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Besteuerung von Termingeschäften ab 2021

Was ich mich als deutscher Steuerzahler frage ist, warum es keinen Aufschrei gibt? Ich verstehe es einfach nicht.

Halten wir nochmal fest, was die Begrenzung der Verlustverrechnung auf 20.000 Euro bedeutet:

Eine Steuerlast kann anfallen, wenn die Verluste höher als die Gewinne ausfallen. Betroffen sind auch die beliebten Zertifikate. Aktien sowieso. Unterjährige Verlustanrechnung gegenüber der Abgeltungssteuer ist nicht möglich.

Gut, den letzten Punkt umgeht man mit einem Auslandsbroker. Unverschämt ist es trotzdem. Denn ich bin nicht der Kreditgeber des Finanzamtes. Werde ich damit aber!! Daher: Wechsel zum Auslandsbroker.

Aber um den anderen Rotz kommt man nicht rum. Jemand macht einem Gewinn von 30.000 Euro und dem steht ein Verlust von 40.000 Euro gegenüber. Dank der Verlustbegrenzung greifen aber nur 20.000 Euro. Trotz der roten Zahlen muss der Trader 10.000 Euro versteuern. EINEN GEWINN DEN ER NICHT HAT!!! Das ist so krass. Wo bleibt der Gerechtigkeitsaufschrei???

Das BMF hat alleine in den letzten 6 Monate drei Mal seine Meinung dazu geändert. Auch geil. Scheint ganz wie sonst in diesem Land zu laufen. Keiner weiss was der andere tut und was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.

Aufschrei? In Deutschland?

Ich könnte hier eine ganze Reihe von Gesetzgebungen und Vorhaben der letzten Zeit einstellen, die sich verheerend auswirken werden. Aber die meisten Menschen in Deutschland bekommen das noch nicht einmal mit oder es interessiert sie nicht. Das Thema "Aufschrei" können wir vergessen.

Aber gegen die von Dir angeführte Gesetzgebung gibt es Widerspruch und Klagen. Nur ist das langwierig. Außerdem - wie Du schon angeführt hast - änderte das BFM schon mehrfach seine Auslegung dazu. Und das sogar unterjährig. Ganz toll für die Broker und Banken. Es ist zu erwarten, dass dies nicht das letzte Mal sein wird.

 

Zur Lösung: Definitiv Auslandsbanken und Broker. Das löst schon mal den Abgeltungssteuerabzug auf alle Gewinne unterjährig und man wird nicht zum Gläubiger.

Was CFD Broker angeht, so wird hier an einigen technischen Lösungen gearbeitet und vermutlich werden sogar ganz neue Produkte entstehen. Diese Flexibilität braucht es auch, wenn man es mit Parteien und Politikern zu tun hat, die offenbar nicht wissen was sie tun.

In dem anderen Thread habe ich schon auf die Ausgestaltung des Copy Tradings bei IC Markets Bezug genommen. Die führt nämlich zu einem ganz anderen Sachverhalt. Man sollte in der Steuererklärung diesen natürlich auch faktisch richtig beschreiben: Buchung von eigenem Konto auf ein Copy Account. Dort tradet jemand. Realisierung der Gewinne oder Verluste durch spätere Umbuchung zurück.

Es sind weder eure Trades noch euer Gewinn, solange das nicht realisiert wird. Und das ist nicht einfach meine Meinung, sondern faktisch genau das, was im System auch passiert und angezeigt wird. Wird der Gewinn oder Verlust durch das Stoppen und die Rückbuchung realisiert, ist dies das gleiche wie bei einem Fonds auch. Es ist sehr wichtig, das zu beachten!

 

 

 

 

 

Zitat von Blackwater am Mai 11, 2021, 20:04 Uhr

Es sind weder eure Trades noch euer Gewinn, solange das nicht realisiert wird. Und das ist nicht einfach meine Meinung, sondern faktisch genau das, was im System auch passiert und angezeigt wird. Wird der Gewinn oder Verlust durch das Stoppen und die Rückbuchung realisiert, ist dies das gleiche wie bei einem Fonds auch.

Wir warten ab, bis entweder die Banken oder bei ausländischen Instituten der Steuerzahler dazu gezwungen werden, bei Teilentnahme auch die exakt darauf entfallenen Gewinne auszuweisen (wie beim Fondsanteil-Verkauf auch). Ich freu mich schon. Nicht.

Blackwater hat auf diesen Beitrag reagiert.
Blackwater

Das wird die einzige Möglichkeit sein 🙂

Aber wenn überhaupt, denn in Gegensatz zu Anlegern die Auslandsfonds etc. haben, sind wir wirklich eine mini-Minorität. Und damit noch recht uninteressant.

Was mich in dem Zusammenhang auch positiv stimmt, ist die gesunkene Macht Deutschlands in globalen Finanzfragen seit GB aus der EU raus ist. Daher mal sehen…

… und vielleicht wird ja aus den Klagen noch etwas.

Zitat von Blackwater am Mai 11, 2021, 20:16 Uhr

… und vielleicht wird ja aus den Klagen noch etwas.

Oder wir hoffen drauf, dass nach und nach auch den Politikern klar wird, dass da ihre Schäfchen nass werden.

 

Zitat von Blackwater am Mai 11, 2021, 20:04 Uhr

Es sind weder eure Trades noch euer Gewinn, solange das nicht realisiert wird. Und das ist nicht einfach meine Meinung, sondern faktisch genau das, was im System auch passiert und angezeigt wird. Wird der Gewinn oder Verlust durch das Stoppen und die Rückbuchung realisiert, ist dies das gleiche wie bei einem Fonds auch.

Hallo in die Runde,

wenn ich das richtig verstehe besteht hier die Auffassung, dass der Ertrag aus den Währungsgeschäften steuerlich dem Anleger noch nicht zugeflossen ist, solange er sich auf dem Copy Trading Account befindet. Erst wenn der Anleger die Liquidität auf sein Konto bei IC Markets transferiert, findet der Zufluss in die Sphäre des Investors auch für steuerliche Zwecke statt. Es handelt sich dann um Veräußerungsgewinne aus § 23 EStG (der alte "Spekulationsparagraph"). Gibt es dazu praktische Erfahrungen mit Finanzämtern?

Zum Thema Verlustverrechnungsbeschränkungen bei Termingeschäften auf € 20.000 p.a.

Meines Erachtens sollte es sich bei den Währungstransaktionen nicht um Termingeschäfte handeln, die von der seit Januar 2021 geltenden Verlustbeschränkungsregelung im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen betroffen sind. Im Rahmen des § 23 EStG gilt jedoch eine separate Verlustverrechnungsmechanik, nach der Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften nur mit Gewinnen aus solchen privaten Veräußerungsgeschäften ausgeglichen werden können. Nicht ausgeglichene Verluste können jedoch ein Jahr zugetragen bzw. vorgetragen und entsprechenden privaten Veräußerungsgewinnen verrechnet.

Blackwater hat auf diesen Beitrag reagiert.
Blackwater

Ja,

eines unserer Lieblingsthemen. 🙂

Bisher ist es so wie Du im ersten Absatz schreibst. Das trifft nicht grundsätzlich auf Copy Trading zu, wohl aber auf die Ausgestaltung bei IC Markets. Das merkt man auch am technischen Ablauf:

Eigenes Konto eröffnet. Geld drauf gebucht. Start Copy Trading führt zu einer Umbuchung auf den (nicht eigenen) Copy Account. Ab da keine Verfügungsgewalt über das Geld und die Trades. Späterer Stop des Copy Tradings. Rückbuchung auf das eigene Konto. Das ist der Vorgang, wie wir ihn auch von anderen Finanzgeschäften kennen. (Beispiel: Fonds)

 

Erfahrung mit dem FA: Bisher keine Probleme bei der Anerkennung dieser Buchungen, so die Rückmeldung von den Kunden. Die 20K Verlustbegrenzung greift real ja erst ab diesem Jahr. WENN jeder das richtig angibt und so beschreibt wie es ist, sollte es da gar keine Probleme geben. DAS IST WICHTIG!

Da die Währungstransaktionen alle über das Instrument CFD gemacht werden und es heute nur noch bei Großbanken Direktkontrakte sind, vermuten wir, dass es als Termingeschäft gesehen wird (siehe CFD Betrachtung). Damit gäbe es normal das "20K Problem". Aber durch die IC Ausgestaltung sollte das Problem gelöst sein.

Ein direktes Währungsgeschäft welches man als Privatkunde durchführen kann, wäre der Handel von Sorten über die Bank. Das gilt definitiv zugehörig zu § 23 EStG privates Veräußerungsgeschäft.

 

 

Hochgeladene Dateien:
  • 20K-Problem-Deutschland.jpeg

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