hindenken😂 Aber heute möchte ich zum Schluss für dieses Jahr sagen: Ich lese Dich gerne😊 😉 Hab eine schöne freie Zeit an den freien Tagen und schreib bald wieder. Schön dass es Dich und Deinen Blog gibt!😊

  20. Hallo Blackwater, an dieser Stelle möchte ich mich den anderen Lesern anschliessen und mich für die guten Artikel dieses Jahr bedanken. Viele gute praktische Ideen und eine Menge Ethik und Spirituelles war dabei, eine gelungene Mischung. Mir ist sonst auch kein Blog bekannt, der so “aufgestellt” ist. Ich wünsche dir schöne Feiertage!

  21. Heidelberg❤️, da hätte man sich über den Weg laufen können. Oder bei Füllhorn.😂 Schöne Weihnachten und ein schönes Neues mal schon prophylaktisch.

  22. Liebes Blackwaterteam, schöne Weihnachten und einem guten Rutsch ins neue Jahr aus Zypern. Vielleicht sieht man sich ja mal hier in naher Zukunft.

  23. Lieber Martin, zunächst wünsche ich dir eine schöne Weihnachtszeit und bedanke mich für deine Artikel dieses Jahr. Ich gebe zu, besonders gefallen haben mir deine Ausführungen zur Nächstenliebe und der Hilfe für andere Menschen, so bin ich auch auf deine Seite gekommen. Diesen Artikel “Geist der Weihnacht” finde ich sehr gelungen und möchte ihn noch etwas ergänzen. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, so wie es dir das sicher war.

    Jesus vollzog niemals eine Trennung zwischen seiner Lehrtätigkeit und seiner
    Wohltätigkeit, er sah beides als Teile einer Aufgabe. Sein Hauptanliegen war natürlich sein Opfer, das er für die Menschen brachte, damit sie mit Gott versöhnt werden können. Aber was die Bibel aussagt bezüglich gutes tun, sollte jedem klar sein. Es geht darum was unsere Aufgabe ist und das wird oft missverstanden. “Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! 8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen.” Jesaja 58:7,8

    Diese Gedanken greift auch der Apostel Jakobus auf, wenn er sagt: “Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig. 27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.“ Jakobus 1:26,27 Also DAS ist Gottesdienst, nach Menschen sehen, denen echt schlecht geht und sich selbst von der Sünde fernhalten.

    Ganz klar, Jesus hat uns erlöst, was wir tun sollten ist anderen zu helfen und dann kommt man auch automatisch dazu von dem Evangelium zu erzählen.

    Und was ist das zweite Gebot, was lt. der Bibel dem ersten GLEICH ist?? „Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5). 38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). 40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

    Damit ist das ganze Religionthema aus christlicher Sicht erledigt, es stürzt jede christliche Religion um und entzieht die Grundlage, die Menschengebote sind, wir aber müssen auf Gott hören. Du hast auch erkannt, dass es nicht um meinen christlichen Nächsten geht, sondern um JEDEN. Mir fiel dieser Text noch dazu ein:

    „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, 45 auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden?“ Matthäus 5:44-47

    Undman muss auch bedenken, zu wem Jesus ging. Auch wieder eine Klatsche für all die Selbstgerechten und selbst erhöhten Personen, die sich für etwas Besseres halten: „Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten und sprachen zu seinen Jüngern: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. 32 Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.“. Lukas 5:30-32

    „Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; und ihr sagt: Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!“ Lukas 7:34

    Ich habe die Lutherbibel benutzt, was an meiner evangelischen Prägung liegt. Ich weiss, du magst die Schlachter.😂😉 Mit diesen wichtigsten Texten zu den grössten Geboten wird eindeutig klar, was Jesus von denen wollte, die ihm nachfolgen. Wer also sich als Christ sieht, sollte darüber nachdenken und nicht seine Kirche und Menschengebote über das Wort stellen. Deine Ausführungen waren sehr treffend und ich glaube ich habe in den letzten Tagen nirgendwo im Web so eine klare Weihnachtsbotschaft gelesen, die biblisch so fundiert ist. Daher meine Hochachtung und ich hoffe meine Ergänzungen sind für dich ok.

    Gruss
    Frank

    PS: Ja, Weihnachten ist ein unchristliches Fest, aber noch schlimmer ist die Tatsache, dass es die eigentliche Botschaft verdeckt.

    1. Hallo Frank, vielen Dank für Deine Ergänzung zu dem Artikel. Solche wertvollen Kommentare beleben den Blog und werten ihn sehr auf. Daher sind Ergänzungen und vielseitige Ansichten hier immer willkommen. 🙂 Ich blocke nur Hass und Hater, aber nicht gegensätzliche Meinungen, solange Leser nicht persönlich angegriffen werden.

    2. Voolll spannend wieder, danke für den Artikel. Aber den Kommentar finde ich auch interessant. Ich hab mal kopiert was ich nicht gedacht hab, dass es in der Bibel steht. /Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.“ Also ist es nicht egal wie man lebt, auch bei Christen nicht. Bei uns gibt es haram, also Sachen die nicht ok sind. Wir hatten schon mal hier Diskussionen wegen schmutzigen Sachen. Bei Christen hatte ich immer das Gefühl alles ist egal, Gott hat alles schon vergeben. Mir kommt es aber falsch vor und total respektlos, warum soll man sich gar nicht bemühen rein zu sein, wenn man Gott als Freund haben will und er sich das wünscht? Mit anderen helfen und so, das wusste ich, gibt es bei uns auch.

      Ich habe schon mal geschrieben, ich kenne mich nicht so aus mit Religionen wie manche von euch. Es gibt viel Missbrauch und Lügen, aber das kommt immer wenn Menschen dazwischen sind. Wenn ich meinen Glauben lebe und mich an die Schrift halte, meine Freundschaft zu Gott habe, dann können Menschen sagen und lügen wie so wollen. Ich finde es schlimm 🥺. Aber mir kann nichts passieren. Sooo, mein Wolkenblog😂, ich danke für die spannenden Gedanken und verabschiede mich bis zum nächsten Jahr.😂😂 Jetzt kommt zusammensein, Familie, futtern, Winterschlaf😂😂 Danke für dieses anderen, offenen und schönen Blog! masalaaama Saliha

  24. Je mehr Freude wir anderen Menschen machen, desto mehr Freude kehrt ins eigene Herz zurück. Frohe Weihnachten wünsche ich dir, denn du hast mit deinen Artikel und Erklärungen dieses Jahr mir viel Freude gemacht. Mach weiter so, ich freue mich schon auf alles was noch kommt! Ganz liebe Grüsse Katja

  25. Schöne Feiertage und einen guten Rutsch aus der Schweiz wünscht Harald! Bitte bleibt wie ihr seid und euch selbst treu. Lese euren Blog sehr gerne.

  26. Vielen vielen Dank ❤️für den Blog und die schönen Artikel. Das ist sicher viel Arbeit und Zeit. Aber wir lesen gerne mit. Wir wünschen dir eine schöne Zeit und ein gutes neues Jahr! Familie Darzi

  27. Liebes Blackwater-Team, ich wünsche euch von ganzen Herzen schöne Feiertage und eine ruhige Zeit zum Nachdenken. Wer so tolle Artikel schreibt, muss vermutlich auch mal auftanken. Danke für das Teilen der Gedanken dieses Jahr! Mit Vorfreude auf das nächste Jahr, Sven und Familie

  28. Normalerweise hätte ich bei dieser Überschrift den Artikel nicht gelesen, weil ich kein Weihnachten feier. Aber wie schon geschrieben gefällt mir dein Blog sehr. Und damit meine ich wirklich sehr seeeeehr! Und du hast mit einer Sache es auch richtig geschrieben. Wir feiern kein Weihnachten, haben also kein Baum und singen auch diese Lieder nicht. Aber es sind freie Tage und die verbringen wir als Familie zusammen und auch mit Freunden. Und weil frei ist, kochen wir auch zusammen. An Sylvester das gleiche.😂 (also bei uns wird viel gegessen🙈)Also was ich meine, was ist feiern? Wenn man es so definiert wie viele Menschen = zusammen sein, essen, lachen, dann ist es feiern. Aber für uns als Muslime ist es nicht so, wie es für die Christen ist, die dann die Geburt feiern. Aber wie ich jetzt verstanden habe, ist das sowieso falsch. Also, ich bin doch froh (und muss gerade lächeln) dass ich deinen Artikel gelesen habe. Jetzt frage ich mal die Nchbarn wenn ich sie sehe. Da hängt alles voll mit Weihnachtszeug. Das Haus ist eine einzige Lampe. Mal sehen ob sie das wissen was du geschrieben hast.😂😂😂 Ich wünsche deiner Familie und dir eine schöne ruhige Zeit und viel Gesundheit. Und ich freue mich wieder zu lesen von dir😘😉😊😊😊im neuen Jahr!

    1. Die wenigsten Menschen werden das wissen. Es interessiert aber auch die meisten nicht. Weihnachten=Geschenke und grosses Fressen mit Freunden/Familie. 😂

  29. Ich wünsche euch schöne Weihnachten und ruhige Feiertage! Danke für die Artikel und den Support dieses Jahr. Ich bin happy euch gefunden zu haben.

  30. Ich bin kein Christ, aber ich schätze deine Erklärungen und Ausführungen sehr. Erstens lerne ich eine Menge über das Christentum dazu und zweitens sind diese Schriften auch für uns bedingt nicht unwichtig. Was mir aber immer auffällt ist die Abweichung der Christen von dem Schriftwort. Selbst bei den neutestamentlichen Texten. Bei uns Muslimen gibt es leider auch allerhand merkwürdiges, was durch die Kultur in die Gemeinschaft kommt. Ich sage mal ganz neutral, es macht doch nur Sinn einen Glauben anzunehmen, wenn man nach der Schrift lebt. Sonst erúbrigt sich das alles. Ich wünsche deiner Familie und dir eine schöne Zeit und freue mich im nächsten Jahr wieder von dir zu lesen. mslm

  31. Hallo Blackwater, ein grosses Lob von mir für diesen Weihnachtsartikel. Weihnachten ist tatsächlich die beste Zeit, um sich über einige Dinge klar zu werden. Man hat frei durch die Feiertage, kann daheim sein und in Ruhe lesen. Dein Artikel ist eigentlich nur wieder die Flamme an einer Zündschnur. Ist die Zündschnur nass, passiert nichts. Ist sie trocken, … dann geht es los. Manche sind im Konsumrausch und in der Ablenkung gefangen und träge geworden. Andere haben noch den kindlichen Forscherdrang in sich. Das Zitat von R.W. Emerson finde ich geradezu genial:

    “Der Glaube, der auf Autorität beruht ist kein Glaube. Die Bedeutung der Autorität ist das Maß für den Verfall der Religion, das Maß dafür, wie sehr der Geist bereits aus ihr entwichen ist.”

    Wenn in einer Idee Leben oder Geist steckt, dann läuft sie von alleine. Ohne soziale Zwänge und ohne Heuchelei. Denn die Menschen wollen etwas tun weil ihnen die Idee gefällt und weil sie inhaltlich motiviert werden. Sie werden aus sich selbst heraus angetrieben und müssen nicht wie eine Viehherde angetrieben werden. Religion ist oft, aber nicht immer, sehr kraftlos und der Geist ist entwichen. Menschen handeln aus Traditionen oder weil alle es machen, zumindest die Verwandten und Freunde. Da sie aber nicht wirklich überzeugt sind, handeln sie ausserhalb der sozialen Sichbarkeit anders, auch entgegen die Regeln ihrer Religion. Das definiert die Heuchelei. Diese Menschen fühlen sich keiner höheren Macht oder einem Gottesbild verantwortlich, daher können sie so handeln. Aber es gibt auch andere (manche auch auf deinem Blog), die innerlich angetrieben sind und aus dem Herzen heraus handeln. Das fasziniert mich als alten Agnostiker dann wieder. Ich denke, ich sehe beide Seiten der Religion, wobei Religion und Glauben auch Streitbegriffe sind. Hier muss man nachfragen, was genau gemeint ist.

    Auch aus einer agnostischen Position kann Religion interessant sein, wenn sie ernsthaft gelebt wird. Denn dann hat sie auch positive Auswirkungen auf den Alltag. Selbstdisziplin beispielsweise. Oder eine gesündere Lebensweise.

    Den Nachteil trifft in erster Linie die Zweifler oder Trittbrettfahrer. Im besten Fall führen sie ein Geheimleben ohne das es die anderen wissen, im schlimmsten Fall werden sie depressiv. Auf Dauer etwas zu vertreten was nicht dem inneren Ich entspricht macht krank.

    Damit wünsche ich dir und allen Beteiligten schöne Feiertage und ein schönes neues Jahr!

  32. Für mich ist deine Seite immer wieder Brainfood. Ich durchdenke alles, hinterfrage meine eigene Position. Aber nicht wegen deinen Texten an sich, sondern weil ich an deinen Texten merke, dass du dies selbst machst. So kommt es mir vor. Du schreibst während der Gedanke sich entwickelt, kann das sein?

    1. Hallo Melanie, da hast Du schon recht. Durch das Schreiben verarbeitet man nachweislich auch Gedanken und entwickelt neue. Schreiben ist grundsätzlich ein gutes Training für unser Gehirn. Richtig gut bei der Bloggerei ist aber auch der Austausch mit den Lesern, sei es durch Emails oder die Kommentare. So ein Blog ist in einer gewissen Weise dadurch ein Gemeinschaftsprojekt. Und ich habe keine Deutungshoheit über Inhalte, schon gar nicht bei solchen Artikel. Es sind Gedanken, die ich teile. Aber ich nehme auch gerne die der anderen an, da sind viele spannende Blickwinkel dabei.

  33. REMEMBER RELIGION AND POLITICS IS A RICH MANS GAME AND A POOR MANS ARGUMENT. Diesen Satz habe ich vor vielen Jahren gelesen und nie vergessen. Aber der Glaube selbst ist etwas, was ich für wertvoll halte. Man kann sich in seinem Leben also entscheiden immer ein Opfer zu sein, oder ein wertvoller Mensch. Auch und vor allem für andere Menschen. Wie andere schon geschrieben haben, ruft gerade der christliche Glaube zur Freiheit auf und nicht zur Sklaverei unter selbst ernannten Menschen. So etwas wie ein Papsttum widerspricht doch der ganzen biblischen Aussage. @bw Ein etwas anderer Weihnachtsartikel, so etwas habe ich schon von dir erwartet. 😉

      1. Hallo Finanzkatze, nochmal Melanie und Maryam, das ist lieb von euch! Aber macht das lieber nicht. Solange wir uns in dieser Nische bewegen, haben wir unsere Ruhe und müssen uns nicht irgendwelchen Regeln unterwerfen. Ich hätte schon keine Lust dieses Comdirect Logo posten zu müssen. Damit beginnt der Ausverkauf der eigenen Werte und man verliert auch ein Stück Unabhängigkeit.

        Im neuen Jahr wird es hier auch viele Finanzartikel geben, aber die reine Schreiberei über ETFs, Crypto, P to P und den (finanziellen) Weltuntergang überlassen wir lieber anderen. Aber ich danke euch für euren netten Gedanken!

  34. Schöne Weihnachten oder Feiertage, was immer passt! Schau mal was ich gefunden habe, passt perfekt zu deinem Blogartikel und den Aussagen: „Für eine solche Freiheit hat Christus uns freigemacht. Deshalb bleibt standhaft und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Sklaverei spannen“ Galater 5:1

    Auch wenn ich Artikel wie den sehr gut finde, habe ich in diesem Jahr auch sehr von deinen Finance-Artikeln profitiert. Daher bleibt mir nur zu sagen, mach bitte auch 2020 weiter so. Dein Blog ist ein echter Mehrwert!

  35. Schöne Weihnachten und danke für alles!


    Es treibt der Wind im Winterwalde
    Die Flockenherde wie ein Hirt.
    Und manche Tanne ahnt wie balde
    Sie fromm und lichterheilig wird;
    Und lauscht hinaus.

    Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin – bereit
    Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
    Der einen Nacht der Herrlichkeit.

    Rainer Maria Rilke (1875-1926)

  36. Hi Black, cooler Post. Mal wieder. 🙂

    Erinnert mich an die Kölner Band BAP:

    „Einen schönen Gruß an alle die unfehlbar sind – von nix ne Ahnung, die aber immerhin –so tun als ob weil auf Fassade da stehen sie halt drauf – die armen Schweine hängen in Situationen – die nur erklärbar sind durch Hirnamputationen – die haben sie nach und nach im Gleichschritt Richtung Schwachsinn geschickt – oh, lieber Orwell `84 ist nah – es sind nur noch 4 läppische Jahr – es läuft so ähnlich ab nur viel raffinierter gemacht – der Trick der funktioniert ganz zügig und reibungslos – etappenweise Entmündigung, klappt famos – freiwillig eingemacht und stickum zum Verblöden gebracht…“

    In einer Gruppe, in der kein offener Gedankenaustausch erlaubt ist, herrscht keine Freiheit, sondern Zwang. Dabei sind gute Gedanken Angebote, man kann sie annehmen, mit ihnen arbeiten oder eben nicht. Das trifft auf deine Posts genauso zu. Ich bin nicht immer der gleichen Meinung. Aber die Artikel bringen mich zum Nachdenken und kritischen Reflektieren eigener Standpunkte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dein eigener Bekanntenkreis entweder aus Leuten wie dir besteht (stelle ich mir cool vor) oder der Bekanntenkreis nicht weiss was in dir steckt. (könnte ich auch verstehen). Ich habe deine Artikel schon öfters mal weiter geleitet unter Kollegen und Freunden. Resonanz ist mager. Aber wenn, dann ergeben sich gute Gespräche. Zu Weihnachten ist es die Vorlage schlechthin. Wer an Weihnachten darüber nicht mal reden will, dem kann man eh nicht helfen. Fest der Liebe. :))

    In diesem Sinn, schönes WTF! :))))

  37. Danke für diese nette Weihnachtsbotschaft und die Hintergründe. Die kannte ich bisher auch noch nicht. Man feiert etwas und hat eigentlich gar keine Zeit zu hinterfragen. Die Kids lieben Geschenke und die Lichter am Baum und fertig. Du hast mir dieses Jahr viel Freude mit deinem Blog gemacht. Stichwort: Supermum. Sollten wir uns mal begegnen, bekommst du einen Riesendrücker von mir. Auch sonst lese ich deinen Blog sehr gerne und habe ihn mir in der Leseliste meines Browsers fest gespeichert. Trotz all dem, schöne Weihnachten und ein schönes neues Jahr von meiner Seite!

  38. hallo M. 😂, danke für diesen Post, dadurch habe ich einiges neues für mich dazu gelernt. Ich fands auch schön, dass du an die Heimat gedacht hast, deine und meine und wie vielen Menschen es schlecht geht. Das gefällt mir immer sehr gut an deunen Artikeln. Man liest eine Úberschrift die normalerweise nicht so spannend ist und dann entwickelst du immer eine ganz grosse Sache daraus. Ich wünsche dir mit oder ohne Bäumchen eine schöne Zeit und einen guten Rutsch mit Schnee ins neue Jahr. Heute gibt’s in der Wüste Schnee und in Deutschland sind 10 Grad am 31.12, verrückte Welt in der wir leben. Wir lesen voneinander 😘 Gruss Jami

  39. Hallo Leute, an dieser Stelle möchte ich mich auch bedanken! Ihr seid ein echter Mehrwert in der Finanzbloggerwelt. Tolle Gedanken und mal eine echte Abwechslung.

  40. O.M.G. ❤️❤️❤️ das ist soooooo ein schöner Artikel. Also, Weihnachten feiern bedeutet zusammen essen mit Freunden und Familie. Das machen viele Muslime, manche haben sogar einen Baum und Geschenke für die Kiddies. Und alle müssen im Januar abnehmen 😂. O o das Dauerthema, schnell weg mit diesem Horrorgedanken. Wenn ich die leckeren Weihnachtsmänner von Lindt verdrücke bin ich noch keine Gläubige vom Weihnachtsmann, es bedeutet nur die Schokolade ist so lecker. Aber jetzt meine Jahresschlussworte, sonst verquatsch ich mich wieder: Dankeee für den schönen Blog, die ganze Hilfe und Ideen und ein schönes neues Jahr 2020!!!! DankeDankeDanke ❤️ ❤️

  41. Ein wunderbarer Artikel mit vielen unabänderlichen geistigen Wahrheiten – vielen herzlichen Dank!

    Zur Frage der Wiederkunft von Jesus – die Anhänger des Baha’i-Glaubens sehen diese bereits durch die “fortschreitende Gottesoffenbarung” (im Wege verschiedener Propheten zu unterschiedlichen Zeiten) für die aktuelle Zeit als gegeben an – durch den jüngsten Gottesoffenbarer Baha’u’llah.

  42. Jesus : Liebe deinen nächsten, wie dich selbst. Liebe deine Feinde.
    Redet mit Huren, Zöllnern, Kindern, Frauen, Blinden, Besessenen, Kranken, Bettlern…..Vater unser… auch wir vergeben unseren Schuldiger.

    Viele „Christen“ heute: Wir sind die wahren Christen, wir haben mit Sündern nichts zu tun, wir wissen was richtig ist und die Bibel ist anders zu verstehen als es Jesus erklärte.

    Jesus: gestorben für alle Menschen, weil alle Sünder sind. Bemüht euch gutes zu tun, aber es rettet nicht. Gnade und mein Opfer rettet.

    Viele „Christen“ heute: nur für uns gestorben und nur wenn man sich an Regel X, Y und Z hält.

    Jesus: jeder kann um heiligen Geist beten für die Erkenntnis und der Vater wird ihn gewähren.

    Viele Christen heute: Nur unsere Anführer (Papst, Bischof ) können die Bibel auslegen und verstehen.

    Jesus: Nur durch mich kommt man zum Vater, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

    Viele CHristen heute: Unser Papst, Guru, Erleuchteten sind der Rettungsweg.

    Bei vielen würde Bibel lesen helfen. Machen aber immer weniger. Und wenn es mal jemand im Nachhinein kapiert, ändert sich trotzdem nichts. Die meisten der Mitglieder von Religionen haben einfach ANGST haben in den Spiegel zu schauen nach Jahren und sich selbst eingestehen zu müssen, das man sein halbes Leben fehl investiert hat. Deswegen macht man lieber weiter und geniesst die Gefühle die der Mensch braucht und dort eben bekommt. Zugehörigkeit, Anerkennung, Geborgenheit. Da verschliesst man gerne seine Augen und den Kopf(Gehirn-Logisches Denken) und forscht und studiert nicht selber weiter. Lieber Leben in einer Illusion statt Leben mit der Wahrheit, dass ich Fehlinvestiert habe. Oder noch schlimmer: Es wird sogar verboten. Gibt es alles. Folge: Missbrauch wird Tür und Tor geöffnet. Es ist zum heulen.

    Lieber Blackwater Martin, danke für diesen wunderbaren Artikel! Er hat mich sehr berührt und gibt mir Hoffnung durch die gewählten Bibeltexte. Grossartige Arbeit. Es hat dich sicher einige Stunden gekostet, aber ich danke dir und das war es wert. Ich bin ein großer Fan von deinem Blog! Schöne Weihnachten dir und deiner Familie!

  43. Religionen sind menschengemacht, damit sich die Menschen die Köpfe einschlagen und haben nichts mit dem zu tun was Christus lehrte. Das sieht man selbst an den Texten in deinem Artikel sofort. Nur wer kennt diese Texte heute noch oder sieht sie nicht durch die Brille der eigenen Sekte oder Religion? Das Evangelium Jesu Christi ist KEINE Religion, sondern die Antwort auf alles Suchen der Menschen und die Fragen unseres Herzens. (Zitat v. Wilhelm Busch)

    Religionen kommen mir oft vor wie Menschen in einer Irrenanstalt. Die glauben auch alle ihre Wahrnehmung ist die Richtige, weil es in ihrer Wahrnehmung auch so ist. 🙂 2,2 Milliarden Christen gibt es heute und 1,5 Milliarden Muslime. Ich kann persönlichen Glauben akzeptieren und respektieren. Die Menschen die Glauben so leben, leben ihn für Gott und nicht für andere Leute oder um gesehen zu werden. Aber sobald das menschliche Phänomen Religion dazu kommt, beginnt die ganze Heuchelei und die Zwänge. Deswegen gibt es da auch so viel zweifelhafte Mitglieder.

    Der Artikel gefällt mir gut und ich werde darüber nachdenken und auch mit meinen Kindern an den Feiertagen die Geschichte von dem Samariter lesen. Du solltest vielleicht eine neue Kategorie zu deiner Seite hinzufügen: Herzensbildung. Das machst du großartig!

    Schöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr wünschen wir dir!

  44. Schöne Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2020!!!!! Den Artikel muss ich mir mal in Ruhe durchlesen, ist ja ein Riesenteil. Danke für’s Teilen und die Mühe!

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