“Sei die Heldin deines Lebens, nicht das Opfer.”
Nora Ephron (Schriftstellerin)

Finanzen für Frauen ist ein klassisches Marketingthema in der Finanzindustrie geworden. Es ist griffig und wer es besetzt spricht eine riesige Zielgruppe an die zwar statistisch einkommensschwächer ist, aber dafür selbst sich zu wenig mit dem Thema Geld beschäftigt.

Eines sei gleich vorweg gesagt: Die Position des Autors ist, dass Finanzen für Frauen ein reines Marketingthema ist. Und wie es so mit Marketing ist, es ist eben viel heisse Luft. Der Autor denkt weder, dass Frauen weniger intelligent sind und irgendwelche Gaga-Ansprachen auf infantilen 3-Sätze Niveau brauchen, noch dass Frauen weniger Ahnung von Finanzen haben müssen als Männer, weil sie angeblich weniger begabt für Mathematik wären.

Was bei Frauen aber zutreffend ist, ist die Tatsache, dass sie eine andere Erwerbsbiographie haben und auch die gesellschaftliche Rolle für die Mehrheit von ihnen eine andere ist, als die von Männern. Auch in der westlichen Welt und auch im Jahr 2021. Das wird kaum jemand bestreiten wollen. Und nach wie vor verlassen sich viele Frauen darauf, dass ihr Lebenspartner die Finanzen regelt und für sie vorsorgt. Da aber Studien zeigen, dass große Teile der Bevölkerung immer noch nicht erkannt haben, dass sie privat finanziell vorsorgen müssen stellt sich die Frage, wie es dann um die Frauen bestellt ist?

Eine rein feministische Position drängt Frauen meistens dazu so zu werden wie Männer mit der Folge, dass weibliche Stärken und die schönen Seiten von Frauen verloren gehen. Teilweise führt das sogar so weit, dass selbstbestimmtes Leben von Frauen dann doch wieder zu einer Opferrolle führt, weil manche dieser Lebensmodelle Frauen zur Ware machen. Das ist ein Paradoxon der westlichen Welt.

Die Lösung – zumindest für das Thema Finanzen für Frauen – besteht nicht darin einen Geschlechterkampf vom Zaun zu brechen. Und sie besteht auch nicht darin, auf die heisse Luft des Finanzvertriebs und all derer reinzufallen, die sich das Thema teuer vergüten lassen. Die Lösung besteht eigentlich nur aus wenigen kleinen Schritten, die wirklich jede Frau umsetzen kann. Ganz ohne riesigen Aufwand und ohne Unmengen an Geld für sinnlose Coaching’s und Seminare auszugeben zu müssen.

Dieser Artikel soll Dich liebe Leserin dazu ermutigen einfach das zu tun, was bei diesen ganzen Heissluftseminaren und Coaching’s, Veranstaltungen und Meetings eh am Ende heraus kommt. Das spart Dir Zeit für schönere Dinge im Leben. Und das Beste: Es kostet nichts. Einverstanden? Dann lies weiter.

Lö·sung

Substantiv, feminin [die]

  1. 1a. das Lösen (3a), Bewältigen einer [schwierigen] Aufgabe “eine Lösung des Problems versuchen”
  2. 1b. Auflösung; Ergebnis des Nachdenkens darüber, wie etwas Schwieriges zu bewältigen ist “das ist des Rätsels Lösung”

Wusstest Du, dass die Lösung feminin ist? Das ist doch schon mal ein guter Anfang.

Beim Thema Geld geht es schlussendlich natürlich um eine Lösung und die ist relativ simpel und heisst ganz unspektakulär: Vermögensaufbau.

Wenn Dir jetzt die ganzen Begriffe wie Riester, Rürup, Steuern, Freistellungsauftrag, Fonds, Lebensversicherungen, Index-Renten, Fonds-Policen, BAV und mehr durch den Kopf schwirren, dann hat der Finanzvertrieb schon ganze Arbeit geleistet. Denn:

Das Thema wird wie bei dem Thema Finanzen für Frauen von vielen besetzt, die es kompliziert aussehen lassen wollen, damit man dann für teures Geld das ganze außen herum verkaufen kann. Man ist Brandstifter und Feuerwehr in einem. Das ist ein alter Trick der Finanzindustrie wie Banken und Versicherungen, der aber von der neuen Finanzindustrie im Internet inzwischen gerne übernommen wurde. Denn von Affiliate alleine kann man immer schlechter leben. Aber auch nicht so schlecht, dass nur die Webseite gerade so davon bezahlt wird, wie es gerne suggeriert wird. Das Thema Vermögensaufbau so kompliziert aufzubauschen, dass man damit Seminare verkaufen kann, wird nach wie vor von Dilbert Comics am besten beschrieben. Schaut mal:

Dilbert.com Lizenz Blackwater Ltd.

Ein spannendes Seminar, bei dem man letztlich erfährt, dass man nur 100 USD zu 5% Zinsen für 190 Jahre anlegen muss, um eine Million Euro zu haben.

So krass wie das eigentlich klingt, so viel anders ist es heute nicht. Nur kommt dann eben der ETF Sparplan heraus. Oder zwei. Und beim alten Bankvertrieb die Fondspolice oder der Riester. Tolles Spezialseminar für Frauen. Der Sekt, den es bei Banken früher dabei immer gab, war übrigens meistens billiger Fusel.

Aber ich hatte ja geschrieben, das dieser Absatz Lösung heisst. Also wer direkt die Lösung will, macht eine Haushaltsrechnung und nutzt dabei das 3-Konten-Modell wie das Tugba gemacht hat. Und was investiert werden kann, wird investiert. In einen ETF, der am besten die ganze Welt abdeckt wie den Vanguard All-Word. Die ganze Finanzblogwelt und die passiven Anleger sind sich einig, dass es im 30 Jahres Schnitt 6% im Jahr Rendite gibt. Also nutzt man einen einfachen Rendite Rechner und sieht was bei einem selbst dann da heraus kommt. (HIER)

Die 6% Jahresrendite im Schnitt ist in jedem Fall bis jetzt korrekt, wenn man sich die weltweiten Aktienmärkte zusammen genommen anschaut. Natürlich gibt es Schwankungen zwischendurch und sogar massive Einbrüche. Aber langfristig treibt die Liquidität die Märkte weiter, was die Basis für die tausenden ETF Blogs und die finanziell frei mit 50/50/60 Blogs ist. Das ist keine Raketenwissenschaft und man kann und sollte da auf jeden Fall dabei sein.

Anbei ein Beispiel: 40 Jahre Spardauer, 200,00 Euro im Monat, die übliche 6% im Jahr im Durchschnitt Annahme:

Was einen hier zu 363.271,00 Euro an Vermögen bringt ist nicht das Heissluft Seminar, nicht das “Tschaka-Tschaka Du schaffst es”, sondern der Zinseszinseffekt und die Zeit. Dieser Effekt wird von den meisten Menschen leider nicht wirklich verstanden, zumindest aber massiv unterschätzt. Übrigens auch im negativen Bereich, daher auch die ungehemmte Kreditaufnahme vieler Bürger, als wenn es kein morgen gäbe. Ich verrate euch ein Geheimnis: Meistens gibt es dann doch ein morgen und dann wird das Erleben zur finanziellen Katastrophe.

Frauen und Geld

“Die Frauen können wählen, und das ist es, was sie den Männern so unendlich überlegen macht: Jede von ihnen hat die Wahl zwischen der Lebensform eines Mannes und der eines dummen, parasitären Luxusgeschöpfes – und so gut wie jede wählt für sich die zweite Möglichkeit. Der Mann hat diese Wahl nicht.”

– Esther Vilar

Esther Vilar hat es wohl sehr treffend formuliert, was der Vorteil einer Frau gegenüber einem Mann ist und ohne Zweifel beschreibt dies die Realität der meisten Frauen in der meisten Zeit der Menschheitsgeschichte. Jedes Geschichtsbuch zeigt das ganz deutlich.

Im Jahr 2021 muss dieser Zustand in Teilen der Welt nicht anhalten. Frauen können selbst Geld verdienen, Angestellte und Unternehmerinnen sein, vermögend werden. Ungleich sind die Chancen immer noch und eine Frau muss in den meisten Fällen ungleich mehr leisten, um Gleiches zu erreichen wie ein Mann. Aber das ist ein anderes Thema. Die Frage ist immer die: Was tue ich mit den Chancen, die ich habe?

Ganz konkret moniert wird ja in der Finanzplanung für Frauen, dass diese sich auf ihren Mann/Lebenspartner/Freund verlassen und selbst beim Thema Geld passiv bleiben. Und da viele Frauen Kinder bekommen und/oder nur Teilzeit arbeiten oder in Mini-Jobs, ist die Versorgungslücke bei der Rente noch größer als bei Männern. Das ist leider eine Tatsache. Nur ist es natürlich nicht grundsätzlich falsch, wenn man sich auf andere Menschen verlässt. Erst recht auf seinen Partner. Wenn man das in Frage stellt (genau das machen Femen-Blogs), dann kann man sich auch gleich fragen, warum man einen Partner hat und was menschliche Bindungen überhaupt wert sind. Das wäre eine Welt, in der die wenigsten Frauen leben wollten.

Frau kann in einer Welt ohne jegliches Vertrauen leben und sich als Kurzhaarschnitt- Guerillia durch die Betonwüste der Stadtbüros mit Messer zwischen den Zähnen kämpfen. Man kann sogar so hart Sport treiben und seine Kampfkraft stählen, dass die eigene Regel ausbleibt, so haben es Studien gezeigt. Aber vielleicht ist das Leben doch etwas komplexer, als es ideologische Ansichten es vermitteln wollen. Und vor allem schöner. Denn Menschen verlassen sich auf andere Menschen, gehen Bindungen ein, weil sie vertrauen und lieben und eben keine Kampfroboter einer längst vergangenen und gescheiterten Ideologie sind.

Daher ist das Thema Finanzen für Frauen eben kein Grabenkampf. Es ist derzeit maximal ein Marketingthema, welches ausgeschlachtet wird. Von der abgebrühten Finanzindustrie, die Moral als Fremdwort im Wörterbuch suchen muss, aber leider auch von anderen Frauen, die durch das feminine “Außenrum” anderen Frauen Wohlfühlen vermitteln, sie aber eiskalt zu Schlachtbank führen und sich für ein Ergebnis welches man kostenlos haben kann, zig tausende Euro an Provisionen oder Seminargebühren zahlen lassen. Wie nett. Gute Freundin.

Finanzen für Frauen: 6 Tipps für Frauen

Das einzige Eingeständnis an den Marketingkäse von Female Finance den ich heute mache, ist die rosa Überschrift und die übliche X-Tipps für Y Masche. Das muss genügen. 🙂

Wenn ich als Ex-Banker gefragt werde, was sind 6 Tipps für Frauen im Bereich Finanzen, dann würde ich als erstes fragen, wieso 6 Tipps? Klingen 10 nicht besser? Oder nur 3? Aber da sich in letzter Zeit wieder 6 Tipps im Netz durchgesetzt haben, also nun 6 Tipps. Ich teile sie in 3 zu 3 auf. 3 reine Finanzthemen, 3 Themen die deutlich mehr Tragweite haben und die Finanzthemen torpedieren, wenn sie nicht geklärt sind. Das ist nicht ganz so einfach wie bunte Instagram Bildchen, aber ich glaube daran, dass Frauen mehr können und brauchen.

  1. Finanzen mit dem 3-Konten-Modell aufräumen.
  2. Welt-Depot umsetzen und den Sparplan auf Autopilot stellen.
  3. Überlegen welche persönlichen Fähigkeiten ich digitalisieren und verkaufen kann.
  1. Welche meiner Wünsche sind wirklich meine Wünsche, und welche sind Sozialisierung. (Haus, Kind, Mann etc.)
  2. Wo will ich sterben und wie wird mein Leben in 30/40 Jahren aussehen.
  3. Was ist mir von diesen vier Punkten der Wichtigste: Sicherheit, Freiheit, Geld, Liebe?

Finanzplanung geht eigentlich nicht ohne Lebensplanung und daher bringe ich in viele Artikel auf dieser Seite auch immer wieder die entsprechende Tiefe rein. Praktisch sind die ersten drei genannten Punkte die, die umzusetzen sind. Dafür braucht es keine teuren Seminare und Coaching’s. Für die viel wichtigeren Fragen, erfordert es schon mehr, aber sicher keine Tschaka-Taschaka Veranstaltungen. Aus meiner Sicht eher eine tiefe Auseinandersetzung mit Dir selbst. Dem wichtigsten Menschen den Du kennst. Und dazu ist weniger Lautstärke durch Dritte nötig, sondern Zeit für Dich mit Dir.

Dafür solltest Du Dir Ruhe gönnen, vielleicht eine Weltreise, die auch immer eine Reise zu Dir selbst sein wird – wenn Dein Handy aus ist. Aber alles das ist günstiger wie die Marketing-Lösungen im Internet.

Finanzen für Frauen


Ist es nicht absurd anzunehmen, dass die junge Frau rechts eine extra Erklärung für Finanzen braucht, bunte Bildchen mit Schlagwörtern, Frauen ETFs und Seminare, wie wenn sie auf einer Sonderschule war, während der Mann auf dem kleinen Bild sozusagen per Geburt zum erfolgreichen Anleger und Investor wird?

Und ist es nicht absurd anzunehmen, sie müsste maskuliner werden um besser Geld anlegen zu können? Dem Markt ist das Geschlecht egal.

Mancher fühlt sich wie der King durch die “Gnade” der männlichen Geburt. Und sobald die Vermögen 6-stellig werden, glauben manche an die eigene Unsterblichkeit. Das Ende ist bislang aber immer das Gleiche.


Können Frauen Finanzen?

Es gibt Studien die aussagen, dass Frauen die sozialeren Wesen sind. Und ich könnte mir verstellen, dass das in vielen Fällen stimmt. Vermittelnd, auf Balance achtend und auch auf die Gefühle anderer, das sind Attribute, die oft Frauen zugeschrieben werden. Und das ist auch absolut gut so, denn niemand will im dauernden emotionalen Kriegszustand mit seiner ganzen Umgebung leben. Auch kein Mann braucht das Gefühl jeden Tag um Revier und Fleisch kämpfen zu müssen, als wäre er in der Steinzeit. Die Erde ist inzwischen auch zu klein für solches Verhalten geworden, die Zukunft wird von Kooperationen und Teilhabe bestimmt, sonst gibt es keine, für niemanden.

Der Nachteil von sozial vermittelnden Eigenschaften und angleichen an andere ist der, dass man Dinge mitmacht, die man eigentlich ablehnt. Oder man wird in ein Rollenbild gepresst, was man entweder gar nicht erfüllt oder nur teilweise. Es ist ein alter sozialpsychologischer Grundsatz, dass Menschen so werden, wie es das Umfeld von ihnen erwartet. (Klaus-Jonas, Springer, Bücherecke) Das kann zu schweren Konflikten mit sich selbst führen. Daher sollte man immer darauf achten, wie sich das eigene Umfeld zusammen setzt und sich nicht zu sehr davon bevormunden lassen. Das gilt in dem Fall für die Männer im Umfeld, aber auch für die Frauen. Vielleicht sind es nicht immer nur Männer die einer Frau signalisieren, dass Finanzen kein Frauenthema sind, sondern auch Frauen, die dieses Bild durch ihr Verhalten in der “Herde” einzementieren.

Um sich mit Finanzen auseinander zu setzen muss eine Frau nicht weniger weiblich sein, keine Krawatte tragen, die Haare abschneiden und an einem maskulinen Leben arbeiten. Diese schwarz-weiss Denkweise ist genauso falsch wie die Grenzen, die die Frauenbewegung einst überwinden wollte.

Und für das Thema Finanzen braucht man auch kein Hochschulstudium. Ich kann versichern, dass das nichts bringt, wenn es einen nicht wirklich interessiert. Gerade in Deutschland nicht, einem Land, in dem zwar heute jeder schöne Visitenkarten hat, aber die Realität nicht gerade davon zeugt, dass es sich heute um eine deutlich intelligentere Bevölkerung handelt als in anderen Ländern der Welt. Hier lässt man sich oft zu sehr durch das Verleben des Wohlstands vorheriger Generationen und des exzessiven Konsums durch Kreditaufnahme täuschen.

Um die persönlichen Finanzen zu regeln und Vermögen aufzubauen brauchst Du nur die Grundrechenarten und Prozentrechnen. Und selbst das ist eigentlich nur eine Basis im Hintergrund, denn in der Praxis tippt man einfach Zahlen in vorhandene Rechner ein, wie ich das oben gemacht habe. Es mag sein, dass Deine Situation schon komplexer ist, wenn Du schon ein paar Jahre Leben auf dieser Erde verbracht hast. Aber dafür gibt es ja neuerdings unser Forum. Außerdem kannst Du auch gerne direkt Kontakt mit uns aufnehmen. Was Du nicht musst, sind tausende Euros zahlen, damit andere reicher werden. Sei kein Opfer. Auch nicht von Frauen.

Wenn Du noch in der meist unkomplizierten Situation bist, dass Du zwischen 20 und 30 bist, dann musst Du eigentlich nur wie hier beschrieben Deinen Sparplan starten. Das ist die absolute Basis, nachdem Du Deinen Haushaltsplan mit dem 3-Konten-Modell gemacht hast. Dann fährt Dein Depot schon mal auf Autopilot und da solltest Du niemals ran gehen- für niemanden! Das ist Deine Lebensversicherung, wenn alle andere Ziele und Träume sich nicht verwirklichen lassen. Diese Basisaufstellung ist Deine Burg und die solltest Du Dir niemals nehmen lassen. Alles andere kommt erst danach. Ohne stabiles Fundament stürzt jedes Haus ein. Das Geld was Du sparst und zurück legst, ist vor allem eines: Ein Investment in Dich selbst. Weil Du es Dir wert bist. Diesen Satz solltest Du Dir nicht weg konditionieren lassen, weder von einer Kosmetikfirma noch vom (Female)-Finanzvertrieb. Den Finanzvertrieb kostet immer Dein Geld, egal ob er von Frauen ist oder von Männern.

Wie fange ich an?

Einst schrieb Herman Hesse, “jedem Anfang wohnt ein Zauber inne”. Der Anfang bei vielen Dingen im Leben ist oft verheissungsvoll. Die neue Love Story, eine neue Freundschaft, der Start in einen neuen Job oder der eigene Nachwuchs. Aber oft stellt sich Ernüchterung nach einiger Zeit ein.

Beim Start mit den eigenen Finanzen ist es umgekehrt. Da liegt vielleicht Deine Post von Monaten auf einem Stapel. Oder ein fieser dunkler Ordner steht in der Ecke rum. Die Steuer ist da auch noch drin. Das Biest fasst man nicht gerne an.

Aber ich verspreche Dir heute, dass der Zauber bei den Finanzen sich im Laufe der Zeit einstellt und auch anhält. Er ist größer und anhaltender als ein kurzer Flirt. Man könnte sagen, es ist wahre Liebe. Und alles was Du dazu tun musst, ist einmalig den Startkopf zu drücken. Du musst nur ein mal Deine Finanzen aufräumen wie wir es auf dem Blog beschrieben haben. Dann hast Du deutlich weniger Papierkram, weil Du das meiste gar nicht brauchst. Und die Investitionen laufen auch von ganz alleine. Von da an reicht es ein mal im Jahr seinen Stand anzuschauen, ansonsten ist Couching mit Schokolade angesagt. Buchstäblich oder im übertragenen Sinn. Alles was Dich von diesem Zustand trennt, bist Du selbst. Sag dem dicken hässlichen Ordner den Kampf an und mach ihn fertig! Und hol Dir gerne Unterstützung in unserem netten kleinen Forum.

Du wirst nicht weniger weiblich dadurch und musst es auch nicht. Du musst Dich danach nicht dauernd für Finanzen interessieren und mit alten “Aktien-Haudegen” auf Foren rum diskutieren, die haben eh immer recht bis sie sterben. (Bei uns gibt es die übrigens nicht) Aber es geht nicht um das recht haben, es geht um’s gewinnen. Gegen den Markt gewinnt man nicht, man surft mit ihm. Und kein Surfer hat jemals gegen eine Welle gewonnen, sondern mit ihr. Auf der Welle zu “surfen” heisst für Deine Altersvorsorge und Deinen Vermögensaufbau, in ein Welt-Depot per Sparplan zu investieren. Das kostet Dich fast nichts.

Der größte Vorteil und das größte Kapital auf unserer Seite, Deiner, meiner und der aller anderen ist die Zeit. Aber sie arbeitet auch unerbittlich gegen uns, vor allem wenn wir sie ignorieren und verschwenden. Was sich zwischen 20 und 30 noch wie eine Ewigkeit anfühlt, vergeht danach immer schneller. Jahr um Jahr. Und die Optionen werden weniger. Weniger sportlich, weniger schön, weniger flexibel. Weniger Leben in vielen Fällen. Angezählt sind wir alle, egal wie schön, stark und klug wir sind. Keiner kommt hier lebend raus. Das ist die harte Wahrheit. Die sollte Dich nicht davon abhalten Spass zu haben und das Leben zu geniessen. Aber sie sollte Dich davon abhalten die Verantwortung abzugeben, Deine Zeit sinnlos zu verschwenden und das auf die lange Bank zu schieben, von dem ich heute schrieb. Deine Finanzen. Und in einem weiteren Schritt, Dein echtes Leben. Aber mehr dazu bald wieder.

„Um unersetzbar zu sein, muss man stets anders sein.“
Coco Chanel (Modedesignerin)

12 Kommentare zu „Finanzen für Frauen

  1. ja mal fettes danke für die Infos und den coolen Blog. Gefällt mir sehr gut, weil anders. Nicht immer der Einheitsbrei. Supi

  2. Wie schreibt Albert bei sich: “Grübeln führt zu Tagesgeld und Tagesgeld führt zur Altersarmut.”

    Ich weiss das schon länger. Aber durch euch bin ich vom learning in’s doing gekommen. Danke!

    Achso, die Finanztussenbücher lese ich nicht. Das ist albern.

  3. Hmmm, Finanzen für Frauen. Weil wir dumm sind?

    Wenn ich nach Amazon, Instagram und Autoren wie Moneypenny und Louisa Mittag gehe, dann sind “wir” zu dumm. Zu dumm um einen einfachen ETF zu kaufen, zu dumm um zu sparen und sogar so dumm, dass wir auf die Werbung der genannten reinfallen.

    Ich vermute sehr stark, dass die bekannten Damen, die für uns Frauen schreiben und arbeiten, selbst keine Ahnung haben. Zu flach, zu oberflächlich sind die Buchinhalte. Auf Instagram wird es dann nur noch peinlich. Mir ist das Geschlecht egal, wenn es um mein Geld geht, will ich Kompetenz.

    Die Inhalte, die die Autorinnen für Finanzen für Frauen bisher produziert haben – wenn man das als Inhalt sehen will – haben Frauen als Advisorinnen jedenfalls bisher erledigt. Aber vielleicht gehen die Damen doch nochmal auf ein Seminar oder eine Schulung, bevor das nächste Buch erscheint.

  4. Geiler Artikel Blackwater, ganz wie von dir gewohnt! Danke für die ganze Aufklärungsarbeit von A-Z.

  5. Alle schlauen Frauen sind schon bei euch. Mehr gibt es nicht. 😂 Uch, hab ich das gerade gesagt, ups…

  6. Also ich fühle mich von diesem Finanzen für Frauen nur noch ver-eiert – passt irgendwie auch wörtlich. Zu Anfangs fand ich die female finance Seiten noch gut, inzwischen peinlich. U.a. auch aus den Gründen, die du hier beschreibst. Wir sind doch nicht blöd, weil wir eine Gebärmutter und Brüste habe? Hallo? Wir brauchen auch keine extra Ansprache. Die Frauen die das brauchen sind die, die es auch als männliche Version nur zu Sofa und Fussball bringen. (ich hoffe Herr Schwarz mag Fussball jetzt nicht gerade) Es hat nichts mit Geschlecht zu tun. Ich kann weiblich sein und mit Zahlen umgehen. Und etwas rechnen geht auch noch trotz hohem Östrogenspiegel – der sinkt wenn ich Rubish im Netz lese. Also nichts für ungut. Danke für dein Artikel, bin ganz bei dir.

    1. nope mag er glaube nicht, also Fussball😂 Wenn mir keine in Arsch getreten hätte, dann hätte ich jetzt nicht gesagt sooo, jetzt mach ich mal mein Finance Kram. Hat es mit Frau sein zu tun? Nein. Hat es mit einem Typen zu tun? Nein – der ist abgeschossen worden. Es ist weil ich zu bequem war und einfach kein Bock hatte. Da hätte Insta auch nichts geändert. Insta war oft auch Grund für meine Faulheit.

    2. Wenn Martin auch nur eine weibliche Seele vor den finanziellen Malebolgen rettet, dann waren seine schöne Worte nicht vergebens

      ” Und etwas rechnen geht auch noch trotz hohem Östrogenspiegel”
      Egal ob Weiblein oder Männlein, es kommt NICHT darauf an ob man rechnen kann.
      Es geht um den Kaffe beim Sternbock, die Kippen, die neue Karre/Küche, Urlaub auf Pump, mein achtundsiebzigstes Taschenmesser (die Damen dürfen das gerne durch was aus dem Kleiderschrankt ersetzen).
      Sprich um menschliches Verhalten.
      Und sorry wem das nicht gefällt, aber menschliches Verhalten hat oft nur wenig mit Rationalität/Großhirn zu tun. Es gibt Dinge, die so wichtig sind, dass die Evolution (oder meinetwegen Gott) uns bestimmte Verhaltensmuster tief in die “Hardware” eingebaut hat. Kleinhirn und Hormonstatus beeinflussen unserer Handlungen mehr als wir glauben.
      Und das mündet dann darin, dass man für die eine Zielgruppe das Getränk in einem eleganten Glas mit Schirmchen, Gurkenscheibe und kompostierbarem Trinkhalm reichen sollte, während es bei der anderen Kundengruppe ausreicht, wenn die Kellnerin ein paar Bierflaschen auf den Tisch knallt.

      PS: Bevor Du meinen Skalp verlangst weil du ein Flaschenkind bist und das alles nicht stimmt, denke vorher an die Gauß’sche Glockenkurve, bzw. Normalverteilung. Hach, jetzt sind wir doch endlich beim Rechnen angelangt 😉

  7. Wir Frauen agieren mehr aus der Deckung, auch in besagten Männer Domänen. Und da lernen wir durchaus dazu. Lernkurve steil steigend. Die Frauen, die auf Instagram durch Bildchen angesprochen werden sind entweder sehr jung oder sehr einfach gestrickt. Dass diese dann für die von dir beschriebenen Seminare noch viel Geld zahlen, wundert mich nicht. Gekicher und Sektchen für einen Jahressparbeitrag – ne lass mal.

  8. Schön geschrieben. Für Einsteigerinnen und selbstbewusst-weibliche Frauen. Mit langen Haaren😂

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