“Mit Geld kann man Glück nicht kaufen, aber es ist eine angenehmere Form des Elends.”

– Spike Milligan

 

 

“Haben Sie sich je über die Leute gewundert, die $2 für ein kleines Fläschchen Evian ausgeben? Dann versuchen Sie, Evian rückwärts auszusprechen.”

– George Carlin

 

 

 

 

Als ich das erste Mal über das 3-Konten Modell geschrieben habe, hätte ich mir nicht vorstellen können, was das alles im Laufe der Zeit an Reaktionen auslöst. Und ich hätte mir auch nicht vorstellen können, wie hoch die Nachfrage nach diesem Thema ist. Manche Menschen nutzen Software um ihre Finanzen zu planen, manche haben einfach einen guten Überblick und wieder andere nutzen ein kleines Haushaltsbuch. Und dann gib es noch viele Abwandlungen des 3-Konten Modells. Bei manchen sind es mehr als drei Konten. All das funktioniert, wenn es für euch funktioniert. Der ein oder andere schrieb mir durchaus auch kritisch, wie unnötig das Ganze sei. Denn er, sie oder es hat bereits die Software XY. Oder ist einfach ein Superbrain und kann alles im Kopf. Na, das ist doch schön, sage ich dazu nur. Wenn etwas für Dich funktioniert, dann freu Dich. Aber vielen anderen geht es eben nicht so wie Dir. Und da hilft das 3-Konten Modell und seine Abwandlungen, denn man kann es persönlich ausbauen, wie man es für sich braucht.

Jetzt leben wir im Jahr 2020 und die Erde dreht sich weiter. Wie immer eigentlich. Aber unser Kontenmodell braucht ein kleines offizielles Update. Denn die letzten zwei Jahre auf Blackwater.live ist viel passiert. Gefühlt hundert Bücher, hunderte Blogs, hunderte YouTube Videos und weit über tausend Emails von euch später, sollen auch alle neuen Erkenntnisse in das Update mit einfliessen. Und dieser Artikel soll auch einen kleinen Vorgeschmack darauf geben, wo die Reise damit weiter hingeht. Wie schon Michael Pritchard sagte, “egal, wie reich, wie berühmt oder mächtig man ist, wird die Anzahl der Anwesenden an der Beerdigung immer noch ziemlich stark vom Wetter abhängig sein”, aber dennoch ist das Thema Geld und Finanzplanung essentiell. Wir werden sehen warum.

 

 

He knows exactly where his money goes
Er weiss, wo sein Geld hingeht. Finanzplanung ist kein Luxus oder Spinnerei, sondern eine Kernkompetenz im Leben. Nur in Deutschland scheint das noch nicht in der Breite angekommen zu sein.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Das 3-Konten Modell

Das 3-Konten Modell besagt, dass man seine Finanzen mit mehreren Konten und ein paar Daueraufträgen so regeln kann, dass alles automatisiert passiert und man stets einen Überblick über seine Finanzen hat.

Dazu richtet man ein Hauptkonto ein. Das gilt für Singles wie für Paare. Bei Paaren ist dies ein Gemeinschaftskonto. Auf diesem Konto gehen alle Geldeingänge ein. Gehälter, Geschenke, sonstige Einnahmen. Und von diesem Konto gehen alle Zahlungen aus, die monatlich fix sind. Für Ausgaben wie Nahrungsmittel, Sparen, Urlaube und selbst für “Spass” richtet man sich auch einen fixen Betrag ein.

Auf dem Hauptkonto werden auch alle Geldbeträge belassen, die man monatlich runter gebrochen hat, die aber nur jährlich bezahlt werden. Dazu gehören oft Versicherungen.

 

Beispiel:

Die Autoversicherung bucht ein mal im Jahr ab. Dieser Betrag wird durch 12 geteilt und man erhält daraus einen sozusagen imaginären monatlichen Posten und legt ihn auch auf dem Hauptkonto zurück. So lange bis die nicht imaginäre Rechnung kommt und abgebucht wird.

 

Aufgrund solcher Vorgänge ist es wichtig beim Aufbau des eigenen Kontenmodells die eigenen Finanzen aufzuräumen und wirklich alle Posten durchzugehen. Und das über ein ganzes Jahr. Es darf nichts vergessen werden. Hier kann Papier oder Excel wirklich helfen alles aufzuräumen. Und diese Arbeit fällt nur ein Mal an. Danach müsst ihr euch nie wieder darum kümmern.

Hinweis: Weil öfters Fragen kommen, dieses Modell ist nicht starr. Ihr könnt es an eure Bedürfnisse anpassen und gerne in den Kommentaren schreiben, wie ihr das gemacht habt oder was ihr anders gemacht habt.

Mit diesem Hauptkonto und der Erfassung aller Ein- und Ausgänge werdet ihr merken, welchen monatlichen Überschuss oder welches Defizit ihr erzielt. Und dann seht ihr auch, wo ihr ansetzen müsst. Bei den allermeisten kommt hierbei ein Überschuss raus und man kann mit dem restlichen Geld dann die Investitionen, das Sparen und auch den Posten Freizeit und Urlaub planen. Sollte ein Defizit durch Kreditraten und ähnliches heraus kommen, dann müsst ihr die Kredite umschulden, um die Raten zu drücken. Dazu gibt es hier bereits einen Artikel: Ratenkredit mit der DKB.

Natürlich gibt es mein infantiles Bildchen zu dem Kontenmodell heute auch wieder dazu. Aber es wurde “ge-updatet” und mit Excel dargestellt:

 

 

 

Blackwater.live - 3-Konten Modell

 

 

Ich wiederhole noch mal den Hauptsatz vom Juni 2018: Wenn wir mehr sparen können als 20% im Monat und unsere Fixkosten auf 50% absenken können, wäre das ideal. Das sollte immer das Zielbild sein!

 

Nachdem wir das Hauptkonto alleine oder mit unserer süssen Maus oder dem Mäuserich eingerichtet haben, geht es weiter. Wenn wir Single sind, ist es etwas leichter. Sind wir zu zweit, ist das Einkommen normalerweise höher, aber man muss sich einigen. Gute Beziehungsratgeber gibt’s auf Anfrage. 🙂

Im Jahr 2020 haben wir den Vorteil, dass unser Focus schon seit einer längeren Zeit auf bunq liegt und wir bis zu 25 IBAN Konten im Paket haben können. Die letzten bunq Artikel gibt es hier und hierDas bedeutet, unserer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt was Unterkonten angeht. Im ursprünglichen Kontenmodell haben wir nur ein Spasskonto für Geld, welches wir bedenkenlos ausgeben können ohne Minus zu produzieren. Und wir haben ein Investitionskonto für die langfristige Geldanlage und kurzfristige Rücklage in einem. Von den meisten von euch weiss ich aber, dass ihr noch mehr Konten nutzt. Beispielsweise für Urlaub, Klamotten, (die Frauen wieder) und Kaffee(@Seda). Und daher positioniere ich mich an dieser Stelle auch wieder gerne für bunq, zu denen bereits hunderte von euch durch Blackwater.live gekommen sind. Man kann mehrere Konten auch mit der DKB und den Visa-Cash-Konten abbilden. Aber mit bunq ist es bequemer. Und nochmal als Hinweis für neue Leser: Ich bekomme dafür kein Geld. Es ist nicht wie mit dem alten Juristensatz ausgedrückt: Interessenvertretung ist keine Charakterfrage. Oder noch besser sagte es Peter Ustinov: “Der einzige Grund, warum ich einen Werbespot für die Kreditkarte American Express machte, war, um meine American Express Kreditkartenrechnung zu bezahlen.” Genau so ist es hier nicht.

 

Wenn ich meine monatlichen Einnahmen und Ausgaben erfasse (und auch jährliche Kosten auf den Monat runter breche), dann bekomme ich die Kontrolle über meine Finanzen. Und genau das fehlt vielen Menschen heute. Und wenn Du hier eine neue Leserin oder ein neuer Leser bist und das auf Dich zutrifft, dann sei Dir gesagt, hier wirst Du nicht verurteilt. Wir bekommen das gemeinsam hin. Bei Fragen einfach in den Kommentarbereich schreiben oder wenn Du Dich nicht traust, dann per Kontaktfeld oder Mail. Aber hier beisst niemand, die Haie sind woanders.

Also nochmal eine kurze Zusammenfassung: Hauptkonto einrichten (1) und alle Einnahmen und fixen Ausgaben drüber laufen lassen. Dann die Unterkonten einrichten (2) für Investitionen und Sparen und auch hier fixe Beträge für diese Konten planen. Weitere Unterkonten (3) für weitere Zwecke einrichten. Geht mit bunq oder auch den DKB Visakonten sehr einfach.

 

 

Hauptkonto von Familie Maus

  • Gehalt von Mäuserich und Frau Maus
  • Alle sonstigen Einnahmen

 

 

Abzüge 1

  • Miete und Nebenkosten, Strom, Müll etc.
  • Versicherungen
  • Kreditraten
  • Autos
  • Handyverträge, Internet
  • etc.
  • etc.
  • etc.

 

Abzüge 2

  • Geld für Investitionen und Sparen
  • Geld für Kleidung
  • Ideen nach weiteren belieben…

 

 

 

Was kommt bei Familie Maus dabei heraus?

Das was hier raus kommt, kann Geld für das Spasskonto sein. Denn dieses Konto ist, wie auch das Konto für Urlaube, das letzte Konto welches befüllt wird. Aber das Geld kann dann auch ohne schlechtes Gewissen ausgegeben werden. Für was immer ihr mögt. Bei Familie Maus vielleicht Käsefondue jede Woche.

Hier findet ihr nochmal die alten Beiträge zu dem 3-Konten Modell:

 

3-Konten Modell mit der DKB, der Ur-Artikel dazu, 3 Tipps für Deine Finanzen.

 

 

Investitionskonto & Cashkonto

Dieses Konto ist bei dem ursprünglichen einfachen 3-Konten Modell einfach ein Konto. Wenn man mehr Konten nutzt, kann man das schön aufteilen. Dann ist ein Konto das Cash Konto für kurzfristige Rücklagen. Es kann immer mal die Waschmaschine kaputt gehen oder der Fernseher. Wer schon hier auf Kredite zurück greifen muss, wird das Tageslicht der positiven persönlichen Vermögensbilanz nicht mehr so schnell erblicken. Oder nie.

Dazu kommt die sich verschlechternde Wirtschaftslage. Vor vielen Monaten habe ich schon einmal geschrieben, dass die Rezession kommt. Sicher ist nur nicht wann. Jetzt wissen wir schon ein bisschen mehr und wer bei manchen Autobauer arbeitet, wird sich warm anziehen müssen. Diese Situation kann aber grundsätzlich immer auftreten. Wer dann einen Kapitalpuffer hat und sich in Ruhe einen neuen Job suchen kann, der hat es einfacher.

 

 

Zwei weitere Gedanken zu dem 3-Konten Modell

Seine Finanzen mit diesem Kontenmodell aufzuräumen hat zwei riesige Vorteile, die zum einen ein Vermögen sparen können und zum anderen der nächsten Generation helfen.

Wer seine Finanzen einmal richtig aufräumt, dem fällt erst einmal auf, wie sich kleine Ausgaben summieren. Bei vielen war dies in der Vergangenheit der tägliche Kaffee oder grundsätzlich der Bäckerbesuch. Man muss sich das nicht einsparen, aber man sollte sich bewusst werden, was das langfristig kostet. Und dann kann man eine bewusste Entscheidung dafür oder dagegen treffen.

Ein klassisches Beispiel sind die Zigaretten. Da es 20 Jahre her ist, dass ich eine Schachtel Zigaretten gekauft habe, musste ich den Begriff “in einer Suchmaschine meiner Wahl” eingeben, um den heutigen Preis heraus zu finden. Der Preis für eine Schachtel Premium Zigaretten hat sich von 3,00 EUR auf 6,70 EUR in den letzten 17 Jahren entwickelt. Dass der Steueranteil dabei bei 66,97% liegt, lassen wir mal ganz schmunzelnd aussen vor. (Quelle: Deutscher Zigarettenverband) In Deutschland wurden 2018 Steuerbanderolen für über 74 Mrd. Zigaretten bezogen. Die US-amerikanische Altria-Tochter Philip Morris (Marlboro, L&M), die deutsche Imperial-Tobacco-Tochter Reemtsma (R1, West, Gauloises) und der britische Hersteller British American Tobacco (Lucky Strike, HB, Pall Mall) teilen sich über 80 Prozent des Marktes. Auf dem vierten Platz folgt Japan Tobacco International (Winston, Camel). Offensichtlich also kein Nischenthema. Es rauchen mindestens so viele Menschen in Deutschland, wie es Menschen gibt, die ihre Finanzplanung nicht im Griff haben. Daher kann man das Thema verbinden.

Wenn ich die 6,70 EUR für eine Schachtel Zigaretten in der Woche einspare, dann sind das im Monat 26,80 EUR. Ab 25,00 EUR kann ich bereits einen ETF besparen. Spare ich das Geld 40 Jahre lang in einen klassischen MSCI World ETF, kommen dabei bei einer durchschnittlichen Rendite von 6% p.A. am Ende 44.208,00 EUR heraus. Und manche Menschen rauchen mehr als eine Schachtel Zigaretten in der Woche.

 

Beautiful woman smokes cigarette
Eine Basisfinanzplanung hilft einem bewusstere Entscheidungen im Leben zu treffen. Wer hätte gedacht, dass man direkte und indirekte Kosten von 44.208,00 EUR einsparen kann, wenn man auf ein selbst moderates Rauchen verzichtet?

Quelle: gettyimages/istock

 

 

Wie hilft einem aber das 3-Konten Modell an die nächste Generation etwas positives weiter zu geben?

Über deutsches Geld sagte man an der Wall Street früher “stupid german money”, zu deutsch: Dummes deutsches Geld. Dumm ist natürlich nicht das Geld, sondern die Deutschen im Umgang mit Geld. Die Bevölkerung hat erhebliche Defizite, wie ich schon öfters in anderen Artikeln mit Quellenangaben geschrieben habe. Weniger als 50% der Bevölkerung beherrscht das Prozentrechnen. Selbst einfache wirtschaftliche Zusammenhänge werden nicht verstanden, was man selbst bei Politikern in Talkshows immer wieder sieht. Nicht das man das sehen müsste, besser ist ein Kinobesuch mit dem oder der Liebsten. Aber warum ist das überhaupt so?

Weil Bildung im Kindesalter anfängt. Was Geld angeht, wird diese Bildung aber entweder gar nicht vermittelt oder zu spät. Das ist nicht nur fahrlässig, sondern es setzt den eigenen Nachwuchs enormen Risiken aus und in vielen Fällen der Sklaverei.

Der Sklaverei??? Spinnt Blackwater jetzt?

Weil es mir sehr am Herzen liegt, will ich es genauer erklären. Die meiste Zeit der moderneren menschlichen Geschichte waren Sklaven durch Ketten und Fesseln gebunden, wurden geschlagen und anderweitig drangsaliert. Man wurde zum Sklaven, weil man entweder alleine seinen Lebensunterhalt nicht erwirtschaften konnte, oder weil man entführt wurde oder durch direkte Kriegsfolgen zum Sklaven wurde. Ausgezeichnet hat sich die Sklaverei immer durch Gefangenschaft und einen niedrigeren rechtlichen Status, im Vergleich mit freien Menschen. Ein Sklave war abhängig von seinem Herrn.

In der heutigen Zeit, ist diese Form der Sklaverei abgeschafft. Dafür gibt es die Lohnsklaverei und ein Leben, was die Arbeitnehmer dieser Erwerbsform völlig aussetzt. Die meisten bangen in schweren Zeiten um ihren Job und kriechen vor ihrem Arbeitgeber. Aber warum ist das so? Liegt es nicht daran, dass man Raten abbezahlen muss, für all die erfüllten Wünsche? Oder weil man ein großes Haus haben muss und zwei Autos, um den Nachbarn zu beeindrucken? Aber um beim Thema zu bleiben: Die heutige Fessel ist der Kredit. Es spricht nichts dagegen Angestellter zu sein und es gibt auch sehr gute Arbeitgeber und Firmen mit einem guten Ruf. Aber man sollte immer die Freiheit haben zu gehen, wenn die Zeit gekommen ist. Wer dann bleiben muss, der ist wirklich ein Sklave. Und wann entscheidet sich das oft? Wann legen sich viele spätere Verhaltensmuster fest? Als Kind.

Wenn ich als Kind nicht lerne wie wichtig Unabhängigkeit ist, dann ist es später vielleicht zu spät. Mancher vielleicht leicht sozialistisch angehauchte Leser denkt nun: Wenn alle Unabhängigkeit anstreben, dann funktioniert eine Gesellschaft doch nicht!

Ja, eine Gesellschaft wie die DDR sie hatte oder andere Formen von Zwangsorganisation scheitern dann. Aber ein Aspekt geht dabei verloren: Wenn Menschen frei sind und sich dann in Freiheit für eine Sache entscheiden, dann tun sie es aus einem aufrichtigen Beweggrund. Und in einer Gesellschaft zu leben, in der Menschen ohne Zwang sich für oder gegen etwas entscheiden, ist immer besser, als eine Gesellschaft voll von Zwängen und Druck. Es ist in der Soziologie bekannt, dass solche Gesellschaften massiv Heuchelei auslösen und die wirklich messbare (Arbeits-)Leistung in den Keller fällt.

Das gilt in Microform auch für das soziale Miteinander in Unternehmen. Es ist ein Unterschied, ob ich auf einer Sklavengaleere arbeite oder beispielsweise bei einem innovativen Startup, in dem freies Denken gewollt und gefördert wird.

 

Wenn mein Kind also von klein auf lernt mit Geld umzugehen und es spielerisch erfährt, was investieren oder Kredit bedeutet, dann ist das mehr wert als dem Kind ein Smartphone mit 12 in die Hand zu drücken. Ich lege bei den Kindern den Grundstein dafür, dass sie später reife und selbstbewusste Entscheidungen im Umgang mit Geld treffen können und wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen. Der Handyvertrag für 69,99 EUR für 24 Monate mit iPhone 19X ist nicht voll cool, er ist ein Kreditvertrag. Und mit einer Mastercard sollte man mit spätestens 16 Jahren auch umgehen können, statt Papierscheinchen und Klimpermünzen zu zählen. Wir leben im Jahr 2020 und nicht 1969. Neuland und so. Aber wie es so schön heisst: Was der Hans nicht lernt, lernt das Hänschen nimmer mehr. Vielleicht klappt es bei der nächsten Generation besser.

 

Happy mother and son saving money in a piggybank
Manche Eltern machen einen sehr guten Job und ersparen ihrem Kind später viel Leid: Sie sprechen über Geld und erklären spielerisch wie Geld und Wirtschaft funktioniert.

Quelle: gettyimages/istock

 

 

 

Was ist neu im Jahr 2020?

In das Jahr 2020 fliesst natürlich der Erfahrungsschatz durch euch und die Entwicklung des Blackwater.live Blogs mit ein. Wie schon angesprochen, nutzen viele bunq und können das Kontenmodell noch mehr verfeinern.

Dazu kommt aber auch, dass viele von euch versuchen ihr Leben zu vereinfachen. Das hat viele verschiedene Gründe. Zum einen mehr Lebensqualität durch mehr freie Zeit zum Nachdenken, Lesen oder Sport. Ein weiterer Aspekt ist der, dass ein vereinfachtes Leben auch glücklicher macht. Nicht nur wegen den genannten Punkten. Es bedeutet auch weniger Druck. Denn die Ausgaben sind niedriger, vor allem die Fixkosten. Ideal ist es, wenn beispielsweise ein Pärchen zwar zwei Gehälter hat, aber nur eines braucht um das komplette 3-Konten Modell umzusetzen. Dann kann man das komplette zweite Gehalt auf dem Cash- und/oder Investitionskonto sparen.

Für viele Leser und grundsätzlich immer mehr Menschen stellt sich die Frage, brauche ich den ganze Kram überhaupt, der in meiner Wohnung rumsteht. Oder besitzt mich dieser Kram bereits, weil ich nur noch mit Pflege, Wartung, Updates und anderen Folgeerscheinungen beschäftigt bin. Wie meine Gastautorin Safiya vor Kurzem hier schrieb, ist dieses ganze aufgehäufte Zeug vielleicht ein Substitut. Also ein Ersatz für etwas anderes. Vielleicht für unser persönliches Lebensglück, was ein wirklich bitterer Fall wäre. Man kann sein Leben immer mit irgend etwas füllen. Und wie mit einem vollen Magen, ist man dann satt. Im ersten Moment spielt es keine Rolle, ob wir von McDonalds oder einer gesunden Mahlzeit satt sind. Langfristig aber schon.

 

Ein weiterer Punkt was die Erweiterung des 3-Konten Modells angeht ist das Thema Charity. Den meisten Menschen auf der Erde geht es schlechter, als es uns in Mitteleuropa geht. Und zwar so schlecht, dass sie in ihrer Heimat gar keine Zukunft mehr sehen und nur noch dort weg wollen. Wenn wir selber an unser Zuhause denken, dann müsste bei den meisten schon viel passieren, dass man dort für immer weg will und Freunde und Verwandte zurück lässt. Daher sollte der Ansatz doch eher sein, Menschen in ihrer Heimat zu helfen, statt weitere Anreize zur Flucht zu setzen. Denn alle werden nicht nach Europa fliehen können. Das sollte selbst dem eifrigsten Aktivisten in dieser Sache klar sein. Aber für diese Hilfe braucht es Charity von uns.

Es war die letzten zwei Jahre die ein oder andere “Familie Maus” bei den Emails an mich dabei, die nur 50,00 Euro im Monat übrig haben und wenig bis nichts sparen können. Aber es waren auch viele Sparfüchse mit guten Einkommen dabei, die gefragt haben, ob man im Bereich Charity nicht etwas machen kann. Kann Charity nicht in das Kontenmodell mit eingebaut werden, so war die Frage.

Und weil diese Frage mehr als wichtig ist, wird dies ein Doppelartikel. Ich fände es schade, die beiden Themen als Text einfach zusammen zu werfen. Das 3-Konten Modell ist ein eher sachlicher Aspekt der Finanzplanung. Die Frage nach Charity eine Sache des Herzens und ein sehr emotionaler Aspekt. Daher schreibe ich heute…

 

           …Fortsetzung folgt.

 

 

 

 

 

“Wenn Sie der Bank $100 schulden, ist das Ihr Problem. Wenn Sie der Bank $100‘000‘000 schulden, ist das das Problem der Bank.”

– J.P. Getty

 

64 Kommentare zu „Das 3-Konten Modell, Update 2020

  1. Danke für den (und die vorigen) Artikel. Ein DKB Konto habe ich seit Jahren, aber es wird höchste Zeit die übrigen Konstellationen bei der angestaubten Dorffiliale aufzuräumen. Die Empfehlungen zu bunq drehen sich vor allem um junge Singles oder Paare. Ist als Familie mit zwei Kindern eurer Erfahrung nach Revolut z.B. eine geeignetere Variante, da hier Junior Konten direkt mit angeboten werden?

    Gedanklich geht es mir wie einigen anderen Kommentatoren – ich schwanke z.B. bei Lebensmitteln, Tanken usw., also den nicht ganz fixen Ausgaben. In der Basis lassen oder eigenes Unterkonto bei bunq/Revolut. Simpel mit mehreren Karten vs. mehr Kontrolle mit einer Karte. Oder habe ich was übersehen?

    1. Hallo Phyl, in Deinem Fall finde ich Revolut sogar etwas besser – bei der Einrichtung. Gerade wegen den Junior Konten und deren Verwaltung. So kann man seinen Kids von Anfang an das Thema Geld spielerisch näher bringen. Die Problematik mit den Ausgaben kann man über die Karten und die Auswertung bei Revolut gut steuern oder sog. Vaults erstellen, die wie Unterkonten sind. ABER: von diesen kann nicht gebucht werden.

      bunq lässt sich aber im Prinzip genauso einrichten, nur bei der Kontoeröffnung für Mdj. ist es etwas tricky. Gehen tut es aber. Zu viert kann man das Ganze als bunq Pack realisieren und bekommt für etwas mehr als bei Revolut Metal gleich 4 Premium Verträge. Gerade geteilte Konten und die Kontrolle von Zahlungsströmen ist bei bunq besser gelöst.

  2. Hi Black, dein 3-Konten-Modell ist genial. Genial einfach. Aber wenn man es googelt und die Veröffentlichungsdaten ansieht merkt man, das haben viele von dir dreist kopiert. Manche sogar direkt wörtlich. Daher möchte ich als Stammleser meinen mitgefühlten Zorn hier äussern: Die Szene scheint aus fantasielosen Einfaltspinseln zu bestehen. Original bleibt Original. Wie bei der Cola. 😉

  3. Hallo Blackwater!

    Erst einmal ein RIESEN Kompliment für diesen Blog. Ich hab mich in den letzten zwei Wochen durch glaub ich drei Jahre Artikel gelesen und hab richtig viel mitgenommen. Kenne keinen einzigen Blog mit so einer Tiefe!!!!

    Bezüglich der Buchführung hätte ich eine Frage. Gibt es denn auch Software ala “Buchhaltungssystem” die du empfehlen kannst, anstatt Excel? Gerne kann natürlich auch die Community Tipps und Hinweise geben.

    Vielen Dank im Voraus!

    1. Hallo Lukas, freut mich dass Dir der Blog gefällt!

      Ich kann keine Software empfehlen und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich sie noch nie dafür gebraucht & genutzt habe. Mit dem Kontenmodell und den bunq Konten kannst Du alles abdecken was benötigt wird. Es gibt sicher Menschen, die noch weiter gehen wollen oder einfach ein Freund von Software sind – gerne melden. 😉

      Ich vermute aber, die meisten Leser sind Nutzer des Kontenmodells.

    2. Klassisches Excel – damit kann man sich alles zusammen bauen. Das 3-Kontenmodell erfüllt aber eigentlich alle Funktionen. Zumindest für eine Privatperson.

    3. Hier spricht CHAOS. 29, weiblich, Papierkram von fünf Ordnern einfach auf einem Haufen und in Schubladen. Ich habe mit dem 3Kontensystem an einem Regenwochenende alles aufgeräumt. Dann als Belohnung Martinis mit Freundin getrunken und die Beseitigung des Chaos gefeiert. Eigentlich braucht man kein programm. mM.

    4. Hi, also ich verwende auf dem Mac das Tool MoneyMoney, welches mir sämtliche Ausgaben automatisch kategorisiert. Das ist bei 250 Transaktionen allein auf den Girokonten, die bei unserer Familie so im Monat anfallen, durchaus hilfreich. Das sind so viele, weil wir tatsächlich mittlerweile alles mit Karte bezahlen. Das Mehrkontenmodell (bei uns sind es mehr als 3 Konten) nutzen wir natürlich auch und mit Money Money kann man die Auswertung über Kategorien auch über mehrere Konten ausgeben lassen. Aber wie gesagt, gibt es MoneyMoney nur für den Mac.

  4. Hallo Martin, wegen des Wirtschaftscrashes lese ich aktuell “Finanzielle Selbstverteidigung” von Markus Miller. Nun wütde ich gerne wissen wie du zur kanadischen GoldMoney AG – Lösung stehst (Gold als reguläres Zahlungsmittel für den alltäglichen Gebrauch weltweit durch die vorteilhafte Kombination von Werteaufbewahrung-, Zahlungsmittel- u. Wertmessfunktionen mit Anhangsmögllichkeit von Krypto Wallet)? Wer bitte prüft wie oft ob die tatsächlichen Goldbedtände der 4 Standorte mindestens äquivalent zu der Summe aller Konten sind, ob tatsächlich so viel physisches Gold vorhanden ist? Ist dies überhaupt möglich dadurch  dass physisches Gold, 4 Währungen und die Kryptowährungen inner- und außerhalb GoldMoney ständig interagieren? Was, wenn alle Kunden, warum auch immer, gleichzeitig ihre Konten in physisches Gold umwandeln würden? Und wie schnell und aus welchen Gründen könnte die BA-Fin Einlagensicherung aufgehoben werden? Im Hinblick auf die BRD als Teil der Europäischen Geld- u. Wertegemeinschaft. (Teil-) Hypothetisches Szenario: Coronavirus – Witschaftscrash- Bankenpleite Vielen lieben Dank für deine Antwort, Martin. Bleib gesund! Nadja (Andalusien)

  5. Das 3- Kontenmodell ist das einfachste Modell seine privaten Finanzen in den Griff zu bekommen. Ich habe schon vieles versucht, aber mit eurem Modell ist der Aufwand am niedrigsten. Bei uns ist es so geregelt, leicht modifiziert natürlich:

    Wir haben ein Gemeinschaftskonto. Von diesem Gemeinschaftskonto geht alles ab was uns betrieft. Miete, Strom, Lebensmittel etc. Beide haben auf das Konto Zugriff. Unser Konto ist im Schnitt immer bei 650€ im Plus und das hält sich konstant, seit Anfang an. Finde diese Variante am besten und vermeidet Stress. Alles andere trägt jeder selbst. Versicherungen, Urlaub, Vergnügungen und sonstiges. Somit ist es fair aufgeteilt und es gibt keinen Ärger. Man lebt zusammen und man trägt zusammen die Kosten. Also Hauptkonto ist ein Gemeinschaftskonto, Nebenkonten sind die jeweiligen privaten Konten. An das Hauptkonto ist auch unser Depot angeschlossen. Dort spart jeder von uns 500€ p.M. rein. Und schon läuft die Kiste.

  6. Ich habe für mich noch keinen Vorteil bei Bunq gesehen, sondern bin auch nach der Hochzeit komplett bei der DKB inkl. des Vermieterpaketes (kann man auch ohne Vermietung eröffnen) und habe ein anderes Kontomodell gewählt:

    – ein Konto für alle Zahlungseingänge (Zinsen, Depot, Gehälter, etc.)
    – ein Konto für den Konsum bzw. das normale Leben, auf das vom ersten Konto ein fester monatlicher Betrag überwiesen wird
    – ein Konto für die Nebenkosten der Eigentumswohnung, auf das ein monatlicher Betrag vom zweiten Konto überwiesen wird

    Und alles weitere (Steuerrücklagen, Instandhaltungsrücklage für eigene Wohnung, Firmen, etc.) laufen über eigene Girokonten oder Mietkonten mit eigenen IBANs.

    1. Wenn man mehrere Konten braucht für die eigene Firma und Immobilien ist doch bunq perfekt. Wie viele Konten kann man bei der DKB denn kostenlos führen? Mir fällt nur die Kombination Gemeinschaftskonto (Ehepartner) und dann für jeden je ein privates Konto dazu ein. Außerdem ist die DKB App extrem umständlich und lahm im Vergleich zu bunq.

    1. Es geht mit jedem bunqer, man kann einzelne Konten mit bis zu hundert Leuten teilen! Ohne Papierkram, dauert 2 Minuten. Banking im Jahr 2020.😁

    2. bunq unterscheidet zwischen einem Gemeinschaftskonto in rechtlicher Form und bei einen sog. Connect-Konto.
      Der Unterschied ist, wenn man bei bunq ein Konto vom Typ “Gemeinschaftskonto” mit jemandem eröffnet, sind beide rechtlich EIgentümer des Kontos. Das ist dann so wie bei einer klassischen Bank inkl. aller rechtlichen Folgen daraus (z.B. Kündigung des Kontos).

      Viel flexibler finde ich bei bunq ein Connect-Konto. Hier kann man einen oder mehrere bunq User zu einem Konto einladen. Diese können dann alle Transaktionen sehen und damit bezahlen, so als wäre es ihr eigenes. Allerdings bleibt der Einladende jederzeit Herr über das Konto, auch rechtlich, und kann frei weitere Benutzer hinzufügen und auch wieder entfernen. Details dazu hier: https://together.bunq.com/d/1982-what-is-connect-and-why-should-i-use-it

  7. Hallo zusammen,
    auch ich möchte mich vorab für die tollen Beiträge bedanken, Blackwater hat mir stark geholfen, einen besseren Überblick über meine Finanzen und die Möglichkeiten zur Altersvorsorge zu erhalten, vor allem, weil ich den Bank “Beratern” mit ihren Riester Renten,etc eher nicht vertrauen möchte =)

    Ich bin über Blackwater.live vor etwa zwei Wochen auf die Themen Bunq, ETFs und das Drei-Konten-Modell gestoßen und habe jetzt begonnen meine Finanzen zu ordnen und “anständig” zu verwalten.

    Mein Geldeingangskonto ist aktuell (noch) bei der Sparda-Bank, davon gehen alle Fixkosten weg.
    Auf das Haushaltskonto (ebenfalls Sparta-Bank) greifen meine Verlobte und ich gemeinsam zu.
    Den Differenzbetrag zwischen Einnahmen – Fixkosten/Haushaltgeld überweise ich auf mein BUNQ Konto,
    da habe ich folgende Unterkonten:
    -Spaßkonto
    -Tanken
    -Klamotten
    -kurzfristiges Sparen (für Dinge die man nicht braucht aber haben möchte =) )
    -Urlaub
    -Cash Reserve
    -Investment

    Das Investment Konto ist eher als Platzhalter zu sehen, da ich gerade dabei bin ein Konto bei der DKB zu eröffnen und ich dann langfristig in ETFs investieren möchte.

    Würdet ihr die Posten “kurzfristiges Sparen” und “Urlaub” eher als Sparen ansehen oder als Fixkosten, da sie ja im laufe des Jahres ausgegeben werden?
    Würde mich für die Prozentuelle Verteilung in meinem Konten Modell interessieren… ich würde sie eher als Fixkosten betrachten.

    Viele Grüße

    Flo

    1. Hallo Flo, ich würde kurzfristiges Sparen und Urlaub auf jeden Fall als Fixkosten ansehen. Man muss diese Positionen planen und auf den Monat runter brechen. Das hört sich nach einer Binsenweisheit an, ist aber genau der Grund, warum Leute dann für einen Urlaub oder die Waschmaschine Kredite aufnehmen.

      Kleine Zusatzinfo @all, weil die Frage immer wieder kommt:

      Was Vertrauen in die Bank und gerade die Altersvorsorgeverträge angeht, gibt es derzeit beim Wesir wieder einen neuen Podcast. Man ist dort auch negativ dazu eingestellt. Einige Leser haben für sich Gründe gefunden, warum sie doch “riestern” oder BaV etc. abschliessen. Und diese Gründe können auch legitim sein.

      Der Hauptgrund warum ich nichts von solchen Verträgen halte ist, dass ich niemanden empfehlen möchte auf staatliche Versprechen zu hören. Das ging bisher regelmäßig schief. Politische Aussagen haben eine sehr kurze Halbwertszeit. In der heutigen Zeit sollte man die Vorteile einer globalisierten Welt nutzen und dazu gehört es eben u.a. MSCI World ETF’s zu besparen. Das muss bei keiner inländischen Bank sein, sondern kann auch ganz legal offshore gemacht werden. Dank Brexit wird es hier bald noch mehr Möglichkeiten geben. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Wenn jemand für sich zu einem anderen Schluss kommt, ist das völlig ok.

  8. Du hast mich vererwigt😂 „Klamotten, (die Frauen wieder) und Kaffee(@Seda)“ Daaaanke DankeDankeDanke ❤️ ❤️ ❤️ Ich verzichte nicht ganz auf mein Kaffee to go, ich habe ein extra Konto mit einen schönen Bild dafür. Wenn mein Kaffeegeld im Monat verbraucht ist, dann gibt keinen mehr. Aber heyy, ich verwende keine Plastikbecher mehr und habe mir einen Kaffeebecher gekauft. Den bringe ich mit und lasse den füllen. Eine Freundin meinte, Seda das ist sehr Kartoffel. Sie meint deutsch. Ich habe ihr nur gesagt, wenn alle weiter Plastik verwenden sieht es bald überall aus wie in Türkei. Müll sogar in der Natur. Hat nix mit deutsch zu tun, die Erde gibt es nur ein mal. Wegen dem Bäume pflanzen kam ich auf die Idee weniger Plastikmüll. BWMartin ich waaarteee auf die Metalgreencard. Bei mir steht jetzt versendet’!!!!!!!!!!!!😃😃😃😃

    1. Hallo Seda, bei den ganzen Founder-Green-Cards ist der Versand inzwischen erfolgt. Die Karte kommt diese Woche. Schön, dass Du etwas für die Umwelt tust und Dir Gedanken machst. Aber Freitags hast Du nicht “frei”, oder? 🙂

      Spass muss sein. Der Plastikmüll ist ein wirklich dramatisches Problem. Im Gegensatz zu dem Thema kontroversen Thema (menschengemachter??) Klimawandel, kann man hier schneller und effektiver etwas dagegen tun. Und auch wenn ich Deutschland ebenfalls für die Geburtsstätte der “Öko’s” halte, (typisch deutsch), dann sind viele Gedanken dieser Bewegung nicht falsch. Sie müssen nur an die Realität etwas angepasst werden. Weniger Verbotsmentalität (auch sehr deutsch), mehr positive Motivation.

      Immer offen für andere Ideen sein, unabhängig vom Absender der Botschaft.

  9. Hallo zusammen,
    bin seit über 20 Jahren selbständig und muss daher schon immer genau mit meinen schwankenden (und nicht sehr üppigen) Einnahmen kalkulieren. Daher mache ich das total old school mit Excel und meinem Electronic Banking-Programm (Umsätze seit 2005 verfügbar/suchbar über alle Konten).
    Vor einigen Monaten hatte ich mein geschäftliches Konto zur Volkswagen-Bank umgezogen (denn die deutschen Filialbanken unterziehen Geschäftskunden dem dritten Grad, selbst wenn man keinen Kontokorrent will), allerdings erst nach der Eröffnung erschüttert festgestellt, dass es dort keine HBCI-Schnittstelle gibt. Nun fehlen die Umsätze im EBProgramm und ich muss mich mühsam jedes Mal mit Photo-TAN-Fummelei einloggen und mir die Umsätze manuell rausziehen, wenn ich bspw. schnell die Umsatzsteuererklärung machen will.
    Banking mit dem Smartphone ist mir – ich gestehe es – umheimlich (Abhängigkeit, Datenschutz, Offb.13,17, etc.).
    Daher meine Frage an die mit Erfahrung bei bunq:
    Haben die eine HBCI-Schnittstelle?
    Wie verhält es sich mit der Girocard? (Ich lebe auf dem Land)
    Alle anderen Details teste ich dann gerne aus, aber ich mag halt nicht alle paar Monate alle Lastschriften wieder ändern, weil doch was nicht Wichtiges nicht passte.
    Danke für Eure Hilfe.

    1. @Christine:
      Sowas praktisches wie HBCI/FinTS – offene Standard-Schnittstelle seit 20 Jahren von (fast) allen deutschen Banken und PC-Programmen für Bankgeschäfte und Finanzverwaltung – gibt es natürlich nicht bei diesen neuen Challengerbanken. Da wird der Fokus auf andere Dinge gelegt. Was die jungen Leute nicht kennen, vermissen sie natürlich nicht.
      Solange es keinen vergleichbar etablierten Ersatz-Standard gibt, nutze ich auch weitestgehend nur Banken, die diese Kundenschnittstelle unterstützen. Da kann das neue Angebot am Markt noch so hipp, cool, grün, nachhaltig oder sonst wie sein.

      Girocard ist ein Kartenverfahren der deutschen Banken. Für den Auslandseinsatz werden die meisten Girocard-Karten daher meist mit einem Co-Branding mit V-Pay oder Maestro ausgegeben.Girocard wird von ausländischen Banken wie bunq nicht genutzt. Bunq bietet nur Maestro als sog. Debit-Karte.

      Wenn Du Glück hast, unterstützen viele Kassenterminals trotz “Wir nehmen nur eeezäääh-Karten”-Türaufkleber neben girocard auch Maestro – das hängt aber davon ab, welchen Akzeptanzvertrag der Händler mit seiner Bank gemacht hat (girocard-only, gc+Maestro/V-Pay, “alle Karten”, …).
      [Fun-Fact am Rande: “ec” ist eine Marke von Mastercard…]

      Für Dein Geschäftskonto ist vielleicht FYRST besser geeignet, das basiert technisch auf der Postbank-Bankingplattform oder die Ethikbank.

    2. Hallo Christine, es ist wie Vorausschimmer schreibt. Ich würde aber vorschlagen, bunq mir einfach mal anzuschauen und zu testen. Das Banking läuft nicht nur auf dem Smartphone, auch auf dem Tablett (eigene Version, keine vergrößerte App) und auch auf dem PC. Nur ohne HBCI. bunq zu testen hat schon viele überzeugt, zumindest haben einige dann angefangen zweigleisig zu fahren und haben die alte Welt mit der neuen verbunden. Was Vorausschimmer zu der Girocard schreibt, ist auch richtig. Meistens tappen die Kunden hier völlig im dunkeln, gut erklärt soweit.

      Ich würde mich nicht zu sehr verrückt machen. Wenn Du eine funktionierende Lösung hast und keinen weiteren “Stress” durch einen Wechsel möchtest (den Du vielleicht nicht brauchst), dann lass es einfach wie es ist.

      1. Danke Euch beiden, Vorausschwimmer und Blackwater, für Eure ausführlichen Antworten!
        Fyrst werd ich mir anschauen, auch wenn “Postbank-Bankingplattform” jetzt nicht grade ein Pro-Argument ist (muss mich beruflich mit der Postbank rumschlagen). Dennoch danke für die Empfehlung.

  10. Nachdem wir das Hauptkonto alleine oder mit unserer süssen Maus oder dem Mäuserich eingerichtet haben, geht es weiter.

    Und was wenn der Mäuserich nicht will??????

    1. Steht doch im Text: “Gute Beziehungsratgeber gibt’s auf Anfrage“

      Ganz im Ernst, wenn man eine ernsthafte und dauerhafte Beziehung führen will, gehört es dazu über die Finanzen zu sprechen.

    2. Hallo Zeynep, da hat Sven Recht. Wenn ihr ernsthaft eine gemeinsame Zukunft plant, dann ist das Thema Finanzen SEHR wichtig!! Du musst heraus finden, was das Problem bei Deinem “Mäuserich” ist. Sehr viele Beziehungen scheitern an dem Thema Geld. Also bitte nicht ignorieren/verdrängen.

  11. Danke für die Auffrischung zum Wochenende. Gibt es auch Menschen, die alle 25 Konten von bunq nutzen? Frage ist ernst gemeint. Denn ich frage mich wie bunq auf diese Zahl an Konten kommt. Warum bietet man 25 an und nicht 30 oder 15?

    1. Hallo Unterkontenfreunde,
      ich bedanke mich für eure Beiträge, ich habe mich jetzt mal bei Bunq angemeldet und teste das jetzt mal, bis jetzt finde ich es sehr gut!!!!
      Ich wünsche euch viel Erfolg und denkt an den Geldmagneten!!!!!!!!!!!!!
      Liebe Grüße
      Andreas

    2. Hi, ich überweise mir auch monatlich die Beträge auf ein extra Konto die nur ein Mal im Jahr weggehen (Versicherungen, kfz-Steuer). Somit ist das Durchlaufkonto immer auf Null am Monatsende. Hat für mich den Vorteil, besser zu sehen ob es wirklich +/- passt. Wenn so ein Sockelbetrag für diese jährlichen Abbuchungen immer übrig bleiben würde,hätte ich ein ungutes Gefühl. Entweder weil es evtl. nicht reicht. Oder ich denke,ach ich hab ja was übrig,dabei ist es eigentlich verplant.

  12. Hallo lieber Martin,

    auch ich möchte mich kurz bei dir bedanken für deine Artikel und die Arbeit. Ich bin kein Freund langer Kommentare und deshalb nur so viel.

    Auf die Frage, geht es dir gut, antworte ich oft ja prima, und doch habe ich die gleichen Empfindungen wie du, wenn ich all das Leid auf der Erde sehe. Ich mag eigentlich fast alle Artikel von dir, aber besonders der Gedanke an andere Menschen zu denken gefällt mir nicht nur gut, es ist auch unsere christliche Pflicht, wie du schon mit der Bibel erklärt hattest. Bei Muslimen gibt es diese Pflicht auch und im jüdischen sowieso. Und trotzdem passiert so viel schreckliches. Mir gefällt wie du zeigst, dass wir zuerst Menschen sind und uns nicht teilen lassen dürfen. Diese Spaltungen durch Politik und extreme Menschen ist die Vorstufe zu all dem Leid. Auf andere runter zu blicken macht späteren Hass und die Gewalt erst möglich. Die Antwort aus deinen Artikeln und Aufsätzen hat mir Kraft gegeben, und ich konnte spüren, hier spricht ein sensibler Mensch der in Gefahr steht zu verzweifeln, und dennoch sein Gottvertrauen nicht verloren hat, und hier konnte ich mich wiederfinden. Mach weiter so, du berührst sicher viele Herzen so wie du meines berührt hast. Ich freue mich auf deinen nächsten Artikel.

    Danke und liebe Grüße aus der Mittagspause
    L.M.

  13. Guten Tag! Diesen Blog lese ich etwa ein Jahr mit. Am Anfang dachte ich, es kann doch nicht so viele Menschen geben, die ihre Finanzen nicht mit etwas Excel und Kopfrechnen in den Griff bekommen. Ich irrte.

    Vielleicht gehöre ich zu einer Minderheit, die das kann. Aber lieber Blackwater, bitte blocke mich nicht. Denn das soll kein Zeigefinger sein. Ich schätze deine Arbeit sehr und die Leser offenbar auch. Denn diese Leser werden sonst nirgends mit so viel Hingabe und Geduld bedient. Hut ab.

    Persönlich: Ich bin ein Stoffel und mache alles selbst. Aber ich bin auch bei bunq gelandet. Erst zum testen, nach deinem gefühlt x-ten Artikel. Und inzwischen aus Überzeugung. Meinen herzlichsten Dank für diesen Geheimtipp, der sich dank Blackwater.live durch die Bloggerszene verbreitet.

  14. Eine gute Finanzplanung ist der Anfang von späteren Finanzerfolgen. Die alte Schule macht das mit Papier und Stift oder mit Excel. Aber ich verstehe inzwischen ganz gut, warum man das mit der bunq Bank auch erledigen kann. Danke für den Artikel.

  15. Hey,

    ich versuche ab diesem Jahr das 3+ Kontenmodell auch umzusetzen, nachdem wir jetzt zu bunq gewechselt sind. Hatte vorher schon mit MoneyMoney immer über die Kategorisierung einen Überblick verschafft, aber es war schwierig sich da Grenzen zu setzen. Wir machen das das jetzt wie folgt:

    Gemeinschaftskonten mit meiner Frau zusammen:

    1. Hauptkonto – hier gehen unsere Gehälter ein und alle Fixkosten + zusätzliche Ausgaben ab
    2. Haushaltskasse – hier kommt monatlich ein fixer Betrag für Lebensmittel/Drogerie/etc.
    3. Notgroschen – Ein Sparziel mit automatischer Besparung & in Zukunft regelmäßiger Rücklage (in Zukunft, weil meine Frau derzeit nur geringes Elterngeld bekommt)
    4. Investitionen – Hier werden Sachen zurückgelegt, wo wir investieren müssen (Garten vom neugebauten Haus, Technik, etc.)
    5. Urlaubskasse

    Privatkonten:

    6. Taschengeld – auf ein privates Konto bekommt jeder sein Taschengeld/Spaßgeld zur freien Verfügung

    Da wir damit erst angefangen haben, wird sich da sicher noch viel ändern :-). Aber es ist ziemlich genial, sowas sehr bequem und in Echtzeit verwaltet bei bunq einrichten zu können.

    Vielen Dank für die Inspiration!

    1. Hallo elbi, das freut mich sehr. Danke für die Rückmeldung. Die absolute Mehrheit aller die bunq genutzt haben, bleiben bei bunq. Wenn man die Vorteile und Funktionen ein mal erlebt hat, kann man sich nichts anderes mehr vorstellen. Und da bunq noch eine lange to do Liste hat, können wir gespannt sein was dieses Jahr noch alles kommt.

  16. Wir wechseln dieses Wochenende. Alles ist vorbereitet, Briefe gehen raus. Deutschland🙄 Wir haben alle eure Artikel dazu gelesen. Am Ende haben wir uns nur gefragt, für was braucht man in Deutschland ein Konto? Wir fühlen uns als Eu-Bürger und nicht als Deutsche.😂

    1. Das sehe ich wie ihr. Man braucht in Deutschland Stand 2020 ein Konto, wenn man Baufinanzierungen und andere Kredite laufen hat. Aber nicht weil es ein MUSS ist, sondern weil manche (nicht alle) Banken sich nicht an das EU-Recht halten. Denn man kann die Raten von jedem IBAN Konto einziehen. Ein deutsches IBAN Konto bringt juristisch nicht mehr Sicherheit für die Bank. Ein Pfändung ist vielleicht etwas weniger aufwendig. Aber wenn die Bank pfänden muss, weil der Kredit nicht bedient wird, dann ist das Kind eh schon in den Brunnen gefallen. Bilanziell und auch sonst. Wie dem aus sein, die Banken haben sich an das EU-Recht zu halten.

      Wenn man seine Finanzen ohne Kredite aufbaut (was der bessere Weg ist) und nach den Ideen von 90% aller guten Finanzblogs handelt, dann braucht man kein deutsches Konto. Die bisherigen Gründe dafür sind über die Jahre weg gefallen.

  17. Für mich ist das beste an bunq immer noch Apple Pay und die vielen Konten denen man Bilder zuordnen kann. Das kann auch sehr lustig sein. Diese bunq.me Links habe ich auch benutzt. Von einer Freundin sollte ich noch 50Euro bekommen und ich habs angefordert mit Link und lustigen Bild dazu.😂 Sie hat es mit Kreditkarte bezahlt.🙄 Das kostet etwas?? Jedenfalls wurde bei mir aus dem drei Konten Ding dann nach einiger Zeit ein acht Konten Modell. Aber es ist perfekt. Hätte früher jemand gesagt, Saliha für was braucht man mehr als ein Konto, dann hätte ich es auch so gesehen. Aber jetzt ist es logisch und perfekt.😊

    1. Hallo Saliha, wenn jemand eine Zahlungsanforderung durch einen bunq.me Link mit Kreditkarte bezahlt, dann werden dafür 0,5% vom Umsatz in Rechnung gestellt. 0,3% fallen durch Mastercard/Visa im EWR-Raum (EU+CH) eh an, 0,2% bunq Kosten. Diese Kosten werden dem Kartenzahler zu dem Zahlungsbetrag hinzugefügt, bei Deiner Freundin wäre das ein Endbetrag von 50,25 EUR. Das ist sehr günstig, Paypal nimmt 2,75% und andere teilweise noch mehr.

      Bring doch Deine Freundin zu bunq, dann braucht ihr auch nicht mit bunq.me Geld senden. 🙂 bunq.me ist für externe Zahler. Alternativ kann man per Online-Banking bunq.me bezahlen und spart sich auch die 0,5%.

      Wie ist den die Reaktion anderer wenn Du erzählst, dass Du 8 Konten hast? 🙂

      1. Ah ok, verstehe wegen Gebühren. Ich bin schon dabei sie zu bunq zu bringen. Die ist sehr skeptisch wegen Internet. Und nein sie ist nicht 80. 😂 Aber hat mit Karten bunq.me gezahlt.🙃 Hab dann nur gesagt, Geld ist angekommen in einer Sekunde. Nix verschwunden.

        Die Reaktionen anderer sind gemicht. Es kommt darauf an wer. Mutter: Tochter warum brauchst du so viele Konten??? Wir sind arm und du bekommst kein Erbe was dich reich macht. Wir sind einfache Leute. Das sagt sie eh immer bei allem und jedem.😂😂
        Andere Leute: Für was braucht man das? Oder, sie sagen es ist unnötig. Aber sie kennen die Funktionen nicht. Aber nochma wegen Mutter. ALs wir zusammen beim Aldi waren habe ich mit ApplePay bezahlt. Danach meinte sie, Saliha du bist mein schlaues Mädchen. Das hat mich dann stolz gemacht. Dabei war es nur ApplePay. 😂

  18. Das 3 Kontenmodell mit bunq zu verbinden hat vor allem den Vorteil, dass man von den Konten direkt buchen lassen kann. Wäre mit Sparkonten nicht möglich. Fünf Tage Zeit für die Freigabe oder Abweisung bei einer Lastschrift zu bekommen gefällt mir auch sehr gut. bunq ersetzt für mich Software und Papier komplett. Gibt nichts besseres für die Finanzplanung.

  19. Hallo Christian,

    ich finde deinen Beitrag echt Super über das drei Konten Model und der Empfehlung mit einem Konto bei Bunq.
    Hatte bis heute noch nie davon gehört und immer über mein Diba Konto gemekert, dass ich nur rei Sparkonten einrichten kann. Wobei ich damit gut fahre.

    Ich finde es klasse wie du es erklärst und die Dinge ansprichst und hoffentlich VIELEN dabei helfen kannst ihre Finanzen in den Griff zu bekommen.

    ich hab auch eine Seite wo ich werdenden Eltern helfen möchte Geld bei den Baby Produkten wie kauf eines Kinderwagen zu sparen. https://Familien-Freude.de

    Ich bin heute erst durch Zufall auf deinen Blog gestoßen werde ihn aber in Zukunft öfter besuchen.

    echt Klasse

    Gruß Sani

  20. Wie immer super geschrieben. Lesen finde ich persönlich angenehmer als Podcast zu hören. Dein Podcast gefällt mir auch, aber der Blog noch besser.

  21. Während N26 vermutlich überwiegend minderwertige Kunden anzieht, sind bei bunq eher Menschen Kunden, die genaue Vorstellungen haben, warum sie dort Kunden sind. Das Profil der Bank ist sehr scharf gezeichnet. Mit minderwertigen Kunden bei bunq meine ich natürlich wirtschaftlich schlechter. Die in Deutschland übliche kostenlos Mentalität, dann Angeber ohne Kohle für die Metal-Card oder die Geldabheber, die nach dem zwanzigsten Mal kostenlos Geld abheben gekündigt werden. Ich denke bunq ist nicht nur nachhaltiger, sondern zieht auch nachhaltigere Kunden an.

    1. Vermute ich auch. Im Web kann man viel darüber lesen, auch auf Fratzenbuch. N26 dolle weil für umme. bunq blöd weil kostet. Das ist die ganze Whatsapp Fraktion. Primark & Co.😂

  22. Hello, ich bin zu dir (zu disch *lol*) gekommen durch die Suche nach bunq und IB. Dann habe ich die sehr berührenden und leidenschaftlichen Artikel gelesen und auch die ganzen Infos zu bunq.
    Bin superzufrieden. Ich hatte vorher schon etwas ähnliches wie dein 3Kontenmodell. Aber ich habe es nochmal verbessert durch deine Artikel darüber. Außer bunq will ich nichts anderes. Und brauche es auch nicht. Deine Seite werde ich weiter empfehlen.

  23. bunq Nutzer seit zwei Jahren. Mein Kontenmodell sieht so aus.

    Hauptkonto mit meiner Frau geteilt (sie ist auch bei bunq, nirgendwo kann man leichter Gemeinschaftskonten führen)

    Über das Hauptkonto läuft bei uns die Baufirate, NK, Versicherungen und ähnlicher Fixkram.

    Unterkonten:

    Sparen 1 (Rücklagen)
    Sparen 2 (ETFs 10-20 Jahre)
    Sparen 3 (Altersvorsorge)

    Urlaubskonto
    Essen gehen Konto
    Spasskonto
    Autokonto

    Alles läuft voll automatisch. Spart Zeit und man hat immer eine perfekte Übersicht. bunq Daumen hoch!

    1. Da die Girocard ein veraltetes Offline-Zahlungsmittel ist und immer weniger eine Rolle spielt, fällt das kaum noch ins Gewicht. Zumindest in einer Stadt. Auf dem Land sieht es teilweise anders aus.

  24. Sklaverei ist auch, wenn die Frau keine andere Wahl hat als eine Familie zu gründen und Kinder in die Welt zu setzen, da es für etwas anderes nicht reicht. Das ist Prostitution unter anderen Namen. Mütter können auch etwas anderes als Mütter sein. Eine andere Form der Bezahlung ändert die Art Gewerbes nicht.😂

  25. Hallo Unterkontenfreunde,
    ich interessiere ich auch für das Mehrkonten Modell, will das aber nicht über mehrere Banken laufen haben, daher bin ich auch auf Bunq und euch hier gestoßen.
    Bunq wäre ja anscheinend perfekt, doch leider sagen die Erfahrungen anderer bezüglich Bunq was ganz anderes wenn man Google befragt, nämlich ziemlich schlechte Rezensionen, was habt ihr für Erfahrungen mit Bunkq?
    Einige schreiben ihnen wurde einfach das Konto gekündigt etc.

    Viele Grüße
    Andreas

    1. Hallo Andreas, das Wort “Unterkontenfreunde” ist genial. 🙂

      Was bunq angeht, so kann ich nur aus der Erfahrung von inzwischen hunderten Lesern sprechen und dem, was man im together-Forum lesen kann. Und das ist durchweg positiv. Sehr sogar.

      Wenn man google befragt werden oft nur die Stimmen gehört, die bunq eben verlassen haben. Warum das allerdings der Fall ist, wird oft nicht vollständig erklärt. Ein Konto wird einem beispielsweise nicht einfach gekündigt, bei keiner Bank. Sondern hier liegt mißbräuchliche Nutzung vor, der wiederholte Eingang von Pfändungen, zwielichtige Transaktionen und ähnliche Dinge. Ich kann da gerne bei Bedarf mal mehr eingehen. Keine Bank kündigt einfach so ein Konto, das ist Fakt. Und bunq erst Recht nicht, da die nicht mal ein Kreditrisiko mit den Kunden haben.

      Und Du bist der erste – das ist nicht rhetorisch gemeint – der hier so etwas berichtet. Ich habe weder per Mail noch im Kommentarbereich jemals etwas negatives über bunq gehört. Wir sind jetzt keine Mainstreamseite, aber letztes Jahr hatten wir auch über 300.000 Besucher. Daher würde ich vorschlagen, teste bunq einfach einmal selbst und lass Dich nicht von solchen “Erfahrungen” bremsen. Die Deutschen meckern immer gerne. Über das Positive hört man seltener etwas.

      1. Dann gebe ich mal meinen Senf dazu ab. Als ich bunq gegoogelt habe, habe ich nur Testberichte gefunden, die veraltet waren und mit falschen Informationen gespickt. Dann popte N26 Werbung auf. Ganz neutraler Test, sicher.

        Dann solche Aussagen von Testern:

        Is das Konto bei bunq frei verfügbar, auch wenn in Dtl ein Pfändungsschutzkonto hat?

        Wie sieht es mit Bargeld Einzahlung aus?

        Mein Bruder hat einen Schufa Eintrag. Kann er bei Bank Kunde werden?

        Ohne Angabe von gründen Konto gesperrt angeblich risiko usw labbern die voll es gab 3 Geld Eingänge und keins von dem Geld habe ich je abgebucht und dann die Sperrung ohne Grund passt auf betrüger Bank die Bewertungen alle hier sind erlogen lügen ohne Ende hier diese Bank ist schlimm da ist eine normale Commerzbank Sparkasse deutsche Bank Postbank bbbank ing bank usw besser als diese ganzen App Internet Banken sind alles nur betrüger

        Alse gangter schlimme

        Ich bin insolvent, nehmen die mich dann

        Welche Bank will denn solche Kunden bitte nehmen? Vielleicht sind die inzwischen bei N26 Metall glücklich geworden und dort gute “Premium-Kunden”.

        Weitere Fragen zu diesen Testberichten? Ich lach mich schlapp…….

        Ein Testportal hiess “meine-ec-karte”. Ein gefundenes Fressen für dich Black. Als Con wurde angegeben: Nur 10 kostenlose Geldautomatenabhebungen pro Monat.

      2. Hallo Sandra, besser hätte ich es nicht erklären können. Nicht die Zustimmung oder Ablehnung einer Sache, eines Produkts, was auch immer ist alleine das Kriterium. Die Frage ist stets WER stimmt zu oder lehnt ab und aus welchen Gründen. Übertragen kann man das beispielsweise auf Restaurantbewertungen in Gegenden, die als kulinarische Wüste bekannt sind, weil die Leute beispielsweise am liebsten Pommes und Fleischkäse essen. Hier wird ein wirklich gutes Restaurant, in dem mit frischen Zutaten gekocht wird niemals eine 5-Sternebewertung erhalten. Sondern eher das Gegenteil. Der 2,50-EUR-Dönerladen dagegen wird 5 Sterne haben, weil Kevin-Paulchen dort nach 3 Dönern und 6 Fanta so toll rülpsen konnte.

        bunq ist nicht mehrheitsfähig und das Konzept von bunq zu verstehen erfordert auch schon ein Mindestmass an Verstand. 🙂

  26. Blackwater, danke für deine Arbeit und deinen Job. Bei dir merkt man es kommt aus voller Überzeugung. Ich freue mich auf dein Charity Projekt.

  27. Sehr guter Artikel 🙂 Vielen Dank. Gerne lege ich auch mal dar wie mein Setup des Kontenmodells ist. Ich hatte das schon vor vielen Jahren mit einigen Banken so umgesetzt, bin aber auch durch dieses Forum ein überzeugter Bunqer geworden 🙂

    1. Geldeingangskonto – Commerzbank

    2. Geldausgangskonto – DKB (Vom Eingangskonto überweise ich alle Fixkosten hierhin und schlage auch alle viertel, halb oder Ganzjahres Beträge auf den Monat um wie KFZ-Versicherung, KFZ-Steuern oder auch die Rundfunkgebühren. Da ich dort alles abbuchen lassen und selten reinschaue, ärgere ich mich auch nicht über den Rundfunkbeitrag 🙂 Was auf dem Eingangskonto übrig bleibt ist das Haushaltsgeld

    3. Urlaubskonto – DKB Visa Card (vielleicht in Zukunft auch Bunq)

    4. Rücklagenkonto für unvorhergesehendes – Bunq

    5. Konto für neue Anschaffungen, Spaß und Klim Bim – Bunq

    6. Konto für Investitionen – Bunq

    7. Konto für ein Langzeitsparziel – Bunq

    8. Geldmagnet Konto – Bunq

    9. Konto für den Sportverein – Bunq (Für Events oder Ausflüge und Essen gehen wo alle Vereinsmitglieder dann Geld drauf packen.)

    Ich könnte mir später auch vorstellen auf das Konto der Commerzbank zu verzichten und auch alles von der DKB aus zu verwalten aber die Möglichkeit bei der Commerzbank seine Münzen am Automaten kostenlos einzuzahlen, finde ich doch echt praktisch 🙂

    Viele Grüße 🙂

    1. Hallo Christian, danke für Deinen persönlichen Bericht. Das zeigt, wie individuell man das Ganze gestallten kann und natürlich auch mit weiteren Konten. Es muss nicht bunq alleine sein, je nach persönlicher Vorliebe. Aber mit bunq geht es besonders einfach und für die im Banking ganz neuen Leserinnen und Leser hier, ist es der beste Start in das Thema.

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