هُوَ الَّذِيْ خَلَقَ السَّمٰوٰتِ وَالْاَرْضَ فِيْ سِتَّةِ اَيَّامٍ ثُمَّ اسْتَوٰى عَلَى الْعَرْشِۚ يَعْلَمُ مَا يَلِجُ فِى الْاَرْضِ وَمَا يَخْرُجُ مِنْهَا وَمَا يَنْزِلُ مِنَ السَّمَاۤءِ وَمَا يَعْرُجُ فِيْهَاۗ وَهُوَ مَعَكُمْ اَيْنَ مَا كُنْتُمْۗ وَاللّٰهُ بِمَا تَعْمَلُوْنَ بَصِيْرٌۗ  ( الحديد: ٤ )

(…) “was vom Himmel herabkommt und was dorthin aufsteigt. Und Er ist mit euch, wo immer ihr auch seid. Und was ihr tut, sieht Allah wohl.” Quran 57:4

Ich liebe Länder, in denen Gott den Menschen noch etwas bedeutet. In solchen Ländern muss die Seele nicht verhungern. Eine Seele die keine Nahrung bekommt, stirbt allmählich. So wie ein Körper ohne Wasser. Das Herz wird verhärtet, das Ego immer stärker, die Manifestation auf niedrigere Lebensinhalte nimmt zu. Positiv könnte man noch sagen, dass es eine Infantilisierung ist. Der Unterschied ist nur, dass Kinder seltenst ein verhärtetes und unaufrichtiges Herz haben. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum der Prophet und Gesandte Gottes, Jesus von Nazareth, Kinder so sehr liebte.

Wenn Du immer noch diese Zeilen liest, dann gehörst Du zu den Menschen, die ein offenes Herz haben, eines das wie Ton von einem Töpfer durch Gott geformt werden kann. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Du Dich mit Inhalten wie diesem Artikel beschäftigst, wenn es nicht so wäre. Ein Herz das weiss, dass es eine universelle Wahrheit da draussen gibt, einen Schöpfer von Himmel und Erde, der die Macht über alle Dinge hat. Diese innere Gewissheit liegt von Anfang an im Menschen, nur wird sie im Laufe des Lebens von unserer Umwelt überlagert. Und auch von dem was wir uns ansehen, von all dem, dem wir Zugang zu unserem Geist geben. Das ist einer der Gründe, warum beispielsweise islamische Mystiker wie die Sufis versuchen ihre Seele mit Verzicht wieder zu diesem Nullpunkt zurück zu bringen. Ein Reset der Software sozusagen. Wir leben in einer Welt voller Ablenkungen und man kann sein Leben mit so vielen Dingen füllen. Alles das was uns ausfüllt, kann uns auch im Weg stehen. Im Weg zu unserem Schöpfer. Und ja, es können auch negative Erfahrungen mit Religion sein. Der Autor weiss das ganz persönlich. Aber wir sollten niemals zulassen, dass unsere negativen Erfahrungen den Blick trüben. Das ist Part of the Game. Auch hier geht es um die Frage: was ist Dir die Wahrheit wert? Und es gibt nur eine universelle Wahrheit und das ist, dass Gott EINER ist und dass er das Zentrum unseres Leben sein soll. Das ist der Monotheismus. Monotheismus ist der Glaube an den EINEN Gott und die Fähigkeit in allem Erschaffenen einen Abglanz Gottes zu sehen. Alle Eigenschaften Gottes finden wir in der Schöpfung.

Aus einer anderen Welt und einer anderen Zeit und doch im hier und heute. Haifa, Palästina.

Auch wenn das in gewisser Weise ein muslimischer Artikel ist, verwende ich möglichst neutrale Begriffe, da Worte bei den meisten Menschen Trigger auslösen und sich dann einfach ein Kurzfilm im Kopf abspielt, der das Herz verschliesst.

Solche Trigger muss man wie die Sozialisierung unbedingt überwinden, wenn sie dem Erkenntnisgewinn und der Suche im Weg stehen. Bei Religion, im Sinne von Wahrheit über den Schöpfer, geht es in erster Linie darum, ob es wahr ist. Nicht darum, ob es uns gefällt, es “in” ist oder zu unserem Leben oder unseren Vorstellungen passt. Gott ist viel größer als alles, was wir uns vorstellen können, steht außerhalb von Raum und Zeit. Daher ist der Versuch ihn wenigstens ansatzweise zu begreifen nur möglich, wenn wir so gut wie wir es nur können die Pfade unserer bisherigen Annahmen verlassen. Das ist nicht immer einfach, aber der “Preis” der Erkenntnis.

Das was uns noch fehlt werden wir bekommen, wenn wir darum bitten. InsahAllah, so Gott will.

Wer ist Gott?

“Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!« ” Psalm 53:2

“It is not the eyes that are blind, but the hearts.” Qur’an 22:46

Heute wird von Gott in der westlichen Welt oft in sehr abstrakten Formen gesprochen. Von Universum, als wenn das Universum eine Person wäre. Mal ganz abgesehen davon, dass das Universum wie ein Kleiderschrank ist, den ein Schreiner gemacht hat. Dieser Schreiner ist weder der Schrank, noch wohnt er darin.

Es wird viel über Gott philosophiert, aber in ihr Leben lassen wollen viele Menschen ihn nicht. Da wird alles krampfhaft voran gestellt weil nicht sein soll, was nicht sein darf. Womöglich weil es Konsequenzen hätte, die man nicht will. Hier liegt auch ein “Skin in the Game”, wie es Nassim Nicholas Taleb beschrieb. Auf ihn komme ich später noch zurück.

Auf die beiden einzigen heutigen Schriftquellen die besagen sie sind von Gott, lassen sich in unserem Teil der Welt nur wenige Menschen ein. Teile der hebräischen Bibel, u.a. die Thora und den Qur’an. Und so philosophiert man lieber weiter ziellos umher, begrenzt auf das eigene bescheidene Wissen und aus einem Blickwinkel der eigenen Kultur und Zeit. Aber wie will man im Ozean etwas finden, wenn man in seinem Swimmingpool planscht? Gelebter Glaube, echte Religion braucht Opfer. Es ist der Preis, es zeigt, uns ist es etwas wert. Jesus sprach einst von einer wertvollen Perle, für die man alles verkaufen würde (HIER ein paar Gedanken dazu). Wie wir handeln, zeigt nicht nur was es uns wert ist, es zeigt auch, wer wir sind. Es bedeutet Identität.

Aber was kann man nun über Gott sagen? Ist Gott das Universum, positive kosmische Energie, Luft und Licht oder was es noch für unverbindliche naive Vorstellungen darüber heute gibt?

… zu allem die Macht. “Ihm gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde. Er macht lebendig und läßt sterben. Und Er hat zu allem die Macht.” Qur’an 57:2

Die hebräischen Schriften der Bibel sagen klar, dass niemand außer Gott Himmel und Erde erschaffen hat (u.a Jesaja 44:24). Im Gegensatz zum Großteil der widersprüchlichen christlich-griechischen Schriften, gibt es von dem hebräischen Bibelbuch Jesaja eine fast 8 Meter lange original Schriftrolle. Sie ist in Jerusalem zu besichtigen. Spätere christliche Interpretationen sind falsch. Wie Gott das Universum im Detail gemacht hat, bleibt offen. Interessant ist allerdings, dass der Qur’an u.a. von einem sich ausdehnenden Universum und von Umlaufbahnen der Himmelskörper spricht. Und das vor 1400 Jahren.

Gott selbst hat keinen Anfang und kein Ende, steht ausserhalb von Raum, Zeit und Materie. Und trotz dieser Größe lässt Gott immer wieder sagen, dass er uns nahe ist (Qur’an 2:186) und wir nicht schwach oder traurig werden sollen (Qur’an 3:139). Unser Problem mit dem Verständnis von Gott ist, dass wir ihn nicht sehen können, wir ein kurzes Leben mit Anfang und Ende haben und in einer seiner gemachten Welten leben. Wir denken nicht wie er und unsere Vorstellungen von ihm sind stark durch unsere Sozialisierung und die Gesellschaft geprägt, in der wir leben. Wir können uns nur auf das verlassen was (1) Propheten in über 4000 Jahren an Schriftzeugnissen hinterlassen haben und (2) Beobachtungen in der Schöpfung machen. So können wir beispielsweise seine Macht sehr gut erfassen, wenn wir uns mit der Größe und den Kräften des uns heute bekannten Universums beschäftigen. Und wenn wir uns in einer sternenklaren Nacht nach draussen begeben, über diese Größe und Herrlichkeit nachdenken und dafür dankbar sind, beten, dann werden wir Antworten bekommen. In Form von Gedanken und auch durch Gottes Hand in unserem Leben. Manche Menschen haben natürlich die egoistische Vorstellung, dass genau das passieren muss was sie wollen und im hier und jetzt in dieser Welt. Wie absurd und lächerlich klein gedacht das ist, wird man erst nach diesem Leben hier merken. Schon oft habe ich zu Freunden gesagt, eines Tages wenn dieses Leben vorbei ist und wir mit einer anderen Perspektive darauf blicken, dann werden wir über unser Leben und unsere Probleme sagen “was, das war alles?”. Wie eine Ameise, die aus dem Gras genommen wird und dann erkennt, was die Wirklichkeit ist. Wohl der Ameise, wenn derjenige der sie aus dem Gras nimmt ihr wohlgesonnen ist.

Gott ist vieles und kann alles sein was notwendig ist. Aber eines war nie verhandelbar oder unklar und das ist, dass er EINER ist und nur er angebetet werden darf. Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt und hat keinen Partner. Vor allem die hebräischen Schriften der Bibel zeigen das mit einer Deutlichkeit, so dass man spätere christliche und durch das antike Griechenland beeinflusste Ansichten darüber nur mit aller Deutlichkeit zurückweisen muss.

Höre, Israel! Der Herr, unser Gott, ist ein einziger Herr. (5.Mose 6:4; Mk 12:29)

Gott ist EINER, wie er sich den Kindern Israels in der Szene mit Mose am brennenden Dornenbusch geoffenbart hat. Es gibt keinen neben ihm und keiner ist wie er. Das hebräische Wort für „Gott“, Elohim (אֱלֹהִים), taucht in der Bibel auf Hebräisch stets in der Pluralform auf. Der Singular von Elohim ist Eloah (אֱלֹהַּ). Des Weiteren gibt es das sogenannte Tetragramaton J-H-W-H (יהוה). Während hierzulande freimütig vom Gott Jahwe die Rede ist, wagen gläubige Juden aus Ehrfurcht nicht den Namen auszusprechen, was basierend auf Warnungen der Bibel richtig ist. Außerdem ist bei den vier Buchstaben J-H-W-H nicht bekannt, wie diese zu vokalisieren und damit auszusprechen sind. Wenige, aber zentrale Stellen in der jüdischen Bibel, z.B. im Buch Esra oder Daniel, sind auf Aramäisch verfasst. In dieser dem hebräischen eng verwandten, semitischen Sprache ist das Wort für „Gott“ Elah(אֱלָהּ), determiniert Elaha (אֱלָהָא). Arabischsprachige Juden sprechen von Allah. Jesus von Nazareth befand sich in einem aramäischsprachigen Umfeld. Hebräisch war zu diesem Zeitpunkt meist liturgische Sprache, nicht mehr gesprochene Sprache. Jesus selbst muss daher zu Gott Elah oder Elaha gesagt haben. Im Syro-Aramäischen wird dies Alaha oder Aloho (ܐܠܗܐ) ausgesprochen. Von Jesus sind die berühmten Worte „Mein Gott, mein Gott, wieso hast Du mich verlassen“ überliefert. Ob er dies auf Hebräisch oder Aramäisch tat kann nicht endgültig geklärt werden. In Matthäus 27:46 ist Eli, Eli, lama sabachtani überliefert und in Markus 15:34 Eloi, Eloi, lama sabachtani, ersteres Hebräisch und letzteres Aramäisch. Arabische und maltesische Christen verwenden das arabische Wort für „Gott“ Allah (الله). Auch arabischsprachige Juden, wie Maimonides, nannten Gott Allah. Sprachgeschichtlich gibt es zum einen die These, Allah setze sich aus bestimmtem Artikel al und Ilah für „Gottheit“ (الإله) zusammen und zum anderen die, dass es sich um eine Übernahme des aramäischen Alaha handele. Abschliessend geklärt werden konnte das nicht. Allah ist schlicht das arabische Wort für „Gott“. Betrachtet man das hebräische Eloah/Elohim, das aramäische Elaha/Alaha und das arabische Allah, so zeigen sich hier eindeutig die semitischsprachigen Wortverwandtschaften und dieselben Wortwurzeln. Das hebräische Wort Elohim lässt sich in der arabischen Höflichkeitsform Allahuma erkennen.

In der letzten Offenbarung die der Mensch von Gott erhalten hat, dem Qur’an, in der er sich und seine Persönlichkeit erklärt, werden 99 Namen verwendet, die alle bestimmte herausragende Eigenschaften Gottes bezeichnen. Diese findet man alle in der Natur wieder. Der islamischen Überlieferung nach gibt es einen hundertsten verborgenen Namen, den der Mensch nach der Auferstehung erfahren wird. Ob das der verlorene Name aus den hebräischen Schriften ist? Das wissen wir nicht. Wir wissen nur eines, der EINE, EWIGE und Allmächtige stellt sich uns heute mit einem Wort vor und das ist das semitische Allah.

Wer bist Du?

“You need a story to displace a story.” 

― Nassim Nicholas Taleb, The Black Swan

Wer bist Du?

Am berühmten Orakel von Delphi, genauer dem Apollothempel von Delphi stehen die Worte, die als Gnothi seauton bekannt sind. (altgriechisch Γνῶθι σεαυτόν Gnṓthi seautón, durch Elision auch Γνῶθι σαυτόν Gnṓthi sautón „Erkenne dich selbst!“ / „Erkenne, was Du bist.“)

Dieser Tempel ist Apollon gewidmet. Apollon (altgriechisch Ἀπόλλων Apóllōn, lateinisch Apollo) ist in der griechischen und römischen Mythologie der Gott des Lichts, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste, insbesondere der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs; außerdem ist er ein Gott der Heilkunst und der Bogenschützen. Als im kleinasiatischen Didyma gezeugter Sohn des Göttervaters Zeus und der Göttin Leto (lateinisch Latona) gehörte er wie seine erstgeborene Zwillingsschwester Artemis (lateinisch Diana) zu den Olympischen Göttern, den zwölf Hauptgöttern des griechischen Pantheon. Das Heiligtum in Delphi, die bedeutendste Orakelstätte der Antike, war ihm geweiht.

Apollon ist nicht der “Gott”, von dem ich schreibe. Apollon ist ein Sohn eines anderen Gottes und hat sogar eine Zwillingsschwester. Der Gott von dem ich schreibe, zeugt nicht und wurde nicht gezeugt. Wenn Kühe Götter hätten, würden sie wie Kühe aussehen. Dieses Prinzip steht hinter vielen dieser Ansichten, die dem monotheistischen klaren Gottesbild der hebräischen Schriften der Bibel und dem Qur’an widersprechen.

Der Tempel des Apollon war außerdem ein Orakel der Zukunftsvorhersagen, etwas was Menschen nicht nur nicht können, sondern auch etwas, vor dem die Schriften warnen. Der Apollon Tempel war auch ein Ort der Weisheit, einer Weisheit die das “Ego” hervorhob und den Menschen damit von Gott entfernt. Denn um vor Gott gross zu sein, muss man klein werden. Der Qur’an zeigt an vielen Stellen, dass weltliche Weisheit im Gegensatz zu göttlicher Weisheit steht. Oft (nicht immer) ist das von dem der Mensch denkt es sei gut, schlecht für ihn. Und das von dem der Mensch denkt es sei schlecht, gut für ihn.

Aber wie so oft, gibt es auch hier eine Verbindung zu den hebräischen Schriften der Bibel. Wieder einmal die Jesaja Rolle: “Weh denen, die Böses gut und Gutes böse heißen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! Weh denen, die bei sich selbst weise sind und halten sich selbst für klug!…” Jesaja 5:20

Nur einen Gedanken entfernt. Er ist mit uns, egal wo wir sind (Qur’an 57:4). Das bedeutet auch wenn wir einsam sind und uns verlassen fühlen, wenn wir trauern oder Probleme in unserem Leben haben, dann gibt es immer jemand der uns hört, wenn wir ihn rufen. Wir sind niemals alleine.

Was wir wollen ist nicht was wir brauchen. Aber was hat das mit der Frage zu tun, wer Du bist? Wir kommen auf diese Welt und unser Gehirn ist eine fast leere Biofestplatte. Es steuert alle Funktionen des Körpers, ohne das wir dazu etwas aktiv machen müssten. Wir sind von Anfang an mit einem Gefühl für Grundbedürfnisse ausgestattet. Wir haben Durst, wir haben Hunger, wir wollen schlafen, wenn wir erschöpft sind. Wir erhalten unseren Körper. Während wir vom Baby zum Kleinkind heran wachsen, sammeln wir erste Erfahrungen, die auch mit Grundbedürfnissen zu tun haben, die aber über Essen und Trinken hinaus gehen. Erfahrungen mit der Liebe. Wenn wir von liebenden Eltern behütet und beschützt werden, dann werden wir geliebt. Und wir lieben zurück. Wir strahlen sie mit dem schönsten Lächeln an, welches wir haben. In diesem Moment schmilzt das Herz von ihnen. Das ist das Verhältnis, das Menschen in der Bibel heran gezogen haben um zu zeigen, wie barmherzig Gott ist. Und auch wenn sie über das Ziel damit hinausgeschossen sind, da wir eben Menschen sind, so beschreibt dieses Bild mit dem Wort “Vater” für Gott das, was der Qur’an mit barmherzig, “Rahma”, beschreibt.

In den 114 Suren des Qur’an sagt Allah 114-mal Bismillahi ar-Rahman ar-Rahim, was auf deutsch etwa “im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen” bedeutet. In der arabischen Sprache bedeuten diese Worte nicht nur Barmherzigkeit, sie umfassen auch Liebe, Hilfe, Mitgefühl Leidenschaft, Beistand, Schutz, Sorge, Zärtlichkeit und … Vergebung.

Einer der wichtigsten Namen Gottes im Qur’an ist “Ar-Rahman”. Ar-Rahman gilt als die Mutter aller göttlichen Namen, denn durch den allumfassenden Schoß von Gottes “Rahman” wurde das Universum ins Leben gerufen. Im Arabischen gilt das Wort “Rahman” als Sighatul-Mubaalagha – als Hyperbel. Es drückt eine Außergewöhnlichkeit und Übertreibung aus.

Sowohl Ar-Rahim als auch Ar-Rahman stammen vom arabischen Wort “Rahim” ab, das Mutterleib bedeutet. Liebe, Barmherzigkeit und Gnade ist Allah. Der Qur’an sagt, dass wir von Gott kommen und zu Gott zurück kehren. Inna lillahi wa inna ilayhi raji’un…

…إِنَّا لِلّهِ وَإِنَّـا إِلَيْهِ رَاجِعونَ…Wir gehören Allah und zu Ihm kehren wir zurück…

Das gleiche sagt die hebräische Bibel über uns, genauer gesagt über den Geist von uns. Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben hat. (Hi 34,15Ps 31,6Ps 90,3)

Wer angesichts dieser kurz angerissenen Gedanken immer noch denkt im Islam wäre Gott keine Liebe und Gott braucht Substitute um uns irgend etwas zu vergeben, der hat dafür Gründe, die kein Argument der Welt ändern könnte. Gott, Allah, will das wir nach Hause kommen. Dass wir sagen ja, wir haben es verstanden. Dass wir aufhören uns wie ein kleines Kind gegen eine Wahrheit zu wehren, die unumstösslich Fakt ist. “(…) Verzweifelt nicht an Gottes Barmherzigkeit! Denn Gott vergibt alle Sünden; Er ist der Allerbarmer, der Allvergebende.” Qur’an 39:53

Gott ist unser Zuhause, unser Ursprung und der ultimative Sinn unseres Lebens. Aber was hat das mit der Frage zu tun wer Du bist? Als ich diesen Text schreibe, blicke ich auf das Meer. Ich habe nur mein Handy, einen Kugelschreiber und zwei Zettel dabei. Ich hatte nicht geplant diese Gedanken jetzt zu verfassen.

Welche Worte würde ich an jemanden schreiben der das liest und dessen Herz ich berühren dürfte? Nun, ich weiss nicht wer Du bist, Du der Du das liest. Ich kenne Dein Leben nicht, woher Du kommst, was Du erlebt hast, wie Du sozialisiert wurdest. Dass Du bis hier gelesen hast macht Hoffnung Dich in einem richtigen Moment erreicht zu haben. Vielleicht ist es ein Moment in dem Du schwach bist, sehr wahrscheinlich sogar. Denn nur wenn wir schwach sind, sind wir stark genug für ehrliche Gefühle und Gedanken. Für das, was in unserem Alltag keinen Platz findet, für das, was verloren ist. Oder was wir verdrängt haben.

Vielleicht fragst Du Dich, wie Dein Leben weiter gehen soll? Angesichts des Ausgangs jeden menschlichen Lebens auf dieser Welt ist das einerseits einfach zu sagen, andererseits wirft es bedeutende Fragen auf. Und auf dem Weg zu diesem vorläufigen Endpunkt, fühlt sich manches sinnlos und leer an. Wie in einer Matrix. Wozu das Ganze?

Es ist klar, das Leben kann man mit vielem füllen, es sogar erfüllen. Aber wenn es sich für Dich immer noch leer anfühlt, dann gibt es eine gute Nachricht. Dann gehörst Du zu denen die suchen, denen das nicht genug ist. Und das ist ein sehr gutes Zeichen, denn Gott zieht die zu sich, die er liebt. Und es gibt Menschen, die bei denen das nicht so ist. Die haben auch dieses Empfinden nicht, welches Du beim Lesen dieser Zeilen hast. Sie stellen sich diese Fragen nicht, wollen einfach lange leben und klammern sich an dieses Leben. Darunter gibt es auch viele Menschen, die gut zu anderen sind, gute Taten tun. Sie sind sozusagen ein guter Nachbar zu jedem anderen Nachbarn, nur der eine, den ignorieren sie und tun so als ob er nicht existiert.

Aber dazu gehörst Du nicht. Sonst würdest Du nicht weiter lesen. Wer könntest Du also sein? Zugegeben, Du könntest auch ein Teil meiner Leserinnen und Leser sein, die Gott schon in ihrem Leben haben, auch das würde mich sehr freuen. Aber auch die sind heute nicht in erster Linie angesprochen. Heute geht es um die, die fühlen aber noch nicht wissen. Die verzweifelt sind und keine Antworten haben. Und eines sei gesagt, ich habe auch keine Antworten auf alle Fragen, das hat kein Mensch. Teil der Wahrheit ist, dass wir diese auch nie haben werden. Die Wahrheit ist unser Schöpfer und die Auswirkungen dieser Wahrheit ist die Schöpfung, so wie die Spuren im Wüstensand zeigen, dass eine Karawane vorbeigezogen ist.

So ein Menschenleben ist schnell gelebt und man hat sich schnell auf irgendein Lebensziel festgelegt. Aber was ist, wenn wir uns irren? Jede ernsthafte Überlegung und Nachforschung muss mit dieser Frage beginnen. Was ist, wenn ich mich irre? Wenn man nicht bereit ist zu hinterfragen, steht das Ergebnis schon im Vorfeld fest.

Alles was Du bist ist biologisch gesehen klar definierbar. Ein Mensch. Was Dich als Seele aber ausmacht, das ist was u.a. Deine Eltern Dir anerzogen haben. Der Qur’an sagt, dass die Eltern einen Menschen zu einem Juden, Christen oder Muslim machen. Und die meisten Menschen werden diese Sozialisierung niemals überwinden, selbst wenn sie sie als falsch erkennen. Je älter man wird, desto deutlicher wird das. Darum ist es immer falsch grundlegende Lebensfragen auf irgendwann zu verschieben oder die Verantwortung von sich weg zu weisen. Sondern genau der Moment wo diese Fragen kommen, ist der Moment diese spirituelle Reise zu beginnen. Steigen wir jetzt in das Schiff am Hafen ein, denn wir wissen nicht, ob ein weiteres kommt.

Ein grundlegende Frage kann man sich mit einem anderen Gedankenbild stellen. Du stehst am Flughafen. Du hast die Option ein Ziel Deiner Wahl anzufliegen und wirst bekommen was Du erwartest. Oder Du hast die Wahl ein Ziel anzufliegen, welches Du vorher nicht kennst. Dir wird nur versprochen, dass es viel schöner, besser und grossartiger sein wird als alles, was Du Dir vorstellen kannst. Wie entscheidest Du Dich?

Die Antwort auf diese Frage ist kein Spiel. Es ist Dein Leben. Es ist sogar exakt das, was wir als westliches Leben erleben. Das was wir wollen oder die Wahrheit.

Ich habe am Anfang des Artikels geschrieben, dass ich so gut wie möglich Trigger vermeide. Wenn Trigger in Form von Worten fallen, sind Menschen voreingenommen. Auch wenn man ihnen dann erklärt, dass die Wortbedeutung eine ganz andere ist. Menschen legen immer ihren Filter über die Wirklichkeit. Man wird das nie ganz los und damit ist die Landkarte nicht das Gebiet.

Aber eine Sache muss ich an dieser Stelle ganz klar schreiben und ich versuche es zu einfach und knapp wie möglich zu halten. Religion ist heute immer mit Kultur vermischt und das lässt sich schwer trennen. Man muss sich also auf den alten Kern konzentrieren und darf nicht einfach alles in eine Schublade werfen. Aber Monotheismus, der Glaube an den einen und einzigen Gott und die direkte Anbetung von ihm ist heute im Wesentlichen nur in zwei Gruppen innewohnend, im Judentum und dem Islam. Welche Konsequenzen man daraus zieht, lasse ich an dieser Stelle erst einmal offen. In beiden Fällen ist es eine ganz persönliche Sache dahingehend, dass es eine Angelegenheit zwischen einem selbst und Gott ist. Dazu braucht es keine anderen Menschen, auch für das Glaubensbekenntnis nicht. Das war schon eh und je so, das Etikettieren mit einem “Branding” kam erst später. Wie man das Leben dann füllt und sozial organisiert, steht auf einem zweiten Blatt. Nur soviel, Menschen brauchen Menschen. Das bedeutet auch manchmal Kompromisse. Entscheidend ist nur, wo man sie macht.

Zum Vergleich: auf einem in See stechenden Schiff mag es nicht die Sorte von Saft geben, die wir gerne trinken. Vielleicht trinken wir lieber Wasser. Aber viel entscheidender ist es doch, das wir auf dem richtigen Schiff sind. Wir müssen uns auch mit den anderen Reisenden nicht bei allen Details einig sein. Das wird niemals der Fall sein und ist auch gar nicht notwendig. Beim Thema Religion geht es nicht in erster Linie darum was andere tun. Es geht um Wahrheit und um Gott.

Kleiner persönlicher Exkurs:

Der Grund warum ich im christlichen Glauben und allen Derivaten nicht zuhause bin liegt an einem langen Bibelstudium und meiner persönlichen Erfahrung in verschiedenen christlichen Gruppen. Der christliche Glaube ist nicht durch Jesus entstanden, sondern durch Paulus und die Kirche während und nach seiner Zeit. Das ist historischer Fakt und in der Literatur für jeden nachlesbar. Die christlichen Vorstellungen widersprechen den Aussagen Gottes in den hebräischen Schriften ganz wesentlich und die Erhöhung von Menschen zu “Führern” und Endzeiterwartungen ist inhärent stets vorhanden, vielmehr als anderswo, was m. E. auch mit speziell neutestamentlichen Lehren und ihren Auslegungen zusammenhängt. Dass heutige christliche Kirchen und Sekten den Fokus fast ausschliesslich auf weit hergeholte Sonderlehren* über Jesus lenken, ist ein ernstes Problem und konterkariert den reinen Monotheismus. Auch hier wird der Fokus weg von Gott gelenkt. Der ewige Gott des alten Testaments gerät aus dem Blickfeld. Jesus selbst gab alle Ehre Gott und lenkte den Fokus auf ihn. Christen lenken den Fokus auf Jesus. Findet den Fehler. Einen Teil meiner Gedanken habe ich damals zusammengetragen: Hier

*natürlich gibt es viele Sekten die noch weiter gehen und neben u.a. Jesus weitere “Ebenen” in Form von “Führern oder Guru’s” einfügen. Aber ein echter Monotheist folgt keinen Menschen. Die Offenbarung ist längst abgeschlossen, alle Gesandten Gottes sind nicht mehr auf dieser Erde. Alles was wir wissen müssen ist vorhanden. Es liegt nicht am fehlenden Wissen, es liegt am Wollen.

“Missing a train is only painful if you run after it! Likewise, not matching the idea of success others expect from you is only painful if that’s what you are seeking.”

Nassim Nicholas Taleb

Du solltest Dir unbedingt klar machen, wer Du bist und warum Du in dieser Welt zu dem wurdest was Du bist. Das wird ein Gedanke sein der Dir hilft von den Erwartungen anderer an Dich los zu kommen.

Es gibt Erwartungen anderer, die in Ordnung sind. Die Erwartung, dass Du freundlich bist. Dass Du Dich um Deine Verpflichtungen kümmerst. Dass Du Dein Wort hältst und man sich darauf verlassen kann. Das wären Beispiele für gute Erwartungen.

Aber andere können und dürfen nicht erwarten, dass Du einfach unreflektiert glaubst was sie glauben. Dass Du einen Glauben wählst, von dem sie erwarten dass Du ihn wählen wirst. Wenn es um diese großen Themen des Lebens geht ist es richtig, die Erwartungen von anderen zu enttäuschen, weil es nicht um andere dabei geht. Es geht nur um Deinen Schöpfer und Dich. Versteh mich nicht falsch, es ist viel schöner wenn man mit seinem Umfeld im Einklang ist und das kann ich nur jedem wünschen. Aber Einigkeit mit dem sozialen Umfeld ist nicht der Massstab für Wahrheit.

Wer immer Du bist, der Du diese Zeilen liest, habe den Mut das Außergewöhnliche zu tun. Du bekommst Antworten entsprechend Deinen Fragen. Aber es gibt nichts umsonst, Du musst mutig sein und völlig anders handeln, als Du es bisher getan hast. Es wird ein Opfer kosten.

Bedenke, niemand wird die Verantwortung für Dein Leben und Deine gewählten Entscheidungen in dieser Welt übernehmen. Weder Deine Eltern, Dein Lebenspartner(in) und niemand der Dir noch so wohlgemeinte (risikolose) Ratschläge gibt. Die Verantwortung wirst ausschliesslich Du selbst tragen.

Sunnitische Hassan-Bek-Moschee, Jaffa, Palästina.

Die Moschee des Meeres

وَاِذَا سَاَلَكَ عِبَادِيْ عَنِّيْ فَاِنِّيْ قَرِيْبٌ ۗ اُجِيْبُ دَعْوَةَ الدَّاعِ اِذَا دَعَانِۙ فَلْيَسْتَجِيْبُوْا لِيْ وَلْيُؤْمِنُوْا بِيْ لَعَلَّهُمْ يَرْشُدُوْنَ   ( البقرة: ١٨٦ )

“Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich nahe; Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich anruft. So sollen sie nun auf Mich hören und an Mich glauben, auf daß sie besonnen handeln mögen.” Qur’an 2:186

Wir brauchen theoretisch keinen besonderen Ort um zu beten. Aber in einer Welt von Ablenkungen, Lärm und Schnelllebigkeit kann ein besonderer Ort zum Beten uns helfen. Wenn wir einen Wald, einen einsamen Strand oder eine Wüste in der Nähe haben, können wir dort alleine sein. Alleine von Menschen. Denn nur einen Gedanken entfernt ist unser Schöpfer.

Der Mensch kann an jedem Ort der Welt beten. Egal wie weit wir uns von Allah entfernt haben, egal wieviele Jahre wir auf Irrwegen in unserem Leben gewandelt sind, durch Schmerzen und Erfahrungen gegangen sind, gerade dann muss uns klar sein, dass so wie die Nacht als Schleier notwendig ist um die Sterne sichtbar zu machen, so ist diese Welt nur durch den Kontrast von Freude und Leid erfahrbar. Aber Gott ist nur ein Gedanke von uns entfernt. Es ist nur ein Gedanke!

In diesem Artikel gehe ich nicht auf die Besonderheiten eines muslimischen Gebets ein, das ist Stoff für einen extra Artikel und jedes Detail für sich hat eine ungeahnte Tiefe und Besonderheit. Wenn man nicht weiss wie man betet, kommt es aber auch erst einmal nicht auf die Details an, erst einmal müssen wir diesen einen Gedanken denken und zu unserem Schöpfer zurück wollen. Das hat etwas mit Umkehr zu tun und ist das, worum es in den Schriften zu allen Zeiten ging. Alte Pfade verlassen, das Ego (Egoismus) überwinden, demütig sein, suchend und bittend um Hilfe und Antworten. Erst wenn Menschen das Materielle und ihre eigenen Wünsche überwunden hatten und nach dem Willen Gottes suchten, waren sie frei Gott zu erkennen. Diese immer gleiche Botschaft ist bei allen Propheten zu finden.

Dieser Gedanke ist für alle, die am Rande ihres eigenen Glaubens stehen, vielleicht sogar vor Trümmern und die Religion als einen harten Winter anstelle eines lebensspendenden Frühlings erlebt haben, als den sie Gott geschickt hat. Denn ja, Religion wurde zu allen Zeiten missbraucht durch Menschen, die denken sie könnten sich zu etwas göttlichen oder gar Gott gleichen erhöhen und auch heute gibt es das. Eines sei aber klar gesagt: alle Menschen die Gott als Botschafter geschickt hat, haben nie sich selbst erhöht, sondern Gott alle Ehre gegeben. Sie haben nur die Botschaft überbracht und dem nichts hinzugefügt. Und diese Botschaft ist im Kern immer gleich. Bereuen, umkehren, Gott suchen und zum Lebensmittelpunkt machen. Alles andere hinten anstellen.

Die Idee von Religion als rettende oder exklusive Organisation ist geradezu absurd, Gott ist viel größer, als dass er das nötig hätte. Dass Menschen eines Glaubens mit anderen Menschen dieses Glaubens gemeinsam beten, sich austauschen oder anderen helfen ist eine Sache. Das ist Gemeinschaft. Gemeinsame Werte und Interessen, das verbindet Menschen. Selbst wenn es nicht um Religion geht ist das ja so. Physiker reden mit Physikern, studieren und erforschen auch gemeinsam. Junge Physiker lernen von erfahrenen Physikern. Sie haben eigene Gebäude in einer Universität, die zum Zweck der Erforschung der Physik da sind. Zum Kult wird es, sobald ein Physiker sich über die anderen erhebt und es nicht mehr der Sache dient, in dem Fall der Physik, sondern zu einem neuen Selbstzweck wird. Das Beispiel der Physik habe ich nicht nur aus persönlich-familiären Gründen gewählt. Es hat noch eine andere Bewandtnis. Physik ist Wahrheit. Zwar Teil einer größeren Wahrheit, aber eben Fakt. Wenn also Nicht-Physiker sagen, nennen wir sie Philosophen, dass Physik nur eine Idee oder ein Konstrukt ist, so können sie das tun. Sie können das ihr Leben lang behaupten, auf ein Hausdach steigen und herunter springen. Unten erwartet sie dann die Wahrheit.

Die Physiker müssen die Philospophen nicht missionieren um sie zu überzeugen, dass die Physik die Wahrheit ist. Wenn einem Philosophen etwas an der Wahrheit liegt, wird er sie suchen und die Physiker darüber befragen. Die werden ihm dann sagen, dass wenn er von dem Hausdach springt, dies sein Ende sein wird. Die Entscheidung darüber es zu tun oder nicht bleibt bei dem Philosophen.

Physik ist Wahrheit. Nur wenige Disziplinen wie beispielsweise die Mathematik haben diesen Charme. Gemeinsam haben sie, dass sie Naturwissenschaften einer exakten, präzisen und hochkomplexen Schöpfung sind.

Die Schöpfung ist ein Teil der Wahrheit. Die Wahrheit die aber über Allem steht, ist ihr Schöpfer. Gott.

“Derjenige, der auch nur einen Hauch Arroganz in seinem Herzen hat, wird das Paradies nicht betreten.” Hadith Sammlung

Interessanterweise leitet sich das arabische Wort für Mensch “Insan” laut vielen Gelehrten von dem Wort “Nisyan” ab, was Vergessenheit bedeutet. In unserem Beispiel mit den Physikern und den Philosophen mögen die Philosophen vergessen haben, dass die Welt in der sie leben eine Welt der Physik ist. Aber den Konsequenzen dieser Wahrheit werden sie nicht entgehen.

Mahmoudiya Moschee, Jaffa, Palästina.

“Skin in the Game” in der Religion.

Religion braucht “Skin in the Game”, wie immer ist das Umsonst nichts wert und hierbei geht es wahrlich nicht um Geld. Es geht um einen Preis, den man zahlt. Und sei es nur einen gewissen Rahmen für Handlungen zu haben. Oder wie Nassim Nicholas Taleb schrieb, “Gott mag keine folgenlosen Willensbekundungen”. Es gibt eine Symmetrie zwischen dem was man “zahlt” und dem was man bekommt. Das ist eine sehr säkulare Aussage eines orthodoxen intellektuellen Christen, über die ich lange nachgedacht habe. Aber letztlich stimmt sie. Es gibt keinen Freelunch, das wäre eine Asymmetrie des Universums, um es mal säkular und nicht muslimisch zu sagen.

Der Mensch ist viel zu schwach, um es “ohne Preis” zu “können”. Der klassische Fall bleibt für mich alle Zeit des Lebens unter anderem das Gebet. Gebet hat Regeln und Zeiten. Gebet zu einer Gewohnheit zu machen bedeutet, dass wir das sozusagen auf unsere Festplatte schreiben. Wieder und wieder. Bis es sitzt. Je länger wir das machen (und je früher man im Leben anfängt), desto mehr ist es ein Bestandteil von uns. Natürlich kann man sagen, wozu? Ich kann doch jederzeit beten. Und das stimmt ja auch. Aber wie oft machen wir es dann? Immer wenn es uns schlecht geht?

Das Gebet nach Regeln zu verrichten halten nur die für schlecht, die den Vorteil noch nicht erkannt haben. Oder die, die nicht regelmässig beten. Es gibt viele gute Gewohnheiten, die man sich hart anerziehen muss und wenn man sie erlernt hat, freut man sich darauf. Der Mensch lernt durch Beständigkeit und Wiederholung.

Und um wieder ganz nicht-säkular zu werden, gar islamisch: erwarten wir von Gott, dass er uns im Gedächtnis behalten wird, wenn wir nicht mal zu ihm beten?

فَاذْكُرُوْنِيْٓ اَذْكُرْكُمْ وَاشْكُرُوْا لِيْ وَلَا تَكْفُرُوْنِ ࣖ   ( البقرة: ١٥٢ )

“Gedenkt Meiner, so gedenke Ich eurer. Seid Mir dankbar und seid nicht undankbar gegen Mich.” Qur’an 2:152

Wem dienen wir?

Wenn wir Gott nicht dienen, werden wir unweigerlich anderen “Göttern” dienen. Denken wir darüber nach. Unsere Partner, unsere Chefs, unsere Lehrer, unserer Freunde, die Gesellschaft in der wir leben und sogar unsere eigenen Wünsche versklaven uns.

Ein Mensch ist daher nie “frei”, auch wenn manche ihr Leben für Freiheit halten. Es ist einfach nur der Wechsel von einem “Herrn” zu einem anderen.

Gott zu dienen ist der ultimative Sinn unserer Existenz; denn es befreit uns von der Sklaverei gegenüber allen und allem anderen und der Gesellschaft mit ihrem kruden und dauernd wechselnden Zeitgeist.

Unterwerfung

“Tritt nicht näher heran! Zieh deine Sandalen von deinen Füßen, denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliger Boden!”  (1Mo 28,17Jos 5,15Apg 7,33)

“Dann werdet ihr wieder den Unterschied zwischen Gerechten und Ungerechten sehen, zwischen denen, die Gott dienen und denen, die es nicht tun.” Maleachi 3:18

Unterwerfung ist heute ein unschönes Wort, man ist lieber “pride”, was Stolz heisst. Stolz auf sein Land, sich selbst und seinen Lebensstil oder was auch immer. Stolz ist in den Schriften durchgängig mit “Ego”(weg von Gott) und Satan verbunden. Stolz im Widerstand gegen Gott und allem, was er dem Menschen sagen lies. Es geht hierbei aber nicht einfach nur um Moral, was noch die leichtere Übung wäre. Es geht um eine überhebliche und egozentrische Grundhaltung, man hält sich selbst stets für besser und überlegen. Gegenüber anderen Menschen und letztlich auch gegenüber Gott. Die Einstellung des Herzens um Gott zu finden, muss aber eine offene und lernbereite sein. Eine Haltung der Demut. Wer nicht demütig ist wird nie begreifen und verstehen und sein Herz wird in Selbstsucht versteinert werden.

“Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! Jesus in Matthäus 26:39, Schlachter Bibel

Die Einstellung wie Gott will oder wenn Gott will, InsahAllah, ist eine Lebenseinstellung und sie bedeutet Unterwerfung unter Gottes Willen. Das ist nicht das gleiche wie Unterwerfung unter eine Organisation einer Religion oder eines Gurus, sondern so ziemlich genau das Gegenteil. Zwischen uns und Gott steht nichts, wenn wir uns nicht selbst im Weg stehen. Der Himmel ist offen, wenn wir diesen Gedanken erst einmal verstanden haben.

Wie ich schon schrieb, kann man an jedem Ort beten. Aber eine “Holy Site”, eine Moschee kann enorm helfen. Nichts lenkt ab, keine Bilder oder Figuren, was schon eh und je Götzendienst war und ist. Eine Moschee ist ein Haus des Gebets. Wenn man die Möglichkeit hat das muslimische Gebet zu lernen und eine Moschee in einem muslimischen Land zu besuchen, ist es etwas ganz Besonderes. Das liegt schon daran, dass es dort Moscheen gibt, die Jahrhunderte alt sind und sie meist rund um die Uhr offen sind. Selbst nachts. Man kann die Moschee erst einmal zu einer ruhigen Zeit besuchen und diesen Ort ganz auf sich wirken lassen.

Bevor man dorthin geht, stimmt man sich gedanklich darauf ein, fasst diesen Entschluss in Kontakt zu Gott zu treten, weswegen man die muslimischen Pflichtgebete auch “Kontaktgebete” im Deutschen nennt. Pflichtgebet mag negativ klingen, aber man darf nicht vergessen, nicht Allah braucht diese Gebete, wir brauchen sie. Es ist der Reset im Alltag, es ist die Vergebung und es ist die Hoffnung. Es ist die dringend benötigte Nahrung für die Seele.

Vor dem Gebet wäscht man sich. Es ist eine rituelle Waschung, die die Gedanken auch schon ganz auf das Gebet ausrichtet. In der Moschee selbst zieht man seine Schuhe aus, denn man steht auf heiligen Boden. Ein muslimisches Gebet besteht in dem Fall aus der Rezitation der Al-Fatiha zu Beginn, der ersten Sure des Quran, die eigentlich die Essenz des Islam ist. Sie auf arabisch auswendig zu lernen dauert vielleicht ein paar Tage oder Wochen, aber wenn man sie kann und Wort für Wort in seiner Tiefe und Bedeutung versteht ist es kein reines Aufsagen. Man atmet jedes Wort, lässt seinen Geist völlig darauf ein. Es gibt noch ein paar andere Dinge, die man für das Gebet im Ablauf lernt. Aber im Prinzip ist es einfach und das Mindestwissen ist die Al-Fatiha und eine weitere Aya (Vers) der Wahl aus dem Qur’an. Hier kann man beispielsweise eine Aya nehmen, die Gott besonders preist.

Der ganze Ablauf des Gebets, welches aus Einheiten (Rakat) besteht, hat Bedeutungen. Klar kann man das monoton tun und einfach eine Routine erfüllen und manchem westlichen Beobachter mag das so erscheinen, weil man es nicht nachvollziehen kann. Aber es ist so viel mehr als das.

Wer das Gebet aber als Kontaktgebet sieht und genau das ist es, der merkt den Unterschied und soviel ist gesagt, das ist keine Einbildung. Die Unterwerfung unter Gott ist gleichzeitig das Größte was einem Menschen auf dieser Erde passieren kann. Hier erfüllt sich was der Qur’an sagt, es ist anders als der Mensch denkt. Wer sich klein macht, wird gross werden. Wer sich schwach macht, wird stark werden. Wer sich eingesteht unwissend zu sein, wird Weisheit erhalten. Wer um Rechtleitung bittet, wird Rechtleitung bekommen. Wer vor Menschen wegen Gottesfurcht klein ist, wird gross bei Gott sein. Und der Letzte wird der Erste sein. Oder wie es Jesus damals sagte: den Sanftmütigen gehört das Königreich der Himmel.

Der ultimative Sinn des Lebens ist den Willen Gottes zu tun. Der Qur’an sagt, dass der Mensch dazu gemacht ist Gott anzubeten, aber nicht weil Gott diese Anbetung braucht, sondern weil wir sie brauchen. Diese Art Weisheit kann man nur verstehen, wenn man die Auswirkungen des Gebetes persönlich erlebt. Und wer durch diese Tür geht, dem wird alles andere hinzugefügt bekommen. Ich hätte niemals gedacht, dass ein Geheimnis so offenbar und doch so gut behütet sein kann. Als suchten alle Archäologen fieberhaft und gierig nach einem Schatz und ein kleiner Junge findet ihn spielend in einer Höhle. Jeder kann dieser kleine Junge sein.

Wie ich schon (hier) in einem Artikel schrieb, ist vieles auf dieser Welt nicht wie es scheint. Unsere grosse Herausforderung als Menschen besteht darin den Blick auf das echte Leben gerichtet zu halten, auf die Dinge die man nicht sieht. Wie die Schriften zeigen, ist es nicht das echte Leben, in dem wir jetzt leben. Wir leben es und können gute und schlechte Momente haben. Aber beide Arten von Momenten dürfen nicht zu einer Trennung von unserem Schöpfer führen. Nichts kann uns von ihm trennen, nur wir selbst. Und wenn wir ihn suchen, wird er sich finden lassen. Das hat er uns versprochen.

The Prophet (ﷺ) said, “Allah says: ‘ When a slave of Mine draws near to Me a span, I draw near to him a cubit; and if he draws near to Me a cubit, I draw near to him a fathom. And if he comes to Me walking, I go to him running.”‘.

Quelle: Riyad as-Salihin 96, arabic-english

Ja, Unterwerfung ist im heutigen Sprachgebrauch aus vielerlei Gründen negativ. Aber im Monotheismus geht es ausschließlich um die Unterwerfung unter Gott. Und niemals um etwas anderes, nichts und niemand hat es verdient sonst angebetet zu werden oder das Recht das zu verlangen.

Denken wir nochmals daran was im Qur’an über das gesagt wird, was der Mensch will und das, was gut für ihn ist. “(…) Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht ist euch etwas lieb, während es schlecht für euch ist. Allah weiß, ihr aber wißt nicht. “ 2:216

Wir können nicht gegen die Gesetze der Physik handeln und wenn wir es tun, werden wir dafür den Preis zu zahlen haben. Auch für die Gesundheit unserer Seele und für die Zukunft im echten Leben nach diesem hier und jetzt gibt es Gesetze. Wir können das ignorieren, ablehnen oder darüber lachen und viele werden es tun. “Und wenn du den meisten derer auf der Erde gehorchst, werden sie dich von Gottes Weg irre führen. Sie folgen nur Vermutungen, und sie raten nur.” 6:116 Qur’an.

Nun ist es so, dass man nicht auf ein grosses Ende dieser Welt vergeblich warten muss um den Ausgang dieser Geschichte zu erleben. Gehen wir zur Abwechslung in ein Altenheim oder Hospiz. Erleben wir, wie hoffnungslose Menschen sich an ein bisschen Restleben klammern und es um jeden Preis erhalten wollen. Erleben wir, wie gebildete und erfolgreiche Menschen die mit Gott nichts zu tun hatten, in den letzten Momenten ihres Lebens unter Tränen fragen, ob Gott ihnen vergeben wird. Ich habe das mehrfach persönlich erlebt und ich werde das mein ganzes Leben lang nicht vergessen. Was denken wir, wie das bei uns ausgehen wird? Denken wir immer noch, uns würde es anders ergehen?

Denken wir, wir werden nicht wie ein Häufchen Elend dahinsterben, wie alle anderen vor uns? Wo ist dann der Stolz? Wo das Ego? Und was bleibt?

Wir haben die Wahl, welche Bedeutung und Richtung wir unserem Leben geben wollen. Wählen wir weise.

“Consider a turkey that is fed every day. Every single feeding will firm up the bird’s belief that it is the general rule of life to be fed every day (…) On the afternoon of the Wednesday before Thanksgiving, something unexpected will happen to the turkey. It will incur a revision of belief.” 

Nassim Nicholas Taleb

43 Kommentare zu „Die Moschee des Meeres

  1. Nein, der Artikel ist nicht gut! Er wird der Fundamentalismus gefördert. Wo bleiben die Rechte von LGBTQ im Islam? Wieso sollen Menschen keinen Spass haben dürfen? Meine Kinder sollen frei aufwachsen und ihre Jugend ausleben und sich auch „austoben“ können. Der Mensch ist ein Säugetier wie jedes andere und da darf man auch mal testen. Alles was Spass macht. Und ansonsten gibt es Gesetze. Daher brauchen wir keinen Islam! Wie passt Islam mit der modernen Welt zusammen? Gar nicht. Basta!

    PS: den Blog heute gefunden und gleich wieder entfolgt.

    1. “PS: den Blog heute gefunden und gleich wieder entfolgt.”

      Na da bin ich aber froh. 😉

      Fundamentalismus ist heute schon, wenn man nicht pro LGBTXXXX ist? Und wo bleiben die Rechte von denen, die das nicht wollen? Ganz zu schweigen von den jüngsten der Gesellschaft? (Kindeswohl – schon mal davon gehört?)

      Alles was Spass macht ist die neue moralische Grenze? Eines ist sicher, die Auswirkungen dieser Aussage begreifen Sie nicht wirklich!

  2. Hallo zusammen! Ich bin eigentlich Katholik, aber schon sehr lange möchte ich gerne mal an einem Gebet teilnehmen und den Islam besser kennenlernen. Zur Zeit hadere ich auch sehr mit meinem Glauben und bin auf der Suche, weil alles was ich bisher weiss erfüllt mich nicht und ist irgendwie auch unlogisch. Vor allem die Geschichte dahinter. Du hast es sehr gut erklärt, auch in den anderen Artikeln. Nur Monotheismus macht Sinn und das ist im Islam noch am stärksten. Jude bin ich nicht, also kommt Judentum nicht in Frage. Ich will noch meinen Master fertig machen und dann schaue ich weiter. Danke für den Blog und deine Arbeit!

  3. Deine Worte mit diesem Artikel berühren mich. Ich habe mich lange mit dem Islam beschäftigt, aber ich habe das Gefühl, dass ich zu viele Leute damit vor den Kopf stoße. Für meine Eltern ist Religion, insbesondere der Islam, irrsinnig und unnötig, mein Bruder redet den Islam, auch aufgrund der Medien, regelmäßig schlecht und ich weiß einfach, dass viele meiner Freunde und der Rest meiner Familie komplett dagegen sind. Und das macht es mir so schwer weiter zu machen und ich bete heimlich. Alles ist dagegen🥺🥺 Mir ist Gott aber wichtiger und ich bin so glücklich ihn gefunden zu haben.

    1. Deinen Glauben und Deine Freundschaft zu Gott kann Dir niemand nehmen. Lauf nicht den Erwartungen anderer hinterher, das ist es nicht wert. Die denken heute so und morgen ganz anders. Aber was bleibt?

      “Missing a train is only painful if you run after it! Likewise, not matching the idea of success others expect from you is only painful if that’s what you are seeking.”

      Nassim Nicholas Taleb

  4. Masha-Allah Brother, welcome to a life that teaches you how to be more patient, steadfast, empathetic, humble, studious, insightful and much more.
    may Allah ﷻ fill your life with endless happy moments, countless wonderful surprises, and infinite success! Ameen 🤲

    My deutsches is bad but I know you from friends.

    Mustafa from Egypt

  5. Hallo Blackwater, ich bin auch raus. Mir ist das zu muslimisch hier. Die Webseite, die Leute, alles eine M-Bubble. Dafür haben wir nicht die Aufklärung hinter uns um dann mit Alla anzufangen. Lächerlich. Damit wirst du Leser verlieren. Schade. War eine gute Zeit.

    1. Jup. Das passt für mich. Die Webseite wurde nie gemacht um Beliebtheitswerte zu steigern. Welche Art von Aufklärung meinst Du? Die, die dafür gesorgt hat dass Menschen heute Politikern, dem “Universum” oder radikalen Klimabewegungen oder Sekten nachlaufen? (da gibt es auch eine “Hölle”, 2030 werden wir alle verglühen 🤪). Oder die Art Aufklärung, nach der Menschen in Ängsten vor Viren und der Zukunft in Schockstarre gefangen sind? Der Mensch ersetzt nur eines mit dem anderen. Dann lieber das Original.

  6. Lieber Blackwater,
    dieser Kommentar wird mein Abschied. Ich lese seit ca 4 Jahren jeden Artikel mit aber was du hier geschrieben ist für mich, als Christ, nicht mehr hinnehmbar.
    Deine Artikel waren einmal von Neutralität geprägt was ich die ganzen Jahre sehr geschätzt habe.
    Dieser Artikel ist jedoch alles andere als neutral. Er ist vor allem beleidigend gegenüber Christen da das NT total ausgeklammert wird und auch nicht als Wort Gottes anerkannt wird. Vor allem bei dem Evangelien ist das fragwürdig. Deine Entwicklung der letzten Monate verwirrt mich ehrlich gesagt, da du immer ein angeblicher Verfechter der Neutralität und gegenseitigen Akzeptanz warst. Der größten Glaubensgemeinschaft dieses Planeten Seine Grundlage abzusprechen ist vorsichtig gesagt großkotzig und unverschämt. Wie war das mit leben und leben lassen?

    Zu Joerg: Ich weiß um seine fundamentalistische Weltsicht jedoch musste ich ihm in einigen Punkten in seinem Kommentar zustimmen. Das alles zum Schluss mit „lass mal Licht in dein Herz“ totzuschlagen ist einfach nur das kleine 1×1 der Moslems so wie ich sie in 30 Jahren meines Lebens kennengelernt habe. Weitere Klassiker sind : „das hat nix mit Islam zu tun“, „du hast das aus dem Zusammenhang gerissen“, „aber die Christen haben viel mehr Menschen umgebracht“, „die Christen haben Kreuzzüge gemacht“, etc. Die Liste könnte man unendlich fortführen. Gääähhhhn.Jeder der nicht zustimmt ist ein ignoranter Idiot. Schon einmal darüber nachgedacht das alles worüber wir uns hier unterhalten GLAUBEN heißt? Wenn alles zu 100% belegt wäre würde es Wissenschaft/Empirie heißen. Auch wenn es viele hier nicht glauben möchten ( welch ein Wortwitz), auch der Islam ist glauben. Punkt. Mal ganz davon abgesehen das sich so unglaublich viele Sachen aus dem Koran mit dem NT überschneiden. Und der Koran wurde ca 632 n.Chr. verfasst. Moment mal. Vater würden sagen das wurde einfach kopiert. LOL.

    Ich würde mich mehr über die Akzeptanz des Christentums freuen. Der Grund warum Leute hier heute nicht mehr der Kopf abgeschlagen wird und das wir hier ein einigermaßen vernünftiges Strafrecht inkl Staat haben ist dieses ungläubige schlechte Christentum. Alles was wir heute in Europa haben. Menschenrechte etc. fußt darauf. Christliche Organisationen egal ob katholisch oder evangelisch unterstützen Menschen weltweit unabhängig vom Glauben, Rasse Herkunft etc. Das gesamte Konstrukt fußt auf der Nächstenliebe. Das einfach unberücksichtigt zu lassen ist sehr beschränkt und auch das hätte ich nicht von Blackwater und auch nicht dieser Community erwartet.

    Ich habe zwei Tage überlegt und noch tausend Gedanken mehr aber ich möchte meinen Abschied nicht unnötig lang gestalten.

    Ich finde es sehr schade wie sich dieser Blog entwickelt hat, da ich mich vor allem auf die spirituellen Artikel immer sehr gefreut habe. Aber was soll’s nichts währt ewig !

    Blackwater es war trotzdem mal schön bei dir. Danke dafür.

    Euch noch eine gute Zeit in der Islamic Bubble mit Islamic Banking wo der böse Zins einfach umbenannt wird und plötzlich gut ist.

    Bis dann!

    PS: Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss zu deinen so neutralen Medien ANNA News aus einem anderen Artikel. Die waren mal unabhängig sind aber seit dem Syrien Krieg ein Propaganda Medium des Kreml und nicht mehr so unabhängig. Das kann man ganz einfach sehen wenn man auf deren Telegram Kanal schaut. Das als unabhängig an die Leute rauszugeben ist ebenfalls fragwürdig.

    1. Hallo Hans,

      zunächst einmal vielen Dank für die Begleitung meines Blogs und meiner Gedankenwelt in den letzten 4 Jahren.

      Was Neutralität angeht, so kann man diese immer dann verteidigen, wenn man eben selbst neutral ist. Und das bin ich nicht, da ich mir über die letzten Jahre zum Thema Religion eine andere Meinung gebildet habe. Das hat viel Nachdenken, schlaflose Nächte und viel Forschung bedeutet, da für mich persönlich Religion keine Kulturfrage ist und ich nicht einfach meiner eigenen Sozialisierung folgen wollte (was natürlich der leichteste Weg ist).

      Die kritisch-historische Auseinandersetzung mit dem NT von den führenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet (siehe Bücherecke in der Community), lässt für mich keinen anderen Schluss zu, als für mich persönlich Teile des NT in Frage zu stellen. Ich wüsste nicht was daran großkotzig sein soll!! Es ist meine persönliche Glaubensentscheidung, die ich auf einer fundierten Grundlage getroffen habe (die wenigsten Menschen machen sich leider die Mühe, Schriften und Quellen intensiv zu bearbeiten, ist nichts neues. Aber ich habe schlichtweg keine Zeit mehr in meinem Leben zu verschenken und bin daher vielen Dingen intensiv auf den Grund gegangen).

      Also ja, der Artikel ist nicht neutral, weil ich es bei diesem Thema nicht mehr bin. Ich habe aber auch immer geschrieben (auch vor Jahren), dass es um Nachforschen und Nachdenken geht. Dabei kann natürlich auch etwas anderes herauskommen, als man vor Beginn der Nachforschung denkt. Das liegt in der Natur einer ergebnisoffenen Untersuchung.

      Zum Thema Islamkritik: ich gehe davon aus, dass Du und Jörg sich intensiv mit islamischen Quellen auseinandergesetzt habt, islamische Communities besucht habt und euch mit ein paar der fast 2 Milliarden Muslimen weltweit (ja, sind auch ganz viele viele) unterhalten habt. Nein, dann zurück auf die Schulbank!

      Offtopic:

      Kritik wird immer schnell geäußert und manchmal(!) ist sie auch fundiert. Aber meistens eben nicht. Bisher kenne ich nur zwei Personen in meinem Leben, die bis zur Erschöpfung in hunderten Quellen geforscht haben. Alle anderen babbeln nur nach was sie auf Webseiten gelesen oder im 0815-TV gesehen haben und was ihre bisherige Sicht bestätigt. So meine traurige Erfahrung.

      Zurück zum Thema:

      Dass das Christentum die gewalttätigste und grausamste Religion der letzten ca. 1900 Jahre ist, ist historischer Fakt. Dazu brauche ich nichts weiter schreiben, Literatur dazu gibt es genug und wer es etwas kompakter mag, schaut die mehrteilige und sehr intensive Doku auf ARTE „Tötet die Bestien“ an. Das ist die bittere Realität. Und für all diese Grausamkeiten, die Christen anderen Menschen fremder Kulturen angetan haben, haben sie die Bibel benutzt. Auch da kann man wunderbar Stellen aus dem Kontext reissen. Passiert auch heute noch.

      Dass seit einigen Jahrzehnten in Teilen der Welt das Christentum einen auf “Love Bombing” und Anbiedern mit Klima, Transgender und sonstigem Zeitgeist macht, liegt nur an seinem Machtverlust und der zunehmenden Bedeutungslosigkeit. Auf dem Kirchentag vor zwei Jahren hatten wie „Vulven malen“ und ähnliche „Freuden“. Wird sicher noch besser in den nächsten Jahren, da bin ich ganz sicher. Das finde AUCH ICH im Übrigen jammerschade und bedauerlich und ich habe nichts gegen ein starkes Christentum, was sich auf seinen Kern besinnt. So meine säkulare Ansicht dazu. Der Grund warum ich für mich das Christentum heute ablehne, ist rein theologischer Natur. Wie gesagt, mit geht es um mehr als ein „Hobby“ oder Kultur (böser „Fundamentalismus”, ist nicht woke und nicht Zeitgeist, wenn Religion zu wichtig wird).

      So wie Du will ich es nicht zu lange ausdehnen, die übergriffige angriffslustige Kritik im Rest Deines Kommentars lasse ich so stehen.

      Hab ein schönes Leben und nochmals danke für die Begleitung in den letzten Jahren!

  7. Sehr mutig in einem atheistischen Land wie Deutschland so einen Artikel zu veröffentlichen! Ich hoffe dein Spamfilter kann was. hehehe

  8. @All

    Vielen Dank für eure Kommentare, Mails und auch Messages auf anderen Wegen. Heute morgen habe ich noch eine Mail mit einem Kommentar erhalten, der wegen einem technischen Fehler nicht abgesendet werden konnte.

    Aber ich darf ihn hier posten im Namen der Person, die ihn geschrieben hat. Und ich will ihn euch nicht vorenthalten. Es war eine grosse Überraschung für mich, denn ich kenne diese Person als Kundin schon eine ganze Weile (glaube 3 Jahre) und hätte das nie erwartet:

    „Ein sehr schöner Artikel. Danke für Deinen Mut und Deine gelungene Darstellung. Ich habe den Islam vor 20 Jahren kennengelernt, kurz vor 9/11, und bin trotzdem danach konvertiert, denn wenn man den Islam wirklich kennenlernt, mit den Inhalten, die Du hier beschreibst, dann weiß man, dass er nicht gewalttätig ist und dass solche Verbrecher ihn vielleicht im Mund tragen, aber nicht leben. Und dass alle Diskussionen, die ihn darauf oder die Kopftuchfrage reduzieren, am Eigentlichen vorbeigehen. Das Eigentliche: es gibt einen Gott, es gibt ein Leben nach dem Tod, und dieses irdische Leben dient dazu, dass wir uns entscheiden (auch anhand der Entscheidungshilfen, die Gott uns über die Propheten gesendet hat), ob wir Gottes Weg folgen wollen oder uns dagegen stellen. Und danach werden wir dann von Gott beurteilt werden; für Gläubige eine tröstliche, finale Gerechtigkeit des höchsten Wesens, weder männlich noch weiblich, ein unvorstellbar großer, barmherziger Gott.“

    LG Rita

  9. maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕 maşallah 💕

    1. Die Beschreibung “nach Hause komme” oder “ankommen” höre ich immer wieder. Genau diese Worte fand ich damals, als ich das erste Mal klar gesehen habe. Und das kann man immer wieder erleben, beispielsweise an besonderen Orten.

  10. Danke für dieses Statement und mein Respekt dafür!

    Wenn man sieht was die Leute heute treibt, Selbstsucht, Angst vor Corona und Klimawandel, Krieg oder sie followen verrückten Sekten oder Trump, dann merkt man erst einmal wie befreiend der Islam ist. Einfach nur Allah und man selbst.

    Ich bin vor ca. 5 Jahren konvertiert. Seit dem habe ich eine innere Ruhe und Gelassenheit und konnte meine Ängste besiegen. Da ich eine kleine Tochter habe kann ich ihr auch erklären dass Allah all die schönen Dinge gemacht hat, die sie liebt (ihr Lieblingsbär ist der Pandabär) und muss ihr nicht wirres Zeug von Zufall erzählen. Der Hass und die Häme auf den Islam wächst von Tag zu Tag, aber die Abrechnung kommt nach dem Tod und liegt bei Allah.

    Hijab habe ich erst vor einem Jahr angefangen zu tragen, als ich innerlich soweit war und was ein Aufriß um das Thema. Das ist nochmal ein Level mehr, aber man merkt auch den Schutz Allahs. Diese Gesellschaft in der wir heute leben ist krank und es wird immer schlimmer. Islam führt zu dem zurück wie es Allah swt wollte. InshaAllah kommen noch viele zum Aufwachen.

    Alina

  11. Guten morgen! Welch abwechslungsreicher Blog. Ich bin Atheistin und für mich persönlich macht Religion als Konzept keinen Sinn, aber ich find es super interessant Leuten zu zuhören oder zu lesen wie sie die Welt sehen auch wenn ich Dinge anders sehe und bewerte finde ich diesen Artikel sehr gut! Würde in mir etwas Zweifel am Atheismus haben, würde ich nach diesem Artikel wirklich nachdenken. Aber es ist nichts für mich.

  12. Ich kann mich der großen Masse an positiven Kommentaren nur anschließen! Du hast nicht nur den Islam auf wundervolle Weise repräsentiert und aufgeklärt, sondern auch als Mensch uns alle inspiriert. Einfach wundervoll was für Menschen Allah uns schickt mit Gedanken die uns helfen!

    Ich weiss das ist kein Religionsblog aber wenn dazu etwas kommt, ist es echt super.

  13. Salam 3leykum Blackwater, ich bin geborene Muslimin aber entdecke den Islam jetzt gerade auch nochmal komplett von neu. Kannst du die Bücher auch nennen, die du so gelesen hast oder was dir geholfen hat? Die würden mich wirklich sehr interessieren!!!

  14. Gut geschriebener Artikel! Zu gut und eine Gefahr für CHristen. Ich muss hier deutlich warnen, denn Gott ist im Islam nicht Jesus. JESUS IST GOTT und nur durch ihn werden wir errettet.

    Hier eine Erklärung:

    In dem Artikel von Blackwater.live wird von dem ersten der zehn Gebote gesprochen, in dem es heißt: “Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir.” Viele gehen davon aus, dass der Gott, an den Christen und Muslime glauben, derselbe ist. Dafür gibt es gute Gründe, schließlich berufen sich beide Religionen zum Teil auf dieselben Personen, seien es Abraham oder auch Jesus. Allerdings ist gerade Jesus derjenige, an dem sich die Religionen absolut voneinander unterscheiden, denn nach christlichem Verständnis ist in Jesus Christus Gott selbst Mensch geworden. Diese Vorstellung lehnt der Islam komplett ab. Jesus Christus ist also für Christen sozusagen eine – und zwar eine entscheidende – Komponente Gottes. Insofern glauben wir eben nicht an denselben Gott. Unser christlicher Gott hat sich direkt in Jesus Christus den Menschen offenbart. Der Gott der Muslime hat sich direkt im Koran offenbart. Darum ist eine Konvertierung zum Islam in jedem Fall eine Abkehr von dem Gott, den das Christentum in seinem Glaubensbekenntnis bezeugt. Nach christlichem Verständnis wendet sich jemand, der zum Islam konvertiert also von Christus ab und also anderen Göttern zu. Und daher WARNE ich vor diesem Blog und Jesus sei mein Zeuge!

    CHRISTEN sollten diesen Blog nicht lesen und boykottieren!!!!!

    1. Lieber “Rufer in der Wildnis”, wir kennen Kommentare wie Deinen hier schon zu genüge. Auch aus der Community. Ich respektiere Deine Ansichten.

      Aber frage Dich einmal selbst auf welchem Fundament Dein Glauben/Religion steht, wenn man vor anderen warnen muss?

      Nebenbei bemerkt hast Du völlig recht wenn Du schreibst, dass Jesus nicht Gott ist. Nein, Gott ist Gott. Der Gott des AT ist der Gott des Qur’ans. Das fällt einem schnell ins Auge wenn man das AT studiert und dann den Qur’an. Aber das AT ist ja für viele Christen meiner Erfahrung nach ‘bäh”, veraltet und abgelöst, außer wenn man mal wieder versucht 5 Texte zu verdrehen, die die Juden ganz anders sehen (und die kennen ihre Sprache).

      Jesus ist im Islam eine herausragende Person und wird wie kein anderer im Qur’an angeführt, auch seine Mutter Maria hat ein ganzes “Kapitel” für sich. Die Rolle Jesu als “Wort Gottes” und seine Bedeutung für die Zukunft ist im Islam unvergleichlich. Aber Jesus ist nicht Gott und hat das auch nie proklamiert.

      Menschen haben schon zu vielen Personen (oder sogar Organisationen), Dingen (Holz und Stein) oder Himmelskörpern (Sonne) um Rettung gerufen. Vielleicht macht es am meisten Sinn Gott um Rettung anzurufen. Nur mal so ein Gedanke 😉

    2. @Rufer in der Wildnis

      Worin besteht die Gefahr dieses Artikels fuer Christen?

      Weil die hier bei Martin schlecht wegkommen?:
      – “Im Gegensatz zum Großteil der widersprüchlichen christlich-griechischen Schriften” (Wertung/Behauptung)
      – “Spätere christliche Interpretationen sind falsch” (Glaube/Behauptung)
      – “dass man spätere christliche und durch das antike Griechenland beeinflusste Ansichten darüber nur mit aller Deutlichkeit zurückweisen muss” (Haltung/Meinung)
      – “Der Qur’an sagt, dass die Eltern einen Menschen zu einem Juden, Christen oder Muslim machen” (begrenzter Horizont oder Falschbehauptung, meine Eltern haben mich nicht zu einem Christen gemacht!)
      – “Der christliche Glaube ist nicht durch Jesus entstanden, sondern durch Paulus und die Kirche während und nach seiner Zeit” (Quatsch, ohne Christi Kreuzigung/Auferstehung, Jesus-Erfahrungen wuerde keiner Paulus oder der Kirche lange glauben)
      – “Christen lenken den Fokus auf Jesus.” Das ist laut Jesus OK (weil, = das gleiche monotheistische Wesen): Joh. 12, 44 “Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat.”

      usw

      Was erwartest Du von jemandem, dem Jesus nie persoenlich begegnet ist? Wie sollte er es erfassen koennen?
      Wenn alleine der Intellekt der Zugang zu Gott waere, dann waere es einfacher:
      – Wahrscheinlichkeitsmatrix aufstellen
      – Historische Zeugnisse, Kontexte ueberpruefen
      – Widersprueche in der reinen Lehre (Schrift) abwaegen
      – und neugierig ausprobieren, da kann man nix bei verlieren?

      Jedoch, je nach Gottes Gnade, wird der eine halt von Jesus begeistert, der andere zuckt nur mit den Schultern.
      Das hat sicher mit “wollen sie nicht oder koennen sie nicht”, mit Neugier, Offenheit oder vorherigen Festlegungen zu tun VOR ALLEM aber mit Gottes Geist, der den einen beruehrt und den anderen (noch?) nicht.

      zu “CHRISTEN sollten diesen Blog nicht lesen und boykottieren!”

      Das ist sicher nicht “christlich”. Jesus ging auch zu den Randgruppen und versuchte Wahrheit, Klarheit und Gottes Licht in seine Umgebung zu tragen! Aber natuerlich ist das anstrengend, man wird missverstanden, geschaeht und abgelehnt. Steht ja nicht nur in der Bibel, dass es so sein wird.

      Auch der Koran schaerft es den Muslimen ein:
      Sure 5, 72 “Ungläubig sind diejenigen, die sagen: >Gott ist Christus, der Sohn der Maria.Ihr Kinder Israels! Dienet Gott, meinem und eurem Herrn!< Wer (dem einen) Gott (andere Götter) beigesellt, dem hat Gott (…) den Eingang in das Paradies versagt (…). Das Höllenfeuer wird ihn (…) aufnehmen. Und die Frevler haben (…) keine Helfer.<"

      Von daher ist Nicht-Loeschung etlicher Kommentare hier schon beachtlich! Eigentlich ein Verstoss gegen den Koran?
      Aber wie bei uns Christen, lesen leider auch viele Muslime nicht die Schriften, auf die sie sich berufen? Vielleicht wissen viele gar nicht, was sie zu glauben vorgeben (Koran).
      Die meisten folgen ihrer kulturellen/familiaeren Gruppen-Identitaet und stellen das auch nicht in Frage?

      LG Joerg

  15. Ich kommentiere eigentlich nie im Internet, aber dieser Artikel verdient es einfach.

    Mit Religion hatte ich bis Ende 20 nichts zu tun. Ich hab mich auf mein Studium und danach auf die Karriere konzentriert. Und am Wochenende einfach Spass haben. Aber irgendwie hat mir das nicht gereicht und innerlich war ich unglücklich. Ich habe mit dem Islam endlich den Sinn des Lebens gefunden ich kann jeden nur raten den Koran ohne Vorurteile zu lesen und darüber nachzudenken. Jeder wird den Tod kosten. Was passiert nach dem Tod? Diese Frage hat mich zum Islam gebracht. Man kann nur gewinnen wenn man sich damit auseinander setzt. Daher kann ich gerade jüngeren sagen, lenkt euch nicht nur ab und fallt nicht auf den Mist rein den man sieht. Gott ist schon immer der gleiche und freut sich über jeden der zu ihm kommt. Subhanallah!

  16. Der Artikel ist überragend gut! Dein persönlicher Lebensweg und deine Entwicklung als Autor hat damit einen neuen Höhepunkt erreicht. Vorläufig. Denn ich bin gespannt, wie es weiter geht und Steigerungen sind immer möglich.

    Aber bis hier kann schon klar gesagt werden:

    Dieser Artikel ist ein Blackwater Meilenstein. Und Themen bezogen sage ich, selten habe ich etwas derart gut Geschriebenes über den Islam gelesen. Tiefe, Niveau und auf den Punkt. Toll!

  17. Es ist einfach nur ein wunderschöner und berührender Artikel. Ich hatte mir Tempos holen müssen und einfach nur geschluchtst Einfach nur WOW das ging voll ins Herz. Diese Gedanken zu teilen vermehrt die Liebe🤲🏾🤲🏾❤️❤️❤️ Du hast mir sooooo sehr geholfen!!!!!!

  18. Hallo Martin,

    zum Teil ein schoener Text (allerdings wirst du immer intoleranter gegenueber Christen, radikalisierst Du dich etwa?).
    Du arbeitest gekonnt mit emotionalen Bildern und verweist auf “schoene Vorderfronten” (ohne auf die dreckigen Ecken einzugehen?).

    zu “Gebet hat Regeln und Zeiten. Gebet zu einer Gewohnheit zu machen bedeutet, dass wir das sozusagen auf unsere Festplatte schreiben. Wieder und wieder. Bis es sitzt. Je länger wir das machen (und je früher man im Leben anfängt), desto mehr ist es ein Bestandteil von uns. Natürlich kann man sagen, wozu? Ich kann doch jederzeit beten. Und das stimmt ja auch. Aber wie oft machen wir es dann? Immer wenn es uns schlecht geht? Das Gebet nach Regeln zu verrichten halten nur die für schlecht, die den Vorteil noch nicht erkannt haben. Oder die, die nicht regelmässig beten.”

    Fuer mich ist Gebet: Reden und Hoeren auf Gott. Also Ausdruck und Wesen der Beziehung zu Gott. Das herunterbeten vorgefertigter Gebete kann eine Hilfe/gute Uebung sein aber reicht nicht aus: Stelle dir konkret eine menschliche Beziehung vor: da ist der andere schnell mal genervt, wenn du ihm/ihr stets das selbe erzaehlst, es foerdert nicht unbedingt die Beziehung (sondern Gegenteil)?
    Ist das nicht eher ein Kaugummikasten-Glaube (Geldstueck reinstecken, Kaugummi kommt heraus): Ich leiste Gebete ab, dafuer ist Gott mir guenstig gewogen?
    Oder: Obwohl Gott alles weiss und kennt, muss ich aus Gruenden der Selbstertuechtigung/Glaubens-Fitnessprogramm das FUER MICH (nicht fuer Gott) alles ganz oft wiederholen, gewuerzt mit Waschungen und bestimmten Bewegungen, dann ist es doch auch wieder eine rafinierte Art der Selbsterloesung, oder? Seht her, wie gut ich es kann, wie lange ich durchhalte …

    zu “Wer ist Gott”.
    Entscheidend ist mE nicht wie man Gott benennt (Allah, Jehova, Elohim, Friedefuerst, Wunderrat, Jesus, Heiliger Geist, Papa, Herr, etc) sondern was man fuer eine wahre/offenbarte Vorstellung von Gott hat und diese dann lebt. Darauf kommt es letztlich an!
    Das Wesen Gottes wird in den biblischen Schriften gut beschrieben. Der Gott der Bibel hat den Menschen geschaffen und liebt sie. Seit dem Noah-Segen (Regenbogen als Zeichen) vertilgt Gott sie nicht wieder in Gaenze vom Erdboden. Seit dem abrahamitischen Segen hat er sich besondere Nachkommen/Voelker/Ethnien erwaehlt. Es gelten (mosaischer Bund) Gesetze und Regeln (10 Gebote, 613 im Judentum).
    Seit Jesus Christus ist jedem Menschen auf der ganzen Welt eine aufgewertete, gotteskindgerechte Beziehung zu Gott aus Glauben! moeglich (Leben nicht allein aus Regeln sondern aus realer Beziehung).

    Aus meiner Sicht hat Mohammed dem biblischen Gottesbild nix Neues/Besseres hinzugefuegt? Im Gegenteil in vielen Bereichen birgt der Koran Rueckschritte im vermittelten Gottes Bild und des Menschen Antwort darauf gegenueber den biblischen Schriften:

    – Hass, Tot, Hoelle, Verderben, Unterdrueckung allen unglaeubigen Menschen (Nicht-Muslime), Todesstrafe fuer Konvertiten
    Sure 2, 89 “Gottes Fluch komme über die Ungläubigen.”
    Sure 2, 171 “Bei den Ungläubigen ist es, wie wenn man Vieh (…) anschreit, das nur Zu- und Anruf hört (…). Taub (sind sie), stumm und blind. Und sie haben keinen Verstand.”
    Sure 2, 217 “Und der Versuch, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, wiegt schwerer als Töten. Und sie werden nicht aufhören, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurer Religion abbringen – wenn sie (es) können.”
    Sure 5, 72 “Ungläubig sind diejenigen, die sagen: >Gott ist Christus, der Sohn der Maria.Ihr Kinder Israels! Dienet Gott, meinem und eurem Herrn!< Wer (dem einen) Gott (andere Götter) beigesellt, dem hat Gott (…) den Eingang in das Paradies versagt (…). Das Höllenfeuer wird ihn (…) aufnehmen. Und die Frevler haben (…) keine Helfer.<"
    Sure 8, 55 "Als die schlimmsten Tiere gelten bei Gott diejenigen, die ungläubig sind und (auch) nicht glauben werden (…)."
    Sure 48, 13 "Wer nicht an Gott und seinen Gesandten glaubt, (muß sich auf ein schlimmes Ende gefasst machen). Für die Ungläubigen haben wir einen Höllenbrand bereit."

    – dadurch Unterdrueckung, Eroberung, Versklavung von "Unglaeubigen" (vgl Ausbreitung des Islams), Dschihad:
    Sure 5, 35 "Ihr Gläubigen! Fürchtet Gott und trachtet danach, ihm nahezukommen, und führet um seinetwillen Krieg (…)!"
    Sure 2, 216 "Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist."
    Sure 2, 193 "Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Gott verehrt wird!"
    Sure 8, 65 "Prophet! Feure die Gläubigen zum Kampf an! Wenn unter euch zwanzig sind, die Geduld (und Ausdauer) zeigen, werden sie über zweihundert, und wenn unter euch hundert sind, werden sie über tausend von den Ungläubigen siegen."
    Sure 9, 111 "Gott hat den Gläubigen ihre Person und ihr Vermögen dafür abgekauft, daß sie das Paradies haben sollen. Nun müssen sie um Gottes willen kämpfen und dabei töten oder (…) (selber) den Tod erleiden."
    Sure 33, 16 "Wenn ihr davor flieht, zu sterben oder getötet zu werden, wird es euch nichts nutzen."

    Nach der Logik des Korans sind am Ende des Kampfes für den richtigen Glauben die Ungläubigen entweder tot, versklavt, vertrieben oder als Unterworfene tributpflichtig oder zum Islam bekehrt.
    Sure 9, 5 "Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift, sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf'. Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und die Almosensteuer geben, dann laßt sie ihres Weges ziehen. Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben."
    Sure 5, 33 "Der Lohn derer, die gegen Gott und seinen Gesandten Krieg führen und (überall) im Land eifrig auf Unheil bedacht sind, soll darin bestehen, daß sie umgebracht oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen wechselweise (rechts und links) Hand und Fuß abgehauen wird, oder daß sie des Landes verwiesen werden. Das kommt ihnen als Schande im Diesseits zu. Und im Jenseits haben sie (überdies) eine gewaltige Strafe zu erwarten."

    – Frauen sind Menschen zweiter Klasse und muessen sich ihren Maennern unterordnen; bis zu vier Ehefrauen sind erlaubt und soviele Sklavinen wie man will
    Sure 23,5-6 "und denjenigen, die ihre Scham hüten, außer gegenüber ihren Gattinnen oder was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, denn sie sind (hierin) nicht zu tadeln,"

    – Im Verständnis des Korans steht der Ehemann im Rang über seiner Frau. Deshalb darf er sie auch züchtigen, wenn sie ihm den Gehorsam verweigert. Sexuelle Selbstbestimmung der Frau ist dem Koran fremd. Der Ehemann kann über seine Ehefrau nach Belieben sexuell verfügen, sie ist sein Besitz:
    Sure 4, 34 "Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (…) gemacht haben. […] Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (…) nichts gegen sie! Gott ist erhaben und groß."
    Sure 2, 223 "Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. Geht zu (diesem) (…) Saatfeld, wo immer ihr wollt!"
    Sure 2, 221 "Und heiratet nicht heidnische Frauen, solange sie nicht gläubig werden! Eine gläubige Sklavin ist besser als eine heidnische Frau, auch wenn diese euch gefallen sollte. Und gebt nicht (gläubige Frauen) an heidnische Männer in die Ehe, solange diese nicht gläubig werden!"

    – Auch im koranischen Erbrecht wird die Frau benachteiligt:
    Sure 4, 11 "Gott verordnet euch hinsichtlich eurer Kinder: Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. […] Wenn er jedoch kinderlos ist und seine Eltern ihn beerben, steht seiner Mutter ein Drittel zu."
    Sure 4, 176 "Und wenn es (verschiedene) Geschwister sind, Männer und Frauen, kommt auf eines männlichen Geschlechts gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. Gott gibt euch Klarheit, (um zu verhindern), daß ihr irregeht. Er weiß über alles Bescheid."

    – Vorstellungen vom Paradies erinnern an ein Vergnuegungspark nur fuer MAENNER (feine Speisen, Wein-Trinken, Jungfrauen ad libidum – was passiert eigentlich mit Muslima im Paradies?)
    Sure 44, 51f "Die Gottesfürchtigen (…) befinden sich an einem sicheren Standort, in Gärten und an Quellen, in Sundus- und Istabraq-Brokat gekleidet (…) einander gegenüberliegend). So (…), Und wir geben ihnen großäugige Huris als Gattinnen, und sie verlangen darin (…) nach allerlei Früchten."
    Sure 52, 23 "Sie greifen in ihm (…) nach einem Becher (mit Wein), bei dem man weder (…) daherredet noch sich versündigt."
    Sure 55, 56 "Darin (…) befinden sich (…), die Augen (…) niedergeschlagen, weibliche Wesen, die vor ihnen (…) weder Mensch noch Dschinn entjungfert hat."
    Sure 56, 15 "Auf golddurchwirkten Ruhebetten liegen sie (…) einander gegenüber, während ewigjunge Knaben unter ihnen die Runde machen mit Humpen und Kannen (…) und einem Becher (…) von Quellwasser, (mit einem Getränk), von dem sie weder Kopfweh bekommen noch betrunken (…) werden, und (…) Früchten, was (immer) sie wünschen (…), und Fleisch vom Geflügel, wonach (…) sie Lust haben. Und großäugige Huris (…), wohlverwahrten Perlen zu vergleichen."
    Sure 56, 35f "Wir haben sie regelrecht geschaffen (…) und sie zu Jungfrauen gemacht, heiß liebend und gleichaltrig. […] Eine ganze Schar (…) gehört den früheren (Generationen) an und (…) eine ganze Schar den späteren."

    – Muslime sollen sich von allen abgrenzen und unter sich bleiben (Integrationshuerde?)
    Sure 3, 28 "Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft (mehr) mit Gott. Anders ist es, wenn ihr euch vor ihnen (…) wirklich fürchtet."
    Sure 3, 188 "Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht Leute zu Vertrauten, die außerhalb eurer Gemeinschaft stehen!"
    Sure 4, 144 "Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden!"
    Sure 5, 51 "Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden!"

    – es gibt mE keinerlei theologisches Konzept oder gesellschaftliches Modell wie man sich von den "Fehlern" im Gottesbild des Korans (v.a. Hass gegenueber den Noch-Nicht-Glaeubigen Menschen) loesen koennte, oder wer kennt eines?

    "Als Grundvoraussetzungen für einen europäischen, mit der Demokratie kompatiblen Islam benennt Bassam Tibi:
    1. »Trennung von Religion und Politik im Namen der Privatisierung des Glaubens.
    2. Aufgabe der islamischen Konzepte von Dschihad und Scharia (wie? ohne Vollkommenheitsanspruch des Korans ablegen?)
    3. Islamische Akzeptanz der säkularen Demokratie als Werteorientierung für ein Gemeinwesen (…)
    4. Toleranz im Sinne der europäischen Aufklärung (…)
    5. Aufgabe des islamischen Anspruchs auf (…) Vorherrschaft und religiöse Überlegenheit der Muslime (…)
    6. Bestimmung der in Europa lebenden Muslime als Individuen, nicht als Umma-Kollektiv (…)"
    Mittlerweile äußert Bassam Tibi die Einschätzung, dass seine Idee vom Euro-Islam gescheitert sei."

    Also gut/positiv ist es als Muslim, Gott zu suchen, Ihn anzubeten und zu versuchen ein Gott-gefaelliges Leben zu fuehren (Handeln).
    Allerdings gilt es, sich von manchen koranischen Aussagen zu distanzieren. Das geht aber nicht, weil es ja "vollkommene Offenbarung Gottes" sein soll? M.E. gibt es dafuer keine Loesung!

    Ggfs es doch lieber bei den Orginalen (Christentum, Judentum) versuchen ;-)?

    LG Joerg

    Quelle: v.a. Buch von Thilo Sarrazin, Feindliche Übernahme: Wie der Islam den Fortschritt behindert … zT modifiziert

    1. Servus Jörg,

      Danke für Deinen Kommentar zu meinem Artikel!

      Es sind einige wichtige Gedanken dabei, die ich hiermit beantworte.

      1. Ich werde nicht intoleranter gegen Christen, schon gar nicht gegen Christen als Menschen. Hier muss man klar differenzieren. Was Lehren sind die begründbar falsch sind, aufzuzeigen hat nichts mit Intoleranz zu tun. In gleicher Weise müsste ich Dir sonst auch Intoleranz gegenüber Muslimen vorwerfen.

      2. Natürlich zeige ich die Seiten, die mich beeindrucken oder beeindruckt haben. Das machst Du doch auch, wenn Du Deine Religion vorstellst. Sicher kennst Du aber die Downsides Deiner Religion und den Missbrauch. In jeder Religion gibt es schlechte Menschen, Trittbrettfahrer oder Leute, die die Religion missbrauchen.

      3. Gebet: Deine Verachtung für das muslimische Gebet ist deutlich. Dummerweise ist es aber auch die Art von Gebet, die über Jahrhunderte von den Kindern Israels an JHWH gerichtet wurden (vor der Tempelzerstörung 70 u.Z.) Texte in den hebräischen Schriften gibt es dazu genug, selbst in den Evangelien zeigt sich, wie Jesus betete. Soviel Verachtung ggü. Gebeten zu zeigen die Gott gefielen, ist schon sehr überheblich und leider ein Zeichen des typischen Überlegenheitsdenkens, welches ich von vielen evangelikalen Christen (und ihren Vorträgen) kenne. Aber klar, wer den Anspruch hat mit Jesus Christus im Himmel über andere Menschen zu regieren, denkt vielleicht anders als jemand, der einfach nur Gott dienen will.

      4. Der Prophet Mohammed (ich bin kein Fan der Eulogien, aber ja, Frieden für ihn und alle Propheten) hat nicht viel Neues hinzugefügt. Das stimmt und ich kann nur sagen, Alhamdulillah dafür! Denn das ist ein Vertrauensbeweis für eine im Kern immer gleiche Botschaft.

      Würde jetzt jemand kommen und sagen ihm ist Jesus erschienen und eine völlig neue Lehre bringen, dann wäre das genau das, vor dem Jesus ja gewarnt hat. Und Jesus sagte sogar im Lukasevangelium (21), dass solche Typen nach ihm kommen und IN SEINEM NAMEN alles verdrehen werden. Ach ach…

      Das „Neue“ in Form immer neuer christliche Offenbarung hat zu Millionen von Toten in den letzten 2000 Jahren geführt. Muss nicht wirklich sein.

      5. Jetzt kommst Du mit Quransuren, die aus dem Zusammenhang gerissen sind. Ohne historischen Hintergrund, ohne Kontext, ohne die arabische Sprache zu kennen oder gar mal eine ordentliche Quranexegese anzuführen.

      Ich kann Dir hier gerne zum Einstieg mal den YouTube Kanal „Let the Quran speak“ empfehlen, bevor es an die Literatur geht.

      Ich hoffe Dir ist klar, dass ich hier auch mal über 100 Bibeltexte ohne Zusammenhang posten kann. Dagegen ist der Quran ein Kindergeburtstag was grausame Verse angeht.

      Wichtiger ist, warum ich es nicht tue!

      Weil es eben eine Sammlung von Versen wäre, die einen klaren historischen, gesellschaftlichen und theologischen Kontext haben, den man kennen muss. Das erfordert Studium und Liebe zur Wahrheit. Sonst kommt nur Hohn und Spott dabei heraus. Und Dummheit.

      Müssen sich Christen eigentlich auch von diesen Versen distanzieren? Oder Juden??

      NEIN. Genau aus den genannten Gründen.

      Lieber Jörg, solange Du Dich mit negativen Quellen über den Islam beschäftigst, wirst Du Dein Wissen nicht erweitern können. Wenn ich das Judentum besser kennen lernen möchte (was ich auch mache), lese ich auch nicht die Schriften der katholischen Kirche oder von Judenhassern darüber um meinen Horizon zu erweitern.

      Ich lese im Übrigen auch keine Hassschriften über Christen. Meine damalige Auseinandersetzung war fachlich-theologischer Natur. Und hier konnte ich zu einer Entscheidung für mich kommen. Seit dem geht es mir viel besser.

      Gruss

      Martin

      PS: das Christentum als Original? Das hatten wir doch auch schon. Wenn dann könnte man das noch von dem Christentum vor den Konzilen sagen. Das existiert aber nicht mehr. Wurde von „Christen“ ausgerottet.

      1. Danke fuer Deine Antwort, Martin,

        zu 3. “Gebet: Deine Verachtung für das muslimische Gebet ist deutlich.”

        Korrektur: es ist keine Verachtung! Wie du richtig schreibst haben auch christliche Kirchen Liturgie und Rezitation. Das Christentum (auch Judentum) ist eine Beziehungsreligion zu Gott. Da reicht Rezitation nicht. Es geht um Bitten, Danken, alles Aussprechen was auf dem Herzen ist, auch im Geist beten (Zungenrede) und die biblisch gedeckte Erwartungshaltung, dass Gott erhoert, eingreift, handelt auf Grund unserer Gebete (Unterschied zum Islam).

        zu 5. “Jetzt kommst Du mit Quransuren, die aus dem Zusammenhang gerissen sind.”

        Naja, da bin ich sehr gespannt, wie diese “im Zusammenhang” gemeint sein koennten … 80% des Korans sind Spruchsammlungen, da gibt es einfach wenig “Zusammenhang” ist halt wohl so gemeint, wie es da steht?!
        Oder meinst du die verworrenen Abrogations-Regeln (https://de.wikipedia.org/wiki/Abrogation_(Islam))?
        Die heben die Problematik nur auf ein anderes Level: “Die Tiefe meines Verstaendnisses und meiner Gelehrtheit erlauben die Entscheidung, welche Koran-Suren jetzt “stimmen” und welche “nicht mehr stimmen””.
        Das ist doch Quark. Da ist es doch viel ehrlicher zuzugeben, dass manche Suren ein sehr verqueres Gottesbild und mittelalterliches Menschenbild transportieren und deshalb der Koran unmoeglich vollkommen und direkte Offenbarung Gottes sein kann?

        Immerhin keck, wie du einfach ALLE Stellen mit einem energischen Wisch vom Tisch der Argumente fegen willst 😉

        zu “Lieber Jörg, solange Du Dich mit negativen Quellen über den Islam beschäftigst, wirst Du Dein Wissen nicht erweitern können.”

        Pass nur auf, dass deine Aussage nicht auf dich zurueck faellt: Immerhin lese ich hier doch mit, oder gehoert das etwa in die Kategorie “negative Quellen ueber den Islam”? 😉

        Herr Sarrazin ist ein polarisierender Intellektueller (Noch-Nicht-Christ, soviel ich weiss), der hat viel Lebenserfahrung, etwas auf dem Bildungs-Kasten und kann systematische Zusammenhaenge erfassen und aufschreiben.
        Abgesehen davon interessieren mich Argumente, nicht Personen. Kontaktschuld oder Aus-dem-falschen-Stall-Herkunft schrecken mich nicht, aber viell. dich?

        Einfach auf Youtubes, Podcasts oder Buecher zu verweisen ist zu billig: Du musst schon mit einzelnen Argumenten oder Wiedergabe in eigenen Worten hervortreten.
        “Ein anderer hat das hier … erklaert” ist letztlich eine minderwertige Non-Argumentation:
        – Entweder es klang gut, aber ist zu schwer wiederzugeben oder
        – man hat es nicht gut genug verstanden, um es mit eigenen Worten zu formulieren?
        – Oder man hat keine Zeit/Lust dazu, geht mir auch manchmal so, dann kann man das gerne zugeben (oder einfach den Faden auslaufen lassen ;-).

        Falls dir eine der Thesen oben widerlegungswuerdig erscheinen, bin ich an einer “Auslegung im Zusammenhang” interessiert!

        LG
        Joerg

      2. Und Du denkst Muslime beten nur durch Rezitation? Da irrst Du aber gewaltig. Es gibt einen feinen kleinen aber wichtigen Unterschied zwischen beten, erbeten und um Hilfe beten (und persönliche Gedanken) und Anbetung.

        Das christliche Gebet besteht doch heute nur noch aus Beten/Bitten. Anbetung? Fehlanzeige.

        Bei zu Punkt 5 geht es dann wieder los mit Beleidigungen, die ich gar nicht wiederholen mag. Und Du merkst es noch nicht einmal. Aber Menschen, die Deine Kommentare lesen empfinden es als verletzend, beleidigend und plump (wie ich weiss). In über 2 Jahren mit immer den gleichen Angriffen wo Muslime (u.a. Safiya) sich so viel Mühe gemacht haben zu antworten, bist Du immer noch am Anfang. Keine „feste Speise“, immer noch Babybrei.

        Das lässt wenig Gutes vermuten. Jörg ich habe nicht den Eindruck dass es Dir um „erkennen“ und dazulernen geht, sondern Du willst das evangelikale und leider oft überhebliche Weltbild über andere Menschen weiter aufrecht erhalten.

        Ich kann keinen Punkt erkennen, der hier neu wäre und nicht schon irgendwann in den letzten Jahren geklärt worden wäre. In der Zeit in der ich mich mit dir hier im Kreis drehe, kann ich vielen anderen helfen, die es wirklich interessiert und die ein offenes Herz haben.

        Auf den wunderbaren YouTube Kanal habe ich deshalb verwiesen, weil ich eben doch denke vielleicht schaut er nochmal da nach, denn wir hatten das Thema ja bereits erörtert.

        Du kannst Dich gerne weiter in Deinen Vorurteilen baden. Aber m.E. gehörst Du nicht zu den „Physikern“ wie im Artikel beschrieben, sondern willst gefüttert werden um es dann bei Bedarf wieder auszuspucken. Das ist „Ohrenkitzelei“. Das würde mich nicht einmal wundern, denn so habe ich es selbst in christlichen Gemeinden erlebt. Frontalbelehrung statt Eigenverantwortung und eine Religion, die sich mehr und mehr in Beliebigkeit auflöst. Der Maleachi Text wird sich daran erfüllen. Schade.

        Wer aber nach Wahrheit forscht, geht ganz anders vor. Ich werde Deine Hausaufgaben nicht machen.

      3. Soll ich noch aktuelle Links posten von christlichen Gewalttaten der Neuzeit um zu zeigen wie viel Hass und Intoleranz im Christentum steckt?

        Jesus hat euch aber alle lieb. Ganz sicher. ts ts

        Beim nächsten Mal etwas ruhiger mit den jungen Pferden liebe Kreuzesanbeter. Lasst euch das von einem Älteren sagen.

    2. Als langjähriger agnostischer Freund dieses Blogs muss ich heute ein Stab für Schwarzwasser brechen. Der Artikel ist wunderbar! Aber keine Sorge, ich bleibe als älteres Semester agnostisch.

      Aus diesem Grund darf ich mir auch die Freiheit nehmen einmal das zu tun, was getan werden muss. Eine kleine Präsentation aus dem Zusammenhang gerissener Bibeltexte für die sich radikalisierenden Christen hier.

      Aus der Kirche bin ich vor Jahrzehnten ausgetreten. Würde ich gläubig sein, wo ist diese Moschee Schwarzwasser? Oder eine nette kleine Synagoge.

      Beste Grüsse

      cc

      Beispiele aus dem alten Testament:

      Ex 20;5 (10 Gebote, Bestrafung unschuldiger Nachkommen)
      Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation; …
      Ex 20;17 (10 Gebote, Frauen als Besitz)
      Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder Esel oder nach irgend etwas, was deinem Nächsten gehört.
      Ex 22;17-19 (Todesstrafen für Hexen, Sodomie, andere Religion)
      Eine Hexe sollst Du nicht am Leben lassen. Jeder der mit einem Tier verkehrt, soll mit dem Tod bestraft werden. Wer einer Gottheit außer Jahwe Schlachtopfer darbringt, an dem soll die Vernichtungsweihe vollstreckt werden.
      Deut 21; 18-21 (Steinigung störrischer Söhne)
      Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn hat, der nicht auf die Stimme seines Vaters und seiner Mutter hört, und wenn sie ihn züchtigen und er trotzdem nicht auf sie hört, dann sollen Vater und Mutter ihn packen, vor die Ältesten der Stadt und die Torversammlung des Ortes führen und zu den Ältesten der Stadt sagen: Unser Sohn ist störrisch und widerspenstig, er hört nicht auf unsere Stimme, er ist ein Verschwender und Trinker. Dann sollen alle Männer der Stadt ihn steinigen und er soll sterben.
      Deut 22; 18 (Steinigung bei fehlender Jungfräulichkeit)
      Wenn der Vorwurf aber zutrifft, wenn sich keine Beweise für die Unberührtheit des Mädchens beibringen lassen, soll man das Mädchen hinausführen und vor die Tür ihres Vaterhauses bringen. Dann sollen die Männer ihrer Stadt sie steinigen und sie soll sterben;
      Lev 20; 1-27 (Todesstrafe gegen vielerlei Arten von Verbrechen, u.a. Geschlechtsverkehr mit Verwandten, Homosexualität, Ehebruch, Wahrsagerei)

      Beispiele aus dem neuen Testament:

      Mt 5; 21-22 (Hölle für Beleidigung)
      Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, der soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder der seinem Bruder auch nur zürnt soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
      Mt 10; 14 (Vernichtung bei Abweisung von Missionaren)
      Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, dann geht weg und schüttet den Staub von euren Füßen. Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tage des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.
      Mt 10;34 (Aufruf zu Unfrieden)
      Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.
      Mt 12; 35 (Nur gute und böse Menschen)
      Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er Gutes in sich hat, und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil er Böses in sich hat.
      Mt 13; 37 (Gleichnis vom Sämann, Menschen als Unkraut)
      Er antwortete: Der Mann der den guten Samen säht, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut, das sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei der Ernte sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt.
      Mt 15; 22 (Mitleid nur mit Israeliten)
      Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr Du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befreie sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.
      Mt 25; 41-42 (Ewige Hölle für unterlassenen Hilfe)
      Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen:
      Weg von mir ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir nicht zu essen gegeben; …
      Mk 16;16 (Verdammung Ungläubiger)
      Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet, wer aber nicht glaubt, wir verdammt werden.
      Mk 16; 17 (Exorzismus)
      Und durch die, die zum Glauben gekommen sind,werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden;
      Röm 1; 28-32 (Diffamierung Ungläubiger, Verurteilung zum Tod)
      Und da sie sich weigerten, Gott anzuerkennen, lieferte sie Gott einem verworfenen Denken aus, so dass sie tun was sich nicht gehört: Sie sind voll Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll Neid, Mord,Streit, List und Tücke, sie verleumden und treiben üble Nachrede, sie hassen Gott, sind überheblich, hochmütig und prahlerisch, erfinderisch im Bösen und ungehorsam gegen die Eltern, sie sind unverständig und haltlos, ohne Liebe und Erbarmen. Sie erkennen, dass Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt verdient den Tod…
      1. Kor 6; 22 (Fluch)
      Wer den Herrn nicht liebt, der sei verflucht!
      1. Kor. 7; 20-21 (Sklaverei)
      Jeder soll in dem Stand bleiben, in dem ihn der Ruf Gottes getroffen hat. Wenn Du als Sklave berufen wurdest, soll dich das nicht bedrücken. Auch wenn Du frei werden kannst, lebe lieber als Sklave weiter.
      1 Kor 11; 7-9 (Rang der Frau)
      Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes. Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann.
      Hebr 10; 26-29 (Todesstrafe für Abfall vom Glauben)
      Denn wenn wir vorsätzlich sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, gibt es für diese Sünden kein Opfer mehr, sondern nur die Erwartung des furchtbaren Gerichts und ein wütendes Feuer, das die Gegner verzehren wird. Wer das Gesetz des Mose verwirft, muss ohne Erbarmen auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben. Meint ihr nicht, dass eine noch viel härtere Strafe der verdient, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten, das Blut des bundes, durch den er geheiligt wurde, verachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat?
      Hebr 10; 31 (Furchtbarer Gott)
      Es ist furchtbar in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
      Hebr 12; 6 (Züchtigung ist Liebe)
      Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.
      Eph 5; 22 (Nachrangige Stellung der Frau)
      Ihr Frauen, ordnet euch den Männern wie dem Herrn (Christus); denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist; …
      2. Thess 1; 6–10 (Unverhältnismäßige Strafe, Vergeltung)
      Denn es entspricht der Gerechtigkeit Gottes, denen mit Bedrängnis zu vergelten, die euch bedrängen, euch aber, den Bedrängten zusammen mit uns Ruhe zu schenken, wenn Jesus, der Herr, sich vom Himmel her offenbart mit seinen mächtigen Engeln in loderndem Feuer. Dann übt er Vergeltung an denen, die Gott nicht kennen und dem Evangelium Jesu, unseres Herrn, nicht gehorchen. Fern vom Angesicht des Herrn und seiner Macht und Herrlichkeit müssen sie sein, mit ewigem Verderben werden sie bestraft,..
      Joh 3; 8 (Teufel)
      Wer die Sünde tut, stammt vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an.
      Offb 21; 8 (Hölle für diverse Vergehen)
      Aber die Feiglinge und Treulosen, die Befleckten, die Mörder und die Unzüchtigen, die Zauberer, Götzendiener und alle Lügner – ihr Los wird der See von brennendem Schwefel sein. Dies ist der zweite Tod.
      Offb 4-20; ( Dies ist eine einzige Orgie von Gewalt und Machtphantasien. Selbst nachzulesen)

      Noch besser, bitte nachsehen wenn doppelt:

      Moses ist zornig, weil nicht alle Frauen getötet wurden!

      “Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert, die aus dem Feldzug kamen, und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen?”

      (4. Mose 31,14-15)
      “So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben.”

      (4. Mose 31,17-18)

      Todesstrafe für widerspenstige und ungehorsame Söhne!
      “Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, …”

      (5. Mose 21,18-21)

      Todesstrafe für vergewaltigte Mädchen, wenn sie nicht oder nicht laut genug geschrien haben!
      “Wenn eine Jungfrau verlobt ist und ein Mann trifft sie innerhalb der Stadt und wohnt ihr bei, so sollt ihr sie alle beide zum Stadttor hinausführen und sollt sie beide steinigen, dass sie sterben, die Jungfrau, weil sie nicht geschrien hat, obwohl sie doch in der Stadt war, den Mann, weil er seines Nächsten Braut geschändet hat; …”

      (5. Mose 22,23-24)

      Todesstrafe für Homosexuelle!
      “Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; …”

      (3.Mose 20,13)

      Zauberinnen sollen sterben!
      “Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.”

      (2. Mose 22,17)

      Kinder sollen zerschmettert werden!
      “Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!”

      (Psalm 137,9)

      Andersdenkende und Andersgläubige (sogenannte “Gottlose”) sollen sterben!
      “Ach Gott, wolltest du doch die Gottlosen töten! …”

      (Psalm 139,19)

      Noch mehr auch gegen Frauen und Kinder gerichtete Gewalt!
      “So zieh nun hin und schlag Amalek und vollstrecke den Bann an ihm und an allem, was es hat; verschone sie nicht, sondern töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.”

      (1. Samuel 15,3)

      “Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden.”

      (Jesaja 13,16)

      “Da nahmen wir zu der Zeit alle seine Städte ein und vollstreckten den Bann an allen Städten, an Männern, Frauen und Kindern, und ließen niemand übrig bleiben. Nur das Vieh raubten wir für uns und die Beute aus den Städten, die wir eingenommen hatten.”

      (5. Mose 2, 34-35)

      “Und die ganze Beute dieser Städte und das Vieh teilten die Israeliten unter sich; aber alle Menschen erschlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, bis sie vertilgt waren, und ließen nichts übrig, was Odem hatte.”

      (Josua 11,14)

      “Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, …”

      (5. Mose 20,16-17)

      Völker sollen “vertilgt” werden!

      “Du wirst alle Völker vertilgen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. …”

      (5. Mose 7,16)
      Die Bibel lehrt einen “großen und schrecklichen Gott”!

      “Dazu wird der HERR, dein Gott, Angst und Schrecken unter sie senden, bis umgebracht sein wird, was übrig ist und sich verbirgt vor dir. Lass dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, der große und schreckliche Gott.”

      (5. Mose 7,20-21)
      Laut Bibel soll Gott “ausrotten”!

      “Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. …”

      (5. Mose 7,22)

      Zitiert nach der Lutherbibel, revidierte Fassung 1984, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2002.

      Weitere erschreckende Bibelzitate hier:

      http://www.unmoralische.de/bibellex.htm
      http://www.unmoralische.de/gott.htm
      http://www.unmoralische.de/morden.htm
      http://www.diegoden.de/aussagen_der_bibel.htm
      http://www.beepworld.de/members42/irenenickelreligionskritik/bibelinhuman.htm

      1. Moin @Cc

        ueberlege mal:
        – Welche/wieviele christus- oder juedisch-glaeubig dominierte Gruppen/Gesellschaften HANDELN heute nach diesen zT herausgeloesten Regeln und berufen sich dabei auf die Bibel?
        – Welche/wieviele muslimisch-glaeubig dominierte Gruppen/Gesellschaften handeln heute nach zT herausgeloesten, koranischen Regeln und berufen sich dabei auf den Koran?

        Woher kommt der Unterschied (ehrlich gemeinte Frage, bitte antworten)?

        Ganz kurz zu deiner aus dem Internet kopierten Aufzaehlung: Einige Regeln gelten natuerlich heute noch (zB 10 Gebote, noachidische Gebote https://de.wikipedia.org/wiki/Noachidische_Gebote). Natuerlich wird Gott alle Menschen danach beurteilen.

        Andere Regeln im Judentum kamen/kommen praktisch nie zur Anwendung. Viele dieser (sonderbaren) Regeln stellten in der Entwicklung von Rechtssystemen eine Verbesserung gegenueber davor herrschender willkuerlicher Anarchie dar (zB 4. Mose 31,17-18 Todesstrafe für widerspenstige und ungehorsame Söhne).

        Jesus Christus hat alle Regeln/Gebote (als einziger) gehalten und erfuellt. Auch deshalb ist sein Suehneopfer fuer unsere Schuld so wunderbar.

        Fuer mich als Christ gilt Lukas 10, 27: Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst«

        Der wesentliche Unterschied im juedischen und christlichen Glauben: keiner behauptet, dass die Bibel ein Buch von Verhaltensregeln ist, die ALLE heute gelten und das die Gesamtheit woertlich einzuhalten ist, weil das eine magisch-woertliche Offenbarung Gottes waere. Christus (als goettliche Person) ist Logos also das wahrhaftige Wort Gottes dem es zu folgen gilt.
        Unser Glaube besteht in der lebendigen Beziehung zu Christus nicht (zu erst) in der Einhaltung eines Regelwerkes.

        Viele muslimische Glaubensrichtungen berufen sich aber heute genau auf diese woertliche Art der Interpretation, weil sie dem Koran innewohnend ist (woertlich von Gott geoffenbarte Schrift, zeitlos und fuer jeden gueltig; sonst waere es ja nicht mehr goettlich geoffenbarte Schrift).

        Kannst du den Unterschied erkennen? Macht das Sinn fuer Dich?

        LG Joerg

      2. Es handeln schon sehr viele Christen auf sehr negative Art. Ein Beichpiel sind die evangelikalen Christen in den USA. Oder auch Millionen von Christen in Afrika mit schrecklichen Taten. Und was du ganz vergisst ist einfach immer wieder, dass Christen hunderte Millionen Menschen ermordet haben in den letzten Jahrhunderten. Und 6 Millionen Juden. Das waren Christen. Immerhin haben sich die Kirchen dafür teilweise entschuldigt.

        Was Christen anderen Menschen angetan haben ist eine Jahrtausendschuld. Da kann ich fast hoffen dass die Opfergeschichte Jesu stimmt. Vielleicht ist sie aber auch der Grund dafür, weil man dachte man trägt keine persönliche Verantwortung mehr?? Aber auch Jesus, Frieden und Segen auf ihm sagte, dass solche Leute in den Feuerofen geworfen werden.

        Wie dem aus sein, dass die Christen aber so gehandelt haben würde mich für mich noch nicht die Bibel schlecht machen. Hier sind andere Kriterien zu prüfen. Aber bei Muslimen wirfst du alles in einen Topf.

        Ich mag eigentlich gar nicht mehr antworten weil wir das alles schon hatten. Du bist wenig selbstreflektiert. Lass mal etwas Licht in dein Herz und höre dir nicht so viele Hassvorträge gegen Muslime an.

      3. Es gibt genug christlichen Fundamentalismus, auch in Deutschland. Das braucht nicht weiter erörtert zu werden.

        Dafür dass 2 Milliarden Muslime auf der Erde leben, passiert sehr wenig. Es gibt überall kranke Menschen. Aber aus den Zahlen lässt sich jetzt nicht ableiten, dass es dort mehr wären als anderswo. Aber wenn es um Spezialitäten wie Kindesmissbrauch und Sekten geht, scheint der christliche Glaube besonders anfällig zu sein.

        Nur mal als Gedanke. Wie war das mit dem Holz im eigenen Auge?

      4. Moin Safiya und Cc,

        ich versuche es noch einmal zu erklaeren:

        1) ALLE Menschen schaffen es nicht ihre innen(Haltung)- oder fremd(Schrift)-gesetzten Regeln zu halten. Das ist die Tragoedie der Menschheit. Es trifft auf alle Ueberzeugungen zu (deshalb braucht es mE ein Vergebungsmechanismus(Jesus), um die Gottes-Beziehung wieder herzustellen). Es geht nicht darum, dass Muslime oder Christen bessere Menschen waeren. Ueberhaupt nicht! Sie sind vor Gott gleich armselig, verfehlen oft ihre Ziele, ja es gibt sogar boese Menschen unter denen, die vorgeben glaeubig zu sein!

        2) Worauf ich aber abziele: Die Regeln/Gebote/Gottesvorstellungen sind unterschiedlich von den Schriften her und das hat natuerlich Auswirkungen!
        Im Judentum und Christentum beruft sich heute in realen Gruppen/Regierungen keiner auf die Bibel, um Andersglaeubige zu drangsalieren, Extrasteuern aufzuerlegen, Personengruppen zu bekaempfen oder wegen eines anderen Glaubens herabzuwuerdigen/zu benachteiligen.
        Das ist in muslimischen Gruppen und Gesellschaften anders, sobald sie sich auf den Koran berufen.
        Weil keiner der anderen “moderaten” Muslime deutlich/unmissverstaendlich bei jeder Gelegenheit den Fundamentalisten sagt: da habt ihr aber den Koran falsch verstanden oder: das ist halt ueberholt. Wegen des Absolutheitsanspruches (goettliche Offenbarung) des Korans geht das nicht, es ist innewohnend. Die Fundamentalisten koennen sich auf den Koran beziehen, weil es dort genauso da steht. Weil dort Religionsfreiheit und Achtung anderer Menschen auf Augenhoehe NICHT vorgesehen ist. Das ist eine Wurzel des Uebels!

        3) Deshalb scheitern muslimische Gesellschaften immer wieder: die Leute mit fundamentalistischem Koran-Verstaendnis koennen alle freiheitlichen, fortschrittlichen Entwicklungen stets mit dem “urspruenglicheren” Koran-Verstaendnis einkassieren und unterdruecken. Das liegt nicht an den Menschen (die sind ueberall gleich [boese]). Sondern mE an der Koran-Ideologie: Keine Religionsfreiheit, keine Trennung von Staat und Kirche. Gewalt, Eroberung, Macht und Unterdrueckung ist im Koran angelegt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis boese Menschen das zu ihren Zwecken nutzen/missbrauchen.

        Diese Anlagen/Hebel/Mechanismen gibt es in der Bibel als vorbildliches Handeln nicht (wohl aber als Geschichten, um daraus zu lernen).
        – Religionsfreiheit ist biblisch moeglich.
        – Trennung von Staat und Kirche ist biblisch moeglich.
        – Feindesliebe und Hoeher-Achten des Gegenuebers – trotz anderem Glauben – ist biblisch erwuenscht/moeglich.

        Eure Argumentation kreist immer ueber schreckliche Taten von Menschen. Schreckliche Taten SIND tragisch, aber so dringt man nicht zur Ursache durch.
        Ich versuche von der Argumentation der Schriften (der innewohnenden “reinen” Lehre) aus zu kommen und davon abzuleiten. Versteht ihr den Unterschied?

        LG Joerg

      5. Servus Jörg,

        da ich Dich in dem anderen Kommentar von mir an Hans schon erwähnt habe und dort im Prinzip teilweise auch schon auf Deinen Kommentar geantwortet habe, noch ein paar ergänzende Zeilen.

        1. Es braucht ein Vergebungsmechanismus. Und wie heisst der laut Jesus? BETEN. Um Vergebung bitten, anderen vergeben, “77 mal”, quasi unendlich. Du kennst die Bibelstelle.

        Alle Menschen sind gleich schlecht bzw. schwach in ihren Verfehlungen. Sehe ich ganz genauso. Der Unterschied ist, dass manche sich dessen bewusst sind und um Vergebung bitten, anderen ist es einfach egal. „Wird schon passen“ oder „es gibt es keinen Gott“. Das kann dann nach dem Tod ein interessantes „Surprise, surprise“ werden. Wobei es ja alles nachlesbar ist, aber wen interessiert das schon heute?

        2. Sowohl im Judentum als auch im Christentum berufen sich auch heute Menschen auf die Bibel um andere Menschen anzugreifen. Safiya hatte Beispiele genannt. Das nimmt sich mit dem Islam nun wirklich nichts und Beispiele hatten wir in den letzten Jahren genug dazu medial erfahren. Es gibt in jeder Religion Missbrauch.

        Dass die muslimische Welt sich gegen Terror wehrt ist Fakt. Nur bekommst Du das nicht im deutschen Fernsehen mit. Die meisten Opfer von „muslimischen“ Extremisten sind Muslime selbst. Und Autoren von Büchern und Kanälen die ich Dir bereits auch empfohlen hatte, verurteilen deutlich die Handlungen von beispielsweise dem IS und erklären das auch theologisch. Hier merke ich wieder einmal, dass die Hausaufgaben nicht gemacht werden und so drehen wir uns munter im Kreis weiter.

        3. Es gibt auch eine Menge innerislamischer Auseinandersetzung was den Qur’an angeht. Wort für Wort, Hyperbeln, Sprachbilder und vieles mehr wird da diskutiert. ABER ja, nicht in Deutschland. Sondern in der islamischen Welt und auf Arabisch oder hilfsweise Englisch.

        Zum Thema Islam in Deutschland, ganz Allgemein. Wenn ich mich nur hier über den Islam informieren will, dann ist das in etwa so wie wenn ich das Christentum von einem Autohändler in Texas erklärt bekomme. Es gibt seltene Ausnahmen, aber Islam in Deutschland ist — schwierig. Leider.

        Schreckliche Taten und die Geschichte des Menschen ist eine einzige Tragödie und letztlich eine Prüfung für den Glauben. Gott prüft die, die er liebt. Steht nicht nur im Qur’an. 😉

        Ich sehe im Qur’an dann ein Problem, wenn schwache Menschen ihn als eine mächtige Waffe in die Hände bekommen. Gleiches ist mit der Bibel geschehen. Wenn ich die grausamsten Bibelverse des AT und NT lese (danke @cc), dann sehe ich immer den Kontext. Historisch, theologisch. Auf Grundlage dieser Verse wurden ganze Völker ausgerottet. Gleiches Unrecht kann man mit dem Qur’an auch betreiben und das ist ein Übel unserer Zeit.

        Da hilft nur Bildung, auch fundierte theologische Bildung. Nehmen wir doch ein Beispiel aus Deutschland, dann wird es verständlicher:

        Was ist der beste Schutz vor Sekten wie den Zeugen Jehovas? Fundierte theologische Bildung, Bibelwissen. Dann zerfällt das ganze Sektengebäude im Nu und die flüchten vor einem. Nur leider haben die Menschen heute diese Bildung nicht mehr, obwohl Deutschland ein angeblich christliches Land ist. Und aus dem Grund finden Sekten ab und an ein Opfer.

        Und jetzt schau Dir mal gerne ein paar Dokus zum Thema IS & CO. an und was für Menschen da drinnen sind. Keine weiteren Fragen….

  19. Wow Mashallah, ich bewundere immer Menschen die aus eigener Überzeugung zum Islam konvertieren und nicht nur Kulturmuslime sind. Ich bin schon seit der Geburt Muslim und habe mich immer als Muslim gefühlt. Trozdem hatte ich mich erst ab der Jugendphase zu der Religion viel mehr verbunden gefühlt, wo ich die Religion auch hinterfragt habe und sie mit anderen Religionen verglich. Je mehr ich las, desto mehr Sinn ergab alles. Möge Allah dich und deine Familie segnen und mögen noch viele Menschen zum denken kommen, bevor sie sterben!

  20. bitte bitte das ist kein Spam😂

    😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍😍

    Es ist sooooo schööööön geschrieben💙💙💙💙💙
    🤲🏾🤲🏾 !!!! سبحان الله

    Einfach nur wahr!
    لا اله الا الله
    🤲🏾🤲🏾

  21. Besonderer Dank an dieser Stelle an Lama und Safiya stellvertretend für viele andere, von denen ich den Islam kennen lernen durfte und die mich mit Gedanken zu diesem Artikel inspiriert haben.

    السلام عليكم و رحمة الله وبركاته 🤲🏻

    @All

    Weiterführende Informationen findet ihr bei uns in der Community oder unter dem Reiter “Empfehlungen”.

    https://blackwater.live/community/islam/

    https://blackwater.live/empfehlungen/

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