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Männlichkeit und ihre Implikationen

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Leylalala
(@leylalala)
Full Bread New in Town Rose
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@tugbaoezbek ich denke es hat leider mit schmutz im Internet zu tun. Sie schauen das an und ,,, naja.,, Sogar immer mehr Jugendliche sind davon beeinflusst.


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weip321
(@weip321)
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Veröffentlicht von: @tugbaoezbek

Fast alle Freundinnen können davon ein Lied singen und ich kann für fast alle sagen, dass das sehr einfühlsame und besondere Frauen sind, die sehr bitter verletzt wurden und deren Herz gebrochen wurde

Das tut mir sehr Leid für deine Freundinnen, und es unglaublich schade! Diese Frauen werden in ihren nächsten Begegnungen extrem darauf achten, nicht wieder verletzt zu werden. D.h. sie gehen bereits mit bestimmten Erwartungen in neue Beziehungen. Das macht es für sie nicht leichter, aber auch für den neuen Mann nicht.

Veröffentlicht von: @himself63
Veröffentlicht von: @himself63

Zum Thema Männer fällt mir spontan eine Textzeile von "Männer sind Schweine" von den Ärzten ein:

Leider ist das sehr oft wahr und ich frage mich woher das kommt

Nicht alle Männer sind Schweine. Genau so wie nicht alle Frauen feminin, nicht alle Amerikaner überheblich und nicht alle Christen heilig sind. Arschl**her gibt es leider bei beiden Geschlechtern.

Du fragst dich woher das kommt? Ich kann dir die Frage leider auch nicht beantworten, aber zumindest ein paar Erklärungen dazu versuchen. Könnte allerdings sein, dass wir damit die Büchse der Pandora öffnen 😉 

Grundsätzlich würde es uns ungemein helfen, wenn alle sich an gewisse Anstandsregeln halten würden. Eine der wichtigsten Regeln dafür ist Ehrlichkeit, gepaart mit der Frage "was will ich wirklich?". Allein über diese Frage nachzudenken und wirklich mit sich selbst zu sitzen wird viele Menschen schon überfordern. In unserer heutigen reizüberfluteten Welt sind wir es überhaupt nicht mehr gewohnt, einfach mal innezuhalten und mit uns (selbst) zu sein. Man kann das schön im ÖV oder im Restaurant sehen. Wie viele Menschen im Bus oder der Bahn haben ein Handy in der Hand und tippen ständig darauf herum? Wir müssen uns ständig ablenken mit irgendetwas, weil wir nicht einfach mit uns selbst sein können. Ok, ich schweife vom Thema ab...

Wenn sich die Männer, welche deine Freundinnen so verletzt haben, diese Frage einmal gestellt hätten, dann wäre es vermutlicht nicht so weit gekommen. Sinnieren wir mal ein bisschen (ich kenne die Situation natürlich nicht, von daher muss ich etwas mit meiner Fantasie spielen)... Ich vermute, deine Freundinnen wurden von diesen Männern betrogen und sitzengelassen. Hätten die Männer sich die Frage "was will ich wirklich" gestellt, dann wäre dort die Antwort vielleicht "ich möchte Sex, aber keine Beziehung" herausgekommen. Damit kommen wir zum Thema Ehrlichkeit. Unter der Prämisse "ich möchte Sex, aber keine Beziehung", hätten diese Männer deinen Freundinnen von Anfang an die Wahrheit gesagt. Dann hätten deine Freundinnen entscheiden können, ob sie das auch wollen oder nicht. Also radikale Ehrlichkeit von Anfang an. Das wäre fair gewesen für beide Seiten.

Das Problem dabei ist, dass der Mann damit das Risiko eingeht, dass die Frau nein sagt. Also wird, anstelle dass man(n) ehrlich ist, lieber alles Mögliche versprochen, um die Frau ins Bett zu bekommen. Mit dem Ergebnis, dass deinen Freundinnnen das Herz gebrochen wurde. Mit sich selbst im Reinen zu sein, ist heute oftmals leider nicht mehr en vogue. Also sich selbst jeden Tag im Spiegel anschauen zu können und zu sagen: ich habe ein reines Gewissen. (ich bin auch in diesem Prozess, will mich hier also gar nicht als etwas besseres darstellen).

Hinzu kommen dann noch Dinge wie Narzissmus und übertriebenes (falsches) Selbstbewusstsein. Narzissten werden in unserer heutigen Gesellschaft durch Social Media wie Instagram, Youtube, Tiktok u.ä. nur noch weiter bestärkt. "Ich bin der Grösste, Beste, Geilste (... ergänze durch die Schlagwörter deiner Wahl ...)". Ein In-Sich-Kehren, demütig zu sein, zu sich selbst finden - viele dieser Dinge haben wir in unserer westlichen Gesellschaft leider schon lange verlernt.

Um den Bogen nochmal zurückzuspannen zu deiner Frage "... woher das kommt?": diese Männer haben sehr seltsame Vorstellungen davon was es heisst, ein Mann zu sein. Vermutlich beeinflusst von Medien, Freunden, der Gesellschaft im Allgemeinen. Was wird vielen Männern denn heute eingetrichtert? "Du bist dann ein Alpha, wenn du einen grossen Pe**s hast, mit möglichst vielen Frauen im Bett warst, den grossen BMW oder Mercedes fährst und viel Geld verdienst". All diese Sachen sind maximal oberflächlich! Das macht nämlich keinen Mann aus.

Ich verweise hier nochmal auf das Buch "King, Warrior, Magician, Lover" (definitiv eine Leseempfehlung). Die Sachen, die ich in den letzten drei Sätzen geschrieben haben, sind nämlich nicht männlich. Sie sind kindlich. Das patriarchische Mannsein hat mit echter Maskulinität nichts zu tun. Stattdessen baut man Hierarchien auf, missbraucht andere und damit auch sich selbst. Patriarchat ist nicht gut, und das meine ich nicht aus der Sicht von radikalen Feministinnen (diese haben ihre eigenen Probleme).

Ein weiterer Aspekt bei dem von dir angesprochenen Thema mit deinen Freundinnen sind Beziehungstypen. Davon gibt es drei (bzw. vier): sicher, ängstlich, abweisend und ängstlich-abweisend. Die von dir beschriebenen Männer fallen zu grosser Sicherheit in den Beziehungstyp abweisend, d.h. sie lassen keine echten Gefühlen zu (können diese aber vermutlich sehr gut spielen). Wenn deine Freundinnen eher im ängstlichen Beziehungstyp zu finden sind, dann ist das keine gute Kombination (Buchempfehlung hierzu: Attached (von Levine und Heller) - im Deutschen heisst das Buch "Warum wir uns immer in den Falschen verlieben".

Der nächste Aspekt wäre die Partnerwahl deiner Freundinnen (Vorsicht, bitte nicht sofort getriggert werden). Auf welche Kriterien haben deine Freundinnnen geschaut? Wenn deine Freundinnen eher feminin sind, dann haben sie sich vermutlich sehr maskuline Männer ausgesucht. Also Männer, die stark waren, vermutlich direkt, "echte" Männer eben. Diese Direktheit ist oft aber auch gepaart mit negativen Eigenschaften wie Narzissmus, Aggressivität oder Missbrauch (aus dem englischen Abuse - habe bisher noch nicht das richtige deutsche Wort dafür gefunden). Missbrauch muss übrigens nicht physisch sein. Dieser kann auch mental oder emotional stattfinden (u.a. durch Gaslighting).

Wenn deine Freundinnen also nach sehr männlichen Kriterien Ausschau halten bei der Partnerwahl, dann wäre das eine mögliche Erklärung. Der eher sanfte, nicht Alpha-Mann fällt dann bei der Partnerwahl unten durch, obwohl er vermutlich der bessere Partner wäre.

Weiter geht es zu: hätten deine Freundinnen oder du so etwas vorher wissen können? Damit meine ich dein oder ihr Bauchgefühl. Wussten sie vielleicht schon von Anfang an, dass irgendetwas hier nicht stimmt. Konntest du als Freundin vielleicht schon sehen, dass dieser Mann der falsche für deine Freundin ist, aber hast es ihr nicht gesagt, weil sie so glücklich war? Unterbewusst wissen wir so viel mehr als die paar Gedanken, die ständig in unserem Kopf schwirren. Leider hören wir nur viel zu selten auf unseren Bauch oder unsere Gefühle, bzw. haben es verlernt, weil wir uns ständig ablenken mit anderen Sachen.

So, langer Text mal wieder. Ich hoffe ich konnte meine Gedanken etwas geordnet zusammenfassen und meine Ansichten helfen etwas.

Veröffentlicht von: @tugbaoezbek

Also keine, die so etwas provozieren, die gibt es schliesslich auch.

Ja, es gibt auch genügend manipulative Frauen. Leider! Diese können für Männer wiederum sehr anziehend sein, weil sie viele weibliche Eigenschaften haben, welche Männer attraktiv finden: im Reinen mit ihrer Sexualität, anziehend, expressiv. Oft gehen leider auch negative Eigenschaften damit einher wie krankhafte Eifersucht, Impulsivität, Kontrollwahn, überbordendes Temperament.

Viele Mädchen und Frauen lassen sich leider auch zu sehr von der Gesellschaft beeinflussen, analog zu dem oben bereits geschriebenen (zu Social Media etc). Oft genug sehen wir leider nur noch die Extreme: also entweder das zugeknöpfte Mauerblümchen, oder auf der anderen Seite des Spektrums 14-jährige Mädchen die sich kleiden wie auf dem Strassenstrich.

Was auch dort oftmals fehlt, sind gute Vorbilder. Ich glaube viele Jugendliche und junge Erwachsene fühlen sich einfach sehr verloren in unserer heutigen Zeit. Normal ist out, Extreme sind "in" (bzw. werden so dargestellt in den Medien). Jemand, der heutzutage mit 18 noch keinen Sex hatte, nicht tätowiert ist und noch keinen Joint geraucht hat, ist ja beinahe ein Aussenseiter.

So, das war es jetzt wirklich erstmal. Könnte vermutlich noch stundenlang weiterschreiben, aber ich möchte dann erstmal frühstücken 😋 

 


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himself63
(@himself63)
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Veröffentlicht von: @weip321

So, das war es jetzt wirklich erstmal. Könnte vermutlich noch stundenlang weiterschreiben, aber ich möchte dann erstmal frühstücken

Es sei Dir gegönnt, interessanter Beitrag.


weip321 gefällt das
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himself63
(@himself63)
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Veröffentlicht von: @weip321

Jemand, der heutzutage mit 18 noch keinen Sex hatte, nicht tätowiert ist und noch keinen Joint geraucht hat, ist ja beinahe ein Aussenseiter.

Wobei 18 ja da schon fast schon uralt ist. Da ich selbst eine 12-jährige Tochter habe, finde ich das absolut erschreckend. Das ist keine gute Entwicklung.


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himself63
(@himself63)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @leylalala

ich denke es hat leider mit schmutz im Internet zu tun. Sie schauen das an und ,,, naja.,, Sogar immer mehr Jugendliche sind davon beeinflusst.

Ich frage mich, ob es wirklich nur der Schmutz im Internet ist. Früher gab`s den auch, wenn auch nur in Papierform. Wir haben in unserer Kindheit auch mit Soldaten gespielt, uns verkleidet und mit unseren Spielzeugwaffen um uns geschossen. Auch wurde hin und wieder mal ein "Ballerspiel" ab 18 gespielt und  der eine oder andere nicht ganz jugendfreie Film angesehen (natürlich ohne Zustimmung der Eltern). Wir sind doch danach auch nicht mit der Pump Gun durch unsere Schule gerannt und haben die halbe Klasse gekillt und vorher noch einige Mädels vergewaltigt. Die Typen, die sowas machen, brauchen meiner Meinung nach nicht mehr zwingend den Schmutz im Netz, bei denen ist doch schon vorher irgendetwas kaputt. Wieso werden das gefühlt immer mehr? Wer hat hier versagt, die Durchgeknallten selbst, ihre Eltern, die Schule oder wir alle als Gesellschaft?


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Blackwater
(@deepblackforest)
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Beiträge: 2155
 

@himself63 Wahrscheinlich ist es eine Mischung von mehreren Gründen und man muss auch differenzieren, um welche Art "Schmutz" es sich genau handelt. Ballerspiele (also Gewalt) und sexuelle Gewalt sind ein riesiger Unterschied und dazu gibt es auch einschlägige Studien über die Auswirkungen auf Jugendliche. (Buchempfehlung: Sozialpsychologie, https://www.amazon.de/Sozialpsychologie-Springer-Lehrbuch-Klaus-Jonas/  )

Ballspiele sorgen nicht für Amokläufe. Das ist maximal ein Training für Leute, die das eh vor haben.

Aber Frauen (oder Lebewesen allgemein) zu quälen (zwecks sexueller Erregung) verknüpft bestimmte Hirnareale miteinander und ein Fetisch kann entstehen. Und daraus wird früher oder später Realität - bei nicht wenigen Menschen.

Dieser Übergang zu "anderen weh tun"(meistens sind es ja Frauen) ist fliessend in der heutigen Pornoindustrie.

Und wenn man sich die Polizeiberichte anschaut, wo Jugendliche andere Jugendliche vergewaltigen mit all den schrecklichen Details, nein, das fällt normalen Menschen nicht einfach so mal ein. Das wurde vorher gesehen. Der Konsum von harter Pornographie unter Jugendlichen und die Auswirkungen sind inzwischen ja auch recht bekannt.

Ich bin ja ein freiheitsliebender Mensch und Zensur ist wirklich etwas, wo man aufpassen muss. Aber bestimmten Dreck sollte man definitiv verfolgen und den Zugang so schwer wie möglich machen. Vieles was z.B. auf XHamster (Nr1. Plattform in Deutschland) zu finden ist, ist eindeutige, explizite grausamste Gewalt gegen Frauen. Und da hört es für mich wirklich auf und ich bin nicht liberal, weder heute noch morgen, auch wenn das irgendwann auch vielleicht als "normal" gilt.

Auch wenn man nicht glaubt, dass wir einst erschaffen wurden, sondern nur ein besseres Tier sind: nicht einmal Tiere machen das, was manche Menschen anderen Menschen antun. Grundsätzlich halte ich den Tiervergleich so oder so verfehlt und nicht gerade unserem Fortschritt dienlich.

 

@Wenn wir das Thema weiter verfolgen wollen, besser einen extra Thread mit Warnung in der Überschrift aufmachen. Das ist nichts für manche unserer Leserinnen** bzw. ich würde das ausklammern wollen und nicht in diesem Thread weiter diskutieren.

 

**bzw. das sollen sie bewusst selbst entscheiden, aber ich will es ihnen nicht in einem harmlosen Thread unterschieben. Wir sind Gentleman und schützen unsere Damen.


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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
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Themenstarter  

Ich denke, dass die westliche Gesellschaft einfach einem oberflächlichen Versprechen von Glück auf den Leim gegangen ist.

Leben ist Leid. Unterbrochen von kurzen Phasen des Glücks. Die Bibel zeigt das sehr klar auf. Aber auch schon die Stoiker wussten das, und sie wussten Leid für das zu schätzen, was es leisten kann: Es bringt das Beste im Menschen heraus. Duldsamkeit. Tapferkeit. Heroismus. Barmherzigkeit. Alles Dinge, die angesichts eines "easy life" nicht gebraucht werden.

Vielen Menschen ist nicht klar, dass sie sich eigentlich nur aussuchen können, wie sie leiden wollen. Dass sie leiden müssen, ist aber mit dem Moment der Geburt ausgemacht. So viel Schmerz, Trauer, Unsicherheit, Angst. Aber die Entscheidung für das eine oder andere macht den ganzen Unterschied: Sobald ich mich entscheide, mich Schmerz, Trauer, Unsicherheit oder Angst zu stellen, verlieren sie ihren Schrecken. Ich werde von einem Opfer zu einem Kämpfer. Und mag ich auch untergehen, so habe ich es doch versucht, habe mich dem Sturm gestellt und - wie einst so berühmt besungen - "I did it my way".

Zurück zum oberflächlichen Versprechen von Glück. Dieses kann eine gewisse Sprunghaftigkeit in Beziehungen mit sich bringen. Deshalb finde ich die Ehe so toll: Hier versprechen sich zwei Menschen, zusammen zu bleiben egal, was passiert. Viele würden sagen, dass das eine starke Einschränkung ist. Ich glaube, dass es ein riesen Möglichmacher für Glück ist: Ich kann nicht mehr einfach weglaufen weil ich mit dem Sex nicht mehr zufrieden bin, oder mein Partner schnarcht, oder komisch riecht, oder ich die Witze nicht mehr hören kann. Ich muss Wege finden, damit umzugehen, an der Ehe arbeiten, sie weiterentwickeln. Und so sind Mann und Frau auch Yin und Yang, sie ergänzen sich zu einem Ganzen, das so viel größer ist als die Summe seiner Teile.

Anmerkung in eigener Sache: Ich bin immer noch der Meinung, dass auch Menschen gleichen Geschlechts sich zusammentun dürfen. In den Partnerschaften, die ich bislang erleben durfte, griff das Yin und Yang-Bild gleichermaßen.

Aber es bedeutet eben Leid. In eine Ehe kommt es meistens durch Verliebtheit, vielleicht eher noch Verknalltheit. Man trifft einen anderen Menschen und es knistert und kribbelt und man fühlt sich plötzlich 15 Jahre jünger und stellt sich vor, was alles sein könnte, wenn nur nicht... und das ist dann das Leid, das man(n) tragen muss. Weil man(n) sich entschieden hat. Und wenn man(n) seine Verantwortung irgendwie ernst nimmt, dass kneift man die Arschbacken zusammen und zieht die Nummer verdammt noch mal durch. Bis dass der Tod uns scheidet.

Ein fünfjähriger kann heute mit dem und morgen mit dem befreundet sein. Aber wenn man erwachsen wird, dann endet das irgendwann. Oder sollte es doch zumindest. Andere meinen, sie könnten beides haben, die Ehe und die geheime Affäre. Ich halte davon nichts.


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himself63
(@himself63)
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Veröffentlicht von: @ikigaimondai

Ich kann nicht mehr einfach weglaufen weil ich mit dem Sex nicht mehr zufrieden bin, oder mein Partner schnarcht, oder komisch riecht, oder ich die Witze nicht mehr hören kann. Ich muss Wege finden, damit umzugehen, an der Ehe arbeiten, sie weiterentwickeln. Und so sind Mann und Frau auch Yin und Yang, sie ergänzen sich zu einem Ganzen, das so viel größer ist als die Summe seiner Teile.

Soweit die Theorie und es wäre auch schön und erstrebenswert, wenn es gängige Praxis wäre. Auch das hat sich meiner Meinung nach im Laufe der Zeit völlig verändert. Ein Bekannter von mir ist Anwalt (Familienrecht). Der kommt die letzten Jahre schon vor lauter Überstunden nicht mehr in den Schlaf, weil auch in der Ehe immer mehr Menschen einfach weglaufen und sich der Verantwortung gegenüber dem Partner oder auch den eigenen Kindern nicht stellen wollen.


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himself63
(@himself63)
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Veröffentlicht von: @deepblackforest

Wir sind Gentleman und schützen unsere Damen.

Yes!!!


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Diese r Beitrag wurde geändert Vor 4 Monaten von himself63

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tugbaoezbek
(@tugbaoezbek)
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Veröffentlicht von: @deepblackforest

**bzw. das sollen sie bewusst selbst entscheiden, aber ich will es ihnen nicht in einem harmlosen Thread unterschieben. Wir sind Gentleman und schützen unsere Damen.

yaaap, 100% beschützt. Ein gutes Gefühl. 😊 

 

Veröffentlicht von: @ikigaimondai

Leben ist Leid. Unterbrochen von kurzen Phasen des Glücks. Die Bibel zeigt das sehr klar auf.

Kurz dachte ich Frau B aus N ist zurück. 🤣 

 

Veröffentlicht von: @deepblackforest

Dieser Übergang zu "anderen weh tun"(meistens sind es ja Frauen) ist fliessend in der heutigen Pornoindustrie.

Darüber könntest du bestimmt gut schreiben, vielleicht ist das eine Artikelidee???

 

Veröffentlicht von: @weip321

Der nächste Aspekt wäre die Partnerwahl deiner Freundinnen (Vorsicht, bitte nicht sofort getriggert werden). Auf welche Kriterien haben deine Freundinnnen geschaut? Wenn deine Freundinnen eher feminin sind, dann haben sie sich vermutlich sehr maskuline Männer ausgesucht.

Das stimmt, ein Problem der türkischen Kultur oder jeder Kultur die klassische Männlichkeit nach vorne stellt. Also Russen und Araber sind ähnlich.

Frauen wählen mit 20 nicht wie mit Anfang 30. Ich würde jeder abraten sich auf Machotypen einzulassen. Meiner Erfahrung nach ist das zu 99,99999% falsch und endet sehr böse.

Von den Ehen meiner Freundinnen hat eine gehalten, alle anderen sind fremd gegangen. Mehrfach. Zwei wurden verprügelt. Und die Mädelz sind bildschön und weiblich, kein Grund woanders hinzuschauen.

 

Veröffentlicht von: @deepblackforest

Pornoindustrie.

sollte gebomt werden!!!!!!


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hesekiel58
(@hesekiel58)
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Veröffentlicht von: @ikigaimondai

Andere meinen, sie könnten beides haben, die Ehe und die geheime Affäre. Ich halte davon nichts.

Manchmal frage ich mich, wer die Frauen sind, die sich auf diese geheimen Affären mit verheirateten Männern einlassen. Unzufriedene Ehefrauen? Single-Frauen, die keine feste "verbriefte" Bindung eingehen wollen? Ich weiß es nicht ... aber irgendwoher müssen sie ja kommen.

 


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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
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Veröffentlicht von: @ikigaimondai

Aber es bedeutet eben Leid. In eine Ehe kommt es meistens durch Verliebtheit, vielleicht eher noch Verknalltheit. Man trifft einen anderen Menschen und es knistert und kribbelt und man fühlt sich plötzlich 15 Jahre jünger und stellt sich vor, was alles sein könnte, wenn nur nicht... und das ist dann das Leid, das man(n) tragen muss

Ich finde das Wort "Leid" hier dann doch ein wenig heftig. Nur weil man ein wenig Impulskontrolle hat, nicht zu 100% lustgesteuert ist, leidet man doch nicht. Ich kenn sehr viele Ehen und Partnerschaften (inklusive meiner eigenen), die seit 30 Jahren halten und wo die Partner offensichtlich nicht daran leiden, sondern wo beide damit sehr glücklich sind. 

Natürlich geht man auch mal durch Krisen durch, aber wie heisst es doch: "in guten wie in schlechten Tagen". 

Aber das mögen bürgerliche Werte aus vergangenen Tagen sein.

 


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Arnold Karlson
(@arnold-karlson)
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Guten Abend zusammen,

ich habe in den letzten Tagen intensiv über diese Fragen nachgedacht und festgestellt, dass ich sie für mich kaum beantworten kann. Das fängt mit der Definition von Männlichkeit an, wo ich nichts klares und überzeugendes anbieten kann. Ich würde damit anfangen, klar zu stellen, dass eine reine Reduktion der Fragestellung natürlich nicht nicht gerecht wird, was ja mittlerweile auch generell in der Biologie und Psychologie so etabliert ist. Man wird weder durch seine Hülle, noch durch eine reine Willensbekundung - das andere Extrem - zum Mann - oder auch zur Frau, aber darum geht es ja hier nicht. Eine kleine Anmerkung dazu noch: Es gibt natürlich Trans*personen und fast alle von denen, die mir bekannt sind, haben in ihren Geschlechterrollen eine so große Authentizität, dass ich sie niemals infrage stellen würde.

Ich denke aber, dass diese Authentizität ein guter Ausgangspunkt sein könnte, um das, was einen Mann eben ausmacht, doch ein wenig zu greifen zu bekommen. Die große Diversität an verschiedenen Ausdrucksformen von Männlichkeit, die allgemein gesprochen eine große Bereicherung sind, machen es hier leider etwas kompliziert. Wenn ich an Männer denke, die ich gut finde, würde ich vor allem die folgenden Eigenschaften herausstellen:

  1. Verantwortungsbewusstsein und vor allem auch die Bereitschaft, Verantwortung für das zu übernehmen, was ihnen wirklich wichtig ist.
  2. Ehrlichkeit und Verlässlichkeit
  3. Selbstbewusstsein auf eine gewisse ruhige, natürliche, authentische Art, die klar von laut tönender toxischer Männlichkeit unterscheidbar ist.
  4. Selbstvertauen und Mut, um für sich und die Menschen, die ihnen nahe stehen, einzutreten.
  5. Respekt gegenüber den Mitmenschen, denen man begegnet. Auch wenn man sie oft nicht verstehen kann, sollte man ihre Sicht zumindest anerkennen.

Entsprechend würde ich folgende Eigenschaften als schlecht ansehen:

  1. Übermäßiger Ehrgeiz und das Verfolgen der eigenen Ziele ohne Rücksicht auf andere, oder gar auf Kosten anderer.
  2. Unehrlichkeit und Betrug
  3. Imponiergehabe, Aufbrausen, und andere Verhaltensweisen, die unter dem Sammelbegriff Machismus bzw. Chauvinismus zusammen kommen.
  4. Respektlosigkeit

Ich habe Feigheit hier bewusst nicht in die Liste aufgenommen, weil ich es schwierig finde, einen Menschen dafür zu verurteilen, dass er seine Angst, sich gewissen Dingen zu stellen, nicht überwinden kann. Das ist natürlich auch für das Zusammenleben auch sehr problematisch, aber ich weiß selbst, wie schwierig - vielleicht auch unmöglich - es manchmal ist, sich Dingen zu stellen, deshalb kann ich das ein bisschen nachfühlen. Aber ich kann auch gut verstehen, wenn ihr das auch ganz fest auf der Liste sehen würdet.

Die genannten Punkte finde ich übrigens auch nicht nur bei Männern wichtig, sondern generell bei meinen Mitmenschen, wobei das im Detail dann natürlich Unterschiede gibt.

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, meine chaotischen Gedanken in eine Form zu bringen, die zumindest ein bisschen kohärent und nachvollziehbar ist. Über eure Gedanken dazu würde ich mich natürlich auch sehr gerne freuen.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine gute Nacht. 😀      


ikigaimondai und hesekiel58 gefällt das
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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
Schach Großmeister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1234
Themenstarter  

Leid mag etwas dramatisch formuliert sein. Aber es ist natürlich auch relativ: manche sind bei der kleinsten Unannehmlichkeit gleich komplett niedergeschlagen, andere ficht kaum etwas an.

in jedem Fall bedeutet Ehe die permanente Entscheidung für einen Menschen - und gleichzeitig den Ausschluss aller anderen. Das kann nicht jeder leisten, und blöd ist das dann, wenn das Menschen erst gewahr wird, wenn sie schon in der Ehe sind.


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Leylalala
(@leylalala)
Full Bread New in Town Rose
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 44
 
Veröffentlicht von: @arnold-karlson

Man wird weder durch seine Hülle, noch durch eine reine Willensbekundung - das andere Extrem - zum Mann - oder auch zur Frau, aber darum geht es ja hier nicht.

ober die Hülle hat schon eine große Auswirkung wie ein Mensch sich verhält. Als Frau kannst du dich nicht verhalten wie als Mann wegen verschiedenen ähhm Dingen. Und die Gesellschaft reagiert auch anders. Das macht viel aus.


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