“Die Steinzeit endete nicht, weil es keine Steine mehr gab.”

– Deutsches Sprichwort

 

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde von Blackwater.live! An dem heutigen Montag, möchte ich euch mit einigen Aussagen konfrontieren, die man derzeit so oder so ähnlich öfters hören wird und das noch über einige Monate hinweg. Das wird euch in Stimmung für den aktuellen Artikel bringen. Alle Namen sind natürlich frei erfunden. Und falls jemand wirklich so heisst – in Deutschland im Jahr 2020 durchaus möglich – dann bitte ich um Verzeihung.

 

 

Endzeit Eddi:Nostradamus hatte doch Recht! Nur zeitverzögert!”

 

Bibel Bert: “Das Ende der Welt!”   (warum das BS ist, könnt ihr HIER lesen)

 

Krisen Kurt: “Ich kaufe Gold. Alle meine Zähne sind aus Gold. Ich hab Gold im Garten vergraben.”

 

Gaga Gabi:Mutter Natur hat genug vom Menschen. Sie reinigt die Erde selbst.” 

(Gaga Gabi ist ganz wissenschaftlich orientiert ungläubig. Aber Mutter Natur gibt’s ja vielleicht doch)

 

Cosmos Clara: “Das Universum zeigt die Zeichen des Weltuntergangs. Es ist soweit!”

 

Magnete Mike: “Ich spüre diese negative Energie, etwas großes passiert.”

 

Langfrist-Aktien-Alex: “Ich verkaufe alles! Verkaufen, verkaufen, verkaufen!”

 

Michael Marx: “Der Kapitalismus ist tot!” 

 

Spasskass-Kasper: “Das Finanzhaus funktioniert trotz Krise. Mit SV-Versicherungen.”

 

 

So oder so ähnlich kann man es überall lesen, hören oder sehen. Ich frage mich gerade, ob sich die ersten in der nächsten Bio-Eier-vegan-Hühnerfarm verschanzen, um ein deutsches Waco zu organisieren. Was das in den USA war, könnt ihr HIER lesen. Fakt ist, dass die Menschen von den derzeitigen Ereignissen getriggert werden, je nachdem auf was sie konditioniert sind. Es bestätigt viele Ansichten, die man vorher aufgebaut hatte und die Wahrnehmung blendet “unpassende” Fakten aus.

In meinem letzten Artikel bin ich auf einige Aspekte dieser Krise eingegangen, die uns wohl erwarten werden und schon eintreten sind. Darunter ist die Stimmung des Weltuntergangs. Solche Weltuntergangsstimmungen gibt es seit mindestens 2000 Jahren. Zumindest so lange wird bereits darüber berichtet. Bücher wurde über solche Endzeiten und die Stimmungen der Menschen geschrieben. Jedes Mal fühlt es sich natürlich an, wie wenn dieses Mal alles schlimmer ist und wird. Und ich möchte mit meinem heutigen Artikel auch nichts verharmlosen. Aber ich möchte die Krise in den richtigen historischen Kontext rücken und ein paar Gedanken dazu teilen, was wir mit der jetzigen Zeit tun können. Und vielleicht habt ihr ja auch ein paar Ideen und schreibt sie in den Kommentarbereich. In jeder Krise stecken auch Chancen, die aber oft verdeckt von Ängsten und Panik sind.

 

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Im Judentum, Christentum und im Islam mit der Muttermilch aufgesogen: Die Endzeit. Es ist hochinteressant, sich mit den ganzen nicht eingetroffenen Aussagen über das Ende zu beschäftigen. Bild: Das Jüngste Gericht in der Sixtinischen Kapelle (Wandgemälde von Michelangelo, 1537–1541) 

Quelle: wikipedia/Gemeinfrei

 

 

Hier erst einmal ein kleiner Überblick über die Seuchen der letzten 2000 Jahre, um unsere Situation richtig beurteilen zu können:

 

 

  • Nicht identifiziert, Römisches Reich, 165 – 190, bis 10 Millionen Tote. Der Erreger der Antoninischen Pest ist nicht geklärt worden, vermutlich handelt es sich um Pocken.

 

  • Die Pest, 1346 – 1353, mehr als 25 Millionen Tote. Die Große Pest von 1348/1349 in Norwegen forderte allein mehr als 200.000 Tote.

 

  • Die Pocken, 1519-1520, 5-8 Millionen Tote in Mexico.

 

  • Cocoliztli, 1545/46, erster Ausbruch, nicht identifiziertes Hämorrhagisches Fieber, 800.000 Tote in Mexico.

 

  • Cocoliztli, 1576-78, zweiter Ausbruch, nicht identifiziertes Hämorrhagisches Fieber, 2 Millionen Tote in Mexico.

 

  • Die Pest, 1708-1714, Nordeuropa, 1 Million Tote.

 

  • Russische Grippe, 1889-1890, weltweit 1 Million Tote.

 

  • Spanische Grippe, 1918-1920, weltweit bis zu 50 Millionen Tote.

 

  • Asiatische Grippe, 1957/58, weltweit bis zu 2 Millionen Tote.

 

  • Cholera, seit 1961, weltweit mehrere Millionen Tote.

 

  • Hongkong Grippe, 1968-1970. Weltweit 1 Million Tote.

 

  • Russische Grippe, 1977/78, weltweit 700.000 Tote.

 

 

Seit 1980 starben ausserdem weltweit über 36 Millionen Menschen an HIV.

Das sind nur die großen bekannten Seuchen der letzten 2000 Jahre. Vieles wurde in früheren Zeiten auch nicht bekannt, da erst in unserer Zeit die flächendeckende Versorgung mit Information in Sekundenschnelle möglich ist. Der umfallende Sack Reis in China, löst heute womöglich doch eine Meldung auf Twitter oder anderswo aus. Diesen Faktor darf man nicht unterschätzen! Aber wenn man sich diese vergangenen Ereignisse in den Sinn ruft, dann wird klar, was wir derzeit erleben ist kein singuläres Ereignis. Sondern solche Dinge passieren immer wieder. Und gemessen an der heutigen Weltbevölkerung und Besiedelung ist die Situation sogar noch recht gut im Griff. Was aber ein typisch heutiges Problem ist, sind die Auswirkungen in der global vernetzten Wirtschaft und Folgen für die Märkte.

 

 

Hong Kong Street Market
Kein Zynismus: Der Strassenmarkt in Hongkong. Die Auswirkungen globaler Krisen auf die Finanzmärkte ist eines der größten Probleme in der heutigen Zeit. Der “umfallende Sack” Reis kann sich dramatisch auswirken. Vor allem, wenn er “gehebelt” ist.

Quelle: gettyimages/istockphoto

 

 

 

Markt, Plural: Märk·te

Substantiv, männlich [der]

Bedeutungen:

[1] Handel: Einrichtung/Ort zum Handel mit Waren und Dienstleistungen
[2] verallgemeinert: Sphäre der Warenzirkulation
[3] Wirtschaft: Angebot und Nachfrage einer bestimmten Klasse von Waren

 

 

 

Wie in dem Blackwater.live Telegram Kanal geschrieben, werde ich die nächsten Monate hierauf regelmäßig eingehen. Wen das interessiert, der kann in den Telegram Kanal von Blackwater.live kommen. Das ist völlig kostenfrei. Warum Telegram perfekt für diese Art von Kommunikation ist, könnt ihr hier in einem extra Artikel über Telegram lesen: HIER.

Telegram ist krisenerprobt (Bürgerkriege, Naher Osten, schlechter Empfang), kostet euch nichts und ist genauso einfach wie WhatsApp, aber ohne die Nachteile. Im Gegenteil, Telegram hat sogar mehr Funktionen. Außerdem kann man selbst Videos blitzschnell teilen. Man muss jede Datei nur ein mal hochladen. Alles andere könnt ihr in dem Artikel lesen.

Wenn ihr die App installiert habt, könnt ihr unter diesem Link dem Kanal beitreten:

 

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https://t.me/blackwaterliveblog

 

 

 

Wie ist die Grundausrichtung von Blackwater.live?

Kein Untergangsprophet, aber auch kein “alles wird gut Schreiberling”. Als Ex-Banker mit jahrelanger Berufserfahrung im Private Banking von Privatbanken aber auch als Anlageberater einer unbedeutenden Geno-Bank, sieht man die Investmentwelt doch etwas nüchterner. Zumal ich im Job auch die große Krise und ihre Verwerfungen 2007/08 miterlebt habe. Ich habe schon vor zwei Jahren auf Risiken hingewiesen und was die Probleme bei Überschussliquidität sind oder auch, warum man 6% p.A. bei ETFs vielleicht nicht einfach auf die nächsten 30 Jahre hochrechnen kann. Das mache ich zwar auch ab und an, weil man irgend eine Planung durchführen muss. Aber ich habe auch auf Faktor X oft genug verwiesen und dass diese Werte nicht garantiert sind. In der Welt des Internets wurden selbst die 6% p.A. in den letzten Jahren als zu pessimistisch verkauft.

Im Laufe der letzten zwölf Jahre, habe ich auch eine Menge Ansichten und Thesen von Untergangspropheten miterlebt. Was soll ich dazu sagen? Auch ein blindes Huhn pickt mal ein Korn oder auch das Zeitungshoroskop trifft mal zu. Dazu kommen Interessen wie Bücher verkaufen oder sogar eigene Fonds. Diese Interessenskonflikte muss man immer berücksichtigen. Das ist mit das erste, was man sich fragen sollte: Was hat der andere davon, mir seine Prognose zu “verkaufen”? Oft steckt das Phänomen dahinter, dass jemand erst das “Haus anzündet” oder zumindest davon partizipiert und dann selbst die Feuerwehr spielt. Mehr schreibe ich dazu heute nicht.

Gut, gehen wir an das Praktische. Wie sieht die Lage heute aus? Diesen Bericht gibt es wie gesagt auch im Telegram Kanal, regelmässig aktualisiert.

 

 

Was tun? Ein kleiner Ausblick.

Am besten ist erst einmal Cash, so sehen es die meisten institutionellen Anleger in solchen Phasen. Das war auch 2007/2008 bereits so. Aus allen Assetklassen fliesst das Geld derzeit ab. Cash ist King. Viele Unternehmen brauchen für die nächste Monate Liquidität, das verstärkt diese Phase. Sie wird von manchen auch deflationäre Phase genannt, weil diese Verkäufe zum Fallen der Assetpreise führen. Das trifft übrigens auch auf Gold zu.

Wer also jetzt auf Cash sitzt, sollte das überwiegend beibehalten und nur schrittweise in den Markt kaufen. Mit Sparplänen. Keine Einzelaktien!! Die Risiken sind viel zu hoch. Es ist nicht absehbar, wer von dem Dominoeffekt die nächsten Wochen getroffen wird. Selbst wenn sich hier jemand für ganz schlau hält und glaubt das alles zu wissen, durch die versteckten Verknüpfungen (beispielsweise durch Derivate) bleibt das Risiko hoch.

Wenn man jetzt kauft, dann den MSCI World Index kaufen. Physisch, nicht synthetisch. Der Vanguard All-World bietet sich hier immer an. Die eigene Risikobereitschaft realistisch einschätzen und nach folgenden kostenlosen Modell handeln: Blackfolio©

Ich möchte auch wieder darauf verweisen, dass keine “Bankberatung” oder ähnliche windige Empfehlungen jemals dauerhaft, nachhaltig und reproduzierbar den Index schlägt, vor allem wenn man das Ganze nach Kosten sieht. Daher sind sämtliche Individualempfehlungen Schwachsinn. Niemand braucht “Beratung”, ausser es geht um “Händchen halten”. Das mache ich gerne für euch, aber im Telegram Kanal. Und zwar kostenlos.

 

 

Wie soll ich meine Cash-Bestände verteilen?

Bei keiner Bank derzeit mehr als 100.000,00 Euro auf Konten liegen haben, falls möglich. Das Depot ist hiervon nicht betroffen, es geht um Konten. Falls es doch sein muss, dann wenigstens bei stabileren Banken. Also auf keinen Fall Deutsche Bank, UniCredit, Santander Gruppe.

Eine Mail hatte mich wegen P to P Krediten erreicht, die Rendite war bislang bei einigen hier sehr gut. Achtung: Hier wird es zu massiven Ausfällen kommen, da die Leuten ihre Jobs verlieren werden oder zumindest auf Kurzarbeit oder unbezahlten Urlaub runtergestuft werden. Also eher die Finger davon lassen.

Gold: Müsste doch noch viel mehr steigen, oder? Da habt ihr Recht, liebe Leser! Aber Gold wird auch massiv manipuliert, da es ein Krisenindikator war und bleibt. Hier ist das Interesse hoch, dass der Goldpreis selbst nicht zu hoch steigt. Gehebelt über Kontrakte Gold zu kaufen wurde schon vor Jahren verboten (Nach der 2008er Krise). Ausserdem wurden damals massive Marktmanipulationen bekannt. Dazu kommt, dass auch Gold in dieser deflationären Phase verkauft wird. Ausnahme sind die Privatanleger, die bei Degussa & Co. sich mit Barren eindecken. Meist wird das von den Crash-Propheten noch angeheizt.

 

Anleihen, allgemein

Die EZB kauft vieles auf, daher fallen die Kurse nicht. Ich halte es für toxisch Anleihen (Kredit) zu kaufen. Es ist nicht klar, wer diese Krise überlebt. Und einen wirklichen Rendite – Benefit hat es auch nicht. Finger weg von jeglichen Verbriefungen. Dazu gehören auch Zertifikate jeglicher Art. Hier wird euch eine Wette verkauft, die von der Tatsache ablenkt, dass dahinter Schulden stecken. Ein Zertifikat ist im Regelfall eine Kombination von Anleihe und Derivat. Es gibt auch in normalen Marktphasen selten Gründe für den Kauf von Anleihen. In dieser jetzigen Phase sollte man es auf gar keinen Fall tun!

 

 

Immobilien

Reagieren träge auf die gesamte Entwicklung, aufgrund langlaufender Verträge. Insolvenzen werden aber zu höheren Leerständen bei Gewerbeimmobilien führen. Ausserdem werden auch Immobilien bei Anhalten der Krise zu Cash gemacht. Natürlich erst nachdem alles andere liquidiert wurde.

Private Immobilien werden im Preis sinken, wenn die Arbeitslosenzahlen steigen. Das geschieht auch mit Zeitverzögerung. Beginnend in der Pampa. In Lagen wie München oder Heidelberg etc. erwarte ich das nicht, hier ist der Preis durch vermögende Menschen getrieben, die ihr Vermögen nicht aus Gehalt beziehen, sondern Erbschaft/Generationenbanking oder teilweise Unternehmertum. Hier haben höhere Arbeitslosenzahlen die geringsten Auswirkungen. Das hat sich auch in vergangenen Krisen immer wieder gezeigt.

 

Zinsen & Inflation

Es wird höhere Negativzinsen geben. Es wird noch mehr Geld in Umlauf gebracht werden. In den USA kann man dies schon jetzt erleben. Dieses Geld trifft auf weniger Waren, was die Preise nach oben treiben wird. Prominentestes Beispiel in Deutschland: Das Klopapier.

Ich gehe aber grundsätzlich nicht von einer Inflation im Alltag aus, solange die Warenversorgung sicher gestellt ist. Und abgesehen von einzelnen Engpässen, ist dies bislang der Fall. Dazu kommt, dass bei Ausgangssperren und ähnlichen Massnahmen die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes weiter reduziert wird. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes ist ein Faktor, den viele in den Prognosen unberücksichtigt lassen. Diese ist die letzten Jahre immer weiter gesunken. Das hat einen gegenteiligen Effekt auf die Inflationsraten.

Einen sehr schönen Artikel habe ich euch aus Wiki verlinkt, wenn man sich da etwas einlesen will. Er öffnet sich unter einem extra Fenster: Umlaufgeschwindigkeit des Geldes.

 

FX

Sehr volatil, aber handelbar. FX hat was die Handelstheorie angeht, mit allen anderen Märkten nichts zu tun. Hier geht es nur um Volatilität, Geschwindigkeit und nach Risiko gewichtete Handelsmodelle, die auf der Zeitachse abgetragen werden. Mit maximalen Risikomanagement halte bei Short-Term ich die 1-4% im Monat weiterhin für machbar. Oft muss man aus Sicherheitsgründen passiv sein. Long-Term ist es schwieriger, da es manchmal zwar riesige Bewegungen gibt, aber die Ausschläge auch enorm sind und man dann ausgestoppt wird, obwohl man richtig liegt. Hier wird es noch ein paar Tage dauern, bis die gröbsten Verwerfungen hinter uns liegen.

Wer ganz neu ist und wirklich supereinfach mal rein schnuppern mag, kann sich bei Phoenix FX© anmelden: Hier. Wer zufrieden ist, kann durch die Weiterempfehlung jeden Monat 30,00 Euro pro Kunde und Monat verdienen. Es gibt keine Grenzen nach oben und läuft automatisch. Phoenix FX© kostet nur 5 Minuten Zeit am Tag und kann definitiv von jedem umgesetzt werden!

 

 

Crypto

Wird zu FIAT Money. Was ist das? Wiki erklärt es: Fiatgeld.

Cryptogeld wird also wieder in Cash getauscht. Daher die massiven Einbrüche derzeit. Cryptogeld wie Bitcoin und Co. ist KEINE Krisenwährung, eher eine Art Bargeldersatz in normalen Zeiten. Es hat durchaus eine Zukunft, ist aber derzeit ein reines Spekulationsobjekt und keine Wertaufbewahrungsmöglichkeit oder Geldanlage.

 

 

Das soll für heute mal als keiner Überblick dienen. Die Frage die sich nun stellt ist, was werden wir die nächsten Wochen und Monate tun? Denn mal Hand aufs Herz, die regelmäßigen Leser von mir sind langfristige Anleger in World-ETFs und langfristige FX Kunden. Beides endet mit dieser Krise nicht, es ist für viele Neueinsteiger sogar eine riesige Chance. Und über Geduld und Zeit haben wir oft gesprochen. Hier gibt es also keinen Grund, für schnelle und panikartige Handlungen.

Wie können wir aus der gewonnen Zeit in den nächsten Wochen das Beste machen?

 

 

Bad news
Die Medien und hysterische Menschen mit Endzeitgedanken können unsere Ängste verstärken. Was nützt uns jeden Tag ein Update über Horrornews?

Quelle: gettyimages/istockphoto

 

 

Viele von uns arbeiten derzeit von daheim oder sogar weniger bis gar nicht. Die Versuchung ist gross, diese Zeit im Internet zu verbringen und sich nur mit Horrornachrichten zu beschäftigen. In dieser Gefahr steht jeder. Die ersten Tage habe ich auch zu viele Nachrichten konsumiert. Bis zu einem gewissen Grad ist es natürlich richtig informiert sein zu wollen. Aber es gibt eben auch einen abnehmenden Grenznutzen. Ich finde folgende Frage hilfreich: Wie ändert sich mein Leben, wenn ich nur ein Mal in der Woche Nachrichten schaue, statt jeden Tag? Bei den meisten wird es so sein, dass sie weniger Ängste haben und es keinen Nachteil bringt, nur in größeren Abständen informiert zu sein. Natürlich muss man Augenmass haben, es gibt durchaus Menschen, denen würde etwas mehr Bildung und Nachrichten nicht schaden, wie ich die letzten Jahre immer wieder festgestellt habe. Aber für 99,9% meiner Stammleser wird das nicht das Problem sein, davon bin ich wirklich überzeugt.

Wenn wir uns unser Gehirn wie eine Festplatte vorstellen, dann ist es doch klar, dass wenn wir nur negative und einseitige Informationen einspielen, dass wir irgendwann damit “voll” sind. Wir leben dann in einer völlig verzehrten Wirklichkeit und diese Ängste wirken sich auf unsere Psyche und auch auf den Körper aus. Genauso wie Nachrichten zum Problem werden können, können es die WhatsApp Status von anderen sein, die voll mit dem Krisenmodus sind. Erst war es meistens die Selbstdarstellung und Poserei, jetzt ist es Corona. Braucht man das wirklich? Hilft es einem im Leben?

 

Daher möchte ich noch einige positive Gedanken mit euch teilen und die ein oder andere Idee. Und wie schon erwähnt, schreibt doch eure Ideen in den Kommentarbereich. Ich arbeite derzeit an folgenden Punkten:

 

 

  1. Newsdiät. Hierzu wurde schon viel geschrieben. Jetzt ist die richtige Zeit auf Dauerbeschallung zu verzichten und auch mal Stille zu geniessen.
  2. Sport und frische Luft. Es ist erlaubt einzeln draussen Sport zu machen oder spazieren zu gehen. Und nebenbei bemerkt, ist es derzeit auch sehr viel ruhiger.
  3. Ein gutes Buch lesen. Wann haben wir zuletzt ein Buch gelesen?
  4. Eine neue Sprache lernen. Hier bin ich zuletzt etwas zurück gefallen. Aber grundsätzlich: Eine neue Sprache ist der Schlüssel zu anderen Kulturen. Jetzt haben wir die Zeit, für einen guten Start. Wenn wir durch das Lernen einer neuen Sprache andere Menschen kennen lernen, bereichert das unser Leben enorm.
  5. Offline Zeit – Sabbat. Ich habe bereits einmal über den Sabbat geschrieben. In Israel ist von Freitagabend bis Samstagabend alles an Geschäften zu. Das ist deutlich restriktiver, als bei uns der Sonntag. Auch Bahnen fahren in Jerusalem nicht. Die Menschen sind mit der Familie zusammen, singen, tanzen, essen und trinken und arbeiten wirklich nichts. Das hat mir so gut gefallen, dass ich es direkt übernommen habe. Warum also nicht mal etwas neues probieren und die Woche nach einem anderen 6/1 System strukturieren, von Sonntag (Wochenanfang) bis Freitagabend/Samstagabend (Wochenende). Dadurch, dass wir diese Ruhezeiten oft so aufgeweicht haben, haben wir viel zusätzlichen Stress im Leben. Natürlich könnt ihr auch einen anderen Tag wählen, aber es ist wichtig konsequent zu sein. Handy aus!
  6. Restaurants sind geschlossen. Eine gute Zeit selbst zu kochen oder mit der Familie. Das spart nicht nur Geld, es ist auch gesünder.
  7. Nachdenken. Das ist die beste Zeit dafür. Wenn die Welt also nicht untergeht, was machen wir dann mit unserem Leben, wenn die Krise vorbei ist? Was möchten wir noch erreichen oder erleben? Ich mache nur ein Beispiel: Auch ohne krank zu sein, ist die Reisefreiheit jetzt in relativ kurzer Zeit eingeschränkt worden. Gibt es nicht noch Orte auf der Welt, die wir unbedingt mal sehen wollten? Schreiben wir uns diese doch auf und nehmen wir uns vor, diese nach der Krise zu besuchen.
  8. Sparen. Vielleicht mit dem 3-Konten-Modell? HIER habe ich mal unter einem extra Fenster das 3-Konten-Modell meiner Mitschreiberin Safiya verlinkt. Noch vor einem Jahr bin ich belächelt worden, als ich über die Vorbereitung auf eine Rezession schrieb. Nun kommt sie. Aber man kann immer noch etwas tun. Und noch etwas: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Ist diese Krise erst einmal vorüber, sollten wir nie vergessen, was wir in der Krise gelernt haben. Weniger Geld für Konsum ausgeben, mit weniger zufrieden sein, mehr bewusst leben und erleben!

 

 

Blackwater.live - Jaffa Street in Jerusalem
Anders als an unserem Sonntag, ist am Sabbat in Jerusalem wirklich alles zu. Es fahren auch keine Bahnen und Busse. Die Menschen nutzen die Zeit zur Entspannung mit der Familie. Das Leben ist entschleunigt und Arbeit ist von Freizeit klar getrennt.

Quelle: eigen. Jaffa Street in Jerusalem an Sabbat

 

Con·clu·sio

/Conclúsio/

 

Es ist eine spannende Zeit, in der wir leben. Und es ist eine Krise, die auch vieles verändern wird. Das muss aber nicht schlecht sein. Es kann zum Umdenken führen, zu mehr Lebensqualität und bewussten Erleben. Zu mehr Dankbarkeit und “über den Tellerrand” blicken. Zum Beispiel, indem wir mit unseren Mitmenschen enger zusammen wachsen und uns als Menschheitsfamilie sehen. Wir können noch so viel tun und uns jetzt die Vorsätze dazu fassen. Sobald das soziale Leben wieder erwacht, können wir auch mit einem neuen Leben starten und Dinge anders angehen, als wir es bisher getan haben. Das ist für unsere Lebensqualität viel wichtiger als Geldanlagen.

Nutzen wir diese ruhige Zeit und den Freiraum, den wir jetzt haben!

Ich wünsche euch allen an dieser Stelle Gesundheit und ein gelassenes Herz.

 

 

 

 

“Only after disaster can we be resurrected. It’s only after you’ve lost everything that you’re free to do anything. Nothing is static, everything is evolving, everything is falling apart.”

– Chuck Palahniuk

42 Kommentare zu „Corona, Märkte, Panik, Börse, Endzeit

  1. Für mich sind die Weltuntergangspropheten wie die Schmeißfliegen auf dem Mist, so stürzen sie sich auf diese Weltuntergangsstimmung und sehen ihre “Endzeit-Phantasien“ als bestätigt. Peinlich und unerträglich. Überall werden derzeit Whatsapp Kettenbriefe verschickt. Wie krank muss man sein sich daran noch aufzugeilen. Ich schliesse mich an, guter Artikel!

  2. Es ist die Zeit der Ratten. Wie Ratten kommen alle aus den Löchern gekrochen, die Angst machen wollen und verbinden ihre kruden Theorien mit Corona. Egal ob Ende, Weltverschwörung, Freimaurer oder das fliegende Einhorn. Ich finde es ekelhaft und abstossend. Es ist eine Vergewaltigung des Verstandes und der Emotionen. Glauben halte ich für wertvoll wie du, aber es ist nichts was solche Ereignisse braucht und missbraucht.

    Dein Artikel räumt gut damit auf ohne Glauben ins Lächerliche zu ziehen. Man merkt es bedeutet dir etwas gläubig zu sein, aber du möchtest nicht zu diesen Betrügern gehören. Und deswegen auch von mir: DANKE Martin/Blackwater.

  3. Unaufgeregt bleiben ist der Rat der Stunde. Guter Artikel, der sich der Panikmache entgegen stellt. Jetzt ist die Stunde der Trittbrettfahrer, Endzeitstimmung lässt grüßen. Gerade die ganzen apokalyptischen Spinner drehen komplett durch. Das war bisher auch einer der vielen Gründe, warum ich Religion abschreckend finde. Aber mir gefällt, wie du sogar mit der Bibel gezeigt hast, dass diese Ansichten falsch sind. Danke dir! Gerade letztens habe ich wieder von Bekannten gehört(Freikirche), Corona sei ein Anzeichen, dass der finale Teil der letzten Tage angebrochen sei. Sie bereiten sich darauf jetzt vor. Meine Gegenfrage war: Geht ihr in die Kirche wegen Furcht vor dem Ende oder weil ihr Gott liebt? Jesus predigte doch Liebe und keine Furcht.(habe ich von deinem Blog, nochmal danke) Es kam nur ein dummer Blick.😃

  4. Nein, das Ende kommt nicht. Es sind die kleinen Dinge vorher, die mich gehörig aufregen. Ich muss gerade noch zwei Wochen raus arbeiten und es ist erschreckend, wie viele Leute noch in der Straßenbahn sitzen und von 30 Personen husten und schniefen rund 10 Leute. Natürlich wird ins Nichts reingehustet wie sonst auch. Sonst würde das Handy runterfallen, auf das man die ganze Zeit glotzt. Was für eine gestörte Gesellschaft.

  5. Ich kann mir kaum vorstellen das die Situation in Deutschland vor Ende Juni halbwegs im Griff ist. Italiens März und April werden unser April und Mai werden. Mindestens. Panik hilft nicht, Jammern auch nicht. Was bei den Deutschen hilft ist? Na? Eine Idee? 1,2,3…. Das Wichtigste ist jetzt erst mal zu debattieren. Sollte man halbwegs zu einem Ergebnis kommen, müssen natürlich bestehende Einreden besprochen und ausführlich diskutiert werden. Sollte dann noch jemand nicht infiziert sein, täte es sicher Not, sich im finalen Stuhlkreis zu treffen um etwaige Bedenken zu beurteilen und zu debattieren. Und dann Kommissionen und Untersuchungsgruppen bilden. Alle an den Händen halten. Oder besser nicht.

  6. Tachchen Tachchen! Ich möchte nicht schadenfroh sein. Aber die ETF-reich-mit-40 Kinder und die ganze Finanzblogszene hat eine ordentliche Abreibung bekommen. Die letzten Jahre war es für jeden Dödel einfach ein paar Aktien zu kaufen und alles stieg immer. Jetzt wird bereinigt. Warum ich das gut finde? Wenn ich die letzten Jahre nur ein mal zu etwas Vorsicht im Bekanntenkreis mahnte, wurde ich belächelt. Selbst die Freundin meiner Frau, die wirklich NULL Ahnung von Finanzen hatte, kaufte Aktien und lachte über meine Warnungen. Also ja, ich gebe es zu. Ich bin schadenfroh. Vielleicht wird diese Dummheit nun auskuriert. Ja zu Aktien, aber die Kurse können steigen UND fallen.

  7. Diese 10 Punkte habe ich in der Welt gelesen. Es geht darum eine tägliche Struktur aufrecht zu erhalten:

    1. Strukturieren Sie Ihren Tag.

    2. Teilen Sie jedem eine Arbeit, eine Beschäftigung zu.

    3. Treiben Sie Sport – sofern das in den eigenen vier Wänden möglich ist.

    4. Legen Sie eine „Lernstunde“ fest.

    5. Gönnen Sie sich eine Stunde, die ganz allein Ihnen gehört.

    6. Kommen Sie danach als Familie wieder zusammen, trinken Sie bewusst einen Kaffee oder Tee, um wieder wach zu werden, und reden Sie über die Dinge, die Ihnen durch den Kopf gehen.

    7. Machen Sie einen Spaziergang.

    8. Blicken Sie beim Abendessen gemeinsam auf den Tag zurück.

    9. Spielen Sie miteinander.

    10. Nehmen Sie sich einmal bewusst Zeit für sich. Nutzen Sie die Zeit der Abgeschiedenheit, um Rückschau auf Ihr Leben zu halten.

    Das wird die nächsten Monate wichtig sein.

    1. Gibt es wirklich Leute die diese Listen nutzen? Die Zeit daheim ist doch ideal um mal zu tun, was man sonst nie machen konnte. Auch wenn das bedeutet einfach faul auf dem Sofa zu liegen.

    2. Solche Punkte helfen Normalität zu schaffen und nicht in Panik zu verfallen. Da er hier schon einmal zitiert wurde: Le Bons “Psychologie der Massen” funktioniert auch bei Panik – sehr negativ für uns alle. Wir sind gefangen in diesem mentalen Modell und finden den Ausgang nicht.

  8. Ich denke das ist auch eine gute Gelegenheit sich zu überlegen, welche “Institution” im eigenen Umfeld so wichtig ist, das man sie selbst erhalten möchte. Das kann im meinem Fall das lokale Kino, der Tango Lehrer oder die Pizzeria um die Ecke sein. Will ich das wirklich dem Schicksal überlassen, ob sie die Krise überleben, oder selbst mit einem signifikanten Beitrag einspringen.
    Schau ich auf meine aktuellen Aktienkursentwicklung, kann ich hier mit vergleichbar kleinen Beträgen wirklich was bewegen. Oder angenommen, das normale Gehalt läuft weiter, wie wäre es die 40% Unterschied zu Kurzarbeit, in ein solchen Kandidaten zu “investieren” (oder eher zu versenken), der aber das Leben vergnüglich macht.

    1. Ein genialer Gedanke. Den gab beim Börsen-DAX-Müller in seiner Video Botschaft auch. Bierchen in der Kneipe im Voraus bezahlen. Die 10 Bier dann später saufen. Nach Corona. Mit Corona. Aber im Ernst: Ich finde den Gedanken gut!

    1. Ein Untergang der Wirtschaftssysteme und der damit kommende Zerfall der Gesellschaft ist es jedenfalls sicher nicht. Die Durchseuchung muss so oder so erfolgen. Und wie lange sollen die Leute den jetzigen Zustand aushalten? Das was wir erleben, ist die Ruhe vor dem Sturm.

  9. Hallo liebe Leser, auch heute dachte ich, ich hinterlasse euch eine kurze Nachricht hier. Ich arbeite gerade an verschiedenen Artikel um euch etwas aufzumuntern, ganz neben der Arbeit die täglich anfällt. Jeder von uns macht sich derzeit mehr oder weniger Sorgen über die aktuelle Entwicklung. Aber es ist ganz wichtig, dass diese Sorgen nicht unser Denken bestimmen. Manche Menschen sagen dann einfach, man muss positiv denken und wirken fast wie etwas unter Drogen. Einfach positiv denken und alles wird gut. Das ist eine sehr naive Lebenseinstellung. Richtig und wichtig ist es, sich mit positiven Inhalten auseinander zu setzen und nicht zu viel negative Nachrichten aufzunehmen. Ein Beispiel, welches mir gerade einfällt ist eine junge Frau aus Ost-Jerusalem, die ich dort kennen gelernt habe und die mir etwas aus ihrem Alltag geschrieben hat. Obwohl sie und ihre Familie natürlich auch von massiven Einschränkungen bedroht ist, steht sie jeden morgen auf und nimmt sich vor ihren Tag positiv zu gestalten. Sie freut sich über den Sonnenschein, beobachtet Vögel, geniesst ausgiebig ihr Frühstück mit der Familie zusammen. Sie ist Masterstudentin (Jura) und sicher nicht einfältig. Aber sie fokussiert sich auf ein kurzfristigeres Zeitfenster (heute) und sieht die schönen Dinge, die es jeden Tag zu sehen gibt. Vielleicht können wir etwas von ihr übernehmen und uns für jeden Tag auch etwas vornehmen, was uns Freude macht. Euch allen einen schönen und glücklichen Tag.

    Martin von Blackwater.live

    1. Gutes Beispiel von der cleveren jungen Frau. Die Erwähnung von Einfältigkeit in dem Zusammenhang positives Denken finde ich wichtig, denn oft sind diese “alles ist positiv” Menschen nicht gerade die hellsten Kerzen auf der Torte oder sehr ungebildet. Wenn man nichts weiss, nichts mitbekommt und die Welt nicht mal im Ansatz versteht, dann ist es sehr einfach positiv zu sein. Lalala, der Himmel ist blau. Schön.

    2. Das finde ich so lieb von dir, danke für die schönen Artikel, die aufmunternden Worte, die Hilfe und einfach alles.🥰 Einfach nur schön.🥰

    3. Hi Black, danke für deinen guten Job in der Zeit. Aufmunterung und Unterstützung kann jeder von uns derzeit gebrauchen. Ich finde es klasse, dass es immer mehr Menschen und auch sogar Unternehmen in dieser Zeit gibt, die anderen helfen. Die Menschheit ist doch nicht nur schlecht, wie man manchmal meinen könnte.

  10. Es muss irgendwie weiter gehen, auch wenn es kommt wie in dem letzten Artikel beschrieben: Tote und eine Menge Abschiede. Aber ganz realistisch: Wollen wir in einer modernen und oft hysterischen Gesellschaft wirklich alle Jahre wieder bei Aufkommen eines neuartigen Virus mit Pandemie-Potential die Weltwirtschaft für mind. 4-12 Wochen einmal so anhalten, mit einem Schaden in Höhe von vielen Billionen Euro oder Dollar? Können wir uns das wirklich leisten? Vorsorge hätte die Politik längst treffen können und müssen. Stattdessen wurde das Gesundheitssystem über Jahrzehnte kaputtgespart und ist dennoch so teuer, wie nie zuvor. Und genauso ineffizient, wie nie zuvor. Es wied schlimm kommen. Und es gilt viele drastisch zu ändern wenn es vorbei ist. Im Staatshaushalt tut ein dringender Umschichtungsprozess Not! Weg von Sozialleistungen für jene, die nicht produktiv tätig sind hin zu einer starken, nachhaltigen Investitionstätigkeit des Staates, Förderung von Zukunftstechnologien hierzulande und einer stabilen, deutlich besseren Entlohnung im Dienstleistungssektor und insbesondere im Gesundheitswesen! Den einzigen Vorteil in der Corona-Epidemie sehe ich darin, dass das völlig überzogene Thema des (unvermeidlichen) Klimawandels zurückgedrängt wird und aus den Tagesnachrichten verschwindet.

  11. Ein Lichtblick Artikel. Aber ich bin skeptisch und gehe eher von eine sehr negativen Entwicklung aus. Folgende Rechnung wurde vor einer Woche auf einer anderen Seite gepostet: Startwert fiktive 100 (1.März) Wachstum 20% 30 Schritte bis Ende März 23815 Infizierte. Ändern wir das Wachstum auf 25% = 80751 bis Ende März. 60 Schritte bis Ende April Bei 20 % Wachstum 5 653 306 Infizierte. Bei 25 % Wachstum 65 230 899 Infizierte.

    Das war Anfang März die Rechnung. Wie viele Infizierte haben wir heute in Deutschland? Über 30.000. Wir liegen also ganz „gut“ mit den Zahlen, es wird ein Horror werden. Ab einem gewissen Punkt wird die Kurve kurz horizontal verlaufen und dann steil nach unten gehen. Es sind dann alle infiziert, eine Ansteckung ist dann nicht mehr möglich. Darauf setzt man in GB, man schützt nur die Risikopatienten. Es wird viele viele Tote geben und es wird Deutschland und die Welt verändern.

    1. Toll. Innerhalb eines Tages sind in Deutschland weitere 4118 Menschen positiv getestet. Prognose stimmt. Mal sehen wo wir dann am Ende des nächsten Monats stehen. Und die Totenanzahl wird nachgelagert auch ansteigen. Einfach 2-4 Wochen abwarten. Supergau pur. 2020.

  12. Es ist wirklich schrecklich was passiert und alles hat sich in nur zwei Wochen verändert. Jetzt heisst es daheim sitzen, ich hab Erkältung und weiss nicht ob es das ist. Aber ich fühle mich jetzt nicht soo schlecht. Keine Ahnung. Aber daheim wird man fett. Ich wünschte mal Schokolade wäre leer und nicht Klopapier. 😂😂 Meinen Geschmack hab ich aber noch, also hab Ichs nicht.😂 Ein Vorteil von Corona ist übrigens dass Bargeld verschwindet. Das fand ich immer schmutzig und eklig und mit diesen Viren ist es noch unnötiger. Jetzt werde ich mir mal überlegen was ich von deinen Punkten umsetzen kann. Mehr Zeit habe ich, aber momentan bin ich auch echt sehr lustlos und will nur noch schlafen. Gute Naaaacht….Bleib gesund!

  13. Gute finde ich es keine Panik zu machen. ABER: Die Einschätzung der Gefahr und Ablehnung der Maßnahmen, die zum Zweck der Verlangsamung ergriffen werden, irritiert. Und das sehe ich in den Medien und bei Unbelehrbaren Idioten auf der Strasse. Die Mortalitätsrate, die Übertragungsrate, der Erwerb von Immunität durch überstandene Infektion und das, was passiert, wenn der Virus mutiert, nicht erkannt. Was bekannt ist, daß nur max. 5.000 Intensivbetten zur Verfügung stehen. Momentan erhöht sich die Zahl der Fälle um 1,2 bis 1,4 % zu denen des Vortags, gib mal 1,2 hoch 30 in deinen Taschenrechner ein und multipliziere das mit 10.000 aktuell, dann weißt du, was in Deutschland in einem Monat los ist. Ohne Behandlung könnte die Sterberate davon 5-10 % betragen. Dann werden die Leichen überall rumliegen und wir brauchen eine Kühlhalle wie in Spanien. Aber klar, genug Deppen gehen weiter in die Kneipe, feiern ihre Intelligenz mit Corona Bier. Nur wenn es gelingt, die exponentielle Kurve zu verflachen haben wir eine Chance und es wird 3 Jahre dauern, bis alles halbwegs so läuft wie vorher. Mal sehen welche Unternehmen dann am A. sind. Gestern Vapiano, heute traf es Maredo, nicht mal Kohle für zwei Wochen auf der Seite. Das sind die Zombies. Davon gibt es viele.

  14. Hallo Blackwater, das entwickelt sich alles sehr dramatisch und ich beginne mir etwas Sorgen zu machen. Meine größte Sorge ist Langeweile, von daher cooler Artikel. Aber was kommt danach? Jobverlust? Kein Geld mehr? Es ist echt nicht einfach darüber nachzudenken. Ich bin seit meinem letzten Post doch wieder in D-Land zurück, weil ich hier mehr Freunde und meine Familie habe. Cool dass du in Istanbul warst wollte ich noch schreiben. Echt mega!

  15. @BW: danke für den Artikel, ich bin froh, dass es außer mir noch Menschen gibt, die keine Panik bekommen und Ihr Großhirn noch normal am laufen halten 😉 Die meisten Menschen werden ohne Behandlung gesund. Sie werden es wahrscheinlich als Erkältung wahrnehmen. Wenn die Grippewelle abflacht und weniger gehustet und geschnieft wird, somit auch weniger Arztbesuche anstehen, werden die Messungen auch geringer ausfallen. Vernunft und Hygiene sind wichtig, aber Panik ist völlig fehl am Platz. Wenn es etwas positives für die Zeit danach zu vermelden gibt dann hoffentlich, dass die deutsche Bevölkerung sich in Zukunft hygienischer verhält. Das muss ich gerade im Vergleich mit anderen Nationen vermelden. Der gemeine Deutsche verhält sich oft wie ein Bauer. Es wird zu selten die Hände gewaschen und auch im Lebensmittelbereich geschehen zu viele Skandale aufgrund von Hygienemangel.

  16. Hallo, gegen das lange Warten hilft eine Bucket List aufsetzen oder ein Bullet Journal zu machen. Das habe ich schon öfters so gemacht. Jetzt daheim mit Kurzarbeit und weniger Geld soll die Beschäftigung nicht auch noch viel Geld kosten. Und so ein Bullet Journal ist praktisch, um tage- oder wochenweise die Übersicht zu behalten. Was möchte ich erreichen im Leben? Welche Sportart möchte ich noch mal ausprobieren? Welche Fähigkeiten möchte ich mir aneignen? Was möchte ich unbedingt erleben? In welche Länder möchte ich unbedingt mal reisen? Bei der Bucket List sind es noch längerfristige Sachen. Sie hilft, sich vor Augen zu führen, was einem im Leben wichtig ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass man jeden Tag einen Blick drauf wirft und sich unnötig unter Druck setzt, alles sofort abzuarbeiten. 40 Dinge, dich ich bis zum 40. Geburtstag gemacht haben will oder 33 Filme, die ich unbedingt sehen will und so weiter. Bitte nicht lachen, es ist wirklich sehr sinnvoll und macht Spass. So meine Idee.

  17. Vielen Dank für eure vielen netten Nachrichten und Mails! (und Kommentare natürlich auch) Ich bedanke mich öfter, aber es ist einfach super, welche Unterstützung ihr durch eure Nachrichten liefert. Das treibt mich wiederum an euch Unterstützung zu geben. 🙂

  18. Hallo,

    ich finde deinen Beitrag wirklich sehr gut, macht irgendwie auch wieder Mut.

    Mich wird in nächster Zeit die Kurzarbeit treffen, viele meiner Kollegen bei der Fraport sind schon in Kurzarbeit und verdienen deutlich weniger.

    Ich kann nur jedem empfehlen sich Gedanken über seine eigenen Finanzen zu machen und zu prüfen wie er mit 60 oder 67 Prozent seines Gehaltes auskommem wird.

    Lieber vorher Gedanken darüber gemacht, als zu spät. Und später hat man nach der Kriese eine höhere Sparqoute… Super nebeneffekt…
    https://familien-finanzen-im-griff.de/kurzarbeit-wegen-corona-virus-2020/

    Gruß Stefsn

    1. Hallo Stefan, das tut mir leid zu hören. Und so wie Du schreibst – es wird leider noch viele treffen. Ich hoffe sehr stark, die bisher mildeste Prognose tritt ein und zum Herbst normalisiert sich das alles wieder. Aber mehr als Hoffnung gibt es derzeit nicht, alles andere wäre Spekulation. Nur sollten wir die vor uns liegende Zeit nicht einfach passiv verstreichen lassen. Sie kann im Nachhinein auch eine schöne Zeit sein, wenn wir sie genutzt haben und nicht zu viel Negativmeldungen jeden Tag sehen. Eine schöne Seite für Familien hast Du. Gruss Martin

    2. Die Rechnung, ob und wie man mit 60%, bzw. 67% seines Gehaltes auskommt, sollte man im Idealfall vor JEDER Anschaffung machen, besonders,wenn Sie Verbindlichkeiten wie Abomodelle oder Verträge beinhaltet.

      Ich mache das seit Jahren so, deshalb wohne ich auch bescheidener als ich es vermutlich in guten Zeiten könnte, habe auch in schlechten Zeiten nicht noch zusätzliche Existenzängste.

      Das hilft …. 🙂

  19. Endlich ein entspannender Artikel zu dem ganzen Thema. Weniger Panikmache finde ich gut. Die Zeit nutzen, es stecken auch Chancen darin!

  20. Meine Ideen für die aktuelle Zeit: 1.Aufräumen. Ich miste meinen Schrank aus. Dann räume ich Papierkram auf, denn einiges habe ich in der letzten Zeit doch liegen gelassen. 2. Lesen. Ich habe mir einige Bücher bestellt, die ich schon immer lesen wollte. 3. Zeit mit meiner Familie verbringen und meiner Schwester beim kochen zuschauen. 4.In der Natur etwas Frühling geniessen. Der Tag in meiner Woche zum Nachdenken ist Freitag, aber ich denke auch an allen anderen Tagen viel nach.😂 Ich wünsche allen Gesundheit und eine schöne ruhige Zeit. WSLM, Safiya

  21. Ein guter Artikel, ich möchte dazu etwas sagen. Sonst lese ich nur mit. Müssen wir uns während dieser Zeit darauf konzentrieren, die Langeweile fernzuhalten oder könnte dies für uns eine lehrreiche Lektion werden? Ich möchte die ungewisse Situation und die daraus entstehende Zwangslage von einem etwas anderem Punkt aus betrachten. Für viele von uns ist das Leben, so wie wir es kennen, zu einem Stillstand gekommen. Wir sind zu Hause, einen Monat lang – was werden wir mit unserer Zeit anfangen? Die Nachfrage nach Entertainment in den eigenen vier Wänden ist international stark angestiegen, Online-Kurse für alle möglichen Themen werden angeboten, wir werden mit E-Book Werbung überflutet. Aber sollten wir das alles nutzen? Wenn Gott dich nach Hause schickt, wenn Gott dir sozusagen sagt, du sollst dir einen Monat deines Lebens nehmen und aus deiner Routine ausbrechen, wenn es so ein wertvolles Geschenk der Zeit gibt, wie sieht dann deine Antwort aus? Bist auch du so beschäftigt gewesen, dass du nie richtig zum Beten gekommen bist? Wann hast du zum letzten Mal mit deinem Partner ein tiefgreifenderes Gespräch gehabt, das sich nicht um die Arbeit drehte? Es gibt viele Möglichkeiten, neue gesunde Gewohnheiten zu kultivieren. Das sind meine Gedanken. Vielen Dank.

    LG Mo

  22. Ich wünsche dir erstmal auch Gesundheit und ja eine spannende Zeit da muss ich dir recht geben. Aus jeder Krise sind auch viele gute Dinge entstanden und wird auch jetzt so sein. Was allerdings jetzt anders ist sind die negativen Auswirkungen der Medien af die Allgemeinheit. Der Mensch wird durch Angst und Panik geschwächt sodass er vergisst zu rechnen wo er dann erkennen würde das vieles kein Grund zur Panik ist. Ich finde deinen Artikel toll. LG

  23. Kurzfristig mache ich mir weniger Sorgen. Langfristig mache ich mir Sorgen, dass wir enteignet werden, wie damals in Griechenland. Dann gibt es eine neue Währung. Die WHO wird bestimmen wo es lang geht. Es wird schrecklich werden und ich hoffe und bete inständig das wir keinen Sozialismus bekommen! Ein Volk von Opfern wie die Deutschen es sind kann sich dagegen nicht wehren. Ein Beamter mit Stift und Papier kann hier hunderttausend Deutsche locker im Griff halten.

  24. Das Thema wird überall bis zum Umfallen durchgekaut. Und hier ist es auch bereits der zweite Artikel. Auch ich hoffe, es ist bald vorbei. Aber ich denke das dicke Ende kommt erst noch. Warum? Aus China weiss man dass die Sterbezahlen 8 Tage versetzt sind. Vom Max der Neuerkrankungen in Wuhan zum Max der Toten waren es 8 Tage. Wir müssen also nur unsere Infektionszahlen vor 8 Tagen anschauen. Wir haben auch in Deutschland eine Sterblichkeit von 1%. Aktuell sind unsere Krankenhaeuser noch nicht überlastet. In zwei Wochen wird es auch hier “Triage” geben. Dann ist das deutsche Wunder beendet und es wird auch hier eskalieren. Deutschland hat seit der Wiedervereinigung nur mehr Erfahrung im Schönreden als die Nachbarn. Ich gehe spazieren.

  25. Mein Reisebericht wird nicht ausfallen. 🙂 Aber derzeit hat natürlich die aktuelle Situation noch Priorität. Ich versuche alle eure Nachrichten zu beantworten, derzeit in dem Telegram Kanal gesammelt, da es wirklich viel ist. Schreibt gerne eure Ideen oder Fragen in den Kommentarbereich, dann haben auch andere etwas davon. Gerade in der jetzigen Zeit ist es gut, wenn wir anderen helfen.

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