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Permanent Residency Paraguay

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pizzachino
(@pizzachino)
Bauernfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 166
Themenstarter  

Guten Morgen liebe Leute,

dieses "Auswandern" Forum ist leider ein wenig unter thematisiert. Von daher mal ein neuer Thread von mir.
Ich beschäftige mich schon länger mit einem "Plan B" (unabhängig von aktuellen Geschehnissen).

Es soll wohl recht simpel sein eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Paraguay zu erhalten. Habt ihr euch mit solchen Themen schon einmal beschäftigt oder vielleicht sogar Erfahrung damit?

Ich habe das ganze bisher noch nicht in den Angriff genommen, finde den Gedanken aber spannend, dass man sich neben Auslandskonten etc. auch eine solche Option schaffen kann. "Flaggentheorie" ist hier wohl das Stichwort.

Freue mich auf eure Gedanken zu dem Thema. 


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Jacky_no1
(@jacky_no1)
Half Bread Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 27
 

Ich finde das Thema auch interessant. 

Nicht dass ich es aktuell wirklich vorhabe auszuwandern, aber einfach weil ich das Thema interessiert. Vielleicht auch, weil mir Deutschland immer fremder wird.

Vor kurzem lief der Kongress "Rette sich wer kann" wo es u.a. auch um Auswanderung ging. Da hab ich selektiv reingehört. Die Veranstalter waren ein junges relativ mittelloses Paar das nach Paraguay ausgewandert ist.

Auch das Thema Staatenlos finde ich interessant, habe dazu aber noch zu wenig Informationen. 

Meine größte Sorge wäre die finanzielle Versorgung. Job kündigen und dann womöglich nichts gutes finden, im Ausland. 


AntwortZitat
Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2155
 

Tja, das ist definitiv ein wichtiges und spannendes Thema. Wie ihr in dem anderen Thread seht, gibt es genug Gründe auszuwandern. Aber aus regulatorischer Sicht dann am besten gleich aus der EU raus.


tugbaoezbek und weip321 gefällt das
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weip321
(@weip321)
Schach Internationaler Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 727
 

Guten Morgen. Danke @pizzachino für das Erstellen eines neues Threads! Ich spiele gleich mal den Advocatus Diaboli 🙃 (gibt leider keinen Teufelssmiley)

Veröffentlicht von: @pizzachino

Ich beschäftige mich schon länger mit einem "Plan B" (unabhängig von aktuellen Geschehnissen)

Was sind deine Beweggründe dafür? Gefällt es dir in DE nicht mehr, findest du andere Länder interessanter, denkst du dass du in einem anderen Land ein besseres Leben führen kannst? Ist nicht böse gemeint, mich interessieren in der Tat deine Gedanken dazu.

Veröffentlicht von: @pizzachino

Es soll wohl recht simpel sein eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Paraguay zu erhalten. Habt ihr euch mit solchen Themen schon einmal beschäftigt oder vielleicht sogar Erfahrung damit?

Ich habe mich nicht speziell mit Paraguay beschäftigt, aber ich denke man muss sich das Thema immer als Ganzes anschauen. Paraguay erinnert mich irgendwie an den Staatenlos-Blog, aber ich habe dort schon seit über einem Jahr nichts mehr gelesen (d.h. mein Gedächtnis kann mich täuschen).

 

Ich werfe mal ein paar Fragen in die Runde zum Denkanstoss:

  • wie kann man sich im neuen Land finanzieren? Es ist ein grosser Unterschied ob ich ortsunbhängig arbeiten kann und damit Geld verdiene, oder ob ich bei einem deutschen Grosskonzern beschäftigt bin.
  • wovor laufe ich in DE weg? Bzw. was genau gefällt mir hier nicht mehr?
  • Wie sicher ist das gewählte Land im Vergleich zu DE? Wie verbreitet sind Korruption und Gewalt?
  • Wie viel Geld kann ich im neuen Land verdienen? D.h. muss ich bei meinem Lebensstandard im Vergleich zu DE Abstriche in Kauf nehmen?
  • Wie freundlich reagiert die einheimische Bevölkerung auf Zugewanderte? Ein oft vergessener, aber sehr wichtiger Punkt.
  • Kenne ich das Land bereits aus mehrwöchigen Reisen und kann mir ein Bild von der Lage machen, oder sind meine Vorstellungen romantisch und haben mit der Realität nichts zu tun? Merke: eine zweiwöchige Urlaubsreise All-In nach Thailand gibt einem keinen realistischen Einblick in die Lebensweise der Einheimischen.
  • Habe ich eine Familie, die ich ernähren muss, oder bin ich Single und kann das Land einfach wieder wechseln wenn es nicht funktioniert?
  • Wie sieht die Steuerregelung im Auswanderungsland aus? Zahle ich dort mehr Steuern oder weniger? Falls du Inhaber einer Kapitalgesellschaft bist, dann hat das deutsche Steuersystem noch ein besonderes Bonmot: die Wegzugsbesteuerung. Damit greift der deutsche Staat dir tief in die Tasche (trifft für die meisten vermutlich nicht zu - wobei wir einige Mitschreiber hier haben, welche es betreffen würde)
Veröffentlicht von: @jacky_no1

Vor kurzem lief der Kongress "Rette sich wer kann" wo es u.a. auch um Auswanderung ging

Solche Formate sind aus meiner Sicht mit Vorsicht zu geniessen. Gezeigt werden die medienwirksamen Typen (erinnert sich noch jemand an Conny Reimann?), nicht aber 08/15 Max Mustermann. Probleme gibt es bei jeder Auswanderung, manche kleiner und manche grösser.

Man sollte sich aber trotzdem klar machen, dass in DE nicht alles schlecht ist. Es gibt sehr viele Länder auf der Welt, denen es schlechter geht als DE. Die alleinige Motivation "alles blöd hier etc." reicht aus meiner Erfahrung nicht. Schnell ist dann nämlich auch alles im Gastland blöd, und jeder mobbt einen (gefühlte Wahrnehmung der Person). Es ist längst nicht alles Gold was glänzt, auch wenn es einem erstmal so vorkommt.

Eine Auswanderung sollte stets gut überlegt sein. Für jemanden mit einen ortsunabhängigen Einkommen (am besten noch selbständig) ist es deutlich einfacher die Zelte abzubrechen und woanders neu aufzuschlagen. Für jemanden mit Familie und einem Angestelltenjob wird es schwieriger, aber es ist auch möglich. Allerdings hängt dann deutlich mehr an der Auswanderung (z.B. Kinder, die ihre Freunde und ihr gewohntes Umfeld verlieren).

 

Bin gespannt auf eure Rückmeldungen und Gedanken.

 


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weip321
(@weip321)
Schach Internationaler Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 727
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Wie ihr in dem anderen Thread seht, gibt es genug Gründe auszuwandern. Aber aus regulatorischer Sicht dann am besten gleich aus der EU raus.

Hatte gerade einen Geistesblitz! Mir kam gerade die Idee zu einem Blackwater-Camp. Also irgendwo auf der Welt, nicht in der EU. So ein bisschen a la "Mad Max". Brauchen nur noch eine Flagge 🤣 


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2155
 

Der Thread ist wirklich gut und passend zu aktuellen Entwicklungen auf vielen Ebenen. Die aufgeworfenen Fragen gilt es aber unbedingt zu bedenken!

Deutschland hat auch seine Vorteile und daher ist das eine ganz individuelle Frage ob es sich lohnt auszuwandern.

Nehmen wir als Beispiel mal ein Profil von einer Person, bei der es definitiv das Richtige wäre:

 

___________

Einkommen aus Kapital, Fremdsprache eines Ziellandes wird beherrscht und man mag die Kultur des Ziellandes. Keine familiären Verpflichtungen in Deutschland, auch keine Immobilien und Firmen (Immo: beschränkte Steuerpflicht, Firma: Wegzugsbesteuerung etc.).

Das wäre kurz gefasst eine Basis, ab der man anfangen kann nachzudenken.

___________

 

Das wird schon auf die meisten nicht zutreffen. Selbst wenn man finanziell unabhängig ist.

Es gibt definitiv gute Gründe DE/EU zu verlassen aber es muss sehr gut überlegt werden. Und es muss keine Entscheidung für immer sein. Es sollten aus steuerlichen Gründen aber mindestens 5+X Jahre sein.

 

 


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2155
 
Veröffentlicht von: @weip321

Ich habe mich nicht speziell mit Paraguay beschäftigt, aber ich denke man muss sich das Thema immer als Ganzes anschauen. Paraguay erinnert mich irgendwie an den Staatenlos-Blog, aber ich habe dort schon seit über einem Jahr nichts mehr gelesen (d.h. mein Gedächtnis kann mich täuschen).

Jap, stimmt.

Staatenlos.ch habe ich nicht mehr als Empfehlung. Das hat verschiedene Gründe:

Die ursprüngliche Idee des Lebens ohne Wohnsitz um die Besteuerung zu umgehen funktioniert so nicht mehr. Deswegen haben die Typen auch ein Boot (internationale Gewässer, GPS Tracking) und bewerben andere Staatsbürgerschaften etc.

Was für mich aber dann der finale Grund war mich von staatenlos.ch mental zu trennen, war die neue Schiene: es werden spirituelle Maja Priester, Heiler, Lichtheiler und ähnlicher BS beworben. Spirituelle Geldseminare über die Kräfte des Universums... , dazu die Empfehlung von Leuten, die ich von früheren Jahren von Veranstaltungen kenne (reine Heissluftgebläse die nur mit Laberseminaren und Affiliate Geld machen).

Sorry, da bin ich dann raus.

Staatenlos war für meinen Geschmack schon immer etwas hedonistisch (fremde Länder und die Mädels etc.) orientiert, aber fachlich fand ich die Tipps ganz gut. Aber wie gesagt, vieles hat sich in den letzten Jahren geändert und staatenlos.ch selbst scheint nur noch ne Marketingbude für Spinnerei zu sein.

 


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Jacky_no1
(@jacky_no1)
Half Bread Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 27
 

Das sind gute Fragen.

Ich für meinen Teil sehne mich manchmal nach einem einfacheren Leben. Mit weniger "Ballast". Weniger Materiellem.

Ich genieße es förmlich, auf Geschäftsreise, ein kleines Zimmer zu haben, nur mit Tisch, Stuhl, Schrank, Bett und Badezimmer. Das ist irgendwie befreiend.

Vor Jahren hat mich mal dieser Blogbeitrag sehr angesprochen. Nicht wegen Steuergründen, sondern wegen einem einfachen Leben unter glücklichen Menschen: https://blackwater.live/2020/08/20/geo-arbitrage-und-du/

Auch nervt mich das deutsche Schulsystem, welches für aktive Jungs einfach keinen Raum hat. Die sich da sehr schwer tun. Aber auch da gibt es alternativen, z.B. mit Montesori.

Die Sicherheit und die Finanzierung sind schon wichtige Punkte. Ich stelle mir eher die Frage: Wovor habe ich Angst? Was hält mich ab es einfach zu tun? Was kann denn im schlimmsten Fall passieren? Was ist das Chance/Risiko Verhältniss? Vermutlich kann man das gar nicht so genau sagen.

Letztendlich muss es in mir noch weiter reifen. Und vielleicht bleibt es für immer ein Gedanke, der nie umgesetzt wird.

Vielleicht wird daraus aber auch erst mal eine Urlaubsreise, um Land und Leute abseits von Touristenhochburgen kennen zu lernen.

Wir haben Freunde, die vor vielen Jahren von Deutschland nach Somalia gezogen sind. Sie helfen vor Ort. Ihre drei Kinder wachsen dort ganz anders auf. Sie berichten recht authentisch von ihren Herausforderungen, von Nachbarn, Staat usw.

In Deutschland ist sicher nicht alles schlecht. Und Reisen ist ja jetzt auch wieder erlaubt. 🙂 


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pizzachino
(@pizzachino)
Bauernfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 166
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @weip321

Guten Morgen. Danke @pizzachino für das Erstellen eines neues Threads! Ich spiele gleich mal den Advocatus Diaboli 🙃 (gibt leider keinen Teufelssmiley)

Veröffentlicht von: @pizzachino

Ich beschäftige mich schon länger mit einem "Plan B" (unabhängig von aktuellen Geschehnissen)

Was sind deine Beweggründe dafür? Gefällt es dir in DE nicht mehr, findest du andere Länder interessanter, denkst du dass du in einem anderen Land ein besseres Leben führen kannst? Ist nicht böse gemeint, mich interessieren in der Tat deine Gedanken dazu.

Veröffentlicht von: @pizzachino

Es soll wohl recht simpel sein eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Paraguay zu erhalten. Habt ihr euch mit solchen Themen schon einmal beschäftigt oder vielleicht sogar Erfahrung damit?

Ich habe mich nicht speziell mit Paraguay beschäftigt, aber ich denke man muss sich das Thema immer als Ganzes anschauen. Paraguay erinnert mich irgendwie an den Staatenlos-Blog, aber ich habe dort schon seit über einem Jahr nichts mehr gelesen (d.h. mein Gedächtnis kann mich täuschen).

 

Ich werfe mal ein paar Fragen in die Runde zum Denkanstoss:

  • wie kann man sich im neuen Land finanzieren? Es ist ein grosser Unterschied ob ich ortsunbhängig arbeiten kann und damit Geld verdiene, oder ob ich bei einem deutschen Grosskonzern beschäftigt bin.
  • wovor laufe ich in DE weg? Bzw. was genau gefällt mir hier nicht mehr?
  • Wie sicher ist das gewählte Land im Vergleich zu DE? Wie verbreitet sind Korruption und Gewalt?
  • Wie viel Geld kann ich im neuen Land verdienen? D.h. muss ich bei meinem Lebensstandard im Vergleich zu DE Abstriche in Kauf nehmen?
  • Wie freundlich reagiert die einheimische Bevölkerung auf Zugewanderte? Ein oft vergessener, aber sehr wichtiger Punkt.
  • Kenne ich das Land bereits aus mehrwöchigen Reisen und kann mir ein Bild von der Lage machen, oder sind meine Vorstellungen romantisch und haben mit der Realität nichts zu tun? Merke: eine zweiwöchige Urlaubsreise All-In nach Thailand gibt einem keinen realistischen Einblick in die Lebensweise der Einheimischen.
  • Habe ich eine Familie, die ich ernähren muss, oder bin ich Single und kann das Land einfach wieder wechseln wenn es nicht funktioniert?
  • Wie sieht die Steuerregelung im Auswanderungsland aus? Zahle ich dort mehr Steuern oder weniger? Falls du Inhaber einer Kapitalgesellschaft bist, dann hat das deutsche Steuersystem noch ein besonderes Bonmot: die Wegzugsbesteuerung. Damit greift der deutsche Staat dir tief in die Tasche (trifft für die meisten vermutlich nicht zu - wobei wir einige Mitschreiber hier haben, welche es betreffen würde)
Veröffentlicht von: @jacky_no1

Vor kurzem lief der Kongress "Rette sich wer kann" wo es u.a. auch um Auswanderung ging

Solche Formate sind aus meiner Sicht mit Vorsicht zu geniessen. Gezeigt werden die medienwirksamen Typen (erinnert sich noch jemand an Conny Reimann?), nicht aber 08/15 Max Mustermann. Probleme gibt es bei jeder Auswanderung, manche kleiner und manche grösser.

Man sollte sich aber trotzdem klar machen, dass in DE nicht alles schlecht ist. Es gibt sehr viele Länder auf der Welt, denen es schlechter geht als DE. Die alleinige Motivation "alles blöd hier etc." reicht aus meiner Erfahrung nicht. Schnell ist dann nämlich auch alles im Gastland blöd, und jeder mobbt einen (gefühlte Wahrnehmung der Person). Es ist längst nicht alles Gold was glänzt, auch wenn es einem erstmal so vorkommt.

Eine Auswanderung sollte stets gut überlegt sein. Für jemanden mit einen ortsunabhängigen Einkommen (am besten noch selbständig) ist es deutlich einfacher die Zelte abzubrechen und woanders neu aufzuschlagen. Für jemanden mit Familie und einem Angestelltenjob wird es schwieriger, aber es ist auch möglich. Allerdings hängt dann deutlich mehr an der Auswanderung (z.B. Kinder, die ihre Freunde und ihr gewohntes Umfeld verlieren).

 

Bin gespannt auf eure Rückmeldungen und Gedanken.

 

Eher gemeint ist einen "Plan B" in der Hinterhand zu haben - und nicht um direkt auszuwandern. Paraguay steht hier als Beispiel, da es dort wohl relativ "einfach" ist, eine solche Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Allerdings mit der Bedingung, dass man alle 3 Jahre mindestens einmal einreisen muss. Da fällt das "einfach" schon wieder raus, da auch sehr kostenintensiv.

Der einzige triftige Grund aus (Nord) Deutschland weg zu wollen, ist das Wetter. Ich als halb Italiener werde hier im Norden tatsächlich depressiv über die Wintermonate. Immer grau und viel regen. Schrecklich. Der Sommer ist oft auch nicht das was man von einem Sommer erwartet.

Ja - ich bin auf dem Weg ortsunabhängig als ITler zu werden. Gehe in Richtung Freelancer - auch wenn ich (noch) fest angestellt bin.

Liebäugeln tue ich z.B. auch mit Zypern - wegen der Möglichkeit die englische Sprache nutzen zu können und weil ich die griechische Kultur und das Essen sehr mag. Das Wetter und die schöne Umgebung kommt natürlich noch oben drauf. 

Schwieriger wird es dann nun schon wieder mit unseren beiden Söhnen - 6 und 4 Jahre alt. Denen möchte man natürlich auch nichts verbauen - da herrscht halt ein wenig die Angst vom Unbekannten. Wie z.B. die Schulbildung in einem anderen Land aussieht, ob man sich im Zweifel eine Privatschule leisten könne etc. 

Ich/ wir sind da in der Findungsphase - aber etwas ganz tief in mir drinnen, zieht mich schon irgendwie weg. Verstärkt natürlich auch durch die vergangenen Jahre mit Corona. 


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weip321
(@weip321)
Schach Internationaler Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @jacky_no1

Wovor habe ich Angst? Was hält mich ab es einfach zu tun? Was kann denn im schlimmsten Fall passieren? Was ist das Chance/Risiko Verhältniss?

Das sind alles wichtige Fragen, und ich finde es gut dass du sie stellst! Aus deinem Vorstellungsthread weiss ich, dass du verheiratet bist und zwei Kinder hast. Ich denke die Umgewöhnung / Umstellung der Kinder wäre eine der wichtigsten Fragen aus meiner Sicht (ich habe bisher keine Kinder). Das wäre eine Antwort auf die Frage "was hält mich ab es einfach zu tun"? Ein junger Single hat dort vermutlich weniger Bauchschmerzen, es einfach zu probieren.

Die Frage "was kann im schlimmsten Fall passieren" ist eine sehr gute Frage. Ich kann hier "The Work" von Byron Katie empfehlen. Dort setzt man sich hin mit einem Blatt Papier und stellst sich vier Fragen. Ist sehr interessant, weil man Einblicke in seine eigenen Gedanken bekommt.

Veröffentlicht von: @jacky_no1

Wir haben Freunde, die vor vielen Jahren von Deutschland nach Somalia gezogen sind. Sie helfen vor Ort. Ihre drei Kinder wachsen dort ganz anders auf. Sie berichten recht authentisch von ihren Herausforderungen, von Nachbarn, Staat usw.

Es ist toll, dass du/ihr solch einen Einblick habt. Somalia wäre für 99% von uns vermutlich nicht die bevorzugte Wahl, wenn es ums Auswandern geht. Allerdings haben 99% von uns auch keine Ahnung davon, wie es in Somalia zugeht. Mir fallen pauschal nur Hungersnöte und Piraten ein, woran man sieht, dass ich davon überhaupt keine Ahnung habe und mit Vorurteilen behaftet bin. Wäre toll, wenn du dort etwas mehr berichten könntest.

Veröffentlicht von: @pizzachino

Ja - ich bin auf dem Weg ortsunabhängig als ITler zu werden. Gehe in Richtung Freelancer - auch wenn ich (noch) fest angestellt bin.

Hehe, willkommen im Club. Bin schon etwas weiter als du (Freelancer und bereits ausgewandert), am Thema Ortsunabhängigkeit arbeite ich schon seit einer Weile. Direkt-Nachrichten gehen hier im Forum nicht, können uns aber gerne direkt austauschen (falls der Häuptling das zulässt und den Kontakt herstellen kann).


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
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Veröffentlicht von: @weip321
Veröffentlicht von: @pizzachino

Ja - ich bin auf dem Weg ortsunabhängig als ITler zu werden. Gehe in Richtung Freelancer - auch wenn ich (noch) fest angestellt bin.

Hehe, willkommen im Club. Bin schon etwas weiter als du (Freelancer und bereits ausgewandert), am Thema Ortsunabhängigkeit arbeite ich schon seit einer Weile. Direkt-Nachrichten gehen hier im Forum nicht, können uns aber gerne direkt austauschen (falls der Häuptling das zulässt und den Kontakt herstellen kann).

Ja, das geht. Dazu gibt es extra einen Thread. 🙂 Und ihr beiden habt Zugriff darauf (im Stammleser Bereich).

Im Zweifel Telegram nutzen, da muss man keine Nummern austauschen und kann blocken (ich glaube kaum, dass es nötig sein sollte).


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pizzachino
(@pizzachino)
Bauernfrühstück Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @weip321

Hehe, willkommen im Club. Bin schon etwas weiter als du (Freelancer und bereits ausgewandert), am Thema Ortsunabhängigkeit arbeite ich schon seit einer Weile. Direkt-Nachrichten gehen hier im Forum nicht, können uns aber gerne direkt austauschen (falls der Häuptling das zulässt und den Kontakt herstellen kann).

Ja - sehr gerne tauschen wir uns einmal auf. Ich habe meine Telegram Daten im entsprechenden Post hinterlegt. Freue mich!


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Jacky_no1
(@jacky_no1)
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Veröffentlicht von: @weip321

Das sind alles wichtige Fragen, und ich finde es gut dass du sie stellst! Aus deinem Vorstellungsthread weiss ich, dass du verheiratet bist und zwei Kinder hast. Ich denke die Umgewöhnung / Umstellung der Kinder wäre eine der wichtigsten Fragen aus meiner Sicht (ich habe bisher keine Kinder). Das wäre eine Antwort auf die Frage "was hält mich ab es einfach zu tun"? Ein junger Single hat dort vermutlich weniger Bauchschmerzen, es einfach zu probieren.

Ja und Nein. Mit Familie muss man anders planen. Geht mehr auf Sicherheiten. Aber gerade da ich eine Familie habe, bin ich nicht auf mich allein gestellt. Wir haben UNS. 

Es ist toll, dass du/ihr solch einen Einblick habt. Somalia wäre für 99% von uns vermutlich nicht die bevorzugte Wahl, wenn es ums Auswandern geht. Allerdings haben 99% von uns auch keine Ahnung davon, wie es in Somalia zugeht. Mir fallen pauschal nur Hungersnöte und Piraten ein, woran man sieht, dass ich davon überhaupt keine Ahnung habe und mit Vorurteilen behaftet bin. Wäre toll, wenn du dort etwas mehr berichten könntest.

Sehr gerne. Vielleicht mal kurz, da ich heute noch etwas arbeiten will.

Es ist klar ein armes Land. Die Leute in ihrem Dorf sind sehr interessiert an "den weißen". Die Kinder spielen mit einheimischen Kindern. Das Land ist karg. Aktuell gibt es eine Dürre. Sie organisieren mit Spendengeldern Wassertransporte um die Bevölkerung und das Vieh zu versorgen. Wenn wir Videotelefonieren sehe ich glückliche Kinder und zufriedene Eltern. Sie brauchen als "Ausländer" einen Wachmann vor dem Haus. Passiert ist aber noch nie etwas. Mit Gewalt oder gar Piraten haben sie keine Berührungspunkte. Es gibt viele Ziegen im Dorf, die teils frei rumlaufen. Die Kinder wachsen sozusagen mit Tieren auf.

Sie sind als Missionare ausgewandert. Finanziert durch Spendengeldern von Freunden. Er arbeitet auch an der Uni vor Ort als Lehrer für die Einheimischen. Dort ist er sehr angesehen.

Sie schmeißt den Haushalt und ist Lehrerin für ihre Kinder. Nebenbei hat sie viel Zeit für die einheimischen Frauen. Sie hat einige Freundinnen gefunden.

Klar, immer wieder kommen auch mal Leute die betteln. Das ist normal dort. Da müssen sie gut prüfen und abwägen, wie sie damit umgehen. Sie helfen gerne, aber müssen natürlich auch grenzen ziehen.

Für die Geburt ihrer Kinder sind sie aber jeweils ins "Ausland" gegangen. Das war ihnen sicherer.

Es müssten jetzt schon über 10 Jahre her sein, die sie dort wohnen.


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
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Veröffentlicht von: @jacky_no1

Wir haben Freunde, die vor vielen Jahren von Deutschland nach Somalia gezogen sind. Sie helfen vor Ort. Ihre drei Kinder wachsen dort ganz anders auf. Sie berichten recht authentisch von ihren Herausforderungen, von Nachbarn, Staat usw.

Man muss wirklich sehen, wie es vor Ort ist. Wir haben immer wieder die Erfahrungen gemacht, dass die Medien hier ein völlig falsches Bild vermitteln (vielleicht auch daher meine kritische Art was MSM angeht). Vor kurzem hatten wir hier doch auch die Neuanmeldung von @tyrion , der im Nordirak lebt und dem es dort gut gefällt.

Ein ganz guter Einstieg ist inzwischen auch mal zu schauen, welche Travel Blogger schon in einem Land waren. Im Fall vom Nordirak gibt es beispielsweise einige und man ist erstaunt, wie schön der Irak sein kann (die meisten kennen nur die Golfkriegs-Wüstenbilder).

Jedes Land hat seine Herausforderungen, aber auch seine Vorteile. Es kommt darauf an, worauf man selbst Wert legt.

 

Edit/Add-On:

Die Sprache und die Kultur ist nicht zu unterschätzen, da muss man wirklich realistisch sein. Wenn man eine Kultur grundsätzlich nicht mag, hat man keine Chance. Auf der anderen Seite ist es so, dass wenn man eine bestimmte Kultur liebt, das ein Türenöffner ist und man ganz anders durch die Gegend läuft. Eine Art self-fulfilling prophecy.

Ich komme in Palästina besser klar als in Mexico-City 🤣 


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weip321
(@weip321)
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Beiträge: 727
 

@jacky_no1 vielen Dank für die Einblicke in das Leben deiner Freunde in Somalia! Ein Satz hat mich besonders gerührt:

Veröffentlicht von: @jacky_no1

Wenn wir Videotelefonieren sehe ich glückliche Kinder und zufriedene Eltern

Das ist das Wichtigste überhaupt. Wir haben in unserer westlichen Welt zwar sehr viel Reichtum (wenn auch sehr ungleich verteilt), aber viele Menschen sind nicht glücklich und/oder trotzdem unzufrieden. Ich glaube ich habe das schon mal erwähnt, aber als ich vor einigen Jahren mit dem Rucksack durch die Philippinen gereist bin, habe ich auch sehr viele glückliche Menschen gesehen (auch wenn diese nicht viel materiellen Besitz hatten).

Veröffentlicht von: @deepblackforest

Ich komme in Palästina besser klar als in Mexico-City 🤣 

Mexico-City ist halt eher ein Moloch, allein von der Grösse her. Mexico hat auch noch viele andere schöne Ziele (welche ich auch gerne besuchen möchte, z.B. Tulum)


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