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Religion & Glauben Christentum - ein Sammelthread

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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1018
Themenstarter  

Das Christentum ist historisch-geschichtlich hochinteressant zu durchforschen, es ist die Grundlage europäischer Kultur und ursprüngliche Wertebasis. Wie wurde aus der Botschaft eines Mannes eines Religion? Warum weichen seine Aussagen so stark von heutiger gelebter Religion ab? Warum ist der Heilsweg -  Jesu rein Bibel basiert - ein anderer als der des Paulus?

Es gibt unzählige Fragen dazu. Eine der interessantesten ist - damit habe ich mich die letzten Tage wieder beschäftigt - die Trinitätsfrage. Die Trinität ist für 99% aller Christen weltweit das DOGMA schlechthin. Sie anzuerkennen, ein essentieller Bestandteil Jesus anzuerkennen und damit eine Frage der Rettung.

Daher heute eine Analyse von Manfred Oeming (University of Heidelberg, Faculty Member) um sich in eines der Hauptthemen der Christenheit sich einzuarbeiten.

 

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes". Beiträge zur Traditionsgeschichte und Bedeutungstiefe der trinitarischen Formel"

 


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himself63
(@himself63)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 310
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Es gibt unzählige Fragen dazu. Eine der interessantesten ist - damit habe ich mich die letzten Tage wieder beschäftigt - die Trinitätsfrage.

Wie ich in diesem Forum ja schon berichtete, habe ich vor kurzem angefangen, die Bibel (Schlachter 2000) mit Hilfe eines Bibelleseplanes zu lesen. Da steht z.B. unter 1.Mose1,3 "Und Gott sprach...." während es unter 1.Mose2,18 heißt "und Gott der HERR sprach. Was mich dann noch mehr verwirrt hat ist in 1.Mose 11,7 zu finden. Da steht "Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren". Hat das im weitesten Sinne auch mit der Trinität zu tun?


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wuestenrose91
(@wuestenrose91)
Bauernfrühstück Admin Rose
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 116
 

@himself63 ich bin noch keine Bibelexpertin, das ist mehr ein Hobby von mir. Aber ich würde vermuten, dass es sich um den Majestätsplural handelt. So ist es im Qur'an auch.

Was ich sehr gut kenne, ist die Geschichte der Kinder Israels, weil das auch ein zentraler Qur'an Bestandteil ist und im Studium viel Platz eingenommen hatte.

Die Kinder Israels haben in ihrem Glaubensbekenntnis und allen anderen Stellen immer gezeigt bekommen, dass Gott EINER ist. Die Lehre der christlichen Trinität ist eine christlich-griechische Erfindung (nichts gegen @mrsblackwater )und wurde von anderen Kulturen übernommen, wo es sie schon lange gab. Israel kannte das nicht und das alte Israel wurde oft für Götzendienst bestraft. Götzendienst ist die größte Sünde gegen Gott und der Begriff ist im arabischen und hebräischen gleich definiert. Gott etwas "beistellen, teilen, ihm einen Partner machen". Oder ein Substitut.

Schau mal, Martin hat letztens ein Videokanal verlinkt, den ich auch ganz gut finde. Dort ist ein Video dabei dazu:

und dieses hier


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himself63
(@himself63)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 310
 
Veröffentlicht von: @wuestenrose91

@himself63 ich bin noch keine Bibelexpertin, das ist mehr ein Hobby von mir. Aber ich würde vermuten, dass es sich um den Majestätsplural handelt. So ist es im Qur'an auch.

Vielen Dank für die interessanten Videos. Ich habe mich im Netz mal zu dem Begriff Majestätsplural umgesehen und bin auf folgenden Beitrag gestoßen:

https://www.erf.de/lesen/glaubens-faq/trinitaet-die-unloesbare-gleichung/33618-59

Wie ich das so sehe, werde ich wohl noch öfter Fragen zur Bibel stellen 😉 

 

 


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Weihnachtsstern
(@weihnachtsstern)
Half Bread Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 23
 

Jesus IST Gott, ich und der Vater sind EINS. Johannes 1:1,2 1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. 2 Dasselbe war im Anfang bei Gott. 

Jesus ist unser HERR. Wir beten zu ihm. Der Adressat ist Jesus und nur diese Gebete werden erhört. Islam ist falsch und Judentum verworfen.


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wuestenrose88
(@wuestenrose88)
Full Bread Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 43
 
Veröffentlicht von: @wuestenrose91

@himself63 ich bin noch keine Bibelexpertin, das ist mehr ein Hobby von mir. Aber ich würde vermuten, dass es sich um den Majestätsplural handelt. So ist es im Qur'an auch.

Was ich sehr gut kenne, ist die Geschichte der Kinder Israels, weil das auch ein zentraler Qur'an Bestandteil ist und im Studium viel Platz eingenommen hatte.

Die Kinder Israels haben in ihrem Glaubensbekenntnis und allen anderen Stellen immer gezeigt bekommen, dass Gott EINER ist. Die Lehre der christlichen Trinität ist eine christlich-griechische Erfindung (nichts gegen @mrsblackwater )und wurde von anderen Kulturen übernommen, wo es sie schon lange gab. Israel kannte das nicht und das alte Israel wurde oft für Götzendienst bestraft. Götzendienst ist die größte Sünde gegen Gott und der Begriff ist im arabischen und hebräischen gleich definiert. Gott etwas "beistellen, teilen, ihm einen Partner machen". Oder ein Substitut.

Schwester, haha, Expertin nicht aber unter Büchern versteckt 🤣 🤣 

mrsblackwater hat nie geschrieben dass sie Jesus=Gott supportet. Ich glaube die wären sonst nicht verheiratet.😳

Also ich verstehe einfach mal nicht warum man nicht einfach zu Gott beten kann? Das ist doch eher logisch als zu einem Mensch (Jesus). Dann kann man auch Heilige anbeten, wo ist da noch ein Unterschied?


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Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 511
 
Veröffentlicht von: @himself63

Da steht "Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren". Hat das im weitesten Sinne auch mit der Trinität zu tun?

Nicht "im weitesten Sinne", sondern tatsächlich. Es handelt sich um Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist.

Es steht im Urtext das Wort Älohim.

In Johannes 1 finden wir, dass das Wort (Jesus) schon im Anfang, vor Grundlegung der Welt, bei Gott war und alles durch das Wort (Jesus) geschaffen wurde.


himself63 gefällt das
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Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 511
 
Veröffentlicht von: @weihnachtsstern

Der Adressat ist Jesus und nur diese Gebete werden erhört. Islam ist falsch und Judentum verworfen.

Boah, Weihnachtsstern, das kann ich nicht so stehen lassen.

a) Es werden nicht nur Gebete erhört, die an Jesus gerichtet sind. Nirgendwo sagt die Bibel das. Jesus selbst hat uns ein Mustergebet gegeben, das mit Sicherheit ebenfalls erhörlich ist.
b) Alle Gebete werden gehört. Ob sie erhört werden, hängt von der Stellung des Menschen zu Gott ab und ob wir bitten nach seinem Willen.
c) Das Judentum ist nicht verworfen. Es gibt hunderte Stellen in der Bibel, im alten wie im neuen Testament, die das bezeugen. Lies zu Anfang einfach mal den Römerbrief. Israel ist für eine gewisse Zeit beiseitegesetzt. Aber Gott steht zu seinem Volk und wird es wieder sammeln und annehmen. Übrigens ganz Israel, auch die (momentan verschwundenen) 10 Stämme.

Bitte überlege, ob Du Andersgläubigen weiterhin die Keule überziehen willst (glaub gefälligst das, was ich glaube, weil das ist richtig!), oder ob Du ihnen in Liebe begegnest.


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Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 511
 
Veröffentlicht von: @himself63

https://www.erf.de/lesen/glaubens-faq/trinitaet-die-unloesbare-gleichung/33618-59

Ein guter Artikel!

 

Wie ich das so sehe, werde ich wohl noch öfter Fragen zur Bibel stellen 😉 

Ich freue mich darauf und darüber und werde versuchen, die Fragen zu beantworten. Meine Schwäche ist, dass ich häufig für "Anfänger" zu kompliziert und detailliert antworte, dann sieh es mir bitte nach. Man kann sein Leben lang noch wunderbare Einzelheiten dazulernen, aber anfangs sind natürlich die "Basics" wichtig.

Ich fände es auch wichtig, wenn Du Dich mit anderen Gläubigen austauschst. Gemeinschaft ist ein absolutes Basic. Wenn ich daran denke, wie viel ich in unserem Hauskreis (wir treffen uns zum gemeinsamen Bibellesen, zum Singen und zum Beten) schon alles von meinen Glaubensgeschwistern gelernt habe ... Darum hatte ich auch vor einigen Wochen mal den Alpha-Kurs empfohlen. Mittlerweile sollte er nach den Corona-Beschränkungen wieder möglich sein und wird bestimmt auch in Deiner Umgebung angeboten. Da kann man auch gleich auf sehr unverfängliche Art und Weise (beim Abendessen) Menschen mal beschnuppern und vielleicht finden sich sympathische Leute, mit denen Du Dir gemeinsamen Austausch vorstellen kannst.


himself63 gefällt das
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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1018
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @wuestenrose91

Die Lehre der christlichen Trinität ist eine christlich-griechische Erfindung (nichts gegen @mrsblackwater )und wurde von anderen Kulturen übernommen, wo es sie schon lange gab. Israel kannte das nicht und das alte Israel wurde oft für Götzendienst bestraft. Götzendienst ist die größte Sünde gegen Gott und der Begriff ist im arabischen und hebräischen gleich definiert. Gott etwas "beistellen, teilen, ihm einen Partner machen". Oder ein Substitut.

Die christliche Trinität wurde ja in verschiedenen Konzilen festgelegt, Mrs. Blackwater und ich haben uns damit auch schon länger auseinander gesetzt und eine sehr interessante Seite gefunden. Schaut mal HIER.

Zitat: "Es gibt keine Bibelstelle, die Gott als ein "Drei-Personen-Wesen" beschreibt, weder direkt noch als Umschreibung. Auch in der Gesamtaussage der Bibel findet sich nichts Derartiges. Dagegen gibt es aber viele Stellen, die klar sagen, dass Gott nur einer ist, dass nur einer Gott ist und dass der Vater allein wahrer Gott ist (siehe hier). In der gesamten Bibel findet sich ein strenger Monotheismus."

 

Die Seite, die meine Frau entdeckte, ist vor allem deshalb gut, weil sie einen christlichen Background hat. Bei der Monotheismus Thematik findet man ja sonst eher klare Worte auf jüdischen und muslimischen Seiten. Dass die Urchristen (Judenchristen, Griechen) an die Trinität glaubten, ist äußerst unwahrscheinlich. Belegt ist dieser Wandel mit dem Vorlauf dazu, dass das Christentum Staatsreligion im alten Rom wurde. Und das ist über die Abschriften der Konzile sehr eindeutlich belegt.

So wie Du geschrieben hast Safiya, kam die Trinität selbst von anderen Kulturen. Babylon, das alte Ägypten 😉 , um nur zwei zu nennen. Interessanterweise war gerade die babylonische Ausprägung der Trinität exakt die gleiche, wie sie von den Christen später übernommen wurde.

Das sollte jedem heutigen Christen massiv zu denken geben! Es geht nicht um Kritik oder Runtermachen, auf keinen Fall! Es geht darum, den schriftlich-historischen Wahrheitskern für sich heraus zu arbeiten. Wenn man das denn will - sonst ergibt es keinen Sinn.

Eine christlich-griechische Erfindung ist die Trinität also in dem Sinne nicht, sie existierte schon lange vorher. Aber sie wurde im Übergang der griechischen Urkirche zur römischen Staatskirche implementiert.

 


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mrsblackwater
(@mrsblackwater)
Schachspieler Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 206
 
Veröffentlicht von: @wuestenrose91

Die Lehre der christlichen Trinität ist eine christlich-griechische Erfindung

Das ist so nicht ganz richtig. Die Trinitätslehre wurde von Athanasios der Große im ersten Konzil von Nicäa eingeführt. Interessanterweise ist diese Idee (3 sind 1)  schon ein wenig älter und entsprang aus dem alten Babylon. Auch zu lesen in dem Werk „Von Babylon nach Rom“.

Veröffentlicht von: @wuestenrose88

mrsblackwater hat nie geschrieben dass sie Jesus=Gott supportet. 

Stimmt - Da hat jmd. aufgepasst 🙂 Das ich griechische Wurzeln habe, heißt nicht dass ich alles annehme oder gutheiße  was die griechische-orthodoxe, christlich-griechische Kirche oder auch sonst eine Kirche griechischen Ursprungs sagt. Eben so wenig würde ich jetzt behaupten, dass ihr Wüstenrosen and die Neunheit von Heliopolis glaubt nur weil ihr aus Ägypten kommt. 

Martin und ich teilen Vieles. Unter Anderem die Eigenschaft "Dinge" zu hinterfragen. 


AntwortZitat
Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 511
 

Martin, hast Du die Erläuterung zu "Älohim" gelesen?

Ich möchte nochmal die gute Erklärung verlinken, die Himself63 entdeckt hatte:

https://www.erf.de/lesen/glaubens-faq/trinitaet-die-unloesbare-gleichung/33618-59

Aber lösen wir uns von der Trinität, die für uns Menschen schwer zu begreifen ist. Martin, glaubst Du, dass Jesus Gottes Sohn war und ist und bleibt?


AntwortZitat
Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1018
Themenstarter  

@fraubausn 

Liebe Frau B aus N, nach wie vor ein Name, bei dem ich jedes Mal schmunzeln muss. Einfach genial gewählt.

Also, alle Seiten haben hervorragende Argumente und ich schaue mir immer alle Seiten an. Das Thema Religion kann man auf ganz viele verschiedene Weisen betrachten und analysieren.

Wie ich in vielen meiner Artikeln auch zeige, gibt es aber einen mächtigen Gegner bei der Wahrheitssuche: Wir selbst und unsere Sozialisierung. Und da spielt es gar keine Rolle welcher Religion wir angehören oder ob wir Atheisten, Agnostiker oder sonst was sind. Seien wir mal bitte ganz ehrlich: Die Tendenz glauben zu wollen, damit es zu uns passt, ist SEHR hoch! Zu glauben was wir unser Leben bisher glaubten, zu glauben, was unsere Handlungen rechtfertigt, zu glauben, was sich für uns gut anfühlt.

Aber ist das dass Kriterium für Wahrheit? Wohl eher nicht und das wissen wir im Innersten sicher alle. Also versuche ich, so sachlich wie möglich an die Sache ranzugehen. Und eine wichtige Frage dabei ist: Würde ich mein Leben und meine Vorstellungen ändern, wenn sie klar falsch oder zweifelhaft sind? Wenn man diese Frage mit NEIN beantwortet, ist es auch ok. Aber beantworten sollte man sie definitiv, sonst hat weitere Nachforschung keinen Sinn. Und hat man sie beantwortet, sollte man auch ehrlich zu sich selbst sein.

Folge:

A: Ja, ich bin bereit mein Leben zu ändern, auch wenn es unangenehm wird und ich Dinge lerne, die meiner Sozialisation widersprechen.

B: Nein, ich bin nicht bereit mein Leben zu ändern. Ich akzeptiere bei vollem Bewusstsein dass ich einem Glaubensgebäude folge, von dem ich weiss, dass es falsch ist. Aber es ist einfach bequemer und schöner.

 

Nachdem ich viele Jahre das christliche Lager kenne mit all seinen Ideen und Vorstellungen, bin ich die letzten 2-3 Jahre dazu über gegangen, die muslimische Seite zu erforschen. Und auch hier finde ich natürlich die gleiche Bandbreite von historischen Fakten, Dingen die absolut Sinn ergeben, bis hin zu Traditionen, die fragwürdig sind.

Aber gut, kommen wir zu Deiner Frage:

 

Glaube ich, dass Jesus Gottes Sohn ist?

Diese Frage ist komplex genug für Doktorarbeiten und es gibt ja auch eine Menge davon. (academia.edu)

Ich versuche das so einfach und zielführend wie möglich zu beantworten, sozusagen als Kurzversion. Das Problem an dieser Vorstellung ist, dass diese bereits aus der jüdisch-monotheistischen Sicht Blasphemie ist. 

Dass Jesus Gottes "Sohn" ist halte ich für eine Beschreibung, die die Wichtigkeit der Person Jesu (Yeshuha, der Messias) Menschen zu erklären versucht. Die Bibel arbeitet durchweg mit solchen Wortbildern. Jesus ist des weiteren in dem Sinne Gottes Sohn, wie es auch die Jünger waren. "Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott." (Johannes 20:17 Quelle)

Dass Jesus eine Sonderstellung hat, als Wort Gottes, Richter und eine Rolle in einem kommenden "Königreich", ist unbestritten. Und im übrigen auch muslimisch. 😉 (... die vielen spannenden Verbindungen sind bemerkenswert und ein spannendes Forschungsgebiet.)

Zu berücksichtigen ist auch, dass die Berichte auf Griechisch überliefert wurden, aber Jesus und seine Jünger Aramäisch sprachen und der Kulturraum Palästina durch die aramäisch/hebräische Kultur geprägt war und nicht durch die griechische. Das haben andere und ich schon oft angeführt, die Tragweite dessen lässt sich kaum überschätzen. Denn in der aramäischen Kultur hat die Aussage "mein Sohn, meine Tochter" eine ganz andere Bedeutung als im griechischen. Und damals ohnehin. Dass Götter Söhne haben war den Griechen vertraut, jeder kennt die Geschichten der griechischen Mythologie. Anders als im Judentum, in dem es ein Unding wäre, dass Gott einen Sohn oder Partner hat.

An dieser Stelle empfehle ich nochmals dringend die Lektüre von Bruce Metzger, ein Neutestamentler. Denn wenn man durch über 2000 Quellen belegt und gut erklärt erst einmal sieht, welche Problematik sich in der Überlieferung und Sprache und der Zusammenstellung des Bibelkanons ergeben, bekommt man doch ein anderes Bild auf das Christentum.

Woran ich glaube ist (und das wäre wenn Jesus Gott ist noch viel dramatischer), dass der Weg zu Rettung(dem Leben danach (Königreich der Himmel) genau so erreicht wird, wie Jesus es IMMER wieder erklärte und nur so und eben nicht wie später Paulus (bitte lies einfach in Ruhe das Matthäusevangelium ohne Kirchengeschichte):

Die Gebote halten und vor allem auch mit ihrem Sinn dahinter, nur Gott anbeten, den Nächsten lieben wie sich selbst. Nur Gott anzubeten und den Nächsten wie sich selbst zu lieben, darin ist das ganze Gesetz enthalten, wie Jesus sagte.

Warum soll ich heute den Ideen von 1900 Jahren Kirchentraditionen und Konzilen folgen, statt dem was Jesus selbst sagte? (zumal er öfters direkt nach dem gefragt wurde, was Menschen heute wissen wollen)

Aber ist es nicht gerade als Christ sinnvoll, sozusagen in Jesus Fussstapfen zu treten, statt Traditionen oder später aufgekommenen Vorstellungen zu folgen?

Jesus hat keine Religion gegründet. Das taten andere nach ihm, wie der besagte Paulus. Jesus wiederholte und verfeinerte in einer nie dagewesene Weise, was die Propheten vor ihm sagten.

Wie sich das in der Zukunft (oder nach unserem Tod) alles auflösen wird, viele fragen und ungeklärte Details, darüber kann man sich Gedanken machen. Und Diskussionen und Gespräche führen. Aber man sollte auf gar keinen Fall Dogmen daraus machen. Dazu ist die Grundlage oft viel zu dünn. Wer sich an Jesu Worte hält, zu Gott betet und lernbereit für diese Erfahrung ist, kann eigentlich nichts falsch machen. Und der Kreis derer die das tun, ist nicht auf Christen beschränkt. Es ist keine Frage einer Clubmitgliedschaft, aber da sind wir uns glaube einig.

Daher habe ich wirklich volles Vertrauen in meinen Gott und Schöpfer. Und ich weiss, wir werden alle noch sehr viele Überraschungen erleben und sagen, "ach sooo war das gemeint und so hat es sich wirklich zugetragen."

Der Fokus beim Thema Religion sollte nicht im Folgen von Traditionen liegen, sondern in der Wahrheitssuche, welche auch immer eine Suche nach Gott ist.

 


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Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 6 Monaten
Beiträge: 511
 

Martin, danke für Deine ausführliche Antwort. Es ist, wie ich bereits vermutet hatte.

Ich baue nicht auf die Weisheit von Professoren und Forschern, die sich für modern, aufgeklärt und klug halten und erforschen, was sich denn wirklich zugetragen haben kann damals. Ich vertraue auf das, was der Geist mir durch das Wort sagt. Ich halte mich nicht für aufgeklärter als die Bibel.

Natürlich kann ich jetzt mit Dir diskutieren, Bibelstellen könnte ich genügend anführen, auch aus dem alten Testament (da Du das neue ja nicht gelten lässt). Es gibt auch apologetische Literatur ( https://www.cbuch.de/gesamtkatalog?cat=767) von begabten Menschen, die gut erklären. Aber all das nützt nichts. Dass ein Mensch die Umkehr schafft, wirkt Gottes Kraft. Was ich tun kann und soll ist, Jesus bekennen und Einspruch erheben gegen falsche Lehren.

Ich singe mit Christian Fürchtegott Gellert

Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Ärgernis und eine Torheit werden, so sei's doch mir, trotz allen frechen Spottes, die Weisheit Gottes. (nach 1. Korinther 1,23)

Ich bekenne mit Luther (ein Mann des präzisen Wortes, weit weg von allen Worthülsen der heutigen Zeit)

Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöst hat, erworben und gewonnen von allen Sünden, vom Tod und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit.
Das ist gewisslich wahr.

istus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit.
Das ist gewisslich wahr.
Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit.
Das ist gewisslich wahr.

AntwortZitat
Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1018
Themenstarter  

@fraubausn Das ist doch auch ok so. Jeder Gläubige jeglicher anderer Religion würde das auch so sehen und seinen Standpunkt mit gleicher Vehemenz verteidigen und Erklärungen finden, warum seiner der richtige ist und der jeweils andere falsch.

Und Quellen, Bücher, gute Seiten gibt es für alle Standpunkte. (auf die ich ja auch verlinke, auch wenn ich nicht immer deren Standpunkt vertrete.)

Glauben ist enorm wichtig, aber über historische Tatsachen hinweg (Geschichte des Christentums/Monotheismus) ist das für mich ausgeschlossen.

Und Umkehr zu Gott war im alten Israel immer, mit dem Götzendienst aufzuhören. Irgendwann nach 1000 Jahren hatte Israel dann verstanden, dass Gott EINER ist... Eine Revision dessen, hätte von Jesus schon ein paar klare Worte gebraucht.

Wie dem auch sei, mein Eindruck ist: Christentum ist eine Story. Jesus nachfolgen eine andere. Wie ich geschrieben hatte, ich müsste die Worte des kirchlich-historischen Irrtums über die von Jesus stellen. Und es stimmt, das werde ich nicht tun.

 

 


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