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mrtn
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"Foto Kegham" war stadtbekannt in Gaza. Als einer der ersten Fotografen eröffnete der Armenier Kegham Djeghalian in den 1940er Jahren ein Foto-Studio in Gaza-Stadt. Seine Fotos, entstanden zwischen 1945 und 1970, zeigen ein wenig bekanntes Gesicht von Gaza: Da schaut ein Che Guevara in die Kamera, der 1959 das Gebiet besucht hat. Auf einem anderen ist eine Bahnstation entlang der Bahnlinie zwischen dem Gazastreifen und Ägypten zu sehen, die es heute nicht mehr gibt. Marwan Tarazi, dessen Familie in den 1980er Jahren das Geschäft übernahm, hat einen Teil der Archive retten können. Das Foto-Studio Kegham ist inzwischen geschlossen. Das Archivieren der Fotos ist alles andere als einfach. Noch liegen die meisten Negative und Abzüge in Kartons und Plastiktüten im Schrank. "Es sind diese Negative und Abzüge, die mir so wichtig sind. Sie sind unser Erbe, unsere Kultur." Seit über zwölf Jahren riegeln Israel und zum Teil auch Ägypten das von der Hamas kontrollierte Gaza strikt ab. Reisen und Handel sind dadurch fast unmöglich geworden für die rund zwei Millionen Einwohner. Drei Kriege und viele kürzere militärische Auseinandersetzungen zwischen Hamas und Israel haben die letzten Jahre geprägt. Der Fotograf Shareef Sarhan dokumentiert den Konflikt heute, doch er versucht auch das tägliche Leben widerzuspiegeln: "Was die meisten von Gaza kennen, ist das Bild in den Medien: Krieg, Zerstörung. Blockade und Besatzung. Jenseits davon gibt es aber auch ein anderes Gaza." Auch der junge Rapper Ayman Mghamis nutzt alte Fotos in seinen Videos, in denen er über das heutige Leben in Gaza rappt. Diese Vergangenheit sei lang vorbei, sagt er. Das Gaza von heute kann seinen jungen Einwohnern keine Perspektiven bieten: "Mein Leben in Gaza kann ich nicht planen. Ich weiß nicht, was morgen passieren wird. Werde ich morgen noch leben? Wird es morgen Krieg geben? Ich sehe den Horizont nicht." Anahid Boutin ist die älteste Tochter des armenischen Fotografen Kegham Djeghalian. Sie lebt heute in Frankreich und erinnert sich an ihre Kindheit in Gaza in den 1950er und 1960er Jahren, als Gaza unter ägyptischer Militärverwaltung stand. "Welche Erinnerungen ich an Gaza habe? Es waren glückliche Zeiten. Wir waren sehr willkommen als Armenier in Gaza." Seit vielen Jahren hat sie Gaza nicht mehr besuchen können, hält aber noch immer Kontakt mit Freundinnen von damals. Die Fotos verbinden verschiedene Generationen, verschiedene Orte: "Es wäre gut, diese Geschichte zu bewahren, die Geschichte zumindest, die wir kennen. Es gibt diese Fotos. Sie spiegeln einen Teil der Geschichte Gazas, eine unruhige, bewegte Geschichte", sagt Anahid Boutin.

 

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