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Wenn die Steuern steigen, gehen mehr Leute in ­Teilzeit

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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
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... berichtet die FAZ unter Berufung auf eine Studie aus Schweden
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/studie-aus-schweden-mehr-teilzeit-wenn-steuern-steigen-18125361.html

Dass das tatsächlich ein Phänomen im großen Maßstab ist, wird von Verfechtern von Steuererhöhungen bezweifelt. Jetzt aber zeigt eine neue Studie: Der Effekt ist deutlich messbar – und es sind vor allem die schlauen Leute, die ihre Arbeitszeit verringern, wenn die Steuern steigen.

Und die Schlauen werden obendrein weniger, weil sich die Dummen mehr und vor allem früher fortpflanzen, wie die Studie Idiocracy (klick) ausführlich aufgezeigt hat.


   
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Martgo
(@martgo)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 9 Monaten
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Ob die FAZ die Studie korrekt wieder gibt sei mal dahingestellt. Verständlicher Weise sind es die Schlauen die auch in D versuchen ihre Steuerlast zu optimieren. Wer seine Stunden als Angestellter reduziert hat mehr Zeit sein eigenes Business auf- und auszubauen. Da hat man mehr Möglichkeiten seine Steuern zu steuern, in D insbesondere mit einer GmbH oder Holding. Zusätzlich lassen sich gewisse Ausgaben (vollkommen legal) von dem privaten in den beruflichen Bereich verlagern und man kommt mit weniger Brutto aus. Das Vermögen wächst dann (steuerbegünstigt) in der Firma / Holding und dient als zusätzliche Altersversorgung.

Die meisten (nicht unbedingt dummen) Menschen kennen und oder nutzen diese Möglichkeiten jedoch kaum oder gar nicht.


   
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iki
 iki
(@ikigaimondai)
Fide Meister Blackwater Stammleser
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Leider habe ich als leitender Angestellter keine realistische Möglichkeit, in „echte“ Teilzeit zu gehen - mein Vertrag sieht ohnehin keine wirkliche Stundenzahl mehr vor, sondern dass ich „meinen Job mache“. Daran würde sich auch bei 80% nichts ändern, dafür bekäme ich nur noch 80% meines Gehalts. Also ist der Ansatz eher, aktiv die Arbeitszeit zu steuern. Mal sehen, wie gut das in Deutschland klappt, im Ausland ging es sehr gut.


   
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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Internationaler Meister Blackwater Stammleser
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Beiträge: 881
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @ikigaimondai

... leitender Angestellter ....

Die aufgeführte Grenze von gut 52k pA dürfte auch weit unter dem Salär für Leitende liegen.
Wenn man sich zusätzliches Einkommen anschaut, dann ist die Lage bei 4.000 im Monat frustrierender als bei 8.000 im Monat: Bei 4.000 kämpft man nicht nur gegen die Steuer, sondern auch noch gegen die Sozialabgaben. Weiter oben ist es nur die Steuer ...

Ich würde darauf wetten, dass die von @martgo angeführte Flucht in die Kapitalgesellschaft weniger verbreitet ist (dazu ist ein Nebenerwerb meist viel zu klein).

Man könnte die "Steuerflucht" auch neumodisch "work-life-ballance" nennen. Bei mir hat damals eine Mischung aus beiden in die Teilzeit geführt.  


   
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weip321
(@weip321)
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Beiträge: 1338
 

@presskoppweck danke für den Link!

Ich denke man muss hier ein bisschen differenzieren:

  1. die FAZ ist ein Massenmedium und benötigt Auflagen bzw. Verkaufszahlen. Solch ein Artikel erzeugt Emotionen und verkauft sich (vermutlich) besser.
  2. die Studie bezieht sich auf Schweden - wird aber in diesem Zusammenhang weitergesponnen und versucht, mit Deutschland zu verbinden
  3. in der Studie geht es darum, dass die Forscher Daten aus der Musterung (Wehrpflicht) verglichen haben mit den Steuerdaten. Ergebnis: intelligentere Männer (laut Wehrpflichtest) versuchen später ihr Einkommen mehr zu drücken. Wie immer in den Wirtschaftswissenschaften sind die Daten unvollständig: es fehlen Frauen, wurden alle Männer befragt etc.
  4. die Schweden haben ein komplett anderes Steuersystem wie DE. Wenn ich es richtig lese, bezahlt man in Schweden unterhalb von umgerechnet 52k € (mittlerweile wohl eher so 55k € dank den EZB-Genies) keine Steuern an den Staat (nur an die Kommune). Also ab 52k € bezahlt man 20% vom darüber liegenden Einkommen an den Staat.

Speziell der letzte Punkt zeigt, dass man diese Studie nicht einfach 1:1 auf DE übertragen kann. Die Grenze, aber der Einkommenssteuer bezahlt werden muss, liegt in DE deutlich niedriger. Ansonsten sind die Ergebnisse der Studie für mich sonnenklar: wenn man unter der magischen Grenze von 52k bleibt, spart man sich einiges an Steuern. D.h. entweder reicht einem die Teilzeit und das niedrigere Einkommen (vermutlich, wenn der Partner / die Partnerin gut genug verdient), oder man ist selbständig und hat andere Steuerungsmöglichkeiten (weniger Gehalt, mehr Dividende/Firmengewinn).

In DE funktioniert das aus meiner Sicht nicht so leicht.

Veröffentlicht von: @martgo

Wer seine Stunden als Angestellter reduziert hat mehr Zeit sein eigenes Business auf- und auszubauen.

Die Frage ist hier: wie soll das Business strukturiert sein? Ist es dazu gedacht, später mal als Vollzeiterwerb zu gelten?

Veröffentlicht von: @martgo

Da hat man mehr Möglichkeiten seine Steuern zu steuern, in D insbesondere mit einer GmbH oder Holding. Zusätzlich lassen sich gewisse Ausgaben (vollkommen legal) von dem privaten in den beruflichen Bereich verlagern und man kommt mit weniger Brutto aus.

Natürlich hat man als Geschäftsinhaber mehr Möglichkeiten, Ausgaben in die Firma zu verlagern. Mir fallen hier spontan folgende ein: Kosten für Handys, Laptops, Geschäftsreisen, Business-Essen, Firmenfahrzeuge etc. Welche weiteren Ausgaben kommen dir noch in den Sinn?

Alexander "Düsseldorf" Fischer (ich kann den Typ nicht ab!) fischt ja seit geraumer Zeit in diesen Gewässern. Früher hat er die Immobilienwelle geritten ("kaufe Immos ohne Eigenkapital"), mittlerweile bietet er teure Seminare für kreative Steuergestaltung an. Wobei er da auch nur andere kopiert. Von seinen Beziehungen zu Scientology will ich gar nicht erst anfangen.

Veröffentlicht von: @martgo

Die meisten (nicht unbedingt dummen) Menschen kennen und oder nutzen diese Möglichkeiten jedoch kaum oder gar nicht.

Naja, kommt halt ganz drauf an. Einfach nur einen Nebenerwerb aufmachen, um Steuern zu sparen ist nicht genug. Das Geschäft muss sich schon irgendwie tragen. Zudem kommen Kosten für Anmeldung, Steuerberater, Jahresabschluss etc. dazu.

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Wenn man sich zusätzliches Einkommen anschaut, dann ist die Lage bei 4.000 im Monat frustrierender als bei 8.000 im Monat: Bei 4.000 kämpft man nicht nur gegen die Steuer, sondern auch noch gegen die Sozialabgaben. Weiter oben ist es nur die Steuer ...

100% Zustimmung. Wobei DE da so oder so Murks ist was Steuern angeht.

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Man könnte die "Steuerflucht" auch neumodisch "work-life-ballance" nennen. Bei mir hat damals eine Mischung aus beiden in die Teilzeit geführt.  

Das ist übrigens eine der Sachen, die Millenials und Jüngere richtig machen: das Leben über die Arbeit stellen. D.h. nicht, dass ich mit deren generellem Anspruchsdenken übereinstimme.

 


   
Martgo reacted
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Martgo
(@martgo)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @weip321

Die Frage ist hier: wie soll das Business strukturiert sein? Ist es dazu gedacht, später mal als Vollzeiterwerb zu gelten?

Da muss sich jeder selbst seine Gedanken machen. Das geht ja von der moneterisierung des Hobbys (Spaß statt "Arbeit")  bis ...

Veröffentlicht von: @weip321

Natürlich hat man als Geschäftsinhaber mehr Möglichkeiten, Ausgaben in die Firma zu verlagern. Mir fallen hier spontan folgende ein: Kosten für Handys, Laptops, Geschäftsreisen, Business-Essen, Firmenfahrzeuge etc. Welche weiteren Ausgaben kommen dir noch in den Sinn?

Internetanschluss, Familienmitglieder als 450 Euro Kraft oder Festangestellte (Optimierung des Ehegattensplitting / Zusammenveranlagung, Ausnutzung von Steuerfreibeträgen der Familienangehörigen), Zeitschriftenabos, jegliche Kosten für Weiterbildung (Seminare, (Finanz-)bücher,...),... . Als Immobilienbesitzer (Vermietung) auch Geräte für Instandhaltung und Gartenpflege,  ...

Veröffentlicht von: @weip321

Alexander "Düsseldorf" Fischer (ich kann den Typ nicht ab!) fischt ja seit geraumer Zeit in diesen Gewässern.

Ja der ist schon etwas speziel! Da gibt es bessere Angebote/Quellen zu Steuerthemen.

Für einen ersten leicht verständlichen Einblick was als Selbständiger, (Teilzeit-)Unternehmer so geht kann ich das Buch "Steuern nein Danke" von Burkhard Küpper (ISBN 978-3-96966-973-3) empfehlene. Erhältlich beim lokalen Bücherdealer 😀 . Für Angestellte gibt es da nicht so viele Möglichkeiten, aber auch da gibt es zumindest die Möglichkeit mit dem Chef über steuerfreie und steuergünstige Lohnzusatzleistungen zu sprechen. Laut dem Buch soll es da 120 steuergünstige Lohnbestandteile geben (es werden aber nur einzelne genannt). Die meisten davon dürfte weder der Chef noch der "normale" Steuer"berater" kennen.

Veröffentlicht von: @weip321

Naja, kommt halt ganz drauf an. Einfach nur einen Nebenerwerb aufmachen, um Steuern zu sparen ist nicht genug. Das Geschäft muss sich schon irgendwie tragen. Zudem kommen Kosten für Anmeldung, Steuerberater, Jahresabschluss etc. dazu.

Das ist vollkommen richtig. Der Startinvest ist jedoch meist gering. Hauptsächlich Zeit. Die steuerlichen Dinge kann man größtenteils auch selbst erledigen. Die teueren Jahresabschlüsse kommen ja auch erst bei entsprechnden Umsatzahlen. Nur aus steuerlichen Gründen sollte man auch sonst so einige Sachen nicht machen. Da sollte es schon mehr Gründe / Nutzen geben.

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Man könnte die "Steuerflucht" auch neumodisch "work-life-ballance" nennen. Bei mir hat damals eine Mischung aus beiden in die Teilzeit geführt.

Stimmt! Mit mehr (Frei-)Zeit hat man auch mehr Zeit seine Finanzen ordentlich aufzustellen und seine (derzeit noch steuerbegünstigten) Kapitaleinkünfte zu optimieren. 😀


   
weip321 reacted
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weip321
(@weip321)
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Veröffentlicht von: @martgo

Internetanschluss, Familienmitglieder als 450 Euro Kraft oder Festangestellte (Optimierung des Ehegattensplitting / Zusammenveranlagung, Ausnutzung von Steuerfreibeträgen der Familienangehörigen), Zeitschriftenabos, jegliche Kosten für Weiterbildung (Seminare, (Finanz-)bücher,...),... . Als Immobilienbesitzer (Vermietung) auch Geräte für Instandhaltung und Gartenpflege,  ...

Danke für deine Ideen. Mal sehen, ob ich davon welche verwenden kann. 🙂 

Veröffentlicht von: @martgo

Für einen ersten leicht verständlichen Einblick was als Selbständiger, (Teilzeit-)Unternehmer so geht kann ich das Buch "Steuern nein Danke" von Burkhard Küpper (ISBN 978-3-96966-973-3) empfehlene.

Vielen Dank für die Erinnerung an Burkhard Küpper. Ich wusste, dass Fischer von irgendwem abgeschrieben hat, aber konnte mich nicht mehr an den Namen erinnern.

Veröffentlicht von: @martgo

Laut dem Buch soll es da 120 steuergünstige Lohnbestandteile geben (es werden aber nur einzelne genannt).

Was ist dann mit dem Rest der 120 Sachen, die nicht genannt werden? Dafür muss man dann Küpper kontaktieren, oder wie läuft das?


   
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Martgo
(@martgo)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @weip321

Was ist dann mit dem Rest der 120 Sachen, die nicht genannt werden? Dafür muss man dann Küpper kontaktieren, oder wie läuft das?

Oder deinen bzw. den Steuerberater deines Chefs/Arbeitgebers darauf ansprechen was so alles geht. Das macht natürlich Arbeit und darauf haben einige Steuerberater keine Lust. Mit den Steuerberatern ist es eh so eine Sache in D. Viele sind mehr Steuerformularausfüller als Berater. Wenn es um Steuergestaltung /-optimierung geht muss man häufig aktiv nach Möglichkeiten fragen oder sich kompetente Berater suchen.


   
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weip321
(@weip321)
Fide Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @martgo

Oder deinen bzw. den Steuerberater deines Chefs/Arbeitgebers darauf ansprechen was so alles geht

Ich bin der Chef 😉 

Veröffentlicht von: @martgo

Das macht natürlich Arbeit und darauf haben einige Steuerberater keine Lust. Mit den Steuerberatern ist es eh so eine Sache in D. Viele sind mehr Steuerformularausfüller als Berater.

Da gebe ich dir Recht. 90% der Steuerberater in DE sind Wald- und Wiesenberater. Spezialkenntnisse: meistens Fehlanzeige. Ich muss allerdings sagen, dass ich in DE keine Erfahrung als Firmenkunde mit Steuerberatern hatte.

Veröffentlicht von: @martgo

Wenn es um Steuergestaltung /-optimierung geht muss man häufig aktiv nach Möglichkeiten fragen oder sich kompetente Berater suchen.

Die kompetenten Berater müssen ihr Wissen aber auch irgendwo her haben. Deswegen meine Frage nach den anderen der 120 Möglichkeiten. Ich persönlich bilde mich auch ständig weiter beim Thema Finanzen und Steuergestaltung, von daher wäre zusätzliche Literatur nicht verkehrt. Mich piept es an, wenn ich mehr weiss wie der Steuerberater. So jemanden brauche ich dann nicht. Leider schon viel zu häufig selbst erlebt.


   
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Martgo
(@martgo)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
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Auf dem youtube Kanal von Küpper sehe ich dazu auch nicht mehr.

Welche Quellen er hat weis ich nicht. Könnte mir vorstellen aus eigener Recherche in den Lohnsteuergesetzen, -verordnungen, -durchführungsverordnungen und den ganzen anderen Steuergesetzen, -verordnungen, ...

Die Kunst besteht ja darin in den ganzen Steuertexten, die eigentlich für die korrekte Versteuerung geschrieben sind, die Möglichkeiten der steuerlichen Optimierung zu erkennen. Ich bezweifle, dass bei den Weiterbildungsangeboten für Steuerberater die steuerliche Optimierung im Vordergrund steht. Hier drüfte es meist eher um die richtige steuerliche Veranlagung gehen. Müsste man mal recherchieren was die Weiterbildungsangebote so bieten.

In den Büchern von Köber "Steuern steuern" steht dazu eher weniger drin.

vermoegensaufbau-steuern.de bieten auch Steuerkurse an. Unter deren Angebot "online-akademie" könnte ggf. was zu finden sein. Deren Steuerberatungsgesellschaft ist auch stärker beratend tätig. Frank Behrend ist im Bereich Krypto selbst sehr aktiv und hier steuerlich (auch aus Eigeninteresse) sattelfest.

Veröffentlicht von: @martgo

Internetanschluss, Familienmitglieder als 450 Euro Kraft oder Festangestellte (Optimierung des Ehegattensplitting / Zusammenveranlagung, Ausnutzung von Steuerfreibeträgen der Familienangehörigen), Zeitschriftenabos, jegliche Kosten für Weiterbildung (Seminare, (Finanz-)bücher,...),... . Als Immobilienbesitzer (Vermietung) auch Geräte für Instandhaltung und Gartenpflege,  ...

Nachtrag hierzu:

Bei jeder geplanten Ausgabe sollte man sich fragen:

1. Brauche ich das wirklich oder will ich das nur haben. (Spart schon mal viel Geld)

2. Hat das (irgendeinen, teilweisen) Bezug zu meiner vergangenen, derzeitigen oder zukünftigen selbstständigen / unternehmerischen Tätigkeit. Wenn ja kann ich es meist ganz oder teilweise steuerlich geltend machen.

 

Nachtrag zu den 120 steuergünstige Lohnbestandteile:

google: "lohnsteuer günstige lohnbestandteile" liefert u.a.

https://www.finanztip.de/steuerfreie-sachzuwendungen/

Wer weiter sucht wird sicherlich noch mehr brauchbares finden.


   
weip321 reacted
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Martgo
(@martgo)
Lachsfrühstück Blackwater Stammleser
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Hier noch ein Link mit 34 Tips zu Steuervorteile durch Lohnoptimierung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

https://www.kassel-steuer.de/service/artikel/steuervorteile-fuer-arbeitgeber-und-arbeitnehmer-mehr-netto-vom-brutto-gehalt/

Teilweise wirken sich diese Leistungen "nachteilig" auf die spätere Rente aus, da hierfür teilweise keine Rentenabgaben fällig werden und somit die staatliche Rente geringer ausfällt. Da auf die staatliche Rente aber eh kein Verlass ist und man sich selbst um seine Altersversorgung kümmern sollte, ist das aus meiner Sicht zu verkraften.


   
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Presskoppweck
(@presskoppweck)
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Veröffentlicht von: @weip321

  1. die Studie bezieht sich auf Schweden - wird aber in diesem Zusammenhang weitergesponnen und versucht, mit Deutschland zu verbinden
  2. die Schweden haben ein komplett anderes Steuersystem wie DE. Wenn ich es richtig lese, bezahlt man in Schweden unterhalb von umgerechnet 52k € (mittlerweile wohl eher so 55k € dank den EZB-Genies) keine Steuern an den Staat (nur an die Kommune). Also ab 52k € bezahlt man 20% vom darüber liegenden Einkommen an den Staat.

Speziell der letzte Punkt zeigt, dass man diese Studie nicht einfach 1:1 auf DE übertragen kann.

Man muß die Daten nehmen, die man hat. Aber selbst wenn es nicht 1 : 1 übertragbar ist, dann vielleicht 0,9 : 1?

Die harte schwedische Grenze hat etwas von einer mathematischen Extremwertbetrachtung, sie zeigt schön die generelle Tendenz an. Bei der deutschen Progression mag der Effekt weniger gut erkennbar sein, aber die Tendenz kann man übertragen. Ich glaube nicht, dass sich Homo Sapiens Deu grundsätzlich anders als Homo Sapiens Schw verhält.
Auch die Steuersysteme haben eine wichtige Gemeinsamkeit: geringes Einkommen = geringer Steuersatz ; höheres Einkommen = höherer Steuersatz. Ich sehe da mehr Übereinstimmungen als Gegensätze.

Mal ganz platt formuliert, es kommt auf die Verpackung an:
wenn ich sage work-life-ballance dann jubeln alle,
wenn ich sage ich will weniger an den gierigen Staat abdrücken, dann ernte ich böse Blicke.
Also formuliert der kluge Teilzeitler entsprechend ...

Selbst wenn es nur einer von x macht, liegt volkswirtschaftliches Potential brach.


   
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weip321
(@weip321)
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Veröffentlicht von: @presskoppweck

Bei der deutschen Progression mag der Effekt weniger gut erkennbar sein, aber die Tendenz kann man übertragen

Die Tendenz ja, aber ob die Schlussfolgerung stimmt ist schwierig zu entscheiden. Als alleinstehender Single hat man vor einigen Jahren ab 52k Jahreseinkommen für jeden weiteren verdienten Euro den Spitzensteuersatz von 42% gezahlt (45% ab 250k Jahreseinkommen). Gerade nochmal geschaut: heute liegen die Grenzen bei 58.597€ bzw. 277.826€. Wohlgemerkt sind die 42% nur die Einkommenssteuer, es kommen also noch weitere Abgaben dazu.

Mal ganz ehrlich: bevor ich da Teilzeit arbeite, wandere ich lieber aus. Hoppla, habe ich ja schon gemacht 😉 

 

Das sehe ich als ein viel grösseres Problem an als die Teilzeit-Umstellung. Also den Brain-Drain ins Ausland. Zudem muss man schon noch die unterschiedlichen Mentalitäten mit in Betracht ziehen. Wie heisst es so "schön" im Schwäbischen: "schaffe, schaffe, Häusle baue". Weiss grad nicht, ob die Schweden einen ähnlich blöden Spruch haben oder eventuell doch schlauer unterwegs sind.

Veröffentlicht von: @presskoppweck

Mal ganz platt formuliert, es kommt auf die Verpackung an:

Ist das nicht überall so im Leben? Man schaue sich die ganzen Bank-Azubis bzw. Bank-Verkäufer mit Anzug und schicker Kleidung an. Wirkt auch gleich viel kompetenter. Oder man vergleiche die Bilder auf dem Nutella-Glas mal mit den Zutaten.

Veröffentlicht von: @presskoppweck

wenn ich sage work-life-ballance dann jubeln alle,
wenn ich sage ich will weniger an den gierigen Staat abdrücken, dann ernte ich böse Blicke.

Neusprech aus einer anderen Richtung 🙂 

 


   
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weip321
(@weip321)
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@martgo fast vergessen... Vielen Dank für die weiteren Ausführungen und die Links! Ich bin zwar nicht mehr in DE, aber vielleicht bekomme ich ein paar Inspirationen 🙂


   
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Blackwater
(@deepblackforest)
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Veröffentlicht von: @weip321

Mal ganz ehrlich: bevor ich da Teilzeit arbeite, wandere ich lieber aus. Hoppla, habe ich ja schon gemacht 😉 

 

Das sehe ich als ein viel grösseres Problem an als die Teilzeit-Umstellung. Also den Brain-Drain ins Ausland.

 

Sehe ich genauso 😉

Der Brain-Drain ins Ausland ist ja bereits gewaltig. Gerade die letzten Jahre. Bestimmte Fähigkeiten hat Deutschland bereits verloren. Beispielsweise neue Kernkraftwerke zu bauen. Wie sagte der ehemalige EON CEO: "dazu hat Deutschland die Fähigkeit verloren." (das Interview hatten wir auch mal hier irgendwo)

Wenn ich dann an das Thema Ärzte denke...

Oder Fachkräfte allgemein.

Die Situation ist schwierig. In den nächsten 10-15 Jahren geht eine große Welle jetzt Erwerbstätiger in die Rente. Dann knallts sowieso. Ist kein Gefühl, jeder kann rechnen und weiss wie das System aufgebaut ist.

Dass Deutschland wirklich NULL Anreize für Unternehmer und besser qualifizierte Leute schafft ist mir ein Rätsel. Statt dessen werden die noch diffamiert und noch mehr abgemolken. Das läuft auf die Selbstabschaffung hinaus.

Übrigens, gerade wieder das Sarazzin Buch gesehen... und was darin war nochmal "voll Nazi" und "gelogen"? Es ist nur noch lächerlich.

 


   
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