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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1274
 

Veröffentlicht von: @mrtn

... eine muslimische Partei konstituiert wird.

Es muß keine Neugründung sein. Erinnert euch an den gescheiterten Übernahmeversuch eines SPD-Ortsverbandes irgendwo bei Siegen oder Hagen. War vor ein oder zwei Jahren (oder gar noch vor Corona?) eine kleine Meldung in den Medien.
Wen man weiß, wie wenig Zuspruch solche Ortsvereine bei ihren Mitgliederversammlungen haben, dann kann man sich leicht ausrechnen, wie viele (nein wenige) Menschen man benötigt um das ganze Gebilde komplett zu übernehmen. Die SPD ist das lohnendste Ziel dafür: etabliert, überaltert, innerlich ausgehöhlt und reich obendrein. Man braucht nicht mal das Logo zu ändern, wenn man sich nach erfolgreicher Übernahme in Scharia Partei Deutschland umbenennt.

 


   
weip321 reacted
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hesekiel58
(@hesekiel58)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1199
 

Scharia Partei Deutschland  🤣 🤣 🤣 

 

AfD = Allah für Deutschland wäre aber auch nett  😊 

 


   
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iki
 iki
(@ikigaimondai)
Fide Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1663
 

Wir sprechen doch auch über Behindertentoiletten und Barrierefreiheit, obwohl das auch nur rund 1% der Bevölkerung betrifft. Alleine mit "das braucht doch fast niemand" wird man in meinen Augen der Sache definitiv nicht gerecht, und ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der Belange nur gehört werden, wenn, sagen wir, 5 oder 10 oder 20 Prozent der Leute das überhaupt als relevant erachten. Wer das gut findet, wäre in meinen Augen in so mancher asiatischer Gesellschaft besser aufgehoben, wo es einen ausgeprägteren Kollektivismus gibt - aber viele hier betonen doch sehr persönliche Freiheit, das beißt sich in meinen Augen direkt mit dem Überbügeln von Minderheiten?

Bleiben zwei Argumente, auf die ich (nochmal) eingehen möchte: (Achtung: ich spreche bewusst über das Thema sexuelle Orientierung und nicht sexuelle Identität, einfach weil ich mich mit ersterem auskenne und mit letzterem nicht in dem Maße. Ich persönlich denke, dass meine Gedanken auf Trans-Personen übertragbar sind, kann es aber nicht beweisen oder mit eigenem Erleben abgleichen.)

1. Dass einer Minderheit Rechte eingeräumt werden sollen, die die Mehrheitsgesellschaft hat. Ja, wieso denn nicht? Niemandes Ehe wir geschmälert oder schlechter gestellt, nur weil auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Adoption betrifft direkt Dritte (die adoptierten Kinder), und ist daher zu Recht Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Ich zitiere hier einfach mal aus dem Wikipedia-Artikel zur "Regenbogenfamilie", fett hervorgehoben habe ich die Abschnitte, in denen Unterschiede zwischen Kindern feststellbar waren, die in solchen Regenbogenfamilien aufgewachsen sind.

Die Familienforschung in Deutschland hat sich in den 1990er Jahren verstärkt den Kindern mit gleichgeschlechtlich-liebendem Elternteil zugewandt. Die deutschen Familien- und Sozialforscher Fthenakis (2000), Berger, Reisbeck & Schwer (2000) und Eggen kommen – ebenso wie die amerikanische Zusammenfassung von 21 internationalen Studien durch Stacey und Biblarz über Auswirkungen homosexueller Lebensweisen der Eltern auf Kinder – im Wesentlichen zu folgenden Ergebnissen:

  • Kinder und Jugendliche homosexueller Eltern sind genauso oft heterosexuell orientiert wie Kinder heterosexueller Eltern.
  • Hinsichtlich möglicher Verhaltens- und Entwicklungsstörungen aufgrund der sexuellen Orientierung der Eltern gibt es keine Unterschiede zwischen Kindern in gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Kinder homosexueller Eltern zeigen in keiner Weise häufiger Verhaltensstörungen als Kinder heterosexueller Eltern.
  • Nicht die sexuelle Orientierung, sondern das Geschlecht der (homosexuellen) Eltern scheint auf Einstellungen und Verhalten von Kindern zu wirken. So weisen wohl vor allem Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften von zwei Frauen heranwachsen, seltener ein geschlechtstypisches Rollenverhalten auf als Kinder heterosexueller Eltern.
  • Eine Mehrheit der Kinder erleben keine Diskriminierungen aufgrund ihrer Familienerfahrungen. Jene Kinder, die Stigmatisierungen erleben, können konstruktiv damit umgehen und werden von ihren Eltern gut aufgefangen.
  • Grundsätzlich scheinen Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen, ihre sexuelle Orientierung reflektierter zu erleben. Gleichwohl schränken die Studien aus den USA diese These insofern ein, als sich in dieser Einstellung zum Teil auch durch die Umgebung prägen könnte: Homosexuelle Eltern in den USA leben überdurchschnittlich oft in Großstädten oder Universitätsstädten, ihre Kinder wachsen in einem vergleichsweise toleranten Milieu auf, welches seltener homophobe Einstellungen hegt.
  • Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften unterliegen keinem höheren Risiko, Opfer sexuellen Missbrauchs zu werden. Täter in sog. Kindesmissbrauchsdelikten sind ganz überwiegend (zirka 95 % nach Erkenntnissen des Sicherheitsberichts der Bundesregierung) Männer aus dem heterosexuellen nahen Lebensumfeld der Kinder. Das Missbrauchsrisiko für Mädchen ist dreimal höher als für Jungen. Damit liegt das Missbrauchsrisiko für Kinder, die bei einem lesbischen Paar aufwachsen, und für Mädchen, die bei einem schwulen Elternpaar aufwachsen, schon statistisch sehr viel niedriger als bei Kindern in heterosexuellen Partnerschaften. Statistische Zahlen zu diesem Punkt gibt es allerdings nicht – es wird argumentiert, dass das Risiko auf Grund hoher sozialer Kontrolle auch hier deutlich niedriger liege als bei heterosexuellen Paaren. Somit findet ein weit verbreitetes Vorurteil keinerlei Bestätigung in der Forschung.

Kinder, die in "anderen" Lebensgemeinschaften aufwachsen sind also tendentiell weniger an die Mainstreamgesellschaft angepasst und stärker reflektiert - wieder Eigenschaften, die hier an anderer Stelle hart abgefeiert werden.

2. Dass Kinder durch (unter Umständen auch frühzeitige) Konfrontation mit der Existenz von solcher "Andersartigkeit" "umgepolt" werden könnten oder "verführt". Dieses Argument ist nach meinem Dafürhalten schon deshalb nicht stichhaltig, weil es keine bekannten Fälle gibt, in denen jemand seine sexuelle Orientierung bewusst "geändert" hätte. So wenig, wie Hesekiel sich entscheiden könnte (würde), seine Frau zu verlassen und ab morgen mit einem Mann zusammenzuleben, wird ein Schwuler sein Schwulsein beenden können und ab da heterosexuell sein. Er könnte sich entscheiden, es zu verleugnen und eine heterosexuelle Fassade errichten, das ja; aber es würde nichts daran ändern, was in ihm vorgeht. Nun mag man anführen, dass es "heute" aber viel mehr Homosexuelle (oder meinetwegen auch Trans-Personen) gäbe als "früher". Interessant ist hierzu die Statistik von Linkshändern in den USA. Der Anteil der sich selbst als linkshändig bezeichnenden Personen nahm in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich zu:

Das lag aber NICHT daran, dass die "Linkshänder-Lobby" Rechtshänder dazu verführt hätte, linkshändig zu leben, sonder daran, dass die Prävalenz für Linkshändigkeit eben bei 12% liegt - man aber im Laufe der Zeit feststellte, dass Linkshändigkeit keine "Anomalie" ist, für die man sich schämen und die man den Kindern "austreiben" müsste. Ähnlich verhält es sich meiner Ansicht nach mit Homosexualität. "Schlimmstenfalls" fällt es Jugendlichen und jungen Erwachsenen leichter, zu sich selbst zu stehen, wenn sie in einer Umgebung aufwachsen, in der ihre Neigung dahingehend "normalisiert" ist, dass sie als natürliche Spielart der menschlichen Existenz anerkannt wird. Dass es natürlich immer noch zu massiven Konflikten mit anderen identitätsstiftenden Konstrukten wie einer Religion kommen kann, ist unbestritten.

 

Ich gestehe natürlich hier jedem zu, "genervt" zu sein von den Diskussionen und den Berichten in Medien und Kultur. Das waren bestimmte Kreise bestimmt auch, als es um Frauenwahlrecht, wilde Ehe oder Abschaffung der Sklaverei und - später - Rassentrennung ging. Aber wenn das Befinden hauptsächlich daraus entsteht, mit seinen eigenen Kindern eventuell über ein Thema sprechen zu müssen, das einem persönlich unangenehm ist; oder mit dem eigenen Weltbild zusammenprallt und daher die Befürchtung auslöst, die eigenen Kinder könnten sich auf ein anderes Weltbild einlassen als das von einem selbst als richtig erkannte; dann lässt sich diese Person meiner Meinung nach von niederen Beweggründen leiten, und stellt seine eigene Bequemlichkeit über das Wohlbefinden anderer.


   
hesekiel58 reacted
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tomhw
(@tomhw)
Schach Profi Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 12 Monaten
Beiträge: 273
 

Veröffentlicht von: @mrtn

Aus meiner persönlichen Sicht kann dieser Lauf nur aufgehalten werden, wenn eine muslimische Partei konstituiert wird. Und wenn das passiert, dann geht es in Deutschland richtig los. Eine solche Partei hätte 5-10 Millionen Menschen als Potential aus dem Stand, überwiegend junge Menschen!

Das fände ich richtig spannend, da die dann zu manchen Themen die Hose runter lassen müssten. Die Trennung von Staat und Kirche ist halbwegs geregelt, ob die Religionszugehörigkeit Voraussetzung zur Parteimitgliedschaft wird, würde mich interessieren und wie die verschiedenen islamischen Strömungen innerhalb einer Partei harmonieren. Die eher knapp 5 Millionen Potential könnten zusammen mit der AfD ein ziemliches Gegengewicht schaffen - ich denke aber nicht, dass beide sich zusammen raufen können.


   
mrtn and weip321 reacted
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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Internationaler Meister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 945
Themenstarter  

Veröffentlicht von: @ikigaimondai

Ich gestehe natürlich hier jedem zu, "genervt" zu sein von den Diskussionen und den Berichten in Medien und Kultur. Das waren bestimmte Kreise bestimmt auch, als es um Frauenwahlrecht, wilde Ehe oder Abschaffung der Sklaverei und - später - Rassentrennung ging

 

Diesen Punkt sehe ich nicht so. Warum? Weil die anderen Themen eine gesamtgesellschaftliche Revolte waren, sogar mit der Folge eine Bürgerkriegs (USA).

Es war KEINE mediale Agenda, bei der der absoluten Mehrheit dauernd etwas vorgekaut wurde, was sie eigentlich nicht will und unnormal empfindet. Insofern ist der Vergleich einfach nicht richtig.

Und das ist doch der Kern dieses Threads und der Arbeit von KdN.


   
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mrtn
 mrtn
(@mrtn)
Internationaler Meister Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 945
Themenstarter  

Veröffentlicht von: @tomhw

Die eher knapp 5 Millionen Potential könnten zusammen mit der AfD ein ziemliches Gegengewicht schaffen - ich denke aber nicht, dass beide sich zusammen raufen können.

 

Die 5-10 Mio habe ich mal angegeben, weil wir eine hohe Dunkelziffer haben und sie wird durch die Einbürgerung von bis zu einer Million Arabern, Afghanen etc. und deren Kids (neues Einbürgerungsgesetz, die 2015er Flüchtlinge fallen direkt darunter) nun noch größer.

Die Zahl der Muslime wird in Deutschland seit Jahren konservativ niedrig angegeben. Ich vermute es sind deutlich mehr und damit auch mehr Potential für eine Partei.

Und klar, mit der AfD vertragen sie sich definitiv nicht.


   
farah.al-musawi, wuestenrose, tomhw and 1 people reacted
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wuestenrose
(@wuestenrose9)
Schach Profi Admin Rose
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 277
 

Veröffentlicht von: @ikigaimondai

1. Dass einer Minderheit Rechte eingeräumt werden sollen, die die Mehrheitsgesellschaft hat. Ja, wieso denn nicht? Niemandes Ehe wir geschmälert oder schlechter gestellt, nur weil auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen.

 

 

Die aufgeworfenen Fragen und Überlegungen sind aus einer säkularen Perspektive verständlich. Der höchste Maßtab ist der Mensch selbst und wenn es niemanden schadet, kann man alles machen. Daher kann ich das nachvollziehen, wenn ich mich versuche in diese Rolle reinzuversetzen. Dass Kinder offenbar eine Rolle annehmen ohne Vorbild spricht stark für die These dass Gender doch eine physiologische also genetische Komponente hat. Das widerspricht ja der These des Genderkonstruktivismus 🤨 Aber nunja, es widerspricht sich so oft wenn ich dazu Artikel lese.

Bei anderen Themen ist Vorbild bei der Kindererziehung fast alles, aber bei Sexualität nicht? Kann sein, wäre möglich.

Dass man jetzt auf Wikipedia und in den westlichen Medien auf einmal Studien und positive Berichte findet wundert mich nicht. Neutral könnte ich sagen, bei uns in der arabischen Welt ist es genau anders herum und es gibt hunderte Studien wie wichtig die klassische Familie ist. Und wenn wir China fragen? Dann kommt nochmal was anderes. Ach.

Ich würde mir in Deutschland tatsächlich am meisten Gedanken um das Kindeswohl machen, weil die Kinder viel zu früh mit Sexualität konfrontiert werden. Dazu gehört aber auch der Schmutz im Internet wie Pornographie. Da gäbe es sehr viel zu tun.

Religiös würde ich sagen, dass LGBT nur ein weiteres Folgeproblem aus einer langen Verkettungen von moralischen Verfehlungen ist. Und kausal ist es zu erwarten, dass es noch schlimmer wird. Denn warum sollen nicht auch weitere Grenzen überschritten werden mit genau der gleichen Argumentation?

Pride=Stolz auf etwas, was vor Allah (swt) eine Sünde ist. Das ist nochmal eine Steigerung. Aber wie gesagt, säkular ist das natürlich irrelevant und egal.

 


   
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wuestenrose
(@wuestenrose9)
Schach Profi Admin Rose
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 277
 

Veröffentlicht von: @mrtn

Einbürgerung von bis zu einer Million Arabern, Afghanen etc. und deren Kids (neues Einbürgerungsgesetz, die 2015er Flüchtlinge fallen direkt darunter) nun noch größer.

Ob die Deutschen wissen was das langfristig für ihre "Werte" bedeutet? 😉 


   
farah.al-musawi, weip321, mrtn and 2 people reacted
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Cbc677
(@cbc677)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 179
 

@wuestenrose9 ich befürchte nein. Und diesen Widerspruch weiss ich auch nicht aufzulösen.


   
farah.al-musawi, weip321, mrtn and 1 people reacted
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iki
 iki
(@ikigaimondai)
Fide Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1663
 

Veröffentlicht von: @wuestenrose9

Die aufgeworfenen Fragen und Überlegungen sind aus einer säkularen Perspektive verständlich. Der höchste Maßtab ist der Mensch selbst und wenn es niemanden schadet, kann man alles machen. Daher kann ich das nachvollziehen, wenn ich mich versuche in diese Rolle reinzuversetzen.

Und ich kann es vollkommen verstehen, dass jemand aus religiöser Perspektive sagt: Das geht so nicht, das darf so nicht, so kannst Du nicht mitspielen.


   
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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1194
 

Veröffentlicht von: @wuestenrose9

Posted by: @wuestenrose9

 

Die aufgeworfenen Fragen und Überlegungen sind aus einer säkularen Perspektive verständlich. Der höchste Maßtab ist der Mensch selbst und wenn es niemanden schadet, kann man alles machen. Daher kann ich das nachvollziehen, wenn ich mich versuche in diese Rolle reinzuversetzen.

 

 

Und ich kann es vollkommen verstehen, dass jemand aus religiöser Perspektive sagt: Das geht so nicht, das darf so nicht, so kannst Du nicht mitspielen.

Ich denke, das ist das wichtigste. Die andere Position zu tolerieren, auch wenn sie einen an die Grenzen der eigenen Wertevorstellungen bringt. Ansonsten gibt es Mord und Totschlag.


   
wuestenrose, weip321, mrtn and 1 people reacted
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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1194
 

Veröffentlicht von: @wuestenrose9

Religiös würde ich sagen, dass LGBT nur ein weiteres Folgeproblem aus einer langen Verkettungen von moralischen Verfehlungen ist. Und kausal ist es zu erwarten, dass es noch schlimmer wird. Denn warum sollen nicht auch weitere Grenzen überschritten werden mit genau der gleichen Argumentation?

Ich habe das Gefühl, dass viele Grenzen schon immer überschritten worden sind - nur dass das in der Vergangenheit maximal unter der Decke gehalten wurde, weil abolutes Tabuthema. Wenn man sich die Probleme mit Kinderschändung /Kindesmissbrauch anschaut (in dem Beitrag wird ja versucht, dass mit LGBT einander zu verketten), dann muss man wohl feststellen, dass der in Deutschland wohl am häufigsten in drei durchaus konservativen Institutionen stattfindet:

1. In der (heterosexuellen) Familie

2. In oder im Zusammenhang mit der (katholischen) Kirche

3. In Sportvereinen.

Ich kann natürlch nicht sagen, wie das in anderen Ländern und Kulturen ist - aber in Deutschland empfinde ich vor diesem Hintergrund die Angriffe auf LGBT als absolute Heuchelei. 


   
hesekiel58 reacted
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Greif
(@greif)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 9 Monaten
Beiträge: 54
 

Veröffentlicht von: @lichtenberg99

1. In der (heterosexuellen) Familie

2. In oder im Zusammenhang mit der (katholischen) Kirche

3. In Sportvereinen.

zu 1: Absolute Zahlen sagen da nichts aus. Die Frage ist eher ob Kinder in gleichgeschlechtlichen Elternbeziehungen im Vergleich zu heterosexuellen Eltern einem erhöhten Mißbrauchsrisiko (oder auch anderen negativen Folgen) ausgesetzt sind. Und da gibt es durchaus entsprechende Anhaltspunkte (klick).

zu 2: Über die Prävalenz von Homosexualität bei katholischen Priestern findet man stark schwankende Angaben (anekdotisch 50%), aber sie dürfte deutlich über der sonstigen Bevölkerung liegen. Insofern spricht dein Punkt eher für einen Zusammenhang zwischen LGBT und Missbrauch.

zu 3: Bei Sportvereinen sehe ich keine Zusammenhang mit dem Thema LGBT.

Sozialwissenschaftliche Forschung in diesem Bereich ist meist von zweifelhafter Qualität. Z.B. werden Kinder von wohlsituierten, weißen Lesben untersucht und aus dieser selektiven, nicht-repräsentativen Stichprobe auf LGBT ganz allgemein geschlossen. Häufig werden lediglich Selbstauskünfte der Eltern als Untersuchungsvariable herangezogen.

Unabhängig vom Thema Mißbrauch kommt eine große Studie mit 207000 Kindern (davon 512 Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern), die Faktoren wie Alter, Rasse, Bildung und Einkommen der Eltern,  etc. kontrolliert hat, zu dem Schluß, dass Kinder, welche mit gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen, ein deutlich erhöhtes Risiko verschiedener emotionaler Auffälligkeiten (inkl. ADHD, Lernprobleme) zeigen. Im Vergleich zu Kindern mit zusammenlebenden biologischen Eltern war die Häufigkeit derartiger Probleme um 400% erhöht (klick).

Kinder sind die Schwächsten in der Gesellschaft und zurecht ist deshalb das Kindeswohl ein zentraler Begriff im Familienrecht. Wenn auch nur geringste Zweifel bestehen, solle man meines Erachtens von jeglichen ideologisch motivierten Versuchen des  Gesellschaftsumbaus auf dem Rücken von Kindern ablassen.


   
farah.al-musawi, Presskoppweck, weip321 and 3 people reacted
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tomhw
(@tomhw)
Schach Profi Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 12 Monaten
Beiträge: 273
 

Veröffentlicht von: @greif

zu 3: Bei Sportvereinen sehe ich keine Zusammenhang mit dem Thema LGBT.

Ich denke, @lichtenberg99 hat den Bezug auf Kindesmissbrauch und weniger auf LGBT gemeint. Überall wo minderjährige durch Erwachsene betreut werden, besteht diese Gefahr und der Gesetzgeber fordert mittlerweile den Nachweis der weißen Weste über das erweiterte Führungszeugnis. Das treibt solche Blüten, dass bei uns im dörflichen Sportverein schon Fahrgemeinschaften zu Auswärtsspielen von Jugendmannschaften nur noch möglich sind, wenn der Fahrer (ein Elternteil eines Mitspielers) diesen Nachweis erbracht hat.


   
weip321 and Blackwater reacted
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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 1274
 

Veröffentlicht von: @wuestenrose9

Veröffentlicht von: @mrtn

Einbürgerung von bis zu einer Million Arabern, Afghanen etc. und deren Kids (neues Einbürgerungsgesetz, die 2015er Flüchtlinge fallen direkt darunter) nun noch größer.

Ob die Deutschen wissen was das langfristig für ihre "Werte" bedeutet? 😉 

Die Deutschen die gegen solche Einbürgerung sind, wissen es. Das ist ja ein Grund weshalb sie dagegen sind. 

Die Einbürgerungsbefürworter kommen überwiegend aus dem linken Spektrum. Ein Teil des linken Spektrums zeigt seine Deutschlandfeindlichkeit / Verachtung für Deutschland ganz offen. Bei diesen bin ich nicht sicher, wie viele wirklich wissen, dass sie sich da Leute reinholen, die den eigenen Werten diametral gegenüber stehen. Viele nehmen das wohl in Kauf um dem Feind Vaterland eins reinzuwürgen. Vielleicht hat man auch die Hoffnung, dass man mittels den linken Institutionen Schule und Medien deren Nachwuchs entsprechend kurieren kann.

Bin gespannt, ob sich Befürworter deiner Frage stellen

 


   
weip321 reacted
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