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Frage Sollte man als Freiwilliger in den Krieg gehen?

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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
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Themenstarter  

Immer mehr Freiwillige ziehen für Drittstaaten in den Krieg. War das vor allem unter jungen Briten seit dem Syrienkrieg ein weit verbreitetes Phänomen, trifft es mehr und mehr auch Deutschland. Mehr als 1000 Freiwillige** aus Deutschland sollen in einer ukrainischen Freiwilligenbrigade schon mitkämpfen (Stand 03.2022).

** ich gehe davon aus, dass die überwiegend ukrainische Wurzeln haben.

Da der Ukraine Krieg von emotionalen Instagram-Videos und den Medien massiv befeuert wird, werden mehr und mehr junge Männer denken, dass es Heldentum wäre dort zu kämpfen. Der Krieg wird heroisiert. Eigentlich war das Thema in Deutschland schon überwunden, aber (vermutlich aufgrund sonstiger Inhaltslosigkeit unter vielen jungen Menschen) kommt es nun wieder zurück.

Selbst bei der WELT kommen Aufforderungen/Ermutigungen wie die von Bari Weiss, wie toll Patriotismus und dieser "Kampf" ist. (hier, leider Paywall)

 

 

Hier eine Ansage eines ehemaligen Soldaten und Fremdenlegionärs. Hinweis: Fremdenlegion bedeutet, man hat echten Krieg erlebt und gekämpft und das in zig offiziellen und inoffiziellen Konflikten rund um den Globus. Das ist kein Vergleich zur Bundeswehr!

 

Sollte man als Freiwilliger in den Krieg ziehen?

 

 


weip321 gefällt das
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weip321
(@weip321)
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Beiträge: 727
 

Das sollte eine Woche lang jeden Abend vor der Tagesschau oder vorm heute-journal laufen! Für die Jüngeren am besten bei Instagram oder Facebook.


himself63 und Blackwater gefällt das
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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2155
Themenstarter  

In diesem Krieg geht es wie in fast jedem Krieg um knallharte Interessen von Großmächten. Die einflussreichen Privatpersonen die davon profitieren, würden niemals ihre Kinder dorthin zum kämpfen schicken.

Wie beim Schach, fallen die Bauern zuerst.

Die ganzen Storys von Freiheit, Demokratie und "böse Russenmonster" sowie die Bilder von zerbombten Krankenhäusern sind Propaganda (Auch wenn das natürlich durchaus auch passiert).

Die Propaganda die wir derzeit sehen, soll die Bevölkerung auf Verzicht und einen möglichen Kriegseintritt vorbereiten.

Es ist überhaupt nicht heroisches mit zerfetzen Gliedmaßen in einer osteuropäischen Stadt zu verbluten oder zu verbrennen. Und nein, es geht hier nicht um Demokratie und Werte. Es geht NUR um Interessen.

Es ist erstaunlich, dass man diesen Trick immer wieder in neuem Gewand anwenden kann. Früher gab es Radio und TV, heute macht man das halt über Social Media.


himself63 und weip321 gefällt das
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weip321
(@weip321)
Schach Internationaler Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 727
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Die ganzen Storys von Freiheit, Demokratie und "böse Russenmonster" sowie die Bilder von zerbombten Krankenhäusern sind Propaganda

Stimme dir 100% zu. Passend dazu das Zitat:

Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit

Wahlweise Hiram Johnson bzw. Aischylos zugeschrieben


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hesekiel58
(@hesekiel58)
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Veröffentlicht von: @deepblackforest

Die ganzen Storys von Freiheit, Demokratie und "böse Russenmonster" sowie die Bilder von zerbombten Krankenhäusern sind Propaganda (Auch wenn das natürlich durchaus auch passiert).

 

Oder auch durchaus gewollt ist. Oder kann das jemand definitiv ausschließen?


Blackwater und himself63 gefällt das
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weip321
(@weip321)
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Veröffentlicht von: @hesekiel58

Oder auch durchaus gewollt ist. Oder kann das jemand definitiv ausschließen?

Definitiv kann niemand das eine oder das andere ausschliessen. Ob es ein Kollateralschaden ist oder bewusst gemacht wurde können wir nur vermuten.


Blackwater gefällt das
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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
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Beiträge: 2155
Themenstarter  

@hesekiel58 Nein, das kann niemand. Wir können auch nicht ausschliessen, dass ukrainische Milizen sich in den Gebäuden verschanzt haben um genau das zu erreichen. Auch die NZZ berichtete als eine der wenigen.

Wir haben keine validen Informationen. Wir sehen zwar was passiert, aber die Hintergründe und Umstände bleiben unbekannt.

Aus diesem Grund sind einseitige Behauptungen mit aufreibenden emotionalen Bildern keine Nachrichten, sondern Propaganda.

Peter-Scholl-Latour sagte einst: man muss sich beide Seiten anhören, auch wenn es einem nicht gefällt. PSL war einer der letzten echten Kriegsberichterstatter bevor er Autor wurde und er kämpfte auch selbst als Soldat.

Alleine wie die Medienberichte heute entstehen (ich hatte unlängst ja ein Video dazu gepostet) sollte einen sehr vorsichtig werden lassen.

Ich habe keinen Zweifel daran, dass in diesem Krieg inzwischen beide Seiten mit allem kämpfen was ihnen zur Verfügung steht. Das erzeugt entsprechende Bilder.


weip321 gefällt das
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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
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"Der Ivan" 😒

Ansonsten volle Zustimmung. Junge Männer neigen ja ohnehin zu merkwürdigem Risikoverhalten, haben sie schon immer getan und werden sie auch immer tun. Und manche wünschen sich ja auch Krieg, da "ist endlich mal was los". Die armen Seelen.


Airnesto und weip321 gefällt das
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hesekiel58
(@hesekiel58)
Schach Internationaler Meister Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @deepblackforest

Aus diesem Grund sind einseitige Behauptungen mit aufreibenden emotionalen Bildern keine Nachrichten, sondern Propaganda.

Peter-Scholl-Latour sagte einst: man muss sich beide Seiten anhören, auch wenn es einem nicht gefällt.

Bei den "Konflikten" mit Uiguren und Rohingya sind die Sympathien hier im Westen auch recht einseitig verteilt.


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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
Schach Großmeister Blackwater Stammleser
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Veröffentlicht von: @hesekiel58

Bei den "Konflikten" mit Uiguren und Rohingya sind die Sympathien hier im Westen auch recht einseitig verteilt.

Kommst Du da vom Blickwinkel "wir wissen es ja gar nicht, ob es all diese "Umerziehungslager", willkürlichen Verhaftungen und Arbeitslager wirklich gibt"? Etwas anderes wäre für mich schwer vorstellbar.

Hinsichtlich der Sympathien: Westliche Geschichten ranken sich ja sehr gerne um die Befreiung von Unterdrückung, und es gibt generell eine große Sympathie mit Außenseitern und Underdogs.


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hesekiel58
(@hesekiel58)
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Veröffentlicht von: @ikigaimondai

Kommst Du da vom Blickwinkel "wir wissen es ja gar nicht, ob es all diese "Umerziehungslager", willkürlichen Verhaftungen und Arbeitslager wirklich gibt"? Etwas anderes wäre für mich schwer vorstellbar.

 

Für mich auch. Allerdings habe ich nicht "die andere Seite" angehört  ... und ich war auch nicht dort.


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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2155
Themenstarter  
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Peter-Scholl-Latour sagte einst: man muss sich beide Seiten anhören, auch wenn es einem nicht gefällt.

Das war mal die Grundlage für guten Journalismus. Das Gegenteil davon nennt man einseitige Berichterstattung. Scheint ja nun "ok" zu sein.

Nur warum?

1. Idiocracy

2. Politisch gewollt.

 

Grundsätze Journalismus: https://singendesland.de/wp-content/uploads/2020/10/grundsaetze_journlismus.pdf

Herrlich. Immerhin steht es da. Falls später mal jemand fragt was das ist.


habanero1979 gefällt das
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weip321
(@weip321)
Schach Internationaler Meister Blackwater Premium Blackwater Stammleser
Beigetreten: Vor 1 Jahr
Beiträge: 727
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Herrlich. Immerhin steht es da. Falls später mal jemand fragt was das ist.

Auf einer Webseite, die niemand kennt und niemand aufruft. Leider ist es das Papier nicht wert, auf dem es steht.


Blackwater gefällt das
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Blackwater
(@deepblackforest)
Schach Großmeister Admin
Beigetreten: Vor 5 Jahren
Beiträge: 2155
Themenstarter  

@weip321 ok, die Seite kennen dann doch einige: https://de.wikipedia.org/wiki/Pressekodex

Zumindest die, die einen Uniabschluss "absolviert" haben, denn wie bekommt man heute einen Abschluss ohne Wikipedia?


weip321 gefällt das
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ikigaimondai
(@ikigaimondai)
Schach Großmeister Blackwater Stammleser
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Beiträge: 1234
 
Veröffentlicht von: @deepblackforest

Grundsätze Journalismus: https://singendesland.de/wp-content/uploads/2020/10/grundsaetze_journlismus.pdf

Herrlich. Immerhin steht es da. Falls später mal jemand fragt was das ist.

Da finde ich aber nichts von "man muss beide Seiten anhören", worauf beziehst Du Dich konkret?

Meiner Ansicht nach gibt es auch für das Anhören beider Seiten sinnvolle Grenzen:

Erstens muss nicht jede Meinung wiedergegeben werden, schon gar nicht gleichwertig.

Und vor allem sollte das Anhören beider Seiten nicht immerwährend erfolgen, also immer wieder, ad infinitum.


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