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Politik Inflation in Deutschland - Lebensrealitäten 2022

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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
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Veröffentlicht von: @lichtenberg99

Stattdessen hat man im September letzten Jahres 15.000 Wohnungen fast zum Höchstpreis von der "Deutsche Wohnungen" gekauft. Für mich ein weiterer Beleg, dass sich der Staat bis auf Sozialwohnungen aus Immobilien raushalten sollte, weil er politisch getrieben immer dann kaufen wird, wenn der Schmerz (und damit der Preis) am höchsten ist.

Eigentlich deutet dein Argument darauf, dass der Staat (die Stadt) besser ganz die Finger still halten sollte ...

 


   
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Airnesto
(@airnesto)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
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@presskoppweck besonders in Berlin gilt das unbedingt!


   
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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1194
 

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Eigentlich deutet dein Argument darauf, dass der Staat (die Stadt) besser ganz die Finger still halten sollte ...

Du hast völlig recht. Die meisten Dinge funktionieren am besten, wenn man den Markt frei laufen lässt. Das schmerzt aus sozialen Gründen an der einen oder anderen Stelle aber manchmal schon sehr. Deswegen auch der starke Sucht, regulieren zu wollen.

Der Kauf von Vonovia macht aus dem Grund wenig Sinn, wäre aber weniger idiotisch (weil billiger), als Vonovia zu enteignen.


   
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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1194
 

Und jetzt sinken auch die Erzeugerpreise. Und zwar gegenüber dem Vormonat um schlappe 4,2%.

https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-story-51941.html

Gegenüber dem Vorjahr sind es allerdings immer noch wahnsinnige 34,5 % mehr. 

Bis das zu den Verbraucherpreisen durchschlägt wird es noch ein paar Monate dauern.

 


   
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Airnesto
(@airnesto)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1043
 

@lichtenberg99 Das sind alles gute Nachrichten. Nur glaube ich nicht, dass diese Entwicklungen zu sinkenden Verbraucherpreisen in der Zukunft führen werden. Wenn überhaupt werden die als Marketingmaßnahme moderat zurückkommen, so dass - wenn’s gut läuft - um die 10% Preissteigerung in zwei Jahren bleiben, wo es vorher 4% gab. Da habe ich jetzt natürlich sehr meine Glaskugel poliert.


   
weip321 reacted
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Greif
(@greif)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 9 Monaten
Beiträge: 54
 

@lichtenberg99 Der bisherige Anstieg der Erzeugerpreise ist aktuell nur zum Teil beim Endverbraucher angekommen (längerfristige Verträge, stufenweise Erhöhung der Preise), deshalb werden die Preise nicht fallen, sondern weiter steigen.

Auch Ölembargo und Mauterhöhung/-ausdehnung wirken inflationsfördernd.

Außerdem ist eine Verteuerung zumindest im Bereich der Lebensmittel/Energie auch politisch gewollt und ich sehe nicht, dass hier ein Umdenken stattgefunden hat (geplante "Fleischsteuer", Anhebung CO2-Steuer (2024), CO2-Maut (2024))


   
weip321 reacted
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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1194
 

Neueste Meldung: Inflationsrate auf 10% gesunken.

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/inflation-in-deutschland-sinkt-auf-10-0-prozent-18496009.html

Ich persönlich glaube nicht, dass das schon der Peak ist. Irgendein schlauer Mensch hat festgestellt, dass die Verbraucherpreise den Erzeugerpreisen mit 6 Monaten Zeitverzug und 1/3 in er Höhe folgen. Das dürfte dann im März bei knapp 15% sein. Danach sollte es fallen.


   
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weip321
(@weip321)
Fide Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 2112
 

Veröffentlicht von: @lichtenberg99

Neueste Meldung: Inflationsrate auf 10% gesunken.

D.h. innerhalb von 6,5 Jahren hat sich deinr Kaufkraft halbiert.


   
tomhw reacted
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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Internationaler Meister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
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Franke Media hatte geschrieben:

Mit 5,55% lag das 12-Monats-Wachstum der #Geldmenge M2 in der #Eurozone im Oktober rund viermal so hoch wie die 1,08% in den USA. Die #FederalReserve ist in ihrer #Geldpolitik also deutlich restriktiver als die #EZB

 

Das ist schon beachtlich und der Grund warum Lagarde genau weiss, warum der Spass noch weiter gehen wird. Wohl auch 2023. Wenn man diese Inflationskette dann mal weiter in die Zukunft projiziert wird eine klar: geht das 2-3 Jahre so weiter, haben wir definitiv bürgerkriegsähnliche Zustände in Deutschland. Oder es gibt vorher einen Systemwechsel, den manche Gruppen ja auch wollen.


   
Susanna, tomhw and weip321 reacted
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Susanna
(@susanna)
Blackberry© Gourmet Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 105
 

Das ist echt heftig. 10% Inflation über 3 Jahre ist eine krasse Vermögensvernichtung und viele werden regelrecht verarmen.


   
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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
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Veröffentlicht von: @weip321

D.h. innerhalb von 6,5 Jahren hat sich deinr Kaufkraft halbiert.

Ich klugscheissere mal:

Nicht meine Kaufkraft. Das hängt von den Anlagen, die ich habe ab. Meine Kaufkraft kann sich vermehrt haben. Die Kaufkraft eines Euronen, der zu 0% Zinsen auf dem Konto liegt, hat sich halbiert.


   
weip321 reacted
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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
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Veröffentlicht von: @mrtn

Wenn man diese Inflationskette dann mal weiter in die Zukunft projiziert wird eine klar: geht das 2-3 Jahre so weiter, haben wir definitiv bürgerkriegsähnliche Zustände in Deutschland

Jein. Wir als Unternehmen versuchen gerade 10% Preiserhöhungen an unsere Kunden weiter zu geben (reines Servicegeschäft). Sieht im Moment so aus, als würden wir das in vielen Fällen durchbekommen. Wir geben dann unseren Mitarbeitern eine Gehaltserhöhung in gleicher Größe.

Wird aber nicht überall und in jeder Industrie klappen.

Letztendlich wird das Einkommen im Schnitt um 3-4% (für höhere Energiepreise, primär für Gas und indirekt Strom) und vielleicht 2% für höhere Ausgaben in Verteidigung einmalig schrumpfen. Der Rest sind Zweitrundeneffekte, die überwiegend durch höhere Gehälter aufgehoben werden, aber auch dadurch entstehen. Wir müssen nur sehen, wie wir die ca. 5% Wohlstandsverlust fair verteilen. Die bleiben.

 


   
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weip321
(@weip321)
Fide Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 2112
 

Veröffentlicht von: @lichtenberg99

Wir als Unternehmen versuchen gerade 10% Preiserhöhungen an unsere Kunden weiter zu geben (reines Servicegeschäft). Sieht im Moment so aus, als würden wir das in vielen Fällen durchbekommen.

Wird aber nicht überall und in jeder Industrie klappen.

Glückwunsch dazu, dass eure Kunden bereit (und wirtschaftlich in der Lage) sind, das zu bezahlen. Wie du richtig schreibst, wird das leider nicht in jeder Industrie klappen.

Ich hatte ja schon von meinem Freund geschrieben, welcher Werkleiter für knapp 400 Leute ist. Die konkurrieren als Zulieferer im Automobilbereich mit anderen Herstellern weltweit. Irgendwann können die nichts mehr optimieren, obwohl die ganzen Grossen (VW, BMW, Mercedes) jedes Jahr die Preise weiter drücken (Begründung: der Zulieferer muss einfach mehr optimieren). Die Grossen haben halt leider die Marktmacht.

Veröffentlicht von: @lichtenberg99

Letztendlich wird das Einkommen im Schnitt um 3-4% (für höhere Energiepreise, primär für Gas und indirekt Strom) und vielleicht 2% für höhere Ausgaben in Verteidigung einmalig schrumpfen. Der Rest sind Zweitrundeneffekte, die überwiegend durch höhere Gehälter aufgehoben werden, aber auch dadurch entstehen.

Diesen Punkt sehe ich leider nicht wie du. So wie du das beschreibst, werden es 6% höhere Ausgaben werden. Da glaube ich nie und nimmer dran. Die höheren Preise für Energie werden mit Verzögerung an die Endverbraucher weitergegeben. Schau dir doch mal an, was bestimmte lebensnotwendige Produkte mittlerweile kosten. Jemand mit einem niedrigen Gehalt und einer niedrigen Rente hat heutzutage schon ein Problem damit.

Die höheren Gehälter mögen in Dienstleistungsbranchen möglich sein, aber nicht im primären und sekundären Gewerbe. Und nicht jeder arbeitet beim Staat. Hatte erst vor ein paar Tagen gelesen, dass alle Staatsangestellte eine heftige Gehaltsnachzahlung bekommen werden (teilweise bis zu 10.000 Euro). Da hat ein Beamter 2020 geklagt und Recht bekommen. Das sind eure Steuergelder, die da per Schubkarren verteilt werden. Aber gut - Deutsche sind halt doch Masochisten (nicht Maoisten 😉 )


   
mrtn reacted
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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Internationaler Meister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 945
 

Ich gehe bei einer Inflation von 10% p.A. bis 2025 (solche Angaben haben wir ja inzwischen, hoffe es kommt nicht so) davon aus, dass der Staat mit den ab 2024 geltenden (bereits beschlossenen) Gesetzen eine harte Umverteilung vornehmen wird. Sprich Vermögensabgabe. Da geht es in der Argumentation dann weniger um den Staat, sondern um die Gesellschaft.

Die meisten hier sind Gutverdiener. Ich bin mir nicht ganz sicher wie viele Kontakte ihr zu Familien habt die "unten" in der Gesellschaft sind. Was sich da zusammenbraut ist wirklich problematisch.


   
Knew2, Cbc677 and weip321 reacted
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himself63
(@himself63)
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Beiträge: 999
 

Veröffentlicht von: @mrtn

Ich bin mir nicht ganz sicher wie viele Kontakte ihr zu Familien habt die "unten" in der Gesellschaft sind. Was sich da zusammenbraut ist wirklich problematisch.

 


   
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