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Berufsunfähigkeit - Fragen & Antworten & Erfahrungen

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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
Vollkorn-Member Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 91
Themenstarter  

Berufsunfähigkeit - versuchen wir hier alle Fragen & Antworten zu bündeln

Das Risiko ist ganz klar: durch Unfall, oder Krankheit kann man seinen Beruf nicht mehr ausüben. Die Folge ist meist: Gesundheitsbeeinträchtigung, Einkommensverlust, Reha, Umschulung, oft eingeschränkte gesundheitliche & finanzielle Zukunft.

Das kann man natürlich wie fast alles in Deutschland versichern.

Das kann man als Ergänzung in einen Lebens/Rentenvertrag einbauen, oder eigenständig versichern.

Grundsätzlich gilt wie bei allen Versicherungen ohne Sparanteil: Man zahlt monatliche Beiträge und hofft das bis zum Rentenalter nichts passiert = Gesundheit gut + Geld weg = ist erst mal Positiv 😉

Die schlimmere Version ist, es passiert doch etwas, es bleibt ein gesundheitlicher Schaden und man muss sein Leben ändern, vielleicht mit Einschränkungen leben = hier ist es gut wenn man die entsprechende Versicherung hat die dann eine monatliche Rente bis zum vereinbarten Vertragsende zahlt (meist 60 Jahre).

Warum Vertragsende 60, die Menschen arbeiten doch viel länger?

Je mehr Jahre über 60 der Vertrag läuft, desto teurer (sehr teuer) wird er. Da muss man Kosten-Nutzen abwägen, ich mache das so:

1. Das Arbeitsleben ist überwiegend durch, es besteht ein Restrisiko von 5-7 Jahren, das man gegen sehr viel Geld auch versichern kann. Sinnvoll: eher nein. Denn in dem Alter ab 60 hat man sein Leben idealerweise durchfinanziert, hat schon Reserven und da hilft eine Geldspritze über paar Jahre nicht wirklich weiter. Außerdem endet der Vertrag und die Rentenzahlung auch bald.

2. In jungen Jahren, ist es für die meisten sinnvoll. Grundsätzlich je jünger man eine Versicherung abschließt umso günstiger der Beitrag! Idealerweise schon während der Ausbildung / des Studiums.

Warum, so jung eine Versicherung bezahlen wo man nur ganz wenig Geld verdient, später wenn man fertig ist kann man das doch immer noch, oder?

Klar geht es später, außer man ist in der Zwischenzeit ernsthaft krank geworden!

Der Vertragsabschluss während der Ausbildung /Studium hat einen ganz gewaltigen Vorteil: die Einstufung nach dem aktuellen Beruf: Azubi / Student 😉

Denn um die Berufsunfähigkeit zu versichern ist neben einer guten Gesundheit, das Wichtigste der Beruf bei Abschluss. Denn je handwerklicher (gefährlicher) der Beruf ist umso teurer, oder auch gar nicht versicherbar!

D.h. die die diese Versicherung am dringendsten brauchen haben die größten Probleme eine zu bekommen und/oder diese sich auch leisten zu können.

Die Besonderheit: man muss ein Berufs/Tätigkeitsänderung nicht nachmelden (anders als bei der Unfallversicherung), d.h. wer Bürokaufmann lernt und später zum Dachdecker, Mauerer, Hochspannungselektriker umschult, oder LKW fährt ist immer noch mit seiner ursprünglichen Einstufung "Bürokaufmann" günstig versichert. Genau so im Studium: BWL studiert und später auf Biomedizin umgeschwenkt, jetzt in der Forschung mit Covidviren tätig, oder in der Nuklearmedizin, oder in AKW = normal kaum noch versicherbar, außer man hat in jungen Jahren richtig entschieden. Sorry sind Extrembeispiele aber das verdeutlicht das Problem am besten, denke ich.

Dazu wählt man von Anfang an einen  guten Versicherer der Nachversicherungsgarantien anbietet (dazu später mehr).

 

 

 


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zwiwwelche
(@zwiwwelche)
Half Bread Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 22
 

Guten Morgen,

sehr gutes Thema, wir befassen uns auch gerade damit. Unser Sohn ist im Studium und unsere Tochter in der 12 Klasse. Werden wohl gleich zwei Verträge abschließen. Haben uns hier an Berichten der Stiftung Finanztest und Warentest orientiert und für uns bereits einen guten Versicherer ausgewählt.

Jetzt lese ich das hier:

Veröffentlicht von: @gold-oder-aktien

Sinnvoll: eher nein. Denn in dem Alter ab 60 hat man sein Leben idealerweise durchfinanziert, hat schon Reserven und da hilft eine Geldspritze über paar Jahre nicht wirklich weiter.

Diesen Gedanken hatten wir noch gar nicht. Im Gegenteil, wir dachten es sei am Besten sich hier so lange wie möglich abzusichern um keine Absicherungslücke entstehen zu lassen. Andererseits macht es ja auch einen Unterschied im Beitrag, den man ja frühzeitig anlegen kann. Daher sehr logisch dein Ansatz. Vielen Dank dafür.

Es würde mich sehr interessieren, wie andere hier in der Gruppe darüber denken.

2. Punkt:

Es ist ja auch bekannt, dass die Abschlussboni für den Verkäufer sich in den Beiträgen niederschlagen. Gibt es denn auch als Privatmensch ohne Berater die Möglichkeit an solch einen Vertrag zu kommen?

 


AntwortZitat
Frau B aus N
(@fraubausn)
Schach FIDE Meister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 5 Monaten
Beiträge: 447
 
Veröffentlicht von: @zwiwwelche

 

Es ist ja auch bekannt, dass die Abschlussboni für den Verkäufer sich in den Beiträgen niederschlagen. Gibt es denn auch als Privatmensch ohne Berater die Möglichkeit an solch einen Vertrag zu kommen?

Ich empfehle es nicht.

https://blackwater.live/community/postid/610/

Gesundheitsfragen mit professioneller Hilfe korrekt ausfüllen. Abschluss im Internet ist hier einfach nicht die richtige Vorgehensweise.

Ich weiß, hier sind viele der Meinung, sie könnten ohne Ausbildung genau dasselbe wissen wie ein Fachmann, aber diese Meinung teile ich nicht.

Risikolebensversicherung im Internet selbst abschließen: von mir aus. Da gibt's ja nur tot oder nicht tot. Wenig Fehlerpotential. Aber BU ist eine andere Sache.


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 909
 
Veröffentlicht von: @gold-oder-aktien
Veröffentlicht von: @gold-oder-aktien

Sinnvoll: eher nein. Denn in dem Alter ab 60 hat man sein Leben idealerweise durchfinanziert, hat schon Reserven und da hilft eine Geldspritze über paar Jahre nicht wirklich weiter.

Damit hat @gold-oder-aktien 100% Recht. Das kenne ich aus den Bankzeiten, als ich Berater für (normale) Privatkunden war. Bis 60J die BU abzuschliessen ist deutlich günstiger, die Provisionsbasissumme für die Bank/die Versicherung deutlich niedriger = weniger Provision.

Daher wird immer bis 67 empfohlen mit dem fadenschneidigen Argument, dass zwischen 60-67 das Risiko am höchsten ist berufsunfähig zu werden. Das stimmt zwar. Aber das Risiko in dem Alter arbeitslos zu sein ist auch am höchsten. 😉 Und es ist die teuerste Phase der Absicherung.

Spart man den GAP zwischen einer bis 60J BU und einer bis 67J BU in einen ETF Sparplan, hat man meist mehr davon. Und ja, bis 60 sollte man finanziell so aufgestellt sein, dass die BU nicht mehr notwendig ist.

 

Veröffentlicht von: @zwiwwelche

Es ist ja auch bekannt, dass die Abschlussboni für den Verkäufer sich in den Beiträgen niederschlagen. Gibt es denn auch als Privatmensch ohne Berater die Möglichkeit an solch einen Vertrag zu kommen?

Hier würde ich mal nach Honorarberatern suchen. Die gibt es sicher für den Bereich auch. Auch wenn es Profis braucht (am besten eigentlich Juristen und nicht Verkäufer) die die Fragen helfen rechtssicher zu beantworten, so ist die Frage was das über das Produkt selbst kostet??

Ich habe leider die Befürchtung, dass es wie bei der 100K Anlage bei der Bank ist - aber lasse mich gerne korrigieren.

Gelaber, 10 Minuten Märkte bequatschen, Billigkaffee = 5%AA +2% jedes Jahr. Danke!


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zwiwwelche
(@zwiwwelche)
Half Bread Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 22
 
Veröffentlicht von: @fraubausn

Ich weiß, hier sind viele der Meinung, sie könnten ohne Ausbildung genau dasselbe wissen wie ein Fachmann, aber diese Meinung teile ich nicht.

Das würde ich mir nie rausnehmen, deshalb frage ich auch hier nur nach Meinungen.

Unser Bankberater ist auch studierter Finanzwirt, in meinen Augen also ein Fachmann und trotzdem verfolgt er nur das Ziel seines Arbeitgebers und nicht unseres. Mir ist auch bewusst, dass ich hier nicht nur "fachmännische" Aussagen bekomme, Lebenserfahrung ist auch hier wichtig.

Veröffentlicht von: @deepblackforest

Hier würde ich mal nach Honorarberatern suchen.

Das haben wir tatsächlich schon getan, ein komplettes Beratungspaket kostet ca. 1500€. Nun weiss man vorher nicht, wieviel günstiger ein solcher Vertrag tatsächlich wird. Auf der Homepage wird von einer möglichen Ersparnis von fast 4000€ in 42 Jahren gesprochen.

Hier stellt sich mir auch die Frage, wer denn der geeignetere Fachmann für uns ist, der Angestellte einer großen Versicherung oder der Honorarberater.

Wir sind ja nur Laien und können uns maximal Entlang einer Checkliste von z.B. Stiftung Warentest oder Finanztest entlanghangeln.


AntwortZitat
Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 909
 
Veröffentlicht von: @zwiwwelche

Unser Bankberater ist auch studierter Finanzwirt, in meinen Augen also ein Fachmann und trotzdem verfolgt er nur das Ziel seines Arbeitgebers und nicht unseres.

Das ist eine SEHR WICHTIGE ERKENNTNIS: Selbst wenn fachliche Qualifikation vorhanden ist, haben wir immer einen Interessenkonflikt vorliegen. Der gute kann promovierter Volkswirt sein, er MUSS dennoch Zahlen für seinen AG bringen. Deswegen ist die Fachkompetenz nicht das allein ausschlaggebende Kriterium.

Veröffentlicht von: @zwiwwelche

Das haben wir tatsächlich schon getan, ein komplettes Beratungspaket kostet ca. 1500€. Nun weiss man vorher nicht, wieviel günstiger ein solcher Vertrag tatsächlich wird. Auf der Homepage wird von einer möglichen Ersparnis von fast 4000€ in 42 Jahren gesprochen.

Das ist locker möglich!!! Ich glaube vielen ist nicht klar, wie hoch die Provision aus der Provisionsbasissumme ist. (4-5%)

Monatsbeitrag x 12 x Laufzeit in Jahren = Provisionsbasissumme. Da kommt schon was zustande. 😉

Veröffentlicht von: @zwiwwelche

Hier stellt sich mir auch die Frage, wer denn der geeignetere Fachmann für uns ist, der Angestellte einer großen Versicherung oder der Honorarberater.

In jedem Fall der Honorarberater, wenn er fachlich gut ist. Der Angestellte der Versicherung ist immer in einem Interessenkonflikt.

 


AntwortZitat
zwiwwelche
(@zwiwwelche)
Half Bread Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 22
 

1. hier sind wir uns wohl klar einig 

2. Wow, Kleinviech macht eben auch Mist. Das mussten wir in der Vergangenheit sehr schmerzlich feststellen. Und wir wollen unser Geld eben nicht mehr mit Jedem teilen.

3. Wie kann ich das erkennen? Es gibt hier, wie beim Biosiegel auch, leider keine sichere Kennzeichnung über Wissen und Kompetenz.... 🤔 


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Internationaler Meister Admin
Beigetreten: Vor 4 Jahren
Beiträge: 909
 
Veröffentlicht von: @zwiwwelche

3. Wie kann ich das erkennen? Es gibt hier, wie beim Biosiegel auch, leider keine sichere Kennzeichnung über Wissen und Kompetenz.... 🤔 

Das stimmt und wenn, kann es durchaus auch wie bei den google-Bewertungen ausfallen. Frittenbude mit 5-Sternen.

Daher ist immer ein Erstgespräch zu empfehlen. Viele bieten das ja auch kostenlos für 10-15 Min an, um sich zu "beschnuppern". Die Honorarberater sind i.d.R. sehr gut ausgebildet, da es hier auch Anforderungen gibt, die abgeprüft werden. (bei Banken wird das durch die Bank pauschal ggü. der BaFin bescheinigt und durch Kaffeetrinker Seminare sicher gestellt) Das kann also nicht jeder einfach machen.

Aber dennoch ist so ein Erstgespräch wirklich zu empfehlen und danach weiss man auch, ob es passt oder nicht. In eurem Fall geht es im eine BU und eventuell weitere Versicherungsverträge. Bei einem Honorarberater wird das eine echte Beratung sein, emotionale Psychotricks fallen das ganz weg. Das wird eine neue Erfahrung sein.

 

Kontra: Ich kenne Menschen, die brauchen jemand, der ihnen "Honig um den Mund schmiert" und sie hofiert. Wenn das bei einem Honorarberater dann weg fällt, sind sie enttäuscht. Es gab auch von mir Bankkunden, die zum Drückervertrieb zurück gegangen sind, weil sie dieses Gefühl "Kunde=König und wird 6 Mal im Jahr angebettelt" vermissen. Je nachdem was man für ein Typ Mensch ist, kann das ein Kontrapunkt sein.


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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
Vollkorn-Member Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 91
Themenstarter  

@zwiwwelche

1. Eure Tochter ist 12. Klasse, also als Beruf: Schülerin = perfekt für einen BU-Abschluß, Sohn - Studium auch perfekt.

2. Auswahl des Beraters/Verkäufers: ich würde von einem Einfirmenvertreter abraten, es gibt viele gute die auch an den Kunden denken, ABER sie können nur Produkte ihrer Gesellschaft anbieten. Mein Vorschlag: Termin bei einem Versicherungsmakler machen und VORHER alle Fragen notieren und mitnehmen. Idealerweise eine Vorschlag mit mindestens 3 (-5) Anbietern nach Hause mitnehmen und in Ruhe vergleichen. Dann einen 2. Termin vereinbaren und die Verträge für eure Töchter abschließen (aufgetauchte Fragen) noch klären lassen. Bauchgefühl ob der Makler der Richtige ist, entscheiden lassen 😉

3. Ein Versicherungsberater kann nicht unbedingt mehr, er sollte nur absolut neutral sein. Kosten-Nutzen abwägen.

4. Alle Verkäufer (auch der Makler sind es nicht, geht auch gar nicht) trotzdem kann man eine gute Beratung + gutes Produkt bekommen.

Klar bezahlt ihr eine Provision für den Abschluss (indirekt im Vertrag), ABER: 1. bekommt ihr eine fundierte Beratung + Auswahl dafür, 2. muss jeder für seine Arbeit bezahlt werden

5. Wichtiger als der Beitrag: gute Bedingungen spätestens hier braucht ihr Beratung und Auswahl! Bei den großen / bekannten BU-Versicherern (Top10) sind die Unterschiede mittlerweile sehr klein.   

6. Keinen Direktversicherer bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung nehmen (trotzt evtl. günstiger Beiträge) Es ist nicht euer Fachgebiet und ihr werdet daher die Bedingungen / Klauseln nicht richtig bewerten können. 

7. Ganz wichtig, gerade für eure Kinder: Nachversicherungsgarantien, d.h. bei bestimmten Abschnitten im Leben (Beruf erlernt, Heirat, Einkommenssprung, Geburt Kinder, Bau/kauf einer Immobilie, etc.) hat man die Option seinen Vertrag zu erhöhen OHNE neue Gesundheitsfragen beantworten zu müssen. Hier gibt es schon einige Unterschiede zw. den Anbietern.

8. Dynamik - ein Streitpunkt, oder Ansichtssache

9. Persönliche Erfahrung: Wir haben für unsere Tochter bei einem Makler 5 Angebote verglichen, uns beraten lassen, Optionen und Preise verglichen und dann waren es nur noch 3 Gesellschaften, dann haben wir die kleinen Unterschiede mit dem Makler besprochen und uns für eine Gesellschaft entschieden. Unsere Tochter hat inzw. auch schon 1x die Nachversicherungsgarantie gezogen, so das wir auch das schon in der Praxis durch haben.

Ihren Vertrag als Azubi  haben wir mit einer BU-Rente von 700€ starten lassen. 

 

 


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zwiwwelche
(@zwiwwelche)
Half Bread Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 22
 

@gold-oder-aktien

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Entweder bist du vom Fach oder hast dich sehr in das Thema eingearbeitet 😉 wie auch immer, ich bin für jeden Tip dankbar.

Wir haben 3 Angebote aus der Liste der TOP 10, dabei sticht eines, durch Klarheit, Offenheit, Kriterien nach diversen Checklisten und dann auch noch durch den Preis heraus. Für mich klingt es zu schön um wahr zu sein und wir suchen noch nach dem Haken. Vielleicht gibt es den ja gar nicht.....


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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
Vollkorn-Member Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 91
Themenstarter  

@zwiwwelche

nur damit du eine Orientierung hast, habe ich nachgeschaut, der Vertrag meiner Tochter:

1.) Versichert 700€ Rente für 38€/mtl. Beitrag bis Alter 60

2.) erste Nachversicherungsoption: weitere 700€ Rente für 47€/mtl. Beitrag bis Alter 60 (Kostenausweis hier, Abschlußkosten: 596€ auf 5 Jahre verteilt) verdient der Makler dafür also ca. 120€ je Jahr x5, in den Jahren 6-8 bekommt er nochmal je 30€ damit kann man leben denke ich. Verwaltungskosten der Gesellschaft: jährl. 66€ 

3. die Beiträge unter 1. und 2. sind Bruttobeiträge, d.h. effektiv zahlt sie jeweils ca. 10-15€ weniger im Monat (ich rechne immer gern mit dem teuersten Scenario)

3.1. obwohl sich sonst nichts verändert hat sieht man dass meine Tochter älter geworden ist = höherer Beitrag (das neue Alter fließt natürlich bei der Nachversicherung ein)

Bezgl. Haken: tja manchmal gibt es gar keine, manchmal sind sie zu offensichtlich da sieht man sie nicht 😉 Im Grunde sind die TOP 10 alle gut, bei mir fließen da auch subjektive Kriterien ein (Bsp: SL obwohl ein guter Versicherer der Top10 wäre bei mir raus = subjektiv).

 


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zwiwwelche
(@zwiwwelche)
Half Bread Blackwater Stammleser Rose
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 22
 

@gold-oder-aktien

Vielen lieben Dank für deine Mühe.

Tatsächlich verliere ich etwas die Orientierung, das aber nur auf unsere Situation gesehen.

zu 1. Wie hoch sollte man sich in der heutigen Zeit als Student überhaupt versichern? Laut Versicherung max. 60% Brutto oder 80% Netto.

Wir wissen ja noch gar nicht ob und welchen Job unser Sohn einmal genau ausüben wird. Das weiß Keiner. Trotzdem soll die BU ihn im Fall der Fälle vor dem finanziellen Ruin retten. Also, ich sehe es so, Stand heute mind. 1000€.

zu 2. Eine Nachversicherung ist in unserem Angebot mit einer Erhöhung von 50% der anfänglichen Rente möglich ( in Fall deiner Tochter habt ihr die Rente ja verdoppelt), das kann man ja dann nicht unbegrenzt oft machen. Ich will damit sagen, wir schließen eine Versicherung ab, die Aufgrund des Alters und damit des Gesundheitsszustands günstiger ausfallen soll, wissen aber gar nicht wieviel Geld in zwanzig Jahren notwendig sein wird. Ich bin eher dafür die Startrente etwas Höher anzusetzen.

Sollte sich in 20 Jahren herausstellen, dass mein Sohn doch eine höhere BU braucht, muss er dann doch eine zweite, sicherlich weit teurere BU abschließen.

Verstehst du was ich meine, oder ist das völliger Quatsch?


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Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 336
 

Zu bedenken ist, dass die BU-Rente zunächst von den im Fall der Fälle gewährten Sozialleistungen abgezogen wird. Daher muss aus meiner Sicht die BU-Rente diese Transferleistungen deutlich übersteigen, damit sie sich lohnt...sonst hat man im Zweifel kaum was mehr, aber Beiträge gezahlt.


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Airnesto
(@airnesto)
Schach Experte Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 336
 

Ich hatte selbst den Fall, dass ich mir in meiner Ausbildung 750€ BU-Rente gesichert hatte(leider ohne Nachversicherungsgarantie). Die 750 € bringen aber wie gesagt gar nichts, da sie wie beschrieben zunächst von anderen Leistungen abzuziehen sind. Eine zweite BU wurde fällig: diese war in sinnvoller Höhe als Ergänzung aber definitiv zu teuer. Habe den alten Vertrag folglich natürlich gekündigt und seither bereits erworbenen BU-Anspruch auf etwa 20 €/Monat...


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Gold-oder-Aktien
(@gold-oder-aktien)
Vollkorn-Member Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 91
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @zwiwwelche

zu 1. Wie hoch sollte man sich in der heutigen Zeit als Student überhaupt versichern? Laut Versicherung max. 60% Brutto oder 80% Netto.

Wir wissen ja noch gar nicht ob und welchen Job unser Sohn einmal genau ausüben wird. Das weiß Keiner. Trotzdem soll die BU ihn im Fall der Fälle vor dem finanziellen Ruin retten. Also, ich sehe es so, Stand heute mind. 1000€.

zu 2. Eine Nachversicherung ist in unserem Angebot mit einer Erhöhung von 50% der anfänglichen Rente möglich ( in Fall deiner Tochter habt ihr die Rente ja verdoppelt), das kann man ja dann nicht unbegrenzt oft machen. Ich will damit sagen, wir schließen eine Versicherung ab, die Aufgrund des Alters und damit des Gesundheitsszustands günstiger ausfallen soll, wissen aber gar nicht wieviel Geld in zwanzig Jahren notwendig sein wird. Ich bin eher dafür die Startrente etwas Höher anzusetzen.

Sollte sich in 20 Jahren herausstellen, dass mein Sohn doch eine höhere BU braucht, muss er dann doch eine zweite, sicherlich weit teurere BU abschließen.

Verstehst du was ich meine, oder ist das völliger Quatsch?

Zu 1. wie hoch als Student versichern? Das ist eine Frage der Rente und des Beitrages. Ich weiß es nicht genau, meine aber das maximal bei 1.500€/mtl. Rente geht. Grundsätzlich gilt bei der BU ein Bereicherungsverbot = max. 100% Netto. Wie man es genau strickt => beraten lassen.

Das euer Sohn später einen Beruf hat davon solltet ihr ausgehen und das er mit 30-40k Einstiegsgehalt rechnen kann auch. aber das ist jetzt nicht aktuell.

Zu 2. die Nachversicherungsklauseln muss man sich je nach Versicherung genau ansehen. Bei meiner Tochter ist das bis zu 4x möglich (Vervierfachung der ersten Rente) das war auch unsere Basis für die Berechnung, angefangen mit 700€ (reicht für Azubi, wohnt bei Eltern, passt), jetzt 1.400€ ist noch nicht üppig aber eine Basis, maximal könnte sie in dem Vertrag also 2.800€ absichern. Das muss reichen. Man muss auch an die Kosten denken. 

Dazu kommt das sie jetzt langsam auch Ansprüche in der gesetzlichen Rente aufbaut, das ist nicht viel aber eine Ergänzung, die ganz langsam steigt.

Die Startrente höher anzusetzen ist gut, man muss es sich leisten können. Evtl. dann doch mit einer Dynamik arbeiten - das ist eine Möglichkeit.

Was in 20 Jahren ist - das ist lange und ein Abschluß  ist nur machbar wenn sich bis dahin nichts gravierendes mit der Gesundheit ergeben hat. Die Rente neu abschließen und ergänzen geht immer - solange man gesund ist und im "richtigen" Beruf arbeitet. 

Daher ist diese Nachversicherungsgarantie so wertvoll !! Es ist eine Option, man muss sie nicht ziehen, aber wenn man sie hat ist es ein Fallschirm mehr. Braucht man sie nicht, egal, kostet kein Geld, braucht man sie doch, werdet ihr glücklich sein diese Option abgeschlossen zu haben.


zwiwwelche gefällt das
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