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Religion & Glauben Warum ich kein Christ mehr bin - von Blackwater.live

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himself63
(@himself63)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 338
 
  • Veröffentlicht von: @hesekiel58

    Die Hoffnung stirbt zuletzt  🤣 

    Wenn die zuerst sterben würde, wäre das für keinen hier gut. Ich kann mir vorstellen, dass die meisten, wenn nicht alle von uns, schon mal in einer Situation gewesen sind  in der das ganze Handeln und Sein nur aufgrund von Hoffnung funktioniert hat. 


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himself63
(@himself63)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 338
 
Veröffentlicht von: @fraubausn

Ich hoffe, Du wirst, wenn Du ein-, zwei-, dreimal durch 

Mein mittelfristiges Ziel wäre einmal, danach sehen wir weiter. Am Anfang dachte ich, lies mal eben die Bibel und Du bist schlauer. Na ja, das war mal. Mittlerweile denke ich, der Weg ist das Ziel. Ich freue mich auf meine weiteren Erkenntnisse, ob positiv oder negativ.


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himself63
(@himself63)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 338
 
Veröffentlicht von: @joerg

Vielleicht magst du folgende Fragen beantworten:
"Warum ich kein Christ MEHR bin"
Mich interessiert das Wort "mehr". Warst du denn schon mal ein Christ?

Ich schließe mich der Frage an. Würde mich wirklich brennend interessieren.


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wuestenrose88
(@wuestenrose88)
Full Bread Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 46
 

Also einiges weiss ich von meiner Schwester schon von dir aber gerne mehr. mehr WISSEN. Ich bin neugierig umsorgend 🤣 🤣 🤣 


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1188
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @joerg
Veröffentlicht von: @joerg

Vielleicht magst du folgende Fragen beantworten:
"Warum ich kein Christ MEHR bin"
Mich interessiert das Wort "mehr". Warst du denn schon mal ein Christ?

Ich schließe mich der Frage an. Würde mich wirklich brennend interessieren.

Was ich damit meinte ist folgendes: Die Sozialisierung. Oder man könnte es auch sagen, wie man es bei Muslimen oft differenziert: Es ist der Unterschied zwischen praktizierend und nicht praktizierend. Ich bin christlich sozialisiert durch mein Umfeld und mein Heimatland Deutschland.

Ein Kernmerkmal des Christentums ist es (1) Jesus anzubeten und (2) Jesus als Gott zu sehen. Das habe ich nie gemacht. Ersteres (1) ergibt sich u.a. aus der Apostelgeschichte und ist historisch belegt. Es war beispielsweise der Hauptgrund, warum die Christen im ersten Jahrhundert von der jüdischen Mehrheitsgesellschaft in Palästina angefeindet und teilweise sogar verfolgt wurden, wie es auch die Bibel überliefert.

Allerdings ist das für mich eben ein weiterer Punkt, den ich problematisch sehe und der eben mit Paulus erst aufkam, da Jesus selbst das anlehnte. So nachzulesen in den Evangelien der Bibel und Teil meiner angeführten Fragen im Hauptteil dieses Threads.

Ich kenne aber viele christliche Gemeinschaften (von Mainstream bis Sekte) durch Bekannte und Verwandte und habe mich sehr lange damit beschäftigt. Teilweise über Jahre. Heute würde ich sagen: Diskussionen können dem eigenen Erkenntnisgewinn dienen, um Wahrheit geht es allerdings nicht. Alles was irgendwie als kritisch aufgefasst wird, sei es historische Forschung oder Problematiken innerhalb der Religionsgemeinschaft, wird als von "Satan kommend" abgetan und man bekommt das Etikett "gefährlich". Jede Sondergruppe (vor allem Sekten wie Zeugen Jehovas, Adventisten etc.) leben streng in ihrer eigenen Bubble, das BITE Modell lässt grüßen. So gut wie keiner von denen würde sich auf eine offene und öffentliche Diskussion mit der Bibel einlassen. Das ist bei katholischen oder evangelischen Christen übrigens ganz anders, was ich sehr gut finde und wir haben hier im Blog ja auch schon diskutiert. Danke an dieser Stelle dafür und schön dass ihr da seid!

Um nochmal meinen Punkt klar zu definieren: WENN man die ganze Bibel wie wir sie heute kennen als Gottes Wort sieht, dann ist es richtig Jesus anzurufen oder zu ihm zu beten. Das zeigen die Bibelbücher ab der Apostelgeschichte ganz deutlich. Da dies aber im Widerspruch zu Jesu Aussagen und dem AT steht, lehne ich das für mich persönlich ab. Und ich sehe die (Ur-)Kirche nicht als von Gott inspiriert oder geleitet, etwas was man so sehen muss, wenn man vor allem das ganze NT für Gottes Wort hält.

Ganz nebenbei bemerkt bin ich damit zwar in der Minderheit, aber in einer nicht ganz so kleinen wie gedacht. Menschen jüdischen Glaubens haben über 3500 Jahre bis heute aus dem AT (also den hebräischen Schriften der Bibel aka der Jüdischen Bibel) nicht abgeleitet, dass Jesus Gott ist. Für sie ist der Monotheismus völlig klar und eng mit der Geschichte ihres Volkes verbunden. Ganz neutral betrachtet knüpft der Islam 622 Jahre n. Chr. genau an dieser Stelle an. Gott ist EINER. Es geht bei dieser Betrachtung nicht darum, dass man damit alle Traditionen und Regeln einer Religion wie sie heute praktiziert wird bis in das kleinste Detail als wahr übernimmt. Aber bei einer unvoreingenommenen und historischen Betrachtung, kann man den "roten Faden" sehr deutlich erkennen.

PS: Auch heute gibt es Christen, die dem strengen Monotheismus folgen. Die Unitarier beispielsweise. Nicht zu verwechseln mit Zeugen Jehovas, die letztlich dem Willen einer sogenannten Leitenden Körperschaft unterworfen sind. Ein Thema für sich, aber die Bibel warnt deutlich davor Menschen zu folgen und sich den Glauben diktieren zu lassen.

PS2: Ich wurde vor kurzem gefragt, ob ich bei einer Sektenberatungsstelle gearbeitet habe, weil ich ein recht breites Wissen zum Thema habe. Das habe ich nicht, aber die psychologischen Mechanismen von Sekten kenne ich durch Eigenstudium ganz gut. Und wie gesagt, die Bibel selbst ist eigentlich die stärkste Waffe dagegen, wenn man sie denn mal lesen würde. Sekten picken sich meist nur wild Texte aus dem Zusammenhang raus. Ihre Anhänger haben in meiner Wahrnehmung viel Ähnlichkeiten mit so manchen Anhängern von Verschwörungstheorien. Auch hier sei wieder auf das BITE Modell verwiesen.

PS3: Religion, Glauben, Gott ist eines der interessantesten und spannendsten Themen die es gibt. Es macht viel Spass dazu zu forschen und zu suchen und ist ein Bestandteil der Menschheitsgeschichte. Bis heute, denn die meisten Menschen der Welt gehören einer Religion an. Ich sehe es wie Samuel Huntington, der einst schrieb, dass 21. Jahrhundert wird ein Jahrhundert der Religion. Das muss nicht schlecht sein, wenn die Religion nicht politisch instrumentalisiert wird oder Sektenführer Macht über andere erlangen. Denn Sinnsuche betreiben fast alle Menschen und der Glauben gibt Antworten darauf. Und viele Lebensfragen lassen sich eben nicht rein wissenschaftlich beantworten.

 

 

 


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himself63
(@himself63)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 338
 

@deepblackforest

Vielen Dank für Deine Erläuterungen. Sie zeigen eine sehr interessante und zumindest für mich nachvollziehbare Sichtweise auf.

Veröffentlicht von: @deepblackforest

Danke an dieser Stelle dafür und schön dass ihr da seid!

Ich gebe das mal unkommentiert zurück 🙂 


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Soziologin
(@soziologin)
Full Bread Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 43
 
Veröffentlicht von: @joerg

Das ist ganz praktisch gemeint:
Ich gebe/weihe mein Leben Gott (Jesus Christus, denn er ist EINS mit dem Vater) und nehme sein Versoehnungswerk fuer mich persoenlich an (dann bin ich versoehnt mit Gott, alle Suende ist abgewaschen, da ist keine Trennung zwischen Gott und mir und ich WEISS dass ich in Ewigkeit bei IHM sein werde.
Ich bin nicht AENGSTLICH vor nix, pure Freude und Glueck und Dankbarkeit).
Jesus Christus nimmt in mir Wohnung im Heiligen Geist. Dann lebe ich in Ewigkeit in Beziehung mit ihm.
Ich hoere seine feine Stimme in mir und ER ist mein Hirte. Ich versuche ihm zu folgen in Gedanken (was willst Du HErr?) in Worten (was soll ich sagen, HErr?) in Werken (was soll ich jetzt gerade tun, HErr?). Das bestimmt im Idealfall (leider vergesse ich es manchmal, mein Ego bricht ab und zu durch) mein ganzes Alltags-Leben bis in Ewigkeit.
Die Ewigkeit beginnt jetzt sofort im diesseitigen Leben. Ich bin bereits hier versetzt in das unsichtbare Reich Gottes.
bibleserver.com/ELB/Kolosser1
Vers 13 er hat uns gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe.
14 In ihm haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.

Ok verstehe. Das Problem bei euch Christen ist dass ihr das was Gott zusteht einfach auf Jesus projeziert. Das machen manche auch mit unserem Propheten, Frieden und Segen auf ihm, aber sie würden nicht auf die Idee kommen so weit zu gehen dass er Gott selbst ist. Ich kenne mich nicht mit Details bei Christentum aus, aber das fällt mir nun auf. Danke für diese Erklärung von dir.

 

Veröffentlicht von: @fraubausn

Barmherzig und gnädig ist der Ewige, langsam zum Zorn und reich an Gnade. (Psalm 103,8)

Ja, Allah ist der Allbarmherzige und Gnädige. Er will uns vergeben und freut sich wenn wir bereuen.

Allah gibt uns durch den Koran die Möglichkeit, ihn kennenzulernen. Im Koran wird Allah als „ar-Rahmân" (der Allbarmherzige) und „ar-Rahîm" (der Allerbarmer) bezeichnet. Dort heißt es auch, dass er sich die Barmherzigkeit selbst vorgeschrieben hat (Sure An'âm, [6:12]) und, dass seine Barmherzigkeit alles umfasst (Sure Âraf, [7:156]).

 

Veröffentlicht von: @deepblackforest

Die Kernaussagen waren immer die gleichen: Bereut, kehrt um, betet nur Gott an (Monotheismus). Massstab war stets das Gesetz Mose, die berühmten 10 Gebote, wobei diese Gesetze schon viel älter sind.

Willkommen bei uns! 🤣

ich denke du findest mehr Freiheit im Islam. Aber nur meine Meinung.


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1188
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @wuestenrose88

Also einiges weiss ich von meiner Schwester schon von dir aber gerne mehr. mehr WISSEN. Ich bin neugierig umsorgend 🤣 🤣 🤣 

Ich weiss, dass Neugier und "umsorgend" mehr oder weniger das selbe im Arabischen ist. 😉


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Joerg
(@joerg)
Müsli Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 8
 

@soziologin

Hallo Marwa
zu "Ich kenne mich nicht mit Details bei Christentum aus, ..."

Hier die Ultrakurzform:

Das Problem:
Der Mensch sucht nach Gott durch Opfer/Rituale/Gebet in allen Religionen.
Aber es reicht niemals aus oder die Trennung wird nur mal kurz ueberbrueckt.
Jeder wird schuldig an Gott (und Menschen), dauernd, staendig. Wer sagt, ihm passiert das nie, ist ein Luegner.

Die Loesung kommt direkt von Gott, nicht vom Menschen ausgehend:
Das einzigartige im Christentum (gegenueber ALLEN anderen Religionen): Gott hat diesen Fehler geheilt, in dem er Christus - seinen eigenen Sohn - Mensch werden liess, der ohne Fehler in perfekter Beziehung zum Vater gelebt hat und so als makelloses Opfer die ganze Schuld/Trennung aller Menschen (die jemals gelebt und die noch leben werden - auch Deine) auf sich genommen hat und so die Voraussetzung fuer die beste Gemeinschaft/Beziehung von Gott zu allen Menschen (genauso, wie es im Paradies vor dem Suendenfall schon war) wieder herstellt. Wenn man das will (= freiwillig) und dieses Opfer Christi fuer sich akzeptiert.

LG Joerg

Wie sieht die Ultrakurzform deines Glaubens aus?
Wie wuerdest Du deine Gottesbeziehung auf einer Skala von 1-10 einschaetzen (1 = abwesend, 10 = Einheit mit Gott)?
Was gedenkst du zu tun, damit du naeher in Richtung 10 kommst?


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1188
Themenstarter  

@joerg Hallo Joerg, vielen Dank für die Einblicke von Deiner Seite, die ich sehr wertvoll halte wie auch die von @fraubausn.

Wir sind nicht immer einer Meinung, aber ich finde eure offenen und persönlichen Worte wichtig!

 

Es gibt natürlich auch einen ganz "neutralen" Blickwinkel auf das Thema. Einen historischen. Und der ist in dem Video was ich Anfangs eingefügt habe auch erklärt, so etwa im letzten Drittel des Videos. Selbstverständlich sind Unmengen an Studien und Literatur zu der Thematik im Laufe der Zeit entstanden. Kurz kann man es so zusammen fassen:

 

70 n.Chr. wurde der Tempel der Juden zerstört. Damit war der Weg zur Vergebung aus jüdischer Sicht verschlossen, denn es benötigte Opfer zur Vergebung. Es bildeten sich verschiedene Strömungen heraus, die aber im wesentlichen in zwei großen mündeten:

1. Die heutige jüdische Religion entstand erst NACH der Zerstörung des Tempels 70 n.Chr. Man versucht Vergebung und Bindung zu Gott durch das Halten der Tora (und vieler weiterer rabbinischer Traditionen zu erhalten). Auch das ständige rezitieren/lesen der Tora ist ein Teil davon und das Beten an der Klagemauer in Jerusalem.

2. Aus der ursprünglich REIN jüdischen Gruppierung der Nachfolger Jesu des Nazareners kristallisierte sich mehr und mehr der christliche Aspekt heraus. Vergebung NUR durch den Glauben an das Opfer Jesu, dann zunehmend an eine Trinität etc. Jüdische Elemente wurden mehr und mehr durch die Ur-Kirche in den ersten 3-4 Jahrhunderten n.Chr. entfernt. (damit auch ganze Evangelien wie wir heute wissen)

 

Dieser Vorgang neutral betrachtet ist ein FAKT, dem wir uns als gläubige Menschen stellen müssen. Er wirft natürlich ein ganz anderes Licht auf die heutige Religion wie wir sie kennen und ist einer der Gründe, warum ich mich nicht als Christ sehe, auch wenn ich die Bibel lese und mich an Jesu Worte halte. Dazu gehört auch anzuerkennen, was Jesus in Bezug auf Vergebung und Gottesnähe sagte und das ist nicht was die Kirchen und Sekten heute lehren.

Nebenbei ist mir gestern bei Lesen der Bibel im Lukasevangelium noch etwas aufgefallen. Jesus beschreibt woran man falsche Propheten nach ihm erkennen kann. Dass sie IN SEINEM NAMEN sprechen würden, eine unsichtbare Wiederkunft oder "das Ende wäre nahe" erwähnen würden.

Das alles hat Mohammed (und andere nicht christliche Propheten) NIE gemacht, geschweige denn in Jesu Namen gesprochen. Das trifft NUR auf christliche Führer und ihre Anhänger zu. (Adventisten, Zeugen Jehovas und Co.)

Das ist kein Freibrief Mohammed bedingungslos anzuerkennen, das erfordert weitere Forschung. Aber es zeigt zumindest, dass er nicht zu denen gehört, wovor Jesus warnte.


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1188
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @soziologin

Willkommen bei uns! 🤣

ich denke du findest mehr Freiheit im Islam. Aber nur meine Meinung.

Hallo liebe Marwa,

ich denke zwar ich weiss wie Du das meinst und ich würde dem zustimmen, wenn wir uns in Al-Andalus des Jahres 800-1200 n.Chr. befinden würden.

Heute würde ich das aber pauschal so nicht sagen. Der Islam ist in seinem Kern die alte und ewige Wahrheit des Monotheismus, aber in heutiger Form auch von Unmengen an Traditionen und Überlieferungen durchsetzt, die so damals nicht existieren und vor allem nicht so hoch gewichtet waren.

Wie viele folgen heute dem Qur'an und wie viele dem was in der Sunna steht? Da liegt das grosse Konfliktpotential.


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Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 7 Monaten
Beiträge: 626
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

 Es gibt natürlich auch einen ganz "neutralen" Blickwinkel auf das Thema. Einen historischen.

Und hier biegen wir beide unterschiedlich ab. Es gibt keinen neutralen Blickwinkel. Es ist immer ein ganz persönliches Erleben. Und der historische Blick ist nicht zwingend neutral oder objektiv oder faktenbasiert.

Du sagst immer, Jesus hätte nie gelehrt, dass ...

Ich sage, er hat seinen Jüngern, die noch sehr im Judentum verhaftet waren und die "revolutionäre" Tragweite des neuen Bundes noch gar nicht richtig begreifen konnten, zu Lebzeiten noch nicht alles mitgeteilt.

Johannes 16,12+13: "Noch vieles habe ich euch zu sagen, jedoch vermögt ihr es jetzt nicht zu erfassen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommt, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten, denn er wird nicht von sich selbst sprechen, sondern so vieles, wie er hören wird, wird er sprechen, und die Kommenden wird er euch verkünden."

Bevor an Pfingsten der Heilige Geist an die Gläubigen ausgeschüttet wurde, konnte Gott vieles noch nicht offenbaren.

Dadurch, dass Du weite Teile der Bibel leugnest (wurde dazuerfunden, ist nicht historisch bewiesen und damit ganz sicher unwahr, etc.), auch die Offenbarung Gottes gegenüber dem einzelnen Gläubigen durch den Heiligen Geist ablehnst, musst Du natürlich dann konsequenterweise auch alles ablehnen, was nicht durch Jesus gesagt wurde. Deshalb sagst Du, Paulus sei ein falscher Prophet und er hätte alle Jünger, die Augen- und Ohrenzeugen waren, irgendwie dazu gebracht, dieselbe falsche Botschaft zu verbreiten wie er.

Mir berichtet die Bibel, dass die Jünger - durch den Heiligen Geist - erkannt haben, dass die Offenbarungen, die Paulus bekam, wirklich von Gott waren. Und dass jeder Gläubige, der von Gott den Heiligen Geist bekommt, heute noch die Wahrheit erkennen kann. Und übrigens auch falsche Propheten erkennen kann - dazu müssen sie aber wachen, aufmerksam sein, immer anhand des Worts, das ihnen durch den Geist aufgeschlossen wird, prüfen, ob das, was da jemand von sich gibt, wirklich von Gott ist.

 


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himself63
(@himself63)
Schach Experte Blackwater Stammleser
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Beiträge: 338
 

@fraubausn

@deepblackforest

Ich verfolge Eure Diskussionen zum Thema Bibel immer mit großem Interesse. Eure Argumente und Sichtweisen sind stimmig und immer gut begründet. Ich frage mich als Bibelneuling nur manchmal, wer von Euch beiden recht hat mit seiner Interpretation. Oder gibt es das gar nicht und jeder kann sich die Bibel bzw. deren Inhalte zurechtbiegen, wie es gerade gebraucht wird. Wenn das so wäre, würde ich das Lesen der Bibel in Frage stellen. Wenn jeder Leser die Inhalt anders sieht, gibt es dann eigentlich einen Wahrheitsgehalt der Bibel?

 


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1188
Themenstarter  

@fraubausn Ich verstehe was Du meinst und schätze auch die Darlegung der christlichen Position. Durch Deine Erklärungen, die von Jörg und auch anderen Christen die ich kenne, habe ich ein viel vollständigeres Bild bekommen was "Christ sein" heisst und wie es sich definiert. Das ist für mich ein echter persönlicher Mehrwert.

Veröffentlicht von: @fraubausn

Und hier biegen wir beide unterschiedlich ab.

Ja, ganz klar. Aber in meinem Fall sogar bewusster als vorher noch.

Man wird immer bestimmte Dinge durch "Glaubensaugen" sehen, das ist ganz klar. Aber ich kann für mich nicht ignorieren, was historische Forschung bislang ergeben hat, zumal es darüber eben auch viel schriftliches Material aus der (Ur)Kirche gibt.

Und so komme ich zu einem anderen Schluss während wieder andere wie Dr. Strauss am Anfang des Threads eben sagt, die katholische Kirche ist die Braut Christi. Ich respektiere das wirklich und mir ist klar wie folgerichtig das ist, wenn gewisse Prämissen andere sind. Wenn man das Thema durchdiskutiert hat ändert man entweder seinen Standpunkt oder verfestigt den bisherigen.


AntwortZitat
Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 1188
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @himself63

Ich frage mich als Bibelneuling nur manchmal, wer von Euch beiden recht hat mit seiner Interpretation.

Mach Dir keinen zu grossen Kopf erst einmal. Lies die Bibel in Ruhe und mit tiefen Sinne erst zu Ende und lass Dich von niemanden verunsichern.

Die Bibel gelesen zu haben ist in jedem Fall von unschätzbaren Wert, immerhin ist sie die Grundlage westlicher Kulturen und die spirituelle Basis von 2 Milliarden Menschen weltweit.

Nachdem Du sie gelesen hast würde ich erst in die Forschung einsteigen, beispielsweise zu Beginn mal mit der Arte Dokureihe aus dem Reiter "Empfehlungen". Wenn Du dann weiter in die Tiefe gehen willst, kann man die Quellen lesen.

Ich sehe eine kritische Betrachtung von Bibel (oder auch Qur'an) nachdem man die Bücher selbst mal auch gelesen hat nicht als Nachteil. Dann hat man auch mal die wissenschaftliche Seite dazu gehört. Danach wird man für sich zu einem persönlichen Entschluss kommen dass das alles Quatsch ist, Teile davon falsch oder Teile davon richtig oder es eben "wahr" ist.

Theologie und Religion ist etwas für das ganze Leben und Herzensbildung. Aber nur wenn man es schafft die institutionelle Religion und was Menschen aus vielem später gemacht haben hinter sich zu lassen. Viele machen den Fehler und "schütten das Kinde mit dem Bad aus" weil sie erlebt haben, was im Namen Gottes alles getan wurde und getan wird. Das halte ich für einen riesigen Fehler!

 

Veröffentlicht von: @himself63

Oder gibt es das gar nicht und jeder kann sich die Bibel bzw. deren Inhalte zurechtbiegen, wie es gerade gebraucht wird.

Das passierte bereits tausendfach und nennt sich dann Religion, sobald eine Gemeinschaft konstituiert wird. Gleiches mit dem Qur'an.

Aber kreide das nicht den Büchern an 🙂


himself63 gefällt das
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