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Religion & Glauben Buddhismus - die friedliche Religion?

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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Schach Profi Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 260
Themenstarter  

Da der Buddhismus immer als "friedliche Religion" gilt und seit einigen Jahren in Deutschland hipp und woke ist, wollte ich mit diesem Missverständnis einmal aufräumen.

Wir haben in ALLEN Religionen ein Gewaltproblem welches dadurch entsteht, dass Religion mit Kultur und vor allem mit Politik (und damit dem Nationalismus) vermischt wird.

Dank deutscher Einseitigkeitspresse (und den vielen tollen "unabhängigen" Funk Mediengruppe YouTube Kanälen) hat man oft den Eindruck, der Islam wäre die gewalttätigste Religion der Geschichte - bis heute. Das ist natürlich BS und wir hatten das bereits aufgeklärt: https://dominikimseng.com/2012/02/05/atrocitology/

Nach reinen Toteszahlen ist das Christentum mit Abstand die Nr. 1 was Gewalt und Krieg angeht.

 

Zurück zum Thema: ist der Buddhismus denn so friedlich, wie von vielen Menschen insbesondere in Deutschland behauptet?

Auf dem Christen-Verfolgungs-Index von Open Doors stehen verschiedene budhistische Länder ganz oben auf der Liste -Myanmar, Laos, Sri Lanka ... Christen erleben dort Ausstossung aus der Lebens-/Familiengemeinschaft, Benachteiligung, Unterdrückung bis Bedrohung an Leib und Leben. Hier sind es also die Christen, die Opfer von Buddhisten werden.

In Burma gehen Buddhistinnen und Buddhisten gewaltsam gegen die Minderheit der muslimischen Rohingya vor. In Sri Lanka verfolgte im Bürgerkrieg die buddhistische, singhalesische Mehrheit die tamilische, hinduistische Minderheit. Tamilische Hindus gelten ihnen bis heute als minderwertig und Bürger zweiter Klasse. Das erschüttert das Bild des friedlichen Buddhismus.

Oder: wie friedlich ist der Buddhismus wirklich, wenn doch auch ein überwiegend buddhistisches Land wie Japan** im Zweiten Weltkrieg schreckliche Grausamkeiten begehen konnte?

Und so können nicht wenige Sutras mit den frauenfeindlichen und Gewalt verklärenden Passsagen des Qur'ans und sogar des Alten Testaments** mithalten. Da heißt es etwa im Mahaparinirvana-Sutra (T12:562b): „Jemand, der eine Ameise tötet, macht sich des Mordes schuldig, nicht jedoch einer, der einen Ungläubigen tötet.“ Natürlich sind solche Lehrsätze im Westen weitgehend unbekannt.

Und wie sieht es mit Frauenrechten aus? «Frauen wurden diskriminiert und haben in den Klöstern nicht dieselbe Ausbildung erhalten wie Männer», erklärt Dolores Zoé Bertschinger, eine Religionswissenschaftlerin. Nonnen seien im Buddhismus an vielen Orten bis heute niedriger gestellt als Mönche.

 

 

** Die beiden Hauptreligionen in Japan sind der Buddhismus und der Shintoismus. Da sowohl der Buddhismus, als auch der Shintoismus eine lange Geschichte in Japan haben, fühlen sich die meisten Japaner beiden Religionen zugehörig.

***das Alte Testament der Bibel ist MIT ABSTAND das gewalttätigste und brutalste religiöse Schriftwerk (bei Bedarf gerne mehr dazu).

 

 

Warum dieser Thread?

Mit diesem Thread will ich klar machen, wie sehr unser Bild von anderen Kulturen und Religionen durch die Medien geprägt ist. Es ist daher eine gute Idee sich davon zumindest partiell abzuwenden und sich mit der Wirklichkeit zu beschäftigen.

Und die ist ganz anders als wir denken. Manchmal schlechter, manchmal besser, sehr oft aber komplexer. Und das macht das Leben doch aus.

 


   
farah.al-musawi, habanero1979, weip321 and 1 people reacted
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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 957
 
Veröffentlicht von: @mrtn

Wir haben in ALLEN Religionen ein Gewaltproblem welches dadurch entsteht, dass Religion mit Kultur und vor allem mit Politik (und damit dem Nationalismus) vermischt wird.

Danke für den Beitrag. Nach meiner Wahrnehmung kann (und wird) jeder Aspekt des Lebens verwendet werden, um andere auszugrenzen, ihnen schlechte Eigenschaften zuzuweisen und zu unterdrücken: Nation, Rasse, Hautfarbe, Religion, Stadtteil, Fussballverein, politische Meinung, gesellschaftliche Klasse, Geschlecht (Sex und Gender), Kleidung.....beliebig zu erweitern. 


   
farah.al-musawi, habanero1979, himself63 and 2 people reacted
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weip321
(@weip321)
Fide Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1467
 

Ebenfalls danke für den Beitrag. Lesen und weiterbilden hilft, wie meistens, weiter. Ich denke man muss unterscheiden zwischen Buddhismus als Religion und buddhistischen Ländern. Wenn sich alle Religionen wirklich an ihre Gebote halten würden, hätten wir schon eine bessere Welt.

Veröffentlicht von: @mrtn

-Myanmar

Veröffentlicht von: @mrtn

In Burma

Für die Jüngeren unter uns: Myanmar = Burma. Falls euch dieser Thread überhaupt interessiert 🙂 


   
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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 927
 
Veröffentlicht von: @mrtn

Das erschüttert das Bild des friedlichen Buddhismus.

Zu enge Denkweise!
Es sollte das Bild von Multikulti erschüttern.


   
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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Schach Profi Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Wochen
Beiträge: 260
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @presskoppweck

Es sollte das Bild von Multikulti erschüttern.

Multikulti halte ich persönlich für ein Fehlkonstrukt und eine Idee des Relativismus und Liberalismus.

Man kann nebeneinander leben, mit Respekt und mit Regeln. Aber Assimilierung oder Integration (in was auch immer) funktioniert reproduzierbar nur unter ganz engen Voraussetzungen, die beispielsweise in Deutschland gar nicht gegeben sind.

Nehmen wir das Beispiel Religion: keine Religion die aktiv gelebt wird (was eigentlich der Sinn von Religion ist, wenn es nicht bloss "Kultur" sein soll) ist mit dieser jetzigen deutschen Gesellschaft vereinbar. Auch das Christentum nicht. Dort fällt es nur weniger auf, weil es säkularisiert und weichgespült wurde. Bekanntlich bin ich kein Christ, das kann ich ganz wertneutral so festhalten.

Aber auch bei Kultur ist es nicht viel anders.

Viele uns fremde Kulturen hätten sich sogar eine Leitkultur in Deutschland gewünscht, das weiss ich von vielen Menschen persönlich. Aber auch diese Chance wurde vertan.

Die jetzige, am deutlich auffälligste gesellschaftliche Strömung ist der Regenbogen. Was damit verbunden ist, lehnt die deutsche Mehrheitsgesellschaft ab, die "Ausländer" sowieso.

An der Stelle wird es knallen, da bin ich mir sicher. Und das schlimmste daran ist: die um die es dabei angeblich ging (LGBTQ Minderheiten), werden darunter am meisten zu leiden haben. Persönlich.


   
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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 927
 
Veröffentlicht von: @mrtn

An der Stelle wird es knallen, da bin ich mir sicher. Und das schlimmste daran ist: die um die es dabei angeblich ging (LGBTQ Minderheiten), werden darunter am meisten zu leiden haben. Persönlich.

Warum "wird", es knallt doch schon an dieser Stelle.
In den letzten Wochen gab es mehrere Meldungen, dass "irgendwer divers" angegangen wurde. Man kriegt zwar selten die Vornamen der Täter aufs Brot geschmiert, aber wer kennt seine Papenheimer nicht


   
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