“Nach einigen Wochen übersiedelte ich, entschlossen, dieser gefährlichen Massenpsychose auszuweichen, in einen ländlichen Vorort um mitten im Kriege meinen persönlichen Krieg zu beginnen: den Kampf gegen den Verrat der Vernunft an die aktuelle Massenleidenschaft.”

Stefan Zweig

Wir schreiben das Jahr 2020. Nunmehr das zwölfte Jahr einer Politik, die jegliche Krisen mit Geld löst. Börse schwächelt, die EZB druckt Geld, ein EU Mitgliedsstaat ist pleite, die EZB druckt Geld. Ein anderer verlässt die EU, die EZB druckt Geld. Eine globale Pandemie tritt auf, die EZB druckt Geld, gibt Hilfszusagen in historisch nie dagewesene Ausmass. Bislang ging das alles irgendwie gut, oder? Zu den Gefahren die darin liegen wird und wurde schon viel geschrieben und wie dieses Experiment ausgeht, weiss heute noch niemand.

Aber was mich eher umtreibt ist der Umstand, dass in Europa zwei Generationen von Menschen heran gewachsen sind. Im Süden, die verlorene Generation. Eine Dekade ohne Job und Jugendarbeitslosigkeiten bis 50%. Vermutlich wurde das nur durch den allgemein weiter verbreiteten Immobilienbesitz der Elterngeneration aufgefangen, den man in Italien, Spanien und Griechenland feststellen kann. Dann ist man zwar ohne Job, liegt aber nicht auf der Strasse rum, sondern kann das Sofa durchsitzen. Und hier in Deutschland die Generation der Wohlstandskinder, die gewohnt sind alles zu bekommen, von der Immobilie bis zum Luxusauto. Vor allem aber Spass ohne Verantwortung und Geld ohne Arbeit. Das leistungslose Einkommen wird allgemein angestrebt. Inzwischen sind Vertreter dieser Zunft auch in der Politik auf ihren Pöstchen. Sehr selbstbewusst, aber ahnungslos. Voller Ideen, aber ohne persönliche Konsequenzen erleben zu müssen. Rücktritte sind out. Und wenn, dann kann man den Aufsichtsratsposten nehmen. Das sitzt man auf einer Pobacke ab. Daher haben auch manche gleich drei. Nicht Pobacken.

Das neue “normal”

Wenn ein junger Mensch in Deutschland aus der unteren Mittel- bis Oberschicht kommt, also alle die, die nicht zwischen Spritzen und Müll in Hochhaussiedlungen in Problemzonen leben, also meistens nicht in NRW, sondern eher im Süden und Südwesten oder den wenigen anderen verbliebenen Gebieten, mit vielen gut bezahlten sozialversicherungspflichtigen Jobs, dann hat sich bei diesen – ohne weitere externe Aufklärung – ein Bild vom Leben etabliert, dass nur 1% der Weltbevölkerung führen. Dieses Leben, das neue “normal”, wurde in den letzten 12 Jahren manifestiert. Denn eine Bedrohung, die nicht mit Geld drucken “weggedruckt” wurde, gab es in dieser Zeit nicht. Wir leben zwar angeblich oder wirklich in einer Rezession wie seit 1929 (Wikilink) nicht mehr, aber auf den Strassen liegen keine Arbeitslosen rum, es gibt keine Strassengewalt außer zum 1. Mai und Kinder suchen auch nicht im Müll nach Essen, nur einige Rentner nach Flaschen. Aber das war auch vor Corona schon so. Ob das an der Steuerfreiheit – Deutsche lieben Steuerthemen – der Flaschensammelei liegt oder ein echtes Armutsproblem ist, wird in der deutschen Journalie bislang gerne diskutiert. Also irgend etwas muss anders sein als 1929, auch wenn die Praktikanten der Zeitungen noch so viele Artikel mit Schlagzeilen wie “schlimmste, krasseste, heftigste Rezession” raushauen. Vielleicht müssen die geistigen Ergüsse noch zur “mega-krassen-Eskalation” gesteigert werden, vielleicht aber auch nur weniger Mokka-Latte mit Schokostückchen getrunken werden. Oder der-die-das Yoga-Lehrer(innen) ge-changed werden.

Fakt ist, dass das Leben auf der Strasse wie vor der Corona-Rezession weiter läuft. Nur mit Maske. War Verschleierung noch vor einigen Monaten ein gerne diskutiertes Problem beheizter Talkstudios in der Stadt mit den meisten Hartz4 Empfängern, ist sie jetzt en-vogue. Wie schnell sich alles ändert. Selbst in Deutschland. Auf einmal kann man sogar Bargeldlos bezahlen. Und auf einmal schaffen es Nachrichten, die nicht mit Fußball und dem Parteispielchen der Volkskammerparteien… ääähm dem Bundestag zu tun haben, in die Headlines. Wer hätte das gedacht. Aber auf der Strasse, wo ist die Rezession? Ich habe mich versucht davon genauer zu überzeugen und bin vor kurzen lustgewandelt, in einer schönen Stadt im Norden der Republik. Das Wort “lustgewandelt” habe ich von Goethe übernommen. Die Stadt in der ich war, war übrigens auch eine mit Jobs, sogar richtig guten. Es wird weiterhin geshoppt, bis man nicht mehr tragen kann, es fahren immer noch massenweise Autos rum, die Greta am liebsten anzünden würde (das machen ab und zu andere für sie und sogar in dieser besagten Stadt), von depressiv-rezessiver Verstimmung wegen zu niedrigen Kreditkartenlimits keine Spur. Wie ich schon einmal schrieb, wünsche ich das auch niemanden. Und vielleicht schafft es die Mutter aller Lebenden in Deutschland, auch in Zusammenarbeit ihrer kinderreichen Freundin in Brüssel, alle Probleme wieder weg zu drucken. Aber wirklich schockierend ist die wertvolle Erfahrung, die einer Generation von jungen Menschen damit abhanden kommt. Mit einigen habe ich gesprochen. Alle Namen sind geändert und frei erfunden. Aber sie (die Erfahrungen, nicht die Namen) repräsentieren das gewachsene Problem ganz gut:

Campino A. aus S: “Selbstverständlich will ich eine eigene Immobilie haben, sonst ist das kein Leben. In einer Mietwohnung fühle ich mich nicht sicher. Ich kann sie wegen Eigenbedarf gekündigt bekommen.”

Tyran H.: “Wenn meine Eltern mir den Urlaub mit meiner Freundin und ihrer Katze nicht bezahlen, rede ich kein Wort mehr mit ihnen. Ich bin ihr Kind und sie müssen für mich da sein.”

Carisma: “Ich will reisen, ein Haus, zwei Autos und zwei Kinder und fünf Hunde. Dann bin ich glücklich. Ich habe ein Recht darauf.”

Esther H: “Ich gehe nur zu Privatärzten und Homöopathen und erwarte das Beste für meine Gesundheit. Meine Ernährung ist komplett auf vegan und Granderwasser umgestellt. Ich wiege 48 Kilo und bin schlank.”

Um die Persönlichkeitsrechte zu wahren, sind die Namen erfunden, auch wenn es inzwischen schon länger der Realität entspricht, Kinder frei und froh nach Markenprodukten, Meerschweinchen oder recycelten Stars zu benennen. Das kann man unter anderem auf einer beliebten deutschen Internetseite lesen. Ist zwar nicht so beliebt wie Pornhub und Spasskass.de, aber doch schon aussagekräftig oder wie man heute mit BWL Abschluss und Fahrzeugpapieren vom SUV in der Hand sagt, value-added: T-Online

Das neue “normal” ist also ein Leben, welches keine Auswirkungen von Wirtschaftskrisen und Rezession kennt. Rezession kennt man als Rezension bei Amazon und damit kann man ja so allerhand dummes treiben. Die Aktienkurse fallen auch einfach nicht mehr. Ursprünglich dachte ich ja, dass dies von der Regierung aka Mutter aller Lebenden einfach verboten wird. So wäre mein Tipp noch vor Corona gewesen. Aber klar, mit der Geldpresse geht es natürlich auch. Vermutlich muss irgendwann mit Podcasts erklärt werden, was es bedeutet, wenn Kurse fallen und Jobs verschwinden und dann einfach kein Geld mehr aus dem Automaten kommt.

Oder anders: Du hast Geldprobleme? Lass Dir doch das Kartenlimit erhöhen.

Armut ist eine Erfahrung, die die wenigsten von uns je machen mussten, auch wenn ich einige Leser habe, die wissen was das bedeutet. Zu Fuss von Syrien nach Deutschland laufen und das ohne Schöffel-Klamotten ist schon etwas anderes, als mit dem SUV zum Edeka für Vegan-Joghurt mit Soja-Kirsch-Weizengras Geschmack. Man muss Armut auch nicht erlebt haben, um daraus zu lernen. Aber woher kommt dieses Anspruchsdenken? Glauben wir, wir hätten ein besseres Leben “verdient”, als das Mädchen auf dem Bild? Selbst wenn aus der derzeitigen Phase eine schwere und langfristige Rezession wird, ist unser Lebensstandard immer noch tausend mal höher als ihrer. Das haben bisher immer noch wenige realisiert, denn noch geht die Diskussion in Deutschland nur um Besitzstandswahrung, Absicherung und das Erhalten von Privilegien. Und um Luxuswasser und Abnehmpillen.

Die vorenthaltene Erfahrung

Junge Menschen möchten verständlicherweise, dass ihnen nicht vorenthalten wird. Sie wollen das echte, pure Leben. Etwas selbst erleben und nicht nur in sicherer Entfernung auf Netflix sehen. Und das ist ein Punkt, den ich wirklich unterstützen kann und will. Daher will ich mit euch die Erfahrung einer wirklichen Wirtschaftskrise teilen, die zu der Zeit von Gerhard Schröder statt fand. Das ist der etwas in die Jahre gekommene Altkanzler mit den fünf jüngeren Ehefrauen, eine davon Aktiva, der neuerdings auf Insta ist. Er ist eigentlich ein cooler Typ, aber manche mögen ihn nicht mehr, weil er Putin als Freund hat. Das ist der ganz böse russische Eisbär, der aber manches ganz gut im Griff hat. HIER kommt ihr zum Artikel und Account, ich wollte mal nicht direkt verlinken. Es begab sich jedenfalls um das Jahr 2002-2004, dass Deutschland in einer schweren Wirtschaftskrise war. Da gab es noch keine Finanzblogger (selbst der geschätzte Wesir muss da noch knackig gewesen sein) und wenn, hätten sie wohl geheult, alle Aktien verkauft und über das Tagesgeldkonto geschrieben. Es war also nichts für smarte Jungs mit Abitur und geschenkten Noten oder Leuten, die gepampert über Unternehmertum schreiben, sondern wirklich bitter und dies ungeachtet der Qualifikation. Auf dem Arbeitsamt stand man Schlange und mit “man” meine ich auch mich. Zigarren-Schröder reformierte das Sozialsystem, so dass in Folge dann Kunstwerke wie dieses auf YouTube entstehen konnten: Hartz 4 und der Tag gehört dir. Das wusste damals aber noch niemand und Youtube war mehr #Neuland, als es das Internet heute ist.

Die damalige Wirtschaftskrise wurde nicht einfach mit Geld weggedruckt, sondern die Politik hat sich noch richtig unbeliebt gemacht und etwas gearbeitet, auch wenn das persönliche Nachteile für den einzelnen Politiker bedeutete. Man nannte das Verantwortung übernehmen. Ist später out geworden. Aber so war das. Und wie war das für mich und andere persönlich?

So ein paar Eindrücke will ich mit euch teilen um euch aufzumuntern und zu zeigen, es kann immer schlimmer kommen, als wir es heute noch gewohnt sind. Denn unser Lebensstandard ist trotz dem schwersten BIP Einbruch seit 1929 noch weit über dem des Jahres 2000. Und hey, es ist eine Erfahrung, echtes Leben, kein Netflix. Damals habe ich meinen Job verloren und wie gesagt, im kalten Winter stand ich Schlange auf dem Amt (es war noch ein Amt und keine pseudosozialistisch umgebaute Organisation mit externen Millionenberatung) um Papiere auszufüllen. Viele standen in dieser Schlange. Nicht nur junge Berufseinsteiger wie ich, sondern Familienväter, Ingenieure, gestandene Kerle, würde man sagen. Mit Krediten für Haus und Hof, Alleinverdiener der ganzen Familie. Mit hoffnungslosen, unrasierten und kalt reinblickenden Gesichtern. Der größte Umbau des deutschen Sozialsystems nach dem zweiten Weltkrieg, er hatte seine Opfer.

In dieser Schlange stand ich nun auch und das am Anfang meines Erwerbslebens. Wieso beginnt das Erwerbsleben so, wie es endet? Wieso wird man schon mit Anfang 20 entsorgt? Wieso ist meine Arbeit nichts wert? Das sind Fragen, die man sich in dem Alter und in der Situation dann stellt.

Unser Auto, Mrs. Blackwater und meins, war ein Smart und das war das einzige Auto. Den Luxus, dass heute jeder ein eigenes Auto hat, den gab es nicht. “Mit in den Urlaub fliegen” war nichts drinnen. Der einzige Urlaub den ich hatte, waren meine Flitterwochen mit meiner Frau, in denen ich erfuhr, ich bin meinen Job los. Das war kurz vor der Krise. Meine Frau hatte noch einen Job und wir lebten von einem Gehalt, dem einer Berufseinsteigerin und dem Arbeitslosengeld von mir. Das bedeutete keine 5 Euro Starbucks Kaffee’s, kein Essen gehen, kein Kino, keine Ansprüche auf ein 1000 Euro Handy. Das iPhone war eh noch nicht erfunden und Apple baute nur hässliche Desktops, wobei die Verbindung von Computer und Schönheit damals eh noch nicht existierte und niemand diesen Anspruch stellte. Auch mit Job dachten wir nicht daran eine Immobilie zu kaufen, denn der Kredit dafür kostete hohe Zinsen. Es kann sein, dass der ein oder andere bald nicht mehr weiss was das ist, dann fragt gerne. Mitten in dieser Krise sind wir umgezogen um uns zu verkleinern und Geld zu sparen, wegen der Fahrstrecke zur Arbeit meiner Frau. Ich kann mich noch erinnern, wie ich in einem von Gott verlassenen, trostlosen Kaff ankam, das Bildungsniveau weit unter einer Universitätsstadt, wie ich es gewohnt war. Das war ein zusätzlicher Schock und ich dachte, nichts wie weg hier. Aber es kam anders und das “nichts wie weg hier” würde sich erst später, anders und viel besser realisieren”. Dazu ein anderes Mal mehr. Mein bester Freund wanderte direkt mit seiner Familie nach Finnland aus, was sich im Nachhinein als extrem clever herausstellte.

Zu dieser Zeit gab es Monate, wo wir auf Cent genau kalkulierten. Internet, Strom, GEZ, all das konnte schon zur Bedrohung werden. Damals bewarb man sich noch mit papierhaften Bewerbungen und die waren auch nicht gerade billig. Zumal man locker hundert schreiben musste, um mal zu einem Gespräch eingeladen zu werden. Der Gang zum Briefkasten war immer voller Hoffnungen die Treppe runter und voller Enttäuschung die Treppe wieder hoch. Die Post kam noch von Montag bis Samstag vor 12 Uhr. Danach kochte ich mir oft die Aldi Gyrospfanne. Schweinefleisch ist billig und damals habe ich es noch gegessen. Nachmittags Bewerbungen schreiben, danach zu anderen arbeitslosen Freunden auf ein Bier. Oder drei. Sollte das mein Leben werden? Um ehrlich zu sein, fragte ich mich das gar nicht. Ich dachte meistens einfach nicht darüber nach, sondern lenkte mich ab. Eine kognitive Schutzfunktion deren Gefahr darin besteht, zum Lebensinhalt zu werden. Ausschliesslich. Bis zum Ende.

Aber was will ich euch damit sagen? Versuchen wir es mit einer Serie.

Was wäre die Natur ohne Jahreszeiten?

So wie die fallenden Blätter den baldigen Winter ankündigen, so zeigen viele Kernzahlen und Meldungen den kommenden Abschwung an. Da es strukturelle Probleme gibt und vieles die letzten Jahre nicht aufgearbeitet wurde, könnte es ein langer “Winter” werden. Wir hatten aber auch 12 Jahre “Sommer”.

Winter is coming

Seit gut 12 Jahren wird ein wirtschaftlicher Abschwung durch billiges Geld hinausgezögert. Es ist wie wenn man nur einatmet, aber nicht ausatmen kann. Abschwünge gehören dazu, weil Wirtschaft zyklisch ist. Und diese Abschwünge haben eine bereinigende Funktion. Ungesunde Unternehmen verschwinden, unwirtschaftliche Prozesse werden beendet. Es ist aber auch das Klima für neue Ideen und man zieht seine Lehren aus dem Erlebten. Diese Erfahrung findet schon viel zu lange nicht mehr statt.

Diese Erfahrung findet aber auch auf der Ebene des Einzelnen nicht statt. Wer heute Anfang bis Mitte 20 ist, hat nie bewusst erlebt was es heisst, den Lebensstandard runter schrauben zu müssen. Nie erlebt, was wirklich Rezession, langfristig fallende Börsen (ich meine nicht vier Wochen und dann ein neues Rekordhoch), keine Jobs bedeutet. Musste sich nicht optimieren und Verzicht lernen. Die Wohlstandskinder sind nicht nur junge Menschen, die unter sehr guten Umständen die letzten Jahre gelebt haben, so gut, dass manche sogar für die Demontierung der eignen Wirtschaft demonstrieren gehen. Nein, es gibt sie auch in anderen Altersklassen. Das Phänomen ist allumfassend. Das Anspruchsdenken ist so hoch, dass nicht nur Politiker denken, Geld kommt unbegrenzt aus dem Geldautomaten, sondern es scheinen breite Schichten der Bevölkerung davon betroffen zu sein. Und da anders als in der Krise 2007/2008 auch keine Kreditlinie von den Banken zusammengestrichen werden, schlicht weil man es sich nicht leisten kann, wird diese kollektive ausgeweitete Insolvenzverschleppung weiter betrieben und die Party geht weiter. Aber eben nicht ewig. So mag der Sommer lang sein, länger wie jeder andere, aber am Ende kommt der Winter. Und der wird dann richtig kalt und mit Schneefall, auch wenn Schneefall in Deutschland inzwischen so erklärungsbedürftig wie Zinsen ist.

Die strukturellen Probleme von Kernindustrien, die massiven Probleme im Bankensystem, der schon jetzig angekündigte Abbau von Spitzenarbeitsplätzen und die Folgen von Corona werden die nächsten Monate sichtbar werden. Darüber kann man jetzt schon viel lesen und es gibt Analysen dazu noch und nöcher. Das wird bitter werden. Aber ich bin kein Crash-Prophet. Denn aus all diesen Punkten und ihren Auswirkung kann gelernt werden, muss gelernt werden. Vielleicht werden dann Campino A., Tyran H., Charisma und Esther nicht mehr denken, dass es Standard ist ein Haus, zwei Autos, Flugurlaube und neusten Handys zu besitzen. Sie werden lernen müssen, dass Geld nicht einfach aus dem Geldautomaten kommt, dass Börsen auch langfristig fallen können und die Antwort der Bloggerei mit “einfach Aktien kaufen bis zum Umfallen” nicht immer stimmen muss. Alternativlos heisst nicht, dass man abgesichert ist. Alternativlos kann auch heissen, besser 50% Minus als 100%. Die Generation der Luxuskinder, ob jung oder alt wird merken, dass sie kein Anspruch auf ein Leben ohne Sorgen und voller Materialismus haben, sondern dass es ein unverdienter Luxus ist. Ein Luxus, für den der Planet und die Mehrheit der anderen Menschen einen hohen Preis zahlen müssen. Alles hat einen Preis. Und der wird immer bezahlt. Auch wenn wir uns unter der Decke verstecken und alles ignorieren.

Und dann kommt der Tag, an dem wir uns beim Aldi beim Einkaufen treffen. Gyrospfanne, gibts auch ohne Schwein. Kartoffeln, 2kg im Netz, 1,35 EUR. Nussknacker statt Lindt, 0,79 die Tafel. Klopapier, ja es gibt es wieder. No-Name. Aber sanft zur Haut.

Und das geht auch.

75 Kommentare zu „Wohlstandskinder

  1. Grandios, gefällt mir sehr gut. Was an den Wohlstandskindern aber noch auffällig ist, ist diese Rückwärtsgewandtheit im Denken. Sie halten sich für überlegen (liegt dem Deutschsein im Blut: andere belehren und moralisch werten), profitieren von dem Wohlstand, den die Industrienation schlechthin der letzten 100 Jahre produzierte, sind aber selbst dabei alles zu verlieren. Warum? Weil sie blockieren und konsumieren. Kaum einer will Fortschritt, außer es geht um Gender- und Sozialthemen. (Liegt das an den Studienfächern?) Ein Beispiel beim Thema Netzausbau: 5G? Neiiiin. Das beeinflusst den Gurkenanbau negativ.(Aussage von einem 27 jährigen) Man braucht das alles doch gar nicht. Und wofür überhaupt das Internet? BTX ging doch auch. Die Industrienation des 20. Jahrhunderts wehrt sich mit Händen, Füssen und dummen Argumenten gegen den Wohlstand im 21. Jahrhundert. Fassungslos steht man davor. Am Strand in Sizilien ist das Netz schneller als in Frankfurt am Main. Irgendwann ist das Kapital der Agenda 2010 aufgebraucht. Auch wenn ihr Kernkraft schlecht, Apple dumm und Tesla für überbewertet haltet und innerlich weiterhin so “überlegen” seid, mit diesem Blockieren wird die Zukunft nicht aufgehalten. Eure Kinder und deren Kinder nähen dann die Hemden für China. Deutschland kommt in immer mehr Bereichen eben nicht mehr auf die ersten Plätze, die Zukunft wird verspielt. Und das liegt auch an den Wohlstandskindern.

  2. ” wobei die Verbindung von Computer und Schönheit damals eh noch nicht existierte und niemand diesen Anspruch stellte.”

    Hey, ich hab Ende der Neunziger einen Computer mit Colani-Gehäuse gekauft!

  3. Hallo zusammen! Vielen Dank für eure vielen Kommentare und Mails zu dem Thema. Normalerweise gibt es so viel Resonanz nur bei den Artikeln über Leben oder Glauben und nur dann ist die Resonanz auch ähnlich intensiv. Mit diesem Artikel war mir klar, dass ich natürlich auch Gegenwind bekomme und einen Teil davon habe ich als Kommentar freigegeben, den Rest musste ich blocken, da es einfach nur beleidigend war. Aber kein Problem. 🙂

    Meine Artikel müssen nicht „gefallen“, aber sie sollen zum Nachdenken anregen und zum Auseinandersetzen der eigenen Position. So geht es mir auch, wenn ich gute Artikel von anderen oder eure Kommentare lesen. Dann wird ein Mehrwert geschaffen. Selbst wenn es mal nur ein humorvoller ist. Dass ich ein motzender Rentner bin, ist nun ein Running-Gag in meiner Familie. 🙂 Aber klar, auch Blackwater wird älter. Umso schöner ist es, wenn man auch die jüngere Generation noch erreicht.

    Nochmal vielen Dank für eure Kommentare, die sind wirklich das Salz in der Suppe, ohne geht es nicht.

      1. Bei uns auch🥳🧕🏽👳🏻‍♂️ okok aber Rentner ist er nicht. Martiniii etwas anderes muss ich sagen. kann man die sehr schmutzige Sprache etwas hier weg lassen oder löschen? Das finde ich nicht so gut bei den Kommentaren weiter unten. Vielleicht kann man darauf achten.

      2. Salih. Verzeih meine schmutzige Sprache. Ich möchte nicht deine sensiblen Gefühle verletzen. Es ist mein Humor

      3. Leute ich muss das moderieren wenn Martin arbeitet, bitte macht es mir nicht zu schwer. Manche Kommentare sind schon sehr gut, aber dann mit Beleidigungen gegen andere oder Schmutzwörtern voll. Das muss doch nicht sein. Ich schreibe es ganz allgemein an alle. Privat ist es für mich auch interessant. Die Streitereien sind wie hier bei uns, wenn es um Islam und Christentum geht.😉

      4. Die Deutschen könnten gar nicht sich über Christen und Islam streiten, da sie beides nicht wissen oder kennen. Manche schon, aber die meisten können doch in drei Sätzen nicht erklären was das eine noch das andere wirklich ist. Neue Religion ist Klima, Tierschutz und anderes Zeug.

      5. Kriterien? Keine persönlichen Beleidigungen, keine schmutzige Sprache, ein Umgang miteinander wie auch im normalen Leben. Da beleidigen sich Menschen mit Benehmen auch nicht gegenseitig oder werfen sich zwei Worte an den Kopf mit einem Internetlink zu komichen Seiten.🙄

        In Ägypten gibt es CHristen. Koptisch-Orthodoxe Christen. Sie haben einen eigenen Papst. Es sind über 10% der Bevölkerung sagen sie selbst. Ich denke das stimmt, man trifft sie oft an in Kairo und sie sind oft sehr gut gebildet.

      6. Das ist schlimm, sogar sehr schlimm. Aber nicht mit dem Qur’an vereinbar und nicht akzeptabel. Aber es ist gut erklärt. Soziale Gründe, politische Gründe. Aber es gibt auch viele Freundschaften zwischen Muslimen und Christen hier, das wird leider nicht berichtet. Es gibt mehr Menschen die Spaltungen wollen als Menschen die Frieden wollen.

      7. Dat haben wir doch schon gelernt Joerg, Koran ist nicht Islam und Bibel ist nicht Christentum, zumindest nicht zwangsläufig und was das Verhalten von Menschen angeht. Ich frage zehn Christen zu einer Sache und erhalte zehn verschiedene Aussagen, gleiches wird bei Muslimen auch so sein. Die Frage -an der Stelle ein grosses Danke an Martin & Safiya – ob das wirklich so und im Kontext in den Büchern steht, finde ich die Beste. Wenn dann „nein, aber“ kommt, weiss ich woran ich bin…

      8. Auch für mich hochinteressant: “Christen aus protestantischen Freikirchen
        Es gibt mehrere evangelikale und pfingstkirchliche Gruppen im Land, manche von ihnen Christen muslimischer Herkunft in der zweiten, dritten oder noch weiter zurückführenden Generation. Andere stammen aus einem orthodoxen Hintergrund. Sie erfahren Druck sowohl durch die muslimische Gesellschaft als auch – in einem geringeren Maße – durch die Koptisch-Orthodoxe Kirche.”

        Untereinander sind Christen in Ägypten wohl auch nicht wohl gesonnen. Diese orthodoxe Kirche selbst scheint auch nicht friedsam zu sein. Würde sie dann die Mehrheit stellen, was wäre dann zu erwarten? Der Zustand des christlichen Mittelalters?

      9. Das weiss ich nicht. Gewalt kann man doch nicht gegeneinander aufrechnen. Aber oft wird es gemacht. Einer sagt Kreuzzüge, der andere IS und so weiter. Im Islam ist Gewalt nur zu Selbstverteidigung erlaubt. Und aus dem was ich über das Christentum weiss, ist es dort genauso.(?) Gott anzubeten und andere mit Gewalt dann zu behandeln schliesst sich aus. Es gibt auch keinen Zwang im Glauben. Und überhaupt, was soll das bringen? Absicht zählt. Bei uns heisst es نية .Niya ist entscheidend. Danach werden wird von Gott beurteilt. Aus diesem Grund ist Zwang und auch Heuchelei sinnlos, wertlos und wird zu keinem guten Ende führen. Auch wenn Menschen es machen, es ist falsch und dumm. Es gibt leider immer solche und solche…

    1. Wenn man fuer seinen Glauben verfolgt wird, ist das zunaechst biblisch-gesehen nix Ungewoehnliches (es tobt ein staendiger, geistlicher Kampf zwischen Gut und Boese im Hintergrund): https://www.bibleserver.com/ELB/Johannes15%2C18

      Das Schwierige, ist die klare Unterscheidung, wieviel % der Verfolgung ist wirklich dem (anderen) Glauben zuzurechnen und wieviel % auf weitere Dinge?:

      – Von aussen (vgl. Inquisition oder https://de.wikipedia.org/wiki/Dschizya in muslim. Gesellschaften)): Macht, Bereicherung, Rache, Kontrolle, Kleinhalten …

      – aber auch von innen: selbstverschuldete Dummheit, Arroganz, Rechthaberrei, Auffaeligkeiten mit denen man sich womoeglich maertyrerhaft? abgrenzt …

      – neutral: andersartige Lebenskonzepte, Hautfarbe, Aussehen, Tracht, etc, die einen von der Mehrheit der Gesellschaft abgrenzen, koennen leider zT auch zu Verfolgung fuehren

      Bsp: Tragen von Beffchen, Kipa oder Hijab und Anpoebelungen deshalb, ist das jetzt schon Verfolgung um des Glaubens willen? oder Unreife der Gesellschaft? oder Unsensibilitaet der Traeger? – ihr seht, nur schwarz/weiss ist es viell. nicht?

      LG Joerg

      1. Gut erklärt @Jörg. Verfolgung des Glaubens wegen ist sicher nochmal etwas anderes. Jede kleine Sekte sagt heute, sie werden wegen dem Glauben verfolgt. Dabei sondern sie sich ab und lösen mit ihrem Verhalten sich selbst erfüllende Prophezeihungen aus. https://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterfüllende_Prophezeiung

        Pauschal jetzt allen Christen oder Muslimen zu unterstellen sie feinden andere an oder werden angefeindet finde ich problematisch. Das hat auch niemand hier behauptet, aber ich will es gleich vorweg schreiben. Ich vermute mal stark, dass auch in Ägypten nicht alle Muslime Christen hassen, auch wenn das auf manchen Internetseiten am rechten Rand so unterstellt wird.

        Werte ändern sich auch in einer Gesellschaft. Noch vor 50 Jahren wäre es für eine Frau in Europa ein Skandal gewesen im Minirock durch die Strasse zu laufen, heute ist es als Freiheit deklariert. Kopftuch wird dagegen (dank medialer Berichterstattung) mit Rückständigkeit in Verbindung gebracht. Eine freie Gesellschaft kommt mit beidem klar.

      2. Meine Freiheit hört da auf, wo die Freiheit des anderen beginnt. So oder so ähnlich hiess doch dieser Satz? Jeder sollte gekleidet sein dürfen wie er möchte. Egal ob sehr leicht oder eben nicht. Eine Ausnahme wäre vielleicht das Thema „Erregung eines öffentlichen Ärgernisses“. Nacktheit würde mir hier einfallen. Sexualität muss vielleicht nicht unbedingt auf der Strasse ausgelebt werden. Aber genauso finde ich es in einer muktikulturellen Gesellschaft wichtig, dass aus kulturellen oder religiösen Gründen Menschen auch anders gekleidet sein dürfen. Das scheint vielen nicht zu gefallen. In Berlin gab es Angriffe auf Kipa-Träger und Angriffe auf Frauen mit Kopftuch sind auch schon passiert. Ist das ein Angriff auf den Glauben? M.E. schon, denn man trägt das doch wegen dem Glauben? Mormonen gehen mit Anzug und Krawatte missionieren, Musliminnen tragen Kopftuch (Nonnen auch), Juden Kipa etc. Es ist ein Zeichen ihres Glaubens.

      3. Verfolgung wegen dem eigenen Glauben kann viele Gesichter haben. Auch wenn er aus einen der genannten anderen Gründen passiert, für die Betroffenen spielt das keine Rolle. Und Kleidung, vor allem die genannten Beispiele, wird wegen dem Glauben dieser Menschen getragen. Es ist ein Zeichen nach aussen aber für den Träger auch ein Schutz. Weil es hilft sich würdig zu verhalten. Ich ganz persönlich finde es ist ein Angriff auf meinen Glauben/meine Religion, wenn ich wegen dem Hijab angegriffen werde. Und das sehe ich bei den anderen genannten Beichspielen genauso. Es kommt in Deutschland sicher darauf an, wo man sich aufhält. In Berlin wird man mit Hijab eher nicht auffallen, aber ich würde mich nie trauen nach Rostock zu gehen. Oder in Sachsen auf dem Land zu übernachten. Hier in Kairo dagegen wird eine freizügig gekleidete Frau Probleme bekommen. Es ist nicht so, dass jeder sie umbringen will.🙄 Die Gesellschaft akzeptiert es einfach nicht. Jede Gesellschaft hat doch ihre Limits und Regeln.

      4. „ aber ich würde mich nie trauen nach Rostock zu gehen. Oder in Sachsen auf dem Land zu übernachten.“

        Eine für Deutschland im Jahr 2020 bittere Aussage.

      5. Liebe Safiya, in der Tat ein bitteres Statement. In der ostdeutschen Provinz wirst du aber auch ohne Hijab schon Probleme bekommen. Alleine weil du Ausländerin bist und du dann auffällst. Der braune Sumpf hat bestimmte Gebiete in DE leider wieder in seinem Würgegriff.

      6. Als Sachse muss ich Sachsen verteidigen. Ja, es gibt hier viel rechten Sumpf. Manchmal,offen, manchmal versteckt. Aber wir sind hier nicht alle Nazis. Nicht alle Afd Wähler. In ländlichen Gegenden müsste man Frau Wüstenrose durch den Hintereingang rein lassen, weil viel geredet wird und man fremden Kulturen gegenüber nicht offen ist, speziell dem muslimischen. Es gibt hier Leute, die denken alles wird islamisiert. Aber es liegt meistens an fehlender Aufklärung. Hier kamen nie viel Ausländern in die Gegend und vierzig Jahre war zu. Und dann gleich Flüchtlinge aus Syrien, das war zu viel für die Leute hier. Es ist einfach falsch angegangen worden.

      7. Wen denn? Man regt sich darüber auf, dass die Darstellerin nicht schwarz ist? Das mit Israel verstehe ich noch, darin liegt eine gewisse Problematik, ohne Zweifel.

      8. Kleopatra kann eigentlich nicht schwarz gewesen sein: Die Ägypter sind eine indigene Ethnie im mediterranen Raum, heute hauptsächlich in Ägypten. Das ägyptische Volk hat eine Geschichte von mehr als 8000 Jahren und zeichnet sich durch ein großes kulturelles und geschichtliches Erbe aus. Es gibt heute[1] etwa 100 Millionen Menschen ägyptischer Herkunft, von denen 95 Millionen in Ägypten leben.

      9. Also etwas Humor zum Wochenende. Ok. Also es fällt mir schwer zu glauben, dass wir die Pyramiden gebaut haben sollen.😂 Denn das würde organisiertes Arbeiten voraus setzen. Und Ordnung. Alleine der Verkehr hier beweist mir etwas anderes, auch wenn wir ein indigenes Volk sind. Die Figuren auf den Malereien sehen schon wie wir aus.😂 Und ich denke nicht, dass Kleopatra schwarz war. In Zeiten von „black lives matter“ mag das ja angesagt sein. Aber so leid es mir tut, im alten Ägypten waren schwarze Menschen Skaven. Es gibt in Ägypten eine blühende Filmindustrie für die arabische Welt, da gäbe es sicher auch eine passende Schauspielerin für diese Rolle. Ich boykottiere den Film, das weis ich jetzt schon.

  4. An dieser Stelle: Es ist eigentlich schon alles gesagt. Der Post ist wirklich gut geschrieben und es hat mir Spass gemacht ihn zu lesen. Wer so schreibt, hat auch Hater oder Leute den es einfach stinkt. Aber wie heisst es: Wenn man es allen recht machen will, muss man einfach ein Ja-Sager bleiben. Das ist der neue Normalzustand der Republik. Ja-Sager, Kriecher, Speichelecker. Ich habe meine Blogliste mit Leuten die anders sind. Da gehörst du dazu. Weitermachen!

  5. Einer deiner kontroversesten Artikel. Schön, dass es so etwas noch gibt und nicht alle gleichgeschaltet sind. Ich sehe nicht alles wie du es beschrieben hast, aber der Artikel gefällt mir und ist gut geschrieben. LG Heike

  6. Chapeau Blackwater zu diesem Artikel! Auch wenn er eine eingehende Betrachtung verdient, möchte ich kurz etwas anderes anmerken. Es ist höchst erstaunlich, dass die junge Generation die dich kennt, also die Fans und Freunde deiner Seite, gar kein Problem mit den getroffenen Aussagen haben. Aber ein Jungspund der auf diese Seite kommt, fängt sofort an rumzuschreien, anstatt sich erst einmal in Ruhe umzuschauen. Dieses Verhalten kennt man aus der heutigen Politik. Ein Kindergarten.

    Den Artikel empfinde ich als richtig und gut geschrieben. Es war mit beim Durchlesen aber auch klar, dafür beziehst du Prügel. Nun weiss ich, dass dir dieser Umstand sonst wo vorbei geht, was ein weiterer Pluspunkt von dir und deiner Seite ist. Bleib wie du bist, lass dir nicht den Mund verbieten. Ich freue mich schon jetzt herzlich auf neue Artikel, ob mit Zynismus oder nicht.

  7. Der Generationenkonflikt. Auffällig ist, wie man sich gleich angegriffen fühlt. Dabei wirft Black das nicht pauschal einer ganzen Generation vor, sondern eben den beschriebenen Personen. Und “Esther” scheint nicht 20 oder 30 zu sein, hört sich eher nach 50 an.

    @Herr Fabian: Wenn sie den Blog etwas durchlesen würden, dann wüssten Sie dass Blackwater’s Background sicher nicht der eines verwöhnten Untergangsapologeten ist. Aber es ist typisch für Vertreter ihrer Generation rumzurakehlen ohne erst einmal in Ruhe eine Sache geprüft zu haben. Ich mache Ihnen keinen Vorwurf. Es wurde so anerzogen. Gegen alles, immer kritisch, ohne Verstand. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Kommen Sie von ihrem “Agro-Trip” runter und beruhigen Sie sich.

    @Black: Es ehrt dich den Kommentar freigegeben zu haben, aber war das ein konstruktiver Kommentar?

    1. Sehr geehter Herr in Kopie (cc)
      ich lese den Blog seit gut einem Jahr. Das ändert nichts an meiner Aussage. Untergangsapolegeten wow! Welch ein eloquenter Samenerguss. Ich bin keinesfalls “Agro” sondern freudig erregt.

  8. Ich halte dich lieber Autor für den Prototypen eines apokalyptischen Spießers, der selbst nicht einmal versteht wie gut es ihm geht.

    Diskussionen leben von Angriffen. Daher greife ich dich bewusst an.

    1. Ich werde aber präziser: Wem machst du hier einen Vorwurf? Meiner Generation dafür, dass wir es besser haben als du damals? Ist das unser Fehler? Meine Freunde und ich wissen das sehr wohl zu schätzen und sind immens dankbar für das Leben das wir führen. Du suchst dir hier ala “Cherry-picking” unsinnige Kommentare raus um eine ganze Generation zu diffamieren. Dein Lieblings-Opfer. Es schreibt sich zu schön aus dem Elfenbeinturm alles und jeden zu verurteilen. Klemmfurzer par Excellence.

      Der Lebensstandard meiner Generation in Deutschland ist ein absolutes Wunder und ich kann meinen Eltern und Vorfahren nicht genug dafür danken, dass ich dieses priviligierte Leben führen darf. Aber du greifst meine Generation für das “Price-Law” an? Totaler Unfug.

      1. Hä? Hat er doch gar nicht. die beschriebenen Figuren haben definitiv einen Knall, durch Wohlstand oder was auch immer. Wer sich so verhält – ich kenne solche Leute – ist nicht dankbar, sondern spinnt einfach nur und hat keine Erziehung genossen. Ausser durch SpongeBob vielleicht. Ich denke du bist neu hier, daher verständlich wenn du Blackwater.live noch nicht einschätzen kannst. Gruss Lena, jung, keine Rentnerin und auf jeden Fall dankbar. Auch für diese Seite.

    2. Grüß Gott! Und ich halte dich lieber Kommentator für jemanden, der besser erst mal den Blog liest und schaut, wo er seinen Senf abgibt. BW ist vieles, nur sicher nicht was du hier schreibst. Immer mal wieder verirren sich hier irgendwelche Angreifer hin, bei denen am Kommentar schon sichtbar wird, dass die Schnappatmung vermutlich nach dem Lesen von drei Zeilen des Blogs eingesetzt hat. Letztes oder vorletztes Jahr diese Oberlehrer mit ihrem Sendungsbewusstsein für Erklärungen zu Welt und jetzt irgendwelche eingenordeten Gesinnungspolizisten. Da kann ich manchen Schritt des BW-Teams gut verstehen und würde genauso handeln. Immerhin kann man hier noch kommentieren, Spon & Co. wissen warum sie diese Funktionen deaktiviert haben. Aber es gibt noch YouTube und Rezzo, gerne dort mal versuchen.

  9. Einfach nur saugeil! Sorry, aber ich muss es direkt sagen. Humor hast du. Und der Post ist giftig-bissig und trifft es ganz genau. Auch wenn du jetzt als Rentner geoutet bist, es ist genau so wie du es schreibst. hehehe

    1. Ich bin mir sehr sicher, dass Mr.Black kein Renter ist.😉 Muss man in Schland jetzt Renter sein um so einen Artikel zu schreiben? Findet halt nicht jeder alles gut, auch wenn man noch im Saft steht.lol.

  10. Herrlich, über Veganer witzeln aber sich selbst vom Schwein lossagen :q

    Wir sind bei der vierten Generation angelangt:
    Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt vollends (ich brauch nicht zu schreiben, was Nr 4 studiert)
    M.E. zielte Bismarck mit diesem Spruch auf das Auf und Ab von Familien. Schlimm, wenn ein ganzes Volk zeitgleich in der vierten Generation ankommt.

    1. Absolute Zustimmung. Nur bei Nr4? Ich tippe auf „soziale Arbeit?“ Neben Schwein kann man doch noch viele andere Fleischsorten essen. Schwein gilt nicht gerade als gesund, auch wenn ich selbst ab und an ein Schnitzel esse. Vegan ist nicht meins. Ich könnte es noch respektieren, wenn nicht so sektenartig missioniert werden würde, fast schon militant. Daher schliesse ich mich Blackwaters Meinung an: Ersatzreligion.

      1. Schön, dass du es respektieren könntest, wenn andere Menschen sich dazu entschließen, kein Geld mehr für Gewalt an Tieren auszugeben. Das zeichnet dich aus!

      1. Gewalt gegen Tiere gefällt mir auch nicht. Sie haben auch Schmerzen. Es ist schrecklich was ihnen angetan wird. Allein darum bin ich Vegetarier und will auch vegan werden. Ein mal ein Schlachtbetrieb gesehen, dann nie wieder Fleisch.

  11. Man kann ja immer rummäkeln, aber grundsätzlich ist dieser Artikel sehr gut, er ist bissig, kontrovers, trifft genau ins Schwarze. Passt zu Black. hehe

    Wie alt Black ist fragt der Wesir. Stammleser und Kunden wissen, er ist ein Kind der 80er Jahre. Wenn man den Lebensstandard von damals mit heute vergleicht, sind schon erhebliche Unterschiede zu verorten. Die Luxuskinder von heute würden wohl aus dem Fenster springen. Ohne Handy und Internet. Lernen mit Büchern. Existenzielle Fragen noch wichtiger als Gender-Quatsch und ähnlicher Humbug. Wie die Welt von morgen aussieht? Hier bin ich geneigt mich Blackwater anzuschliessen: Idiocracy kommt. Schönen Sonntag zusammen!

  12. Ich sehe schon. Wir teilen nicht nur den selben Vornamen, sondern auch eine ähnliche Historie. Auch ich hatte 2003 ausgelernt und stand da. Ohne Job, ohne Berufserfahrungen und mit vielen schlauen Jobvorschlägen vom Amt. Wo und bei wem ich mich alles beworben habe. Heute kam vorstellbar. Und das alles via perfekt vorbereiteter Bewerbungsmappe, die ich nie wieder gesehen habe. Nicht einmal für Absagen haben Sich die Unternehmen Zeit genommen. Das war zu tiefst frustrierend. Und auch eine prägende Zeit. Geld gabs damals vom Amt nicht. Nur meine Eltern haben mich unterstützt. Und viel hatten die auch nicht. Aber es reichte mir. Brauchte nicht viel.
    Diese Erfahrungen sitzen noch heute tief. Das ist sicher auch ein Grund warum ich bis heute sehr sparsam agiere. Auch wenn ich mir deutlich mehr leisten könnte, halte ich das Geld lieber zusammen.
    Meine aktuelle Herausforderung ist das Erlebte meinen Kindern beizubringen. Dass die merken, es gibt nicht nur unsere heile Welt. Das was wir sehen ist eine Blase. Aber die Welt ist nicht fairtrade und es gewinnen nicht alle. Da draußeh herrscht hinter der Fassade Hauen und Stechen und man muss sich anstrengen um nicht unterzugehen. Man kann auch verlieren, muss aber daraus Wissen ziehen und neu starten.
    Dazu ist es auch wichtig wie man den Kids beibringt dass sein eigenes Handeln Konsequenzen hat und man zu Verpflichtungen auch zu halten hat. Leider bleibt das bei Vielen Kindern auf der Strecke. Und ich glaube dass im Falle einer wirklichen Krise viele überrascht sein werden, wie schlecht es einem wirklich gehen kann. Und damit meine ich nicht, dass man seine Bierkisten selber vom Supermarkt tragen muss.

  13. 😂😂😂BWM, kennst du das wenn man so lachen muss bis man nicht mehr kann und Bauchschmerzen davon bekommt? So ging es mir. So ein geiler Artikel, einfach mega!😂😂 Einer deiner besten von den aggressiv geschriebenen. Oft lese ich dein Blog auf dem Handy, aber hier kam die mail und ich habe meinen alten Laptop gesucht, aufgeladen, Staubschicht runter und dann angemacht und mir erst mal Kaffee geholt. Bei dem Titel musste ich schon, der wird heftig. Laptop hat jetzt Kaffeeflecken.😂Ich bin nicht do ein Fan von Sharing mit 50tausend Leuten, aber den habe ich 🙃☺️geshared.(schreibt man es so? oder doch lieber classic-deutsch: teilen) Der ist wirklich geil! Und noch was: Nussknacker ist eine verdammt gute Schokolade, besser wie die Lindt mit Nüssen.❤️❤️❤️

  14. Der Finanzwesir empfahl den Artikel mit dem, wie ich finde, doppeldeutigen Zusatz “Ist er schon so alt?” Ist wohl zum einen auf das biologische Alter zu sehen wie das mentale. Der Artikel klingt nach motzendem Renter im Park, dem selbst die Tauben nicht mehr das Futter wegfressen wollen, weil sie das Gemaule nicht hören wollen.

    Zynismus ist meistens eine Strategie, eigene Ängste, Frustrationen, Unzulänglichkeiten u.ä. so zu formulieren, dass daraus der Eindruck einsteht, man stünde souverän über diesen Empfindungen, spiele mit ihnen, entlarve Widersprüche in anderen und sei deshalb selbst glasklar. Zum einen steht am Ende in der Regel kein Zugewinn oder Plan und zum anderen entlarvt sich der Zyniker gegenüber einem guten Beobachter selbst.

    Blackwater: das ist nicht der beste Artikel hier bisher, wie ich Meinungen zuvor entnehme, es ist der höchstwahrscheinlich Schwächste. Er entlarvt Dich regelrecht zynikertypisch als jemand, der hierbei über Sachverhalte schreibt, die er offenbar gar nicht kennt aber aus der Ferne, nach Schablonen und vorgefertigen Happen aburteilt zur eigenen Selbstbestätigung und -erhöhung. Ich nehme nicht an, Du hast selbst Kinder oder wenn dann kann es ein, Du vebringst zu wenig Zeit mit Ihnen?

    Ich selbst habe keine Kinder aber kann sagen, dass ich neben einem Patenkind, wie ich gerne scherzhaft sage, “Erziehungsunternehmensberater” bei insgesamt sechs Kindern in einer Alterspanne von momentan 7 bis 19 bin.

    Darauf basierend eine Gegenrede:

    Alle sieben Kinder sind nicht aus den von sozial “unten” entstammend. Auf die kann und werde ich daher nicht weiter eingehen als zu sagen, dass diese Kinder schon immer mehr oder verloren, abhängig oder chancenarm waren. Es mangelte in den letzten Jahrzehnten nie an Fallen, die man denen stellte, damit sie von ihrem Umfeld oder aus sich heraus sabotierten. Die Privatsender boten Trash zur Ablenkung vom Wesentlichen wie Nachmittagstalkshows ohne Bodenlimit beim schlechten Geschmack, die Welle der Klingeltonmanie, nun der Social-Media-Terror und vieles mehr. Es ist ein Leichtes, ganze Bevölkerungsgruppen, die mangels, hart auf den Punkt gebracht, IQ, sowieso leicht umzustoßen sind, mit Angeboten dazu zu bringen, sich dem Rest der Gesellschaft als hoffnungslos dumm und dumm sein wollend zu präsentieren, um sie abzuschreiben. Darin sehe ich den eigentliuch Sinn darin, dass man absichtlich Trash produziert wie Dschungelcamp, Big Brother, Die Geißens, Teleshopping, Astro-TV aber die immer weitere Ausprägung der Berichterstattung und Bedeutung des Profisports und vieles mehr. Die Konsumenten davon sollen den inneren Kompass verlieren, bequem werden, Eigeninitiative verlieren und mehr.

    Nun zu den Wohlstandkindern, die hier auf’s Korn genommen wurden:

    Fridays-for-Future
    Vier von den sieben gehen dorthin und demonstrieren, zwei sympathisieren, eines hält es für Blödsinn. Die sechs damit Involvierten sitzen dank der Fortschritte des Kommunikationswesens (Internet) fest im Sattel mit Wissen, worum es geht und lassen Erwachsene, die gleichwohl beanspruchen, besser Bescheid zu wissen, alt aussehen, was denen nicht gerade passt. Sie haben begriffen, dass hier mindestens die ernsthafte Gefahr für eine globale Gefährdung der menschlichen Zukunft besteht.
    Sie wollen nicht eine Industrie demontieren, bei der sie später mal durchaus beschäftigt werden wollen, sondern wollen nicht akzeptieren, dass diese Industrie also um’s Verrecken keine Weiterentwicklung kennt? Alles soll bleiben, wie es ist bei der Mobilität während ringsum die technischen Fortschritte sich beschleunigen? Eine Industrie, die durch wahnwitzigen Betrug Geschichte geschrieben hat, soll ausgenommen werden von rasanter technologischer Entwicklung allerorten?
    Zumal zumindest in der Stadt/Regionen, auf die ich mich beziehen kann, ein Premiumsegment der deutschen Automobilindustrie sich selbst anderweitig abschafft. Die Prachtexemplare von Mercedes-Benz beispielsweise werden durch die Gegend gefahren mit Personen an den Steuern, bei denen man bei aller Gutmütigkeit stets zum Ergebnis kommt, dass die Person dich wohl am ehesten Zuhälter und/oder Drogendealer ist oder Top-Banker. Dazu das laute Motoren röhren lassen, die Raserei in der Innenstadt dieser Fahrzeuge abends. Kurz: Die Wahrnehmung der genannten sechs Kinder ist: Mercedes-Benz ist eine Marke für mehr oder weniger “Kriminelle” und mit dieser Klientel wollen sie nicht in Verbindung gebracht werden. In einer Familie wurde deshalb wegen Widerstandes der Kinder ein Mercedes-Benz nicht angeschafft und der Vater wollte es nach der Argumentation seiner zwei Kinder dann selbst nicht mehr. Denn er sah,
    Von den sieben Kindern zeigen drei ein erklärtes Interese an MINT-Berufen, die bereits angestrebt werden. Zwei Jungs, ein Mädchen. Der Rest hat da noch locker Zeit. Auf deren Berufsvorstellungen gehe ich jetzt nicht ein. Eins will später mal für Toyota arbeiten, weil es meint, Toyota kann, was in Deutschland bei Autos nicht geht. Eins, das Mädchen, möchte gerne mal für Airbus arbeiten weil es meint, dass da ständig das Mordernste, Beste, Effizienteste zählt und der zweite Junge möchte gerne am liebsten für z.B. Intel arbeiten, würde gerne Chipentwickler werden weil es in diesem Bereich so schnell voran geht.
    Alle sechs FFF-Befürworter haben in ihren Familien erreicht, dass der Fleichkonsum deutlich reduziert wird. Dazu hatten sie mehr als nötig Informationen auf Lager, wie industrielle Fleichproduktion vor sich geht und gesünder ist es auch. Wieder wurden die Eltern argumentativ vom Platz gejagt und als mehr oder weniger ahnungslos oder verdrängend entlarvt.

    Wohlstandskinder und Stress
    Dank besagter Kommunikationswelt, Internet, sind alle sieben Kindern stark gestresst. Da setzten einem schon unter zehnjährige zutreffend und brutal deutlich auseinander, dass sie sich von hart darüber im Klaren sind, dass das Fortbestehen der menschenfreundlichen Erde durch den Klimawandel langfristig in Gefahr ist, dass in einer wirtschaftlich globalisierten Welt Jugendliche in anderen Ländern ihnen locker die Arbeit “abnehmen” weil sie dasselbe für viel weniger Geld können/machen, dass selbst hervorragende Noten keine Job-Garantie bedeuten. Da muss man 12jährige aufbauen, die dann schon sagen, dass sie in der Schule keine totalen Überflieger sind also mangels ausreichend guter Noten später mal in Hartz4 landen weil nicht fit genug für globalen Wettbewerb um Wettbewerbsfähigkeit. Eine Klassenarbeit geht etwas daneben und schon ist vermeintlich die eigene Zukunft erledigt. Was, wenn sie nach der Schule kein in Bewerbungsverfahren beeindruckendes Auslandspraktikum ergattern denn ist doch klar, dass man ohne so etwas in Bewerbungsbesprächen schon waidwund ins Rennen geht.
    Zudem bekam ich von einer Neunjährigen schon eiskalt seziert, wie man sich Politik vorzustellen hat. Die hat ihren Eltern eiskalt vorgehalten, inwiefern politische Talkshows überflüssig sind und keine Zeichen für staatsbürgerliche Pflicht. Die zücken das Smartphone und zerpflücken live Sekunden später, wann Politiker aller Lager das Gegenteil dessen taten, was sie gerade sagten/behaupteteten. Dass das Phrasendreschfestivals sind.

    Ich spare mir für jetzt weitere Ausführungen z.B. zum Reiseverhalten per Flugzeug denn ich halte für wichtiger, zum wesentlichen Punkt zu kommen:

    Natürlich wirken die Wohlstandskinder so anspruchsvoll und verzogen, wie Du, Blackwater, es noch überzeichnest. Aber Du siehst deren “Reaktion”, nicht deren “Motivation”.
    Diese Kinder wissen in einem Alter, in dem ich (zum Glück eher) außer Biene Maja, Heidi, Nils Holgersohn und Captain Future wenig über die Welt wusste, schon massiv Bescheid über nicht als Humbug abtubare globale Gefährdung durch Klimawandel, die wissen präzise Bescheid über globale Gegensätze und wirtschaftliche Folgen daraus, Outsourcing, die sehen in der Politik keinen Helfer, eher Behinderer ihrer Zukunft. Die sehen sich schon von Kleinauf auf sich gestellt auf dem Weg in eine sozusagen unfaire, harte, globale Welt. Sie schon als Kinder mit/gegen die Interessen der, hart gesagt, 8,9999 Milliarden anderen. Die fragen sich, wieso ihre Eltern so wenig Ahnung haben bzw. Ahnung haben wollen und wenig Initiative zeigen oder bequem sind.

    Sie sind zum einen sauer auf ihre üblicherweise ahnungslosen oder mangelhaft gebildeten Eltern, die sich meistens nicht selbst informieren sondern die üblichen, unhinterfragten Ansichten nachkauen und ziehen ihnen dafür das Fell über die Ohren, setzten Konsumentscheidungen durch basierend auf Einsicht wie der Mercedes-Benz, der nicht gekauft wird weil “Kriminellenkarre” oder dass es auch mit weniger Fleisch geht.

    Zum anderen fordern die slebstverständlich viel von ihren Eltern, wirken Anspruchsvoll. Da ist eine Denke im Sinne “Ok, einerseits danke, dass ich existiere, ist ja nicht alles schlecht. Aber damit ich in dieser Welt, die ich als Kind schon mehr begriffen habe als ihr mit um die 40, eine Chance habe, beanspruche ich auch strikt massive und u.a. finanzielle Unterstzützung, Auslandspraktikum, Auslandssemester muss sein weil ohne schon gleich riesiger Nachteil. Und auch ein flotter Erstwagen, den wer den hierzulande nicht hat, gilt gleich als arm, benachteiligt, denn natürlich ist in so einer Welt Show, der Schein nach außen zunehmend wichtiger als Substanz!”

    Daher: Blackwater, unterhalte Dich mal mehr mit über wen Du schreibst. Deine Wohlstandskinder sind da schon mitten in einer globalen Krieg bzw. Wettbewerb um Wohlstand. Sie handeln löblich viel basieren auf Einsicht, nachdem sie die Dinge hinterfragt haben und die meisten ziehen in diesen Wettbewerb mit dem Mut der Verzweiflung und ziehen sich nicht in Cocooning zurück. Das verdient mehr Lob als Aburteilung!

    1. Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Ich möchte nicht alle Jugendliche über einen Kamm scheren. Es gibt sie wirklich, die mit denen man sich im vernünftigen Ton austauschen kann. Aber diese selbstständig Denkenden sind tatsächlich rar geworden. Leider sind es immer mehr, die einfach ungefiltert jeden “Mist” nach quatschen, der ihnen in den Mund gelegt wird. Ich habe hier gerade nicht das Gefühl, dass diese Jugendlichen fachlich-inhaltlich etwas drauf haben. Vielleicht sind die erwachsenen Diskussionspartner ja unterbelichtet und argumentativ noch schwächer, was aber das Görengerede noch lange nicht wahr macht. Auch wenn diese – und das bezweifel ich nicht – die Gesellschaft verändern, dann darf ich doch mal fragen wo die politische Legitimation bleibt? Greta und Co. sind nicht gewählte Vertreter einer Bewegung, die anderen vorschreibt wie sie zu leben haben. Klar, der Deutsche steht auf diesen undemokratischen Dikatstil. Eine Jugendliche mit Asperger Syndrom, die nie demokratisch für irgendeine Organisation legitimiert wurde und über keinerlei fachliche Qualifikation bezüglich des Themas verfügt, wird von der Kanzlerin für neunzig Minuten empfangen. Deutschland 2020, laut rumschreien nennt sich Demokratie. Mag sein, dass Blackwater es hier wieder auf die Spitze getrieben hat, ich finde den Post gerade deswegen hervorragend und er gehört in die Hall of Fame.

      1. Klimagören fordern, ein neues System. Klimagören treffen Merkel. Klimagören warnen und wollen mehr Mitsprache. Und wer hat die gewählt?? Das wird man ja noch mal fragen dürfen. Die Klimagören sind noch in der Ausbildung und haben kaum Lebens Erfahrung. Die Klimagören haben bislang ein recht sorgenfreies Leben führen koennen, im Vergleich zu der Mehrheit der Menschen auf dem Planeten ein Luxusleben. Die Klimagören haben keinerlei Berechtigung zu “Fordern”, wegen den genannten Punkten. Wer denen folgen will, der kann theoretisch auch beim nächsten Hauskauf oder einer anderen grossen Entscheidung seine Nachbarsmädchen im gleichen Alter fragen, was er tun soll. Warum beschleicht mich nur das sichere Gefühl, dass das garantiert keiner machen wird?? Aber Heuchelei ist hier ohnehin die Mutter der Sache. Anderes Beispiel: Es werden Stars als Unterstützer angegeben. Zum Beispiel Leonardi DiCaprio oder Obama. Leonardi DiCaprio ruiniert gerade ökologisch eine Insel (gekauft für viel Geld hat er das Eiland “Blackadore Caye” vor der Küste des Karibikstaates Belize ), die übrigens knapp über dem jetzigen Meerresspiegel liegt. Den Warnungen vor dem Klimawandel scheint er selbst scheinbar nicht zu glauben. Obama, der ebenso trompetet, gönnt sich selbst ein Strandgrundstück, ebenfalls für viele Millionen. Die wollen sich ein anderes System, glauben sicher an den Klimawandel. Vera… pur. Es geht weiter mit den Jugendlichen allgemein, die ja ach so nachhaltig sind. Wieviel von denen achten auf Nachhaltigkeit? Das sieht man, wenn man mal bei Primark war oder einfach in die Schulen geht und schaut, was die Jugendlichen an Klamotten tragen. Alleine die ewige Handynutzung mit 2jährigem Neukaufen des Handys ist wohl alles andere als nachhaltig. Ich erspare mir weitere Ausführungen. Aber dann kommt noch ein Fabian hier her und meint ganz frech und typisch im Stil dieser Generation Blackwater anzugehen. Warum eigentlich? Bissig geschrieben ist der Artikel. Aber die genannten Punkte stimmen sachlich und ich sehe es wohl nicht als einziger hier so. Selbst jüngere bestätigen es, wenn hier der Migrantenhintergrund sicher auch eine Rolle spielt. (Vielleicht weniger verwöhnt, weil einfacher aufgewachsen oder sogar Flüchtling) Was hat die Elterngeneration nur für verwöhnte Leminge herangezogen? Das System wird an die Wand fahren. Aber nicht wegen dem Klimawandel, sondern wegen eben dieser Generation.

  15. Was wäre die Finanzbloglandschaft ohne Blackwater? Dieser Blog überrascht immer wieder aufs Neue, wenn man es gerade nicht erwartet. Ich bin nicht in allem eurer Meinung oder sogar manchmal dagegen. Aber wenn die Artikel eines bewirken, dann ist es die eigene Position neu zu bewerten und nochmal alles zu durchdenken. Auch heute von mit daher 👍👍👍

  16. okok, da hast du aber einen Artikel geschrieben, der Probleme hier zeigt. Als ich nach Deutschland gekommen bin, war es für mich eine andere Welt. Wie ein anderer Stern. Deutschland ist sehr aufgeräumt und sauber, das finde ich sehr schön hier. Selbst in grossen Städten. Menschen sehr schöne Gärten und kümmern sich darum. Und auf Friedhöfe sind überall Blumen wie wenn es ein Garten ist. Also Deutschland ist ein reiches und schönes Land und es gibt Ordung und kein Chaos. Es ist wirklich etwas seltenes und besonderes. Und ich bin sehr dankbar dafür. Also ich die ersten Deutschen besser kennen lernte merkte ich langsam aber, dass es auch viele gibt die das gar nicht verstehen. Sie denken es wäre alles normal und Standard. Und viele sind wenig dankbar für alles. Man sagt, Reichtum verdirbt Menschen und ich denke es stimmt. Viele werden dadurch eingebildet und denken sie wären etwas besseres. Es ändert sich oft erst wenn sie krank werden oder andere Probleme kommen. 🥺🥺 Sehr traurig, weil man kann alles noch mehr geniessen wenn man dankbar ist und miteinander nett und freundlich ist. Es ist ein besseres Leben dann. Sich über kleines freuen, bei diesem Wetter ist es ein warmes Bett zum schlafen und dem Regen zuschauen und Tee trinken.❤️

  17. Guter Artikel, wie immer. Nicht Mainstream aber genau mein Ding…

    Kinder sind das Spiegelbild Ihrer Eltern. Das bedeutet doch aber, dass die Eltern es versaut haben. Was uns “Alten” fehlt ist Umsicht, Weitsicht und der Sinn für ein soziales Miteinander. Das führt zu diesem egozentrischem Lebensstil in dem die Anhäufung von materiellen Dingen zum Heiligtum wird, koste es was es wolle. Und weil es von allen Seiten so vorgelebt wird, ist es hierzulande (leider) das neue Normal.

    Ich selbst habe nie wirklich Mangel empfunden, verglichen mit Anderen war ich als Kind und Jugendlicher der 80/90er aber eher Unterschicht. Daher vermisse ich heute auch nichts Materielles, bzw. ich orientiere mich an meinem Bedarf und nicht an meinem Umfeld.

    Das Anwerfen der Notenpresse führt zu Verzerrungen und Verwerfungen von denen der Otto-Normalverbraucher nicht einmal im Ansatz einen Schimmer hat.
    Und trotzdem: Man stelle sich nur vor was passiert, wenn es plötzlich von Arbeitslosen nur so wimmelt, wie es 1929 der Fall war. Die Radikalen hätten noch leichteres Spiel. Wo das enden kann, zeigt uns die Geschichte. Daher lassen mich Artikel, wie dieser immer auch ein bisschen ratlos zurück.

    Was mich aber wirklich umtreibt ist das, was an den Grenzen Europas passiert. Das ist furchtbar und ungerecht. Wir brechen mit unseren eigenen Regeln und Ansprüchen, die wir selbst der Welt so gerne verordnen wollen. Und es ist uns scheissegal…

    1. „ Nicht Mainstream aber genau mein Ding…“ Sehe ich 100% genauso. Wegen „nicht Mainstream“ hatte Blackwater schon einiges an Problemen, ein weiterer Punkt, den in sehr problematisch in Deutschland sehe. Auch der hat mit Wohlstandskindern zu tun. Alles was nicht in diese „Welt“ reinpasst, wird angegangen und abgemahnt.

      Aber so wie du schreibst, es könnte viel schlimmer sein und wenn die Radikalen an die Macht kommen, verliert Blackwater die Hälfe seiner Leserschaft und Blackwater‘s Safiya muss das Land verlassen. Man stelle sich das einmal vor. Es ist UNVORSTELLBAR. Ich hoffe dieser rechte Mob kommt niemals niemals niemals an die Macht. Und wir lösen die Probleme trotzdem irgendwie. Es muss irgendwie doch eine Lösung geben und eine Regelung für die Grenzen auch. Aber ratlos bin auch ich sehr oft.

      1. Na, da kann man ja beruhigt sein, dass derzeit nur die alten SED-Kader wieder an der Macht sind. Allen voran unsere unfehlbare IM Erika, die trotz Pastorenfamilienhintergrund im Sozialismus der DDR studieren durfte und seit 15 Jahren die Geschicke unseres Landes leitet. Das ist nach fast auf den Tag genau 30 Jahren vermeintlicher Überwindung der DDR ganz real, im Gegensatz zu deinem herbeiphantasierten “Rechten Mob”, den es nur im Narrativ der veröffentlichten Meinung gibt.

      2. @Bastian und alle

        Markel ist 15 Jahre die Leiterin des Landes, aber in News hier höre ich oft wie man sich kritisch äussert über die Präsidenten anderer Länder, weil sie so lange schon Präsident sind. Verstehen kann ich dies als Ausländer nicht. Ist doch das Gleiche. In Umfragen finden Merkel viele gut, auf der Strasse oder mit deutschen Arbeitskollegen (grosser Autobauer) höre ich fast nie etwas gutes über Merkel. Für mich sieht es nach Zensur aus und wie ich es aus meiner Heimat kenne. Nachrichten die Fake sind. Merkel wird der ewige Präsident der Deutschen.

      3. @Bastian

        NSU, Olympiacenter, Lübcke, Halle und Wetzlar sind leider real und waren nicht „herbeiphantasiert“.

        @Ausländer

        Der kleine aber sehr gewichtige Unterschied ist: hier in Deutschland kann jeder über Merkel lästern und schimpfen wie er will. Sie als „IM Erika“ bezeichnen – wofür es keinerlei Beweise gibt – und trotzdem muss jemand wie z.B. Bastian sich keine Gedanken machen deswegen verfolgt zu werden.

        Und komm mir jetzt bitte kein Schneeflöckchen das unter „Verfolgung“ Kritik versteht und immer „Zensur“ plärrt wenn man ihm widerspricht.

        Bei den von Dir genannten Präsidenten (Putin, Erdogan?) muss man hingegen bei kritischen Aussagen vorsichtig sein.

        Oder würdest du „Erdogan lügt“ unter deinem Klarnamen twittern oder auf FB posten und dann nach Istanbul reisen? Na, sei ehrlich.

  18. Aus dir spricht Gen X. Gehöre selbst auch dazu.
    Die obigen Sprüche erinnern mich daran was ich in zahlreichen Bewerbungsgespräche zu hören bekommen habe (bin Führungskraft).

  19. Ein sehr gelungener und anregender Artikel. Aber “….länger, wie…..” , und ” …..wie, wenn……” , dass muss doch wirklich nicht sein. Das ist ein bisschen schade.

  20. …und genau das, was du heute über 2020 schreibst, hätte ich 2000 schreiben können. Mich hat das 2000 nämlich auch nicht betroffen. Da saßen auch nicht mehr Arbeits- und Obdachlose im Park als heute, und Jobs verloren haben auch nur die anderen, die Jüngeren, die Älteren, die Faulen, die Dummen…

    Meiner Elterngeneration wurde noch gesagt “ja, ihr, die ihr nie einen Krieg erleben musstet, wie geht euch das doch gut”.

    Daher: Es wachsen nicht nur in Europa zwei Generationen parallel auf. Das ist schon in Deutschland so. Auf der einen Seite jemand, der sich mit einer Million Euro regelmäßigem Jahreseinkommen für Mittelschicht hält, auf der anderen Seite jemand, der (zum Beispiel in meinem Sportverein) nur mitmachen kann, wenn jemand anderes die 50€ Jahresbeitrag spendet.

    MfG, Arno

  21. @Haller

    Ich sehe es weniger ideologisch und sorry, nicht verbissen. Wir sind heute oft schlicht zu faul : Statt zu Fuß zu gehen, Elektroroller. Statt Treppen zu steigen, Fahrstühle und Rolltreppen. Statt Essen zu kochen, Fast Food und Coffee to go. Manche sind sogar dazu zu faul und bestellen sich das Essen gleich via App nach Hause.(meistens ausgesprochen ekelhafter Stadtfrass) Diese ganze Faulheit ist ein Problem und indirekt spricht das Greta und Co auch an. Blackwater schrieb von SUV um zum Edeka zu fahren. Genau so ist es doch. Mit dem Stadtpanzer von zwei Tonnen fährt das Bio-Mütterchen dann los. Meine Frau fährt noch Fahrrad. Einfach eine andere Generation. Früher war man automatisch mehr „bio“ und klimaneutral.

  22. Ein wirklich ausgesprochen gut geschriebener Artikel, der Schreiberling versteht sein Handwerk. Meine Anmerkungen: Ich nenne die Generation die Greta-Generation. Der Greta-Generation ging es als Kinder besser als jeder bisherigen Generation. Sie haben den höchsten Lebensstandard. Auch deren Führungsfiguren, man forsche nur mal bei Frau Luisa Neugebauer. Diese junge Frau hat wohl zu wenig Aufmerksamkeit als Kind erhalten. Von den Eltern verwöhnt, jeden Wunsch von den Augen abgelesen, alles bekommen. Interessant auch, dass die doch so intelligenten, kritischen und selbstbestimmten Jugendlichen und junge Erwachsenen, genau in diesem Moment, wo es um Ihr größt wichtigstes Thema geht, ein Produkt ihrer Eltern sind. Entweder sorge ich mich um die Umwelt und denke dann auch mal mit, oder nicht, dann bin ich falsch erzogen worden. Die Generation Greta wird auch irgendwann mal selber Geld verdienen müssen und nicht mehr von Mama und Papa leben. Dann wollen wir mal sehen, wieviel von den Ratschlägen, Bevormundungen und verbieten wollen über bleibt. Bislang ist das für mich eine Generation verzogener Rotzgören. Selbst wenn an der Sache an sich auch etwas dran ist, diese Gören erweisen der Sache einen Bärendienst.

  23. Moin Martin, der Artikel könnte zu deinen “best-off” gehören – bisher. Denn seit ich hier mitlese, hast du dich immer steigern können. Daher ist noch viel Luft nach oben. Soll keine Kritik sein, ich glaube einfach es werden doch viele Spitzenartikel kommen. Und der hier ist ein neues “High”. Bissig, zynisch, auf den Punkt, so kennt man Blackwater.live. Ohne den Blog würde in der der Bloglandschaft etwas fehlen. Spiel daher deinen Blog nicht immer so herunter (kleiner unbedeutender Blog). Ich freue mich schon jetzt auf den jährlichen Weihnachtsartikel und auf alles was nächstes Jahr kommt. In grosser Dankbarkeit, Lana

  24. Mr.Black, das wurde auch mal Zeit. Erst so geile Artikel schreiben und uns dann nur mit Podcasts abspeisen geht gar nicht. 😉 Fachlich kann ich zu vielen deiner Themen nicht viel beitragen. Nur so viel: Du bringst mich zum Nachdenken. Was verwöhntes Leben betrifft, sind wir nicht alle etwas davon betroffen? Aber ein Aufreger: Laufe ich im Sommer durch die Stadt zu typischen Weibergeschäften, spricht mich doch eine Klima-Ziege an und meint was mir einfällt wegen meinen Klamotten. Die wären sicher CO2 schädlich produziert und drückt mir nen Flyer in die Hand. Fragen über Fragen in meinem Kopf. Warum sind die unrasiert unter den Armen? Ist Duschen und Körperpflege CO2 schädlich? lol. Sry. Das sind agressive Leute die im Wald leben wollen. Keine normale Frau will das. Ok Black, deine Wald Vorlieben kennen wir. Und gegen Spaziergänge dort habe ich nichts. Aber sicher kein Baumhausleben. Es muss auch anders gehen. Nein, ich fahre kein SUV, ich fahre *trommelwirbel* Smart.

  25. Die Dekadenz der Wohlstandskinder ist nicht zu übersehen. Nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im politischen Bereich.

    Da wird geklagt und gejammert wenn die eigene Meinung nicht subito als allein seligmachende Wahrheit anerkannt wird und dann der Faschismus und / oder das Kapital als Dunkle Macht hinter dieser Ignoranz der eigenen Weisheit gesehen. Und aus Protest hüpft man dann Freitags wie wild dass die Zöpfe wackeln.

    Oder aber man sieht eine DDR 2.0 am Werk die Meinungsfreiheit einschränkt und eine Diktatur / Regime / System errichtet. Dabei hat man sich noch nie mit jemanden unterhalten, der in der DDR 1.0 wirklich verfolgt wurde und Bautzen von innen gesehen hat.
    Ja, wenn es an der Türe klingelt muss es nicht immer der Hermes Bote mit dem Amazon Paket sein. Möglich auch dass man gebeten wird mitzukommen weil man sich unbotmäßig geäußert hat.
    Das ist Verfolgung und nicht der Daumen runter in den (a)social media.

    Dekadenz auch im politischen Bereich.

  26. Großartiger Artikel mit herrlich vielen giftigen Anspielungen. Esther trinkt bestimmt Granderwasser, nicht Graterwasser oder? Ein klasse Thema für alle, die mal was zum Lachen wollen. Einfach mal die offiziellen Werbevideos auf YouTube schauen, da schmeißt man sich weg 😀

  27. Blackwater, es wurde auch Zeit. Diese bissig-zynischen (neudeutsch: Geil) Artikel habe ich vermisst. Eigentlich bist du die perfekte Besetzung für eine Kolumne bei der “Zeit”, aber da du politisch nicht festgelegt bist, wird es nichts. Sonst würde ich dir das aus dem Stand zutrauen.

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