Geld und die Substitutionsfalle

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„Erinnere dich an Mich und Ich werde mich an dich erinnern.“

 

 

 

Wir Menschen sind ein Gebilde, welches überwiegend aus Wasser besteht. Wir müssen uns immer wieder mit Wasser und Nahrung versorgen, um uns am Leben zu erhalten. Es ist wichtig, dass das Wasser und die Nahrung sauber und für uns gesund sind. Sonst werden wir krank. Das fatale dabei ist, dass man dies bei manchen ungesunden Nahrungsmitteln erst im Laufe vieler Jahre bemerkt. Viele ältere Menschen zahlen in ihrem höheren Alter den Preis für eine ungesunde Ernährung in der Jugend oder dem jungen Erwachsenenalter.

Anders als bei buchstäblicher Nahrung, ist bei spiritueller Nahrung der Fokus des öffentlichen Bewusstseins nicht so ausgeprägt. Selten lese ich, die Menschen sehen sich zu viel minderwertige Filme oder Serien an oder die Qualität des Abendprogramms des Fernsehens ist gesunken. Stattdessen lese ich, die Menschen werden immer dicker oder immer ungesünder, immer mehr Menschen bekommen in Folge von falscher Ernährung Diabetes.

Es wird bei der Ernährung auch oft zu Recht angeführt, dass nebenbei essen ungesund ist. Man soll statt dessen bewusst essen. Also bewusst kauen und langsam essen. Da Nahrung auf unseren Körper langfristig einen großen Einfluss hat, wir uns also vergiften oder aufbauen können, wäre es da nicht nur logisch anzunehmen, dass das gleiche auf Informationen zutrifft, die unser Gehirn durch Ohr und Auge erreichen?

Wie oft schaut man nebenher etwas im Fernsehen, noch das Smartphone in der Hand. Und doch erreichen die Botschaften unser Unterbewusstsein und verändern später auch Entscheidungsprozesse. Dahingegen ist Lesen beispielsweise etwas, was nur ganz bewusst getan werden kann. Wie ein gesundes Vollkornmüsli mit frischen Früchten, langsam gegessen und gut verdaut. Wertvolle und gesunde Nahrung.

 

An dieser Stelle möchte ich schon mal das Wort Substitut einfügen und später erweitern. Ein Substitut ist ein Ersatz für etwas. Beispielsweise ist Süssstoff ein Substitut für Zucker im Schay, wobei ich mir nicht sicher bin, ob hier nicht schon das Wort Surrogat verwendet wird, welches ich später erkläre. In unseren Leben kann Geld ein Substitut sein. Man kann damit Dinge kaufen, die einen beschäftigt halten. Auch das Nachlaufen hinter dem Geld hält beschäftigt. Es (ver)braucht Zeit. Viel Zeit. Und die gekauften Dinge müssen dann gepflegt werden. Putzen, Wartung und mehr. Oder Neukauf, denn alle Dinge die man kaufen kann, altern. Das schönste Auto muss irgendwann ersetzt werden. So kann man sein Leben mit vielen Dingen füllen und man hat nicht das Gefühl der Langeweile oder das einem etwas fehlen würde.

Nur was wird eigentlich ersetzt?

 

Dazu möchte ich noch kommen. Erst einmal möchte ich aber mit einer kleinen Überlegung untermauern, dass Geld definitiv scheinbar Sinn stiftend ein Substitut ist, also ein Ersatz für etwas anderes. Ich möchte dies an einer Gehaltsabrechnung aufzeigen. Stellt euch einmal vor, jemand bekommt 2500,00 Euro netto als Gehalt jeden Monat auf sein Konto. Was sind denn die wirklich wichtigen Dinge, die zu bezahlen sind?

Natürlich die Miete oder sagen wir einfach „Wohnen“. Dann möglicherweise aber nicht zwingend des Thema Mobilität. Hier gibt es schon große Unterschiede zwischen Bahnticket und Porsche. Dann denken wir an Nahrung und Kleidung. Damit würde ich es bewenden lassen, es reicht aus um zu verstehen. Denn hier beginnt die unsichtbare Grenze die überschritten wird. Es folgen doch sehr oft dann Konsumgüter und Verpflichtungen, die aus dem Kauf dieser Güter entstehen. Es gibt eigentlich wenig Bedürfnisse und viele Wünsche. Und diese Wünsche treiben an und motivieren das Hamsterrad am Laufen zu halten. Von dem erwähnten Gehalt könnten leicht 1000,00 Euro im Monat übrig bleiben, wenn ich im Internet mir die allgemein üblichen Ausgaben anschaue, die eine Einzelperson im Monat hat. Aber in wie vielen Fällen ist es deutlich weniger? Dann wird die Gehaltsabrechnung zum Beweis, wie oft man in die Fallen von materieller Versuchung getreten ist. Wie Narben auf einem geschundenen Körper. Abzahlen von Kredite und Wünschen. So kann Geld verdienen nach und nach selbst Sinn stiftend werden, es wird zum Selbstzweck.

Doch ich wiederhole die Frage: Was wird eigentlich ersetzt?

 

Das Bedürfnis nach Sinn und spiritueller Tiefe. Darauf werde ich weiter in dem Artikel noch eingehen. Die Frage was ich eigentlich brauche und will ist eine der wichtigsten Fragen im Leben. Und ihr werdet noch sehen, dass nicht einmal das Erreichen eines Ziels das Glück ausmacht, sondern schon das Erkennen eines Defizits.

 

Blackwater.live - Nachdenken
Diese markanten Blackwater – Bildunterschriften bekomme ich nicht hin. Aber bei diesem Bild frage ich mich, welches Geld kann diesen Moment und die Gedanken kaufen?

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Heute lese ich immer öfter, dass Menschen ausgebrannt sind, dass immer mehr Menschen Depressionen bekommen und eine innere Leere spüren. Der Sinn im Leben, der Zweck eines Daseins fehlt. So wie Menschen bei einer ungesunden Ernährung dick und krank werden, so werden sie auch krank, wenn sie allerlei wertlosen Müll durch die Medien konsumieren. Nur wollen die meisten einfach nicht wahr haben, dass es diesen Zusammenhang gibt und dass ihr Leben von dem beeinflusst wird, was sie sehen. McDonalds Happy Meal durch Fernsehen und Internet. Schnell verzehrt, schnell verdaut, schnell auf den Hüften und auf dem Weg zum spirituell chronisch kranken Menschen.

Bevor ich aber weiter schreibe, möchte ich mich euch kurz vorstellen. Ich denke, als neue Gastautorin auf dieser schönen Seite, sollte ich das tun und fast hätte ich es schon vergessen.

 

Ich bin Safiya Mahmoud und noch 29 Jahre alt. Meine Eltern stammen aus Ägypten, wo ich auch geboren wurde, aber in jungen Jahren mit meinen Eltern und meiner größeren Schwester nach Deutschland kam. Ich bin Muslima, aber etwas anders als es die meisten wahrscheinlich kennen, da ich nicht Mainstream fähig bin. Und damit meine ich nicht nur allgemein, sondern auch im Speziellen unter Muslimen. Und daher schreibe ich das gleich von Anfang an, dann kann sich mancher das Weiterlesen sparen. Wenn ich manchmal etwas bildlich oder blumig schreibe, das bin ich und es liegt an meiner Gedankenwelt und wie ich aufgewachsen bin. Ich gehöre per Definition dem sunnitischen Islam an. Aber anders als es viele machen, denke ich nach und halte nichts davon Menschen oder erdachten und teilweise erfundenen Hadithen ( حديث Hadīth) zu folgen, ich studiere die Schriften und lebe danach. Für mich und nicht für andere. Für meinen Glauben und meine Freundschaft zu Gott, nicht für andere. Ich denke man sollte niemals etwas für andere tun um sie zu beeindrucken, sondern nur aus Liebe, Freundschaft und in aller Aufrichtigkeit des Herzens, dann ist es wertvoll. Und Gott kann man eh nichts vormachen, mehr dazu aber später.

Den Begriff Hadith möchte ich erklären, denn dann wird vielen Leser klar, auch sie haben solche Hadithen in ihrem Leben, zumindest wenn sie gläubige Juden oder Christen sind.

Ein Hadith ist eine Erzählung, ein Bericht, eine Mitteilung oder Überlieferung. Er bezeichnet die Überlieferungen der Aussprüche und Handlungen des Propheten Mohammed, gesegnet soll er sein, sowie der Aussprüche und Handlungen Dritter, die dieser stillschweigend gebilligt haben soll. Die große Bedeutung der Hadithe im Islam ergibt sich daraus, dass die Sunna (Handlungsweise) des Propheten normativen Charakter besitzt und nach dem Koran die zweite Quelle der islamischen Normenlehre oder Fiqh darstellt. Fiqh bedeutet Erkenntnis oder Einsicht. Das kanonische Gesetz (Scharia) wertet alle Handlungen der Muslime nach religiösen Maßstäben; eine Trennung zwischen weltlichem und religiösem Bereich kennt das Gesetz nicht.

So, nun zu dem was ich meine. Ein Hadith ist in vielen Fällen ungeprüft und eine menschliche Erweiterung. Ihr müsst euch das so vorstellen: „Dieser und jener hat gesagt, aber die Aussage von lautet…“ Übertragen wir das aus dem Islam heraus auf des Christentum, dem sicher viele Leser nominal angehören oder damit vertraut sind: Alle Zusätze zur Bibel oder Anleitungen, die Menschen daraus ableiten ohne das es direkt aus der Bibel wäre, ist nichts anderes wie ein Hadith. Ich denke es gibt nicht viele Christen, die nur die Bibel lesen und sich nur der Bibel verbunden fühlen. Die meisten die ich kenne, haben noch andere Bücher, Kanäle, Wege oder Menschen, die sie anleiten. Das ist meines Studiums nach nicht nur unbiblisch, sondern nichts anderes wie die Hadithen bei den Muslimen.

Jetzt seht ihr auch, warum ich nicht Mainstream fähig bin und so gut auf die Blackwaterseite passe.

 

Jedoch ist schreiben auf einem Blog für mich eine etwas neue Erfahrung. Ich schreibe manchmal Briefe und noch von Hand und mit meinem Füller, weil ich das liebe und etwas altmodisch bin. Aber ich habe Martin von Blackwater angeschrieben, weil ich diesen Blog sehr mag und die Offenheit und Spiritualität hier, das Hinterfragen um eine tiefere Schicht von Einsicht zu erlangen. Ich denke deswegen fühle ich mich sehr verbunden und da die Leser dieses Blogs sich nicht nur für Finanzen interessieren, passe ich ganz gut dazu. Ich kann neben den vielen anderen Einblicken in andere Welten einen Blick auf die muslimische Welt zeigen, frei von Politik und den vielen schrecklichen Dingen, die im Namen dieser Religion passieren.

An dieser Stelle möchte ich auch sagen, dass ich glaube, dass die Dinge, die wir in muslimisch geprägten Gegenden der Welt sehen durch den Mißbrauch von Religion passieren. Menschen bekommen von anderen Menschen erklärt was Islam ist und lesen und studieren nicht selbst. Sie können oft nicht einmal lesen. Die Religion wird politisiert, auch in Deutschland. Und leider sogar in Moscheen. Der wahre Islam fordert aber dazu auf zu forschen. Dieses Prinzip der Aufklärung ist in der Lesung selbst verankert (17:36). Aufklärerisch eingestellte Menschen werden so erfahren, was in ihrer bisherigen Betrachtung auf unreflektierter Tradition und sozialen Umfeld fußte.  Diese im Geiste vernünftig denkenden Menschen werden vorgestellten Erkenntnisse weder vorschnell abweisen noch sich auf die Tradition berufen, weil sie sehr gut wissen, dass das Wort Gottes in der Lesung dieses Verhalten ablehnt (2:44, 10:100, 8:22, 10:38-39, 2:170, 23:24, 7:70, 11:62, 11:87, 26:74, 28:36, 34:43). Deswegen ist die Islamwissenschaft und der Islam etwas für Denker und nichts für naiv Glaubende, wie ich schon einmal geschrieben habe.

 

 

Humble muslim woman praying on the beach.Spiritual religious woman
Glauben ist etwas persönliches. Wir können nicht für andere glauben und brauchen auch anderen nichts vorspielen, das ist durch die Definition der Macht eines Schöpfers geradezu lächerlich.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Die Aufforderung zu forschen legt nahe, dass Gott dem Menschen zutraut die Wahrheit zu finden und auf seine Offenbarung zu vertrauen und keine Menschen dafür zu benötigen. Menschen können helfen, aber es ist auch immer die große Gefahr des Missbrauchs in der Luft. Das finde ich, wie schon einmal in den Kommentaren geschrieben, auch bei Christen interessant.

Denn ich lese alle drei Testamente gerne, auch wenn für mich der Quran das finale Testament ist. In dem hebräischen Teil der Bibel heisst es in Psalm 146:3, dass man sich nicht auf Menschen verlassen soll, da es keine Rettung von ihnen gibt. In der Tora oder auch dem hebräischen Teil der Bibel heisst es an 5. Mose 18:20-22, woran man falsche Propheten erkennt und man keine Angst zu haben braucht. Nach diesen Texten sind die meisten christlichen Gruppen falsche Propheten und man soll nicht Menschen folgen. Aber genau das beobachte ich dauernd. Es ist so traurig, denn laut will ich sagen, hey lest doch eure Bibel mal, die ist euch doch so wichtig. Aber wer würde einer Muslima schon in diesem Fall dann glauben?

Unter Muslimen, von denen leider auch die meisten Menschen folgen, gibt es den so oft missbrauchen Satz „Allahu akbar sagen“ (الله أَكْبَر Gott ist am größten‘) Dieser Satz wird übrigens auch von koptischen Christen verwendet. Aber statt diesen Satz zu missbrauchen oder dauernd aufzusagen wie eine Zauberformel, sollte man mal nachdenken, ob ich das wirklich glaube. Viele Sunniten und Schiiten glauben, dass sie sogenannte „Pluspunkte“ (Ḥasanāt) erhalten, alleine indem sie der Lesung (Quran) wiederkehrende Segenssprüche wiederholen. Doch die Lesung sagt klar etwas anderes. (35:10). Gleiche Sprüche gibt es bei Christen.

Ja, Gott ist größer und am größten. Größer als Menschen, ihre Führer und vermeintlichen Sprachrohre Gottes, größer als alle Dinge von Menschen. Ich war vor einigen Jahren in Istanbul und habe mir die großen Moscheen angesehen. Fast ein Wunder, diese Größe und Schönheit dieser Gebäude. Aber dann dachte ich mir, Safiya staune nicht zu sehr, wer von dem beeindruckt ist was Gott gemacht hat, ist nicht beeindruckt von den kleinen Dingen von Menschen. Und dann dachte ich an andere Begebenheiten meines Studiums. Sogar der Prophet Yesuha, den Christen als Jesus bekannt, sagte zu den religiösen Führer der Zeit, der Tempel, ein Prachtbauwerk seiner Zeit, er wird zerstört werden. Und es wird der Tag kommen, da wird Gott nicht in القدس al-Quds (Jerusalem) angebetet werden, sondern überall. Der Prophet Jesus, gesegnet soll er sein, er hatte Recht behalten und war ein echter Prophet Gottes.

 

 

 

From above view of the Mosques of Sultan Hassan and Al-Rifai.
Meine Heimat hat riesige Moscheen. So schön und groß sie auch sind, auch sie können nur eine Fassade sein. Aber wem soll diese Fassade etwas nützen? So ist es auch mit Gemeinschaft und äußerlichen Handlungen. Sie sind ein wertvoller Zusatz zu echtem Glauben, aber kein Ersatz. Das Substitutionsproblem verfolgt uns immer wieder.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Ich habe euch ja gesagt, ich bin nicht Mainstream fähig. Irgendwie wie eine schwarze Rose in einem Feld weisser Rosen, aber auch die schwarze Rose wurde von Gott erschaffen. Also hat sie ihren Platz dort. Die fehlende Mainstreamfähigkeit liegt auch daran, dass ich den Quran als drittes Testament sehe, aber auch die anderen lese und studiere. Immer wieder fallen mir Parallelen auf, gerade zu dem hebräischen Teil der Bibel, also großen Teilen der Tora. Einen sehr wichtigen Punkt hatte ich oben in meinem Artikel schon erwähnt, „nicht den Menschen folgen.“

Aber ein anderer interessanter Text ist in der Bibel an der Stelle von Matthäus 5:3. Dort heisst es: „Selig sind die geistlich armen, denn ihnen wird das Himmelreich zuteil“. Jetzt denkt ihr vielleicht, das hört sich nach dummen Menschen an. Aber mit geistlich arm ist laut vielen Wissenschaftlern gemeint, dass man sich bewusst ist, nichts zu haben. Man ist sich bewusst, nicht genug zu wissen und deswegen will man mehr wissen. Also könnte man sagen, glücklich ist, wer sich dessen bewusst wird, also in den Zustand des Bedürfens eintritt, dass er mehr wissen will, weil er es braucht.

Erinnern wir uns an das Surrogat? Ein Lebensmittelsurrogat ist minderwertiger Ersatz für ein hochwertiges Lebensmittel. Wenn ich es esse, werde ich satt. Aber ist es gesund? Es kompensiert und substituiert nur ein wertigeres Gut. Dass was ich eigentlich benötige. Aber ich merke es gar nicht, ich merke gar nicht wie oder das mir etwas fehlt. Durch das Surrogat bin ich satt. Daher heisst eine sinngemäßere Übersetzung des Textes, dass man „glücklich ist, wenn man sich bewusst ist, dass man geistig ein Bedürfnis hat.“ Man weiss also, mir fehlt etwas. Ich kann das was mir fehlt mit einem Substitut kompensieren. Hier kommt Geld, Religion ohne Inhalt oder nur aus sozialen Gründen gelebte Religiosität in Frage, aber auch vieles anderes. Manche Menschen verehren Bilder aus Holz und Stein, neben dran ist aber die Schöpfung. Diese soll man nicht anbeten, aber auch das machen Menschen. Sie ist nur der Beweis für eine höhere intelligente Macht.

„Seht ihr nicht die Vögel am Himmel ? Wer hält sie auf ihrer Bahn, außer Gottes Willen. Wahrlich, es sind Zeichen für die Menschen, die sehen“. – Sure 16:79

Diese Macht hat es nicht nötig durch von Menschen gemachte Dinge ersetzt zu werden. Alle Menschen beten an. Geld, Besitz, Arbeit oder andere Menschen.

Wenn ich mir bewusst werde, dass ich wirklich etwas brauche im Leben, dann kann ich glücklich werden. Denn dann beginnt die wirkliche Reise, die Forschung, das Nachdenken. Es macht nicht ängstlich zu erkennen, bisher nichts zu wissen, es macht glücklich zu merken, ich wurde bisher vielleicht betrogen und belogen. Ich habe bisher einen falschen Weg eingeschlagen und mich abgelenkt. Aber jetzt werde ich anfangen zu lesen und zu studieren und ich werde auf diesem Weg gezogen. Weil die Suche der Beginn der Wahrheit ist.

Hört sich das schwer an? Ich möchte sagen, ja es ist so. Aber versetzt euch in eure Kindheit zurück. Vielleicht gab es dort etwas leckeres wie Schokolade. Ihr müsst euch jetzt für euch überlegen, ob dies bei euch Schokolade war. Bei mir war es Schokolade. Ich habe sie immer geliebt, aber es gab sie selten. Meine Mutter hatte immer welche versteckt. Als kleines Mädchen in Ägypten ging es uns für die dortigen Verhältnisse ganz gut. Meine Mutter achtete immer darauf, dass meine Schwester und ich nicht zu viel Süssigkeiten essen. Es gibt dort vor allem eine Menge arabische Spezialitäten, die so voll mit Zucker sind, dass man eine Woche davon Energie hat. Wir als kleine Mädchen hätten die ganze Wohnung verwüstet, wenn es diese kleinen Leckereien jeden Tag gegeben hätte. Also war dies limitiert. Wollte ich etwas haben und vor allem die Schokolade, die nicht von dort war, dann musste ich die beste kleine Tochter für meine Mutter sein. Als kleinere Schwester hat man einen Bonus gegenüber der großen. Aber ich musste dennoch betteln, wünschen, helfen und meine Mutter fleissig unterstützen. Und nicht aufgeben. Es war anstrengend. Aber fühlte es sich so an? Nein. Der Weg zur Schokolade war schön, weil ich von Herzen das tat. Und ich liebe meine Mutter, daher habe ich ihr auch gerne geholfen. Und wenn das Ziel erreicht war, das Tor zum Genuss geöffnet war, wie war das dann? Die Schokolade war viel zart schmelzender in meinen Mund als in meinen schönsten Phantasien, ich verweilte in diesem Moment für Minuten und es war wie als wenn die ganze Schokolade auf dem Weg zu meinem Magen meinen Hals in einen Brunnen aus Kakao verwandelte. Diese Schokolade, sie war es einfach wert für sie zu warten und nicht aufzugeben. Ihr Preis war hoch, denn es gab sie nicht jeden Tag ohne Anstrengung und ihr Wert war unbezahlbar, denn nach so einem Genuss wollte ich nach einiger Zeit wieder Schokolade essen. Eine unerschöpfliche Quelle wiederkehrender Freude, die niemals langweilig zu werden schien. Auch wenn ich heute weniger Schokolade esse, so bleiben diese Erinnerungen in meiner Phantasie. Ich denke an das Schöne, nicht an die Anstrengung.

Wenn ich mich auf eine spirituelle Suche mache, ist es das gleiche. Ich fange an die Schriften zu lesen, manche Menschen lernen sogar die Schriftsprache um den vollen Genuss zu bekommen. Je mehr man lernt, desto mehr motiviert es weiter zu machen und immer neue Geheimnisse zu entdecken. Zwischen den Zeilen, in den Zeilen, außen herum, im Kontext. Diese Welt bleibt verschlossen für alle die, die satt sind. Aber vielleicht sind sie von den falschen Dingen satt. Und das macht auf Dauer nicht zufrieden, sondern führt zu vielen der Probleme, die Menschen heute haben. Verschlossen bleibt diese Welt und die Schrift auch für all die, die hochmütig sind und so tun, als wenn sie alles wissen und meinen, das wäre alles trivial.

„Wahrlich, Er liebt nicht die Stolzen.“ – Sure 16:23

Komischerweise führt genau dieses Denken am Ende zu einem Leben, welches von trivialen Reizen und Süchten beherrscht ist.

Natürlich – und deshalb möchte ich es noch einfügen – kommt dann oft die große Gottesfrage. Wenn Gott alles gemacht hat und wir deshalb darüber nachdenken sollen, wer hat dann Gott gemacht. Aber hier möchte ich etwas zum Nachdenken geben:

Keith Ward schrieb einmal: ”Wenn man fragt, was das Universum verursacht hat oder warum es so ist, lautet die theistische Antwort, dass Gott das Universum ins Leben gerufen hat, um eine Reihe großer und unterscheidbarer Werte zu verwirklichen. Wenn man fragt, was Gott verursacht hat, lautet die Antwort, dass nichts eine Realität entstehen lassen könnte, die die Raum-Zeit vollständig überschreitet… Wenn man eine solche Idee nicht begreift, versteht man nicht, was Gott ist.” 

Glauben ist nicht einfach etwas für dumme und naive Menschen, ganz im Gegenteil.

Aber es sind die dummen und die naiven, die sich durch Menschen manipulieren und verführen lassen. Und die prägen leider viel zu oft das Bild von den Gläubigen.

 

Auch wie man sein Leben lebt, sollte niemals unter Zwang sein. Ich weiss, genau das ist heute ein großes Problem. Das soziale Umfeld und was andere denken, übt einen großen Druck aus. Ich beziehe hiermit keine Stellung für meinen Glauben, um andere von etwas zu überzeugen. Davon halte ich nichts. Wie schon erklärt, ist der erste Schritt das Studium der Schrift und sich diesem spirituellen Hunger bewusst zu machen. Es macht keinen Sinn Menschen zu irgend etwas zu zwingen, was aber leider früher in der christlichen Welt und heute noch in der muslimischen Welt passiert. Zwang führt zu Heuchelei und die ist abstossend. Für ehrliche Menschen und für den Schöpfer.

Ich kann euch das nur an meinem Leben erklären und will es versuchen, wenn ihr mögt. Zum einen sehe ich den Extremismus in der Religion, die politische Gewalt und den Missbrauch. Das hatten wir Jahrhunderte im Christentum, heute haben wir es immer noch im Islam. Es stellt sich oft so da, wie wenn es nur Terroristen gibt, Radikale und fanatisierte Muslime. Das was in diesen Kreisen passiert ist entgegen der Schrift. Und dann gibt es auf der anderen Seite eine Art aufgeweichte Religion, Euro-Islam eine Zeit lang genannt, superliberal, alle Gesetze ignorierend. Eine ausgehöhlte und leere Religion. Man kann Menschen nicht zwingen. Und selbst wenn sie dann etwas tun, so ist es wertlos vor Gott. Als wenn man Gott etwas vormachen könnte.

Das was ich in meinem Leben mache ist durch meinen Glauben geprägt. Er erfüllt mich und macht mich glücklich. Ich trage Hijab, weil ich mich so beschützt fühle und es mich bescheidener und demütiger macht. Innerlich wachse ich dadurch, das wird jetzt nicht jeder verstehen. Manche Frauen sehen es als große Freiheit an kurze Röcke zu tragen und tiefe Ausschnitte zu haben. Aber welche Botschaft vermittele ich als Frau damit? Warum reduziere ich mich so sehr? Und wenn ich als Frau geliebt werden will, das sage ich jetzt mal an all die jungen Mädchen, wegen was will ich dann geliebt werden? Wegen körperlicher Vorzüge? Oder um meiner selbst willen, wegen dem was ich denke, fühle, glaube und bin. Außerdem liegt dann der Fokus immer darauf, was ICH will. ICH will begehrt werden, es ist MEIN Recht, ICH will das so. Es gab in den Schriften schon einer Person, die sich immer rausnahm was sie wollte, obwohl es der Person nicht zustand. Gott widersteht hochmütigen und aufgeblasenen Menschen, sie werden ihn nicht erkennen, so sagt es die Schrift. Wer in seinem Leben den Fokus nur auf sich selbst hat, wird manche Dinge nie verstehen. Es ist eine eingeschränkte, ichbezogene und krank machende Perspektive. Ihr könnt das gerne überprüfen, wenn ihr über solche Menschen nachdenkt. Nicht um sie zu verurteilen. Das ICH ist ihr Gefängnis.

In einer Welt in der sich alles um ICH dreht und in der propagiert wird, dass es nur darum geht, ist man in einem spirituellen Labyrinth ohne Ausweg. Wer nur sich sieht, sieht nicht Gott (z.B. in gemachten Dingen) und auch nicht seinen Nächsten.(Mitmenschen)

Selbstbestimmung bedeutet für mich Selbstbeherrschung. Das ist das Gegenteil von ICH mach was ICH will. Beispielsweise trinke ich keinen Alkohol und esse kein Schweinefleisch. Aber ich empfinde das nicht als Nachteil. Es ist mein Wunsch aus meinem Glauben entspringend. Und ja, ich meide auch ausufernde Party’s oder würde auch nicht einfach Männer aus Spass daten gehen. Aber es ist meine Entscheidung und ich fühle mich dadurch besser und wertvoller. Ich beschneide was ich tun könnte ohne das es jemand sieht, weil mir etwas anderes wertvoller ist und ich nie alleine bin. Und als Mensch mit Schwächen, die jeder Mensch hat, meide ich manche Situationen.

 

Hand offering an apple.
Selbstbeherrschung und Selbstkontrolle. Wenn wir unsere Wünsche nicht unter Kontrolle haben, haben sie uns unter Kontrolle. Glück erreicht man aber nicht durch dem Nachgeben jeder menschlichen Neigung, sondern durch Selbstbeherrschung.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Das bedeutet aber nicht, dass ich keinen Spass habe. Es bedeutet nur keinen Spass für mich, die Grundsätze meines Glaubens zu brechen und meinem Schöpfer zu missfallen. Wenn ich an meine Familie und Freunde denke, dann habe ich eine Menge Spass. Meine große Schwester ist eine Meisterköchin, wir machen Kochabende zusammen, geniessen das leckere Essen, wir gehen ins Kino oder machen Ausflüge. Und da sind junge und alte dabei, wir sind eine Gemeinschaft. Menschen tun Menschen gut, nur darf man nie die Grenze überschreiten sich durch Menschen manipulieren und führen zu lassen. Daher muss ich meinen Glauben immer durchdenken, so dass ich immer weiss, ich tue was ich tue aus meinem Glauben heraus und nicht wegen meinem sozialen Umfeld. Mein soziales Umfeld soll eine Bestärkung darin sein, was ich schon erforscht und erkannt habe und was ich schon glaube, es soll nicht der Grund dafür sein. Das ist für mich einer der Gründe, für mein immer neues Lesen und erforschen der Schriften. Gerade wenn man in einen Glauben hinein geboren wird ist die Gefahr sehr gross, dass das soziale Umfeld am Ende der einzige Grund ist, das man in diesem Glauben bleibt, auch wenn das Innere schon längst losgelöst von den Inhalten ist. Oder es gab nie Inhalte. Nur ein Gefühl, eine nette Community und ja, tataaa, ich bin Christ, Muslim oder was auch immer.

Vielleicht ist es auch einfach die Tradition der Väter und Vorväter, denen gefolgt wird. Daher heisst es in 2:170 Und wenn ihnen gesagt wird: Folgt dem, was Gott herabsandte. Dann sagen sie: Vielmehr folgen wir dem, was wir bei unseren Vätern vorfanden.“

 

Ich komme langsam zum Ende meines ersten Gastartikels bei Blackwater und hoffe es hat euch gefallen. Das ist eine neue Erfahrung für mich. Aber der Blackwater Blog hat die Offenheit und diese Tiefe zwischen all den Finanzartikeln und auch den Anspruch mehr aufzuzeigen, als reines Trivialwissen. Und Martin’s offene Art ist es etwas ganz besonderes, dadurch wurde ich mutig genug auch zu schreiben und mich mitzuteilen und hoffe auch, ich kann die Seite etwas bereichern. Es gibt viele Blickwinkel auf dieser Erde, sogar tausende. Vielleicht tausend und einen. 😉 Am Ende sage ich als gläubiger Mensch, ich habe einfach ein Urvertrauen, dass sich all die Rätsel und Geheimnisse eines Tages klären, die wir auf dieser Welt haben. Aber egal was wir heute denken oder glauben, wir sind alle Menschen und sollten mit unserer von Gott verliehenen Fähigkeit zu denken weise umgehen. Heute durfte ich euch zeigen, wie der Quran und die Bibel dazu auffordern. Es war also nicht nur für Muslime geschrieben, falls ihr das dachtet. Wenn ihr also auf Menschen trefft, die das nicht tun, die nicht selbst denken und reflektieren, so hat dies nichts mit den Schriften zu tun. Es hat mit den Menschen zu tun. Und auf Menschen darf man nicht sein Vertrauen setzen, was diese Dinge angeht. Es heisst nicht, dass man ihnen gar nicht vertrauen darf. Nur was sie nicht wissen, was sie nicht gesehen und gehört haben, das können sie uns wohl kaum erklären oder uns anleiten. Daher verabschiede ich mich heute auch mit einem Zitat, so wie Martin das oft macht. Ich habe Marc Aurel gewählt:

 

 

“Everything we hear is an opinion, not a fact. Everything we see is a perspective, not the truth.”

― Marcus Aurelius

 

 

 

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Gastautorin:

Safiya Mahmoud

71 Kommentare zu „Geld und die Substitutionsfalle

Gib deinen ab

  1. Salam Aleikum liebe Leser von Blackwater, ich befürchte ich habe Unruhe in den Blog gebracht. Es ist nicht meine Absicht gewesen, 🥺 Jetzt bin ich mit einigen per Mail in Kontakt gekommen, aber ich wollte es unbedingt noch schreiben. Es soll sich niemand angegriffen fühlen oder unter dem Gefühl sich zu rechtfertigen. Ich wollte nur meine Sicht mit euch teilen. Auch niemanden missionieren. Ich habe nicht gesagt es ist falsch, aber ich wollte es nicht tun. Mein Artikel war gedacht als „lebende Dokumentation“. So denke und lebe ich und mehr nicht. Ich hoffe ich habe niemanden verscheucht. Ich weiss ich muss das nicht schreiben und du Martin hast mich ja auch sehr in Schutz genommen. Dafür danke ich dir sehr. Wegen dir bin ich auch mutig genug weiter zu schreiben, ich möchte das gerne tun. Ich habe es nur etwas unterschätzt. Also liebe Leser, bitte nicht böse sein wegen mir. LG Safiya

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    1. Meine 5ct. Ich respektiere deine Meinung Safiya. Aber Frau mit Hidschab geht gar nicht. Ich finde es ist eine Beschneidung von Frauenrechten. Ich weiss ich werde jetzt geblockt mit dem Comment. Aber das kann doch nicht sein. Wir leben in einer toleranten und modernen Gesellschaft. Ich finde es passt nicht.

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      1. Mann kann nur „korrekte“ Meinungen seinen Lesern vorsetzen, Gesinnungstreue scheint 2020 in Deutschland immer wichtiger zu werden. Oder man macht was du machst Black, schreibst einfach los oder lässt einen Gastartikel posten. Da wäre es dringend angebracht, mal nachzudenken. – Demokratisch, wenn auch vielleicht mal „unkorrekt“. Wer definiert denn was „korrekt ist“? Der Artikel von Safiya klang für mich nach etwas nach Werbung für den Islam. Aber selbst wenn, dann müsste das muss eine Demokratie aushalten. Die Demokratie muss auch aushalten, dass die Reich-Arm-Schere immer weiter auseinandergeht oder dass ein Trump gewählt wird. Gute Meinungen und „böse“ Meinungen können jedenfalls auf keinen Fall das Kriterium bei solchen Artikel sein. Ich möchte und würde es gerne viel nüchterner sehen: Was ist staatlich verboten und was nicht? Was ist strafbar, was nicht? Diese Fragen sind zu betrachten. Dein Blog ist absolut einwandfrei.

        Alles andere ist Zensur.

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    2. @fifi Ob dies muslimische Frauen auch so wahrnehmen und empfinden? Wenn du an Frauenrechten interessiert bist, solltest du diese Frauen persönlich fragen. Wie sich eine Frau kleidet, kann sie alleine am Besten entscheiden. Welche Kopfbedeckung oder Unterwäsche sie trägt geht niemanden etwas an. Eine passendere Frage wäre: inwiefern hat der Staat überhaupt die Befugnis sich in solche privaten Angelegenheiten einzumischen? Eine Burkaverbot finde ich noch vertretbar, wegen Sicherheits- und Identifikationsgründen. Aber warum sollte mich ein Hidschab stören? Das kann sehr schick aussehen. Kein Grund für die bekannte Schnappatmung. Westliche Frauen sind oft angezogen – oft im Sommer- wie man sich noch vor einigen Jahren im damals nicht sozialversicherungspflichtigen Gewerbe kleidete. Selbst Pole-Dance gilt als Sport, die Kinder meines Nachbar möchten das sogar lernen. Kinder!!! In anderen Kulturen kommt eine deutsche Fussgängerzone im Sommer oder solche „Sportarten“ wie ein großer Freiluftpuff rüber. Mich wundert nichts mehr. Das ist für mich gesellschaftliche Degeneration und sicher nicht eine junge Frau mit Hidschab, die niemanden etwas tut. Und fifi, trittst du auch für Frauen ein, wenn es um die ganzen Bordelle geht, die Pornoproduktionen, Pornhub & Co.? Oder nur wenn eine junge Frau Hidschab tragen möchte um sich „beschützt zu fühlen“ (Zitat Safiya)? Meinst du die Frauen auf dem Strich fühlen sich beschützt? Vielleicht von ihrem Zuhälter. Die Diskussion ist krude und absurd.

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      1. @GEO Folgende Schwaechen in der Argumentation:
        – Unterwaesche? Ja, geht keinen was an, ist idR unsichtbar und verborgen.
        – Hijab? ist dagegen FUER ALLE SICHTBAR
        – Message: ICH BIN ANDERS (oder ICH WILL ETWAS MITTEILEN) gilt in unserem dtsch. Kulturkreis (nicht, wenn alle/die meisten/viele Hijab tragen, dann waere es Merkmal/Kennzeichen/Zusammengehoerigkeit).

        Das erinnert mich an das Jesu-Wort: „wenn ihr betet geht in die Kammer und tut es im Verborgenen“ Warum sagt Jesus so etwas? Weil Pharisaeer (damalige religioese Elite) es oeffentlich taten und Jesus kritisiert, dass sie es eben nicht allein fuer Gott taeten, sondern, dass sie als eifrige Beter von den anderen gesehen werden wollten. (waere spannend Jesus zu den orthodoxen Juden mit Ringellocken, etc zu befragen …)

        Merke: es gibt immer eine Innen- und eine Aussenwirkung.

        Es gibt keine ultimative Freiheit bezueglich Verhalten in der Oeffentlichkeit. Du sendest eine Botschaft aus, ob du willst oder nicht.

        Also kommt es auf deine Haltung an: Wenn dir andere sch…egal sind, dann trage den Hijab mit Wuerde (Hauptsache du glaubst, Gott damit zu gefallen).

        Wenn du andere vielleicht sogar fuer Gott gewinnen willst? Ueberlege!

        Vor Gott kommt es nur auf dein Herz an. Er hat dich mit oder ohne Hijab gleich lieb, oder S.?

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      2. Ich nehme Option 1 ohne das „sch…“ „Wenn dir andere sch…egal sind, dann trage den Hijab mit Wuerde.“ Mir sind andere nicht egal, aber ich trage Hijab mit Würde. Alle senden irgendwelche Botschaften aus, wenn sie draussen rumlaufen. Von der Minirockfrau bis zum Tatooträger. Das stimmt. Aber deswegen ist nicht jeder ein Heuchler, der nicht so ist auch wenn du dieses Beispiel anführst. Und Hijab ist auch natürlich Kultur und Gewohnheit und auch Familie, ist kein ich mache „gute Tat Ding“. Und von Gott geliebt zu werden spüre ich für mich auch sehr, auch wenn immer Christen oder welche an der Tür mir sagen wollen wie das wäre und warum es bei mir nicht sein kann. Das finde ich ganz schön unverschämt, alle sagen immer sie wissen genau was Gott denkt. Was ich meine, ich bekomme wegen Hijab das unterstellt zu denken und zu tun, was andere mich wirklich spüren lassen. Ich denke immer andere zu urteilen und zu bestimmen was Gott denkt ist nicht was einem Menschen zusteht. Sein eigenes Leben bescheiden und so zu leben wir wir es lesen können ist das beste. Andere sind nicht egal, aber wichtiger ist Gott. Hoffe den Text kann man verstehen.😂

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      3. Guten Morgen Saliha, ich habe Deinen Text verstanden. Und dank Dir und auch Safiya verstehe ich u.a. das Thema Hijab persönlich inzwischen sehr viel besser. Aber warum ich kurz schreibe ist folgender Grund: Niemand hat das Recht Deinen Glauben zu verurteilen. Es ist eine Sache mit seinen Mitmenschen ins Gespräch zu kommen, wenn ein Glauben und seine Ausübung (ich vermeide den Begriff Religion) einen Missionsauftrag haben -beim Christentum ist dies der Fall- und eine ganz andere über Menschen zu urteilen und zu richten und sich über die Schrift hinaus anzumassen Gottes Gedanken zu kennen. Was immer Du erlebt hast, es ist, um es mit einfachen Worten zu sagen, voll daneben! Genauso ist es nicht richtig Dir ein Gefühl zu vermitteln, als wenn Du als Mensch weniger wert als andere bist. Wenn das Christen waren, ist es biblisch gesehen schlicht weg unchristlich.

        Ich schätze Menschen mit einem aufrichtigen Glauben sehr und freue mich über die Kommentare von Dir, aber auch die von Joerg und anderen aufrichtigen Lesern. Christentum und Islam ist nicht das Gleiche, keine Frage. Aber es ist schön in unserer heutigen Zeit zu sehen, dass Menschen von ganzem Herzen gläubig sind. Und so lange man sich austauschen kann und Respekt vor dem anderen hat, ist es ein echter Gewinn. Und so soll es bei solchen Themen hier auf dem Blog auch sein. Artikel über diese Themen sollen einfach Lust auf das Nachdenken und Nachforschen machen. Ich bin sehr glücklich, wenn durch den Blog nur ein Mensch mehr in Zukunft offener für seine Mitmenschen ist und nicht nur sich und seine Ansichten für den Mittelpunkt der Welt hält. Mir geht es dabei nicht um eine Relativierung eigener Positionen. Ein Mensch ist Christ, ein anderer Muslim.(andere Positionen sind bisher hier nicht vertreten) Und wenn man seinen Glauben erklären kann und überzeugt ist, wird das vermutlich so bleiben. Aber diese beiden Glaubenswege fordern zum Denken und Nachforschen in ihren Büchern auf. Und auch wenn sie nicht gleich sind, gibt es viele Überschneidungen. Es bleibt ein sehr spannendes Thema.

        Nochmals danke für eure Offenheit und hier ist jeder willkommen, solange er die Ansichten des anderen respektiert. Es ist so wie Du Saliha geschrieben hast: Das eigene Leben leben und natürlich auch die Verantwortung dafür übernehmen. Euch allen ein schönes Wochenende!

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      4. Das sagt @Saliha aber etwas richtiges, wer sind denn bitte Menschen die sich erlauben über andere zu richten? Und im Namen Gottes? Dass icj nicht lache. Das ist ein schlechter Film. Solche Diskussionen mit solchen Eiferern führe ich schon lange nicht mehr, egal ob christlich oder nicht. In welchen Verein würde Jesus denn gehen, würde er heute leben? Er müsste überall erst mal die selbst ernannten Führer und Gurus rauswerfen. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte was wir heute sehen.

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      5. @salihaalmawardi, fuer mich ist das voll OK.
        Ich bin auf dem Weg und weiss, dass ich mir gerne auch etwas in die Tasche luege (genauer: meine Frau sagt das, der Mensch, der mich am besten kennt 😉 )
        Nur wenn mich andere in Frage stellen, kann ich klarer in Gedanken, Worten und Schlussfolgerungen werden.
        Gerade im Hinblick im Glauben an Gott, ist Wunsch/Tradition/Wissen/etc zu bedenken. Bestimmt gibt’s da Vermischungen?
        So war mein Kommentar gedacht. Nicht als Angriff, sondern zur Reflektion/Austausch.
        LG Joerg

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    3. Hallo Safiya, ich bin ein Leser des Blackwater Blog’s der ersten Stunde. Aber mich interessieren eher Finanzthemen wie FX oder auch das Depot Thema. Ich habe deinen Artikel nur am Rand gelesen, wie auch die Blackwater Phil.-Themen. Nur möchte ich mich jetzt kurz einschalten: Ich finde, du passt sehr gut zu dem Blog und etwas Staub aufzuwirbeln ist gar kein Problem. Bleibe weiter mutig und schreibe. Du gehörst zu der Blackwater-Seite. Lasse dir nichts anderes einreden.

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    4. Hallo Safiya, wer soll dir denn böse sein? Ich finde Safiya&Martin passt perfekt um eine sehr neutrale Position von christlichen und muslimischen Werten zu erklären, ohne Druck und Fanatismus. Selten habe ich im Internet (und sonst) so einen ruhigen Austausch gelesen. @Martin Es macht Spass mitzulesen und nicht voller Vorurteile zu sein, sondern in fremde Welten einzutauchen. @Safiya du gehörst wirklich dazu und ich freue mich auf weitere Artikel aus deiner Welt und Sicht.

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    5. Hallo Safiya, ganz neu auf diesen Blog gekommen möchte ich sagen, es gibt keinen Grund dich zu entschuldigen. Dein Glaube gehört dir allein. Und wir haben zu danken, dass du ihn mit uns teilst. Danke dir!

      Was das ganze Religionsthema angeht, so musste ich unweigerlich an die Aussage von Karl-Heinz Deschner denken, ein Historiker:

      “Man kann in dieser Kirche längst nichts mehr retten, sondern nur sich noch und andere vor ihr! Denn Kirche, das ist eine Praxis, die blind macht, um führen, die krank macht, um heilen zu können; die in Nöten hilft, die man ohne sie gar nicht hätte; das Gängeln derer, die noch immer glauben, durch jene, die es nicht mehr tun.”

      Nie habe ich einen treffenderen Satz gelesen. Wer noch ehrlich mit sich selbst (und zu Gott?) ist, der trennt sich davon am besten ganz schnell. Und mit Kirche ist Religion gemeint. Religion ist das Ausnutzen und der Missbrauch von glaubenden Menschen.

      Zurück zu Safiya, m.E. eine faszinierende Persönlichkeit. Hier scheint die Trennung schon vollzogen zu sein. In dem Denken “ich möchte Gott mehr gefallen als Menschen“ steckt viel Reife und Mut. Aber nur dann ist ein Glaube echt. 90% der Leute die sich heute X, Y oder Z nennen tun dies offensichtlich nur aus sozialen Gründen. Bitter.

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      1. Noch besser, das Zitat ist gespeichert: “Man kann in dieser Kirche längst nichts mehr retten, sondern nur sich noch und andere vor ihr! Denn Kirche, das ist eine Praxis, die blind macht, um führen, die krank macht, um heilen zu können; die in Nöten hilft, die man ohne sie gar nicht hätte; das Gängeln derer, die noch immer glauben, durch jene, die es nicht mehr tun.”

        Wir hatten das Thema auf Blackwater.live bereits einige Male und es wird uns sicher auch in Zukunft begleiten. Mir ist dabei sehr wichtig folgendes zu betonen: Es geht nicht darum, dass Gemeinschaft mit Mitgläubigen schlecht wäre. Ganz im Gegenteil, wir Menschen brauchen das. Und selbst wenn ich an den Osterhasen glaube, dann ist es schön mit Menschen zusammen zu sein, die dies auch tun. Wenn aber die Gemeinschaft zum Kult und Fetisch wird und auf Menschen ausgerichtet wird, dann wird es gefährlich. Und davor warnt die Bibel und steht damit im Widerspruch zu so einer Praxis. Gemeinschaft kann helfen und unterstützen, aber davon darf nicht ein persönlicher Glaube anhängig sein. Sonst ist es kein persönlicher Glaube.

        @Safiya: Wie Du siehst, freuen sich Menschen über Deinen Artikel und ich freue mich schon auf Deinen nächsten!

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  2. Mit Hadithen sehe ich es ähnlich wie Safiya und ja ja ja, ich bin auch Muslim. Das Buch mit den meisten Hadithen ist das Buch Usul al-Kafi, auf deutsch heisst es etwa:das Genügende. Es beinhaltet über 16.000 Hadithe, von denen aber nicht alle als 100% Sahih eingestuft sind. Der Autor hat ca. 20 Jahre an diesem Buch gearbeitet. Eigentlich meine ich es nicht ironisch, aber: viel Spass. Ich teile daher und aus anderen ganz privaten Gründen Safiyas Ansicht. Ich finde es sehr mutig von ihr hier zu schreiben, ich könnte mich das nicht trauen. Und gerne freue ich mich auf weitere Artikel.

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  3. Das “Kopftuchmädchen” wird angegriffen, ausgerechnet von einem anderen Muslim. Weil sie den Koran liest und irgendwelche Wörter falsch verwendet hat. Als Araberin? Ok, muss ich nicht verstehen. Und dann wird ihr der Glauben abgesprochen. Das ist heftig. Als nächstes kommentiert der IS dazu. Ich dachte bisher schon, ok Blackwater, du bringst eine 1001-Nacht Frau in deine heiligen Hallen, lässt sie schreiben. Du bist Karl May. Offen und frei, ein Indianer Jones des Nahen Ostens. Jetzt hast du aber auch deren Krieg zu dir geholt. Die Intoleranz, den Hass und die Ausgrenzung. Und sie trägt schon Hijab und liest Quran, trotzdem nicht gut genug in den Augen der strengen Muslime. Die kannst du als nächstes in dein Haus aufnehmen, sonst wird sie ein Opfer der Radikalen. In diesen Kommentaren steckt mehr Naher Osten als in jeder Nachrichtensendung. Das sind die echten Kriege, die des Glaubens.

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  4. Kompliment zum ersten Artikel.

    Die Begriffe Substitut und Surrogat waren mir neu. Die Brücke, die Du von körperlicher zu geistiger Nahrung baust, finde ich gut. Hochwertige Nahrung vs. minderwertige und Dürsten nach Erkenntnis vs. Sättigung/Betäubung durch Surrogate.
    Auch der Satz „Selbstbestimmung bedeutet für mich Selbstbeherrschung.“ gefällt mir. Bin neugierig auf weitere Artikel.

    Diejenigen Nicht-Muslime, aber auch Muslime, die dieses Blog regelmäßig lesen, werden Dir vermutlich glauben, was Du über den Islam schreibst, weil sie anhand Deiner bisherigen Kommentare einen kompetenten Eindruck von Dir haben.

    Folgendes ist allerdings nicht korrekt:

    • Fiqh ≠ islamische Normenlehre
    Fiqh = islamische Hermeneutik

    • Scharia ≠ kanonisches Gesetz
    Scharia = praxisbezogene Gebote

    • ALLAHu Akbar ≠ Gott ist am größten
    ALLAHu akbar = ALLAH ist größer

    ALLAH ist ein arabischer Eigenname, der weder männlich noch weiblich ist sowie keinen Plural besitzt.

    Apropos Eigenname: „Gott“ ist keiner, sondern ein Begriff (Sonnengott, Wettergott, Fußballgott, …).
    Zudem: Gott, Göttin und Götter, Göttinnen.

    Im Deutsch gibt es interessanterweise keinen Eigenname für den Schöpfer allen Seins, obwohl es eine theistisch geprägte Sprache ist.

    Akbar (größer) ist der Komparativ von kabir (groß), nicht der Superlativ.

    • Islam + Din ≠ Glaube ≠ Iman
    Islam = Hingabe
    Din = Lebensweise
    Iman = Anerkennung, Bestätigung von etwas als wahr

    „Das was ich in meinem Leben mache ist durch meinen Glauben geprägt.“

    „Es ist mein Wunsch aus meinem Glauben entspringend.“

    Da ich das Blog regelmäßig lese, kenne ich Deine bisherigen Kommentare und bezweifle daher, dass Du einen Glauben hast und eine Gläubige bist. Aber ich denke, dass Du Dich entschieden hast den islamischen Din – kurz Islam – zu praktizieren (Muslima), weil Du die Arkanul-Iman verinnerlicht hast (Mumina).

    Islam ist eine Art und Weise zu leben, eine Lebensweise, ein Lifestyle, aber kein Glaube!

    Hingeben ist ein Tätigkeitsverb; glauben ein Zustandsverb.

    Beim Islam (Äußerlichkeit) geht es um (gute) Handlungen, die aus Iman (Innerlichkeit) entspringen und in Ihsan (Beschaffenheit) münden/gipfeln.

    Synonyme für Iman sind Tasdiq (Bestätigung) und Yaqin (Gewissheit), nicht Zann (Glaube).

    Die deutsche Sprache ist christlich geprägt. Und so viele Parallelen es auch zwischen dem Christentum und Islam in gewissen Punkten gibt, so sind sie doch ungleich. Mit christlicher Terminologie kann man dem Islam nicht gerecht werden; mit der deutschen Sprache schon.

    So einen Artikel zu veröffentlichen, ist ein mutiger Schritt von Dir. Muss an Spiderman denken: „With great power comes great responsibility!“

    Du erreichst hier eine große und besondere Leserschaft. Daher wäre es gut, wenn Du in Zukunft die islamische Terminologie verwendest – egal in welcher Sprache, damit Nicht-Muslime die Chance haben die Schönheit des Islams zu sehen und zu verstehen.

    Siehe bspw. den Kommentar von NiBi. Für ihn/sie ist Christentum und Islam alles ein Haufen. Unwissenschaftlich und irrational. Kein Wunder, wenn so viele Muslime auch immer von „meinem Glauben“ reden und versuchen den Islam mit christlicher Terminologie zu erklären. Aber nur weil Christentum und Wissenschaft wie Essig und Öl sind, ist es im Islam nicht zwingend ebenso. Genau das Gegenteil ist der Fall.

    Was-salam

    PS: Was Du über Hadithe schreibst, irritiert mich. Es wirkt so, als kennst Du die Hadith-Wissenschaft nicht bzw. den Aufwand und die Präzision mit der Hadithe und ihre Tradenten analysiert und beurteilt wurden?!

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    1. Salam Aleikum,

      ich möchte mich nicht streiten, ich habe meine ganz persönliche Sicht geteilt. Wer sich mehr dafür interessiert könnte oder wird auch nachforschen und dann vieles interessantes entdecken. Ich denke, ganz so einfach ist es nicht. Meine Quellen waren: Wolfdietrich Fischer: Grammatik des klassischen Arabisch. Wiesbaden 1972. S. 69; Carl Brockelmann: Arabische Grammatik. Leipzig 1974. S. 69 und al-mausūʿa al-fiqhiyya (Enzyklopädie des islamischen Rechts). Kuwait 2002. Bd. 13, 206–207, 214–216, 217. Wie ich ganz am Anfang meines Artikels geschrieben hatte, bin ich etwas anders als andere Muslime und du offenbar auch. Für mich hat es Mut gekostet meinen Artikel zu veröffentlichen und ich war mir erst sehr unsicher. Kommentieren ist ein Schritt, ein Artikel ein grösserer Schritt. Mir war auch klar ich werde dann beurteilt werden. “Kopftuchmädchen” für die einen, “Ungläubige” für die anderen, naja so ist das wenn man sich äussert. Ich habe mich bewusst dafür entschieden. An dieser Stelle möchte ich sagen, ich bin dankbar für die Kommentare, einige werde ich noch die nächsten Tage mit etwas Ruhe beantworten.

      Wasalam Safiya

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      1. Alaykum Salam,

        auch ich möchte mich nicht streiten.

        Mir ist es ein Rätsel wie bei Dir „Ungläubige“ ankommt, wenn ich schreibe, dass ich denke, dass Du Muslima und Mumina bist?!

        Mir geht es um sprachliche Schärfe, weil ich erlebt habe, welche Auswirkungen die Missachtung der Linguistik und vor allem der Terminologie nach sich zieht.

        Du hast bestimmt viel Zeit und Energie in Deinen Text investiert und dabei ist ein tolles Gericht entstanden. Und dann komme ich und bemängel, dass Du es mit dem falschen Besteck serviert hast.

        Ich entschuldige mich. Keine böse Absicht.

        Was-salam

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  5. Vorweg im Falle von Unsicherheiten: Mein Beitrag ist durchweg freundlich gemeint, kooperativ.

    Dieser Beitrag ließ und lässt mich innerlich sehr schmunzeln, ist aus meiner persönlichen Sicht bittersüß, tragisch, ironisch und nur ein Anfang. Da die Autorin (erst) 29 ist, seien ihr ihre darin zum Ausdruck gebrachten Gedanken gegönnt und ich hoffe doch sehr, sie wird noch über diese hinauswachsen.

    Der Blackwater-Blog – bekannt geworden durch Anreize, Hinweise, Hintergrundinformationen zu finanzieller Bildung, Vermeidung von Anlegerfehlern, hinausgehend über Eingefahrenes, finanzielle Eigenverantwortlichkeit, Geld anlegen zum größtmöglichen eigenen Nutzen und nicht porschefahrenden Finanzhaien, Vermeidung von Blendern auf den Leim gehen und darin sehr erfolgreich. Alles mit Hand und Fuß. Erkenntnisse, Einsichten, Handlungsvorschläge. Nieder mit dem tricksenden, inkompetenten, eitlen und mehr schlechtem Finanzvertrieb.

    Nun schon länger auch eine Ausdehnung des Blogs in eine neue Sphäre, Sinnfindung, Lebensgestaltung und was passiert vorher bei Martin Blackrock andeutungsweise und bei Safiya so richtig? Mit der Hinwendung zu Religion(nen) empfiehlt der Blog just, denen die Türen einzurennnen, die in dieser Sphäre dem entsprechen, was der Finanzvertrieb in der Sphäre finanzieller Bildung ist.

    Das erinnert mich stilmäßig an Monty Python und Blackadder (bei Letzterem steckt das Black auch drin). 🙂
    Und das auch noch ausgerechnet nach dem Beitrag, wonach man seinen Frieden mit dem Finanzvertrieb gemacht hätte, da man erkannt habe, wieso sie sich halten, warum sie von den Meisten bevorzugt werden vor der Methode Blackwater usw. Das hat was von griechischer Tragödie, die Wahrheit vor Augen und sie doch nicht sehend, das sinnvolle wissen und sich für das Gegenteil entscheiden.

    Das beste, dass man in der Lebensgestaltung nur tun kan, ist, es wissenschaftlich, rational anzugehen. Also das genaue Gegenteil von Religionen. Bezogen auf finanzielle Bildung ward diese Lektion doch so schön verstanden und angewendet und weitergegeben…

    Der Gegenpol dazu ist gleichwohl unsere Emotionalität, die es durch Rationalität auszugleichen gilt. Religiöses Geschwurbel führt nur dazu, dass man sich an die Emotionalität kettet und ihr umso weniger wieder entkommen wird, je mehr man sich ihr öffnet.

    Oben wurde Nahrung als Beispiel genannt. Pizza, Cola, Schokolade, Limo, Gummibärchen, Pommes, gegrilltes, Nudeln – herrlich! Würde ich emotional am liebsten zum Frühstück, Mittag und zu Abend essen. Tue ich aber nicht, da ich von der Wissenschaft her nachvollziehbar weiß, was ich mir damit antue. Also seit Jahren nicht mehr gegessen und ab und zu, nach vielen Monaten, wenn ich mal Lust auf etwas davon habe, z.B. Pizza, esse ich mal wieder eine, merke bald, wie fettig, schwer und mehr sie mir danach im Magen liegt und bin auf viele Monate wieder geheilt von jeglichem Verlangen danach.

    Die Wissenschaft ist offen, sie präsentiert sich zum eigenen Erlernen, zum eigenen Nachvollziehen und überprüfen. Wenn eine wissenschaftliche Gleichung/Erkenntnis funktioniert, dann übernimm sie, nutze sie, gib sie weiter, teste sie. Zum Beispiel der Satz des Pythagoras. Er kann erlernt und nachvollzigen und genutzt werden von Europäern und Asiaten, Küsten- und Bergbewohnern, Osthalbkugel, Westhalbkugel, Nordhalbkugel und Südhalbkugeln, auf dem Mond, der Erde, Farbigen, Weißen und anderen bunten. Versucht das mal mit Religionen. Ebenso werden alle diese Leute fett, wenn sie was auch immer zu viel mampfen und Diabetes ebenfalls bei zuviel Zucker.

    Vor allem Blackwater: Du hast es doch so gut erkannt! Entscheidend für menschliches Handeln ist die (Sehn)sucht nach Wertschätzung, sozialer Geborgenheit und Führung. Der Finanzvertriebler lebt davon, dass seine Kunden von ihm das bekommen. In guten Zeiten bekommen sie gesagt, dass sie mit ihm einen hervorragende Wahl getroffen haben, sind genau beim Richtigen gelandet, dürfen vertrauensvoll alle Verantwortung und Chancen auf eigene Rendite fahren lassen. In schlechten Zeiten wird er gute Entschuldigungen liefern oder als Sündenbock herhalten und dabei an den Profit denken, den er schon gemacht hat und wohl auch weiterhin machen wird. Aber man kann sich davon lossagen, stellt sich auf die eigenen Beine, bildet sich weiter, hinterfragt alles, trifft nur Entscheidungen, wenn man die Zusammenhänge, die Wissenschaft dahinter verstanden hat.

    Und nun privat Religionen, die es genau so machen? Habt Mut, Gott wird schon für Euch sorgen, der passt schon auf Euch auf, den Krebs und Diabetes bekommt ihr immer noch aber Gott will Euch nur auf die Probe stellen und da gibt es eben manche, die wissen, was Gott will, heiße er nun Allah, Manitu usw. Im Gegensatz zur Wissenschaft keine Offenheit und Transparenz und Kontaktaufnahme mit Gott. Geht ebenfalls um Verantwortungsabgabe, Fremdbestimmung und soziale Anerkennung/Geborgenheit.

    Wie beim Finanzblog. Da sind es die Kommentatoren. Blackwater, danke dass Du uns Erleuchtung gabst, wir machen es jetzt wie Du es uns verkündet hast, der Finanzwesir nennt Dich „Häuptling Schwarzwasser“ und empfiehlt, Dich zu lesen und Dir zu folgen.

    Safiya, Du trägst z.B. Schleier und schätzt die Anerkennung, die Dir andere Angehörige Deines Vereins Dir dafür zollen. Machst, was Dein Verein Dir als Regel zum Dazugehören vorgibt und bekommst dafür Anerkennung. Gehörst dazu.

    Setzt Euch darüber hinweg und handelt nach Einsicht in Wissenschaftlichkeit. In meiner Position gilt es als ausgemacht, dass man gefälligst diese törrichten Lederschuhe, Budapester usw. trägt, dann gehört man dazu, ist gleicher unter gleichen. Was mache ich? Laufe seit Jahren in ASICS herum. Warum? Meine Schuhe haben Trittdämpfung und Sohlen mit Grip, sind atmungsaktiv, halten lange und nahezu egal wie weit ich zu Fuß gehe – Fußbeschwerden, Gelenkbeschwerden sind mir Fremdworte. Meine Kollegen haben Treppenstürze hinter sich, stinkende Schweißfüße und kommen keinen Kilomter weit bevor ihnen die Füße schmerzen. Lederschuhe sind obsolet, antiquiert und bieten Geborgenheit. Trage sie und andere werden Dich akzeptieren. Ich genieße fast schon, wenn besagte Kollegen neidzerferessen maulen, wenn ich mit ihnen gehe und keinerlei Beschwerden habe. Das ist dann der Preis der Unabhängigkeit, der Eigenverantwortlichkeit. Safiya, trage bitte keine Klamotten, lege Dir bitte keine Verhaltensregeln auf, weil Du eigentlich anerkannt sein willst. Tue, was nachweislich gut für Dich ist, niemandem sonst ernsthaft schadet und lasse Dich von denen wertschätzen, die dieses Grundprinzip erkennen und teilen, der Rest wird nie der eigenen Unmündigkeit entkommen.

    Gibt aus meiner Sicht nichts erfüllenderes als Handeln aus wissenschaftlicher Einsicht, die positiven Nebeneffekte zu erkennen, die persönliche Weiterentwicklung zu erleben, das Anwachsen an Wissen und Fähigkeiten, die die Wissenschaft jedem zugänglich macht und selbst erlernen lassen will im Gegensatz dazu, sich willkürlichen Regeln aus grauer Vorzeit zu beugen.

    So, das sollte dann mal reichen. Ich wünsche noch viel Erfolg beim Weiterverfolgen des erklärten Ziels von Euch aber bitte mit geeigneteren Mitteln und nicht sich weiterhin im einen Themenbereich das Gift zu verordnen oder zu verherrlichen, dass man im anderen Themenbereich so trefflich erkannte und genau eingrenzte. Ihr könnt das schaffen! 🙂

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    1. Dieser Kommentar ist so wertvoll und umfassend, dass ich mich entschlossen habe, einen eigenen Artikel darüber zu schreiben und die Antworten zu liefern, die in nicht ausgesprochenen Fragen darin stecken. Ich denke das ist für die Leser grundsätzlich interessant, da sich andere ähnliche Fragen stellen. Herzlichen Dank für diesen Kommentar und ich beantworte ihn in einigen Stunden.

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  6. Die Blackwater Artikel sind genial, damit meine ich diese “ich hinterfrage alles Artikel”, die einen dazu bringen zu lesen und zu sagen f….xxx ich lag komplett falsch. Ich muss neu nachdenken, es könnte ganz anders sein. Sie machen richtig Bock auf denken und nachforschen. Komme mir vor wie Indie-Jones. Aber die neue passt so gut zu dir Black, das gleiche in muslimisch😂😂😂 Tolle Block, irgendwie krank, aber faszinierend…

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  7. Jeder kann leben wie er will. Ich sehe es als Frau in einer gleichberechtigten Welt gar nicht ein, warum man sich verschleiern soll oder nicht mal Mini anziehen darf. Und bitte wer soll das verbieten? Das ist doch totaler Mist. Ich würde mir auch sicher nicht von meinem Mann sagen lassen was ich darf oder nicht, da habe ich die Hosen an und er ist auch ganz dankbar darüber. Das weiss ich. Die Frauen wurden viel zu lange unterschätzt. Heute leben wir im 21. Jahrhundert. Und als Frau kann ich mich definieren wie ich will. Ob es anderen passt oder nicht. @Blackwater: Guter Blog, alles schön und gut, aber das Thema geht gar nicht.

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    1. Hallo? Jemand zuhause? *klopfklopf* Es hat doch gar niemand behauptet, dass irgend eine Frau (auch du nicht) verschleiert sein muss oder keinen Mini tragen darf. Du kannst dich als Frau definieren wie du willst und auch rumlaufen wie du willst. Und sogar deinen Mann rumkommandieren, wenn es ihm gefällt. Ist doch o.K.

      ABER:

      Safiya kann es auch. Auch wie sie es will. Und wenn jemand lieber ein traditionelles Familienbild leben möchte und alle Beteiligten das gut finden, warum nicht. Also mal locker bleiben, es wurde niemand angegriffen. Sie hat nur ihren Glauben erklärt. Da muss man nicht gleich ausrasten. Nebenbei: Ich glaube nicht, dass eine Frau wie Safiya unterschätzt wird, zumindest nicht auf den “zweiten Blick”.

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  8. Glauben nur für Intellektuelle? Ich weiss nicht, ob die neue Schreiberin Safiya es so meinte. (nebenbei bemerkt: Tolle Ergänzung, passt super zu Martin. Sie ist im Islam das, was Martin christlich ist, so kommt es mir vor.) Es geht doch hier eher darum, dass viele Menschen sich manipulieren lassen und meistens sind es die, die nicht nachdenken und Menschen folgen. Als Christ – und wir hatte das schon öfters hier – gilt: KEINEN MENSCHEN FOLGEN. Das kapiert sogar ein noch so naiver Christ, da es eindeutlich mehrfach biblisch belegt ist.(Bei Bedarf für ich gerne eine Liste an Texten ein, die eindeutig sind. AUCH IM KONTEXT; NICHT GEPICKT) Man muss eben bei allen menschlichen Fragen nur auf die Aussagen der Bibel schauen und sich fragen, ob diese EINDEUTIG =(also wo man keine logische Gegenmeinung dazu haben könnte, welche im Gesamtkontext der Bibel übereinstimmt) so in der Bibel drinnen steht, oder nur heraus interpretiert wird. Und das machen all diese Sekten, Freikirchen und wie sie alle heissen. Pure Spekulation, Interpretation. Daraus folgt Manipulation. Und am Ende: Wir sind die EINZIG WAHREN CHRISTEN. „Was du glaubst das nicht?“ „Du verstehst das nicht?“ Habe Vertrauen in die Leitung/Guru/Kirche. AHA. Und wie wäre es mal mit Vertrauen in Christus?Und wie erwähnt, wenn welche ein kirchliches Dogma zum FUNDAMENT des christlichen Glaubens machen, indem sie mir deswegen das Christsein absprechen, dann muss hier die Frage erlaubt sein, WO KONKRET lehrt die Bibel das als Fundament des christlichen Glaubens? Erst wenn da etwas nachweisbar ist, dann können wir weiter darüber diskutieren. Aber mit SPEKULATIONEN und HINEINDEUTUNGEN, da kann man nicht behaupten, dass die Bibel etwas definitiv lehrt, geschweige das als VORAUSSETZUNG für die Nachfolge JESU macht! Aber jeder von uns hat die Verantwortung vor GOTT, mal auch selber in der Bibel zu forschen und unbefangen mit Gebet und Ruhe über diese Dinge nachzudenken, was die BIBEL selber uns zu sagen hat. Und vieles können wir auch offen lassen. Wieso nicht? Oder wenn man eine eigene Meinung sich dazu gebildet hat, dann nicht dogmatisch darin sein. (Röm 14:12) Geht es wirklich immer nur darum, dass man ALLES gleich richtig erkennen muss? (1.Kor 13:9,12) Ich bin der Meinung, dass es auch hier Mat 23:4 zutrifft. Dabei kommt es aber auf das FUNDAMENTALE an (so wie es z. B. im urspr. „Apostolischen Glaubensbekenntnis“ zusammengefasst wurde), und vieles andere, ist nicht Heilsnotwendig. Also zuerst darin müssen wir übereinstimmen. (1.Kor 1:10). Darin soll man dann geistlich wachsen, aber darauf bedacht sein, dass wir immer vom Hl. Geist abhängig sein werden. Wer meint schon alles erkannt zu haben, der würde des Hl. Geistes nicht mehr bedürfen, oder? Den „Missbrauch von Bibelstellen“ um Aussagen/Irrlehren zu verbreiten hat es schon immer gegeben. Wie das endete wissen wir. Kriege, Mord und Totschlag. Falsche Christusse, falsche Weltuntergänge, unsichtbare Wiederkunft (Adventisten) und merkwürdige Zahlenrechnereien aus der Bibel, dabei verbietet das Jesus. Deshalb plädiere ich für gründliche Wahrheitssuche! An dieser Stelle bemerke ich, dieser kleine Blog ist auf einem erstaunlichen Niveau. Hier findet eine „Unterhaltung“ statt, wie wir sie sonst so gut wie nirgendwo heute noch finden. Auf Kirchentagen malt man lieber Vaginas (so wirklich geschehen), Ökumene ist Blabla, Toleranz, tutifruttiblingbling. Daher Martin, ein großes Lob diese Fragen wieder auf eine vernünftige Ebene zu holen. Mit Respekt, Offenheit ohne dumm zu sein und einer intellektuellen Herangehensweise. Dazu wird „Blackwater’s Safiya“ sicher auch beitragen. Gerne mehr davon und danke für das offene Teilen deines Glaubens Safiya.

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    1. Leute ich lese schon lange bei euch mit. Wie wohl die meisten – passiv. Aber heute ist der Tag gekommen euch mal was über euren Impact zu erklären. Wer hier mitliest, vor allem die krassen Artikel wie den Weihnachtsartikel oder ähnliche, der kommt zum Nachdenken. Jedenfalls wenn noch ein Gehirn vorhanden ist. Auch die Kommentare sind so extrem mindfuck, sry, nochmal: Wer noch Gehirn hat und irgendwie mit mit einer Kirche verbunden ist… der macht was ich getan habe: Austreten.Ich habe die Bibel bestellt gehabt und alle Texte nachgelesen und noch viel mehr, habe wochenlang kaum geschlafen und auf der Arbeit blau gemacht. Es war mir das wichtigste. Und ich bin raus. Frei. Ich danke euch für diesen Blog, danke allen für die Kommentare, die haben mich so sehr bewegt. Es ist einfach nur gut.

      Ich finde was die Safiya schreibt interessant, es scheint eine Art freie muslimische Position zu sein, sehr interessant. Nicht mein Glauben, aber irgendwie wie Christ ohne die verlogene Kirche. Sehr cool! Ich kann nur jedem empfehlen seinen Glauben zu pflegen aber es nicht von von Kirche abhängig zu machen. Das hat nichts miteinander zu tun. Es zerstört eher.

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  9. O H N E W O R T E – *luftschnapp* DANKE❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️ ich bin gerade in meine Pubertät zurück gefallen.😂 Ich freue mich riesig über den schönen Artikel und die neue Gastautorin. Das beweist noch mehr warum hier mein Lieblingsblog ist.❤️ Für mehr Text muss ich erst mal durchatmen…

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  10. Hallo Safiya,

    Welche Schriften/Kommentare/Blogs sind zu lesen?
    Machst du Gott nicht klein, wenn du dass, was du vielleicht auch ueber ihn lernen koenntest, worin ER zu dir reden koennte (im Lesen und Darueber-Nachdenken) nur auf eine bestimmte Schriften-Quelle begrenzt? Hat dich Gott nicht vielmehr so geschaffen (mit deinem Intellekt), auch beurteilen zu koennen ob was in SEINEM Sinne oder nicht ist?
    Als Christ fuehle ich mich nicht dazu verpflichtet vor allem oder nur in der Bibel zu lesen (natuerlich ist es aber die letzte Instanz).

    Echter Glaube nur fuer Intellektuelle?
    Das Christentum ist auch fuer weniger intellektuelle Menschen geeignet: Der Kern ist die persoenliche Beziehung zu Gott durch Jesus Christus, nicht ueberhoehtes/geheimes Wissen. Die pers. Beziehung lebt auch von dem Hoeren auf die „sanfte, innere Stimme“ (Gebet ist Hoeren und Zwiegespraech, Fuehrung durch den Heiligen Geist).
    Ist so eine persoenliche, freundschaftliche, liebevolle Beziehung mit Gott im Islam nicht vorgesehen? Ich habe den Eindruck es gibt dort ein extremes Gefaelle (Gottes Allmacht einerseits, Menschens Ohnmacht andererseits, weil die Erloesung durch Christus fehlt)?
    Natuerlich ist ein Grundverstaendnis der Schriften schon wichtig (Prinzip: wenn was gegen die Schrift ist, ist es ziemlich sicher falsch).
    Ich glaube nicht, dass Gott Nicht-Intellektuelle (schlechtere Denker) ausschliessen moechte. Genauso, wie vielleicht nicht so helle Kinder, trotzdem immer zur Familie gehoeren!

    Mission ein Tabu?
    Wieso ist Mission schlecht? Aehnlich wie bei Finanzbildung geht’s darum, erstmal ein Grundwissen zu vermitteln, um ueberhaupt die Voraussetzung fuer eine Verhaltensaenderung zu ermoeglichen.
    Natuerlich ist Zwang oder Manipulation Quatsch und keinesfalls in Gottes Wille! Nur freie Entscheidung FUER etwas, kann nachhaltig aendern (das gilt wohl fuer viele Verbesserungen, Rauchen, Trinken, Essen, Bewegung, etc)?
    Wenn ich jemanden nicht warne, der auf den Abgrund zu laeuft, ist das doch auch gemein, oder?
    Oder positiv: wenn’s irgendwo Freibier gibt, freut sich jeder Biertrinker, wenn ich ihm davon erzaehle (anstatt es fuer mich zu behalten)?

    Kleiderordnung?
    „Ich trage Hijab, weil ich mich so beschützt fühle und es mich bescheidener und demütiger macht.“ Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, warum du das in UNSEREM Kulturkreis tust?
    Ist da wirklich kein bisschen „seht her, ich bin anders als ihr“? (aehnlich, wie eben manche sich auffaellig kleiden, taetowieren, piercen, etc natuerlich nur „weil sie es schoen finden“?). Es ist m.E. v.a. ein Erkennungsmerkmal um gleichgesinnte zu finden.
    Wenn es Gott nirgends vorschreibt, wuerde ich auch keinen Hijab tragen (ausser vielleicht, es gehoert halt zur kulturellen Identitaet (Ehre deinen Vater), oder daheim fuer mich selbst, wenn ich niemanden damit „stoere“)?
    Kleidung hat viel mit „Koeder“ zu tun, das ist korrekt; will ich „Haifische“ fangen (dann Mini-Rock) oder intelektuelle Muslime (dann Hijab)?

    Nicht was reingeht macht unrein, sondern was rauskommt?
    Essen ist auch irrelvant, nicht was man isst macht einen unrein, sondern was rauskommt (Gedanken, Worte aus dem Mund oder Geschriebenes hier ;-)). Essensregeln sind aber weniger stoerend (sind gesellschaftlicher akzeptiert, siehe Diaeten) als Kleidungsregeln?
    Obwohl, schottische Kilts finde ich pers. sehr interessant/lustig/bereichernd (bei Hijabs, naja) 😉

    Vielen Dank, Safiya, dass du deinen Glauben hier mit uns teilst.

    LG Joerg

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    1. Hallo Joerg, ich gebe mal ganz ungefragt einen Kommentar zu Deinem ab. Das Argument „macht man Gott nicht klein, wenn man so und so denkt und/oder handelt“ ist natürlich ein Totschlagargument. Damit kann man fast alles abbügeln, was Menschen machen oder denken.

      „Nicht was reingeht macht unrein, sondern was rauskommt?“ Dieser Text ist in der Bibelexegese inzwischen umstritten, da es hier eine massive Veränderungen durch die Übersetzungen gab, gerade im protestantischen Kontext. Bei Interesse kann ich Dir gerne dazu was raus suchen. Speisen werden im christlichen Glauben keinen das Leben retten, aber hier hat uns u.a. Luther einen Bug eingebaut.

      Das nur von meiner Stelle, will euch da nicht reinreden. Ich danke Dir für Deinen sehr guten Kommentar! Das belebt so einen Artikel sehr, der natürlich anspruchsvoll ist, da man seine eigene Welt und Glaubenssätze mit einer anderen Glaubenswelt abgleicht, die im Fall von Safiya (da bin ich mir sicher) sicher sehr aufrichtig ist.

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      1. Moin Martin,

        es geht nicht um Totschlagargumente, sondern um Offenheit, Ringen um Verstaendnis und In-Frage-Stellen des pers. schon „Fuer-Richtig-Gehaltenen“. Mir war diese Stelle vor Augen: https://bibeltext.com/2_timothy/3-16.htm
        Hier geht’s m.E. nicht nur um Tora, oder andere neutest. Briefe, sondern allgemeiner? Die Schwierigkeit: Welche Schriften sind mehr „von Gott eingegeben“ und welche weniger ;-). Hier hilft Zusammenhang/Kontext und spirituelle Auslegung (= im Zwiegespraech mit Gott, also die Beziehung, die das Wesentliche ist) und ggfls was andere (schlauere, gelehrtere) dazu schon mal geschrieben haben. „Alles pruefet, das Gute behaltet …“
        Aber der bibl. Kanon (uebrigens auch der jued.) wurde ueber die Zeit von vielen Glaeubigen in einem ehrlichen?, ringenden? Prozess gebildet, also jedenfalls nicht mal kurz mit einem „so ein altes Zeug“ hinweg zu wischen?!

        Spannend fuer mich ist, wo hoere ich auf: zB wenn ich halt Kommer und Finanzwesir gelesen habe, ist schon mal ein ganz gutes Niveau erreicht (bezogen auf Altersvorsorge). Da verliere ich das Interesse den 150sten andern Finanzblog zu lesen, weil ich glaube, ein hinreichend vernuenftiges Konzept fuer mich gefunden zu haben … Mit den gleichen Argumenten lese ich dann auch zum Glauben nicht Wachturm-Produkte, Buch Mormon, Bahai-Schriften (und auch viele christliche, juedische, muslimische, etc) nicht.

        Was du mit den Speise-Geboten meinst, weiss ich nicht … Aber wenn’s mal einen Artikel dazu gibt? Finde ich allerdings ziemlich speziell und fuerchte wenig interessant? Ich dachte bei meinem Kommentar an: https://bibeltext.com/matthew/15-11.htm

        LG Joerg

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  11. Danke für die Zeit und das Teilen der Gedanken. Ein anderer Blick auf die Welt, passt gut zu Blackwater, da stimme ich zu. Aber verstehen kann ich es nicht. Es mag mit einer anderen Sozialisierung zusammenhängen und der anderen Kultur. Ich lebe gerne und geniesse auch das, was du und auch Blackwater Martin als Schöpfung bezeichnen. Für mich ist es ein schöner Zufall. Aber trotzdem geniesse ich auch. Und dazu gehört auch das süsse andere Geschlecht, die Damenwelt. Ich finde Frauen schön anzusehen und wer mag keine Frauen in kurzen Röcken oder mit „weniger ist mehr“? Das macht den Sommer aus, die süssen Flirts, die netten Bekanntschaften. So sind wir Menschen. Warum sollte man das nicht geniessen? Ehen und Beziehungen halten eh meistens nicht, warum nicht locker damit umgehen… Ich würde mich daher nie in einem muslimischen Land wohl fühlen. Christliche Länder sind frei, die Mädels offen und alle haben Spass. Und das ist aus meiner Sicht mehr als gesund. Aber ich respektiere deine Meinung, es war interessant. Aber nicht meine Welt.

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    1. Sehe ich ähnlich. In muslimischen Ländern hat die Aufklärung nie statt gefunden, die Europa erlebt hat. Auch keine Reformen. Daher ist dort mehr Unfreiheit zu finden.

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      1. @c64: Das stimmt schon. Aber was die Unfreiheit angeht, so kennen wir leider einen alternativen Verlauf der Geschichte nicht, da wir Europäer dort immer wieder reingefunkt und gezündelt haben und in den arabischen Ländern nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches auch die Grenzen gezogen haben. Bis Europa das getan hat, haben die Araber keinen Nationalstaat angestrebt. Heute sind des die Amerikaner, die gerne mit Streichhölzern die Gegend besuchen. Es geht nicht um einen „Sündenbock“, aber ich halte es inzwischen auch für schwierig so pauschal ein Urteil über die Region zu fällen. Demokratie ist eine westliche Erfindung und funktioniert vielleicht auch nur dort, wenn überhaupt. (Deutschland ist eine Demokratie??) Der arabische Kulturraum braucht aus meiner Sicht Ruhe und Zeit um seine eigenen Ideen weiterzuentwickeln. Dieser Prozess wurde vor Jahrhunderten unterbrochen. Die Einmischung von Aussen hat viele „Monster“ der heutigen Zeit erst möglich gemacht, wie beispielsweise den IS. Abgesehen davon, haben die ganzen völkerrechtswidrigen Kriege auch nicht gerade dazu beigetragen, dass dort Ruhe einkehrt. Eine traurige Geschichte…

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      1. @Tobias: Ob dieser Lebensstil, den man aus deinen Zeilen rauslesen kann gesund ist, da wäre ich mir nicht so sicher. Und es gibt Ehen und Beziehungen die halten ein Leben lang, bei allen Konfessionen. Wichtig ist in einem Land zu Leben, in dem ich die Freiheit habe mich zu entscheiden, wie ich leben möchte.

        Da gehört dein Lebensstil dazu, auch wenn ich ihn persönlich nicht gut finde. Dazu gehört aber auch Safiya, die sich vielleicht gerade wegen solchen „Lebensstilen“ unter ihren Hijab flüchtet. 🙂 Nichts für ungut.

        @cc Das muss nicht sein, friedliche Koexistenz.

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    2. Hallo Tobias, ich verstehe was Du meinst. Bei so unterschiedlichen Lebensentwürfen wird man niemals einen Konsens in der Lebensführung erreichen. Aber die andere Seite zu kennen und zumindest zu verstehen ist wichtig. Jeder kann sein Leben heute natürlich leben wie er möchte. Was ich zu den „christlichen Mädels“ aber noch anmerken möchte: So freizügig wie die heute leben, entspricht das eigentlich nicht ganz der biblischen Message. Wenn es dich interessiert, kann ich dir das gerne einmal aufzeigen. Hier sind einfach sämtliche theologische Inhalte weichgespült worden und eine Fassade als „Restreligion“ übrig geblieben. Es gibt individuelle Ausnahmen, Menschen die das noch ernst nehmen, aber ingesamt ist christliche Religion im Westen leider zu einer Art „Vereinsmitgliedschaft“ reduziert worden. Die Bibel kann auch keiner mehr sinnvoll benutzen, bestenfalls immer gleiche Texte, die man irgendwo vorgegeben bekommt. Ich spreche aus eigener Erfahrung, ging mir jahrelang genauso, bis es mich irgendwann „gepackt“ hat und ich wirklich anfing zu studieren im Sinne von Studium, nicht immergleichen Babybrei schlucken. Das ist aus meiner Sicht einer der Gründe, warum die Konfrontation mit dem Islam auch groteske Züge annimmt. Das ist in vielen Fällen kein Diskurs auf Augenhöhe.

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      1. ne danke, lass mal gut sein. Leben und leben lassen – Carpe diem. Bin nicht so der Lesetyp, ewe irgend wann mal. Ich respektiere deine&eure Meinung, es war interessant. Aber nicht meine Welt. Kapier ich nicht warum man sein Leben so beschränken soll. Lieber Spass haben, Leben ist kurz. VG Tobi

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      2. Mir ist schleierhaft -lustiges Wort in dem Zusammenhang- woher die Vorstellung kommt, dass Christinen in Minis und engen Tops sich in der Öffentlichkeit bewegen. Wer seine Religion ernst nimmt, wird auch hier würdevoll gekleidet sein. Und schon gar nicht ein promiskuitives Leben führen. Vielleicht mein Tobias Menschen, die sich Christen nennen, aber nicht danach leben. Oder einfach eine Doppelmoral haben. Das ist leider gefühlt die Mehrheit inzwischen, aber ursprünglich christlich ist es nicht.

        Grundsätzlich, weil ich auch die Kommentare der emanzipierten Damen gelesen habe: Es mag ja jeder das Recht haben rumzulaufen wie er will, aber dann brauche ich mich über manche Dinge auch nicht wundern. Das ist keine Relativierung schlechten Verhaltens von anderen. Aber wer ohne Regenschirm in den Regen geht, der wird nass.

        An die neue Autorin: Ein ganz wunderbarer Artikel, danke für die Einblicke in eine mir fremde Welt. Ich muss wirklich zustimmen, es gibt noch aufrichtig gläubige Menschen. Schön. Und ja, eine verschleierte Frau spricht man nicht so schnell an, da ist etwas dran. Scheint mir wie die Funktion des Eherings in früheren Zeiten zu sein. Ich freue mich auf weitere Artikel.

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  12. Puh, das war mir jetzt insgesamt zu missionarisch, pushy und argumentativ inkonsistent.

    Dennoch danke für Deinen Beitrag und dass Du Dir die Zeit genommen hast, Deine Gedanken aufzuschreiben. Ich finde es interessant, auf diese Weise Einblicke „in die Köpfe“ anderer Personen zu bekommen.

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  13. Hallo Safiya, wie geschrieben, ich bin begeistert von deinem Artikel. Aber eine Frage habe ich schon. Es ist alles auch eine Angelegenheit des Glaubens und privat. Soweit so gut, gefällt mir und ganz anders als was man sonst so bei manchen Muslimen sieht. Aber wenn du über verschleiert sein oder Hijab? schreibst, denkst du nicht es gibt auch unverschleierte Frauen, die ebenfalls auf sich achten und nicht superfreizügig sind? Und gibt es nicht vielleicht auch verschleierte Frauen, die es nicht so ernst nehmen wie du? Ich meine, machst du es an einem Stück Stoff fest? Kann ich mir jetzt nicht vorstellen, aber mich würde deine Antwort interessieren.

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    1. Hallo Melanie, das Wort Hijab leitet sich ab von dem arabischen Wort „Hajaba“, was soviel bedeutet wie verbergen oder verstecken. Die Frau gilt im Islam als das eindeutig schönere Geschlecht und wird daher auch stärker ermahnt, ihren „Schmuck nicht zur Schau (24:31)“ zu tragen. Aber ich möchte nicht zu sehr auf diese Grundlagen eingehen, (es gibt da viel zu schreiben) eher es aus meiner Sicht erklären:

      Manche Muslimas sagen, es ist zum Schutz vor den Blicken von Männern, eine Art Tabu. Diese Erklärung wirst du meistens hören und lesen. Ich denke nicht, dass dieser Schutz erst mit dem Hijab anfängt. Natürlich fängt er damit an -ich überspitze mal bewusst – nicht halbnackt durch die Öffentlichkeit zu laufen. Und es gibt natürlich auch Frauen, die kein Hijab tragen und sich dennoch nicht so freizügig verhalten. Mit dem Hijab setze ich natürlich ein deutlicheres Tabuzeichen, ein Bekenntnis, was einen noch grösseren Schutz darstellt. Aber ich urteile nicht über andere, es ist einfach meine Entscheidung. Eine Frau muss selber wissen, wie sie betrachtet werden möchte. Und es ist auch so, dass ich mich an den Hijab einfach gewöhnt habe und es mag und es fühlt sich beschützter an. Aber Hijab tragen an sich ist etwas Äusserliches, wenn ich ˋinnerlich keinen Hijab´trage, nützt es wenig. Das ist Heuchelei. Beantwortet es etwas deine Frage Melanie?

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      1. Hallo Safiya,

        Danke für deinen Beitrag. Ich respektiere die Tatsache und auch die Gründe warum du den Hijab trägst. Schön ist es auch, dass DU andere Frauen, die das nicht tun, nicht verurteilst. Interessanterweise erwähnst du aber gleich die 2 Extreme: Hijab (verschleiert) und Miniröcke (freizügig).
        Meines Erachtens gibt es auch ein Mittelmaß. Ich bin eine verheiratete Christin, die die Bibel sehr ernst nimmt. Ich trage keine Miniröcke und kein Ausschnitt bis zum Bauchnabel oder gar Hintern. Bauch- und Hirnfrei gibt es bei mir auch nicht. Nicht dass ich es mir nicht leisten könnte, aber ich definiere mich nicht über meine Kleidung. Das heißt auch nicht dass ich völlig bieder rumlaufe. Ich kleide mich durchaus modern bzw. modisch, mache aber nicht jeden Modetrend mit. Meine Röcke/Kleider haben immer Knielänge oder länger und meine Schultern sind meist bedeckt. Ich bin eine Frau mit Kurven, aber ich definiere mich nicht dadurch.
        In 1. Timotheus 2:9,10 steht dass Frauen sich nicht hevorheben sollen durch aufwendige Frisuren etc. pp. sondern sich durch gute Werke – vielleicht auch an sich und an der Freundschaft zu Gott arbeiten – auszeichnen soll. Das versuche ich zu tun.
        Und trotzdem ernte ich oft von Muslimas die den Hijab tragen böse Blicke oder sie geben mir das Gefühl, sei seien etwas Besseres, nur weil sie den Hijab tragen.
        Das finde ich leider schade und auch traurig. Ich werde diese Frauen nicht ändern können, aber ich finde es gut dass Einige hier mitlesen.

        Und ich habe kein Problem der Unterordnung, aber ich brauche auch keinen Hijab um Demut zu lernen. Demut lernt man auch durch die Dankbarkeit und Schöpfung. Nochmals Danke für deinen Beitrag.

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      2. Hallo Safiya, ja danke, das hilft mir schon. Ich möchte es einfach verstehen können. Durch deinen Artikel hast du mir es schon viel näher gebracht als es bisher jemand konnte. Und es sind deine Gefühle (beschützt sein) und kein Zwang, das finde ich sehr wichtig zu wissen. Halbnackt durch die Öffentlichkeit laufen finde ich auch nicht ok.😂

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  14. Safiya, voll der schöne Name. Safiya wir sind im Januar oder es ist Januar , korrektes deutsch.😂 Dann deine Beschreibung von Schokolade, OMG willst du mich zerstören???? Poa ich musste sofort auf andere Gedanken kommen. 😂 Ein sehr schöner Artikel, vooll gut geschrieben. Ich sitze oft vor dem Tv mit dem Handy, ich glaube es muss in meine zu lange Listenvon Vorsätzen rein es nicht mehr zu tun. BWM ich finde Safiya passt gut dazu, also zum Blog.❤️

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  15. Hallo liebe Blackwater.live Leser und Freunde! Schön, dass der erste Artikel von Safiya so gut angekommen ist! Erfahrungsgemäß verliert die Seite bei Off-Topic Artikeln immer erst einmal Leser, dieses Mal waren es nur wenige. So oder so ist Blackwater.live – wie schon oft geschrieben – kein reiner Finanzblog. Es geht auch um andere Perspektiven im Leben (und vor allem um Menschen!) und in Zukunft wird auch mehr und mehr mal ein Bericht von anderen spannenden Orten der Welt dabei sein. Wer also Artikel über Depot & Vermögen erwartet ist zwar richtig, aber es ist nur ein Teil über was geschrieben wird. Außerdem ist das Thema nach Dr. Kommer, Wesir etc. so einfach wie schon oft erklärt, daher werde ich es nicht künstlich aufblasen.

    Die nächsten beiden Themen die hier kommen sind diesen Monat auf jeden Fall ein Kreditthema und das große bunq Update Ende des Monats. Und dann nähern wir uns schon dem großen Charity – Thema, welches ich euch vorstellen werde.

    @Safiya: Auch an dieser Stelle von mir, danke für Deine wertvollen Gedanken und Deinen ersten Artikel!

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    1. Moin, moin, für mich passt das gut. Ein Blick in die Welt. Und ich sehe mich als Philanthrop, von anderen Menschen kann man nur lernen und es bringt einen selbst weiter. Bereicherung ist hier schon das richtige Wort.

      Safiya dein Artikel gefällt mir sehr gut. Alles sehr gut erklärt, auch deine Beweggründe und Ansichten. Wie du schreibst, bist du keine typische Muslimin. Wo wäre denn den Unterschied zu sehen? Ich habe verstanden, wie du denkst und handelst. Aber lesen die anderen Muslime nicht den Koran? Und warum gibt es oft so viel Gewalt? Ich hoffe diese Frage nervt dich nicht, da ich mir vorstellen kann sie kommt sehr oft.

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      1. Hallo Marco, danke für deine Fragen. Ich möchte sie dir beantworten. Wie in meinem Artikel geschrieben lese ich den Quran und er ist massgeblich für mich. Die meisten Muslime hören viel zu stark auf Überlieferungen und Traditionen. Oder was noch schlimmer ist, auf Gerede oder was ein Dorfimam ihnen sagt. Sie lesen nicht selbst und denken zu wenig nach. Und sie können nicht einmal ihren Glauben richtig erklären. Die Gewalt kommt durch den Missbrauch durch politische Führer und Parteien, die die Religion für ihre Zwecke ausnutzen. Sie spielen die Menschen mit ihren Gefühlen und Empfindungen aus, wie Spielzeuge.

        Aber überlege einmal. Wie viele Christen lesen die Bibel? Wie viele können sie erklären? Und ich meine die Bibel mit der Bibel erklären, nicht so erklären wie andere Menschen ihnen sagen, was es bedeuten soll. Das ist das gleiche Problem. Und deswegen werden diese Menschen auch betrogen. Wegen Hijab habe ich oben bei Melanie schon geschrieben.

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    2. Und noch eine Frage, die mich brennend interessiert: Manche muslimische Frauen tragen Schleier, andere nicht. Manche sind komplett schwarz verschleiert, andere nicht. Wie erklärt sich das?

      Ich würde mich über eine Antwort freuen, sonst hat man nicht die Gelegenheit so etwas zu fragen. (Ich gebe zu, auch nicht den Mut)

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  16. Gute Wahl Blackwater und willkommen Safiya, passt sehr gut zu der Offenheit des Blogs. Ausserdem eine ganz neue Seite des Islams, wie wir sie schon von Blackwater beim Christentum kennen lernen durften. Das ist eine ganz andere Ebene, als irgendwelche fanatischen Gläubigen, die dumm nachplappern was andere ihnen sagen. Ich bin kein religiöser Mensch. Aber je länger ich den Blog lese desto mehr wird mir klar warum das vielleicht so ist. Es ist das Verhalten der Menschen welches mich abstösst. Das herablassende und selbstgerechte Wesen vieler, diese wir wissen es besser, wir haben die Wahrheit blabla. Es ist so ekelhaft, dass man kotzen möchte.

    Der Blog bringt mich dazu mich selbst zu hinterfragen und das Verhalten solcher Menschen nicht pauschal der Religion zuzuschreiben. Ich denke wenn eine ernsthafte Beschäftigung mit Religion in Betracht kommt, dann NUR auf Basis der Grundlagen und nicht durch nachträgliche Interpretationen.

    Was mir auch gut gefallen hat ist die Selbstreflektion. Ist es der Glaube der Eltern, meine Sozialisierung oder was immer, was mich zum Glauben bringt? Margot Honecker, die Volksbildungsministerin der ehemaligen DDR, formulierte folgende Ziele ihrer Bildungs- und Schulpolitik: „Unsere Schule hat die Aufgabe, den jungen Menschen unsere Ideologie, die wissenschaftlich begründete Ideologie der Arbeiterklasse zu vermitteln.“ So wie die Schule in der DDR sich nicht nur auf die Vermittlung von Wissen, Bildung und ideologiefreier Erziehung beschränkte und versuchte, den idealen sozialistischen Menschen heranzuzüchten, so versuchen auch viele religiöse Gruppen und Kirchen und Gemeinden heute mit ihrem „angeblich besten Bildungsprogramm“ den idealen Menschen hervorzubringen. Also ob Gott – wenn er eine Persönlichkeit von Liebe ist – es nötig hätte junge Menschen so zu manipulieren.

    Ich werde noch einige Zeit über dem Artikel brüten müssen, das ist eine ganz andere Perspektive. Aber schon einmal danke für den Blog und nochmals herzlich Willkommem an Safiya!

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  17. Der Artikel war lange fällig. Herzlichen Dank für die tieferen Einblicke in die mir fremde Kultur und Religion. Ich hoffe, es kommen noch viele Artikel von Dir.
    Herzliche Grüße
    Jörg

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  18. Dieser Blog fasziniert und begeistert mich immer auf‘s Neue. Ein echter Mehrwert, wie die anderen schon geschrieben haben. Andere Perspektiven, ein anderer Blickwinkel und auch mir sagt er sehr zu: tausende Blickwinkel, vielleicht tausendundeiner, hervorragend. Schade, dass die Welt da draussen nicht diese Vielfalt bei gleichzeitigen Frieden haben kann, wie es in auf diesem Blog der Fall ist. Herzlich willkommen Safiya, ich denke das passt sehr gut.

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  19. Blackwater-Martin, da hast du ja das muslimische Pendant zu dir gefunden. Offen, denkend, lesend, forschend. Der Artikel ist spitze, ein super Einstieg Safiya! Wieder eine Menge zum lernen. Und danke für diese Einblicke. Ich bin schlicht weg begeistert.

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  20. Hallo Safiya

    Ich dachte meine ersten Worte würde ich in einem anderen Teil des BW Blogs schrieben. Aber ich muss schon sagen, toll gemacht! Dein erster Auftritt ist dir wirklich gelungen. Respekt!

    @Martin
    Vielen Dank für deinen Blog.

    Gefällt 1 Person

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