“Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.”

– Volksmund

 

 

 

Sparen und Spenden. Was für Wörter. Sparen hört sich nach Schmerzen an. Spenden nach Verzicht und nach Not. Warum soll ich Sparen, wenn es das Geld derzeit doch umsonst gibt? Und warum soll ich spenden, wenn ich mich doch um mich selbst genug kümmern muss?

 

Deutschland 2020. Nach über 10 Jahren Boom durch eine überbordende EU – Schuldenwirtschaft und einem bisher nie da gewesenen Aufkauf von Anleihen (verbriefte Kredite) von Pleitebanken in Griechenland, dann in Frankreich und Italien weiss kaum noch einer, was Rezession bedeutet. Zumindest in Deutschland nicht. Das wird sich die nächsten Monate wohl leider ändern. Der durch Kredit induzierte Boom hat viele Arbeitsplätze erhalten, die normalerweise schon vernichtet worden wären. Und Unternehmen gestützt, die bei einem Leitzins von 2% und mehr kaum überleben würden. In der letzten Zeit sind einige Unternehmen trotz 0% Leitzins in die Insolvenz gegangen. Ob darunter schon einige dieser sogenannten “Zombiunternehmen” waren, lässt sich nicht pauschal sagen.

Grundsätzlich halte ich es mit der österreichischen Schule der Nationalökonomie und Ludwig von Mises:

 

»Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll!«

– Ludwig von Mises

 

 

Ungeachtet der weiteren Entwicklung, wird das Sparen für die Zukunft wichtig sein, selbst wenn man sich Fremdwährungen bedienen muss, weil einem der Euro beispielsweise zu unsicher ist.

Warum sollte ich also sparen –  kurz und knapp vier Gründe:

 

  1. Für meine Altersvorsorge. Rente ist vielleicht sicher, reicht aber sicher nicht.
  2. Damit ich keine Kredite aufnehmen muss. (Sicherheitspuffer)
  3. Damit ich selbstbestimmt leben kann.
  4. Damit ich anderen Menschen helfen kann, denen es nicht so gut wie mir geht.

 

Die Reihenfolge hat keine Priorisierung. Es ist wichtig sich selbst abzusichern, aber genauso wichtig ist es anderen zu helfen. Ich bin davon überzeugt, nur so wird die Menschheit manche Probleme lindern können. Das es erwiesenermaßen auch für die eigene Psyche gut ist anderen zu helfen – mal ganz abgesehen von der moralischen Komponente – ist heute den meisten bekannt und wurde schon öfters hier auf dem Blog thematisiert.

 

 

Blackwater.live - bunq me Ziellink

 

 

Die bunq.me Spendenidee & Phoenix FX©

Am 25.2.2020 hatte ich über bunq.me und eine neue Spendenidee geschrieben. Den Artikel findet ihr HIER. In der Vergangenheit hatte ich bereits mit dem FIAT-Money Experiment immer mal wieder Ärzte ohne Grenzen unterstützt. Dieses Mal wollte ich euch einbinden und auf einem bunq Konto Spenden sammeln, um diese dann mit den Phoenix FX© Signalen konservativ bis zum Jahresende zu handeln und das Geld dann an Ärzte ohne Grenzen zu spenden.

 

 

An dieser Stelle muss ich erst einmal eines sagen:

Herzlichen Dank für eure Spenden, die netten Kommentare im Verwendungszweck und die vielen Mails dazu! Wie hiess es mal bei den Genossenschaftsbanken so schön: Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt. Eigentlich schade, dass der Finanzvertrieb sich diesen positiven Satz einverleibt hat. Eure Rückmeldungen und Mails treiben mich an, nicht nur bei dem aktuellen Projekt. Vielen Dank!

Hier nochmal die wichtigsten Punkte aus dem damaligen Artikel:

 

 

  1. Ich sammel über bunq.me eure Spenden ein. Der Spendenbetrag wird von mir zum nächsten vollen Tausender aufgerundet. Spendet ihr beispielsweise 650,00 Euro, dann fülle ich diesen Betrag mit 350,00 Euro auf 1.000,00 Euro auf.
  2. Dieser Betrag wird bis zum Jahresende 2020 mit Phoenix FX© getradet. Der Beginn ist der 01. Mai 2020.
  3. Wenn bis dahin ein Minus entsteht, „fülle“ ich es auf. Entsteht ein Gewinn, wird dieser mit dem Spendenbetrag an Ärzte ohne Grenzen überwiesen. Es wird also mindestens unser entstandener Spendenbetrag aus Punkt Nr. 1 überwiesen.
  4. Alles wird transparent über Blackwater.live ausgewiesen, bis zur Spendenüberweisung an Ärzte ohne Grenzen am Jahresende.
  5. Ende der Spendensammlung ist der 30.04.2020 für dieses Projekt.

 

 

Dadurch, dass jeder rechtlich Spenden einsammeln darf, aber nicht jeder eine Spendenquittung ausstellen darf war mir klar, es wird keine riesige Summe zusammen kommen. Aber ich war dann doch überrascht, dass so ein kleiner Blog wie Blackwater.live immerhin 245,00 Euro aus vielen kleinen Einzelbeträgen zusammen bringt. Und das unter den schlechtesten Bedingungen. (keine Spendenquittung) Außerdem spenden viele über andere Wege oder ganz direkt, so dass ich wirklich nicht erwartet hätte, dass hier viel passiert.

Wie versprochen fülle ich den Betrag Ende des Monats auf volle 1.000,00 Euro auf.

Falls jemand sich jetzt noch anschliessen will, kann er es gerne tun. Hier der bunq.me Spendenlink:

 

Spendenkonto Blackwater.live

 

Ihr könnt mit Kreditkarte, SOFORT (Klarna) und natürlich per Überweisung spenden. Das ist die IBAN dazu: NL97 BUNQ 2042 1904 38 (Blackwater.live) Apple Pay ist leider derzeit bei bunq wegen regulatorischen Gründen deaktiviert. Ich hoffe, das Problem klärt sich in Kürze.

 

 

Blackwater.live - Spendenidee

 

Mit diesen vollen 1.000,00 Euro starte ich dann auf einem extra Trading Konto im Mai 2020 das Trading der Phoenix FX© Signale mit der moderaten Risiko-Variante. Das sind 2% Risiko pro Trade.

Nachdem wir den Monat April 2020 mit seiner extremen Nachrichtenlage in “trockenen Tüchern” haben, haben sich bei Phoenix FX© folgende Ergebnisse ergeben:

 

 

Low 0,5% Risk p.T. : +1,5% (für sehr große Konten)

Moderat 2,0% Risk p.T. : +6,0 % (klassischer entspannter Risikosatz)

High 4,0% Risk p.T. :  +12,0% (für keine Konten zum schnelleren “Hochtraden”)

 

 

Ziel ist es, im moderaten Bereich 1-4% Ertrag im Monat zu erwirtschaften. Mit dieser Variante trade ich auch das Spendenprojekt bis Jahresende. Wenn zu den 1.000,00 Euro dann 20 – 30% dazu kommen, dann ist das ein schönes Ergebnis. Außerdem ist das der Test für größere Projekte die nächsten Jahre. Stand heute gehe ich von einer stabileren Rendite im Vergleich zu den Aktienmärkten aus. Jeder Markt hat seine Berechtigung und seine “Zeit”, die vor uns liegende Zeit ist eher für FX Trading geeignet. Nach dem Durchlaufen der kommenden Rezession, wird es im Aktienbereich auch wieder zu starken Erholungseffekten kommen.

 

Blackwater.live - Lebensplanung
In der “Corona-Zeit” kann man sich in Ruhe hinsetzen und seine Haushaltsrechnung überprüfen, unnötige Ausgaben reduzieren oder ganz streichen und seine Finanzen aufräumen. Und sind die Ordner noch so verstaubt, ein mal richtig aufgeräumt, hat man ein Leben lang seine Ruhe. Eine Idee dazu ist das bewährte Blackwater.live 3-Konten Modell: HIER.

Quelle: gettyimages/istockpictures

 

 

Manche neue Leser fragen sich natürlich auch, wie kann man sparen? An welchen Stellen? Mit dieser kleinen Liste trage ich der Tatsache Rechnung, dass ich sehr viele junge Leserinnen und Leser habe. Also verwende ich das bewährte X-Tipps um dies oder jenes zu erreichen Modell. Also:

 

10 Tipps um Geld zu sparen

 

  1. Ein Haushalt – ein Auto. Der Verzicht auf einen Zweitwagen hat ein Einsparpotential von mindestens 200,00 Euro im Monat, nimmt man Rücklagen für den Folgewagen, Versicherungen, Steuern etc. dazu wohl eher deutlich mehr. Ich sehe die Zahl eher bei 350,00 Euro aufwärts. Gerade in Deutschland sind sicher auch ganz andere Werte möglich.
  2. Möbel: Ikea reicht völlig. Für was brauche ich Rolf Benz & Co.? Werden meine Kleider oder meine Jeans dort besser verwahrt? Außerdem kann man bei Bedarf für kleines Geld Möbel auch mal schnell wechseln. Einsparpotential: Tausende Euro!
  3. Nicht die neusten Handys und Tabletts/Computer kaufen. Ausstellungsstücke oder Modelle 1-2 Generationen vorher sind ideal. Gerade bei Apple kann ich das sehr empfehlen. Das Zeug hält meiner Erfahrung nach viel länger. Auch wenn es das Vorgängermodell ist. Einsparpotential: Tausende Euro!
  4. Bestandsaufnahme der Dinge machen, die man besitzt. Machen wir bei Finanzen ja auch so: Alles ausmisten, entrümpeln und verkaufen was man nicht braucht. Das sorgt für Übersicht. Bei Frauen habe ich mir sagen lassen, dass der Kleiderschrank hier grosse Potentiale hat. 🙂
  5. Fitnessstudios kündigen. Die meisten zahlen eh nur und gehen kaum hin. Wald und Trimm-Dich-Pfad in der Nähe? Perfekt. Laufen gehen und Übungen in der Natur sind gesünder. Die Luft ist besser, grün beruhigt die Psyche. Und es kostet nichts.
  6. Essen gehen. Ein Luxus und für viele Beziehungen wichtig, dass gebe ich zu. Aber es muss kein Luxus sein. Sich ein Gericht teilen geht gerade beim Griechen gut. Worum geht es euch beim Essen? Mir geht es um das miteinander reden. Mit Freundin, Freund oder welchen geliebten Menschen auch immer. Wenn man Hunger hat, kann man auch daheim essen. Essen gehen ist für den Gedankenaustausch gut. Aber es gibt keinen Grund hier hunderte Euros zu lassen.
  7. Noch besser: Selbst zusammen kochen. Das Geld in saisonale und frische Zutaten investieren. Frisches Gemüse, wenig Fleisch, das aber wertig.
  8. Gesundheit: Wer Punkt 5 und 7 ernst nimmt investiert in seine Gesundheit. Schweineschnitzel, Pommes und Cola kosten langfristig richtig Geld. Was wir unserem Körper damit antun, vergißt dieser nicht, wenn es nicht die Ausnahme bleibt. Aber ich denke das wisst ihr.
  9. Eine Haushaltsrechnung machen und alle Abos raussuchen. Nicht alles muss falsch sein. Aber brauche ich es wirklich? Muss es Amazon Prime und Co. wirklich sein? In allen Bereichen? Muss der Handyvertrag 50,00 Euro im Monat kosten? Muss es ein Vertrag sein? Siehe auch Punkt 3.
  10. Sharing is caring. Welche Leistungen oder Gegenstände kann man mit anderen teilen? Netflix kann man beispielsweise mit mehreren Leuten teilen, so zahlt jeder nur einen kleinen Obolus. Eine Computer genauso. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Vom Carsharing bis zum Computer.

 

 

Ihr habt aber sicher auch noch viele weitere Ideen und wenn ihr diese teilen wollt, dann schreibt sie in den Kommentarbereich. Dann haben alle etwas davon. Ein einzelner Autor kann immer mal betriebsblind werden und jeder hat andere Lebensumstände. Wegen dem 3-Konten-Modell und dem Thema Sparen könnt ihr auch nochmal bei Safiya vorbei schauen: HIER.

 

 

Blackwater.live - Nachdenken
“Wie Du mich in die Irre gehen ließest, werde ich ihnen auf Deinem geraden Weg auflauern. Dann will ich von vorn und von hinten, von ihrer Rechten und von ihrer Linken, über sie kommen, und Du wirst die Mehrzahl von Ihnen undankbar finden.”  Quran, Sure 7:16

Quelle: gettyimages/istockpictures

 

 

 

 

Verzicht und Lebensplanung – ist weniger manchmal mehr?

oder

Verlieren wir nie die Dankbarkeit!

 

In unserer heutigen Gesellschaft wollen viele Menschen immer mehr erreichen. Mehr Geld, mehr Wohlstand, ein größeres Auto, mehrere Autos, ein eigenes Haus, ein größeres Haus, mehr Luxus. Dass dieses “immer mehr wollen” nicht immer so gut ist, hat die Nachkriegsgeneration im Bereich Ernährung schnell gemerkt. Immer mehr Essen macht dick und krank. Auf der anderen Seite gibt es Bereiche, in denen viele Menschen abgebaut haben: Auf sich selbst hören, eigene Grenzen anerkennen, sich Zeit zum Nachdenken und für Spiritualität und Glauben nehmen. Was wir wollen ist heute oft nicht das was wir brauchen.

Wie ihr es von Blackwater.live gewohnt seid, möchte ich heute zum Schluss noch einen kulturübergreifenden Gedanken einbringen und wieder über den Tellerrand blicken. Denn heute Abend, dem 23. April 2020 beginnt der Fastenmonat Ramadan für unsere muslimischen Freunde, Leser und Mitbürger. Am Abend des 23. Mai 2020 endet er. Es ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. In dieser Zeit gilt es tagsüber zu fasten, also kein essen und kein trinken, auch kein rauchen (und ein paar andere persönliche Dinge auch nicht.) Es geht um bewussten Verzicht. Es gibt natürlich Ausnahmen für Menschen, die aufgrund von der Gesundheit, dem Alter oder anderen Gründen eingeschränkt sind. Der eigentliche Grund für den Ramadan ist, dass in diesem Monat der Quran herabgesandt wurde. Da dieser dem Leben Richtung und Anleitung gibt, soll im Ramadan gefastet werden um den Fokus auf geistiges zu lenken und weniger abgelenkt zu sein, um es mal kurz und knapp zu beschreiben. Es gibt noch eine ethisch-moralische Komponente und einiges mehr zu wissen. Wer mag kann sich bei Wiki dazu einen Überblick verschaffen: Ramadan.

Am Ende vom Ramadan kommt dann das Fastenbrechen, Eid al-Fitr. Es gilt als eines der höchsten muslimischen Feuertage und geht drei Tage lange, vom 24. bis zum 26. Mai. Das dreitägige Fastenbrechfest steht ganz im Zeichen der Familie. Und weil es viele Süßigkeiten gibt, wird das dreitägige Fest auch “Zuckerfest” genannt. Zu dieser Zeit wird auch viel für Bedürftige gespendet, die Zakat ul-fitr. Einige meiner Leser kennen sich mit den Details sicher viel besser aus, zumal es natürlich in den verschiedenen muslimischen Kulturen auch kleine Unterschiede gibt. Schreibt gerne eure Gedanken dazu in den Kommentarbereich, das wird sicher sehr interessant.

Der Brauch des Fastens ist Jahrtausende alt und auch Christen nicht fremd, den Jesus von Nazareth fastete auch 40 Tage in der Wüste.

 

So sagt Wikipedia dazu:

“Biblischer Hintergrund für die Festsetzung der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte ist das ebenfalls vierzigtägige Fasten Jesu in der Wüste (Mt 4,2 EU). Die Zahl 40 erinnert aber auch an die 40 Tage der Sintflut (Gen 7,4–6 EU), an die 40 Jahre, die das Volk Israel durch die Wüste zog (Ex 16,35 EU), an die 40 Tage, die Mose auf dem Berg Sinai in der Gegenwart Gottes verbrachte (Ex24,18 EU), und an die Frist von 40 Tagen, die der Prophet Jona der Stadt Ninive verkündete, die durch ein Fasten und Büßen Gott bewegte, den Untergang von ihr abzuwenden (Jona 3,4 EU).”

Ein Buch, welches ich während der letzten Tage gelesen habe und was sehr empfehlenswert ist, ist “Die ersten 100 Jahre des Christentums 30-130 n. Chr.” , welches auch belegt, dass man in der urchristlichen Gemeinde gefastet hat. Sicher interessant für all die, die sich an den christlichen Wurzeln der ersten Christen orientieren möchten. Ich habe es verlinkt, nehme aber nicht am Amazon Affiliate teil und bekomme nichts dafür.

 

 

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Natürlich möchte ich mit diesem kurzen Ausflug nicht nur etwas Fachwissen zu christlichen Ursprüngen oder der muslimische Welt vermitteln. Denn unabhängig davon was wir glauben und ob wir glauben, ist es natürlich gut zu wissen, was unsere Mitmenschen so denken und fühlen, ganz wie es der französische Schriftsteller Marcel Proust einst schrieb: “The real voyage of discovery consists not in seeking new landscapes, but in having new eyes.” In andere Welten einzutauchen, schafft im Leben Perspektiven und Blickwinkel, die dem eigenen Bewusstsein eine ganz neue Tiefe vermitteln. Aber in dem Thema Fasten und Verzicht sowie Nachdenken steckt gerade in dieser Zeit für uns alle eine noch viel größere Komponente. Jeder wird diese zumindest im Kleinen schon einmal erfahren haben, beispielsweise weil man eine Zeit lang auf etwas verzichten musste.

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Die Dankbarkeit.

Und ist es nicht manchmal so, dass wir undankbar sind oder Dinge für selbstverständlich nehmen, bis sie auf einmal nicht mehr da sind? Undankbarkeit ist einer unserer größten Feinde, weil sie verhindert, dass wir glücklich sind. Höher, schneller, weiter und vor allem mehr von allem, steht unserer Zufriedenheit im Weg. Und dieses Denken kostet unsere Lebenszeit. Wir denken immer, dass wir unendlich viel Zeit haben, bis sie auf einmal abläuft. Umso absurder ist es durch das Leben zu hetzen, wie als wenn es um einen Sprint gehen würde. Es ist eher ein Marathonlauf und den besteht man nur mit Ausdauer und viel innerer Stärke und Willen.

Einer der Quran Verse, die ich sehr zutreffend im Zusammenhang mit Dankbarkeit finde ist Sure 7:16: “Wie Du mich in die Irre gehen ließest, werde ich ihnen auf Deinem geraden Weg auflauern. Dann will ich von vorn und von hinten, von ihrer Rechten und von ihrer Linken, über sie kommen, und Du wirst die Mehrzahl von Ihnen undankbar finden.”

In dem Kontext geht es um ein Gespräch zwischen dem Teufel und Gott, wie der Religionswissenschaftler Walter-Jörg Langbein erklärte. Man kann das aber auch leicht verständlich im Quran selbst nachlesen, ab dem Beginn der 7. Sure. In dieser Sure findet sich der Bericht, den Christen aus der Bibel über Eden und den Sündenfall kennen. Der Quran hat hier nur einige Hintergründe mehr, unter anderem den obigen Dialog. Es stimmt pessimistisch, dass eine 1400 Jahre alte Aussage sich heute mehr denn je im allgemeinen erfüllt, ganz nach dem deutschen Sprichwort: “Undankbarkeit ist der Welt Lohn.” Dabei ist es so wichtig dankbar zu sein.

Dankbarkeit macht glücklich. Dankbarkeit lässt uns den Moment geniessen, Dankbarkeit lässt uns unsere Mitmenschen als Geschwister sehen, Dankbarkeit lässt uns vor den Wundern der Schöpfung erstaunen. Dankbarkeit führt dazu, dass wir jeden Bissen von unserem Essen, jeden Schluck von unserem Trinken geniessen. Dankbarkeit lässt uns einen Regenbogen mit einem Lächeln beantworten. Dankbarkeit für jeden Tag, jede Stunde und jede Minute, lässt die Zeit langsamer vergehen. Dankbarkeit führt zur Zufriedenheit. Dankbarkeit lässt uns nichts für selbstverständlich sehen.

Dankbarkeit ist die Eigenschaft, die glücklich macht, die Eigenschaft die uns als Menschen wertvoller macht, die Eigenschaft, die uns die Welt mit anderen Augen sehen lässt. Dankbarkeit ist die Eigenschaft, die, wenn wir sie verlieren, unser Leben zu einem einzigen Alptraum werden lässt, weil wir fortan auf einer Reise des ewigen Strebens nach “mehr” unterwegs sein werden. Es liegt an uns, ob wir gläubig sind oder nicht, ob wir die genannte koranische Aussage erfüllen oder nicht.

Besser nicht.

 

 

Ramadan Kareem Arabic Calligraphy Vector Design

 

 

 

“Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind, sondern die Dankbaren, die glücklich sind.”

– Francis Bacon

46 Kommentare zu „Sparen, Spenden, Selbstdisziplin, FX-Projekt, Ramadan

  1. Irgendwie ist es mir gerade ein Bedürfnis mich mal bei allen Kommentar Schreibern zu bedanken, die so umfangreiche Kommentare bei einigen der Philo-Reli Artikeln geschrieben haben. Safiya und Martin euch danke ich besonders für die Aufarbeitung der spannenden Themen, ich habe viel über die Bibel und den Koran erfahren. Leider ist es mir nicht gegeben so wunderbare Kommentare zu schreiben wie so manch andere hier, aber ich wollte mich bedanken.

  2. Guten Morgen! Inzwischen stehen wir bei 410,00 Euro für unser Spendenprojekt. Vielen Dank euch allen für die Unterstützung dieser Idee! Nächsten Montag geht es dann offiziell im neuen Monat mit dem Handelskonto für die Spenden los. Wir starten mit glatten 1.000,00 Euro. Euch allen einen guten Wochenstart und nochmal vielen Dank für eure Unterstützung!

  3. Hallo Martin,

    Ich bin von anderen Finanzseiten auf deinen Blog gestoßen und wusste zuerst nicht richtig damit etwas anzufangen.

    Aber nach dem lesen von mehreren Posts hat mir deine Art zu schreiben immer besser gefallen und jetzt schaue ich öfter vorbei. Mir gefällt deine Offenheit, das Interesse an anderen Kulturen , sowie auch die Artikel deiner Gastautoren. Auch dieser Artikel ist wieder schön geschrieben und regt zum Nachdenken an. Gerade beim Thema Verzicht muss man sich immer mal wieder selbst hinterfragen. Ich Esse gerne und schätze gute Lebensmittel. Ich gehe auch oft mit meiner Frau zum Essen aus und ich finde es gehört zur Lebenskultur. Hier zu verzichten fällt mir schwer. Es gehört zum Leben dazu und man kann viele schöne Momente auch mit anderen Menschen erleben.

    Ich freue mich auf weitere schöne Posts von dir, Liebe Grüße

  4. Freue mich auf die Berichte zu deinem Spendenprojekt und wie sich das Konto entwickelt. Danke für die Erinnerung, habe nun auch noch gespendet. Coole Aktion!

  5. Ich schliesse mich den anderen einfach an. Schön geschrieben und wieder der ein oder andere gute Tipp dabei. Falls Menschen in nächster Zeit gereizt sind, weiss ich warum. Hungrig werde ich auch agressiv. *lol*

  6. Danke für den interessanten “Blick über den Tellerrand”. Das gefällt mir an deinem Blog gut und ich nehme für mich immer einen Mehrwert mit. Auch oder gerade weil du diese Themen ganz gut mit Finanzen oder Persönlichkeitsentwicklung verbindest. Du hast also nicht nur dankbare Fans aus dem Morgenland, sondern auch durchaus (wenn auch Mentalität bedingt etwas zurückhaltender) Fans aus dem Abendland.

  7. Vielen Dank für eure lieben Kommentare und Mails, hab mich sehr gefreut. Eure arabischen Sätze sind meine heutige Übungslektion. Ab heute geht es also los, ich wünsche euch viel Disziplin und Stärke und das es ein ganz besonderer Monat für euch wird.

    Mag noch jemand was zum sparen schreiben? :))

    Was das Spendenprojekt angeht, hier kamen nochmal 110,00 Euro dazu. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

    1. So muss miteinander laufen. Schade, dass es nicht immer so harmomisch ist wie hier. Voneinander lernen und einfach Mensch sein. Nach wie vor ein Spitzenblog. Danke dir!

    2. Hey Martin, wir haben uns auch gefreut wie viele andere auch. So kommt Freude von einem zum anderen und wird mehr. Zum Sparen kann ich nicht viel sagen, wir leben als Familie schon ganz einfach und was wir nicht ausgeben sparen wir. Die Ideen aus dem Artikel sind schon alle angewendet. Es gibt vielleicht eines, bei dem man nie sparen sollte. Das ist Essen. Hier geht es um Gesundheit und auch um Freude. Aber ich bin sicher das siehst du auch so. Liebe Grüsse von uns an dich!

  8. Danke für die Ideen zum Sparen, deine guten Ideen zum helfen und natürlich ganz lieben Dank für die Ramadan Wünsche! Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut!

  9. Ich schätze deine vermittelnde interkulturelle Art. Auch wenn ich selbst kein Muslim bin sondern Christ, schätze ich aufrichtig gläubige Menschen sehr und es ist ein sehr angenehmes Miteinander. Probleme gibt es nur bei Fanatismus und Dogmatismus. Die Vorzeichen spielen eigentlich kaum eine Rolle. Das Problem tritt in jeder Religion auf. Ich wünsche allen hier Gesundheit und wer fastet gutes Durchhaltevermögen.

  10. رمضان كريم علينا وعليكم بالخير والبركة ❤️❤️❤️ واللهم صلي وسلم على نبينا محمد وعلى آله وصحبه أجمعين

    Danke für deine Worte mein Lieber! Aber zu deinem Artikel. Ich finde sparen beim Essen gehen nicht ideal. Wenn man es sich als Familie mal gut gehen lassen will, dann sollte sparen nicht die erste Priorität ist. Was Möbel angeht stimme ich voll zu. Wer Kinder hat investiert eh kein Geld in teure Möbel. Meine Tochter hat letzte Woche mit dem Edding ihre künstlerische Ader ausgelassen. Ikea Möbel tun da nicht so weh. 😁 Vielleicht wird aus ihr ein Picasso.

  11. Neben dem Thema Sparen und wie man im Alltag sparen kann, sollte man auch die Einnahmen Seite nicht aus dem Blick verlieren. Wie kann ich mich hier optimieren? Macht es Sinn einen Nebenjob anzunehmen? Oder mehrere im Sinne der Diversifikation. Zu oft wird nur die Ausgabenseite betrachtet. Das vielleicht mal als Anmerkung.

    Ansonsten wünsche ich allen Muslimen auch einen schönen Ramadan, diese multikulturelle Seite habe ich an mir erst durch diesen Blog entdeckt. @Black, danke für den Hinweis. Dadurch kann ich dem ein oder anderen ein Lächeln abgewinnen.

    PS: Gibt es wirklich noch Menschen, die 50 Tacken für einen Handyvertrag bezahlen?

  12. Also ich verstehe wenn das nicht freigeschaltet wird oder so. Kein Problem. ❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️❤️ Ich konnte mich jetzt nicht ganz im Griff behalten, ab morgen geht es los 😂😂😂😂😂😂

    Bleib weiter gesund und glücklich und wie du bist!!!

  13. Guter Artikel, danke für den Hinweis auf Ramadan. Ich habe einige türkische Leuts im Geschäft. Also grundsätzlich soll mal jeder machen wie er meint, für mich wäre es definitiv nichts. Im Alltag, insbesondere aber im Arbeitsalltag empfinde ich das Fasten aber stellenweise wirklich als kritisch, wo durch nachlassende Konzentration die eigene Gesundheit und insbesondere die anderer in Gefahr gerät.

    Aber ich verstehe, dass man sehr dankbar für essen und trinken ist, sobald es wieder geht. Leuchtet ein.

    1. Liebe Safiya, dein Artikel finde ich sehr gelungen und ich habe für mich daraus die Idee übernommen, sich mit einem extra Konto zu belohnen oder zu bestrafen. 😂 Ich benutze leider zu oft Fluchwörter und will mir das abgewöhnen. Bei mir „kostet“ es 3 Euro für jedes Schimpfwort. 😂 Mehr geht noch nicht, ich fluche zu oft.

      Schön dich bei Blackwater.live zu sehen, ganz andere Denkweisen und „Welten“ passen gut zu der Seite. Und ich kann mich nicht erinnern, mal von einer Muslimin so offene Gedanken gehört zu haben. Diese Welt scheint so sonst sehr verschlossen zu sein. Oder ich war bisher nicht offen genug, ich weiss es nicht. Ich bin kein aktiv gläubiger Mensch. Wenn Menschen in Deutschland noch so ihren Glauben leben und sich danach ausrichten ist echt beeindruckend weil die meisten irgendwie an nichts glauben, ausser an Geld vielleicht. Danke für das Teilen der Gedanken!

      1. Da will ich mich mal dem Fabian anschliessen. Es ist schön Einblick in Deine Gedanken zu bekommen. Als Atheistin bewundere ich Menschen wie Dich, die ihren Glauben leben. Ernsthaft und aufrichtig ohne Verlogenheit. Und sich dennoch die Fähigkeit bewahrt haben zu reflektieren. Leider habe ich auch andere Erfahrungen gemacht, es ist wohl was man Dogmatismus nennt.

    2. Hallo Safiya, nicht böse gemeint, aber für jemand mit einem völlig irrationalen Weltbild, also dem Glauben an ein unsichtbares höheres Wesen, hast du erstaunlich vernünftige Ansichten. So ganz zusammen bringen kann ich es aber irgendwie nicht. Nach der Aufklärung sollte das Thema doch eigentlich erledigt sein.

      1. Aufklärung?

        „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“

        – Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784)

        Ich bin mir sicher, dass ich meinen Verstand ohne Leitung eines anderen benutze. Und mir erscheint die Schöpfung der komplexen Natur, Biologie, Chemie und Physik oder auch dem Universum wahrscheinlicher, als es nach der „Aufklärung“ vermittelt wurde. Alles Zufall. Das muss man auch erst einmal glauben. Für mich klingt gerade das unlogisch. Die Frage nach Gott lässt sich sicher nicht mit ein paar Zeilen im Blog klären. Aber es ist auffällig, dass Menschen auf der Suche nach Gott (oder wenn sie fündig wurden) für dumm und naiv erklärt werden, während alle anderen als aufgeklärt gelten. Letztere stelle ich mir teilweise sehr einsam vor.

      2. Wie gesagt, es ist nicht böse gemeint. Daher will ich es noch einmal anders formulieren: Du wirkst auf mich als sehr intelligent. Das schliesse ich aus deinen Artikeln und noch mehr aus den Kommentaren. Und ich sehe es wie manch andere Leser hier auch, Du bist eine Art muslimisches Pendant zum Blackwater-Martin. Also Glauben oder Spiritualität ist gut und sollte man auch bewusst leben, aber Religion ist schlecht = Menschen erzählen einem was Gott will = Machtmissbrauch. Ich kann mir bei einer Frau wie dir auch nicht vorstellen, wie du mit denen zusammen passt, die sonst so „auf sich aufmerksam machen.“ Du musst nicht antworten wenn du nicht willst. Vielleicht stehe ich nur auf dem Schlauch…

      3. Hallo. Ich habe es nicht als böse gemeint empfunden. Ich habe den Eindruck, du hast ein typisches Medien-Islam Bild. Muslimas sind immer doofe Mädchen, die daheim verprügelt werden, und alles was Menschen die sagen sie sind Muslime negatives tun, wird dem Islam zugeschrieben. Interessanterweise passiert das im Christentum heute kaum noch. Selbst die ekelhaftesten Dinge werden dann einer bestimmten Kirche zugeschrieben, nicht aber dem Christentum. Zum Beispiel der katholischen Kirche. Wenn es so wäre wie bei den Muslimen, dann müsste ich immer wenn etwas passiert, von allen die sich Christen nennen eine Entschuldigung verlangen. So passiert es bei Muslimen. Das zeigt wie verdreht diese Überlegung ist. Ausserdem hat der Islam heute eine sehr grosse Vielfalt der Auslebung. Ob es gefällt oder nicht (es kommt auf den Betrachter an), gibt es nicht den einen Islam und schon gar nicht so etwas wie einen Papst oder eine zentrale Stelle. In meiner Heimat in Kairo ist eine bekannte sunnitische Rechtsschule für viele Fragen, aber es ist noch lange keine Führung wie man es hier verstehen würde.

        Was Martin wegen Religion schrieb, ist etwas unscharf gewesen. Im Kern meinen wir das Gleiche, aber es war anders formuliert. Religion selbst kann Substitut werden, ein Ersatz. Wenn sie nur eine leere Hülle ist. Die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen sollte etwas schönes sein, wie eine grosse Familie. Den Umgang mit Menschen die an Gott glauben und bei denen das Leben dadurch geprägt ist, also keine Nebensache, finde ich generell sehr angenehm und wertvoll auch wenn unterschiedliche Vorstellungen von Gott existieren. Religionen sind nicht wirklich rational erklärbar und nachvollziehbar sind für Nichtgläubige, daher ist es schwer hier manches erklärbar zu machen. Ich habe auch nicht eine Islampromotion machen wollen, zumal ich auch meine ganz eigenen Ansichten habe und lebe. Wie viele andere Muslime auch. Ich denke du solltest dich neutraler mit dem Thema beschäftigen und die Bilder über den Islam aus deinem Kopf bekommen, die du von Fernsehen und Internet hast. Sehr oft wird Kultur (Bräuche) und Islam zusammen geworfen oder Politik (Terror/Widerstandsgruppen) und Islam. Und es werden sehr oft Dinge aus dem Zusammenhang gerissen. Das kann man mit der Bibel/dem Christentum auch machen. Zum Schluss möchte ich sagen, dass es mir manchmal sehr weg tut, das alles zu sehen. Den der Islam ist für mich etwas sehr schönes und erhabenes und spricht gleichermaßen Kopf wie Herz an. Die Logik eines von der Existenz Gottes ausgehenden Weltbildes kann ich unmöglich mit ein paar Zeilen erklären. Wie ich schon schrieb, musst du dich selbst auf die Suche machen. Es lohnt sich. Warum solltest du den Medien oder nicht kompetenten Menschen die Deutung und Bewertung dieses schönen Themas überlassen?

      4. @sackreis Du musst dein eigenes Bild machen, nicht von anderen einfach nehmen.🙄

        @martin: صباح الخير☺️

      5. Was ihr, Safiya und Martin, in den Artikeln zu dem Thema Religion, Glauben die letzten Monate rausgestellt habt, habe ich so noch nie gesehen. Für mich war das bislang immer Kult, Tradition und Routinen. Den inneren Grund (hört sich an wie in den Finanzen “innerer Wert”) zu hinterfragen, zu untersuchen und von der Gemeinschaft/Kult/Religion zu trennen um zu sehen, ob er ‘echt’ ist, zeugt von viel Aufrichtigkeit. Danach kann man sich durchaus in einer Gemeinschaft/Religion wohl fühlen. Man weiss aber sicher, dass der innere Grund nicht von Oportunität geprägt ist. Das alles gefällt mir sehr gut und macht mich wieder aufgeschlossener für diese Themen.

      6. 1. Menschen schreiben mitten in der Nacht und wünschen guten morgen😂
        2. Du bist auf eine hungrige Person getroffen und sie konnte kein Snikers essen.😂

      7. Karl Marx sagte “Religion Opium für’s Volk”, nach dem alten Friedrich II. dürfe “jeder soll nach seiner Facon selig werden”. Heute haben wir Religionsfreiheit und jeder soll daran glauben dürfen was er für richtig hält. Das war’s dann aber auch schon. Welche Gräuel und schlimmste Missetaten sind schon im Namen Gottes, angerichtet worden. Islamischer Staat, Übergriffe Geistlicher an Minderjährigen, Judenprogrome, Hexenverbrennungen. Vertuschungen solcher Tagen. Eine unendliche Liste. Immer die “wahre Religion”, alle anderen sind falsch. Na klar. So fängt es an. Danach kommt der Papst oder irgendwelche Mullahs oder andere Erleuchtete, die wissen was Gott will. Ganz sicher. Ich respektiere den Glauben, aber die Geschichte zeigt eine moralische Insolvenz.

    3. Als Jugendlicher haben mich die Geschichten aus dem „Morgenland“ immer fasziniert, also „1001 Nacht & Co.Als ich anfing, mich mit Religion auseinanderzusetzen und feststellte, was im Namen eines imaginären Gottes alles für Gräueltaten vollbracht wurden, fing ich an Religion generell zu hinterfragen. Meine damalige Erkenntnis war, dass alle Versuche, Menschen sogenannten religiösen Regeln zu unterwerfen, nicht anderes waren als typisches Machtstreben. Politik in einem anderen Gewand wie es Blackwater schon des öfteren angedeutet hat. Später merkte ich, dass eine Religion, wenn sie positiv gelebt wird, das Zusammenleben von Menschen auch stabilisieren kann. Sie ist Sinn stiftend und hilft Menschen im Leben. Es ist ein schmaler Weg zwischen Halt und Manipulation, vergleichbar mit der Benutzung eines Messers. Wenn Menschen duech andere Menschen manipuliert werden ist es abstossend. Aber wenn einem Menschen die Religion innere Kraft gibt und er dadurch zu einem stabileren und glücklicheren Menschen wird, ist es positiv. Heute denke ich der Islam hat, wie das alte Christentum, einen wunderschönen Kern, eine Mystik die mich unendlich fasziniert, Bilder voller Liebe und Hingabe, die das Herz erwärmen. Und doch haben beide Religionen in ihrer Geschichte auch die Begründung für Gewalt und Krieg geliefert. Es ist also nicht die Religion, die das Problem darstellt, sondern es sind die Menschen, die sie für ihre Zwecke missbrauchen. Um zu deinen Artikeln und Kommentaren zurückzukommen: Du gibst mir damit wieder einen Teil des Staunens über den Orient und seine Menschen zurück, das ich bereits für immer verloren glaubte. Ich danke dir dafür sehr herzlich!

    4. Melody, ich bin nicht der Islam. Aber es freut nicht, wenn Leute durch mich eine etwas neutralere Einstellung zu meiner Welt finden, als Hass und Verachtung. Wenn Gott will, wirst du dich selbst aufmachen, die Antwort suchen und die Antwort finden.

  14. Hoffentlich ist es erlaubt, hier einen Kommentar zu hinterlassen: Vielen Dank für dieses Blog. Es ist schön zu sehen, wie offen du bist und vieles weisst. Deine Art & Worte, das was und wie du es sagst, erzeugen in mir eine Wärme & Liebe. Möge Liebe & Freude, Einsicht, Geduld und das Ewige Licht bei dir sein. Dein Blog ist ein wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft, herzliches DANKE. Möge Allah subhana wa ta ala dich und deine Familie reichlich Belohnen allahumma amin ya rabb ale3emin

  15. Die Spendenidee finde ich genial! Den alten Artikel dazu hatte ich irgendwie übersehen oder nur überflogen. Danke für den Reminder dazu. Sind ja noch ein paar Tage bis zum Start, ich habe heute mal was überwiesen. Gruss Max

  16. Fasten ist der schönste Monat im Jahr finde ich 🙂 wenn man alle Tage durchzieht dann fühlt man sich einfach so gut. Ich kann nach einigen Tagen Gewöhnung beim Iftar nichts so viel essen @Seda. Suppe nur. Dann nimmt man schon ab. Ich finde, dass man auch besser schläft und schönere Träume hat und sich daran am morgen erinnert. Das ist mir die letzten Jahre oft aufgefallen. Wegen deinem Artikel Martin, es ist wirklich schön zu sehen wie die Menschen egal welche Religion bzw. “Herkunft” zusammen harmonieren. So sollte es immer sein! Wir denken manchmal zu viel fühlen aber zu wenig! Respektiert euch, redet miteinander anstatt übereinander!! Lasst uns aufhören zu spalten und Hass zu sähen. Ich wünsche jedem ein schönes Ramadan!

  17. Mashallah ❤️❤️❤️ Martin😂😂😂😂. Ich bin jetzt nicht so das riesige Vorbild in diesen Dingen. Aber ich ziehe es jedes Jahr durch. Aber weisst du was das witzigste ist? Das manche Menschen denken man isst weniger an Ramadan. Ich finde eher mehr. Und dann noch spät Abends. Also es ist tagsüber hart, aber es ist sicher kein Diät-Monat.😂😂

    1. Seda, sehr oft bringst du mich durch deine Kommentare zum Lachen. Der Trick besteht darin bei Iftar Suppe zu essen. Belohnung gibt es dann erst am Zuckerfest.😉 Es ist also möglich abzunehmen, auch wenn nur als Nebensache.

  18. Ein großes Lob für deinen Blog. Ich lese schon länger mit und bin fasziniert wie offen du schreibst und denkst und frei von Vorurteilen. Der Blog ist nicht für jeden geschrieben und es wird auch nicht jeder verstehen. Dazu wird zu viel gedankliche Flexibilität, Toleranz und Freiheit voraus gesetzt. SEO optimiert ist die Seite auch nicht. Von daher glaube ich dir, dass es echt ein Wohnzimmer für besondere Gäste ist. (die Beschreibung habe ich von dir übernommen) Mal eben so berieseln lassen damit, geht nicht und die Seite ist definitiv nichts für ADHS-Kranke ohne Medikamente. Aufmerksamkeit plus Köpfchen sind “gefordert”, sonst “überfordert” es. Mach bitte weiter so!

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