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Politik Actuarium - an rechte Zuschauer

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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Internationaler Meister Moderator Blackwater Stammleser
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Dieses Video von Actuarium ist einen eigenen Thread wert. Schaut es euch mal an.

Alleine das Thema aufzugreifen braucht schon Eier. Aber ich fand die Gedanken interessant, gerade wenn es um Deutschland geht.

 

 

Da sich das echte gelebte und praktizierte Christentum ja in Luft aufgelöst hat, ist die Eingangs erwähnte Überlegung nur folgerichtig. Er sagt dann aber auch, woran es scheitert.


   
weip321 reacted
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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Internationaler Meister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
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Auch die Kommentare darunter 🤣

Ein Auszug:

 

"Selbst als muslim ist man irgendwie erfreut über praktizierende christliche Freunde, die nicht ihre Religiosität gegen Party, saufen und so getauscht haben"

"Chapeau, "Acti"! Ich bin im positiven schockiert über dein Statement! Persönlich bin ich auch Deutscher mit Migrationshintergrund (halb Deutsch, halb Jugoslawe/ Bosniake) und bin mit dem Islam und Christentum aufgewachsen. Meine deutsche Familie hatte darauf bestanden, dass meine Geschwister und ich christlich getauft und kommuniert werden, weshalb wir Christen wurden. Mein Vater, slawischer Muslim, teils in der Türkei aufgewachsen, war ein Vorzeigebeispiel der Integration, aber hatte es als Muslim dennoch oft schwer hierzulande. Nichtsdestotrotz kenne ich beide Religionen und empfinde eine religiöse Identität als sehr wichtig. Wie du bereits in dem Video deutlich zu erkennen gibst, existieren in der neurechten Bewegung oft Strukturen, die eigentlich dem linksliberalen Spektrum ähneln. Sie sehen LGBTQ, die NWO und den Wokeismus als kleineres Übel und verteufeln regelrecht den Islam. Der Islam ist jedoch nur ein Symptom der Problematik, denn das eigentliche Problem ist der Wokeismus und die NWO, die erst für Masseneinwanderung sorgt; Für Spaltung sorgt; Dafür sorgt, dass die Menschen zu staatsabhängigen Arbeitsdrohnen erzogen werden durch anti-familiäre Indoktrination. Der Islam ist genau deshalb zwar ein Instrument wie auch einer der größten Widersacher dieser Agenda. Klingt paradox, ist aber so. Das Problem der Deutschen ist, dass sie weder eine Leitkultur noch eine nationale Identität vorweisen können, weshalb bei den Neurechten oftmals eine Art Neid gegenüber den Muslimen zu erkennen ist. Das standardmäßige muslimische Familienbild wird oft in rechten Kreisen beneidet. Solch ein starker Familienzusammenhalt ist kaum in dt. Familien zu erkennen. Das ist aber nicht nur ein religiöses, sondern auch kulturelles Phänomen. (Siehe Südamerikaner, Slawen etc.) Also ja, Arcti, es existieren Rechte und auch Biodeutsche, die mir sagen, dass sie teilweise lieber mit Muslimen interagieren als mit den eigenen Landsmännern. Wie gering diese Zahl ist, kann ich dir nicht sagen. Dass der politische Islam ein Problem sein kann, sehe ich aber auch so. Dass der Islam jedoch nicht "unser" größtes Problem ist, sollte jedem bewusst sein. So paradox es klingen mag, aber die Rechten brauchen die Muslime auf ihrer Seite, ansonsten wird Deutschland aufgrund der vorherrschenden Agenden und Narrative bald zu einer woken Dystopie."

 

"Ich habe schon von Anfang an gesagt. Anstelle sich zu verbünden, lassen sie sich splitten. Meiner Meinung nach ist das von diversen Alternativen so absichtlich eingefädelt. Ich selbst bin Muslim und das ist auch gut so. Wir alle müssen zusammenhalten. Für die Wahrheit"

 


   
TomYes reacted
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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
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Beiträge: 1274
 

Zur Frage des Actuariums fällt mir der Satz ein: der Feind meines Feindes ist nicht automatisch mein Freund.
Wie kann sich die Rechte mit denen verbünden, die sie aus dem Land haben will?
Täte sie es, dann wären sie bereit eine andersgläubige Minderheit in einem moslemischen Land zu werden. Wer wissen will, wie der Weg dorthin aussieht, der schaue sich die jüngere Geschichte des Libanon an. Dort haben die Moslems erst vor ein paar Jahrzehnten die Überzahl errungen. Wenn jemand wissen will wie es Andersgläubigen in Ländern mit noch größerem Anteil von Moslems ergeht, es gibt genügend Artikel über Christen im Iran, Irak, Saudi-Arabien ...
Niemand will Minderheit in einem moslemischen Land werden, schon gar nicht im eigenen Land.

Dass der politische Islam ein Problem sein kann, sehe ich aber auch so.
Bullshit, es gibt nur einen Islam, sagen übereinstimmend die Sunniten und die Schiiten. Der Traum vom gemäßigten Euro-Islam (als Gegensatz zum politischen Islam) ist Humbug, das bleibt der feuchte Traum eines weltfremden Professors. Sogar in Deutschland benötigt eine Seyram Ates Polizeischutz.

Dass der Islam jedoch nicht "unser" größtes Problem ist, sollte jedem bewusst sein. So paradox es klingen mag, aber die Rechten brauchen die Muslime auf ihrer Seite, ansonsten wird Deutschland aufgrund der vorherrschenden Agenden und Narrative bald zu einer woken Dystopie.
Wenn man schiffbrüchig im Wasser treibt und von der einen Seite nähert sich ein Hai und von der anderen Seite ein Krokodil ...


   
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weip321
(@weip321)
Fide Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @presskoppweck

Wer wissen will, wie der Weg dorthin aussieht, der schaue sich die jüngere Geschichte des Libanon an

Was genau meinst du mit "jüngerer Geschichte"? Also welchen Zeitraum? Den ab 1982 oder auch den davor?

Eine Leseempfehlung dafür: Nassim Taleb - "The black swan". Taleb ist in Amioun (Libanon) aufgewachsen und stammt aus einer griechisch-orthodoxen Familie. Seine Familie war relativ einflussreich (Grossvater und Urgrossvater waren Vizepremierminister) - sollte man einfach im Hinterkopf haben wenn man das Buch liest. Am Anfang des Buches schreibt er ein bisschen über die Zustände des Krieges im Libanon (bin noch nicht allzu weit gekommen beim Lesen - sehr kleine Schrift...)

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Täte sie es, dann wären sie bereit eine andersgläubige Minderheit in einem moslemischen Land zu werden

Das ist ein richtiger Punkt, welchen Actuarium auch anspricht. Allein aufgrund der unterschiedlichen Fortpflanzungsraten wird die demographische Entwicklung sich mehr in Richtung Muslime verschieben (statista.com - Anzahl der Muslime in Europa und weltweit im Jahr 2010 und Prognose bis 2050 + islamiq.de - Muslime wachsen doppelt so schnell)

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Wenn jemand wissen will wie es Andersgläubigen in Ländern mit noch größerem Anteil von Moslems ergeht, es gibt genügend Artikel über Christen im Iran, Irak, Saudi-Arabien ...

Ein schwieriges und komplexes Thema. Aus meiner Sicht darf man den Fokus nicht nur auf den Nahen Osten und die von dir genannten Länder legen. Es gibt ca. 2 Milliarden Muslime/Muslima weltweit. Wo wohnen die meisten davon? Nicht dort, wo man sie vermuten wurde. Die Top 5 in absoluten Zahlen sind:

  • Indonesien (238 Mio)
  • Pakistan (220 Mio)
  • Indien (183 Mio)
  • Bangladesh (151 Mio)
  • Nigeria (107 Mio)

Quelle: laenderdaten.info

Natürlich muss man dann als nächstes schauen, aus welchen Ländern Muslime nach Deutschland kommen. Da sind die Top 5 vermutlich nicht sonderlich präsent vertreten.

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Der Traum vom gemäßigten Euro-Islam (als Gegensatz zum politischen Islam) ist Humbug, das bleibt der feuchte Traum eines weltfremden Professors.

Hier stimme ich teilweise mit dir überein (in dem Punkt über den Euro-Islam sowie die Weltfremdheit)

Eine Frage in die Runde wäre: gibt es Länder mit muslimischer Mehrheit, in dem Andergläubige ihre Religion frei ausüben können? Und existiert in islamisch geprägten Staaten eine Trennung zwischen Religion und Politik? Auf dem Papier ist das in der Türkei seit Atatürk ja so - ich weiss nur nicht, wie es dann in der Realität gelebt wird.

 

Die Situation ein DE ist ein Catch-22: auf der einen Seite produzieren die Deutschen zu wenige Kinder und haben allein deshalb gegenüber Muslimen schon schlechtere Karten (einfach aufgrund der Zahlen + Demographie), auf der anderen Seite will man den Wohlstand nicht verlieren und muss ausländische Fachkräfte abwerben (Betonung auf Fachkräfte!)

Was wären also die Alternativen? Burggräben hochziehen und alle jungen Frauen zur Geburtsmaschine verdonnern? Gut, 1933 jährt sich ja in zehn Jahren zum hundertsten Mal, würde also passen... Zuallererst müsste der Staat mal anfangen, das Kinderkriegen wieder attraktiver zu machen. Interessant wäre hier auch mal eine Statistik zum Bevölkerungswachstum zwischen der BRD und der DDR, so ab 1970 (also nach den 68ern und dem Pillenknick). Meine Vermutung: in der DDR könnten prozentual mehr Kinder geboren worden sein.

Last, but not least: was sagen unseren jungen weiblichen Muslima hier im Forum? Ohne mich zu tief auszukennen würde ich behaupten, dass auch bei ihnen (gut ausgebildet, intelligent) der Trend dahin geht, erst später Kinder zu bekommen.


   
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Knew2
(@knew2)
Schach Profi Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 508
 

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Wie kann sich die Rechte mit denen verbünden, die sie aus dem Land haben will?

Da ich viele viele "problematische" Meinungen vertete, könnte man mich sowohl in die Linke, Libertäre und Rechte Ecke schieben.

Nur ein paar Beispiele für rechts, links, libertär.

Ich bin gegen:

  • Massenhafte Einwanderung ohne Qualifikation
  • Verschenken der Einbürgerung (neuerdings ist die deutsche Sprache kein Prüfpunkt mehr, hier geborene Kinder von Asylsuchenden sind automatisch Deutsche [--> Familiennachzug leicht gemacht, sie sind ja schon da! Dauerhafte Aufenhaltsgenehmigung...]
    --> Viele ausländische Menschen machen es vor mit einer hervorragenden Integration !!
  • den neuartigen Feminismus (eigenes Thema wert!). Der alte Feminismus war richtig, wichtig und gut
  • die "woke" Bewegungen, LGBT-Bewegung (wichtig: was daraus gemacht wird!), geziehlte Entwurzelung von Familie

Ich bin für:

  • Selbstbestimmung (siehe u.a. C-Thema)
  • geziehlte Einwanderung mit Integrationsprogrammen
  • ein gutes und hohes Sozialsystem für Menschen die erkranken und nicht arbeiten gehen können. Alle anderen sollten für Sozialleistungen einen Beitrag leisten. Arbeit muss sich lohnen (aber nicht mit Lohnerhöhungen)
  • Abbau vom Staat (50% kann locker rausgeschmissen werden), Steuersenkungen (Schweizer Modell), eine Rente (auch für Beamte) mit 3 Stufen wie in der Schweiz, Krankenversicherungen zusammenlegen, usw. 

Ich könnte noch viel mehr aufzählen und ausführen (aber Offtopic), aber es sollte nur einen Überblick geben, dass Schubladen-Denken "die Rechten, die Linken, die xyz" zu einfach ist.
Wohin würdest du mich einstufen?

Ich muss ehrlich sein. Ich bin Deutsch, kann mit Religion nichts anfangen (sorry @mrtn) und bin "kein Christ" mehr da ich keine Kirchensteuer mehr zahle 🤣
Mein Frauengeschmack ist südländisch (u.a. auch Türkei), wahrscheinlich weil ich so ein Familienbild bei deutschen Frauen immer weniger finde. Ich bin sehr gerne bei ausländischen Bekannten und Freunden, um ehrlich zu sein lieber als bei Deutschen Bekannten und Freunden (die wurden ja seit 2020 weniger...)

Um auf den Punkt zu kommen:
Ich finde heutzutage allgemein dieses Schubladen-Denken sehr gefährlich in Form von "Rechts", "Links" - je nach Aussage wäre ich beides, oder dann noch wieder libertär.
Beispiel: Viele die die AFD wählen (und somit automatisch "NUR RECHTS" sind) fühlen sich wahrscheinlich nicht mehr abgeholt, wollen das Familienbild erhalten (was immer mehr zerstört wird) weil sie eben in ihrem Bekannten und Freundeskreis dieses Familienbild sehen - und zwar eher im islamischen Kreis.


   
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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
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Veröffentlicht von: @weip321
Veröffentlicht von: @presskoppweck
Wer wissen will, wie der Weg dorthin aussieht, der schaue sich die jüngere Geschichte des Libanon an
Was genau meinst du mit "jüngerer Geschichte"? Also welchen Zeitraum? Den ab 1982 oder auch den davor?
Aus Wikipedia
"Im Jahr 1956 wurde der Anteil der Christen im Libanon mit 54 % der Bevölkerung angegeben ..."
"Nach den neuesten Angaben müssten inzwischen Muslime einen Anteil von bis zu 59,7 % ausmachen."
Du kannst es auch gerne daran festmachen:
"Der Abbruch der chehabistischen Reformpolitik durch den nur knapp mit Waffengewalt gewählten Präsidenten Suleiman Frangieh im August 1970 und die Ankunft der PLO-Führung und -Milizen aus Jordanien nach dem „Schwarzen September“ 1970 im Libanon, die das Land zum Schauplatz des Nahostkonfliktes machten, gelten als Hauptursachen ..."

Man kann gerne über Picot-Syes schimpfen (dass die Grenzen am Reißbrett und wider die einheimischen Stämme gemacht wurden; übrigens ein prima Beispiel, wie ein äußerer Feind die inneren Feinde eint), aber eine Grundlage war, dass verschiedene Religionen ihre eigenen Staaten erhalten sollten: Für die Moslems Syrien, Jordanien und Irak, die Drusen und Maroniten den Libanon, nur das von allen begehrte Palästina hat man zurückgehalten.
Man hat also schon damals geahnt, dass man den verschiedenen Religionen eigene Staatsgebiete geben muß (s.u. Pakistan).

Veröffentlicht von: @weip321
Veröffentlicht von: @presskoppweck
Wenn jemand wissen will wie es Andersgläubigen in Ländern mit noch größerem Anteil von Moslems ergeht, es gibt genügend Artikel über Christen im Iran, Irak, Saudi-Arabien ...
Ein schwieriges und komplexes Thema. Aus meiner Sicht darf man den Fokus nicht nur auf den Nahen Osten und die von dir genannten Länder legen. Es gibt ca. 2 Milliarden Muslime/Muslima weltweit. Wo wohnen die meisten davon? Nicht dort, wo man sie vermuten wurde. Die Top 5 in absoluten Zahlen sind:

  • Indonesien (238 Mio)
  • Pakistan (220 Mio)
  • Indien (183 Mio)
  • Bangladesh (151 Mio)
  • Nigeria (107 Mio)

In welchen dieser Länder möchtest Du leben, wenn Du ein Nichtmoslem bist?
In welchen dieser Länder möchtest Du leben, wenn Du ein zu einer anderen Religion abgefallener Moslem bist?
Ich habe wieder Wikipedia bemüht: Christentum in

... Indonesien (2.Absatz): In den letzten Jahrzehnten allerdings ist das Verhältnis der verschiedenen Religionsgruppen aufgrund der Politik der Transmigrasi und den dadurch bewirkten Bevölkerungsverschiebungen zunehmend von Spannungen geprägt. Auch Armut und Arbeitslosigkeit sowie eine Islamisierungswelle seit Ende der 1980er Jahre tragen dazu bei.

... Pakistan: Der Islam ist in Pakistan Staatsreligion, und seit dem Putsch Zia-ul-Haqs 1977 herrschen strenge islamistische Gesetze, welche oft gegen Christen angewendet werden. 

Ich erspare mir weiteren Einträge. Gebt mir doch nur eine kleine Karotte, sagt mir in welchem moslemischen Land ihr gerne als (nichtmoslemischer) Landesbürger leben möchtest.

PS: Komisch, dass in Indien überhaupt noch Moslems leben. Pakistan wurde gegen Ghandis Willen von Indien abgetrennt, die indischen Moslems wollten dort alleine sein und es gab damals eine Völkerwanderung der Religionen rein und raus aus Indien/Pakistan.

Veröffentlicht von: @weip321
Eine Frage in die Runde wäre: gibt es Länder mit muslimischer Mehrheit, in dem Andergläubige ihre Religion frei ausüben können? Und existiert in islamisch geprägten Staaten eine Trennung zwischen Religion und Politik?
Oh, ich sehe Du auch keine Antworten auf meine Fragen

Veröffentlicht von: @weip321
Auf dem Papier ist das in der Türkei seit Atatürk ja so - ich weiss nur nicht, wie es dann in der Realität gelebt wird.
Seitdem sie einen halben Moslembruder als Staatschef haben: eher weniger

 


   
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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
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Veröffentlicht von: @presskoppweck

Gebt mir doch nur eine kleine Karotte, sagt mir in welchem moslemischen Land ihr gerne als (nichtmoslemischer) Landesbürger leben möchtest.

Für einige Europäer wäre in Indonesien sicher Bali eine Alternative. 

Der Glauben dort ist allerdings primär Hinduismus. Also auch kein Argument.


   
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weip321
(@weip321)
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Veröffentlicht von: @lichtenberg99

Für einige Europäer wäre in Indonesien sicher Bali eine Alternative. 

Bali ist eine ganz eigene Welt, auch wenn es offiziell zu Indonesien gehört. Ich kenne ein paar Leute, die dort wohnen (teilweise sogar ganzjährig)

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Man kann gerne über Picot-Syes schimpfen ...

Man hat also schon damals geahnt, dass man den verschiedenen Religionen eigene Staatsgebiete geben muß

Es ist ein bisschen komplizierter (meiner Meinung nach). Leseempfehlung dafür erneut: "A line in the sand" von James Barr. Das ganze Buch handelt genau davon.

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Du kannst es auch gerne daran festmachen:

Ganz so einfach ist es nicht. Der nächste Absatz nach deinem Zitat lautet:

Die Ursachen des Bürgerkrieges werden unterschiedlich diskutiert. Während die einen vor allem den Konflikt mit den Palästinensern in den Vordergrund stellen, sehen andere die sich verschärfenden sozialen Unterschiede allgemein und im Besonderen entlang konfessioneller Grenzen als Ursache. Wieder andere betonen die Einflussnahme äußerer Mächte. Diejenigen, die den Konflikt mit den Palästinensern betonen, weisen dabei auf den Verlust des ethnischen Gleichgewichts nach der Ankunft der im Jordanischen Bürgerkrieg 1970 aus Jordanien vertriebenen bewaffneten Kräfte der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) hin.

Taleb beschreibt das in "Black Swan" sehr schön. Historie wird immer rückwärts betrachtet aus heutiger Sicht. Es werden (angebliche) Schlüsse daraus gezogen und was man hätte alles besser machen können. Er beschreibt auch sehr schön, dass sein Grossvater als Vizepremier nicht mehr wusste als dessen Chauffeur.

Viel interessanter sind in solchen Fällen Tagebücher von Personen, welche diese Zeit selber miterlebt haben. Ein Verweis von Taleb geht auf William Shirer "Berlin Diary - The journal of a foreign correspondent 1934-1941" (werde ich mir evtl. auf die Leseliste packen - und ja, Vorabend WKII, nicht Libanon)

Meine Erinnerung beim Libanon ist etwas trübe (Fisks Mammutwerk "The great war for civilization" ist schon länger her) Muss schauen, ob ich mich da nochmal einlesen möchte.

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Oh, ich sehe Du auch keine Antworten auf meine Fragen

Deshalb hatte ich gefragt 😉 


   
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Navid
(@navid)
Vollkornbrot Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @presskoppweck

Bullshit, es gibt nur einen Islam, sagen übereinstimmend die Sunniten und die Schiiten.

 

Und so weiter bei hundert weiteren Gruppen, Strömungen, Rechtsschulen...

Es gibt nur einen Islam sagt aber jeder😂


   
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Navid
(@navid)
Vollkornbrot Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @presskoppweck

sagt mir in welchem moslemischen Land ihr gerne als (nichtmoslemischer) Landesbürger leben möchtest.

Islamische Länder sind eben keine westlichen Demokratien und aus dem Grund weniger frei. Wie wäre es denn mit den Vereinigten Arabischen Emiraten? Dort geht es vielen Europäern sehr gut.

Als Iraner würde ich am liebsten im Iran leben. Aber mein Land wird gerade von Westen wieder einmal umgestürzt und ins Chaos gestürzt. Bisher fand war ich aber immer sehr gerne in meiner Heimat und vermisse sie.

Meine Religion wird in Deutschland auch bekämpft. Unsere wichtigste Moschee in Hamburg dichtgemacht und alles beschlagnahmt. Angeblich weil dem Iran nahe stehen. Ja man, weil es unsere Heimat ist. In der Moschee gab es nie etwas anderes als Gebete, Miteinander und Hilfe für andere. Jetzt sind wir auf der Liste der Bösen von dem säkularen Deutschland hahaha.


   
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farah.al-musawi
(@farah-al-musawi)
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Veröffentlicht von: @presskoppweck

Niemand will Minderheit in einem moslemischen Land werden

Niemand will die Minderheit in einem Land sein wenn dessen Kultur und Religion nicht zur eigenen passt und es zu Konflikten kommt. Jeder will am liebsten nur mit den eigenen Leuten leben, das ist doch normal. Deutschland wird immer mehr von 🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈 dominiert, was glaubst du was in muslimischen Familien jetzt los ist? Das ist abartig weil wir uns Sorgen um unsere Kinder machen.

Veröffentlicht von: @navid

Islamische Länder sind eben keine westlichen Demokratien und aus dem Grund weniger frei

Stimmt, es sind meistens Diktaturen und wie sind diese an die Macht gekommen? Danke Europa, danke USA!

 

Veröffentlicht von: @presskoppweck

der schaue sich die jüngere Geschichte des Libanon an

Und wie ist Libanon entstanden? Es gibt eigentlich kein Staat Libanon🫣

Ins unserer Region gab es vor den Europäern nicht mal richtige Grenzen. Jahrhunderte hatte wir unsere Ruhe.

Veröffentlicht von: @weip321

Last, but not least: was sagen unseren jungen weiblichen Muslima hier im Forum? Ohne mich zu tief auszukennen würde ich behaupten, dass auch bei ihnen (gut ausgebildet, intelligent) der Trend dahin geht, erst später Kinder zu bekommen.

 

Heiraten und Kinder kommt allgemein heute erst später oder sogar gar nicht (selten aber gibt es). Früher mit 18-22 heute oft Ende 20 oder Anfang 30. Aber kommt auch darauf an woher die Familie ist. Wenn sie von ländlicheren Regionen sind gibt es auch noch die ganz alten Traditionen.

Kinder sieht ein Segen von Allah swt, das hat sich logischerweise nicht geändert. Aber oft hat man dann 2 Kinder und nicht 7😂


   
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farah.al-musawi
(@farah-al-musawi)
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Veröffentlicht von: @navid

Es gibt nur einen Islam

Damit meint man die 5 Säulen des Islam als Basic. Und die sind immer gleich. Aber sonst ist es unendlich vielfältig alleine schon durch Geschichte und Kultur. Und trotzdem kann ich in jede Moschee auf der Welt gehen, beten und bin zuhause. Das ist schön❤️


   
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farah.al-musawi
(@farah-al-musawi)
Schachspieler Blackwater Stammleser Rose
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Veröffentlicht von: @presskoppweck

Dort haben die Moslems erst vor ein paar Jahrzehnten die Überzahl errungen.

DIe Moslems...

Im Süden Shia mit Hezbollah, denen haben sich auch katholische Christen angeschlossen😂 Und im Norden Sunni bei Tripoli. An der Grenze zu Syrien Drusen.

Und die Christen griechisch-orthodox, syrisch-orthodox, aramäisch usw. in der Mitte.

Außerdem ist Libanon ein riesiges Flüchtlingslager erst wegen Palästina 💔 und dann wegen Syrien💔

Hättet ihr Israel mal in Europa gegründet. Die Juden die bei uns mit uns lebten, es gab kein Probleme. Und dann kamen die Europäer....


   
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weip321
(@weip321)
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Beiträge: 2112
 

Veröffentlicht von: @farah-al-musawi

Hättet ihr Israel mal in Europa gegründet

Wer ist "wir"? 🙂 Die Nakba-Dokus sind definitiv sehr eindrücklich und bedrückend!

Veröffentlicht von: @farah-al-musawi

Und dann kamen die Europäer....

Kolonialismus halt. Der hat allerdings die ganze Welt betroffen, nicht nur den Nahen Osten. (soll keine Entschuldigung sein!)

Veröffentlicht von: @farah-al-musawi

Stimmt, es sind meistens Diktaturen und wie sind diese an die Macht gekommen? Danke Europa, danke USA!

100%! Wobei sich da nicht allzu viel geändert hat zu heute.

Veröffentlicht von: @farah-al-musawi

Und wie ist Libanon entstanden? Es gibt eigentlich kein Staat Libanon🫣

Ins unserer Region gab es vor den Europäern nicht mal richtige Grenzen. Jahrhunderte hatte wir unsere Ruhe.

Der ursprüngliche Levant

Veröffentlicht von: @farah-al-musawi

Heiraten und Kinder kommt allgemein heute erst später oder sogar gar nicht (selten aber gibt es). Früher mit 18-22 heute oft Ende 20 oder Anfang 30.

Heisst das, dass in gebildeten Schichten erst später geheiratet wird? Also dass Bildung auch etwas mit der Anzahl der Kinder zu tun hat?

Veröffentlicht von: @farah-al-musawi

Aber oft hat man dann 2 Kinder und nicht 7😂

Würde das zumindest erklären


   
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mrsblackwater
(@mrsblackwater)
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Veröffentlicht von: @navid

gerade

Yep du sagst es doch selber. Es ist gerade so und es war in der Vergangenheit so. Aber dazwischen hättest Du doch jederzeit zurück gehen können. Mich stört es sehr, dass viele Ausländer hier sagen, wie "dumm" Deutschland ist. Ich sage nicht dass ihr Unrecht habt. Ich sage, dass es undankbar und ein wenig respektlos rüber kommt. Ihr seid doch Muslime?! Das könnt ihr doch besser... 

Entschuldigt Leute, aber da platzt mir jetzt ein wenig der Kragen. Auch wenn ich das Meiste ähnlich sehe wie ihr und mich über Deutschland und im speziellen die aktuelle Deutsche Politik extrem ärgere. Aber dennoch möchte ich nicht vergessen, dass meine Eltern nach Deutschland kamen um ein besseres Leben hier zu haben. Und es ihnen mit den damaligen Mitteln auch hier ermöglicht wurde. Sie hatten keinen bezahlten Sprachkurs so wie es bei vielen heute der Fall ist oder gar große finanzielle Unterstützung vom Staat. Zugegeben sie waren auch keine Flüchtlinge wie es viele von Euren Eltern waren. Dennoch seid dankbar - für eure Eltern und dafür dass sie sich für Deutschland entschieden haben. 

Ich sage nicht, dass Kritik nicht erwünscht ist. Ich sage, achtet darauf wir ihr diese äußert und vergesst nicht was Euch hier auch Gutes widerfahren ist.  Vielen Dank.


   
tomhw, TomYes and weip321 reacted
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