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Off Topic Pressekodex und Manipulation


Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2155
Themenstarter  

Ein ganz normaler Touristentag in der Stadt der Liebe: Eine junge Frau posiert lächelnd vor dem Eiffelturm, der Himmel ist strahlend blau. Doch dann erschüttert eine Explosion Paris, Bomben fallen, Kampfjets donnern über die Häuser. Sirenen heulen, ein Baby weint. Verwackelte Handybilder zeigen Raketeneinschläge rund um die Kirche Sacré-Cœur auf dem Montmartre. „Was passiert hier?“, fragt eine Frauenstimme. „Oh mein Gott!“ Auf dem Bildschirm erscheint eine Einblendung: „Stell Dir vor, das würde in einer anderen europäischen Hauptstadt passieren“, gefolgt von einem Zitat des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj: „Schließt den Himmel oder gebt uns Kampfflugzeuge. Wenn wir fallen, fallt ihr auch.“

 

Welchem Bild soll man noch trauen?

Das furchterregende 45-Sekunden-Video, das das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlicht hat, ist eine Botschaft an Europa: Der Film soll die Nato-Westmächte davon überzeugen, eine Flugverbotszone über dem Land zu verhängen. Er ist bewusst als Manipulation gestaltet. Und die Qualität dieser Fälschung ist ebenso verblüffend und erschreckend: Wenn es technisch möglich ist, einen Militärangriff auf Paris mit solcher Akkuratesse vorzuspiegeln – welchem Bild aus diesem Krieg soll man da noch trauen? Welchem Bild überhaupt?

Quelle: rnd

 

Zum Einstieg in das Thema des Threads: Der Presskodex

 

Jetzt war das oben genannte Video keine Pressearbeit. Aber das Beispiel zeigt ganz klar wie wichtig eben diese Pressearbeit ist. Ohne eine möglichst objektive und breite Berichterstattung weiss kein Mensch mehr was wahr oder unwahr ist.

Massen werden mit Emotionen mobilisiert. Und die erzeugt man am besten durch Bilder. Dank Social Media, schlechter Berichterstattung und Herdentrieb kann man den Leuten alles erzählen und sie glauben es und folgen. 

Der NS-Staat und die DDR hätten von solchen Möglichkeiten geträumt.

Diesen Thread habe ich mal aufgemacht, um bei Bedarf Beispiele zu posten.

Kurz zu mir: aufgewacht bin ich ca. zwischen 2013-16, als die Berichte und Bilder aus dem Syrien Krieg sich immer öfters als Fake rausstellten. Natürlich nicht alle. Aber doch genug, um ein sehr einseitiges Bild der Lage zu vermitteln, was nicht zu dem passte, was mir Freunde vor Ort aus verschiedenen Gebieten des Landes erzählten.

Manche dieser Storys wie beispielsweise die einseitig negative Berichterstattung über Aleppo (der Russe ist böse, passt 2022 ins Narrativ) werden heute wieder aufgewärmt. Nur zur Erinnerung: Aleppo wurde von islamistischen Gruppierungen (auch IS) überfallen und eingenommen. Die syrische und die russische Armee haben diese Stadt davon befreit und heute wird sie wiederaufgebaut. Und das trotz westlicher Sanktionen. Mehr dazu in einem anderen Thread.


habanero1979, trader61 und weip321 gefällt das
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weip321
(@weip321)
Schach Internationaler Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 727
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Der NS-Staat und die DDR hätten von solchen Möglichkeiten geträumt.

Wie wahr, wie wahr. Ich finde es faszinierend, wie sehr das Thema Stasi (immer noch) medialisiert wird. Nicht falsch verstehen: diese Zeit war schlimm, und es hat mich teilweise auch persönlich tangiert! Das was den Nachrichten- und Geheimdiensten allerdings heute als Möglichkeiten zur Verfügung steht, sprengt den Rahmen von damals bei Weitem.


habanero1979 und Blackwater gefällt das
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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
Schach Großmeister Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 1234
 

Es wird immer gesagt, Aleppo wäre "befreit" worden vom IS. Ich weiß nicht ob der islamische Staat tatsächlich so schlimm war. Ich war nicht dort und habe nur sehr einseitige Berichterstattung dazu gehört. Auch heute noch wird in der Presse durchgängig negativ über den IS berichtet, ich höre niemals ausgewogene Berichte oder Reportagen. Und die Russen und Syrer haben auch schlimme Dinge gemacht, als sie Aleppo angeriffen haben. Das wird in der Berichterstattung ausgelassen. Das kommt mir komisch vor. Es sind ja sogar Deutsche dort hin gegangen und haben sich dem IS angeschlossen, das hätten die doch nicht gemacht, wenn es wirklich eine "Terrororganisation" gewesen wäre.

Wohin treibt uns das Universalmisstrauen gegenüber allem? Wo endet das Anhören beider Seiten? Diese Fragen stellen sich mir drängender denn je, und ich habe bisher noch keine gute Antwort darauf - weder gefunden noch erhalten.


Airnesto, hesekiel58, Blackwater und 1 weiteren Personen gefällt das
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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2155
Themenstarter  

@ikigaimondai Wenn man mit mehreren Seiten spricht erfährt man durchaus unterschiedliche Sichtweisen und oft (nicht immer) erfährt man auch von Fakten, die auf der Gegenseite "unter den Tisch fallen".

Das müssen nicht immer politische oder aktuelle Themen sein.

Ich kenne das von dem großen Thema Islam. Da geht es immerhin um 2 Milliarden Menschen! Und doch gibt es NICHT EINE fachlich fundierte Sendung darüber im deutschen Fernsehen, die beispielsweise über die Vielfalt dieser Religion und den islamischen Blick auf die Welt berichtet. Statt dessen eine massive Berichterstattung über kleinste Gruppierungen mit den negativsten Eigenschaften. Ja, das muss auch sein. Aber es ist einseitig. Und so hört sich der deutsche Michel auf der Strasse dann bei dem Thema auch an.

Hier in unserer Community ist dazu mehr Vielfalt und Breite im Thema als in der ganzen Mediathek von ARD/ZDF. Das sollte einem zu denken geben. Denken!!!


habanero1979, trader61, tugbaoezbek und 5 weiteren Personen gefällt das
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trader61
(@trader61)
Müsli Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 11
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Ich kenne das von dem großen Thema Islam. Da geht es immerhin um 2 Milliarden Menschen! Und doch gibt es NICHT EINE fachlich fundierte Sendung darüber im deutschen Fernsehen, die beispielsweise über die Vielfalt dieser Religion und den islamischen Blick auf die Welt berichtet. Statt dessen eine massive Berichterstattung über kleinste Gruppierungen mit den negativsten Eigenschaften. Ja, das muss auch sein. Aber es ist einseitig. Und so hört sich der deutsche Michel auf der Strasse dann bei dem Thema auch an.

Hier in unserer Community ist dazu mehr Vielfalt und Breite im Thema als in der ganzen Mediathek von ARD/ZDF. Das sollte einem zu denken geben. Denken!!!

Sehr gut gesagt, das sehe ich auch so!

Und ihr alle könnt stolz darauf sein, dass es hier nicht so ist!


habanero1979 und himself63 gefällt das
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