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Off Topic Abtreibung - eure Gedanken zum Thema

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Blackwater
(@deepblackforest)
Super Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2804
Themenstarter  

Ein delikates und schwieriges Thema. Wie von euch gewünscht, ein Thread zum Thema Abtreibung. Bitte geht respektvoll miteinander um, insbesondere weil es stark unterschiedliche Ansichten zu dem Thema gibt. Das liegt an der Sozialisierung und auch an dem religiösen Hintergrund.

Insbesondere in diesem Thread (aber sonst auch, nur ist es hier besonders wichtig) ist kein "Gaslightning" oder "Antriggern" mit einem Satz gewünscht.

Eine Position sollte begründet sein ohne andere anzugreifen. Bitte achtet darauf!


   
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tugbaoezbek
(@tugbaoezbek)
Schach Profi Blackwater Premium Rose
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 335
 

also ich bin auch oft Martin's Meinung, auch wenn ich nicht immer etwas dazu schreibe. Manche Themen sind nicht meine. Also ganz alleine wäre er also nicht, auch wenn die Vertreter von der offiziellen deutschen Ansicht hier recht stark sind.

Zu dem Thema Abtreibung will ich noch etwas sagen. Es sollte viel mehr Beratungs- und Hilfestellen für die betroffenen Frauen geben. Ganz klar. Aber ich schliesse mich der Aussage an, dass Abtreibung grundsätzlich Mord ist. Es ist die Tötung von einem Menschenleben. Und jeder Mutter weiss fast instinktiv, sobald sie schwanger ist und vor allem wenn der Fötus schon ein paar Wochen ist, ist es ein unbeschreibliches Gefühl. Die Gründe für eine Abtreibung müssen schon sehr schwer sein, damit eine Frau das macht und ich bezweifle, dass ein Mann das verstehen kann. Bei den Abtreibungszahlen glaube ich aber, dass die meisten einfach gewissenlose Egoweiber sind.

Dass es heute eine immer stärker werdende Meinung gibt, dass Abtreibung einfach ok ist wundert mich allerdings auch nicht wirklich. 😏 


   
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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 879
 
Veröffentlicht von: @tugbaoezbek

... die Tötung von einem Menschenleben

ist in den allermeisten Fällen kein Mord und schon gar nicht

grundsätzlich Mord 

 


   
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hesekiel58
(@hesekiel58)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1113
 
Veröffentlicht von: @tugbaoezbek

... ich bezweifle, dass ein Mann das verstehen kann. Bei den Abtreibungszahlen glaube ich aber, dass die meisten einfach gewissenlose Egoweiber sind.

 

Deshalb hätte ich es begrüßt, auch die "andere Seite zu hören" - aus weiblicher Sicht! Aber leider sind entweder keine Frauen hier in diesem Forum aktiv, die das könnten ... oder sie ziehen es vor, sich zu diesem Thema nicht zu äußern.


   
tugbaoezbek reacted
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habanero1979
(@habanero1979)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1266
 

Folgende Annahme:

Ein Paar bei dem einer der beiden eine Chemotherapie macht bzw. erst seit kurzer Zeit hinter sich hat.

Die Ärzte sagen immer wieder, dass die Chemo mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu Unfruchtbarkeit führt, jahrelang, evtl. auch für immer.

Außerdem sagen die Ärzte, dass, falls es im unwahrscheinlichen Fall einer Fruchtbarkeit zu einer Schwangerschaft kommt, der Embryo mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die Chemosubstanzen geschädigt wird.

Wie würdet ihr eine Abtreibung in einem solchen Fall bewerten?

Sollte das abtreibende Paar am besten hingerichtet werden oder darf es noch, ohne bis in alle Ewigkeit verdammt zu sein, weiterleben?


   
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Soziologin
(@soziologin)
Schachspieler Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 176
 

@habanero1979 Es ging nie um solche besonderen Fälle und schwierige Umstände. Es ging darum, dass bei 57 Millionen Abtreibungen pro Jahr wohl nicht alle eine Chemo haben.

Und es ging darum wenn bestimmte Normen gebrochen werden, dass das Fragen aufwirft. Aber mehr möchte ich dazu nicht sagen. Ich bin Extremistin und die deutsche Gesellschaft sieht das alles anders. 🤣 

 

 


   
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hesekiel58
(@hesekiel58)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1113
 

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Schwangerschaftsabbrueche/_inhalt.html

 

Nicht ganz 95.000 Schwangerschaftsabbrüche in 2021 (siehe link) in Deutschland.


   
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Soziologin
(@soziologin)
Schachspieler Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 176
 

@hesekiel58 ging um weltweit, war aber im Ursprungslink auch zu lesen. Ich kann deutsch.


   
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hesekiel58
(@hesekiel58)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1113
 

Das ändert nichts an den nachprüfbaren Tatsachen für die Situation in Deutschland.


   
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Soziologin
(@soziologin)
Schachspieler Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 176
 

@hesekiel58 Es ändert nichts daran, dass es nie nur um Deutschland ging. Siehe Ursprungslink. 😉 


   
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hesekiel58
(@hesekiel58)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1113
 

Mir ging es gerade um die Situation in Deutschland. Tunnelblick  🤣 


   
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Soziologin
(@soziologin)
Schachspieler Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 176
 

Die Frauen brauchen Hilfe, Aufklärung, Unterstützung. Und es gibt Einzelfälle, die ganz besonders sind. Aber eine Abtreibung allgemein zuzulassen und allgemein für alle zu erleichtern wie es die Europäische Union will finde ich krass. Andere sehen es anders. Ich sehe ein, es hat mit meinen Werten und meiner Religion zu tun. Deswegen werde ich mich nicht aufregen. Ich habe dazu gelernt und wieder etwas gelernt über die Gesellschaft in der ich lebe. Meine anderen Gedanken behalte ich für mich.


   
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Arnold Karlson
(@arnold-karlson)
Schach Profi Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 9 Monaten
Beiträge: 192
 
Veröffentlicht von: @tugbaoezbek

[...] Bei den Abtreibungszahlen glaube ich aber, dass die meisten einfach gewissenlose Egoweiber sind.

Dass es heute eine immer stärker werdende Meinung gibt, dass Abtreibung einfach ok ist wundert mich allerdings auch nicht wirklich. 😏 

Es steht dir natürlich frei, dass zu glauben, mich würde aber schon interessieren, wie du dazu kommst, oder wie du das aus den Zahlen ableitest. Bei den hier bereits erwähnten 91.000 jährlichen Fällen in Deutschland würde ich jedenfalls nicht zu der Schlussfolgerung kommen, sondern annehmen, dass es da genug gute Gründe gibt, die zu dieser Zahl führen.

Ich habe auch nicht das Gefühl, dass die Meinung sich dahin entwickelt, dass es einfach ok ist. Das Thema der Selbstbestimmung der Frauen über ihre Körper wurde zuletzt präsenter, was eine sehr gute Sache ist, und dieses Thema habe ich zuletzt meistens als einen Aspekt davon wahrgenommen. Wenn das so besprochen wird, hatte ich meistens den Eindruck, dass allen Beteiligten schon klar war, dass es eine komplexe Thematik ist, die man nicht pauschal und ohne Kontext bewerten kann. Und wenn man bedenkt, dass Abtreibungen selbst dann noch schwer zugänglich sind, wenn es klare Indikationen dafür gibt, man denke nur an bis vor kurzem geltende Informationsverbot, was ja als "Werbeverbot" klein geredet wurde, dann denke ich insgesamt, dass wir da als Gesellschaft eher noch nicht weit genug als längst zu weit sind.

Um es klar zu machen, ich finde, dass eine Schwangere, die sich aus körperlichen oder psychischen Gründen nicht imstande sehen, ein Kind auszutragen oder nach der Geburt für das zu sorgen, sollten das Recht und die Möglichkeit haben, sich kompetent und diskrimierungs-/stigmafrei beraten zu lassen und auch entsprechend eine Abtreibung durchführen zu lassen, wenn sie zu der informierten Entscheidung kommen, dass das die bessere Option ist. Und soweit sind wir definitiv leider noch nicht.


   
tugbaoezbek, challani89, habanero1979 and 3 people reacted
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Soziologin
(@soziologin)
Schachspieler Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 176
 
Veröffentlicht von: @arnold-karlson

Um es klar zu machen, ich finde, dass eine Schwangere, die sich aus körperlichen oder psychischen Gründen nicht imstande sehen, ein Kind auszutragen oder nach der Geburt für das zu sorgen, sollten das Recht und die Möglichkeit haben, sich kompetent und diskrimierungs-/stigmafrei beraten zu lassen und auch entsprechend eine Abtreibung durchführen zu lassen, wenn sie zu der informierten Entscheidung kommen, dass das die bessere Option ist. Und soweit sind wir definitiv leider noch nicht.

und genau darum ging es doch auch. 

 

Veröffentlicht von: @arnold-karlson

Ich habe auch nicht das Gefühl, dass die Meinung sich dahin entwickelt, dass es einfach ok ist.

das glaube ich allerdings schon, wir werden sehen.

 

Was ich mich gerade frage:

Warum sind die Hürden so hoch wenn es dann um Sterbehilfe geht?

Warum erleichtert man schwerst behinderten oder kranken Menschen nicht den Tod und hilft ihnen? Sie leiden so sehr.

Ich finde das gehört dann auch dazu.


   
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hesekiel58
(@hesekiel58)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1113
 

Noch mal zur Situation in Deutschland:

Eine Voraussetzung für eine Abtreibung in Deutschland ist, dass sich eine Frau vor einem Abbruch bei einer staatlich anerkannten Stelle beraten lassen muss. Zwischen Beratung und einer möglichen Abtreibung müssen dann drei Tage Bedenkzeit vergehen.

Weitere Informationen hier:

https://www.profemina.org/de-de/abtreibung/deutsche-rechtslage


   
habanero1979 and weip321 reacted
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