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									Rohstoffe - Blackwater.live Community				            </title>
            <link>https://blackwater.live/community/rohstoffe/</link>
            <description>Blackwater.live Community</description>
            <language>de</language>
            <lastBuildDate>Thu, 16 Apr 2026 03:33:25 +0000</lastBuildDate>
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                        <title>Rohstoffe Basics</title>
                        <link>https://blackwater.live/community/rohstoffe/rohstoffe-basics/</link>
                        <pubDate>Wed, 31 May 2023 11:28:07 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Ich sorge mal für Unterstützung bei neuen Themen. Dazu bemühe ich nicht meine grauen Zellen, sondern bin eine Copycat. Wie ich kürzlich erfahren hatte, soll einer der ganz alten deutschen kl...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ich sorge mal für Unterstützung bei neuen Themen. Dazu bemühe ich nicht meine grauen Zellen, sondern bin eine Copycat. Wie ich kürzlich erfahren hatte, soll einer der ganz alten deutschen klassischen Finanzblogs zu 80% auf Forencopycat aufbauen. Das wäre was, tststs. Also wenn das stimmt.</p>
<p>Hier mein Beitrag zu Rohstoffen 😉 </p>
<p>Damit kann ich mich bewerben. Oder ich benutze KI.</p>
<p> </p>
<p>Eure Kommentare dazu:</p>
<p>Kann ich auch einen Finanzblog gründen?</p>
<p>Sollte ich mich damit für das Wirtschaftsministerium bewerben?</p>
<p> </p>
<p>PS: der Beitrag ist redaktionell von mir verändert. 😉 </p>
<p>__________________________________________________________________________________________________________________</p>
<p>Der Handel mit Rohstoffen erfolgt in der Regel über Warenterminkontrakte, sog. Futures. Diese unterscheiden sich grundlegend von bekannten Wertpapierarten wie bspw. Aktien und machen es somit erforderlich, dass sich der Anleger mit ihrer Funktionsweise befasst, bevor er seine Anlageentscheidung trifft.</p>
<p> </p>
<hr />
<p> </p>
<p>Was sind Futures?</p>
<p> </p>
<p>Futures sind Terminkontrakte.</p>
<p>Sie beziehen sich auf einen Basiswert (hier: auf einen Rohstoff) und stellen eine Art Vertrag dar.</p>
<p>Der Käufer des Futures verpflichtet sich zum Erfüllungsdatum die entsprechend im Future festgelegte Menge (die sog. Kontraktgröße) zum vorher festgelegten Preis zu kaufen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Verkäufer diese Menge zum festen Preis zu verkaufen.</p>
<p> </p>
<p><span><em>Zu beachten: Die Ausdrücke "Kauf und Verkauf" (Käufer und Verkäufer) sind bei Futures anders zu verwenden als man dies bspw. beim Aktienhandel gewöhnt ist. Tatsächlich wird ein Future nicht "gekauft". Es wechselt also beim Eingehen einer Position kein Geld und kein Wert den Besitzer. Bei bspw. Aktien ist dies anders. Hier wechselt beim Aktienkauf direkt Geld und Wert. Der Käufer erhält die Aktie, der Verkäufer das Geld.</em></span></p>
<p><span><em>Futures werden - da sie Verträge darstellen - eröffnet. Die Bezeichnung "Kauf und Verkauf" bzw. "Käufer und Verkäufer" haben sich aber "eingebürgert".</em></span></p>
<p> </p>
<p>Futures sind also letztlich Lieferverträge für die Zukunft (daher der Name) die dem Käufer und Verkäufer eine Sicherheit bieten: Der Käufer weiß, wann er zu welchem Preis seine Ware bekommt und der Verkäufer weiß wann er wieviel zu welchem Preis verkaufen kann. Dies war auch der ursprüngliche Zweck von Futures.</p>
<p>Heutige Futures sind standardisiert. D.h. ihre Bedingungen (Erfüllungsort, Kontraktgröße, Warenqualität etc.) sind immer gleich.</p>
<p>Damit man sich einen Future kaufen kann muss man eine Sicherheitsleistung hinterlegen, die sog. Margin. Diese beträgt nur einen Bruchteil des Kontraktwerts (bspw. 5%).</p>
<p>Bei Futures gibt es sog. Bestandshaltungskosten (Cost of Carry). Diese resultieren daraus, dass jemand die Lagerung des Rohstoffs sowie entstehende Oppotunitätskosten übernehmen muss. Die Bestandhaltungskosten sorgen für einen Aufpreis des Futures bzgl. der sofortigen Lieferung. Je länger also ein Future läuft, d.h. je weiter der Erfüllungstermin in der Zukunft liegt, desto höher sind die Bestandhaltungskosten und desto teurer der Future. Die "Cost of Carry" reduzieren sich logischerweise mit fortschreitender Zeit. Je näher also der Erfüllungstermin kommt, desto geringer die Bestandhaltungskosten. Am Erfüllungsdatum entspricht der Futurekurs somit dem Spotkurs ("Preis für sofortige Lieferung").</p>
<p> </p>
<p>Futures werden an entsprechenden Börsen gehandelt. Ihr Kurs richtet sich maßgeblich nach Angebot und Nachfrage.</p>
<p>Dies kann dazu führen, dass die Kurse länger laufender Futures höher notieren als kürzere Futures. Durch die anfallenden Bestandhaltungskosten ist das für's erste auch nicht verwunderlich. Die Preisdifferenz kann allerdings größer sein als allein auf die Cost of Carry zurückzuführen wäre. In Fällen, in denen länger laufende Futures höher notieren als kürzere sprechen wir von "Contango".</p>
<p>Notieren kürzer laufende Futures hingegen höher als länger laufende, so sprich man von Backwardation. Dies kann bspw. dadurch zustande kommen, dass temporär eine erhöhte Nachfrage für die sofortige Lieferung existiert. D.h. die Käufer sind bereit mehr zu bezahlen wenn sie den Rohstoff sofort bekommen, statt bspw. erst in einem Jahr.</p>
<p>Trägt man nun die Futurekurse über ihr Erfüllungsdatum auf, so erhält man die sog. Forward-Kurve.</p>
<p>Schematisch ein Forward-Kurve sowohl für Contango, als auch für Backwardation:</p>
<p><a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" href="https://www.wertpapier-forum.de/uploads/monthly_03_2012/post-8776-0-78049300-1332623929.png" rel="" data-fileid="70234" data-ipslightbox="" data-ipslightbox-group="g92435"><img class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" src="https://www.wertpapier-forum.de/uploads/monthly_03_2012/post-8776-0-78049300-1332623929_thumb.png" alt="post-8776-0-78049300-1332623929_thumb.png" data-fileid="70234" /></a></p>
<p><a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" href="https://www.wertpapier-forum.de/uploads/monthly_03_2012/post-8776-0-89124600-1332623933.png" rel="" data-fileid="70235" data-ipslightbox="" data-ipslightbox-group="g92435"><img class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" src="https://www.wertpapier-forum.de/uploads/monthly_03_2012/post-8776-0-89124600-1332623933_thumb.png" alt="post-8776-0-89124600-1332623933_thumb.png" data-fileid="70235" /></a></p>
<p>Forward-Kurven können nützlich sein, um sich schnell einen überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen.</p>
<p> </p>
<p>Doch warum ist es nützlich zu wissen, ob ein Rohstoff in Contango oder in Backwardation notiert?</p>
<p> </p>
<p>Im Allgemeinen will der Investor zwar im Rohstoff investiert sein, eine physische Lieferung aber vermeiden. Folgerichtig muss er den auslaufenden Future kurz vor dem Erfüllungstermin verkaufen und in den nächstfälligen Future (oder einen länger laufenden) "umschichten". Diesen Vorgang nennt man "Rollen".</p>
<p> </p>
<p>Beispiel:</p>
<p>Wir betrachten einen WTI-Oil Future. Kontraktgröße: 1000 Barrel.</p>
<p>Unser Future läuft aus, wir verkaufen ihn zum Kurs von 60 USD pro Barrel. Insgesamt erhalten wir also 60000 USD. Der nächstfällige Future notiert bei 70 USD pro Barrel. Folglich können wir uns noch ca. 0,857 Futures kaufen.</p>
<p>Verloren haben wir dabei aber nichts. Zwar besitzen wir nur noch 0,857 Futures, also noch rund 857 Barrel, diese sind aber nun je 70 USD Wert. (857 * 70 USD = 60000 USD)</p>
<p>Wie wir aber bereits wissen gleicht sich der Futurekurs dem Spotkurs mit zunehmender Zeit an, bis er am Erfüllungsdatum mit ihm identisch wird. Sofern also der Spotkurs am Erfüllungsdatum nicht bei mind. 70 USD pro Barrel steht, machen wir Verlust. Obwohl also der Spotkurs bspw. von 60 USD auf 70 USD gestiegen ist, haben wir dadurch nichts gewonnen. Der Markte hatte diesen Preisanstieg bereits erwartet.</p>
<p>Wenn wir uns nun einen der unzähligen Charts von WTI-Oil im Netz anschauen würden, so würden wir feststellen, dass in diesem Chart der Kurs durchaus geklettert ist. Die Charts bilden nämlich in den allermeisten Fällen den sog. Continuous Contract ab. Hierbei wird einfach immer vom auslaufenden Future auf den nächstfälligen Future umgestellt. Es wird also nicht(!) gerollt, so wie wir als Anleger dies tun mussten, sondern schlichtweg der Kurs des alten Futures durch den neuen Future ersetzt.</p>
<p>Daraus resultieren dann auch die Abweichungen, wenn man den Kursverlauf seines Rohstoffinvestments (bspw. eines entp. Zertifikats) mit dem "Rohstoff-Chart" vergleicht.</p>
<p>Bei Backwardation sieht die ganze Sache natürlich umgekehrt aus. dazu betrachten wir wieder den bekannten WTI-Kontrakt. Doch diesmal notiert der nächstfällige Future nicht bei 70 USD sondern bei 50 USD. Folgerichtig können wir uns nun 1,2 Future kaufen (also 1200 Barrels Öl). Wie zu erwarten haben wir hierbei noch nichts gewonnen. Denn zwar besitzen wir nun mehr Futures, dafür sind diese aber weniger Wert.</p>
<p>Aber nun: Fällt der Spotkurs bis zum Erfüllungsdatum weniger als auf 50 USD, so machen wir Gewinn. Im Chart würden wir also einen Rückgang des "Rohstoffkurses" sehen, unser Investment hingegen wäre im Wert gestiegen (oder weniger gefallen)</p>
<p>Wie wir sehen ist das Rollen selbst - bis auf etwaige Transaktionskosten - wertneutral.</p>
<p>Contango und Backwardation können sehr extrem werden. Bei Natural Gas betrug er im herbst '09 ca. 33% pro Monat.</p>
<p>Die so entstehenden Verluste bzw. Gewinne ggü. einem Vergleich mit dem reinen Spot-Kurs (bzw. Continuous Contract) nennt man "Rollverluste/-Gewinne".</p>
<p>Um zu verdeutlichen, das Rollerträge auch langfristig einen großen (sowohl positiven als auch negativen) Einfluss haben können, sei nochmals Natural Gas genannt:</p>
<p>Von Anfang 1991 bis Ende 2009 stieg der Spotkurs von Natural Gas um mehr als 300%. Ein Investor der sich entsprechenden Futures bediente, musste aber einen Verlust von rund 90% hinnehmen. Grund war ein permanent hoher Contango.</p>
<p>Merke: Rollverluste/-Gewinne nie unteschätzen!</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Betrachten wir nun eine weitere Eigenschaft:</p>
<p>Wie bereits erwähnt ist für einen Future nur eine geringe Sicherheitsleistung zu erbringen. (Margin). Dies kann man nun auf 2 Arten verwenden. Entweder, man erbringt nur die Sicherheitsleistung, dann würde man ein Hebelgeschäft eingehen, oder man legt den Rest des Kontraktwerts des Futures verzinst an. Letzteres wird nun kurz besprochen.</p>
<p> </p>
<p>Zur Erklärung bemühen wir wieder unseren WTI-Oil Kontrakt. Der Kurs liegt bei 60 USD pro Barrel, das entspricht also einem Kontraktwert von 60000 USD. Als Margin sind 10% des Kontrakwerts zu leisten, also 6000 USD. Die übrig gebliebenen 54000 USD legen wir nun verzinst an (bspw. Staatsanleihen). Wir generieren so zusätzliche Zinseinnahmen.</p>
<p> </p>
<p>Bei Rohstoffindizes oder allgemeiner Rohstoffanlagen ließt man häufig "Excess Return" oder "Total Return". Dies hängt mit eben jenen Zinseinahmen zusammen:</p>
<p> </p>
<p>Es gibt 3 Arten eine Rohstoffanlage zu berechnen:</p>
<p>1. Spot Return:</p>
<p> </p>
<div>Hierbei wird der Spot Preis abgebildet. Rollverluste/-Gewinne sowie Zinseinahmen werden nicht berücksichtigt. Es ist also vielmehr eine theoretische Betrachtung, als eine real investierbare Möglichkeit.</div>
<p> </p>
<p>2. Excess Return:</p>
<p> </p>
<div>Hierbei wird der Future mit Rollverlusten/-Gewinnen betrachtet. Zinseinahmen bleiben aus vor. Diese Variante ist also "nachbildbar", man muss ja letztlich nur auf die Zinsen verzichten. Deshalb ein ACHTUNG: Bei einigen Zertifikaten oder sonstigen Rohstoffprodukten wird die Excess-Return Variante herangezogen. Die Zinsen steckt sich dabei der Emittent des Produkts ein!</div>
<p> </p>
<p>3. Total Return:</p>
<p> </p>
<div>Future mit Rollverlusten/-Gewinnen inkl. erhaltener Zinsen.</div>
<p> </p>
<p> </p>
<p>Um den Unterschied zwischen Spot, Excess und Total Return deutlich zu machen, hier mal ein paar Daten des GSCI-Index. Er wurde bis 1970 zurückgerechnet, wobei er zu Beginn des Jahres 1970 auf 100 Punkte festgelegt wurde.</p>
<p>Aus diesen 100 Punkten wurden bis Oktober 2009:</p>
<p>- Spot-Variante: ~ 503 Punkte</p>
<p>- Excess-Return-Variante: ~ 436 Punkte</p>
<p>- Total-Return-Variante: ~ 4484 Punkte.</p>
<p> </p>
<p>Die Rendite eines Rohstoffinvestments setzt sich also aus 3 Komponenten zusammen:</p>
<p>1. Kursentwicklung</p>
<p>2. Rollverluste/-Gewinne</p>
<p>3. Zinseinnahmen</p>
<p> </p>
<p>Die Reihenfolge ist keine Angabe über die Wichtigkeit. Alle 3 Faktoren können starken Einfluss auf das Endergebnis haben und sind - je nach Anlage - entsprechend zu berücksichtigen.</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://blackwater.live/community/rohstoffe/">Rohstoffe</category>                        <dc:creator>Susanna</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://blackwater.live/community/rohstoffe/rohstoffe-basics/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Lohnt es sich in Rohstoffe zu investieren?</title>
                        <link>https://blackwater.live/community/rohstoffe/lohnt-es-sich-in-rohstoffe-zu-investieren/</link>
                        <pubDate>Wed, 03 Aug 2022 07:58:04 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Eine Leserin fragte mich, ob dem Welt-Depot nicht auch Rohstoffe beigemischt werden sollen. Sie hatte das auf einer Webseite für Female-Finance so gelesen und es war dort einer Freundin als ...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Leserin fragte mich, ob dem Welt-Depot nicht auch Rohstoffe beigemischt werden sollen.</strong> Sie hatte das auf einer Webseite für Female-Finance so gelesen und es war dort einer Freundin als Geheimtipp und Beimischung (10%) empfohlen worden.</p>
<p> </p>
<p>Also, Rohstoffinvestment ja oder nein? </p>
<p> </p>
<p>Kurze Antwort:</p>
<p><strong>NEIN.</strong></p>
<p> </p>
<p>Es gibt einen Diversifikationseffekt, <span style="text-decoration: underline">dessen Wirksamkeit umstritten ist</span>, sowie ethische Bedenken hinsichtlich der Spekulationseffekte bei Agrarrohstoffen (gerade wieder sehr aktuell) Es gibt andere Mittel und Wege, um das Gesamtrisiko seines Depots zu senken. Auch ohne Rohstoffe.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p><strong>Etwas ausführlicher, warum ich als Banker zu Rohstoffen im Welt-Depot NEIN sage:</strong>  (eine reine Spekulation mit beispielsweise Gold ist etwas anderes. Aber eben nur Spekulation und hat nichts im Welt-Depot zu suchen).</p>
<p> </p>
<p>Ein Teil der Rohstoffe wird am Spot-Markt (Ware gegen Geld) gehandelt. Dort handeln allerdings ausschließlich Produzenten und Großhändler, die miteinander Geschäfte machen. Für Anleger sind die meisten Rohstoffe – mit Ausnahme der Edelmetalle – sinnvollerweise nur über sogenannte Futures oder Futureskontraktehandelbar. <span>Will man auf längere Sicht in Rohstoffe investieren, wird auch dieser Futureskontrakt vor Ablauf verkauft und in den nächsten Futureskontrakt „gerollt“. Das Vorgehen wird daher auch als „Rollover“ bezeichnet und produziert Kosten (analog Lagerkosten bei physischen Kauf) </span>Und genau das führt dazu, dass nicht nur in fallenden Rohstoffmärkten Geld verloren wird, sondern auch in seitwärts laufenden!</p>
<p><span>Ob für einen Rohstoffinvestor ein Rollverlust oder gar ein Rollgewinn entsteht, liegt am Verlauf der sogenannten Futures-Kurve. In der Regel stellt sich die Situation an der Warenterminbörse jedoch so dar, dass die Futures-Preise über den Spot-Preisen bzw. dem Kassakurs notieren und somit ein späterer Liefertermin höhere Kosten mit sich bringt. Diese Situation, welche auch als Contango bezeichnet wird, führt bei Privatanlegern zu Rollverlusten.</span></p>
<p>Aber, es gibt natürlich auch den umgekehrten Fall und dieser wird angestrebt: der Rollgewinn. Ist der neue Kontrakt billiger als der alte, macht der Anleger einen Rollgewinn. Auf längere Sicht Geld verdienen lässt sich mit Rohstoffen nur durch Rollgewinne, denn es gibt weder Zinsen noch Dividenden, die ausgeschüttet werden.</p>
<p> </p>
<p><strong>Ich bin konkret gegen Rohstoffinvestments im Welt-Depot weil...</strong></p>
<p>1. Die Investments sind kompliziert und für viele Anleger nicht zu verstehen. Ich bin bewusst nicht detailliert auf Begriffe wie „Contango“ und „Backwardation“ eingegangen, mit denen ich zuletzt im Studium konfrontiert war (ich bezweifle, dass obige Finanzbloggerin auch nur einen Hauch einer Ahnung davon hat, es ist SEHR komplex und nichts für Marketingmenschen).</p>
<p>2. Die Investments sind rein spekulativ und nicht produktiv, <span>mit ihnen lassen sich also keine laufenden Einnahmen wie Dividenden oder Zinsen erwirtschaften.</span></p>
<p>3. Ethik. Es ist nicht ausgeschlossen, dass solche Investments zu Price-Action führen und Nahrungsmittel verteuern, wodurch ca. 1 Milliarde Menschen weltweit leiden. Das ist ein Thema für sich und es gibt für beide Seiten Argumente. Aufgrund der Intransparenz des Markts bleiben aber die Bedenken. Ich hatte zu Studienzeiten auch die Gegenseite schon eingenommen und kenne alle Argumente der Befürworter solcher Investments, aber am Ende blieb ein mulmiges Gefühl.</p>
<p> </p>
<p><strong>Wer sein Welt-Depot erst neu aufbaut braucht Rohstoffe definitiv nicht in seinem Depot!</strong> Die Empfehlung mancher Finanzblogger Rohstoffe beizumischen halte ich gerade bei neuen Anlegerinnen und Anlegern für grundsätzlich falsch (um nicht zu sagen inkompetent).</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://blackwater.live/community/rohstoffe/">Rohstoffe</category>                        <dc:creator>Blackwater</dc:creator>
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