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Die Rente ist sicher

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franzllang
(@franzllang)
Bauernfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 175
 
Veröffentlicht von: @fraubausn

Whatever does the trick.

Der Unterschied ist: wenn ich sage, dass Zuckerkügelchen mein Leiden lindern, nicken alle verständnisvoll und lassen's durch die Kassen zahlen, wenn Schnitzel & Bier mein Leiden lindern, lachen sie mich aus. Ist das solidarisch?

Ok, besseres Beispiel, weil ihr das oben ja eh nicht ernst nehmt: Bei Kopfschmerzen hilft mir der Waldspaziergang. Soll ich mir den jetzt von euch quersubventionieren lassen?

Veröffentlicht von: @presskoppweck

es war die Weide und nicht die Birke

Oh Gott, das ist mir höchst peinlich. Am schlimmsten hätte ich noch Eibe gesagt, dann hätte man wirklich keine Kopfschmerzen mehr.


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lichtenberg99
(@lichtenberg99)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 215
 
Veröffentlicht von: @knew2

Ich sag es dir ganz ehrlich: Mir hat oftmals die Naturheilkunde (keine Homöopathie) deutlich mehr geholfen als die Schulmedizin. Und das musste ich immer selber bezahlen. Obwohl ich horrende Summen in die gesetzliche Krankenversicherung bezahle!

Ich denke, das Kriterium, ob etwas bezahlt wird, sollte eine nachgewiesene Wirkung sein. Natürlich können Naturheilmittel helfen, aber wenn sie das tun, sollte das auch nachweisbar sein. Homöopathie hat meines Wissens noch keine Doppeltblindstudie überstanden und scheidet damit für mich aus. Die moderne Medizin hat zumindest den Vorteil, dass sie sich weiterentwickelt und damit immer besser wird. 


tugbaoezbek gefällt das
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tugbaoezbek
(@tugbaoezbek)
Vollkorn-Member Blackwater Premium Rose
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 76
 
Veröffentlicht von: @lichtenberg99

Homöopathie hat meines Wissens noch keine Doppeltblindstudie

Bei meinen Kids funktioniert es gut, aber nur bei leichten Erkältungen. Die Kraft des Placebos ist sehr stark. Dazu noch eine große Portion Mamaliebe und das Kind ist fast gesund. Bei ernsthaften Erkrankungen gehen wird aber zu unserem Arzt. Und dann gibt es auch Medikamente.


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 714
 

Nun gibt es einen Bereich "Gesundheit und Wohlbefinden" 🙂 Bei Wochenende und "mehr". Ihr könnt dort die Themen aufmachen, die vermutlich einige brennend interessieren. 😉


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franzllang
(@franzllang)
Bauernfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 175
 

Ok, zurück zum Thema:

Ketzerische Frage: wieso sollte es überhaupt eine Rente geben? Ich denke, die weitaus größte Zeit der Menschheit gab es so etwas nicht. 


mrsblackwater und zachariabarely gefällt das
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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Bauernfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 197
 
Veröffentlicht von: @franzllang

Ketzerische Frage: wieso sollte es überhaupt eine Rente geben? Ich denke, die weitaus größte Zeit der Menschheit gab es so etwas nicht. 

Vielleicht nicht in der regulierten, heutigen Form, aber Homo war meines Wissens vom Anbeginn ein Sippenwesen, das im Regelfall seine Alten mit durchgefüttert hat. Da wir heute nicht mehr als Sippe von Jägern und Sammlern durch die Steppe streifen, sondern bestenfalls als Patchworkfamilie in der Vorstadt hausen sind die Möglichkeiten und Vorlieben anders geworden.
In der Bauernschaft war das Altenteil auch noch im letzen Jahrhundert verbreitet. Ein Bauernhof auskömmlicher Größe scheint mir die kleinstmögliche Einheit zu sein, bei der die Naturalversorgung durch die kleiner werdende Sippe möglich war.
Weshalb ist die Versorgung durch die Nachfahren schwieriger geworden? Als einen Grund sehe ich die Krise der Familie an (Möglichkeit der Ehescheidung), das hat dem System den letzten Rest gegeben. Die Wurzel ist aber in der beginnenden Industrialisierung zu suchen. Ein selbstständiger Handwerker hat bessere Voraussetzungen seinen alten Vater durchzufüttern als ein angestellter Arbeiter. Ein weiterer Punkt ist die Verstädterung, der Handwerker auf dem Lande hat trotzdem sein Äckerchen, dem Lohnarbeiter in der Stadt fehlt diese Möglichkeit.
Irgendwann wurde die Gefahr des sozialen Sprengstoffes so hoch eingeschätzt, dass die Versorgung der Alten auf Rentenbasis eingeführt wurde.
Kleiner Absacker: das "Verlassen auf die Nachkommen" ist auch ein bedeutender Grund für das Bevölkerungswachstum. Viele Kinder = viele Unterstützer wenn ich alt bin. Darf man das schon Schneeballsystem nennen?

Aber zur Frage wieso Rente?
Der Mensch sehnt sich nach Sicherheit. Sicherheit dass er auch im Alter noch auskömmlich leben kann. Eine Rente befriedigt diesen Wunsch. In meinen Augen ist dies Wunsch der überwiegenden Mehrheit.
Vielleicht sollte man deine Frage umformulieren in "weshalb gessetzliche Rente?", denn ich glaube nicht wirklich dass Du private Vorsorge in Frage stellst. 
Nun die gesetzliche Rente hat den Vorteil, dass man sich nicht auf das Schmidtchen sondern auf den Schmidt verlässt. Lender of last ressort! Die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles ist bei jeder Versicherung größer als beim Staat (wenn wir mal failed states ausblenden).
Jede ausschließlich private Vorsorge lässt sofort die Frage aufpoppen "was wenn der Träger der Privatrente pleite geht?", "was wenn der Rentner sein zurückgelegtes Vermögen verliert oder es zu knapp bemessen war?" usw.. Was machen wir dann mit diesen Rentnern? Wer spannt einen Rettungsschirm für die? Wer baut das Armenhaus, wer gibt Almosen? Oder lassen wir sie doch verhungern, wenn sie nicht an Krücken Flaschen sammeln?
All das sind Gründe weshalb sich der Staat der Rente angenommen hat.


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zachariabarely
(@zachariabarely)
Müsli Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 11
 

Da denke ich jetzt auch schon länger darüber nach…

Im Allgemeinen möchte ich mich zu einigen Themen (Politik und Weltanschauungen) öffentlich und in sozialen Netzwerken bestenfalls gar nicht äußern. Hier also nur ausnahmsweise ein kleiner Gedankengang…

Das Allgemeine Problem, daß ich sehe ist die Vollkasko Umverteilungs Tendenz in der Gesellschaft, die immer groteskere Züge annimmt. Als wenn es ein Recht auf irgendetwas gäbe, man es sich verdient hätte, oder einfach alle alles haben müssten und das auf Kosten von anderen…
Die Rente ist eine Versicherung. Für den Fall, daß aufgrund des mit fortgeschrittenen Alters Verschleißerscheinungen die Eigenversorgung durch Lohnarbeit unmöglich machen und nicht genug Eigenkapital angesammelt wurde um den Lebensabend würdevoll zu bestreiten, kommt die Gesellschaft dafür auf. Es würde ja hoffentlich niemand auf die Idee kommen, die Fälligkeit einer Risikolebensversicherung, oder Unfallversicherung zu provozieren, oder zu einem bestimmten Zeitpunkt verbindlich einzufordern?! Es wurden einfach Risiken versichert. Mit erreichen des Rentenalters per Definition tritt also der Versicherungsfall ein. So wird also, trotz steigender Lebenserwartung und besserer Gesundheit im Alter, als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte, strikt abgelehnt, das Alter weiter nach hinten zu verschieben. Zur Einführung der Rentenversicherung 1899 in Deutschland war das Eintrittsalter 70 Jahre bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von Männern 44,8 und Frauen 48,3. Heute wird also einfach davon ausgegangen, daß man den Anspruch darauf hätte, daß weil man die Hälfte seines Lebens  eingezahlt hat, das letzte Viertel gesellschaftlich Vollversorgt wird. Und das obwohl offensichtlich ist, daß es nicht aufgehen wird. Diese Generation hat nicht dafür gesorgt, daß es genug Nachkommen gibt, die jetzt Einzahlen und hat aber auch nicht genug angespart, um sich selbst zu versorgen. Blöd gelaufen! Ist ja nicht so, daß davor seit Jahrzehnten gewarnt wurde. Wie die optimale Lösung dafür aussehen würde, weiß ich nicht… Ich finde, es sollten alle (Politiker, Beamte, Selbstständige…) einzahlen um dann einen Mindestanspruch (Grundrente in auskömmlicher Höhe) für alle gewährleisten zu können und denke, daß Eigenverantwortung der Schlüssel zu einem kleinen bisschen mehr Luxus in der Zukunft sein dürfte. Vermutlich führt kein Weg daran vorbei einen bedeutenden Teil  Kapitalmarkt basiert, Risikoreicher anzulegen, muß aber im Hinterkopf immer an „1929“, „stupid german money“ und „Goldilocks Szenario“ denken… Wer garantiert denn, daß es ewig so weiter geht und Aktien immer nur steigen müssen…? Nur weil es hundert Jahre gut ging, muß es nicht immer gut gehen… Und selbst wenn…? Wieviele Pensionsfonds bspw. in den USA hat es regelmäßig zerlegt, obwohl wir in der besten aller Anlagewelten lebten? Obwohl sie Aktienbasiert am Kapitalmarkt investiert haben. Das ist kein FreeLunch! Keiner weiß, wie es morgen aussieht oder wie es gleichzeitig wachsen und sicher sein könnte. Ansonsten würde es jeder machen und alle wären erfolgreich… 

Also resümiere ich einfach mal: Wir werden die Lösung für dieses komplexe Problem nicht finden und es läuft alles auf eine Sozialistische Agenda hinaus, von der ich nicht sicher bin, ob ich, weil prinzipiell unterprivilegiert, darüber jubeln sollte, da ich vermutlich profitiere, aber weil ich Verbesserung und Reichtum anstrebe, dafür letztlich zahlen muß und darüber wütend werden sollte… 

Beste Grüße 

Zack


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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Bauernfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 197
 

Ein bisschen Bevölkerungsbaum. Der Titel ist unter dem Video irreführend, denn das böse C. hat nichts an der Problematik geändert (außer dass man den Zwangshinweis auf die zertifizierte Wahrheit bezüglich C. erhält).
Wer sich eine dreiviertel Stunde Raffelhüschen anschauen will, der kriegt hier eine ausführliche Schilderung der demographischen Problematik. Und natürlich einige Piekser gegen Politik, Staat und Zuschauer.
Was hat er an Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt? Ratierlich und Diversifiziert!
Oder anders gesagt, er gibt dem Einzelnen nur den Tip, kontinuierlich etwas zu sparen/anzulegen. Er verweist auf die historischen Renditechancen von Aktien und Immoblien und erinnert an Opas "Nicht alle Eier in einen Korb legen"


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R3s0n4t0r
(@r3s0n4t0r)
Half Bread Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 27
 
Veröffentlicht von: @zachariabarely

Da denke ich jetzt auch schon länger darüber nach…

[...] Zur Einführung der Rentenversicherung 1899 in Deutschland war das Eintrittsalter 70 Jahre bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von Männern 44,8 und Frauen 48,3. [...] 

Beste Grüße 

Zack

Ich muss hier leider ein bisschen klugscheißern, da dieses Missverständnis des Öfteren auftaucht und mir dieser Denkfehler früher selbst immer unterlaufen ist. Die durchschnittliche Lebenserwartung war mitnichten 44.8 bzw. 48.3 Jahre. Die Werte sind so niedrig, da die Kinder- bzw. Säuglingssterblichkeit damals deutlich höher war als heute und das dann natürlich den Durchschnitt ordentlich gedrückt hat. Wenn es ersteinmal jemand ins Erwachsenenalter geschafft hat, dann wurde diese Perosn auch gern 60+ Jahre alt.

Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, wird das auch in Hans Roslings Buch "Factfulness" erwähnt.


zachariabarely, Knew2, hesekiel58 und 1 weiteren Personen gefällt das
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zachariabarely
(@zachariabarely)
Müsli Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 11
 
Veröffentlicht von: @r3s0n4t0r

Ich muss hier leider ein bisschen klugscheißern, da dieses Missverständnis des Öfteren auftaucht und mir dieser Denkfehler früher selbst immer unterlaufen ist.

Da hast du völlig Recht! Worauf ich hinaus wollte war das Anspruchs Denken… Nur weil ich bspw. Arbeitslosenversicherung gezahlt habe, muss ich das ja nicht in Anspruch nehmen. Wobei es Leute gibt, die das berechnender Weise tun. Und sich bei bester Gesundheit und Leistungsfähigkeit mehr als 20 Jahre alimentieren zu lassen, kann nicht das Maß aller Dinge sein…

Letztlich denke ich einfach, man muss es nehmen, wie es kommt… Wenn sich das Rentenalter erhöht, die Renten nur Mindestsätze sind, oder die Beiträge steigen sollte man trotzdem zufrieden sein, daß es so etwas gibt, zu anderen Zeiten war es anders…

BG Zack 


R3s0n4t0r gefällt das
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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 302
 

@presskoppweck Der Typ ist unterhaltsam und nervig zugleich. 😀 Gutes Video, danke!


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Knew2
(@knew2)
Bauernfrühstück Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 155
 
Veröffentlicht von: @zachariabarely

Wenn sich das Rentenalter erhöht, die Renten nur Mindestsätze sind, oder die Beiträge steigen sollte man trotzdem zufrieden sein, daß es so etwas gibt, zu anderen Zeiten war es anders…

Kann ja jeder gerne machen wie er möchte.

Ich messe mich halt eher an Besseren Menschen als an schlechteren (Schule, Uni, Arbeit, etc). 

Für mich steht fest: Wenn es in Deutschland weiter so bergab geht, verliert das Land einen weiteren guten Steuerzahler mehr. Andere Länder freuen sich über ausgebildete Deutsche. 

____

Diese Mentalität verstehe ich halt null... anstatt ein Verbesserungsanspruch zu haben, denkt die Deutsche Gesellschaft immer "Jaaa ABER uns gehts ja noch gut und anderen schlechter" - erkennen aber nicht, dass andere Länder uns überholt haben und wir immer mehr verlieren. Sei es drum, kann ich eh nicht ändern.


weip321, himself63 und Airnesto gefällt das
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