Die erfolgreichste Tyrannei ist nicht diejenige, die Macht braucht um die Einheitlichkeit sicherzustellen, sondern diejenige, die das Bewusstsein anderer Möglichkeiten entfernt, die es scheinbar unvorstellbar macht, daß andere Wege existieren, die das Gefühl, dass es ein Draußen gibt, entfernt.

Allan Bloom, The Closing of the American Mind

Guten Tag, Hello, Bonjour, Hola, مرحبا, Merhaba, Marhaban, سلام , 你好, Привет, Aloha…

Liebe Leser und Freunde, ich könnte noch hunderte weitere “Hallo’s” in vielen Sprachen und Dialekten dieser Welt ergänzen. Ich selbst bin deutscher Muttersprachler, kann Englisch gut lesen und komme sprachlich damit irgendwie durch und lerne, wie viele wissen, Arabisch. Da ich nicht sonderlich sprachbegabt bin, wird das vermutlich die letzte Sprache meines Lebens sein. Wobei eines habe ich vergessen: Durch meine Familie verstehe ich nach vielen Jahren mehr und mehr Griechisch, kann es aber auch nicht wirklich sprechen.

Warum schreibe ich euch das? Und warum heisst die Überschrift Geo-Arbitrage und was hat das alles damit zu tun?

Arbitrage

Bevor wir zur Geo-Arbitrage kommen, müssen wir erst einmal sehen, was ist die klassische Arbitrage?

Arbitrage (von franz. arbitrage, von lat. arbitratus „Gutdünken, freie Wahl, freies Ermessen“) ist in der Wirtschaft die ohne Risiko vorgenommene Ausnutzung von Kurs-, Zins- oder Preisunterschieden zum selben Zeitpunkt an verschiedenen Orten zum Zwecke der Gewinnmitnahme. Gegensatz ist die Spekulation, die diese Unterschiede innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausnutzt und deshalb mit Risiken behaftet ist. Die Arbitrage gehört neben der Spekulation und dem Hedging zu den Strategien im Finanzmanagement. (Quelle: Wiki)

Es geht also um die Ausnutzung der Unterschiede zwischen verschiedenen Märkten, egal ob es nun Finanzmärkte oder klassische Warenmärkte sind. Der Klassiker wäre ein Unterschied bei den Kartoffelpreisen auf Wochenmarkt A und B. Auf Wochenmarkt A sind die Kartoffeln 10% günstiger als auf Markt B. Daher kaufe ich dort grosse Mengen und verkaufe sie auf Markt B und streiche die 10% ein. Freilich würde mein Einkauf zum Anstieg des Kartoffelpreises auf Markt A führen und zum Angleichen der Preise von Markt A und B – ein typischer Effekt der Arbitrage. Das fällt auch unter die Begrifflichkeit der Effizienz der Märkte, etwas wovon in der EU immer weniger Politiker etwas verstehen und daher ständig in die Märkte eingreifen, was in Zukunft zu grossen Verwerfungen führen wird.

Arbitrage ist im Gegensatz zu dem für viele Deutschen bösen Wort “Spekulation” nicht negativ behaftet und man kann gut darüber schreiben, ohne sich den kollektiven Volkszorn zuzuziehen. Aber Spass beiseite: Arbitrage im erweiterten Sinne ist etwas, von dem fast jeder Mensch hierzulande profitiert, sogar die ganz moralischen. Deutschland importiert eine Menge Waren, die irgendwo anders auf der Welt günstig produziert werden. Arbeitskräfte sind günstiger, Rohstoffe auch. Klassisches Kik-Beispiel: Von Kindern für Kinder (von armen Kindern für reiche Kinder). Günstige Waren billig in Bangladesch und ähnlichen Ländern hergestellt und hier im Verhältnis zu den Kosten der Herstellung immer noch teuer verkauft. Und das besonders Schlimme ist: Die sind darauf angewiesen, dass weiter dieses Zeug gekauft wird. Das ist zugegeben ein sehr negativer Aspekt. Noch schlimmer sind aus meiner Sicht aber die Hersteller, die hier zu Premium Preisen verkaufen und auch in Bangladesch produzieren. Das sind die Markenklamotten, die auch gerne Bundestagsabgeordnete tragen. Neben diesen Aspekten der Arbitrage, von der Firmen profitieren und auch viele Verbraucher, gibt es aber einen Aspekt, der den meisten unbekannt ist. Oder über den sie zumindest nicht bewusst nachdenken. Und das ist der Vorteil der Geo-Arbitrage für den Einzelnen. Ich will diesen Fakt kurz erklären aber sage schon jetzt, ich werde ihn nicht auf den rein materiellen Punkt begrenzen, bei dem viele Blogger Kollegen verweilen. Das kann man so machen, aber es ist schade das Thema so einzugrenzen.

Steuerliche Unterschiede zwischen Staaten sind eine Möglichkeit persönliche Vorteile zu nutzen.
Unterschiedliche Warenpreise ein weiterer.
Kulturelle Unterschiede bilden die eigene Persönlichkeit und bereichern das Leben.

Während den meisten also bekannt ist, dass Unternehmen wie Banken die Differenzen unterschiedlicher Handelsplätze nutzen, oder billig in anderen Ländern produziert wird, um dann hier dem gesättigten Wohlstandsmenschen teuer zu verkaufen, ist den wenigsten bewusst, dass man diese Vorteile auch für sich ganz privat nutzen kann. Dazu gibt es finanziell zwei Möglichkeiten:

  1. Ich kann ortsunabhängig arbeiten und beziehe mein Einkommen in einem Land mit starker Währung wie dem Euro oder US-Dollar während ich selbst in einem Land mit schwacher Währung lebe oder aber innerhalb der gleichen Währungszone in einem Bereich lebe, in dem das Leben in gleicher Währung günstiger ist. Dazu kommen steuerliche Vorteile.
  2. Ich bin Rentner oder Pensionär und lebe mit meiner gemessen an der Kaufkraft starken Rente oder Pension im Ausland, in dem die Lebenshaltungskosten niedriger sind.

Dazu sei aber angemerkt, dass der erste Fall meist besser ist, da nur dieser Fall auch noch zu massiven steuerlichen Vorteilen führen kann, wenn man es richtig macht. Darauf will ich in diesem Artikel auch kurz eingehen. Wichtig hierfür sind die vier Kategorien der Steuerpflicht in Deutschland:

Unbeschränkte Steuerpflicht (§1 EStG): Dein offizieller Wohnsitz befindet sich in Deutschland bzw. du hältst Dich dort gewöhnlich auf. Damit wäre Dein weltweit erzieltes Einkommen im Inland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig – auch wenn Du die 183 Tage Regelung einhältst, die weiter unten noch genauer erklärt wird. Viele meiner Leser sind in dieser Kategorie, das ist der klassische Fall. Man ist beteiligt an dem ganzen aufgeblasenen Politzirkus der Billionen kostet und keiner weiss wo das Geld nachher hingegangen ist. (Ich bin nicht gegen Steuern zahlen, sondern gegen Ineffizienz, Korruption und die auch hier immer mehr um sich greifende Selbstbedienungs-Mentalität bei einer der höchsten Steuerlasten der Welt mit gleichzeitig den niedrigsten Freibeträgen. Am Ende wird es schief gehen.)

Beschränkte Steuerpflicht (§49 EStG): Deutschland ist nicht Dein gewöhnlicher Aufenthaltsort, Du beziehst jedoch Einkünfte aus Tätigkeiten im Inland. Da würden die besagten Rentner darunter fallen. Das hieße, dass Du die inländischen Einkünfte in Deutschland versteuern musst. Hierunter fallen etwa Mieteinnahmen, Kapitaleinkünfte* oder Einkünfte aus angemeldetem Gewerbe. Das klassische Internetbusiness** wie Services und Ebooks fallen nicht darunter, aber unterliegen der EU-Umsatzsteuer. (die, die von namenhaften US-Unternehmen so gerne umgangen wird/wurde)

*Trading mit ausländischen Brokern gehört NICHT dazu, nur die brave BASF Aktie und der Sparbrief im Sparkassen Depot. 🙂 ** Tipp: Wegziehen und im Ausland Firma gründen. :))

Erweiterte beschränkte Steuerpflicht (§2 AStG): Falls Du in einem Niedrigsteuerland lebst – das bedeutet weniger als ein Drittel der deutschen Steuerbelastung – und wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland aufrecht erhältst, ist Dein in Deutschland erzieltes Einkommen steuerpflichtig. (das kann man legal aushebeln)

Nicht steuerpflichtig: Dein gewöhnlicher Aufenthalt und Deine Einkünfte wie Gewerbe, Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen sind nicht in Deutschland. Da Du weder unbeschränkt noch beschränkt steuerpflichtig bist, bist Du im Umkehrschluss nicht steuerpflichtig. Die 183 Tage Regelung ist Dein Schlüssel dazu, dazu im §9 Abgabenordnung mehr.

Wer diese 4 Kategorien mit dem § 9 der Abgabenordnung kombiniert kann entweder (1) komplett steuerfrei werden:

“Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Als gewöhnlicher Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes ist stets und von Beginn an ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer anzusehen (…)

Oder (2) aber er meldet sich in einem Land mit niedrigeren Steuersätzen ganz regulär an. Beides ist absolut legal und die Basis die finanzielle Geo-Arbitrage zu nutzen. Dieses Gedankenspiel mal durchzurechnen kann sehr interessant sein, denn wenn man weniger Steuern und wenig bis keine Sozialabgaben zahlt, kann man natürlich sehr schnell Vermögen aufbauen. Wenn man den Plan aber erst als Rentner verwirklicht, dann bleibt Rente, Riester und Co. voll steuerpflichtig im Inland und man hat nur den Vorteil der niedrigen Lebenshaltungskosten im Ausland.

Das echte Steuern sparen wird in Zukunft für viele sein sein, aus Deutschland weg zu kommen und nicht irgendwelche Almosen-Riesterverträge abzuschliessen und sich dann unterwürfig zu bedanken, dass einem der Staat einen Teil des eigenen Geldes wieder gibt.

Anbei einige Beispiele, an die ich bei diesem Artikel über die erweiterte Geo-Arbitrage gedacht habe und die ich in naher Zukunft präzisieren und mit euch teilen will. Es geht mir dabei aber nicht ausschliesslich um finanzielle Vorteile, sondern im Lebensqualität. Aber ich denke das wisst ihr ja bereits:

Wohnen. In Deutschland kauft man im Jahr 2020 für 300.000,00 EUR eine Wohnung mit 120qm. Nichts besonderes, Standard, eingeengt in einer Stadt. (Nicht München und Co.) Oft ist das der Beginn wunderbarer Feindschaften mit den neuen Nachbarn. Für dieses Geld kann man beispielsweise im Süden in der EU Grundstücke mit 1000qm und mehr kaufen. Inklusive einfachem Haus. Aber klar, es ist nicht der deutsche Standard. Nur: Unglückliche Menschen habe ich selten angetroffen. Sehr oft habe ich über 90 jährige erlebt, die lächelnd zu Besuch kamen und Gemüse vorbei brachten. Nicht Bio, einfach vom Feld. 🙂 Irgendwie angenehmer als Streit mit der Eigentümergemeinschaft, wann man grillen darf und ob mit Holzkohle oder nicht.

Einfaches Leben in einem einfachen Haus. Keine Hülsta Möbel, keine Rolf Benz Couch. Aber leidet darunter die Lebensqualität? Diesen Eindruck konnte ich bisher nie gewinnen. Ganz im Gegenteil. Von Griechenland, Türkei bis Palästina: Es gibt Dinge die man braucht: Essen, ein Bett, ein Dach über dem Kopf und heute Internet und ein Laptop. Fliessendes Wasser, klar. Aber darüber hinaus beginnt die Sklaverei des Materialismus. Wer einfach lebt weil es in anderen Ländern grundsätzlich einfacher ist, spart eine Menge Geld und findet den Fokus auf das Wesentliche im Leben zurück. Das kann für Rentner sehr interessant sein, aber eben auch für alle, die ortsunabhängig arbeiten können. Ich denke durch Corona und die Konsequenzen von Home Office werden das in den nächsten Jahren mehr Menschen werden. Warum nicht heute schon über die Vereinfachung des Lebens nachdenken? Wer heute damit anfängt, kann früher hier weg. Wer natürlich hier bleiben will, der soll gerne hier bleiben. Ist ja noch eine freie Entscheidung des Einzelnen.

Essen. Zweifellos sehr wichtig um gesund zu bleiben und ein Teil der Lebensqualität. Gesundes Essen aus hochwertigen Zutaten spart viele Medikamente im Alter. In den Ländern im Süden Europas bis in den Nahen Osten ist Essen etwas, was Freunde und Familie verbindet. Es ist für uns mit unserer Kaufkraft deutlich günstiger wie wir es gewohnt sind, die Qualität ist aber deutlich höher. Frisches Gemüse und Obst in einer Qualität, die man bei uns nicht mal in den Bio Märkten mit ihren Wucherpreisen findet.

Lebensgefühl. Wer kennt das nicht? Der Süden hat diese Leichtigkeit. Der Nahe Osten eine massive Lebensintensität und das jeden Tag. Aber warum ist das so? Die Lebensumstände sind ein Faktor. Aber kann es sein, dass dies auch so ist, weil es so wenig Ablenkung durch “Sachen” gibt, die man nicht braucht? Oder weil in einer Gesellschaft Familie und das Leben an sich mehr wert sind als ein Leben voller gekaufter Güter? Das Leben im Süden Europas und in Ländern des Nahen Ostens hat einen anderen Fokus. Und ist meistens günstiger.

Bildquelle: eigen

Die Geo-Arbitrage funktioniert, weil wir als Mitteleuropäer eine höhere Kaufkraft als der Süden Europas haben und eine stärkere Währung als beispielsweise Länder des Nahen Ostens. Ich führe bewusst diese Länder an, weil mich von Herzen viel damit verbindet, man kann aber natürlich auch Südamerika und Asien als Beispiel nehmen. Nur ist das nicht mein Fachgebiet. Aber ihr könnt die Gedanken einfach übertragen, wenn euch diese Gebiete der Erde mehr zusagen.

Natürlich muss man je nach eigener Sicht auf die Welt auch Nachteile in Kauf nehmen: Weniger Komfort, weniger Sicherheit, andere politische Systeme mit anderen Regeln. Das ist ganz klar. Aber wie schwer diese Nachteile wiegen ist eine sehr individuelle Frage und mancher Nachteil kann zum Vorteil werden, weil man aus seiner Bequemlichkeit beispielsweise ausbrechen muss oder eben dankbarer wird. Eine Warnung möchte ich jetzt aber aussprechen: Lasst euer Bild von anderen Ländern und Kulturen niemals von deutschen Nachrichten prägen: Ich habe noch NIE erlebt, dass Aussagen aus den Nachrichten in der Form und mit ihren ganzen Wertung zutreffen. Es scheint typisch deutsch zu sein, alles moralisch bewerten zu müssen. Manche von uns haben das mit ZDF Belehrungsfernsehen und Co. aufgesogen, aber es hat wenig mit der Realität zu tun. Das ist meine persönliche Erfahrung und auch ich habe einen “langen Weg” diesbezüglich hinter mir.

Die wahre Geo-Arbitrage

Zum jetzigen Zeitpunkt – und deswegen schreibe ich auch diesen Artikel – wird dieses Thema für Rentner und für Menschen interessant sein, die wie schon erwähnt ortsunabhängig arbeiten können. Aber ich gehe davon aus, dass dies in den nächsten Jahren mehr und mehr Menschen werden. Ich gehe aber auch davon aus, dass es in den nächsten Jahren mehr und mehr Menschen gibt, die unser System mit den gesetzten “Werten” hinterfragen und versuchen ihr Leben (1) zu entschleunigen und (2) einen tieferen Sinn zu suchen. Diese Suche nach einem Sinn und die Beschäftigung mit Spiritualität und Religion funktioniert meist auch nur dann, wenn wir freie Kapazitäten in unserem Denken haben und unsere Festplatte, sprich unser Verstand, nicht damit beschäftigt ist Besitzstand zu verwalten und sich in die Millionste Steuergesetzgebung einzuarbeiten oder wann man welche Mülltonne diese Woche rausstellen muss.

Und an dieser Stelle will ich zu dem tieferen Thema hinter der Geo-Arbitrage kommen. Aus meiner Sicht hat sie nicht nur eine materielle Komponente. Es geht nicht nur um weniger Geld ausgeben und mehr sparen oder um preisliche und steuerliche Unterschiede zwischen Ländern. Die geistige Komponente der Geo-Arbitrage sind Menschen, Kulturen und Glauben. Es ist die Erweiterung des Blickwinkels. Wir alle sind auf eine gewisse Weise sozialisiert worden. Das führt zu Grundannahmen was richtig und falsch ist. Hier sind in den Basis Grundwerten alle großen Kulturräume der Welt gleich und haben aus ihrer Religion und Kultur Gesetze abgeleitet. Es wird niemand bestreiten, dass Mord und Diebstahl falsch ist. Das sehen wir als gesetzt und das ist gut so. Aber der Blick auf das Leben ist doch grundverschieden. Und hier muss man sich schon mal die Frage gefallen lassen, warum man eigentlich glaubt, dass die eigene Sichtweise die richtige ist? Und ich möchte mit euch noch einen Schritt weiter gehen, gerade wenn wir vielleicht unsicher oder sogar unglücklich sind: Kann uns eine andere Sicht auf das Leben, andere Kulturen, andere Religionen und vor allem andere Menschen vielleicht sogar glücklich(er) machen? Nun, wir werden es nie herausfinden, wenn wir es nicht ausprobieren. Und je jünger wir sind, desto besser. Denn den meisten Menschen wird es ab einem gewissen Alter immer schwerer fallen, gewohnte Pfade zu verlassen. Das fängt schon mit dem Essen an.

Sprache ist der Schlüssel zu anderen Kulturen und den Herzen anderer Menschen. Wie bereichernd das wirklich sein kann könnt ihr nur erfahren, wenn ihr es ausprobiert. Und wenn ihr tief in eine andere Kultur eintaucht werdet ihr merken, dass die Welt kompliziert schön ist. Denn was wir zu wissen glauben, ist oft nur eine Variante der Wirklichkeit. Wenn man die Schwelle zu einer anderen Kultur überwindet, ist auf einmal ist der Himmel offen, wo vorher ein Dach war. Und ich verspreche euch, ihr wollt nie wieder zurück unter das Dach. Das ist absolut unmöglich.

Philippi und die erste Christengemeinde auf europäischen Boden. Das ist der wahre Ursprung unserer heutigen europäisch-christlichen Sozialisierung. Sicher ist heute aber, dass selbst diese erste Gemeinde nichts mit Kirche heute zu tun hatte, dies ist durch tausende Quellen gut belegt. Daher darf man schon mal die Frage stellen, was da eigentlich die letzten 1900 Jahre schief gelaufen ist? Und im zweiten Schritt kommt man zu dem Punkt, dass man sich fragt: Wer bin ich eigentlich, wenn alles anders war wie zuerst angenommen? Das macht erst etwas Unbehagen, aber dann unglaublich frei. Frei für neue Entdeckungen. Denn unsere eigenen Wertungen und moralischen Dispositionen sind wie ein unsichtbares Gefängnis. Es braucht keine Mauern, wir bleiben “freiwillig” da drinnen.

Erweiterte Geo-Arbitrage bedeutet in der Konsequenz auch gewohnte Pfade zu verlassen. Statt Schnitzel und Pommes mal etwas Neues wagen und beispielsweise feststellen, gesund und lecker schliesst sich nicht gegenseitig aus. Auf dem Bild seht ihr arabisches Essen (Syrien), eine Speise leckerer als die andere. Und ja, man sitzt auf dem Boden. Alles eine Frage der Sozialisierung und nicht von richtig und falsch. Wenn ich natürlich auch im Ausland nur mit Landsleuten zusammen sitze, die das gleiche denken und sagen wie in der Heimat, dann wird mir der wahre Vorteil des Ortswechsels verschlossen bleiben.

Diesen Artikel schreibe ich natürlich aus meiner Perspektive und mit meinen Vorlieben. Ihr könnt diese Gedanken auf andere Kulturräume übertragen und fortführen.

Für mich ist das östliche Mittelmeer ist mein Lieblingsfleck der Erde geworden, weil dort viele Hochkulturen ihre Wurzeln haben und dort der Ursprung der drei monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam ist, die man nach meiner bescheidenen Meinung nur zusammen betrachten sollte und nicht gesondert für sich, denn zu eng sind die Verbindungen. Auf der Karte aus Griechenland seht ihr die Reisen des Apostel Paulus, der das Christentum zum Exportschlager aus dem Nahen Osten gemacht hat und auch begonnen hat es sehr stark zu institutionalisieren. Denn Jesus war weder selbst Christ noch gründete er irgendwelche Kirchen. Und seine Botschaft ist auch eine andere, als die wir heute erzählt bekommen. Aber das ist ein Thema für sich und für einen anderen Artikel. 🙂

Bildquelle: Eigen und Saliha Al-Mawardi

Ich habe diesen Artikel mit einer kleinen Auswahl an Sprachen zu Begrüssung gestartet. Es könnten hunderte mehr sein. Jeder von euch hat seine Lieblingsländer, Lieblingskulturen und auch Lieblingsmenschen. Und ein Leben reicht nicht, um sich mit allen Kulturen und Denkweisen zu beschäftigen, das ist leider so. Aber wenn wir nur mit einer starten, haben wir schon fast einen doppelten Lebensinhalt. Alles was wir zu wissen glaubten, können wir nochmal durch eine neue Brille betrachten. Das ist nur zu Beginn etwas mühsam, aber dann merken wir, wie unser innerer “Indianer Jones” erwacht und das Leben in den Adern fliesst. Denn eigentlich ist es uns in die Wiege gelegt: Die Neugier. Nur irgendwann wird diese Neugier durch Angst ersetzt. An dieser Stelle dürfen wir uns bei denen bedanken, die uns sozialisiert haben.

Geo-Arbitrage ist für mich nicht nur der rein finanzielle Aspekt. Geo-Arbitrage ist für mich auch kein rein wirtschaftlicher Faktor, sondern ein menschlicher Gewinn. Ich habe eine neue Arabisch Lehrerin. Sie ist aus Gaza. Genau dieses Gaza aus den Nachrichten. Wenn wir lernen, machen wir es über Telegram. Außerdem wird durch Bilder, Videos und Sprachnachrichten Gaza zu einem Ort aus der Nachbarschaft mit allen Konsequenzen. Man hat Anteil an der Lebensweise, den Lebensumständen, den Sorgen, den Problemen. Darüber habe ich auch in anderen Zusammenhang schon oft geschrieben. Das erdet ungemein und macht dankbar für so scheinbar selbstverständliche Dinge wie Strom. Und wisst ihr, wenn man für so etwas wie Strom wieder anfängt dankbar zu sein, dann kommt man nicht auf die Idee, sich dauern neue Dinge kaufen zu müssen, die weitere Folgeanschaffungen nach sich ziehen – der klassische Kreis des Materialismus.

Aber man hat auch Anteil an der Freude, der Familie und den schönen Dingen. Und schöne Dinge können wirklich kleine Dinge sein. Zum Beispiel, dass euer Mitmensch sich wirklich freut, dass es euch gut geht und das auch so meint. Also keine Floskel, sondern aufrichtige Freude. Das habe ich schon lange nicht mehr erlebt und das soll auch kein moralischer Zeigefinger sein. Ich denke, dass wir in dieser Überflusswelt einfach alle viel zu sehr mit Sachen beschäftigt sind, die in Wirklichkeit gar nicht wichtig sind. Aber es ist extrem schwer sich dem zu entziehen. Wenn wir eine Strasse entlang laufen würden an der ein blaues Schild steht, aber alle anderen immer sagen es wäre eher rot und wie wichtig es ist dass es rot ist, irgendwann würden wir das auch sagen. Und sei es nur, um unsere Ruhe vor dem Gerede der anderen zu haben. Sozialer Druck ist ein ganz massiver Störfaktor auf dem Weg zum persönlichen Glück und echten eigenen Überzeugungen – nicht die der anderen.

Gaza: Andere Lebensrealitäten.

Wenn Glaube kein Teil des Lebens ist wie eine Mitgliedschaft im Schützenverein, sondern kompletter Lebensinhalt, dann verändert sich die ganze Perspektive auf das hier und jetzt. Solche Menschen treffen andere Entscheidungen in ihrem Leben und haben ein anderes Wertesystem. Ihr inneres Glück hängt nicht von Konsum und Party ab. Das finde ich sehr beeindruckend und ich denke man kann eine Menge davon für das eigene Leben lernen.

Woanders ist ein Kamel am Strand eine bezahlte Touristenattraktion, in Gaza Normalität. Touristen gab es dort schon lange keine mehr. Das man selbst solch schweren Lebensumständen etwas Positives abringen kann, das beweisen die Menschen dort. Und wir die wir hier sind, können an unserer Dankbarkeit für das was wir haben wachsen. Wie oft drehen sich unsere Gespräche um “mehr wollen”, “neuestes X kaufen”, “und besten Urlaub haben.” Und wie oft um die Basics des Lebens oder die großen Fragen unseres Daseins? Einer Religion anzugehören macht uns nicht zum “Geistesmenschen”, sondern das mit dem wir uns beschäftigen und worüber wir sprechen.

Das ist die gleiche untergehende Sonne, wie ich sie wenige Kilometer weiter nördlich von dort in Jaffo im März 2020 fotografiert habe. (Hier) Und doch liegen Welten zwischen Gaza und Old Jaffo / Tel Aviv. Im Gaza Streifen kann eine zehnköpfige Familie mit 500,00 USD im Monat wohnen, essen, sich waschen und hat einige Stunden Strom am Tag.

Strand von Gaza im August 2020. Selbst unter schlimmsten Umständen ein idyllischer Ort.

Bildquelle: Basma A. aus Gaza

Conclusio

SchlussfolgerungSchlussfolgernFolgerungInferenz (aus lateinisch inferre „hineintragen“; „folgern“, „schließen“; englisch inference) oder Konklusion (lateinisch conclusio „Schlussfolgerung“) und Implikation sind in der Logik Bezeichnungen für mehrere eng miteinander verwandte Sachverhalte, u.a. Als Schlussfolgerung bezeichnet man zum Dritten das Ergebnis des Nachdenkens, also das (meist schrittweise) Erkennen von Folgerungen, bzw. das Durchführen eines Beweises. Diese Schlussfolgerungen können auch aus unbewussten kulturellen, sozialen oder religiösen Hintergrundannahmen gezogen werden. (Quelle: Wiki)

Geo-Arbitrage hat mehrere Seiten. Zum einen die, mit der wir alle konfrontiert werden: Unternehmen nutzen globale Kaufkraft- und Lohnstückkosten Unterschiede um erhebliche Gewinne zu realisieren. Durch diese Gewinne ist die Anlageklasse Aktien interessant und neben der globalen gesteuerten Geldmengenausweitung einer der Faktoren für steigende Aktienkurse. Beide Faktoren widersprechen klar der Nullsummentheorie. Die Geo-Arbitrage auf dieser Ebene hat natürlich einige schwer verdauliche Nachteile: Das deutsche 50 TEUR Auto kommt eben nicht mehr aus Deutschland, die KIK Klamotten kommen von KIK-Kindern, ähm sorry, von KIK aus Bangladesch und würden alle hoch bezahlten Konsumeuropäer ihr Leben wie Tim Schäfer ändern oder sich nach den Ideen dieses kleinen Blogs richten, bräche die Weltwirtschaft zusammen. Aber das wird nicht passieren und ich schreibe hier auch nicht um eine neue Gesellschaftsform zu etablieren, sondern für meine ausgewählten und geschätzten Leser.

Geo-Arbitrage hat eine vorteilhafte Seite für jeden einzelnen für uns. Wir können sie dank Internet und dank Mobilität immer mehr für uns selbst nutzen. Heute schon durch die sich veränderte Art zu arbeiten, aber auch als Rentner, wenn die eigene Rente nicht gerade der Beamtenpension des höheren Dienstes entspricht und es fast unmöglich wird in Deutschland über die Runden zu kommen.

Den Hauptvorteil von Geo-Arbitrage sehe ich persönlich aber nicht in einem Geschäft, sondern in dem Vergleich von Lebensumständen, Lebenswegen und der Konsequenz, ob man damit glücklich wird oder ist oder eben nicht. Das ist für mich die sogenannte “erweiterte Geo-Arbitrage“. Und das sind nur meine ganz persönlichen Eindrücke, versteht mich nicht falsch. Diesen Vergleich ziehen zu können, halte ich für einen Vorteil für das ganze eigene Leben. Denn zwei letzte Geschichten in diesem Artikel möchte ich heute mit euch teilen, die jeden am Ende des Tages das Essen besser schmecken lässt, das Bett weicher und wärmer erscheinen lässt und die liebsten Menschen im Leben noch mehr schätzen lässt.

Die eine Story las ich in einem Supportforum. Ich habe die Namen geändert und gebe die Geschichte mit meinen Worten wieder:

Zwei Leben auf dem gleichen Planeten:

Eine “Casia” schrieb:

…..irgendwie führt mich das Universum durch bestimmte Umstände immer wieder hier her.(in das Forum) Also folge ich mal diesem Impuls und fange jetzt mal ernsthaft damit an. Ich helfe energetischen & spirituellen Coachs das sie mit ihrem digitalen Leben klar kommen und anderen die innere Mitte des Einklangs mit dem Universum aufzeigen können. Dabei setze ich selbst Klangschalen und Yoga ein. Das hilft mir bei meinen Depressionen und so schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Anmerkung von mir: Diese Casia fährt laut ihrem Instagram Account ein 50 TEUR Auto, feiert Champagner Partys mit Freunden und lebt auch sonst exzessiv.

Die andere Geschichte ist von meiner neuen Arabisch Lehrerin Basma aus Gaza. Letzte Woche schrieben wir während die Familie auf dem Dach des Hauses war. Drei Strassen weiter wurde eine Bombe von einem Flugzeug abgeworfen. (diese Meldung kam auch in den News) Die Familie erschreckte sich, aber ihnen passierte nichts. Danach ging man zur Normalität über. Weil man es “gewohnt” sei, so sagte es Basma mir. Das und die Tatsache das Basma betet damit es mir gut geht sind genau die Punkte, die mich zum Nachdenken bringen.

Anmerkung von mir: In Gaza lebt eine Familie mit 500,00 USD im Monat. Das Leben schön, wenn man zusammen Zeit verbringt, es nachts ruhig am Himmel bleibt und alle gesund sind.

Wir haben hier zwei Defizite vorliegen: Die eine Gruppe von Menschen hat zu viel Geld und Zeit. Aber dafür Depressionen und versucht das Leben irgendwie mit Sinn zu füllen. Die andere Gruppe von Menschen hat einen Lebensinhalt, ist an sich davon ausgefüllt und zufrieden mit Familie und Religion und den einfachen Dingen im Leben, hat aber oft zu wenig Geld für die wirklich lebensnotwendigen Dinge. Eigentlich wäre es hier naheliegend, dass wie bei der echten Arbitrage zu einem Ausgleich im übertragenen Sinne kommt. Dieser kann aber nur freiwillig statt finden.

Deine Wahl

So bitter wie das klingt, aber in den beiden Geschichten hat nur eine Seite die Wahl etwas zu ändern. Und das ist eigentlich die Seite von Casia. Die Seite von Casia hat Ressourcen und die physische Basis des Leben zu gestalten und muss keine Angst haben, dass ihr Nachts Bomben auf das Dach fallen. Die Casia’s dieser Welt haben den wohl höchsten Lebensstandard, seit es Menschen auf der Erde gibt. Und doch sind die Casia’s dieser Welt die Sinn entleerten Social Media Opfer auf Konsum- und Psychopharmaka Trip. Was fehlt ist die richtige Perspektive auf das Leben und Werte die größer als kosmische Klangschalen Klänge sind. Ich würde daher durchaus den Umkehrschluss ziehen und sagen, wenn ich eine Leere im Leben wie Casia verspüre, dann fehlt mir ein geistiger Inhalt im Leben, den ich eben nicht mit Materialismus und Party füllen kann. Oder ich kann es, aber es macht nicht glücklich und ich muss mit Ratiopharm nachhelfen.

Ich habe die letzten Jahre oft den Eindruck gewonnen, dass während die Menschen in armen Teilen der Welt durch fehlende Ressourcen eingeschränkt sind, wir es durch fehlende geistige Ressourcen, eine innerliche Leere und durch Blockaden in unserem Denken eingeschränkt sind. Natürlich gab und gibt es immer Ausnahmen und Menschen, die diese Schranken überwunden haben. Aber insgesamt sind es nur wenige.

Aber Fakt ist, dass wir eine echte Wahl haben, die andere nicht haben. Was spricht also dagegen in Corona Zeiten seine Flügel startklar zu machen, Ballast abzuwerfen und wenn das vorüber ist, in unser Abenteuer zu fliegen?

Früher nannte man das Leben.

Wann in unserem Leben ist die Neugier der Angst gewichen?

“Das schlimmste Übel ist, aus dem Kreis der Lebenden zu scheiden, eher man stirbt.”

Seneca, Von der Gelassenheit

To be continued…

47 Kommentare zu „Geo-Arbitrage und Du

  1. An und für sich ist es ganz einfach.
    Die meisten haben nie die Chance gehabt, einmal aus ihrer Welt auzubrechen.
    Wer einmal im Ausland gelebt hat (und damit vielleicht nicht in Bern oder Wien), der hat alleine schon so viel erfahren, dass es für ein Justieren der “Weltanschauung” reicht.
    Wenn aber in Ermangelung jeglicher Erfahrung, das gößte Problem der Woche ist, wer aus dem Dschungelcamp fliegt, dann ist da leider alles verloren. Solche Menschen kann man nicht erreichen.
    Dazu braucht es ein Zwangserlebnis (wie Covid?), um die Menschen zu “erden”

  2. Lieber Martin,

    um es hier auch mal in aller Deutlichkeit zu sagen…: Endlich mal wieder ein Artikel und dann noch ein richtig guter. Ich wünschte mir, dass mehr Menschen sich mal die Mühe machen Themen zu durchdenken oder in ganz neue einzutauchen, wie du es bei Religion oder fremden Kulturen machst. Ja, da muss man sein Gehirn auch mal ein bisschen anstrengen und es ist etwas anderes. Aber du zeigst, es lohnt sich. DANKE!

  3. Hallo Black, endlich wieder ein Interessanter Artikel zum lesen. Ich glaube das es einfach wichtig ist Neugierig zu bleiben. Neugierig auf andere Kulturen, andere Länder anderes Essen, andere Internetseiten andere Meinungen……….

    Zum Thema Auswandern, jeder wie er will und kann. Ich denke dieser Block wird nicht die große Welle lostreten. Ich bin schon viel gereist ,auch in arme Länder und ich finde es hier in Deutschland aktuell ganz schön zu leben.

    1. Hallo Zahni, der Blog tritt auf keinen Fall eine Welle los und schon gar keine große. Das sehe ich genauso. Dazu sind wir viel zu klein und unbedeutend. Und natürlich auch viel zu speziell und eigen. Aber darum geht es ja auch nicht. Du hast es in Deinem Kommentar doch gut beschrieben: Einfach offen sein, andere Länder und Menschen besuchen. Mancher wird dann einfach dankbar für Deutschland sein. Und wieder andere werden gehen. Auch das muss ja nicht für immer sein, sondern vielleicht nur für ein paar Jahre. Jetzt schauen wir erst einmal, was nach Corona ist. Und das kann durchaus bedeuten, dass wir im Jahr 2022 dann leben. Leider.

    2. ich finde es ganz schön weil es hier so klein ist und kein Monsterblog mit 100.000 Leuten. So ist es viel persönlicher und gpflegter und es gibt kein Ärger. Deutschland ist sehr aufgeräumt und sauber, das finde ich sehr schön hier. Selbst in grossen Städten. Und auf dem Land haben die Menschen sehr schöne Gärten. Das würde ich vermissen. Aber das Dorf vermisse ich auch. Es duftet dort anders, schmeckt alles anders und es ist die Herkunft oder Wurzel. Kann man nicht ignorieren. So reich wie Deutschland sind nur wenige Länder. Aber die Menschen sind oft nicht so glücklich wie sie sein müssten.

  4. Vielen Dank für den Artikel ich denke wer einmal andere Kulturen erlebt hat und das Abenteuer mag den zieht dieser Artikel wieder in die Ferne. Ich bin sehr Interessiert an der Ausführung/Praxis Finanzen Kulturen Geschichten. Ich musste an das Buch Vagabonding von rolf potts denken. Ich hoffe auf eine lange Serie um das Thema

  5. Ich habe mich sehr gefreut wieder einen Artikel zu lesen. Der Aufwand ist sicher sehr viel höher als ein Podcast, aber gerade deshalb würde ich nicht dem Podcast-Trend folgen. Das Schreiben & Lesen bleibt der Klassiker. Zum Thema Steuern und Internationalisierung: Gerne mehr davon. Wenn Corona rum ist, geht es wieder auf die Piste. 😉

    1. Dem schliesse ich mich bei dieser Gelegenheit direkt an. Ich lese deine Artikel sehr gerne und mir gefällt die Offenheit wie du an die Themen heran gehst. Ich denke jeder hat seine Vorurteile in sich, mit denen er kämpfen muss. Aber du zeigst gut auf welchen Vorteil es hat diese zu überwinden. Mir gefallen auch sehr die Kommentare hier. Es ist ein kleiner Blick in andere Denkweisen. Mitunter sehr humorvoll.

  6. Hallo ihr Blackwater’s,

    Vielen Dank für eure vielen Informationen und die ganze Arbeit die ihr in eure Webseite und die Betreuung von uns steckt.Es freut uns zu sehen wie ihr euren Weg geht und wir mehr und mehr Vorteile durch euere Erfahrungen und euer Wissen habt. Wir freuen uns schon, wenn euer YouTube Kanal mal mehr Bedeutung bekommt.

    Liebe Grüsse
    Arne & Linda

  7. Oooo und ich dachte der nächste Podcast kommt🙄 Aber dann dachte ich so, warum nicht mal wieder was lesen, auch gut. Und gleich heute morgen war mein Frühstück (Frag nicht was😋) soooo lecker weil ich dachte, wie ist es keins zu haben. BWM, wir könnten alle in die Türkei gehen. Lira ist nix mehr wert und das Leben ist billig.😂😂😂😋Leckeres essen bis der Arzt kommt und danach ins Meer springen.😂 Ich sehe nur, wie mein Gespartes immer mehr wert wird in Lira. Ama viele kaufen jetzt dort auch Gold. Es ist eigentlich schlimm. 🥺

  8. Chapeau! Chapeau! Endlich wieder ein Leseartikel. Ich bin ein klarer Freund des geschriebenen Wortes, auch wenn du mit der Rechtschreibung als Kind der 80er Jahre etwas auf Kriegsfuss bist. Aber das macht gar nichts. Und ich teile selbstverständlich nicht alle Vorlieben. Mit dem Nahen Osten tue ich mich schwer. Das muslimische ist nicht meines und die Konflikte auch nicht. Aber du verstehst es zu begeistern und ich merke, wie ich auch etwas “gemütlicher” gegenüber dieser Welt werde. Also, lernen müssen wir doch ein Leben lang, dies muss man sich eingestehen. Die steuerlichen Seiten sind auch interessant, hier freue ich mich über eine Fortsetzung.

    Ich wünsche ein schönes Wochenende!

  9. Ich möchte nur mal anmerken, dass man sich, wenn man aus diesen Gründen ins Ausland geht, getrost als “Wirtschaftsflüchtling” betrachten darf.

    Also als das, was wir ebenjenen vorwerfen: Ins Ausland gehen, weil es einem dort gehofft wirtschaftlich besser geht, und weil man mit “Korruption” und “Selbstbedienungs-Mentalität” (Zitate aus obigem Text) im eigenen Land nicht einverstanden ist.

    Ich vermute auch, dass der Wille zur Assimilation an fremde Gebräuche, Sitten und Sprache im Gastland nicht gerade ausgeprägt sein wird.

    Aber klar, aus eigener Perspektive ist das natürlich nur rational.

    1. Das stimmt und stimmt nicht oder ich sehe es falsch.🧐 Wenn man mit Kapital oder sogar eigener Online Firma ins Ausland geht kostet man dort nicht sondern schafft Mehrwert. Das ist schon anders wie mit nichts zu kommen nur um wirtschaftliche Vorteile zu haben, oder? An diese Stelle: Nichts gegen die, die vor Krieg und anderen schrecklichen Umständen geflüchtet sind. @Saliha usw, bitte nicht in den falschen Hals bekommen.

      1. Nein, nein, ich verstehe es nicht falsch. Ich denke auch den Unterschied verstanden zu haben. Ich kann nur sagen, viele können es sich nicht aussuchen. Wenn man wirklich flüchtet verlässt man seine Heimat ja nicht freiwillig. Es gibt Erinnerungen, Orte, und das ganze Leben, was man zurück lässt. Die Träume daran gehen nie weg. Aber wenn es Krieg gibt muss man gehen und meine Familie hat schon lange gewartet. Fast zu lange. Aber könnte man irgendwie im Zuhause leben ohne zu sterben, auch wenn es viel schlechter als hier wäre, würden wir zurück gehen. Ich finde Integration schwierig, weil man nicht sein ganzes Leben unterdrücken kann und wer man ist und welche Traditionen und Gewohnheiten es gibt. Aber man sollte dankbar sein und sich Mühe geben weil man aufgenommen wurde. Jetzt lese ich von vielen Deutschen die weg wollen aber ich denke man darf nicht unterschätzen, dass man auch vieles vermissen wird.🥺🥺

      2. Ob man als Wirtschaftsflüchtling mehr oder weniger motiviert ist – ich weiss es nicht. Martin wäre offensichtlich sehr motiviert – bei bestimmten Ländern.🤣

        Ich möchte jetzt mal über meine eigene Erfahrung berichten! Bei mir Zuhause wird nur mit Muttersprache Arabisch kommuniziert und kein Wort deutsch wird gesprochen! Meine Kinder haben dann die deutsche Sprache im Kindergarten so schnell gelernt, man muss sie natürlich auch dorthin schicken und nicht nur in die Moscheegemeinde. Wobei die hier eh nur türkisch sprechen, aber dann hätten sie türkisch gelernt🤣 Mittlerweile besucht mein Sohn eine Gymnasium (11 Klasse) und schreibt zu 90% nur 1er Noten, Meine Tochter studiert Medizin. Meiner Erfahrung nach es geht darum ob die Eltern es wollen, dass ihre Kinder das beste Bildungsniveau erreichen oder nicht!Ich bin Handwerker, Meine Frau hat Betriebswirtschaft studiert und ist ein richtig cleverer Engel(soviel zu arabische Frauen sind immer dumm wenn sie Kopftuch tragen und unterdrückt werden) Mein Konzept war richtig !! Muttersprache gilt als Identität und das, darf mir keiner wegnehmen. Meine Kinder sprechen neben Deutsch, Arabisch, Englisch, Französisch und etwas Spanisch..Ist ein Traum oder?! Sie können die ganze Welt damit einmal sehen, aber im Herzen werden sie immer Syrer sein. So mal meinen Senf. An Martin: Folge deinem Weg weiter, schau, was eine schöne Seite und schau was du hier geschaffen hast. ALs Ausländer bei uns wärst du willkommen, sobald wir dich mal dort willkommen heissen können. InshaAllah.

        Hamdi

      3. Nicht oder weniger bezahlte Steuern sind auch “Kosten”. Man hat sich ja im Hochsteuerland bilden und ausbilden lassen und drückt sich nun um die Rückzahlung in Form von Hochsteuern. Das ist beim Süd->Nord-Wirtschaftsflüchtling genauso, nur im Lebensabschnitt andersherum.

        Ich will auch gar nicht auf Wirtschaftsflüchtlingen herumhacken, ganz im Gegenteil. Ich möchte nur aufzeigen, dass hierzulande oft eine Doppelmoral herrscht, wo man das eine verachtet, das andere aber für sich in Anspruch nehmen möchte, obwohl es keinen qualitativen Unterschied gibt.

        Martin

      4. Moralische Argumente dafür oder dagegen sind eine Sache, können in Selbstblockade ausarten. Aber jeder hat nur ein Leben und darf, sollte und muss sich frei entscheiden, wie und wo er es verbringt.

      5. Die Bildung und Ausbildung als Qualitätsmerkmal in einem Hochsteuerland dürfte im Falle von Deutschland kein Argument mehr sein. Pisa und Co. lässt grüssen. Es wird selbst an Gymnasien schwer Menschen zu finden, die Prozentrechnen beherrschen oder einen ganzen Satz heraus bringen können. Diese Argumente kommen alle aus einer anderen Zeit. Einer Zeit in der mit diesen Steuern auch noch ein Gegenwert finanziert wurde. Meine 5ct.

  10. Bei dem Punkt beschränkte / unbeschränkte Steuerpflicht wurde leider der Bereich der Doppelbesteuerungsabkommen komplett außen vor gelassen.

    Noch nicht einmal ein kleiner Hinweis hierauf.

    Sehr Schade und nicht die Qualität, die man sonst hier gewohnt war.

    1. Er hat doch geschrieben, dass es kein reiner Finanz/Steuerartikel ist und bei Interesse mehr kommt? Btw ist es eine ganz neue Richtung auf BWlive, daher mal abwarten.

      1. Schon richtig. Das Thema der Abkommen hier zu behandeln würde den Rahmen sprengen, denn jedes Doppelbesteuerungsabkommen ist unterschiedlich.

        So ist of was für ein Land gilt für das andere Land genau gegenteilig geregelt.

        Aber so ein kleiner Hinweis auf die Existenz dieser Abkommen hätte ich schon erwartet.

        Denn die gehören bei Fragen zur internationalen Besteuerung zum kleinen 1 x 1.

    2. Ich ergänze den sonst wunderbaren Artikel:

      https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Steuern/Internationales_Steuerrecht/Staatenbezogene_Informationen/staatenbezogene_info.html

      Doppelbesteuerungsabkommen. Allerdings hat das im Artikel beschriebene Thema Abmeldung- ohne Anmeldung und Einkommen aus Online Tätigkeiten, Trading oder aus Ersparten nichts damit zu tun. Da kann man durchaus steuerfrei leben, solange man reisen kann und sich mindestens 5 Jahre nirgendwo mehr anmeldet. Bei einer steuerlichen Rückkehr nach DE kann es aber zu Problemen und Nachzahlungen kommen. Will meinen: Das sollte sehr gut geplant und durchdacht werden. Legal ist das alles schon, aber es wird nicht zum oft bevorzugten geregelten Lebensstil passen.

  11. Lieber Martin & Blackwater Team, grüsse auch an eure Safiya in Ägypten,

    ich liege hier auf unserem Sofa und versuche herauszufinden, wie die Lage in Thailand ist und wie die Reiselage wohl im August/September sein wird. In dem Zusammenhang bin ich auf Eure Website gestoßen und ich muss sagen, ich bin echt begeistert und habe die letzten Tage Inhalte aufgesogen. Weil mich Eure Art zu schreiben fasziniert hat, bin ich in Eure Website regelrecht eingetaucht. Ihr seid enorm spannend! Mein Mann Marco und ich haben letztes Jahr eine Weltreise gemacht. So oft muss ich daran denken, dass das wohl für längere Zeit die letzte Chance für uns war, das zu machen und wer weiss ob es je wieder geht. Wir reisen unglaublich gern und würden sofort wieder starten wenn es möglich ist. Der Nahe Osten ist sicher auch sehr interessant, spannend und auch etwas mystisch aus unserer Sicht. Aber sicher nicht für jeden etwas, ich glaube sogar unser geliebtes Südostasien ist in der Hinsicht einfacher zu verstehen. Daher Hut ab vor „dem Eintauchen“ in diese Region der Welt mit ihren ganz eigenen Werten und Regeln. Ups, mein Kommentar ist etwas lang geworden, sorry 😉 Ich wünsche Euch alles Gute und vor allem Gesundheit!

    Eure Julia mit Marco

  12. Das mit den Steuern finde ich sehr interessant. Wenn ich mich abmelde und nicht anmelde(nirgendwo) dann kann ich theoretisch ein steuerfreies Einkommen von staatlicher Seite haben?

    1. Hallo Meli, ich werde darüber doch noch mal einen eigenen Artikel machen, da einiges an Interesse besteht.

      Was Du meinst ist das Thema Perpetual Traveler. Man meldet sich aus Deutschland ab, nirgendwo mehr an und reist im Rahmen der Visafreiheit durch die Welt. Beachtet man die erweiterte 183 Tage Regelung (kein Lebensmittelpunkt in Deutschland) und bezieht sein Einkommen auch nicht aus Deutschland (Ausnahme Online), dann zahlt man keine Steuern mehr. Nirgendwo. Aber es gibt einiges zu beachten und einige Fallstricke, wobei die alle lösbar sind und einige tausend Menschen leben genau so. Das ist absolut legal, aber damit es später kein böses Erwachen gibt, muss man wie gesagt einiges beachten. Ich werden dazu einen Artikel machen.

      Vermutlich wird es aber sinnvoller sein sich eine Auslandsfirma aufzubauen und nach 1-2 Jahren Dauerreise sich in einem Land anzumelden um doch einen festen Wohnsitz zu haben. Für viele Europäer ist hier Zypern interessant, wobei es schon sehr überlaufen ist und an jeder Ecke Deutsche sind. Das Thema “in die Kultur eintauchen” kann man damit leider vergessen. Aber wie gesagt, bald mehr dazu….

  13. Das Leben hier reicht zeitlich nicht um alle Kulturen und Sprachen kennen zu lernen. Umso schöner finde ich es, dass du dich für diese entschieden hast. Sicher keine Wahl, die auf große Akzeptanz stösst, aber ganz eigene Vorteile hat. Aber das weisst du schon.😉 ETwas anderes: Erst dachte ich die Seite ist hier gesperrt, weil das Kommentieren auch nicht funktionierte. Manche Seiten hier sind blockiert, die in Deutschland funktionieren. Anders herum manchmal auch.

      1. Humus, 😂. Die Frage ist: Wer hat das bessere Geheimrezept: Syrer oder Ägypter. Ich tippe mal völlig neutral auf Syrer.😂😂

  14. Dein Artikel geht über Steuern und Auswandern. Er hat aber auch eine sehr schöne private Seite von dir gezeigt. Und das macht mir irgendwie -Mashallah-Tränen in den Augen. ♥️ Ich wünschte Menschen wären allgemein offener, dann kann es sehr friedlich und schön miteinander sein und neue Freundschaften entstehen. Möge Gott dich segnen!

  15. Diese Casia aus deinem Artikel steht für mich für die typische Generation Insta-Influencer. Selbst keinen Plan und auf Tabletten, aber anderen Ratschläge über Spiritual-Coaching geben. Da weiss man nicht ob man lachen oder weinen soll. Ich muss deinem Artikel zustimmen, Kontakte in arme Regionen der Welt machen normalerweise dankbarer für das was man hat. Aber es braucht auch etwas Mut sich darauf einzulassen. Und selbstverständlich Offenheit. Aber daran mangelt es dir ja nicht.

  16. Wohin die steigende Abwanderung von Leistungsträger führt, kann man auch mehr und mehr beobachten. Traurig, wenn eine verfehlte Politik so viele Leute aus dem Land treibt. Ich bin nicht der Meinung es ist “asozial” zu gehen. Denn jeder hat nur ein Leben und darf völlig selbstbestimmt für sich entscheiden. An die, die hier anders kommentieren: Sie wollen wohl am liebsten eine Mauer bauen oder was?

    Solange man hier lebt, zahlt man hier. Egal wie hoch die Steuern sind. Aber es steht jedem frei zu gehen und auch woanders sein Glück zu suchen.

  17. Ich denke viele Deutsche sind sehr fest hier gebunden. Sie kennen Flucht nicht und deswegen ist es so. Niemand kann sich vorstellen zu gehen. Oder es zu müssen. Ich glaube nicht viele werden deine Reiseziele teilen😂. Aber es gibt auch Espania oder andere Ländern die leichter zum gewöhnen sind.

    Es ist deine persönliche Liebeserklärung. Wer liebt, wird zurück geliebt.مارتن🥰. Ich bekomme von meinem eigenen Essenbild gerade Hunger😂

  18. Aua, dass ging voll ins Klo. In der jetzigen Zeit zum Auswandern ermutigen finde ich völlig deplatziert. Bedenklich auch das Steuerthema. Steuern haben auch etwas mit Solidargemeinschaft zu tun. Es kann nicht jeder leben wie er will, dann funktioniert das ganze System nicht. Daher heute: Daumen runter.

    1. Aber sonst geht es noch? Wie leben nicht in der DDR. Jeder zahlt Steuern wo er lebt und als freier Bürger kann ich auch das Land verlassen. Mit Ihren Argumenten kann man auch den Sozialismus wieder einführen. Dazu sind wir doch auf dem besten Weg. Daher “Daumen runter” bei Ihrem Kommentar. Der ist bedenklich.

    2. Ich hoffe doch sehr stark, dass wir uns darin einig sind, dass jeder sein Leben so gestalten kann wie er möchte und dort Steuern zahlt wo er lebt. 🙂 Solidarität ist übrigens keine Einbahnstrasse.

  19. Influenced by us,–😂❤️ Essens Bilder hättest du auch von uns haben können, dann wird dein Blog zu Foodblog.😂

  20. Ist es nicht etwas asozial zum Auswandern aufzufordern? Wo bleibt die Solidarität? Die Corona Krise wird zu Steuererhöhungen führen, zu deutlichen. Aber es ist ohne Alternative. Sich aus dem Staub zu machen oder dazu aufzufordern finde ich grob asozial und nicht in Ordnung. Wenn das jeder so machen würde… tsts

    Deutschland ist kein schlechtes Land.

    1. Siehe mein Kommentar oben dazu. Ich wüsste nicht was daran asozial sein sollte, in einem anderen Land zu leben. Und Deutschland ist kein schlechtes Land, es ist nur nicht gut für jeden und Menschen sind verschieden. Den einen gefällt es hier und den anderen nicht. Und da es noch keine Mauer gibt, kann jeder glücklicherweise auch die Wahl treffen auszuwandern. Kollektivargumente sind in Anbetracht des eigenen kurzen Daseins sicher für die meisten Menschen nicht hilfreich. Und mit Kollektiven hat insbesondere Deutschland keine guten Erfahrungen gemacht. 😉

      1. Asozial ganz sicher nicht! ABER: Eine gewisse publizistische Verantwortung hat man m.E. mit 2500 festen Lesern schon. (nicht die Familienmitglieder und Freunde eingerechnet, nicht den Impact eingerechnet. Ich denke indirekt lesen sicher über das Jahr deutlich mehr als 100.000 Menschen hier) Unterschätze das bitte nicht mein Lieber. Ich stehe ganz zu dir, aber du hast auch eine Verantwortung!

      2. Natürlich habe ich auch eine Verantwortung und dieser bin ich mir bewusst, sonst würde ich vieles nicht schreiben und erklären wie ich es tue. Nur sehe ich die Weitergabe der Informationen über das Thema Auswandern jetzt nicht als Verstoß gegen diese Verantwortung, zumal das heute erst einmal nur “angeschnitten” war. Wenn es mal soweit ist, dass ein solches Thema zum No-Go wird, dann ist der Karren wirklich an die Wand gefahren. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt.

  21. “Das echte Steuern sparen wird in Zukunft für viele sein sein, aus Deutschland weg zu kommen und nicht irgendwelche Almosen-Riesterverträge abzuschliessen und sich dann unterwürfig zu bedanken, dass einem der Staat einen Teil des eigenen Geldes wieder gibt.”

    Black, wie immer herrlich polarisierend und mit Ecken und Kanten. Genau so muss es sein. Danke für den nachdenklich stimmenden Artikel! Endlich wieder ein Artikel!

  22. Wenn euch das Thema Ausland mehr interessiert bzw. wie man praktisch vorgehen kann, dann werde ich in Zukunft dazu mehr erklären. Ich denke die Marke von 200.000 Deutschen die das Land pro Jahr verlassen wird spätestens nach Corona überschritten. Der Trend ist klar. 🙂

    Nächste Woche kommt erst mal wieder ein Podcast, da einiges an Finanzfragen offen ist.

    1. Hallo Martin, gerne mehr zu dem steuerlichen Thema. Das fand ich sehr interessant. Was das kulturelle Thema angeht, habe ich eine andere Vorliebe als du, meine Frau ist Thailänderin. Daher verschlägt es mich in diese Richtung. Aber ich verstehe was du meinst und finde deine Offenheit großartig!

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