“If you don’t want to eat a cookie, stay out of the kitchen.”

Was hat das Titelbild mit Riester, Altersvorsorge und diesem Artikel zu tun?

In diesem kurzen Artikel geht es um eine häufig in dieser oder anderer Form gestellte Leserfrage, es geht um unseren Podcast und seine neuste Folge und es geht um eine neue Rubrik auf Blackwater.live. Bildlich übertragen hätte ich diesen Artikel auch “Mixed Grill” nennen können, passend dazu, dass in Mitteleuropa und anderswo die Grillsaison wieder eröffnet wurde. Man kann übrigens auch Gemüse grillen, wenn einem das lieber ist. Als Grillanzünder eigenen sich die Unterlagen alter Versicherungsverträge oder Depotauszüge. Mit etwas Wachs betropft, ist das fast schon ein Bio- Grillanzünder.

Die neue Rubrik heisst Empfehlungen und ihr findet sie im Hauptmenü oder unter dem Button. Unter Empfehlungen werden wir nach und nach alle Webseiten, Blogs und YouTube Kanäle verlinken, die wir für sinnvoll und empfehlenswert in Verbindung mit unseren Blackwater.live Themen halten. Die Rubrik wird also nach und nach weiter ausgebaut.

Unsere Empfehlungen sind sorgfältig für euch ausgewählt, kein Affiliate und passen inhaltlich zu den Themen auf unserem Blog.

Altersvorsorge

Viele junge Menschen wissen, dass sie etwas für ihre Altersvorsorge tun müssen. Sie haben einen Riestervertrag oder wollen einen abschliessen. Neben dem Riestervertrag haben sie 1-10 andere Finanzprodukte am “laufen” und sind sich bezüglich Aufteilung der Sparrate oder der Einmalanlage unsicher. Nachdem sie dem Finanzvertrieb “entkommen” sind, lesen sie sich durch die tausenden Finanzblogs von anderen Bloggern, die eher selten eine fachliche Qualifikation für das Thema Finanzen aufweisen und eher an Affiliate von Online-Brokern interessiert sind. (es gibt natürlich sehr gute positive Ausnahmen) Das führt dazu, dass man sich Unmengen weiterer Meinungen ansammelt, aber nicht wirklich weiter kommt. Es ist völlig legitim, dass heute jeder einen Blog oder YouTube Kanal betreibt, der das auch möchte. Aber in einigen Fällen hat es auch Nachteile. Würdet ihr euch von mir ein Essen zubereiten lassen, wenn ihr wisst, dass ich gar nicht kochen kann sondern nur meine Frau? (entspricht den Tatsachen) Die oder der eine sagt: Ok, einen Burger kannst Du machen. Oder ein Steak kannst Du grillen. Und das stimmt. Ich kann euch auch einen griechischen Salat machen, ich mache euch das beste Tsatsiki (NICHT: Zaziki) der griechischen Inseln und ich kann sogar die ein oder andere arabische Spezialität selbst zubereiten. Aber würdet ihr bei mir auch essen, wenn ich euch den Fugu zubereite? Nicht sicher was das ist? (Wikilink)

Wohl eher nicht.

Bei dem Thema Finanzen sind die Folgen auch recht dramatisch, denn ob ich im Alter gut leben kann oder in Grundsicherung lebe, ist schon ein Unterschied. Oder ob ich mein Vermögen vernichtet habe, weil ein Freund mir was empfohlen hat oder irgend ein Blogger etwas irgendwann mal geschrieben hat. Die Situation für junge Menschen zwischen 20 und 30 ist recht problematisch und überfordert viele. Daher ein kleiner Auszug an Aussagen in Finanzforen im Internet:

“Ich stecke alles in Bitcoin und bin in 3 Jahren durch”

“Riester – das Beste. Sicherheit, volle Förderung und Steuerersparniss”

“Die eigene Immobilie ist das Wichtigste”

“Was meint ihr dazu: Ich spare 200 Euro in diese 3 ETFs. Europa, Asien und Rohstoffe

“Es gibt nichts über einen guten Bausparvertrag”

Das sind alles Aussagen, die im Kontext Geldanlage gefallen sind und jeden Tag wiederholt sich das tausende Male auf verschiedensten Foren. Und es sind alles Aussagen die von Studenten und jungen akademischen Berufsstartern getroffen wurden, einer Gruppe von Personen, bei denen man doch etwas “mehr” erwarten würde. Das soll nicht wertend sein, es ist eher schockierend. Und in Folge “befeuern” sich die jungen Foristen dann gegenseitig in ihren Aussagen: “Du bist ungebildet, wenn Du nur einen ETF kaufst”. “Nein, Du bist blöd weil Du keinen Bausparer hast”. usw.

Wie lege ich mein Geld am besten an, wie spare ich am sinnvollsten, was macht ihr (anderen) für die Altersvorsorge? Die ewigen Finanzfragen.

Der heutige Kurzartikel soll ganz kurz und knackig die richtige Antwort geben.

Wie strukturiere ich meine Finanzen?

Als erstes ordnest Du Deine Finanzen mit dem 3-Konten-Modell. Damit verschaffst Du Dir einen Überblick. Das geht mit Papier und Stift oder mit einem Tabellenprogramm auf Deinem Computer oder Mac. Das ist wie eine Art Bilanz Deiner monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Außerdem schreibst Du Dir auch alle Schulden und alles Guthaben auf. Zuerst musst Du alle Schulden abbauen, die “ungedeckt” sind, denen also keine Immobilie und keine Investition gegenüber steht. Wir reden hier von privaten Finanzen. Artikelempfehlungen dazu:

Wie spare ich am besten?

Dazu gab es schon eine Menge Ideen und Artikel. Hier findest Du den letzten von uns:

Die Aussichten mancher Rentner sind nicht besonders schön.

Was ist die beste Altersvorsorge? Riester, Rürup? Fondssparplan? Immobilie?

Altersvorsorge ist durch die Banken und Versicherungen mit bestimmten Begriffen konditioniert: Riester, Rürup, Fondssparen und so weiter.

Das ist schlecht und falsch. Altersvorsorge bedeutet ganz einfach, dass Du bis Du in Rente gehst zu so viel Vermögen gekommen sein musst, dass Du nicht mehr arbeiten musst. Das kann früher als mit 60 Jahren sein. Deutlich sogar. Oder eben nie und Du darfst Flaschen sammeln gehen. So einfach ist das, um es mal deutlich zu sagen.

Wenn Du beispielsweise in Deutschland lebst, wo zu erwarten ist, das im Prinzip alle Menschen mit weniger als 2000 Euro Bruttoeinkommen in der Rente in der Grundsicherung landen, dann musst Du etwas tun. Eine konservative Schätzung des ZEW sagt:

Das Altersarmutsrisiko in Deutschland wird bei normaler Entwicklung von Beschäftigung und Zinsen in den kommenden zwanzig Jahren weiter steigen und dann rund ein Fünftel aller Personen im Alter von 67 Jahren betreffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat.

Du brauchst also Kapital um die Vorsorgelücke zu kompensieren. Je komplizierter die Berechnung für das Schliessen dieser Altersvorsorgelücke ist, desto mehr Risikofaktoren sind in der Berechnung enthalten. Du kannst diese Berechnung also mit Rentenbescheid, einer zukünftigen, unklaren Besteuerung und verschiedenen “hätte-könnte-Berechnungen” durchführen oder wir machen es ganz einfach:

Du willst in 30 Jahren eine Kaufkraft von 2.000,00 Euro monatlich haben. Bei einer Durchschnittsinflation von 2% p.A. brauchst Du das doppelte Kapital um in 30 Jahren die Kaufkraft von 2.000,00 Euro zu haben: 4.000,00 Euro. Das Ganze mal 12 (Monate) und die Anzahl der Jahre bis zu Deinem Tod. (“Berechnung des Winters”) Sagen wir, das wären 30 Jahre. Ergebnis: 1.440.000,00 Euro.

Nimm diesen Rechner HIER unter einem extra Fenster, klicke links auf Sparrate berechnen, als Jahreszins gibst Du die 6% an, die das Welt Depot im 30 Jahresschnitt macht und dann noch die Spardauer von 30 Jahren. Ergebnis: 1.527,00 Euro pro Monat.

Schockiert? (was wäre erst bei 5% Ausgabeaufschlag und 2% p.A. Kosten gewesen?)

Sehr gut. Das motiviert etwas zu tun. Aber keine Sorge, diese Berechnung zeigt natürlich ein paar Faktoren nicht. (1) Das Kapital hat keine Rendite beim Verbrauch in der Rente und wird komplett verzehrt. Daher wirst Du weniger brauchen. Die Rendite im Aufbau kann höher sein und das ist mit steigender Inflation sogar wahrscheinlich (Asset Inflation). (2) Wir haben keine Steuern im Aufbau des Kapitals und LEIDER nicht in der Rentenphase berücksichtigt. Und leider auch nicht, dass Norbert Blüm die Rente (Grundsicherung) für sicher erklärte. Und jetzt?

Dieses Beispiel zeigt: Mach nicht lange mit Berechnungen rum, fang an zu sparen! Je jünger, desto besser, wie Du auch in dem Artikel “die einfachste Geldanlage” gesehen hast.

Du brauchst keine teuren Riester- und Rürup Verträge (Basisrente)!

Eigene Immo?


Viele Entscheidungen im Leben können sehr unfrei machen, sind aber aus diesem Grund oft mit starken Wünschen und Reizen verbunden, die nüchterne Entscheidungen schwer machen.

Es kann durchaus Sinn machen eine Immobilie zu erwerben – aber gründliches Nachdenken vorher macht noch mehr Sinn.

Das Wort “nein” ist mit eines der wichtigsten Wörter im Leben. Vor allem, so lange man noch nicht weiss, ob das was man will das ist was man braucht. Ist das was ich will durch mein Umfeld und meine Sozialisierung konditioniert oder will ich es selbst, weil es das richtige für mich ist?


Eigene Immobilie ja oder nein?

Das Thema Immobilien ist auf Blackwater.live eher kein Thema, da die Orientierung und die Empfehlungen von uns einfach andere sind. Neudeutsch würde man sagen, es passt vom “Mindset” nicht. Aber ich will kurz erklären warum:

Eine eigene Immobilie ist eine schöne Sache (Luxus), aber damit sparst Du Dir nur die Miete ein. Du brauchst trotzdem noch eine Menge Kapital für alles andere und natürlich die Nebenkosten und die Instandhaltung der Immobilie will auch bezahlt sein, sonst wird das nichts mit dem Werterhalt. Von Wertsteigerung sprechen wir da noch gar nicht und die derzeitige Immobilienblase in Deutschland wird auch nicht ewig andauern. Steuerlich ist es sogar nicht ganz so schlau, wenn wir schon das Thema Steuern und Immobilie mal kurz anschneiden. Denn, es mag zwar schön sein in der eigenen Immobilie zu wohnen, steuerlich cleverer wäre es eher eine zu besitzen (wenn es sein muss) und in einer Mietwohnung zu wohnen, wenn Du in Deutschland lebst. Denn in der eigenen Immobilie wohnen bedeutet, dass Du Instandhaltung und Reparaturen aus bereits versteuerten Einkommen zahlen musst und es keine Verrechnungsmöglichkeiten mit anderen Einnahmen gibt. Ein weiterer Vorteil als Mieter in Deutschland ist, dass Du als Mieter Rechte ohne Ende hast und Du kannst den Vermieter bei fast jeder Kleinigkeit antanzen lassen. Bei Instandhaltungen und Schäden sowieso. Bei Deiner Immobilie in der Du nicht wohnst, sondern die Du fremdvermietet hast, kannst Du dagegen Mieterträge gegen Aufwand und Kosten rechen, was mit der eigenen Immobilie eben nicht geht. Also wenn eine eigene Immobilie und Deutschland, dann taktisch cleverer lieber so. Dazu müsstest Du aber eher wie ein Investor denken. Banken verkaufen das Thema Immobilie aber eben über die Emotionen und die Traumvorstellung Familienglück im Eigenheim.

In Deutschland ist der Besitz der eignen Immobilie natürlich etwas Standesdenken. Man ist ja was, stolzer Immobilienbesitzer. Aber was bringt dieses Denken Dir wirklich? Lass doch den Vermieter sich als König fühlen. Du hast mittelfristig ein Depot im Wert der Immobilie und kannst einfach nett und lächelnd das Schauspiel des Größenwahns geniessen. Du bist der, der flexibel und liquide ist. Du kannst jederzeit mit wenig Aufwand den Wohnort wechseln und was noch schöner sein kann, vielleicht auch das Land. Wenn man taff ist, einfach über Nacht. 🙂

Zum Thema Immobilien werde ich mal einen gesonderten Artikel verfassen, mit all den spannenden Erfahrungen aus der Welt der Bankkunden. Was denkt ihr, bereuen es die meisten Bankkunden im Alter Immobilien zu besitzen oder nicht?

Das was es aus meiner Sicht zu dem Thema Immobilien zu sagen gibt, findet man schon sehr deutlich an anderen Stellen geschrieben, beispielsweise bei dem Investment Banker Gerald Hörhahn. Zitat:

“Der Staat liebt Eigenheimbesitzer denn sie können fast nichts von der Steuer abschreiben. Menschen die wirtschaftlich denken kann der Staat viel weniger melken: Denn gute zentral gelegene Immobilien in wirtschaftlich starken Städten als Geldanlage zu kaufen und gleichzeitig zur Miete zu wohnen ist nicht nur steuerlich attraktiver, sondern das wesentlich bessere Geschäft.” (Quelle)

Etwas weniger aggressiv und mit der Nüchternheit eines Norddeutschen, findet man die wichtigsten Punkte zum Nachdenken und die übliche Mythen entzaubert beim Finanzwesir: Hier.

Am Ende bleibt es Deine eigene Entscheidung, aufgrund Deiner Situation und dessen was Du im Leben erreichen willst und wie Du leben willst. Aber auch wenn es Dein absoluter Lebenstraum ist eine eigene Immobilie zu besitzen, solltest Du trotzdem die Fakten prüfen und Dich nicht von einem Mythos oder von Wunschdenken leiten lassen. Manche Entscheidungen können unvernünftig sein, aber man entscheidet sich trotzdem dafür: Porsche fahren, ein Model als Ehefrau oder Ehemann, eine Kunstgalerie als Geschäftsidee. Was haben diese Dinge gemeinsam? Sie sind sehr teuer im Unterhalt, wirtschaftlicher Wahnsinn, aber eben doch sehr schön. Ein anderes Mal mehr…

Was kannst Du noch tun?

Altersvorsorge, was noch?

(1) Ausgaben runter, Einnahmen hoch! Dabei hilft Dir auch das 3-Konten-Modell.

(2) Die Selbstständigkeit. Baue Dir nebenberuflich eine skalierbare Selbstständigkeit auf. Möglichst digital. Ideen gibt es viele. Die besten sind die, die anderen Menschen helfen und ein Problem lösen. Du bist als einfühlsame Freundin bekannt? Mache etwas mit (digital) Coaching und Lebensberatung. Du bist Sportler? Mache darüber eine Webseite und ein YouTube Kanal. Du bist eine wahre Schönheit? Mache einen Beautykanal auf. Du bist intelligent? Lasse die Welt daran teil haben mit einem Podcast.

All das gibt es schon. Na und? Wer sagt, dass es genug davon gibt. Genug gibt es nur Finanzblogs. 😉 Spass beiseite, ihr wisst was ich meine. “Gibt es schon” ist eine typische Angestelltenaussage, die durch das Absterben von Phantasie nach Jahre langer Sklavenarbeit entstanden ist. Das kann man auch ändern. Kleine Anekdote gefällig?

Ich hatte ein paar Schlüsselmomente auf dem Weg zur Kündigung und zum Start von dieser Webseite. Einer davon war dieser: Ich saß mit meinem Team von Bankkollegen im Sommer in einem Besprechungszimmer. Es war stickig und warm. Es roch leicht modrig. Die Regionalleiterin der Bank war zu dem Meeting eingeladen. Sie liebte süsse Schnecken (ein Gebäck) und das sah man ihr auch an. Während sie sich die Finger ableckte, der Bauch das Oberteil gefährlich spannte und die Krümel auf sie fielen und sie über Digitalisierung mit Hilfe einer schlecht gemachten Power Point Präsentation referierte, etwas, was sie maximal mit Weight Watchers Online in Verbindung brachte, bereitete dann mein direkter Vorgesetzter sein Referat vor. Kurze Zeit später war er dran und erzählte etwas von Best Practice im Umgang mit Kunden. Er, der vor jedem Kunden panikartig floh und seit Jahren kein Kundenkontakt mehr hatte. Er benutzte gerne viele Anglizismen, konnte aber nicht mal eine englische Webseite inhaltlich verstehen. Es war eine ewig lange monotone weitere Präsentation. Die Kollegen malten Comics, spielten auf dem Handy rum, schauten auf die Uhr. So sollte das noch eine Stunde weiter gehen und auch aller Kaffee aus der alten Jura und aller Zucker der Kinderriegel konnte gegen den körperlichen Lockdown nicht ankommen, der uns alle traf. Ausser die beiden Führungskräfte, die sich selbst ganz toll fanden. Ein Phänomen, welches in sehr vielen Firmen existiert.

Warum sage ich euch das? Weil diese beiden Leute (das war die 1% Kurzversion) geradezu null Ahnung von dem hatten, über was sie redeten. Aber sie waren hochbezahlt und hatten ihren Posten, weil sie einfach an einem Punkt in ihrem Leben selbstbewusst genug waren. Trotz deutlichen durch Zuckerschnecken induzierten Übergewicht, trotz null Ahnung. Und es war auch der Moment in dem mir klar wurde: Ich mache es einfach!

Einfach machen! Die meisten Menschen können viel mehr als sie denken. Aber sie sind zu bequem und zu feige den Start zu wagen. Oder sie sind in einem Gedankengefängnis gefangen, was ihnen anerzogen wurde. Das kann man aber brechen, indem man bewusst anders handelt und anfängt die entstehenden Konflikte zu suchen um daran zu wachsen.

Und noch ein kleiner Tipp dann ist es gut, das Thema Unternehmen und Selbstständigkeit sprechen wir in Zukunft noch extra hier durch:

Trenne Dich von ALLEN destruktiven Menschen, die nicht an Dich glauben, Dich unkonstruktiv kritisieren, dauernd rum jammern und in ihrem Leben phlegmatisch-gedanklich am gleichen Fleck bleiben. Verlasse alle Echokammern und sei bereit für Neues!

Wer sagt Dir eigentlich, dass Du nicht das beste Café Deiner Heimat eröffnen kannst, dort den besten und herzlichsten Service bieten wirst und zur Barista des Jahres wirst? Hast Du es mal versucht oder wenigstens überlegt? Man muss nicht zum Mond fliegen, viele Menschen sterben für Kaffee und manche haben ein Vermögen damit gemacht. Du bist mehr als die Erwartungen anderer!

Risikokapital

Wie passt Risikokapital zu passiven Anlegen? Machen wir ein Beispiel:

Passives Anlegen ist Dein “Brot- und Butter” Vermögensaufbau. Das muss einfach, günstig und zeitsparend sein. Am besten per Sparplan. Wenn alles schief geht, Du bist an der Welt beteiligt und der Zinseszinseffekt macht den Rest. Daran musst Du nicht rumdoktern oder überlegen, ob Du 2 oder 20 ETFs brauchst.

Nehmen wir an, Du machst nebenher etwas aktives. Beispielsweise baust Du ein Unternehmen auf, kaufst Bitcoin, tradest, kaufst Einzelaktien. Frage: Seit wann ist das eine Glaubensfrage, bei der dogmatisch das eine das andere ausschliesst? Eigentlich ist es das nur bei Menschen, die sonst keine Religion haben. Scherz beiseite. Es schliesst sich nicht aus! Die deutsche Vollkaskomentalität will natürlich, dass Du maximal überversichert höchstens Risikokapital in ETFs investierst. Falls bekannt. Aber das ganze Leben ist ein Risiko und endet mit dem Tod. Und wir gehen doch auch sonst Risiken ein. Noch nie eine Frau angesprochen und einen Korb bekommen? Noch nie zu schnell gefahren und es hat Spaß gemacht und der Strafzettel war es wert? Es gäbe so viele Beispiele. Die “der Staat macht das schon Mentalität” führt oft leider dazu, dass immer weniger Menschen etwas wagen und nur noch auf die “sichere” Rente im Altenheim warten. Aber Risiken einzugehen kann man lernen und vor allem kann man lernen, daran Freude zu haben.

Mit Risikokapital kann man durchaus einen Mehrwert erreichen. Und auch wenn ich selbst kein Bitcoin Freund war und bin, so sind doch einige tausend Menschen dadurch um einiges vermögender geworden. Und so gibt es in vielen Bereichen viele Beispiele, die eben mehr erreicht haben als andere. Sie wagten und gewannen.

Und wenn es bei Dir nicht klappt? Dafür hast Du Dein Welt Depot. Denn Risikokapital darf man verlieren und tut es auch ab und an. Aber das Brot- und Butter Depot mit der Welt-Anlage sorgt für langfristige Sicherheit.

Nun aber zur Leserfrage 🙂 …. und dem Podcast.

Leserfrage & Podcast

Mich hat per Telegram und Email eine Nachricht von einem Leser erreicht, die ich in dem Podcast beantwortet habe. Ihr müsst also den Podcast hören. 🙂

(….) gekürzt.

“Zum Abschluss würde ich dir gerne noch eine persönliche Frage zu meinen Finanzen stellen. Ich bin 36 Jahre und habe einige Altlasten in Form von zwei Lebensversicherungen (LV+BU=60€ und eine „normale“=25€) und einen Riester mit 70€ monatlich. Zusätzlich bespare ich seit kurzem (Depot 350€) mit 150€ den Vanguard All World.  Die Frage ist, was ich am sinnvollsten mit meinen LV+Riester machen sollte? Wärst du evtl. sogar bereit dir meine Unterlagen bitte anzuschauen? Wenn meine Verträge nicht zu schlecht sind, könnte ich mir eine Kombi aus den bestehenden Verträgen mit meinem ETF Grundsätzlich weiter vorstellen, evtl. nur etwas mehr zu Gunsten des ETF gewichten. Meine Sparquote von insgesamt 300€ kann ich aber mittelfristig leider nicht erhöhen.”

Zusätzliche Email:

(….) gekürzt.

Hier noch mal eine grobe Übersicht: 

1. Lebens-/BU Versicherung: Beitrag 59€
2. Lebensversicherung: Beitrag 25€
3. Riester: Beitrag 70€
4. Vanguard All World: Beitrag 150€

Ich tue mich schwer damit die Positionen zu bewerten und was man am sinnvollsten ändern sollte. Grundsätzlich möchte ich mein Portfolio von Konservativer Anlage  und ETF beibehalten, nur die Gewichtung von aktuell 50:50 kann ich mir gut vorstellen in ca. 30:70 zu Gunsten des ETF zu ändern. Reines Bachgefühl: Beide LV’s unberührt lassen und den Riester auf 30€ reduzieren. Das sind dann 190€ für den Vanguard, würde ich nicht auf mir sitzen lassen und auf 200€ erhöhen 😉 Setzt natürlich voraus das die LV’s halbwegs Ok sind. Falls der Eindruck entsteht das ich meinen Riester unbedingt behalten möchte, dem ist nicht so. Lediglich mein Bauchgefühl sagt mir lieber reduzieren. Aber ich schließe es nicht aus, mich von dem Produkt ganz zu trennen. Gleiches Gilt auch für die LV. Du merkst es eventuell schon, viel Bauchgefühl und wenig Objektivität. Deswegen bin ich dir auch wirklich sehr dankbar eine Unabhängige Meinung von dir zu bekommen. Kurz zu den Unterlagen: 
Habe letztes Jahr mir eine Riester-Beispielrechnung ausstellen lassen, dort wird aber von der maximalen Zulage von 175€ ausgegangen. Ich komme mit meiner Sparrate von 70€ auf nur ca. 130€ aktuell. 

(…)

Finanz Forum Blackwater.live Blackwater.live

Das Into für unser Blackwater.live Forum. Die Anmeldung funktioniert wie in diesem YouTube Video erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=lFB-0iAxM8U Mehr Information auf Blackwater.live
  1. Finanz Forum Blackwater.live
  2. Copy Trading 2.0
  3. Riester kündigen? Was ist mit der Altersvorsorge?
  4. Das Ende der kostenlosen Konten, DKB, bunq, N26, Revolut
  5. Start 2021 bei Blackwater.live

Danke euch allen!

Anderen Gutes tun


Anderen Menschen denen es nicht so gut geht Gutes zu tun, ist mit das schönste und befriedigendste was es gibt. Es macht dankbar für das eigene Leben und hilft gegen den Drang des Egoismus anzugehen, der gerade in unserer Kultur weit verbreitet ist. Und es ist ein Teil der persönlichen Herzensbildung, die wichtiger als jedes Studium ist und in allen drei Buchreligionen tief verwurzelt ist.


Unser bunq.me Spendenprojekt

Zu guter Letzt, das finale Update vom bunq.me Spendenprojekt. An dieser Stelle herzlichen Dank für alle eure Spenden, euer Vertrauen und die Bereitschaft mitzumachen. Den bunq.me Link habe ich nun deaktiviert. Das Geld geht nun zum Broker unseres Vertrauens und wir werden damit bis zum Jahresende arbeiten und es dann mit dem Ertrag spenden. Falls das jemand nochmal nachlesen will, hier der Link dazu:

Es sind insgesamt 1.033,00 EUR zusammen gekommen! Wer denkt das sei nicht viel, der darf nicht vergessen, dass Nahrung, Medikamente und frisches Wasser in armen Ländern einen Bruchteil dessen kosten, was sie bei uns kosten. Auf dem Universitätsportal Uni.de habe ich dazu eine Aussage gefunden. Sie haben eine Kooperation mit ShareTheMeal, die ich mir in Zukunft auch mal genauer anschauen möchte.

Sebastian Stricker von ShareTheMeal: “Tatsächlich sind 40 Cent der globale Durchschnitt um ein Kind für einen Tag mit Essen zu versorgen, in Ausnahmefällen ist es sogar noch billiger. In diesen 40 Cent stecken alle Kosten, die dafür aufgewendet werden müssen. Natürlich das Essen an sich, also die Produktion und der Einkauf, dann der Transport des Essen an den Ort, wo es gebraucht wird, sowie die Zubereitung der Mahlzeiten. Und natürlich ist es wichtig, dass durch diese Summe auch eine gewisse Kontrolle gewährleistet wird, ob die Mahlzeiten den Kindern helfen, die sie am nötigsten brauchen und ob auch der gewünschte Effekt eintritt. Diese Kontrolle wird von der UN selbst durchgeführt, was die Partnerschaft mit WFP für uns sehr attraktiv macht. Schließlich stecken auch die Verwaltungskosten von WFP in diesen 40 Cent.”

Das zeigt uns, dass 1.033,00 EUR ein Vermögen sind. Und bis zum Jahresende wird durch meine Aufrundung und den Ertrag da einiges mehr. Ich peile als Ziel mal an, dass wir daraus 3.000,00 EUR machen. Das ist Nahrung für 7500 Kinder für einen Tag. Könnt ihr euch vorstellen wie das ist, in die Augen von 7500 hungrigen Kindern zu blicken wenn sie erfahren, dass sie gleich etwas zu essen bekommen? Dass ist sicher Gold wert und wird nicht nur auf der Erde registriert. Davon bin ich überzeugt. Nochmal danke an euch alle!

Wie immer stelle ich euch nun noch die geschwärzten Kontoauszüge hier ein. Jeder kann anhand des Datums, des Betrags und des angegebenen Verwendungszwecks nachvollziehen, dass seine Spende eingegangen ist.

Das sind die Auszüge bis zum 03.02.2021:

Das sind die Auszüge vom 03.02.2021 bis zum 25.02.2021:

(Es gibt eine Überschneidung mit dem 03.02.2021 um euch alle dabei zu haben)

Nochmals vielen Dank für eure Spenden, eure nette Worte in Form von Emails, dem Überweisungszweck und auf allen anderen Kanälen. Blackwater.live hat heute fast die 3000 Stammleser Marke geknackt, also die Leser, die uns fest abonniert haben. Daher auch an dieser Stelle Danke für euer Vertrauen.

Wir werden euch nicht enttäuschen, sondern bleiben wie wir sind! Nicht jeder Artikel wird jedem Gefallen, wir haben bekanntlich unser ganz eigenes Spektrum an Ansichten. Aber jeder Artikel ist von Herzen geschrieben und in aller Aufrichtigkeit. Hinter jedem Artikel steckt viel Mühe und Gedanken, denn wir wissen um unsere Verantwortung. Egal ob es um die Finanzen, um Glauben, um das Leben oder selbst im etwas banales geht, das alles soll euch weiter helfen, zum Nachdenken bringen, zum Lächeln oder einfach nur einen neuen Blickwinkel ermöglichen. Sharing is caring, auch bei den Gedanken.

“Die Suche nach der Wahrheit ist wertvoller als deren Besitz”

Albert Einstein (1879-1955)

45 Kommentare zu „Riester kündigen, Altersvorsorge & mehr

  1. Hi Black, dein Blog ist nun wirklich einer der wenigen, die von Anfang an gegen Riester und den Versicherungsmüll geschossen haben. Dadurch dass du Banker warst, hat das natürlich Gewicht und ich danke dir dafür! Du solltest mal überlegen ob du auf YouTube nicht mehr machst. Da treiben sich so viele DVAG und andere Vertriebsfuzzies rum und verbreiten unbehelligt ihr Halbwissen. Nun zu meinem Vertrag. *kotz* Ich habe seit 2010 einen Riestervertrag und ärgere mich jedes Jahr darüber, weil die Gebühren einfach unglaublich hoch sind. Selbst den Vertrag beitragsfrei zu stellen, kostet laufende Gebühren. Ich habe in etwa 15TEUR eingezahlt und hab trotz aller Zulagen und Steuerrückerstattung 12,5TEUR an Vermögen. Ich werde das eingezahlte Kapital wohl erst in 30 Jahren wiedersehen und muss es am Ende nochmal zusätzlich voll versteuern. Leute lasst einfach die Finger weg von Altersvorsorge im Versicherungsmantel. Investiert in viele Einzelaktien oder in Etfs und fertig, so wie hier beschrieben. 2010 war Black leider noch ein der Bank und hatte keinen Blog.-

  2. Der Finanzwesir schreibt zukünftig nicht mehr über die Basics, macht ihr dann da weiter? Man will sich dort auch mehr auf das Leben konzentrieren. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie seid ihr wohl Trendsetter. 5 Jahre später schreiben die auch über Religion. hahaha

    1. Wir orientieren uns nicht an anderen und schreiben nach Bedarf unserer Leser und unserem Zustand. 😉

      In der Finanzbloggerei sind die Themen natürlich irgendwann “durch”, daher vermutlich der Schwenk. Und warum auch nicht. Wie sagte es mal ein Pfälzer Arbeitskollege damals zu mir? “Mehr wie essen und trinken kann man von dem ganzen Geld auch nicht.” Er hätte unseren Blog wohl eher nicht gelesen. 😉

  3. Finanztip und andere empfehlen gerne Riester Fondssparpläne. Finanztip verdient über die Affiliate Links schön haftungsfrei eine Menge Geld, während Martin aufklärt, schreibt, Mails beantwortet und sich kümmert für 0 Euro.(ich bin kein Kunde) Als Banker, nicht als Journalistenschreiber mit Studium mit irgendwas mit Medien (oder abgebrochene BWL) Da weiss ich auf wen ich höre. Danke an Martin und diesen Blog, Pfui Finanztest und Ähnliche!

  4. Hallo Blackwater, ich bin gestern auf deine Webseite aufmerksam geworden und bin beeindruckt. Sie ist mehr als informativ durch die Tiefe mancher Artikel und zugleich extrem hilfreich durch Artikel wie diesen. Wirklich super! Vielen Dank erstmal dafür! Ich denke auf deiner Seite werde ich noch so einige Zeit verbringen und bei Fragen mich an dich dann wenden.

  5. Hallo zusammen. Schöner Artikel. Freue mich immer wieder hier zu lesen. Am besten die Passage über die beiden Führungskräfte. Habe mich lachend (wenn es doch nicht so traurig wäre) ins letzte Meeting zurück versetzt gefühlt. Kinderschokolade ist aber auch wirklich der Hit. 😉

  6. Hallo liebes Blackwater-Team und liebe regelmäßige Leser und Kommentierer,

    es ist an der Zeit, dass ich heute endlich meinen ersten Kommentar abgebe, nachdem ich jetzt schon eineinhalb Jahre “nur” passiver Leser war. Ursprünglich kam ich wegen der Finanzthemen hier her, der Grund warum ich geblieben bin, liegt allerdings an den anderen Themen!

    Zuerst einmal möchte ich euch allen, aber ganz besonders Martin, für die vielen Blogeinträge und die abertausenden Kommentare wirklich von ganzem Herzen danken!!! Ihr habt mein Denken und Leben dadurch sehr bereichert, und vermutlich werdet ihr das bestimmt auch noch in Zukunft tun! 🙂

    Nun zum Thema Riester:

    Ich habe leider in der Vergangenheit (in 2012) auch so eine Altlast abgeschlossen, aber bis jetzt noch nicht die Muse gehabt mich damit zu beschäftigen und die einfache Plus/Minus-Rechnung aufzustellen. Das habe ich jetzt aufgrund des Artikels, vor allem aufgrund eines bestimmten Kommentares, endlich über’s Wochenende getan und ich war schockiert!!!

    Weiter unten hatte jemand geschrieben, dass er 7000 € eingezahlt hat und davon 1500 € für Gebühren etc. drauf gegangen sind. Auf den ersten Blick ein unglaubliches Verhältnis, das ich mir daraufhin für meinen Vertrag auch ausrechnen wollte. Also Finanzordner raus, Excel an und los! Nach mehreren Stunden Papier wälzen und tippen, dann die erbärmliche Erkenntnis:

    Ich war ein Depp dieses Ding abzuschließen und nochmals ein Depp es nicht gleich zu hinterfragen, als ich das erste Mal hier im Blog darüber gelesen hatte!

    Hier für alle der schamhafte Beweis, mein Riestervertrag Stand 28.02.2021:

    Gezahlte Beiträge: 11.110 €
    Erhaltene Zulagen: 954,16 €
    Erträge aus Überschussbeteiligung: +183,49
    Wertentwicklung Fonds: +235,92 €
    Abschluss- u. Vertriebskosten: -2290,96
    Verwaltungskosten: -1467,16 €

    Zwischensumme: 8725,45 €

    Altersvorsorgevermögen in Fonds, aktuell: 7367,90 €

    Diese VerUNsicherung hat mir seit 2012 fast 3758,12 € Gebühren abgezockt!!! Und das schreiben sie auch ganz offen und dreist in die Jahresabrechnungen, man muss sich nur die Arbeit machen und die Zahlen aller Abrechnungen aufsummieren.

    Der zweite Hammer ist der Wert meines Altersvorsorgevermögens! Zieht man einen Strich unter alle Einzahlungen mit Wertentwicklungen und berücksichtigt man alle Abgänge, dann sollte da eigentlich 8725,45 € Fondsvermögen stehen. Laut Abrechnung sind es allerdings nur 7367,90 €, d.h. bei der Fondsgesellschaft sind nochmal 1357,55 € für Ausgabeaufschläge usw. flöten gegangen!

    Mein Gesicht sprach Bände nachdem ich nochmal alle Kalkulationen gecheckt hatte. Was für ein unglaublicher Aha-Effekt!!!
    Habe heute die Einzahlungen sofort gestoppt. Ob ich den Vertrag auflöse, möchte ich entscheiden, wenn ich weiß welche weiteren Nachteile damit auf mich zukommen. Evtl. hat ja jemand hier schon Erfahrung und kann mir sagen, was für Kosten und Abzüge da noch auf mich zukommen würden. Bin dankbar für jeden Hinweis!

    Für alle, die dies lesen und überlegen einen Riestervertrag abzuschließen:
    BITTE ABSOLUTE VORSICHT!!! SETZT EUCH INTENSIV DAMIT AUSEINANDER!!!
    Es kann ja evtl. in Ausnahmefällen für einen ganz kleinen Anlegerkreis lohnenswert sein, für mich war es das auf jede Fall nicht.

    Und diejenigen, die – wie ich – einen laufenden Vertrag haben und überlegen diesen stillzulegen:
    BEFASST EUCH JETZT GLEICH MIT DEM THEMA!
    Macht nicht den selben Fehler wie ich und schiebt die Entscheidung vor euch her. Das hat richtig Geld gekostet!

    Ich hoffe durch die Offenlegung meiner Zahlen jemanden vor einem kostspieligen Fehler bewahren zu können. Das würde mein Gewissen etwas beruhigen: Weniger Guthaben auf meinem AV-Konto, dafür etwas mehr auf meinem Karmakonto. 😀

    Liebe Grüße rundum und bleibt alle gesund!

    PS: Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit dieser Zahlen und Berechnungen. Ich habe sie nach bestem Wissen und Gewissen zusammengesucht und berechnet, schließe Fehler allerdings nicht aus. Meine Intension war auch nicht, alles auf Heller und Pfennig genau auszurechnen, sondern sollten mir diese Zahlen die Augen öffnen. Und das habe sie getan! 🙂

    1. Moin Meeko,

      hier :
      http://www.finanzen-erklaert.de/pimp-my-riester-rente/
      und hier:
      http://www.finanzen-erklaert.de/panikverkaeufe-waehrend-corona-ist-die-riester-rente-endgueltig-gescheitert/
      schreiben in den Kommentaren (und dort verlinkten weiteren Seiten) Menschen, wie es mit dem Aufloesen/Kuendigen ihrer Riester-Vertraege ablief.

      Du scheinst ein teures Fonds-Produkt zu haben und vermutlich dauert es bei dir noch mehr als 15J bis zur Rente? Da ist es fuer die psych. Hygiene am besten den Vertrag zu kuendigen und aufzuloesen (nicht nur freizustellen), sonst regst du dich jedes Jahr erneut auf, wenn du Post von denen bekommst?! (Ende mit Schrecken, statt Schrecken ohne Ende)

      LG Joerg

      1. “Psychische Hygiene” – beim Blackwaterblog lernt man immer was dazu. Durch die Artikel oder durch die Kommentatoren. Herzlichen Dank!

        @meeko Danke für die Gesundheitswünsche. Gesundheit ist gegeben, der Lockdown macht mir Kopfzerbrechen. Aber nochmals Danke!

    2. @Meeko:
      Sehr gut, dass Du selbst aktiv geworden bist!

      Hast Du bei der Berechnung auch den Steuervorteil erfasst? (Falls bei Dir zutreffend, nicht bei jedem.)

      Bitte bedenke, dass nicht der gesamte Sparanteil in Fonds fließen kann, weil der Versicherer ja eine Beitragsgarantie zum Rentenbeginn abgeben muss. Steht irgendwo der Gesamtwert Deines Vertrags?

      Ein Riestervertrag kann sich nur dann lohnen, wenn man sich um die staatlichen Zulagen kümmert. Dies scheint hier nicht der Fall gewesen zu sein. Ohne die staatlichen Zulagen ist eine andere Sparform definitiv günstiger, denn Riester ist sehr aufwändig zu verwalten (jährliche Zulagenanträge, monatliche Möglichkeit, die Beiträge zu ändern, Rückforderungen der Zulagenstelle, usw.).

    3. “Evtl. hat ja jemand hier schon Erfahrung und kann mir sagen, was für Kosten und Abzüge da noch auf mich zukommen würden. Bin dankbar für jeden Hinweis!”

      Ich kann Dir nur empfehlen: weg damit und das ziemlich zügig. Sie Zulagen sind vollständig zurückzuzahlen und auch der Steuervorteil wird vom Finanzamt zurückgefordert. Wenn Du das Ding ruhen lässt, laufen die Kosten teilweise häufig weiter und reduzieren damit das verbliebene Kapital.

      Bei meiner Frau war das Problem ähnlich gelagert, selbst bei deutlich höherer “Förderquote” hatte sie ein ähnlich schlechtes Ergebnis. Hohe Kosten kaum Erträge… Unabhängig von Rendite und Kosten ist die Besteuerung der Riester-Rente in Zukunft vollkommen unklar
      Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Hinterher fühlt man sich deutlich besser!!!

  7. Ein paar Dinge gibt es zu bedenken, ansonsten wie gewohnt ein guter Artikel. Irgendwo muss ich wohnen. Wenn ich Miete zahle, bleibt für Investitionen nicht viel übrig. Klar ich kann zehn Jahre in einem Loch wohnen und das ein gesparte Geld investieren, aber schön ist anders Lebensqualität muss auch sein. Das Problem ist doch, dass zu groß gekauft wird. Ich habe damals nur eine Wohnung gekauft in zehn Jahren bezahlt und kaufe jetzt von der gesparten Miete kleine hässliche Löcher. Wenn ich mit Miete gestartet wäre, hätte ich bis heute nicht das Geld für eine zusätzliche Mietwohnung zusammen. Am Ende hat das letzte Hemd keine Taschen. Ein Punkt der von den Bubi-Geld-Blogs gerne übersehen wird ABER bei Blackwater.live sehr präsent herausgearbeitet wird. Daher für diesen Blog meine 5 Sterne. Über einen extra Immobilien Artikel würde ich mich freuen.

    PS: Meine Email/Name bitte nicht veröffentlichen!

  8. Totaler Blödsinn, kapier ich nicht. Die Mieter machen nur die Vermieter reich. Wenn ich miete habe ich am Ende genau….. NICHTS. Dann lieber was besitzen. Alle Immobilienbesitzer die ich kenne haben mehr Kohle als die Mieter. Also ist euer Artikel Quatsch und andere glauben das noch.

  9. Eine eigene Immobilie macht vielleicht mit einer Familie Sinn. Nicht wegen des Geldes, einfach um den Kindern ein sicheres Heim zu bieten und weil man schon als Familie mit zwei Kindern schwer etwas findet. Mit Kindern muss man sich auch festlegen wegen dem Job und anderen Gegebenheiten. Das ist eine Überlegung die auf dem Bild einer stabilen Familie basiert. Hat man in der Partnerschaft aber einen Griff ins Klo gemacht und ist auf ein A reingefallen (sorry Männerwelt), dann wird die eigene Immobilie schnell zum Albtraum. Wer besitzt, wer zahlt? Ist mir erspart geblieben(eine Erbschaft und der Grund dafür leider nicht 💔), den Fall kenne ich aber sehr oft aus meinem Bekanntenkreis. Vermögend bin ich lieber in Depot und Cash und sonst flexibel. Auf Bindungen steh ich nicht mehr so, ne danke. Meine Töchter sind Bindung genug und das von Herzen. Was ich sagen will, die eigene Immobilie hängt viel mit der Frage Bindung vs Freiheit zusammen.

    1. Tugba das mit den Typen stimmt voll🤬🤬 Aber ist dein Canim gestorben??? Musst nix sagen wenn nicht magst. Ich bin nur, ok ich bin neugierig. Abr nicht negativ jetzt, eher schockiert.

      1. Seda schreib doch mal Martin, er gibt dir meine Email. Ich bin auch auf Discord mit meinem Namen seit ungefähr 10 Minuten, wenn du da auch dabei bist.😉

  10. ich mag euren schönen Blog und weiss ich kann euch vertrauen. Alles was ich schon im direkten Kontakt mit Martin erfahren konnte, war mir eine grosse Hilfe. Und daher ein dickes grosses Megadanke! Gibt es selten heute und dann sind die Infos noch kostenlos. Sobald ich mein erstes richtiges Gehalt bekomme, werde ich es so machen wie es hier erklärt wird. Kontenmodell, Etf, Risikokapitalfx. Ganz liebe Grüße und ein Schööööönes Wochenende eure Janina

  11. Die Argumente pro Mieten kann ich voll nachvollziehen. Die Argumente pro Vermieten so pauschal allerdings nicht.
    Ich habe das Gefühl hier werden Äpfel mit Birnen verglichen, bzw. das Einfamilienhaus auf dem Land mit der Einzimmerwohnung in der Stadt. Wenn es um ein und die selbst Immobilie geht, kann nicht sowohl das Mieten als auch das Vermieten vorteilhaft sein. Es sei denn ein Dritter hätte den Nachteil (der Staat?) Das glaube ich nicht. Sonst würde das Konstrukt mit den zwei Freunden funktionieren.
    Ein großer Teil der pro Mieten Argumente (mieterfreundliches Recht, Mietpreisbremse, Vermieter muss sich um alles kümmern, entkopplung Kaufpreise von Mieten) übersetzen sich doch direkt in Argumente gegen das Vermieten. Steuervorteile als einziges verbleibendes pro Argument finde ich etwas schwach. Da doch lieber Aktien kaufen oder meinet wegen in REITs investieren und sich den Stress mit den Mietern sparen…

    1. Natürlich kann man das aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Ich sehe schon, ich muss doch mal einen extra Artikel darüber schreiben, auch wenn es mir widerstrebt. Dein letzter Satz ist die eigentliche Einstellung des Blogs zu dem Thema. Übrigens hat auch der Gerald Hörhan einiges an Ärger mit Mietern gehabt 🙂

    2. Der Vorteil des Erwerbs von Immobilien zum Vermieten liegt z. B. darin, dass du wenig oder sogar gar kein Eigenkapital investieren musst und damit mehr für andere Anlagen bleibt, während sich die Immobilie im Idealfall selbst abzahlt.

      Ob du selber als Mieter oder Eigentümer besser fährst, hängt stark von deiner Lebensplanung und dem Standort des potenziellen Eigenheims ab.

  12. So ganz leuchtet mir die Aussage “Immobilie vermieten = hui, Immobilie selbst nutzen = pfui” nicht ein.

    Klar ist, dass ein Anleger größere Wahlmöglichkeiten beim Kauf einer Immobilie hat als ein Selbstnutzer und insgesamt rationaler an den Kauf herangehen wird. Wenn wie von ein und derselben Immobilie sprechen, geht die Formel meiner Meinung nach jedoch nicht auf.

    Ein Gedankenexperiment: Nehmen wir an, zwei Freunde kaufen zwei gleichwertige Wohnungen im gleichen Haus. Fahren die beiden besser, wenn jeder in seiner eigenen Wohnung lebt oder sollten sie sich gegenseitig ihre Wohnungen vermieten?

    Wohne ich selbst in meiner Immobile, so habe ich sehr wohl einen Steuervorteil, ich muss nämlich die eingesparte Miete nicht versteuern. Habe ich den Kaufpreis der Immobilie hingegen anderweilig angelegt, so muss ich die Kapitalerträge versteuern, bevor ich meine Miete aus dem bereits versteuerten Einkommen begleichen kann.
    Als Vermieter kann ich alles mögliche von der Steuer absetzen, aber dafür muss ich ja auch die Mieterträge versteuern. Eine Steuerersparnis ergibt sich nur, wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen – aber dann war das Investment kein gutes.

    Mache ich einen Denkfehler oder greift die einfache Formel, dass vemieten immer besser ist als selbst nutzen zu kurz?

    1. Bei Gerald Hörhan wird da Problem/die Lösung ja ganz gut erklärt, auch wenn er nicht der erste Banker mit dem Konzept ist. Und individuelle Fälle können abweichen, das ist klar. (wie eigentlich immer) Wer emotionslos am Immobilienmarkt handelt, ist den Kunden des Emotionsverkaufs immer überlegen. Selbst bei einfachen Fragen wie Kaufzeitpunkt/Kreditaufnahme und Einsatz von EK wird das klar. So denken die meisten Menschen in den letzten 2-5 Jahren und bis heute, dass jetzt der richtige Zeitpunkt zum Kauf einer Immobilie wäre, weil das Geld so billig ist. 🙂

      Aber wenn wir das Beispiel mit den beiden gleichen Wohnungen im Haus nehmen und den beiden Freunden, die jeweils in der Wohnung des anderen wohnen, dann werden diese beiden Freunde über kurz oder lang keine Freunde mehr sein 🙂

      Der Hauptsteuervorteil liegt eindeutig immer bei dem, der in Miete wohnt, aber ein vermietetes Objekt besitzt. Das ergibt sich schon an der (derzeit deutlichen) Abweichung zwischen dem Anstieg der Immobilienpreise vom Verhältnis zu dem Anstieg der Mieten, die bei weitem nicht so stark steigen. (nach vielen Ökonomen die Beginn der Immobilienblase, aber das ist glaube ich jedem inzwischen klar)

      Alle Kosten die ich mit meiner vermieteten Immobilie habe kann ich gegen den Ertrag rechnen. (aber bei weitem nicht alle auf die Miete umlegen, schon gar nicht zeitnah) Damit sorge ich steuerlich wirksam für den Erhalt der Immobilie (und damit auch in den letzten 10 Jahren für die massive Wertsteigerung (Preissteigerung ist das bessere Wort)). So viel Miete kann ich gar nicht einsparen wie ich hier partizipieren kann.

      Wenn ich selbst drin wohne habe ich nur die eingesparte Miete und muss eben den ganzen Aufwand selbst aus dem versteuerten Gehalt zahlen.

      Dazu kommt natürlich die fehlende Flexibilität die ich bei dem selbst genutzten Besitz habe.(Umzug wegen Job etc.) und die Tatsache mit den Rechten.(die Freunde bleiben bei voller Ausschöpfung der Möglichkeiten keine Freunde 🙂 ) Aber das ist ein Thema für sich.

      Entweder werde ich dazu mal einen extra Artikel selbst schreiben, oder ich verlinke mal die Vorgehensweisen von Typen wie Hörhan. Man findet die Quellen aber auch so recht schnell. In der eigenen Immobilie in Deutschland zu wohnen ist einfach Luxus und kann natürlich emotional bedingt sehr schön sein. Daher ist das Thema auch ein “heisses Eisen.”

      PS:

      (Weil ich gerade lese, dass es weiter unten geschrieben wurde: Ja, ich bin ein Freund des Auto-Leasings. Und zwar Kurzläufer als Werksauto (perfekt) oder wenn das nicht geht, dann einen Jahreswagen leasen. Leasing ist flexibler als Kredit, weil ich die Karre zum fahren brauche und nicht besitzen will und schnell aus den Verträgen rauskomme. Etwas zu besitzen, was im Wert definitiv und ohne Absicherung stark fällt und Kreditzinsen darauf zu zahlen, finde ich nicht sinnvoll)

      1. Das Schicksal der “guten” und gewissenlosen Banker: Leuten Sachen verkaufen, die man selbst nie machen würde. Aber das ist die Minderheit. Die meisten Banker sind auf ihre eigenen Aussagen irgendwann reingefallen. Nennen wir es Selbstsuggestion. Die Gesellschaft funktioniert doch nur wegen der vielen Wunschvorstellungen. Ohne den ganzen Konsum würde alles zusammen brechen. Wie das anders funktionieren sollte, ich wüsste es nicht.

    2. Der Hörhan schreibt, dass es sich vor allem dann lohnt, wenn es eine Bude ist, in der man viel renovieren kann/muss. Thema Miete/Kaufpreis, kleine Buden. Vielleicht erklärt das den Kommentar weiter unter , hehehe.

      Das habe ich vorher so auch noch nie gehört-gelesen. Sehr geil! Danke mal für den Hinweis Black.

      1. Ja, das leuchtet ein. Das sollte in einem Artikel, der sich an Einsteiger richtet, dann aber auch klar heraus gestellt werden. Sicher kann man mit Immobilien Geld verdienen, das ist aber riskanter und benötigt mehr Expertise und Aufwand als einfach einen ETF zu besparen. Die Handwerker wollen ja auch koordiniert werden. Nicht zu vergessen die hohen Transaktionskosten bei Immobilien.

      2. Hallo Freya, mein ganzer Blog ist NICHT pro Immobilien. Der Artikel sagt aus, wenn Immobilien dann bedenke mal folgende Idee. Immobilien sind keine Altersvorsorge und schon gar nicht die Basis dafür. Die Basis ist das Welt-Depot. An dem Tag, an dem ich pro-Immobilien schreibe, wird meine Oma aus dem Grab auferstehen. 🙂

  13. Hallo ich wollte nur kurz mal sagen, die Empfehlungsseite finde ich sehr gut. Gut ausgewählte Seiten und Links. Danach wollte ich schon mal fragen, aber du warst schneller. Die Finanzsachen, ich bin trotzdem noch überfordert🙈🙈 Aber ich mache eines nach dem anderen und frage dich dann wenn ich nicht weiter komme. Bei der Immobilie ist es für eine Familie schon gut eine eigene zu haben. Und viele Freunde die helfen können zu bauen oder renovieren. Dann spart man. Muss keine Firma machen. Altes Haus finden und alles auf neu machen.

    1. “Und viele Freunde die helfen können zu bauen oder renovieren. Dann spart man. Muss keine Firma machen.”

      Das hört sich ganz stark nach “unter der Hand” und damit nach Steuerhinterziehung an. Etwas, was ich schon länger mit Argwohn beobachte. Alte Häuser werden billig gekauft und dann Arbeitsstunde gegen Arbeitsstunde am Fiskus und den Sozialkassen vorbei aufgemöbelt. Natürlich kostet das deutlich weniger, ist aber ein Verbrechen.

      1. Sofern die Freunde und Familienmitglieder dir kein Geld dafür berechnen, ist das absolut legal und auf dem Land gang und gäbe. Abgesehen davon wird im Baubereich natürlich auch sehr viel Schwarzarbeit betrieben, aber man muss da schon differenzieren.

  14. Wenn du jetzt noch einen Artikel gegen Autobesitz und pro-Leasing schreibst, wirst du zu Feind der Mehrheitsgesellschaft😂

  15. Aus meiner Sicht: Bin 60+ und seit kurzer Zeit in Rente (also ein hier eher seltener anzutreffendes Exemplar).

    Hatte mich damals für einen Riester Banksparplan (empfehlung von “Finanztest”!) entschieden und habe schon relativ bald gemerkt, dass dies wohl eher eine “suboptimale” Entscheidung war. Jetzt in der Rentenphase (nachgelagerte Besteuerung) tritt der Schwachsinn so richtig zu Tage. Tröstlich für mich: Habe bei meiner Altersvorsorge ansonsten auf die Aktienmärkte (weltweit diversifiziert und seit es ETF`s gibt auch kostengünstig, durch Sparpläne) gesetzt.

    Was habe ich daraus gelernt? Alle mit dem “Köder” Steuersparen beworbenen Anlagenformen sollten den Alarmsensor im Gehirn sofort und nachdrücklich aktivieren! Wären die (Riester)-Anlagen wirklich überzeugend (im Sinne von renditestark und nachhaltig und damit für die Altersvorsorge geeignet), bräuchte es keinen Anreiz, der zudem später in der Auszahlungsphase wieder “kassiert” wird. Es ist wie dem Esel, den man an einer Angel die Möhre hinhält, hinter der er dann brav hinterhertrabt. Noch heute schäme ich mich dafür, in diese Falle getappt zu sein!

    Zum hier besprochenen Fall: Ja, das was Martin vorschlägt, den Riesterbeitrag die Sparrate für den schon bestehenden “Vanguard All World”, einzubauen und entsprechend aufzustocken, ist vernünftig und zielführend.
    Für einen 36-jährigen ist ein Sparplan in den Vanguard All World in meinen Augen eine eher risikoarme Anlage im Hinblick auf den Aufbau einer Altersvorsorge. Der Anlager TIM) sollte sich eher überlegen, wie er diesen Betrag noch weiter aufstocken kann (Nebenjob, …). Ich halte auch nichts davon im Hinblick auf die Altersvorsorge einen weiteren ETF hinzuzunehmen, denn der vorgeschlagene ETF (bzw. ein vergleichbarer) erfüllt bereits alle Kriterien.

    Abschließend an alle Jüngeren: Steuersparend, staatlich empfohlen, … und ähnliche Attribute sollten Sie eher zur Vorsicht anhalten.
    Selber denken und sich in Fragen der “Finanzbildung” weiterentwickeln/fortbilden sind wirksame Alternativen, um sich den Interessen von Finanzindustrie und Staat entgegenzustellen.

    In diesem Sinne Liebe Grüße vom Oldie!

  16. Ich habe meinen Riester-Vertag gekündigt, als ich festgestellt habe, dass ich für 7000€ Einzahlungssumme sage und schreibe 1500€ Bankgebühren gezahlt habe. Politik und Versicherungen/Banken sind wie Zwillinge, die sich über die Ausbeutung der Dummen freuen.

    1. Yo, bei Riester müssen Sie in der Regel sowieso erst 90 Jahre alt werden um ins Plus zu kommen. Das kann ein 14-jähriger ausrechnen. M.E. noch schlimmer ist nur noch Wohnriester. Für etwas Steuern zahlen, das man schon “ausgegeben” hat, möglicherweise sogar schon abgewohnt hat.

      Aber wohin man blickt diese Müllkonstrukte: Stichwort Direktversicherung. (Hoffe es ist ok obwohl off-topic) 1) Wette auf zukünftig sinkende Sozialabgaben (die werden später bei Auszahlung fällig) 2) Weniger gesetzliche Rente, weil die Direktversicherung vom Brutto gerechnet wird und damit der Beitrag in die gesetzliche Rente geringer ausfällt 3) Wette auf zukünftig sinkende Steuern, weil die Steuern nachgelagert anfallen(wie bei Riester)- mit dem dann in Zukunft gültigen Steuersatz 4) Wette auf steigende Zinsen, weil der aktuelle Zinssatz nicht einmal im Ansatz reicht, um die “Überschüsse” der Direktversicherung zu erwirtschaften. Aber: Es haben ja manche keine klassische LV sondern eine Fondspolice als Direktversicherung. hahahaha. Dazu wurde hier schon genug anderweitig erklärt.

      1. Also ich weiss nicht ob ich da lachen könnte oder eher weinen soll, obwohl ich kein Kind von Traurigkeit bin. Aber kann es sein @Mr.Black und an alle, dass Deutschland ein einziger Abzockstaat ist? Wenn es nicht Steuern und dieses sadistische Besserwissertum ist, so von oben runter, dann wird man von den Banken reingelegt. Oder blicken die nicht was die verkaufen?

      2. Wohnriester ist eine gefährliche Falle, da stimme ich zu.

        Direktversicherung kann ich nicht so sehen wie Du, Kohlgemüse.
        1) Auf die gesetzliche Rente muss je nach Verdienst auch Krankenversicherung gezahlt werden, warum ist das bei der Direktversicherung schlimmer? 1b) Der Arbeitgeber muss, wenn er Sozialabgaben einspart, einen Zuschuss zahlen – das wiegt doch den Nachteil schon wieder auf.
        2) Statt in das Fass ohne Boden (aka gesetzliche Rentenversicherung) einzuzahlen und nur 50 € Nettolohn privat in ETF anzulegen (Erträge steuerpflichtig und ggf. auch krankenversicherungspflichtig im Alter) kann der Arbeitnehmer 50 € Nettolohn plus 50 € ersparte Steuern/Sozialabgaben plus noch einen Arbeitgeberzuschuss von 15 € anlegen, bspw. in eine fondsgebundene Direktversicherung. Dann hat er erst mal Steuerstundung, ein Zinseszinseffekt. Da zahlt er dann später Kranken-/Pflegeversicherung (weniger als in der Verdienstphase, da ohne Beitrag Rentenversicherung) von einer erheblich größeren Rente. Also ich weiß, was mir lieber wäre.

        Die Erfahrung zeigt doch, dass mit Verträgen, bei denen “Zwangssparen” betrieben wird, Vermögen aufgebaut werden kann. Die freien Anlagen hören sich klasse an und es mag ein paar disziplinierte Leser hier geben, die das in allen Wechselfällen des Lebens durchhalten. Die Masse der Deutschen schafft es nicht. Nicht umsonst kann man sich heutzutage seine Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mehr auszahlen lassen.

        Ich verstehe es nicht, wenn Direktversicherung oder Riester lächerlich gemacht werden und durch die Bank pauschal für ALLE als “viel zu teuer und bringt nix” abgeurteilt werden. Es kommt immer darauf an. Keine Situation ist wie die andere. (Beispiel: Wenn meine Schwägerin in ihren Riester nur 5 € einzahlt und ansonsten Kinderzulagen kassiert, dann ist das für sie ein extrem gut investiertes Kapital. Soviel *garantierte* Verzinsung schaffst Du mit keinem anderen Sparprodukt. Wenn jemand Grundsicherung beantragen muss, wird er froh sein, dass sein Riestervertrag nicht nur nicht angetastet wird, sondern sogar weiter bespart werden kann.)

        Ich wünsche mir schon seit über 30 Jahren, dass in den Schulen zumindest ein bisschen finanzielle Bildung stattfände. Ich kann Integralrechnen, aber kaufmännische Grundlagen habe ich erst in der Ausbildung gelernt. Und wenn ich so Kunden erlebe, dann haben die halt in ihrem Leben nicht mal gelernt, wie man die Mehrwertsteuer richtig ausrechnet. Geschweige denn Vorsorge/Steuern/Sozialversicherung/Risikoabsicherung etc.pp

      3. Auf den Ertrag aus meinen privaten Anlagen muss ich keine Sozialversicherung zahlen und der Ertrag unterliegt auch nicht 100%ig der Steuerpflicht. Das meine ich damit. Das mit dem Zwangssparen ist “leider” ein Argument für weite Teile der Bevölkerung, da stimme ich dir zu.

        Was das Beispiel der Schwägerin angeht: Das kann sie sich sparen wenn sie wohl eh in die Grundsicherung fällt. Das Riesterguthaben wird darauf angerechnet, also macht es erst gar keinen Sinn einen zu machen. Deswegen sind diese Mini Riester sinnlos, dazu gibt es viele Artikel im www. Und Riesterverträge sind nun einmal meist extrem teuer. Und auch bei einer Direktversicherung muss man sich die Police ganz genau anschauen. Im Gegensatz zu Riester, kommt man nicht mehr an sein Geld bis zur Rente,..

        Es gibt definitiv viel zu wenig bildende Massnahmen für die Allgemeinbevölkerung, absolut richtig.

      4. @Kohlgemüse:
        “Auf den Ertrag aus meinen privaten Anlagen muss ich keine Sozialversicherung zahlen”

        Du musst darauf keine Krankenversicherung zahlen, wenn Du über weite Teile Deines Arbeitslebens gesetzlich versichert warst UND eine gesetzliche Rente beziehst (dann nämlich KvdR) – oder sowieso privat krankenversichert bist.
        Wer bspw. gesetzlich krankenversichert war, aber keine gesetzlichen Rentenansprüche hat (Selbständige bspw.), zahlt auf alle Einkünfte, auch Mieteinnahmen und Kapitalerträge, Krankenversicherung. (https://frugalisten.de/krankenversichert-als-privatier/).
        Ich hatte das falsch formuliert, jetzt richtiggestellt.

        (Die Schwägerin wird nicht von Grundsicherung leben müssen, zum Glück. Es sollten zwei unabhängige Beispiele sein.)

  17. Ich finde euren Blog so klar und informativ, das sollte Pflichtstoff in der Schule/Uni sein. Damit sich weniger Leute verschulden und finanziell ins Unglück stürzen. Wie wäre es wenn ihr ein Buch schreiben würdet? Oder macht das aus eurer Sicht keinen Sinn? Mit eurem Impact müsste da doch was draus werden.

    1. Im Artikel schreibt ihr Zitat: Außerdem schreibst Du Dir auch alle Schulden und alles Guthaben auf. Zuerst musst Du alle Schulden abbauen, die “ungedeckt” sind,… Zitat Ende.
      Meine Frage ist in diesem Zusammenhang ungedeckt näher zu erläutern ?
      Sind Konsumentenkredite gemeint etc.
      Danke

      1. Ja, das ist damit gemeint. Ich habe ungedeckt geschrieben, man könnte auch sagen ungesichert oder ohne Gegenwert, wobei “Gegenwert” so eine Definitionssache ist. Natürlich braucht man nicht erst anfangen das Welt Depot aufzubauen, wenn man alle Schulden los hat. Kredite wie Baufinanzierungen, Investitionskredite oder Unternehmenskredite sind gesondert zu sehen.

      2. Konsumentenkredite sind stets zu erst ab zu bauen. Im Nachgang gilt es auch zu hinterfragen, warum man solche hatte. Das ist das wirkliche Gift beim Vermögensaufbau. Man verkonsumiert zukünftige Arbeitskraft und damit Leben.

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