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Privat Ernährung und der Sozialstaat

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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 903
Themenstarter  

In den letzten Tagen habe ich mich mit meiner Frau mehr über das Thema Ernährung ausgetauscht, angeregt durch eure Kommentare und Threads. Um es gleich vorweg zu sagen: Wir essen recht viel Gemüse, welches in der original griechischen Küche recht oft vertreten ist. Es schmeckt uns auch einfach. Ich kann einfach so eine rohe Paprika essen und mag den Geschmack. Wenn man bedenkt, was man mit Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln oder auch Kartoffel, Aubergine etc. alles machen kann, ist der Geschmack und die Vielfalt schon einzigartig gegenüber Fleisch.

Fleisch essen wir auch, aber eher ein Mal in der Woche. 

Kommen wir zum Thema: Da bei der Impfdiskussion der Sozialstaat immer weiter nach vorne rückt und damit argumentiert wird wie asozial es eigentlich ist sich nicht impfen zu lassen, würde ich die Argumentation für das Essen gerne übernehmen:

Wie asozial ist es eigentlich, nur Müll zu essen und der Gesellschaft die gesundheitlichen Folgen aufzuladen?

Durch den enorm hohen Zuckerkonsum in Süsswaren, Limonaden (+Energy Drinks) und Fertigessen entstehen Folgen (Diabetes & Co.) die weitaus mehr Menschen betreffen, als die Folgen von Alkohol und Rauchen. Komischerweise wird das aber nicht angeprangert, da die Mehrheit "Müll essen" ganz super findet.

Wir haben die letzten Jahre in Deutschland mal Revue passieren lassen, was wir so an Nachbarn und in Vereinen erlebt haben, dann war zuckerreiche Ernährung der Normalzustand. Manche tranken fast kein Wasser, "weil es kein Geschmack" hat. Kinderriegel und Cola jeden Abend auf der Couch, Fertigpizza jeden zweiten Tag, Burger King, Döner am Wochenende (wobei der theoretisch gut sein kann, wenn das Fleisch nicht gerade Abfall ist, was eher die Regel als die Ausnahme ist).

Die Argumentation gegenüber Menschen die sich nicht impfen lassen wollen, dass diese asozial seien, ja, man kann sie durchdiskutieren. Aber wo bleibt die gleiche Diskussion bei der Ernährung?

Die Folgen davon wird die Gesellschaft zahlen - in den nächsten 20-30 Jahren immer mehr. Die Krankenkassen werden wie auch die Rentenkasse dann immer stärker durch Steuermittel bezahlt werden müssen und trotzdem werden die Beiträge steigen.

Übrigens auch ein Thema, welches keine Partei im Wahlprogramm hat.

Warnaufkleber bei Zigaretten - finde ich richtig. Aber bitte auch bei Alkohol und Zuckerfrass.


habanero1979, lichtenberg99, sayyes81 und 1 weiteren Personen gefällt das
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Schlagwörter für Thema
Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 903
Themenstarter  

Ein Beispiel von uns:

Ausser dem Brot würde ein Großteil der Leute von damals in Deutschland NICHTS davon essen, sondern lieber Schnitzel mit Pommes bestellen.


wuestenrose91, wuestenrose88, Andaleeb und 3 weiteren Personen gefällt das
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weip321
(@weip321)
Bauernfrühstück Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 107
 

@deepblackforest das sieht extrem lecker aus (abgesehen von den Zwiebeln - die blähen)

Veröffentlicht von: @deepblackforest

Wie asozial ist es eigentlich, nur Müll zu essen und der Gesellschaft die gesundheitlichen Folgen aufzuladen?

Martin, ich denke du stichst hier gerade in ein Wespennest. Ich verstehe dich voll und ganz, und ich sehe es ähnlich kritisch. Man kann das aber beliebig weiter ausweiten: wer legt fest, was richtig und was falsch ist beim Thema Essen? Gerade das Thema richtige Ernährung hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten beständig gewandelt.

Zucker ist allerdings ein sehr grosses Problem und Verursacher für sehr viele Krankheiten (direkt oder indirekt). Es gibt dazu eine Dokumentation, wie Fett als Verursacher für Krankheiten verunglimpft wurde. Muss nochmal schauen, ob ich diese finde.

Eine weitere Frage wäre dann: wie weit geht der Sozialstaat?


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Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 328
 

Gutes Thema! Ich bin auf alle Fälle dafür, dass die Höhe des KV-Beitrags je nach Lebensstil variabel sein sollte! 

Erste Idee: BMI-Normalos erhalten z.B. ein Prozent Rabatt auf den KV-Beitrag. Nichtraucher ebenso und nicht-Trinker auch! Nachzuvollziehen über Regeluntersuchungen der Blutwerte! Zweite tote Fliege mit der gleichen Klappe: jeder würde sich regelmäßig untersuchen lassen und zum Beispiel Krebs früh erkennen!

Selbstverständich muss sich niemand untersuchen lassen, jeder kann essen, trinken, rauchen wie er will. Nur gibts dann keinen Rabatt!


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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 352
 

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob das wirklich den Sozialstaat belastet. Hat jemand dazu verlässliche Zahlen?

Rein intuitiv könnte es sein, dass Menschen, die sich nur von "Steaks, Bier und Zigaretten" ernähren so viel früher sterben, dass das die Rentenkassen stark entlastet.

Davon abgesehen: Ja, dieser "Fertigfrass" (so die Umschreibung von meiner Frau und mir für diese zucker- und fettdurchseuchten Fertigprodukte ist schon ein absolutes Übel. Ich denke "Wie ernähre ich mich vernünftig" gehört wie eine Basis Finanzbildung auf den Lehrplan jeder Schule.

@deepblackforest : Ich finde, das sieht sehr lecker aus und ich würde alles davon essen!

 

 


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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 266
 
Veröffentlicht von: @airnesto

Gutes Thema! Ich bin auf alle Fälle dafür, dass die Höhe des KV-Beitrags je nach Lebensstil variabel sein sollte! 

Viele Krankenkassen bieten entsprechende Wahlprogramme mit Boni für entsprechenden Lebensstil an. Von daher gibt es das bereits. Man kann allenfalls streiten, ob die Rückerstattung ausreichend ist.
Man kann dann weiter nach den Kriterien fragen. Auch fragen wie weit man dem Versicherten auf den Teller schauen will und wie weit sich der Versicherte auf den Teller schauen lassen soll.

Veröffentlicht von: @lichtenberg99

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob das wirklich den Sozialstaat belastet.

Ich sehe das auch eher als eine Umverteilung zwischen Kranken- und Rentenkasse 😉
Wer weiss ob wir nicht bald über zu fitte Alte schimpfen, die sich keineswegs zu einem sozialverträglichen Frühableben überreden lassen wollen. Dann nach dem Motto ab 60 darf man Schokolade, Cola, Weinbrand und Zigarren, ab 70 muss man.


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Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 328
 

Im verschwägerten Teil meiner Familie raucht fast jeder, die meisten sind (meist stark) übergewichtig. Alkohol ist auch ein Thema! Zwar sterben fast alle bevor sie 75 sind, bis dahin dürften die Behandlungskosten bei den meisten allerdings über denen gesunder steinalter liegen! Kaum einer ist nicht alle paar Jahre mit irgendeinem krassen Leiden (Schlaganfälle, Krebs, Teilamputationen) in Behandlung (meist gleich mit OPs). Dass eure Rechnung aufgeht, bezweifle ich aufgrund meiner zugegebenermaßen beschränkten Stichprobe! Dazu kommt, dass ein großer Teil dieses Familienteils vom Staat getragen wurde und wird…ach so: impfen lassen die sich auch alle nicht! 🙄


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 903
Themenstarter  

Veröffentlicht von: @lichtenberg99

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob das wirklich den Sozialstaat belastet.

Dadurch, dass die Krankenkassen massiv mit Steuergeldern gepampert werden müssen, belastetet es den Sozialstaat dann auch direkt. Aber auch wenn die Verteilung der Last "nur" über die Kassen läuft, ist es ein Problem der Gesamtgesellschaft.

Diese Gesellschaft hat jetzt schon ein Problem mit den Übergewichtigen, bei den Kindern fängt es schon an. Und das liegt nur zu einem Bruchteil an Veranlagung - was aber allgemein bekannt sein dürfte. Hauptauslöser ist Zucker und fehlende Bewegung.

Veröffentlicht von: @lichtenberg99

Rein intuitiv könnte es sein, dass Menschen, die sich nur von "Steaks, Bier und Zigaretten" ernähren so viel früher sterben, dass das die Rentenkassen stark entlastet.

Wenn die einfach nur tot umfallen würden, dann wäre das so.

Wie gesagt, wo bleibt dann hier der Aufschrei nach asozialem Verhalten?

 

Veröffentlicht von: @weip321

wer legt fest, was richtig und was falsch ist beim Thema Essen?

Das ist eine wichtige Frage. Mir geht es hier nicht um Feinheiten. Aber bei dem Thema Zucker ist das kein Neuland. Hier ist durch tausende Studien über Jahre der Zusammenhang klar bekannt. Das ist ein richtig großer Eisberg, keine Nebensache.

Und Diabetes, Krebs etc. sind Folgen, die richtig teuer in der Behandlung sind.


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hesekiel58
(@hesekiel58)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 337
 

Würden Politik und Gesellschaft beim Thema "aktive Sterbehilfe" nicht so rumzicken, würden etliche auch früher aus dem Leben scheiden wollen ... und ganz nebenbei die Sozialkassen entlasten.


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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 352
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Wie gesagt, wo bleibt dann hier der Aufschrei nach asozialem Verhalten?

Ich glaube der Unterschied zum Impfen ist, dass das Thema Übergewicht / ungesunde Ernährung einfach ein Dauerbrenner ist und nicht so akut wie das Impfen. 


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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 508
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Hier ist durch tausende Studien über Jahre der Zusammenhang klar bekannt. Das ist ein richtig großer Eisberg, keine Nebensache.

Oh, wie die menschengemachte Erderwärmung? 😉

Ich finde, das Beispiel Lebenswandel und Ernährungsweise ist ein schöner Beweis für die Freiheitlichkeit unserer Gesellschaft. Es zeigt außerdem, wie schlecht wir Menschen darin sind, schleichend ablaufende Vorgänge richtig einzuschätzen und Risiken adäquat einzuschätzen.


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Soziologin
(@soziologin)
Müsli Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 1 Monat
Beiträge: 11
 

@deepblackforest ich denke das sieht sehr lecker und gesund aus. Aber am besten an dem Bild finde ich die Tasche.🙈🙈


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tugbaoezbek
(@tugbaoezbek)
Vollkorn-Member Blackwater Premium Rose
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 96
 

@deepblackforest Die Tasche auf dem Stuhl ist schön 😍 

Zum Thema: Es ist die Verantwortung der Eltern den Kindern gute Ernährung bei zu bringen. Meine Erfahrung als Mutter ist, dass bei den Eltern der meisten Kinder sich nicht darum kümmern. Oft können die Mütter nicht einmal kochen.


mrsblackwater gefällt das
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mrsblackwater
(@mrsblackwater)
Bauernfrühstück Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 171
 

@soziologin @tugbaoezbek

Ich muss gerade sehr schmunzeln. Den Kommentar habe ich tatsächlich erwartet. Aber vielen Dank, die Tasche ist ein Mitbringsel aus unseren Reisen. ☺️


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Andaleeb
(@andaleeb)
Müsli Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 9
 

@deepblackforest A very nice bag on the picture. 😍 😍 😍 I don't like to eat fish.😛


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