“This place is a dream. Only a sleeper considers it real. Then death comes like dawn, and you wake up laughing at what you thought was your grief.”

  ~ Rumi

Kann man Sehnsucht nach einem Ort haben, den man selbst noch nie betreten hat?

Mit einer schnellen Antwort auf diese Frage mag man falsch liegen, dreht sich doch die ganze Vorstellung aus Jahrtausenden Menschheitsgeschichte um einen solchen Ort. Um einen Ort voller Schönheit, um ein Leben nach dem Leben, einem Jenseits, dem Paradies. Tausende Bücher wurden geschrieben, Leben gelebt und Menschen sind für diesen Ort gestorben. Unsere mit dem Auge sichtbare Welt ist begrenzt, unsere Vorstellung vor dem geistigen Auge dagegen unbegrenzt.

Und so schreibe ich erstmals von einem Ort, dessen Luft ich noch nicht geatmet, dessen Duft ich noch nicht gerochen, dessen Boden meine Füsse noch nie berührt haben. Und doch ist es ein Sehnsuchtsort: Latakia, die Küste Syriens.

Um dieses Paradies und diesen Ort besser begreifen zu können, muss man den Kontext kennen. Vielleicht definiert die Vorstellung davon sich auch dadurch, was um diesen Ort herum für ein Land existiert. Wie auch bei der urbiblischen Erzählung des Paradieses, war die Schönheit darin auch durch den Kontrast zur Aussenwelt bestimmt. Innerhalb des Paradieses Schönheit und Gottesnähe, ausserhalb das Gegenteil. Das vom syrischen Krieg meist verschonte Latakia liefert eine Vorstellung davon, was Syrien vor 11 Jahren einmal für ein schönes Land war. Heute ist das Geschichte. Und eine nie enden wollende Tragödie.

Syrien 2022

“Syrien – ein lebendiger Albtraum”

 António Guterres, UN-Generalsekretär

Um das schöne syrische Latakia herum existiert eine sehr kontrastreiche Welt, ein Land voller Zivilisation und Geschichte. Aber auch ein zerrissenes Land, ein verletztes und blutendes Land. Seit nunmehr 11 Jahren im Krieg.

Syrien ist die moralische Bankrotterklärung der heutigen Zivilisation, ein Sündenfall der Neuzeit, geschaffen aus menschlichen Abgründen, Gier, Lügen und Dehumanisierung. Wie ein solches Land, welches ein Teil der Wiege der Zivilisation ist, mit seiner säkularen Gesellschaft und seinen auch innerhalb der arabischen Welt sehr herzlich geltenden Menschen zu einer Hölle auf Erden werden konnte, bleibt trotz aller Erklärungsansätze ein Rätsel. Es ist ein Krieg der Interessen von vielen, auf den Ruinen einer vieler tausend Jahre alten menschlichen Kultur. Die meisten Menschen in diesem Land sind gläubig, zumindest waren sie es noch vor 11 Jahren. Nicht wenige dürften damit auch Probleme bekommen haben. Muslime verschiedener Ausprägungen, syrisch-orthodoxe und katholische Christen und Drusen. Und doch scheint Gott das Land schon lange verlassen zu haben, was wohl ein Teil des Entsetzens ist, ein Teil der Fassungslosigkeit angesichts unbeschreiblichen Leids. Als wenn Gott seine schützende Hand wie einst in der biblischen Erzählung von Hiob zurück gezogen hätte, um seinen Glauben prüfen zu lassen. Aber auch das ist Teil der Geschichte und Gegenwart der Menschheit und dieser Moment des Verlassenseins überkam schon viele Menschen. In allen Jahrtausenden, seit es uns Menschen gibt.

Syrien liefert heute für den interessierten Beobachter die gleiche bizarre Schönheit und Faszination, wie es einst Ruanda für Roméo Antonius Dallaire tat, der nach dem Kommando seiner UN-Mission 1994 Ruanda unter Tränen als das schönste Land der Welt bezeichnete, aber dann versuchte seinem Schmerz durch den hundertausendfach erlebten Massenmord durch Suizid zu entgehen. Ist das nur ein schlechter Film oder ist es die Wirklichkeit? Angesichts dessen, was Syrien seit Jahren erlebt, ist der Suizid wohl eine Befreiung von den Gefühlen die jeder Betroffene nur haben kann, der ansatzweise direkt oder indirekt damit zu tun hat. Vielleicht ist die Welt auch deshalb so ein zutiefst verstörender Ort, weil Liebe und Hass, Krieg und Frieden so nahe zusammen liegen. Und wer das bewusst auf sich wirken lässt hat das Gefühl, dass seine Emotionen wie auf Speed sind. Ausser Kontrolle, in furchtvoller Erwartung was als Nächstes passiert, dem Ganzen völlig passiv ausgeliefert. Das Gefühl von Machtlosigkeit kann einen verzweifeln lassen, gleichzeitig ist dieses dunkle schwarze Vakuum auch wie ein Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Und so hat auch das heutige Syrien mitten in seinem Krieg, der längst ein Krieg der anderen wurde, erstaunliche und fast schon grotesk wirkende Geschichten von Menschen, die inmitten von all diesem Chaos eine Idee verfolgen. Eine Idee, die vielleicht diesen Krieg überleben wird und dann zu einem Zeichen von Mut, Entschlusskraft und Überlebenswillen werden wird. So Gott will, “always insahAllah” und “always alhamdulillah.”

Diese bemerkenswerte Geschichte innerhalb eines Albtraums handelt von Wein.

Wein ist einer der ältesten Handelsgüter der Welt und seine Ursprünge liegen unter anderem im Nahen Osten. Die Geschichte des Weinbaus ist eng mit der Entwicklung früherer Kulturen verbunden. Das Produkt der Rebe, der Wein, wurde als Getränk der Götter angesehen. Der griechische Gott Dionysos beziehungsweise sein römisches Pendant Bacchus waren in der Mythologie dem Wein gewidmet. In anderen Kulturen war der Wein ein Symbol vergossenen Bluts im Kampf gegen die Götter. Er wurde häufig als Grabbeigabe verwendet.

Wildreben lassen sich durch Fossilienfunde bis auf eine Zeit vor 80 Millionen Jahre zurückdatieren. Kerne von durch Menschenhand angebauten Reben konnten auf eine Periode von 8000 Jahren v. Chr. datiert werden. Solche Funde wurden in Georgien und im angrenzenden Teil der Türkei gemacht. Aus der frühen Jungsteinzeit liegen jedoch bereits Belege vor, dass die noch nicht sesshaften Völker die Beeren weiterverarbeiteten.

Erst mit der Sesshaftigkeit wurde mit dem eigentlichen Weinbau begonnen. Nur dadurch konnten die Menschen den optimalen Lesezeitpunkt der Beeren abwarten. Die bislang älteste Kelteranlage wurde in Hadschi Firuz Tepeim Zagros-Gebirge im Iran gefunden. Die Anlage ist nach heutigem Kenntnisstand 7000–7400 Jahre alt. Das Perserreich wird als Ursprungsland des Weines bezeichnet. Schiraz, irrtümlich als der Ursprungsort der gleichnamigen Rebsorte genannt, nahe der Hauptstadt Persepolis (altpers. Parsa), auch bekannt als „Thron des Dschamschids“, war berühmt für seine Weine und hatte den Ruf, die besten des Mittleren Ostens zu produzieren.

Wer war Hafez? (1326-1389)

Hafis ist einer der bekanntesten persischen Dichter und Mystiker und in der ganzen muslimischen Welt bekannt. Auch in Syrien kennt man ihn. Sein voller Name Ḫāǧe Šams ad-Dīn Moḥammad Ḥāfeẓ-e Šīrāzī umfasst auch den Namen seiner Geburtsstadt Schiras. Da Hafis schon im Kindesalter den gesamten Koran auswendig gelernt hatte, erhielt er den Ehrennamen „Hafis“ . Auch er selbst verwendete in seinen Gedichten fast ausschließlich den Namen Hafis. Johann Wolfgang von Goethe fühlte sich Hafis sehr verbunden und nahe, sein West-östlicher Divan ist sehr von Hafis Werken inspiriert.

Und wer war Rumi und Shams? Auch die beiden sind in Syrien sehr bekannt. Ihre Geschichte könnt ihr hier und hier selbst nachlesen, eine bemerkenswert schöne aber tieftragische Freundschaft. In der Frühzeit des Islam war die muslimische Welt voll von deutlicher, vielfältiger aber widersprüchlicher Schönheit. Das drückte sich nicht nur in Dichtkunst und Wein aus, auch in der Theologie. Aber das ist ein Thema für 1001 andere Artikel.

Trotz der muslimischen Machtübernahme (641) und dem damit verbundenen Weinverbot wurde Wein dort weiterhin produziert und genossen. Auch in den alten Werken des berühmten Lyrikers Hafez (1324–1388) und des Gelehrten und Dichters Omar Chayyām(1045–1122) spielt der Wein eine wichtige Rolle. Wein inspirierte schon von je her die Dichter und Denker dieser Welt. In der Spätbronzezeit war Wein im mediterranen Raum ein Handelsgut, das vom nordsyrischen Kleinstaat Ugarit, im 13. und 14. Jahrhundert v. Chr. ein bedeutendes Handelszentrum, in großem Umfang angebaut und exportiert wurde. Keilschrifttafeln aus Ugarit geben darüber Aufschluss, dass schon damals streng nach Güteklassen unterschieden wurde und auch die Herkunft des Weins relevant war. In einem Text heißt es:

„15 (Amphoren) Qualitätswein und 92 Amphoren von Durchschnittsqualität und 40 (Amphoren) verdorbener/von schlechter Qualität ein aus dem Krongut Sikānīma. 10 (Amphoren) Qualitätswein und 45 (Amphoren) Wein con Durchschnittsqualität aus dem Krongut Tibaqi. 110 (Amphoren) Qualitätswein und 64 (Amphoren) Wein von Durchschnittsqualität aus dem Krongut Ma´rabā. 200 (Amphoren) Schöpfwein, der verbraucht wurde beim Opfer[mahl]. 140 (Amphoren) Schöpfwein für […]. 120 (Amphoren) Schöpfwein für […]. 20 (Amphoren) Schöpfwein für den Boten, der nach Ägypten gereist ist. 140 (Amphoren) gelagerten Weins für die mḏglm-Leute. 20 (Amphoren) gelagerten Weins […] für die Schafscherer.“

– Übersetzung von Josef Tropper – Juan-Pablo Vita

Syrien…

…ein Land im Krieg der anderen. Aber auch Kulturland aus Urzeiten unserer menschlichen Geschichte.

Bild: Ruinen der Halabiye Festung von Königin Zenobia, 3. Jahrhundert vor Christus. (Wiki)

Gott hat das Land schon lange verlassen.

Zerstörtes Jesus Fresko in einer Kirche in Syrien. Die syrisch-orthodoxe Kirche ist die älteste Kirche der Welt und ihre Ostaramäische Sprache die Sprache von Jesus Christus gewesen.

Blutendes Land…

…und ein erster grosser Zivilisationsbruch im 21. Jahrhundert. Leider wird es nicht der letzte sein.

“lebendiger Albtraum”

Wie Menschen anderen Menschen so etwas antun können ist auch in unserer Zeit eine Frage, die stets unbeantwortet bleibt. Zurück bleibt nur Fassungslosigkeit und Entsetzen.

Das Leben…

…ist kompliziert. Ein Teil unserer Existenz ist die Vielfalt und Komplexität des Lebens und seiner inhärenten Fragen.

Einfache Antworten gab es schon immer. Richtig waren sie noch nie, mitunter werden sie sogar gefährlich.

Bildquellen, Titel und Absatz: Istockphoto: Citadel of Salah Ed-Din, Latakia und Halabiye, Aleppo, Syria. Shutterstock: Homs, Syria.

Wein

Wein hat die faszinierende Eigenschaft, dass er aus dem Abfüllen von Sonne, Natur und Zeit entsteht. Die Reben können nur mit entsprechend fruchtbaren Böden und der Kraft der Sonne richtig gedeihen. Werden sie geerntet und gekeltert und nach Lagerung und Reifung in Flaschen gefüllt, so kann dieser Wein über viele Jahrzehnte lagern und reifen. Diese Reifung ist ein Oxidationsprozess in Slow-Motion. Wenn man junge Weine dekantiert und atmen lässt, beschleunigt man diesen Prozess. Giftige Zungen nennen das eine Vergewaltigung des Weins. Wenn man mal einen 30 Jahre alten Wein öffnet, so hat man nur wenig Zeit diesen zu geniessen. Innerhalb weniger Stunden verwandelt dieser sich in Essig. Das gibt einem eine Vorstellung von dem Oxidationsprozess, der sonst über viel längere Zeiträume stattfindet.

Wein bedeutet Identität. Durch das Land auf dem die Reben wachsen und durch die Kulturen und Menschen, die diese Weine anbauen. Teilweise über Jahrhunderte an gleicher Stelle durch die gleiche Familie. Damit ist der Weinbau ein Zeugnis menschlicher Geschichte. Dadurch, dass Jahrgänge entscheidend sind und man Jahr für Jahr einen anderen Geschmack erhält, wird einem der Fluss der Zeit viel bewusster vor Augen geführt. Man kann kein Jahr vorziehen und schon heute erleben, man kann ein vergangenes Jahr nicht wiederholen. Und niemand weiss ob das nächste Jahr ein gutes oder ein schlechtes wird. Man ist dem Lauf der Zeit, der Sonne und der Natur ausgeliefert, ob man will oder nicht. Weinbau ist insofern etwas sehr unmodernes, da die Gesellschaft von heute nicht mehr dieses Schicksalsgefühl kennt, dieses ausgeliefert sein und den Umgang mit dem Risiko, dass es anders kommt, als man sich erhofft oder erträumt hat. Manchmal kommt es aber nicht nur anders, sondern besser. Und das weckt wiederum ein Gefühl von Dankbarkeit. Weinbau ist ein Leben mit der Natur und nicht gegen sie. Es ist ein Leben mit einem unbekannten Schicksal, mit Zeitabschnitten und Zeiten. Man erinnert sich an vergangene Jahre und mit schlichten Daten wird Erlebtes verbunden. Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Menschen und Erfahrungen. Weinbau zeigt auf mannigfaltige Weise die ganze Widersprüchlichkeit menschlicher Existenz, selbst in unserer heutigen Zeit noch.

Bargylus – A Symbol of Perseverance

Bargylus – Ein Symbol der Ausdauer.

Bargylus ist ein Weingut in Syrien. In dem Gebiet der Küste von Latakia wurde schon vor über 3000 Jahren Wein angebaut. Das Gebiet hat viele Völker und Heere kommen und gehen sehen, Kulturen und Religionen. Menschen und ihre wechselhaften Lebensweisen und Vorstellungen. Syrien insgesamt ist altes Kulturland, aber insbesondere die Küstenregion am Mittelmeer ist bereits seit vorbiblischen Zeiten erwähnt und beschrieben.

Der von Plinius dem Älteren zitierte Berg Bargylus, heute bekannt als Jebel Al-Ansariye, breitet sich vom Orontes Tal in der Nähe der antiken Stadt Antiochia bis zum Eleutherus Tal im Süden des antiken Emesa aus. Im Hinterland der modernen syrischen Stadt Latakia und der kanaanitischen Metropole Ugarit gelegen, waren die Hänge des Berges Bargylus während der griechisch-römischen Zeit reich mit Weinreben bedeckt. Die Weinherstellung in Syrien ist angesichts der heute fehlenden Weinkultur und Infrastruktur eine echte Herausforderung. Mit Ausbruch des Krieges 2011 wurde es nochmal härter. Die Gebrüder Saade können das Anwesen seit Beginn des Krieges nicht besuchen. Die Ernte wird von den beiden Brüdern telefonisch erledigt. Traubenproben werden per Taxi zur Verkostung nach Beirut im Libanon geschickt, um die Erntetermine zu bestimmen. Labortests werden außerhalb des Landes durchgeführt. Auch der Export des Weines ist ein Abendteuer. Der Wein gelangt auf Schmuggelrouten aus Syrien heraus. Mal über die Küste per Schiff, mal über den Libanon. Bargylus Wein hat aufgrund dieser Geschichte den Titel “gefährlichster Wein der Welt” bekommen.

Die exakte Route, die der fertige Wein am Ende aus dem Land heraus in Richtung Libanon nimmt, ist aus Sicherheitsgründen geheim.

Aber die Brüder Saade wollen sich von der Situation vor Ort nicht unterkriegen lassen und an ihrem Traum vom syrischen Wein festhalten. Sie legen deshalb auch viel Wert darauf, dass alle Produktionsschritte bis hin zur Abfüllung in Syrien stattfinden. Es soll 100% syrischer Wein sein, auch wenn sie das jedes Jahr vor unzählige Herausforderungen stellt.

Sonne

„Even after all this time the Sun never says to the Earth, “You owe me.” Look what happens with a love like that, It lights the whole sky.“

– Hafez, persischer Dichter und Sufi, 1326-1389

Land

Mit dem Land der “launenhaften Natur der Reben” ausgeliefert.

“Whenever we manage to love without expectations, calculations, negotiations, we are indeed in heaven.”

– Rumi

Bargylus, Latakia, Syrien. شكرا لك على الصور ويسعدني مساعدتك.

Wein, Zeit und Geld

Wein ist eines der ältesten Handelsgüter der Welt. Die Menschen haben dem Wein immer eine tiefe Bedeutung zugemessen. Ob man den Wein als Opfergabe sah, ob er eine Inspiration für Philosophen und Denker war oder weil er als Handelsware ganzen Kulturen den Wohlstand brachte.

Wein konserviert Sonne und Natur in sich, lässt Erinnerungen in der Flasche überdauern, ehe man sie wieder zum Leben erweckt, wie einen Geist aus einer Öllampe. Wein braucht Leidenschaft und Geduld bei seiner Herstellung und ein Ergeben in das Schicksal, denn niemand weiss wie das nächste Jahr wird. Das mag das sein, was uns Menschen mit am schwersten vorkommt, aufgrund unseres inhärenten Wunsches nach Sicherheit und Planbarkeit. Unser Leben in den Dienst (s)einer launenhaften und unbeherrschbaren Natur zu stellen und einfach zu sein, zu akzeptieren, dass wir doch nicht so stark und wichtig sind wie wir denken. Vielleicht sind wir doch nur die Ameise im Gras, ein kleiner Fisch im tiefen Ozean, ein Tautropfen im Regenwald. Wir beobachten diese kleinen Dinge und freuen uns daran, obwohl sie so klein und unscheinbar sind. Vielleicht werden wir auch beobachtet?

Der Weinbau, der fast so alt wie der moderne Mensch selbst ist und der launige Wein erfordert Eigenschaften, die nicht die schlechtesten des Menschen sind, sondern die besten. Und die seltensten. Geduld, Hingabe an das Schicksal, Liebe und Leidenschaft.

In diesem Punkt ist eine grosse Ähnlichkeit zu Geld erkennbar. Geld ist an sich nicht gut oder schlecht, Menschen geben ihm einen Wert. Menschen entscheiden, was mit dem Geld passiert. Ob sie es missbrauchen oder zu etwas Gutem Nutzen. Um eine relevante Menge Geld zu erzeugen, braucht es eine Form der Wertschöpfung, Leidenschaft und Geduld. In Geld ist Arbeitszeit- und Kraft von Menschen konserviert, Geld ist eine Form von Energie. Und in gewisser Weise, bleibt es auch ein schicksalhaftes Gut, was heute verdient und morgen verloren werden kann. Was wir mit Geld machen sagt viel mehr über uns aus, als über das Geld.

Der Zeit unterliegen sie beide, der Wein und das Geld. Die Zeit kann sie aufwerten und entwerten. In Wein und Geld steckt konservierte Zeit in Form der Vergangenheit, transportiert in unsere unbeständige Gegenwart und eine noch viel schicksalhaftere unklare Zukunft. Man kann das ignorieren, ausblenden und abstreiten. Ein deutlich besseres Leben führt man aber, indem man es aushält.

A Symbol of Perseverance

longterm consistency trumps shortterm intensity.” …

Ein Symbol der Ausdauer. Zwei Brüder bauen Wein in einem Land an, in dem im Prinzip alles dagegen spricht, in dem die Hürden nicht höher sein könnten. Dann bricht ein Krieg aus, der nun über 11 Jahre andauert und noch immer bauen sie ihren Wein an. Wieso machen Menschen so etwas?

Weil sie Ausdauer haben, weil sie es wirklich wollen. Es liegt viel in der Frage, was wir wirklich wollen. Und auch in dem Moment, indem ich diese Zeilen schreibe frage ich mich selbst, was will ich wirklich? Diese Welt ist so laut geworden, dass wir unsere eigene Stimme manchmal nicht mehr hören. Dass wir die Momente verlieren, in denen wir da sitzen und sozusagen den Schluck Wein aus unserem Glas nicht mehr schmecken. Wir sitzen zwar, atmen und wir essen und trinken, aber alles zieht an uns vorüber. Wie kann man das ändern und bewusst leben und gleichzeitig Ausdauer haben?

Wie kann man Ausdauer haben, wenn das Leben so begrenzt ist? Wie kann man Geduld haben, wenn man keine Zeit hat? Ist das nicht ein Widerspruch?

Mir scheint, als wenn es nur eine Möglichkeit gibt das zu tun: die Minuten und Stunden mit mehr bewusstem Leben anzufüllen. Das bedeutet nicht mehr Aktivität sondern weniger, bewusster gelebte und erlebte Minuten.

Pro Minute atmen wir 12-18 Mal, unser Herz schlägt 60-90 Mal, 15 Wimpernschläge zu einer Dauer von 100-150 Millisekunden, 275 Menschen werden geboren, 111 Menschen sterben, davon 15 an Krebs und 1 an einem Tötungsdelikt. 700 000 Gebete werden gesprochen.

Ein ganze Menge Dinge, die Minute für Minute in unserem Leben passieren. Wenn wir 70 Jahre alt werden sind das 3,6792×107 Minuten Lebenszeit. Und je mehr wir von diesen Minuten bewusst erleben, desto intensiver wird das Leben, wir holen unser Leben zurück. Warum freuen wir uns auf das Wochenende, auf den morgigen Tag und vergessen die Schönheit des heutigen? Jeder Tag ist ein Geschenk. “Always Alhamdulillah”, es gibt immer einen Grund für Dankbarkeit, nicht eine Sekunde unsere Lebens ist verdient, alles ein Geschenk.

Ausdauer und Geduld ist es, was die Erfolglosen von den Erfolgreichen trennt. Dankbarkeit und Ruhe, was die Unglücklichen von den Glücklichen unterscheidet.

Das Aushalten von Unsicherheiten. Das geht nur in einem anderen Kontext, auf einer anderen Zeitebene. Ungeduld bedeutet Beschleunigung, aber Geduld ist mehr Zeit von der Minute, es ist nicht nur das Leben für einen Moment, es ist das Leben in dem Moment. Es bedeutet mehr Dankbarkeit und Erfüllung, weil wir keinen Moment mehr als eine Brücke zu einem anderen empfinden, der Moment, die Minute und die Sekunde sind sich selbst genug. Wir können sein. Wir sind uns genug. Wir existieren nicht nur, wir leben. Und zu leben bedeutet mehr als Selbsterhalt. Erst ab diesem Punkt erfahren wir, wer wir wirklich sind und zugegeben, das ist nur etwas für Mutige. Aber sich dem zu stellen bedeutet zu erfahren: was will ich wirklich und was möchte ich mit meiner verbleibenden Zeit bewusst tun? Und das führt langfristig oft zu der Perspektive die Hafis, Rumi und Shams hatten – eine die über dieses Leben hinaus geht. Das Leben als eine Sammlung bewusst gelebter Tage in Dankbarkeit mit dem Wissen, das echte Leben kommt erst noch.

Was willst Du wirklich?

„Intellect takes you to the door, but it doesn‘t take you into the house.“ Shams Tabrizi

22 Kommentare zu „Bargylus – a Symbol of Perseverance

  1. Ein bedeutsamer und unaufgeregter Artikel, leider aktueller denn je. Den Wein werde ich mir besorgen, sofern in Deutschland verfügbar.

    Vielen Dank für das stets hohe Niveau auf eurer Seite!

    Gruß

    E.B.

  2. Danke für diesen herausragenden Artikel und die Weinempfehlung. Blackwater, du bist immer für eine Überraschung gut!

    Als Weingeniesser der gerne auch mehr als 5,50 Euro(*Ironie) für eine Flasche Rotwein ausgibt (Menschen die Wein aus dem Tetrapack trinken, ernsthaft??) bin ich deiner Empfehlung gefolgt.

    Vorab, das schreiben andere über Bargylus:

    “””Kraft und Finesse in einer Cuvée die keinen Vergleich hat!
    Lust auf etwas anderes? Dann entdecken Sie diese Cuvée direkt aus dem Orient, die im Geschmack und Profil an den Bordeaux erinnert… Seit Generationen schon löst die Familie Saadé die Herausforderung meisterhaft, einen qualitätsvollen Wein auf heißen und kalkhaltigen Böden des Orients zu erzeugen. Diese Cuvée Bargylus wartet mit den typisch mediterranen Noten auf: überschwänglich, wuchtig und dennoch so fein und elegant! Alles andere als ein schwerer Wein, wie man denken könnte. Die dem Terroir eigene Mineralität vermittelt dem Wein eine ausgezeichnete Trinkreife und eine Komplexität, die von Experten bei der Verkostung geschätzt wurde. Eine echte Entdeckung für Liebhaber!”””

    DAS ist genau richtig. Bargylus ist im Prinzip dem Bordeaux ähnlich, nur kräftiger. Aber die Eleganz bleibt. So wirklich vergleichen kann man ihn eigentlich nicht. In jedem Fall hat er meiner Frau und mir einen schönen Abend beschert. Und zu dem Thema Finanzblog passt Wein durchaus.

    Beste Grüße

    Harald

  3. Ein sensationell guter Artikel, welcher Lust auf diesen besagten Wein macht. Mit jedem Schluck ein Teil Geschichte und von dem abenteuerlichen Weg des Weins von Syrien nach Deutschland. Wein ist bestellt, danke!

  4. Halo, ein schöner Post über meine Heimat. Ich bin aus Aleppo und seit 5 Jahren in eurem Land und ich bin auch denkbar für alles aber ich vermisse auch meine Stadt und Land. Bevor in Syrien Krieg ausgebrochen ist, bin ich mit meiner Familie oft in spazieren gegangen. Das ist was ich am meisten vermisse durch die Stadt zusammen laufen, die Straßen entlang voller Blumen und Sträucher. Schön wenn jemand so über Syrien schreibt auch auch sehr traurig. Ich möchte nicht undankbar sein aber ich vermisse mein Zuhause.💔💔💔💔

  5. Ein schöner Artikel über eins der schönsten Dinge im Leben. Ich bin mal so frech und sage „de beschde woi kummt aus de palz!“ 😉 Spaß beiseite, das muss ich mir mal merken. Hört sich sehr lecker an. Mit der Gottesthematik kann ich nicht folgen, da halte ich es wie Peter Frahm (gerne mal auf YT schauen).

    Vielen Dank für die Inspiration.

    VG

  6. 3,64 Euro bezahlen die Deutschen aktuell durchschnittlich für einen Liter Wein. Vor sechs Jahren habe der Preis noch bei weniger als drei Euro gelegen. Der empfohlene Wein kostet fast das 10-fache!

    Quelle: GfK

    Ich habe mir im letzten Dezember 1 Liter Glühwein für 1,09 Euro gekauft und er hat gar nicht schlecht geschmeckt. Allerdings verstehe ich so gut wie gar nichts von Wein, ich kann nur beurteilen, was mir schmeckt und was nicht. Und wenn es mir schmeckt, ist ein Preis von 1,09 Euro doch völlig in Ordnung.

    1. Ist das Satire? Sangria gibt es auch im Tetrapack. Oder mixen Sie einfach Wein mit Cola oder Sprite, soll dann süß schmecken.

  7. Ein Wein für mehr als 30 Euro die Flasche finde ich überteuert. Aber ich bin auch kein Weinkenner. Es muss einfach schmecken. Da reicht mein Lemberger und ich weiss was ich daran habe.

  8. Oooohhhhhh, wie kannst du nur so schön schreiben??? Einfach nur schön. Meine Heimat vermisse ich sehr, auch wenn die Erinnerung langsam nur noch wie im Film ist. Es vergehen immer mehr Jahre und es ist nicht möglich zurück zu gehen. 💔 Kann sich keiner vorstellen wie das ist.💔

  9. Moin Martin,

    trinkt ihr zu Hause Wein?

    Wie ist es mit den anderen muslimischen Lesern?

    Wie ist die islamische Herleitung, dass es “verboten” ist (Koran, oder)?

    Bibelstellen mit Wein/Weinstock/Weinberg:
    Noah pflanzte einen Weinberg 1.Mo.9:20
    Noah war besoffen und lag nackt im Zelt 1.Mo.9:21
    Melchisedek, Koenig von Salem(Frieden) und Priester brachte Wein und Brot als Gastgeschenke fuer die drei! goettlichen? Wesen 1.Mo.14:18
    Lot wurde vorsaetzlich besoffen gemacht, damit seine Toechter Kinder mit ihm zeugten (geplanter Inzest) 1.Mo.19:32
    Wer in das Zelt der Zusammenkunft (Gottes Gegenwart) geht, soll kein Wein trinken 3.Mo.10:9 Hes.44:21
    Wer sich fuer eine Zeitlang Gott weiht (bestimmtes Geluebde), soll solange keinen Wein trinken 4.Mo.6:3
    Wein wurde als Opfergabe (Trankopfer) verwendet 4.Mo.15:5
    “Weinberg” ist ein Bild fuer das, wo sich bei der Frau die Schenkel treffen (Schatz, wertvolles Gut) 5.Mo.20:6 Hohel.1:6
    Weinberge sind Zeichen von Wohlstand und Ueberfluss 2.Koen.18:32
    Wein ist ein wichtiges Vorratsmittel 2.Chro.11:11
    Wein macht das Herz froh Ps.104:15
    Zuviel Wein (sich berauschen) ist schaedlich Spr.20:1 Spr.23:20
    Besonders Koenige, Fuersten (Menschen in Verantwortung) ziemt es sich nicht zu trinken Spr.31:4
    Als Mittel zur Linderung (Schnaps fuer die Sterbenden, Wein fuer die Traurigen) Spr.31:6
    Das “Haus Israels” ist der Weinberg(Schatz, wertvolles Gut) Gottes Jes.5:7
    Das Volk der Juden sind der Weinstock Gottes Jer.2:21 Hos.10:1
    Die Rekabiter (alle Nachkommen Rekabs) tranken keinen Wein, wegen eines Geluebdes Jer.35:6 (vermutlich arab. Beduinen?)
    Daniel, juedischer Vorzeige-Veganer im orientalischen Exil verschmaehte die Tagesration vom angebotenen Wein Dan.1:16
    Weintrinken(Berauschen) bei kultischen Handlungen (Goetzendienst) ist falsch Dan.5:23
    Kluge Lebensregel bei Hosea: “Hurerei, Wein und Most nehmen den Verstand weg” Hos.4:11
    Jesus hat Wein getrunken: Matth.11:19
    Gott hat seinen Sohn in seinen Weinberg(Haus Israel) gesandt, sie toeteten Ihn, Gott gab seinen Weinberg anderen Weingaertnern … Matth.21:41 Mark.12:9
    Jesus wird im Himmel mit seinen Nachfolgern Wein trinken? Matth.26:29 Mark.14:25 bzw bis das Reich Gottes kommt trinkt er keinen Luk.22:18
    Am Kreuz verweigerte Jesus den Wein vermischt mit Myrrhe (evtl Schmerzmittel?) Mark.15:23
    Johannes der Taeufer (Prophetischer Wegbereiter f. Jesus Christus?) trank nie Wein (Geluebbde/Absonderung fuer Gott) Luk.1:15 Luk.7:34
    Wein ist ein Heilmittel (Desinfektion?) Luk.10:34
    Aus Wasser Wein machen war Jesu erste Wundertat bei Joh.2:3
    Jesus ist der wahre Weinstock (Schatz, wertvollstes Gut) und sein Vater der Weingaertner Joh.15:1
    Jesus ist der Weinstock, wir die Reben, in ihm sollen wir bleiben Joh.15:5
    Bei der Erfuellung mit Heiligem Geist, spotteten Umstehende: sie sind voll suessen Weines Apg.2:13
    Wir sollen aus Liebe/Ruecksicht auf andere ggfs auf Wein-Trinken und (Goetzenopfer-)Fleisch essen verzichten Roem.14:21 zB wenn wir zu Gast bei Muslimen sind 😉
    Nicht mit Wein berauschen Eph.5:18
    Verantwortliche in der Gemeinde sollen nicht vielem Wein ergeben(Saeufer) sein 1.Tim.3:3 1.Tim.3:8 Tit.1:7
    Timotheus soll wegen Magenproblemen “ein wenig Wein gebrauchen” (Medizin) 1.Tim.5:23

    Also Juden + Christen “duerfen” Wein trinken, aber sollten sich nicht berauschen.

    LG Joerg

    1. Hallo Joerg, da will ich mal antworten. Nein, das steht so nicht direkt im Quran wie du es denkst, es gibt einen bestimmten Kontext. Aus der prophetischen Tradition und Auslegung ergibt sich aber ein Alkoholverbot. Unter Alkohol passieren sehr viele unschöne Dinge wie auch die von dir zitierten Texte teilweise zeigen. Aber es gibt im Paradies auch etwas schönes in Verbindung mit Wein, worauf wir uns freuen können.

      Ob jemand Wein trinkt oder nicht oder was immer jemand tut ist im Islam seine eigene Verantwortung vor Allah. Es gibt wahrhaft schlimmeres. Aber du weisst es doch schon, Islam ist eine Religion der Eigenverantwortung. 😉

    2. Bei mir auf der Schicht arbeiten viele Muslime und die trinken auf jeden Fall Bier und auch mal mehr, wenn es eine Firmenfeier gibt. Da gibt es grosse Unterschiede. Wer mal in der Türkei war und sich die Story des Rakis hat erklären lassen, kommt aus dem Grinsen nicht heraus. Menschen sind verschieden.

      1. So ein schöner Artikel für Herz und Seele und zum Nachdenken. Da finde ich es schon sehr schade, wenn die Kommentare sich auf Nebensächlichkeiten beschränken. Nur mal so als Anmerkung.

    3. Um was soll es bei dieser Frage genau gehen? Dürfen oder nicht dürfen? Eine muslimische Sicht ist, dass wir uns für alles verantworten müssen was wir tun. Es geht doch darum Allah zu dienen also ihm zu gefallen. Es gibt eine Aussage aus der Tradition dass es ähnlich ist wie ein Vogel. Ein Flügel ist die Liebe zu Allah, der andere die Achtung und Furcht vor ihm und der Kopf des Vögelchens der Verstand. Ein Vogel kann nur mit beiden Flügeln und dem Kopf fliegen.

      Es gibt viele Muslime die Alkohol trinken aber das müssen sie selber wissen und auch verantworten. Vor allem aber wenn dann etwas schlimmes passiert und andere verletzt werden zmB Autounfall.

      …..

      Es ist so ein schöner Artikel ich weiss nicht was das mit dieser Frage soll.

  10. Danke für diesen neuerlichen Blick über den Tellerrand. Die Artikel sind stets ein Genuss.

  11. Ich lass es jetzt einfach mal raus: das ist einer deiner besten Artikel! Hat mich sehr berührt und bewegt!

  12. Das ist so ein kraftvoller und guter Artikel! Du hast eine Art zu schreiben, die mich fasziniert. Wirklich ganz ganz toll. Jetzt habe ich direkt Lust auf ein Glas Wein. 😉

    Keine Ahnung wie du auf alle diese verschiedenen Themen kommst, aber es passt letztlich sehr gut zusammen.

  13. Häuptling Schwarzwasser ist immer für eine Überraschung gut! Damit hätte ich nun nicht wirklich gerechnet, die Welt des Weinbaus. Sensationell. Allerdings wäre mir der Tropfen zu teuer. Andererseits ist der Preis sicher auch der Situation geschuldet. Moselwein steht zweifelsohne nicht unter Beschuss von Granaten.

  14. Ohhhh🥺🥺Syrien💔💔 Heimat. Wein trinke ich nicht😂😂 aber jeder bei uns kennt Shams und Rumi und Latakia ist im Sommer sehr beliebt. So schön einfach davon etwas zu lesen. Schön dass du es schön findest Mrtn🥰 und sogar ein Artikel darüber schreibst.

    Syrien🇸🇾🥰🇸🇾🥰🇸🇾🥰🇸🇾🥰

    1. أفهمك يا حبيبي وأشعر مثلك
      🇸🇾🇸🇾🇸🇾🇸🇾🇸🇾🇸🇾🇸🇾

  15. Mehr über die außergewöhnliche Geschichte von Bargylus erfahrt ihr hier: http://bargylus.com

    Ich hatte einen sehr netten Kontakt mit Bargylus und sie haben mir die Bilder und Informationen zur Verfügung gestellt. Die Story ist so außergewöhnlich, dass man Bargylus inzwischen in den besten Restaurants der Welt findet, u.a. in London. Es gibt auch 1-2 Importeure in Deutschland.

    Wie immer gilt: Das ist kein Affiliate. Ich bekomme dafür nichts, sondern schreibe aus Leidenschaft über Ideen, Produkte und Menschen.

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