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Religion & Glauben Theologische Untersuchungen - die 5 C's


Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 903
Themenstarter  

Hallo zusammen,

wie viele oder vermutlich alle hier wissen, bin ich kein Verfechter einer bestimmten Religion, aber durchaus von dem Glauben an einen Gott.

Jeder kann das natürlich handhaben wie sie oder er es möchte, Glauben ist etwas persönliches. Aber mit diesem Thread möchte ich euch einfach einen kleinen Einblick haben lassen, wie ich die Theologie (Judentum-Christentum-Islam) allgemein betrachte und wie man darin forschen kann, um allgemein gültige Grundsätze zu finden.

Vorab: Glauben ist wichtig, Spiritualität ist wichtig! Auch die Schriften zeigen ganz deutlich, dass Glauben Leben bedeutet. Allerdings ist hier nicht ein diffuser oder emotionaler Glaube an irgend ein Element einer Religion (z.B. die Bibel) gemeint, sondern (1) der Glauben an Gott und meistens der Glauben (2) an einen, den er gesandt hat. Und das waren zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Personen. Man nennt diese Personen Propheten und keine Sorge, heute gibt es keine mehr! (wenn jemand das also von sich behauptet inklusive einer besonderen göttlichen Bevorzugung oder Wissens, dann nehmt die Beine in die Hand - Gurualarm!)

Sie haben alle ein paar Dinge gemeinsam: Selbstlosigkeit, stets die Ehre Gott gegeben, über eigene Fehler berichtet (findet man in der jüdischen und christlichen Bibel und dem Qur'an), haben sich selbst nie anbeten lassen (Jesus wollte nicht einmal "gut" genannt werden) und einige Punkte mehr. Dazu ein anderes Mal mehr. (Natürlich muss man diese Menschen auch im historischen Kontext sehen, Mose wäre heute beispielsweise sicher niemand, der gesellschaftlichen Zuspruch bekommen würde)

 

Nun zur Forschung: Wenn man heute die Tora, die Propheten oder die Bibel oder den Qur'an liest, muss man folgende Dinge im Hinterkopf haben. Im Englischen (viele wissenschaftliche Werke sind auf Englisch) werden sie die 5 C's genannt:

 

C hange over Time

C ontext

C ausality

C omplexity

C ontinuity

 

Mit diesen Merkmalen Sachverhalte zu prüfen macht einen Glauben mit Substanz aus, statt einfach nur Sentimentalität oder "ich mach die Welt, wie sie mir gefällt."

 

Change over Time: Das ist ein eher einfacher Punkt. Heute ist klar dokumentiert, dass sich im Laufe der Jahrhunderte Textpassagen durch Übersetzungen und Änderungen der Wortbedeutungen geändert haben. Außerdem ist das, was wir heute als Bibel oder Qur'an in der Hand halten, NICHT 100% das, was es vor beispielsweise 1000 Jahren war. Das ist unstrittig und eindeutig belegt, wissenschaftliche Arbeiten gibt es dazu abertausende. Genau dieser Sachverhalt wird von den orthodoxen Vertretern der jeweiligen Religion natürlich massiv abgestritten. Wie gesagt, jedem bleibt selbst überlassen ob er einfach "glauben" möchte oder seinen Glauben fundiert aufbaut, was meistens langlebiger ist 😉 und zu einer differenzierten Ansicht führt.

(und nebenbei bemerkt komplexe Fragen wie die Theodizee besser beantwortet)

 

Context: Mit das größte Problem der Religion. 

Alle Texte, die wir heute lesen, haben einen historischen, sprachlichen, politischen und gesellschaftlichen Kontext. Man kann nicht einfach wild Texte rauspicken und zusammenfügen (man kann schon, das machen Geistliche und andere gerne), sondern man muss Verse zusammenhängend betrachten und nach dem entsprechenden Kontext forschen.

Ich habe in all den Jahren in verschiedenen Religionsgemeinschaften gemerkt, dass zu 90%!!! diese Regel missachtet wird. Die Folgen sind peinlich bis gefährlich. Da werden einfach Jahrhunderte zwischen Bibelbüchern überspringen, hin und her, ein Text hier und einer da, vor und zurück. Gleiches wird mit dem Qur'an gemacht, indem man Anweisungen von damals einfach auf heute überträgt oder dem Anachronismus verfällt, indem man beispielsweise gesellschaftliche Normen von damals mit denen von heute versucht gleichzusetzen oder diese anzupassen. Context is King. Wer den Kontext beachtet, ist zu 99% geschützt vor religiösen Quacksalbern und bekommt ein sehr vielschichtigeres Bild damaliger Realitäten. Man wird auch erstaunt sein, was für ein halbgarer Mist von den geistigen Tieffliegern der MSM Medien zum Thema Religion verbreitet wird.

 

Causality & Complexity

Gründe für eine Sache oder Entwicklung kann man historisch halbwegs nachvollziehen, aber es hängt von den Zeitperioden ab. Je weiter zurück liegend, desto schwerer. Relativ gut dokumentiert sind die letzten 2000 Jahre, davor wird es immer schwerer. Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, ist die Geschichte des modernen Menschen ab ca. 1500 v.Chr. sehr dunkel und sowohl Zeitdatierungen und auch Details sind ungenau. Das merkt man beispielsweise daran, wenn man sich mit Ägyptologie beschäftigt. Hier gibt es grosse Ungenauigkeiten bei Datierungen und es gab auch bereits erhebliche Irrtümer. Das Problem ist, dass die Ägyptologie als Basisdatierung für andere geschichtliche Ereignisse im Mittelmeerraum und Nahen Osten in der Zeit ab 500.v.Chr. genutzt wird. Sie ist eine Art Referenzwert.

Wie viel mehr ist dieser Sachverhalt dann ein Problem, wenn es nicht nur um Datierungen geht, sondern um theologische Aussagen oder die Geschichte der Religion.

In der jüngeren Geschichte der letzten 2000 Jahre sind aber zum Beispiel die Entwicklung des Christentums und des Islams (die es ja vorher gar nicht gab) sehr gut dokumentiert. Man kann prüfen, wann und wie welche Idee in die Religion übernommen wurde und so die Religion von viel Beiwerk befreien. Das ist ein aufwändiger Vorgang, aber keine Sorge, mehr dazu gleich.

Die Komplexität ist eine gute Erinnerung dafür, dass vieles was wir wissen nicht monokausal ist, sondern viele Gründe hat. So auch die Ereignisse unserer menschlichen Geschichte. Es ist selten so, dass 2+2 die 4 ergaben, sondern eher 2+1+1-2+4-1-1+8-3-5+1-2+2-1 die 4. Geschichtliche Vereinfachungen sind einfach mit Vorsicht zu geniessen. Und davon finden wir genug in den Schriften, da diese oft nur die Perspektive eines Einzelnen waren.

Um es konkreter zu machen: Ist beispielsweise der Flutbericht der Bibel das Original? Oder stammt dieser aus dem Gilgamesh Epos? Ist er damit weniger wahr? Ist eine globale Flut eine weltweite Flut gewesen? Oder nur die damals bekannte Welt? Stimmt die Datierung? Ist das vielleicht das Abschmelzen nach der letzten Eiszeit gewesen oder doch die Flut im Raum des heutigen Schwarzen Meeres (Atlantis lässt grüssen)? Und, und, und...

 

Continuity

Der Punkt, der aus meiner Sicht den Glauben am meisten stärkt.

Das ist die Erinnerung, für "everything is connected" und für mich das überzeugendste Argument in meinem Glauben, dass beispielsweise Gott EINER ist und es wie auch andere hier schrieben, einen "roten Faden" durch all das durch gibt. Hat man diesen mal identifiziert, wird alles sehr klar vor den Augen und man erkennt Grundsätze oder Dinge, die eine Kontinuität in der Schrift aufzeigen. Ein Bruch in dieser Kontinuität ist immer ein Grund inne zu halten und sehr genau nachzuforschen, das sind oft die problematischen Stellen.

 

Aber: Dann ist man nicht mehr auf dem Boden dogmatischen Christentums, Islams oder Judentums, sondern fühlt sich selbst eher wie ein Schneepflug, der bei der Vorwärtsbewegung allen "Schnee" beiseite schiebt, der sich in Jahrhunderten menschlicher Philosophie und Machtspielchen aufgehäuft hat.

Man beginnt auch zu sehen, wie sich die gesamte Story der Bibel und des Qur'an ergänzen, wie Lücken geschlossen werden und Unwahrheiten oder Ungenauigkeiten entlarvt werden. Das ist kein Prozess für jedermann, das gebe ich zu. Weil es unkartiertes Gebiet ist und die meisten Menschen einfach eine Art FastFood Religion lieber haben, als nach der Wahrheit zu suchen und mit Widersprüchen umzugehen.

Dennoch finde ich, dass es das Lohnendste überhaupt ist, weil es einem einen starken und kosmopolitischen Glauben gibt, der nicht wie ein dünner Faden an nur ein paar Worten eines Buches hängt. Wenn letzteres nämlich so ist, dann bleibt man lieber doch in seiner eng begrenzten Schneckenhöhle, bevor man seinen Glauben ganz verliert. Das ist wie mit der Freiheit: Man muss damit umgehen lernen.

 

________

Für alle, die den Blog lesen und sich bei meinen Artikeln spiritueller Natur fragen, welches Gras ich geraucht habe 😉 oder welcher Konfession ich denn angehöre, mögen diese Zeilen etwas helfen.

Ich bin Christ in dem Sinne, dass ich die Evangelien lese und versuche das konkret zu tun, was Jesus vorlebte und sagte (Interessanterweise macht gerade das einen zu vielem, nur nicht zu einem heutigen Christen. Vgl. Jesu Aussagen und die der Kirchen) Und ich bin durchaus auch Jude oder Muslim, weil ich an den puren Monotheismus glaube und Gott als höchstes Wesen versuche zu ergründen, sprich auch anbete (und nicht etwa Jesus). Das ist natürlich nicht Mainstream fähig und lässt sich nirgends eindeutig zuordnen. Leichter wäre, einfach die 0815 Quacksalberei von irgend einem "Verein" zu übernehmen. Aber nach meinem Verständnis von Religion geht es um sehr viel mehr, als um eine soziale Zugehörigkeit (die die Übernahme aller möglichen Dogmen einschliesst) oder die Übernahme eines bequemen Denkens.

 

Ich wünsche allen Interessierten viel Freude dabei, sich einmal mit der Bibel und dem Qur'an auseinander zu setzen, ohne irgendwelche Zusatzinterpretationen. Das meiste ist durchaus mit einem offenen und aufrichtigen Herzen klar und einleuchtend zu verstehen. Je weniger Vorprägung erfolgte, desto besser.

Die Komplexität der gemachten Welt lässt für mich keinen anderen Schluss zu, als das es eine Schöpfermacht gibt. Und einer der Punkte, der eine Kontinuität darstellt ist der, dass diese Macht sich wünscht, dass wir sie suchen. Das ist eine persönliche Erfahrung und kein kollektives Tschaka Event wie in einer Religion. Religion - kann für Gemeinschaft gut sein. Aber ist man auch willkommen, wenn man denkt? Die Antwort auf diese Frage lässt tief blicken. Unser Gehirn haben wir von Gott. 😉

Und sowohl die Bibel als auch der Qur'an fordern zum denken und forschen auf, nicht zum "followen" von heutigen Gurus und Vereinen.

 

 

 


habanero1979 und himself63 gefällt das
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Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach FIDE Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
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Veröffentlicht von: @deepblackforest

Man nennt diese Personen Propheten und keine Sorge, heute gibt es keine mehr! (wenn jemand das also von sich behauptet inklusive einer besonderen göttlichen Bevorzugung oder Wissens, dann nehmt die Beine in die Hand - Gurualarm!)

Hui, die Christen bezeichnest Du als Gurus?
In meiner Bibel steht, dass die Gabe der Prophetie nach wie vor an Gläubige ausgeschüttet wird. Da muss man noch nicht mal zu einer charismatischen Kirche gehören, um das zu glauben und zu bezeugen.
Wer sich darin übt, auf Gottes Stimme (Gottes heiligen Geist in den Gläubigen) zu hören, der hat auch immer wieder seinen Glaubensgeschwistern etwas "auszurichten". Gott schenkt Eindrücke zur Ermutigung oder zur Ermahnung, die wir an unsere Geschwister weitergeben dürfen.

Mose wäre heute beispielsweise sicher niemand, der gesellschaftlichen Zuspruch bekommen würde)

Das stimmt, denn die Bibel bezeugt, dass Mose der demütigste Mann auf Erden war. Es berührt mich immer wieder, das zu lesen und ich nehme mir immer wieder vor, dem nachzueifern. Klappt meist nur so mittelgut :-/

Zu allem anderen, was Du schriebst: Ich stimme nicht zu, aber das wissen wir ja beide 🙂

Ich muss keinem Dogma einer Kirche folgen, sondern Gott lebt und redet zu mir. Sein Geist überführt mich durchs Wort und/oder auch durch Ermahnungen von Geschwistern, wenn ich mich auf dem Holzweg befinde. Und ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du diese Verbindung auch erfährst!


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 903
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @fraubausn

Das stimmt, denn die Bibel bezeugt, dass Mose der demütigste Mann auf Erden war.

Und nach heutigen Massstäben ein Mörder und Kriegsverbrecher. 😉 

Veröffentlicht von: @fraubausn

Zu allem anderen, was Du schriebst: Ich stimme nicht zu, aber das wissen wir ja beide 🙂

Und trotzdem finde ich es schön, dass Du hier bist und auch Einblicke in die christliche Welt gibst.

 

 


himself63 gefällt das
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mrsblackwater
(@mrsblackwater)
Bauernfrühstück Moderator Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
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Veröffentlicht von: @fraubausn

In meiner Bibel steht, dass die Gabe der Prophetie nach wie vor an Gläubige ausgeschüttet wird.

Hallo FrauBausN! Ich bin neugierig 🙂 Auf welchen Bibeltext/e beziehst Du dich dabei? Und aus welcher Übersetzung? 


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Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach FIDE Meister Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @deepblackforest

Und nach heutigen Massstäben ein Mörder und Kriegsverbrecher. 😉

Ja, denn er war nicht immer der demütigste Mensch auf Erden. Die Bibel ist voller Menschen, die Versager (und Schlimmeres) waren und die Gott berufen und verändert und gebraucht hat.

Abraham war nicht immer der Glaubensvater, unerschütterlich in seiner Treue zu Gott, ein Vorbild für uns, die wir von ihm lesen. Und die Bibel verschweigt das nicht.

Es gab mal einen tollen Kurzfilm, leider nicht im Internet verfügbar. Der ging ungefähr so los "Mose war ein Mörder, ..., König David ein Ehebrecher, ..., und Lazarus? Lazarus war tot." Es ging darin genau darum: Was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt. (1. Kor 1,27) Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig (2. Kor 12,9). An den Mühseligen und Beladenen zeigt Gott seine Herrlichkeit (Johannes 11,4).

 


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Frau B aus N
(@fraubausn)
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Veröffentlicht von: @mrsblackwater

Ich bin neugierig 🙂 Auf welchen Bibeltext/e beziehst Du dich dabei? Und aus welcher Übersetzung? 

Liebe Mrs. Blackwater, Du könntest mal mit diesem pdf beginnen: https://www.bibelthemen.eu/we_kk/1K14.pdf

Griechischer Grundtext ist mit dabei 🙂


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mrsblackwater
(@mrsblackwater)
Bauernfrühstück Moderator Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @fraubausn
Veröffentlicht von: @mrsblackwater

Ich bin neugierig 🙂 Auf welchen Bibeltext/e beziehst Du dich dabei? Und aus welcher Übersetzung? 

Liebe Mrs. Blackwater, Du könntest mal mit diesem pdf beginnen: https://www.bibelthemen.eu/we_kk/1K14.pdf

Griechischer Grundtext ist mit dabei 🙂

Vielen Lieben Dank! Wenn ich das richtig verstehe bezieht sich das auf die Interlinearübersetzung aus dem Griechischen, die ich zugegebenerweise lieber selber lese und mir ein Bild mache, als Kommentaren von Theologen blind zu vertrauen. Da werde ich mir auf jeden Fall noch die Zeit nehmen.

Auf der Website von Bibelthemen.eu kommt man auch auf diese Seite: 

https://www.scripture4all.org

Sehr, sehr cool! Allerdings wird in 1. Korinther 13:8 das griechische Wort "Agape" als "Charity" übersetzt. Was eindeutig Liebe bedeutet und keine Wohltaten. Natürlich schließt die Liebe Wohltaten auch ein. 

Ich finde das Biblehub für eine Interlinearübersetzung besser.

Aber wie verstehst du persönlich die Worte von Paulus in 1. Korinther 13 ab Vers 8-12?

Hier der Text aus der Interlinear: 

https://biblehub.com/interlinear/1_corinthians/13.htm

Und hier der Text aus der Elberfelder: 

 Die Liebe vergeht niemals; seien es aber Weissagungen[Prohpetie]7, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen[Zungen],8 sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden.
9 Denn wir erkennen stückweise, und wir weissagen[9] stückweise;
10 wenn aber das Vollkommene kommt, wird das, was stückweise ist, weggetan werden.
11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindlich war.
12 Denn wir sehen jetzt mittels eines Spiegels[10] undeutlich[11], dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen[12], wie auch ich erkannt[13] worden bin.

 


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Frau B aus N
(@fraubausn)
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Veröffentlicht von: @mrsblackwater

Wenn ich das richtig verstehe bezieht sich das auf die Interlinearübersetzung aus dem Griechischen, die ich zugegebenerweise lieber selber lese und mir ein Bild mache, als Kommentaren von Theologen blind zu vertrauen. Da werde ich mir auf jeden Fall noch die Zeit nehmen.

Freu mich darüber!

Aber wie verstehst du persönlich die Worte von Paulus in 1. Korinther 13 ab Vers 8-12?

Vorweg: Ich benutze die Interlinear selbst nicht, sondern die Dabhar-Übersetzung von Fritz Henning Baader, wenn ich wissen will, was im Grundtext steht. Ich kann aber auch kein Griechisch 😉

 

Es gibt dann auch Begriffserklärungen dazu, beispielsweise

Prophetie, wörtlich: Vorauserklärendes. Es ist dabei ausschließlich biblische Prophetie gemeint, d.h. Prophetie, deren alleinige Basis das vom heiligen Geist übermittelte Wort Gottes 2P1.21; 1K12.8,10 ist. Prophetie sollte also nicht mit Wahrsagerei verwechselt werden, die zwar fromme Worte und Namen benützen kann, aber nicht von Gottes Wort herleitbar ist. Die Ermahnung in 1TH5.20, Prophetien nicht zu benichtigen, d.h. nicht als nichtswürdig zu sehen oder zu bezeichnen, bezieht sich also nicht auf Aussagen, die Zukunftsdeuter aus Träumen, Visionen oder anderen Quellen herleiten, auch nicht, wenn die sie Vortragenden in frommer Gestalt auftreten. Man beachte, dass PA´ULOS die Vorhersagen eines A´GABOS für sich nicht als maßgeblich ansah A21.10-14.

Prophetie ist Grundlage E2.20 und Wiederkündung infolge des heiligen Geistes J16.13-15; 1P1.12, sie ist Wohlkunde 1P1.12 und Offenbarung (Lichtgebung, wörtlich: Erscheinen) durch die Geschriebene R16.26; 2P1.19,20. EÜ: 17x Weissagung, 1x Prophetengabe.

 

Für mich persönlich sagt diese Stelle, dass eines Tages, wenn wir Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen werden, alle diese Dinge (Prophetie, Erkenntnis etc.), die für uns jetzt noch wegweisend und unterstützend sind, nicht mehr nötig sein werden, wir brauchen dann keine Prophetie mehr, denn dann ist sie allumfassend erfüllt. Aber die göttliche Liebe wird niemals hinfällig.


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Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach FIDE Meister Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @mrsblackwater

als Kommentaren von Theologen blind zu vertrauen.

Ach so, falls Du Wolfgang Einert meinst, der ist kein Theologe 🙂
Jedenfalls nicht im üblichen Sinne, er hat kein Theologiestudium durchlaufen. Aber er studiert seit vielen Jahren als Glaubender das Wort.

Blind sollen wir dennoch niemandem vertrauen, sondern (Apg. 17.11) täglich in der Schrift forschen, ob das auch stimmt, was der Redner da auf der Kanzel oder im Hörsaal auslegt. Nur, wenn wir fest im Wort gegründet sind, können wir Verführer erkennen.


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