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Kleinstparteien eine Alternative?

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Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 328
Themenstarter  

Hallo liebe Leute,

mich interessiert eure Meinung zum Thema Kleinstparteien wählen. 
Ich habe da eine im Auge, deren Programm bei der Berlin-Wahl mich sehr anspricht. Nur werde ich ja nicht im Senat vertreten, weil sie nicht reinkommen werden. Politiktheoretisch/-wissenschaftlich kenne ich mich nicht gut genug aus, um einzuschätzen, ob es dann irgendetwas bringt (von der Finanzierung mal abgesehen) Kleinstparteien zu wählen. Letztlich verwässert meine Stimme ja nur den Anteil der im Parlament vertretenen Parteien. Das kleinere Übel aus den realistisch vertretenen Parteien scheint mir da sinnvoller. Wie steht ihr dazu?

Danke für eure Rückmeldungen.


Zitat
habanero1979
(@habanero1979)
Schach FIDE Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 468
 

Wenn du aus Überzeugung wählst, dann wähle die passende Kleinstpartei.

Wenn du taktisch wählst, dann die einigermaßen passendste der >= 5% Hürden-Überschreit-Parteien.


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Knew2
(@knew2)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 280
 

Wenn du eine Partei wählst, die die 5% Hürde nicht schafft, ist deine Stimme "verloren" - wird dann allen über 5% zugerechnet.


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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 508
 

@knew2 Wenn die Partei zumindest die Schwelle für die Parteienfinanzierung überschreitet, unterstützt es dennoch ihre Möglichkeiten, sich politisch zu engagieren, oder?


AntwortZitat
Knew2
(@knew2)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 280
 

Korrigiert mich gerne, falls ich falsch liege aber soweit ich weiß ist es so:

Wenn die 5% Hürde nicht genommen wird, ist dein Stimmzettel eine Stimme für die Parteien über 5%. Unabhängig von der Parteifinanzierung. 


AntwortZitat
Eagle
(@eagle)
Half Bread Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 2 Monaten
Beiträge: 21
 
Veröffentlicht von: @habanero1979

Wenn du aus Überzeugung wählst, dann wähle die passende Kleinstpartei.

Wenn du taktisch wählst, dann die einigermaßen passendste der >= 5% Hürden-Überschreit-Parteien.

Dann gehöre ich eher zu den "taktischen Wählern" 😀 . Ich sehe es so, dass die Stimmen an die Kleinstparteien dann verloren sind und keine entscheidende Bedeutung mehr haben. 

Das ganze würde ich dann überdenken, wenn eine Kleinstpartei bei der letzten Wahl mind. 4% erreicht hat - wenn dann das Programm stimmt, würde ich auch dorthin meine Stimme vergeben.


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Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach FIDE Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 436
 

Jedes Mal vor Wahlen bereue ich es, mir damals™ kein Bookmark gesetzt zu haben - vor 17 Jahren oder so gab es mal ein tolles Blog, in dem jemand sehr detailliert über taktisches Wählen und Kleinparteien schrieb und so manchen Irrtum aufklärte. schnüff.

Ich persönlich sehe es so: Was eine verlorene Stimme ist, weiß man erst nach der Wahl.

Viele tausend Stimmen bei der Landtagswahl BaWü, die für die Grünen abgegeben wurden, obwohl das Direktmandat schon längst "errungen" war, sind Stimmen, die nichts bewirkt haben. Die Grünen haben genau ihre 58 Direktmandate als Sitz im Landtag erhalten, keinen einzigen mehr.

Ich lehne es ab, taktisch zu wählen, ich wähle nach meinem Gewissen.
Würde ich jetzt CDU wählen, weil die Partei, die meine Interessen wirklich vertritt, recht sicher wieder unter "Sonstige" landen wird, dann geht der Typ, der grade den Posten als Gesundheitsminister inne hat, davon aus, dass alle CDU-Wähler seine Politik toll fanden und gerne möchten, dass er das weiter betreibt. Damit kann ich echt nicht leben. Übrigens dasselbe Spiel mit der SPD und dem Bundesfinanzminister ...


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Ex-Discordler
(@exdiscordler)
Bauernfrühstück Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 103
 

Ich hätte bei der Wahl gerne ein Feld "Neuwahl mit anderen Kandidaten" zur Auswahl. Da es das leider nicht gibt, werde ich ebenfalls die für mich passendste Partei wählen - unabhängig von taktischen Überlegungen.


Sebi gefällt das
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Bonvivant
(@bonvivant)
Müsli Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 18
 

@exdiscordler 

Ich vermute/befürchte, dass dieses Feld in 2021 die 5%-Hürde locker im 1. Anlauf nehmen würde.


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hesekiel58
(@hesekiel58)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 337
 

Für mich ist die Wahl gelaufen. Ich habe heute meine Stimmen per Briefwahl abgegeben. Ich schaue dem Treiben im Kampf um die Wählergunst jetzt ganz entspannt zu.


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Presskoppweck
(@presskoppweck)
Schachspieler Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 266
 
Veröffentlicht von: @exdiscordler

Ich hätte bei der Wahl gerne ein Feld "Neuwahl mit anderen Kandidaten" zur Auswahl. Da es das leider nicht gibt, werde ich ebenfalls die für mich passendste Partei wählen - unabhängig von taktischen Überlegungen.

Es steht jedem frei eine Partei zu gründen und bessere Kandidaten aufzustellen. Oder in einer bestehenden Partei für bessere Kandidaten zu arbeiten.

Man kann auch unten ein zusätzliches Kästchen hinmalen und daneben "Neuwahl mit anderen Kandidaten" hinschreiben. Das führt allerdings dazu dass der Stimmzettel als ungütig gewertet wird.
Wenn das allerdings Hundertausende so machen, dann würde sich der Rumor darüber schon verbreiten und die etablierten Parteien würden aufatmen "Glücklicherweise waren diese Dödel zu dumm eigene Kandidaten aufzustellen. Hoffen wir dass sich die Revolte in 4 Jahren verläuft."

Ich kann nix für die Regeln.


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Bonvivant
(@bonvivant)
Müsli Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 18
 

@presskoppweck 

Vollkommen richtig. Leider ist jedoch die (Berufs-)Politik für viele, mich eingeschlossen, kein erstrebenswertes Betätigungsfeld. Und so begnügt man sich mit der Wahl des geringeren Übels. Eine Nichtwahl oder ungültige Stimmabgabe kommt für mich nicht in Frage.


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Ex-Discordler
(@exdiscordler)
Bauernfrühstück Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 103
 
Veröffentlicht von: @presskoppweck

Es steht jedem frei eine Partei zu gründen und bessere Kandidaten aufzustellen. Oder in einer bestehenden Partei für bessere Kandidaten zu arbeiten.

Ich wähle das - für mich - kleinere Übel. So schlimm ist es nicht. Vergeuden möchte ich meine Stimme auf keinen Fall.

Aus idealistischen Gründen würde ich mich nicht politisch engagieren. Allerdings wäre ich bereit, den Job für 4 Jahre für Geld zu machen.

Eine Revolte fände ich übrigens hilfreich, ist aber in Deutschland extrem unwahrscheinlich. So läuft es halt weiter wie bisher.


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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 508
 
Veröffentlicht von: @exdiscordler

Eine Revolte fände ich übrigens hilfreich

Da wäre ich auf eine genauere Ausführung gespannt! Wer, mit welchen Mitteln, mit welchem Ziel, welchen Folgen und welchem Endergebnis?


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Ex-Discordler
(@exdiscordler)
Bauernfrühstück Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 103
 
Veröffentlicht von: @ikigaimondai

Da wäre ich auf eine genauere Ausführung gespannt! Wer, mit welchen Mitteln, mit welchem Ziel, welchen Folgen und welchem Endergebnis?

Den Begriff "Revolte" habe ich nicht ins Spiel gebracht, aber hier ist trotzdem meine Sicht:

Nach den Wahlergebnissen der AfD der letzten Jahre könnte man meinen, dass die anderen Parteien eine deutliche Warnung erhalten haben, dass eine gewisse Unzufriedenheit vorhanden ist. Viel passiert ist meinem Eindruck nach nicht.

Ich fände es sehr interessant, wenn eine Partei wie die AfD für vier Jahre eine Mehrheit hätte und hier alles kaputt regiert*. Würden sich andere Parteien danach die Frage stellen, was sie falsch gemacht haben? 

Vielleicht bin ich aber einfach das Problem. Es kann sein, dass eine Mehrheit der Wähler den aktuellen Weg gut findet. Dann sollte ich vermutlich auswandern.

 

* Falls das überhaupt noch passieren würde, vielleicht sind vier Jahre AfD mittlerweile mit vier Jahren GroKo identisch.


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