»Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll!«

Ludwig van Mises

Die Inflation ist da, genauer gesagt eine Rekordinflation seit Jahresanfang 2022. Ich hatte schon öfter in den letzten zwei Jahren Artikel über die kommende Inflation geschrieben, dass eines Tages der Zahltag für die massive Geldmengenausweitung (Statista) kommen wird, sowohl im Euro-Raum als auch im USD-Raum. Und jeder, der die Entwicklung ohne politische Scheuklappen beobachtete, konnte das voraus sagen. Das war also keine Raketenwissenschaft, man musste es nur sehen wollen.

Die Österreichische Schule

In den letzten Jahren wurde ich immer mal wieder angeschrieben, ob meine Ansicht zur Entstehung der Inflation nicht überholt wäre. Die Frage ist wohl beantwortet. Dazu ein paar mehr Hardfacts:

Durchfinanzierung mit der Notenpresse – Austrian Institut

Auch das obige Zitat von Ludwig van Mises, dem Mitbegründer der Österreichischen Schule habe ich schon oft zitiert. Es gibt einfach Kausalitäten die eintreten, wenn bestimmte Dinge passieren, egal ob man das will oder nicht. In einer Welt, in der Politik immer mehr über Gefühle und Emotionen stattfindet und fundierte Fachpolitik immer seltener wird, scheint das schwer zu verstehen zu sein. Und es passt auch einfach nicht mehr zum Zeitgeist. Nein, wie können denn nur ökonomische Grundsätze der Österreichischen Schule richtig sein? Das sind doch alles alte weisse Männer, die schon lange tot sind.

Und so kann man nur erstaunt darüber sein, dass die Schulden-EZB dieser Tage selbst “verwundert” scheint und “nach Lösungen für die unerwartet hohe Inflation” sucht. Unerwartet hoch? Ernsthaft? Dieser Tage weiss man bei solchen Meldungen wirklich nicht, ob man lachen oder weinen soll. Wer in Fremdwährungen schon länger abgesichert ist, kann lachen.

Die offizielle Journaille hat natürlich wieder einen Aspekt gefunden, der zum Schönreden geeignet ist und den ich meinen lieben Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten will: die Inflation in Deutschland beträgt im EU-Vergleich derzeit nur 8,2 Prozent (Eurostat, Juni 2022). Ja, das kennen wir. Deutschland ist toll, denn woanders ist es noch schlimmer. In nicht weniger als 15 von 27 EU-Staaten lag die Teuerung im Juni bei zehn Prozent und mehr. Die höchste Inflation verzeichneten die baltischen Staaten, die vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine oft enge Handelsbeziehungen mit Russland unterhielten und ihre Energie jetzt von woanders beziehen. Litauen und Estland meldeten Preissteigerungen oberhalb von 20 Prozent, in Lettland kletterten die Preise um 19 Prozent. Auch in Kroatien, Ungarn, Polen, Tschechien, Bulgarien, Rumänien und anderen Staaten Mittel- und Osteuropas sind die Bürger mit Lebenshaltungskosten konfrontiert, die zwischen zwölf und 17 Prozent höher liegen als vor einem Jahr. Die dortigen Preissteigerungen übertreffen die deutsche Teuerung teils um das Doppelte. Das sind also die Länder, mit denen sich Deutschland im Jahr 2022 vergleichen will? Fein, für die (bald ehemals) viertstärkste Volkswirtschaft der Welt und den verbleibenden Motor der Europäischen Union. Der Euro auf dem Weg zur Lira. Noch ist unklar, ob es eine italienische oder türkische Lira werden wird. Aber das werden die nächsten Jahre dann zeigen. Alles wird toll und Deutschland ist besonders toll.

Kommen wir nun aber zu einigen weiteren Aspekten der Inflation und wie man damit persönlich umgehen sollte. Denn es gibt durchaus Lösungen und man muss das nicht alles gut finden, sondern kann sich dagegen absichern. Auf der Grillparty mit den ÖRR konsumierenden Nachbarn kann man dann schweigen und geniessen – oder – wenn das noch selbst denkende Menschen sind, ihnen helfen.

EZB Zinsentscheid 21.07.2021

Der Einlagenzinsentscheid der Europäischen Zentralbank wird vom EZB-Rat alle sechs Wochen während einer Sitzung über die Geldpolitik gefasst und unmittelbar nach der Sitzung bekannt gegeben. Dies ist eines der wichtigsten makroökonomischen Ereignisse in der Eurozone, das sich auf den Eurokurs auswirkt. Und heute ist es wieder soweit.

Derzeit liegt der Zinssatz bei -0,5%. Erwartet wird eine Anhebung zwischen +0,25 und +0,5%, so dass wir maximal bei 0% Leitzins für die Eurozone landen würden. (Ungeachtet dessen, sind durch Risikoaufschläge im Kreditgeschäft die Zinsen für Kredite wie Baufinanzierungen bereits deutlich gestiegen)

Nächste Woche ist dann wieder die amerikanische FED an der Reihe. Dort liegt der Leitzins bereits bei 1,75% und es wird eine Anhebung um +0,75% auf dann 2,5% erwartet. Außerdem, so die FED, wird es noch weitere Zinsschritte gleicher Größenordnung bis zum Jahresende geben. Damit ist klar wo die Reise EURUSD dann hinführt. Der Euro wird die neue Lira.

Inflation – zuletzt war sie vor allem durch die explodierenden Rohstoffpreise getrieben. Aber auch die Kerninflation, also die Inflation ohne die Rohstoffpreise beträgt inzwischen fast 4 Prozent in der Eurozone. Die Zahlen auf dem Bild sind symbolisch, in der Realität haben wir inzwischen ein ganz anderes Niveau erreicht.

Was ist Inflation?

„Die natürliche Tendenz eines Staates ist Inflation“

―Murray Rothbard

Diese Aussage von Murray Rothbard ist der Tatsache geschuldet, dass der Staat stets über seine Verhältnisse lebt und letztlich die Inflation eine Art inoffizielle Steuererhöhung ist. Die Staatsschulden werden langfristig “weginflationiert”, der Bürger zahlt aber meistens diese Form der Entschuldung durch persönlichen Vermögensverlust, wie man auch jetzt wieder sehen kann.

Inflation ist, wenn die Preise steigen. So einfach könnte man das sagen. Denn das ist das Prinzip der Geldentwertung. Dieser Geldentwertung stehen langfristig steigende Löhne und Kapitalerträge gegenüber. Es gibt in dem auf Wachstum ausgelegten und nicht an den Goldpreis gekoppelten globalen Währungssystem immer Inflation. Das Ziel der Zentralbanken ist es normalerweise eigentlich, dass diese Inflation niedrig einstellig ist. Beispielsweise hat die Europäische Zentralbank das Inflationsziel von 2 Prozent im Jahr und soll laut ihren Statuten von der Politik unabhängig sein. Einzig die geldpolitische Stabilität ist die Verantwortung der EZB. Dass daraus inzwischen eine Lachnummer wurde, ist hinreichend bekannt.

Idealerweise steigen langfristig die Preise stets leicht, die Löhne ebenfalls und Kapitalerträge (beispielsweise durch langfristig steigende Aktienkurse) auch.

Inflation und Arbeitslosigkeit – die Phillips Kurve

Ein inzwischen wieder populäreres Modell ist das bereits ältere Erklärungsmodell der Phillips-Kurve, wonach eine Gesellschaft mittelfristig zwischen Inflation oder Arbeitslosigkeit wählen muss. Die Kurve diente als empirischer Beleg der folgenden von Phillips angenommenen Relation: Je höher die Arbeitslosigkeit ist, desto niedriger sind die Nominallohnsteigerungen (und logisch impliziert: auch umgekehrt) mit Auswirkungen auf die Lohn-Preis-Spirale.

In den 1970er und 1980er Jahren zeigte sich, dass der angenommene wechselseitige Wirkungszusammenhang von Arbeitslosigkeit und Inflation nicht der Wirklichkeit entsprach, weil die entsprechende Wirtschaftspolitik der Erhöhung der Geldmenge durch Zinssenkung zum Erzeugen einer Geldentwertung nicht zum Erfolg führte. Stagflation – das „zweiköpfige Monster“ – in Form von kombinierter Inflation und hoher Arbeitslosigkeit machte sich breit. Dieses Monster sehen wir nun wieder, erzeugt durch wirtschaftspolitisches Versagen der EU und externe Faktoren wie die Folgen des Ukraine Kriegs (Sanktionen gegen uns selbst etc.)

Die viel gefürchtete Lohn-Preis-Spirale ist bisher noch nicht wirklich in Gang gekommen. Schaut man sich Gewerkschaftsforderungen an, dürfte das sich in Kürze ändern. Das wird die derzeitige Inflation noch weiter anheizen. Hinzu kommen noch weiter steigende Staatsausgaben – man achte auf die neusten Einlassungen der SPD Vorsitzenden Esken. Fachkompetenz pur.

In der Zeit des billigen Geldes seit über einer Dekade und einer massiven und noch nie dagewesenen Geldmengenausweitung geht diese Rechnung aber schon länger nicht mehr auf. Die Staaten verschulden sich immer weiter, der Staat tritt immer mehr selbst als Konsument auf (Staatsquote) und die Zentralbanken kaufen selbst die eigenen Anleihen auf. Das ist mal die vereinfachte Erklärung für das, was wir die letzten Jahre sehen. Inflation tritt stets zeitverzögert auf und frisst sich stufenweise durch das System. Lange Zeit passiert bei einer Geldmengenausweitung wenig, dann steigen (1) die Assetpreise, die sogenannte Asset-Inflation (ab 2010, Immobilien, Aktien, Crypto etc.) und (2) spätestens, wenn durch das Mehr an Geld die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen anheizt und diese Nachfrage das Angebot übersteigt, beginnen auch hier die Inflationsprozesse. Zusätzlich kamen im aktuellen Fall externe Probleme wie die Verknappung von Waren und Rohstoffen hinzu und die zusammengebrochenen Lieferketten infolge staatlicher Massnahmen wegen der Covid-Pandemie. Ein regelrechter Giftcocktail für das Gesamtsystem. Und alles aufgrund politischer Fehlentscheidungen.

Eigentlich wäre genau jetzt die Zeit um mit massiven Zinserhöhungen das Geld wieder zu verteuern (und damit zu verknappen), denn damit bekämpft man klassischerweise die Inflation. Nur leider kann das die EZB nicht mehr, da der ganze Süden Europas steigende Zinsen nicht bezahlen kann. Staatsbankrotte sind die Folge. Dazu die bis zu 200.000 Zombieunternehmen in der EU (eine von vielen Quellen), die nur dank Nullzins überleben und der marode EU-Bankensektor. Daher kommt es nur zu minimalsten Zinsschritten und einer weiteren Umfinanzierung innerhalb der EU. Die EZB verkauft deutsche Staatsanleihen und kauft italienische. Solche und ähnliche Massnahmen sind derzeit im Gange. Freilich wird das den Brand nicht aufhalten, nur rauszögern. Das Spielchen kennen wir nun doch einige Jahre. Letztlich wird es in einer Währungskatastrophe enden, wie es der Eingangs zitierte Ludwig van Mises sagte. Der Euro verliert an Aussenvertrauen, Mittel fliessen ab, die Kurse brechen ein.

Und hier sehen wir den ersten Punkt, warum der Dollar besser als der Euro ist. Denn dort werden massiv die Zinsen erhöht und die Inflation bekämpft. Und nächste Woche geht es schon in die nächste Runde, dann wird die kleine EZB-Zinserhöhung von heute direkt verpuffen.

Warum der US-Dollar die bessere Währung ist

1. Die USA sind nicht der USD-Raum. Der USD-Raum ist deutlich grösser mit über 80 Staaten, die ihre Währung an den Dollar gekoppelt haben.

2. Weltweit sind Staaten in USD verschuldet.

3. Die globalen Rohstoffmärkte laufen über den USD. Jede Transaktion stärkt ihn (“Petrodollar”, Wikilink)

4. Der USD ist historisch betrachtet ein “Stehaufmännchen”. Schon oft tot gesagt, überlebte er unzählige Krisen. Er ist Krisen erprobt, seine Steuerungsmechanismen über Jahrzehnte angepasst.

5. Der USD-Raum repräsentiert den stärksten Wirtschafts- und Handelsraum der Welt.

6. Weitere kurze Gedanken zum US-Dollar hatte ich HIER beschrieben. Mit dem US-Dollar kann man langfristig sicher wenig falsch machen, insbesondere wenn man in der Eurozone lebt. Zumal das Welt-Depot auf den USD aufbaut. Wer hier jetzt von einer Übergewichtung von US-Anlagen spricht, hat schlichtweg keine Ahnung. Das Weltwirtschaftssystem ist der USD. Eine Weltwirtschaft ohne US-Unternehmen und das US-Finanzsystem entspricht dem Leben in der Steinzeit.

Und bezogen auf Welt-ETF’s und den Anteil an US-Unternehmen darin muss man sich einfach nur fragen, wo diese Unternehmen überall ihr Geld verdienen. Einer globalen Krise entgeht man nicht, weil man einen DAX-ETF oder einen EM-ETF im Depot hat.

Anmerkung:

Deutschland ist vielleicht bald gender-divers aber keine Diversifikation. USD-Abhängigkeit vom Emerging Markets Staaten?

Wann ist mein Geld wertlos?

“Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt.”

Immanuel Kant, in: Kritik der reinen Vernunft

Diese Frage wird beim Thema Inflation des Öfteren gestellt. Im Prinzip kann man einfach die alte 72er Regel rückwärts rechnen. Bevor wir aber dazu kommen, soll mit einem alten und immer noch häufigen Missverständnis aufgeräumt werden. Auch in akademischen Kreisen – aber nicht unbedingt aus dem Bereich Wirtschaft – wird eine Sache immer gerne missverstanden:

Warenkorb & Statistik

Die Inflationsberechnung ist eine reine Statistik, die auf Warenkorbgruppen basiert. Dass man hier entsprechend manipulieren kann, sollte klar sein. Denn je nachdem, was in diesem Warenkorb enthalten ist, kommt gewichtet und gemittelt eine ganz andere Inflationsrate heraus. Nehmen wir zum besseren Verständnis ein leichtes Beispiel:

Die Parteivorsitzende der Grünen im Bundestag, Ricarda Lang, gibt ihre Diäten (das Gehalt) gerne für Sahnetorte, Döner und Bockwurst aus. Außerdem kauft sie jedes Jahr einen neuen Fernseher. Kraftstoffkosten hat sie keine, da sie gefahren wird. Würde man für Sie einen Warenkorb erstellen um die Preissteigerungen des Alltags zu ermitteln, so würde dieser anders aussehen als von…

Gina Gender, eine ihrer Wählerinnen (alle Namen wurden geändert). Gina Gender macht genau das, was Ricarda und die Grünen im Allgemeinen empfehlen und was sicher gut ist. Sie isst wenig bis kein Fleisch und nur selten mal Sahnetorte. Außerdem macht sie Sport und kauft dazu regelmässig neue Sportgeräte. Beispielsweise Fahrräder. Fernsehen schaut sie nicht so oft und wenn, dann kurz die Nachrichten beim ÖRR und nicht RTL2. Aber sie hat Kraftstoffkosten, da sie leider mit dem Auto zur Arbeit fahren muss. Sie will aber ein Elektroauto kaufen und hofft damit dann fossile Energien zu sparen. Na wollen wir hoffen, dass es dann noch genug Strom gibt. Ihr Warenkorb und ihre Preissteigerungen sehen also völlig anders aus, als die von dem politischen Schwergewicht der Grünen. Und so lässt sich das allgemein natürlich auch sagen. Eine Anpassung des offiziellen Warenkorbs zur Inflationsmessung, sollte man sich genau anschauen. Unter anderem hat auch das Statistische Bundesamt und Eurostat einen unterschiedlichen Warenkorb zur Messung der Inflation.


Eine zweite wichtige Sache, die oft missverstanden wird, ist diese:

Die Inflation wird stets vom Vorjahresmonat zu dem Monat in diesem Jahr betrachtet. Also von Juli 2021 zum Juli 2022. Das bedeutet, dass wir keine kumulierende Inflation von 7-8 Prozent jeden Monat haben, denn das wären über 100% Inflation alleine im Jahr 2022 und ein negativer Zinseszinseffekt für den Bürger. Die Inflation kann also im Juli 2023 durchaus bei 0 Prozent liegen, da es ein Vergleich zu diesem Juli (2022) wäre. Dass die entstandenen Preissteigerungen wieder zurück fallen, ist zwar derzeit eher unwahrscheinlich, aber durchaus nicht unmöglich. Aber zugegeben, ich würde eher von einer Stagflation ausgehen, also Einbrüchen in der Wirtschaft und gleichzeitig steigender Inflation.

Kommen wir also nun zu der Frage, wann ist mein Geld bei dieser Inflation wertlos?

Das ist in der Tat die gleiche Berechnung wie bei der Frage, wann hat sich mein Geld bei der Geldanlage verdoppelt? Eine reine Zinseszinsberechnung, nur rückwärts. Unter dem Button kommt ihr unter einem extra Fenster auf den Inflationsrechner von Zinsen-berechnen.de

Bei einer Inflation von 7-8% halbiert sich euer Geld in ca. 9 Jahren. Das ist also in der Tat ein durchaus sehr ernstes Problem, was eine massive soziale Sprengkraft besitzt und sogar Menschen, die heute noch etwas auf der hohen Kante haben, als Rentner verarmen lassen wird. Eine derart hohe Inflation hatten wir nur in den Jahren 1973 (7,1%), 1974 (6,9%) und 1981 (6,3%). Und wie schon gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Zuerst aber oft auf Blackwater.live, denn wie manche befürchtet haben, ist die Inflationsrate von 1973 nun entthront worden.

Dazu kommt, dass sämtliche Rentenbescheide die jetzt verschickt werden, eben in 10 Jahren nur noch die Hälfte an Kaufkraft wert sind. Von den Leserinnen und Lesern, die um die 30 Jahre alt sind, will ich erst gar nicht anfangen. Es ist jetzt an der Zeit etwas zu tun, dringend!

Wahrscheinlich wird diese Inflationshöhe uns also nicht jedes Jahr begleiten, aber es können durchaus mehrere Jahre in Folge sein. Die Inflationszahlen der Vergangenheit nützen relativ wenig, da wir uns (1) derzeit in einer noch nie da gewesenen Situation befinden und (2) die Vergangenheit keine Garantien für die Zukunft gibt (kennen wir aus der Geldanlage). Schnell haben die EU-Staaten bei dieser Inflation ihre Schulden halbiert, wenn nicht massiv die Zinsen angehoben werden. Werden sie aber nicht, wetten?

Unter einer massiven Zinserhöhung würde man mehrere Zinsschritte in Höhe von 0,5 – 0,75% verstehen, wie in den USA zu sehen.

Da aber das nicht passiert, wird der Bürger über die Inflation enteignet und die Kosten des gesamten politischen Versagens der letzten Jahre wird von der Bevölkerung bezahlt. Der Politik sind die Bürger völlig egal, denn sie nimmt diese Verarmung bewusst in Kauf, um ihre ideologischen Ziele umzusetzen. Das ist Fakt und jeder wird es definitiv die nächsten Jahre am Geldbeutel spüren, die ärmeren Schichten schon heute.

Dazu kommt bei neuen Lohnabschlüssen: da das deutsche Steuersystem die Inflation nicht berücksichtigt, steigt mit jeder Erhöhung des Bruttolohns die Einkommensteuer stärker als das Einkommen selbst. In Zeiten stark steigender Preise sorgt dieser Effekt dafür, dass das Realeinkommen sinkt.

Bitte merkt euch diesen Absatz sehr gut, auch wenn es weh tut. Zu verstehen, dass ihr der Politik völlig scheissegal seid (sorry für diesen leider notwendigen maximalen Kraftausdruck) ist der erste Schritt in die Freiheit. Denn dadurch werden Kräfte in euch freigesetzt, die euch antreiben eure Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und alles zu tun, was dafür nötig ist.

Menschen sind für Menschen da. Jetzt ist die Zeit sich zu informieren und Hilfe zu holen. Der Vermögensaufbau ist wichtiger als jemals zuvor. Dafür muss man aber nicht noch irgendwelchen Seminaranbietern oder Heissluftcoaches Tausende von Euros hinterherwerfen, sondern kann sich kostenlos in unserer Community anmelden und austauschen. Blackwater.live braucht kein Geld von euch, ihr braucht euer Geld selbst. Weil ihr es euch wert seid. 😉

Inflationsschutz

Der beste Schutz vor der Inflation ist Information. Wie kann man sein Geld vermehren, sichern und diversifizieren? Macht es jetzt noch Sinn Geld zu sparen? Und auf welche Art und Weise soll man sein Geld sparen?

Das sind alles Themen, die wir in den öffentlichen und nicht öffentlichen Bereichen unserer Community besprechen. Und da sind echte Highlights dabei, beispielsweise ein Thread von Gold-oder-Aktien, der ETFs gegen individuelle ausgewählte Aktien laufen lässt. Oder viele Themen um das Welt-Depot, Cryptos oder Copy Trading. Alles selbstverständlich kostenlos. Mal ganz abgesehen von dem menschlichen Faktor unserer Community, den es so wohl kaum sonst wo gibt.

Als kleiner Vorgeschmack und öffentlich sichtbar sind beispielsweise diese Threads:

Aber zum Ende des Inflationsartikels im Jahr 2022, wollen wir uns noch einige konkrete Punkte anschauen, wie man mit der Inflation umgehen kann. An dieser Stelle möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass auf Blackwater.live das Risiko der Inflation und Währungsabwertung und wie man sich dagegen absichern kann, schon mehrfach in den letzten Jahren aufgegriffen wurde. Unsere Leserinnen und Leser waren früh gewarnt und viele haben sich persönlich schon damals dagegen abgesichert und ihre Vermögen entsprechend diversifiziert. Und das ist der Zweck der Existenz eines (Finanz)Blogs. Helfen und nicht auf Affiliatebude machen.

Stabilitätskultur der Deutschen Bundesbank? Naja, das hat wohl nicht so ganz geklappt. Aber als Filiale der Europäischen Zentralbank hat die Deutsche Bundesbank auch nicht mehr viel zu melden. Vielleicht ändert sich das eines Tages mal – die Hoffnung stirbt zuletzt.

5 Tipps gegen die Inflation

Was erwartet uns denn jetzt?

Nachdem ich in meinem “Idiocracy” Artikel schon geschrieben habe was uns in Kürze erwartet, soll es noch um einige konkrete Ideen gehen, was man persönlich tun kann.

Das war mein Forecast vor ca. 4 Wochen: (ein Auszug)

  • Die Nebenkostenvorauszahlungen werden sich verdoppeln bis vervierfachen.
  • Der Spitzenverband der Energieversorger hat soeben (27.06.2022) gesagt, dass die Energiekosten insgesamt im Winter auf das Sechsfache ansteigen werden.
  • Die Stromkosten alleine sich verdoppeln.
  • Nahrungsmittel werden sich zum Winter nochmals zwischen 20-30 % verteuern, laut NDR wird bisher nur ca. 20% der bisherigen Preissteigerung an den Verbraucher weiter gegeben.
  • EURUSD bis Jahresende bei pari.

Diese Ereignisse zeichnen sich ja nun ab bzw. wurden zur Realität. Was also tun?

  1. Sofern noch nicht geschehen, jetzt die Finanzen mit dem 3-Konten-Modell aufräumen. (u.a. HIER) Es ist das beste private Kontenmodell was es gibt und jeder kann es umsetzen. Der Vorteil ist, dass man bei der Umsetzung auch alle versteckten Ausgaben findet. Es ist die Gelegenheit alle Abo’s zu überdenken. Und es kostet nichts. (woanders verkaufen die euch ein Seminar dafür)
  2. Alle unnötigen Verträge kündigen, überall auf Kurzfristmodelle umstellen. Beispielsweise Handyverträge auf Predpaid umstellen. Statt Fitnessstudio, Laufen in der Natur. Hier gibt es viele Ideen in unserer Community.
  3. Geld chancenreich anlegen. Wer große und unnötige (es gibt auch Gründe Liquidität zu halten) Liquiditätspositionen vor sich herschiebt, verbrennt sein Geld definitiv. Und jetzt sogar sehr schnell.
  4. Vermögen in Fremdwährungen diversifizieren, Vermögensaufbau nicht nur in Euro betreiben. Idealerweise mit einer Bank ausserhalb des Euro-Raums, zum Beispiel in der Schweiz. Langfristig sollte man immer auch in ein bis zwei weiteren Währungen diversifiziert sein. Das Thema ist für jeden machbar, vom Newbie bis zum vermögenden Rentner. Für beide Gruppen gibt es ernsthafte Gründe sich damit auseinander zu setzen.
  5. Auswandern – in Ländern in denen die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger sind. Das ist aber nur sinnvoll, wenn man sein Geld ortsunabhängig verdienen kann und so die Effekte der Geo-Arbitrage nutzen kann oder bereits von seinem Vermögen lebt. Wenn das so ist, gibt es auch in Europa sehr schöne Fleckchen wie beispielsweise in Griechenland. Eine höhere Nahrungsmittelqualität (spart später Medikamente) und das Meer gibt es gleich mit dazu.

Geld in Schweizer Franken anlegen?

Auch das sei noch kurz erwähnt, das es bei unseren Leserinnen und Lesern eine beliebte Lösung ist:

Geld im Schweizer Franken anlegen. Der Schweizer Franken ist eine der stabilsten Währungen der Welt und hat eine Inflationsrate von derzeit 2,5%. Da reiben sich viele verwundert die Augen. Aber es ist kein Wunder, es ist die Konsequenz von guter Finanzpolitik. Und wie oft wurde der Schweiz der Untergang wegen ihrer harten Währung voraus gesagt?

Merke: ein Land leidet historisch betrachtet nie an einer harten Währung, sondern an einer schwachen. Aber auch hier finden wir wieder ein Mediennarrativ, welches mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat.

Letztlich muss man bei einer solch hohen Inflation immer seine Kosten reduzieren, sein Leben umstellen und überlegen, wie man in stabileren Währungen Geld anlegt oder Vermögen aufbaut. Dabei geht es nicht nur um die Ist-Situation, sondern um den langfristigen Ausblick. Denn auch wenn sich die Situation in Europa verbessert (woran ich substanziellen Zweifel habe), so ist es wie beim Fussball: nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Über den langfristigen Ausblick und die verfahrene Situation sollte man sich gerne ein paar mehr Gedanken machen. Man kann sich das schönreden, aber am Ende hat man nur ein Leben. Und die Politik wird nicht mal “sorry” sagen, sondern nur die Gesichter wechseln. Meine Empfehlung zum Schluss ist daher, das Interview mit der Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel anzusehen und darüber nachzudenken ( HIER: Was also ist mein Land? ). Shortcut gefällig? Angela Merkel: “Ich habe nichts zu bereuen.”

Na dann, lessons learned. Hoffentlich.

“Politik: die Führung öffentlicher Angelegenheiten zum privaten Vorteil.”

Ambrose Bierce

24 Kommentare zu „Inflation auf Speed

  1. Leider bin ich bei dem Artikel “die neue Zeit” nicht zum Kommentieren gekommen und hole das nun hier nach. Ist etwas offtopic. Aber zum Thema fehlende Intelligenz in Deutschland passt es. Das sagten intelligente Leute über den Krieg:


    Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg. (Marcus Tullius Cicero)

    „Niemand, der bei Verstand ist, zieht den Krieg dem Frieden vor; denn in diesem begraben die Söhne ihre Väter, in jenem die Väter ihre Söhne. “ (Herodot, griechischer Historiker und Geograph, 490/480 v. Chr. – um 430/420

    Aber die Gottlosen, spricht der HERR, haben keinen Frieden. (Jesaja 48:22)

    Ich glaube an die Gewaltlosigkeit als einziges Heilmittel. (Mahatma Gandhi)

    Eine friedliche und einträchtige Welt ist der geheime Alptraum der Offiziere und Advokaten. (Norman Mailer)

    Frage an die deutschen Massen:

    Wollt ihr nicht auch intelligent sein?

    Antwort: nein nein nein, wir wollen dumm und blind weiter geführt werden. Kriegshetze ist so toll.

    1. Geht mir auch so. 1989 war ich in der DDR Angestellter im ÖD. Wir wurden gewarnt, an Montagdemos teilzunehmen. Die Begründungen waren damals so wie heute, ich fasse es nicht. Niemals hätte ich gedacht, dass es so noch einmal wird. Demokratie wie in der DDR, einschliesslich Funk und Fernsehen, gruslig. Die Wessis kennen das nicht, aber Leute, ihr werdet gerade zur DDR und feiert es noch. Die Regenbogen- DDR.

  2. Inflation, alleine die Energiepreisinflation wird Millionen in diesem Land in den Ruin treiben. Nehmen wir den Gaspreis. 50% aller Haushalte in Deutschland heizen mit Gas. Hab heute meine Nebenkostenabrechnung von 2021 bekommen, da lag der Gaspreis bei 5,35 ct pro kWh. Gerade bei meinem Grundversorger geschaut und er liegt zu Zeit bei 15,9 ct pro kWh. Mit der beschlossenen Umlage schätze ich dann auf 20 ct, also das vierfache. Also, wenn man momentan 100 oder 150 im Monat für Wärme zahlt, kann man mit 400 bis 600 Euro monatlich rein für Wärme rechnen. Das wird sehr viele Haushalte in große Schwierigkeiten bringen oder, man betreibt eben eine Schimmelbude. Und noch immer schlafen die meisten und wissen nicht was da auf sie zukommt.

    1. Jo, ist so. Habe mal nachgeschaut. Für 18.000 kW/h Gas sind wir bei EON noch bei 140€. Ab August wäre es bei EON Stand gestern dann 456€ im Monat! Läuft… abwärts… Ich bin ehrenamtlich bei der Tafel hier im Ort und die Anzahl der jungen Menschen ist hier total explodiert. Und da sind etliche drunter, die ihr Studium geschmissen haben, weil Geld knapp ist. Die stehen hier manchmal mit Tränen in den Augen, weil das Leben jetzt praktisch im Arsch ist. Es ist einfach unmenschlich was dieses Drecksland hier angerichtet hat. Ich hätte es nie gedacht aber Blackwater hatte den Punkt schon getroffen. Nichts wie weg hier… wenn man es kann.

  3. Chapeau, Chapeau! An dieser Stelle möchte ich noch einmal meinen zutiefst empfundenen Dank an alle Grün*INNEN Wähler*INNEN aussprechen! Der Normalo, der arbeiten geht und die Party am Laufen hält, wird immer weiter ausgenommen. Das beste Deutschland aller Zeiten. Läuft! Dazu noch die hohe Inflation, es wird alles super!

  4. Ein ganzes Land wird hier wissentlich und bewusst an die Wand gefahren. Die Inflation ist nur eines der Hauptthemen. Wir fahren auf Reserve, nennen Schulden Sondervermögen, leisten uns eine desaströse Energiepolitik, EUROpolitik, Flüchtlingspolitik, Coronapolitik usw. Alles zerbröselt im Staatswesen, was lange Zeit Halt gab: Sekundärtugenden abgeschafft, jeden Tag neue Individualrechte und dreiste Akzeptanzansprüche von Bio bis Regenbogen, 4000 Geschlechter und Genderei bis zum Abwinken. Das geht schief, wir können es gerade beobachten. Aber es wird weiter auf Vollgas gefahren. Ich fürchte, den Winter überlebt die Republik nicht. Aber es muss so sein.

    PS: toller Blog, heute erst entdeckt.

  5. Bei dem Artikel habe ich gemische Gefühle, auch wenn das Geschriebene stimmt. Es ist Wasser auf die Mühlen der Rechten. Andererseits, man kann es rechten Parteien auch wirklich kaum noch einfacher machen, da sich alle anderen Parteien offensichtlich entschieden haben, konsequent gegen die Interessen des eigenen Volkes zu regieren. Das ist der Zustand Deutschlands im Jahr 2022. Ich hätte das nie gedacht.

    1. Was hat das bloß immer mit rechts zu tun, wenn man mit der Politik der Regierung und den Zuständen im Land nicht zufrieden ist? Fragen Sie sich das mal. Das alte Links ist die neue Mitte und somit verschiebt sich auch das gesamte Koordinatensystem. Helmut Schmidt würde heute als “rechtsextrem” und -“phob” geächtet, weil woke ist was anderes. Rechts hat sich als Schimpfwort etabliert! Das muss für alles hinhalten, was den grün/rot/linken nicht nach dem Mund redet! Und danke an unsere Qualitätsmedien an dieser Stelle.

  6. Selbst verschuldetes Totalversagen. Aber der böse böse Putin in schuld. Ist klar, ne. Das ist die Folge von leeres Hirn an der Wahlurne. Irgendwie wählen die Deutschen gern ihren Niedergang, so intelligent ist das Land der Dichter und Denker wohl doch nicht, ich vergass: die Denker haben dem Land schon den Rücken gekehrt, dafür kommen die bunten …Putin kommt aus dem Grinsen nicht mehr raus! Wenn dann im Winter gefroren wird und Strom ausfällt, kapieren es die Dummen. Vielleicht.

  7. Die EZB wird sich auch die aktuelle Politik schönreden und irgendeinen Vertreter der “neuen Geldtheorie” finden, der diese Katastrophenpolitik legitimiert. Aus der Nummer kommt die EZB – und damit wir alle durch Gemeinschaftshaftung – nicht mehr heraus und da sie nicht gegensteuern will und kann, regelt das dann auch der weltweite Markt durch Abwertung. Das dicke Ende kommt aber noch. Als erstes ist Deutschland im Herbst dran – ohne Gas. Popkorn raus, wer im Ausland lebt.

  8. Danke für diese Klarheit und diese schonungslose Einschätzung. Verraten und verkauft durch Merkel und Konsorten.

  9. Der Blog gefällt mir, ich lese schon länger mit. Das Thema Inflation hattet ihr schon einige Male, nun ist es hochaktuell. Viele werden es trotzdem nicht begreifen. Die meisten Deutschen haben keine Ahnung von Ökonomie, sie sind auf dem Stand eines Bausparvertrages stehengeblieben. Es ist nicht so, dass Deutschland besonders qualifiziert wäre in ökonomischen Fragen. Schließlich trickst Deutschland bei der Angabe seiner Schulden. Mal nach “EU Nachhaltigkeitsranking 2021” googeln. Im PDF-File auf Seite 9 sind die Schulden aller EU-Staaten aufgelistet, die implizite Schulden (die offiziellen) und die explizite Schulden (die Versteckten). Drei Staaten sind grün, 1. Platz, man höre und staune, Griechenland! Griechenland hat keine versteckte Schulden, die offizielle Schulden belaufen sich auf 185% des BIP, die explizite auf -355% des BIP, also hier gibt es einen Überschuss! Also hat Griechenland ein Guthaben von -175%. 2. Platz Estland, 3. Platz Kroatien. Deutschland ist am 12. Platz, implizite Verschuldung 60%, explizite 105% des BIP! Macht zusammen eine Verschuldung von 165% des BIP! Während Griechenland jedes Jahr seine Schulden abbaut, versinkt Deutschland im Schuldensumpf! Deutschland sollte sich an Griechenland ein Beispiel nehmen und vernünftig wirtschaften. Man sollte auch nicht vergessen, dass in den letzten 200 Jahren Deutschland 7x Pleite gegangen ist, Griechenland 6x, Italien nur 1x. 16 Jahre Merkel-Regierung haben den Abstieg Deutschlands beschleunigt. Meine Prognose: Italien, Griechenland und andere ziehen nochmal ordentlich Kohle aus dem System, dann kommt es zum Regierungswechsel und die verabschieden sich aus dem Euro. Deutschland wird am Ende die ganze Zeche zahlen und im Winter frieren. Merkt euch meine Worte, genau so kommt es.

  10. Glückwunsch zu diesem Artikel, vor allem das Beispiel mit der Maßlosigkeit in Person Ricarda Breit ähm Lang hat gut gepasst. Zur Sache. Die populistische Politik traditioneller linker demokratischer Parteien hat zu enormen Defiziten geführt, der Schuldenstand von Staaten ist erschreckend, die Kaufkraft der Bevölkerung schwindet. Die Antwort von Politik und Zentralbanken darauf ist nicht etwa eine Selbstreflexion, sondern die Fortsetzung der Politik, die zu eben diesen Problemen geführt hat: mehr Staat, Regulierung und Kontrolle und eine stärkere Einschränkung von persönlichen Freiheiten mit Abkehr von marktwirtschaftlichen Prinzipien. Die Ampel zeigt diesen Weg sehr klar. Leider täuscht sich der Grossteil der Bevölkerung, tauscht Freiheit gegen eine Illusion von Sicherheit und tritt persönliche Entscheidungsverantwortung an den Staat ab. Von einem System freier Bürger und Marktwirtschaft, das Wohlstand erzeugt und unsere Sozialsysteme finanziert hat, bewegen wir uns in Richtung eines Systems fortschreitender Planwirtschaft (des Ökosozialismus) und einer neuen Form bürokratischen Staatskapitalismus. Die quantitativen Lockerungen der Zentralbanken haben staatliches Kapital in die Wirtschaft gepumpt und wurden dazu verwendet, übergrosse Staatsausgaben zu finanzieren und die linken Eliten in EU und D. an der Macht zu halten. All das wird sich von jetzt an bitter rächen. Denn wie Sozialismus jeglicher Form endet ist bekannt.

  11. Die Südeuropäer sind durch ihre Immobilien reicher als die alles in der EU bezahlenden Deutschen. Die Briten waren schlau und sind rechtzeitig aus dem Wahnsinn ausgestiegen. Was bleibt zu tun? Genau wie hier postuliert, Euros die geparkt oder angelegt werden sollen in USD und CHF wechseln.

  12. Inflation, das große Thema überall. Nachdem vorher ignoriert, ist nur Alarmstimmung! Wenn die Europäische Zentralbank verzweifelt Antworten sucht, dann sollte sie bei den Fachleuten suchen, die stets gegen die Politik der EZB waren und mehr oder weniger freundlich aus den EZB-Gremien verdrängt wurden. Aber in Wirklihkeit sucht die EZB keine Antworten, denn sie war sich von Anfang an bewusst, dass ihre Geldpolitik zwangsläufig dazu führen musste, dass das Geld bald das Papier auf dem es gedruckt wurde nicht mehr wert ist. Draghi und Lagarde haben wissentlich und willentlich die Warnungen der Fachleute missachtet und haben auf einmal Erinnerungslücken. Das kennen wir auch von anderen, namentlich U.v.d.L. Der Euro wird an Bedeutung verlieren und zu eine Südwährung werden. Die Mehrheit wollte es entweder so oder ist zu blöd um es zu kapieren.

  13. Moin Martin,

    zu “Der Politik sind die Bürger völlig egal, denn sie nimmt diese Verarmung bewusst in Kauf, um ihre ideologischen Ziele umzusetzen. Das ist Fakt und jeder wird es definitiv die nächsten Jahre am Geldbeutel spüren, die ärmeren Schichten schon heute.” und “dass ihr der Politik völlig scheissegal seid (sorry für diesen leider notwendigen maximalen Kraftausdruck) ist der erste Schritt in die Freiheit”

    Ist schon ziemlich anklagend/wuetend?
    Dahinter steckt mE eine weitverbreitete (falsche?) Erwartungshaltung: “Politik versucht zu machen, was vernuenftig und fuer die Buerger zukuenftig am Besten ist”. So eine (ueberhoehte) Erwartung wird regelmaessig enttaeuscht.

    In Wirklichkeit macht “die Politik”, d.h. sich mit der Absicht zur Wiederwahl aufstellende Menschen (Politiker), dass, wo sie die (Umfragen)Mehrheit beim Wahlvolk waehnt.
    Letztendlich sind in demokratischen Schoenwetterperioden die Politiker einfach nur der Spiegel der Mehrheitsmeinungen (Willkommenskultur, Umverteilung, naiv-gruenes Auenland). Wenns gut laeuft, bloss nix aendern (Merkel). So einfach ist das.
    Bsp: Aendert sich die Mehrheits-Meinung zur Atomkraft: schwups gehen die Meiler doch in die Verlaengerung. Frieren im Winter: Macht NordStream2 auf … Blackout: Rueckkehr von Energiewendenkuckucksheim zur Realpolitik, usw

    Die Politiker haben bei der Inflationierung die Wahl zwischen Pest und Cholera: Sie (und die europ. Buerger auch noch mehrheitlich?) WOLLEN Europa. Also ist der Weg des geringsten Widerstandes die Inflationierung.
    Sparen geht nicht.
    Wirtschaftsreformen in anderen Laendern durchsetzen (gegen deren Bevoelkerung) geht in der Demokratie auch nicht.

    Wenn dann WEGEN der (zu hohen) Inflation Europa doch endgueltig gespalten wird (aber halt spaeter?), werden alle ihre Haende in Unschuld waschen (die Umstaende waren Schuld). Die europ. Idee ist ja auch schoen, aber die Umsetzung schwer/komplex.
    Dabei geht das Kalkuel “der Politik” vermutlich sogar auf: Hungernde in Sued-Europa zetteln eher eine Revolution an, als weniger-wohlhabende Deutsche … Insofern alles schluessig und konsequent soweit?!

    LG Joerg

    1. Moin Joerg,

      Du zitiertest mich:

      “Der Politik sind die Bürger völlig egal, denn sie nimmt diese Verarmung bewusst in Kauf, um ihre ideologischen Ziele umzusetzen. Das ist Fakt und jeder wird es definitiv die nächsten Jahre am Geldbeutel spüren, die ärmeren Schichten schon heute.” und “dass ihr der Politik völlig scheissegal seid (sorry für diesen leider notwendigen maximalen Kraftausdruck) ist der erste Schritt in die Freiheit”

      Du schriebst dann:

      “Ist schon ziemlich anklagend/wuetend?
      Dahinter steckt mE eine weitverbreitete (falsche?) Erwartungshaltung: “Politik versucht zu machen, was vernuenftig und fuer die Buerger zukuenftig am Besten ist”. So eine (ueberhoehte) Erwartung wird regelmaessig enttaeuscht.”

      MEINE ANTWORT:

      Das kann ja sein, aber mir geht es darum zu realisieren, dass der Einzelne in kollektivistischen Systemen nichts wert ist, egal wie diese sich benennen. Das zu realisieren hilft meist sehr gut, um selbst Verantwortung zu übernehmen und sich nicht auf “das System” zu verlassen oder darauf, dass beispielsweise irgend jemand anders (z.B. Politiker) gute Entscheidungen für einen trifft.

      Man sollte gar keine Erwartungshaltung haben, das ist ja der Punkt! Heute gibt es für das Individuum mehr Möglichkeiten als jemals zuvor, seinem Leben gedanklich und räumlich einen eigenverantwortlichen Verlauf zu geben.

      Ich bin nicht wütend, sondern wollte das nur deutlich zum Ausdruck bringen. Kraftausdrücke verwende ich nicht inflationär.

  14. Danke an dieser Stelle, dass es diesen tollen Blog gibt und ihr nie aufgegeben habt anders zu sein. Nicht immer Einheitsbrei wie (fast) überall, sondern ganz neue Gedanken oder auch mal ein bissiger Artikel wie dieser. Genial!

  15. Chapeau Blackwater! Vor allem für den Weitblick vor 2 Jahren. Da meine ETFs eh in Dollar sind habe ich aufgrund deines Blogs auch meine Reserven auf den Dollar umgestellt. Wie gut das war, kann sich jeder denken. Ich glaube auch nicht dass der Euro zusammen bricht, aber er wird eine Weichwährung werden. Hauptrefinanzierungssatz jetzt auf 0,5% und der Einlagensatz geht auf 0%. Die FED liegt aktuell bei 1,5-1,75%, in 6 Tagen zur nächsten Sitzung wird es mindestens um 0,75% vllt. auch 1% weiter nach oben gehen auf mindestens 2,25%, bereits vor 1 Monat sagte Powell in der letzten Sitzung, dass bis Jahresende mindestens 3,4% angepeilt werden, mehr muss man nicht wissen… Einkaufen kann man auch prima über das Dollarkonto mit Kreditkarte und ohne Umrechnungsgebühren. Ach, schöne Devisenwelt!

  16. Deftig geschriebener Artikel. Diese unsäglichen Rettungsprogramme der EZB haben uns den ganzen Mist doch erst eingebrockt. Steigerung der umlaufenden Geldmenge bei gleichbleibender oder gar sinkender Produktion ist eine der Grundlagen von Inflation. Die Hilfsprogramme zum Aufkaufen von Schrott-Anleihen erhöhten die Geldmenge drastisch. Und der Zins jetzt auf 0%? Das bedeutet die heutigen +0,5% kommen nochmal auf die stark gestiegenen Bauzinsen drauf. Wie soll man da sein Haus abbezahlen???!!!

  17. Danke für den Artikel! Humorvoll geschrieben mit dem politischen Schwergewicht. Das Beispiel Schweiz und seine Stabilität zeigt, dass die EU eine gigantische Fehlkonstruktion ist. Glückwunsch an die Briten, dass sie dem entkommen sind! Alles richtig gemacht. Und ohne Johnson wird das nun auch was. Die EU mit Figuren wie Lagarde wird zu einer Art Italien der 80er. Hohe Infaltion und korrupt. Und der Deutsche? Macht nichts, weil es bequemer ist. Wird schon gut, der Staat macht schon. Sagen die bei den Nachrichten.

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