“Uncertainty is an uncomfortable position. But certainty is an absurd one.”

– Voltaire

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser von Blackwater.live. Heute möchte ich mich direkt an euch wenden, weil ich einen wertvollen Kommentar von einem Leser erhalten habe, auf den ich stellvertretend für alle eingehen möchte. Es ist vielleicht unfair nur einen raus zu picken und dies nicht mit jedem Kommentar von Tiefgang zu machen. Aber ich denke, dieser eine Kommentar spricht etwas an, was anderen auch auf dem Herzen liegt. Daher habe ich ihn gewählt. Eure Kommentare und vor allem die Mails, manche mehrere Seiten lang, beantworte ich immer sehr gerne und lasse auch mehr und mehr eure Erfahrungen in Artikel einfliessen. Blackwater.live ist ein lebendiger Blog, der sich verändert. Das liegt auch an euch und euren Kommentaren und einer Leserschaft, die sich aus ganz unterschiedlichen Menschen zusammen setzt. Ich habe keine Worte die ausdrücken könnten, wie dankbar ich für eure Unterstützung bin. Aber heute soll es nun um einen sehr interessanten Kommentar gehen. Ich zitiere den öffentlichen Kommentar rechtlich korrekt von meiner Webseite  “happenweise” und gehe dann auf die einzelnen Aspekte ein und beantworte sie.

Die Quelle ist der Kommentar in dem Artikel von Safiya, geschrieben am 17.Januar um 0:27 Uhr von “NiBi”. Hier der Link zum Artikel und dem ganzen Kommentar: Geld und die Substitutionsfalle. Der (oder die?) Autor NiBi hat sich sehr viele Gedanken gemacht und der Kommentar ist aus meiner Sicht meisterhaft geschrieben.

 

 

Zitat NiBi:

“Vorweg im Falle von Unsicherheiten: Mein Beitrag ist durchweg freundlich gemeint, kooperativ.

Dieser Beitrag ließ und lässt mich innerlich sehr schmunzeln, ist aus meiner persönlichen Sicht bittersüß, tragisch, ironisch und nur ein Anfang. Da die Autorin (erst) 29 ist, seien ihr ihre darin zum Ausdruck gebrachten Gedanken gegönnt und ich hoffe doch sehr, sie wird noch über diese hinauswachsen.

Der Blackwater-Blog – bekannt geworden durch Anreize, Hinweise, Hintergrundinformationen zu finanzieller Bildung, Vermeidung von Anlegerfehlern, hinausgehend über Eingefahrenes, finanzielle Eigenverantwortlichkeit, Geld anlegen zum größtmöglichen eigenen Nutzen und nicht porschefahrenden Finanzhaien, Vermeidung von Blendern auf den Leim gehen und darin sehr erfolgreich. Alles mit Hand und Fuß. Erkenntnisse, Einsichten, Handlungsvorschläge. Nieder mit dem tricksenden, inkompetenten, eitlen und mehr schlechtem Finanzvertrieb.”

 

 

Antwort von mir:

Danke für diesen umfangreichen Kommentar, über den ich persönlich eine Weile nachgedacht habe. Vielleicht fragen sich auch andere Leser das gleiche: Was soll das? Oder: Wo geht die Reise hin? Gibt es überhaupt ein Ziel? Ich betrachte Deinen Kommentar stellvertretend für all diejenigen, die sich das vielleicht fragen. Wobei ich mir auch sicher bin, nur noch die mutigen sind an Bord, das Publikum hat sich auch verändert. Das ist ein laufender Prozess. Also starten wir mal und ich versuche halbwegs strukturiert zu antworten:

Grundsätzlich kann man in einem Blog schreiben was man will, solange es nicht gegen geltende Gesetze verstösst, sowohl grundsätzlich als auch privatrechtlich. Das tut Blackwater.live nicht. Natürlich gefällt nicht jedem, was auf diesem Blog steht oder noch in Zukunft kommt, es ist eben Geschmacksache. Wer an die Öffentlichkeit geht, schützt sich natürlich etwas. Auch das habe ich getan, für mich und die Autoren. Dennoch bekommt man natürlich ab und an Hassmails, die könnte man direkt an die Staatsanwaltschaft durchleiten. Allerdings tun mir manche der Autoren solcher Hassmails leid, da ich denke, es fehlt einfach an Perspektiven im Leben. Außerdem bin ich bin kein Freund von Denunziantentum. Die Hassmails bestätigen, Meinungsfreiheit ist keine Selbstverständlichkeit und hat auch Schattenseiten, sofern man seine Meinung öffentlich äußert. Das ganz grundsätzlich. Ich werde es nie allen recht machen können und habe das auch nicht vor. Aber bei dem was Du angesprochen hast, geht es um etwas anderes. Da geht es um Menschen, die ich durchaus erreichen möchte, die vielleicht aber abgeschreckt werden. Und daher gehe ich im folgenden darauf ein.

 

 

Zitat NiBi:

“Nun schon länger auch eine Ausdehnung des Blogs in eine neue Sphäre, Sinnfindung, Lebensgestaltung und was passiert vorher bei Martin Blackrock andeutungsweise und bei Safiya so richtig? Mit der Hinwendung zu Religion(nen) empfiehlt der Blog just, denen die Türen einzurennnen, die in dieser Sphäre dem entsprechen, was der Finanzvertrieb in der Sphäre finanzieller Bildung ist.”

Es stimmt, der Blog war und ist KEIN reiner Finanzblog. So wollte ich ihn auch nie definiert haben wollen. Es soll offenbleiben. Denn wenn ich morgen einen Reisebericht mit den Leser teilen möchte, eine Leserin über ihre Liebe zu Schokolade schreiben will oder ein Jude die Tora erklären möchte und dies in einem Kontext passiert, aus dem die Leser einen Mehrwert für ihr Leben ableiten können und in eine andere Welt eintauchen können, dann möchte ich das veröffentlichen. Es ist nicht Mainstream. Einen DKB Artikel lesen über 10.000 Menschen, einen Artikel über den eigenen Glauben oder den Weihnachtsartikel 2019 nur ein paar tausend Menschen. Aber es ist eine andere Qualität der Leser. Die Banking Artikel schiessen durch google nach oben, Artikel wie der von Safiya sind für die meisten Menschen nicht interessant. Auch hier: Würde ich nur für die Masse schreiben, würde ich nur ETF-Artikel veröffentlichen. Oder ich würde google-Trends nutzen. Schauen wir uns mal an, was heute bei google Trends in Deutschland am meisten gesucht wird:

 

Blackwater.live - google Trends

Quelle: google

 

 

“Manni, RTL-Dschungelcamp Macher trauern um Kameramann. Auf Platz 2 ist “Vodafone Störung”. Eminem ist sogar auf Platz 3 gekommen und auf Platz 4 befindet sich “Michael Wendler, Penis-Eklat, zeigt er deshalb sein bestes Stück?”

Was bleibt mir da zu sagen? DAS ist Deutschland!

Aber bist Du und ich Deutschland? Nein. Sind es meine Leser? Nein. Denn auf Blackwater.live geht es um viel mehr als Beliebigkeit und einen Beliebtheitswettbewerb. Sonst wüsste ich, was zu schreiben wäre. Oder ich würde mir, wie viele Firmen und große Webseiten, den Traffic einfach kaufen. Genau das wird aber nicht passieren. Solange hier noch ein einziger Leser ist, der einen Mehrwert aus den Artikeln zieht, bleibt die Seite im Netz.

 

Zitat NiBi:

“Mit der Hinwendung zu Religion(nen) empfiehlt der Blog just, denen die Türen einzurennnen, die in dieser Sphäre dem entsprechen, was der Finanzvertrieb in der Sphäre finanzieller Bildung ist.”

 

NiBi, genau das ist nicht der Fall. Ganz sicher nicht! Ich sehe bei Dir den gedanklichen Hintergrund als Wissenschaftler. Ich vermute mal, daher bist Du mit manchen dieser religiösen Themen nicht vertraut. Ich kann mich auch irren, sei mir daher nicht böse. Aber der Blog empfiehlt auf gar keinen Fall sich der Religion zuzuwenden! Das Gegenteil ist der Fall, aber hier muss man jetzt aufpassen und ich muss etwas darauf eingehen.

Mir scheint es, Deine Perspektive ist, dass es Wissenschaft gibt und es gibt Religion. Und sonst nichts. Die Wissenschaft und die Religion stehen in einem jahrhundertealten Konflikt miteinander. Teilweise ein Konflikt um den Glauben der Menschen, denn braucht man nicht auch für die Evolutionstheorie Glauben? Oder für die vielen Jahrmillionen, in denen sich Tiere entwickelt haben sollen? Zumindest war keiner von uns dabei und die Definition von Wissenschaft laut Webster’s Wörterbuch wird bei diesen Theorien auch nicht erfüllt. Ich führe übrigens mit einer Freundin von mir, eine Naturwissenschaftlerin aus einer angesehenen Familie von Wissenschaftlern, regelmäßig Gespräche über diese Themen. Wir sind uns einig, dass die menschlich cleverste Position die agnostische ist. Wir wissen, dass wir wenig bis nichts wissen.

Die Religion ist die Wurzel von fast allem Übel der letzte paar tausend Jahre. Du schreibst in Deinem Kommentar, sie ist Gift. Und das ist es auch. Die Religion institutionalisiert den Glauben der Menschen und missbraucht ihn. Sie missbraucht die Gefühle der Menschen. Sie hat hunderte Millionen von Menschen auf dem Gewissen, sie ist für unsägliches Leid verantwortlich. Und das ist in den meisten Ländern der Welt heute noch der Fall. Und auch in unseren westlichen Ländern, wo sie viel an Macht eingebüßt hat, stiftet sie immer noch Schaden. Denken wir an die tausenden von Kindermißbrauchsprozessen, die Vertuschung und die Lügen. Viele Religionen vereinnahmen ihre Mitglieder, verbieten ihnen durch manipulative Rhetorik und dogmatische eigene Lehren selbst zu forschen und zu denken, erheben einen Absolutheitsanspruch, der mit nichts zu rechtfertigen ist, zumal man dann mit etwas Nachforschen entdecken kann, auch sie haben Dreck am Stecken in einem ungeahnten Ausmaß.

Religion ist Gift, ich stimme Dir uneingeschränkt zu.

Und die Menschen können einem leid tun, weil sie wirklich wie Schafe sind, die von Wölfen verführt werden. Sie sind oft zu unbedarft all das zu sehen oder halten die Wahrheit schlicht weg nicht aus und ignorieren sie.

Aber: Ab diesem Punkt bin ich nicht ganz Deiner Meinung. Ohne den Artikel nun zu einem Manifest werden zu lassen: Menschen haben das Bedürfnis nach dem Glauben an eine höhere Macht in sich. Sich suchen immer nach Spiritualität. Das zeigt sich doch in der westlichen Gesellschaft ganz gut. Die ist “aufgeklärt” und Kirche ist out. Aber dafür entstehen andere Glaubensgemeinschaften. Der Glaube an kosmische Mächte, Yoga-Tempel, Feng-Shui-Tempel, Heilserfahrungen, Anbetung der Natur und vieles vieles mehr. Und nochmal: Auch der Glaube an die Evolutionstheorie ist was er ist: Glauben. Genauso stimme ich Safiya zu, die schrieb: Menschen beten immer an. Und sei es sich selbst, das Geld oder die Arbeit.

Es gibt nur sehr wenig Menschen, bei denen diese Punkte nicht zutreffen und Du lieber oder liebe (ich weiss es nicht) NiBi bist vielleicht ein solcher Mensch.

Blackwater.live empfiehlt auf gar keinen Fall sich den Rattenfängern der Religion zuzuwenden und denen die Türen einzurennen. Sondern die Augen zu öffnen, andere Perspektiven einzunehmen, nachzuforschen und vor allem zu denken. Das schliesst Glauben nicht aus, aber wohl die institutionalisierte Religion. Am Ende betet so mancher gläubige Mensch nicht mehr seine erkannte und gefundene höhere Macht an (Gott) sondern seine Kirche, Organisation oder Menschen darin, die es geschickt verstanden haben sich als Kanal zu Gott zu positionieren. Interessanterweise spricht gerade die Bibel davon, dass das falsch ist. (Johannes 14:6) Und da die Bibel laut den Koran Sure 5:68 und 10:94 auch von Muslimen zu befolgen ist, gelten die ganzen Aufforderungen der Bücher für Christen und Muslime und auch für Juden, da die Tora ein Bestandteil der hebräischen Bibel ist. Warum schreibe ich das?

Weil es schizophren anmutet: Die Grundlagen der drei monotheistischen Weltreligionen fordern zum denken, forschen und nachsinnen auf. Sie fordern dazu auf, nicht Menschen zu folgen. Und dann kommt die Religion daher und sagt: Nein, das ist anders zu verstehen. Wir sind die einzig wahren XYZ und zeigen Dir mal, wie Gott das gemeint hat. Erinnert etwas an den Garten Eden, egal ob man die Geschichte nun für real oder nicht hält. Dort war die Aussage Satans an den Menschen sinngemäß: “Gott hat das nicht so gemeint mit seinem Verbot der einen Frucht. Ich sage Dir mal, was er wirklich meinte…”

Die ganzen selbst ernannten Führer in den Religionen machen genau das. Sie drängen sich in den persönlichen Glauben von Menschen, stellen sich über diese und erklären ihnen, dass alles in ihrem Sinne zu verstehen ist. Dabei werden ganz geschickt manipulativen Methoden genutzt. Man sagt nicht, “nein die Schrift ist falsch, man sagt ja aber…”

Oh ja, und wie Religion ein Gift ist. Die Religion ist in Wirklichkeit die von Dir zitierte griechische Tragödie.

 

Nun der wirklich herausragende Schluss Deines Zitats:

“Und nun privat Religionen, die es genau so machen? Habt Mut, Gott wird schon für Euch sorgen, der passt schon auf Euch auf, den Krebs und Diabetes bekommt ihr immer noch aber Gott will Euch nur auf die Probe stellen und da gibt es eben manche, die wissen, was Gott will, heiße er nun Allah, Manitu usw. Im Gegensatz zur Wissenschaft keine Offenheit und Transparenz und Kontaktaufnahme mit Gott. Geht ebenfalls um Verantwortungsabgabe, Fremdbestimmung und soziale Anerkennung/Geborgenheit.

Wie beim Finanzblog. Da sind es die Kommentatoren. Blackwater, danke dass Du uns Erleuchtung gabst, wir machen es jetzt wie Du es uns verkündet hast, der Finanzwesir nennt Dich „Häuptling Schwarzwasser“ und empfiehlt, Dich zu lesen und Dir zu folgen.

Safiya, Du trägst z.B. Schleier und schätzt die Anerkennung, die Dir andere Angehörige Deines Vereins Dir dafür zollen. Machst, was Dein Verein Dir als Regel zum Dazugehören vorgibt und bekommst dafür Anerkennung. Gehörst dazu.

Setzt Euch darüber hinweg und handelt nach Einsicht in Wissenschaftlichkeit. In meiner Position gilt es als ausgemacht, dass man gefälligst diese törrichten Lederschuhe, Budapester usw. trägt, dann gehört man dazu, ist gleicher unter gleichen. Was mache ich? Laufe seit Jahren in ASICS herum. Warum? Meine Schuhe haben Trittdämpfung und Sohlen mit Grip, sind atmungsaktiv, halten lange und nahezu egal wie weit ich zu Fuß gehe – Fußbeschwerden, Gelenkbeschwerden sind mir Fremdworte. Meine Kollegen haben Treppenstürze hinter sich, stinkende Schweißfüße und kommen keinen Kilomter weit bevor ihnen die Füße schmerzen. Lederschuhe sind obsolet, antiquiert und bieten Geborgenheit. Trage sie und andere werden Dich akzeptieren. Ich genieße fast schon, wenn besagte Kollegen neidzerferessen maulen, wenn ich mit ihnen gehe und keinerlei Beschwerden habe. Das ist dann der Preis der Unabhängigkeit, der Eigenverantwortlichkeit. Safiya, trage bitte keine Klamotten, lege Dir bitte keine Verhaltensregeln auf, weil Du eigentlich anerkannt sein willst. Tue, was nachweislich gut für Dich ist, niemandem sonst ernsthaft schadet und lasse Dich von denen wertschätzen, die dieses Grundprinzip erkennen und teilen, der Rest wird nie der eigenen Unmündigkeit entkommen.

Gibt aus meiner Sicht nichts erfüllenderes als Handeln aus wissenschaftlicher Einsicht, die positiven Nebeneffekte zu erkennen, die persönliche Weiterentwicklung zu erleben, das Anwachsen an Wissen und Fähigkeiten, die die Wissenschaft jedem zugänglich macht und selbst erlernen lassen will im Gegensatz dazu, sich willkürlichen Regeln aus grauer Vorzeit zu beugen.”

 

 

Du hast hier voll ins Schwarze getroffen, aber ich sehe keine Widerspruch zu meiner Position, die ich im Anschluss noch erklären möchte, um die Verwirrung perfekt zu machen.

Du schreibst, es geht bei Religion um “Verantwortungsabgabe, Fremdbestimmung und soziale Anerkennung/Geborgenheit.” 

Dem stimme ich zu. Daher ist auch keiner bereit zu hinterfragen, wenn er einmal erst Mitglied eines Clubs ist. Immer neue sich selbst erfüllende Prophezeiungen, das Leben in der Echokammer, in der immer wieder bestätigt wird, was man eh schon glaubte. Keine Forschung. Denken nur in einem limitierten Rahmen. Früher nannte man das einfach Gehirnwäsche. Und das ist es.

Und wenn ich dann noch bei Fragen und Forschung riskiere mein ganze soziales Umfeld zu verlieren, die ganze Eigenbestätigung, dann bin ich endgültig angelangt in meinem ganz persönlichen kleinen Gefängnis. Die Wände sind nicht aus Stein, sie sind aus Fell. Weich, kuschelig. Love-Bombing durch die anderen Gläubigen. Wer will so viel Eingebundenheit und Wohlfühlen schon aufgeben, auch wenn die Wahrheit im Keller des Gefängnisses vergraben ist. Auch hier möchte ich wieder klar sagen: Es ist nicht die Bibel, die dieses Gefängnis baut. Es sind die Menschen selbst. Ich möchte heute bewusst nicht zu viele Zitate bringen, aber in der Schrift war immer die Frage, die direkt und indirekt wieder und wieder gestellt wird: Liebst Du (mich)Gott mehr als die Menschen? Die Schrift kennt diesen Konflikt und weist immer wieder darauf hin.

Und jetzt kommt etwas, was ich wirklich empfehle. Ich habe geschrieben, dass ich ausdrücklich nicht die Hinwendung zur Religion empfehle, sondern die Hinwendung zur Schrift.

Das was Safiya meint, ist das gleiche was ich sage: Der größte Feind der institutionalisierten Religion sind die Schriften. Sowohl die Bibel als auch der Quran. Weil durch diese Schriften alles abgeurteilt und gerichtet wird, was Religion verzapft. Es geht nicht um Traditionen, nicht um Schriftzusätze und Zusatzerklärungen und Sonderlehren. Schrift legt Schrift aus. Schrift vernichtet die Religion. Es gibt nur ein Problem: Man müsste sie mal lesen.

Dieser Blogbeitrag, wird vielleicht von ein paar tausend Menschen im Laufe der nächsten Jahre gelesen werden. Eigentlich müssten ihn Milliarden lesen und sich mal auf das Experiment einlassen. Die Schrift, ich nenne es heute bewusst die Schrift, lesen und dann in die Kirche, Moschee oder was auch immer gehen und überlegen, wie passt das zusammen mit dem was in der Schrift steht?

Ja, die Religion ist Gift.

 

 

Blackwater.live - einsame Wege
Einsame Wege. Wer sich auf die Suche nach Wahrheit macht, verliert viel. In vielen Fällen Freunde und sogar die Familie. Es erfordert sehr viel Kraft und Willensstärke geistige Gefängnisse zu überwinden.

Bcharre/Lebanon

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Ich zitiere wieder Dich:

“So, das sollte dann mal reichen. Ich wünsche noch viel Erfolg beim Weiterverfolgen des erklärten Ziels von Euch aber bitte mit geeigneteren Mitteln und nicht sich weiterhin im einen Themenbereich das Gift zu verordnen oder zu verherrlichen, dass man im anderen Themenbereich so trefflich erkannte und genau eingrenzte. Ihr könnt das schaffen! 🙂”

 

NiBi, ich danke Dir für Deinen Kommentar von ganzem Herzen und nehme auch Deine guten Wünsche an. Und ich hoffe, es ist etwas deutlicher geworden, dass wir nicht das Ziel verfolgen Menschen zu Religion zu bringen. Wir würden uns mitschuldig machen an dem was durch und im Namen der Religion passiert.

Wir reflektieren Dinge. Betrachten das Leben von verschiedenen Standpunkten. Dazu sollte auch der Gastkommentar von Safiya dienen. Ich habe heute morgen mit Safiya telefoniert, wegen Deinem Kommentar. Wir haben uns die Frage gestellt, ob wir das machen, was Du uns vorgeworfen hast. Und wir sind zu 100% überein gekommen, das wir das nicht tun. Warum?

 

Safiya’s Position ist im Prinzip die einer Häretikerin, wer sich im Islam nur auf den Quran stützt ohne Hadithen ist ein Verräter in den Augen von vielen. Wenn man entgegen der Mehrheit aber an seinem persönlichen Glauben festhält und ihn sich gerade dann nicht nehmen lässt, dann beweist man indirekt: Er ist echt. Was Menschen heute für Kleidung tragen möchten, ist ihre persönliche Angelegenheit. So wie du auch über die Schuhe schriebst, mit denen Du Dich wohl fühlst, so fühlt sich Safiya mit ihrem Hijab wohl.

Was mich angeht, so befinde ich mich in einer ähnlichen Situation: Ausschliesslich eine Bibel zu nutzen ist Abtrünnigkeit von der Kirche. Früher wurden die Menschen verbrannt für die Übersetzung dieses Buches. Heute benutzt man andere Methoden. Ich weiss wie es ist, ein soziales Umfeld zu verlieren, mit Kontakten zu brechen, isoliert zu sein, gemieden und gehasst. Aber dafür kann ich aufrecht stehen und es hat meine Überzeugung verstärkt, dass die Bibel ein Schatz ist. Ich wäre jederzeit wieder bereit dafür Nachteile in Kauf zu nehmen, weil es genau darum bei persönlichen Glauben geht: Zu wissen, dass er echt ist und nicht darauf basiert in einem Umfeld zu sein, wo alle sowieso schon das selbe denken und diese Denksätze sich gebetsmühlenartig immer wieder selbst bestätigen.

Immer mehr Menschen in Deutschland interessiert es aber einfach auch nicht mehr. Sie haben dank den Lügen und Verbrechen der Religion “das Kinde mit dem Bad ausgeschüttet”. Vielleicht eines der letzten tragischen Vergehen, was der Religion anzulasten ist. Menschen am Ende enttäuscht und gebrochen zurück zu lassen, nach all den Lügen und dem Missbrauch. Am Ende heisst es, es wären Abgefallene. Wie zynisch.

 

Blackwater.live - Einsamkeit
Immer mehr Menschen sind innerlich oder real einsam und suchen Halt und Antworten im Leben. Die Wissenschaft kann in diesem Fall nicht helfen. Menschlichkeit und Nächstenliebe motivieren füreinander da zu sein.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Wie sieht die Zukunft bei Blackwater.live aus?

Es wird bei Blackwater.live natürlich weiter Finanzartikel und Aufklärung geben. Das Einzige, was ich etwas zurück fahre, ist das Bashing des Finanzvertriebs, da reines Bashing niemanden weiter hilft. Lösungen müssen her.

Und es wird auch weiter verschiedene Sichtweisen und Positionen geben. Dazu sollen auch ab und an mal Gastartikel dienen. Man muss nicht mit allem überein stimmen und darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, die Welt aus den Augen von jemand anderen zu sehen und sich da rein versetzen zu können.

Ich habe es als Kind immer geschätzt die Geohefte meines Vater zu lesen. Später habe ich dann liebend gerne das Auslandsjournal und den Weltspiegel gehen. Diese Formate waren damals deutlich länger als heute. Für mich war das wie für andere Menschen Spielfilme schauen. Andere Menschen, andere Kulturen und Lebensweisen. Es war spannend und ich wollte in diese Welt eintauchen. Dieser Geist ist es, den ich auch auf Blackwater.live vermitteln möchte. Ich möchte meine Leser mitnehmen auf diese Reise, wenn sie es möchten.

Mit Safiya ist als Gastautorin natürlich eine für uns Mitteleuropäer sehr exotische Position dazu gekommen, die aber auch sicher sehr spannend ist. Mir ist klar gewesen, das Thema könnte etwas kontrovers werden, da die meisten mit Islam entweder Terror und den IS verbinden oder die regionale DITIB Moschee um die Ecke. Ich denke und hoffe durch Safiya ist schon jetzt klar geworden, dass auch dieses Thema komplexer ist und es nicht nur schwarz-weiss gibt.

Es gibt rein wissenschaftlich- atheistische Menschen auf der Erde, die deutliche Mehrheit sind allerdings Menschen die gläubig sind, auf der Suche nach Sinn und Halt. Und das zeigen die Kommentare aber vor allem die vielen Mails. Mein Erfahrungswert ist, dass ungefähr 1% der Leser eines Blogs oder einer Webseite Kommentare abgeben. Etwa 2% schreiben Emails. Das sind Werte, die ich auch von anderen Webseitenbetreibern bestätigt bekomme. Die deutliche Mehrheit ist passiv. Bei ca. 2200 Stammlesern kommen also etwa 20 Kommentare pro Artikel rein und 40 Mails die Woche. Das kommt ganz gut hin und ist einiges an Arbeit, da Mails sehr viel umfangreicher und persönlicher sind. Aber ich schätze diesen Austausch sehr. Und ich nehme die Verantwortung sehr ernst. Ich finde, bei Emails mit Sinnfragen oder der Schilderung des persönlichen Lebens ist die Verantwortung mit einer Antwort noch größer, wie wenn es um reine Finanzen geht. Daher würde ich niemals jemanden zu irgendwelchen Rattenfängern führen. Niemals.

Dass der Wesir mich als “Häuptling Schwarzwasser” bezeichnet finde ich sehr humorvoll und ich denke so ist es auch gemeint. Er empfiehlt mich wahrscheinlich genau weil ich eine andere Position vertrete als er, der Wissenschaftler. Weil man sich an anderen Positionen messen kann, seinen Verstand schärfen. Seinen Blickwinkel erweitern. Schon die alten und gerne zitierten griechischen Philosophen haben das getan. Man war erst am Ziel, wenn man die argumentative Position des Gegners selbst einnehmen und verteidigen konnte. Dann hat man es erst wirklich verstanden. Das war die griechische Schule.

Wenn Menschen meinen Blog folgen im Sinne von lesen, dann freut mich da. Aber ich bin kein Messias und fordere niemand zur Gefolgschaft auf. Follower sind nicht Anhänger. Und auch wenn manche, vor allem jüngere Menschen, sich meinem Blog wirklich schon sehr verbunden fühlen, so weiss ich, es liegt an einer bestimmten Tatsache: Sie werden ernst genommen und nicht von oben herab behandelt. Da ich selbst erlebt habe, wie man sich fühlt wenn andere einen missbrauchen und schlecht behandeln, möchte ich das niemals anderen antun.

Ich bin kein Psychotherapeut oder Arzt und habe auch nicht Philosophie oder Theologie studiert. Ich bin einfach nur ein Mitmensch und ich mag meine Mitmenschen. Die meisten zumindest, den anderen gehe ich aus dem Weg. 🙂 Und als Mitmensch helfe ich gerne anderen so gut wie ich es kann. Das ist auch ein Teil dieses Blogs. Aus meiner Sicht hat die Wissenschaft auf solche Dinge keine Antworten, auf die Sinnfragen von Menschen. Es kann nur eine Antwort geben und die heisst Liebe und für den Mitmenschen da zu sein. Das bedeutet für mich Menschlichkeit. Und da ich persönlich nicht glaube, dass wir höher entwickelte Tiere sind, ist es erst Recht eine Verpflichtung des Herzens.

Das motiviert mich dann auch solche spirituell-geistigen Artikel zu schreiben oder zu zeigen, was in der Schrift steht. Man kann darüber jetzt lachen, aber das hilft Menschen mehr als esoterisches Geschwurbel oder unbefriedigende Antworten der institutionalisierten Religion. Ich mag die Wissenschaft sehr, in meiner Familie sind Wissenschaftler, enge Freunde sind Wissenschaftler. Aber für mich schliesst das eine das andere nicht aus. Wissenschaft und echter fundierter Glauben schliesst nur eines aus: Die Religion. Und das ist gut so.

 

 

 

“Every man takes the limits of his own field of vision for the limits of the world.” 

― Arthur Schopenhauer

38 Kommentare zu „Die Zukunft von Blackwater.live

  1. Hui, ich bin spät dran mit diesem Kommentar, hoffentlich liest das noch jemand weil ich will auch meinen Senf dazugeben. Religion verfolgt mich schon mein Leben lang. Ich habe eine erzkonservative, christliche Erziehung “genossen”, wurde als Kind gezwungen in die Kirche zu gehen und man hat versucht mir ein Denken einzutrichtern das ich einfach nicht wollte. Den Glauben an Gott. Ich wollte das nie, konnte das nicht und werde es auch nie können.

    Was ich dadurch erfahren habe, finde ich weniger toll: Ich bin ungenügend. Diese Botschaft hat mir das Christentum mitgegeben. Ich bin ein liebenswerter Mensch, achte sehr darauf Andere nicht zu verletzen, aber ich glaube nicht an Gott deshalb bin ich für die Christen ungenügend. Nur ein Beispiel wie ich darauf komme: In meiner Jugend wurde meiner damaligen Freundin von ihrem besten Freund, einem christlichen Priester, geraten mich zu verlassen. Weil ich glaube ja nicht an Gott. Ich solle doch in die Kirche gehen, sonst sei Schluss.
    Nun, näher möchte ich nicht auf mein Privatleben eingehen, aber derlei Dinge zogen sich durch und durch. Meiner Erfahrung nach stellen Christen keine Fragen. Ihnen fehlt jegliche Neugier, denn sie “wissen” ja. Darum versuchten und versuchen sie ja auch die ganze Welt zu missionieren. “Los rüber zu Inselstamm XY, keine Fragen stellen und ihnen sofort unsere Überzeugung reinwürgen” lautet wohl ihr Motto.

    Also ich stimme dem Artikel aus ganzem Herzen zu, Religion ist Gift. Und Europa ist noch lange nicht reif genug über Religion hinweg zu kommen. Es wird hier der Religion teilweise feindselig begegnet, aber es ist immer noch zentraler Diskussionspunkt in der Gesellschaft. Die Abwesenheit der Diskussion darüber wäre mal ganz angenehm. Ich persönlich fühle mich am wohlsten, wenn einfach garnicht darüber geredet wird. Und doch schreibe ich diesen Kommentar, jaja, ich weiß. Touché!

    Allerdings Glaube, Spiritualität, ist etwas ganz anderes als Religion. Für mich ist Spiritualität eine klare Trennlinie zu Religion. Religion ist “Ich glaube XY und wenn Du nicht dasselbe denkst bist du für immer verdammt du Arschloch!”. Spiritualität ist “Ich glaube XY und es hilft mir, was ist so dein Ding?”. Deshalb an dieser Stelle Kompliment an Alle die ihren eigenen Glauben haben für sich PERSÖNLICH (!!!!!!) ohne andere Überzeugungen zu diskriminieren.

    Ich persönlich kann leider nicht glauben, das hat mir das Christentum absolut gründlich ausgetrieben. Und auch wenn ich niemals an einen Gott, egal welcher Religion, glauben kann, würde ich zumindest gerne an irgendetwas glauben. Sicher nicht an eine einzelne Entität die denkt, fühlt und über uns alle urteilt. Aber an die Natur? Das Universum per se vielleicht? Ich habe nämliche große Angst vor dem Tod und ich habe nicht den Luxus zu glauben dass danach alles ganz wunderbar sein wird. Naja, bleibt immer noch die Hoffnung dass die Wissenschaft noch zu meinen Lebzeiten Antworten auf das Thema Tod findet.

    1. Ich kann die Abneigung gegen Religion gut verstehen. Bei mir wurde dies entgültig durch die ganzen Kindermissbrauchsskandale ausgelöst. Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Gerade bei Kindesmissbrauch ist die Ohnmacht groß. Nicht nur bei mir, sondern bei vielen, die ich kenne: die Familie hilft dem Kind nicht und verdonnert es zum Schweigen. Ist die Scham größer als das Unrechtsempfinden? Ist die Angst vor Öffentlichkeit größer als die Fürsorgepflicht? Offensichtlich. Scham und Schande liegen so nah beieinander. Die Schande aller, die bequem wegschauen. Eine toxische Religionsgemeinschaft ist genauso strukturiert wie ein Narzisst. Alles Gute kommt von ihnen, alles Schlechte ist der gläubige Untertan schuld. Jesus sagte nicht ohne Grund: ”An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.” Zivilcourage ist gefragt. Meine war auszutreten und nie wieder damit etwas zu tun haben zu wollen.

    1. Nein, erst einmal muss hier Glauben und Religion unterschieden werden. Ohne einen persönlichen Glauben ist Religion einfach nur ein leerer Kult. Wenn man nun einen Glauben hat und Religion dann Gemeinschaft und Freundschaft mit anderen Gläubigen bedeutet, dann kann das etwas gutes sein. Die Gefahr ist, wenn das missbraucht und ausgehöhlt wird oder für Manipulation benutzt wird. Und hier gilt es einfach genau hinzuschauen. Das Problem beginnt und endet immer mit dem Thema Menschenführung. Dann gibt es meist kein zurück, so zeigt es die Geschichte und auch die Sozialwissenschaften. Eher früher wie später habe ich bei Religionen, die auf Menschen zentriert sind, Dogmen, Absolutismus und Missbrauch. Die Religion wird zum Kult und ein echter, persönlicher und von Herzen kommender Glaube spielt immer weniger eine Rolle. Dafür gibt es Regeln und im Gleichschritt laufen. (missbräuchlich als Einheit definiert) In diesem Sinne ist Religion Gift und Rattenfänger gab es schon viele, die die Menschen verführt haben und dabei Bücher wie die Bibel aber auch den Quran benutzt haben. Und ist es erst einmal soweit gekommen, will es in solchen Gruppen auch keiner mehr wahr haben. Der Aufklärende wird zum Gegner: “Du siehst das zu negativ.” etc. Es ist wirklich gefährlich und langfristig destruktiv für die eigene Psyche. Daher gibt es in solchen Gruppen auch überdurchschnittlich viele Depressive wie Studien zeigen, die aber einfach nicht wahr haben wollen, dass ihre “Religion” und der dortige Psychodruck das Problem ist.

      Aber gegen eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig hilft, füreinander da ist oder auch gemeinsam ihren Glauben ausübt ist nichts einzuwenden. Hoffe das hilft etwas?

      1. Chapeau Blackwater! 2. Korinther 3:17 “Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.”

        An diesen Text denke ich immer bei deinem Blog! Das hast du verstanden.

  2. @Blackwater und @NiBi
    Da ist man knapp zwei Wochen nicht online, ja das gibt es wirklich in unserer Tech-Welt 😉 und dann sehe ich hier 3 neue Beiträge mit sooooo vielen Kommentaren. Ich sehe schon, ich brauche Urlaub, nein nicht um mich zu erholen, sondern um in Ruhe alles zu lesen was ich verpasst habe.

    Dieser Blog-Beitrag und auch die Ausführungen und Gegenüberstellungen sind mir entweder zu anspruchsvoll, oder ich habe dafür nicht den richtigen Draht.

    Ich muss zugeben das ich aus dem Beitrag von NiBi erst Google fragen musste was ASICS sind – entweder bin ich zu alt, oder mein Allgemeinwissen hat immense Lücken – egal, jetzt bin ich schlauer und muss eigentlich darüber lächeln.
    Lächeln weil ich wieder dazugelernt habe, wie man Turnschuhe nennen kann. Mein zweiter Klick war dann das Impressum und dann die Investor Relations und jetzt habe ich eine neue japanische Company auf dem Schirm die ich vorher nicht kannte. Danke an NiBi dafür!

    Dieser Input ist für mich persönlich auch das Einzige was ich heute hier mitnehme, viele hier werden vermutlich “leider” sagen, aber so ist es halt, nicht jedes Thema ist für jeden. Dennoch habe ich aus dem Beitrag eine neue, für mich interessante Info gezogen und genau das ist doch der Sinn in deinem Blog. Jeder sollte etwas für sich mitnehmen. Nehmen & geben oder geben & nehmen, ich denke die Reihenfolge ist egal, wichtig ist das man es tut. Vielleicht findet jemand von deinen Lesern meinen Beitrag auch interessant und sei es nur um sich ASICS näher anzusehen 😉

    1. Hallo Leute, ich schliesse mich Gold-oder-Aktien an. Aber das ist keine Kritik. Ich finde es gigantisch was hier abgeht, freue mich aber auch auf die leichter zu verstehenden Finanz Artikel. Es gibt derzeit keinen Blog der so krass-aber gut wie dieser ist. Ich empfehle euch immer weiter. Über manche Artikel kann man wochenlang nachdenken und dazu lernen. Und mich beeindrucken auch die Kommentare vieler Leser.

    2. Hallo Gold-oder-Aktien, auf dem Blog wird es weiter abwechslungsreich bleiben. Und es hat nicht jeder Mensch “den Draht” zu jedem Thema. Aber so wie es @Noch_Banker schrieb: Schön ist der Austausch und irgend etwas für sich mitnehmen zu können. Gerade wenn es aus uns völlig fremden Welten stammt. In Deutschland wird das oft mit Selbstaufgabe und totaler Toleranz verwechselt. Wir haben einen Hang zu “total” und anderen Extremen. Aber darum geht es nicht. Es geht um die eigene Identität und Stabilität. Und dann die Offenheit auch mal zu schauen, was macht den der Nachbar? Wie denkt er? Was läuft besser, was schlechter? Und in uns fremde Kulturen rein zu schnuppern erweitert die eigene Wahrnehmung für die Mitmenschen und die Welt an sich enorm.

      PS: ASICS sind keine schlechten Schuhe und darüber hinaus auch spannend. :)))

  3. Ich arbeite mit Muslimen(meistens Araber), Christen und Atheisten hier in Berlin zusammen und es gibt da wirklich keine Probleme. Ja, die Art und Weise ist mitunter verschieden. Aber wenn man das akzeptiert und damit umgehen lernt ist es kein Problem. Den Arabern ist beispielsweise ihre Ehre besonders wichtig. Verletzt man diese, kann es ungemütlich werden. Das ist ungefähr so, wie wenn man bei einem Deutschen einen Kratzer in sein Auto macht. Das gibt auch Ärger. Bei den Arabern ist es die verletzte Seele. An solche Dinge muss man bei Konfliktlösungen und Vermittlungen denken. Dann klappt es insgesamt auch wirklich gut :-))) Mir gefällt das sehr nette Miteinander hier und wie du drohende Konflikte bisher entschärft hast. Magst Sozialarbeiter werden?

  4. السلام عليكم – Hallo Martin, das kannst du ja schon, weiss ich von jemand der mich auf deinen Blog geführt hat. Magst du raten? Was ich heute sagen möchte, ich finde deinen Blog sehr sehr gut. Vieles was ich hier gelesen habe hätte schmal früher schon gerne gewusst oder verstanden. Das hätte mir einiges an Arbeit erspart. Heute möchte ich aber schreiben um dir vielleicht eine Idee für einen neuen Artikel zu geben. Es soll dabei auch um sparen gehen. Wenn du in Zukunft sogar mal einen Reisebericht schreiben willst, würde das gut passen. Ich habe deinen über Griechenland gelesen und fand den sehr schön. Viel Geld kann man sich sparen, wenn man in einem anderen Land lebt. Ich habe einige Jahre in der Nähe von Karlsruhe gelebt und in Karlsruhe gearbeitet. Jetzt komme ich zum arbeiten nach Deutschland, arbeite einige Monate und lebe dann den Rest hier. Hier ist Latakia in Syrien. Alles kostet fast nichts im Vergleich zu Deutschland und ich brauche auch viel weniger. Deutschland finde ich empfinde ich als sehr teuer. Und das Wetter ist schlecht und deprimierend. Für mich reicht es jetzt erst mal wieder ein Jahr, zuletzt war ich 2019 da. Aber wenn ich wieder komme, können wir uns vielleicht mal mit ein paar anderen treffen. Vielleicht gibt es auch mal ein Lesertreffen irgendwann?? Ich habe diesen Kommentar dir in das Kontaktfeld mit meiner Handynummer und Email geschrieben, weil ich mich erst nicht anmelden konnte. Die (du musst raten) kennt dich bzw ihr euch ganz gut, wäre sonst nicht so direkt gewesen. Kannst mir gerne mal antworten, ich kann dir Preise nennen von hier und dann kannst du das vergleichen und für einen Artikel benutzen. Außerdem denken immer alle ich lebe im Krieg *wielustigoderauchnicht* , dabei ist es ganz anders. Würde mich freuen zu hören und ganz liebe und herzliche Grüsse vom Meer. Ist etwas kühl um diese Zeit, aber es ist Meer! 😉

  5. Vielen Dank für diesen tollen Artikel, aber auch an die Kommentare, die mir zeigen, dass es in unserer Gesellschaft immer noch Menschen gibt, die miteinander diskutieren können ohne dabei den anderen zu diskreditieren.

    Das würde ich mir in unserer Gesellschaft immer so wünschen. Man diskutiert freundlich über ein Thema, aber akzeptiert auch die Ansicht des Gegenüber. solch eine libertäre Gesellschaft wie in diesem Blog würde ich mir auch für unsere Gesellschaft in DE wünschen. Rein nach dem Motto “Die Freiheit des einzelnen hört dort auf, wo Sie die Freiheit des anderen einschränkt.”

    Es gibt mir Hoffnung für die Zukunft!

    Danke für den Blog, die Artikel und Meinungsvielfalt die hier geboten wird. Die Beiträge zu lesen ist ein Genuss für die Seele. Empfehlungen die Artikel zu lesen gehen natürlich wieder raus.

    VG aus FFM

    Noch_Banker

  6. Liebe Leser, bei so einem Thema kann man keine Einigung erzielen. Außer mit den Methoden des Kommunismus. 🙂 Aber im Ernst: Das war auch nicht das Ziel. Dieser Artikel und der von Safiya haben zu sehr interessanten Kommentaren und Mails geführt die zeigen, wie viele unterschiedliche Ansätze es gibt. Daraus kann man nur lernen und es hilft bescheiden mit der eigenen Position umzugehen. Danke für eure Kommentare, manche sind so umfangreich wie ein eigener Artikel. Echt beeindruckend!

    1. ehhhh, ich fand Safiyas Artikel sehr mutig und schön. Dadurch hast du bestimmt Leser verloren, andere gewinnst du. Du hast sehr deutlich erklärt, du willst dich nicht
      verbiegen um allen zu gefallen. Dadurch gefällst du denen, die nicht bei jedem kleiner Unstimmigkeit abspringen werden. Ich denke davon hast du mehr.

  7. Und noch was Black: Aber jedwede “Basis”-Diskussion basiert eher früher als später nur auf “wer hat den besseren virtuellen Freund” und wessen Glauben gibt mehr individuelle Befriedigung? Sachlichkeit in einer offenen Umgebung wird durch Showstopper meistens verhindert. Dieser Punkt wurde bei dir jetzt in den Kommentaren überschritten.

  8. Hallo Black, spannend spannend. Du kannst auf deinem Blog selbstverständlich veröffentlichen was du willst und an Kommentaren freischalten was du willst. Schade fände ich nur, wenn der Blog zu sehr in diese Glaubensecke abrutscht. An den Kommentaren siehst du, hier wird es niemals Konsens geben, wenn selbst schon eure neue Autorin unter heftige Kritik gerät. Ich finde ab und zu mal einen Ausflug in diese Richtung gut und auch spannend, aber ich glaube du tust dir keinen Gefallen damit dieses Risiko zu oft einzugehen.

  9. Hmm. Ich denke auch Glauben und Religion wird verwechselt oder ist zu unscharf definiert. Genauso Gemeinschaft, sie ist wichtig und hilft. Alleine ist es schwerer. Wenn jemand an die Schöpfung und Gott glaubt hat man auch eine Basis für einen schönen Austausch von Gedanken. Was ich von meinem Lieblingsblog und Lieblingsautor mitnehme ist, dass man immer aufpassen muss. Weil Menschen das ausnutzen können. Und ich denke so war es auch gemeint. Am Ende muss jeder selber entscheiden wie er mit bestimmten Fragen umgeht, egal ob er Muslim, Christ oder was anderes ist. Niemand kann diese Überlegungen einem abnehmen. Und es ist nicht für Menschen, Glauben ist für Gott. Auch ich glaube, dass man immer glaubt. Auch wenn man glaubt, dass man nicht glaubt. 😂. Ich finde die Diskussionen nicht immer gut, schön finde ich wenn man versuchen mag den anderen zu verstehen und nicht gleich zu verurteilen. Und alles was schlimmes im Namen einer Religion passiert, also da ist nicht jeder einzelne dann schuld. Wenn ich so gedacht hätte, hätte ich nie hier gewchrieben und nie so nette Menschen kennen gelernt. Vielleicht denken auch andere über mich böse, weil ich Muslima bin. Aber was soll das denn. Ich denke man muss Mensch für Mensch sehen. Dann sieht die Welt ganz anders aus und man lächelt mehr und ist glücklicher. Besser als auf Lügen zu hören.

  10. Sind wir Deppen? und Ihr schlau und unabhaengig?
    Religion gehoert zum Menschsein dazu (https://de.wikipedia.org/wiki/Religion), oder?
    Die Suche nach Wahrheit und Sinn ist wichtig, menschlich, foerderlich.
    Versuche, das in ein Konzept/System zu bekommen, ist dann Religion. Ohne Religion geht’s nicht. Schon wenn du sagst “ich glaube nix” bist du Anhaenger einer agnostischen Religion 😉
    Um herauszufinden, welches Konzept/System fuer dich schluessig ist: Probiere es aus, mit Intellekt, klugen Fragen, Basisliteratur.

    Religion ist selten boese oder Gift (OK, manche Kulte vielleicht schon), sondern neutral (sagen wir, die 3 grossen Mono-Theistischen Religionen?).
    Boese sind viell. Menschen/Leiter, die anderen Menschen aus welchen Gruenden auch immer (Macht, Ideologie, Lust) Schmerz bereiten, manipulieren, ausbeuten oder unterdruecken.
    Der Finanzvertrieb ist ein Geschaeftsfeld. Das moegen manche Sekten/Kirchen auch sein. Dann tritt halt aus, wenn es nicht mehr um Gott geht und suche eine Gemeinschaft, die zu dir passt?

    In jedem Verein, in einer polit. Partei, an der Arbeit, Schule, Studium, Familie, Verwandtschaft, Freunde haben wir mit Menschen zu tun. Fast alle (ausser uns selbst 😉 ? ) sind manchmal “komisch”, oder?
    In allen Gemeinschaften passieren Verletzungen, Manipulation, Unterdrueckung, Grenzueberschreitung, unschoenes Verhalten.
    Es macht keinen Sinn, alle Gemeinschaften aufloesen zu wollen und zu verteufeln. Als soziale Wesen koennen (und sollen) wir nicht ohne Gemeinschaften leben!

    Wichtig ist es, in Gemeinschaften, Ungerechtigkeiten, Manipulation, falsche Hoerigkeit zu erkennen (eigene Persoenlichkeitsbildung) und wenn wir es mitkriegen, Missstaende ansprechen, anderen zu helfen (falls moeglich) und auf uns selbst zu achten.
    Und bei groben Verstoessen eine andere Arbeit/Partei/Verein/Glaubensgemeinschaft/Freundeskreis zu suchen. Bei Familie/Verwandtschaft ist das schon schwieriger.
    Es stimmt, aus verschiedenen Gruenden bleiben Menschen auch zu lange “freiwillig” in komischen Beziehungen stecken (Sekten, ideologische Extremgruppen, Arbeit, Freundeskreis).
    Aehnlich wie halt vielen Menschen Altersvorsorge/Rauchen-auf-Hoeren/Gesund-Ernaehren/Bewegung-Sport “nicht so wichtig ist”. Was nuetzt es dir oder denen, sich ueber diese zu ueberheben?

    Ist es nicht naiv, unreif und heuchlerisch auf Menschen, die versuchen in Gemeinschaft leben herabzusehen? So wie manche in oberflaechlichen Beziehungen leben, weil sie noch nicht reif sind, um tiefere Verantwortung fuer andere zu leben.
    (“bist du schon erwachsen”? https://www.persoenlichkeits-blog.de/article/41830/wann-ist-man-eigentlich-erwachsen)
    “Kein Sex oder nur Masturbation ist auch keine Loesung”, genauso wenig ist eine individuell gelebte Froemmigkeit keine Loesung. Wir sind dazu nicht angelegt. Es ist auf Dauer unbefriedigend! Suche lieber Gemeinschaft, die Spass macht!
    Austauschen auf Blogs, in sozialen Medien ist letztendlich auch nur eine Kruecke, es ist virtuell.

    Ich besuche eine christl. Freikirche und eine Kleingruppe unter der Woche. In Summe macht es Spass und Freude und ist lustiger als alleine meinen Glauben zu leben.

    LG Joerg

    1. Es ging doch gar nicht darum Gemeinschaft zu verteufeln, sondern den Missbrauch. Davor zu warnen finde ich gut. Und ich muss nochmal fragen: Wird nicht Glauben und Religion verwechselt? Es geht nicht um schlauer sein oder auf andere herab zu blicken. Wenn ich mir die Geschichte von Religion anschaue, so muss ich bw zustimmen. Deswegen ist aber Gemeinschaft nicht immer verkehrt. Wir sind soziale Wesen und brauchen das. Nur bitte die „Wölfe“ vor der Tür lassen.

    2. Hallo Joerg, danke für Deinen Kommentar. Falls “Sind wir Deppen? und Ihr schlau und unabhaengig?” eine Frage an mich war (ganz sicher bin ich mir nicht), will ich sie sicherheitshalber mal beantworten: Nein.

      Zum einen ist niemand wirklich unabhängig. Und wir brauchen Gemeinschaft, wir sind soziale Lebewesen, ich stimme Dir da absolut zu. Das Problem ist, wenn die Grenze zum Kult überschritten wird und Machtmissbrauch und Manipulation statt findet. Oder die Gemeinschaft oder Orga nicht mehr den Menschen dient, sondern die Menschen ihr. So war das zu verstehen. Und davon haben wir die letzten Jahrhunderte so einiges gesehen.

      Ich bin kein einsamer Eremit, aber ich sehe inzwischen auch die Gefahren sehr deutlich. Und so wie Du schreibst, dagegen kann man ja etwas tun. Im kleinen wie im großen.

      1. Das war nur ein Teaser, sorry. Ich weiss, dass du oder Mel beste Absichten haben. Es ging mir weniger um mich, sondern um Leser, die viell. zu einer der vielen “Religionsgemeinschaften” gehoeren.
        Ich selber verwende den Begriff auch nicht (“ich bin religioes”). Der Begriff ist seit 1933 von A. Hitler m.E. verbrannt. (zB: https://www.deutschlandfunkkultur.de/hitlers-verhaeltnis-zu-den-kirchen-christsein-wie-ein.1278.de.html?dram:article_id=457675)
        Ich versuche einfach nur ein Christ zu sein (meist wohl schlechter als gut …)
        LG Joerg

  11. Die Kommentare hier sind gigantisch. Der Artikel auch. Ich bin sehr gespannt wie das alles weiter geht. Bin erst erst 23 und lerne gerne mehr über solche Fragen und Themen. Aber so gut wie hier habe ich es noch nie verstanden. Und mal ehrlich, das gibt mir so viel mehr wie am Wochenende saufen, Stars, Beauty und nur arbeiten. Ich geniesse auch mein Leben und brezzel mich mal auf und geh aus. Aber das ist doch kein Sinn im Leben.

  12. Wieder ein sehr guter Artikel, um nochmal zu verdeutlichen, dass es dir um Glaube geht, nicht um die Institutionalisierung davon. Aber auch Glaube ist nicht per se eine gute Sache. Gerade den Islam kann ich nicht wirklich gut heißen. Lass mich das kurz ausführen…

    Im Christentum ist die Maxime im wesentlichen “tue, was Jesus tun würde”. Das ist eine absolut gute Sache, wie ich finde. Die Werte, die wir mit Jesus verbinden und die er auch immer predigte, sind Liebe, Freundschaft, Vertrauen und Vergebung. Wenn jeder so ein Leben führen würde, ohne Hass und Groll, wäre die Welt ein viel besserer Ort, davon bin ich überzeugt.

    Nun leider ist im Islam Mohammed bekannt als bester Mensch, der je gelebt hat. Wenn jetzt aber jemand diesem Mann nacheifert, kann man wohl kaum sagen, dass er ein gutes Leben führt. Nur, um ein paar Punkte anzuführen: Unter Mohammed wurden tausende von Menschen verfolgt, versklavt, vergewaltigt, gefoltert und ermordet. Natürlich wird hier oft die “gerechte Strafe” ins Feld geführt, aber wäre das bei Jesus denkbar gewesen? Nach allem, was überliefert ist, wohl kaum.. Jesus konnte sämtliche Konflikte gewaltfrei lösen (siehe “Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein”). Mohammed war mit vielen Frauen verheiratet, unter anderem mit der 6-jährigen Aisha. Das kann einem doch nur schlecht werden. Ich könnte noch so weiter machen, aber ich denke, es wird klar worauf ich raus will.. Mohammed war kein guter Mensch, sondern kurz gesagt grausam und rücksichtslos.

    Mehr Jesus’ täten der Welt sicher gut, mehr Mohammeds wohl kaum

  13. Du liebe Zeit, auf eine so starke Reaktion war ich jetzt nicht gefasst und denke, es gebührt mindestens mal der Höflichkeit, darauf zu antworten. Am besten direkt.

    Erster Abschnitt von Dir:
    Ich bestätige hiermit, mich nicht abgeschreckt gefühlt zu haben, gang im Gegenteil und dies kommt darin zum Ausdruck, wie sehr mir ein engagierter Kommentar am Herzen lag. Ich bin nämlich ansonsten fest entschlossen, mich in keine “Online-Debatten-Zankereien” einbeziehen zu lassen, lehne Social-Media ab und nehme daher an Social-Media nicht teil oder YouTube-Kommenaren etc. News, Kleinklein vermeide ich, daher umso positiver, dass ich hier zu später Stunde nach längerem Überlegen nochmal die Tastatur bemühte. Das war ein Tribut an die Qualität des Blogs und keine Unzufriedenheit. Ich betone/erinnere nochmal an meinen ersten Satz: Alles war freundlich, wohlmeinend, konstruktiv gemeint und dabei bleibt es auch. Ausdrücklich geltend für Dich UND Safiya!

    Zweiter Abschnitt von Dir
    Selbstverständlich und ausdrücklich ist das Dein Blog, über den Du entscheidest und über den ich keinerlei Mitbestimmung beanspruche oder von dem ich keinerlei “Gehorsam” verlange. Die Qualität des Blogs ist dauerhaft hoch, ich habe noch keinen Artikel unzufriedenstellend erlebt, die Ausdehnung des Blogs auf andere Themen obliegt mir nicht zu gestalten, zu untersagen usw. Auf Grund des Forums darunter und der Aufforderung, zu kommentieren, sehe ich das als Einladung an, die ich im besagten Fall mal annahm. Als Kompliment, siehe oben. Sollte der Blog mal Eintritt verlangen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich ihn zahlen werde. Sehen wir dann.
    Letztes Jahr besuchte ich einen Studium-Generale-Vortrag zum Thema Fliegen, also im Sinne Mücken, nicht Reisen. Der Vortrag war ein Highlight und bewies umso mehr, dass es keine per se uninteressanten Themen gibt für jemand mit Ahnung. Sollte dieser Blog morgen einen Exkurs beginnen, z.B. zum Thema Unterschiede zwischen grönlandischen Krabben und Nordseekrabben, so wette ich darauf, dass Blackwater dazu schon etwas mindestens gutes auf die Beine stellen wird – oder es aus eigenem Anspruch an sich selbst nicht posten wird, wenn es sich nicht an sich in den bisherigen Stil, den Leser nach dem Lesen weiser zurückzulassen, als zuvor, einfügen wird.

    Zum eigentlichen Diskurs: Wissenschaft und/oder Religion
    Vorab bitte ich, mir “Unschärfe” zuzubilligen. Ich bin kein Blogger, was ich verfasse und schreibe im Leben bezieht sich auf Anweisungen, Planungen, Analysen vor allem im Bereich Ingenieurwissenschaft, gefolgt von organisatorischen Zusammenhängen und Vernetzung und etwas wirtschaftlichen Berücksichtigungen. Meine Gegenüber haben weitgehend ähnliche Wissensstände, Qualifikationen und Mentalität. Deswegen bin ich jetzt nicht so sehr geübt darin, einen tendenziell, ich nenne es mal so, philosophischen Sachverhalt von Grund auf herzuleiten. Aber ich werde mein Bestes geben.

    Wenn ich lese, wie Du meine Beitrag bezüglich Religion aufgegriffen hast und erwidert hast, sehe ich deutlich, dass das Schlagwort Religion für sich viel zu unpräzise ist, um meinen grundlegenden Einwand zu umschreiben. Zu recht haben Safiya und Du darauf hingewiesen, dass es drastische Unterschiede gibt dazwischen, wie Religion praktisch stattfindet und wie die Gebrauchsanleitungen dafür (Bibel, Koran usw.) es vorzusehen scheinen. Dem ist so. Zum Islam heißt es nach jedem Anschlag, das wäre nicht der wahre, echte Islam, wobei offen bleibt, was der denn dann wirklich ist und wo er existiert. Aber das gilt genauso für das Christentum. Oder für den “wahren” Sozialismus, der wartet auch noch auf sein Erscheinen.

    Auch mein Begriff Wissenschaft war noch nicht des Pudels Kern. Den mag ich konkretisieren zum Begriff wissenschaftliche Methode. Was ist diese? Man treffe mehr oder weniger öffentlich eine Annahme, Frage, formuliere eine Theorie u.ä.. Danach versuche man diese zu belegen, zu beweisen und legt völlig offen, wie man dies zu tun gedenkt z.B. durch eine Versuchsanordnung, benennt benutzte, schon vorhandene Erkenntnisse (Quellenangabe, Ehre, wem Ehre gebührt) und ziehe seine Schlüsse. Auch wenn dieser Prozess aufzeigt, dass man daneben lag, denn auch dies ist eine Erkenntnis. Man stelle diese Erkenntniss und ihre Herleitung mehr oder weniger dem Rest der Welt zur Verfügung auf dass jeder der da wolle dazulernen möge und es wieder weitergeben kann, wenn er will usw. Transparent, belegt dokumentiert, eindeutig. Keine Mutmaßungen außer man kennzeichnet sie als solche, weil man z.B. schlicht keinen Weg fand, eine Beweisführung zu finden. Beispiel: In Anbetracht der Größe des Universums, der das Vorstellungsvermögen sprengenden Anzahl von Galaxien, Sternen und damit Planeten ist zu statistisch an sich sicher, dass es im Universum mehr (intelligentes) Leben außer uns – aber ein Beweis liegt nicht vor.

    Ausgehend von diesem Konzept der wissenschaftlichen Methode, auf der die Wissenschaften beruhen und damit meine ich Naturwissenschaften, Psychologie, Jura, Soziologie, Politologie und auch die vielgescholtenen Gender-Studies seien nicht unterschätzt und wer weiß, was ich jetzt noch hinzufügen könnte, nun meine Fundamentalkritik an “Religion”, auch an der Auslegung von Safiya und Dir. Aus meiner Sicht muss man sich nicht wundern über die enormen Diskrepanzen zwischen theoretischer und praktischer Religion und kann gut gemeinte Kollateralschäden anrichten, auch bei der eigenen Auslegung der Heiligen Schriften wie von Euch gemeint.

    Warum? Die enormen Diskrepanzen zwischen theoretischer und praktischer Religion bestehen aus meiner persönlichen Sicht daher, weil die Heiligen Schriften analytisch schwach sind, diffus, fabulierend, inkonsequent und mehr dergleichen. Nicht wissenschaftlich. Wenn die Heiligen Schriften “Bedienungsanleitungen” ihrer Religionen sind, dann sind so schwach gestaltet, dass man sich nicht wundern müsste, wenn Bauanleitungen von IKEA auf dem gleichen Niveau dazu führen würden, dass kaum ein Billy-Regal vernünftig aufgebaut würde. Und dieses diffuse ist es auch, dass meiner Ansicht nach Irreführung und Nachteile für die wohlmeinenden Nutzer wie Safiya und Dich bedeuten können.

    Einige Beispiel zu den 10 Gebote, die Du, Blackwater, kürzlich mal eingehend interpretiert hast, was Dir unbenommen bleibt, mochte den Artikel.

    DAS VIERTE GEBOT
    Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dir’s wohlgehe und du lange lebest auf Erden.

    Hat man Eltern, die es gut meinen mit einem dann gerne. Leider wimmelt es nur so gerade von Vätern, die man nicht ehren sollte, sondern als abschreckende Beispiele betrachten sollte. Regel schlicht Stammtischniveau. Vielen leben gerade wegen Verstoß gegen diese Regel wohl und lange auf Erden.

    DAS FÜNFTE GEBOT
    Du sollst nicht töten.

    Ähem, ich hoffe doch sehr, dass ein Polizist dies tut z.B. beim finalen Rettungsschuss. Ich teile hiermit auch mit, in Notwehr nicht auszuschließen, zu töten. Zudem hoffe ich, wenn ich erst mal so richtig alt bin, jemanden beauftragen zu können, das mit mir schonend zu tun, weil ich finde, dass es Zeit ist, zu gehen bevor ich z.B. völlig in Demenz versinke und nur noch ein biologischer Organismus ohne das darin, was mich mal ausmachte. Ich möchte auch, dass z.B. Abtreibung möglich bleibt, bevor unerwünschte Kinder auf die Welt kommen. Die Wissenschaft belegt, dass die Erlaubnis von Abtreibungen ca. 18 Jahre später Kriminalität senkt, da unerwünschte Kinder oft einfach schlechter betreut werden, die wirtschaftliche Grundlage war gar nicht gegeben, das Kind wird früh an den Fernseher überantwortet denn eigentlich hatte man doch keine Lust auf den Stress, Eltern scheiden sich wegen der Schreierei nachts und eigentlich war es nur eine Liebelei und eigentlich schon klar, dass es an sich gar nicht so passt aber dann kam da diese Schwangerschaft… Ich möchte auch, hätte (Wehrdienst) getötet im Falle eines Angriffskriegs gegen dieses Land. Könnte man unter Notwehr rechnen.

    In der Bibel steht aber hinter “Du sollst nicht töten.” Kein Sternchen, keine Anmerkung, keine Einschränkung. Klingt erstmal gut aber als Regel stümperhaft und provozierend, dass jeder nach eigenem Vorteil mit dieser Regel umspringt, wie man will, weil die Regel zu eindimensional ist. Kindergartenniveau.

    DAS ZEHNTE GEBOT
    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist.

    Beispiel aus dem Freundeskreis. Sehr gute Bekannte, eigentlich ein Glücksfall für jeden Mann, relativ “frauentypisch” (Ja, Chauvi-Alarm aber empirisch bewiesen) just an den ganz Falschen geraten, gehochzeitet also dessen “Weib”. Nach außen erfolgreicher Lokalpolitiker, Tausendsassa. Daheim die Frau prügelnd, überwachend, terrorisierend und wenn selbst ihm zu arg schien, um es zuhause ausheilen zu lassen, die alte Leier in der Notaufnahme von der Treppe, die man herunterfiel. Die Gute beschworen, dem ein Ende zu setzen aber verängstigt, verunsichert, eingeschüchtert, handlungsunfähig. Auftritt ein mutiger Kerl, der begriffen hat, was für ein Schatz da verschwendet wird, hat sich an sie rangemacht, hat sie “begehrt” und aus der bösen Falle herausgeholt, in der sie steckte. Hätte ich mir auch vorstellen können aber schon vorbelegt.
    Die Anklage lautet auf Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib und Du sollst nicht ehebrechen. Mein Urteil: Ein Hoch auf den Helden Begehrer und ein Hoch auf die Heldin Ehebrecherin. Die beiden sind seitdem ein beneidenswert glückliches, ausgelichenes Paar, sie dreht nochmal richtig auf und die Tochter ritzt sich auch nicht mehr aus Angst, bald auch dran zu sein wie ihre Mutter.

    Wieder Gebote, die so pauschal von der Bibel verkündet unbrauchbar sind weil dem gewaltätigen Mann in die Hände spielend und Mutter und Tochter das Leben vermasseln.

    Was sagt Gott dazu gemäß Bibel, unvorgekaut? Er sagt: Ich der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der an denen, die mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht bis zu den Kindern im dritten und vierten Glied; aber denen, die mich lieben und meine Gebote halten, tue ich wohl bis in tausend Glied.

    Gott also als Mittäter und Unterdrücker, der der Bekannten und ihrer Tochter (minderjährig, die weltliche Juristerei ist hier freundlicher) und schon jetzt deren möglichen Kindern schlimmes ankündigt denn wer sich so kategorisch, plump, extrem platziert, ist m.E. niemand, den man zum Anführer/Vorbild will. Mein persönliches Urteil: Selbst unter Berufung auf die Bedienungsanleitung der Religion selbst, Originaltext, erweist sich die Bibel als unbrauchbar, um sich an ihr weiterzuentwickeln.

    Nun mein Gegenentwurf, mein Appell zur Bildunterschrift von Dir “Immer mehr Menschen sind innerlich oder real einsam und suchen Halt und Antworten im Leben. Die Wissenschaft kann in diesem Fall nicht helfen. Menschlichkeit und Nächstenliebe motivieren füreinander da zu sein.”

    Wissenschaft hilft sehr wohl! Und wie!!

    Wissenschaft lehrt Demut, treibt einem Eitelkeit aus wenn man sich an ihr orientiert. Zu lernen, heißt mehr zu wissen zu was auch immer. Technik, Psychologie, Sprachen (Grammatik ist eine Wissenschaft 🙂 ), Verständnis dafür, wie Menschen ticken, wie man besser kommuniziert usw. Zu lernen heißt aber vor allem, zu begreifen, wie viel mehr es noch zu lernen gäbe, also kein Grund für Überheblichkeit. Wissenschaft heißt auch verknusen lernen, dass man sich nicht so viel auf sich einbilden sollte denn nur die wenigsten von uns sind Mozarts, Einsteins, Hawkings, Kochs, Gates’ aber auch nicht da Vincis, Aristoteles, Platon, Darwins und viele, viele mehr.

    Wissenschaft lehrt, dass alles unglaublich kostbar und endlich ist. Wissenschaft heißt begreifen, dass das Univerusm nicht darauf konzipiert ist, Energie und Ressourcen zu verschleudern, sondern damit hart geizt. Öl, mit die wertvollste Resosurce, die die Menschheit möglicherweise jemals besessen haben wird, ist kondensierte Solarenergie, über Fotosynthese in Wälder verwandelt, untergegangen, umgewandelt und bezogen auf übrige Energieformen das Pendant zu hochangereichertem Heroin. Freundlicherweise flüssig als Aggregatzustand.
    Lebenszeit ist auch knapp, endlich und schon ziemlich vorbelegt durch Schlaf, sollte also nicht ganz unbewusst gelebt werden.
    Gesundheit ist ein knapp und wertvoll. Auch die moderne Medizin hat da ihre Grenzen. Geht doch nichts über die eigenen Gelenke, warum sie also z.B. veralteten Lederschuhen opfern, die nahezu keine Trittdämpfung aufweisen und rutschige Sohlen?

    Wissenschaft schafft innere Ruhe. Wer viel gelernt hat und weiter lernt, versteht tendenziell zumindest grundlegend, was vor sich geht und wieso. Kann Folgen vom Heute abschätzen und sich darauf einstellen, Probleme vermeiden. Ist nicht beherrscht von dumpfen Unbehagen, was da wohl noch kommen möge. Oder umgekehrt unbedarft glücklich, nicht merkend, wie er evtl. während dieser Zeit etwas tut, dass für ihn baldig das Ende dieses Zustands bedeuten wird.
    Die Gläubigen meinen gerne, für jede gute Tat macht der liebe Gott eine Strichliste und wenn da nur genug Striche sind, kommt kein Krebs, oder kein Autounfall oder einen Lottogewinn. Andere nennen es Karma. Ist aber nicht so. Auch herzensguten Leute passieren schlimme Dinge und wenn selbst die nicht gut genug waren, dann ist es doch sowieso niemand.

    Wissenschaft heilt. Zitat von Dir nochmal “Immer mehr Menschen sind innerlich oder real einsam und suchen Halt und Antworten im Leben.” Vielleicht ist es auch bei vielen schlicht eine Schildrüsenunterfunktion und ein Pillchen morgens eine halbe Stunde vor dem Essen genommen, der Wissenschaft sei Dank, bringt Lebensfreude, Unternehmungsfreude und Lustlosigkeit zurück ins Leben. Kann ich aus eiger Erfahrung nur Bestätigung, Hilfe brachte meine Hausärztin und kein Geistlicher oder religiöses.

    Wissenschaft lehrt gesamtheitlich zu denken. Wer sich seiner Situation umso klarer ist, sorgt besser vor. Warum z.B. in ein besonders teures Auto investieren, wenn es im Kern nichts anderes kann, als ein günstigeres auch und der Aufpreis im Image und reinem Tüddelkram besteht. Der These, wonach dank dem Image Leute, die man nicht kennt und vielleicht auch lieber nie kennenlernen will, einen für die Karre beneiden werden und wenn es so ist – was bringt mir das greifbares? Womöglich, die Altersvorsoge vernachlässigt zu haben für etwas wissenschaftlich gesehen unnützes. Ich bekenne mich als Ford Focus fahrender, hervorragend konstruiertes Auto, kenne zahlreiche TÜV-Ingenieure, die alle Focus auswählten. Es wäre locker weitaus mehr drin gewesen, mehr Kosten vor allem. Herzlich gelacht vor zwei Wochen, als mir ein entrüsteter Kollege wutschnaubend vorschimpfte, dass BMW in die Betriebsanleitung schreibt, schaut selbst, dass ein Liter Schmieröl auf 1000 Km normal sei und kein Beschwerdegrund. Wie kam ich auf den Focus? Wissenschaftliche Methode. Diverse Fahrzeuge sachlich probegefahren, analysiert, durchgerechnet und mit dem Focus seit Jahren glücklich. Unemotionale, wissenschaftliche Entscheidung mit der Folge emotionalen Glücks beim Fahren. Und viel Geld nicht nach Ingolstadt, München, Stuttgart usw. überwiesen, sondern vielleicht ja mal Ruhestand im Süden, zumindest über den Winter. Alles richtig gemacht.

    Wissenschaft schützt. Wer z.B. etwas Mathematik gelernt hat, Statistik, erkennt und vermeidet die pseudowissenschaftliche Falle, wonach ein Glas Wein am Tag das Leben verlängert. Der Wissende versteht den Fehler und begreift, dass sich vielmehr die Frage stellt, wer alles sein Leben verlängert hätte, hätte er die Finger von dem Zeug gelassen. Warum? Wer bis ins hohe Alter täglich ein Glas Wein trinken kann/darf, ist schlicht ein Gesunder denn all diejenigen, die schon längst wegen z.B. lebenswichtigen Herztabletten keinen Wein mehr anrühren sollte außer er will mit seinem Leben spielen, fallen naturgemäß aus der betrachteten Gruppe heraus bis nur noch die Gesunden betrachtet werden. Wer weiß, wer von den Gesunden noch gesünder geblieben wäre, ohne das tägliche Glas? Die Bibel hypt ja eher Wein. 😉 Warum also diese nach wie vor existierende These mitmachen, wonach Trinkfestigkeit etwas zu respektierendes sei, oder besonders scharfes Essen untergeschluckt zu bekommen wenn’s das Darmkrebsrisiko bei dauerhaftem Konsum nachweislich in die Höhe treibt? “Nachteil”: Da steht man dann unter Kollegen und Freunden, nahezu alle mit mehr oder weniger Wampe, zu hohem Blutdruck, Gelenkschmerzen, Wehwehchen, Rücken und man selbst durch Handeln aus Einsicht noch fast denselben BMI wie vor 25 Jahren und happy, super Körpergefühl, regelmäßig um 5 bis 10 Jahre jünger geschätzt.

    Wissenschaft schafft gute, echte Freunde. Man versteht sich selbst und andere besser, bemerkt, welche Freunde einem wirklich gut tun und welche nicht. Durch hinzulernen bei Gesprächsführung, Sprachen lernt man neue Leute besser kennen und meistens sind es dann die wirklich wertvollen Menschen. Ich bekenne, jahrelang schlecht verdient zu haben, bis ich einen Mentor fand, der mir vieles beibrachte und den Knoten zum Platzen brachte. Wieso kannte er das? Bildung, dazulernen und natürlich Talent und gemäß wissenschaftlicher Methode gerne Weitergabe, Schulung in diesem Wissen für andere. Wissenschaft und wissenschaftliche Methode sorgt dafür, dass man auch im Alter noch neue Freunde oder Bekannte findet auch über die Altersgrenzen. Denn welche jungen Leute wollen ernsthaft mit alten, verfetteten Motzköppen was zu tun haben? Warum schafft Bildung noch Freunde und stoppt Einsamkeit und Sinnleere? Nur wer weiß, wie Dinge wirklich nachweislich funktionieren, was bloß Hokuspokus ist, kann anderen etwas geben, vermitteln. Die anderen verbreiten zumeist nur die gleiche Mär von alles Scheiße, man kann eh nichts machen, wir werden alle bloß ständig betrogen, die jungen Leute sind alles Looser und sich festfressen in Selbstmitleid und Frust. Auszugsweise meine Bilanz von 2019: vier Bekannten bzw. Bekanntinnen zu höherem Gehalt gecoacht wie mein Mentor einst mich weil des Aufwandes wert. Der Rest kann nichts so wenig leiden wie hilfreiche Ratschläge, die die Erkenntnis beinhalten, bislang Mist genaut zu haben und sich ändern zu müssen. Einer Kollegin mitgeteilt, dass das mit Riester schon mal gar nichts wird, wenn sie die nie in der Steuererklärung angibt. Meine Mutter auf Tabletnutzung angelernt und nun (digital), leben arbeitsbedingt weit entfernt, so viel Kontakt mit ihr wie seit meinem Auszug nicht mehr.

    Wissenschaft schafft Zukunft. Gute Freunde schon länger in Sorge um die Tochter, immer schlechtere Noten in der Schule, dadurch Hänselung, lebensfrohes Kind wird still und traurig, es drohen dramatische Weichenstellungen schon jetzt für’s Leben. Eltern reagieren emotional, kaufen Ratgeber (Inhalt wissenschaftsfernes, emotionales Blabla, mit dem sich die Autorin selbst einreden will, sie könne irgendwas), Kinderpsychologe, von den Eltern belehrt, was er gemäß Ratgebern bei der Tochter checken soll. Auftritt Wissenschaft. Nicht rein emotional gehandelt, sondern nach wissenschaftlicher Methode. Plottwist: Die Gute hat nicht die besten Augen, kann nicht (mehr) lesen, was an der Tafel steht, verlor deshalb den Anschluss und schämte. Einfach gesamtheitlich gedacht und mit der Tochter spielerisch experiemntiert, wie gut sie hört und sieht oder Dinge versteht.

    Wissenschaft ist nachvollziehbar, reproduzierbar, erlenbar und überdauert die Zeiten. Wer wirklich Hilfe bei Lebensfragen will, der lese z.B. die Bücher von Rolf Dobelli. Kapitel für Kapitel wissenschaftlich fundiert und überprüfbar Phänomene, wir wir funktionieren, wie wir uns selbst in Schwierigkeiten bringen können, verunsichern, verzweifeln weil wir nicht auf den Trichter kommen, wieso wir z.B. einsam sind, oder uns sinnarm fühlen, wir wir denken usw.. In jedem Kapitel wird benannt, wie das jeweilige (psychologische) Phänomen heißt, wie man es entdeckt hat, kann weiter googeln oder, wissenschaftliche Methode, hinten im Quellenverzeichnis detailliert nachschauen, wo sich die Originalforschung findet.
    Schon die antiken Griechen hatten begriffen, dass die Planeten Kugeln sind und nicht flach und berechneten damals schon atemberaubend genau den Erdumfang. Erfanden die Geometrie, entwickelten Grundzüge der Medizin (Hippokrates), Philosophie. Kopernikus veränderte alles, indem er die Sonne zum Mittelpunkt macht und nicht die Erde als Mittelpunkt der Welt. Warum war das für ihn gefährlich? Weil die Gebrauchsanleitung der Religion behauptet zu wissen, wie das Universum entstand und wie es ist.

    Mein Fazit: Auch die unvorgekauten, originalen religiösen Grundlagen verhalten sich zu wissenschaftlichen Möglichkeiten wie zu Fuß gehen und das Flugzeug nehmen.

    Daher mein Appell und ein Appell ist ein Aufruf, kein Befehl, keine Anweisung: Wenn ihr könnt, dann findet Euer Glück in der Klarheit und Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft und Glück der Wissenschaftlichkeit und lasst ab vom unzulänglichen, kruden, stümperhaften Bereich der Religion – egal ob in Reinform oder den mangels besserer Methodik und Machart nahezu zwangsläufigen Verirrungen daraus. Hätte Gott das Interesse an uns, dass im religiösen Bereich beansprucht wird zur Existenzrechtfertigung, so hätte ein solch überragendes Wesen schon längst mal wieder Mittel und Wege finden können, sich in Erinnerung zu rufen mit allerlei Show-Effekten, die Disney erblassen lassen würde, so wie in der fernen Vergangenheit aber da waren es gewiss nur Hirngespinste, wissenschaftsloser, ahnungsloser, vom Leben täglich geplagter Menschen, die sich irgendeinen Reim auf Dinge machen wollten wie z.B. Wetterphänomene, die heute schon Kinder erklären können und zwar schlüssig und zutreffend.

    So, das soll es letztmals gewesen sein. Ich hätte noch weitere Gründe dafür, warum zu wenig Wissenschaft und nicht zuviel die Menschen traurig macht aber ich frage mich, ob jemand bis hierhin überhaupt lesen wird. Blackwater, ich gehe fest davon aus, dieser Beitrag ist mein Waterloo, wie Deiner wider den Finanzvertrieb. 🙂

    Cheers und Grüße an Safiyah. Was immer sie tut und tun wird, wünsche ich ihr nur eins. Sollte sie mal merken, dass ihr aktuelles Konzept nicht wirklich so gut funktionniert, wie sie jetzt meint, dann möge sie die Kraft finden, es nochmal anders zu probieren und nicht das einfache Mittel der Verdrängung und Selbsthirnwäsche anzuwenden.

    1. Sorry, wenn ich jetzt Korinthen kacke.
      Aber das kommt davon, wenn etwas mehrmals übersetzt wird. Das fünfte Gebot lautet nicht: Du sollst nicht töten.
      Die Übersetzung, welche dem hebräischen Original am nächsten kommt ist: Du sollst nicht morden.
      Wobei auch das wohl nicht 100%-ig übersetzt ist, da unser heutiges “morden” anders konotiert wie das Original. Vielleicht wäre das Gebot mit: “Du sollst nicht widerrechtlich/verbrecherisch töten” vom Sinn her besser übersetzt, aber sowas taugt schlecht als Gebot.

      PS: Ich kacke nur dann Korinthen, wenn ich einen Beitrag soweit schätze, dass ich nicht möchte, dass er nur wegen einer falschen Randannahme widerlegt werden kann.
      Jaja, Falsifikation. Physik I verfolgt mich immer noch. War vielleicht mein wichtigster Schein.

    2. Sei gegrüßt NiBi,

      die von Dir so gelobte Wissenschaft, hast Du u. a. auch Menschen zu verdanken, die Islam-Praktizierende waren. Wissenschaftliche Werke der Vergangenheit egal welchen Ursprungs wurden von ihnen bewahrt, weiterentwickelt und der Menschheit zur Verfügung gestellt. Nicht obwohl sie den Islam praktizierten, sondern gerade weil sie den Islam praktizierten.

      Die Wiege des Wissens

      Die Denker von al-Andalus

      Die Gegenwart mag nur noch ein trauriger Schatten dieser „Blütezeit des Islams“ sein, aber dies ist den Praktizierenden geschuldet, nicht dem Praktizierten.

      Wenn Du uns hier süffisant – Pardon – demütig auflistest, wie Du aufgrund Deiner Wissenschaftlichkeit bessere Entscheidungen beim Autokauf triffst, noch fast denselben BMI wie vor 25 Jahren hast und ohne stinkende Schweißfüße und Gelenkbeschwerden durchs Leben gehst, hast Du all das z. T. auch Menschen zu verdanken, die den Islam praktizierten. Dies lässt mich innerlich schmunzeln, ist aus meiner persönlichen Sicht bittersüß, tragisch und ironisch.

      Könnte man mal darüber nachdenken und wissenschaftlich nachverfolgen, wenn man wöllte. Aber da sind wir bei „des Pudels Kern“.

      Nachweg im Falle von Unsicherheiten: Mein Kommentar ist durchweg freundlich, wohlmeinend und konstruktiv gemeint.

    3. Hallo NiBi, Deinen Kommentar werden im Laufe der Zeit viele Menschen lesen. Die meisten Leser des Blogs (Stammleser) sind keine oberflächlichen Menschen, sondern bewusst hier. Und da auf meinem Blog immer mal wieder solche komplexeren Fragestellungen und Gedanken auftauchen, ist das schon eine sehr tiefgründige und nachdenkliche Leserschaft. Alle anderen verlassen den Blog wieder.

      Dein Kommentar ist ein riesiges und beeindruckendes Statement für die Wissenschaft und Du hast Deinen Standpunkt sehr klar gemacht. Das finde ich gut und so eine Darlegung bereichert den Blog natürlich auch.

      Aber (und das sehe ich aus Deinem Textteil über die 10 Gebote) es erfordert einiges an Forschungsarbeit und Hintergründe um hier eine richtige Analyse zu liefern. Ganz so einfach ist es mit dem Glauben oder der Religion (ich mag den Begriff nicht) nicht. Du stellst auch die These auf Wissenschaft= gebildete Menschen und fundierte Theorien, Glauben/Religion= dumme Menschen und haltlose Phantasiekonstrukte. Und da muss ich an dieser Stelle sagen, NEIN, das stimmt so nicht.

      Es gibt in der Religion eine Menge negativer Dinge (auch der Grund meines Artikels) und auch viele naive und verführte Menschen. Das schreibe ich auch. Aber es gibt auch sehr intelligente Menschen -auch Wissenschaftler übrigens – die anerkennen, dass dieses Themengebiet nicht so einfach abzutun ist. Und wenn man sich historisch mal all die Wissenschaftler zu Gemüte führt, auf die die Konzepte und Erkenntnisse unserer heutigen modernen Welt basieren, dann stellt man fest, es waren so gut wie alle gläubige Menschen. Ich sehe das sprachliche Problem in dem ganzen Diskurs Religion-Glauben-Mensch, es wird an den anderen Kommentaren deutlich.

      Aus meiner Sicht möchte ich bezüglich Gott nur eine Sache kurz anmerken: Die ganze Schöpfung ist der Beweis seiner Existenz, egal wie wir ihn jetzt nennen wollen. Manche Wissenschaftler benutzen für die Schöpfungsmacht den Begriff intelligentes Design. Ohne jetzt den Boden der Religion zu betreten: Es ist absurd, dass alles Zufall ist. Dazu ist es zu perfekt in allen Details abgestimmt. Das Universum alleine, wo kleinste Änderungen in unserem Sonnensystem ein Leben auf der Erde unmöglich machen würden. Oder die vielen kleinen und auch sehr liebevollen Details in der Natur. Selbst nach einfachster Wahrscheinlichkeitsrechnung ist er Gedanke an Zufall purer Wahnsinn. Millionen über Millionen Bücher wurden darüber geschrieben. Und die Wissenschaft ist sich hier nicht einig, es gibt verschiedene Strömungen innerhalb der Lehre. Nur weil immer die Wissenschaftler zitiert werden, die zur Evolutionstheorie passen und manch andere sogar persönliche Nachteile in Kauf nehmen mussten, weil sie von intelligentem Design sprachen, nur deswegen wird der Glaube daran, dass es keinen Schöpfer gibt, nicht wahrer oder richtiger.

      Heute möchte mich mit Ludwig von Bertalanffy schliessen, einem der grössten Biologie-Theoretiker des 20.Jahrhunderts:

      “Die Tatsache, dass eine derart vage, ungenügend beweisbare und so weit von den in der “strengen Wissenschaft” üblicherweise angewandten Kriterien entfernte Therorie zu einem anerkannten Dogma werden konnte, lässt sich meiner Meinung nur auf soziologischer Grundlage erklären.”

      Und ist es nicht genau das? Ein Dogma? Die Bibel enthält einen schönen Text in dem es heisst, dass wir als Menschen unentschuldbar sind, wegen der Schöpfung. https://www.bibleserver.com/LUT/Römer1%2C20

      Daher kann man vieles kritisieren bzw. sich mit Religion kritisch auseinander setzen, wie ich es auch immer wieder mache. Aber gerade wenn man die ganze Schöpfung betrachtet ist es aus meiner Sicht geradezu absurd eine schöpferische Macht abzustreiten und daraus sogar ein Dogma zu machen. Und genau das ist passiert. Deswegen muss noch niemand in die nächste Kirche oder Moschee rennen, das ist ein ganz anderer Schritt und ein anderes Thema. Aber mal suchen und versuchen zu verstehen, dass ist kein schlechter Anfang.

      Die klassische Frage, wenn es einen Gott gibt, warum dann dies, das oder jenes… ist ein anderes Blatt…

  14. Glauben halte ich für gut und wichtig. Religion sehe ich problematisch wie du. Die Kirchen sind inzwischen weichgespült, den Begriff habe ich von dir übernommen. Man darf nicht vergessen, dass die Kirche mittlerweile gute 2000 Jahre handtiert. In der Geschichte gab es falsche Prophezeiungen, Machtmissbrauch, Mord, Blutvergießen, Vergewaltigung, Dämonenaustreibung, Kriege und Kindesmissbrauch. Heute haben die Kirchen viel von ihrer Macht verloren. Dieses heutige “Entgegenkommen” tun sie nicht, weil sie alle so fromm wären und “gute Christen”, sondern weil ihre Glaubwürdigkeit verloren ist, sie in vielen Gebieten ihre Kontrolle verloren haben, und derzeit es so die beste Taktik ist, dass nicht noch mehr Kirchenaustritte stattfinden. Auch andere religiöse Gruppen werden mit der Zeit immer mehr der Welt weiter sich anpassen, um nicht in der Versenkung der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Das alles geschieht aber nicht, weil es gute Menschen sind, sondern einfach, weil man an das eigene, religiöse Überleben im Strome der Zeit denkt. Es ist nichts weiter als Selbsterhaltungstrieb und purer Egoismus. Und wer in der Kirche noch ‘etwas retten’ will, ist entweder unwissend oder Opportunist. Man kann in dieser Kirche längst nichts mehr retten, sondern nur sich noch und andere vor ihr! Denn Kirche, das ist eine Praxis, die blind macht, um führen, die krank macht, um heilen zu können; die in Nöten hilft, die man ohne sie gar nicht hätte; das Gängeln derer, die noch immer glauben, durch jene, die es nicht mehr tun.« (Karl- heinz Deschner, Historiker)

  15. Hallo Blackwater, du verstehst immer wieder zum Nachdenken anzuregen. Ich habe deine Position bisher richtig verstanden, dieser neuerliche Post bestätigt dies. Dein Blog ist aussergewöhnlich gut, viele deiner Artikel bespreche ich sogar mit meiner Frau und Freunden am Wochenende. Das hat schon öfters zu sehr guten Diskussionen geführt. Die Aufnahme von Safiya in dein Team finde ich sehr gelungen. Das mag provozieren und manche abschrecken. Eine Muslimin. Aber ganz ernsthaft, dann muss ich mich auch fragen, welches Weltbild in mir vorhanden ist? Einen solchen Einblick wie von ihr, auch ihre guten Kommentare trugen dazu bei, bekommt man sonst nicht so schnell. Und wie schon andere schrieben, auf der Strasse spricht man auch keine an und fragt nach. So hast du mit deinem Blog meinen Erfahrungsschatz wieder bereichert. Und Safiya natürlich auch. Von meiner Seite daher: Herzlich willkommen!

  16. Gutes Statement, gefällt mir ausgesprochen gut! Man wird nie einer Meinung sein, aber Respekt im Umgang sollte immer vorhanden sein. Gut verstanden habe ich auch, das Glauben nicht gleichzusetzen mit Religion ist. Ich denke der Kommentator NiBi hat womöglich dein Ansinnen nicht ganz durchschauen können. Das sollte nun klarer sein. Danke für den Beitrag! Ohne den Blog würde wirklich ein “Wetzstein” in der Bloggerszene fehlen. Für andere ist es nur ein Stein zu anstossen. Alles eine Frage der Perspektive.

  17. Also ich bin wohl so eine doofe Anhängerin, wenn ich diesen Kommentar von NiBi lese. Ama ich sehh mich gar nicht so. Vielleicht habe ich auch nicht ganz alles verstanden. Ich fühl mich einfach wohl, mag die Artikel und lese sie gerne. Manchmal auch auf der Arbeit. Darf man nicht, mach ich aber. 😂😂😂 Dürfen, bedenklich, ermahnen passt sehr zu korrektem deutsch. Und es war auch klar es gibt hochachtungsvollen kartoffeligen Ärger wenn hier ein Kopftuchmädchen auftaucht. Aber jetzt mal ohne Witz, es ist Gewohnheit. In meiner Kultur ist das weiter verbreitet, also stört es weniger wie im deutschen. Wichtig ist doch was Menschen denken. Und da finde ich die Safiya eine gute Ergänzung. Ich gehöre auch zu denen die nerven und tausende Fragen stellen und hab alle beantwortet bekommen. Auch wenn ich wirklich sehr nerve.😂😂😂 Von da aus bin ich gerne hier. Wenn Martin sagt spring von der Brücke, dann mache ich es. Aber nur wenn Wasser unten ist. Mit Delphinen. hahaha. Soweit…

    1. „Und es war auch klar es gibt hochachtungsvollen kartoffeligen Ärger wenn hier ein Kopftuchmädchen auftaucht.“

      „hochachtungsvoller kartoffeliger Ärger“ 😂 … Danke Seda, you made my day.

  18. Messias, hahaha. Ich denke viele Blogger unterschätzen den Einfluss den sie auf ihre Leser haben. Von Messias und folgen würde ich da nicht sprechen wollen. Aber auch beim Wesir liest man: Finanzwesir fragen, er gibt seinen Segen und dann machen etc. Das sind schon bedenkliche Aussagen. Nur muss es jeder selber wissen. Stichwort: Eigene Verantwortung. Hier gibt es über 2200 Leser, wenn es Blackwater schafft die in eine Halle zu versammeln (der Wesir hält Vorträge, Blackwater vielleicht auch irgendwann?), dann kommt da schon eine Masse zustande.

    Worin ich Blackwater zustimmen muss: Bevor junge Menschen sich irgendwelchen Psychosekten anschliessen oder dem Yoga-Rausch verfallen, könnten sie wirklich etwas Literatur vertragen. Gerne auch die Bibel. Ein echtes Studium schützt davor Jesus-Freak zu werden oder dem Lichtheiler schlussendlich tausend Euro für eine Geistreinigung zu zahlen.

    Was Blackwater’s neue 1001-Nacht-Safiya Mitschreiberin angeht: Man stört sich am Hijab? Also bei aller Liebe. Wenn es ihr Wunsch ist (davon gehe ich aus), dann ist das ok. Die ganzen durchgepiercten, tätowierten Freiluftfrauen im Sommer finde ich auch nicht gerade eine Weide für die Augen. Oder wenn junge Leute die Ohrläppchen bis zum Boden geweitet haben. Es ist Geschmacksache und eine Gesellschaft muss das aushalten können.

    In diesem Sinne, schönes feuchtfröhliches Wochenende.

  19. Ich gehöre zu den überzeugten Anhängern. Nee, Spass beiseite. Gute Erklärung, aber wegen mir hätte es keine gebraucht. Ich habe euch schon so verstanden: bereichernd, Augenöffner, andere Lebenseinstellungen verstehen. Und Safiya’s Post fand ich gut. Ich meine hey, hat man sonst mal eine verschleierte Frau auf der Strasse angesprochen und gefragt: Und was glaubst du so? Warum bist du eigentlich verschleiert? Sie hat ihren Glauben erklärt, finde ich super. Gerne öfter mal so was. Was ich nicht verstanden hatte oder erst jetzt verstehe, dass ihr Glauben gar nicht typisch muslimisch ist. Macht es für mich noch interessanter.

    Was sonst zu sagen bleibt: Ich habe die Artikel bisher als anti-Religion verstanden. Ich meine das war doch immer superdeutlich. Vielleicht wird Glaube und Religion verwechselt?
    Muss mir auch noch ein wp Profil anlegen, bisher zu faul.

Schreibe eine Antwort zu Samira Antwort abbrechen